1886 / 258 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 02 Nov 1886 18:00:01 GMT) scan diff

Berlin, den 2. November 1886.

Se. Majestät der König von Sachsen ist gestern Nachmittag nach Dresden zurückgereist. 8*

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Finanz⸗Ministeriuumu. Dem Regierungs⸗Assessor Bonnenberg zu Köln ist die Stelle eines Mitgliedes der Provinzial⸗Steuer⸗Direktion zu Stettin verliehen worden.

Die Verwaltung der durch den Tod ihres bisherigen In⸗ habers erledigten Stelle des Königlichen Rentmeisters zu Mohrungen ist dem Kreissekretär Kirschner zu Lötzen über⸗ tragen worden.

Ministerium des Innern. Der Ober⸗Regierungs⸗Rath von Starck ist dem Regie⸗

rungs⸗Präsidenten zu Frankfurt a. O. zugetheilt worden.

Abgereist: Se. Excellenz der Vize⸗Präsident des Staats⸗ Ministeriums, Minister des Innern, von Puttkamer, nach den Provinzen Westpreußen und Pommern.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 2. November. Den Kammerherren⸗ dienst bei Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin hat am 1. d. M. der Königliche Kammerherr Freiherr von Landsberg übernommen.

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Die sechste und letzte Plenarsi gemeinen Konferenz der Internationalen messung wurde gestern um 2 ½ Uhr eröffnet.

Den wesentlichen Inhalt der Sitzung bildeten die Berichte der Vertreter der verschiedenen Staaten: des Prof. van de Sande⸗ Bakhuyzen (Niederlande), des Geh. Raths Nagel (Sachsen), des Prof. Roséen (Schweden), des Prof. Hirsch (Schweiz) und des Generals Ibanez (Spanien). Außerdem berichtete Hr. Lallemand, Ingénieur des mines, welcher im Auf⸗ trage der französischen Regierung erschienen war, über das neue allgemeine Nivellement von Frankreich und über Maréo⸗ graphen. Professor Hirsch machte alsdann Mittheilungen aus der letzten Sitzung der Permanenten Kommission. Die ge⸗ schäftlichen Anträge derselben wurden angenommen, ebenso der Antrag: „Die Konferenz wolle den Herrn Minister bitten, die noch nicht betheiligten Staaten zur Beitritt zur Internationalen Erdmessung einzuladen.“ Die mächste Versammlung der

Kommission soll im Herbst 1887 in Nizza statt⸗ nden.

Zum Schluß sprach der General Ibanez der preußischen Regierung den wärmsten Dank der Versammlung aus und ersuchte im Namen der Konferenz dem Präsidenten, insbeson⸗ dere dem Staats⸗Minister Dr. von Goßler den Ausdruck ihrer lebhaften Dankbarkeit zu überbringen für das gütige und ehrende Abschiedsschreiben, welches er derselben gewidmet habe. Der Präsident schloß die erste Allgemeine Konferenz der Internationalen Erdmessung (achte Allgemeine Konferenz der Europäischen Gradmessung) mit dem Wunsche, daß das große Unternehmen, nachdem es die in Fo⸗ e des Todes ihres Begründers unvermeidlich gewordene

risis nunmehr glücklich überwunden habe, blühen und ge⸗ deihen möge zum Heile der Wissenschaft und der ganzen Menschenwelt.

—Diejenigen Bekanntmachungen der Kommandit⸗ Gesellschaften auf Aktien und der Aktien⸗Gesell⸗ chaften, welche in den „Deutschen Reichs⸗Anzeiger“ einzu⸗ rücken sind, werden in einer besonderen Rubrik (Nr. 5) des

„Oeffentlichen Anzeigers“ zusammen abgedruckt.

1 Um den betheiligten Interessenten das Auffinden dieser Zublikationen in der ffolgesen zu erleichtern, werden wir von etzt ab jeden Dienstag eine alph abetisch geordnete

Zusammenstellung derjenigen Gesellschaften herausgeben,

welche in der vorhergehenden Woche Bekanntmachungen

in den „Reichs⸗An eiger“ haben einrücken lassen. Diese Zu⸗ sammenstellungen, deren erste der heutigen Nummer beiliegt, werden, außer und dem Sitz der inserirenden Gesell⸗ schaften, die betreffende Nummer des „Reichs⸗Anzeigers“ nebst

Datum angeben. Das Format dieser Beilagen wird es

rmöglichen, dieselben zu einem handlichen Heft zu vereinigen.

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Großherzoglich mecklenburgische Ober⸗Zolldirektor Oldenburg ist hier an⸗ gekommen.

Als Aerzte haben sich niedergelassen die Herren: Dr. Rud. Cohn, Thiel und Voelsch in Königsberg i. Pr., Dr. Korn in Tapiau, Dr. Latte in Friedrichshof, Dr. Mewius in Allenstein, Dr. Reichelt in Hannover, Dr. Schmalfuß in Limmer, Dr. Rosenmeyer in Frankfurt a. M.

Mecklenburg⸗Schwerin. Schwerin, 1. November. Meckl. Anz.) Der Großfürst und die Großfürstin ladimir von Rußland sind mit ihren Söhnen, den Großfürsten Cyrill, Boris und Andreas, vorgestern Mittag am Großherzoglichen Hofe hier eingetroffen. Zu den heute stattfindenden Tauffeierlichkeiten am Großherzog⸗ lichen Hofe kamen gestern Nachmittag hier an: der Groß⸗ herzog und die Großherzogin sowie der Erbgroß⸗ herzog und die Erbgroßherzogin von Mecklenburg⸗ Strelitz. Heute früh traf Prinz Heinrich XVIII. Reuß ein. Dem heutigen Festtage zu Ehren hat die Residenz reichen Flaggenschmuck angelegt.

