8
— 2,75 ℳ pr. Schock. — Blumen und Blätter. Lor⸗
— 26 ℳ Ochsenaugen und Muskateller Weintrauben
7 — 15 ℳ, Aepfel 4,25 — 6 ℳ, Tafeläpfel 7—15 ℳ,
8
Kartoffeln weiße 3,50 — 4,00 ℳ, rothe 2,80 — 3 ℳ,
2.
lonen Meerrettig
8
1,50 — 3 ℳ, große 4— 10 ℳ per Schock, Hummern 1,30
Pfd.
8
1.30 ℳ, Zander, gr. 80 — 100 ₰, Hecht 40 — 50 — 65 ₰, Steinhutte
6 ruhig, loc vẽ
— 16 ℳ, Bücklinge 1,80 — 4,00 ℳ, Dorsch 3 — 10 ℳ
per Januar⸗Februa
Dezember⸗Januar —, 3 per März⸗April —, per
per Februar⸗März —, April⸗Mai 16,70 Br. Tpvrockene Kartoffelstärke pr. 100 kg brutto inkl. Sack. Termine matter. Gekündigt — Ctr. Kün⸗ digungspreis ℳℳ Loco, per diesen Monat ind per Oktober⸗November 16,40 Br., per November⸗ Dezember —, per Dezember⸗Januar —, per Ja⸗ uar⸗Februar —, per Februar⸗März —, per April⸗ Mai 16,70 Br. Oelsaaten pr. 1000 kg. Gek. —. Winterraps — ℳ. Sommerraps — ℳ, Winterrübsen — ℳ, Sommer⸗ rübsen — ℳ Rüböl per zekündigt — 44,7 bez., per Oktober⸗November 44,3 — 44,5 bez., per November⸗Dezember 44,4 — 44,7 bez., per De⸗ zember⸗Januar —, per April⸗Mai 45,4 — 45,7— 5,5 bez., Mai⸗Juni —. Leinöl per 100 kg — loco — ℳ, Lieferung —. Petroleum. (Raffinirtes Standard white) per 100 kg mit Faß in Posten von 100 Ctr. — Ter⸗ mine still. Gekündigt — Ctr. Kündigpr. — ℳ Loco — ℳ, per diesen Monat —, per Oktober⸗ November 21,8 bez., per November⸗Dezember —, per De⸗ nber⸗Januar —, per Januar⸗Februar 1886, per Februar⸗März —, per März⸗April —, per April⸗
per
100 kg mit Faß. Termine steigend. Ctr. Kündigungspreis — ℳ Loco Loco ohne Faß —, per diesen Monat
Spiritus per 100 1 à 100 % = 10 000 1 %. Termine behauptet. Gekündigt 100 000 l1. Kündi⸗ gungspreis 36,5 ℳ, loco mit Faß —, per diesen Monat und per Oktober⸗November 36,5 — 36,7—- per November⸗Dezember 36,6—38,8— per Dezember⸗Januar 36,7 — 36,8 bez., per Januar⸗Februar 1887 per Februar⸗ März —, per März⸗April —, per April⸗Mai 38 — 38,2 bez., per Mai⸗Juni 38,3 — 38,5 bez. Spiritus per 100 1 à 100 % 10 000 % loco Weizenmehl Nr. 00 bis 19,25 bez. Roggenmehl Nr. 0 u. 1 17,75 — 17,25, do. feine Marken Nr. 0 u. 1 19,00 — 17,75 bez. Nr. 0 1 ½ ℳ höher als Nr. 0 und 1 pr. 100 kg br. inkl. Sack. Breslau, 12. Oktober. (W. T. B.) Getreide⸗ markt. Spiritus pr. 100 1 100 % pr. Oktober⸗No⸗ vember 35,00, do. pr. November⸗Dezember 35,10, do. pr. April⸗Mai 36,50. Weizen —. Roggen, pr. Oktober 150,00, do. pr. November⸗Dezember 130,00, do. pr. April⸗Mai 133,00. Rüböl loco pr. Oktober⸗November —,—, do. pr. April⸗Mai —. Zink umsatzlos. — Wetter: Schön. Paris, 11. Oktober. (W. T. B.) Rohzucker 27,50. Weißer Zucker behauptet, 3 pr. 100 kg pr. Oktober 32,25, pr. No⸗ mber 32,30, pr. Oktober⸗Januar pr. Januar⸗April 33,50. Havre, 12. Oktober. von Peimann, Ziegler u. Co.) Kaffee. eröffnete mit 35 Points Hausse. Rio 31 000. Santos 12 000 B. Recettes für gestern.
—
200 7 50410 N 8 312 22,75 — 21,25, Nr. 0 21,25
9
399 60
(W. T. B.) (Telegramm New⸗York
B B.,
Berlin. Central⸗Markthalle, 12. Oktober Bericht des städtischen Verkaufs⸗Vermittlers J. Sandmann. — Wild. Am 16. d. M. beginnt die Jagd auf Mutterwild. Mit diesem Tage ist die
Jagd auf alles jagdbare Wild eröffnet (Wildkälber ausgenommen) und wir haben alsdann auf eine größere Zufuhr und gewöhnlich auch auf ein Sinken der Wildpreise zu rechnen. Bei dem diesjährigen Wildmangel und dem zunehmenden Bedarf dürfte dieser Umstand sich weniger bemerklich machen als in den Vorjahren, weil es gelungen ist, auch für
stärkeren Wilderport von Berlin aus die nöthigen Vorkehrungen zu treffen. Rebe 60—75, Hirsche 20
— 30, Dammhirsch 30— 45, Wildschwein 20 — 35 ₰
pr. Pfd., Rebhühner, junge 100 — 120, alte 80 — 90 ₰, Fasanen 3—4 ℳ, Wachteln 50 — 60, Hasen 3,00 — 3,50
N pr. Stück, Krammetsvögel 13—18 ₰ per Stück.
