1887 / 68 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 21 Mar 1887 18:00:01 GMT) scan diff

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——

Persönlichkeiten dafür finden.

Herr Micuel hielt gleichfalls die Ausbildung und Ver⸗ besserung des Wasserrechts für eine dringende Nothwendig⸗ keit und sagte, er würde deshalb der Resolution umsomehr zustimmen, weil sie eine lebhafte Anregung zur Förderung dieser Angelegenheit biete.

Auch Graf Frankenberg⸗Ludwigsdorf erklärte sich für die Resolution, die hierauf mit großer Mehrheit angenommen wurde.

Das Haus gab nunmehr dem Etat ohne weitere De⸗

batte seine Zustimmung, ebenso dem Etats⸗ und dem Anleihe⸗

Ueber die Petition eines Staatsanwalts⸗Gehülfen in

Glogau um Gehaltserhöhung ging das Haus zur Tagesord⸗ nung über.

Hierauf verlas der Präsident ein Schreiben des Ober⸗Hof⸗ marschalls Grafen von Perponcher, in welchem mitgetheilt wird, daß Se. Majestät der Kaiser und König auf den dringen⸗ den Rath der Aerzte beschlossen haben, die mündliche Entgegen⸗ nahme persönlicher Glückwünsche zu Allerhöchstihrem Ge⸗ burtstage auf das geringste Maß zu beschränken; es werde sich daher empfehlen, den Weg einer schriftlichen Gratulation

einzuschlagen; Se. Majestät hofften jedoch, die Herren in der

am 22. März stattfindenden Soirée begrüßen zu können.

Der Präsident schlug demgemäß, unter Zustimmung des Hauses, die Absendung einer Adresse an Se. Majestät vor; wenn sich dann am 22. März, Abends, Gelegenheit biete, werde das Präsidium seine Glückwünsche noch persönlich über⸗ mitteln.

Schluß 3 Uhr. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr.

In der vorgestrigen (30.) Sitzung des Hauses der Abgeordneten wurde bei der Fortsetzung der zweiten Berathung des Entwurfs einer Kreis⸗ und Pro⸗ vinzialordnung für die Rheinprovinz auf Antrag des Abg. Janssen die Berathung der §§. 24 und 25, welche von der Ernennung der Bürgermeister der Land⸗Bürgermeistereien und bezw. von der Verpflichtung zur Uebernahme von unbe⸗ oldeten Aemtern in den Landgemeinden und Land⸗Bürger⸗ neistereien handeln, verbunden.

8 Zu §. 24 lag ein Antrag des Abg. Fritzen vor, wonach Ehren⸗Bürgermeister an Stelle besoldeter Bürgermeister vom Ober⸗Präsidenten ernannt werden dürfen, falls sich geeignete Ein Bürgermeister mit Be⸗

Bei Begründung seines Antrags führte der Abg. Fritzen aus, daß er in seinem Antrage, namentlich in der darin vor⸗ gesehenen Wahl der Bürgermeister, die Wünsche einer großen Zahl von Landgemeinden zum Ausdruck bringe, die in dieser Weise ihren Einfluß auf die Besetzung der Bürgermeister⸗ ämter gewahrt wissen wollten. Die Zustimmung des Provin⸗ zialraths zur Versagung der Wahl biete eine genügende Kautel, daß nur solche Personen mit dem Amte betraut würden, die fähig und würdig wären, dasselbe zu bekleiden. Der Wunsch der Gemeinden, einen gewählten Bürgermeister zu haben, sei durch die schlimmen Erfahrungen in der Rhein⸗ provinz hervorgerufen worden. Es sei immer ein wesentlicher Wunsch der Gemeinden gewesen, ihre Beamten selbst zu wählen; nähme man ihnen das Recht, so würden sie gleichgültig gegen die Art und Weise, mit welcher man sie verwalten werde.

„Der Abg. Janssen erklärte sich mit den Aenderungen, welche die Kommission bezüglich der Ehren⸗Bürgermeister vor⸗ genommen habe, vollkommen einverstanden, er werde aber den Abänderungsanträgen des Abg. Fritzen nicht zustimmen, weil er die Ernennung der Bürgermeister Seitens des Ober⸗Prä⸗ sidenten als das beste Mittel zur Aufrechterhaltung des Frie⸗ dens zwischen der Regierung und der Bevölkerung betrachte.

Der Abg. Bachem bemerkte, er glaube nicht, daß jetzt schon ein normaler Zustand, ein friedliches Verhältniß zwischen der Regierung und der Bevölkerung in der Rheinprovinz ein⸗ treten werde. Der Antrag, die Bürgermeister aus der Wahl hervorgehen zu lassen, entspreche durchaus den Wünschen der rheinischen Bevölkerung. Namentlich seien die sogenann⸗ ten Wander⸗Bürgermeister bedenklich, die Bürgermeister, welche in keiner Gemeinde heimisch würden, weil sie, wenn sie eben in eine Gemeinde gekommen wären, schon wieder nach einer anderen Gemeinde schielten, wo sie ein paar hundert Mark mehr Gehalt bekämen. Es sei ja möglich, daß in den letzten Jahren die Regierung in Bezug auf die Besetzung der Bürgermeisterstellen etwas weitherziger verfahren sei; aber wer könne darauf bauen; man wisse ja nicht, ob nicht früher oder später „der kommende Mann“ erscheinen und Alles wieder ändern werde.

Der Regierungskommissar, Geheime Regierungs⸗Rath Dr. von Bitter entgegnete, er habe schon in der Kommission die Bedenken geltend gemacht, welche gegen den Antrag Fritzen vorlägen. In vielen rheinischen Gemeinden bestehe das Ver⸗

keinen eigenen Bürgermeister hätten,

hältniß, daß sie sondern in Personalunion von dem Bürgermeister

belastet, und es sei deshalb das Institut der Ehren⸗Bürger⸗ meister zu befördern gesucht worden. Der Antrag Fritzen gehe

aber in dieser Beziehung zu weit.

