sind viele S es werden daher die Inhaber derselben terer Hinsverluste an die baldige Erhebung ihrer Kapitalien hierdurch von Neuem erinnert.
zu Breinig im Landkreise Aachen als Hülfslehrer angestellt worden.
enannten Kabinetsordre erwähnten Fuhrwerke bei einer
Ladung von mehr als 1000 bis 2000 kg einschließlich auf
vierrädrigem Fuhrwerk, beziehentlich mehr als 500 bis 1000 kg
einschließlich auf zweirädrigem Fuhrwerk eine Breite der Rad⸗
felgenbeschläge von weniger als 4 Zoll (10,46 cm) bis herab
zu 88 venschließlich gestattet ist.
rkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift
und beigedrucktem Königlichen Hochste n achi
Gegeben Berlin, den 8. September 1886.
(L. S.) Wilhelm.
von Puttkamer. Maybach. Lucius. von Boetticher. von Scholz.
Bronsart von Schellendorff.
Finanz⸗Ministerium. Hauptverwaltung der Staatsschulden
8 Bekanntmachung. 8
Bei der heute in Gegenwart eines Notars öffentlich
bewirkten 32. Verloosung der Staats⸗Prämienanleihe vom
Jahre 1855 sind die 55 Serien
Nr. 2 5 15 19 53 62 113 125 138 186 204 268 289 347
361 414 499 531 538 540 553 592 620 627 719 800
223 845 869 946 954 967 970 984 987 1001 1005
1017 1093 1094 1110 1111 1117 1219 1226 1229
1301 1358 1360 1366 1395 1445 1460 1476 1491 gezogen worden.
Die zu diesen 55 Serien gehörigen 5500 Stück Schuld⸗ verschreibungen werden den Besitzern mit der Aufforderung gekündigt, den Prämienbetrag von 360 ℳ für jede Schuld⸗ verschreibung vom 1. April 1887 ab gegen Quittung und Ruückgabe der Schuldverschreibungen und der dazu gehörigen Zinsscheine Reihe IV Nr. 8 über die Zinsen vom 1. April 1886 ab nebst Anweisungen, welche nach dem Inhalte der Schuldverschreibungen unentgeltlich abzuliefern sind, bei der Staatsschulden⸗Tilgungskasse hierselbst, Taubenstraße Nr. 29, zu erheben. Die Zahlung erfolgt von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags, mit Ausschluß der Sonn⸗ und Festtage und der letzten drei Geschäftstage jeden Monats.
Die Einlösung geschieht auch bei den Regierungs⸗Haupt⸗ kassen und der Kreiskasse zu Frankfurt a. M. 3u diesem Zwecke können die Schuldverschreibungen nebst Zinsscheinen und Anweisungen einer dieser Kassen schon vom 1. März 1887 ab eingereicht werden, welche sie der Staats⸗ schulden⸗Tilgungskasse zur Prüfung vorzulegen hat und nach rfolgter Feststellung die Auszahlung vom 1. April 1887 8 bewirkt.
Der Betrag der etwa fehlenden Zinsscheine wird von dem u zahlenden Prämienbetrage zurückbehalten.
„ Formulare zu den Quittungen werden von den gedachten Kassen unentgeltlich verabfolgt.
Die Staatsschulden⸗Tilgungskasse kann sich in einen Schriftwechsel mit den Inhabern der Schuldverschreibungen nicht einlassen.
Von den bereits Serien, und zwar:
aus der 10. Verloosung (1865):
on Ser. 870,
aus der 11. Verloosung (1866):
von Ser. 1114, aus der 17. Verloosung (1872): 1433, fung — aus der 18. Verloosung (1873): von Ser. 320,
aus der 19. Verloosung (1874): von Ser. 232,
früher verloosten und gekündigten
von Ser.
Friedberg.
Königliche Kunstschule zu Berlin, Klosterstraße Nr. 75.
Lehrplan 1
für das Winter⸗Semester 1886/87.
Der Unterricht beginnt am 11. Oktober 1886 und schließ
am 30. März 1887. Tages⸗-Unterricht: I. Ornament⸗Zeichnen, 1. Kursus
III., IV. Projektionslehre, 1. resp. 2. Kursus. eichnen, 1. resp. 2. Kursus. III. Naturstudien (Blumenmalen).
X. Kunstgeschichte. XI.
XII. Architektonisches Zeichnen und farbige Dekorationen.
V., VI. Gips
I. Elementares Ornament⸗Zeichnen. II. Ornament⸗Zeichnen. III. Projektionslehre. IV. Architektonisches Zeichnen. V., VI. Gips⸗Zeichnen (Ornament⸗ und figür —.). VII. Mo⸗ delliren. VIII. Anatomie. IX. Methodik (Revpetitions⸗ Kursus).
Die Unterrichtskarten werden ausgegeben: vom 27. September bis 2. Oktober
im Bureau 85 von 9—2 Uhr. Die regelmäßigen Aufnahmen finden nur zu Anfang des Schuljahrs (Oktober) statt⸗ 3 — 1 8
Die Direktion.
Professor E. Ewald.
Ministerium des Innern.
Bei dem Ministerium des Innern ist der Sekretariats⸗ Assistent von der Ministerial⸗Militär⸗ und Bau⸗Kommission, Ferdinand Oehring, zum Geheimen expedirenden Sekretär und Kalkulator ernannt worden.
Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.
