— In der am gestrigen Tage abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths legte der Vorsitzende, Staats⸗Minister, Staatssekretär des Innern, von Boetticher, ein Schreiben des Präsidenten des Reichstages vor, nach welchem der Letztere den Entwurf des Gesetzes, betreffend die Kontrole des Reichshaus⸗ alts und des Landeshaushalts von Elsaß⸗Lothringen
für das Etatsjahr 1885/86, unverändert angenommen hat. Das Gesetz wird zur Allerhöchsten Vollziehung vor⸗ gelegt werden. Die Vorlage, betreffend die ve. 2 rung der seit dem Jahre 1875 erlassenen Anleihege 82 wurde dem Ausschuß für Rechnungswesen überwiesen. Zu Gunsten der besoldeten, mit konsularischen Befugnissen ange⸗ stellten Kaiserlichen Beamten, welche in außereuropäischen Ländern eine längere als einjährige Verwendung gefunden haben, wurde beschlossen, daß denselben die daselbst zu⸗ gebrachte Dienstzeit bei Verwendung in den unter deutschem Schutz stehenden Gebieten von Togo, Kamerun und Südwest⸗Afrika, sowie in Zanzibar bei der Pensionirung doppelt in - e. gebracht werde. Dem Antrag Hamburgs wegen Abänderung des §. 802 der Civilprozeß⸗
ordnung und dem Gesetzentwurf wegen Abänderung des
§. 137 des Gerichtsverfassungsgesetzes ertheilte die Versamm⸗ lung ihre Zustimmung und beschloß, die in der Vorlage vorgeschlagenen Bestimmungen über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Draht⸗ eüe mit Wasserbetrieb zu erlassen. Einer Ein⸗ gabe, betreffend die Ermäßigung der Steuer für Taback⸗ rippen aus dem Transitlager, einem Antrag auf Be⸗ freiung eines Betriebes von der Unfallversicherungspflicht und einem Gesuch um Gewährung von Entschädigung für Verluste aus Anlaß des dnsacgefi cemmmgegesefe; wurde keine Folge gegeben. Ferner wurde beschlossen, daß dem vom Neichs Berficherungrand vorgelegten Antrage auf Einberufung einer Generalversammlung behüfs Beschlußfassung über die freiwillige Bildung einer Beru sgenossenschaft der Kellerei⸗ betriebe der Weinbranche auf Grund des Unfallversicherungsge⸗ setzes nicht stattzugeben und aus einer Eingabe, betreffend die Aus⸗ zahlung des Sterbegeldes auf Grund des Krankenversicherungs⸗ gesetzes, ein genügender Anlaß zu einer Verfügung für den Bundesrath nicht zu entnehmen sei. Endlich wurde über die geschäftliche Behandlung mehrerer Eingaben verschiedenen Inhalts Beschluß gefaßt.
— Die Berichte über die gestrigen Sitzungen des Reichstages und des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten Beilage.
— In der heutigen (31.) Sitzung des Reichs⸗ tages, welcher der Staatssekretär des eichs⸗Schatzamts, von Burchard, nebst mehreren Bevollmächtigten zum Bundes⸗ rath sowie Kommissarien desselben beiwohnte, stand auf der Tagesordnung: die zweite Berathung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend die 1.““ des Reichshaushalts⸗Etats für das Etatsjahr 1886/87, auf Grund mündlichen Berichts der Kommission für den Reichshaushalts⸗Etat. Es wurde zunächst der Etat der Zölle und Verbrauchssteuern berathen.
Der Abg. Bock (Gotha) legte gegen die Be⸗ hauptung ein, daß durch die Schutzzollpolitik die Lage der
Arbeiter gebessert worden sei. Die Strikes, die allenthalben aus⸗ gebrochen seien, bewiesen das direkte Gegentheil davon. Die Arbeiter, und zwar die industriellen wie die landwirthschaft⸗ lichen, ständen sich viel schlechter als früher. Man solle doch nur auf die Arbeiterkolonien seßen, die den Zustrom Arbeitsloser gar nicht zu fassen ver⸗ möchten. Die wirthschaftliche Krisis hänge mit der Frage des Schutzzolls, des Freihandels, der Nahrungsfrage gar nicht e und sie würde einzig und allein beseitigt werden durch eine grundlegende soziale
Bei Schluß des Blattes sprach der 2 bg. Dr. Gerlich.
— In der heutigen (4.) Sitzung des Hauses der Abgeordneten, welcher der Minister der öffentlichen Arbeiten, Maybach, der Minister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten, Dr. Lucius, der Justiz⸗Minister Dr. Friedberg, sowie der Finanz⸗Minister Dr. von Scholz, nebst zahlreichen Kommissarien eiwohnten, stand auf der Tagesordnung: die Forts etzung er ersten Berathung der Gesetzentwürfe, betr. die Feststellung des Staatshaushalts⸗Etats für das Jahr vom 1. April 1886/87 und betreffend die Ergänzung der Einnahmen in diesem Etat. 3 Der Abg. Frhr. von Zedlitz und Neukirch hob hervor, daß das eines Defizits von 14 Millionen nicht wegzuleugnen sei. Trotzdem habe man nicht nöthig, die finanzielle Lage als eine bedenkliche anzusehen. Der Abg. Rickert habe die wirthschaftliche Nothlage der Gegenwart als eine Folge der Zollpolitik hingestellt. Er übersehe dabei, daß in der Zeit von 1873 bis 1879 die Dinge noch viel schlimmer gestanden hätten. Thatsache sei es, daß die Schutzzoll⸗ politik die deutsche Industrie soweit gekräftigt hätte, daß sie mit Erfolg in Japan, Serbien, China und Süd⸗Amerika die Kon⸗ kurrenz des Auslandes habe bestehen können. Wenn die Frei⸗ handelspolitik wirklich so segensreich sei, wie komme es dann, daß England die S “ nicht überall auf dem Welt⸗ markt geschlagen habe? Nun lasse sich aber nachweisen, daß in den letzten Jahren der Export der Schutzzollstaaten jährlich um 4 ½ Milliarden gestiegen sei. Was den Kulturkampf betreffe, so glaube er, daß man leicht zu einem Frieden kommen werde, wenn die Kirche ebenso bereit sei, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, wie der Kaiser gewillt sei, Gott zu geben, was Gottes ist. Ueber das Branntwein⸗Monopol zu entscheiden, sei Sache des Reichstages. Soviel könne er indessen sagen, daß, wenn man die Ziele, die mit demselben verfolgt würden, ins Auge 118; das Projekt nicht von vorn⸗ herein prinzipiell zu verwerfen sei. Man werde prüfen müssen, ob die schweren Eingriffe in den privaten Betrieb, zu welchen das Branntwein⸗Monopol führen müsse, auf⸗ ewogen würden durch die Vortheile, die man sich von dem onopol verspreche. Bei Schluß des Blattes sprach der Abg. Dr. Windthorst.