Auerhahn 3 — 4,50 ℳ, Birkhuhn 1,75 — 2,50 ℳ per
Stück, Schnepfen 2,50 — 3,00 ℳ, Bekassinen 50 — 80 ₰ pr. Stck. — Geflügel. Für fette Gänse finden sich
derzeit Nehmer, anderes fettes Geflügel ist weniger egehrt. Fette Gänse per Pfd. 50—-70 ₰. Mageres Geflügel ist nur mit Mühe und zu sehr niederen
Preisen unterzubringen. Gänse 2,50 — 3,00 — 6,00 ℳ,
junge Enten 1,00 — 1,50 — 2,00 ℳ, junge Hühner 0,55 — 0,80 ℳ, alte 1,00 — 1,70 ℳ, Tauben 30 —
45 ₰, Poularden 4,50 — 8 ℳ — Butter. Frische feinste Tafelbutter ꝛc. 125 — 130, feine Butter I. 115 — 122, II. 100 — 112, III. fehlerhafte 85 — 95, Land⸗
butter I. 95 — 100, II. 85 — 90 ℳ Galizische und andere geringste Sorten 55 — 72 ℳ pr. 50 kg. Käse. Schweizerkäse I. 56 — 63, II. 50 — 55, III. 42 — 48 ℳ, [◻Backstein I. fett 20 — 25 ℳ, II. 10 — 16 ℳ, Lim⸗ burger I. 30 — 35 ℳ, II. 20 — 25 ℳ, Rheinischer Holländer Käse 45 — 58 ℳ, II. Waare 35 ℳ, echter
Holländer 65 ℳ, Edamer I. 60 — 70 ℳ, II. 56 — 58 ℳ, Franz. Neufchateler 16 ℳ per 100 Stück,
Roquefort 1,20 — 1,50 ℳ pr. Pfd. — Eier 2,70
beerblätter 3 —4 ℳ per Korb. Rosen 8 —- 12 ℳ, Rosenknospen 1 —3 ℳ per 100 Stück. Tuberosen 4 — 5 ℳ pr. 100 Stück. Veilchen 3,50 — 5,00 ℳ pr. Tausend. — Obst und Gemüse. Ung. Weintrauben 24
26 —28 ₰. Neue Citronen 30 — 48 ℳ pr. Kiste. Pflaumen 2,25—4, Birnen 4,20 — 6,50, Tafelbirnen
feinste Sorten bis 30 ℳ Pfirsiche 20 —30 ℳ Ananas 2,50 — 3 ℳ per Pfd. Wallnüsse 30 ℳ pr. Ctr. Zwiebeln 2,25 — 2,75 ℳ Weißfleischige Speise⸗
blaue 3 — 3,60 ℳ per 100 kg. Schalotten 6 — 7,00 ℳ Teltower Rübchen 9 — 12,00 ℳ, Me⸗
15 — 20 ℳ per Ctr. Sellerie 7—8 ℳ, 7 — 12 ℳ, Blumenkohl 20 — 50 ℳ bör. 100 Stück. — Geräucherte Fische. Rhein⸗ achs 2,50 — 2,90 ℳ, Weser⸗ und Ostseelachs 1,20 — 40 ℳ, ger. Aale 0,70 — 1,00 — 1,30 ℳ, großer Delicateßaal 1,50 ℳ pr. Pfd., Flundern, kleine 2,00 — 3,00 ℳ, mittel 3,50 — 6 ℳ, große 8 rer 100 Stück, Sprotten 40—50 ₰
r per Pfd. — Schaalthiere. 8
Kleine, 10 cm 0,75 — 1,00 ℳ, mittel
— 1,60 ℳ per Pfd. Austern 7,50 — 12 ℳ pr. 100 Stück. — Lebende Fische. Aal, mittelgroße 80 — 95 ₰, große 1,10 ℳ, Hecht 60 — 70 ₰, Schleie 70 — 80 ₰ per 2. Karpfen in Stücken von je 1—18 Pfd. in großen Posten angeboten. — Seefische. Lachs 1,00— 1,20— 70 — 80 ₰.
Seezunge, große 0,70—
. große 20 ₰, Kabliau 15 — 20 ₰ per Pfund, Makrelen 40—60 ₰ per Stück. Dorsch 5 — 12 ℳ per Centner.
Berlin, 11. Oktober. (Bericht über Provisio. en von Gebr. Gause.) Butter: In der vergangenen Woche erhielt sich gute Nachfrage für alle zum 1,10 — 1,30 ℳ⸗Ausstich passenden Qualitäten und wurde für solche gern der volle Preis bewilligt; trotzdem blieb die Bedarfsfrage in 1,20 ℳ⸗Ausstich am schwierigsten zu befriedigen. Die hohe Preislage zeigt jedoch schon zuweilen eine Stagnation des Ge⸗ schäfts, namentlich macht sich dies in Mittelsorten in der Preislage von 95 — 105 ℳ bemerkbar, welche alle zum 1,00 ℳ⸗Stich geeignet an den Markt ge⸗ bracht werden, den diffizilen Anforderungen der Kundschaft aber nicht genügen und somit zum größten Theil das Lager hüten müssen. — Notirungen (hiesige Verkaufspreise): Feine und feinste Ost⸗ und Westpreußische Butter 120 — 130 ℳ, desgl. Mecklenburger, Prignitzer und Vorpommersche 115 — 120 ℳ, feine Amts⸗ und Pächterbutter aller Art 115 — 125 ℳ; II. Qualitäten vorgenannter Sorten 110 — 118 ℳ; III. Qualitäten dieser Sorten 100 — 110 ℳ; Pommersche 90 — 95 ℳ; Netzbrucher, Niederunger 90 — 100 ℳ; Bayerische Sennbutter 105— 115 ℳ; Baverische Landbutter 80 —- 90 ℳ; Preu⸗ ßische, Litthauer 90 — 95 ℳ; do. Original 95 — 105 ℳ; Polnische Butter 85 — 95 ℳ; Galizische 70 — 80 ℳ; Bayerische Schmelzbutter, garantirt rein, 100 ℳ; Margarinbutter 50 —66 ℳ — Pflaumenmus: Türkisches 1885r 18 ½ — 18 ℳ; 1886r 20 ℳ; Schlesisches 12 ℳ — Schmalz: Die Preise haben sich in der vergangenen Woche wieder etwas abgeschwächt, doch zeigte sich zugleich größeres Kauf⸗ interesse. Die heutigen Notirungen sind: Choice Steam prima Marken 40 ℳ, Fairbank 40 ℳ, raffinirtes Armour & Co. 40 ℳ franko Berlin 17 % Tara, Hamburger Stadtschmalz, Radbruch 44 ℳ, Stern 42 ℳ, Kopenhagener Tafelschmalz 41 ℳ Bei größeren Partien Spezialpreise.
Answeis über den Berkehr auf dem Berliner Schlachtviehmarkt vom 11. Oktober 1886. Auftrieb und Marktpreise nach Fleischgewicht, mit Ausnahme der Schweine, welche nach Lebendgewicht gehandelt werden.
Rinder. Auftrieb 2948 Stück. (Durchschnittspr. für 100 kg.) I. Qualität 108 — 114 ℳ, II. Qua⸗ lität 94 — 106 ℳ, III. Qualität 74 —-90 ℳ, IV. Qua⸗ lität 60 — 68 ℳ
Schweine. Auftrieb 10 013 Stück. (Durchschnitts⸗ preis für 100 kg.) Mecklenburger 106 ℳ Land⸗ schweine: a. gute 100 — 102 ℳ, b. geringere 92 — 98 ℳ bei 20 % Tara. Bakony 84 — 88 ℳ bei 50 Pfd. Tara
per Stück.
Kälber. Auftrieb 1238 Stück. (Durchschnittspr. für 1 kg.) I. Qualität 0,98 — 1,14 ℳ, II. Qualität 0,60 — 094 ℳ
Schafe. Auftrieb 12 877 Stück. (Durchschnittspr. für 1 kg.) I. Qualität 0,88 — 1,00 ℳ, II. Qualität 0,64 — 0,84 ℳ, III. Qualität — ℳ
Wetterbericht vom 12. Oktober 1886, 8 Uhr Morgenz.
Bar. auf 0 Gr.
2 [u. d. Meeressp. elsius 40 R
Stat Wetter.
— — — — 2₰ —
emperatur
82 8 in 0
70 C
red. in Millim.