Der Oberförster Heller zu Mottgers ist auf die Ober⸗ Äv zu Wolfgang im Regierungsbezirk Kassel versetzt worden. Der Forst⸗Assessor Wetzell ist zum Oberförster ernannt und demselben die Oberförsterstelle Oberzell, mit dem Amtssitz zu Mottgers im Regierungsbezirk Kassel, übertragen worden.
1 Abgereist: Se. Excellenz der Vize⸗Präsident des Staats⸗ ö Minister des Innern, von Puttkamer, nach Koln; der Unter⸗Staatssekretär im Ministerium des Innern, Herrfurth, nach Köln.
Die Nummer 33 der Gesetz⸗Sammlung, welche von heute ab zur Ausgabe gelangt, enthält unter Nr. 9160 das Gesetz, betreffend die Abänderung der Königlichen Verordnung vom 17. März 1839, betreffend den Verkehr auf den Kunststraßen (Gesetz⸗Samml. 1839 S. 80) und der Allerhöchsten Kabinetsordre vom 12. April 1840, be⸗ treffend die Modifikations des §. 1 der Verordnung vom 17. März 1839 wegen des Verkehrs auf den Kunststraßen (Gesetz⸗Samml. 1840 S. 108). Vom 8. September 1886. Berlin, den 20. September 1886. Königliches Gesetz⸗Sammlungs⸗Amt. Didden.
aus der 22. Verloosung (1877): von Ser. 34 577 615,
aus der 23. Verloosung (1878): von Ser. 495,
aus der 24. Verloosung (1879): von Ser. 250 1096 1371 1443,
aus der 25. Verloosung (1880):
der Kaiser und Ihre Königliche Hoheit die
Nichtamtliches Deutsches Reich.
Berlin, 20. September. Se. Majestät Frau Groß⸗
Preußen.
von Ser. 215 219 440 535 596 603 685 709 7 796 899 1029 1125 1254 1309, haaus der 26. Verloosung (1881): von Ser. 115 131 145 181 221 224 246 321 329 342 388 399 465 470 481 505 509 546 645 689 738 831 883 917 939 959 1006 1064 1081 1104 1133 1173 1206 1270 1273 1287 1413, aus der 27. Verloosung (1882): von Ser. 194 207 297 325 373 417 447 466 491 510 563 579 644 674 769 897 961 962 1199 1205 1258 1315 1331 1417 1422 1439 1475, aus der 28. Verloosung (1883): von Ser. 51 126 213 222 225 230 333 363 475 484 487 591 654 662 681 716 752 762 776 876 896 937 964 979 1028 1065 1090 1102 1120 1144 1150 1203 1248 1256 1269 1277 1281 1288 1341 1355 1381 1385 1469 1490, Hhaaus der 29. Verloosung (1884): von Ser. 66 89 95 122 313 435 462 478 597 629 686 736 744 822 944 1000 1067 1122 1151 1168 1193 1320 1327 1352 1410 1431 1455 1467 aus der 30. Verloosung (1885): von Ser. 11 21 31 72 108 159 164 172 226 260 277 288 365 389 406 421 422 439 468 493 559 594 600 640 642 677 682 697 710 728 751 840 864 868 885 n 898 942 975 981 983 1034 1149 1155 1274 1276 1296 1322 1326 1329 1349 1380 1408 1499 8 aus der 31. Verloosung (1886): von Ser. 26 30 47 60 109 110 135 193 231 271 351 404 418 437 450 473 565 647 783 784 794 826 951 957 969 1004 1031 1038 1054 1138 1214 1222 1294 1317 1351 1359 1427 1477, Schuldverschreibungen bis jetzt nicht realisirt; zur Vermeidung wei⸗
Berlin, den 15. September 1886. Hauptverwaltung der Staatsschulden 8 1.“ 8 1“
“ Spydow.
ö“ 11“ . erium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.
Am Schullehrer⸗Seminar zu Wittlich ist der Lehrer Löhr
8
Minist
herzogin von Baden nebst Gefolge sind, wie „W. T. B.“ meldet, von Straßburg i. E. gestern Nachmittag wohlbehalten in Baden⸗Baden eingetroffen.
decken statt.
Kronprinzessin ist mit „W. T. W. meldet, gestern Abend 6 ½ Uhr in Genua ein⸗ getroffen, um Sich demnächst nach Santa Margherita zu begeben.
des Reichstages befindet sich in der Ersten Beilage.
welcher der Staatssekretär des Innern, Staats⸗Minister von Boetticher, der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Graf von Bismarck⸗Schönhausen, Ber 2 mächtigte zum Bundesrath wohnten, st rathun g des in Madrid am 28. August d. J. unterzeichneten Vertrags, die Verlängerung
treffend, unverändert angenommenen Vorlage. vertrag wurde ohne Debatte unverändert angenommen.
erklärte, daß weiteres Material zur Berathung nicht vorliege. die unparteiische Leitung der Geschäfte den Dank des Hauses ab.
b 88 beiden. de se Ptssthenten und die Schriftführer über⸗ zu dürfen, durch die er wesentliche Unterstütz er⸗ halten habe.
