c. der Häusler Joseph Lissok zu Leschezin die mvurrr 994/430, 995 431, 996/401 von
a 73 qm, 7 a 40 qm, 1 a 67 qm mit 0,02, 0,23, 0,01 Thlr. Reinertrag,
d. der Halbbauer Mathias Kurpanik zu Leschezin die Flächenabschnitte Nr. 997/430, 998/431, 999/401 von 2 a 60 qm, 7 a 42 qm, 2 a 79 qm mit 0,02, 0,23, 0,02 Thlr. Reinertrag,
mänen und Forsten, unterm 14. d. M. Namens des Fiskus mit höherer Ermächtigung gegen Empfang einer Abfindungssumme allen Ansprüchen entsagt hat, welche die Lehnsherrschaft aus dem Grunde würde geltend machen können, weil das Lehngut ohne Vor⸗ wissen der Lehnsherrschaft verkauft worden, ist die Beendigung des Konkursverfahrens, namentlich die Auszahlung des oben gedachten Ueberschusses nebst angesammelten Zinsen an die Gebrüder Mull in
5
seit 1. Juli 1862, 6 Thlr. 3 Sgr. 10 Pf. Zinsen aus dem Erkenntniß vom 16. April 1862 für den Pferdehändler Goswin Soest⸗ meyer zu Ledde
erkennt das Königliche Amtsgericht zu Tecklenburg
durch den Amtsrichter Druffel für Recht: 1) der eingetragene Gläubiger bezw. dessen Rechts⸗
459 Thlr. 15 Sgr. Judikat nebst 4 % Zinsen
b. 86 Thlr. 20 Sgr. ½ Pf. Muttergut und son⸗ stige Rechte des am 10. März 1826 geborenen Johann Heinrich Hackmann aus dem Rezesse vom 28. Juni 1832,
erkennt das Königliche Amtsgericht zu Tecklenburg durch den Amtsrichter Druffel für Recht:
1) die eingetragenen Gläubiger bezw. deren
Rechtsnachfolger werden mit ihren Ansprüchen
Dritte B
eilage
8-Anzeiger und Königlich Preußis
“
eiger
Berlin, Dienstag, den 12. Oktober
6 des Gesetzes über den Markenschutz, vom 30. November 1874,
e. die Bergmann Johann und Franzisca Schwi⸗ tallaschen Eheleute zu Morgenroth die Flächen⸗ abschnitte 1000/430, 1001/431, 1002/401 von 1 a
24292 auf die Posten ausgeschlossen, NR 2) die Kosten werden dem Antragsteller zur Last —
nachfolger werden mit ihren Ansprüchen auf
dem Termine b die Post ausgeschlossen,
Donnerstag, 23. Dezember 1886,
Der Inhalt dieser Beilage, in welcher auch die im §.
65 qm, 5 a 45 qm, 1 a 44 qm mit 0,01, 0,17, 0,01 Thlr. Reinertrag,
f. die Wittwe Auguste Jauernik zu Pschow die Flächenabschnitte 1003/430, 1004/431, 1005/401 von 1 a 63 qm, 5 a 47 qm, 1 a 44 qm mit 0,01, 0,17, 0,01 Thlr. Reinertrag,
g. der Müller Johann Pawellek und dessen minderjährigen Kinder Marie, Julie, Ludwig, Albine und Alois Pawellek zu Leschezin die Flächenab⸗ schnitte 1006/430, 1007/431, 1008/401 von 11 a 23 qm, 30 a 09 qm, 9 a 89 qm mit 0,07, 0,94, 0,07 Thlr. Reinertrag, .
h. der Halbbauer Franz Chroszez zu Leschezin die Flächenabschnitte 1009/430, 1010/431, 1011/401 von 4 a 51 qm, 15 a 57 qlm, 5 a 53 qm mit 0,03, 0,49, 0,04 Thlr. Reinertrag, 8
i. der Halbbauer Franz Tkocz zu Leschezin die Flächenabschnitte Nr. 1012/430, 1013/431, 1014/401 von 4 a 82 qm, 13 a 97 qm, 6 a 82 qm mit 0,03, 0,44, 0,04 Thlr. Reinertrag, 8
k. der Halbbauer Joseph Moron zu Leschezin die Flächenabschnitte Nr. 1015/430, 1016/431, 1017/401 von 4 a 14 qm, 4 a 00 qm, 12 a 78 qm, 4 a 68 qm mit 0,03, 0,13, 0,50, 0,03 Thlr. Reinertrag,
1l. der Halbbauer Andreas Mazur zu Leschezin die Flächenabschnitte Nr. 1018/430, 1019/431, 1020/401 von 2 a 37 qm, 18 a 43 qm, 4 a 81 qm mit 0,02, 0,72, 0,03 Thlr. Reinertrag,
m. die Halbbauer Franz und Josepha Moron'’schen Eheleute zu Leschezin die Flächenabschnitte 1021/430, 1022/431, 1023/401 von 25 qm, 22 a 54 qm, 2 a 81 qm mit 0,88, 0,02 Thlr. Reinertrag,
n. der Halbbauer Joseph Scheffcezyk zu Leschezin die Flächenabschnitte Nr. 1024/431, 1025/401 von 24 a 55 qm, 1 a 06 qm mit 0,96, 0,01 Thlr. Reinertrag
besitzen, und welche bisher im Grundbuch von Leschezin nicht eingetragen gewesen sind, sollen auf Antrag der vorstehend aufgeführten Besitzer zum Zweck der Anlegung eines Grundbuchblattes aufge⸗ boten werden.
Alle unbekannten Eigenthumsprätendenten werden hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche auf diese oben⸗ genannten Flächen spätestens im Aufgebotstermine
den 15. Februar 1887, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht (Zimmer 51) anzu⸗ widrigenfalls sie mit denselben ausgeschlossen werden.
Rybnik, den 4. Oktober 1886.
Königliches Amtsgericht. Abtheilung III.
1337000) Ediktalladung.
Bei dem unterzeichneten Gericht ist auf Todes⸗ erklärung des Tagelöhners Johann Georg Schnur von Breitenbach, geboren den 13. Juni 1832, seit wenigstens 30 Jahren verschollen, angetragen.
Dem Provokaten und den von demselben zurück⸗ S Erben und Erbnehmern, zu denen zwei Zrüder und drei Schwestern gehören sollen und von denen sich ein Bruder, der Schuhmacher Heinrich Schnur, und eine Schwester, die Ehefrau des Tage⸗ löhners Schmidt in Breitenbach. Kreis Worbis, aufhalten sollen, wird aufgegeben, sich bei dem unter⸗ zeichneten Gericht oder in dessen Gerichtsschreiberei schriftlich oder persönlich zu melden und daselbst weitere Anweisung zu erwarten, und zwar spätestens in dem auf den 16. September 1887, Vormittags 11 Uhr, Zimmer Nr. 5, anberaumten Termine unter der Verwarnung, daß der Verschollene selbst im Falle seines Nichterscheinens für todt erklärt und dessen Nachlaß den gesetzlichen Erben desselben unter den gesetzlichen Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen zuerkannt werden wird. b
Worbis, den 5. Oktober 1886.
