1886 / 209 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 06 Sep 1886 18:00:01 GMT) scan diff

blikums auf sich zu lenken. XIöä und

aare angeblich mit jedem

die Aufmerksamkeit des russischen In Messina Isalt, nen Sesamtcg

urzwaarengeschä ie deutsche 2 e ang b Fabr⸗ neue Erlge Den sogen. „Pariser Artikeln“ sollen . die „Berliner Artikel“ erfolgreich Korkurrenz machen. 82 Nachfrage finden daselbst angeblich die aus Deutschland v en vergoldeten oder schwarzen Rahmen; ferner sollen von deutschen Importartikeln an Bedeutung gewinnen: Seifen und Parfümerien, Dampf⸗ undhpdraulische Maschinen, Eisen und Eisenwaaren. Eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz soll der deutschen Rhederei daselbst durch schwedische g82 norwegische Schiffe erwachsen, welche frůüher fast Knssch 82 lich Stockfischladungen dorthin brachten, ihren Betrieb jedoch allmäh⸗ lich auch auf den Transport von Industrieerzeugnissen ausdehnen. Der Staat Guanajuato (Mexiko) soll für kandwirtschaft⸗ kiche Geräthe und Maschinen für die nächsten Jahre ein guter Abnehmer sein. Den betreffenden Fabrikanten, welche Geschäfte dorthin zu machen wünschen, wird indessen gerathen, sich vorher über die Be⸗ dürfnisse des Landes genau zu unterrichten, um die der Bodenkultur dienenden Geräthschaften und Maschinen den dortigen Verhältnissen entsprechend konstruiren bezw. abändern zu können. Amerikanische Fiumen sollen auf ihre Kosten verschiedene Maschinen nach ssaen einer Hacienda schicken und durch ihre mitgesandten Arbeiter in Betrie setzen lassen, um den Gutsbesitzern die Vortheile der Anschaffung klar zu machen. Nach einem Bericht aus Tepie (Mexiko) befindet sich die Bevölkerung des dortigen Territoriums augenblicklich in gedrückter Lage. Zahlungseinstellungen sollen an der Tagesordnung sein. 88 Von Smyrna aus wird der deutschen G eschäftswelt behufs Erweiterung des Absatzgebietes für die daselbst bereits eingeführten Industrieartikel empfohlen, auf die Bestellung eines erfahre⸗ nen, zuverlässigen Vertreters Bedacht zu nehmen, welchem nach dem dortigen Platzgebrauch beim Mangel größerer Importhäuser der direkte Verkehr mit den Abnehmern, die ndigaa der Waaren an die letzteren und die Einziehung der Gelder zu übertragen sein würden. Aus Amasia (Kleinasien) wird wegen des täglich sich fühlbarer machenden Geldmangels und in Anbetracht, daß, um Ver⸗ käufe zu ermöglichen, Kredite von 4 bis 6 Monaten bewilligt werden müssen, deutschen Exporteuren abgerathen, direkte Verbin⸗ dungen mit Anatolien anzuknüpfen. In Rotterdam soll neuerdings ein hydraulischer Kohlentip fertiggestellt worden sein, welcher es ermöglicht, an einem Tage 1000 bis 1500 t Kohle direkt von den Bahngeleisen in das Schiff überzuführen. Es steht hiernach zu erwarten, daß deutsche Zechen mehr als bisher den daselbst nicht unbeträchtlichen verfügbaren Schiffs⸗ raum sich zu Nutze machen und die Ausfuhr namentlich westfälischer Kohle auch nach überseeischen Ländern ins Werk setzen werden. Großes Interesse dürften die Ausfüh⸗ rungen bieten, welche der Bericht der britischen Kommission zur Untersuchung der gegenwärtigen Handelsstockung in Bezug auf die Lage der Eisen⸗ und Stahlindustrie in Groß⸗ britannien enthält. Es wird darin vor Allem auf die zunehmende Konkurrenz Deutschlands auf dem Weltmarkt hinge⸗ wiesen und anerkannt, daß die deutschen Fabrikate den englischen an Güte nicht nachstehen In Schwed en soll Ende v. J. die Bestimmung aufgehoben worden sein, wonach Ausländer, welche während der Fangzeit den Ankauf frischen Herings betreiben wollen, hierzu die besondere Genehmigung der Regierung nachzusuchen haben. Aus den Italienischen Häfen soll, wie dem „Handelsarchiv“ aus Livorno geschrieben wird, in Folge der Nichterneuerung des Französisch⸗ Italienischen Schiffahrtsvertrages die Französische Flagge bei⸗ nahe gänzlich verschwundensein. Für deutsche Rhedereien dürfte sich jetzt daher selbst Beschäftigung bieten. Namentlich dürfte auch das bedeutende Quantum amerikanischen Tabacks, welches der italienischen Regierung angeblich in nächster Zeit kontraktmäßig zu liefern ist, den deutschen in amerikanischen Häfen weilenden Segelschiffen Gelegenheit geben, den Transport dieser Lieferungen zu bewerkstelligen. Deutschen Interessenten, besonders Fabri⸗ kanten, sei es, daß dieselben Verbindungen mit Venezuela schon besitzen oder solche noch anzuknüpfen suchen, soll Vorsicht bei Aus⸗ führung oder Anbahnung von Geschäften dringend anzu⸗ rathen sein. Empfohlen wird, sich der Vermittelung der in Ham⸗ burg, Paris und Manchester bestehenden Zweighäufer venezuelanischer Etablissements oder Kommissionsgeschäfte zu bedienen, oder aber ent⸗ weder selbst oder durch Vertrauenspersonen an Ort und Stelle die erforderlichen Informationen einzuziehen, ehe direkte kommerzielle Beziehungen mit diesem Lande angeknüpft werden. Die Entsendung einfacher Geschäftsreisender soll sich nicht ohne Weiteres befürworten lassen.