Er sei der Tod der Insti⸗

tution der Ehren⸗Bürgermeister, weil man versuchen werde, größere Gebiete unter einer Bürgermeisterei zu Ffertnigee Dadurch werde

man das Amt eines Ehren⸗Bürgermeisters

chkießlich illusorisch

machen, weil sich Niemand finden werde, der eine solche Arbeitslast

als Ehrenamt auf seine Schultern nähme. Der

Abg. Fritzen

bezeichne ja den vorliegenden Gesetzentwurf selbst als einen,

der eine wesentliche Verbesserung darstelle.

Er ( Redner)

bitte das Haus, den Gesetzentwurf für die Regierung nicht unannehmbar zu machen, sondern durch Ablehnung des An⸗

trages Fritzen und Annahme

des Regierungsentwurfs die

guten Seiten, die diesem innewohnten, zu fördern. Der Abg. vom Heede sprach seine Genugthuung darüber aus, daß der Abg. Janssen sich gegen die Wahl der Bürger⸗

meister ausgesprochen habe.

Nachdem man in der westfälischen

Kreisordnung die Wahl ausgeschlossen habe, scheine ihm auch hier kein Grund vorzuliegen, dieselbe wieder einzuführen. Der Abg. von Liebermann bemerkte, die Materie sei bei der westfälischen Kreisordnung schon zur Genüge durchgesprochen worden und nach der Ansicht seiner politischen Freunde liege kein Grund vor, für die Rheinprovinz die Sache anders zu

regeln, als dies für Westfalen geschehen sei.

Deshalb bitte er,

die Kommissionsanträge anzunehmen. In der Abstimmung wurde der Antrag des Abg. Fritzen

verworfen und die §§. 24 und 25

nach den Vorschlägen der

Kommission angenommen.

Zu den

§§. 26 und 27, welche in der Diskussion gleich⸗

falls zusammengefaßt wurden, und welche die Wahl der Land⸗ gemeindebeamten und Bildung einer Pensionskasse betreffen,

empfahl der Abg. Olzem die

beschlüsse wurden.

/

Annahme der Kommissions⸗

welche auch mit großer Majorität angenommen

Weitere Aenderungen waren von der Kommission nicht

beantragt worden.

Der Rest des Gesetzes, das Wahlreglement

sowie das Gesetz, betreffend die Einführung der Provinzial⸗ ordnung in der Rheinprovinz, wurden ohne Debatte unver⸗ ändert nach den Beschlüssen des Herrenhauses genehmigt.

Die zu dem

Gesetzentwurf eingegangenen Petitionen

waren durch die gefaßten Beschlüsse erledigt. Schließlich gelangte noch folgende Resolution zur An⸗

nahme:

Kön

igliche Staatsregierung aufzu

fordern, eine Veröffent⸗

Donnerstag, den 31. März 1887, Vormittags 11 Uhr,

estimmt. 8 begaälze, den 18. März 1887.

Großberzo

[57957] i Der Schlossergehülfe Johannes Stier aus Berkers⸗ heim, hat das Aufgebot des ihm von der Direktion der Sparkasse und Ersparungs⸗Anstalt zu Frankfurt de,M unter Nr. 14 808 a ertheilten, und angeblich „Verlust gerathenen Sparkassebuchs beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, sritestens in dem auf srlnteg enstag, den 30. August 1887, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Gr. Kornmarkt 12, zimmer 17, anberaumten Aufgebotstermine seine Kechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er⸗ Frankfurt a. M., den 15. Februar 1887 Königliches Amtsgericht. IV.

in

Aufgebot. Sparkassenbuch der Oberlausitzer Neben⸗ Sparkasse zu Hoyerswerda Litt. C. Ser. II. Nr. 1441 über 86,53 nebst den aufgelaufenen Zinsen, aus⸗ gefertigt für Hans Hollask in Seidewinkel, ist an⸗ geblich verloren gegangen und soll auf den Antrag des Erben, Ganzbauer Gottlieb Hollask in Seide⸗ winkel, zum Zwecke der neuen Ausfertigung für kraft⸗ los erklärt werden. .

Es wird daher der Inhaber des Buches aufgefor⸗ ert, spätestens im Aufgebotstermin am 2. September 1887, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte seine Rechte anzu⸗ melden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Hoyerswerda, 7. Februar 1887. Koshnigliches Amtsgericht.

[57888.

20473 2

63577] Aufgebot. Nr. 2241. Der Dienstknecht Albert Grieshaber Löffingen besitzt bei der Spar⸗ und Waisenkasse 8 2 n eA. M 7869 E. aͤdt auf das Sparkassenbuch Nr. 7869 ein ageguthaben im Betrage von 443 7 ₰. ses Buch soll bei dem am 11. Januar d. J. im des Fuhrmanns Fidel Heizmann in Löffingen

*

tragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf

den 24. November 1887, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 48, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls

die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Stettin, den 27. Februar 1887.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung III

2 Aufgebot.

Auf Antrag des Oekonomen Johann Georg Mönch von Römmelsdorf hat das K. Amtsgericht Ebern mit Beschluß vom 21. Dezember 1886 bezüglich einer für Andreas Schmitt von Römmelsdorf unterm 27. Januar 1825 dortselbst Band I. S. 149 und 154 eingetragenen Erbgebühr zu 275 Fl. das Auf⸗ gebot erlassen und als Aufgebotstermin

Dienstag, den 2. August 1887, Vormittags 10 Uhr,

[52285

bestimmt.