G Königliches Amtsgericht. II.
Knochenhauer.
[33732] Ediktalladung.
Im Jahre 1827 ist über das Vermögen des Doppelkothsaß Christoph Mull zu Haverlah der Konkurs der Gläubiger eröffnet.
Der Mull'sche Doppelkothhof Nr. 8 zu Haverlah war Lehngut und sind durch Prioritätsurtheil vom Jahre 1828 die Konkursgläubiger behufs ihrer suec⸗ cessiven Befriedigung auf die nach Abzug der Ver⸗ waltungskosten verbleibenden Erträge des Hofes ver⸗ wiesen worden.
Nachdem das Konkursverfahren bis zum Jahre 1882 gedauert hatte, ergab sich durch Rechnung, daß das Verfahren, wenn nach der Veranlagung weiter geführt, noch länger als ein Jahrhundert hätte fort⸗ geführt werden müssen.
Bei dieser Sachlage wurde beschlossen, die Be⸗ endigung des Konkursverfahrens im Wege gütlicher Vereinbarung zu versuchen.
Die zu dem Zwecke zugelegten Verhandlungen haben Erfolg gehabt. Als einzige Berechtigte zur Succession in das Lehnsgut wurden die Gebrüder Louis Mull in Muscatine und August Mull in Bockenem ermittelt.
Die Gebrüder Mull haben eingewilligt, daß der Lehnhof behufs Befriedigung der Konkursgläubiger verkauft werde mit dem Vorbehalte, daß ein Jeder von ihnen die Hälfte des Kaufgeldrestes erhalte, welcher nach Befriedigung der Konkursgläubiger übrig bleibe.
Mit den Konkursgläubigern ist ein Arrangement dahin abgeschlossen, daß dieselben ihre angemeldeten Kapitalforderungen zu voll bezahlt erhalten sollten, dagegen auf Zinsen verzichteten.
Der Doppelkothhof Nr. 8 zu Haverlah ist ge⸗ richtlich auf die Summe von
63 942 Mk. 51 Pfg. verkauft.
Von dem Erlöse sind die Gläubiger nach Maß⸗ gabe des Arrangements befriedigt, mehrere der Fa⸗ milie des Kridars Angehörige aus Gründen der Billigkeit mit Abfindungssummen bedacht und pptr. 53 000 Mark in Verwaltung des Konkursverwalters geblieben.
Nachdem nunmehr auch die Königliche Regierung
Vormittags 11 Uhr, in Aussicht genommen.
Diejenigen welche vermeinen, an der vorhandenen Vermögensmasse nähere, oder doch gleich nahe An⸗ sprüche zu haben, werden aufgefordert, solche Ansprüche bis zum 23. Dezember 1886 bei dem Amtsgerichte Liebenburg zu melden.
Erfolgen Anmeldungen in den gedachten Rich⸗ tungen nicht bis zu dem gesetzten Termine, so werden die Gebrüder Mull für die wahren Berechtigten an⸗ genommen. 8
Die nach dem Ausschlusse sich etwa meldenden Berechtigten sind alle bis dahin über die Mull'sche Konkursmasse erlassenen Verfügungen anzuerkennen schuldig, auch weder Rechnungsablage noch Ersatz der erhobenen Nutzungen zu fordern berechtigt, haben ihre Ansprüche vielmehr auf das zu beschränken, was als⸗ dann von der Masse noch vorhanden sein möchte.
eesetüteltis. den 3. Oktober 1886.
1 Königliches Amtsgericht.
gez. Pfafferott. Beglaubigt und veröffentlicht: R. Teckener, Sekretär, Gerichtsschreiber Königlichen Amtsgerichts.
[33708]
Auf den Antrag der Ortsarmenkasse zu Haselhorst, vertreten durch den Rittergutsbesitzer Eschwe da⸗ selbst, wird der Verlierer resp. Eigenthümer der am 10. April 1886 auf der Feldmark Sternfelde durch den Arbeiter Friedrich Görn gefundenen 21 Stück Friedrichsdore aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am 10. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht seine Ansprüche und Rechte anzumelden, widrigenfalls ihm nur der An⸗ spruch auf Herausgabe des durch den Fund erlangten und zur Zeit der Erhebung des Anspruchs noch vor⸗ handenen Vortheils vorbehalten, jedes weitere Recht aber ausgeschlossen werden wird. 8 8
Spandau, den 2. Oktober 1886.
Köhnigliches Amtsgericht. [33726]
Alverdissen. Auf den Antrag der Wittwe Leib⸗ züchterin Böhmer zu Dudenhausen werden Diejeni⸗ gen, welche ein näheres oder gleich nahes Erbrecht
zu Hannover, Abtheilung für direkte Steuern, Do⸗
an den Nachlaß der kürzlich unverheirathet und ohne Leibeserben verstorbenen Christine Puls von Nr. 12 zu Sonneborn zu haben vermeinen, hierdurch aufge⸗ fordert, solches in dem auf Dienstag, den 21. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr,
an hiesigem Gerichtszimmer anberaumten Termine so gewiß anzumelden und zu begründen, als sonst die Provokantin als die nähere Erbin angenommen werden soll.
Die nach dem Ausschlusse sich Meldenden und Legitimirenden haben alle bis dahin über den Nachlaß getroffenen Verfügungen anzuerkennen, auch weder Rechnungsablage noch Ersatz der erhobenen Nutzun⸗ gen zu fordern, sondern ihre Veshee auf das zu
eschränken, was von der Erbschaft noch vor⸗ handen ist.
Der Ausschlußbescheid wird nur durch blatt bekannt gemacht werden.
Alverdissen, den 6. Oktober 1886.
Fürstliches Amtsgericht. (Unterschrift.)
das Amts⸗
[33731]
In Sachen betreffend die Todeserklärung des früheren Haussohnes Lüer Burfeind, geboren am 15. März 1854 in Godenstedt wird der auf Freitag,
den 8. April 1887, anberaumte Aufgebotstermin auf
Freitag, den 15. April 1887, Morgens 10 Uhr,
verlegt.
Zeven, den 7. Oktober 1886.
Königliches Amtsgericht. Büning.
[33736] UAusschlußurtheil. .““
In Sachen, die Auszahlung der Ablösungscapitale für die auf den früheren städtischen Forsten ruhenden Brenn⸗ und Schwellholzdeputate betreffend, werden alle Diejenigen, welche ihre etwaigen Ansprüche an die einzelnen Ablösungscapitale in den auf den 30. September und 1. Oktober c. anstehenden Ter⸗ minen nicht angemeldet haben, dem in der Verfügung vom 24. Juli c. angedrohten Präjudize gemäß, mit solchen damit ausgeschlossen.
Blankenburg, den 6. Oktober 1886. Herzogliches Amtsgericht.
Ribbentrop.
