1886 / 205 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 01 Sep 1886 18:00:01 GMT) scan diff

2) 20. September 1886, Vormittags 11 ½ Uhr: 8 Lieferung des eisernen Oberbaues für die Brücke über die alte Maas bei Barendrecht. Taxwerth 290 000 Gld.

Aluskunft an Ort und Stelle, sowie beim Hauptingenieur J. van

der Vegt im Haag, Bedingungen käuflich bei den Buchhändlern Gebr.

vom Cleef, Haag, Spui 28a.

Sanitätswesen und Quarantänewesen.

Oesterreich⸗Ungarn.

1 Die Königlich ungarische Seebehörde zu Fiume hat durch Ver⸗ fügung vom 23. August 1886 für Provenienzen aus Meteovich, Fort Opus und Neum in Fiume eine ärztliche Untersuchung und Desinfektion, bei der Feststellung von Krankheitsfällen eine sieben⸗ tägige Quarantäne angeordnet. Provenienzen aus sämmtlichen übrigen Hafen des ungarisch⸗kroatischen Küstengebietes unterliegen ohne Ruͤck⸗ sicht auf den Gesundheitszustand beim Landen einer siebentägigen Quarantäne. 8

Berlin, 1. September 1886.

Die Kohlenförderung und Roheisenerzeugung auf

der ganzen Erde. (Aus der Rhein. Westf. Ztg.) Die rastlose Arbeit des Menschengeschlechtes hat im Laufe der letzten Jahrzehnte so kühne und gewaltige Leistungen vollführt, daß man in einer Zeit, wie der gegenwärtigen, wo sich auf fast allen Gebieten menschlicher Thätigkeit ein Arbeitsmangel bemerkbar macht, unwillkürlich ver⸗ anlaßt wird, sich über die Größe der Leistungen etwas Rechen⸗ schaft zu geben, ob es denn wohl möglich sein wird, in gleichem Maße wie bisher fortzuarbeiten. Noch niemals hat die Menschheit die Hülfe der Maschinenarbeit b umfassenden Maße in ihre Dienste genommen wie augenblicklich. Es fehlt uns jedes Beispiel in der Geschichte, jeder Anhalt zur Beurtheilung, ob durch die neuere Arbeitsweise nicht die folgen⸗ schwersten wirthschaftlichen Ereignisse oder Umwälzungen gezeitigt werden müssen. Indessen, es ist hier nicht die Absicht, letztere Fragen zu erörtern. Wohl

aber wie ein sorgender Familienvater, welcher sich in bedrängter Lage befindet, über Einnahmen und Aus⸗ gaben genau Buch führt, so wollen wir uns heute einmal über Er⸗ zeugung und Verbrauch unserer B.— edarfsgegenstände Rechenschaft geben, soweit dies bei den verwickelt gestalteten wirthschaftlichen Verhält⸗

nissen überhaupt möglich erscheint. 8 8 Diese Betrachtungen führen darauf, uns nach den Grundstoffen, welche unser Bestehen auf der Erde ermöglichen, nämlich nach Kohle und Eisen, etwas näher umzusehen. Wie viel verbrauchen wir davon jährlich und wie lange wird der unserem Planeten davon zugemessene Reichthum wohl vorhalten? Mancher Leser wird vielleicht verwundert fragen: „Wie können denn diese Grundstoffe überhaupt gänzlich ver⸗ braucht werden? Es kann doch nichts von der Welt verschwinden und vor allen Dingen sind Geundstoffe von ewiger Dauer, sie können höchstens andere Gestalt aͤnnehmen oder andere Ver⸗ bindungen eingehen.“ Ja, diese Einwände enthalten an und für sich ganz richtige Sätze. Indessen ändern dieselben an der Thatsache nichts, daß wir in den letzten Jahren im Durch⸗ schnitt ungefähr 385 Millionen Tonnen Kohlen und 20 ½ Millionen Tonnen Roheisen jährlich verbraucht haben, welche die Erde nicht wieder in so kurzer Zeit zu erzeugen oder zu ersetzen im Stande ist. Es liegt zwar bei dem Eisen die Möglichkeit vor, daß man dasselbe, wenn es seinem Gebrauchszwecke nicht mehr entspricht, wieder von neuem verwendet. Auch sind die vorhandenen Eisenerzlager zum großen Theil sehr ausgiebig, so daß ein Mangel an Rohmaterialien nicht so leicht zu befürchten ist. Anders aber liegen die Verhältnisse für unser unentbehrliches Brennmaterial, die Kohlen; sind diese ein⸗ S bezw. in Kohlensäure umge⸗

