. Rrit „Hauptm. im 12. Inf. Regt., zu ü 10ö4. Infant. Regts. und Belassung in der Dienstleist. b. diesem Regt.,
stadt,
Oberst à la suite des 1. Fuß⸗Art. Regts., verwendet im Reichsdienst
von Schlotheim und Graf von Haeseler, entgegen und ließen
8 Referent im Krieg z. Ministertum, à la suite des Generalstabes,
tm., bisher Comp. Chef im 6. Inf. Regt., e 2 2 ähl. Majors, Stöber, tellung à la suite des
Majors, Gack, n, bisher Comp. Chef, unter
ajor, Frhr. v. Gumppenberg⸗Pöttmeß⸗Oberbrenn⸗ 8. er 25 im Inf. Leib⸗Regt., zum überzähligen Hauptmann, „Pr. Lt. im 6. Inf. Regt., Fischer, Pr. Lt. im 9. Inf. rhr. v. Fraunberg, Pr. Lt. im 11. Inf. Regt., Kühl⸗ weln, Pr. Lt. im 18. Inf. Regt. zu Hauptleuten und Comp. Chefs, hr. v. Mantey⸗Dittmer, Sec. Lt. im 2. Inf. Regt., Meß, Lt. im 3. Inf. Regt., zu Pr. Lts, Auffhammer, Sec. im 4. Inf. Regt., kommandirt zum topographischen Bureau des Generalstabes, Wening, Sec. Lt. im 5. Inf. Regt., zu über⸗ zühligen Pr. Lts., Arndt, Sec. Lt. im 6. Infanterie⸗Regiment, Gramich, Limmer, Sec. Lts. im 7. Inf. Regt., zu Pr. Lts. Schmid, Sec. Lt. im 8. Inf. Regt., zum überzähl. k e. t. Schredinger, Sec. Lt. im 16. Inf. Regt., Rüdiger, Sec. Lt. im 18. Inf. Regt., Sauter, Sec. Lt. im 18. Inf. Regt., unter Stellung à la suite des Regts., zu pr. Lts., Schiedermair, Sec. Lt. im 2. Jäger⸗Bat., Frhr. v. Reitzenstein, Sec. Lt. im 1. Schweren Reiter⸗Regt., zu überzähl. Pr. Lts., Köppel, Sec. Lt. im 2. Chev. Regt., zum Pr. Lt., Walther, Sec. Lt. im 3. Chev. Regt., Sfraßner, Sec. Lt. im 1. Feld⸗ Artillerie⸗Regiment, zu überzähligen Premier⸗Lieutenants, befördert. Oeffner, Keßler, Sec. Lts. im 2. Feld⸗Art. Regt., Seidl, Palzbeß⸗ Sec. Lts. im 3. u ghen. m. e. 2 * 2 Zäumer, Sec. Lts. im 4. Feld⸗Art. Regt., attesberg. 8 Kriebel, Oberst à la suite des
r. Lts. beförder Baur,
überzähligen 2* zabhg egts., Direktor der Art. und Ingen. Schule,
1. Fuß⸗Art.
t. z. vom Platz in Ulm, der Rang als Regts. Comman⸗ -*G .e ann, Oberst⸗Lt. 3z. D., Landw. Bez. Commandeur in Kürnberg, der Charakter als Oberst, Frbr. v. Zobel zu Giebel⸗ Major und Bats. Commandeur im 6. In⸗ fanterie⸗Regiment, Lauterbach, Major z. D., Landwehr⸗Bezirks⸗ Commandeur in Regensburg, der Charakter als Oberst⸗Lt. verliehen.
EEE8 15 Februar. Scherpf, Sec.Lt. des Beurlaubtenstandes im 2. Feld⸗Art. Regt., Eichele, Sec. Lt. des Beurlaubtenstandes im 3. Feld⸗Art. Regt., zu Pr. Lts des Beur⸗ laubtenstandes befördert. .
g betendes besbedeitt ungen. Im aktiven Heere. 15. Fe⸗ bruar. Bernhold, Oberst⸗Lt. und etatsmäß. Stabsoffizier vom 5. Inf. Regt., unter Verleihung des Charakters als Oberst, mit Pension zur Disp. gestellt. v. Wachter, Oberst⸗Lt. und etatsmäß. Stabsoffiz. im 4. Inf. Regt., unter Verleihung des Charakterz als Oberst, mit Pension, Graf v. Holnstein aus Bayern, Major des 6. Inf. Regts.,, mit Pension zur Disp. gestellt. Büller, Hauptm. und Comp. Chef im 12. Inf. Regt., mit Pension und mit der Erlaunbniß zum Tragen der Uniform, König, Sec. Lt. des 1. Train⸗Bats., unter Verleihung des Charakters als Pr. Lt., mit Pension und mit der Erlaubniß zum Tragen der Uniform, Nied er⸗ meier, Sec. Lt. des 11. Inf. Regts. mit Pension, der Abschied bewilligt.
Kaiserliche Marine.
E “ E““ ꝛc. Berlin, 16. Februar. v. Frantzius, Kapitän⸗Lt., zum Korv. Kapitän, Holzhau er, Lt. zur See, zum Kapitän⸗Lt., Kölle, Hoffmann, Unter⸗Lts. zur See, zu Lts. zur See, befördert. Frhr. v. Chüdn n Contre⸗Admiral und Vorstand des Hydrographischen Amts der Admiralität, als Vize⸗Admiral mit Pension, Jung, Ka⸗ pitän zur See z. D., zuletzt Korv. Kapitän im Marinestabe, mit seiner Pension und der Erlaubniß zum Tragen seiner bisherigen Uniform, der Abschied bewilligt. Weyer, Unter⸗Lt. zur See der Reserve im Bezirk des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 85, zum Lt. zur See der Reserve befördert. — 18. v. Diederichs, Korv. Kapitän, zum Kapitän zur See befördert.
Ernennungen,
Nichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 24. Februar. Se. Majestät der Se und König nahmen heute Vormittag die Meldung des von Urlaub zurückgekehrten Herzogs zu Schleswig⸗ Holstein, sowie der hier eingetroffenen Generale, Freiherr
Sich von dem Wirklichen Geheimen Rath von Wilmowski Vortrag halten.
Sega0⸗ empfingen Se. Majestät den Fürsten zu Putbus sowie den Fürsten zu Loewenstein⸗Wertheim.
— Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz nahm gestern Mittag 12 Uhr militärische Meldungen entgegen und empfing sodann den Intendanten des Großherzoglichen Hoftheaters in Schwerin, Freiherrn von Ledebur, sowie später den Prinzen Sadanaron Fouschini von Japan. 6“
Um 1 ¾ Uhr fuhr Se. Kaiserliche Hoheit nach der Kirche des Invalidenhauses und wohnte dort der Beisetzungsfeier zu Ehren des verstorbenen Generals von Boyen bei. . -
Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Victoria erschien Abends im Opernhause.
” 8
8
Der Bericht über die gestrige Sitzung des Reichtages und der Schlußbericht über die gestrige Sitzung des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten Beilage.
— In der heutigen (53.) Sitzung des Reichs⸗ tages, welcher der Staatssekretär von Boetticher, der Kriegs⸗ Minister Bronsart von Schellendorff und der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Senator Dr. Versmann, beiwohnten, zeigte eer Präsident von Wedell⸗Piesdorff den Eingeng des Gesetz⸗ entwurfs, betreffend die Aufnahme der Cellulosefabriken in das Verzeichniß der konzessionspflichtigen gewerblichen Anlagen, an.
Den ersten degechte der Tagesordnung, die Anträge der Abgg. von Helldorff und Auer, betreffend die Dauer der Legislaturperiode des Reichstages, beantragte der Abg. Graf Ballestrem abzusetzen, weil mehrere Mitglieder des Hauses durch die gleichzeitige Sitzung im Abgeordneten⸗ hause verhindert seien, sich an dieser wichtigen Verhandlung zu betheiligen. . v
Der Abg. Dr. Bamberger stimmte ihm bei, während der Abg. von Helldorff widerrprach.
Das Haus entschied sich, wie die Zählung ergab, mit 74 gegen 73 Stimmen für die letztere Ansicht, bewies aber damit zugleich seine Beschlußunfähigkeit. 1
Der Präsident hob daher die Sitzung auf und setzte die nächste 1 Uhr an.
— Das Herrenhaus trat heute zu seiner 3. Plenar⸗ sitzung zusammen.
missarien beiwohnten, um 12 Uhr 20 Minuten mit geschãft⸗ — Herr Dr. Kopp, in bas Haus berufen worden und hat seinen
Dr. Tessmann und Für heben von den
findenden
entwurf, politis 2 20 Mitgliedern zur Vorberathung. ☚
.“
.
lichen Mittheilungen. 2 8 Durch be lange es Vertrauen ist der Bischof von Sitz im Hause eingenommen. . Een b 8u letzten Sitzung sind verstorben die Herren 8 Heinrich LXXIV. Reuß. Die Versammlung e v* das Andenken der Verstorbenen durch Er⸗ ätzen. In die Tagesordnung eintretend, verwies das Haus den Antrag der Herren Dr. Dernburg und Seohn betreffend die Unterstützung der Regierung in der Polenfrage, ur einmaligen (voraussichtlich am nächsten Sonnabend statt⸗ Schlußberathung und überwies den Gesetz⸗ betreffkend die Abänderung der kirchen⸗ en Gesetze, an eine besondere Kommission von
Auf den Antrag des Referenten Dr. Ubbelohde wurde so⸗ dann der Gesetzentwurf, betreffend die Kirchenverfassung der evangelischen Kirche im Bezirk des Kon⸗ sistoriums zu Kassel, ohne Diskussion in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. 8
Hierauf referirte Graf von der Schulenburg⸗Angern über den von der Staatsregierung vorgelegten Rechenschaftsbericht bezüglich der weiteren Ausführung des Gesetzes vom 19. Dezember 1869, betreffend die Konsolidation preu⸗ ßischer Stgatsanleihen, und empfahl, die Vorlage durch Kenntnißnahme für erledigt zu erklären. “
Freihels vor. Mirbach nahm hierbei Gelegenheit, sein Be⸗ dauern darüber auszudrücken, daß der preußische Finanz⸗ Minister sich kürzlich in so absprechender Weise über die Doppelwährung geäußert habe, und bat die Staatsregierung, eine Herabsetzung des Zinsfußes der konsolidirten Anleihe auf 3 ½ Proz. in Aussicht zu nehmen.
Herr von Dechend erklärte sich im Prinzip gegen die Aus⸗ führungen des Vorredners. 1
Das Haus schloß sich dieser Anschauung an und geneh⸗ migte den Antrag des Referenten. 3
Herr Dr. Baumstark erstattete hierauf Bericht über die Nachrichten von der Verwaltung der preußischen Staats⸗, Berg⸗, Hütten⸗ und Salzwerke während des Etatsjahres 1884/85, welche der Minister der öffentlichen Arbeiten vorgelegt hatte, und empfahl, dieselben durch Kenntniß⸗ nahme für erledigt zu erklären. —
Das Haus trat diesem Antrage ohne Debatte bei. 8.
Herr Mölling referirte ferner Namens der X. Kommis⸗ sion über den Entwurf einer Landgüter⸗Ordnung für die Provinz Schleswig⸗Holstein mit Ausnahme des Kreises Herzogthum Lauenburg und empfahl, den Gesetzentwurf in der Fassung anzunehmen, in welcher er aus der Berathung der Kommission hervorgegangen ist.
Die von der Kommission vorgenommenen Aenderungen beziehen sich auf die §§. 17, 18, 19, 21 und 27.
Nach einigen kurzen Bemerkungen des 85 Dr. Beseler, welcher den Antrag stellte, den Gesetzentwurf in der Fassung, in welcher er aus der Kommission hervorgegangen ist, en bloc anzunehmen, beschloß das Haus demgemäß.
Damit x die Tagesordnung erledigt und schloß der
-2 g 2 per*. 92 . 2 Präsident diehalitzung um 2 Uhr 5 Minuten.
Die nächst Sitzung wurde auf Donnerstag, 12 Uhr, an⸗ beraumt unfke: 1 deren Tagesordnung der Bericht der IX. Kom⸗ mission benrsfig; Entwurf einex Provinzialordnung für die Provinz Weftfäler gesetzt. ” “
— In der heutigen (27.) Sitzung des Hauses der Abgeordneten, welcher der Minister der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten, Dr. von Goßler, nebst Kommissarien beiwohnte, theilte der Präsident mit, daß als Vorlage ein⸗ gegangen sei: Ein Gesetzentwurf, betreffend die Fortbildungs⸗ schulen in Westpreußen und Posen.
