1886 / 233 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 04 Oct 1886 18:00:01 GMT) scan diff

Graditz 3jähr. br. H. „Ilsenstein“ v. Chamant a. d. Prinzessin Ilse 5 Längen zurück

gegen des Hrn. Jul. Jäger 4jähr. br. H. „Puck“. landete des Hrn. O. Oehlschläger Zjähr. F.⸗H. „Freiherr“. Werth des Rennens: 2400 dem Sieger, 400 dem Zweiten.

Nunmehr wurde der Entscheidungslauf für das todte Rennen abgehalten, mit welchem das Ermunterungs⸗Rennen der Stuten geendet hatte. Es siegte bei demselben des Königlichen Hauptgestüts Graditz F.⸗St. „Geheimniß“ mit einer halben Länge im Kampf bis ins Ziel hinein.

Die am Sonntag abgehaltenen Rennen verliefen wie folgt:

I. Ermunterungs⸗Rennen der Hengste. 1800 Distanz 1000 m. Frhrn. v. Falkenhausen's F.⸗H. „Morgenstern“ Erster. Königl. Hauptgestüt Graditz's F.⸗H. „Perlenfischer“ Zweiter, Hrn. O. Oehlschläger’s F.⸗H. „Juliushall“ Dritter. Zuletzt sicher 88 7 Länge 5 zehn Pferde liefen. Werth: 2425 em Ersten, 625 dem Zweiten. We m Totalisator für 2 1 *† 3 Vetten am Totalisator für 20 II. Stuten⸗Biennial. 2000 Distanz 2000 m. Hrn. K. v. Eichel’s 3 jähr. br. St. „Little Lovelock“ Erste; Königl. Haupt⸗ gestüt Graditz's Zjähr. br. St. „Vergessenheit“ Zweite; Kapt. Herr⸗ mann’s Zjähr. F.⸗St. „Räuberbraut“ Zweite. Zu einem todten Rennen herausgeritten. Im Entscheidungslauf siegte „Little Lovelock“. IIII. Staatspreis III. Klasse. 3000 Distanz 2600 m. Königl. Hauptgestüt Graditz's 3jähr. br. H. „Antagonist“ Erster; Hrn. O. Oehlschläger’s 4 jähr. br. H. „Green Devil“ Zweiter; Königl. Hauptgestüt Graditz’s 3 jähr. F.⸗H. „Carmoision“ Dritter, leicht mit drittehalb Längen gegen den fortbrechenden „Green Devil“ gewonnen. Werth 3405 dem Sieger, 405 dem Zweiten. Wetten am Totalisator für 20 25

IV. Stuten⸗Biennial. 3000 Distanz 1000 m. Königl. Hauptgestüt Graditz's schwbr. St. „Milchmädchen“ Erste; Hrn. Ulrich's F⸗St. „Lucretia“ Zweite; Mr. G. Johnson's dbr. St. „Verona“ Dritte. Nach Kampf mit fünfviertel Längen gewonnen. Werth 4275 der Siegerin, 1275 der Zweiten. Wetten am Totalisator für 20 8 5 V. Stagtspreis IV. Klasse. Distanz 2400 Hrn. O. Oehl⸗ schläger's 3jähr. F.⸗H. „Freiherr“ geht über die Bahn. Werth

1400 Distanz 1400 m. n. Ed. v. L ein H. „Jacobiner“ Erster, Hrn, d. Rüppel'’s 3jähr. F.⸗St. „Madonna“ Zweite, Hrn. R. v. Mollard's Zjähr. br. H. „Quesitus“ Dritter. Siegte leicht mit fünfviertel Längen. Werth 1700 dem Sieger, 300 der Zweiten.

Beruhigungs⸗Rennen.

„Ein zwölsstündiger theoretischer Unterrichtskursus in der im Abgeordnetenhause ꝛc. amtlich verwendeten vereinfachten Stolze schen Stenographie wird im Hörsaale der Königlichen Akademie der Künste, Schinkelplatz 6 (Bau⸗Akademie), mit einem unentgeltlichen Vortrage über das Wesen der Stenographie am Donnerstag, den 7. d. M., Abends 8 ½ Uhr, eröffnet werden. Dieser Kursus wird ausnahmsweise nur einmal wöchentlich: Donnerstag Abends von 8 ½ 9 ½ Uhr, abgehalten werden. Eintrittskarten à 6 sind vorher im Abgeordnetenhause, Leipzigerstraße 75, beim Hauswart der Bau⸗Akademie und vor Beginn im Hörsaal zu ent⸗ nehmen. Ausführliche Prospekte versendet auf Verlangen gratis und franko der Leiter des Kursus, L. Loepert, Vertreter des Verbandes Stolze'scher Stenographen⸗Vereine, SW., Blücherstraße 14. München, 3. Oktober. (W. T. B.) Bei der gestrigen Vor⸗ stellung in dem aus Holz aufgeführten Circus brach der Fuß⸗ boden des zweiten Ranges, wobei zahlreiche Besucher herab⸗ stürzten. Der allgemeinen Panik, welche infolge dessen zu entstehen drohte, beugte besonders die mitanwesende Prinzessin Gisela

v“

Gefahr!“ Der Herzog Ludwig sorgte für die Verwundeten, unter denen sich zwei junge Mädchen mit schweren Verletzungen befanden.

Leipzig, 2. Oktober. (W. T. B) Zur Feier der Ein⸗ weihung der neuen Börse fand heute Abend im großen Saale des neuen Börsengebäudes ein Festmahl statt, an welchem außer den regelmäßigen Besuchern der Börse eine große Anzahl von Kauf⸗ leuten anderer Handelsbranchen theilnahmen. Der Börsenvorstand, Bankier Edmund Becker, brachte einen Toast auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Majestät den König Albert aus, in welchen sämmtliche Anwesende begeistert einstimmten.

Wien, 2. Oktober. (W. T. B.) Der Orientalisten⸗ Kongreß ist heute geschlossen worden.

Wien, 2. Oktober. (W. T. B.) Cholera⸗Bulletin. In Triest 2 Erkrankungen, kein Todesfall, in Istrien 2 Erkrankungen, kein Todesfall, in Pest 10 Erkrankungen, 4 Todesfälle.