1. November. ie Reihe der Festlichkeiten, welche in dem neubegonnenen Monat am Gr oßherzog⸗ lichen Hofe hierselbst stattfinden werden, nahm am heutigen

Tage ihren Anfang. Mittags 1 ½ Uhr taufte der Ober⸗ Hofprediger Dr. 858 die am 20. September geborene Herzogin in der Schloßkirche auf die Namen Cäcilie Auguste

. Nach dem heiligen Akt brachten die Fürstlichen Herr⸗ schaften der hohen Wöchnerin, der regierenden Groß⸗ herzogin, ihre Glückwünsche dar. Alsdann empfing die Großherzogin die Huldigung der Hofstaate und

putationen ät, der Re

Gratulationen von der Landes⸗Universit Seestadt Rostock. Desglei herzogin den Glückwunsch Tresckow entgegen, gesellschaft schloß. Goldenen Saale des

Der Großherzog hat den Cer von Könemann auf Pritzier meister ernannt.

Oldenburg. herzogliche Hof Reuß j. L. Eröffnun Staats⸗Minister In der Eröffnungsre dtag sich zunächst mit der haushalts⸗Etats zu beschäftigen

die Erhebung löschwesens von ten Feuerversicherungsanstal ilt den im Oberlande zu

erg —Hirschberg

Landschaft, sidenzstadt Schwerin direnden Generals von filir⸗Cour der Hof⸗ findet im

des Fommande ich eine De tag 6 Uhr

Morgen Nachmit . Schlosses ein Diner

Großherzvglichen

emonienmeister Kammerherrn zum Ober⸗Ceremonien⸗

Oldenburg, 1. November. Der Groß⸗

ist heute aus Eutin hierher zurü

Gera, 31. Oktober. s Landtages erfolgte Dr. von Beulwitz im rede bemer

(Lpz. Ztg.) Die heute durch den sten Auftrage des te der Minister, daß Feststellung des Von weiteren Vorlagen

haben werde. ein Gesetz über

Erwähnung finden: zu Zwecken den im Fürstenthum Reuß j. L eine sehr umfassende den Eisenbahnen Schön⸗ n— Lobenstein; Sporteln und desgleichen

. konzessionir⸗

und Göttengrü Zuschlag zu den und Verwaltungssachen; itere Abänderungen un Mai 1865 über r⸗ und Transportkosten bet soldung der Geistlichen, rer; ein Gesetz, die tlicher Benützung von Ko Staats⸗Minister betonte, daß e als ein entspreche taaten und werde gerechtfertigt hs und die Preissteigerung insbesondere aber durch die ch an dem Wohnsitz der meisten geltend machende theurere Lebens⸗ ei eine Erhöhung von 10 Proz. in eine die Verbesserung der

Gebühren in

ein Gesetz⸗ d Ergänzungen des Regle⸗ Vergütung von Diüten, r.; eine Gesetzesvorlage sowie eine solche über Erhöhung von Bei⸗ mmunikations⸗ auch die Auf⸗ sbares Gebot

entwurf, we ments vom ˙6. Nachtquartie über die Be die der Volksschulleh trägen bei außerorde wegen betr. ꝛc. Der besserung der Beamtengehalt zu betrachten der meisten urch das Sinken des Geldwert der Lebensbedürfnisse überhaupt, in dem Fürstenthum und na Beamten, in Gera, si Durchschnittlich Aussicht genomme finanziellen Lage digkeit, un

n. Ebenso ersch der Geistlichen und Lehrer als d seien dazu die erf des Etats eingestellt. Finanzverhältniss Mehrausgaben. ter von Hirschbe nlung und ersuchte dies Fürsten, der sich in t als wahrer Landesvater erw ringen. Der Landtag stimmte

dringende orderlichen Erträge in Der Minister fügte e des Landes erlaubten Der Abg. Dr. Jäger, Rechts⸗ rg a. S., begrüßte als elbe, Sr. seinen Gesinnungen ein dreifaches Hoch

diese Rufe ei

zu machenden anwalt und Bürgermei Alters⸗Präsident Durchlaucht dem

die Versam

lebhaft in

Wien, 31. Oktober. (W. T. B.) netenhause schlug gestern der des Defizits ffektiv 36 600 000 Fl. zu transport um 1 Proz., 2 Proz. zu erhöhen und außer⸗ des Prozeßstempels sowie die tofreiheit eintreten zu die Konvertirung mehrerer Eisenbahn⸗ heißbahn, sowie eine Reform der Staatsbahnen und eine Er backregie in Aussicht. In allen Zweigen gorosesten Sparsamkeit

Oesterreich⸗Ungarn. müungarischen Abgeord inanz⸗Minister vor, zur im Betrage von e

erthpapiere n Personen

emittiren, den Tarif für de den für den Frachtentransport um dem eine theilweise Erhöhung Beschränkung der Por Minister stellte ferner papiere, zunächst d in der Verwaltung Einnahmen aus der Ta der Staatsverwa verfahren werden.

Großbritanni (W. T. B.) Heute der Vertagung des Das „Reuter'sche Bureau“ tischen Frage verlautet, entschlossen sei, von der gege nicht abzuweichen und das Lan Eventualität einer neuen Revolution von der Erwägung leiten lasse, daß si anerkannte moralische Verpflichtung habe, gypten aufrecht z

2. November. 6. gehaltenen Meeting der s einigung wurde beschlossen, Polizeichefs Fraser auf selben gerichtete Schre beabsichtigten Abhaltung eine dem dagegen ergangenen

erjenigen der T n höhung der

ltung solle mit der ri

en und Irland. London, 1. November. Nachmittag hat der erste Kabinetsrath Parlaments stattgefunden. meldet: Bezügli die englische

nwärtig eingeschlagenen Politik d nicht der Unordnung und der zu überlassen, da sie sich e die von allen Mächten die öffentliche Sicher⸗

der egyp⸗ egierung

heit in E u erhalten. B.) In einem gestern Abend ab⸗ ozialdemokratischen Ver⸗ daß, da eine Antwort des das am 31. Oktober cr. an den⸗ cht eingegangen sei, an der 8 öffent⸗ lichen Aufzuges trotz festgehalten werden solle. (A. C.) Aus B Rangun, 29. Oktober. unter dem Befehl des Obersten Stead und eine andere, vom Major Campb Aunde nach Zebinglay, in den Major Campbell's