Auf dem gestrigen Börsentage der brandenburgischen Konsumvereine im Restaurant entwickelte sich ein recht reges Geschäft. Der Gesammtumsatz betrug 50 000 ℳ, 20 Liefe⸗ ranten Hhatt sich in ihn zu theilen. Es wurden umgesetzt: 57 Ballen Kaffee, 200 Centner Zucker, 30 000 Cigarren, 100 Faß Petroleum, 50 To. Butter, 20 To. Heringe, 50 Sack Salz, 10 Oxhoft Essig, diverse Posten Hülsenfrüchte, Schmalz, Stärke, Lichte u. dergl. Von aus⸗ wärtigen Vereinen waren Luckenwalde, Bernau, Spandau und Zinna vertreten. Am Schluß sand eine Konferenz statt behufs Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten.

Schwedt, 4. September. (W. T. B.) Der Aufsichtsrath der Angermünde⸗Schwedter Bahn hat beschlossen, den von der Staatsregierung angebotenen Kaufpreis der Generalversammlung zur Genehmigung zu empfehlen. Ueber einzelne Vertragsbestimmungen bleibt eine kommissarische Berathung noch vorbehalten.

Nordhausen, 5. September. (W. T. B.) Der Aufsichtsrath der Nordhausen⸗Exrfurter Bahn erachtet den von der Staats⸗ regierung angebotenen Kaufpreis für nicht genügend und hat zwecks weiterer Verhandlungen mit der Regierung eine aus den Direktions⸗ mitgliedern und 4 Mitgliedern des Aufsichtsraths bestehende Kom⸗ mission ernannt.

Nürnberg, 4. September. (Hopfenmarktbericht von Leopold Held.) Die heutige Markthopfenzufuhr betrug 300 Ballen, außerdem kamen noch einige Hundert Säcke Württemberger, Badische und Polen. Die Markthopfen wurden bei ruhig fester Tendenz zu den letzten Preisen, nämlich zu 50 60 für Mittelwaare und 60 bis 70 für schöne sämmtlich verkauft, während die auswärtigen Sorten, weil meistens gegenüber den Markthopfen zu hoch im Preise gehalten, langsomer abgingen, doch waren auch für diese die Preise unverändert. Auswärtige Mittelhopfen liegen ziemlich viel hier sind aber nicht beliebt, Prima dagegen stehen in guter Frage. Es kosten beste Hallertauer, Württemberger und Badische bis zu 90 und 100 ℳ, Mittel 60 70

Glasgow, 4. September. (W. T. B.) Die Vorräthe von

Roheisen in den Stores belaufen sich auf 816 636 Tons gegen 618 995 Tons im vorigen Jahre. Zahl der im Betrieb defindlichen Hochöfen 82 gegen 89 im vorigen Jahre. New⸗York, 4. September. (W. T. B.) Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 9 208 751 Doll., davon 2 936 964 Doll. für Stoffe. Der Werth der Einfuhr in der Vorwoche betrug 8 555 320 Doll., davon 2 857 789 Doll. für Stoffe.

Buenos⸗Aires, 5. September. (W. T. B.) Während des Monats August sind hier 33 Dampfer mit 6621 Ein⸗ wanderern eingetroffen. Die Zolleinnahmen betrugen während vesselben Tacnats 2 029 000 Piaster für Buenos⸗Aüres und 406 000

rio.

Submissionen im Auslande.

Belgien. '1) 24. September, Mittags. Provinzial⸗Gouvernements⸗Gebäude u Lüttich. Bau einer festen Brücke über die kanalisirte Sambre zu Farciennes. Voranschlag 24 500 Fr. Kaution 1200 Fr. Lastenheft Nr. 83 bei der Administration des ponts et chaussées, rue de Louvain Nr

Provinzial⸗Gouverne⸗ Brücke zu Lindekens, 21 125 Fr. Kaution

Provinzial⸗Gouverne⸗ und Quai. Reparaturen 20 000 Fr., Kaution

N 8 2) 25. September, 10 ½ Uhr Vormittags. ments⸗Gebäude zu Gent. Wiederaufbau der über den Perduann- der Lys. Voranschlag

1000 Fr. Lastenheft Nr. 85 wie ad 3) 25. September, 10 Uhr Vormittags. ments⸗Gebäude zu Brügge. Große Damm⸗ im Hafen von Blankenberghe. Voranschlag

1000 Fr. Lastenheft Nr. 86 wie ad 1. 8 49 27. Mittags. Provinzial⸗Gouvernements⸗Gebäude

zu Antwerpen. Verbesserungsarbeiten an der unteren Schelde, unter⸗ halb der Guillaume⸗Brücke bei Gentbrugge. Voranschlag 309 475 Fr., Kaution 15 000 Fr. Lastenheft Nr. 72 wie ad

Verkehrs⸗Anstalten.

amburg, 4. September. (W. T. B.) Der Postdampfer Sarig⸗ 8. Hamburg⸗Amerikanischen Packetfahrt⸗ Aktiengesellschaft ist, von Westindien kommend, heute in Havre, und der Postdampfer „Gellert“ derselben Gesellschaft, von Hamburg kommend, heute Vormittag 10 Uhr in New⸗Pork ein⸗

(W. T. B.) Der Postdampfer⸗Rugia⸗

6. September. fe. 1 b A i tfahrt⸗Aktiengesell⸗ der Hamburg⸗Amerikanischen Packetf h 1gebatb

schaft ist, von New⸗York kommend, gestern Abend in eingetroffen.