Das Haus trat hierauf in die Tagesordnung ein, deren erster Gegenstand war: die erste Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Anstellung und das Dienstverhältniß der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen Volksschulen im Gebiete der Provinzen West⸗ preußen und Posen und des Regierungsbezirks Oppeln. ““
Der Abg. Dr. Porsch meinte, daß die Einbeziehung Ober⸗ schlesiens in das Gesetz dasselbe klar als gegen den Katholizis⸗ mus gerichtet charakterisire. Die polnische Bevölkerung Ober⸗ schlesiens habe keine großpolnischen Aspirationen. In dem Ausschluß des Ernennungsrechts der Gemeinden könne er nur eine Verfassungsverletzung erblicen. Deshalb würden seine Freunde gegen das ganze Gesetz stimmen und wenigstens die Ausdehnung desselben auf Oberschlesien zu verhindern
Der Abg. Dr. von Bitter wendete sich gegen die gestrigen Ausführungen des Abg. Dr. Hänel. Derselbe habe gemeint, daß die aus den Ostprovinzen auswandernden Elemente größten Theils aus Deutschen beständen. Das sei unrichtig. Wie sollte es sich sonst erklären, daß man polnischen Arbeitern mitten im Herzen Deutschlands und im Westen begegne. Die Auswanderer zögen auch nicht deshalb in die Ferne, weil sie mit den kommunalen Einrichtungen unzufrieden seien, sondern weil sie eingesehen hätten, daß mit dem Betriebe der Landwirthschaft in der Heimath nicht viel zu erreichen sei. Man wende gegen das Gesetz ein, daß es den Gemeinden das einzige Aequivalent für die Schullasten entzöge; aber was den Gemeinden geschehen solle, sei den Guts esitzern schon längst widerfahren, ohne daß sich Wider⸗ spruch erhoben habe. Eine größere Aufmerksamkeit sei sicher dem Volksschulwesen in den östlichen Provinzen zuzu⸗ wenden. Der deutsche Unterricht werde dort ganz mechanisch gehandhabt, und die Zahl der Analphabeten sei beständig im Steigen begriffen. Es liege der Regierung fern, dem polni⸗ schen Volksstamm seine Muttersprache entziehen zu wollen; man wolle nur die deutsche Sprache so weit verbreiten, daß die polnische Bevölkerung in den Stand gesetzt würde, sich auch aus anderen als polnischen Blättern über die Absichten der Regierung unterrichten zu können. Man habe gefragt, was denn eigentlich die polnische Bevölkerung für Segnungen unter dem preußischen Regiment erfahren habe. Er sage, daß dieselbe der preußischen Regierung nicht weniger als Alles verdanke, selbst die geistigen und materiellen Waffen, mit welchen dieselbe jetzt das Deutschthum bekämpfe. Ueber ein⸗ zelne Bedenken gegen die Vorlage werde man sich in der Kommission verständigen können. Jedenfalls liege hier ein Gesetz vor, das zum Segen für den Staat ausschlagen werde.
Der Abg. Dr. Virchow erklärte sich gegen die von der Regierung vorgeschlagenen Maßregeln. bedauere zwar,
Streben na
.
Selbständigkeit, aber eine direkte Gefahr für Deutschland liege nicht sowohl in dem Polonismus, als in dem Panslavismus, der in Rußland seinen Herd gefunden habe. Gegen Rußland sei seine Partei immer aufgetreten, und sie schäme sich dessen nicht. Der Minister⸗Präsident habe die Haltung der Fortschrittspartei im Jahre 1863 angegriffen, die eine schädigende Einwirkung auf die Haltung des Auslandes ausgeübt habe. Er sei sogar so weit gegangen, zu erklären, daß er durch einen Zufall Indizien⸗ beweise dafür erhalten habe, daß die damalige Opposition Verbin⸗ dungen mit der französischen Gesandtschaft unterhalten habe, doch wolle er, da inzwischen 23 Jahre vergangen seien, Namen nicht nennen. Er (Redner) provozire den Nepn ster Präftdenten, dies zu thun; die Behauptung aber, daß die Fortschritts⸗ partei die 827,2 des Auslandes gefördert habe, weise er zurück. (Schluß des Blattes.)
— Se. Majestät der Kaiser haben bestimmt, daß Offiziere, welche unter Stellung à la suite ihres Truppen⸗ theils ohne Gehalt beurlaubt worden sind und über welche Se. Majestät beim Ablauf des Urlaubs noch nicht anderweite Entscheidung getroffen haben, während der Zeit vom Ablauf des Urlaubs bis zum Eintritt dieser Ent⸗ scheidung als unter den gleichen Verhältnissen weiter beurlaubt zu behandeln sind. Gleichzeitig sind die kommandirenden Generale und obersten Waßeninstanzen ermächtigt worden, Anträge solcher Offiziere auf freiwillige Dienstleistung bei ihrem Truppentheil während der vorgedachten Zeit fortan selbständig zu erledigen. Es ist Sr. Majestät jedoch in jedem Einzelfalle hierüber Meldung zu erstatten. Eine Heran⸗ ziehung der bezeichneten Offiziere zur Dienstleistung ohne be⸗ züglichen ihrerseits gestellten Antrag hat nicht stattzufinden.
— Auf Allerhöchsten Befehl haben die Offiziere des Hessischen Füsilier⸗Regiments Nr. 80 zu Ehren des An⸗ gedenkens ihres verstorbenen Chefs, des General⸗Adjutanten, Generals der Infanterie, von Boyen, drei Tage Trauer (Flor um den linken Unterarm) anzulegen.
— Unterzeichnet Jemand ein beweiserhebliches Schrift⸗ stück mit seinem Ruf⸗ und Stammnamen und ein zweites Schriftstück mit einem anderen, ihm zukommenden Vornamen und seinem Stammnamen (wobei beispielsweise das eine Schriftstück ein Schuldbekenntniß und das andere eine Bürg⸗ schaftserklärung für jene Schuld enthält), um in rechtswidriger Absicht den Schein zu ermecken, daß die beiden Unterschriften von zwei verschiedenen Personen herrühren, so liegt, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, II. Strafsenats, vom 15. Dezember v. J., eine Urkundenfälschung vor.