4. Oktober. (W. T. B.) Cholera⸗Bericht vom 3. Ok⸗ tober. In Triest 7 Erkrankungen, kein Todesfall, in Pest 7 Erkran kungen, 3 Todesfälle.

„London, 3. Oktober, Abends. (W. T. B.) Gestern Nach⸗ mittag fand in einer Kohlengrube bei Normanton in Pork⸗ hire eine Entzündung schlagender Wetter start. Von 30

rbeitern, welche sich in der Grube befanden, sind bis jetzt erst 8, darunter 6 schwer verletzt, zu Tage gefördert. 8

Im W. alhalla⸗Theater wird die erste Aufführung der Ope⸗ rette „Die Piraten“ von Richard Genée, wie nunmehr festgesetzt, am Sonnabend stattfinden.

Der Sängerchor des Lehrer⸗Vereins aus Frankfurt a. M. stellte sich und sein künstlerisches Leistungsvermögen dem hiesi⸗ gen Publikum in der Philharmonie am Sonnabend in einem ersten Concert vor, welches ihm viele und gebührende Beifallsehren ein⸗ trug. In Anbetracht der mehrfachen Besuche und Auf⸗ führungen ähnlicher und sehr berühmter auswärtiger Vereine bot schon dieser erfolgreiche Verlauf des ersten Abends das beste Kriterium für die Tüchtigkeit des Frankfurter Sängerchors. Der aus 125 Mitgliedern bestehende Verein zeichnet sich nament⸗ lich durch vorzügliche und starke Besetzung der ersten Tenore aus und erreicht ‚durch Präzision und Reinheit, seine und doch von manie⸗ rirter Verkünstelung (im wohlthuenden Gegensatz zu manchen jener anderen Vereine, die sich bei uns hören ließen) sich freihaltende dynamische Schattirung des Vortrags ganz außerordentlich schöne Wirkungen. Die treffliche musikalische Bildung vieler seiner Mit⸗ glieder bewährt sich wie im Chor⸗ so auch im Solo⸗Gesang, für den der Verein einen ersten Tenor von glanzvoller Stimme und einen Bariton von nicht minder trefflichen Vorzügen aufzuweisen hat. Unter der künstlerisch einsichtigen und energischen Leitung des Dirigenten, Hrn. Maximilian Fleisch (Direktors des Raff⸗Konservatoriums) bietet der Chor mit diesen Mitteln wirklich Genußreiches und Erfreuliches. An der Spitze des Programms stand eine von Joachim Raff für Soloquartett, Baritonsolo und Orchester geschriebene, hier für Chor erweiterte Komposition nach Geivel's patriotisch schwungvollem Liede „Wachet auf“: ein sehr interessantes, bisher wenig bekanntes Werk von ernster, ergreifender Wirkung, unterstützt durch zum Theil orgelsatz⸗ artige mächtige Instrumentation, welche das Philharmonische Orchester vortrefflich ausführte, während das Baritonsolo von dem Mitgliede des Vereins, Hrn. Adolf Müller, mit schöner Stimme und edlem Vortrage gesungen wurde. Gleich dieser ersten Nummer folgte reicher, wohlverdienter Applaus,

sonders warm war derselbe, und mit Grund nach dem melodiösen, j zartester, duftigster Weise a cappella vorgetragenen, fünfstimmigen Ri⸗ tornell „Die Rose stand im Thau“, von Schumann. Dasselbe wurd stürmisch da capo verlangt und gewährt. Die Vorträge des „Morgen⸗ liedes“ mit Soloquartett, von Julius Rietz, des achtstimmigen, vo Streichinstrumenten begleiteten herrlichen Chors von Schu vert In Goethe's „Gesang der Geister über den Wassern“ waren mustergültige Leistungen des Chorgesangs. In dem gleichfalls auf, trotz bereits vor⸗ gerückter Zeit, dringenden Wunsch der Anwesenden wiederholten „Sand⸗ männchen“ (einem niederrheinischen Volkslied) glänzte der Chor durch ein prächtiges, hauchartiges Pianissimo, und ein humovristischer Canon von Franz Lachner mußte ebenfalls auf Verlangen da capo gesungen werden Das genußreiche Concert, welches mit der „Allmacht“ (Chor mit Be⸗ gleitung von Celli, Bässen und Blas⸗Instrumenten) von Vincen, Lachner schloß, erhielt durch Vorträge des ausgezeichneten Cellisten Concertmeisters Hugo Becker aus Frankfurt a. M. (Sonate von Boccherini, Piècen von Schumann und Popper) sowie des hier bereits wohl bekannten und hochgeschätzten Pianisten und Lehrers am Raff⸗Konservatorium, Hrn. Max Schwarz (Rhapsodie und ungarische Tänze von Brahms, Stücke von Bülow, Moszkowsky und Tausig'sche Bearbeitung des Strauß'schen „Nachtfalter“⸗Walzers), noch weitere Abwechselung. Morgen, Dienstag, findet das zweite und letzte Concert des Frankfurter Lehrer⸗Vereins statt. Der Besuch desselben kann nach den gediegenen Leistungen des ersten Abends allen Freunden guten Männergesanges wohl empfohlen werden.