mal verbrannt, also in Kohlenoxydgas wandelt, so sind sie für die Meuschheit ein für allemal verloren. Von den verschiedenen Kohlensorten werden dem Alter nach unter⸗ schieden Braunkohle, Steinkohle und Anthracit und hierunter bilden Steinkohlen (die Ueberreste der in der Urzeit der Erde untergegangenen Wälder von Farrenkräutern, Schachtelhalm u. dgl.) das hauptsäch⸗ lichste Brennmaterial. Um ein Steinkohlenlager von etwa 9 m Mächtigkeit zu bilden, ist nach Ansicht namhafter Naturforscher eine Zeit von mehr als 1 Million Jahren nöthig gewesen. Die Zeit, welche aber seit jener Steinkohlenbildung verflossen ist, wird auf 9 Millionen Jahre geschätzt, sodaß also seit dem Beginn der Stein⸗ kohlenbildung überhaupt in runder Summe 10 Millionen Jahre verflossen sein würden. Der französische Gelehrte Chevaudier hat die Menge Kohlenstoff berechnet, welche Buchenwälder unter jetzigen Vegetationsbedingungen liefern. Er hat gefunden, daß in 100 Jahren eine Steinkohlenschicht von 7 Linien (also beinahe 1 ½ cm) Dicke gebildet werden könnte. Dieses Ergebniß darf sogar noch als äußerst günstig bezeichnet werden. Immerhin zeigen diese wenigen Angaben wohl zur Genüge, daß das Menschen— geschlecht auf eine Neubildung von Kohlen auf keinen Fall warten kann. Unser Kohlenreichthum bildet den G. kundpfeiler unserer ganzen Technik. Sind die Kohlen erst einmal verbraucht, was wie wir später sehen werden bei der maßlosen jetzt herrschenden Verschwendung mit Sicherheit früher oder später einmal eintreten dürfte, so hört damit die Eisengewinnung und⸗Bearbeitung, die man als etwas ganz Selbstverständliches betrachtet, unter allen Umständen auf und damit sind denn auch alle Grundlagen unserer gegenwärtigen Industrie vernichtet. Betrachten Tonnen Kohlen etwas näher und denken wir uns, so leicht auszusprechenden Zahl doch eine halbwegs begreifliche Vorstellung verbinden zu können, diese Kohlenmenge auf einen Haufen von quadratischer Grundfläche geschüttet, so läßt sich leicht berechnen, wie viel Raum dies Jahresration an Kohlen, die das Menschengeschlecht zur Zeit verbraucht bezw. zum großen Theil ver⸗ schwendet, einnimmt. Angenommen, die Länge der Seiten der quadra⸗ tischen Grundfläche des Kohlenhaufens betrage rund 1000 m, so müßten die Kohlen auf diesem Quadrat ungefähr 480 m oder rund 500 m hoch geschüttet werden, um die Menge von 385 Mill. Tonnen Steinkohlen darzustellen. Erwägt man aber, daß Braunkohlen u. dergl. spezifisch leichter als Steinkohlen sind, so dürfte es mit diesem halben Würfel oder halben Kubikkilometer noch lange nicht sein Bewenden haben. Würde man statt dieses halben Würfels die ganze Kohlenmenge in die Form einer eylindrischen Säule bringen und denkt man sich der kreisförmigen Grundfläche derselben einen Durchmesser von 100 m gegeben, so müßte eine solche Säule 61 275 m Höhe haben, um das von uns verbrauchte Jahres⸗ maß an Kohlen aufnehmen zu können. Man würde also mit diesen Kohlen einen Thurm bauen können, gegen den der zu den sieben Weltwundern gezählte babylonische Thurm nur als ein im höchsten Grade zwerghaftes Krümmelchen erscheinen würde. An letzterem Thurme sollen 1 Million Menschen 12 Jahre lang gebaut haben und derselbe soll nach orientalischen Traditionen eine Höhe von 10 000 Klaftern, nach anderer Lesart eine solche von 25 000 Fuß gehabt haben. Diese Angaben tragen den orientalischen Stempel der Uebertreibung, denn unter der Last eines so hohen Thurmes dürften an der Grundfläche die meisten Bausteine wohl den Dienst versagt haben; nimmt man aber trotzdem an, der Thurm wäre 25 000 rheinl. Fuß 7840 m hoch gewesen, so würde unser Kohlencylinder immerhin noch etwa 8 Mal so hoch sein und nur erst, wenn man denselben verbrennt, würde die Höhe des Aschen⸗ haufens etwa mit der Höhe dieses übertrieben hoch angenommenen Wunderthurmes ungefähr übereinstimmen. Ja, die höchsten Berge und tiefsten Meere würde man mit oben gedachtem, etwa acht geographische Meilen langem und 100 m Durchmesser haltendem Kohlenstab ausmessen können und man würde finden, daß die Länge dieses Riesenzollstockes überall zulangt, die gewaltigsten Höhen⸗ unterschiede, die auf unserem Erdball uüberhaupt vorkommen, aus⸗ zumessen. Dieses giebt uns wohl einen ungefähren Begriff, wie viel Kohlen wir pro Jahr

wir die oben genannte Menge von 385 Millionen um mit dieser

verbrauchen. Daß die Kohlen überhaupt

wichtigsten und massigsten irdischen Handelsartikel bilden, noch aus der Angabe, daß ihr Werth, wenn man 1 t Kohlen zu 5 rechnet, sich auf 1 925 000 000 ℳ*) beläuft. 8 Sehen wir uns jetzt einmal unseren Jahresbedarf an Roheisen etwas genauer an. Derselbe stellt sich, wie oben angegeben, auf 20,5 Millionen Tonnen. Denkt man sich diese Menge wieder auf eine quadratische Grundfläche von 1000 m, also 1 km Länge, aus⸗ gegossen, so würde schon eine derartig bemessene quadratische Eisen⸗ platte von nur 2,83 m Dicke unseren jährlichen Roheisenbedarf dar⸗ stellen, und gösse man dieses Eisen um zu einem Cylinder von 100 m Durchmesser, so erhielte man aus der Eisenmenge eine Säule von 360 m Höhe.“*) Es läßt sich diese immerhin noch sehr große Masse schon daher mit einem Bauwerk in Vergleich stellen. Es sei hier deshalb ein ebenfalls zu den Weltwundern ge⸗ zähltes wirklich noch bestehendes gewählt, welches sich durch die dabei zur Verwendung gebrachten gewaltigen Massen auszeichnet, nämlich die Pyramide des Cheops. Letztere hat eine Grundfläche von 51 756 gm und 137,2 m Höhe, nimmt also einen Raum von rund 2,37 Million Kubikmetern ein. An diesem Bauwerk sollen die Kinder Ifraels mit⸗ gearbeitet haben und nach Herodot's Mittheilungen wurden daran 30 Jahre lang 100 000 Menschen beschäftigt, die sich von 3 zu 3 Mo⸗ naten ablösten. Wenn also der jetzige Machthaber in Egypten seiner Eitelkeit ebenso ein Denkmal setzen wollte aus Roheisen, wie sein vor etwa 4800 Jahren lebender Vorgänger aus Stein, so würden mit einem derartigen Stück Arbeit die sämmtlichen Hochofenwerke der Erde noch nicht einmal ein Jahr hindurch ausreichend Beschäftigung finden, sondern es bliebe noch ein Roheisenblöckchen von 460 000 cbm verfügbar, der noch ein gutes Material für beispielsweise ein Paar Sphinxe abgäbe; auch dürfte man den Maßstab für dieselben keines⸗ wegs zu winzig wählen. Jede der Sphinxe könnte nämlich so viel Raum umfassen, wie das ganze große rothe Backsteinrathhaus unserer Reichs⸗Hauptstadt Berlin,