Alle Diejenigen, welche auf diese Forderung ein

werden zur Anmeldung

Recht zu haben glauben,

Krankenhause zu Hagen verstorbenen Arbeiters Jo⸗ hann Zedrewitsch von Neuöge, angeblich in Czer⸗ wokai am 1. April 1850 geboren, aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine,

den 11. Januar 1888, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht ihre Ansprüche und Rechte auf den etwa 850 betragenden Nachlaß anzumelden, widrigenfalls derselbe dem Fiskus ver⸗ abfolgt werden wird und der später sich meldende Erbe alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers an⸗ zuerkennen schuldig und nur Herausgabe des noch Vorhandenen zu verlangen befugt iit.

Hohenlimburg, 14. März 1887. Kosönigliches Amtsgericht.

[63609] Aufgebot.

Auf Antrag der Herzoglichen Cammer, Direktion der Forsten, zu Braunschweig, wird zur Auszahlung der laut des Rezesses Nr. 709 vom 16. Oktobe resp. 13. November 1886 für die Ablösung der den

Gemeinden Linnencamp und Emmerborn in den berr⸗

schaftlichen Forsten des Reviers Wangelnstedt

stehenden Streulaubberechtigungen

innerhalb 6 Monaten und spätestens im Aufgebots⸗ termin unter dem Rechtsnachtheil öffentlich aufge⸗

fordert, daß im Falle der Unterlassung

er Anmel⸗v

dung die Forderung für erloschen erklärt und im . 1 vor unterzeichnetem Gerichte anberaumt, und werden

alle dritte Betheiligte, welche Ansprüche an die Ent⸗

Hypothekenbuche gelöscht würde. Ebern, den 12. Januar 1887. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgeri (L. S.) Schmitt, K. Sekretär.

163560] Aufgebot.

Auf den Antrag des Nachlaßpflegers, Auktions⸗

kommissars Michels hierselbst, werden die unbekann⸗ ten Rechtsnachfolger des am 15. Mai 1886 im

schädigungskapitale von 3100 ℳ, 1400 ℳ, zusammen 4500 ℳ, nebst om 1. Mai 1885 an gerechnet, Ter a

den 6. Mai 1887, Morgens 10

2

schädigungskapitale zu machen haben, zu diesem Ter⸗ mine unter dem Rechtsnachtheile vorgeladen, daß sie im Falle ihres Richterscheinens mit ihren Ansprüchen ausgeschlossen werden. 8 Stadtoldendorf, den 11. März 1887. Herzoglich Braunschweigisches Amtsgericht. 2 gez. Deecke.

Veröffentlicht: Schuͤnemann, Gerichtsschreiber.

[63562]

werden auf Antrag der nachgenannten Anwesensbesitzer diej

Gemäß Art. 123 3. 3 d. b. Ausführungsgesetzes

Aufgebot.

es zur Civilprozeßordnung u. Konkursordnung nigen, wel uf hverzeichneten Hypothek⸗

Ze en

forderungen ein Recht zu haben glauben, zur Anmeldung innerhalb 6 Monaten,

spätestens aber im Aufgebotstermine vom Mittwoch, den 12. Oktober 1

7, Vorm. 9 Uhr, unter dem

Rechtsnachtheile aufgefordert, daß im Falle der Unterlassung der Anmeldung die Forderung für erloschen

8.

erklärt und im Hypotbekenbuche gelöscht werden wird.

Eintrag

8 Hvypothekenbuch

nnar 1888, Vormittags 11 Uhr, unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 19, „widrigenfalls ihre Todeserklärung erfolgen

Eisleben, den 13. März 1887. Königliches Amtsgericht.

8is 1636100 Bekanntmachung

Auf Antrag des Gärtners Robert Sendel zu Eis⸗ leben wird dessen Bruder, der Kaufmann Friedrich August Sendel aus Eisleben, welcher seit ungefähr 40 Jahren Eisleben verlassen nach Amerika

1asgewandert ist, aufgefordert, sich spätestens im Auf⸗

n Lalnebee

Januar Eisleben, den 14. März 1887.

Königliches Amtsgericht.

Im Namen des Königs! Verkündet am 9. März 1

er in Essen, iche Amtsgericht zu Wi für Recht:

rschreibung vom 3./6. Ok⸗ Colon Friedrich Kleine⸗ Wehrendorferberge zu istian Hermann Gabriel Darlehnsforderung bestellt hat, deren

N;* 2 PLittlage unter der

Wittlage

(L. S.) 8 Gerichtsschreiber n Amtsgerichts. II

Wittlage.

[63597] Im Namen des Königs! Verkündet am 28. Februar 1887. Scharfenberg, als Gerichtsschreiber.

In der Aufgebotssache Bühenfeld F. 8 86 erkennt das Königliche Amtsgericht zu Kastrop durch den Gerichts⸗Assessor Frenking für Recht:

1) dem Fräulein Clara Bühenfeld zu Menden

soldung solle nur angestellt werden, wenn ein geeigneter Ehren⸗ . ng 8 js Brande verloren gegangen sein. Fischelcdorf

3

„Di 0 lichung der emeindeordnung für die Rheinprovinz, am 5. Juli 1838.

ürgermeister nicht zu gewinnen sei. Die besoldeten Bürger⸗ neister sollen von der Bürgermeistereiversammlung mit ab⸗ oluter Stimmenmehrheit auf die Dauer von

bählt werden.

einer Nachbargemeinde mit Zustand sei kein 12 Jahren geschrieben.

1 normaler. deshalb für jede Gemeinde einen eigenen Bürgermeister vor⸗ Dadurch würden jedoch viele Gemeinden zuviel

Dieser

habe

verwaltet würden.