— Der General der Infanterie z. D., Graf Neidthard von Gneisenau, aà la suite des Kolbergischen Grenadier⸗ Regiments (2. Pomm.) Nr. 9, ist zu den Sitzungen des Herren⸗ hauses hier angekommen.
— Der General⸗Lieutenant à la suite der Armee, Prinz Hugo zu Schönburg⸗Waldenburg, ist zu längerem Aufenthalt hier angekommen.
— Der Kommandant von Posen, General⸗Lieutenant von Schmeling, ist aus Anlaß des ihm verliehenen Patents seiner Charge zur Abstattung persönlicher Meldungen hier eingetroffen.
Bayern. München, 23. Februar. (W. T. B.) Die Kammer der Abgeordneten genehmigte heute für die weiteren Eergänzungsbauten und Einrichtungen auf der Linie Lichtenfels — Hochstadt —Stockheim einen Ge⸗ sammtkredit von 2 651 300 ℳ, ferner für die Neuanschaffung von Luftdruckbremsen und Bahnwaggons 947500 ℳ Der Umbau des Nördlinger Bahnhofes wurde abgelehnt und das ganze Gesetz, betreffend die Kredite für Bahn⸗ bauten, alsdann einstimmig angenommen.
Sachsen. Dresden, 23. Februar. (Dr. J.) Die Erste Kammer erledigte heute den Etat der Staats⸗ eisenbahnen und einige mit demselben im Zusammenhange stehende Petitionen um Gehaltsaufbesserungen sowie den Etat des Werkstättenbetriebes, durchgängig Eetspnechend den Beschlüssen der Zweiten Kammer, also unter Annahme der Regierungsforderungen, bewilligte weiter die Titel des außer⸗ ordentlichen Staatshaushalts⸗Etats für Erweiterung des Bahn⸗ hofs in Krimmitschau und Greiz (669 900 ℳ beziehentlich 450 000 ℳ) und erklärte sich schließlich durch den mittelst Allerhöchsten Dekrets erstatteten Bericht über den Stand der Königlichen Altersrentenbank für befriedigt.
Die Zweite Kammer erledigte den Etat des Kultus und öffentlichen Unterrichts, welchen die Finanzdeputation mit wenigen Abstrichen von der durch die Regierung beantragten Aufbesserung der Lehrer an den Gymnasien, Realgymnasien und Lehrer⸗Seminaren zur Bewilligung beantragte. Zu dem Kapitel, betreffend das Polytechnikum zu Dresden, beschloß die Kammer auf Antrag der Deputation: die Staats⸗ regierung zu ersuchen, auf Vereinbarungen mit den anderen deutschen Staaten betreffs Anerkennung der Reifezeugnisse des sächsischen Polytechnikums und der sächsischen Realgymnasien in derselben Weise, wie diese für andere öffentliche Lehran⸗ stalten bereits besteht, hinzuwirken. Zu dem die evangelische Kirche betreffenden Kapitel nahm die Kammer gegen 15 Stim⸗ men einen Antrag des Abg. Heger an, dahin gehend: die Staatsregierung um Erwägung dahin zu ersuchen, daß die Beihülfen zu Baulichkeiten an Kirchen⸗ und Pfarrgebäuden im nächsten Etat entsprechend erhöht werden.
Baden. Karlsruhe, 22. Februar. (Karlsr. Ztg.) Gestern Nachmittag trafen der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin aus Freiburg hier ein, wurden von dem Großherzog und der Großherzogin am Bahnhof empfan⸗ gen und zum Großherzoglichen Schlosse geleitet. Der Erb⸗ großherzog fühlte sich in Folge wiederholter Erkältungen schon bei seener Ankunft hier giet wohl und wurde noch am gestrigen Abend von Fieber befallen, so daß Se. Königliche Hoheit sich in ärztlicher Behandlung befindet und das Bet heute nicht verlassen konnte.
8
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 23. Februar. (W. T. B.) Der Fehn . ebaeen egro ist heute Abend nach Cettinze abgereist. Am Bahnhof waren zahlreiche shier anwesende Montenegriner sowie eine Deputation slawischer Studenten zur Verabschiedung erschienen. -
— 23. Februar. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses nahm vor Beginn der Tages⸗
Der Präsident, Herzog von Ratibor, eröffnete die Sitzung, welcher der Justiz⸗Minister 8 Friedberg und zahlreiche Kom⸗
daß die Polen Preußens noch e festhalten an ihrem
ordnung der Minister⸗Präsident Graf Taaffe as
Arbeiter
Aussicht dafür biete, danken gegen öffentliche Bauten auf Staatskosten, wie die Anlegung von Rettungshäfen ꝛc. aus, weil dieselben nur an
anberaumt worden.
zur
Wort zu folgender Erklärung: Das Ministerium ver⸗ wahrt sich auf das Entschiedenste gegen die unqualifizirbaren Angriffe, die in den letzten Sitzungen des Hauses erfolgten, und erwartet, daß, wenn Abgeordnete gegen das Ministerium oder gegen einzelne Mitglieder desselben auf Grund von Material Vorwürfe erheben zu sollen glauben, sie dann so⸗ fort denjenigen Gebrauch davon machen, welchen das Gesetz über die Ministerverantwortlichkeit vorschreibt. Entgegen⸗ gesetzten Falles aber ist die Regierung zur Wahrung ihrer Würde zu verlangen berechtigt, daß die Geschäftsordnung der⸗ artig gehandhabt werde, daß das Ministerium und die einzelnen Mitglieder desselben nicht fernerhin Verdächtigungen und Ver⸗ unglimpfungen ausgesetzt sind. Die Regierung fühlt sich zu dieser Erklärung auch bestimmt im Interesse einer gedeihlichen Wirksamkeit der parlamentarischen Körperschaften. — Die Rechte nahm vorstehende A. mit Beifall auf. — Die Vorlage, betreffend die Verstaat ichung der Prag⸗Duxer und Dux⸗Bodenbacher Bahn, wurde in zweiter Lesung unverändert angenommen. — Die nächste Sitzung findet am Freitag statt.
Großbritannien und Irland. London, 23. Februar. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung des Unterhauses erklärte der Unter⸗Staatssekretär des Auswärtigen, Bryce, auf eine bezügliche Anfrage: die Regierung halte den gegenwärtigen Augenblick nicht für günstig, um bei dem Sultan eine Gebietsabtretung an Griechen⸗ land zu erwirken.