Sanitätswesen und Quarantänewesen.

Oesterreich⸗Ungarn.

Die Königlich ungarische Seebehörde zu Fiume hat mittelst Verfügung vom 30. August 1886 die Provenienzen aus Gradac einer siebentägigen Quarantäne unterworfen.

Türkei.

Zur Sicherung der regelmäßigen Handhabung der bestehenden Quarantäne⸗Verordnungen ist beschlossen worden, die Verkehrserlaubniß für Provenienzen aus 11.“.“ Meere ausschließlich im Hafen⸗ amte in Cavak zu ertheilen.

Demgemäß werden alle aus dem Schwarzen Meere bei Nacht ankommenden Fahrzeuge ohne Rücksicht auf ihre Provenienz, und die⸗ jenigen Schiffe, welche bei Tage aus Orten ankommen, deren Pro⸗ venienzen der Quarantäne unterworfen sind, sobald sie versuchen sollten, den Gesundheitscordon zu durchbrechen, ohne die Verkehrs⸗ erlaubniß im Hafenamt zu Cavak eingeholt zu haben, durch einen blinden Kanonenschuß zum Halten aufgefordert werden. Wenn sie dieser Aufforderung nicht Folge leisten setzen sie sich dem Feuer der Batterien aus. 1“

1“

Berlin, 6. September 1886.

Köln, 6. September. (Tel.) Die Post aus London vom 5. September Morgens hat in Verviers durch Zug⸗ verspätung in Belgien, in Folge verspäteter Landung des Schiffes von Dover, den Anschluß an den Zug nach Köln nicht erreicht. . 1

Hamburg, im September. In Gemäßheit der von Sr. Excellenz dem Hrn. Chef der Kaiserlichen Admiralität unterm 2. Dezember 1875 erlassenen Instruktion für die Deutsche Seewarte, §. 2 unter 4, wird in Hamburg auf der, der Leitung der dortigen Sternwarte, unter⸗ stellten Abtheilung IV der Seewarte (Chronometer⸗Prüfungsinstitut) in der Zeit vom 4. Oktober 1886 bis 15. April 1887 die zehnte der alljährlich zu veranstaltenden Konkurrenz⸗Prüfungen von Marine⸗ chronometern abgehalten werden, zu welcher es jedem im Gebiete des Deutschen Reiches, sowie der Schweiz, etablirten Uhrmacher freistehen wird, bis zu sechs von ihm angefertigte Marine⸗Chronometer unter Beachtung der nachstehenden Bedingungen und Tragung der Transport⸗ kosten sowie der Verantwortung einzusenden.

Die Chronometer werden innerhalb dieses Zeitraums im Ganzen 180 Tage hindurch in den zu diesem Zwecke im Gebäude der Abtheilung IV besonders eingerichteten Räumlichkeiten, in 10 tägi⸗ gen Intervallen wiederholt successive verschiedenen Temperaturen von etwa 5 bis 30 Grad der hunderttheiligen Skala ausgesetzt werden, und wird ihr Verhalten, mit Bezug auf die sich dabei etwa heraus⸗ stellenden Unregelmäßigkeiten im Gange, sorgfältigst beobachtet werden.

Nach beendigter Prüfung werden die Chronometer ihrer Güte nach so geordnet werden, daß dasjenige Chronometer, bei welchem der Unterschied zwischen dem größten und kleinsten 10 tägigen Gange (Betrag A vergleiche den Bericht über die Konkurrenz⸗Prüfung von Marine⸗Chronometern, abgehalten auf der Deutschen Seewarte im Jahre 1877. Annalen der Hydrographie ꝛc. 1878, Heft II) plus dem doppelten Betrage der größten Schwankung im 10tägigen Gange von einem Intervall zum folgenden (Betrag B) ein Minimum ist, den ersten Rang in der zu veröffentlichenden Prüfungsliste einnimmt, und die anderen Chronometer nach der Zunahme der Summe dieser beiden numerischen Größen nachfolgen.

Einer Verfügung der Kaiserlichen Admiralität vom 23. Juli 1884 zufolge wird auch in diesem Jahre eine Prämiirung von Chronometern stattfinden, an welcher die bei der Seewarte zu Hamburg sowie die bei dem Kaiserlichen Observatorium zu Wilhelms⸗ aven geprüften Instrumente nach den bei der Prüfung in einem dieser Institute erzielten Resultaten in der Weise theilnehmen, daß das in der Liste die erste Stelle einnehmende Chronometer, jedoch unter der Bedingung, daß der Betrag von A + 2B den Werth von 35 Sekunden nicht erreicht, eine Prämie von 600 ℳ, das die zweite Stelle einnehmende eine Prämie von 500 ℳ, die vier folgenden Instrumente Prämien von je 300 erhalten.