den erhellt wohl

und es ist fraglich, ob man damit auch eine einzige Jahreserzeugung an Roheisen wirklich voll verbraucht hätte. Um die Kosten dieses Jahres⸗Roheisens noch kurz zu überschlagen, wollen wir einmal annehmen, dasselbe würde mit dem schäbigsten Submissionspreise von 30 pro Tonne †) bezahlt, so ergäbe sich für die ganze Jahreserzeugung eine Summe von 20 500 000 30. 615 000 0000 ℳ, wofür man beinahe des Panama⸗Kanals würde bauen können vorausgesetzt, daß die Anschläge französischer Ingenieure richtig sind, die denselben glauben für 1 224 000 000 Fres. ausführen zu können. Englische Techniker haben vielmehr die Meinung, daß dazu 2 673 500 000 Frcs. erforderlich sein werden. Wie klein erscheinen dagegen die Beträge, welche wir für unsere endlich am 10. Juni d. J. zur Ausführung genehmigten Kanalbauten aufwenden werden, nämlich laut Anschlag für den Nord⸗ Ostsee⸗Kanal 156 000 000 ℳ; für den Dortmund⸗Ems⸗Kanal 58 400 000 und für dern Oder⸗Spree⸗Kanal 12 600 000 Nun, wenn unsere Kanäle auch nur bescheidene Anlagen werden, die nicht unerschwinglich viel Geld kosten, so ist letzteres sicherlich besser angelegt als dasjenige, was man in Frankreich für hohe Thürme und Kanalanlagen noch dazu in einem fremden Erdtheile aufzubringen gedenkt und unsere vielfach von einseitigen Leuten bemängelte Wirthschaftspolitik verdient in der That allgemeinste Anerkennung; denn jedenfalls ist es ver⸗ nünftiger, wie das englische Sprichwort sagt: charity begins at home (Wohlthun beginnt zu o im eigenen Lande Wohlfahrt zu verbreiten

Hause), erst bei sich, also im und dann erst an Weltbeglückung zu denken. (Schluß folgt.) 11“

Scheveningen, 1. September. (W. T. B.) In Folge eines heute früh im Kurhause ausgebrochenen Brandes ist dasselbe voll⸗

ständig in Asche gelegt. Menschenleben sind nicht verloren gegangen.

Athen, 1. September. (W. T. B.) Zahl der am vorigen Freitag bei dem Erdbeben umgekommenen Personen be⸗ trägt nach amtlicher Ermittelung 166, die Zayl der Verletzten 500. Der durch das Erdbeben angerichtete Schaden wird auf mehrere Mil⸗ lionen geschätzt.

TN„ De

JZosephine von Maleezky tritt in Kroll 8 Theater am Frei⸗ tag nochmals als „Lucia“ auf, während am Sonnabend eine Auffüh⸗ rung des „Fidelio“ bevorsteht, diesmal in der interessanten Besetzung der Titelrolle mit dem Hamburger Gaste Fr. Garsé⸗Dely, welche den „Fidelio“ in Berlin bisher noch nicht gesungen hat. Als „Rocco“ gastirt Hr. Rubo vom Hoftheater in Hannodee. 1

Literarische Neuigkeiten und periodische Schriften.

ür Deutsche Beamte. (Berlin SW. 12, Friedrichstraße 214.) Nr. 35. Inhalt: Die Rechte der Reichs⸗ beamten III. Der Werth des Civilversorgungsscheines im Civil⸗ Staats⸗ ꝛc. Dienst. Der Werth der Nahrungsmittel. Mitthei⸗

Centralblatt für

*) Das ist wieder eine sehr große Zahl, die, da wir nun einmal beim Messen und Vergleichen sind, noch kurz beleuchtet werden soll. Im Jahre 1848 waren die Gleichheitsbestrebungen der Menschen, möchte man sagen, fast wie eine ansteckende Krankheit recht allgemein geworden. Hätte man in diesem denkwürdigen Jahre die Gleich⸗ machung so weit getrieben, allen Menschen auf der Erde, ohne Aus⸗ nahme, dasbaare Geld abzunehmen, also den reichsten Börsen⸗ fürsten gleich dem ärmsten Bettler gemacht, so hätte die Menschheit überhaupt nur ein Kapital von rund 20 000 Millionen Mark (8000 Millionen Gold und 12 000 Millionen Silber⸗Münzen) aufbringen können. Das würde also ungefähr ausgereicht haben, unsere jetzt jährlich verbrauchten Kohlen zu bezahlen. Man würde nur 75 Millionen Mark übrig behalten haben. Wir wollen hier keine Ansichten wiedergeben, ob unsere. Geldumlaufmittel nicht etwa nach einer oder der anderen Richtung hin zu⸗ schmal bemessen sind, wohl aber seien hier noch durch ein paar Zahlenangaben die Umlaufmittel neuerer Zeit angedeutet. Nach vorgenommenen Schätzun⸗ gen sind ausgeprägt worden: bis zum Jahre 1870 28 000 Millionen Mark (15 000 Millionen Gold und 13 000 Millionen Silber), bis zum Jahre 1886 30.142 Millionen Mark (16 000 Millionen Gold und 14 000 Millionen Silber). Diese Zahlen können auf Genauigkeit keinen Anspruch machen, sie stimmen auch nicht mit den neuerdings von Hru. Haupt veröffentlichten überein, sie dürften aber doch zeigen, wie sich das Verhältniß zwischen Gold und Silber in der Menge unserer Münzmittel verschoben hat.

**) Für die Pariser Weltausstellung 1889 ist Eiffel, Nouguier und Köchlin sowie von dem Architekten Souvestre ein Riesenthurm von 3000 m projektirt, welcher, da man in Paris nicht mehr mit einem neuen Ausstellungsfelde einen Neuheits⸗ reiz bieten kann, das Hauptanziehungsstück bieten soll. Diese Marotte muß etwas theuer bezahlt werden, denn der Thurm, über dessen Standort man sich weidlich den Kopf zerbricht, wird ein Sümmchen von 2 524 000 verschlingen. Außer diesem Thurm, dessen Ausführung keineswegs schon gesichert ist, ist von dem Architekten Bourdais und dem Ingenieur Sebillot auch ein Thurm projektirt, der in überschwenglich französischer Weise den Na⸗ men colonne-soleil (Sonnensäule) erhalten hat,. Dieser soll 310 m hoch werden und in dieser Höhe unter einem schirmförmigen Dach in einer offenen Säulenhalle mit elektrischen Lampen ausgestattet werden, wodurch Paris des Nachts beleuchtet werden soll. Auf diesen Thurm ist eine Zwiebelkuppel projektirt, die durch eine Figur (Schutzgeist der Wissenschaft) gekrönt werden soll, und der Kopf der letzteren würde 360 m über dem Erdboden emporragen, also gerade so hoch werden, wie unsere oben berechnete nüchterne Roheisensäule.