0
— Ig
5 bedeckt 6 bedeckt Z beiter 2 Nebel still Nebel 2 bedeckt 1 bedeckt
Mullaghmore Aberdeen Christiansund Kopenhagen. Stockholm Haparanda. St. Petersbg. 75 Cork, Queens⸗ S00eee
—,—
-—989g2S⸗
— Æ”
NNW A Regen Prest.. WSW 6 Regen Helder .. S Z wolkig Sol 57 SYV 3Regen Hamburg 2 wolkig¹) Swinemünde 4 wolkig²) Neufahrwasser S 1 Dunsts) Memel 756 S 3 Regen) Paris .... 764 Ss 3 bedeckt
Münster. 761 2 bedeckt
Karlsruhe .. 765 1 wolkig
Wiesbaden 765 still wolkig) 9 München 767 SW 3 wolkig 10 Chemnitz 765 SW 3 heiters) 6 Berlin 762 WNW I halb bed. 8 “ 2 wolkig 12 Breslau 763 W 5 wolkenlos 9 Ile d'Aix .. 765 SSO A bedeckt 14 Nizza 4 wolkenlos 16 Wriest.
—. 765 SW 1 wolkenlos 15
¹) Nachts Regenschauer. 2²) Nachts ³) Nachts Regen. ⁴) Nachts starker ⁵) Gestern Regen. 6) Starker Thau. Anmerkung: Die Stationen sind in 4 Gruppen geordnet: 1) Nord⸗Europa, 2) Küstenzone von Irland bis Ostpreußen, 3) Mittel⸗Europa südlich dieser Zone, 4) Süd⸗Europa. — Innerhalb jeder Gruppe ist die Richtung von West nach Ost eingehalten. Skala für die Windstärke: 1 = leiser Zug 2 = leicht, 3 = schwach, 4 = mäßig, 5 = frisch, G stark, 7 steif, 8 stürmisch, 9 = Sturm, 10 starker Sturm, 11 = heftiger Sturm, 12 = Orkan.
Regen. Nebel.
„Uebersicht der Witterung.
Ein tiefes Minimum ist nordwestlich von Schott⸗ land erschienen, über Großbritannien frische bis steife südliche und südwestliche Winde verursachend, während das Maximum über dem Alpengebiet sich wenig verändert hat. Bei schwacher, nur an der westdeutschen Küste frischer, meist südwestlicher Luftströmung ist das Wetter über Deutschland ver⸗ änderlich und meist kühler, so daß die Temperatur jetzt vielfach unter der normalen liegt; fast überall ist Regen gefallen, an der Odermündung in Gewitter⸗ begleitung. Die oberen Wolken ziehen über Deutsch⸗ land mit dem Unterwinde.
Deutsche Seewarte.
Theater Königliche Schauspiele. Mittwoch: Opern⸗ haus. 191. Vorstellung. Der Trompeter
einem Vorspiel. Mit autorisirter Benutzung der Idee und einiger Original⸗Lieder aus J. Victor von Scheffel's Dichtung von R. Bunge. Guillemin. (Frl. Beeth, Fr. Lammert, Hr. Ober⸗ hauser, Hr. Krolop, Hr. Biberti, Hr. Salomon, Hr. Lieban.) Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 204. Vorstellung. Die Jorer⸗ nalisten. Lustspiel in 4 Akten von Gustav Freitag. Anfang 7 Uhr.
Donnerstag: Opernhaus. 192. Vorstellung. Violetta. (La Traviata.) Oper in 4 Akten von Verdi. Ballet von P. Taglioni. In italienischer Sprache. 558 Pattini, Hr. Kalisch, Hr. Betz.) Anfang
Fr.
Schauspielhaus. 205. Vorstellung. Ein Winter⸗ märchen. Schauspiel in 4 Akten von Shakespeare, für die deutsche Bühne neu übersetzt und bearbeitet von Franz von Dingelstedt. Musik von Fr. von Flotow. Tanz von E. Graeb. Anfang 7 Uhr.
Deutsches Theater. Mittwoch: Prinz Fried⸗ rich von Homburg.
Donnerstag: Ein Tropfen Gift. 8
Freitag: Zopf und Schwert.
Wallner-Theater. Direktion W. Hasemann. Mittwoch: Gastspiel des Hrn. Felix Schweig⸗ hofer. Zum 33. Male: Ein Blitzmädel. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Carl Costa. Musik von C. Millöcker.
Donnerstag: Gastspiel des Hrn. Felix Schweig⸗ hofer. Ein Blitzmädel.
Victoria-Theater. Mittwoch: Einmaliges Gastspiel der Kaiserlich russischen Solotänzerin Frl. Virginia Zuchi und des Königlichen Solo⸗ tänzers Herrn Mar Glasemann. Zum 172. Male: Amor. Großes Ausstattungsballet von Luig Manzotti. Musik von Marenco. Dekorationen von E. Falk. In Scene gesetzt von Ettore Coppini von der Scala in Mailand. 7 ¾ Uhr: Großer Triumphzug Julius Cäsar's, ausgeführt von 750 Personen. Im 5. Akt: Grand pas de deux, getanzt von Frl. Virginia Zuchi und Hrn. Glase⸗ mann. Anfang 7 Uhr. 1b
Friedrich-Wilhelmstädtisches Thrater. Direktion: Julius Fritzsche. Chausseestraße 25 — 26.
Mittwoch: Mit vollständig neuer Ausstattung, zum 19. Male: Der Nachtwandler. Operette in 3 Akten (der erste Akt in 2 Bildern) von Zell und Gense. Musik von Louis Roth. Dirigent Herr Kapellmeister Federmann. In Seene gesetzt von Julius Fritzsche. 8
„Die neuen Dekorationen: a. Der Hafen von Vlissingen, b. Zimmer beim Bürgermeister, c. Garten, d. Haus mit Straße in Vlissingen, gemalt vom Kais. russischen Hosfmaler Hrn. Bredow. — Die neuen Kostüme nach den Figurinen des Hrn. Fritz⸗ mann vom Ober⸗Garderobier Hrn. Fuchs und der Ober⸗Garderobiere Frl. Springer angefertigt.
Donnerstag: Der Nachtwandler.
Residenz-Theater. Direktion: Anton Anno.
Mittwoch: Zum 5. Male: Ein Großstädter (Un Parisien). Lustspiel in 3 Akten von E. Gondinet. Vorher zum 4. Male: Ein anonymer Brief. Lustspiel in 1 Akt von F. Cohen.
Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.
Krolls Theater. Sonntag: Vorletztes Con⸗ cert der Frau Amalie Ivachim.
„Billets I. Parquet 3 ℳ, II. Parquet 2 ℳ, Logen⸗ billets 1 ℳ 50 ₰, und Entréc à 1 ℳ sind vorher zu haben an der Kasse, bei den Herren Bach, Unter den Linden 46, Lindenberg, Leipzigerstr. 50 ., C. Heintze, Unter den Linden 3, und im Invaliden⸗ dank, Markgrafenstr. 51a.
Velle-Alliance-Theater. Mittwoch: 13. Gast⸗ spiel der Fr. Marie Geistinger mit den Mitgliedern des Friedrich⸗Wilhelmstädtischen Theaters: Zum 13. Male: Drei Paar Schuhe. Lebensbild mit Gesang in 3 Abtheilungen und einem Vorspiel von Carl Goerlitz, bearbeitet von Alois Berla. Musik von Carl Millöcker. (Leni: Fr. Marie Geistinger als Gast.) Anfang 7 Uhr.
Donnerstag u. folg. Tage: Drei Paar Schuhe.
Walhalla-Theater. Mittwoch: Zum 5. Male: Die Piraten. Kom. Oper in 3 Akten nach Seribe von F. Zell und Rich. Genée. Musik von Richard Genée. Sämmtliche Kostüme (neu) nach Zeichnungen des Malers Laviegerie in Paris. Sämmtliche Dekora⸗ tionen (neu) von E. Falk.