Das gestrige Eröffnungs⸗Concert des Philhar⸗ monischen Orchesters hatte eine nach Tausenden zählende Zu⸗ hörerschaft versammelt. Wenn das Programm auch nicht diel Neues brachte, so zeigte es sich doch recht evident, daß die dem Publikum liebgewordenen musikalischen Gaben in dieser unvergleichlich schönen, nahezu vollendeten Art der Ausführung in jeder neuen Saison mit derselben freudigen Theilnahme begrüßt werden. Mit lebhaften Akklamationen wurde Prof Mannstädt bei seinem Erscheinen auf dem blumengeschmückten Podium empfangen; Lorbeerkränze wurden ihm und den Solisten des Abends überreicht. Das Concert begann mit dem Vorspiel zu „den Meistersingern⸗ von Wagner. Diesem mit Begeisterung vorgetragenen und aufgenommenen Werke folgten in passend geordneter Abwechselung die Variationen (A-dur) von Beethoven, das Scherzo aus dem „Sommernachtstraum“ von Mendels⸗ sohn und eine Rhapsodie von Liszt. Die dritte Ouverture zu „Leonore“ von Beethoven, die selten in so trefflicher Ausführung ge⸗ hört wird, und eine, in der Form etwas zu weit ausgedehnte doch mit genialer Behandlung der Orchestereffekte komponirte Don⸗Juan⸗ Fantasie von A. Dunkler waren die Hauptnummern des zweiten Theils Programms. Unter den noch folgenden Ensemblesätzen wurden das Vorspiel zu „Lohengrin“ und die Ouverture zur Oper „Zampa“ ganz besonders beifällig aufgenommen. Die bekannten und beliebten Solisten: Herren Hekking (Cello), Andersen (Flöte), Bleuer (Geige) und Müller (Harfe) ernteten gleichfalls lebhaften und wohl⸗ verdienten Beifall. Prof. Mannstädt bewährte seinen Ruf als Dirigent wiederum in glänzendster Weise.

Der Julius Schmidt'sche Gesangverein gab am Sonn⸗ abend im Saale des Stadtmissions⸗Hauses ein Concert, in welchem einige Chor⸗ und Solosätze aus Schumann's „Der Rose Pilgerfahrt“ sowie das höchst schwungvolle und interessante erste Finale der unvollende⸗ ten Oper „Loreley“ von Mendelssohn aufgeführt wurden. Der noch junge Verein leistet, was Schönheit des Stimmklanges und Sicher⸗ heit im Zusammenwirken betrifft, bereits sehr anerkennenswerthes⸗ Der Dirigent, Hr. Schmidt und Hr. Ewald Deutsch, der die oft recht complicirte Klavierbegleitung sehr sicher ausführte, waren ganz an ihrem Platze. Die Concertsängerin Frau Zielke unterstützte den Verein aufs Wirksamste durch den verständnißvollen Vortrag ihrer Solo⸗ partie in dem genannten Finale sowie durch einige andere Gesangs⸗

des

vor, indem sie dem Publikum zurief: „Seien Sie ruhig, es ist keine

1. Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.

2. Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

4. Verloosung, Kraftloserklärung, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

Oeffentlicher Anzeig

welcher sich im weiteren Verlaufe des Abends stetig steigerte. Be⸗

nummern.

Zwangsvollstreckungen, Aufgebote,

Vorladungen u. dergl. erkannt

[32181]

In Sachen, betreffend das Aufgebot der auf Blatt Nr. 6 Petrikau, Abtheilung III. Nr. 1 haftenden Resthypothek von 57 Thalern 2 Sgr. hat das Kö⸗ nigliche Amtsgericht zu Nimptsch durch den Amts⸗

richter Felbier für Recht erkannt:

Die der Person und dem Aufenthalte nach unbe⸗ kannten Inhaber der auf Blatt Nr. 6 Petrikau Ab⸗ theilung III. Nr. 1 haftenden Resthypothek von 57 Thalern 2 Sgr., sowie die Rechtsnachfolger der⸗ selben werden mit ihren Ansprüchen auf diese Post ausgeschlossen. Die Kosten des Aufgebots werden dem Antrag⸗ 8 steller auferlegt.

Verkündet Nimptsch, den 20. September 1886.

Beglaubigt: Raschdorf,

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[32164] Bekanntmachung. In der Kröhl'schen Aufgebotssache F. 2/86 hat das Königliche Amtsgericht zu Erxleben am

18. September 1886 durch den Amtsrichter Pohle für Recht:

erkannt:

1) Die Rechtsnachfolger der verstorbenen Hypo⸗ thekengläubiger werden mit ihren Ansprüchen auf die nachbenannten Hypothekenposten, eingetragen auf Band I. Blatt Nr. 9 des Grundbuchs von Mors⸗ leben, Abtheilung III.,

a. Nr. 8: 100 Thaler, eine Kuh, ein jähriges Schwein, freie Hochzeit für Rudolph Kröhl,

b. Nr. 9: 100 Thaler, gleiches Vieh und Hoch⸗ zeit für Peter Kröhl,

„c. Nr. 10: 100 Thaler, eine Kuh, ein Schwein, eine Hochzeit, eine Tonne Bier und 5 Thaler für das Ehrenkleid für Catharine Marie Kröhl,

zu a. bis c. aus dem Uebergabe⸗Vertrage vom .““ 1819 ex decreto vom 4. Januar

8. d. Nr. 6: 100 Thaler Gold aus der Schuldver⸗ schreibung vom 15. März 1809, der Cession vom 17. Juni 1812 und dem Professions⸗Protokolle vom 13. Dezember 1815 für den Stadt⸗Sekretär Jürgens in Helmstedt ex decreto vom 13. Sep⸗ tember 1818,

e. Nr. 7: 150 Thaler und zwar 100 Thaler Gold und 50 Thaler Courant aus der Schuldverschrei⸗ bung vom 22. Dezember 1817 für den Hirten Hein⸗ rich Andreas Gerloff in Morsleben ex decreto vom 2. Januar 1818,

ausgeschlossen.

2) Die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden

dem Antragsteller auferlegt. Königliches Amtsgericht. Pohle.

schlossen.

[32158]

etwa no

klärt.

[32159]

sind:

die

[32163] Bekanntmachung. In der Meistring'schen Aufgebotssache F. 1/86 hat das Königliche Amtsgericht zu Erxleben am

[32175]

18. September 1886 durch den Amtsrichter Pohle

1) Die etwaigen Berechtigten der Hypothekenpost von 200 Thalern Courant Darlehn, eingetragen für die Preuße'schen Kinder auf dem dem Kossathen Andreas Meistring in Eilsleben gehörigen Band I. Blatt Nr. 47 des Grundbuchs von Eilsleben ver⸗ zeichneten Grundstücke in Abtheilung III. sub Nr. 1 aus der Correal⸗Obligation vom 12. Oktober 1822, werden mit ihren Ansprüchen auf die Post ausge⸗

2) Die Kosten des Aufgebotsverfahrens dem Antragsteller auferlegt.