— Der „Adreßkalender für die Königlichen Haupt⸗ und Residenzstädte Berlin und Potsdam sowie für Charlottenburg auf das Jahr 1886“, redigirt im Bureau des Ministeriums des Innern, ist im 172. Jahr⸗ gange in Carl Heymanns Verlag in Berlin erschienen.
—— Der Versuch des fahrlässigen Verkaufs ge⸗ sase dseslicher Nahrungsmittel ist nach einem
rtheil des Reichsgerichts, I. Strafs., vom 2. November v. J, nicht strafbar; überhaupt sei ein Versuch von straf⸗
1. Januar. (W. T. B.) ritt, wie das „Braun⸗ meldet, am 2. Februar wieder zusammen.
Braunschweig. Braunschweig, 2 Der Landtag des Herzogthums t schweiger Tageblatt“
ien. Abdp.)
nach Tagen. Oesterreich, Die letztgenannte Körper⸗
11 1“ Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 20. Januar. der Landtage zählt nur mehr eute waren die Landesvertretungen von Ober⸗ rain und Böhmen versammelt. schaft hat ihre Berathungen geschlossen. (W. T. B.) Gegenüber verschiedenen Petersburger Meldung über Sicherung des
Die Session
Erörterungen anläßlich eine weitere Aktion der N der Balkanhalbinsel auf Grund authentischer In Meldungen über ein eventuelles inschreiten Oesterreich⸗Ungarns in
der Begründung entbehren.
(Prag. Ztg.) Das Abgeordneten⸗ tte über das Budget fort und betreffend die Posten für Fiume, den Ministeriums
kächte zur Friedens „Fremdenblatt“ Bestimmteste, daß alle militärisches E Serbien je Pest, 20. Januar. setzte heute die Spezialdeba genehmigte die Titel, Voranschlag des a latere und den Tite Innern“. Be⸗ Minister⸗P Fiumaner in S Stellung von noch für bezweifelbar e gesetz von 1868 die Ste dalität der Lösung regel ßbritannien und Irland. (W. T. B.) Die Thronrede, mit heute das Parlament eröffnete, b chten als freundschaftliche u
formation auf
Minister⸗Präsidiums, des I „Centralleitung des Ministeriums des hältnisse nahm Gesinnungen der er staatsrechtlichen eder für gefährdet
i der Besprechung der Fiumaner Ver räsident die patriotischen
chutz und bemerkte Betreffs d Fiume, daß er dieselbe w rachte, da das kroatische Ausgleichs⸗ llung Fiumes umschreibe und die Mo⸗
London, 21. Januar. welcher die Königin ezeichnet die Beziehungen nd gedenkt besonders der g der afghanischen Grenzfrage mit Absteckung der Kommissäre dazu rhaltung des Friedens Aufstand in Ost⸗Rumelien Aenderung in
zu den Mä befriedigend laond. Die Königin h Grenze betrauten engli sein werde, entral⸗Asien zu sichern. Der habe dem Wunsche der B den politischen
en Regelun offt, daß die Arbeit der mit schen und russischen
die Aufrechte
evölkerung nach einer des Berliner Vertrages Aus⸗ folgenden Verhandlungen sei gerichtet gewesen, die Be⸗ unter die
Arrangements Bei den darauf iel der Königin darauf völkerung Regierung Bulgarien wesentlichen Rechte recht zu erhalten. Kommissarien Khedive verhandelten, welche nothwendig seiern Stabilität
ungeschmälert so würden die welche mit dem über die Maßregeln, Vertheidigung Egyptens und
Was Egypten anbelange, Englands und der Bericht erstatten , um die und Wirksamk Sodann gedenkt welche zu der
zur Annexion diese dauert ferner, daß sich die essert habe, und konstatirt mit dem Ziel, die n zwischen England
die Thronrede auch Expedition Englands 8 Landes Lage der Landwirth⸗ die Erneuerung der Bevölkerung gegen
und Irland auf⸗ hren festen Entschluß, jede fernzuhalten, und hält sich über⸗ ament wie vom Volke n in Irland organisirt den gesetzlichen
der Ereignisse, Birma und önigin be schaft nicht verb Agitation in Irland die legislative Unio Die Köni ung des Unionsgesetzes zeugt, daß sie dabei vom Parl werden werde; sie bedauert de stand, durch welchen man sich entziehen wolle, und das zu diesem Zweck verfolge. befürchten, die bestehenden diesen wachsenden Uebe Vertrauen,
gin betont i
unterstützt en Wider⸗ Verpflichtungen des Terrorismus, das man wie man Grund habe zu nicht ausreichen sollten, n, hege die Königin das seegierung mit allen Die Regierung lung der administra— ften Englands und Schott⸗ Räthen, deren Mitglieder Die Regierung tzentwurf auch für Irland vor.
röffnung erfolgte im Ober⸗ raus glänzenden Ceremoniell. r Prinzessin von Wales, Prinzessin Christian zu Se Auch das gesammte
In zu begegner daß das Parlament d ndigen Vollmachten ausstatten we zentwürfe vorlegen zur Herste iomie für die Grasscha mittelst der Einsetzung von Bevölkerung gewählt werde nen ähnlichen Gese
arlaments⸗E hause mit dem üblichen, Die Königliche der Prinzessit wig⸗Holstein, war zugegen. s wohnte der
werde Gese tiven Auton
bereite ei
Familie, außer de Luise und der diplomatische Die Mitglieder des Ober⸗
Feierlichkeit bei.