das Wort: Z Mitglieder des Hauses, sowie die Vertreter der verbündeten Regierungen erhoben sich von ihren Nlätz hoben n ihren Plätzen. Dieselbe lautet: „ Bltegert) . si⸗ 5 5 dor Ig Ro 8 stjj 8⸗ Flügel von der gegen 1 Uhr auftretenden Unterstützungs⸗ Brigade des Ostcorps thun kund und fügen hiemit zu wissen, daß Wir Unseren Staats⸗ wuͤrde das Signal „das Ganze halt“ geblasen. Die Comman⸗ sekretär haben,
—
Gestern fand bei Sr. Majestät ein Diner von 20 Ge⸗
— Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Prinzessinnen Töchtern, wie
““
Heute fand eine Sitzung des B und esraths statt. — Der Schlußbericht über die vorgestrige Sitzung
In der heutigen (3.) Sitzung des Reichstages,
sowie mehrere andere Bevoll⸗ nebst Kommissarien desselben bei⸗ stand auf der Tagesordnung die dritte Be⸗ des deutsch⸗ 3 Handels⸗ und vö auf Grund der in zweiter Berathung Der Handels⸗
ischen
* ; 84 — 348 Damit war die Tagesordnung erschöpft; der Präsident Der Abg. Dr. Windthorst stattete dem Präsidenten für
Der Präsident von Wede
Hierauf ergriff der Staats⸗Minister von Boetticher „Ich habe dem Hause eine Kaiserliche Botschaft
Wj zott s Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen ꝛc.,
II. Ornament⸗Zeichnen, 2. Kursus und architektonisches Zeichnen.
VII. Ornament. Farbenstudien. — IX. Modelliren. Methodik des Zeichenunterrichts.
Abend⸗Unterricht (von 5 ½ — 7 ⅛, resp. 7 ½ —9 ½):
Manöverterrain begeben. welchem auf der bevölkerung ein überaus herzlicher Empfang bereitet wurde Se. Majestät der Kaiser, Straßburg mit der Großherzogin von Baden um 10 Uhr verlassen und terrain, U⸗Piesdorf bat, diesen Dank auch heim mit dem größten Enthusiasmus begrüßt worden war—
Der Kaiserliche Wagen war mit Blumensträußen angefüll. Inzwischen hatten die um 9 ¾ Uhr begonnenen Operationen sich dahin entwickelt, stärkten graben zun auf dem Kampfplaätze erschien
Reichstages in Unserem und der verbündeten Namen am 20. September d. J. zu schließen. Urkundlich ꝛc. Gegeben Straßburg i. E., den 18. September 1886. 8. t Wilhelm. 8 8
. Auf Grund der mir ertheilten Ermächti ung erkläre; die gegenwärtige Sitzung des Reichstages fuür geschlossen⸗ Nachdem der Präsident von Wedell⸗Piesdorf ein 5 auf Se. Majestät den Kajser ausgebracht, in welches Haus dreimal begeistert einstimmte, wurde die Sitzung; 12 Uhr 20 Minuten geschlossen. 4
— Eine beleidigende Aeußerung gegen eine Person; Bezug auf eine bevorstehende Handlung derselben, weigsen wie mit Wahrscheinlichkeit vorauszusehen ist, vornehmen me Reichsgerichts, IV. Strafsenats, vom 22. Juni d Beleidigung zu bestrafen. 8½
— Nöthigt ein Schuldner seinen in drückender g⸗ verlegenheit befindlichen Gläubiger, der eine fällige, .8s 1 Forderung an den Schuldner hat, unter der Drohung 8 nichts zu zahlen, wenn er sich nicht mit einer Theilzahlu für abgefunden erkläre, zur Ausste ung einer Quittung ühe den ganzen Schuldbetrag gegen Zahlung eines Theilbetra so macht er sich nach einem Urtheil des Reichsgeri ih IV. Strafs., vom 25. Juni d. J., dadurch einer Erp ressu
schuldig. 1j
raths und des Herrenhauses, Rötger, ist heute verschieden
— Der Kaiserliche Botschafter Graf zu Münster istn dem ihm Allerhöchst bewilligten Urlaubs nach Paris 1n gekehrt und hat die Geschäfte der dortigen Botschaft wiedr übernommen. 6
— Der Bevollmächtigte zum Bundes öniglich sa sische Geheime Regierungs⸗Rath Bererath, Krniglich s gekommen, und die Bevollmächtigten zum Bundesrath: Königlt württembergischer Ober⸗Steuer⸗Rath Fischer, Großherzogi hessischer Geheime Rath von Werner und Senator freien und Hansestadt Hamburg Dr. Versmann sind vo Berlin wieder abgereist. — Der Gouverneur des hiesigen Invalidenhauses, C
der Infanterie von Wulffen, ist 88 Uriaut dush gehg
Der General Lieutenant von Schlichting, Commar⸗ deur der 1. Garde Infanterie⸗Division, hat einen Urlaub nac Schlesien angetreten.