irma liegen folgende Nachrichten vor: Am 27. d. M. brach eine Abtheilung man von der Tummoo⸗Brücke, ell befehligte Abtheilung von Bergen, südöstlich von Man⸗ Truppen fanden den oberen Paß Sie machten sich mit Gewalt Bahn, Ingenieur⸗Corps Als die Ab⸗

dalay, auf. verrammelt. Sappeur fiel und Lieutenant Glanville vom nebst 3 Sappeuren und 1 Sepoy verwundet wurden. as 43. Goorkah⸗Regiment wird morgen von Mandalay abmarschiren, um eine Route nach Der Befehlshaber von Minhla telegraph die Stadt in Brand gesteckt haben 2 ote brennend den Fluß haben hinabtreiben lassen. Bombardement Detachement des Generals Pren

ein großer Theil der Stadt ff auf Minhla wurde durch die Rangun⸗.Times“ buddhistisches Kloster sowie den buddhistischen Oberpriester ausgewiesen fohlen hatte, ihn nicht zu stören, Die Maßregel hat viel t und wird wahrscheinlich die

Oktober. (R. B.) esetzgebenden tigte und worin bis der Rath über die ulu⸗Republik unter⸗

brannt worden war. den Rubinengruben zu irte heute, daß die Insurgenten zahl großer Bo festigungen durch das in Flammen seitdem in Trümmern. Schaaren Boshway's ausgeführt. daß die Militärbehörden in eine Pagode demolirt und haben, obgleich Sir C. Bernard be bevor er eine andere Wohnung habe unter den Birmanen erreg der Gegend noch verschlimmern.

Pietermaritzburg (Süd⸗Afrika), 29. Die Resolution, welche man gestern dem Rath von Natal zu unterbreiten b jede Geldbewilligung abgelehnt wurde, Natur der Unterhandlungen mit der 3

Der Angri

Ningyan ein

böses Blut Zustände in

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richtet worden sei, wurde zurückgezogen. Der Rath hat indeß, in Erwiderung auf die von Sir Arthur Have⸗ lock am 27. d. mitgetheilte Erklärung Mr. Stanhope's, wonach die Annexion von Peluland Seitens Natals nicht genehmigt wird, eine dresse votirt. In dieser Entgegnung wird eine Stimme bei der Regelung von Zululand beansprucht und dagegen Protest erhoben, daß dem Rath In⸗ formation betreffs der Unterhandlungen mit der Republik vor⸗ enthalten wird. Ferner wird darin verlangt, daß der Wort⸗ laut des vorgeschlagenen Abkommens mit der Republik vor der Ratifikation dem Rath unterbreitet werde, und wiederholt die dringende Nothwendigkeit einer britischen Annexion des⸗ jenigen Theiles von Zululand hervorgehoben, der nicht inner⸗ halb der Grenzen der Republik liegt. Der Rath hat sich in Erwartung der Antwort des Staatssekretärs für die

Kolonien vertagt.

Frankreich. Paris, 30. Oktober. (Fr. C.) Dem Ministerrath, welcher heute früh im Elysée unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik abgehalten wurde, wohn⸗ ten weder der Justiz⸗Minister Demoöle noch der Bauten⸗ Minister Barthaut bei. Der Minister des Innern theilte die vom Süden eingelaufenen Depeschen mit, nach welchen die Hochwasser überall gefallen sind. Der Unter⸗ richts⸗Minister unterbreitete dem Präsidenten der Republik ein Dekret, welches die Generalräthezu einer außerordentlichen Session einberuft, um zur Ausführung des neuen Unterrichtsgesetzes, das morgen im „Journal Officiel“ ver⸗ öffentlicht werden wird, die vier Mitglieder zu bestimmen, die der Generalrath eines jeden Departements in dessen Schulrath zu entsenden hat. Das Nichterscheinen Barthaut's im heutigen Ministerrath giebt der Presse Anlaß zu lebhaften Erörterungen.

Der Gouverneur des Senegal telegraphirt an den Marine⸗Minister unter dem 30. Oktober: „Letzten Mittwoch stieß eine Abtheilung unserer Truppen in Dekele mit einem Haufen Rebellen unter den Befehlen von Lat⸗Dior zu⸗

sammen. Nach einem erbitterten Kampf ergriffen die Rebellen

die Flucht, nachdem sie 80 Todte, darunter ihren Führer Lat⸗ Dior, łzurückgelassen hatten. Auf unserer Seite hatten wir zwei schwarze Spahis todt und zwölf Verwundete. Nach iesem Kampf erscheint die Beschwichtigung als ge⸗ sichert. Der Cayor⸗Staat ist in sechs unabhängige Provinzen eingetheilt.“ Der „Temps“ bemerkt zu dieser Depesche: „Dekele liegt im Bacol, nahe der Grenze des Cayor und des Djoloff und etwa 50 km östlich von dem Schienenwege von Dakar nach Saint⸗Louis. Lat⸗Dior, der nunmehr vom Schauplatze verschwunden ist, war der Mit⸗ bewerber des Damel Samba⸗Lawbe, welcher in dem Kampfe bei Tivuane am 6. Oktober gefallen ist. Lat⸗Dior war ein Unversöhnlicher; er brüstete sich damit, alles zu hassen, was französisch ist. Er war unser erbittertster Feind in Cayor.“

Nach dem „Evénement“ sendet der Kriegs⸗Minister Boulanger den Oberst Gras, welcher dem Gewehr von 1874 seinen Namen gegeben hat, nach Amerika, um eine An⸗ zahl Bohrmaschinen für Gewehrläufe kleinen Ka⸗ libers zu kaufen. Diese Maschinen sind nur in den Ver⸗ einigten Staaten zu bekommen, da die Erfinder die Aus⸗ beutung des Patents in Frankreich nicht gestatten wollten. Sobald dieselben in Saint Etienne, Tulle und Chatellerault aufgestellt sein werden, wird die Artillerieverwaltung der In⸗ fanterie täglich 300. Gewehre liefern können.