es waren in ihren Amtsrobe rede wurde von dem Lordkan
Die Verhandlungen beganne Berathung der an die Königir rhause widerlegte daß die Samoa⸗
n erschienen. zler verle n in beiden Häusern mit der mzu richtenden Adresse. der Premier Lord Salis bur yj Deutsch—
bekannt; die rung die positivste n Samoa be über die birma⸗ hsam, bevor nicht die darauf tstücke bekannt seien. Indien eine schwere durch dieselbe würden vielme Schatzamts
hauptung, Inseln von land annektirt gekommenen Ereignisse seien Regierung habe aber von d Versicherung erhalten, den Verträgen festhalte. e Frage erscheine nicht rat chen diplomatischen Schrif die Annexion von Birma Last durchaus
mnur unvollkommen er deutschen Regie sie an de Eine Diskussion
werde indeß nicht auferlegt; und zwar erheblich vermehrt Angelegenheit Ueberweisung
vermittelst ostrumelische die Regierung dere Alexander handlung für eine Abschluß führen werde; 1 Sultan und de der Großmächte zu einem Ein cht nur die Wohlfahrt des auch die Stärke des türkischen seien Gefahren vorhanden in der kleinen Staaten
zur unmittelbaren Unter einem friedlichen hoffen, daß der
Politik, die zu sie habe Grund, zu r Fürst mit der Zustimmung nehmen gelangen würden, bulgarischen Volks, sondern Reichs vermehren werde. Ruhestörung Seitens r englischen Regierung den Ereignissen an und namentlich bedauerlich und Griechenlands Durch die nder könne deren
welches ni
Folge der die nach der Ansicht de geringes Interesse an Grenze hätten, sungen Serbie Interessen und P orderungen dieser Lä
der bulgarischen
seien die Auffas bezüglich ihrer möglichen F Unabhängigkeit Halbinsel, Frieden Europas gefährdet edachten beiden Länder, riechenlands, auf Kosten erung, welche
ja möglicherweise der 1 Alle Forderungen der insbesondere aber die
Forderung der Türkei entschädigt z
u werden für eine Veränd
1““
baren Fahrlässigkeitshandlungen juristisch nicht denkbar.
die Türkei gar nicht angeregt habe, bildeten eine außergemz liche Neuerung im Volkerrecht. Weder die englische Regrend noch das Land sympathisirten mit diesen Forderungen: dies gierung werde ihren Einfluß aufbieten, um jeden muthwil. Bruch des Friedens im Orient zu verhindern. Die Regi hege die feste Hoffnung, daß Griechenland von einem nh nehmen abstehe, das seine Zukunft gefährden und getruns Arrangements umstoßen könne. Absolut unwahr sei, da 8 land Griechenland bei seinen Forderungen ermuthigt Der Premier widerlegte sodann die Behauptung 9 Granville’s, daß die Thronrede in Bezug auf Irland vn Inhalts sei: dieselbe gebe im Gegentheil der entschiedente Entschlossenheit Ausdruck, die legislative Union zwischen 8 land und Irland zu behaupten. Es gebe antden Leute, welche Ansichten verbreiten ließen, die für sen Union verhängnißvoll sein könnten, und da 1 Leute jene Ansichten unwiderrufen ließen, so bräche sie den Separatisten den Glauben bei, daß die Stunz ihres Triumphes nahe sei. Die Verwaltu ng von Irlank sei dem bisherigen Staatssekretär des Krieges, Smit 41 vertraut worden, der sich demnächst nach Irland begeben verg Sobald der Bericht desselben eingegangen sei, werde da Vorgehen der Regierung kein schwankendes sein; dieselbe es für ihre Pflicht, das Aeußerste zu thun, um Zuständen Ende zu machen, die nicht nur gefährlich für England oh dern auch schmachvoll seien für seinen Ruf als civilisirende Staat. — Die Adresse wurde schließlich einstimmig genommen. b- Im Unterhause beglückwünschte Mr. Gladstone we Regierung zu der Lösung der afghanischen Greng frage und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die freundschc lichen Gesinnungen zwischen England und Rußland nah weiter zunehmen würden. Was die rumelische Frage m gehe, so hoffe er, daß die Rechte des Sultans aufrecht a. halten werden würden, und daß Alles im Interesse der Pche fahrt der rumelischen Bevölkerung geschehen werde. 9 Egypten und Birma betreffenden Fragen wolle er jet nicht berühren. Zu der irischen Frage übergehend, lah Gladstone hervor: die Regierung müsse bezügliche Geset⸗ entwürfe vorlegen; er behalte sich vor, seine Ansichte in dieser Hinsicht darzulegen, sobald er die Gesetzentwürf kenne. Gladstone unterzog sodann den auf Irland bezüg⸗ lichen Passus der Thronrede einer Kritik und verlange weitere Aufklärungen in dieser Beziehung: es genüge nicht von der Nothwendigkeit zu sprechen, die Union aufrecht 1 erhalten; man müsse mehr thun und die Frage in wirllch befriedigender Weise behandeln. — Der Kanzler der Schat⸗ kammer, Hicks Beach, erklärte: er schätze sich glücklich, daj Gladstone der Doktrin von der Integrität des Reichs zu⸗ stimme. Er erkenne das Recht der irischen Deputirten, ime Ansichten über die Irland betreffenden Fragen ne⸗ zulegen, an; wenn aber die Opposition mit der ar⸗ gekündigten Politik nicht übereinstimme, so müsse se ein Amendement zu der Adresse beantragen; wenn de Majorität die Politik nicht billige, so müsse sie dies im Interesse des Landes erklären; wenn aber die Majeritt wünsche, daß die Regierung im Amte bleibe, so müsse se der selben ihre Unterstützung zu T heil werden lassen; andernfelz sei es unmöglich, die Geschäfte des Landes zu führen. Hich Beach kündigte ferner an, daß er nach dem Schluß der Adref Debatte mehrere, die Geschäftsordnung des Unter⸗ hauses betreffenee Anträge einzubringen beabsth tige, und daß er dafür die Dringlichkeit beantragm werde. — Parnell führte aus: er habe stets geglaubt, daß, wenn man im Prinzip zugestehe, daß Irland zu irgend einer Form des Selfgovernments berechtigt sei, man sch über die Details leicht verständigen werde. Die Haur⸗ schwierigkeit bilde die Bodenfrage. — Der Staatssekretär fit Indien, Churchill, erklärte: die Regierung könne niemals in die Bildung eines irischen Sonder⸗ Parlaments willigen und glaube, das Land werde inr hierin beistimmen. — Die Debatte wurde hierauf vertagt. Durban, 19. Januar. (Allg. Corr.) Die Zusammen⸗ kunft zwischen dem Vertreter der Kapregierung und de Pondos blieb resultatlos. — An der Nordgrenze des Zull⸗ Reservats sind Unruhen ausgebrochen; die Zulus weigen sich, Steuern zu zahlen. Es wurden Polizeimannschaften dahin dirigirt. Ueber die Zustände in Ober⸗Birma wird dem „Reuter⸗ schen Bureau“ aus Mandala y, unterm 15. d., gemeldet: Die jüngst ausgesandten fliegenden Kolonnen sind hierher zurück⸗ gekehrt. In einem Scharm ützel mit einer Freibeuterbande wurden auf Seiten der Madras⸗Infanterie ein Mann getödtet und drei verwundet. Der Verlust des Feindes wurde nicht ermittelt Lord Dufferins bevorstehender Besuch in Birma verursacht große Befriedigung in amtlichen Kreisen. Man hofft, es werde eine ener gische Politik adoptirt werden, da die gegenwärtige po⸗ litische Lage Unbehaglichkeit einflößt. Es wird die Nelk⸗ wendigkeit empfunden, alle Anstrengungen zu machen, un das Freibeuterwesen zu unterdrücken, und zu diesem Zweck wit die Anwesenheit eines Civilbeamten sammt militärischen Verstärkungen für nothwendig erachtet. Eine Abtheilumg Kavallerie und eine Bergbatterie sind zur Verstärkung der Garnisen in Mutschoba abgesandt worden. Oberst Harris, welcher erfuhr daß der Rebellenprinz mit 1000 Anhängern und Kanonen si Natagi rasch nähere, entsandte eine aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehende Kriegsmacht zur Verstärkung der dortigen Gar⸗ nison. Diese Truppen werden mit einem Truppencorps aus Pagen kooperiren.