Sind die zur Prämiirung vorzuschlagenden Chronometer bereits ein⸗ oder zweimal durch die Seewarte oder eines der beiden Marine⸗ Chronometer⸗Observatorien in Kiel und Wilhelmshaven geprüft wor⸗ den, so ermäßigen sich die Prämien in der aus nachstehender Tabelle ersichtlichen Weise:

Betrag der Prämien für ddie die nächsten vier Stellen in der Liste einnehmenden

Chronometer je

das die zweite Stelle in der Liste einnehmende Chronometer

das die serste Stelle in der Liste einnehmende Chronometer

600 400

500 300 . 300 200 ““ . 200 1860 1009

EFiinn und dasselbe Chronometer kann in derselben Klasse nur einmal prämiirt werden. Den einzusendenden Instrumenten ist beizu⸗ fügen eine genaue Angabe über die Zeit EEE1 die Art der Kompensation und der Hemmung unter Beigabe einer dieselben erläuternden Skizze, sowie die Zeit der letzten Reinigung, da nur Uhren, welche innerhalb eines Jahres vor Beginn der Prüfung ge⸗ reinigt wurden, bei der Prämiirung berücksichtigt werden können. Bezüglich des Ankaufs von Chronometern behält sich die Kaiser⸗ liche Admiralität die freie Wahl vor, wird aber für jedes in ihren Besitz übergehende Instrument neben der auf dasselbe entfallenden Prämie noch 600 zahlen.

Nach Beendigung der Prüfung wird einem jeden Fabrikanten ein von der Direktion der Seewarte unterzeichnetes und mit dem Dienst⸗ siegel versehenes Attest über das Verhalten der von ihm der See⸗

hrenfrei zugestellt werden.

Bei der 4. Prüfung.

Ueber die Resultate der Konkurrenz⸗ rũüfung werden eingehende Berichte in den „Annalen der ydrographie ꝛc.“ veröffentlicht, und werden jedem Fabrikanten, welcher sich an derselben betheiligt hat, Exemplare dieser Berichte zugestellt werden, sowie letztere selbst auch sonst noch in geeigneter Weise in den sich dafür interessirenden fach⸗ wissenschaftlichen Kreisen Verbreitung finden werden.

Anmeldungen von Chronometern oder sonstige, auf selbst bezügliche Anfragen sind entweder an die Direktion der See⸗ warte oder an den Direktor der Hamburger Sternwarte, Hrn. G. Rümker, als Vorstand der Abtheilung IV der Seewarte, zu adressiren. Der Anmeldung muß der Name des Fabrikanten, welcher die Chrono⸗ meter konstruirt ba⸗ sanhe die Zahl und die Nummer der einzelnen

ronometer beigefügt werden. . Es wird gebeten, die Anmeldungen baldmöglichst zu machen und die Chronometer spätestens Ende September einzusenden; Chronometer, welche nach dem 2. Oktober zu den genannten Instituten gelangen, können nicht mehr zur Konkurrenz⸗Prüfung zugelassen werden.

Die Chronometer⸗Sendungen sind direkt an die „Sternwarte heseng. zu adressiren. Bei Sendungen aus dem Innern Deutsch⸗ ands würde es sich empfehlen, die Chronometer, nach zuvor ein⸗ geholter Genehmigung der betreffenden Kaiserlichen Postdirektion, an den Eisenbahnstationen den den Post⸗Waggon begleitenden. Post⸗ beamten zur besonderen Fürsorge direkt zu üͤbergeben, und wird ein Beamter der Seewarte die Uhren, falls der Zug, mit dem sie ein⸗ treffen, mit Bestimmtheit angegeben werden kann, zu Hamburg am

Bahnhofe in Empfang nehmen. 8 abnchef Post werden die folgenden Vorsichts⸗

Ser maßregeln in Vorschlag gebracht: . B 1 Man 88 Unruhe durch Unterschieben von Korkstückchen oder Papierstreifen fest, so daß jede Bewegung verhindert wird.

II. Man befestige die Kompaß⸗Aufhängung durch Einschieben des Befestigungsarmes oder auf irgend eine andere fest und sicher er⸗ scheinende Weise. 8

III. Man fülle den ganzen Raum zwischen dem Uhrgehäuse und dem hölzernen Kasten mit trockenem, staubfreiem Werg oder mit Papierschnitzeln oder anderem weichen Material aus, wegung des Chronometers zu verhindern. 1u“

IV. Der geschlossene Chronometerkasten ist in einem Weidenkorb oder einem etwas elastischen Kasten in einer großen Menge weichen Materials zu verpacken.

V. Zwei Chronometer können doch so, daß jeder Kontakt zwischen ihnen durch Füllmaterial, oder Werg, vermieden wird. 8

Die bei Gelegenheit der bisherigen Konkurrenz⸗Prüfungen ge⸗ machten Erfahrungen veranlassen die Direktion, diese Maßregeln der Berücksichtigung der einzelnen bei der Konkurrenz Betheiligten ange⸗ legentlich zu empfehlen. 1

Ueber den Eingang der Chronometer wird dem Absender eine von dem Abtheilungsvorstand unterzeichnete Bescheinigung zugestellt wer⸗ den, und erfolgt die Aushändigung der Chronometer nach beendigter Prüfung gegen Rückgabe dieses Scheins. Sollte es von auswärtigen Ührmachern gewünscht werden, so können ihnen die Chronometer mit⸗ telst der Post, in der angegebenen Weise verpackt, wieder zugestellt werden; die Unkosten der Verpackung werden alsdann mittelst Post⸗ nachnahme erhoben, doch wird für etwaige Beschädigung keine Ver⸗ antwortlichkeit übernommen.