Der Unter⸗Staatssekretär der schönen Künste, Turquet, machte gestern dem Budget⸗ Ausschuß den Vorschlag, staatliche Ersparnisse durch die Umgestaltung der nationalen Paläste zu erzielen. Erstlich würde es sich darum handeln, eine Anzahl von Aemtern aufzuheben, welche bisher mißbräuchlich beibehalten wurden, und im Zusammen⸗ hang damit denjenigen Beamten, welche bleiben, nicht länger den Hausrath zu liefern, weil der Unterhalt desselben von Haudwerkern besorgt wird, die der Staat ausschließlich besoldet. Ferner sollen die Möbel von 88 Gemächern des Schlosses in Compiègne und von 300 Gastzimmern im Schlosse von Fon⸗ tainebleau veräußert und nur die wirklich historischen Aus⸗ stattungen aufbewahrt werden. In dem dadurch gewonnenen Raum würde man in Fontainebleau eine Succursale der National⸗Bibliothek errichten, in Compiègne die Gobelins⸗ fabrik mit Bequemlichkeiten, die ihr in dem alten Lokal fehlen, unterbringen und in Pau ein nationales Museum Süd⸗ Frankreichs gründen. Die konservativen Blätter erheben sich gegen eine solche Entweihung der einstigen Wohnsitze der französischen Herrscher trotz der ausdrücklichen Bedingung, daß alle historischen Erinnerungen unversehrt erhalten bleiben, so z. B. in Fontainebleau die Wohngemächer Franz' II., Lud⸗ wig's XIV., die herrliche Festhalle u. s. w.

31. Oktober. (Fr. C.) Gestern wurde dem Institut de France der notariell ausgefertigee Schenkungsakt des Herzogs von Aumale ausgehändigt. In demselben wird der Werth des Grundbesitzes von Chantillyauf 21 und der der Gebäude auf 10 Millionen angesetzt. Das jährliche Einkommen dürfte gleich von Anfang an 600 000 Fr. betragen, weil das In⸗ stitut gewisse Theile der Domäne vermiethen kann. Nach Ab⸗ zug aller Lasten und Pflichten, von denen schon früher die Rede war: Jahresbeiträge an Schulanstalten, Leibgedinge und Ruhegehälter für alte Priester, Diener der Familie Or⸗ leans u. s. w, sollen dem Institut noch 60 Fr. netto verbleiben, zu denen sich nach 1934, wenn das dem Crédit foncier entnommene Darlehen abgetragen sein wird, weitere 204 000 Fr. summiren werden.

Der Generalrath der Seine sprach gestern auf Antrag Monteils den Wunsch aus: der Posten eines diplomatischen Vertreters Frankreichs beim Papst möge eingezogen werden. Der Seine⸗Präfekt legte gegen diesen Beschluß, der die Zuständigkeit des Rathes überschreite, Verwahrung ein. Ferner beauftragte der Generalrath seinen Vorstand, sich mit den Ministern und den Pariser Ab⸗

eordneten wegen des von dem Minister des Innern vor⸗ bereiteten Gesetzes, das die Selbstverwaltung des Se g epartements zu beschränken drohe, in Verbindung zu setzen.

31. Oktober. (Köln. Ztg.) Der Armee⸗Ausschuß der Kammer hat die allgemeine dreijährige Dienst⸗ pflicht mit der Beschränkung angenommen, daß diejenigen jungen Leute, welche nach zweijähriger Dienstzeit durch eine Prüfung die Vollendung ihrer Ausbildung nachweisen, ent⸗ lassen werden können. Ueber die Zulassung zu dieser Prüfung entscheidet das Loos.

2. November. (W. T. 5 Der „République Fran⸗ sion des Ministers der

caise“ zufolge wäre die Demi öffentlichen Arbeiten, Barhaut, angenommen und würde die Ernennung seines Nachfolgers noch heute erfolgen.

(A. C.) Der Correspondent der Madrid berichtet unterm 28. Oktober: „D vird in Spanien lange in Erinn eder Grund zu der Hoffnung vor ine angenehme sein wird. ielen Verschwörungen un

„Times“ ttober 1886 und es ist

Spanien.

erung bleiben, handen, daß die Erinnerung litärische Element von so d Pronunciamientos ist mit einem n aller Waffengattungen, amts⸗Garde, der Reserve versetzt. Um 4 Uhr Nachmittags Provinzen telegraphische Pässe zu geben und sie wo die Hauptquartiere Dieselben sind in dieser albinsel vertheilt, da keine Sergeanten Regiment der Reserve ein⸗ n der Gar⸗ e geringste at. Die Oekonomie die bisher von den hen an Fähnriche und Lieute⸗ flichten an die 2. Sergeanten „Sergeanten welche Leute für den gewöhn⸗ Die 1300 1. Sergeanten, sch verfahren wurde, sollen

mit Ausnahme jener

Sergeante sind vom aktiven

eer Bürgergarde und der Zoll Dienst zu den Bataillonen

Geheimniß wu purden an die

rde gut bewahrt. General⸗Kapitäne der le gesandt, den Sergeanten ihre Abend nach Punkten zu senden, ees Skeletts der Rese Weise über die ganze H gend eines Regiments in dasselbe In Madrid wurde mit den Sergeanter rozedur vorgenommen, ohne daß di rigkeit zu Tage tr

rve bestehen.

xeten dürfen. ison dieselbe Ruhestörung oder Schwie nd das Rechnungswesen im R. Sergeanten verwaltet wurden, nants über, andere dienstliche P und Korporale, da diese, ungleich den 1 eistentheils beständig dienen n ichen kurzen Militärdienst sind.