Von Königliches Amtsgericht.

In der Köllmann'schen Aufgebotssache F. 5/86 hat das Königliche Amtsgericht zu Essen am 29. Sep⸗ tember 1886 dahin erkannt:

Die Hypothekenurkunde über das Abtheilung III. Nummer 1 Band 1 Artikel 23 des Grundbuchs von Bergerhausen für die Geschwister Köllmann: Wilhelmine Elisabeth, Heinrich, Bernhardine Gertrud Anna, und für die zu erzielenden Kinder eingetragene Dar⸗ lehn von 900 ℳ, bestehend aus der Schuldurkunde vom 5. Januar 1846 und dem Hypothekenbuchs⸗ ssinge gemn . Fnbar 8. 1 für kraftlos er⸗

ie Kosten des Aufgebotsverfahrens f dem Antragsteller zur Last. 8 1 8

Königliches Amtsgericht.

„Durch Ausschlußurtheil vom 23. September 1886

1) die Hypothekenurkunde Darlehn, eingetragen für den Pastor Moritz Nitschke in Harpersdorf in Abtheilung III. Nr. 7 des dem Tischlermeister Gustav Pohl in Märzdorf gehörigen Grundstücks Nr. 7 Märzdorf, gebildet aus der Schuldurkunde vom 25. Oktober 1853 und dem Hypotheken⸗ briefe vom 4. November 1853,

Hypothekenurkunde

ehemännliche Erbtheilsabfindung, eingetragen

für die verehelichte Johanne Julianne Bayer, verwittwet gewesene Heidrich, in Märzdorf in Abtheilung III. Nr. 8 des vorstehend ad 1 genannten Grundstücks ge⸗

1 I 118 e eunce vom 13. De⸗

zember 1861 und dem Hypothekenbriefe von

8 17. Dezember 1861 1

für kraftlos erklärt worden.

Haynau, den 27. September 1886.

Königliches Amtsgericht.

Bekanntmachung. Durch Urtheil des unterzeichneten Amtsgerichts [32174] vom heutigen Tage ist für Recht erkannt: 1) Der Sparkassenschein Nr. 117493 der Spar⸗ F.

für Recht: gehörig, wird für kraftlos erklärt. 2X —2) 5 der Antragstellerin auferlegt. Halle a. S., den 23. September

[32182]

Rechts Wegen. zu Plausen,

durch den Amtsrichter Uhl⸗ für Recht: Die Hypothekenurkunde über

Pohle.

berg in Plausen gehörigen Nr. 20 gemachte Eintragungen:

theilung III. Nr. 3,

1 heilung 1. nna p. die Verpflichtung des Besitzers

Johann Wilhelm, Johann

den 14. ejusd. mens.,

über 1400 Thaler

Verkündet Bischofstein, den 22. September

über 1000 Thaler, [32178

geb. Drescher,

Beyer.

3. 1886

kasse des Saalkreises zu Halle a. S. zu dem auf den Namen der minorennen Ottilie Froenicke zu Trotha über 40 lautenden Einlagebuch Nr. 14233

Die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden Königliches Amtsgericht. Abtheilung VII.

Ausschluß⸗Urtheil. . Im Namen des Königs! Auf Antrag des Besitzers Dominicus Hasselberg

erkennt das Königliche Amtsgericht zu Bischofstein

S’oI folgende für die Ge⸗ schwister Anna, Maria und Johann Hasselberg in dem Grundbuche des dem Besitzer Dominicus Hassel⸗ Grundstücks Plausen

a. 900 Thaler Muttererbtheil, eingetragen in Ab⸗

pfli tzers Johann Hassel⸗ berg, bei einem etwaigen Verkaufe des Grund⸗ stücks Plausen Nr. 20 dasjenige, was über den Annahmewerth desselben von 864 Thaler 14 Sgr. und 3 Pf. im gerichtlichen Erbsonderungsrezesse vom 13. Juni 1844 herausgebracht wird, mit seinen drei Kindern Anna, Maria und Johann noch besonders zu theilen, eingetragen in Ab⸗ theilung II. Nr. 2 aus dem gerichtlichen Erb⸗ sonderungsrezeß vom 13. Juni 1844 kuratorisch konfirmirt den 14. Juni 1844, gebildet aus dem Hypothekenrekognitionsschein vom 22. Juli 1844, sowie dem Erbrezeß vom 13. Juni 1844, konf.

wird auf Antrag des Grundstückseigenthümers zum Zwecke der Löschung dern eften für kraftlos erklärt.

Heinrich, als Gerichtsschreiber.

Im Namen des Königs! Verkündet am 25. September 1886. 8 Jansenn, Gerichtsschreiber.

In Sachen, betreffend das Aufgebot einer Hypo⸗ thekenurkunde, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Neidenburg durch den Amtsrichter Beyer für Recht,

daß das über die im Grundbuche Jablonken Nr. 4 Abth. III. Nr. 3 für den Pfarrer Dopatka in Lahna eingetragenen 100 Thlr. gebildete Hypo⸗ thekendokument für kraftlos zu erklären und die Kosten des Aufgebotsverfahrens dem Wirth Adam Gorka in Jablonken aufzuerlegen.

In der Lüdemann⸗Miltzow'schen Aufgebotssache hat das Koͤnigliche Amtsgericht zu

Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. Berufs⸗Genossenschaften. 6 Verschiedene Bekanntmachungen. Theater⸗Anzeigen.

Familien⸗Nachrichten.

S958

In der Börsen⸗Beilage.

——.

Treptow a. Toll. am Recht erkannt: Das Dokument über die im Grundbuch von Altenhagen Band I. Blatt 23 in Abtheilung III. unter Nr. 1 für den Gastwirth Carl Ludwig Kotel⸗ mann zu Treptow a. Toll. eingetragene Hypothek von 600 wird für kraftlos erklärt. b Königliches Amtsgericht Treptow a. Toll.

[32166] Bekanntmachung.