†) Gegenwärtig stellen sich die Marktpreise pro Tonne für deutsches Gießereiroheisen I. Qualität auf 52 ½ Spiegeleisen (mit 10 12 % Mangan) 46 ½ Thomaseisen 11“ Luxemburger Puddeleisen

von den Ingenieuren

lungen: Beschwerden gegen deutsche Eisenbahnverwaltungen. Was sich die Tübinger vom Rechnungshofe erzählen. In Gemaä⸗ heit des Ge⸗ setzes ꝛc. Erlasse und Entscheidungen: Haftpflicht. eklamationen egen Einkommensteuer. Beschlagnahme des Diensteinkommens. ücterarische Besprechungen. Vakante Stellen. Briefkasten. Unterhaltungsblatt: Des Rektors Tochter (Forts.). Inserate. Deutsche Kolonialzeitung. Organ des Deutschen Kolonial⸗ vereins in Berlin. (Verlag des Deutschen Kolonialvereins, Berlin SW.), 17. Heft (1. September). Inhalt: Deutscher Kolonialverein. Zweig⸗ verein Thorn. 59. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Berlin. Mittheilungen aus dem Auskunftsbüreau des Deutschen Kolonialvereins. Warnung für Einwanderungslustige nach Queens⸗ land. Kolonialpolitische Vorgänge und geographische Erforschungen. Die Zukunft der Samoa⸗Inseln. Englische Besitzergreifung der Ellice⸗Inseln. Nachrichten vom Afrikareisenden Dr. Holub. Deutsch⸗Wituland. 6. Das Tana⸗Osi⸗Gebiet. Eigene Beobach⸗ tungen und Erkundigungen in den deutschen 1— Afrikas. Von Kurt Toeppen. Die Kolonisation von Araukanien IV. Die 1883 bis 1885 im Kolonien und ihre Bewohner. Die Londoner Ausstellung G. Glaß. Redaktionelle Correspondenz. Aufgabe des deutschen Protektorats in West⸗Afrika. 1 von Lages in der südbrasilianischen Provinz Santa Katharina. Aus der südbrasilianischen Provinz Rio Grande do Sul. 4 Sprechsaal. Deutsche Gemeinde⸗Zeitung. (Verlag von P. Stankie wicz, Berlin SW.) Nr. 35. Inhalt: Der Uebergang von de ländlichen zur städtischen Gemeindeverfassung in Bayern. Gieh das Gymnasium noch die geeignete Vorbildung für alle Studien (Schluß.) Schreiben des preußischen Unterrichts⸗Ministers, be treffend die Anstellung eines Lehrers als Kassenrendant. Rater weise Auszahlung von Ueberverdienstgeldern der Korrigenden. Vorn schriften, betreffend die Bestrafung wegen Almosengebens. Ver fügung gegen das überhandnehmende Reklamewesen in Cell Behördliche Verhaltungsmaßregeln gegen die umherziehen den Zigeunerbanden. 1— Verordnung, betreffend d Anzeigepflicht von Kindbettfteber⸗Erkrankungen. Entscheidun des Reichs⸗Versicherungsamts, betreffendd den Entschädigung; anspruch unehelicher Kinder. Entscheidung des österreichische Gerichts, betreffend die Schadenersatzpflicht bei Verhaftung in Fol fälschlicher Denunziation. Statistische Nachweisung über die Ve gehen und Verbrechen im Deutschen Reich für das Jahr 1884. Entschädigungszahlungen auf Grund des Viehseuchengesetzes in Preuße Betriebsergebnisse der Sparkassen d

(Schluß.) des britischen Kolonialreiches. V. s Die erste administrativ Das Hochland

im Königreich Bayern für de Jahr 1884. Ergebnisse der Sparkassenstatistik Norwegens. C gebnisse der Armenstatistik für das Königreich Sachsen. Versamt lung des deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit Stuttgart. Der Verbandstag des Centralverbandes der Haus⸗ städtischen Grundbesitzer⸗Vereine Deutschlands zu Halle. Verha lungen des XI. westfälischen Städtetages zu Iserlohn. Beschlü⸗ des Vereins hessischer Aerzte, die Feuerbestattung betreffend. Protest des Papstes gegen die Leichenverbrennung. Untersuchung der französischen Akademie der Medizin, die Weinfrage betreffend. Versicherung gegen Wasserleitungs⸗ und Kanalisationsschäden. Städtische Miethssteuer und Einkommensteuer zu Berlin. Antr betreffend die Vertretung der Gemeinde bei feierlichen Gelegenhei zu Muͤnchen. Aufnahme einer städtischen Anleihe zu Dresden. Arbeiterwohnungen in Hannover. Handhabung der Lehrlings ziplin in Ziegenhals. Staatswissenschaftliche Literatur. Beilag J. Archiv für Verwaltungsrecht. II. Deutscher Gemeinde⸗, Pol und Schul⸗Anzeiger Nr. 35.

Illustrirte Berliner Wochenschrift „Der (Verlag von Gebrüder Paetel in Berlin W.) Nr. 48. Inh Gedenktage. Thankmar der Sachse, eine Geschichte aus d. zehnten Jahrhundert, von Oskar Schwebel. Feuilleton: Aus Leidenszeit der Stadt Königsberg i. M. Herzogin Anna So von Braunschweig, eine geborene Prinzessin von Brandenburg, C. St n. (mit Porträt); Karl Gutzkow in Berlin, II., von N mann⸗Strela; Neustadt an der Dosse unter Friedrich von Homb mitgetheilt von Dr. C. Jungfer (mit Abb.); Das „Eigenthum“ Zinnaer Abtei auf dem Barnim, von W. Sternbeck (Fortsetzung). Miscellen: Die alten Reihefahrten; Friedrich Wilhelm IV. Meyerbeer; Ein Abenteuer des Prinzen Adalbert und seiner Re begleiter; Deutscher Witz; Friedrich Wilhelm IV. und sein Por Das jubelnde Deutschland am 2.

September (Abb.). Musikalische Jugendpost. (Verlag: P. J. Tonger, Nr. 16. Inhalt: „Aus dem Leben

1 des Sonatinenvaters M Clementi“ von C. Haaß, mit Bild. „Ein Kronprinzliches 3. von A. K. „Einführung in die Oper“

in Erzählungen und lehrenden Unterhaltungen, III. „Die Zauberflöte von W. A. Mozn von Ernst Pasqué, mit 2 Illustrationen von Professor Müller, „Freiconcert im Walde“ von W. Schulte vom Brühl, mit Illusß tion von demselben. „Volksthümliche Liederreigen“ von Peterzt Grönwald. Räthsel. Litteratur. Briefkasten. beilage: Muzio Clementi „Sonatine in C-dur“, für Klavier phraf von Hermann Kipper.