Der Präsident des Local Government Board, Lord
Chamber lain, empfing heute eine Arbeiterdeputation,
welche um die sofortige Inangriffnahme eines größeren Aus⸗ wanderungsprojekts nachsuchte. Chamberlain antwortete: er habe sein Amt mit der Absicht übernommen, die Lage der Arbeiter zu verbessern; die sozialistischen Führer aber seien die schlimmsten Feinde der Arbeiter. Der Minister rieth den Arbeitern von Gewaltthätigkeit ab und erklärte weiter: der Auswanderung ständen Schwierigkeiten im Wege; er habe ein lebhaftes Interesse an der Einsetzung der Arbeiter in den Besitz von Grund und Boden; im Fall sich werde er sein Bestes thun, diesen Ge⸗
auszuführen. Chamberlain sprach sich weiterhin
Ort und Stelle Linderung der Nothlage bewirken würden, und befürwortete dagegen die Ausführung von Bauten Seitens der Lokalbehörden in ihren Bezirken.
24. Februar. (W. T. B.) Der nunmehr veröffentlichte Bericht der Kommission über die jüngsten Ruhe⸗ störungen im Westend unterzieht das Verhalten der Polizei einer strengen Kritik, bezeichnet die bezüglich der Kundgebung auf Trafalgar Square von der Polizei getroffenen Vorkehrun⸗ gen als unzulänglich und ohne Umsicht entworfen und kommt zu dem Resultat, daß die Verwaltung und Organisation der Sih. gründliche Untersuchung erheische. Der Bolizeichef, Oberst⸗Lieutenant Henderson (welcher be⸗ kanntlich inzwischen seine Entlassung erhalten hat), hat vor der Kommission erklärt: er habe die Absendung von 100 Po⸗ lizeikonstablern nach Pall⸗Mall angeordnet, um dem Treiben des Pöbels Einhalt zu thun; irrthümlicher Weise seien die⸗ selben aber nach der Mall und nach dem Buckingham⸗Palast,
— (Allg. Corr.) Der „Times“⸗Correspondent in Man⸗
8 anstatt nach Pall⸗Mall gesendet worden.
dalay (Birmah) telegraphirt unterm 15. d. M.:
Die Abreise des Vizekönigs von Mandalay ist auf den 18. d. M. raum Man glaubt, der Vizekönig werde vor seiner Abreise eine Proklamation erlassen, welche dem gegenwärtigen provi⸗ sorischen Zustande der Dinge ein Ende setzt. Die Flucht des Meng⸗ wun⸗Prinzen dürfte ernste Trubel in den östlichen Shan⸗Staaten ur Folge haben, und es ist wesentlich, daß das künftige Verwaltungs⸗ system fur Ober⸗Birma unverzüglich und endgültig geregelt werde. Die Aktion des Hlutdaw ist gegenwärtig einzig und allein arauf gerichtet, der Regierung Verlegenheiten zu bereiten. Der Hlutdaw hat dem Vizekönig eine in beleidigender Sprache abge⸗ aßte Bittschrift überreicht, worin gesagt wird, daß die Birmanen ich nicht ergeben haben würden, wenn sie nicht durch General Pren⸗ ergasts Mittheilungen an den ihm unterhalb Ava entgegen⸗ esandten Bevollmächtigten getäuscht worden wären. Eine tarke Kolonne geht unverzüglich nach dem Shan⸗Lande ab. Sie wird im Nataik⸗Paß — der Hauptroute zwischen Birma nd den Shan⸗Staaten — ein Lager beziehen. Auch soll eine Straße durch den Paß angelegt werden. Verstärkungen und Geschütze ind nach Kyuksai gesandt worden, wo die Insurgenten in Stärke tehen und ein Kampf erwartet wird. Aus dem Distrikt Pagan wird ine Anzahl kleiner Scharmützel mit den Freibeutern gemeldet. Der nit dem Distrikt betraute Civilbeamte theilt mit, daß das Land sich beruhige und die Abgaben gezahlt würden.
Frankreich. Paris, 23. Februar. (W. T. B.) Die Deputirtenkammer begann heute die Berathung der Interpellation, betreffend die Revision der Eisen⸗ bahntarife. Der Minister der öffentlichen Ar⸗ beiten sprach sich gegen den Rückkauf der Eisenbahnen aus, welchen Wilson gestern befürwortet hatte.
Griechenland. Athen, 23. Februar. (W. T. B.) Der neue türkische Gesandte, Feridon Bey, überreichte heute dem König Georgsein Beglaubigungsschreiben. Er gab dabei der Werthschätzung des Sultans für den König und dem Wunsche desselben Ausdruck, gute Beziehungen mit Griechenland aufrecht zu erhalten. Der König sprach in sei⸗ ner Erwiderung die gleichen Gesinnungen für den Sultan und den Wunsch nach Aufrechterhaltung guter Beziehungen mit der Türkei aus.
Rumänien. Bukarest, 23. Februar. (W. T. B.) Der „Polit. Corresp.“ wird gemeldet: Von mehreren Seiten werde die Aufnahme eines die Abrüstung stipulirenden Artikels in den Friedensvertrag als nothwendig bezeichnet. Mi⸗ jatowic habe in diesem Fall das größte Entgegenkommen Serbiens in Aussicht gestellt, und es dürfte daher eine derartige, die Abrüstung binnen 2 bis 3 Wochen fixirende Bestimmung dem Vertrage eingefügt werden. — Heute fand nur eine private Besprechung der Delegirten statt.
Serbien. Belgrad, 24. Februar. (W. T. B.) In Verfolg des jetzigen Standes der Friedensverhand⸗ lungen zwischen Serbien und Bulgarien hat man hier die militärischen Bestellungen sistirt.
Amerika. Washington, 23. Februar. (W. T. B.) Die Majorität der Finanzkommission hat in einem von ihr erstatteten Bericht dem Repräsentantenhause die An⸗ nahme einer Resolution empfohlen, durch welche der Schatz⸗ sekretär aufgefordert wird, monatlich 10 Millionen Dollars
Amortisirung der d zu verwenden,
9g—
8 * 1 1 22 2 “ * » 8
Dollars übersteigt. schat illionen
Afrika. Egypten. Kairo, 22. Februar. (A. C.) General⸗Major Grenfell ist von Assuan hier angekommen, um mit Sir E. Baring und General⸗Lieutenant Sir F. Stephenson über die militärische Lage zu konferiren.
8 Zeitungsstimmen. 51 Der „Kölnischen Zeitung“ 21. Februar, geschrieben; Anläßlich der Polendebatte im preußischen Landtage hatte die hiesige nationalliberale Partei eine Versammlung abgehalten, worin der Ausschuß der Partei beauftragt worden war, eine der Politik des Reichskanzlers zustimmende Adresse an denselben zu richten. Namens der Partei hatte der Ausschuß infolge dessen nachstehendes Schreiben an den Fürsten Bismarck gerichtet:
„Ew. Durchlaucht erlauben wir uns ganz ergebenst Kenntniß davon zu geben, daß der zur Sitzung versammelte Ausschuß der national⸗ liberalen Partei in Mainz einstimmig beschlossen hat, sich Namens der Partei den Zustimmungs⸗Adressen, welche aus allen Gauen Deutschlands an Ew. Durchlaucht in Betreff der jüngst im preußischen Abgeordnetenhause gehaltenen, jedes patriotische Herz erwärmenden Reden gelangten, aus voller Ueberzeugung an⸗ zuschließen. Empfangen Ew. Durchlaucht die herzlichsten Glück⸗ wünsche zu dem Erfolge, welche Ihre große nationale Politik von neuem gefunden hat — eine Politik, die, soviel sie auch von gewissen parlamentarischen Fraktionen angefeindet werden mag, im deutschen Volke tiefe Wurzeln schlug; eine Politik, für welche wir mit patrio⸗ tischem Eifer stets eingetreten sind und auch fernerhin eintreten werden. Mit dem Wunsche, daß Ew. Durchlaucht in ungeschwächter Kraft und Gesundheit noch lange an der Spitze der Reichsgeschäfte stehen, und die Wahrung der nationalen Interessen in derselben sicheren und
1 Hand verbleiben möge, verharren in ausgezeichnetster Ver⸗ ehrung
wird aus Mainz, u. d.
3 Der Ausschuß der nationalliberalen Partei.“ „Dierauf gelangte folgendes, aus Berlin datirtes Schreiben des Fürsten Bismarck an den Vorsitzenden der Versammlung: „Ew. Wohlgeboren und Ihren Herren Auftraggebern danke ich verbindlichst für den Ausdruck Ihrer Zustimmung und für die Zusage fernerer Unterstützung durch das Schreiben vom 5. d. M. 1““ von Bismarck.“
der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ 11628 wir über die Verstaatlichung der Eisenbahnen folgenden rtikel: 3 . Die Gegner des Staatsbahnsystems konnten einigem Recht darauf berufen, daß in England, der Heimath des Eisen⸗ bahnwesens, das Privatbahnsvstem unbestrittene Herrf chaft behauptet und das Publikum mit den Leistungen desselben zufrieden ist. Zwar un⸗ bestritten ist die Herrschaft des Privatbahnsystems, wie die Unter⸗ suchungen von Prof. Cohn u. A. beweisen, auch in England nicht geblieben. Aber es handelte sich doch mehr um akademische Erörte⸗ rungen über den politischen Einfluß der Eisenbahngesellschaften ꝛc., als um Fragen, die das Puͤblikum direkt berühren, wie Personen⸗ und Frachttarifsätze. Das Nachdenken über die Ursachen der Handels⸗ stockung führt nun aber in England dazu, auch diese Dinge näher zu betrachten, und hier scheint es, als ob das Ergebniß ein für die Privatbahnen nicht allzu günstiges sei, wie uns ein kürzlich erschienenes Werk des Parlamentsmitglieds B. Samuelson zeigt, dessen Besprechung wir in der „British mercantile gazette“ finden. Das Werk ist Hrn. Norwood, dem Präsidenten der Ver⸗ einigten britischen Handelskammern, gewidmet und stellt eine Ver⸗ Kfichung der Eisenbahnfrachttarife Deutschlands, Belgiens und der Niederlande mit denen Englands an. Der Verfasser spendet haupt⸗ sächlich der Verstaatlichung der Eisenbahnen, wie sie in Deutschland durchgeführt wurde, das höchste Lob. Er sagt hier:
„Die Uebertragung der Eisenbahnen vom Privatbetrieb zum staatlichen hatte den Zweck im Auge, der auch erreicht wurde, nämlich entschiedene Sparsamkeit bei Handhabung des Verkehrs, größere Gleichmäßigkeit in den Tarifen und größere Bequemlichkeit für das Publikum; und das Resultat der Anfragen, die ich in den zahllosen Centren des Handels, der Manufakturen und des Konsums veranstaltete, setzen mich in den Stand, zu konstatiren, daß diese Vortheile ohne irgend einen Nachtheil errungen worden sind.“
Die Eisenbahntarife Nord⸗Europas, führt B. Samuelson weiter aus, sind auf verständigen Grundsätzen begründet, im Gegensatz zu den Schätzungen „auf gut Glück“ (haphazard estimates) unserer englischen Verkehrsunternehmer; er erklärt bestimmt, daß, ausgenommen Eisen⸗ erz, Kohlen, Koks in gewissen Fällen, und einige andere Artikel unter besonderen Umständen, die Preise in jenen Ländern so viel geringer sind, daß sie die englischen Handelsleute in ernsten Nachtheil ver⸗ setzen. Er behauptet ferner, daß auf den deutschen Staatsbahnen in keinem Falle das fremde Produkt zwischen denselben Punkten ziu niedrigeren Taxen befördert wird als das deutsche, und daß die Ausnahmstarife zu einer Begünstigung des Kohlenexports aus den deutschen Kohlenminen in Konkurrenz mit den englischen neigen, welche keine bevorzugten Häfen oder Dampferlinien haben.
Es folgen dann einige Vergleiche, nach Belieben gewählt, über deutschen, belgischen und niederländischen Eisenbahn⸗ arife:
Stahlwaaren, Kurzwaaren (hardware) von
London britische Taxe per Tonne
selbe Entfernung deutsche Taxe
selbe Entfernung belgische Taxe .. 13 sh. 11 d.
selbe Entfernung niederländische Taxe . . . . 11 sh. 3 d.