Die Wiedereinführung der Chronometer in das Zollvereinsgebiet erfolgt zollfrei und werden dieselben einer zollamtlichen Revision nicht unterliegen. 3 G

Eine Versicherung der Chronometer gegen Feuersgefahr erfolgt nicht, so daß keinerlei Ersatz für Feuerschaden während der Dauer der Konkurrenz⸗Prüfung geleistet wird.

in einem Korb verpackt werden Stroh

Die Chronometer, welche von den Fabrikanten dem deüsenihe sscüg einschl. der Großh.

Observatorium zu Wilhelmshaven eingesandt werden, werden in der⸗ selben Weise wie die auf der Seewarte geprüft und gelten für Ein⸗ resp. Rücksendung ꝛc. dieser Chronometer die vorstehenden Vorschriften gleichfalls. Ebenso wird, wie auf der Seewarte, über jedes im Kaiser⸗ lichen Observatorium geprüfte Chronometer, von dem dortigen Vor⸗ stande ein mit Dienstsiegel versehenes Prüfungsattest kostenfrei aus⸗ gestellt. Die Direktion der Seewarte. Dr. Neumayer.

Das Eisenbahn⸗Regiment ist heute per Militärbahn zu einer größeren technischen Uebung, verbunden mit Bivouak, nach Klausdorf abgerückt. Die Rückkehr wird am 8. d. M. Abends er⸗ folgen. 8

München, 6. September. (W. T. B.). In vergangener Mitternacht brach in dem von zahlreichen Gefangenen besetzten Zuchthause in der Vorstadt Au ein bedeutendes Feuer aus, durc welches der Dachstuhl und die Kirche der Anstalt vollständig zerstör wurden. Die Ursache der Entstehung des Feuers ist nicht bekannt Verunglückt ist Niemand.

London, 3. September. (Allg. Corr.) Der ca. 300 Mitgliede

zählende „Verein christlicher junger Männer“ in Londen

veranstaltete anläßlich des Sedantages gestern in seinen Räumlich⸗

keiten eine sehr zahlreich besuchte Feier. Musikalische Vorträg⸗

wechselten mit patriotischen Deklamationen; die Festrede hielt ein

junger Gelehrter, Dr. Krauß aus Einbeck.

New⸗York, 5. September. (W. T. B.) Charleston ist gestern von neuen Erdstößen heimgesucht wor⸗ den. Es wurden Ingenieure dahin gesandt, die den Zustand da Häuser untersuchen und Zelte für die Obdachlosen errichten sollen. Auch hinsichtlich der Bermudas⸗Inseln, welche genau in der Zont liegen, die das Erdbeben berührt zu haben scheint, werden Befürch⸗ tungen gehegt.

1 Das. Belle⸗Alliance⸗Theater war auch gestern bei der 3. Aufführung der Gesangsposse „Das Paradies“ von einem zahl⸗ reichen Beifall spendenden Publikum besucht, und wurden die Haupt⸗ darsteller Hrn. Tyrkowski, Dorn, Völmy, E. Achterberg und Mietzne;. sowie die Damen Wisotzki, Kraft und Lehmann für ihre vortrefflichen

Leistungen durch mehrmaligen Hervorruf ausgezeichnet.

Im Walhalla⸗Theater wird seit einigen Tagen Den Cesar“ wieder mit Erfolg aufgeführt. Hr. Link hat in Hrn. Her⸗ mann einen würdigen Nachfolger gefunden In der Partie des Puekle debütirt Frl. Michetti, die zwar Fr. Seebold nicht erreicht, aber mi

ihrer hübschen frischen Stimme ihre zudnißbollen Spial iit 1 ame und ihrem verständnißvollen Spie Gerlin, den 30. August 1886.

in der Operette ganz an ihrem Platze ist. Morgen bleibt das Theater, wegen Vorbereitungen für die w Mittwoch stattfindende Aufführung der Operette „Gräfin Duba 11 von Carl Millöcker geschlossen. Die Besetzung der genannte Operette ist folgende: Jeanne, Gräfin Dubarry: Frl. Ahrens, Herzeh

v. Aiguillon: Hr. Kaiser, Vicomte von Navailles, Oberstjägermeitte

des Königs: Hr. Herrmann, Léonard, Friseur: Hr. Klein, Lueett⸗

seine Frau: Frl. Seebold, Criquet, sein Gehülfe: Hr. Bollmann.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Schol z), Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags An - 2 ) V 22 stalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 82.G Ddrei Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).

Berlin:

auf die Prüfung

um jede Be⸗

Die Stadt,

Deutsche

8

Erste

che⸗Arzeiger und Königlich Preufischen Stats⸗

Beilag

eiger. 1886.

Deutsches Reich.

Nachweisung

innerhalb des deutschen Zollgebiets mit dem Anspruch auf Zoll⸗

Zuckermengen. ¹)

Literarische Neuigkeiten und periodische Schriften.

Centralblatt für Deutsche Beamte. (Berlin SW. 12, Friedrichstraße 214.) Nr. 36. Inhalt: Die Herabsetzung der Beamtengehälter. Die große Parade am 1. September. Die Methode des „Wiegens“ bei Lebensversicherungen. Selbstmord und Unfallversicherung. Mittheilungen: Ergebnisse der deutschen Eisen⸗

Menge des ab

gefertigten Zuckers. ²)

bahnen im Monat Juli. Einrichtung der Luftschiffahrt im franzö⸗

sischen Heere. Ein Vorfahre Bismarck's bei der Wiedereroberung

Staaten bezw.

rwaltungs⸗

Bezirke

vom 16. bis

vom 1. bis 15. Aug.