[33740]
Auf den Antrag in Ober⸗Schridlau, vertreten durch den Justizrath Neubaur in Berent, erkennt das Königliche Amts⸗
Im Namen des Königs!
des Besitzers Valentin Burczyk
gericht zu Berent durch den Dr. Ollendorff 8 für Recht:
der Gläubiger der auf den Grundstücken Ober⸗ Schridlau Nr. 33 und 55 Abtheilung III Nr. 3 auf Grund der Schuldurkunde vom 22. Dezember 1862 eingetragenen Forderung von 64 Thaler 4 Silber⸗ roschen 7 Pfennigen = 192 ℳ 47 ₰, Michael udwig Froese und seine unbekannten Rechts⸗ nachfolger werden mit ihren Ansprüchen auf diese Post ausgeschlossen. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Antrag⸗ steller zur Last. — Dr. Ollendorff. Verkündet am 23. September 1886. von Tempski, Gerichtsschreiber
Gerichts⸗Assessor
[337472 Im Namen des Königs!
Verkündet am 24. September 1886. Backhaus, Gerichtsschreiber.
Irn Sachen, betreffend das Aufgebot der im Grund⸗
buche von Wester⸗Kappeln Band I. Blatt 36 Ab⸗
2) die Kosten fallen dem Antragsteller zur Last. gez. Druffel. Tecklenburg, den 24 September 1886. Königliches Amtsgericht. (L. S.) Weihe. [33741) Im Namen des Königs!
Verkündet am 29. September 1886. Scheffler, Referendar, als Gerichtsschreiber. In der Klose'schen Aufgebotssache erkennt das
Königliche Amtsgericht zu Greiffenberg a. Q. durch den Amtsrichter Oehler für Recht:
1) Die unbekannten Erben des am 27. März 1885 zu Schoosdorf verstorbenen Webers Carl Friedrich Julius Klose werden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf den Nachlaß ausgeschlossen und wird letzterer dem landesherrlichen Fiskus zugesprochen.
2) Die Kosten des Aufgebotsverfahrens sind aus dem Nachlasse vorweg zu entnehmen.
Oehler.
Im Namen des Königs! Verkündet am 4. Oktober 1886. Schulz, als Gerichtsschreiber. Auf den hneeg des Maurermeisters Otto Brandt in Stendal als Nachlaßpflegers erkennt das König⸗ liche Amtsgericht zu Stendal durch den Amtsrichter
Michaelis für Recht:
Der Nachlaß der am 26. September 1884 zu Stendal verstorbenen Wittwe Anna Wollenweber, deren Herkunft unbekannt ist, wird dem Königlichen Fiskus verabfolgt und der sich später meldende Erbe at alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers an⸗ zuerkennen und kann weder Rechnungslegung noch Ersatz der Nutzungen, vielmehr nur Herausgabe des vom Nachlasse noch Vorhandenen fordern.
Stendal, den 4. Oktober 1886.
Königliches Amtsgericht.
[33739]
Im Namen des Königs!
Verkündet am 23. September 1886
Schüler, Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag:
1) des Landwirths Heinrich Wilhelm Fischer zu Eggelingen, für sich und seine vier minder⸗ jährigen Kinder, 1
2) des Landwirths Johann Frerichs zu Blersum,
— vertreten durch den Rechnungssteller Freund
zu Wittmund —
erkennt das Königliche Amtsgericht zu Wittmund durch den Amtsrichter Wilhelmy für Recht: Alle diejenigen, welche an folgenden Posten:
a. der auf dem Grundstücke Eggelingen Nr. 182 für Johannes Brants in Wittmund eingetragenen jährlichen Grundheuer von 5 Thalern mit Weinkauf, .
b. der auf dem dem Landwirth Johann Frerichs zu Blersum gehörigen Grundstücke Blersum Nr. 110 für des Otto Eilts Jakobs Platz Blersum Nr. 16 eingetragenen Grundheuer von jährlich 2 Reichsthaler Courant und den auf demselben Grundstücke für den in Amerika ver⸗ storbenen Dienstknecht Johann Hinrich Reents von Norddunum im Jahre 1868 eingetragenen
8 120 Thaler Gold Rechte haben, werden mit denselben ausgeschlossen. Die Kosten werden den Extrahenten auferlegt. Wilhelmy, Ausgefertigt: Wittmund, den 4. Oktober 1886. — (L. S.) Schüler, Amtsgerichts⸗Sekretär, Gerichtsschreiber Königlichen Amtsgerichts.
[33748]
[33737]
Im Namen des Königs! Verkündet am 24. September 1886. Backhaus, Gerichtsschreiber.
In Sachen, betreffend das Aufgebot folgender im Grundbuche von Wester⸗Cappeln Band V. Blatt 1264 Abtheilung III. Nr. 2 eingetragenen Posten:
1) 18 Thlr. 11 Sgr. 7 Pf. aus dem Agnitions⸗
bescheide vom 9. März 1830 und 25 Thlr. 9 Sgr. 2 Pf. laut Immissions⸗Dekret vom 12. November 1830 für den Bürgermeister Rehorst zu Lotte,
2) 4 Thlr. 25 Sgr. 3 Pf. Mandatargebühren des Justiz⸗Kommissars Greiff und 2 Thlr. 11 Sgr. 6 Pf. Exekutionskosten für den Gerhard Hein⸗ rich Driemeyer zu Ledde, 1b
erkennt das Königliche Amtsgericht zu Tecklenburg durch den Amtsrichter Druffel für Recht:
1) Es werden die eingetragenen Eigenthümer bezw. deren Rechtsnachfolger mit ihren Ansprüchen auf die vorerwähnten Posten ausgeschlossen.
2) Die Kosten werden dem Antragsteller zur Last gelegt. 8
gez. Druffel. Tecklenburg, den 24. September 1886. Königliches Amtsgericht. (L. S.) Weihe. [33755]1
Die bis jetzt nicht bekannt gewordenen Erben der am 27. Dezember 1881 zu Merzwiese verstorbenen verehelichten Miether und Maurer Schmidt, Anna Elisabeth, geb. Schmidt, sind mit ihren Ansprüchen auf den Nachlaß der letzteren nach Maßgabe der gemäß §. 152 Tit. 51 Theil I. Allgem. Gerichts⸗ Ordnung gestellten Verwarnung durch Urtheil vom 30. September d. Js. aussgeschlossen.
Krossen a. O., den 3. Oktober 1886.
Königliches Amtsgericht. [33744) Im Namen des Königs! Verkündet am 24. September 1886. Backhaus, Gerichtsschreiber.
In Sachen, betreffend das Aufgebot folgender im Grundbuche von Kappeln Band I. Blatt 153 Ab⸗ theilung III. Nr. 1 und 3 eingetragenen Posten:
a. 180 Thlr. für die Erben des Kaufmanns Jo⸗
gelegt. G — gez. Druffel. “ den 24. September 1886. önigliches Amtsgericht. Weihe.