. 8 sich nach Der Gesetzentwurf

zu bewirken.“

2 2 en

andg st

Aenderungen ge

urch die nachfolgende Gese ung eingetretenen +† Sg v 7 58 ltet hat, vor dem Inkraft der Kreisordnung

Schluß 3 ¼ Uhr. Nächste Sitzung Montag 11 Uhr.

Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen . Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vo . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen

rl e

adungen u. dergl. 8

1 .Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren. .Kemmandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch.

.

SS9Snge

.Berufs⸗Genossenschaften. Wochen⸗Ausweise der deutschen Zettelbanken. Verschiedene Bekanntmachungen.

Theater⸗Anzeigen. Familien⸗Nachrichten.

In der Börsen⸗Beilage.

1) Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. [63518]

In der Strafsache wider Fanselow, II. J. 553/86, wird der von dem Herrn Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte II. hier unter dem 7. Juni 1886 hinter den Kellner Reinhold Gustav Fanselow (nicht Faselow), geboren am 7. November 1843 zu Guschterbruch bei Friedeberg N.⸗M., er⸗ lassene Steckbrief hierdurch erneuert.

Berlin, den 16. März 1887.

. Der Erste Staatsanwalt. bei dem Königlichen Landgericht II

[63517] Steckbriefs⸗Erledigung.

Der gegen den Kellner Paul Haase wegen wieder⸗ holter Unterschlagung in den Akten 83 G. 3169. 84 J. IIa 332 84 unter dem 4. Oktober 1884 erlassene und unter dem 3. November 1886 erneuerte Steck⸗ brief wird zurückgenommen.

Berlin, den 17. März 1887.

Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I.

[60578] Ladung.

Die Militärpflichtigen:

1) der Joseph Schmidt, geboren in Sausenberg den 31. Oktober 1858, letzter Wohnort Sausenberg,

2) der Johann Kruppa, geboren in Bischdorf den 23. September 1861, letzter Wohnort Bischdorf,

3) der Franz Kowalski, geboren in Gohle den 25. September 1861, letzter Wohnort Gohle,

4) der Kaspar Kinel, geboren in Lomnitz den 6. Januar 1861, letzter Wohnort Lomnitz,

5) der August Mugei, geboren in Üschütz den 28. Mai 1861, letzter Wohnort Seichwitz,

6) der Johann Bensch, geboren in Albrechtsdorf den 8. Februar 1862, letzter Wohnort Albrechtsdorf,

7) der Johann Franz Bieniossek, geboren in Bodland den 26. Januar 1862, letzter Wohnort Bodland, 8

8) der Johann Gruska, geboren in Bodland den 9. April 1862, letzter Wohnort Bodland,

9) der Friedrich Hontscha, geboren in Bodland den 22. Dezember 1862, letzter Wohnort Bodland,

10) der Johann Mrozek, geboren in Bodland den 21. Mai 1862, letzter Wohnort Bodland,

11) der Wojtek Bauski, geboren in Botzanowitz den 19. April 1862, letzter Wohnort Botzanowitz,

12) der Vincent Placzek, geboren in Botzanowitz den 18. Juli 1862, letzter Wohnort Botzanowitz,

13) der Carl Jacob Hanusa, geboren in Borko⸗

witz den 8. Juli 1862, letzter Wohnort Borkowitz,

14) der Josef Noczinski, geboren in Borkowitz den 13. August 1862, letzter Wohnort Borkowitz,

15) der Albert Jurczyk, geboren in Boroschau den 17. April 1862, letzter Wohnort Boroschau,

16) der Carl Friedrich Szypa, geboren in Busow den 27. Januar 1862, letzter Wohnort Busow,

17) der Carl Josef Müller, geboren in Kneja den 15. Juli 1862, letzter Wohnort Kneja,

18) der Franz Materok, geboren in Dorf Lands⸗ berg den 4. März 1862, letzter Wohnort Dorf Landsberg, 8

19) der Johann Jurowietz, geboren in Ober⸗ den 8. Dezember 1862, letzter Wohnort

ber⸗Paulsdorf,

20) der Jacob Josef Wilezek, Skorkau den 24. Juli 1862, Skorkau,

21) der Carl Eugen Bruno Regehly, geboren in Wichrau den 1. November 1862, letzter Wohn⸗ ort Wichrau,

geboren in

des stehenden Heeres oder der Flotte

letzter Wohnort

Feiga, geboren in Landsberg letzter Wohnort Lands⸗

22) der Johann den 22. Februar 1862, berg O.⸗S.,

23) der Johann Moczygemba, geboren in Bod⸗ land den 26. August 1863, letzter Wohnort Bodland,

24) der Thomas Antzog, geboren in Botzanowitz den 6. März 1863, letzter Wohnort Botzanowitz,

25) der Carl Belkot, geboren in Botzanowitz den 28. Februar 1863, letzter Wohnort Botzanowitz, 26) der Johann Ossyra, geboren in Botzanowitz en 2. August 1863, letzter Wohnort Botzanowitz,

27) der Johann Maciejok, geboren in Klein⸗

den 10. Juni 1863, letzter Wohnort Klein⸗

der Joseph Jurczyk, geboren in Grunowitz ¹ 15. Januar 1863, letzter Wohnort Grunowitz,

29) der Nikolaus Augustin, geboren in Jamm den 6. Dezember 1863, letzter Wohnort Jamm,

30) der Caspar Melchar Balthasar Jendryschik, geboren in Kutzoben den 4. Januar 1863, letzter Wocnort Rosenberg O.⸗S.,

31) der Johann Dudek, geboren in Dorf Lands⸗ berg den 26. März 1863, letzter Wohnort Dorf Landsberg, 1

32) der Augustin Simon Spindler, geboren in Laskowitz den 11. Dezember 1863, letzter Wohnort Laskowitz,