Die Hypothekenurkunde über die auf Nr. 23 Sitz⸗ mannsdorf Abtheilung III. Nr. 2 für Gocttlieb Titze daselbst aus den Verhandlungen vom 15. Ja⸗ nuar und 21. Mai 1847 eingetragenen, zu vier Prozent vom 1. April 1847 jährlich verzinslichen gegen dreimonatliche Kündigung zahlbaren Einhun⸗ dertundzehn Thaler Kaufgeld wird für kraftlos erklärt.

Ohlan,

September 1886 für

1886.

den 28. September 1886. Kdoönigliches Amtsgericht.

[32160] „Durch Ausschlußurtheil vom 23. September 1886 ist die Hypothekenurkunde über die auf dem Grund⸗ buchblatte des Grundstücks Nr. 24 Gohlsdorf Ab⸗ theilung III. Nr. 6 für den Kunstgärtner Robert Feige in Petersdorf eingetragene Darlehnsforderung von gebildet aus der Schuldurkunde 20. Juni 25. November 1857 und dem Hypothekenscheine vom 27. November 1857 für kraftlos erklärt. Haynan, den 27. September 1886. Königliches Amtsgericht.

vom

[32177]

Der Maurer Johann Christoph Friedrich Zapfe von Roßla ist durch Urtheil des 1131“] richts vom 18. September 1886 für todt erklärt.

Roßla, den 18. September 1886.

Königliches Amtsgericht.

1886. [32147] F. c 8 Bekanntmachung.

Der Rechtsanwalt Derichs aus Düren ist in Folge seiner Ernennung zum Notar in Koblenz in der Liste der beim Königlichen Landgerichte zu Aachen zuge⸗ lassenen Rechtsanwälte gelöscht worden.

Aachen, den 28. September 1886.

Der Landgerichts⸗Präsident.

Redacteur: Riedel. Verlag der Expedition (S cho 1z). Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗

Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Fünf Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).

Berlin:

(1357½)

1

zum D

eutschen Reichs⸗Anzei Nℳol 233.

3

8

Er

8 8 8 8 I B 8 8 v“

““ 1

ger und Königlich Preußischen S

Berlin, Montag, den 4. Oktober

v

nzeiger. 1886.

s

1. Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. 2. Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, 3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

4. Verloosung, Kraftloserklärung, Zinszahlung u. s. öffentlichen Papieren.

Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.

[32094] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Kaufmann Carl Güttner, geboren am 25. Februar 1835 zu Karlow, Kreis Ratzeburg, welcher sich verborgen hält, soll eine durch vollstreckbares Urtheil des Königlichen Landgerichts I. zu Berlin, vom 15. Januar 1886, erkannte Gefängnißstrafe von 6 sechs Monaten vollstreckt werden. Es wird ersucht, denselben zu ver⸗ haften und in das nächste Strafgefängniß abzuliefern und zu den Akten 88 D. 509. 85 Mittheilung zu machen.

Berlin, den 17. September 1886. Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 8. Beschreibung: Alter 51 Jahre. Größe 1,72 m. Statur schlank. Haare blond. Bart, Schnurrbart, röthlich. Augenbrauen blond. Augen blaugrau. Nase gewöhnlich. Mund gewöhnlich. Zähne keine. Gesichts⸗ farbe roth. Sprache, verschiedene. Besondere Kenn⸗ zeichen: keine.

cn. 8— In der Strafsache gegen den Knecht Süring und den Ackerbürgersohn Plath, Beide hier, wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, D. 78. 86, suchen wir folgende im Vorverfahren bereits vernommene Zeugen behufs der Ladung zur Hauptverhandlung: 1) den Schlossergesellen Eduard Witzel, geboren am 22. März 1851 zu Heiligenstadt, 2) den Schneidergesellen Alfred Herre, geboren am 7. August 1854 im Kreise Ragnit. Die Gesuchten selbst und Jeder, welcher über ihren Aufenthalt Kunde hat, insbesondere die geehrten Be⸗ hörden, werden um Mittheilung ersucht. Pyritz, den 29. September 1886. Kodöhnigliches Amtsgericht.

Der Wehrpflichtige Schmied Carl Martin Friedrich Schwink, geboren am 21. Juli 1862 zu Mölln, Bezirk Waren, zuletzt in Woldeforst, Kreis Grimmen,

aufhältlich, 1“

wird beschuldigt, als Wehrpflichtiger in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen, oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebietes aufgehalten zu haben Vergehen gegen 8. 140 Abs. 1 Nr. 1 Str.⸗G.⸗B.

Derselbe wird auf

den 3. Dezember 1886, Mittags 12 Uhr, vor die I. Strafkammer des Königlichen Land⸗ gerichts zu Greifswald, Domstr. Nr. 7, zur Haupt⸗ verhandlung geladen. 3

Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Civil⸗Vorsitzenden der Ersatz⸗Kommission des Aushebungsbezirks Waren über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Er⸗ klärung verurtheilt werden.

Durch Beschluß der Ferienkammer des Königlichen Landgerichts zu Greifswald vom 19. August 1886 ist das Vermögen des Angeklagten zur Deckung der den⸗ selben möglicherweise treffenden Geldstrafe und Kosten in Höhe von 300 mit Beschlag belegt.

Greifswald, den 11. September 1886.

Königliche Staatsanwaltschaft.

Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

[32162]

Antragsmäßig ist die Beschlagnahme des dem Mühlenbesitzer C. Stutzriem zu Altkaebelich ge⸗ hörigen Mühlengehöfts c. S. daselbst zum Zwecke der Zwangsversteigerung verfügt.

Seguester: Inspektor L. Schroeder zu Altkaebe⸗ lich (bei Oertzenhof).