it denen in dieser Weise summari nriche in der Reserve itsprechenden Solderhöh inem als befriedigend er Offizierschule entwe oder einen ihrem Range entspre Der Plan ist gut ausge twas dagegen eingewandt wer aroße Liberalität gegenübe Extra⸗Ausgabe der Staats im Vergleich mit dem erhöhte Friedens im L

sowie der freien Wahl, nach

befundenen zweijährigen Kursus in der wieder in die Linie einzutreten, chenden Civilposten anzuneh⸗ cht und gerecht; wenn irgend den könnte, so ist dies die zu r den Sergeanten. Aber die geringe kasse für die Solderhöhungen fällt n Gefühl der Sicherheit und des ande durchaus nicht ins Ge und schnelle Ausführung dieses Plane zum höchsten Lobe, insbesondere dem Kriegs⸗Mi

G Mailand, e. Kaiserliche und König früh nach Basel abgereist. che Konsul und die Spitzen der Behörden an⸗

Die ener⸗ s gereicht dem

November. liche Hoheit der Kron⸗ prinz ist heute Auf dem Bahnhof aren der deuts

Rumänien. Bukarest, 2. November. (W. T. B.) Der el und Ackerbau, Stolojan, hat der Conseils⸗Präsident Bratiano das del und Ackerbau interimistisch über⸗

Minister für Hand missionirt 1 ortefeuille für Han

1. November. nach soll der diesseitige Vertreter Konstantinopel die Instruktion Botschafter Arrangements zu sondiren, eine aus den beiden Parteien zusammengese Bulgarien zu bilden, und die von derselben zu tref hätte. Die wegen des Staatsstreichs vom verhafteten Offiziere Grueff und Bendereff sind gestern i Freiheit gesetzt worden.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 1. November.

Heute Abend fand bei dem deutschen Bot⸗ General von Schweinitz, ein großes Diner zu welchem der Minister des Au mit Gemahlin, Vlangali, der General⸗Major sämmtliche hier anwesenden auswärtigen Vertreter mit ihren Damen Einladungen erhalten hatten. Der „Regierungs⸗Anzeiger dem letzten zwischen dem General Regierung stattgehabten General Kaulbars habe mit Genehmigung des Kaisers dem bulgarischen Minister des gröffnet, daß er bei der ersten Vergewaltig Unterthanen an irgend einem Orte Bulgariens diplomatischen Agenten Rußlands Bulga 2. November.

Bulgarien. Tirnowa, (W. T. B.)

Dem Vernehmen Nelidoff in Betreff welches dahin gehen würde: tzte Regierung für Rußland die große Sobranje fende Fürstenwahl anzuerkennen 21. August

russischen

luswärtigen, von Giers, der Unter⸗Staatssekretär des Auswärtigen, rst Dolgoruki und fast

macht Mittheilung von ten Kaulbars und der bulgarischen Notenwechsel und fügt hinzu: Auswärtigen ung russischer mit allen rien verlassen werde. Ausführlicher wird ge⸗ meldet: Der „Regierungs »Anzeiger“ sagt: Wie er schon früher mitgetheilt, hätten in Varna und an einigen an⸗

eren Oertlichkeiten Bulgariens vorgekommene Eingriffe in die Rechte russischer Unterthanen die Gedächtniß Merk

(W. T. B.)

Entsendung des Kreuzers urs“ und des Klippers „Zabiaka gerufen tet der Anwesenheit dieser Schiffe hätten jene Eingriffe nicht aufgehört, weshalb General⸗Major von von dem Ministerium des Aeußern den Auftrag erhalten habe, von der gegenwärtigen bulgarischen Regierun f der energischsten Maßnahmen zu verlangen, der Dinge beseitigt werde; falls eine befriedigende Antwort erhalte, dem gesammten Personal den Konsulaten verlassen. Kaulbars

hervor⸗

g die Ergreifung damit diese Lage er nicht binnen drei Tagen solle er Bulgarien mit der diplomatischen Agentie und mit

Auf die in diesem Sinne von bulgarischen Natschewitsch, gerichtete Note habe Letzterer ge der bulgarische Minister des Innern allen lokalen Behö bei schwerer Strafe vorgeschrieben habe, die wirksamsten Maßnahmen zu treffen, um Attentaten auf russische Unter⸗ rsonen, welche russischen Schutz genießen, derselben Antwortnote habe Natschewitsch ihm Namen und Wohnort so⸗

antwortet: daß

thanen und auf Pe vorzubeugen. den General Kaulbars gebeten, wohl der russischen Unterthanen wie auch der den Schutz Ruß⸗ lands genießenden Personen mitzutheilen, welche Beleidigungen erfahren hätten, damit die Schuldigen ermittelt und dem Gericht übergeben würden. Da General Kaulbarses für völlig überflüssig achtet habe, den Wunsch des Ministers Natschewitsch zu friedigen, indem die gegen russische Unterthanen verübten Attentate der bulgarischen Regierung hekannt sein konnten, da deren eigene Agenten Haupturheber und Theilnehmer an

e Natschewitsch zu

r möglich erachte, in die von Nats chewitsch gewünschten . er aber bei der ersten Ver⸗ ewaltigung, welche irgendwo auf bul garischem Territorium orkäme, genöthigt sein werde, nach seiner früheren Erklärung zu verfahren, nämlich Bulgarien mit allen russischen Agenten zu verlassen. Diese Antwort des Generals Kaulbars habe die des Kaisers erhalten.

unmöglich nicht wohl⸗

Attentaten gewesen vorgezogen,

rörterungen einzugehen, daß

Approbation

Das „Journal de St. Pétersbourg“ meldet, daß die Ernennung des Hrn. de Laboulaye zum franzö⸗ sischen Botschafter diesseits als genehm bezeichnet worden sei, und fügt hinzu: die Unterhaltung der guten Beziehungen zwischen Frankreich und Rußland, die auf den gegenseitigen Interessen beider Länder basirt seien, könne in keine besseren Hände gelegt werden.

Wie die deutsche „Petersburger Zeitung“ erfährt, geht E Fürst Dolgoruki bestimmt als Gesandter na eber ..

Dänemark. Kopenhagen, 1. November. (W. T. B.) Wie verlautet, haben die von der dänischen und der schwedischen Regierung gewählten Delegirten zur Prüfung des Projekts, betreffend den Bau eines Tunnels zwischen Kopenhagen und Malmö, diesem Projekt nicht zustimmen können.

Amerika. (A. C.) Ueber die Enthüllung der Bar⸗ tholdi'schen Freiheitsstatue auf Bedloe’s Island im Hafen von New⸗York, am 28. v. M., meldet ein Reuter'sches Telegramm folgendes Nähere:

Die Feier wurde leider durch ungünstiges Wetter beeinträchtigt, denn den ganzen Tag über herrschte Nebel und Regen. Dennoch trug das Fest einen imposanten Charakter, und waren ungeheuere Menschen⸗ mengen zu demselben nach der Stadt geströmt. Die Hauptgebäude sowie die Schiffe im Hafen waren reich beflaggt und namentlich die Tricolore vorherrschendd. Das Festprogramm enthielt u. A. einen großen Umzug der bürgerlichen und militärischen Organi⸗ sationen von der oberen in die untere Stadt und eine Schiffs⸗ parade auf dem nördlichen Flußarm, von der 42. Straße bis nach Bedloe's Island. Dichte Zuschauermassen bildeten bei dem Zuge Spalier. Der Präsident Cleveland nahm, umgeben von dem Staatssekretär Bayard, dem Marine⸗Minister Whitney, dem General⸗ Postmeister Vilas, dem Sekretär des Innern, Lamar, dem Ober⸗ befehlshaber der Armee der Vereinigten Staaten, General Sheridan, dem Bildhauer Bartholdi, dem Grafen von Lesseps, dem Admiral Jaures und anderen französischen Gästen sowie einer Anzahl Notabilitäten von der bei dem Fifth⸗Avenue⸗Hotel errichteten Tribüne aus die Revue über den Zug ab. An dem großen Umzuge in der Stadt betheiligte sich eine Anzahl französischer Vereine; sonst bestand derselbe hauptsächlich aus Miliztruppen, Veteranen, den Feuerwehren von New⸗York u d vielen anderen Städten, Matrosen, Schulkindern und Polizisten. Auch der Bürger⸗ meister und der Stadtrath von New⸗York nebst den städtischen Beamten der umliegenden Orte befanden sich in dem Zuge. An der Schiffsrevue nahmen 200 Schiffe aller Arten Theil. Auf Bedloe's Island war eine große, mit Guirlanden bekränzte Tribüne errichtet, auf welcher die Tricolore wehte. Dorthin begaben sich der Präsident und die Vertreter Amerikas und Frankreichs nach Schluß der Parade. Auch eine Anzahl distinguirter Persönlichkeiten nahm auf der Tribüne Platz Alsbald nach Ankunft des Präsidenten begann die Feier auf Bedloe's Island. Zuerst wurde ein Gebet gesprochen; dann hielt Graf Ferdinand de Lesseps eine Rede, deren wesentlichen Inhalt das Verhältniß Frankreichs zur amerikanischen Union bildete. Nachdem der frühere Staats⸗ sekretär Evarts noch das Wort ergriffen hatte, wurde die Kolossalstatue enthüllt. Die anwesende Menschenmenge brach in ein donnerndes Hurrah aus, welches aber, wie die einfallende Musik, durch die von den Forts des Hafens und den Kriegsschiffen abgefeuerten Salutschüsse übertönt wurde. Hierauf nahm Präsident Cleveland die Statue formell als ein der amerikanischen Nation gemachtes Geschenk an. Nachdem dann noch einige der französischen Herren gesprochen hatten, hielt Hr. Chauncey Depew die eigentliche Festrede. Die Feier schloß mit einem religiösen Aktus. In der Stadt herrschte den ganzen Tag über eine gehobene festliche Stimmung Heute Abend giebt die New⸗Yorker Handelskammer den französischen Gästen bei Delmonico ein Banquet. Dann sollte ein großes Feuerwerk auf Governor's und Bedloe's Island stattfinden; in Folge des regnerischen Wetters wurde dasselbe jedoch auf Sonnabend verschoben.

Zeitungsstimmen.

1I

Zu der Vorlage über die Unfallversicherung bemerkt die „National⸗Zeitung“:

Wenn man es hier mit einem Berufe zu thun hat, den die moderne Produktionsweise für die darin beschäftigten Arbeiter nicht gefahrvoller gestaltet hat, so ist es eine sehr alte Schuld, welche die Gesellschaft durch Ausdehnung der Unfallversicherung auf die Seeleute abträgt, denn zu den gefahrvollsten Erwerben hat dieser alle Zeit ge⸗ hört; an den deutschen Küsten wie an denen jedes anderen Landes sind die Familien sehr zahlreich, deren Ernährer in der Erfüllung ihrer Pflicht ein Grab im Meere gefunden haben. Es darf dem deutschen Volke zur Genugthuung gereichen, daß auch diese verjährte Schuld jetzt getilgt werden soll. Die Mängel, welche unserer Unfallversicherungs⸗Gesetzgebung durch die schwerfällige Organisation und durch die nicht ausreichend solide Aufbringung der Kosten an⸗ haften, müssen nun, da man sich mitten in der Durchführung des Werkes befindet, unter dem Vorbehalt späterer Reformen in den Kauf genommen werden; wenn man von ihnen absieht, ist der konsequente Fortschritt dieser Gesetzgebung ein Gegenstand gerechter Befriedigung. Das Haftpflichtgesetz von 1871 hatte, auf einem neuen Gebiete vor⸗ sichtig tastend, doch das Prinzip, die Pflicht zur Entschädigung ohne Nachweis einer Schuld des Unternehmers, bereits für den als den gefährlichsten betrachteten Betrieb, den der Eisenbahnen, fast unein⸗ geschränkt aufgestellt. Das erste Unfallversicherungsgesetz ver⸗ allgemeinerte es dann für die gesammte Industrie, wobei die Grundidee aber noch war, daß es die Natur des modernen Ma⸗ schinenbetriebes sei, welche es nicht länger gestattete, die Verpflichtung zur Entschädigung von einer Schuld des Unternehmers oder seiner Vertreter an dem Unfall abhängig zu machen, sondern daß die Ent⸗ schädigung ohne Rücksicht hierauf zu den Betriebskosten gerechnet werden müsse. Die Erwägung, daß Arbeiter in gleichmäßig gefähr⸗ deter Lage nicht ungleich behandelt werden könnten, hat dann zur Ctnhen von Berufen, welche zum Theil zu den ältesten gehören, in die Unfallversicherung geführt; und indem sie jetzt wieder auf einen solchen, den der Seeleute, ausgedehnt wird, bringt das Wesen desselben sogar die ausdrückliche Bestimmung mit sich, daß die Versicherung sich auch auf die in Folge von Elementar⸗Ereignissen eintretenden Betriebsunfälle bezieht. Es ist ein weiter Weg, der so zurückgelegt worden; die soziale Gerechtigkeit hat auf demselben eine Reihe von Siegen über hartherzige Gewohnheit und Abstraktion davongetragen.