33) der Carl Kaleja, geboren in Groß⸗Lassowitz den 24. Mai 1863, letzter Wohnort Groß⸗Lassowitz, 34) der Theodor Nawradt, geboren in Klein⸗ Lassowitz den 24. September 1863, letzter Wohnort Kr h

35) der Johannes Petrus Zielonka, geboren in Klein⸗Lassowitz den 22. Juni 1863, letzter Wohnort Klein⸗Lassowitz,

36) der Peter Drzisga, geboren in Lomnitz den 26. Juni 1863, letzter Wohnort Lomnitz,

37) der Johann Kinder, geboren in Lomnitz den 19. Juni 1863, letzter Wohnort Lomnitz,

38) der August Materok, geboren in Ober⸗Pauls⸗ dorf den 9. August 1863, letzter Wohnort Ober⸗ Paulsdorf,

39) der Johann Krafczyk, geboren in Potscholkau den 25. Juni 1863, letzter Wohnort Potscholkau,

40) der Carl Landsmann, geboren in Seichwitz den 20. Februar 1863, letzter Wohnort Seichwitz,

41) der Petrus Malycha, geboren in Seichwitz den 1. August 1863, letzter Wohnort Seichwitz,

42) der Carl Zboron, geboren in Kopakiewitsch, Kreis Mozyz, Gouvernement Minsk, den 22. Oktober 1863, letzter Wohnort ist gemäß §. 23 ad 3 der Ersatz⸗Ordnung vom 28. September 1875 Wendrin, Kreis Rosenberg O.⸗S.,

43) der Ludwig Jablonka, geboren in Wichrau den 18. August 1863, letzter Wohnort Wichrau und

44) der Simon Bonczek, geboren in Wollentschin den 1. Dezember 1863, letzter Wohnort Wollentschin,

werden angeklagt,

in den Jahren 1884 bis 1887, als Wehrpflichtige in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst

zu entziehen, ohne Erlaubniß entweder das Bundesgebiet verlassen zu haben, oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebiets aufzuhalten.

Vergehen gegen §. 140, Nr. 1 des Str.⸗G.⸗B.

Dieselben werden auf

den 16. Mai 1887, Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer bei dem Königlichen Amts⸗ gerichte zu Kreuzburg O.⸗S. zur Hauptverhandlung geladen.

Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird zur Haupt⸗ verhandlung geschritten werden und werden dieselben

auf Grund der nach §. 472 der Strafprozeßordnung

von dem Civilvorsitzenden der Ersatz⸗Kommission zu Rosenberg O.⸗S. am 22. Januar 1887 über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausge⸗ stellten Erklärung verurtheilt werden. (M2 11/87.) Kreuzburg O.⸗S., den 1. März 1887. Der Königliche Staatsanwalt.

[63632] Im Namen des Königs!

In der Strafsache gegen den Drahtbinder Josef Sladek ohne Domizil wegen Uebertretung, hat das Königliche Schöffengericht zu Graudenz in der Sitzung vom 11. März 1887, an welcher Theil genommen haben:

1) Amtsrichter Lossau, als Vorsitzender, 2) Maurermeister Meißner, 3) Zahntechniker Doell, als Schöffen, 4) Amtsanwalt Ehrhardt, als Beamter der Staatsanwaltschaft, 5) Aktuar Wierzbicki, . als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: daß der Angeklagte Drahtbinder Josef Sladek unbekannten Aufenthalts geboren im Jahre 1866 in Ungarn, katholisch, der Uebertretung der §§. 18, 28, Gesetzes vom 3. Juli 1876 schuldig und dafür unter Kostenlast mit zweiundsiebenzig Mark, event. achtzehn Tagen Haft, zu befrrafen. Von Rechts Wegen. gez. Lossau. Ausgefertigt: Graudenz, den 13. März 1887 (L. S.) Haslau, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsge

von hier,

[63516] v““ Nr. 1610. J. A. S. gegen Lehmann Weil von Rust und Gen. wegen Verletzung der Wehrpflicht. Nach Ansicht des §. 140 R⸗St.⸗G.⸗B. und der .480, 326 R.⸗St.⸗P.⸗O. wird zur Deckung der n Angeklagten: 8 Lehmann Weil von Rust, Anton Rothweiler von Dörlinbach August Frank von Kippenheim, Johann Baptist Holderer von Kippenheim, Karl Schillinger von Kippenheim, Franz Josef Schwab von Kippenheim, Emil Kuhn von Orschweier, Stefan Enderle von Rust, Eduard Gruninger von Rust, möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe von je 300 und der etwaigen Kosten von je 100 ℳ, zusammen je 400 das im Deutschen Reich be⸗ findliche Vermögen der genannten Angeklagten mit Beschlag belegt. Freiburg, den 3. März 1887. Großherzoglich Badisches Landgericht Freiburg. Strafkammer I. (gez.) Schäfer. Dufner. Courtin. Vorstehende Ausfertigung stimmt mit der Ürschrift überein. 1“ Freiburg, den 3. März 1887. Der Gerichtsschreiber Großh. Landgerichts (L J. Jürst. Dies wird gemäß §. 326 der Str.⸗Pr.⸗ Ordg. öffentlich bekannt gemacht. Freiburg, 16. März 1887. 8 Gr. Staatsanwalt: Krauß.

2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl

[63583] Nach heute erlassenem, seinem ganzen Inhalte nach durch Anschlag an die Gerichtstafel bekannt ge⸗ machtem Proklam finden zur Zwangsversteigerung der dem Schneider Johann Guͤtschow zu Glasow gehörenden Büdnerei Nr. I. zu Glasow mit Zubehör Termine 1) zum Verkaufe nach zuvoriger endlicher Regu⸗ lirung der Verkaufs⸗Bedingungen am Dienstag, den 31. Mai 1887, Vormittags 10 Uhr, zum Ueberbot am Dienstag, den 21. Juni 1887, Vormittags 10 Uhr, zur Anmeldung dinglicher Rechte an das

Grundstück und an die zur Immobiliarmasse

desselben gehörenden Gegenstände am Dienstag, den 31. Mai 1887, Vormittags 10 Uhr, im Schöffensaale des hiesigen Amtsgerichtsgebäudes statt.