Anmelde⸗ und Verkaufstermin 8 Mittwoch, den 15. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr bezw. 11 Uhr,“

Ueberbotstermin

Mittwoch, den 5. Januar 1887, Vormittags 11 Uhr. Woldegk, den 27. September 1886. Großherzogliches Amtsgericht. A. Willert. [32169] 1

In Sachen, betreffend das im Zwangsversteige⸗ rungsverfahren verkaufte, früher der Tischlerwittwe Dorothea Hübner, geb. Schumacher, hierselbst ge⸗ hörige Wohnhaus Nr. 142 zu Schwaan, ist von dem Großherzoglichen Amtsgericht Termin zur Ab⸗ nahme der Rechnung des Sequesters und zur Rück⸗ zahlung der bestellten Sicherheit an den Käufer an⸗ gesetzt auf

Sonnabend, den 16. Oktober 1886, Mittags 12 Uhr, 8 im Amtsgerichtsgebäude. G

Die Rechnung des Seguesters über die Verwal⸗ tung des Grundstücks während des Zwangsverstei⸗ gerungsverfahrens ist mit den Belägen zur Einsicht der Betheiligten in der Gerichtsschreiberei, Abthei⸗ Fü8 Zwangsvollstreckungen und Konkurse, nieder⸗ gelegt.

Schwaau, den 1. Oktober 1886.

W. Völcker, G.⸗Dtr.

Gerichtsschreiber des Großherzogl. Mecklenburg⸗

Schwerinschen Amtsgerichts.

[32170]

In der Zwangsvollstreckungssache des Kaufmanns Ernst Sturm zu Helmstedt für sich und in Voll⸗ macht seiner Schwester, der Ehefrau des Kaufmanns Gustav Wedemeyer, Clara, geb. Sturm, in Genthin

Vorladungen u. dergl.

w. von

Oeffentlicher Anzeiger.

rung, werden die Gläubiger aufgefordert, ihre Forde⸗ rungen unter Angabe des Betrages an Kapital, Zinsen, Kosten und Nebenforderungen binnen zwei Wochen bei Vermeidung des Ausschlusses hier an⸗ zumelden. Zur Erklärung über den Vertheilungsplan, sowie zur Vertheilung der Kaufgelder wird Termin auf Dienstag, den 26. Oktober 1886, Morgens 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgerichte anberaumt, wozu die Betheiligten und die Ersteher hiermit vor⸗ geladen werden. Helmstedt, den 25. September 1886. Herzogliches Amtsgericht. Ha(te

In der Sache, betreffend die Zwangsversteigerung der zum überschuldeten Nachlaß des verstorbenen Mühlenmeisters H. Friedrichs zu Hinterste Mühle gehörigen, vor dem Friedlaender Thore hieselbst be⸗ legenen Scheune Nr. 14 wird der auf Freitag, den 22. Oktober ds. Js., er 10 Uhr, 1 vor Gericht hier anstehende Ueberbotstermin mit dem Bemerken hiedurch in Erinnerung daß in dem heute stattgehabten ersten Verkaufstermine ein Gebot nicht abgegeben ist. Neubrandenburg, 28. September 1886. Großherzogliches Amtsgericht. W. Saur. 6 [32173]

1 Aufgebot.

Auf den Antrag des Silvester Kubitza zu Marko⸗

wiß, als Vertreter seiner minderjährigen Kinder

Johanna und Joseph Kubitza werden folgende Per⸗

sonen:

1) Marie, geborene Wieczorek, verwittwet ge⸗ wesene Schuhmacher Johann Warczel, ver⸗ ehelichte Carl Pakusa,

2) die Geschwister Fen und Hedwig Pakusa, Kinder des Carl Pakusa und dessen ersten Ehefrau Apollonia, geborenen Palitza,

welche vor länger als 28 Jahren von Markowitz,

Kreis Ratibor, nach Ungarn ausgewandert sind und

sich zuletzt dort in Kanicza aufgehalten haben, auf⸗

gefordert, sich spätestens im vngsehosteranne den

28. September 1887, Vormittags 11 Uhr,

bei dem unterzeichneten Amtsgerichte Termins⸗

zimmer Nr. 10 zu melden, widrigenfalls ihre

Todeserklärung erfolgen wird. Ratibor, den 25. September 1886. 1 .“ Königliches Amtsgericht. Abthl. V.

[12484] Aufgebot.

In den diesgerichtlichen Hypothekenbüchern finden sich folgende Hypotheken auf den nachbezeichneten Anwesen der nachbenannten derzeitigen Besitzer ein⸗ getragen, und zwar im H. B. F.: 1

1. Peke-e. Bd. I. S. 575 auf Hs. Nr. 1 in

Hohenreuthe des Söldners Xaver Wiedemann 24 Fl., unverzinslich, dem vermißten Soldaten Mathias Naegele, lt. Obligation vom 25. Julig 1823 seit 14. Februar 1825,

Mindelheim Bd. X. S. 6792 auf Hs. Nr. 99 in Mindelheim des Werkzeugmachers Xaver Koeßler für Krescenz Burzelehner 25 Fl. Muttergut zu 4 %, 5 Fl. Anschlag ihres An⸗ theils der von Theres Burzelehner hinterlassenen Effekten und 5 Fl. jährlicher Anschlag ihres Wohnrechtes, lt. Kindsvertrag vom 22. März 1836 seit 16. September 1836.

Da die Nachforschungen nach den rechtmäßigen Inhabern fruchtlos geblieben und vom Tage der letzten auf diese Forderungen sich beziehenden Hand⸗ lungen an gerechnet dreißig Jahre verstrichen sind, so ergeht auf Antrag der vorgenannten Hypotheken⸗ objektsbesitzer an Diejenigen, welche auf die Forde⸗ rungen ein Recht zu haben glauben, hiemit die Auf⸗ forderung, ihre Ansprüche und Rechte innerhalb sechs Monaten, spätestens im Aufgebotstermine am

Donnerstag, den 9. Dezember 1886, Vormittags zehn Uhr, im diesgerichtlichen Sitzungssaale geltend zu machen, widrigenfalls die Forderungen für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelöscht würden.

Mindelheim, den 31. Mai 1886. 8

Kgl. Amtsgericht. Mayr. Zur Beglaubigung:

Gerichtsschreiberei des Kgl. bayer.

Mindelheim. 8 Der Kgl. Sekretär: Müller.