Frankreich. Paris, 21. Januar. (W. T. B.) In der Deputirtenkammer brachte Rochefort heute den An⸗ trag auf Erlaß einer Amnestie ein und bemerkte zu dessen Begründung: der Präsident Grévy habe ein Dutzend Personen, die wegen politischer Verbrechen verurtheilt worden seien, begnadigt und damit seine Pflicht gethan; die Kammael müsse nunmehr ihre Schuldigkeit thun und für die übr. gen Verurtheilten eine Amnestie beschließen. Rochefor verlangte für seinen Antrag die Dringlichkeit. Der Ministet Goblet erklärte: die Regierung lehne jeden Amnestie⸗ Antrag ab und könne daher auch die Dringlichkeit nich acceptiren. Es handle sich nur noch um Personen, die auf Grund des gemeinen Strafrechts verurtheilt worden seien; die Regierung könne in einem Augenblick, wo die Kammer eine gewisse Anzahl von Wahlen zur Deputirten⸗ kammer für ungültig habe erklären müssen, einer Amnestie für solche, die wegen Wahlvergehen verurtheilt fesen nicht zustimmen. Cassagnac erwiderte unter dem Beifa der Rechten: die Sprache Goblets, der die Ungültigkeitserklärung der Wahlen gebilligt habe, werde die Rechte bestimmen, die Dringlichkeit zu votiren. Die Dringlichkeit des An⸗ trages Rocheforts wurde hierauf mit 251 gegen 248 Stimmen beschlossen.
Statistische Nachrichten. Nach Mittheilung des Statistischen Amts der bei den hiesigen Standesämtern 16. Januar 1886 zur Anmeldung gekommen: 964 Lebendgeborene, 45 Todtgeborene, 540 Sterbe⸗
— in Berlin in Berlin 25 117
id, 21. Januar. (W. T. B.) Der
„Progreso“, des Organs Zorilla's,
517 8 „ zeiter des in der Woche vom
verhaftet wor 10. Januar bis incl.
145 Eheschließungen, fälle.
gen die Veranlagung zur Klassensteuer Etatsjahr 1882/83, bez. 1883/84 ten), bez. 25 185 (6,9 %) Reklamationen erhoben z. 20 343 (5,6 %) Berücksichti⸗ (3,7 %), bez. 5114 (3,5 %);
3. St. 2361 (8S,4 %), bez. %), bez. 2193 (10,6 %); 5. St. 6. St. 1451 (9,9 %), (10,2 %), bez. 699 (12,9 %); 8. St. 910 0), bez. 617 (11,3 %); .St. 266 (9,5 %), bez. 671 (21,9 %). Abge⸗ Die Zahl der berück⸗ 2387 (0,67 %),
(W. T. B.) Das den über die ostrume⸗ Zeitraum Wie aus dem⸗ Minister des Aeußeren, bilant, dem Botschafter Italiens in Konstantinopel November die Instruktion, si Deutschlands
Rom, 22. Januar. mitgetheilte Grünbuch ische Angelegenheit 1 November 1885 bis 8. Januar 1886.
ertheilte der (7 % der Eingeschä
worden, von denen gung fanden, und zwar: 1. „St. 5826 (5,1 %), bez. 5829 (5,1 %); 3606 (13,3 %); 4. St. 1543 (7,5 1013 (9,0 %), bez. 1625 (13,3 %);
(12,3 %), bez. 1213 (16,2 10. St. 692 (10,70 308 (11,1 %);
hervorgeht, 0 874 (5,8 %), be⸗ der gemeinsamen Stufe 5112 esterreich⸗Ungarns nzuschließen, welche sich auf die Ertheilung thschlägen zur Erhaltung des Friedens zwischen den Eine Depesche des Grafen Robilant mber an den italienischen Geschäftsträger in Wien erklärt, insoweit es sich ausschließlich darum handle, sich zu Gunsten des Friedens und der Achtung der Verträge zu ver⸗ venden, die Mitwirkung Italiens als gesichert; dasselbe behalte ch jedoch, im Falle neuerdings gewisse Interessen oder Besorg⸗ vs auftauchen sollten, die Freiheit seiner Beurtheilung vor, vobei es aber fortgesetzt in seiner geme amen Anschauungen der beiden Centralmächte anzuschließen Am 24. November schließt sich Italien der von hesterreich Ungarn unterstützten Initiative Rußlands in Betreff des Kollektivschritts zur unverzüglichen Herbeiführung eines Waffenstillstandes zwischen Serbien und Bulgarien an. Unterm 875. Dezember erklärt der Minister dem türkischen Geschäfts⸗ räger, daß der Ideen⸗Austausch über Ost⸗Rumelien zwischen en Kabinetten fortgesetzt und der Erfolg durch den Geist der Mäßigung der Pfore erleichtert werde. Graf Robilant be⸗ ätigt sodann am 25. Dezember in einer Besprechung mit dem erwähnten Geschäftsträger diese Erklärung mit dem Hinzufügen: wer; diesem 2 üahren, sich als aufrichtiger und uninteressirter Freund rechnen könne. In einer Depesche vom 8. Januar bemerkt Graf Robilant Cirkularschreiben d Regierung vom 31. Dezember, in welchem diese den Wunsch ausspricht, daß man anläßlich der Regelung der Balkanfrage auch die Frage der Nordgrenze Griechenlands regele: wenn die Note Delyannis' einen Schluß zulasse, so wäre es im Sinne iner eventuellen Revision des Berliner Vertrages, wozu jedoch pegenwärtig keine Macht geneigt sei.