Wollenwaaren von Bradford nach London britische Taxe per Tonne
39 sh. 4 d.
selbe Entfernung deutsche Taxe 20 sh. 5 4. bis 23 sh. 8 d.
selbe Entfernung belgische Tare .. 18 sh. 4 d.
selbe Entfernung niederländische Taxe 1“
Maschinen im Allgemeinen von Leeds nach Hull, britische Taxe
per Tonne (Export 12 sh. 6 d.) .. 25 sh. 0 d.
selbe Entfernung deutsche Taxe. 4 sh. 6 d.
selbe Entfernung belgische 11. 8 sh. 0 d.
er Enfernung niederländische Taxe. 4““
ckerbau Maschinen, von Bedford nach London, britische Taxe 311öA1“;
selbe Entfernung deutsche Taxe 5 sh. 10 d. bis 11 sh. 2 d.
selbe Entfernung belgische Taxe 7 sh. 9 d.
selbe Entfernung niederländische
18 Mkqq11611bg 9 nh
Heringe von Edinburg nach Birmingham
1 britische Taxe per Tonne 60 sh.
selbe Entfernung deutsche Taxe 23 sh.
Vieh von Hull nach Manchester,
britische Taxe per Waggon selbe Entfernung deutsche Taxe 38 sh.
felbe Entfernung belgische Taxe 29 sh.
elbe Entfernung niederländische
q xe . . . . 37 Sh. 6 d.
Solche Vergleiche führt der Verfasser auf 17 Seiten weiter aus. Ueberall zeigt sich dieselbe Erscheinung, ausgenommen, wie bemerkt, die Tarife für Kohlen, Koks, Kalk und Eisen. Diese vergleichenden Tarife, glaubt die „Br. merc. gaz.“, werden in den nächsten Monaten viel von sich reden machen.
r. Bernh. Samuelson befürwortet im Interesse der Eisenbahn⸗ gesellschaften eine innigere Vereinigung der Interessen der verschiedenen Eisenbahnen; im Interesse der Kaufleute verlangt er, daß die Eisen⸗ bahnbevollmaͤchtigten (Railway Commissioners) oder eine andere
sich bisher mit
Birmingham nach 23 sh. 6 d. 11 sh. 4 d.
— d. bis 68 sh. 8 d. bis 26 sh.
59 sh.
öffentliche Behörde größere Macht in der Kontrole und Direktion der Eisen⸗
2
faktur, des Ackerbau⸗ baukammern gewählt den Distriktsraths zu Bernhard darauf,
gründlich erhalten bleiben stellung eines
befra daß
soll“;
und Ackerbaues sein sollte würde.
— Die „Nationa
plötzlich behandelt v·... Um an der dazu muß man schrittspartei stehen, thode auch wider gegen so vieles Andere
we
durchgesetzt. der Polenfrage durch Maßnahmen einzutreten, erstrebt werden; den Ausweisungen schritt, und
Kolonisation durch
es sich handelt
revidirt werden
„ehe
die
wir haben,
der S
schrift, daß in Deutschland die
bahnen haben sollten, als jetzt, und zur Ausübung! ieser Macht verpflichttt sein sollten. Er zeigt im weiteren Laufe 5b Distrikt⸗Eisenbahnämter bei Verkehrsfragen
32 1 durch Distriktsräthe angewiesen werden, bestehend aus Vertretern des
8 Handels, der Manu⸗- und Forstwesens, die durch Handels⸗ und Acker⸗ werden, und daß es dem Eisenbahnamt obliegt,
gen. Aber vor allem Andern besteht Sir
„unsere E müssen, und er räth
l⸗-⸗Zeitung“
lche aus norddeutsch
gestimmt
unseres heutigen öffentlichen Lebens ist. wird eben selten etwas Bedeutendes gegenüber erheblichen Hindernissen Für uns hat es des „leidenschaftlichen“ Wiederaufgreifens den Fürsten Bismarck nicht bedurft, um für mit der Ansiedelungsvorlage
wie sie lange auf die wiede
gefahr hingewiesen und die Bekämpfung
die Schule
also nicht dem leidenschaftlichen Impulse Bedenken erregt; aber für weite Kreise bedarf Hänels gelassene „Hoffnung auf eine Junker und Kapläne mit dem Deutschthum beweist, einer starken Auf⸗ rüttelung, damit die öffentliche Meinung sich wieder erinnere, um was
„A
wenn
Abneigung
hat,
isenbahntaxen uns dringend,
genau und unser Handel daß die Auf⸗
ll. revidirten Tarifs der Gegenstand der Verhandlung wischen den Eisenbahngesellschaften und den Vertretern des Handels
8 8 die Sache dem Parlament relest
Was sagen nun unsere deutschen Manchestermänner dazu, daß die deutsche Eisenbahnpolitik in England als 5
Muster aufgestellt wird? sagt in einer Besprechung
Hänel über die „leidenschaft⸗
„Methode“ unüberwindlichen Anstoß zu nehmen, auf dem Standpunkt
der ehemaligen gegen die e Bundesverfassung und was die Grundlage Ganz ohne „Leidenschaft“
Fort⸗
Me⸗
bevor die Regierung zu r wachsende Polonisirungs⸗ derselben durch die innere gefordert. Wir folgen der Hrn. Hänel so lebhafte d es, wie am besten Hrn. ssimilation“ der polnischen
Der
merkungen“ veröffentlicht: Das b abgaben in der Fassung de
Finanz⸗Ministeriums und einem Anhange, enthaltend
Geh. Regierungsrath und gearbeitete und 1 ℳ 50 ₰. abgabengesetz von Terminpreisen
theils mit den
beigegebenen Tabellen zur den verschiedenen Tarifnum
und Ergänzungen. von R. Sydow. kartonnirt 80 ₰. —
Dri
worden;
„betreffend die Anfechtung
über die Ausdehnung 28. Mai 1885. Text⸗Ausg E. von Woedtke, Kaise Reichsamt des Innern.
Die Guttentagsche
„Maurokordatos“ bis zu
Portugal) versehen sind. und reich illustrirte 4. Aufla
drei Viertel des ganzen W Kaiser⸗Wilhelms⸗Land,
Wund Kongostaat, Kranke Marschall⸗Archipel, Massag
Nachschlagebuch nachsteht.
der Kolonien europäischer
2 Tafeln: giftige Pilze und licher as gistige, Bei d
guarischen Lagers von Sammlung des verstorbenen
theilung: Deutsche und ausl (von Nr. 609 — 1053 u. A.