— S. M. Kreuzer⸗Fregatte „G neisenau“, Kommandan Kapitän zur See Valois, ist am 18. September cr. in P. mouth eingetroffen und beabsichtigt, am 21. dess. M. 16 Heimreise fortzusetzen. TTTIIII86“ alier“, mit der abgelösten e satzung S. M. Kreuzers „Albatroß“, ist am 17. September dr in Melbourne eingetroffen und hat am 18. dess. M. die Hein⸗ reise fortgesetzt. w „Sachsen. Dresden, 20. September. (W. T. 8) König Albert ist heute Nacht von Straßburg hierher zurück gekehrt und hat sich alsbald nach Strehlen begeben.“ Schwarzburg⸗Rudolstadt. Rudolstadt, 17. Seo⸗ b (Leipz. Ztg.) Die Großh erzogin Marie von
lecklenb urg⸗Schwerin und die Fürstin zur Lippe, de hohen Verwandten des Fürstenhauses, sind in S hloß Schwarzburg zu längerem Aufenthalt eingetroffen, woselbt auch der Fürst aus dem Elsaß zurückerwartet wird. Elsaß⸗Lothringen. Straßburg, 18. Sevptember (W. T. B.) Se. Majestät der Kaiser haben dem Statt halter Fürsten von Hohenlohe Ihr lebensgroßes Bild niß mit nachstehendem Schreiben zugehen lassen: „Ich habe bereits mündlich wiederholt Meine Befriedigung über die warme und freundliche Aufnahme zu erkennen gegeben, welche Mi⸗ und Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, Meiner Gemahlin, bei dem diesmaligen Besuche der Reichslande, insbesondere der Stadt Stuaf⸗ burg zu Theil geworden ist. Wenn Ich durch diese Wahrnehmung in der Ueberzeugung bestärkt werde, daß der innere Anschluß des Landes an das deutsche Vaterland in stetigem Fortschreiten begriffen ist, so kann Ich davon den Gedanken nicht trennen, daß zu einem solchen Erfolge Ihre einsichtige Verwaltung als Statthalter der Reichslande, trotz der Kürze der Zeit, nicht unwesentlich beigetragen hat. In Würdigung dessen, sowie zum Andenken an die Tage Meines hiesigen Aufenthalts, welche Mir in wohlthuender Erinnerung bleiben werden, verleihe Ich Ihnen Mein Bildniß in Lebensgröße, welches Ich Ihnen hiermit zugehen lasse.
Straßburg i. E., 18. September 1886.
Wilhelm.“ An Meinen Statthalter in Elsaß⸗Lothringen Fürsten von Hohenlohe.
„„Se. Majestät der Kaiser begaben Sich heute Vor⸗ mittag 10 Uhr zu den Manövern bei Mommenheim. Die Feldmanöver endeten Mittags 1 Uhr bei Minwersheim. Der Großherzog von Baden hatte Sich mit dem Prinzen Wilhelm
und dem General⸗Kommando des XV. Armee⸗Corps mit dem
ersten fahrplanmäßigen Zuge früh 7 Uhr 50 Minuten in das Um 9 ½ Uhr folgte der Kronprirz, Station Mommenheim von der Dorf'
welcher sehr frisch aussah, hatte
erschien um
11 Uhr nachdem 1
“ auf dem Manöver⸗ Allerhöchstderselbe
zuvor in Mommen⸗
8 daß die Avantgarde des heute ver⸗ Ostcorps den feindlichen Vormarsch am Land— zum Stehen brachte, bis das Gros der Infanterie 1 t und den gegen Minwers⸗ eim vorgezogenen Feind zurückwarf, der auf dem rechten flügel von der Kavallerie⸗Division Haese ler, auf dem linken
umfaßt wurde. Gleich nach 1 Uhr
des Innern, Staats⸗Minister von Boetticher 8 2„ 9 1P;, 6 828 1 0 —— * 8 gemäß Artikel 12 der Verfassung die
tact deure sammelten sich um ermächtigt Föstlich von Minwersheim gegenwärtigen ¹ Der Kronprinz hatte den Verlauf desselben in der zweiten
den Kaiser, welcher auf der Höhe dem Manöver beigewohnt hatte.
bälfte beim Westcorps beobachtet.
von Boettichen
vhypothetische Beleidigung) ist nach einem Urtheil o
chts .
Der Präsident der Seehandlung, Mitglied des Staate
11““ S 8— S
Nachdem der Kaiser dem orps Seine Anerkennung ausgesprochen und Sich verabschiedet atte, erfolgte die Rückkehr nach Straßburg, woselbst der Zug m 2 ½ Uhr eintraf. — Auf der ganzen Fahrt wurden Aller⸗ öchstdieselben von der massenhaft zusammengeströmten Be⸗ 1“ mit unbeschreiblichem Enthusiasmus begrüßt.