Der Fuhrhalter. Zeitschrift zur Förderung der Gesam Interessen des Fuhrgewerbes, Verkehrs, Sports. Offizielles Q. deutscher Fuhrvereine und amtliches Publikations⸗Organ der 8 werks⸗Berufsgenossenschafts⸗Sektionen. (Berlin C., Fist brücke 14.) Nr. 30. Inhalt: Die Regelung der Hambn Tarnormen. (III. Fortsetzung.) Von den Berufsgenossenscha⸗ Fuhrwerks⸗Berufsgenossenschaft. Etwas über die Pferdezuch Belgien (im Anschluß an die Brüsseler Ausstellung vom 17 21. Juli). Die Straßenbesprengung in Paris. Vereins⸗ richten. Aus dem Rechtsleben. Notizen über Gesellschaften Aus dem Reiche. ꝛc. Feullleton.

Die gefiederte Welt. Zeitschrift für Vogellieble „Züchter und ⸗Händler, herausgegeben von Dr. Karl Ruß (M burg, Creutz'sche Buch⸗ und Musikalienhandlung, R. &. M. Kr. mann). Nr. 34. Inhalt: An die Liebhaber und Züchter fr ländischer Vögel. Zum Vogelschutz: Die Singvögel und diesjährige Sommer. Wissenschaftliche und wirthsch Stubenvogelzüchtung (Fortsetzung). Chinesische Lerchen. das sprechende Dompfaff⸗Weibchen. Ornithologische Spazier⸗ um Coburg (Schluß). Briefliche Mittheilungen. Aus Vereinen: Breslau; Ausstellungen. Anfragen und Auskunt Neue Hülfsmittel der Stubenvogelpflege, ⸗Abrichtung und 3 Ein neuer Vogelgesangskasten. Vom Vogelmarkt. Bücher, Schriftenschau. Anzeigen. Die Beilage enthält: Vom Gek hof: Briefliche Mittheilungen; Brieftauben. Anzeigen.

Isis. Zeitschrift für alle naturwissenschaftlichen Liebhabe⸗ herausgegeben von Dr. Karl Ruß (Magdeburg, Creutz'sche Buch⸗ Musikalienhandlung, R. & M. Kretschmann). Nr. 34. I. Zoologie: Die Florfliege. Seewasser⸗Aquarien im Zimmer Thiere und Pflanzen (mit Abbildungen; Fortsetzung). Ber Einige empfehlenswerthe Orchideen (Fortsetzung). Anleit. Mein Aquarium; Resedazucht im Winter. Nachrichten aut Naturanstalten: Königsberg i. Pr. Vom Thiermarkt. Jag Fischerei. Mancherlei. Reisen und Forschungen. Anr und Au kunft. Briefliche Mittheilungen. Eingegangene verzeichnisse. Anzeigen.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Scholz).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗Anst Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Vier Beilagen

Berlin:

(einschließlich Börsen⸗Beilage).

Schutzgebieten Ost.

Territorium von Angol angelegten Von Dr. H. Polakowskr 3 Vor

Erste

Beilage

Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preuß

M;

Berlin,

Mittwoch, den 1. September

Z8 Cx F In 21 Inserate für den Deutschen Reichs⸗

ʒhs⸗

Preußischen Staats-Anzeigers:

2₰

2

den und Königl. Preuß. Staats⸗Anzeiger und das Central⸗Handels⸗ register nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich

42

22,2

1 Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. .Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vor⸗ ladungen u. dergl.

1 Berlin SW., Wilhelm⸗Straße Nr. 32 2 8

Steckbriefe und Untersuchungs⸗ Sachen.

[27182 Gegen den Philipp Wagner

Steckbrief.

Eschwege, den 19. August 1886. Königliches Amtsgericht. Abtheilung II. Heydenreich, Stellv. Beschreibung: Statur schlank, Haare schwarz, Stirn hoch,

Gesicht länglich, Gesichtsfarbe gesund. deutsch. Besondere Kennzeichen: keine.

Steckbrief. unten beschriebenen

[27209]

Gegen den

licher Mißhandlung verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das

Gerichtsgefängniß zu Potsdam abzuliefern. Potsdam, den 27. August 1886. Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte. Beschreibung: Alter 39 Jahre, Augen Statur mittel, Haare blond.

unten beschriebenen Zimmergesellen agner zu Reichensachsen, welcher sich verborgen hält, soll eine durch Urtheil des König⸗ lichen Schöffengerichts zu Eschwege vom 10. Mai 1886 erkannte Gefängnißstrafe von 6 Wochen voll⸗ 8 streckt werden. Es wird ersucht, denselben zu verhafteen läufigen und in die Strafanstalt zu Wehlheiden abzuliefern.

Alter 20 Jahre, Größe 1,71 m, 5 Bart keinen, Augenbrauen braun, Augen grau, Nase ge⸗ wöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn rund, Sprache

Geg Arbeiter resp. Schiffer August Rosse zu Ketzin, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen gefährlicher körper⸗

blau,

u. s. w. von öffentlichen Papieren.

zuzweigenden. vom A./50 und A/51 des Auszuges aus den vo

lungen

von 76 a 60 qm Martin

an die Häusl

Grundbuche eingetragen werden,

beantragen, aufzuerlegen,

klären, Do 0 MBoFs⸗ 8 . ang; 2

und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlun

des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht ;

Oppeln auf

den 27

Auszug der Klage bekannt gemacht. Oppeln, den 28. August 1886. Mika,

ZMwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. [27186]

„In Sachen der Wittwe des Glasermeisters Fried⸗ rich Sempf, Friederike, geb. Schütte, in Schöningen Klägerin, wider den Kommissionär Andrec s Lichten⸗ berg daselbst, Beklagten, wegen Zulassung der Zwangs⸗ versteigerung, wird, nachdem auf Antrag der Klägerin die Beschlagnahme des dem Beklagten gehörigen, auf Schöninger Feldmark sub Nr. 488 b. am Büdden⸗ 39,65 a

stedter Wege belegenen zum Zwecke der schluß vom 25. tragung diese

Ackerplans zu

Zwangsversteigerung durch es Beschlusses im Grundbuche an steigerung auf

den 6. Dezember 1886, Morgens 9 Uhr,

vor Herzoglichem Amtsgerichte angesetzt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu über⸗

reichen haben. Schöningen, den 27. August 1886 Herzogliches Amtsgerich Reinbeck

11u“”