Im Namen des Königs! Verkündet am 17. September 1886. Somborn, Gerichtsschreiber. In Sachen, betreffend Aufgebot von Hypotheken⸗ posten erkennt das Königliche Amtsgericht zu Tecklen⸗ burg durch den Amtsrichter Weihe für Recht: in Erwägung: das Aufgebot folgender Posten: 200 Thaler Gold, eingetragen Band I. Blatt 58 Abtheilung III. ad 2 auf Grund der Urkunde vom 29. Juli 1818 für den Landrichter Hoffbauer in Tecklenburg, 80 Thaler Darlehn eingetragen für den Pastor Goldeking in Ibbenbüren aus der Ur⸗ kunde vom 22. Oktober 1830, Band IV. 1116, Abtheilung VII. Nr. 1 Tecklen⸗ burg, emäß §. 824 C. P. O., §. 20, 4, §. 21 Aus⸗ ührungsgesetzes zur C. P. O. frist⸗ und form⸗ gerecht erfolgt ist, daß in dem Aufgebotstermin sich Niemand gemeldet hat, Die eingetragenen Gläubiger oder deren unbe⸗ kannte Rechtsnachfolger werden mit ihren An⸗ sprüchen auf diese Posten ausgeschlossen. gez. Weihe. Tecklenburg, den 24. September 1886 Königliches Amtsgericht. (L. S.) Weihe.
[33745]
[33735]
Im Namen des Königs!
Verkündet am 4. Oktober 1886.
Schwarz, Gerichtsschreiber.
In der Leo’'schen Aufgebotssache — III. F. 8./86 — erkennt das Königliche Amtsgericht zu Goldberg 9 ““ durch den Gerichtsassessor Becher für Recht:
Die Hypothekenurkunde über 6000 ℳ Darlehn, eingetragen aus der Schuldurkunde vom 8. Juli 1881 an demselben Tage für den Partikulier Gottlob Wiesner zu Warmbrunn in Abthei⸗ lung III. Nr. 2 des dem Königlichen Kreis⸗ physikus Dr. Herrmann Leo in Goldberg ge⸗ hörigen Grundstücks Nr. 101 Hermsdorf G. und laut Vermerks vom 19. Dezember 1883 umgeschrieben auf Frau Kreisphysikus Dr. Leo, Mathilde, geborene Wiesner in Goldberg, — gebildet aus dem Hypothekenbriefe vom 8. Juli 1881 nebst dem Vermerk vom 19. Dezember 1883 und Ausfertigung der Verhandlung vom 8. Juli 1881 als Schuldurkunde, wird zum “ der Neuausfertigung für kraftlos er⸗ lärt.
Die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden der Antragstellerin, Frau Kreisphysikus Dr. Leo in Goldberg, auferlegt. 1
[33743] Das Königliche Amtsgericht München I., Abtheilung A. für Civilsachen, hat am 5. Oktober 1886 nachstehendes Ausschluß⸗ urtheil erlassen und verkündet:
I. Der Depositenschein der bayerischen Vereins⸗ bank dahier vom 9. August 1882 mit Nr. 1397 über folgende vom K. Forstgehilfen C. Koch in Irsee am bezeichneten Tag bis 9. August 1883 bei genannter NS als offenes Depot hinterlegte Werthpapiere, als:
1) ein Stück 4 % bayer. Eisenbahnanlehen von 1875, Serie 174 Nr. 43 395 zu 200 ℳ,
2) ein Stück 4 % Pfandbrief der bayer. Hypo⸗ theken⸗ und Wechselbank, Litt. H. Nr. 18752 zu 200 ℳ,
3) zwei Stück 4 % Pfandbriefe der süddeutschen Bodenkreditbank, E. II. Nr. 1197 und 3437 zu je 300 ℳ, ein Stück 4 % bayer. allgemeines Anlehen von 1880, Serie 678 Nr. 33 881 zu 1000 ℳ, zwei Stück 4 % bayer. Eisenbahnanlehen von 1879, Serie 3921 Nr. 196 043 und 196 045 zu je 1000 ℳ, zwei Stück desgleichen, Serie 706 Nr. 176 274 und 176 275 zu je 200 ℳ, ein Stück 4 % bayer. Eisenbahnanlehen von 1876, Serie 236 Nr. 58 768 zu 200 ℳ, ein Stück 4 % Pfandbrief der bayer. Vereins⸗ bank, Litt. D. Nr. 24 190 zu 200 ℳ,
wird für kraftlos erklärt.
II. Die Kosten des Verfahrens haben die Antrag⸗ steller zu tragen.
München, den 7. Oktober 1886.
Der geschäftsleitende Kgl. Gerichtsschreiber:
(Iö8 Hagenauer.
[33746] Im Namen des Königs! Verkündet am 24. September 1886. Backhaus, Gerichtsschreiber. In Sachen, betreffend das Aufgebot der über fol⸗ gende Posten gebildeten Hypothekenurkunden: a. 100 Thlr. aus der Urkunde vom 13. Juni 1858 für den Rechtsanwalt Greiff, b. 350 Thlr. aus der Obligation vom 21. März 1869 für die Kinder des verstorbenen Berg⸗ schmieds Pötter, eingetragen im Grundbuche von Ledde Band I. Blatt 190 Abtheilung III. Nr. 2 und 3, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Tecklenburg durch den Amtsrichter Druffel für Recht: 1) die vorbezeichneten Urkunden werden hiermit für kraftlos erklärt, 2) die Kosten werden dem Antragsteller zur Last gelegt. gez. Druffel. Tecklenburg, den 24. September 1886.
theilung III. Nr. 18 eingetragenen Post:
hann Friedrich Honselr 3. Oktober 1824,
Königliches Amtsgericht. (L. S.) Weihe.
vom 11.
Berlin auch durch die Königliche Expedition des Anzeigers, SW. Wilhelmstraße 32, bezogen werden.
anuar 1876, und die im Patentgesetz, vom 25. Mai 1877, vorgeschriebenen
Central⸗Handels⸗
Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich kann durch alle Post⸗Anstalten, für 8e 49½ 8 9„ 32 . ,227 — 8. Deutschen Reichs⸗ und Königlich Preußischen Staats⸗
Bekanntmachungen veröffentlicht werden, erscheint auch in einem besonderen
Deutsche Reich. 2
Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich erscheint in el täglie nnement beträgt 1 ℳ 50 ₰ für das Vierteljahr. — Einzelne Nummern kosten 29 ₰. — ertionspreis für den Raum einer Druckzeile 30 ₰.
Register für das
9.
1 9 L '
8 5 b 8 n
8
sowie die in dem Gesetz, betreffend das Urheberrecht an Mustern und Modellen
Blatt unter dem Tite 8 2
erscheint in der Regel täglich. — D
2
Vom „Central⸗ Handels⸗Register für das Deutsche Reich“ werden heut die Nru. 24
0A. und 240 B. ausgegeben.
Eutscheidungen dentscher Gerichtshöfe. (Nach den neuesten Zeitschriften und Sammlungen.)