Se. Majestät der Kaiser haben unterm 18. d. M. an den zeneral⸗Lieutenant von Heuduck, beauftragt mit der Führung es XV. Armee⸗Corps, die nachstehende Kabinetsordre erlassen:
„Ich wiederhole Ihnen heute beim Schluß der diesjährigen
Loßen Herbstübungen des XV. Armee⸗Corps gern den Ausdruck
Reiner vollen und ganzen Zufriedenheit, die Ich Ihnen schon nach er vortrefflichen großen Parade und nach dem Corpsmanöver zu kennen gegeben habe. Es ist in dem Armee⸗Corps in der That viel eleistet worden, die Truppentheile aller Kontingente stehen auf gleicher lusbildungsstufe, die Kommando⸗Verbände sind überall sicher ge⸗ estigt und es ist sichtlich und mit dem besten Erfolg auf dem Wege weitergearbeitet und gestrebt worden, dem Ich schon bei den etzten großen Herbstübungen des XV. Armee⸗Corps Meine volle An⸗ rkennung zu Theil werden ließ. Ich konnte das Armee⸗Corps damals chon ein würdiges Bild der Vereinigung des deutschen Vaterlandes ennen und dasselbe seiner hohen Aufgabe, der Wacht an der Grenze, durchaus gewachsen bezeichnen, und das kann Ich heute nur noch mit größerer Bestimmtheit und mit größerer Befriedigung wiederholen. ch bin Mir wohl bewußt, daß an diesem vortrefflichen Zustande des Armee⸗Corps Ihr persönliches Verdienst einen sehr großen Antheil hat, und spreche Ich Ihnen dafür Meinen Dank und Meine Aner⸗ eenung aus wärmstem Herzen aus. Ich ersuche Sie zugleich auch, unter Gewährung der in den Anlagen enthaltenen speziellen Gnadenbeweise, unter welchen sich auch die Verleihung des Rothen Adler⸗Ordens I. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe und mit dem Emaillebande des Königlichen Kronen⸗Ordens für Sie befindet, den sämmtlichen Generalen, Re⸗ giments⸗Commandeuren und Offizieren des Armee⸗Corps und der hier⸗ her kommandirten Truppentheile Meinen Dank für ihre hingebende nd erfolgreiche Thätigkeit zu erkennen zu geben und auch den Mann⸗ chaften Meine volle Anerkennung für ihre Leistungen unter theilweise echt schwierigen Verhältnissen bekannt machen zu lassen. Ich scheide von dem XV. Armee⸗Corps mit dem Gefühl der vollsten Befriedigung und mit der festen Zuversicht, daß das Armee⸗Corps für alle Zeiten der Welt zeigen wird, wie fest die deutschen Stämme zusammenstehen nd wie alle ein Sinn und ein Streben beseelt.“
An dem heute Abend stattgefundenen Fackelzuge be⸗ heiligten sich mehrere tausend Mitglieder verschiedener Ver⸗ eine. Der Straßburger Männergesangverein trug drei Lieder
vor. Danach brachte der Bürgermeister Back ein Hoch auf Se.
Mäajestät den Kaiser aus, in welches die nach vielen Tausenden zählende Volksmenge begeistert einstimmte. Se. Majestät kr⸗ schienen auf dem Balkon und verneigten Sich dankend. Aller⸗ höchstdieselben ließen die Vorstände der am Zuge betheiligten Vereine, den Direktor des Gesangvereins und die Zugordner zu Sich bescheiden und sprachen denselben Ihre hohe Zufrieden⸗ heit und Ihren Dank für die Ovation aus. — 1 Bei dem Staats⸗Minister von Hofmann fand gestern eine größere Abendgesellschaft statt, welcher der König von Sachsen, der Kronprinz, der Großherzog und die Groß⸗
herzogin von Baden sowie sämmtliche anderen hier anwesen⸗
den Fürstlichkeiten mit ihrem Gefolge beiwohnten. 1 Der König von Sachsen ist heute Nachmittag 5 Uhr
über Kehl von hier abgereist.
— 19. September. (W. T. B.) Vom Bürgermeister und von der Deputation des Gemeinderaths in Metz, welche gestern Abend an der Kaiserlichen Tafel theilnahmen, sind Sr. Majestät dem Kaiser 2 Originalbriefe des Kaisers Karl V. als historisch denkwürdige Urkunden zum Geschenk mit dem Bemerken überreicht worden, daß dieselben die letzten Briefe seien, welche ein früherer Deutscher Kaiser an die Stadt Metz gerichtet habe. Der Kaiser nahm beide Urkunden ein⸗ gehend in Augenschein und dankte huldvollst für die Ihm dar⸗ gebrachte Gabe. 1
Bei dem gestern Abend bei Sr. Majestät dem Kaiser stattgehabten Thee hatten Se. Majestät zu Ehren des Prinzen Ludwig von Bayern, der gestern zum Chef des preußischen zweiten Niederschlesischen Infanterie⸗Regiments Nr. 47 ernannt worden ist und in der Uniform dieses Regiments dem Thee⸗ eirkel beiwohnte, die Uniform Seines Bayerischen Infanterie Regiments angelegt.
Se. Majestät der Kaiser und die anderen hier anwesenden Fürstlichkeiten wohnten heute Vormittag 10 ½ Uhr dem Gottes⸗ dienste in der Neuen Kirche bei. Der Pfarrer Leblois sprach das Gebet, der Pfarrer Hoerter hielt die Predigt, welcher das Evangelium über den barmherzigen Samariter zu Grunde gelegt war, der Pfarrer Kopp sprach das Schlußgebet und den Segen Beim Gebet erhob Sich der Kaiser und blieb bis zum Schlusse desselben aufrecht stehen. Se. Majestät der Kaiser wurden auf der Fahrt zur Kirche wie bei der Rück⸗ fahrt von der in den Straßen versammelten Volksmenge mit
lebhaften Zurufen begrüßt.
Se. Majestät der Kaiser sind 1“ Hoheit der Großherzogin von Baden heute Mittag 1 Uhr nach Baden⸗Baden abgereist, nachdem Allerhöchst⸗ dieselben von Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit dem Kronprinzen, Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Wilhelm, dem Statthalter Fürsten von Hohenlohe, dem Staatssekretär von Hofmann und der Generalität Abschied
mit Ihrer Königlichen
genommen hatten. Dem Bürgermeister Back drückten Se. Majestät nochmals Ihre höchste Zufriedenheit über den hiesigen Empfang aus. Auf dem Bahnhofe war eine große Volksmenge versammelt, welche Se. Majestät mit Enthusiasmus begrüßte. Den Armen der Stadt haben Se. Majestät 3000 ℳ und den Wohlthätig keitsanstalten Ihre Majestät die Kaiserin 2000 ℳ gespendet.