Donnerstag: Zum 6. Male: Die Piraten.
Königstädtisches Theater. Emil Thomas. Mittwoch; Zum 7. Male: Der Jongleur. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.
Concert-Haus. Leipzigerstraße 48. Täglich: Concert des Grand Orchester des Mr. Karl Meyder aus England. 75 Künstler (12 Solisten). Streichquartett von 50 Künstlern. Abonnement 5 Billets 3 ℳ 30 Concerte 10 ℳ
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frl. Bertha Töbelmann mit Hrn. Auditor Franz Ruhstrat (Oldenburg). — Frl. Diana Freiin v. Vincke mit Hrn Referendar Dr. jur. Carl v. Behr (Wiesbaden — Pinnow). — Frl. Gertrud Crone mit Hrn. Dr. phil. Oscar Kuhfeldt
(Jenkau b. Danzig).
Verehelicht: Hr. Balduin Baron v. Eller⸗ Eberstein⸗Morungen mit Fr. Franziska, verw. Freifrau v. Witzingerode⸗Knorr, geb. Bendler (Meran). — Hr. Dr. phil. Rich. Weißenfels mit Frl. Alwine Tschmarke (Magdeburg). — Hr. Reg.⸗ Baumeister Wilh. Matthes mit Frl. Anna
Geboren: Ein Sohn:
₰,
el 50 — 60
Scholle 10 — 25 ₰,
von
Säkkingen. Oper in
“
4 Akten nebst
Sdroyek (Gnesen-—Lyck). Hrn. Dr. Jos. Müh⸗
theilweiser
Musik von Victor E. Neßler. Ballet von Charles
8 — Hrn. Major Cäcil v. Renthe⸗Fink (Breslau) — Hrn. Pastor E. Kraeusel (Er.⸗Krichen). — Eine Tochter: Hrn. Major a. D. v. Weiher (Stolp). — Hrn. Pfarrer Jaeger (Oberschlema). — Hrn. Forstmeister Godbersen (Stettin). — Hrn. Hauptmann Alfred v. Haugwitz (Glogau). — Hrn. Dr. Joh. Baerwinkel (Sondershausen).
Gestorben: Hr. Oberst⸗Lieut. a. D. Rob. Blu⸗ menthal (Hirschberg i. Schl.). — Hr. Major a. D Max Rudloff (Hannover). — Fr. Oberst Sophie v. Nordeck, geb. Duntze.
Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. [33851] Aufgebot.
Nachdem die Erben des am 15. September d. J zu Coburg verstorbenen Kaufmanns Eduard Popp die Erbschaft mit der Rechtswohlthat des Inventars angetreten und das Aufgebotsverfahren beantragt baben, werden sämmtliche Erbschaftsgläubiger hiermit aufgefordert, etwaige Forderungen und Vorzugsrechte bei Strafe des Ausschlusses spätestens in dem auf
Freitag, den 26. November 1886, Vormittags 11 ½ Uhr, vor unterzeichnetem Gericht anberaumten anher anzumelden und zu bescheinigen.
Coburg, den 11. Oktober 1886. 1
Heerzogl. S. Amtsgericht, V. Abth. Gruner.
Termine
[33861] Bekanntmachung.
Durch Ausschlußurtheil vom 6. Oktober d. Js. ist das Sparkassenbuch der hiesigen städtischen Sparkasse Nr. 200 454 über noch 220 % 39 ₰, lautend auf Fräulein Elise Waͤhnelt, Andreasstraße 48, für kraftlos erklärt.
Berlin, den 6. Oktober 1886.
Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 49. [33856] Bekanntmachung. Namen des Königs! In Sachen, betreffend das Aufgebot d rezesses vom 10. Juni 1825 über die im Grundbuche von Salzwedel, Band X. Blatt 75 bei dem Hause Wollweberstraße Nr. 10, früher Nr. 694 zu Salz⸗ wedel in Abtheilung III. Nr. 2 für die drei Ge⸗ schwister Stappenbeck zu Salzwedel eingetragenen 266 Thaler 2 Groschen mit dem Hypothekenscheine vom 26. Juli 1885, hat das unterzeichnete Gericht unter dem 5. Oktober 1886 für Recht erkannt,
daß die vorbezeichnete Urkunde für kraftlos zu
erklären.
Salzwedel, den 6. Oktober 1886.
Königliches Amtsgericht.
Im
es Erb⸗
Bekanntmachung. er Strafsache gegen:
ch wegen Verbrechens gegen §§. 218, 219, 4 57 St.⸗G.⸗B. wird, ꝛc. in Gemäßheit des §. 332 der Strafprozeß⸗ Ordnung, 1 das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des Angeschuldigten Julius Beelke mit Beschlag belegt. Landsberg a. W., den 2. Oktober 1886. Königliches Landgericht, Strafkammer.
2
n⸗Ausweise der dentschen Zettelbanken. Uebersicht der .„ 29 2 8 8 üchsischen Bank zu Dresden 7. Obtober 1886. Activa. Reichskassenscheine Noten anderer
W
Banken
a m
ℳ 17 210 527. “ „ 95 Deutscher Ba öG 13 064 800. Sonstige Kassen⸗Bestände. 235 289. Wechsel⸗Bestände 55 012 930. Fsbard. e e . ..4633 90 Effecten⸗Bestände v;“ 211 643.— Debitoren und sonstige Activa „ 5 049 512. Passiva. Eingezahltes Actiencapital . ℳ 30 000 000. Reservefonds ;böö-eö00. Banknoten im Umlauf „ 47 100 800. g fällige Verbindlich⸗ eiten. 1““ An Kündigungsfrist gebundene 3* Sonstige Passiva . e11““ 204 932. — Von im Inlande zahlbaren, noch nicht fälligen Wechseln sind weiter begeben worden: ℳh Die Direction.
6 275 525.
8 160 089.
2 278 242. 65
1338463 Bekanntmachung.
Wir machen hiermit bekannt, daß der Wittwe Ottilie Kobien, Koppenstraße 53 wohnhaft, der 4 % Berliner Stadt⸗Anleiheschein Litt. M. Nr. 19 484 über 500 Mark angeblich ab⸗ handen gekommen ist.
Den zeitigen Besitzer dieses Anleibescheins fordern wir hierdurch auf, sich bei uns oder der ꝛc. Kobien zu melden, widrigenfalls das gerichtliche Amorti⸗ sations⸗Verfahren eingeleitet werden wird.
Berlin, den 7. Oktober 1886.
1 8 Magistrat hiesiger Königlicher Haupt⸗ und Residenzstad von Forckenbeck.
(33695]
Die Physikatsstelle des Königlichen Ober⸗ amts Gammertingen ist durch Tod ihres bis⸗ herigen Inhabers erledigt. Qualifizirte Bewerber um diese Stelle wollen ihre Meldungen unter Bei⸗ fügung der für ihre Befähigung sprechenden Zeug⸗ nisse nebst einem Curriculum vitae innerhalb 6 Wochen an mich einreichen.
Sigmaringen, den 18. Oktober 1886. Der Regierungs⸗Präsident.
sam. — Hrn. Friedrich Graf Pückler (Breslau). “ — . . — “
1““
Zweite B
Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preu
Berlin, Dienstag, den 12. Oktober
1886.
Produkten⸗ und Waaren⸗Börse.