1) Das Reichsgesetz vom 15. Juni 1883, bete. die Krankenversicherung der Arbeiter, versteht unter „Arbeitgeber“ denjenigen, welcher der selbst⸗ ständige Inhaber eines der in §. 1 aufgeführten versicherungspflichtigen Betriebe in dem Sinne ist, daß dieser Betrieb für seine Rechnung erfolgt. Dem⸗ nach ist Betriebsunternehmer und Arbeit⸗ geber bei einem Ziegeleibetriebe der Ziegeleibesitzer, welcher die Ziegeleianlage ihrem Zwecke nach für seine ⸗Rechnung ausnutzt, nicht der Ziegelmeister (Ziegelhaus), welcher die übernommene Herstellung der Ziegel durch seine Arbeiter ausführt. Ersterer ist daher zur An⸗ und Abmeldung der in der Ziegelei beschäftigten Arbeiter (§. 49 des Ges.) verplichtet, und würde dem Ziegelmeister eine solche Verpflich⸗ tung nur dann obliegen, wenn derselbe die gewerb⸗ liche Ziegelanlage zur eigenen Ausnutzung gepachtet hätte. U. O.⸗L.⸗G. v. 26. März 1886 Rhein. Archiv Bd. 76 S. 65.
2) Wird in einer Unfallsache vom Beklagten die Einrede des konkurrirenden Verschuldens des Verletzten geltend gemacht, so hat das Gericht entweder festzustellen, daß das Verschulden des Ver⸗ letzten als Mitursache des Unfalls nicht in Betracht komme, oder aber darüber zu entscheiden, welches Verschulden als die eigentliche und Hauptursache des Unfalls zu gelten habe. U. II. Civilsen. R.⸗G. v. 21. Nov. 1885 a. a. O. S. 150.
3) Die in einem Versicherungsvertrage enthaltene Bestimmung, daß gewisse thatsächliche Fragen end⸗ gültig durch Schiedsrichter entschieden werden sollen, ist gültig, und der dem Vertrage entsprechend erfolgte Ausspruch der Schiedsrichter für den Richter bindend. U. dess. Sen. a. a. O. S. 155.
4) Die Annahme von Wechseln an Zahlungs⸗ statt ist auch dann, wenn der Gläubiger sich nur aus Furcht, sonst keine Befriedigung zu erhalten, zu derselben hat bestimmen lassen, als Abschluß eines An⸗ schaffungsgeschäftes im Sinne der Nr. II. 4 b. des Tarifs zum Reichsstempelabgabengesetz vom 1. Juli 1881 anzusehen. Der dem Schuldner eingesandte Rechnungsauszug, welcher ein solches Wechselanschaf⸗ fungsgeschäft zum Gegenstande hat, ist stempelpflichtig, wenn es sich nicht von einer Rechnung über ein altes Anschaffungsgeschäft handelt und die Befreiungs⸗ vorschrift der Nr. 3 des Tarifs nicht zutrifft. U. I. Strafsen. R.⸗G. vom 9. Juli 1885 a. a. O. S. 190.
5) Das Prinip, wonach die gegen eine offene Gesellschaft oder eine Kommanditgesell⸗ schaft ergehenden Urtheile auch gegen die als mitbelangt zu betrachtenden Gesellschafter Rechtskraft äußern, gilt nicht umgekehrt in der Weise, daß Urtheile gegen einzelne Gesellschafter auch Rechtskraft gegen die Gesellschaft äußern U. II. Civilsen. R.⸗G. v. 26. Febr. 1886 a. a. O. S. 203.
6) Ist der Vertreter einer Kommandit⸗ gesellschaft nicht in dieser Eigenschaft, sondern nur als persönlich haftender Gesellschafter verklagt und verurtheilt worden, so kann die Rechts⸗ kraft des Urtheils nicht auch die Rechtskraft gegen die Kommanditgesellschaft oder den Kommanditisten, welcher seine Einlage nicht oder nicht vollständig ein⸗ gezahlt, begründen. Dass. U.
7) Der Frachtbrief dient nur als Beweismittel über den zwischen dem Frachtführer und dem Ver⸗
ender abgeschlossenen Vertrag. Es steht aber dem Berkäufer gegenuͤber dem Käufer das Recht zu, durch ndere Beweismittel nachzuweisen, daß das versendete Waarenquantum ein größeres Gewicht hatte, als im rachtbrief angegeben ist. U. oberst. G.⸗H. zu Wien v. 11. März 1886 öst. Gerichtshalle S. 327.
8) Das Gesuch um Löschung einer Zweig⸗
niederlassung muß von allen Repräsentanten
er Firma eingebracht werden, U. oberst. G. H.
Wien v. 18. Februar 1886, öst. Gerichtshalle
887 9) Wenn vom Ehegatten einer Geschͤfts⸗ inhaberin Waaren bestellt, bezogen und bestätigt werden, und das Geschäft in den Bereich ihres Geschäfts fällt, so hat der Ehegatte rechtsgültig im seiner Ehefrau gehandelt. Es greift hier die Vermuthung Platz, daß der Ehemann Namens nd im Auftrage seiner Ehefrau gehandelt hat, und edarf es hierzu keiuer besonderen Vollmachts⸗ Erklärung U. dess. G.⸗H. v. 24. Aug. 1886 a. a. O. S. 354.