Rohzucker von mindestens 90 % Polarisation und raffinirter Zucker von unter 98, aber mindestens 90 % Polarisation (Nr. 697 a des statistischen Waarenverzeichnisse)

31. Aug.

Kandis und Zucker in weißen, vollen, harten Broden ꝛc. oder in Gegenwart der Steuerbehörde zerkleinert, sogenannte Krystalls ꝛc. (Nr. 698 a des statistischen Waarenverzeichnisses)

]

in der Zeit in der Zeit 1d 8 in der Zeit in der Zeit 8 vom

16. bis zusammen 1.

15.

vom zusammen 1. bis

G 15. Aug. 31. Aug.

Aller übrige harte Zucker, sowie aller weiße trockene (nicht über 1 % Wasser enthaltende) Krümel⸗ u. Mehlform von mindestens

(Nr. 699 a des statistischen Waaren⸗

Ofens. Erlasse und Entscheidungen: Bezüglich der Klagen der Staatsbeamten wegen vermögensrechtlicher Ansprüche gehört der Stadt⸗ bezirk Berlin zum Regierungsbezirk Potsdam. Anspruch der Richter auf die etatsmäßigen Gehaltszulagen. Anrechnung der Wittwen⸗ und Waisenpension auf die aus dem Reichs⸗Haftpflichtgesetze zuge⸗ sprochene Rente. Haftpflicht. Zur Frage der Beamtenbestechung. smatimele Bankerutt. Täuschung über Vermögenslage. Vakante Stellen. verzeichnisses) Briefkasten. Unterhaltungsblatt: Des Rektors Tochter. (Forts.) Eine Postfahrt in Texas. Inserate. Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft. Herausgegeben von Dr. Franz Bernhöft, o. ö. Professor an der Universität Rostock, Dr. Georg Cohn, Honor. Professor an der Aug. 31. Aug. G Universität Heidelberg, und Dr. J. Kohler, o. ö. Professor an der Universität Würzburg, auswärtigem Mitgliede des Königlichen Instituts voor de Taal-Land- en Volkenkunde van Nederlandsch Indié. 6. Band. III. Heft (Stuttgart.) Verlag von Ferdinand

Zucker in Krrstall⸗,

98 % Polarisation

vom

bis 16. bis

Preußen. Ostpreußen Westpreußen Brandenburg Pommern Posen Schlesien Sachsen, einschl. der Schwarzb. Unterherr⸗ V schaften 608 466 Schleswige Hannover 1 090 709 See“ Hessen⸗Nassau. Rheinprovinz. . 33 243

Holstein

962 9388 2 491 574 6 077 988 4023 9679

1 147 519

784 778: 489 824 49 406. 12 879

890 363 446 762 18 721

936 586 68 127 12 879

41 2 8 8 569 562

114 676

1 180 762

2 033 626

877 623 1 156 003

Enke. 1886. Inhalt: XIV. Die Ehe mit und ohne Mundium. Von Prof. Dr. J. Kohler. XV. Rechtsverhältnisse auf dem ost⸗ indischen Archipel und den westlichen Karolinen. Von Prof. Dr. J. Kohler. XVI. Aus dem chinesischen Civilrecht. Von Prof. Dr. J. Kohler. XVII. Aus der Praxis des buddhistischen Rechts in Birma. Von Prof. Dr. J. Kohler. XVIII. Kleinere Skizzen aus der ethnologischen Jurisprudenz. Von Prof Dr. J. Kohler. XIX. Zur ethnologischen Jurisprudenz 1

.VVon Prof. Dr. J. Kohler. XX. Das Gesetz von Gortyn. Von Bernhöft. Literarische 42 180 117 583 Anzeigen. ““ ““

75 416 10½ 931 Iee MAandwirthschaftlichen Versuchs⸗ Stationen. 118 340 238 98 Heft 3. (Berlin, Paul Parey.) Inhalt: Mittheilungen aus 113 34 238 950] ) dem Laboratorium für angewandte Chemie der Universität Erlangen: Ueber Verwitterungsprodukte des Granits von der Luisenburg im Fichtelgebirge. Von A. Hilger und K. Lampert. Die Bestand⸗

theile einzelner Organe des Weinstocks. Von A. Hilger und L. Groß.

8

ayern Sachsen. Württemberg Baden

IM. vh decklenburg..

101 244

sächsischen Aemter

und Oldisleben Oldenburg Braunschweig Anhalt Lüͤbeck Elsaß⸗Lothringen . Luxemburg

Allstedt

Sa. Preußen 5 521 119 14 134 423

108 259

69 714 75 188 335 424 3

5 774 765 713 481

19 655 542

269 503

2786 319 2 988 446

1 319 550 393 931]

141 612

9898 59275 286 237]

142 698

- 428 935 521

699 1. 5

G 1 1

Ueber Sauerwasser in der Stärkefabrikation. Von Dr. R. Schütze. Ueber Vorhandensein und Menge von in Aether löslicher Substanz in Fließ⸗ und Filtrirpapier. Von P. Vieth, London. Beiträge zur Kenntniß landwirthschaftlich schädlicher Thiere. Untersuchungen und Beobachtungen von Dr. J. Ritzema Bos, Dozent der Zoologie a. d. Rpkslandbouwschool in Wageningen (Niederlande). Notiz über mikrochemische Prüfung von Pflanzensamen auf Eiweiskörper. Von Dr. F. Szvmanski. Mittheilungen aus der pflanzenphysio⸗ logischen Versuchsstation zu Tharand: Die Assimilation des Asparagins durch die Pflanze. Von Dr. P. Bäßler.