Auslage der Verkaufsbedingungen vom 16. Mai 1887 an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum Sequester bestellten Herrn Erbpächter Heinrich Thürkow zu Glasow, welcher Kaufliebhabern nach vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grund⸗ stücks mit Zubehör gestatten wird.

Dargun, den 17. März 1887.

Großherzogl. Mecklenburg⸗Schwerinsches Amtsgericht. 1 Zur Beglaubigung:

Der Gerichtsschreibe 1

E. Tiede, Actuar.

8

erlassenem, seinem ganzen Inhalte nach durch Anschlag an die Gerichtstafel und durch Abdruck in den „Mecklenburgischen Anzeigen“ bekannt gemachtem Proclam finden zur Zwangsversteigerung

wie solche zusgebrochenen

des dem Färber und Kaufmann Carl Teichler zu

Gadebusch gehörigen Wohnhauses Nr. 204 daselbst

mit Zubehör Termine 1) zum Verkaufe nach zuvoriger endlicher Regu⸗

lirung der Verkaufsbedingungen am

Sonnabend, den 11. Juni 1887, Vormittags 11 Uhr,

zum Ueberbot am

Sonnabend, den 16. Juli 1887, Vormittags 11 Uhr.

Auslage der Verkaufsbedingungen vom 26. Mai 1887 an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum

rgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grund⸗ stücks mit Zubehör gestatten wird.

Gadebusch, den 17. März 1887.

Großherzoglich Mecklenburg⸗Schwerinsches Amts⸗

gericht. Zur Beglaubigung:

Der Gerichtsschreiber:

Zürens, Gerichts⸗Aktuar.

do vo

[63581] Im Zwangsversteigerungsverfahren über das auf

den Namen des Friedrich Rautenkranz verlassenen

Wohnhauses Nr. 91 c. p. zu Sülze ist zur Abnahme

Seguester bestellten Polizei⸗Amtsaktuar Herrn Wen⸗ rff iu Gadebusch, welcher Kaufliebhabern nach

8

der Rechnung des Sequesters und zur Erklärung

über den auf der Gerichtsschreiberei niedergelegten

Theilungsplans Termin auf

ge zufolge wird nun der Inhaber der

gefordert, spätestens in dem auf

mstag, den 15. Oktober 1887, Vormittags 9 ¼ Uhr, Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ ie Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die

I111n1““ Aufgebot behuf Kraftloserklärung einer Urkunde. Auf zulässig befundenen Antrag der Adeline Balleer hierselbst wird der unbekannte Inhaber des .April 1876 auf den Namen der Antragstel⸗ erin mit einer Einlage von 600 eröffnet und

nwärtig ein Guthaben von 709,90 nachweisend, t aufgefordert, spätestens in dem zum weiteren

erfahren auf Dienstag, den 22. November 1887, Nachmittags 5 Uhr, anberaumten, unten im Stadthause hierselbst, Zim⸗ er Nr. 9, stattfindenden Termine unter Anmeldung einer Rechte die gedachte Urkunde hier vorzulegen, ddrigenfalls letztere für kraftlos erklärt werden soll. Bremen, den 16. März 1887. 8 Das Amtsgericht. 8 (gez.) Völckers. Zur Beglaubigung: Stede, Gerichtsschreiber.

52252] Aufgebot.

Der Mühlenpächter August Schulze zu Remsede früher Knecht bei Müller Büscher zu Bielefeld), ertreten durch Rechtsanwalt Hartung zu Jburg, at das Aufgebot des Bescheinigungsbuches der Kreis⸗ parkasse zu Bielefeld Nr. 4164, welches auf den

Mamen des Knechts August Schulze bei Müller

1

züscher zu Bielefeld lautet und am 31. Dezember 1885 eine Einlage von 280,96 nachweist, bean⸗ ragt. Der Inhaber dieses Bescheinigungsbuches wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 20. September 1887, Vormittags 11 Uhr, dor dem unterzeichneten Gerichte (Zimmer Nr. 8) noeraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ melden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Rraftloserklärung des Buches erfolgen wird. Bielefeld, den 13. Januar 1887. Königliches Amtsgericht. IV b. Monjsé. Ausgefertigt: Bielefeld, den 13. Januar 1887. er Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts IV, (L. 8.) Volkening. 1 —Vÿäü

63608]7 . 1 Aufgebot. „Der Inhaber des angeblich verloren gegangenen Kasenscheins der Spar⸗ und Leihkasse für die Hohenz. ande zu Sigmaringen Serie I. Litt. D. 343 0ig) über 500 bis 1. Juli 1893 unkündbar, rrwelchen halbjährige Zinscoupons für die Zeit bis „Juli 1893 ausgegeben sind, wird auf den Antrag er Chefrau Johann Eisele in Hörschwag und der ittwe Magdalena Dietz, geb. Eisele, in Syracuse at⸗ New⸗York aufgefordert, spätestens im Auf⸗ stermin en 10. Januar 1891, Vormittags 10 Uhr, i dem unterzeichneten Gerichte seine Rechte anzu⸗ nelden und den Kassenschein vorzulegen, widrigenfalls Kraftloserklärung des Letzteren erfolgen wird. igmaringen, 7. März 1887. 8 Königliches Amtsgericht.