Amtsgerichts

(I. Sh)

[32157] Aufgebot. 8 Der Johannes Klay, Metzger in Zell, hat das Aufgebot h28 des von den Gottlieb Lang, Weingärtners Eheleuten in Zell am 10. Dezember 1852 über ein verzinsliches Anlehen don 50 Fl. der Ober⸗ amtsspar⸗ und Leihkasse Eßlingen laut UB. VII. Bl. 162 ausgestellten Pfandscheins beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufge⸗ fordert, spätestens in dem auf . Samstag, den 16. April 1887, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf⸗ gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunde erfolgen wird. Eßlingen, den 30. Septemcber 1886. Königliches Amtsgericht. Gerichtsschreiber: Mayser.

8

und Genossen, Kläger, wider den Generalagenten Arno Müller in Helmstedt, Beklagten, wegen Forde⸗

[32238]

—— —— ———

Aufgebot.

Die Vormünder Ackermann und Bäcker Ludwig Roth und Maurermeister Heinrich Waldschmidt, Beide aus Gladenbach, haben das Aufgebot ihres Pflegbefohlenen Conrad Roth aus Gladenbach, ge⸗ boren am 21. August 1811, welcher seit ungefähr 1830 nach Amerika ausgewandert und seitdem ver⸗ schollen ist, zum Zwecke der Todeserklärung desselben beantragt. 8 1b Der Conrad Roth wird daher aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 8. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf⸗ gebotstermine zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt werden wird. Gladenbach, den 18. September 1886. Königliches Amtsgericht. Abtheilung II. Gelhard.

[32156] Aufgebot. 1 Auf den Antrag des Finders wird der Eigen⸗ thümer der nachstehenden im Monat April d. J. im Jagen 12 Belaufs Frischenau der Königl. Forst e; beim Stubbenroden aufgefundenen Geld⸗ tücke:

1 Thalerstück, 27 Guldenstücke, ¼ Thalerstück, 34 Achtzehner, 158 halbe Gulden, 3 Achte⸗

halber

aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am 18. November 1886, Vorm. 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 1, seine Ansprüche und Rechte geltend zu machen, anderenfalls ihm nur der Anspruch auf Herausgabe des durch den Fund erlangten und zur Zeit der Er⸗ hebung des Anspruchs noch vorhandenen Vortheils vorbehalten, jedes weitere Recht aber ausgeschlossen werden wird.

Tapiau, am 28. September 1886.

Königliches Amtsgericht [32148] Aufgebot.

Der Grubendirektor Otto Röͤder zu Dortmund für sich und als Generalbevollmächtigter der übrigen Erben der Eheleute Justizrath Heinrich Georg Röder und Julie, geb. Cappell, zu Dortmund, nämlich: 1) Clementine Röder, verebelichte Oberst ec von Michalkowsky, zu Hannover, 2) Jo⸗

anna Röder, verwittwete Bauinspektor Flügel, zu Wesel, 3) Julie Röder, verehelichte Hofschauspieler Edward Stach, zu Darmstadt, 4) Dr. juris Louis Röder zu Dortmund, 5) Kaufmann Julius Röder zu Bremen, 6) Lieutenant Otto von Gillhausen zu Wesel, 7) Lieutenant Bruno von Gillhausen zu

annover, 8) Hermann von Gillhausen zu Steckling ei Wesel, vertreten durch den Rechtsanwalt Kram⸗ berg zu Dortmund, hat beantragt, die über die Band IV. Art. 2 des Grundbuchs von Dortmund in Abtheilung II. Nummer 1b. zu Gunsten des Justizraths Heinrich Georg Röder zu Dortmund eingetragene Hypothek von 3000 Thaler mit 5 % Zinsen aus der notariellen Urkunde vom 27. Mai 1872 und die daselbst Nummer 2 zu Gunsten des Justizraths Heinrich Georg Röder zu Dortmund eingetragene Hypothek von 4000 Thaler mit 5 % Zinsen seit dem 8. April 1873 auf Grund der nota⸗ riellen Urkunde vom 8. April 1873 gebildeten, an⸗ geblich verloren gegangenen Hypothekenurkunden auf⸗ zubieten.

Der unbekannte Inhaber dieser Urkunden wird daher aufgefordert, spätestens in dem auf den 18. Januar 1887, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 23, anbe⸗ raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die letzteren werden für kraftlos erklärt werden.

Dortmund, den 27. September 1886.

Königliches Amtsgericht. ö1113“ 8 [32150] Aufgebot.

Oekonom Johann Wennemar Oestrich zu Beeck bei Ruhrort, vertreten durch Justiz⸗Rath Bernau zu Minden, hat das Aufgebot folgender Grundstücke:

a. Flur 22 Nr. 162 die Hores Weide 1 Hektar 17 Ar 56 —Meter, eingetragen im Grundbuche von Bruckhausen Band I. Blatt 47 für den Arnold Evers zu Beeck, lur 25 Nr. 206/I1. 222 Stockumerfeld cker 66 Ar 65 ◻Meter, eingetragen im Grundbuche von Beeck Band II. Blatt 45 für die Geschwister Arndt, Margaretha,

Jenneken und Eberhard Evers zu Beeck,

zwecks IIIEö beantragt.

Etwaige Eigenthums⸗Prätendenten werden hiermit aufgefordert, ihre Anspruͤche und Rechte auf obige Grundstücke spätestens im Aufgebotstermine den 16. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr, anzumelden, unter der Verwarnung, daß im Falle nicht erfolgender Anmeldung und Bescheinigung des vermeintlichen Widerspruchsrechts der Ausschluß aller Eigenthums⸗Prätendenten und die Eintragung des Besitztitels für den Antragsteller erfolgen wird.