Illustrirte Berliner Wochenschrift „Der Bär“ (Verlag von Gebrüder Paetel in Berlin W.) Nr. 49. Inhalt: Gedenktage. Thankmar der Sachse, eine Geschichte aus dem zehnten Jahrhundert, von Oskar Schwebel. Feuilleton: Die Be⸗ wohner der Mark, von H. S—n. Neustadt an der Dosse unter Friedrich von Homburg, mitgetheilt von Dr. C. Jungfer (Schluß); Karl Gutzkow in Berlin, III., von Neumann⸗Strela; Zwei Hof⸗

240 956

459 464

1

2 500

Ueberhaupt im deutschen Zoll⸗ gebiet.

(aller übrige harte Zucker) und

D. R. für 1886 S. I. 91, II. 107, III. 97, IV. 63, V.

5 876 112 14 647 840.

1⁰) Die Nachweisung bezieht sich auf diejenigen und dadurch dem inländischen Markte entzogen worden sind, nicht

2) Menge des in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Jul mit dem Anspruch auf Zoll⸗ und Steuervergütung abgefertigen Zuckers 228 844 404 kg der Nr. 699 des statistischen

20 523 952] 3 311 552 3 747 732 7 059 284

107, FI. 8u1

veröffentlichte Uebersicht beruhen auf nachträglich eingegangenen Berichtigungen.

Berlin, den 4. September 1886.

Kaiserliches Statistisches Amt. In Vertretung: von Scheel.

₰—

Zuckermengen, welche zum Export oder zu einer öffentlichen Niederlage abgefertigt also auf die wirklich zur Ausfuhr über die Zollgrenze gelangten Mengen

i 1886 gemäß dem Gesetz vom 26. Juni —: 43 489 372 kg der Nr. 697 (Kandiszucker), 11 413 585 kg der Nr. 698 Waarenverzeichnisses (Rohzucker), (vergl. auch Monatshefte z. St. Die Abweichungen dieser Angaben gegen die zuletzt

beamten Albrecht Achill’s, von C. Lücke; Aus dem Tagebuche eines freiwilligen Jägers von 1813/14, mitgetheilt von Dr. Th. Unruh. Miscellen: Freiherr von Schleinitz (mit Abb.); Festblatt auf die Doppelhochzeit von 1791 (mit Abb.); Eine Erinnerung an Prin Louis Ferdinand; Der alte Dessauer; Kaiser Wilhelm mit seinem

Urenkel am historischen Eckfenster (Abb.). Inseraae.

247 258 506 911. 754 169

1869 im deutschen Zollgebiet

Preußischen Staats-Anzrigers: Berlin SW., Wilhelm⸗Straße Nr. 32.

Inserate für den Deutschen Reichs⸗ und Königl.

Preuß. Staats⸗Anzeiger und das Central⸗Handels⸗

register nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs⸗Anzeigers und Königlich

„Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vor⸗ ladungen u. dergl. 3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. 4. Verloosung, Kraftloserklärung, Zinszahlung

[27919] Steckbriefs⸗Erledigung.

Der gegen den Cigarrenhändler Friedrich Wil⸗ helm Ernst Witte, geboren am 2. April 1854 zu Berlin, unter dem 24. Juli 1886 in den Akten J. IV e. 102/85 erlassene Steckbrief wird zurückgenommen.

Berlin, den 2. September 1886.

Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I.

[27920] Steckbriefs⸗Erledigung.

Der gegen den Hausdiener Karl Friedrich Gustav Naschke, am 27. März 1862 in Berlin geboren, wegen schweren Diebstahls unter dem 3. August 1886 in den Akten J. UIc. 268. 86. erlassene Steck⸗ brief wird zurückgenommen.

Der Erste Staatsanwalt bei dem Königlichen Landgericht I. 127922]

Der wider den Schmied, jetzt Arbeiter, Heinrich Mühlbach von Seelenberg unterm 14. August 1886 wegen Betrugs erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen.

Hanau, den 3. September 1886.

Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgericht. 127924]

Der Arbeiter Joachim Heinrich Friedrich Wilhelm Barteldt, geboren am 4. April 1853 zu Raddenfort, letzter Aufenthaltsort Neu Kaliß, wird beschuldigt, als

ehrmann der Landwehr ohne Erlaubniß ausge⸗ wandert zu sein.

Uebertretung gegen

chs

§. 360 Nr. 3 des Strafgesetz⸗

Steckbriefe und Untersuchungs⸗ Sachen.

88 u. s. w. von öffentlichen Papieren.

Derselbe wird auf den 20. Oktober 1886, Vormittags 10 Uhr, vor das Großherzogliche Schöffengericht zu Dömitz zur Hauptverhandlung geladen.

Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Großherzoglichen Landwehr⸗Bezirks⸗Kom⸗ mando zu Schwerin ausgestellten Erklärung ver⸗ urtheilt werden.

Dömitz, den 18. August 1886.

Der Großh. Mecklenburg⸗Schwerinsche Amtsanwalt. (Unterschrift.)

Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. [6999] Aufgebot.