Der Jahresbericht der Handelskammer
u Osnabrück über das Jahr 1885 äußert sich bber die allgemeine Lage des Handels und der Gewerbe folgendermaßen: „Wenn auch von einem eigentlichen Besserwerden der wirthschaftlichen Ver⸗ hältnisse des Bezirks im Berichtsjahre nicht geredet verden konnte, so darf immerhin konstatirt werden, daß im Allgemeinen auf gewerblichem Gebiete sich eine recht lebhafte Bewegung entfaltete.“ In Betreff der Einzelheiten heißt es weiter: Der Flachs rachte befriedigende Ernte⸗Erträge und fand ziemlich regen Absatz; im Dissener Bezirk sind ungefähr 06— 100 000 kg zum Verkauf gekommen. Der Um⸗ satz in Leinsamen bezifferte sich in 1885 auf 200 000 ℳ für russischen und ca. 125 000 ℳ für Seeländer Samen. Der Garten⸗ und Gemüsebau nimmt in rfreulicher Weise zu. Rothklee, Grassaaten und Serradella ergaben reiche Ernten und erzielten einen höheren Umsatz als in 1884. Es betrug der LConsum von Rothklee 5500 — 6000 Ztr. im Werthe on ca. 320 000 ℳ, von Weißklee 600 — 700 Ctr. im Werthe von 40 000 ℳ und von Grassamen und Serradella 2200 Ctr. im Werthe
von
30 000 ℳ Das Forstareal betrug 18 006 davon wurden eingeschlagen 19 557 Festmeter Nutzholz und 66 990 Raummeter Brenn⸗ und Reiser⸗ holz. An Waldsamen wurden 4500 kg und an Eicheln 300 Ctr. abgefetzt; dieselben ergaben eine Einnahme von 28 970 ℳ; im Winter finden durch⸗ schnittlich 10 000 Arbeiter beim Kiefernzapfen⸗ und Eichel⸗Sammeln Beschäftigung. — Das Farbwaaren⸗ geschäft zeigte gegen das Vorjahr keine Veränderung; die Umsätze für Farbhölzer und Farbholzextrakte sind auf ca. 26 000 ℳ, die für Indigo und die übrigen Farbstoffe auf ca. 950 000 ℳ zu beziffern. — Der Viehhandel verlief recht günstig; an Gänsen wurden über 60 000 Stück produzirt. Die Verarbeitung von Bettfedern lieferte trotz der weichenden Preise günstige Resultate; das abgesetzte Ouantum an Bettfedern
wird auf 200 000 kg im Werthe von 700 000 ℳ
geschätzt. — Die Förderung und der Absatz auf den
fiskalischen Gruben zu Borgloh⸗Oesede haben die Höhe des Vorjahres nicht ganz erreicht. Bei einer durchschnittlichen Belegschaft von 549 Mann betrug die Förderung in 1885 103 709 850 t (in 1884 119 445 500 t), der Absatz in 1885 75 636 000 t (in 1884 89 376 400 t) und ergab einen Erlös von 565 535 ℳ Die Kohlenförderung auf der Zeche Piesberg betrug 1885: 2 089 700 Ctr. (1884: 1 971 975 Ctr.) bei einer Arbeiterzahl von 742 Mann. Die Steinkohlengruben am Limberge förderten 4 292 911 kg (1884: 6 037 362 kg), und die fiska⸗ lischen Steinkohlengruben zu Ibbenbüren 79 458 t (1884: 83 473 t) mit 555 Mann. Die Rothenfelder Salinen⸗ und Soolbad⸗Aktiengesellschaft produzirte an Salz 12 000 Ctr. gegen 14 244 Ctr. des Vor⸗ jahres. An Branneisenstein lieferten die dem Georgs⸗Marien⸗Bergwerks⸗ und Hüttenverein ge⸗ hörigen Gruben 194 706 851 kg gegen 203 645 050 kg im Vorjahre. — In den Steinbrüchen wurde im Ganzen flott gearbeitet. Die städtischen Steinbrüche setzten ab 4280 Ladungen (à 100 Ctr.) bearb itete Steine (1884: 3677) und 2049 Ladungen Chaussee⸗ steine (1884: 3012); die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeiter betrug 218 Mann. Die Firma J. F. Wolff in Ibbenbüren setzte 400 000 Ctr. Bruchsteine und 75 000 Cte. Werksteine im Gesammt⸗ werthe von 160 000 ℳ ab und beschäftigte 145 Ar⸗ beiter. Schwarzkreide wurde in erhöhtem Maße gewonnen, nämlich 1800 t gegen 1600 t im Vorjahre. Die Ockergruben der Firma Hartmann⸗Hilter waren regelmäßig beschäftigt; die Ausbeute belief sich auf rund 6000 Ctr. — Der Georgs⸗Marien⸗Bergwerks⸗ und Hüttenverein produzirte 1885: 64 067 500 kg Roheisen (1884: 61 506 860 kg). Die Gesammtzahl der Arbeiter in der Hütte, Gießerei, mechanischen Werkstätte, sowie in den Kohlen⸗ und Eisensteinzechen betrug 1481 Mann gegen 1465 im Vorjahre. An Maschinenkräften wurden benutzt 41 Dampfmaschiner mit ca. 2250 Pferdekräften, von 72 Kesseln mit Dampf gespeist. Das Eisen⸗ und Stahlwerk zu Osnabrück fabrizirte 30 966 t Waaren im Werthe von 4 339 666 ℳ aus 45 768 t Roheisen und Abfällen. Im Durchschnitt waren 907 Arbeiter beschäftigt, welche 777 707 ℳ Lohn er⸗ hielten. Die Firma A. Brickwedde in Osnabrück hatte in ihrer Spezialität (technische Bedarfsartikel für Fabriken) ein flottes Geschaft zu verzeichnen. Auch die Osnabrücker Dampfkesselfabrik Julius Meyer erfreute sich im Berichtsjahre einer abermaligen Erhöhung ihres Absatzes; derselbe bezifferte sich dem Gewichte nach auf 375 000 kg mit einem Werthe von 130 000 ℳ gegen 210 000 kg im Werthe von 85 000 ℳ im Vorjahre. Für landwirthschaftliche Maschinen war ein lebhafter Begehr vorhanden. Die Hauptwerkstätte für Reparaturen, der Königlichen Eisenbahn⸗Direktion zu Köln gehörig, beschäftigte ca. 320 Arbeiter. Die Fabrik für Eisenbahn⸗, Bergbau⸗ und Hütten⸗ bedarf (C. Stahmer, Georgs⸗Marien⸗Hütte) hatte ein günstiges Geschäftsjahr zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeiter belief sich auf rund 70, der Umsatz auf 200 000 ℳ Die Firma Brück, Kretschel u. Co. zu Osnabrück beschäftigte 42 Arbeiter und lieferte 22 Turbinen nebst Transmissionen und diverse andere Maschinen. Gebr. Rohlfing hatten im Jahre 1885 einen Absatz von 60 Pianinos und Flügeln und drei neuen Orgeln im Gesammtwerth von 50000 ℳ Die Absatzgebiete waren Deutschland, Holland, Amerika, Brasilien. — In der Gießerei des Georgs⸗Marien⸗Bergwerks⸗ und Hüttenvereins zu Georgs⸗Marien⸗Hütte wurden aus dem selbstprodu⸗ zirten Roheisen 2341111 kg in Gußwaaren ver⸗ schmolzen, gegen 2 499 960 kg im Vorjahre. Die Gießerei des Stahlwerks zu Osnabrück stellte 2722 t Gußwaaren im Werthe von 461 261 ℳ her; außerdem fabrizirte dasselbe Werk 88t ver⸗ schiedener Waaren aus Walzeisen im Werthe von 10 940 ℳ gegen 728t im Werthe von 100 762 ℳ. im Vorjahre. Die Friedrich⸗Wilhelms⸗Hütte zu Gravenhorst produzirte im Berichtsjahre mit einem Arbeiterpersonal von durchschnittlich 123 Mann rund 660 000 kg Handelsgußwaaren. Das verschmolzene Roheisen wurde vorwiegend aus England bezogen. Der Absatz erstreckte sich hauptsächlich auf Nordwest⸗ deutschland, doch wird auch Poterie zum Export nach überseeischen Ländern gebracht. Die Eisengießerei und Maschinenfabrik von Carl Weymann in Osna⸗ brück verschmolz im Betriebsjahre 1885 665 000 kg Eisenmaterial, aus welchem 615 000 kg Gießerei⸗ produkte zweiter Schmelzung gewonnen wurden. Das Werk beschäftigte 60 Arbeiter und hatte eine Dampfmaschine von 10 Pferdekräften und 18 Werk⸗ zeugmaschinen in Betrieb. Die Drahtzieherei und Drahtstiftfabrik von Witte u. Kämper zu Osnabrück setzte 70 % ihrer Produkte nach dem Auslande ab. Der Gesammtversandt betrug 8950 t (1884: 11 075 t)