Herder, Klopstock, Lessing, A
Deutsche Reichsgesetz
tiven und Reichstagsverhandlungen,
vermehrte — Das Buch bringt die neuesten zum Reichsstempel⸗ ergangenen ministeriellen Bekanntmachungen (Notirungen an den verschiedenen 2 Schlußnotensteuer ꝛc. betreffend); bloß die Börsensteuer im engeren vom 29. Mai 1885), sondern das gesammte lich also auch die Steuer von Werthpapieren und Lotterieloosen. Die in den älteren Ausgaben enthaltenen Reskripte des ministeriums sind nur nach den dur eingetretenen Aenderungen in Betr auf das Gesetz bezüglichen Entscheidungen des Reichsgerichts größten⸗
Urtheilsgründen hinzugefügt worden. s Werth für die praktische Anw
— sämmtliche civil⸗ Reichsgerichts sind nachgetragen,
außerhalb des Konkursverfahren diese neue Auflage zeichnet sich fassers durch praktische Brauchbarkeit aus. “ vom 6. der Unfall⸗
Zweite v kartonnirt 1 ℳ 60 ₰. — Die die Ausdehnung der Unfallversi
Lexikon die Mitte des 2. Bandes
genannt, zum Beweise, daß dieses ür den G an Neuheit und Vollständigkeit keinem anderen
des 2. Bandes 5 kolorirte Landkarten,
straße 53): Autographen
Der juristische Verlag von J. Berlin und Leipzig hat soeben in der „Deutschen Reichsgesetzgebun
Guttentag (D. Collin) in
der beliebten handlichen Ausgabe
g“, „Text⸗Ausgabe mit An⸗
über die Reichsstempel⸗
s Gesetzes vom 29. Mai 1885 mit den A usfüh⸗
rungsbestimmungen und späteren Beschlüssen des Bundesraths, den Mo⸗ Verfügungen des Königl. Preußischen
Entscheidungen des Reichsgerichts, sowie Tabellen zur Berechnung der Reichsstempel⸗
Stempelfiskal Auflage.
es um Sinne (
abgaben. Text⸗Ausgabe mit Anmerkung und Registern von B. Gaupp,
in Berlin.
in Ber Dritte, um⸗ Taschenformat,
kartonnirt
Börsen, Kreditirung von faßt im Uebrigen aber nicht Tarifnummer 4 des Gesetzes gedachte Gesetz, nament⸗
Preußischen Finanz
ch das Gesetz vom 28. Mai 1885 acht gekommen, dagegen sind die
Von besonderem
endung sind die am Schlusse des Buches
der gestrigen Debatte im Abgeordnetenhause mit Bezug auf die Aeußerungen des Abg. Dr. zanf liche“ Methode, nach 8 die Polenfrage jetzt von der Regierung werde:
Berechnung der Reichsstempelabgaben nach
mern.
Konkursordnung mit Einführ Text⸗Ausgabe mit
tte vermehrte
sowie von
gleich den
abe mit Anmer
Anmerkungen und
ungsgesetz, Nebengesetzen Sacheesehen
Auflage. Taschenformat,
„. Diese neue Auflage des längst eingebürgerten und bekannten Büchleins ist mit Sorgfalt bearbeitet und vermehrt
sowie strafrechtliche
Entscheidungen des
im Anhange das Gesetz,
Rechtshandlungen eines Schuldners 8“ Aufnahme gefunden hat.
Auch anderen Arbeiten des Ver⸗
Juli 1884 und Gesetz
und Krankenversicherung vom
kungen und Sachregister von
rl. Geh. Regierungsrath, vortr. Rath im
Auflage e
ermehrte Auflage.
Taschenformat,
nthält auch das Gesetz über
1 1 cherung vom 28. Mai 1885 sowie sämmtliche erlassenen Ausführungsbestimmungen, von denen wir nur bervorheben wollen: Anleitung des Reichsversicherungsamts in Betreff der Anmeldung der versicherungspflichtigen dazu, Verordnung über das Verfahren vor versicherungsgesetzes errichteten Sc⸗ vollständigste und zugleich zuverläs gaben bezeichnet werden kann.
Betriebe und Formulare den auf Grund des Unfall⸗
hiedsgerichten, — so daß sie als die sigste aller bisher erschienenen Aus⸗
Sammlu 8 ist bereits auf 26 Bäaͤndchen e bishe
decer und S Wie beliebt diese Ausgaben sind, dafür liefert das häufige Erscheinen neuer Auflagen den besten Beweis. sch „ — Von Brockhaus; sind wiederum 3 Hefte (Heft 43—45) ersch
Kleinem K
r publizirten Reichsgesetze.
onversations⸗Lexikon ienen, welche den Text von
„Northumberland“ fortführen und mit einer Abbildung (giftige Pilze) und zwei Karten (Schwei Mit dem 45.
gweiz und Spanien und Heft hat die umgearbeitete
ge von Brockhaus' Kleinem Konversations⸗
erreicht, erkes vor.
Auch im 2. wieder die sorgfältige Aufnahme und Einordnung alles neu zuströmenden Stoffs aufs vortheilhafteste bemerkbar; beispielsweise seien die Artikel Kamerun, Kilimandscharo, Kolonien, Kongo nversicherungsgesetz,
und es
sonach schon Bande macht sich
Lüderitz,
Mahdi,
e, Neu⸗Britannien, Neuguinea⸗Compagnie
kurzge An Illustratio
Staaten eine
S “ gewährt, dann ei ildungen von Gegenständen der bildenden Kunst, der Technik und Landwirthschaft, des Kriegswesens,
eßbare
der Thier⸗ und
faßte Konversations⸗Lexikon
nen bietet die erste Hälfte
von denen die Uebersichtskarte
gegenwärtig besonders will⸗ ne Sternkarte und 16 Tafeln
Pflanzenkunde; sind Chromos von vorzüg⸗
Pilze, er schnellen Fogge. in welcher die Hefte
erscheinen, darf auf baldige Vollendung der — Kürzlich wurde ausgegeben: CLXXII. Katalog des anti⸗ Albert Cohn in Berlin (Mohren⸗
und historische
Hrn. Friedr.
4. Auflage gehofft werden.
Dokumente,
Röth in Augsburg. 3. Ab⸗
ändische Dichter und Nationalschriftsteller
mit Autographen von
lex. von Humbo
Goethe, Schiller, Idt, Wilh. von Humboldt).