Rumänien. Bukarest, 21. Januar. Rammern haben heute ihre Sitzungen wieder aufgenommen. (W. T. B.) Pi⸗ ch veröffentlichen eine Er⸗
Botschafter nd Rußlands a
); 9. St. 449 (8,3 2, bez. 998 (14,1 %); 11 12. St. 695 (15,1 %), bez.
wiesen wurden 503 bez. 627 Reklamationen.
sichtigten Steuer⸗Erlaß⸗Anträge betrug abgewiesenen 1392 bez.
chten beschränke. vom 19. Nove
1882/83 und 1883 spät eingebracht, zurückgegeben wo t 128 (0,04 %), bez. 22 on den gegen die Vera 1882/83, bez. 1883/84 in Berlin eingelaufen mationen waren 2975 (11,1 %) 1. St. 494 (10,0 % (9,5 %), bez. 416 (10,4 %); 3. 4. St. 237 (9,9 %), 255 (10,8 %); 6. St. 318 ( (12,4 %), bez. 148 (9,4 %); 8. 9. St. 102 (11,3 %), 121 (10,8 %); 11. St. 54 (6,9 %), z. 81 (8,7 %); 13. St. 56 (14,0 %), „bez. 50 (9,8 %); 15.
1377 Reklamationen, weil zu rden. An Rekursen wurden berück⸗ 6 (0,06 %), abgewiesen 503, bez. 627. einkommensteuer pro en Remonstrationen und Rekla⸗ bez. 3104 (10,4 %) von Erfol bez. 461 (9,3 %); 2. St. 330 375 (12,0 %), 220 (10,6 %), bez. 2,7 %), bez. 274 (9,8 %); 7. St. 175 St. 152 (10,9° 0),
Colitik sich den gemein⸗ nlagung der Staats
g, und zwar: o der Eingeschätzten), St. 286 (9,9 %), bez. bez. 298 (11,4 %);. 5 St.
bez. 153 (9,8 %); ); 10, St. 139 (13,8 %), bez.
bez. 63 (13,3 %); St. 57 (14,0 %), bez. 56 38 (12,4 %), 17. St. 28 (13,1 %), ), bez. 20 (9,8 %); 19. St. (14,1 %), bez. 24 (13,5 %); St. 12 (14,8 %), bez. 8 7); 26. St. —, 28. St. 2
bez. 92 (9,2 % bez. 75 (9,1 (14,6 %), be 14. St. 61 (13,1 %) (13,4 %); 16. St. 37 (12,5 %), bez. bez. 30 (12,2 %); 18. St. 19 (1 14 (9,8 %), bez. 9 (6,2 %); 20. St. 22 21. St. 13 (18,8 %) (9,9 %); 23. St. 7 (8,5 bez. 11 (20,0 %); bez. 5 (11,6 %); 27 (15,4 %), bez. 2 (7,4 %); St. 1 (4,4 %), bez. 32. St. 2 (22,2 %), bez. 3 10,0 %); 34. St. 1 (50,0 %), 36. St. 1 (20,0), bez —; 37. St. 41. 8 1 (100 %), bez. —; —, bez. —.
— Summarische Uebersicht über die Zahl der S Universität sind immatrikulirt gewesen 817; d
die Pforte bez. 10 (9,9 %); 00), bez. 9 (11,30 25. St. 5 (12,5 %), bez. 5 (9,60 23,9 %), bez. 29. St. 1 (4,7 2 (8,7 %); 31. St. 1
griechischen 2 (9,0 0 0); %), bez. 2 (10,5 %); 30. (14,3 %), bez. 3 (18,8 %); 1,35. St. —, bez. 1 (100,0 %); —, bez. —; 40. St. —, bez. — bez. 1 (100 %); 60. St.
46. St. —, W. T. B. (W. T. B.) tudirenden auf der Im Sommer⸗ avon sind a. ver⸗ weggegangen ohne ierunter befinden sich auch ndenem Examen ohne Ab⸗ d. gestrichen Studirenden
Königlichen Marburg. Semester 1885 storben 1, b
sich abzumeld
Belgrad, 22. otschanatz und Novakowit :tlich lärung, dahin lautend, daß sie, da die Entscheidung des Erekutiv⸗Ausschusses der Fortschrittspartei . übereinstimme, und um nicht eine Spaltung der Fortschrittspartei herbeizuführen, sich gänzlich ndas Privatleben zurückzögen.
Washington, 19. Januar. (Allg. Corr.) Präsidentschafts⸗
abgegangen mit Exmatrikel 190, c. en und daher gestrichen 29 (h diejenigen Studirenden, welche nach bestan gangszeugniß f Grund des §. vom 1. Oktober 1879 —,
Universität 5 der Vorschriften e. gestrichen aus sonstigen Gründen ach geblieben 595; dazu hiervon ging wieder ab 1, immatrikulirten Studirenden be⸗ evangelisch⸗theologische 20 Nichtpreußen, zusammen 159; zählt 53 Preußen, 7 Nichtpreußen, Fakultät zählt 219 Preußen, philosophische
igenen Ansichten nicht
Amerika. Winter⸗Semester 1885/86 gekomm Der Präsident Cleveland hat das bleiben 224, die Gesammtzahl der Nachfolge⸗Gesetz unterzeichnet.