041 2 8 8612) Aufgebot. Der Anbauer Heinrich Hartwig zu Wohltorf bei riedrichsruhe hat das Aufgebot der angeblich ver⸗ sien gegangenen Police der Fehens⸗ Mefficherun . vtlen⸗Gesellschaft Germania“ zu Stettin Nr. 264 297 Ler 2000 ℳ, ausgestellt auf den Tischlermeister vhann Franz Heinrich Hartwig zu Wohltorf, bean⸗ 7

54 Fl. Kaufschillingsrest für die Binder Knaupp'schen Eheleute, Bd. II. S. 145.

am 11. April 1827. S

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hanniskirchen

50 Fl. Kaufschillingsrest an die nicht namentlich aufgeführten Bd. III. S. 127. Verwandten des Eheweibes des früheren Besitzers Kaspar Bruckbeck (wörtlicher Vortrag),

I1“ 1 1 vaäterliches Andenken, lebenslängliche Unterkunft und ege an Kaspar Reischl, außerehelicher

b11 Krankenpfl

9

3 C rns 2† Schwinghammer,

Franz und Elisabeth,

Gütlerseheleute von zu Zeholfing lt. Uebergabsvertrag v. 20. Noybr. 1822 (wörtlicher Vortrag),

am 1

30 Fl. Muttergut und ein halbes Bett, 20 Fl. Vatergut, S. 173 auf dem An⸗

Simbach. Jakob und Creszenz mmer, Gütlersehe⸗

imr leute

vormaligen gleichnamigen B 1 8 8 am 9. März 1824. Simbach Bd. II. 9 Fl. unverzinslich an Maria N., Gärtnersmagd, dermalen S. 12 auf dem An⸗

Schoberöd. ein halbes Bett und eine Truhe für Georg Marx, 40 Fl. Vatergut, ein ganzes Bett u. Truhe an Johann Marx,

Oktober 1836. V

r ig Sobn des SDhn

esitzers,

wesen H.⸗Nr. 107 daselbst. Februar 1825. Ruhstorf Bd. I. wesen H.⸗Nr. 99 in Schoberöd.

Krankenpflege für Georg, Anna und Johann Marx, am 18. Juli 1844. 15 Fl. Muttergut an Johann Marr.

h. März 1887.

Königliches Amtsgericht.

Rauner.

Zeglaubigt: (L. S.) Hesselbach, Sekretär.

wwrne MNachlaßeProklam.

Nachdem die Erben der am 8. Dezember 1886 zu Glückstadt verstorbenen Wittwe des Messerschmieds Jacob Friedrich Huber, Johanna Catharina Cä⸗ cilie, geb. Siebke, erklärt haben, daß sie den Nach⸗ laß nur mit der Rechtswohlthat des Gesetzes und des Inventars antreten, ist die Erlassung eines Pro⸗ klams erforderlich geworden, und werden daher Alle, welche Ansprüche an den gedachten Nachlaß zu haben vermeinen, mit alleiniger Ausnahme der bekannten Erben und der im Grundbuche von Glückstadt Band 7 Blatt 335 eingetragenen Gläubiger, hiemit aufgefordert, solche bei Vermeidung des Ausschlusses binnen 12 Wochen vom Tage der letzten Bekannt⸗ machung dieses Proklams an gerechnet und spätestens in dem auf 1

den 5. Juli 1887, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin hier anzumelden.

Glückstadt, den 14. März 1887 .

Königliches Amtsgericht. A. Burchardi. [63584] Aufgebot behufs Todeserklärung.

Auf Antrag des Kaufmanns Oskar Freitag zu Christburg, als Abwesenheitsvormund, wird der Seilergeselle Friedrich Illers, welcher, soweit bekannt ist, etwa im Jahre 1810 zu Danzig geboren, evange⸗ lischer Religion und unverheirathet gewesen ist, sich zuletzt im Jahre 1860 in Christburg aufgehalten hat und seitdem verschollen ist, aufgefordert, sich spä⸗ testens im Aufgebotstermin den 15. Februar 1888, Vormittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht zu melden, widrigen⸗ falls seine Todeserklärung erfolgen wird.

Christburg, den 15. März 1887.

Königliches Amtsgericht.

[63571] Amtsgericht Hamburg.

Auf Antrag von Notar Dr. Ritter und Albert Johannes Bernhard Vepet gng als Testaments⸗ vollstreckern von Johann Christian Heinrich Moeller, vertreten durch die Rechtsanwälte Dres. Heinsen, Moenckeberg und Brandis, wird ein Aufgebot dahin erlassen:

daß Alle, welche an den Nachlaß des am 2. Februar 1887 hieselbst verstorbenen Johann Christian Heinrich Moeller Erb⸗ oder sonstige Ansprüche zu haben vermeinen, oder den Bestimmungen des von dem genannten Erblasser am 29. August 1884 errichteten, mit einem un⸗ datirten Zusatze versehenen, am 24. Februar 1887 hieselbst publizirten Testaments, wie auch der Bestellung der Antragsteller zu Testamentsvoll⸗ streckern und den denselben als solchen ertheilten Befugnissen, insbesondere der Befugniß zur Umschreibung, Tilgung und Verklausulirung von Grundeigenthum, Hypothekpösten und auf Namen

stehenden Staatspapieren auf ihren alleinigen Konsens sowie dem denselben ertheilten Rechte der authentischen Interpretation des Testaments und der Substitutionsbefugniß, widersprechen wollen, hiemit aufgefordert werden, solche An⸗ und Widersprüche spätestens in dem auf Sonnabend, den 14. Mai 1887,

10 Uhr Vormittags, anberaumten Aufgebotstermin im unterzeichneten Amtsgericht, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr. 2, anzumelden und zwar Auswärtige unter Be⸗ stellung eines hiesigen Zustellungsbevollmächtigten bei Strafe des Ausschlusses.