Prinz Ludwig von Bayern hat heute früh die Rück⸗ reise nach München angetreten, Se. Kaiserliche und Königliche
zoheit der Kronprinz gab demselben bis zum Bahnhof das G Geleite. Mit demselben Zuge haben auch General⸗Feldmarschall
Graf Moltke und General Stiehle Straßburg verlassen. „ Metz, 19. September. (W. T. B.) Se. Königliche Hoheit der Prinz Albrecht ist heute Nachmittag hier ein⸗
getroffen.
— 20. September. (W. T. B.) Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz ist heute Vor⸗ mittag 11 Uhr hier eingetroffen, begleitet von Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Wilhelm, dem Statthalter Fürszen 8 Auf de
Hohenlohe und dem Staatssekretär von Hofmann.
Vahnhofe waren der Großherzog von Baden, Prinz Albrecht und
die Behörden der Stadt anwesend. Als der Zug einfuhr,
8
wurden alle Glocken geläutet und Salutschüsse von den Forts und den Festungswällen abgegeben. Vom Bahnhofe bis zum Bezirks⸗Präsidium bildeten die Vereine und die Schulen Spalier. Die ganze Stadt ist aufs reichste geschmückt; durch besondere Schönheit zeichnete sich die Via triumphalis aus. Der Kronprinz besuchte um 1 Uhr die Kathedrale und die Garnisonkirche, wohnte darauf der Grundsteinlegung des. Mathildenstifts bei und besichtigte das Nikolaushospital. Auf dem Königs⸗ platze findet Nachmittags die Huldigung des Landkreises Metz statt. Um 5 Uhr ist Diner im Bezirks⸗Präsidium und später eine Festvorstellung im Theater. Für den Abend ist eine Illumination der ganzen Stadt, und um 9 Uhr ein Fackelzug in Aussicht genommen. Auch auf der ganzen Fahrt hierher wurde Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit an allen Stationen von der zusammengeströmten Be⸗ völkerung mit Jubel begrüßt. In Saarburg waren die Spitzen der Behörden und die Geistlichkeit anwesend. Der Kronprinz stieg aus, nahm die Vorstellung der Anwesenden durch den Kreisdirektor entgegen und schritt darauf die Front des Kriegervereins ab.
““
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 19. September. (W. T. B.) Der Kaiser, welcher am 22. d. M. hier wieder eintrifft, wird Ende des Monats der Trauung des Erzherzogs Otto mit der Prinzessin Maria Josefa in Dresden beiwohnen. — An den Hochwildjagden in dem Neuberg⸗Eisenerzer Revier, welche in den ersten Tagen des Oktober stattfinden, werden auch der König von Sachsen und Prinz Leopold von Bayern theilnehmen.
Pest, 18. September. (W. T. B.) Die Session des ungarischen Parlaments ist heute wieder eröffnet. Im Abgeordnetenhause brachte der frühere Minister Horvath eine Interpellation darüber ein, ob das aus⸗ wärtige Ministerium vorher und unter gewissen Bedingungen sich mit der Entfernung des Fürsten Alexander aus Bulgarien einverstanden erklärt habe, ferner ob sich Ruß⸗ land der Allianz zwischen Deutschland und Oester⸗ reich⸗Ungarn angeschlossen habe, endlich welche Stellung Deutschland für den Fall einnehme, daß Oesterreich⸗Ungarn gegen eine Ausbreitung des russischen Einflusses in den Balkan⸗ ländern Stellung nehmen müßte.
Großbritannien und Irland. London, 18. Sep⸗ tember. (Allg. Corr.) Der König von Portugal traf gestern, von Brüssel kommend, in London ein. Im Victoria⸗ Bahnhofe wurde er von Prinz Albert Victor von Wales empfangen und nach dem Buckingham⸗Palast geleitet, den er während seines Aufenthalts in London bewohnen wird. — Die Währungskommission wird ihre erste Sitzung in den ersten Tagen des Oktober abhalten.
— 18. September, Mittags. (W. T. B.) Im Unter⸗ hause betonte der Schatzkanzler Churchill bei der Fortsetzung der Berathung des Ausgabebudgets, daß nicht die jetzige Regierung für die Intervention in Egypten verantwortlich sei, sondern Gladstone; die Rückzahlung des 5prozen⸗ tigen Abzuges von dem Coupon der 4prozentigen egyp⸗ tischen Anleihe sei durch internationales Abkommen be⸗ dingt; die Einsetzung einer internationalen Kommission zur Prüfung der egyptischen Finanzlage werde ein schlimmeres Uebel sein. Die Regierung erkenne die große Verantwortlichkeit, die mit der Intervention in Egypten ver⸗ bunden sei; da aber England einmal in Egypten stehe, so sei die Regierung fest entschlossen, nicht von ihrer Mission daselbst zurückzutreten, bis alle von England übernommenen Verant⸗ wortlichkeiten und Verpflichtungen vollständig und treu erfüllt seien.
— 19. September. (W. T. B.) Der frühere Premier⸗ Minister Gladstone ist heute Vormittag hierher zurück⸗ gekehrt.