Die „Staatsbürger⸗Zeitung“ sagt in einem „Parteien und Volkswohl“ überschriebenen Artikel:

.. Beits die Deutschen dahinter kommen, wo das Wohl des Vaterlandes bleibt, wenn die Partei immer im Vordergrunde steht, bis dahin wird freilich noch viel Wasser bergab gehen. Gutes Vertrauen können wir immerhin hegen; denn Gestalten, wie wir sie an der Spitze unseres Volkes sehen, gehen nicht spurlos an dem heranwachsenden Geschlecht vorüber; das Bild von Männern, die sich als Diener des Vaterlandes füͤhlen, wird die Erbärmlichkeit derjenigen, die sich als Despoten der Partei benehmen, in deutlichem Lichte vor der heranwachsenden Generation erscheinen lassen. Einer Partei können wir garantiren, daß sie bald über Bord geht: das sind die so⸗ genannten Freisinnigen. Sie gewinnen wohl noch bei den Wahlen Reichstagssitze, sie mögen auch einmal etwas zahlreicher erscheinen, aber der Lebensnerv fehlt ihnen. Der für Berlin bevorstehende Wahl⸗ tag wird zeigen, ob rein nationale Gesinnung schon Boden gefaßt hat, um den „Freisinnigen“ einen Sitz in der Hauptstadt ab⸗ zunehmen.

—. In der „Danziger Allgemeinen Zeitung“ lesen wir: Erlasse des Reichsgesetzes über die Zulässigkeit der Verleihung von Korporationsrechten an die Innungsverbände mehrt sich die Zahl derselben erheblich. Verbänden der jenigen Zweigen des Handwerks, die weitaus größte Zahl von Mitg machern giebt es in Deutschland über 2 auch ein Ver

Zu den bereits bestehenden großen Schuhmacher, neben den Schneidern, liedern zählen allein an Schuh⸗ 00 000 soll sich nun sellen, der voraussichtlich Jahres zu Kassel statt.

band der Schlosser⸗Innungen ge auf dem am 8. und 9. November dieses findenden ersten deutschen Schlossertage ins Leben treten wird ist klar, daß die Innungen erst wenn dem Rechte der juristischen Person zusammentreten, die Wirksamkeit entfalten können, welche sie für den Stand segensreich macht; denn als Verbände verfügen sie über die Mittel, deren es zum Kampf gegen den Mitbewerb und die Ausbeutungsgelüste des Großkapitals einerseits, zur ge⸗ s Nachwuchses andererseits bedarf; nur unter g all daß die Masse des Standes sich den Innungen und somit auch dem Verbande derselben anschließt. Vertretung geringer Minderheiten erscheinen,

en an sich nicht geneigten elche viele Handwerker bis

spielte auch unsere

nur die unumsch

sie zu großen Verbänden mit

hörigen Ausbildung de der Voraussetzung allerdings,

lange die letzteren als die werdenp sie keine Rücksichtnahme bei den ihn Unter den Gründen, w jetzt verhindert haben, den Innungen beizutreten, bisherige Genossenschaftsgesetzgebung, welche Haftbarkeit kennt, eine große Rolle...

Parteien finden ...

Statistische Nachrichten.

„Gemäß den Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesund⸗ heitsamts sind in der Zeit vom 17. Oktober bis 23 1000 Einwohnern, auf den Jahresdurchschnitt berechnet, als gestorben Zerlin 22,9, in Breslau 26,6, in Königsberg 26,1, in Köln ,2, in Wiesbaden 16,9, in Hannover —, in 26,5, in Stettin 29,8, in Altona 25,4, in in München 31,4, in Nürnberg 28,6 9, in Leipzig 17,1, in Stuttgart 18,2 ,0, in Hamburg 29,3, in Wien in Krakau 31,8 in Brüssel 22,0, in Paris 21,8 asgo⸗ in Dublin 20,5 in Kopenhagen 23,9, in Stockholm 21,0, Christiania 13,5, in St. Petersburg 22,0, in Rom 22,0,

Oktober cr. von je

gemeldet: in 2 23,5, in Frankfurt a. M. 20. Kassel 17,9, in Magdeburg Metz —, in Straßburg 28,3, in Augsburg 37,3, in Dresden 23, in Karlsruhe 15,3, in Braunschweig 22 21,3, in Pest 53 8, in Prag 25,4, in Amsterdam —, in London 17,7, in Glasgow 21,7, in Liverpool 24,0, i Edinburg 18,0,

21,3, in in Triest —, in Basel 11,8,

in Warschau 28,9,

in Venedig 22,9, Ferner in der Zeit vom 26. September bi in New⸗York 26,0, in Philadelphia 20,4, in Balti⸗ more 16,8, in Calkutta 24,6, in Bombay 21,3, in M Berichtswoche gestalteten sich die Sterblichkeitsverhältniss 1 Theil der europäischen Großstädte günstiger, und mel den namentlich Bremen, Leipzig, Barmen, Stuttgart, Kassel, Mainz, Wiesbaden, Basel, London, kleine Sterblichkeitszahlen; nur in wenigen Orten, Augsburg, Stettin, Düsseldorf, Pest, Krakau, keit eine ansehnlich gesteigerte. Insbesondere habe flusse der kühleren Temperatur vorherrschte,