New⸗York, 19. Januar. amentarische Fonds hat jetzt d rreich. Mr. Patrick Egan gedenkt morgen den V usschuß der irischen Nationalliga zu ersuchen, Porsitzes dieser Körperschaft zu entheben.
die juristische Fakultät zusammen 60; die medizinische 49 Nichtpreußen, zusammen 268; die ßen mit dem Zeug⸗
“ 139 Preußen, Der irische par⸗ Preuß t die Höhe von 40 000 Doll. 207 Preußen
Vorschriften 61 Nichtpreußen, atrikulirten Studirenden haben die Erla nicht immatriku⸗ Die Gesammtzahl der Von diesen Berechtigten hören Vor⸗ tudirenden: in der theolo⸗ Fakultät 56, in der medizi⸗ hischen Fakultät 304, zusammen sungen dispensirt sind: in der theolo⸗ in der medizi⸗ , zusammen 8. Nicht immatrikulirte die Erlaubniß dazu Berechtigten, welche
Außer diesen imm ren der Vorlesungen vom Rekto lationsfähige Preußen und Nichtp Berechtigten ist mithin 839. AA. von den immatrikulirten S gischen Fakultät 152, in der juristischen F 1 259, in der philosoph
r erhalten: Zeitungsstimmen. reußen 20.
Dem „Reichsboten“ schreibt man aus der nischen Fakultät Vom Hören von Vorle gischen Fakultät 2, in der nischen Fakultät 3, übrigen berechtigten Personen: Preußen und Nichtpreußen, welche vom Rektor Die Gesammtzahl der
energische Maßregeln zum Schutze 1 Provinzen zu ergreifen, wird von Wir bedürfen
Der Vorsatz der Regierung,
ums in den östlichen sen mit großer Freude begrüßt. es, und wenn uns derselbe nicht bald n uns als von einem verlassenen und verlorenen Z treue Unterthanen des preußischen Staates nichts zur Erhaltung unserer Nationa⸗ wir in die Regierung das Vertrauen Vortheil Mehrerin des Deutsch⸗ Die Polen haben dagegen von jeher mit allen rganisirt, an der Ausbreitung sowohl ihrer ewußtseins gearbeitet. Beziehung kein Hinderniß in den Zeit in der Provinz ge⸗ uß des Polonismus wahr⸗ hierin die römische Geistli Hand hatte und alles Deuts
Deuts. ms juristischen Fakultät — ns Deutschen in Po rp ilosophischen Fakultzt;⸗
2 in der philosophischen Fakultät 3 ahrlich des Schutz philosophischen Fe ir, kann man auch vo ruderstamme reden.
ther selbstäͤndig erhalten haben, 14.
lesungen hören, ist mithin 785. Kunst, Wissenschaft und Literatur. Unfallversicherungsgesetzgebun Reich mit Erläuterungen. II. die Ausdehnung der Unfall⸗ vom 28. Mai 1885. den Gesetzgebungsverh betreffend die Anmeld Betriebe, herausgegeben
haben, sie werde zu ihrem eigenen hums hierselbst sein.
kräften und tüchtig o Sprache als auch ihres 3 ist ihnen auch in dieser und Jeder, n zunehmenden Einfl g erwies sich
pektion in der § schkatholischen Schulen auszurotten dafür gaben uns die deutsch⸗ sechsziger Jahren nur che völlig ausgestorben grüßen wagte, es würde so⸗ n der Provinz zum Polen⸗ viele zerstreute polnische Schulen Polen ausgebildet Deutschthum
für das Deutsche sgesetz, betreffend und Krankenversicherung äuterungen, entnommen aus andlungen und einer Anleitung ung der versicherungspflichti von E. Grünewald, und R. Haas, Landrichter ꝛc. Berlin Franz Vahlen. (50 S. Geh. 0,75 ℳ) — D des Reichstags über das Unfallversicherungsg Kreises der Versicherten 1 die verbündeten Regierungen auf alle Kreise der wünschten, so wurde bekanntlich unter dem 17. Dez der Entwurf eines Gesetzes über die Krankenversicherung dem Reichstage v den Berathungen Reichstags, das vorstehende Reichsg Nach demselben findet das Unfallversi Anwendung auf: 1) den ges und Eisenbahnverwaltungen, und Heeresverwaltung von diesen Verwaltungen für eigene Re 2) den Baggereibetrieb; 3) den gewerbsmä schiffahrts⸗, Flöße betrieb des Schiffziehens; 4) den gewe und Kellereibetrieb; 6) den Gewerbeb lader, Schaffer, Bracker, Wäger, wird durch das Gesetz die Versich Personen gegen Krankheit Grund des Gesetzes vorliegenden Schrift wird nun mitgetheilt, während die einzelnen P lichen und zahlreichen 1 gebungsverhandlungen entnommen, begleitet sind. betr. die Anmeldung der ver luß bildet ein Sachregister. Die Zölle und Steuern mäßigen auswärtigen schen Reichs. 8 Ober⸗Regierungs⸗Rath und Kaiserl. Bevollm. Dritte vermehrte Auflag Verlag von Hirth in München. — - Zuches erschienen,
nationalen 2 gelegt worden, der längere sebt hatte, mußte de ehmen. Besonders thaͤti eit, welche die Schulins aus den deut besonders gravirende chen Dörfer um ch gesprochen wurde, gehe dem Kinde, w Da nun d
Verlag von a bei den Verhandlungen esetz die Ausdehnung des ar und auch e sobald wie ng auszudehnen ember 1884 zunächst Ausdehnung der Unfall⸗ und aus welchem, Kommission vom 28. Mai hervorging. herungsgesetz vom 6. Juli 1884 ammten Betrieb der Post⸗, Telegraphen⸗ sowie sämmtliche Betriebe der Marine⸗ gen, und zwar einschließlich der Bauten, welche chnung ausgeführt werden; bigen Fuhrwerks⸗, Binnen⸗ Fährbetrieb, sowie den Gewerbe⸗ Smäßigen Speditions⸗, Speicher⸗ etrieb der Güterpacker, Güter⸗ Messer, Schauer und Stauer. erung der von demselben betroffenen geregelt, soweit dieselben nicht bereits auf vom 15. Juni 1883 versichert sind. — In der erwähnten Reichsgese aragraphen desselben von ausfü ü den Gesetz⸗
Auf das Gesetz sicherungspflichtigen
8 Beispiel Posen, wo no und heute diese Spra elches deutsch zu as Deutschthum i
viederholt gefordert worden w die gesetzliche Unfallfürsorg arbeitenden Bevölkeru
Familien gez
edeutet, zu solchen
Beschlüssen
ckpolen und enthalten sich viel⸗ gen, der Wahlen zum Abgeord⸗ sche Deutsche giebt, genommen und fast r behandelt jeden kann, als Polen und
zweiten Generati olen nicht zu beleidi allerwärts katholi gar keine Rücksicht Der katholische Prieste
ach, um die H
ihre Sprache fast utsch gepredigt.
sdet nur sehr ung
2 2 i⸗, Pr. om⸗ wenn er kein Wort polnisch rei⸗, Prahm⸗ und
ern deutsch mit ihm
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In der „Staatsbürger⸗Zeitung“ lesen wir:
ird der preußische Landtag sich mit dem ralismus, dem Lotteriespiel, enheit geben, die Verwerf⸗ zu schildern.