Stettin, 11. Oktober. (W. T. B.) Getreide⸗ markt. Weizen loco matt, 145,00 — 153,00, pr. Oktober⸗Rovember 153,00, pr. April⸗Mai 161,00. Roggen matt, loco 116,00 — 123,00, pr. Oktober⸗November 123,50 pr. April⸗Mai 128,00. RFüböl matt, pr. Oktober 42,70, pr. April⸗ Mai 44,50. Spiritus matt, loco 35,80, pr. Ok⸗ tober⸗November 35,80, pr. November⸗Dezembe 36,10, pr. April⸗Mai 38,10. Petroleum versteuert, loco Usance 1 ¾ % Tara 10,80.
Posen, 11. Oktober. (W. T. B.) „Spiritus loco ohne Faß 35,20, pr. Oktober 35,30, pr. November⸗Dezember 35,30, per April⸗Mai 36,90.
Dbe Matt. h 2
Magdeburg, 11. Oktober. (W. T. B.) Zucker⸗ bericht. Kornzucker, exkl., von 96 % 20,20, Korn⸗ zucker, erkl., 880 Rendem. 19,10, Nachprodukte, exkl. 750 Rendem. 17,00. Ruhig. Gem. Raffinade mit Faß 25,75, gem. Melis I. mit Faß 24,25. Still.
Köln, 11. Oktober. (W. T. B.) Getreide⸗ markt. Weizen loco hiesiger 17,00, fremder 18,25, pr. November 16,50, pr. März 17,05. Roggen loco hiesiger 14,25, pr. Novbr. 12,95, pr. März 13,35. Hafer loco 13,25. Rüböl loco 22,70, pr. Oktober 22,50, pr. Mai 23,50.
Bremen, 11. Oktober. (W. 2 Schlußbericht) ruhig. Standard white bz. u. Br.
— 154,00.
100,00. 40 ½. Spiritus
0E 5 25 ¾ Br.,
pr.
markt. Weizen pr. Herbst 6,95 Gd.,
7,20 Br.
Herbst 6,52 Gd., 6,83 Br.
markt. 8,75 Gd., 9,23
220
5,76 Br. Hafer Werter Schön:
zinn 61 9. Amsterdam, treidemarkt.
B.) Petroleum
a. loco 6,30
Hamburg, 11. - markt. ii. loco still, holsteinischer loco 148,00 Rogger loco 128,00 — 135,00, russischer loco ruhig, 98,00 — Hafer und Gerste ruhig. Rüböl still, loco
November⸗Dezember Mai⸗Juni 25 ½ Umsatz 2000 Sack. Petroleum fest, Standard white loco 6,40 Br., 6,30 Gd., pr. Oktober 6,25 Gd., pr. November⸗Dezember 6,35 Gd.
Wien, 11. Oktober. (W. T.
Frühjahr 9,40 Gd. Mais
6,45 Br., pr. Mai⸗Juni 6,63 Gd., 6,68 Br. Hafer pr.
Pest, 11. Oktober. Weizen
Mais pr. 1887 6,28 Gd., 6,30 Br.
Amsterdam, 11. Oktober. (W. T. B.)
Oktober. (W. T. B.) Getreide⸗
pr. März 124.
still, pr. NM Herbst 21 ½.
loco mecklenburgischer
Oktober 26 Br., pr.
Br Br.
Br., pr. April⸗Mai Kaffee ruhig,
flau, pr.
26 Roggen ruhig. Hafer träge.
leummarkt (Schlußbericht). weiß, loco 15 ¾ pr. November⸗Dezember März 16 Br. Ruhig.
15 ⅞ Br., B.) Getreide⸗ pr. Herbst 9,12 Gd., 9,17 Br., „ 9,45 Br. Roggen pr. 7,00 Br., pr. Frühjahr 7,15 Gd., pr. Septbr.⸗Oktober 6,40 Gd.,
6,57 Br., pr. Frühjahr 6,78 Gd., Woche, andere Artikel stetig. London, 11. Oktober. (W. T. B.) Produkten⸗
loco ruhig, pr. Herbst
Br., pr. Frühjahr 9,21 Gd.,
pr. Herbst 6,28 Gd., 6,30 Br.
Kohlraps —.
schwach.
Middl. Käuferpreis.
amerikan. Lieferung: Banca⸗ Juli⸗August 11. Oktober. (W. T. B.) Ge⸗
Weizen auf Termine unverändert, 6 d.
per Novbr. —, per Mai 213. Roggen loco niedriger, auf Termine geschäftslos, pr. Oktober 117 à 116, Rüböl loco 2121, pr. Mai
Antwerpen, 11. Oktober. (W. T. B.) treidemarkt (Schlußbericht). Weizen behauptet. f Gerste flau. Antwerpen, 11. Oktober. (W. T. Raffinirtes, ez., 15 ⅞ Br., pr. Novbr. 15 ¾ Br.,
London, 11. Oktober. (W. T. B.) Getreide⸗ markt. (Schlußbericht.) Weizen ruhig, bei weichen⸗ der Tendenz, angekommene Weizenladungen stetig, Mehl träge, feinste Malzgerste theurer, ordinäre räge, Hafer ¼ bis ½† sh. besser als
(W. T. B.) zucker Nr. 12 12 nominell, Rüben⸗Rohzucker 10 ¾ An der Küste angeboten 8 Weizenladungen.
Liverpool, 11. Oktober. (W. T. B) wolle (Schlußbericht). Umsatz 10 000 B., davon für Spekulation und Export 1000 B., Februar⸗März 53 ⁄16 d. d Glasgow, 11. Oktober. (W. T. B.) Roheisen 58 13 578 Bufbol Mixed numbers warrants 41 sh. 4 ½ d. bis 41 sh Mais 13 578 000 Busbel.
o.
Paris, 11. Oktober. (W. T. B.) Produkten⸗ markt. Weizen fest, pr. Oktober 22,60, pr. November 22,75, pr. November⸗Februar 23,10, pr. Januar⸗April 73,40. Mehl 12 Marques fest pr. Oktober 50,60, pr. November 50,60, pr. vember⸗Februar 50,80, pr. Januar⸗April Rüböl steigend, pr. Oktober 55,75, pr. vember 55,75, pr. November⸗Dezember 56,00, pr. Januar⸗April 56,50. Spiritus ruhig, pr Oktober 41,25, pr. November 41,25, pr. Novem⸗ ber⸗Dezember 41,25, pr. Januar⸗April 41,75.
New⸗York, 11. Oktober. (W. T. B.) Waaren bericht. Baumwolle in New⸗York 9516, do. in New⸗Orleans 8 ⅞⅛, Raff. Petroleum 70 % Abe Test in New⸗York 6 ¼ Gd., do. in Philadelphia 6 ¾ Gd. Rohes Petroleum in New⸗York 6 ⅛ C, do. Pipe line Certificates — D. 65 ½ C. Mehl 2 D 85 C. Rother Winterweizen loco — D. 82¾ C. pr. Oktober — D. 81 C., pr. Novbr. — D. 83 C. pr. Mai 1887 — D. 92 ½ C. Mais (New) 44.8 Zucker (Fair refining Muscovados) 4 ½. Kaff (Fair Rio⸗) 11 ½. Schmalz (Wilcor) 6,45, Fairbanks 6,35, do. Rohe und Brothers 6 Speck 7 ½. Getreidefracht 4.