Odessa 36,4, Alerandria 1 2. Oktober cr.: in N.

in Turin —,

adras 35,7. in dem größten

Christiania wie in Straßbu war die Sterbli n unter dem Ein⸗ der Luft, die in der Berichtswoche Darmkatarrhe und Brechdurchfälle der e. Städten (Köln, Straßburg, Nürnberg, Paris) war die Zahl ankheitsformen eine größere als in der Die Theilnahme des Säuglingsalters an Allgemeinen eine verminderte, von je 10 000 in München

Frankfurt a. M, der Sterbefälle an diesen Kr vorhergegangenen Woche. der Sterblichkeit war im Lebenden starben, 150 Säuglinge. organe zeigten v mitgetheilt.

aufs Jahr berechnet, in Berlin 82, Auch akute entzündliche Prozesse der Athmungs⸗ ielfach milderen Verlauf und wurden weniger Sterbe⸗ Die Infektionskrankheiten Steigerung, und Diphtherie größere Verbreitung gewonnen,

Masern herrschten in Plauen ezirken Aurich,

der Sterbefälle erkennen ließen. Ausdehnung, auch aus den Regierungsb „Schleswig, Stettin werden Hamburg, Paris, asern etwas abgenommen. München, Köln, Hamburg, Dublin, St. Petersburg, Warschau, er auch in Wien, Christiania, Edinburg zeigt Sterblichkeit an Diphtherie und Croup so in Breslau, Berlin, Ham⸗ künchen, Chemnitz, London, Wien, Prag, ania, Warschau, auch im Regierungs⸗ an Diphtherie zahlreich. Magdeburg, Altona die Sterbefälle

in größerer Düsseldorf, Königsberg, Marienwerder viel Masernerkrankungen gemeldet; in Berlin, London hat die Zahl der Todesfälle an M Das Scharlachfieber hat in Berlin,

Pest, London, Liverpool, viel Opfer gefordert; ab sich Scharlach häufig. Die war in vielen Orten eine bedeutendere, burg, Stettin, Königsberg. M Paris, Pest, Kopenhagen, Christi bezirk Schleswig waren Erkrankungen gegen hat in Dresden, Nürnberg, Danzig, Sterbefälle Unterleibstyphus w Paris, London, St. Pe in größerer Zahl gemeldet; Orte weniger Erkrankungen zur aus Danzig und London je 1 Todesfall, arienwerder 1 bezw. 11, aus S An Rückfallsfieber wurden aus dem Re⸗ etersburg 17 Erkrankungen de 1 Todesfall aus Frank⸗ emeldet. Dem Kind⸗ enartige Entzündungen Wien, Kopenhagen, ocken gelangten aus H aus St. Peters⸗ Erkrankungen kamen aus Breslau 1, Regierungsbezirk Marienwerder 1, aus ¹s Wien 8, aus Pest 217 zur Mittheilung. Die ar in Berlin, Paris, London eine als in der Vorwoche. Di n Oesterreich⸗Ungarn lassen eine 24. Oktober die Zahl der kleinere geworden. Personen an 29. Oktober

abgenommen. urden aus Berlin, Magdeburg, München, tersburg in geringerer, aus Lyon und Warschau auch kamen in den meisten der genannten An Flecktyphus kamen aus den Regierungsbezirken Königsberg und M t. Petersburg 1 Er⸗ krankung zur Mittheilung. gierungsbezirk Marienwerder 1, aus St. P berichtet. An epidemischer Genickstarre wur furt a. O. und 1 Erkrankung aus Nürnberg g. bettfieber erlagen in London 8 Frauen. Ros des Zellgewebes der Haut waren London nicht selten. Todesfälle an P burg 1, aus Rom, Venedig, burg 3, aus Pest 66 zur aus Hamburg 3, St. Petersburg 6, ar Zahl der Sterbefälle an Keuchhusten w kleinere, in Kopenhagen eir Berichte über die Cholera i derselben erkennen, namentlich ist seit dem

und Sterbefälle in Oktober waren daselbst im Ganzen 1105

Vom 24. bis In Triest kamen in derselben In Szegedin

in Berlin,

ne größere

Erkrankungen Bis zum 24. der Cholera erkrankt und 448 gestorben. erkrankten 64 und starben 44 Personen.

Zeit 29 Erkrankungen mit 15 Tode erkrankten in der Zeit vom 16. b starben 53. In Georgenberg sin fälle vorgekommen, die tödlich verliefen. erloschen, aus den umliegenden zelne Erkrankungen gemeldet.

fast erloschen anzusehen; nur mehrfache Erkrankungen vor.

sich seit Mitte Oktober nur no

Jahresbericht nisse der von Preußen, des thums Braunschweig, Reichslande und dem Landesdirektorium annover eingerichteten forstlich⸗meteo⸗ geben von Dr. A. Müttrich, zu Eberswalde und Dirigent

des forstlichen Versuchswesens Das Jahr 1885. Berlin, Verlag von Inhalt: A. Vorbemerkungen. B. 1885 angestellten Beobachtungen: 2) Lufttemperatur, Tafel IV bis bis Tafel XIV. Tafel XV bis Tafel XVII.

sfällen zur Anzeige. is 22. Oktober 93 Personen und ber die ersten Cholera⸗ In Fiume ist die Epidemie Bezirken werden noch ein⸗ In Nord⸗Italien ist die Seuche als in der Provinz Bergamo kamen noch Auch in Tarent und Cagliari zeigten ch wenite Cholerafälle.

über die Beobachtungs⸗Ergeb⸗ Versuchsanstalten des Königreichs Württemberg, thüringischen

d am 16. Okto

den forstlichen

Staaten, der

schen Stationen. Herausge Professor an der Köni der meteorologischen

Preußen. Elfter Jahrgang: Julius Springer, sultate der während des Jahres 1. Luftdruck, Tafel I bis Tafel III. T 3) Erdbodentemperaturen, Tafel X Feuchtigkeit,

orstakademie

Atmosphärische