[27153]⁄ Aufgebot. Die Wittwe Charlotte Hedtke,

2

Vormünderin bestellt ist, sämmtlich vertreten durch den Rechtsanwalt Brink zu Nakel, haben das öffent⸗ liche Aufgebot des Grundstücks Nakel Nr. 541 auf Grund des Gesetzes vom 7. März 1845 und der Allerhöchsten Kabinetsordre vom 9. Mai 1839 1 Nr. 2 beantragt. 1

Das Grundstück liegt auf der Nakler Feldmark E. I, Nr. 20 Kartenblatt 2 Abschnitt 975 und 976, hat einen Flächeninhalt von 2,2140 ha und 7,76 Thaler Reinertrag und sind im Grundbuch als dessen Eigenthumer der Salomon Chaim, der Isaak Alexander, welcher mit seiner Ehefrau Eidel Peisak in Gemeinschaft der Güter lebt, und ee Alexander eingetragen. Sowohl diese Personen, wie auch der Gutsbesitzer Johann Hedtke zu Steinburg die jüdische Korporation der Sy nagogengemeinde zi

Nakel, Schulze Stephan Sonnenberg zu Brücken⸗ kopf als Rechtsnachfolger der eingetragenen Eigen⸗ thümer, wie auch alle sonstigen Eigenthumsprätenden⸗ ten werden aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf das Grundstück spätestens im Termin

am 26. März 1887, Vormittags 11 Uhr anzumelden. Im Falle nicht erfolgender Anmeldung und Bescheinigung des vermeintlichen Widerspruchs⸗ rechtes spätestens im obigen Aufgebotstermme wird der Ausschluß aller bekannten und unbekannten

Eigenthumsprätendenten und die Einnagung der Antragsteller als Eigenthümer des Grondstücke er⸗

folgen.

Nakel, den 18. August 1886. euXuX“

Königliches Amtsgericht.

[27154] Oeffentliche Zustellung.

Der Gastwirth Wilhelm Heymann zu Oppan,

vertreten durch den Rechtsanwalt Cohn zu Oppen,

Juli 1886 verfügt, auch die Ein⸗ Ho dem gedachten Tage erfolgt ist, Termin zur Zwangsver⸗

W t geb. Wegner, und die 10 Kinder des verstorbenen Ehemanns derselben, Grundbesitzers Wilhelm Hedtke, Vornamens Emma, Wilhelm, Anna, Paul, Max, Selma, Johann, Elise, Fritz und Ida, fuͤr welche die Wittwe Hedtke als

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[27191] Auszug. An Königliches Amtsgericht Burgdorf.

b von Seiten

8 K nns B. Blumenthal 2

G Kaufmanns B. Blumenthal zu Hohenhameln

Klägers,

Anwalt: Beitzen I.

den Schneidermeister Heinrich Deyerling, früher zu

Harber, jetzt unbekannten Aufenthalts, Beklagten wegen Forderung,

1 ad 85,39 ℳ.

in dessen Handelsbetriebe die auf Anlage A.

Klageschrift verzeichneten Waaren

angegebenen Zeiten und Preisen.

8 8. C C

K.

M

selbe zur Verhandlung darüber vor das Amtsgericht Burgdorf zu dem vom Herrn Vor⸗ sitzenden anzuberaumenden Termine geladen. Da der Beklagte, wie sich aus Anlage B. ergiebt abwesend, und sein Aufenthaltsort unbekannt ist so wird um Bewilligung der öffentlichen Zustellung gebeten. Im Verhandlungstermin soll beantragt werden: den Beklagten zur Zahlung von 85,39 nebst 6 % Zinsen seit Zustellung der Klage zu ver⸗ urtheilen, auch das Urtheil für vorläufig voll⸗ streckbar zu erklären. Die Anlage C. legitimirt den unterzeichneten An⸗ walt. Hildesheim, den 16. August 1886. gez. Beitzen I., Rechtsanwalt. Die öffentliche Zustellung wird bewilligt. 5 ermin zur Verhandlung auf 1 Dienstag, den 12. Oktober 1886, Vormittags 9 Uhr. Burgdorf, den 21. August 1886. Königliches Amtsgericht. gez. Freydanck. Beglaubigt: (L. S.) (Unterschrift), Sekretär, Gerichtsschreiber Königlichen Amtsgerichts Burgdorf, Abtheilung I. [27212] Beschluß. „Auf Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft hierselbst vom 12. August 1886 und in Folge Re⸗ quisitionsschreibens des Königlichen Gerichts der 16. Division zu Trier vom 8. Juli 1886, wonach der Musketier Jakob Adorff der CFompagni der Muske 8 8 ff der 4. Compagnie 7. Rheinischen Infanterie⸗Regiments Nr. 69, geboren am 23. Oktober 1863 zu Plaidt, Kreis Mapen katholisch, Viehwärter, entwichen und gegen welchen wegen Fahnenflucht die Kontumazial⸗Untersuchung anhängig ist, wird das im Deutschen Reiche befind⸗ liche Vermögen des ꝛc. Adorff zur Deckung der den⸗ selben möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe und Kosten bis zum Betrage von 3100 (Dreitausend⸗ einhundert) Mark gegen denselben für den Fiskus mit Beschlag belegt. 1 Dieser Beschluß ist nur durch Reichs⸗Anzeiger zu veröffentlichen. Kovlenz, den 21. August 1886.

den Deutschen

lagt gegen 1) den Häusler Thomas Lissowski und dessen Ehefrau Marianna Lissowski, geb. Giesa, 2) den Häusler Martin Kurtz und dessen Ehe⸗ frau Hedwig Kurtz, geb. Hilla, sämmtlich früher zu Luboschütz, jetzt unbe⸗ kannten Aufenthalts, .““ wegen Auflassung beziehungsweise Entgegennahme der Auflassung bezüglich der Grundstücksparzelle aus Nr. 37 Luboschütz, in dem Auszuge aus den vor⸗ läufigen Grundsteuerfortschreibungsverhandlungen und dem denselben annektirten Situationsplane mit A./50, A/51 bezeichnet, im Flächeninhalte von 76a 60 qgm, auf Grund der notariellen Verträge vom 10. März 1874 und 26. Januar 1878 mit dem Antrage:

Königliches Landgericht, Ferienkammer.

gez. Spascken. Niemeyer. Scheerbarth Für die Richtigkeit der Ausfertigung: Koblenz, den 23. August 1886.