New⸗York, 11. Oktober. (W. T. B.) Visible Supply an Weizen 52 787 000 Bushel, do. do. an
22³
—=
pr. Ge⸗ B.) Petro⸗ Type
pr. Januar⸗
in der letzten
Havanna⸗
Baum⸗
Stetig. 5 ⁄64
Kräfte und Stoffe der freien Luft im Monat Juli 1886.
Orydirende Kraft des elektrisirten (Fremy und Becquerel), elektrischen (Meißner) oder Ozon⸗ (Schoenbein) Sauerstoffs (03).
s der (M.), Abend⸗ Zurch⸗ ägigen
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der Durch⸗
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1 A.). 5 7 der
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4 Stunden au Mittag⸗ und Abend⸗
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Mittel in 24 Stunden aus
Morgen⸗Ablesung.
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der 2 ssumme der Grade der Pentaden⸗Marximum e 8 2 — 22- „. summe in ir
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7
ss Pentaden⸗M chnitts der Morgen⸗, Ablesung und
Werthzahl für 24 S 8
Durchschnitts der Morgen
8. h.
sch 9
Kolberg(Ostsee), Gymnasial⸗ WZ. Oberlehrer Dr. H. Ziemer M. Pola (K. K. hydr. Amt d. W K. K Kriegsmarine) Dr. Müller Wien (hohe Warte), Central⸗W N. station für Meteor. und M. 7,7. A. 7,31. V Erdm., Prof. Dr. Hann 8 1 Lemberg(Univ.) Prof. d. Phys. 27,8. N. IV. 17,8. V. u. Math. Dr. Stanecky M. 7,9. Bamberg, Prof. der Physik WZ. 19,6. am Lyceum, Dr. med. Hoh M. b Reinerz, Bad, Bürgermeister W Dengler Friedenau (bei Berlin W.) Schulvorst. Dr. Carl Lorenz Juni
774 25,4 2 G N. 4,1. 22,0. II. 18,0. N. 7,. Tgsmaxim. Tgsminim. 30 0. 15 0. II.
1g
1 5,3. 289” A. 7,83. N. 6,4. 17,6. I. 9,5.
A. 6,2.
A. 2,. B
1 — * Stationen, welche in 24 Stunden die 14 Theil⸗Scala mit Berliner Jodkaliumpapieren nur Morgens und Abends ablesen und daher die
Berechnung der von Friesenhofschen Werthzahl nicht zulassen: Prag (Sternwarte), Direktor W. 9,5,. N. 54. Prof. Dr. L. Weinek 4,
O. 9,3. T.
Oberdrauburg (Kärnthen), 114,81. „Pfarrer Unterkreuter Spital a. Drau, Magister 14,5. 15,6. I. u. III. 11,8. II. Dr. med. Paur T. 8 Kaschau (Ungarn), Ober⸗ 13,8. .6,96. 15,4. IV. 12,8. V. Stabsarzt Dr. Bernat T. 6,86. Berlin (Statist. Amt der Stadt, Kölln. Rathh., Breitestr. 20a. C., Geheimrath Prof. Dr. Böckh) einmalige Ablesung in 24 Stunden. Weinbergsweg 11 b. 3,0. V. 1,5. VI. Dr. Perlewitz V 8 Irrenanstalt Dalldorf II. 4,1. V. Krankenhaus Friedrichshain 5,5. IV. 2⸗.. III. Mechanische Kraft. Juli. Kolberg 5,/1 mps (grßt. tglch. 1216, grßt. stndlch. 54,72, total 13 392 km). Nördl. u. östl. Winde 30 %, südl. u. westl. Winde 64,5 %. Calmen 5,5 %. Wien (h. W.) 46 mps. Pola 3,3 mps, Maxim. am 16. 7— 8 h. a. m. 13,9 mps. Summe 9107 km. Windstillen 115. Kolberg. Inli. Luftdrck. 767 mm. Tmprtr. 17 (15,6, 19,1,
15,0. I. u. IV. 140. VI.
6,5. 5,5
„
760,2 (60,2, 60,4, 60,1) 752 bis 16,56) 9 bis 270 C. Insolations⸗ maxim. 59 0 C. Rel. Fchtgktm. 62,9 (73, ½, 46,1, 69,9) 18 bis 90 %, Dunstdruckm. 8,7 (9,4, 7,25, 6,4) 4,05 bis 15,2 mm. Bewölkung 5,47 (5,7, 5,8, 5,1). Niederschläge 52,9 mm an 12 Tagen mit 4 Gewittern, 1 Nebel. Tagesmaxim. 11,8 am 27. — Die Temperatur 0,7 unter dem 10jähr. Mittel. Aus der geringen Luftfeuchtigkeit und großen Trocken⸗ heit Os niedrig. 19 Tage regenfrei. — Kältester Julitag — im Mittel 13,70 C., Mittags 14,5 5 — am 10. — Leuchtende Silber⸗ wolken 2 Stunden nach Sonnenuntergang am 2., 3., 16., 18., 20., weniger intensiv und umfangreich, wie im nt
Potsdam. (Astrophys. Observatorium, Pr. Kempf.) Juli. Lftdrckm. 751,72 (742,8 am 14. 10 h. p. m. bis 759,0 am 3. 6 h.
a. m.) mm. Tmprtrm. 16,98 (8, am 11. bis 31,5 am 22. 0C. Mittl. Windstärke 1,9, mttl. Bewölkung 672, Niederschlaghöhe 40, % mm. Zahl der Tage mit Niederschlägen 17, mit Gewittern 2.
Berlin. Juli. Lftdrckm. 755,5 (Abweichung vom 3jährigen Mittel) — 1,3 mmn) — 746,5 am 14. 10 h. p. m. bei W. bis 762,7
am 21. 6 h. a. m. bei NW. Dunstdrckm. 10,7 (6,9 am 29. 2. h. p. m. bis 17,2 am 22. 10 h. p. m.) mm. Nel. Fchtigktm. 71 % (42 am 26. u. 30. 2 h. p. m. bis 97 am 12. 10 h. a. m.). Ndrschlge. 56,3 (14 2 mm am 22.) mm. Abweichung vom 30jähr. Mittel — 13,9. Gewitter an 2 Tagen. Bewölkung 6,0. 1 1
Pola. Juli. Lftdrckm. 758,53 (49,5 bis 64,7)“ mm. Mittl.
Maxim. 59,80o. Mittl. Minim. 57,2u mm. Tmprtm. 23,28 (12,0 bis
33z2). Mittl. Maxim. 27,.. Mittl. Minim. 17,40 °C. Absfol.
Radiationsminim. 9,0. Absol. Insolationsmaxim. 62,8. Mittl. Ra⸗ diationsminim. 15,48. Mittl. Insolationsmaxim. 58,300 C. Sonnen⸗ schein 379,4 Stunden, tägliches Mittel 12,21, Tage ohne Sonnen⸗ schein . — Mögliche Dauer des Sonnenscheins im Mittel 15 h. 10,9 m. — Prozente der möglichen Dauer 80,8. — Bewölkung 1,9 (2,1, 2,0, 1,7). Rel. Fchtgktsm. 71,0 (22 bis 99) Mitttl. Maxim. 87,5. Mittl. Minim. 51,1 %. — Dunstdrckm. 15,0 (6,1 bis 23,7) mm. Mittl. Maxim. 19,2. Mittl. Minim. 11,2 mm. Verdunstungsmittel 2,86 (1,8s am 9., 16. u. 17. bis 6,54) mm. Niederschlag Dauer in Stunden 17 ¼. Mittel 0,8 Stunden. Ablesung 7 h. a. m. 14,5 m hoch 8.7 mm, 1,3 m hoch 14,2 mm.