Ruhrort, den 25. September 1886. 8

Königliches Amtsgericht. 8 [321511 Aufgebot. Nachdem der Antrag des Friedrich Wilhelm hanns, wohnhaft in Lehe, gegen seine Stiefbruͤder Henning Diedrich Jo⸗ hanns und Hanke Ehrich Johanns das gericht⸗ se Verfahren behuf Todeserklärung einzu⸗ eiten, als zulässig und demgemäß der Erlaß eines Auf⸗ gebots erkannt ist, so ergeht hiermit an die genannten Henning Diedrich Johanns und Hanke Ehrich Johanns die Aufforderung, spätestens im Termine vom 14. Oktober 1887, Vormittags 9 ½ Uhr,

Jo⸗

vor dem unterzeichneten Gerichte persönlich oder

6. Berufs⸗Genossenschaften. .Verschiedene Bekanntmachungen. Theater⸗Anzeigen 8 Familien⸗Nach

——öV’”=

In der Börsen⸗Beilage.

richten.

durch einen Bevollmächtigten zu erscheinen oder bis dahin Kunde von ihrem Leben zu geben, widrigen⸗ falls dieselben für todt erklärt und ihr Vermögen den in Folge ihres Todes dazu Berechtigten ver⸗ abfolgt werden wird. Ferner werden Alle, welche von dem Leben oder Tode der genannten Henning Diedrich Johanns und Hanke Ehrich Johanns Nachricht besitzen, aufgefor⸗ dert, solche dem unterzeichneten Gerichte mitzutheilen. Zugleich werden die unbekannten Erben und Gläu⸗ biger der oben genannten Henning Diedrich Johanns und Hanke Ehrich Johanns hiermit geladen, ihre etwaigen Ansprüche und Forderungen bei Strafe des Verlustes derselben in dem oben bezeichneten Ter⸗ mine anzumelden.

Bremerhaven, am 29. September 1886.

Das Amtsgericht, Abtheilung I.

gez. Funke. 8 Beglaubigt: Trumpf, Gerichtsschreiber.

[24110] Wechsel⸗Aufgebot. 8 Als angeblich verloren gegangen werden auf⸗ gebhtene gitehendes Wechselatcept

Nachstehendes Wechselaccept:

· „Breslau, den I ten April 1885 für Mark 40.

Am 1 ten Juli a. c. zahlen Sie für diesen Prima-Wechsel an die Ordre von mir selbst die Summe von

Mark vierzig,

„den Werth in mir selbst und stellen es auf Rechnung laut Bericht.

Herrn J. M. Dimant

in Breslau

No. Moltkestr. 14, welches zur Zeit des Verlustes den Namen des Aus⸗ stellers noch nicht enthält; b 2) der von Markus Wolff zu Breslau auf Wil⸗ helm Geisler daselbst gezogene, von letzterem accep⸗ tirte und von Marcus Wolff und H. Rosenthal in blanco girirte Wechsel vom 24. Oktober 1866 über 200 Thaler, zahlbar am 24. Januar 1867;

3) der von W. Jeglinsky zu Breslau auf den Major Carl Fähndrich daselbst gezogene, von acceptirte echsel vom 1. September 1874 über 250 Thaler, zahlbar am 8. Dezember 1874, welcher auf der Rückseite mit dem Vermer

„Inhalt empfangen.

Breslau, den 6. 12. 74.

W. Jeglinsky.

8

Dimant.

Prima-Wechsel. Angenommen

J. M

versehen ist; und zwar auf Antrag: d

zu 1) der verehelichten Louise Jacob zu Breslau,

zu 2) des Kaufmanns H. Rosenthal daselbst,

zu 3) des Kaufmanns W. Jeglinsky daselbst.

Die Inhaber der vorbezeichneten Urkunden werden. aufgefordert, ihre Rechte auf dieselben spätestens im Aufgebotstermine

den 11. März 1887, Vormittags 11 Uhr,

bei dem unterzeichneten Gericht (am Schweidnitzer⸗ Stadtgraben 2/3, Zimmer Nr. 47, II. Stock) anzu⸗ melden und die Ürkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der letzteren erfolgen wird.

Breslau, den 10. Juli 1886.

Koönigliches Amtsgericht [32152 27 Amtsgericht Oldenburg, Abth. I.

Der Kaufmann Wilhelm Sievers, Inhaber der Firma Ernst Sievers in Salzgitter, hat vorgestellt und bescheinigt, daß ihm der Schuldschein Nr. 11311 über 40 Thaler der Oldenburgischen Eisenbahn⸗ Prämienanleihe vom 7. Februar 1871 nebst Talon und den Coupons Nr. 15— 20 inkl. abhanden ge⸗ kommen sei, und beantragt, daß ein Aufgebot wegen des vorbezeichneten Schuldscheins erlassen werde.

Diesem Ansuchen wird stattgegeben und der In⸗ haber des vorbezeichneten Schuldscheins aufgefordert, spätestens in dem auf den 26. November 1890, Mittags 12 Uhr, angesetzten Angabetermine seine Rechte bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte anzumelden und den Schuldschein im Original vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung desselben erfolgen wird.

Oldenburg, 1886, September 29

Harbers. . [32172] b

Ueber nachstehend bezeichnete Grundstücke, als:

1) das dem Eigenthümer Friedrich Lembke, genannt Kunkel, zu Fleeth gehörige, daselbst sub Nr. 1 belegene Wohnhaus c. p., 1u das dem Eigenthümer Friedrich Krasemann zu Kratzeburg gehörige, daselbst sub Nr. 6a. be⸗ legene halbe Wohnhaus c. P., das der Ehefrau des Tischlers Franck, Wilhel⸗ mine, geb. Kittelmann, zu Dalmsdorf gehörige, daselbst sub Nr. 1a. belegene halbe Wohn⸗ haus c. p.⸗ 88 1 das dem Schlössermeister Albert Kühl in Mirow gehörtge⸗ daselbst sub Nr. 50 belegene Wohn⸗ haus c. p., das dem Eigenthümer Carl Rose zu Granzin gehörige, daselbst sub Nr. 3 belegene Wohn⸗ haus c. p., das der verehelichten Arbeitsmann Reincke, Auguste, geb. Fahrnow in Mirow gehörige, daselbst sub Nr. 33 b. belegene Wohnhaus c. p., sollen antragsmäßig Hypothekenbücher errichtet werden.

Es werden daher Alle, welche Realrechte an diese Grundstücke zu haben vermeinen und deren Ein⸗ tragung in die niederzulegenden Hypothekenbücher ver⸗ langen, peremtorisch hierdurch geladen, solche in dem dieserhalb auf 88

Donnerstag, den 16. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, h vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf⸗ gebotstermine anzumelden und zu rechtfertigen unter dem Nachtheile, daß alle nicht angemeldeten und von

2)

3)