— 20. September. (W. T. B.) Die Morgenblätter bringen eine amtliche Mittheilung, wonach die Nachricht, daß der Fürst Alexander von Battenberg die Königin besuchen werde, der Begründung entbehrt. — Der „Standard“ sagt, wenn England jetzt seine Armee aus Egypten zurück⸗ zöge, würde es leichtsinnig handeln. England würde aus ge⸗ wissen Gründen Egypten jetzt nicht räumen, selbst wenn seine Aufgabe daselbst gelöst wäre, da England von dort aus mit Vortheil die Bestrebungen der Feinde der Türkei, sich deren Gebiets⸗ theile zu bemächtigen, beobachten könnte. England verstände voll⸗ kommen die Ziele der russischen Diplomatie, aber es verstände nicht die Ziele Frankreichs; es wüßte nicht, was Frankreich dadurch gewinnen wolle, daß es von England verlange, jetzt gerade Egypten zu räumen? Lasse sich die französische Diplo⸗ matie, wie die türkische, etwa von einer anderen Macht in⸗ spiriren? Nichts könnte die Isolirung Frankreichs voll⸗ kommener machen, als jetzt zu fragen, wann England Egypten räumen würde. Die Antwort auf solche Frage wäre ein⸗ leuchtend und England bereit, sie zu geben nicht nur Frank⸗ reich, sondern der ganzen Welt.
Dublin, 18. September. (W. T. B.) Der Marquis von Londonderry, der neue Vize⸗König von Irland, hat heute seinen Einzug in Dublin gehalten. Der Empfang Seitens der Bevölkerung war ein freundlicher; besondere Zwischenfälle kamen dabei nicht vor.
Belfast, 20. September. (W. T. B.) Gestern haben hier wiederum ernste Ruhestörungen stattgefunden. Eine große Menschenmenge rottete sich vor der Polizei⸗Kaserne zusammen und verlangte die Freilassung von Gefangenen, welche wegen Insultirung der Polizei verhaftet worden waren. Da dies verweigert wurde, griff die Menge die Kaserne an. Die Polizei gab Feuer, wodurch eine Person getödtet, mehrere schwer verwundet wurden. Nachdem die Polizei Verstärkung erhalten hatte, gelang es, die Ruhe wiederherzustellen. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.
Frankreich. Paris, 17. September. (Köln. Ztg.) Die Arbeitseinstellung in Vierzon ist ausgeglichen. — Der royalistische Senator Joseph de Carayon⸗Latour ist gestorben. — Der Kriegs⸗Minister Boulanger und seine Offiziere trafen gestern Morgen in Libourne ein, wo sie von zwei Offizieren der Garnison und dem Unter⸗ Präfekten empfangen wurden. Als der Minister nach Sauve⸗ terre abfuhr, wurden Hochrufe auf die Republik und den Kriegs⸗Minister ausgebracht. Derselbe begab sich nach der
Mühle von Pocquey, wo sich die Truppen des XVIII. Corps im Kampf befanden und sich ihm die fremden Offiziere an⸗
Ungefähr 40 bis 50 000 Menschen wohnten dem militärischen Schauspiel bei und jubelten der Armee und Boulanger zu. — 18. September. (W. T. B.) Der Minister⸗ Präsident de Freycinet wird sich in Folge einer Ein⸗ ladung der Stadtbehörden von Toulouse am 28. d. M. dorthin begeben. — General Boulanger dementirt heute die von dem „Soleil“ wiederholte Behauptung, daß er bei den Manövern geäußert habe, „es ist Zeit, die Defensivpolitik aufzugeben und eine offensive Politik zu befolgen“. Boulanger wiederholt, er habe von offensiver Taktik, nicht von offensiver Politik gesprochen.
Spanien. Madrid, 20. September. (W. T. B.) Heute Nacht kam es hier zu tumultuarischen Auftritten, bei denen der Ruf „es lebe die Republik“ ausgestoßen wurde. Barcelona, 20. September. (W. T. B.) Die Gen⸗ darmerie hat in Sindavellas eine Anzahl Waffen und Munition, welche karlistischen Ursprungs sein sollen, mit Beschlag belegt und mehrere Verhaftungen vor⸗ genommen.
Königlich preußische Gesandte von Schlözer ist hier angekommen.
Bulgarien. Sofia, 18. September. (W. T. B.) Nach Eröffnung der heutigen Sitzung der Sobranje schlug ein Deputirter die Abhaltung eines Tedeums zur Feier des Jahrestages der Revolution in Philippopel vor. Die Mitglieder der Sobranje begaben sich in Folge dessen mit den Ministern nach der Kathedrale und wohnten dort der vom Bischof von Mazedonien abgehaltenen kirchlichen Feier bei. — Für die Mitglieder der Regentschaft wurde von der Sobranje ein jährlicher Gehalt von je 24 000 Fr. bewilligt. Die Wahlen zur großen Sobranje wurden auf den 11. Oktober festgesetzt. Im Uebrigen verlief die Sitzung der Sobranje ohne Zwischenfall. Heute Abend vereinigten sich etwa 60 Mitglieder der Sobranje aus Anlaß des Jahrestags der Revolution von Philippopel zu einem Festessen, bei welchem ein Begrüßungstelegramm an den früheren Fürsten Alexander beschlossen wurde. — Das ostrumelische Regiment, welches bisher noch hier zurückgeblieben war, hat heute mit Mannschaften des aufgelösten Regiments Stromsky, welche in dasselbe eingereiht worden sind, den Rückmarsch nach Philip⸗ popel angetreten. 1
— 19. September. (W. T. B.) Heute fand hierselbst die Vernichtung der Fahne der Kadettenschule durch Verbrennung statt. Ein Bataillon bildete Quarré, in dessen Mitte Zöglinge der Kadettenschule aufgestellt waren. Major Popoff hielt eine Ansprache an dieselben, in welcher er die in der Nacht des 21. August von den Kadetten begangene Handlung brandmarkte. Darauf wurde die Fahne den Flammen übergeben. In Radomir wurde die Fahne des Regiments Stromski in gleicher Weise vernichtet.