S.) Dehmen,

(L. * Gerichtsschreiber des Kaniglichen Landgerichts

07211] vPeheügh Auf Antrag der Königlichen hieselbst vom 12. August 1886 und in zwaltschaft

Staa.

Oeffentlicher

3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc K Mo Sr2† 2 3 2 .Verloosung, Kraftloserklärung, Zinszahlung

1) die Beklagten Lissowski'schen Eheleute zu ver⸗ urtheilen, vor dem Königlichen Amtsgericht zu Oppeln die Erklärung abzugeben, daß sie die von ihrem Grundstücke Nr. 37 Luboschütz ab⸗

n. durch notariellen Kaufvertrag

10. März 1874 verkauften Parzellen

Grundsteuerfortschreibungsverhand⸗

M und Hedwig Kurtz'schen Eheleute früher zu Luboschütz, jetzt unbekannten Auf⸗ enthalts, auflassen und darein willigen, daß diese als Eigenthümer dieser Parzellen im

2) die Beklagten Kurtz'schen Eheleute zu verur⸗ theilen, daß diese vor dem Königlichen Amts gericht zu Oppeln die Erklärung abgegeben, daß sie die von den Lissowski'schen Eheleuten bewilligte, sub 1 näher bezeichnete Eintragung

3) den Beklagten die Kosten des Rechtsstreits

4) das Urtel für vorläufig vollstreckbar zu er⸗

E 2;„ . 27. Oktober 1886, Vormittags 10 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser

Klageschrift nebst Antrag auf öffentliche Zustellung

Der Beklagte kaufte und empfing von dem Kläger ZFe zu den daselbst

„Da Beklagter trotz öfterer Mahnung Zahlung nicht geleistet hat, so wird Klage erhoben und der⸗ Königliche

4. Bezirk gewählt.

zeiger. Industrielle Etablissements Fabriken 81 n.Großhandet. 8 8 1 Verschiedene Bekanntmachungen. Literarische Anzeigen. 8. Theater⸗Anzeigen. 1 In der Börsen⸗ Familien⸗Nachrichten.

Inserate nehmen an: die Annoncen⸗Expeditionen des „Invalidendank“, Nudolf Mosse, Hagsenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen⸗Bureaux.

2

Beilage. 85

entwichen und gegen welchen wegen Fahnenflucht die Kontumazial⸗Untersuchung anhängig ist wird das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des 8 4 iche Vermöge 8 RBronz: 2 4 oe Pagos zur M 82 8 ogen des Bronze⸗S acke, 35 Ig NMNg 9225 ö“ denselben möglicherweise MenzerSchlacke, 3500 kg Metallstaub, 3500 kg ref den höchsten Ge dstrafe und Koste bis 1 27 Mesfmg hj o 1“ afe und Kosten bis zum sollen in öffentlicher Submissi 1 bea r⸗ 1100 e e. Mark den verkauf .“ gege ben für den Fiskus mit Beschlag bele I“

9 Dieser Beschluß ist nur durch den Deutsches Frecr. ist ein Termin auf Montag, den 6. Sep⸗ Anzeiger zu veröffentlichen. 8 er cr., Vormittags 10 Uhr, anberaumt

Foübiee ver nrellchen; 1889. elchem Offerten mit der Aufschrift „Submission Königliches Landgericht, Ferienkammer.

f Apfzsl“* s ; 7 8 versehen einzurefchen sind 1 7 8 2* * * 5

IIxv I8Z11I1“ Die Bedingungen liegen im diesseitigen Büre

Pne die Rücrnlsgent die Nezerae cheerbarth. zur Einsicht aus. Die darin näher .“ v chligte Ausfertigung: Probe gege ins F -r

Koblen, 1“ Proben werden nur gegen Einsendung des dafür aus⸗ C 9 Dahmen,

geworfenen Betrages abgegeben. 8⸗ Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts Direktion der Geschüt⸗Gießerei. [27185] [27199]

In der Strafsache gegen den Heinrich Friedri Cene8 üe August he gege! nrich Friedrich Sonnabend, den 11. Septembe 86 August Römbke, wegen Verletzung der Wehrp 1 I“X“ wird, da der ꝛc Römbke beschuldigt kier. Msesa soll EE““ 1 18ss bei Hannover bezw. in Deutschland als Wehr⸗ Eskadron 1haseeta enngäegt pllichtiger in der Absicht, sich dem Eintritte in den Glase Hten i Dienst des stehend 1. - itte in den Glaserarbeiten mit Materialliefe in öffentli Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu ent⸗ Submisst ee“ g ziehen, ohne Erlaubniß entweder das Landesgebiet v werden. Anschlag 1418,91 u es ssf t erreichtem militärpflichtigen Alter Bureau der v ““ 8n 8 8 98 4 1 1 hele Verwec ung einzusehe sch c serdeht des Bundergebtes grügehelteln Setsbam, e 35 v“ haben, Vergehen gegen §. 1401 St. G. B., welches Königliche Garnis mit Geldstrafe bis zu 3000 oder Gefängniß von hsx“ einem Monat bis zu einem Jahre bedroht ist; Angeschuldigte im Sinne des §. 318 der Strafprozeßordnung als abwesend anzusehen ist, da V mithin eine Hauptverhandlung gegen denselben statt⸗ finden kann, auf Grund der §§. 480, 325 und 326 der Strafprozeßordnung zur Deckung der den Ange⸗ 8 2 9 23 18 s 3 7 8 schuldigten möglicherweise treffenden höchsten Geld⸗