Schmerzenskinde des nd den Mo
ralpredigern Gele Lotteriespiels “
in den grellsten Farben — Ab Wille ist sein Himmelreich; das Spiel Deutschen, angeboren und d
der Text des as Spruͤch⸗ lehrreichen Erläuterungen, die al die Hand bieten Zudem ist die Ein⸗ dem Lotteriespiel zieht, garnicht und zen, als es keine Steuer giebt, deren t, die freudiger bezahlt wird, als die
spiels betrifft, so a andernfalls Lotterien vecke unmöglich ins Leben gerufen vielfach geschehen ist und auch noch
Sünde schuldig zu machen, wenn reußischen Staatsregierung gefaßten der preußischen Klassenlotterie ein⸗
amentlich uns lchem man der Göttin Fortuna einm
leicht aus der Welt zu schaffen. folgt eine Anleitun
0 ahme, welche d Staat aus zu unterschä
r Mühe ma
ralischen Hintergrund des Lotterie ch auch nicht allzuarg stehen, d humanitäre Zw „wie dies do
sowie die vertrags⸗ Handelsbeziehungen des Deut⸗ Kgl. bayer. nd Steuern. Brosch. 2 ℳ 50 ₰. eit dem Jahre 1880, in welchem hat die Gesetzgebung o mannigfaltige Aenderungen erlitten andels⸗ und Zollverträge abgeschlossen w nothwendig wurde. Verbrauchssteuern und n des Reichs:
15 Bogen gr. 80. erden könnten die zweite Auflage dieses 2 des Zoll⸗ und Steuerwesens s und sind so viele H 1— eine neue Bearbeitung der fraglichen Materien Die neue Auflage enthält außer den Zöllen,
Handelsverträgen auch die drei Stempelsteuern
lauben deshalb, uns keiner
1 früher von der p an, eine Fermeb .p
ten zu lassen, p
1u“
— Im Verlage von Max Babenzien (Rathenow) erschien ein Buch,
betitelt: „Zwei berühmte Chefs der preußischen Zieten⸗ husaren.“ Für Jung und Alt erzählt von A. Brünsicke. — Es handelt sich hier um zwei preußische Helden, deren Namen einen Ehrenplatz in der Geschichte unseres engeren Vaterlandes einnehmen. Der eine davon ist Hans Joachim von Zieten, der berühmte Husaren⸗General, dessen Andenken in so manchem Lied im Volke weiterlebt. Derselbe wurde
am 14. Mai 1699 zu Wustrau bei Ruppin geboren und war in seiner Jugend so schwächlich, daß die Soldatenlaufbahn ihm verschlossen schien. Er hatte denn auch mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden, wurde u. a. als Fähnrich viermal im Avancement übergangen und nahm schließlich seinen Abschied. Dem Rathschlage seiner Freunde, doch in fremden Diensten sein Glück zu versuchen, mochte er als geborener Altmärker nicht folgen, und so erreichte er durch seine Energie die Wiederaufnahme in das eer. Sein hitzblütiges Temperament zog ihm jedoch mancherlei Unannehmlichkeiten zu, welche schließlich mit seiner Kassirung endeten. Die Nothwendigkeit, die Reiterei der preußischen Armee zu vermehren, veranlaßte den damaligen König Friedrich Wilhelm I., ein Husaren⸗ Regiment zu gründen, zu welchem Zieten trotz der Abneigung des Fürsten gegen ihn, den aufsässigen Offizier, als Lieutenant ernannt wurde. Auch in dieser Stellung ging es nicht ohne Reiberei ab. Die schlesischen und der siebenjährige Krieg gaben dem in Friedenszeiten schon unruhigen Zieten die erwünschte Gelegenheit, mit der blanken
Waffe sein bedeutendes Talent als Reiterführer verwerthen zu können,
und die Zietenschen Reiterstücklein trugen dazu bei, dem kühnen General sowie seinen Husaren unvergeßlichen Ruhm zu erwerben. Aber auch bei Friedrich dem Großen fiel Zieten in Ungnade, und es bedurfte beim Wiederausbruch des Krieges erst der persönlichen Unterredung des Fürsten mit dem grollenden General, um ihn zur Wiederannahme seines Kommandos zu bewegen. Am 27. Januar 1786 starb der eld nach einem thatenreichen Leben; sein Andenken steht mit unaus⸗ öschlichen Zügen in den Annalen der preußischen Geschichte verzeichnet. Dasselbe gilt von dem zweiten Hufarenchef, von welchem das Buch er⸗
zählt, von dem leider so früh aus einem ruhmvollen Leben abberufenen
Prinzen Friedrich Carl von Preußen. Das Bild des erst im ver⸗
gangenen Jahre dahingeschiedenen Feldherrn, seine ruhmvollen Siege,
seine Verdienste um Preußen und das Deutsche Reich sind dem augen⸗
blicklichen Geschlecht noch in frischer Erinnerung. Gleichwohl war es
Helden zu geben und ihm von demselben eine fesselnde, knapp gehaltene
der Erzählung und die hübschen Illustrationen machen das Brünsicke⸗ sche Werk zu einem empfehlenswerthen Volksbuch, welches sich bald in allen Volks⸗ und Schulbibliotheken einen Platz erwerben wird. Der Preis des elegant broschirten Buches beträgt 2 ℳ, elegant kart. 2,40 ℳ, elegant gebunden 3 ℳ 8 — Schleswig⸗Holstein⸗Lauenburgische Regesten und