ha;
im Fakturenwerth von 1 612 9650 ℳ (1884: 2 027 464 ℳ). Die Zahl der Arbeiter betrug 334 (1884: 372), welchen an Löhnen gezahlt wurden 292 563 ℳ (1884: 336 750 ℳ). — Die Gasmesser⸗ fabrik von G. Kromschröder zu Osnabrück hatte sich im Berichtsjahre eines gegen das Vorjahr um 30 % verbesserten Geschäftsumsatzes zu erfreuen. Die Bezugs⸗ quelle für Rohmaterial war Deutschland, während der Absatz über Deutschland hinaus nach Oesterreich⸗ Ungarn, Rußland, Dänemark, Holland, die Schweiz und Italien sich erstreckte. Der Gesammtumsatz bezifferte sich auf rund 5000 Stück Gasmesser. Die Zahl der Arbeiter betrug 40. Marmor⸗ und Granitwaaren waren lebhaft gefragt; die beiden in Osnabrück befindlichen Etablissements beschäftigten zusammen 110 Arbeiter. Von den Kalkbrennereien in Lengerich wurden während des Berichtsjahres mit der Bahn versandt 29 985 t gegen 25 980 t im Vorjahre. Für die Ziegeleien verlief das Jahr 1885 ziemlich günstig. Steinfabrik des Eisen⸗ und Stahlwerks Osnabrück produzirte
Die 754 884 Stück feuerfeste Steine und Faconstücke im Gewicht von 2971 t, wovon für 31 071 ℳ verkauft wurden; der Rest wurde im eigenen Betriebe verwendet. Der Geschäftsgang in Fensterglas war weniger lebhaft als in 1884; dagegen ist der Absatz von Spiegelglas größer geworden. Die Hohlglasfabrik der Firma Friedr. Wolff in Ibbenbüren hatte einen ungünstigen Geschäftsgang zu verzeichnen; der Gesammtabsatz betrug ca. 6 Millionen Flaschen und ca. 1 Million Medizingläser im Werthe von ca. 360 000 ℳ. Die Fabrik beschäftigte 144 Arbeiter. — Die Rothen⸗ felder Salinen⸗ und Soolbad⸗Aktiengesellschaft fabri⸗ zirte in 3 Monaten, während welcher die Fabrik im Betrieb war, ca. 14 000 Ctr. Ammoniaksoda, wo⸗ raus 2500 Ctr. Aetznatron gewonnen wurden; außerdem lieferte die Anlage ca. 8000 Ctr. Krystall⸗
Mineralische Schmieröle gelangen in immer
soda.
ausgedehnterem Maße zur Anwendung. Leinöl ist gegen Ende des Jahres.
bei zunehmendem Konsum gefallen. Die Herstellung von Oelseifen, harten Haushaltungsseifen, Toilette⸗ seifen und Parfümerien wird im Bezirke von 5 Firmen fabrikmäßig betrieben; die starke Konkurrenz wirkte nachtheilig auf das Geschäft. Die städtische Gasfabrik zu Osnabrück produzirte im Betriebsjahre 1884/85 975 150 cbm Gas, wozu 3 123 600 kg Kohlen ver⸗ braucht wurden. Ferner wurden gewonnen: 1 962 700 kg Koks, 133 622 kg Theer, 19 150 kg schwefelsaures Ammoniak. Die Produktion der Lingener Gasanstalt betrug 1885: 151 072 chm Gas; die gewonnenen Nebenprodukte fanden schlanken Absatz. — Die Mahlmühlen konnten bei schwachem Geschäftsgang nicht in vollem und gleichmäßigem Betrieb erhalten werden. Produktion und Absatz werden sich etwa auf der Höhe des Vorjahres erhalten haben. Die Weizenstärke⸗Fabriken haben durch die Reisstärkeproduzenten eine starke Konkurrenz erhalten, in Folge dessen die Preise im Weichen begriffen sind. Für die Zuckerfabrikation war das Berichtsjahr ein günstiges, da die Preise für Brodraffinade bedeutend anzogen. Die Fabrikation von Kaffeesurrogaten wird von etwa 20 Firmen im Berichtsbezirke betrieben; die Absatzquantitäten und die dafür erlösten Preise waren im Allgemeinen denen des Vorjahres gleich. Die Zahl der sämmtlich Getreide verarbeitenden Brennereien des Bezirkes betrug im Berichtsjahre: In den Oberkontrol⸗ bezirken Osnabrück und Quakenbrück 14 mit einem Brennsteuerertrag von 236 870 ℳ (1884: 234 124 ℳ); im Hauptzollamtsbezirk Nordhorn 22 mit einem Brennsteuerertrage von 317 799 ℳ (1884:267 062 ℳ); im Kreise Tecklenburg 12 mit einem Brennsteuer⸗ ertrage von 47 037 ℳ (1884: 44 232 ℳ). — An Brausteuern wurden in 1885 entrichtet: von 24 Brauereien in den Oberkontrolbezirken Osnabrück und Quakenbrück 31 560 ℳ gegen 32 578 ℳ im Vorjahre; von 6 Brauereien im Hauptzollamtsbezirk Nordhorn 1272 ℳ gegen 2601 in 1884; von 12 Brauereien im Kreise Tecklenburg 2768 ℳ gegen 2601 ℳ im Vorjahre. Von verschiedenen Brauereien des Bezirks werden pasteurisirte Flaschenbiere nach Südamerika u. s. w. exportirt. Der Absatz hat sich im Allgemeinen gehoben, während die Preise gewichen sind. — Die Tabaksfabrikation hat keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Umsatz hält sich auf dem Niveau der letzten zwei Jahre, der Konsum beschränkt sich vorzugsweise auf die wohlfeileren Qualitäten; das Rohmaterial liefert meist das Inland. Die Bedeutung und die Zahl der Cigarrenfabriken iste; im Bezirke die gleiche geblieben. — Das Geschäft in Fleischwaaren gestaltete sich nicht besonders günstig. Speck fand einigermaßen guten Abgang, dagegen fand Schinken nicht immer den gewohnten Konsum. Der Gesammtumsatz einer Firma an Schinken, Wurst und Speck belief sich allein auf 191 802 ℳ Der Konsum in Butter nahm erheblich zu; die Ausfuhr aus dem Bezirke nach den benachbarten Landestheilen dürfte sich auf mehr als 1 000000 Pfd. belaufen. Die in Diepholz belegene Fabrik von Margarin⸗ butter produzirte 9435 Gebinde gleich 471 750 Pfd. im Werthe von 250 000 ℳ Die Honigernte war ge⸗ ring, deshalb konnte das gewonnene Wachs der Nach⸗ frage nicht genügen; die Preise für beide Artikel waren erheblich höher. Das Geschäft in Eiern war dem des Vorjahres überlegen, das abgesetzte Quantum wird auf 20 000 000 Stück im Werthe von 710000 ℳ geschätzt. — Die Spinn⸗ und Weberei Bramsche hielt ihr Etablissement das ganze Jahr in vollem Betriebe; dasselbe ist besetzt mit 3150 Feinspindeln,