Reinerz. Juli. Luftdrckm. 713,039 (704,3 am 27. 2 h. p. m. bei Ost 2 bis 721,25 am 21. 7 h. a. m bei Ost 1) mm. Tmprtrm. 17,30 (20,2 am 10. 9 h. p. m. bei SW 1 bis 25,9 0 C. am 26. 2 h. p. m. bei S 1) °C. Regensumme in Pariser Kubikzoll 155,8. Dunstdͤrckm. in Pariser Linien 10,1. Rel. Fchtgktm. 76 %. Gewitter am 8., 14., 27. — 1 wolkenleerer, kein ganz bewölkter Tag.
Forstlich⸗meteorolog. Stationen des Deutschen Reichs (Prof. Dr. Müttrich, Eberswalde): Luftdruck im Mai im Mittel 1,4 mm höher als April und 0, mm höher als im Mai der früheren Jahre. Der Unterschied zwischen höchstem und tiefstem Barometerstand im Mittel 26,5 (20,3 Karlsberg bis 33,5 Schoo) mm.
— Mittltmprtr. auf d. F. St. um 3,7° C. höher als April und um 1,20 C. höher als Mai der früheren Jahre. Tmprtrmarim. im Schatten auf d. F. St. war in Eberswalde am 24. (34,2 0 C.), die niedrigste in Sonnenberg am 4. (— 9,70 C.). Sturm war nur in Lintzel, und zwar am 2. aus N., am 4. aus NO. und vom 25. bis 28. aus WSW. bis SW. Die Höhe des Niederschlags übertraf meistens die der Verdunstung. Die Regenmenge a. d. W. St. schwankt zwischen 52 % (Karlsberg) und 85 % (Sonnenberg), (ihr Mittelwerth war 68 %). Die Verdunstungshöhe auf d. W. St. zwischen 22 % (Karlsberg) und 97 % (Hollerath), (ihr Mittelwerth war 49 %) der auf der F. St. beobachteten Größen. — Die absolute Feuchtigkeit der Luft lag im Monatsmittel auf d. F. St. zwischen 6,5 und 9,s mm, auf der W. St. unten zwischen 6,bb und 93 und in der Baumkrone zwischen 6,5 und 9,2 mm. Die rel. Feuchtigkeit im Mittel auf d. F. St. 64 %, auf d. W. St. unten 68 % oben 67 %. — Gewitter 44, Wetterleuchten 17, Höhenrauch in Schmiedefeld 9. bis 11., 18., 21., 22., 24., Friedrichsroda 1., 3., 5., 8., 10,, 11., 19. bis 23., Sonnenberg am 7., Hadersleben 4, 7. bis 12., 20. — Mondhof 4. Besonders starkes Abendroth 9, besonders starkes Morgenroth 3. In Fritzen ein Nordlicht. — Eine zusammenhängende Schneedecke nur in Karlsberg vom 2.—8. (bis 4 cm) und in Melkerei am 16. (bis 3 cm). — Im Mai bedeutende Temperaturschwankungen; nach ungewöhnlicher Kälte in der ersten Hälfte trat um die Mitte überall bei füdlichen Winden Steigen des Barometers und starke Hitze ein mit von Regen und mehrfach Hagel begleiteten Gewittern. Die letzten Tage feucht und ziemlich bewölkt. — Bewölkung und rel. Feuchtigkeit durchschnitt⸗ lich kleiner als im Mai früherer Jahre. Neapel (Capodimonte, Astronom Prof. 1885 Septbr. Lftdrckm.“*749,91 (50,07, 49,58, 50,10) mm, 43,9 bis 57,2 mm. Tmprtrm. 21,9 (21,75, 24,12, 20,74) ° C., 13 bis 27 °C. Mittl. Minim. 18,5—1. Mittl. Maxim. 24,983. Absol. Feuchtgktsm. 13,75 (13,53, 14,10, 13,82), 79 bis 22,8 mm. Rel. Feuchtgktsm. 68,8 (69, 62,1, 74,5), 42 bis 95 %. Bewölkung 2,5, 3,0, 1,8. Niederschlg. 75,1 mm. Verdunstungssumme 72,4 mm. — Windgeschwindigkeit 9 h. m. 0,618 mps. — 3 h. s. 1,3¹4 mps., 9 h. s. 0,573 mps. „Die Kenntniß der niedersten Pflanzen“, sagt Virchow in der Eröffnungsrede der 59. Versammlung Deutscher Naturforscher und
Faustino Brioschi).
5 18
Aerzte, „ist erst jüngst die Grundlage der Lehre von den infektiösen Krankheiten geworden. Wenn wir in Schönlein den ersten Ent⸗ decker eines, wie man jetzt sagt, pathogenen Pilzes verehren, so darf nicht vergessen werden, daß es unser Chemiker Eilh. Mitscherlich war, der zuerst die experimentell begründete These aufstellte, daß, wie die Gährung durch Pilze, so die durch Infusorien bedingt werde. Was er im Sinne Ehrenberg's, der vor 1828 bereits an⸗ gefangen hatte, das niederste Pflanzen⸗ und Thierleben zu erschließen, Infusorien nannte, das waren in der heutigen Sprache der Botaniker Bakterien. Wir erkennen jetzt, daß die Mikroorganismen Krankheits⸗ ursachen sind, gegen welche die lebende Substanz der Zellen ihre Wehr⸗ kämpfe ausführt, und es ist die Bahn eröffnet, den Mechanismus so⸗ wohl der Einwirkung des Mikroorganismus als der Abwehr derselben durch die Zellen zu ergründen.“ “
In der „Wien. mediz. Presse“ 1886 Nr. 18. berichtet Hofmokl: ‚eine Anzahl früherer Versuche haben gezeigt, daß das Wasserstoff⸗ superoryd (Hz 0²) leicht und rasch durch thierische Membranen diffun⸗ dirt, ohne zersetzt zu werden, und daß es ferner die Impffähigkeit von Schanker⸗ und Buboneneiter, wenn es mit ihnen in Berührung kommt, vernichtet. Das frische Präparat wurde in 50 Fällen von Diphtherie — 1 bis 2stündlich˖1 Theelöffel einer zweiprozentigen Lösung innerlich und dieselbe Lösung inhalirt — angewandt und schien auch in einzelnen schweren Fällen den günstigen Ausgang zu verursachen. Meist bewirkte das Mittel Temperaturerhöhung bis 10 C. auch bei Gesunden, bisweilen machte es Erbrechen.“ — Alexander Schmidt in Dorpat hat bereits früher an Versuchen bei Kaninchen und Hunden festgestellt, daß nach künstlicher Zufuhr des Wasserstoffsuperoxyds (Hydrogenium superoxydatum) Temperaturerhöhungen von 0,70 bis 1,3 ° bis 2,00 C., also Fieber eintraten. Dieser atmosphärische Stoff ist daher auch aus diesem Grunde nicht dasjenige Mittel der Fescen Natur, durch welches die Kraft der lebenden Zellensubstanz, die pathogenen Mikroorganismen abzuwehren, vermehrt wird. 1
In der „Zeitschrift für Hygiene“ 1. S. 115 werden die Beiträge von P. Liborius zur Kenntniß des Sauerstoffbedürfnisses der Bak⸗
terien besprochen: „Das Wachsthum der Bakterien unter Abschluß des Sauerstoffs zu beobachten, wird am Besten erreicht, wenn die Luft durch Wasserstoffgas ausgetrieben wird. Einige Bakterienarten, wie die Milchsäurebacillen, der eitererzeugende Streptococcus, der Lungen⸗ entzündung verursachende Bacillus, verhielten sich ziemlich indifferent gegen Sauerstoffabschluß bezüglich ihres Wachsthums. — Der Tybhus⸗ bocillus, die Bacillen der Cholera asiatica und nostras zeigten keine des Wachsthums durch Sauerstoffent⸗