4. Lieferung. Hamburg und Leipzig. Verlag von Leop. Voß. 1885.
13. Februar, bis 1258, 25. Oktober.
— Kirchhoff & Wigand in Leipzig haben über ihr antiqua⸗ risches Bücherlager 3 Kataloge, Nr. 748 — 750, ausgegeben. Dieselben enthalten ein Verzeichniß von Schriften über ma thematisch⸗ physikalisch⸗mechanische Wissenschaften und zwar 1) von
Geographie, Erdmagnetismus, Meteorologie, Nautik, nebst einer Ab⸗
Verzeichniß von 922 Schriften, betreffend Physik sowie reine und angewandte Chemie; 3) ein Verzeichniß von 880 Schriften, betreffend Bau⸗, Ingenieur⸗ und Maschinenwesen, ferner Bergbau und Hütten⸗ kunde sowie Kunstgewerbe und Technologie. Unter den aufgeführten
Schriften. Gewerbe und Handel. Die Reichsbank hat den Diskont von 4 % auf 3 ½ % er⸗ mäßigt; der Lombardzinsfuß für Darlehen gegen ausschließliche Ver⸗ pfändung von Schuldverschreibungen des Reichs oder eines deutschen Staats beträgt gegenwärtig 4 %, gegen Verpfändung sonstiger Effek⸗ ten und Waaren 4 ½ %. — Die „Mittheilungen des Bayerischen Gewerbe⸗ Museums zu Nürnberg“ haben ihren 13. Jahrgang begonnen. Dieses Publikationsorgan des genannten Museums wird von dem Kustos der Anstalt, Dr. J. Stockbauer, redigirt, erscheint zweimal monatlich, zum Jahrespreise von 2 ℳ 50 ₰ und ist der Monats⸗ schrift „Kunst und Gewerbe“ als Beiblatt beigegeben. Dasselbe bringt an der Spitze die Bekanntmachungen, betreffend das Museum und die Unterrichtsanstalt desselben, Mittheilungen aus dem Verbande der bayerischen Gewerbevereine und aus dem Gewerbeleben überhaupt, Rathschläge für die Werkstatt und kleinere Nachrichten. — Wie wir der Nr. 1 vom 1. Jan. d. J. ent⸗ nehmen, haben die abendlichen Lehrvorträge des Bayerischen Gewerbe⸗ Museums am 19. d. begonnen und dauern bis zum 9. April. Die⸗ selben sind für Erwachsene bestimmt, welche sich mit den für ihren Beruf nöthigen Kenntnissen und Fertigkeiten bereichern wollen. So⸗ weit thunlich und nöthig werden auch Versuche und Uebungen veranstaltet. Die Vorträge sind unentgeltlich, und es werden besondere Vorbedingungen dazu nicht gestellt. — Außerdem finden an jedem Montag Vorträge statt, zu welchen die Mitglieder des Museums Zutritt haben und zu denen ferner beson⸗ dere Eintrittskarten ausgegeben werden. Diese Vorträge sind mit kleinen Ausstellungen oder Experimenten verbunden. Die Reihenfolge und der Inhalt der Vorträge ist in folgender Weise festgesetzt: Ueber Gefäßbildnerei im Alterthum: Sekretär Dr. v. Schorn; Ueber Be⸗ seitigung des Rauches: Professor Kapeller; Rückblick auf die inter⸗ nationale Ausstellung zu Nürnberg 1885: Direktor Dr. von Stegmann; über Farben in alter und neuer Zeit: Chemiker Dr. Kayser; Die Kultur und Kunst der Renaissance: Kustos Dr. Stockbauer. Die neuesten Fortschritte in der photographischen Vervielfältigungskunst: Assistent Marquard; Entwickelung und gegenwärtiger Stand der Lustschiffabrt. Professor Staudacher; Pflanzen und Thiere in der Kunst der Japaner: Direktor Dr. Brinkmann (Hamburg); Ueber Gasmotoren: Ingenieur Kröller; Ueber Geschichte und Formen der Nachtuhren: Bibliothekar Friedrich. — Seit der Mitte vorigen Jahres veröffentlicht, wie bereits mit⸗ getheilt, das Sekretariat des Ministeriums des Innern der Republik Mexiko monatliche Nachrichten und amt⸗ liche Berichte über den inneren Wund auswärtigen Handel sowie über Landwirthschaft und Gewerbe (Informes y documentos relativos äâ comercio interior y exterior, agricultura é industrias). Das Dezemberheft 1885 (Nr. 6) dieser Publi⸗ kationen enthält einen Konsulatsbericht aus Berlin, welcher, auf der Hamburger Handels⸗ und Schiffahrts⸗Statistik für 1884 fußend, folgende Zahlen über den Handel Deutschlands mit Mexikomit⸗ theilt. n den Jahren 1879 bis 1884 wurden danach aus Mexiko nach Hamburg verschifft: 1879 19 669 000 kg im Werthe vor 5 982 750 ℳ, 1880 22 874 100 kg für 9 060 200 ℳ, 25 104 900 kg für 9 518 900 ℳ, 1882 22 404 600 kg. 8 940 9880 ℳ, 1883 23 652 400 kg für 9 835 840 ℳ, 25 882 200 kg für 9 944 920 ℳ Wie sich aus Ziffern ergiebt hat seit dem Jahre 1882 der Erport Mexikos nach Hamburg fortdauernd zugenommen, sodaß leßte Zahl den Export des Jahres 1881, in welchem vorher der Aus⸗ fuhrhandel den höchsten Aufschwung erreicht hatte, noch um 450 000 ℳ übersteigt. — Eingeführt wurden andererseits nach Mexiko von Ham⸗
Wechsel⸗, Aktien⸗ und Börfenstem vel
burg aus in denselben Jahren: 1879 3 966 800 kg, 1880 81 900 kg, 1881 11 014 000 kg, 1882 11 305 000 kg, 1883
ein dankenswerthes Unternehmen, dem deutschen Volk eine „populär geschriebene Darstellung von dem Leben und den Thaten des Fürstlichen
Biographie zu übermitteln. Der frische Ton, die volksthümliche Art
Urkunden. Im Auftrage der Gesellschaft für Schleswig⸗Holstein⸗ Lauenburgische Geschichte bearbeitet und bherausgegeben von Dr. P. Hasse, Professor an der Universität zu Kiel. 1. Bd. (786 — 1250).
Hoch 4.— Diese 4. Lieferung des 1. Bandes enthält die Nummern 505 bis 704 und reicht von 1232, 10. November, bis 1248, 12. August. Die nächste Lieferung soll den 1. Band beschließen und Titel, Ein⸗ leitung und Register bringen. Die 1. Lieferung des 2. Bandes (1250 bis 1300) der genannten Urkundensammlung, die gleichfalls kürzlich erschienen ist, enthält die ersten 187 Nummern und reicht von 1251,
1185 Schriften, betreffend Mathematik, Astronomie, physikalische theilung über kaufmännische Arithmetik und Geschäftsführung; 2) ein