30 mechanischen Webstühlen und den erforderlichen
langsam im Preise gestiegen und fiel erst wieder Die Preise für Rüböl sind
Vorbereitungsmaschinen und erfordert eine Dampf maschine von 65 Pferdekräften; es sind durchschnitt lich 62 Arbeiter beschäftigt. Der Umschlag betrug 300 000 kg Gespinnste, meistens gröbere Nummern und ca. 270 000 m Gewebe. — Für die Flachs spinnereien ist das Geschäftsjahr als ein gutes bezeichnen. In der Flachsspinnerei Osnabrüc wurden 12 827 Ctr. Flachs und Werg versponnen gegen 12 665 Ctr. in 1884. Die Produktion betrug 86 7906 Bündel (1884: 86 990), verkauft wurden 93 807 Bündel im Werthe von 693 758 ℳ (1884: 99 360 Bündel im Werthe von 73 2 212 ℳ). Diec Spinmerei beschäftigte durchschnittlich 234 Personen, welche an Löhnen 104 026 ℳ erhielten, gegen 228 Personen mit 96 475 ℳ im Vorjahr. — Im Kammerbezirke befinden sich 15 Baumwollwebereien, welche durchschnittlich 1600 Arbeiter beschäftigen; der Umschlag dürfte eine Höhe von 6 ¼ — 7 Millionen Mark betragen haben; die Preise sind in Folge der übergroßen Konkurrenz sehr herabgedrückt. Die Wollenwaarenfabrikation hat eine Aenderung nicht aufzuweisen, dieselbe wird in Bramsche durch 3 mit Dampfkraft arbeitende Fabrike n und das durch Wasser betriebene Etablissement der Tuchgenossenschaft aus⸗ geführt. Die Fabrikation beträgt im Ganzen 5000 Stück Coatings, Flanellen, Buckskins und Düffels im Werthe von 500 000 ℳ; das Rohmaterial bestand größtentheils aus deutschen Wollen. Die Produktion der Firma Langschmidt und Sohn in Lingen erreicht das vorjährige Quantum von etwa 1500 Stück Fla⸗ nellen u. s. w. — Die im Handelskammerbezirk be⸗ legenen Leggen produzirten hauptsächlich Löwend⸗, graue und breite Leinen, dabei übertrifft die Pro⸗ duktion von 1885 das Vorjahr um 40 025 m. Die Fabrikation von Bleichleinen und Zwillich blieb sich gleich. Schier⸗ und Segeltuch wurde weniger ver⸗ fertigt als im Vorjahr. Der Gesammtumsatz der mechanischen Leinenwebereien belief sich im Berichtsjahr auf 1 450 000 ℳ; die Fabrikate fanden Absatz nach Deutschland, Holland, Däne⸗ mark, der Schweiz, Westindien und Südamerika; die Garne wurden zu ⁄ aus dem Inlande, aus
rankreich und Belgien bezogen. Die Bleichereien, Färbereien und Appreturanstalten erzielten befriedigende Geschäftsresultate. — Die Fabrikation von Leder⸗ waaren, hauptsächlich Sohl⸗ und Oberleder, ist etwas eingeschränkt worden, um der Ueberproduktion zu steuern. Die Anzahl der Lohgerbereien ist unverändert geblieben. — Das Geschäftsjahr 1885 brachte einen erböhten Konsum von Bauhölzern mit sich; derselbe hat den vorjährigen Umfang um 2—3000 Ztr. über⸗ schritten. Alle Sägemühlen waren in vollem Be⸗ triebe. Der größte Theil der Hölzer, welche zu Möbelzwecken dienen sollen, wird aus Norwegen, Schweden, Rußland und Amerika bezogen. Das Möbelgeschaͤft blieb lebhaft; der Umsat der Osna⸗ brücker 6 Firmen hat die Summe von 600 000 ℳ erreich. — Die Fabrikation von Bürsten, Pinseln u. s. w. wird in Quakenbrück von 3 Firmen mit 110 Arbeitern betrieben. Beschäftigung war während des ganzen Jahres vorhanden und es wurden auch zufriedenstellende Preise erzielt. Strohhüte und Schmuckfedern wurden lebhaft gehandelt. In der Papierfabrikation stehen Fabrikation und Konsum immer noch in einem ungünstigen Verhältniß. Tapeten und Rouleaux blieben unverändert; der Absatz dürfte sich auf 600 000 Rollen im Werthe von 70 — 80 000 ℳ belaufen haben. Der Buchhandel wird im Berichtsbezirke durch 11 Buch⸗ und Kunst⸗ handlungen vertreten; die Zahl der Buchdruckereien beträgt 20.
Allgemeine Brauer⸗ und Zeitung. Offizielles Organ des bundes ꝛc. (Nürnberg.) Nr. 120. — Inhalt: Schweizer Bierbrauerei im Jahre 1885. — diesjährige Gerste⸗- und Saatgut⸗Ausstellung in Halberstadt. — Klär⸗ und Filtrir⸗Apparat von H. Stockheim in Mannheim. — Bierbrauerei in Oester⸗ reich. — Ueber den Ruß⸗ und Honigthau des Hop⸗ fens. — Luftleitung in Malzdarren. — Ein neues Hygrometer für Malztennen. — Reinicke u. Cie., Malzfabrik in Halle. — Sicherheitsverschluß für Flaschen. — Actienbrauerei und Malzfabrik Hof⸗ brauhaus in Dresden. — Einfuhrzoll auf auslän⸗ dischen Hopfen in England. — Patent⸗Ertheilungen für das Deutsche Reich. — Jubiläum. — Brand in einer Brauerei. — Der Hopfenmarkt in Nürnberg. — Ein⸗ und Ausfuhr aus dem deutschen Zollgebiet. — Italiens Ein⸗ und Ausfuhr. — Brauerei Königs⸗ stadt in Berlin. — Unglücksfälle. — Malzaufschlag in Bavyern. — Vermischtes. — Hopfenmarkt. — Briefkasten. — Feuilleton: Das Deutschthum und der Kosmopolitismus des Bieres. — Anzeigen.
Hopfen⸗ deutschen Brauer⸗ Die Die
Norddeutsche Brauer⸗Zeitung. (Berlin.) Organ des Leipziger Bezirksvereins vom Deutschen Brauerbunde und des Thüringischen Brauervereins u. s. w., sowie des Hopfenbauvereins zu Neutomischel und der Sektion VI. — Berlin der Brauerei⸗ und Mälzerei⸗Berufsgenossenschaft. Nr. 56. — Inhalt: Gefahrentarif der Brauerei⸗ und Mälzerei⸗Berufs⸗ genossenschaft. — Zur Frage der salieplisirten Biere in Paris. — Eismaschine. D. R. P. Nr. 35 826. (Mit Abbildung.) — Die Frage der Abflußwässer riin hygienischer und national⸗ökonomischer Hinsicht — Ueber den Bakteriengehalt des Eises. — Aus dem Jahresbericht der Handelskammer zu Straßburg i. Els. pro August 1885/86. — Hopfenbericht. —
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Marktbericht. — Anfragen und Antworten. — Ver⸗
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