Der russische Konsul hat der bulgarischen Regierung eine Note zugestellt, in welcher verlangt wird, den Prozeß gegen die wegen Theilnahme am Staatsstreich vom 21. August verhafteten Offiziere und anderen Personen nicht eher statt⸗ finden zu lassen, als bis eine größere Beruhigung der G müther eingetreten wäre. b
Zeitungsstimmen.
In der, Danziger Allgemeinen Zeitung“ lesen wir: KEisenbahnbauten und Rache“, so lautet die Ueberschrift eines Artikels in der uns soeben zugehenden neuesten Nummer der „New⸗
Yorker Railroad Gazette“. Zwei nordamerikanische Privatbahnen haben sich, so wird daselbst erzählt, geärgert, daß Konkurrenzbahnen ihnen Zugeständnisse verweigert haben, und ihre Direktoren wollen nun, „um die Konkurrenzbahnen zu bestrafen“, die nöthigen Maßnahmen treffen, daß völlig werthlose und ertraglose Strecken in das Gebiet der Konkurrenzbahnen — natürlich mit dem Gelde der Aktionäre der von den mißvergnügten Direktoren verwalteten Bahnen — hineingebaut werden. Da die Stellung der Direktoren dieser Privatbahnen eine thatsächlich nahezu unbeschränkte ist, und sie insbesondere regelmäßig über die Mehrheit in den Generalversammlungen verfügen, so unterliegt auch der Bau solcher Zweigbahnen thatsächlich nur ihrem Belieben. — Das im Uebrigen dem Eisenbahnsystem der Vereinigten Staaten keineswegs feindlich gegenüberstehende Blatt verurtheilt ein solches Verfahren mit scharfen Worten: es sei schlimmer als „Einbruch und Straßenraub“, nicht nur, weil es sich hier um viel größere Summen handle, sondern auch des Vertrauensbruchs wegen, der darin liege, daß ein Verwalter fremder Gelder, lediglich um seinen persön⸗ lichen Gefühlen Genugthuung zu verschaffen, die ihm anvertrauten Summen in dieser Weise verschleudere. Aber — kein Gesetz, keine Aufsichtsbehörde verhindert in den Vereinigten Staaten solche Maß⸗ nahmen, schützt die Aktionäre einer Bahn gegen eine derartige Handlungs⸗ weise. Zu solchen Auswüchsen führt die Eisenbahnfreiheit, das reine Privatbahnsystem! Ferner: Daß die Klagen über das Darniederliegen der Landwirthschaft nicht grundlos sind, hat die Pächterversammlung gezeigt, die vor Kurzem in Bautzen stattfand. Die Nothlage muß eine allgemeine und schwere sein, wenn sich fast sämmtliche Pächter der Lausitz einmüthig entschließen, ihren Verpächtern in einer gemeinsamen Eingabe mitzu⸗ theilen, daß sie nicht mehr im Stande seien, die kontraktlichen Ver⸗ pflichtungen ganz zu erfüllen. Sie geben wohl auch einige Miß⸗ ernten als Grund an, aber vor Allem doch den Druck, der auf der Landwirthschaft lastet, von dem bei der Abfassung der meisten Kontrakte noch wenig zu spüren war. Es fragt sich nun, ob die Besitzer die Bitte ihrer Pächter, die nicht genau präzisirt ist, aber doch wohl auf Pachtermäßigung oder Pachterlaß hinausgeht, zu erfüllen im Stande sein werden. Denn auch die Be⸗ sitzer der Güter sind nicht auf Rosen gebettet, wenn sie nicht nebenbei Vermögen haben. Der Hypothekenzinsfuß ist allerorten höher, als der Prozentsatz, zu dem sich das Gut bei einer Verpachtung verzinst. Und dazu kommen die drückenden Lasten! Die Pächterversammlung ist ein Symptom und verdient als solches alle Beachtung. . ..
Centralblatt für das Deutsche Reich. Nr. 38. — Inhalt: Konsulatwesen: Ernennungen; — Entlassung; — Ermächtigung zur Vornahme von Civilstandsakten. — Bankwesen: Status der deutschen Notenbanken Ende August 1886. — Zoll⸗ und Steuerwesen: Buch⸗
von Ausländern aus dem Reichsgebiet. Marine⸗YVerordnungs⸗Blatt. Nr. 18. — Inhalt: Heirathskonsense. — Dienstbetrieb beim See⸗Bataillon. — Tiefgangs marken. — Bekleidungskosten. — Bekleidungsgegenstände für Ein⸗ geborene. Holzschuhe. — Arbeitsblusen. — Nähmaschinen. — Friedens⸗Geldverpflegungs⸗Reglement. — Kohlenbeschaffung. — Re⸗
schlossen. Um 10 ½ Uhr ließ der Minister das Gefecht abbrechen und nahm die Parade über das XVIII. Corps ab.
visionsbuch für Kanonen. — Amtskautionen. — Personalveränderungern Benachrichtigungen
Italien. Rom, 19. September. (W. T. B.) Der
kontrole für die im Grenzbezirk der Provinz Posen wohnenden, mit Schweinen Handel treibenden Personen. — Polizeiwesen: Ausweisung
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