Aenderung ihres biologischen Ver⸗ haltens in Bezug auf Pigmentbildung und Pevptonisirungs⸗ vermögen ein. Eine vollständige Aufhebung des Wachsthums durch Entziehung des Sauerstoffs wurde nur beim Milzbrandbacillus und dem Micrococcus tetragen. erzielt. — Der Bacillus des bösartigen Oedems ist eine obligate Anaörobie, weil er nur bei vollständigem Luftabschluß wächst. Die obligaten Asrobien bedürfen zum Wachs⸗ thum reichlicher Sauerstoffzufuhr, z. B. der Milzbrandbacillus. Es gehören sonst alle pathogenen Bakterien entweder zu den obligaten oder zu den fakultativen Anabrobien, welche sowohl bei Sauerstoff⸗ zufuhr, als auch bei Sauerstoffmangel wachsen. Diese Eigenschaft ist nothwendig, sagt Liborius, damit sie den Kampf im Gewebe und im Innern der Zellen bestehen, oder auch, wie z. B. die Cholera⸗ und Typhusbacillen, im Darm sich entwickeln können. Die Existenz der Anaörobien außerhalb des thierischen Körpers denkt sich L. dadurch möglich, daß z. B. in dem betreffenden Nährmaterial, wie faulende Flüssigkeiten u. s. w., zuerst Asrobien und fakultative Anasrobien sich entwickeln, die dann den Sauerstoff des Mediums konsumiren und so den obligaten Anaöërobien einen günstigen Nährboden bereiten.“ Am 3. Oktober d. J. berichtet nun die „Tägliche Rundschau“, daß nach den Versuchen eines russischen Forschers der biologisch⸗chemische Unter⸗ fchied zwischen den Bacillen der asiatischen Cholera und den der Cholera nastras darin bestände, daß die ersteren sauerstoff⸗ bedürftiger seien als letztere; in Folge dessen müssen die Bacillen der asiat. Cholera im Darme, wo sie sich lebhaft entwickeln, Re⸗ duktionsvorgänge veranlassen und giftige alkaloidartige Stoffe erzeugen. Solche Stoffe hat man in den Ausleerungen Cholerakranker that⸗ sächlich gefunden und mit denselben an Thieren choleraähnliche Krank⸗ heitserscheinungen hervorzurufen vermocht. Demnach wäre es geboten, unter den Heilmitteln gegen Cholera den Oxydationsmitteln mehr Aufmerksamkeit zu schenken und dieselben in die Verdauungswege, besonders in den Dünndarm, einzuführen. — Kann die abwehrende Kraft der thierischen Zelle im Kampfe mit den krankmachenden Pilzen nur durch Sauerstoffzufuhr deshalb vermehrt werden, weil der Sauerstoff der eigentliche dynamogene Stoff ist, so schrieb auch 1873 Dr. M. Raynand, Arzt des Hospitals La Riboisiere, Mitarbeiter am Dictionnaire de médicine, seit 1868 Mitglied der medizinischen Fakultät zu Paris, an den Ersten Legations⸗Sekretär der Berliner Französischen Gesellschaft, Herrn Débains: „j'ai expérimentée l'eau d'ozone (de Berlin) avec interéèt et je dois dire que dans un certain nombre de cas, j'ai cru en retirer de véritables avantages, not am- ment dans le traitement du Choléra.“ Herrn Raynand standen nur höchstens 120 cem 03 bei seinen Versuchen zu Gebote, hat daher sicher seine geringen Quantitäten der Lösung von O3 in Wasser nur per os und nicht auch gleichzeitig per anum und durch Inhalation beibringen lassen. “ Die „Zeitschrift für Hygiene“ I. S. 3 theilt Wyssokowitsch's Versuche mit über Schicksale der ins Blut injizirten Mikroorganismen im Körper der Warmblüter. Die Versuche wurden zumeist an Kaninchen, auch an Hunden und Meerschweinchen mit Auf⸗ schwemmungen von Reinkulturen von bathogenen und nicht krank nachenden Bakterien und Schimmelpilzen in einer 0,prozentigen Koch⸗
vollständige Behinderung ziehung, dagegen trat eine
salzlösung angestellt. — Im Blute findet ausnahmslos bald nach der Einspritzung eine sehr bedeutende Verminderung der Bakterien und Schimmelpilze statt, ja in den meisten Fällen kommt es binnen Kurzem zu einem völligen definitiven Verschwinden derselben; nur bei den für die Thiere krankmachenden Pilzen tritt nach einer gewissen Frist wieder eine allmähliche Zunahme der Bakterien im Blute ein, die dann bis zum Tode des Thieres anhält. Eine Ausscheidung der Bakterien durch die Nieren oder den Darm findet bei gesundem Ge⸗ webe nicht statt; nur wenn das Gewebe erkrankt ist und nicht mehr normal fungiren kann, treten die Bakterien in die betreffenden Secrete über. Wo eine Zunahme der weißen Blutzellen stattfindet und die Bakterien von den weißen Blutzellen aufgenommen werden, sind die weißen Blutzellen vielleicht bim Transport der Bakterien nach gewissen Organen betheiligt. — Da. die Bakterien nicht durch die Secrete ausgeschieden wurden, so war ihre Ablagerung und ihr Unter⸗ ang außerhalb des Blutstroms in den Organen zu suchen. In der
hat zeigten auch die Versuche, daß die ins Blut injizirten Bakterien ähnlich wie nicht organisirte kleinste Partikelchen im Allgemeinen sehr rasch in gewissen Organen — namentlich Milz, Leber, Knochenmark — fixirt und dadurch dem Blutstrom entzogen werden. Die Voll⸗ ständigkeit und Schnelligkeit, mit der diese Ablagerung geschieht, und die Vorliebe für das eine oder andere Organ ist jedoch für die ein⸗ zelnen Bakterienarten verschieden. Die in den inneren Organen ab⸗ gelagerten Bakterien gehen dann, falls sie für das betreffende Thier nicht pathogen sind, daselbst großentheils zu Grunde, am schnellsten die Saprophyten wie die Heubaeillen, die 24 Stunden nach der In⸗ jektion schon verschwunden sind. Lange Zeit dagegen halten sich in den Organen die Sporen; so waren Penicilliumsporen noch nach 7 Tagen in reichlicher Menge und in lebensfähigem Zustande in der Milz, Leber und in dem Knochenmark; die längste Lebensdauer zeigten die Sporen des Bacillus subtilis, die noch nach 78 Tagen aus Leber⸗ und Milzstückchen zur Entwickelung kamen. Die Ablagerung der
Bakterien war in den meisten Capillaren, zum gerin eren Theil in