In den Hvpothekenbüchern der Steuergemeinden Marktbreit und Segnitz finden sich folgende Ein⸗ träge vor:

1) im H. B. Marktbreit Bd. IV. S. 618 auf P. N. 455, 456 seit 5. August 1848 für die Georg Michael Schmidt'sche Absentenkuratel von Weigen⸗ heim eine Kaution zu 73 Fl. 23 Kr.

2) im H. B. Segnitz Bd. II. S. 719 auf P. N. 935 des Weinhändlers L. Schaefer hier seit 25. Juli 1845 gin Kaufschilling zu 568 Fl. als Hypothek und ein Eigenthumsvorbehalt und zwar 191 Fl. 36 Kr. für Josef Balling und 376 Fl. 24 Kr. für Barthel Ziegler's Wittwe. 1

3) im H. B. Marktbreit Bd. I. S. 151 auf P. N. 546 des Spenglers Leonhard Bieringer in Würzburg seit 8. Juni 1826 eine Hypothek zu 25 Fl. 5* die Wittwe Euphrosine Schwarz von Markt⸗ reit,

4) in dem H. B. Marktbreit Bd. II. S. 403 seit 17. Juli 1827 auf P. N. 325 des Lohnarbeiters Peter Kreuzer von Marktbreit eine Hypothek zu

88 ½ Fl. für den abwesenden Adam Knennlein, 9) im H

Deffentlicher Anzeiger.

der Margaretha Henn von Segnitz seit 8. März

Inserate nehmen an: die Annoncen⸗Expeditionen des „Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen⸗Bureaux.

11“ .Industrielle Etablissements, Fabriken und Großhandel. Verschiedene Bekanntmachungen. Literarische Anzeigen. . Theater⸗Anzeigen. Familien⸗Nachrichten. ]

N

1 In der Börsen⸗ Beilage.

2) der von Markus Wolff zu Breslau auf Wil⸗ helm Geisler daselbst gezogene, von letzterem accep⸗ tirte und von Marcus Wolff und H. Rosenthal in blanco girirte Wechsel vom 24. Oktober 1866 über

1839 eine Kaution zu 90 Fl. für den abwesenden Georg Ruckert von Nenzenheim, 6) im H. B. Segnitz Bd. II. S. 155 auf P. N. 1020 des Adam Fuchs von Segnitz seit 25. Juli] 200 Thaler, zahlbar am 24. Januar 1867; 1845 eine Hypothek zu 128 Fl. und Eigenthums⸗ 3) der von W. Jeglinsky zu Breslau auf den vorbehalt für Christof Ziegler von Segnitz. Major Carl Fähndrich daselbst gezogene, von letzterem Auf Antrag der Besitzer ergeht hiermit an Die⸗ acceptirte Wechsel vom 1. September 1874 über jenigen, welche auf diese Forderungen ein Recht zu 250 Thaler, zahlbar am 8. Dezember 1874, welcher haben glauben, die Aufforderung, ihre Ansprüche auf der Rückseite mit dem Vermerk: innerhalb 6 Monaten, spätestens am „Inhalt empfangen. Dienstag, den 16. November l. Irs., Breslau, den 6. 12. 74. Vormittags 9 Uhr, W. Jeglinsky.“ dahier anzumelden, widrigenfalls die Forderungen für versehen ist; erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelöscht und zwar auf Antrag: a“ würden. zu 1) der verehelichten zu Breslau, Marktbreit, den 30. April 1886. zu 2) des Kaufmanns H. Rosenthal daselbst, Königliches Amtsgericht. zu 3) des Kaufmanns W. Jeglinsky daselbst. Der K. Oberamtsrichter. Die Inhaber der vorbezeichneten Urkunden werden gez. Schäffer. aufgefordert, ihre Rechte auf dieselben spätestens im Zur Beglaubigung: Aufgebotstermine K. Gerichtssekretär den 11. März 1887, Vormittags 11 Uhr, Rausch. bei dem unterzeichneten Gericht (am Schweidnitzer⸗ 8 8 Stadtgraben 2/3, Zimmer Nr. 47, II. Stock) anzu⸗ [24110] Wechsel⸗Aufgebot. 1 melden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls e angeblich verloren gegangen werden auf⸗ die Kraftloserklärung der letzteren erfolgen wird. geboten:

Breslau, den 10. Juli 1886. 1) Nachstehendes Wechselaccept: Königliches Amtsgericht. „Breslau, den 1 ten April 1885 für Mark 40. 8 .

Am 1 tfen Juli a. c. zahlen Sie für diesen Prima-Wechsel an die Ordre von mir selbst die Summe von

Mark vierzig, den Werth in mir selbst un auf Rechnung laut Bericht. Herrn J. M. Dimant in Breslau No. Moltkestr. 14, welches zur Zeit des Verlustes den Namen des Aus⸗

Louise Jacob

8 [27941] Aufgebot. Auf den Antrag des durch den Justizrath Weid⸗ mann zu Karthaus vertretenen Wittwe Neubauer, Johanna, geb. Grabinski, werden die Nachlaßgläu⸗ biger und Vermächtnißnehmer des zu Karthaus am 18. Juni 1886 verstorbenen Amtsvorstehers und Posthaltereibesitzers Wilhelm (Willy) Neubauer auf⸗ gefordert, spätestens im Aufgebotstermine, am 3. November 1886, Mittags 12 Uhr,

8 8 *

Angenommen J. M. Dimant

B. Segnitz Bd. I. S. 683 auf P. N. 1133 1“ 8 11“ 6 1

stellers noch nicht enthält;

ihre Ansprüche und Rechte auf den Nachlaß desselben