1500 kg Bleireduktionsschlacke, 6500 kg Bronze⸗

Krätzmetall, 5000 kg gestampfte und geziebte

er

[27061] Eiseubahn⸗Direktionsbezirk Magdeburg. Königliches Eisenbahn⸗Betriebsamt

Berlin⸗Magdeburg. Die zum Erweiterungsbat 4 s die zur Erweiterungsbau der Hauptwerkstatt in Vassth Fift gst r Erd⸗, Maurer⸗-⸗, Steinmetz⸗ . 5 (a „8 MNorf 1“ un Asphe rbeite solle 1 vornobßo 9 8 . schafe Reichek Kosten des Verfahrens das im Deut⸗ h die vieebeitan eäben T1“ schen eiche befindliche Vermögen des Angeschuldigten Bedi ͤdb“ n eh b Bedingungen und das betreffende Preisverzeichniß Hannover, den 23. August 1886. gegen kostenfreie Einsendung von 50 von unserem Känioltches Landgericht Ferien⸗Straframmer 1. CCö Genz, Potsdamer Platz 4/6, bezogen ges v. WüttTn Meibo: br. g Ausgefertigt Hannover, den 24. Aani 4886 Bietungslustige wollen ihre Angebote, nach An⸗ b (ee. (itrnerschrift), b 88, erkennung der besonderen und allgemeinen Bedingun⸗ Gerichtsschreiber Königlichen Landgerichts gen, mit der Aufschrift versehen: „Angebot auf Maurer⸗ ötssch ꝛc. Arbeiten für die Hauptwerkstatt in Potsdam“ bis zum 8. September d. J., Vormi 8 r, Sez F.⸗, ittags 11 an uns einreichen. 8 Senn

mx.

Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. Pferde⸗Verkauf.

[2654333 Am Montag, den 20. September 1886 Vormittag von 8 Uhr ab, sollen auf dem Pa⸗ radeplatze in Schwedt Oder circa 35 ausrangirte Königliche Dienstpferde öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. 1. Bveütenhurgih Dragoner⸗Regiment Nr. 2.

[27200] 3 Umbau des Bahnhofs Bremen. Zum Bau des Lokomotivschuppens i 1 He L Soln PllDʒ uU ens in Walle sollen öffentlich vergeben werden: . * grI. Imn 5 Loos 1) Herstellung des Fußbodens aus Cement⸗ 9) beton, 22* 8 des Pappdaches 3) Maler⸗Arbeiten, 4) Glaser⸗Arbeiten.

Eisenbahn⸗Direktionsb irk A ö d ö Altona. den 11. September 1886,

Die Liefe schung. Vormittags4

Die Lieferung von rund 67 t gußeisernen Röhren Verdi sanschl ;

von 0,30 m und 0,50 m Durchmesser zu Rohrdurch 50 3 v“ 1 C“

shne für die Neubaustrecke Neustadt a. D. Meyen⸗ für den Bahnhofs⸗Umbau 6 he en

1 88 F. 1 8 3 n U* 8 51 .

vurge Landesgrenze soll im Wege der öffentlichen Bremen, den 28. August 1886

usschreibung (den in Nr. 176 des Reichs⸗Anzeigers Königliches Eisenbahn⸗Betriebs⸗A

vom 30. Juli 1885 bekannt gemachten Bedingungen 8

u. s. w. gemäß) vergeben werden. Am 8

Mittwoch, den 15. September d. J.

1 Vormittags 11 Uhr,

5 8 X 1 5 1 7

sollen im Bau⸗Bureau, Invalidenstr. 52 hierselbst,

die bis zu diesem Termine portofrei eingegangenen,

versiegelten und mit der Aufschrift „Lieferung von

gußeisernen Röhren für die Neubaustrecke Neustadt

a. D. Meyenburg-—Landesgrenze“ versehenen An⸗

gebote eröffnet werden. Die Bedingungen und Ver⸗

dingungsanschläge liegen bei dem diesseitigen Bureau⸗

vorsteher im vorgenannten Gebäude, Zimmer 27,

während der Bureaustunden von 8 bis 3 Uhr zur

Einsicht aus oder können gegen Einsendung von 1

25 von demselben bezogen werden.

V Zuschlagsfrist beträgt 6 Wochen.

[25443] Ausschreibung der Lieferung der für die hiesigen Königlichen Straf

Shö den Zeitraum vom 1. Oktober 18 bis 31. März 1887 erforderlichen 180 000 kg Kar⸗ S 5 1 Kar⸗ toffeln. u 1 Der vorstehenden Ausschreibung werden die von dem Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten auf⸗ Bedingungen für die Bewerbungen um

Arbeiten und Lieferungen vom 17. Juli 1885 2 . .Juli 1885 zu Grunde gelegt. 8. welche

Die Eröffnung der Angebote, Ueberschrift:

„Angebot für Lieferung von Kartoff eln“ versehen sein müssen, erfolgt am 15. Septem⸗ bes er., Vormittags 10 Uhr.

Ende der Zuschlagsfrist am 30. Sept ember, Nach⸗ I hlagsfrist am 30. Sept ember, Nach 8 Die Bedingungen liegen im Epekretariat Männer⸗Strafanstalt zur Einsicht o’ffen und daselbst für eine Mark verabfolgt.

Köln, den 14. August 1886. Direction der Königl. Straf⸗ v nd Corrections Anstalten.

mit der

Die Berlin, den 25. August 1886. Königliches Eisenbahn⸗Betriebs⸗Amt.

der

[25004] Bekanntmachung. werden

4..s 9 SSIr z; ; S

Die in der Geschütz⸗Gießerei zu Spandau vor⸗ handenen Material⸗Abgänge, als:

ca. 3600 kg Krätzblei, 2500 kg 300 kg Eisenzinklegirung, 1200

Hartbleiasche, kg Krätzzink,

Berufs⸗Genossenschaften. 1 Norddeutsche Edel⸗ und Unedelmetall Industrie⸗Berufsgerossenschaft

Gemäß §. 31 d Section V. Hannover.

emäß §. 31 des Statuts zeigen wir hierdurch an, daß wir Herrn J. C. F. Kieser in H Stolle 8 8 9 DdB Herrn JI. C. F. Kieser

an Stelle des Herrn Aug. F. Richter in Hamburg zum stellvertretenden bE1X“X“

[27197]

Hannover, den 28. August 1886. Der Vorstand. F. G. Rühmkorff.

Verschiedene Bekanntmachungen.

Bekanntmachung.

Am Donnerstag, den 2. September d. J. (Sedanfeier), bleibt die

. cF28 quistionsschreibens des Königlichen Gerichteé-Re⸗ 16. Hivision zu Trier vom 31. Juli 1886, woneck. der Nusketier Franz Pages der 5. Compagnie 3. Rhönischen Infanterie⸗Regiments Nr. 29, geboren am 7. Närz 1862 zu Koblenz, katholisch, Bau⸗Eleve,

.“

Börse geschlossen. Berlin, den 23. August 1886. se gesch ss

Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.