Hamburg, den 16. März 1887. Das Amtsgericht Hamburg, Civil⸗Abtheilung V.

Zur Beglaubigung:

Romberg, Dr., Gerichts⸗Sekretär.

[63572] Amtsgericht Hamburg. 8 Auf Antrag von Rechtsanwalt Dr. Otto Hübener als curator absentis Hinrich Gotthard Christian Rötjer, welcher, geboren hieselbst am 24. Januar 1820, vor etwa 24 Jahren als Schiffszimmermann zur See gegangen und seitdem verschollen ist, wird ein Aufgebot dahin erlassen: 8 I. daß der obgenannte Hinrich Gotthard Christian Rötjer hiemit aufgefordert wird, sich spätestens in dem auf Sonnabend, den 17. Dezember 1887, 10 Uhr Vormittags, anberaumten Aufgebotstermin im unterzeichneten Amtsgericht, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr. 56, zu melden, unter dem Rechtsnachtheil, daß er für todt werde erklärt werden; daß alle unbekannten Erben und Gläubiger des genannten Verschollenen hiemit aufgefordert werden, ihre Ansprüche spätestens in dem ob⸗ bezeichneten Aufgebotstermin im unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und zwar Aus⸗ wärtige unter Bestellung eines hiesigen Zu⸗ stellungsbevollmächtigten unter dem Rechts⸗ nachtheil des Ausschlusses und ewigen Still⸗ schweigens. Hamburg, den 16. März 1887. Das Amtsgericht Hamburg, Civil⸗Abtheilung VIII. Zur Beglaubigung: Romberg Dr., Gerichts⸗Sekretär.

163611¹1 Bekanntmachung.

Auf Antrag des Maschinenbauers Bruno Ansin zu Eisleben, der verehelichten Schornsteinfegermeister Kallenbach, Ida, geb. Ansin, zu Belgern, des Werk⸗ führers Gustav Ansin zu Halle und der verehelichten Rittergutsbesitzer Borwitz, Friederike, geb. Ansin, zu Laubst, wird deren Schwester Sophie Pauline Ansin, welche kurz vor oder nach dem Jahre 1850 nach Amerika ausgewandert, aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin

werden ihre Rechte auf die bei der Zwangs⸗

versteigerung Bühenfeld K. 9 85 in der Kauf⸗

gelderbelegungsverhandlung aus der Post

Ibtb. III. Nr. 3 zur Hebung gelangten Zinsen

B ge von 28 vorbehalten.

annten Betheiligten werden mit ihren

auf die Spezialmasse ausgeschlossen.

ndes Aufgebotsverfahrens werden Spezialmasse entnommen. dönigliches Amtsgericht.

Im Namen des Königs!

Verkündet am 28. Februar 1887. Scharfenberg, als Gerichtsschreiber.

In der Aufgebotssache Neilmann F. 11 86 er⸗ kennt das Königliche Amtsgericht zu Kastrop durch den Gerichts⸗Assessor Frenking für Recht:

Die unbekannten Eigenthumsprätendenten werden mit ihren Rechten und Ansprüchen auf das Grund⸗ stück Flur II. Nr. 116 der Steuergemeinde Habing⸗ horst, zur Größe von 16 a 17 qm, belegen in der Habinghorster Haide, ausgeschlossen.

Die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden dem Antragsteller, Tagelöhner Franz Wilhelm Neilmann zu Habinghorst, auferlegt. b

Dem Bergmann Friedrich Wilhelm Tweböhmer zu Behringhausen werden seine Rechte auf das ge⸗ dachte Grundstück vorbehalten.

Königliches Amtsgericht.

[63598]

[63599) Im Namen des Königs! Verkündet am 28. Februar 1887. Scharfenberg, als Gerichtsschreiber.

In der Aufgebotssache Lueg F. 7 86 erkennt das Königliche Amtsgericht zu Kastrop durch den Gerichts⸗Assessor Frenking

für Recht:

1) dem Kaufmann Abraham Gerson Weinberg zu Kastrop und den Minorennen Kalthoff daselbst werden ihre Rechte auf die in der Zwangsversteige⸗ rung Lueg K. 7 85 aus der zur Hebung gelangtern Post Abth. III. Nr. 1 gebildeten Spezialmasse im Betrage von 249 83 vorbehalten.

2) Die unbekannten Betheiligten werden mit ihren Ansprüchen auf die Spezialmasse ausgeschlossen. 8

3) Die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden aus der Spezialmasse entnommen.

F. 7 86. Königliches Amtsgericht.

Im Namen des Königs! Verkündet am 15. März 1887. Rodeck, Aktuar, als Gerichtsschreiber. Auf den Antrag der Ehefrau des Gutsbesitzers Paetzold, Louise, geb. Friedrich, zu Lösau erkennt das Königliche Amtsgericht zu Weißenfels durch den Amtsrichter Siedler für Recht: 11““ Das Chalafebuch der städtischen Sparkasse zu Weißenfels Nr. 12866, ausgestellt auf den Namen der Frau Johanne Erdmuthe Friedrich, geb. Gentzsch, in Gostau über „3204 96 ₰“ wird für kraftlos erklärt. 8 Die Kosten des Verfahrens werden der An tragstellerin auferlegt. Siedler.

[63585]

[63580] Oeffentliche Zustellung. Die Ehefrau des Schneiders Johann Konrad Gottfried Conram, Katharina Elisabeth, geborene Wagner, zu Kassel, Graben Nr. 3, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rocholl zu Kassel, klagt gegen ihren vorgenannten Ehemann,zur Zeit unbekannt wo abwesend, wegen böslicher Verlassung, mit dem Antrage auf Ehescheidung, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die erste Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Kassel auf den 14. Juni 1887, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge⸗ richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Kassel, den 16. März 1887

Schmidt,

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts