1888 / 98 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 14 Apr 1888 18:00:01 GMT) scan diff

Der Der Papst empfing heute die französischen Walg fahrer und gab in der Ansprache, die er an dieselt⸗ richtete, seiner Freude und Rührung darüber Ausdruck di Frankreich trotz der Uebel, unter denen es leide, und in der Gefahren, von denen es bedroht sei, doch nicht auf d; schönen Titel als älteste Tochter der Kirche verzicht Frankreichs providentielles Schicksal sei durch zu enge unf zu alte Bande an die Kirche und an den heiligen Stuhl g. knüpft, als daß dieselben zerrissen werden könnten; Frankraz werde sich vergegenwärtigen, daß seine edle und ruhmpol Stärke darin bestehe, tief und innig mit der Kirche verbunde zu bleiben. 3 8 Der Kaiser und die Kaiserin von Brasilig trafen heute Nachmittag von Florenz hier ein und reis⸗ nach kurzem Aufenthalt nach Neapel weiter. 2

8 8 8

Rostock und die Insel Gotland. Die Auff sind folgende: h in der Versammlung des Vereins für Hansische Geschichte 54 Mlstn gehaltener instruktiver Vortrag des Senators Dr. W. Brehmer in Lübeck über das häusliche Leben in Lübeck zu Ende des 15 Jahr⸗ hunderts. 2) Vortrag des Professors G. Freiherrn von der Ropp in Gießen (auf der Versammlung zu Stettin gehalten) über die Hansa und die deutschen Stände. 3) Vortrag des Archivars Dr. W. von Bippen zu Bremen über die Bremischen Bürgermeister Heinrich und Johann Zobel (gehalten zu Quedlinburg). 4) Die Rostocker metallenen Normalscheffel und das Aichverfahren des Mittel⸗ Ffi Cerrigeter eines Konsistortak⸗Rathe alters (weitere Ausführung eines vom Gymnasialdirektor Dr. Krause er J11111“ zu Rostock gehaltenen Vortrages). Ein Anhang behandelt das Augusta von dem Profe sor 5 b er Kaiserin und metallene Rostocker Heringsohm und die Tonnen⸗Aichung, das Rojen. big n, mie 1“ 88 Direktor der König⸗- 5) Hansische Vereinbarungen über städtisches Gewerbe (bes ders n Aka emf ge 8“ albe Stunde nach dem über Böttcherei, Grapen⸗ nnd Kannengießerei, Goldschmied Wollen⸗ hheiden Sr. 1 S E rschl. ers im Sterbezimmer aus⸗ weber und Reifer) von Prof. Dr .Stieda. D 8t t b ker Zeichgung —. Hohen Entschlafenen, deren Vervielfältigung Wollenweber zu Rostock vom 17. Juni 1362 und eine Restoher Serbien. Belgrad, 13. April. (W. T. B.) 2d Höchster Ste ich nur für die Mitglieder der König⸗ Rathsverordnung aus dem 14 Jahrhundert betr fiend she gthecte Skupschtina genehmzigte einstimmig die Konsular⸗Kacanl dhctie ie Fagniht war, ist durch die besondere wohnenden Wollenweber, stehen im Anhang. Der Heogee vention und die Konvention wegen Auslieferun llbe Jhrer 2 8b .“ G I Kreisen zu- schnitt enthält kleinere Mittheilungen von Dr. Kraufe Archiv. Rath

von Verbrechern zwischen Serbien und der Türkei 8 Ebarlottenstraße 96, SW. 12 1ö1ö“ ta 18 1ö1m“ . ) 2* 2 g88 8 2 ) e Julius Spri Bulgarien. Sofia, 12. April. (Prag. Ztg.) 8 Blatt, eine Meisterleistung des berühmten Künstlers, verlegten erevelr Fehegan, 1g.i, Nalins I 8 Regierung dementirt alle Meldungen über Truppe⸗ in E 111“ vor, ein Erinnerungsblatt, Wilhelm Müller, Professor in Tübingen siegeebemanch 18 bewegungen. 11 unfer Solt; 86 gcrefesest . Schatz hochhalten wird. Er umfaßt das Jahr 1887, welches zu den inhaltreichsten 1n Vervielfältigung in folgenden Ausgaben: Format I essantesten Jahren der neuesten Zeit gehört. Der Verfasser schildert

Dr. J. F. Bachmann zu Berlin geboren, habilitirte der Ver⸗ b sich in der dortigen theologischen Fakultät als Privatdozent d aber bereits Michaelis 1858 zum ordentlichen Professor für alt⸗ ementliche Exegese in Rostock ernannt, wo er seitdem, also fast 30 Jahre , gewirkt hat. Unter seinen Schriften ist außer einem Kommentar zum 5 der Richter eine zweibändige Biographie des bekannten Berliner fessors E. W. Hengstenberg sowie eine Monographie über die Ge⸗ ate des evangelischen Kirchengesanges in Mecklenburg, insbesondere mecklenburgischen Gesangbücher zu nennen. Bachmann, der 1863 Rostock zum Ehrendoctor der Theologie promovirt wurde und 1874 dortiger Universitätsprediger war, erhielt vor einigen Jahren

Bayern. München, 12. April. (Allg. Ztg.) Prinz⸗Regent empfängt morgen in Audienz das Direktorium des Hülfscomités für die Ueberschwemmten in den niederdeutschen Stromgebieten unter Führung des ersten Bürgermeisters Dr. von Widenmayer, welches den Dank für das hochherzige Geschenk von 10 000 erstatten wird. Des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen Dankschreiben für die Beileidsadresse der Stadt München wurde heute im Gemeindekollegium durch den Vorstand, Dr. von Schultes, verlesen. Derselbe fügte den Wunsch des gesammten Kollegiums bei: der Himmel möge den Kaiser wieder gesunden lassen.

(Allg. Handw.⸗Ztg.) Von der Königlich preußischen Gesandtschaft ist an den Vorstand des Allgemeinen deutschen Handwerkerbundes, Herrn Carl Billing dahier, nachstehendes Schreiben ergangen:

München, den 9. April 1888.

Ew. Wohlgeboren haben Namens des Vororts München des Allgemeinen deutschen Handwerkerbundes in einer Adresse vom 13. v M. der tiefen Trauer aus Anlaß des Hinscheidens Sr. Majestät des Hochseligen Kaisers und Königs und zugleich der Treue und Ergebenheit für Se. Majestät den Kaiser und König Friedrich III.

Ausdruck gegeben. 8 1 Auf Allerhöchsten Befehl beehre ich mich, Ew. Wohlgeboren ganz

Das Aprilheft der „Internationalen Revue die gesammten Heere und Flotten“, Redacteur: leben⸗Wendelstein (Verlag von J. Fischer in Kassel), hat folgenden J halt: Wilhelm der Große. (Nekrolog.) Dem Fürsten Reichs⸗ kanzler zu seinem Geburtstage 1888. Ein bemerkenswerther Unter⸗ schied zwischen Deutschland und Frankreich. O. v. M. Die neue deutsche Wehrvorlage, ihre Nothwendigkeit und ihre Begründung Von O. Marschfähigkeit und Marschkrankheiten. Von v. Wf. d Zu dem Thema: „Der Thierschutz im Kriege“. Von Oberst⸗Lieute⸗ nant Spohr. Von der galizisch⸗russischen Grenze. Napoleon als Feldherr. Studie, angeregt durch das gleichnamige Werk des Hauptmanns Graf York von Wartenburg. II. Theil. Von Oberst von Walthoffen. (Fortsetzung.) Die italienische Expedition an die Küste des Rothen Meeres. II. Italienische Correspondenz. Von W 8 et la 85 G. L'armée française manque 8 c . (Conclusion) Spanische Großmachtziele i „Afri 6 s S Correspondenz. . II11“ Fortbildungsschulen für Mädchen. Von Dr. phil Otto Kam po städtischem Lehrer in Frankfurt a. M. Berlin 1888. Verlag von Siemenroth u. Worms, SW., Wilhelmstraße 129. Die vorliegende Brochure ist ein erweiterter und durchgesehener Sonderabdruck einer Abhandlung, welche sich auf einen vom Ver⸗ fasser am 27. August 1887 in der Frankfurter Allgemeinen Lehrer⸗ versammlung gehaltenen Vortrag über Fortbildungsschulen für Mädchen, Fabrikschulen und Haushaltungsschulen gründet, aus „Diesterweg's Rheinischen Blättern für Erziehurg und Unterricht

über

In der Generaldiskussion hält der Abg. Dr. Meyer F. v. Witz⸗ n⸗

(Breslau) die kleine Dorfgemeinde Gnadenfeld, die nur 500 Seelen zähle und weder eine katholische noch eine evangelische Kirche oder Schule besitze, nicht für geeignet zum Sitz eines Amtsgerichts. 8

Regierungskommissar Geheimer Ober⸗Justiz⸗Rath von Wilmowski erklärt, daß der Gesetzentwurf nicht allein mit Rücksicht auf die Verhältnisse von Gnadenfeld, sondern auch der umliegenden Ortschaften eingebracht sei. Die Bewohner der letzteren wünschten wegen der weiten Entfernungen vom Amtsgericht Kosel abgetrennt und zu einem besonderen Amts⸗ gerichtsbezirk vereinigt zu werden, und innerhalb dieses Be⸗ zirks sei Gnadenfeld der passendste Ort als Sitz des Gerichts. Ueber die Kirchen⸗ und Schulverhältnisse von Gnadenfeld sei er nicht genügend orientirt. 1

Abg. Conrad betont, daß Gnadenfeld eine Herrnhuter⸗ gemeinde sei und für katholischen und evangelischen Gottes⸗ dienst und Schulunterricht in keiner Weise gesorgt sei. Es sei auch eine ungerechte Bevorzugung von Gnadenfeld gegenüber Kosel, wenn der letzteren Stadt ein Theil ihres Amtsgerichts⸗ bezirks entzogen werde. 1

Regierungskommissar Geheimer Ober⸗Justiz⸗Rath von

Wilmowski erwidert, daß eine Bevorzugung von Gnadenfeld nicht vorliege, Kosel behalte immer noch einen viel größeren Amtsgerichtsbezirk als der von Gnadenfeld sein werde. Herren⸗ huter seien nur in Gnadenfeld, in nächster Nähe sei aber Gelegenheit für katholischen und evangelischen Gottesdienst und Schulunterricht. 18

Abg. Letocha bemerkt gegenüber dem Abg. Conrad, es liege im Interesse der Gerichtsinsassen, daß in Gnadenfeld ein Amtsgericht errichtet werde.

Abg. Lückhoff stellt fest, daß in Gnadenfeld eine ganz

rzügliche evangelische Schule sei. 3

Die Generaldiskussion wird geschlossen. In der Spezialdiskussion beantragt Abg. Dr. Meyer (Breslau) mit Rücksicht auf die Erklärung des Regierungs⸗ kommissars, daß er über die kirchlichen und Schulverhältnisse von Gnadenfeld nicht informirt sei, die Vorlage an die Justiz⸗ kommission zu überweisen, um weitere Informationen zu

erhalten. 1 Der Antrag wird abgelehnt und der Gesetzentwurf ange⸗

nommen.

Es folgt die dritte Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Abänderung von Amtsgerichts⸗ bezirken. In der Generaldebatte erklärt auf eine Anfrage des Abg. Letocha der Regierungskommissar Geheimer Ober⸗ Justiz⸗Rath von Wilmowski, daß der Gerichtstag in Gogolin auch ferner abgehalten werden solle; nur solle dies nicht wie bisher von dem Amtsgericht in Groß⸗Strehlitz aus, sondern von dem Amtsgericht Krappitz, dem Gogolin jetzt zugetheilt werde, fortan erfolgen. 3

Ohne Spezialdebatte wird darauf die Vorlage unverändert angenommen.

Hieran entwurfs, 3 1 briken u. s. w. mit Präzipualleistungen für Wegebau in der Provinz Westfalen.

In der Generaldebatte giebt der Abg. Pleß dem Wunsche nach einem gleichen Gesetz für die Rheinprovinz Ausdruck. Auf Antrag des Abg. Dr. Freiherrn von Schorlemer⸗Alst wird darauf die Vorlage en bloc angenommen. 1

Es folgt die dritte Berathung des Gesetzentwurfs betreffend die Ausübung des dem Staat zustehen den Stimmrechts bei dem Antrage wegen Auf⸗ nahme einer weiteren Prioritäts⸗Anleihe der Westholsteinischen Eisenbahn⸗Gesellschaft.

Abg. Peters (Pinneberg) empfiehlt die Annahme des Gesetzentwurfs. Die Vorlage wird darauf unverändert ange⸗ nommen.

Fünfter Gegenstand der Tagesordnung ist: Erste Be⸗ rathung des Antrags des Abg. Krah auf Annahme eines Gesetzentwurfs, betreffend die Vertheilung der öffentlichen Lasten bei Grundstückstheilungen und die Gründung neuer Ansiedelungen in der Provinz Schleswig⸗Holstein.

Der Antragsteller Abg. Krah weist darauf hin, daß dieser Gegenstand in den alten Provinzen und auch in Hannover bereits gesetzlich geregelt sei und daß der Provinzial⸗Landtag von Schleswig⸗Holstein ebenfalls den Erlaß eines solchen Gesetzes gewünscht habe. Der eingebrachte Antrag werde von sämmtlichen Abgeordneten Schleswig⸗Holsteins empfohlen. Eine Kommissionsberathung sei nicht erforderlich, der Gesetz⸗ entwurf könne vielmehr ohne Weiteres in zweiter Lesung im Plenum berathen werden.

Nachdem die Abgg. von Bülow, Jürgensen, Reimers sich für die Vorlage ausgesprochen, schließt die erste Berathung. (Schluß des Blattes.)

Dem Hause der Abgeordneten ist der Gesetz⸗ entwurf, betreffend die Bewilligung von Staats⸗ mitteln zur Beseitigung der durch die Hochwasser im Frühjahr 1888 herbeigeführten Verheerungen, und der Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des §. 29 des Gesetzes, betreffend die Verfassung der Verwaltungsgerichte und das Verwaltungs⸗ streitverfahren, vom 3. Juli 1875/2. August 1880 (Gesetz⸗Samml. 1880 S. 328), zugegangen (Der Wortlaut beider Entwürfe ist in der Ersten Beilage abgedruckt.)

Nach einer Bekanntmachung des Königlich nieder⸗ ländischen General⸗Konsulats zu Singapore hat der Civil⸗ und Militär⸗Gouverneur von Atchin und Dependenzen die Westküste von Atchin, von der nördlichen Grenze von Kloewang bis zur Nordgrenze von Pangga, mit Ausnahme des Hafens von Telok Kroet, in Blokadezustand erklärt.

Der Gouverneur von Köln, General⸗Lieutenant von Sanitz, ist auf einige Tage mit Urlaub von Köln hier ein⸗ getroffen.

Potsdam, 13. April. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten⸗Versammlung gelangte folgendes Schreiben Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen zur Verlesung:

Die beim Heimgange Sr. Hochseligen Majestät, Meines heiß⸗ geliebten Herrn Großvaters, von den Vertretern der Residenzstadt Potsdam zum Ausdruck gebrachte Gesinnung hat Mein tieftrauerndes Herz wohlthuend berührt. Möge die dankbare Erinnerung an die Segnungen Seiner Regierung lebendig bleiben bis in die späteste Zeit. Beerlin, den D. März 1888.

8 Wilhelm,

schließt sich die dritte Berathung des Gesetz⸗

betreffend die Heranziehung der Fa⸗ den

ergebenst zu bitten, dem Allgemeinen deutschen Handwerkerbunde für diese Kundgebung den Dank Sr. Majestät des Kaisers und Königs gefälligst aussprechen zu wollen, und benutze ich diesen Anlaß zur Ver⸗

sicherung meiner vorzüglichen Hochachtung. Graf zu Eulenburg,

Königlich preußischer Geschäftsträger.

Würzburg, 13. April. (W. T. B.) Bei dem heute Nachmittag vorgenommenen 16. Landtags⸗Wahlgange waren 69 abstimmende Wahlmänner anwesend, und wurde der Regierungs⸗Rath Burkard (freisinnig) mit 41 Stimmen gewählt.

Sachsen⸗Weimar⸗Eisenach. Weimar, 13. April. (Th. C.) Der Großherzog und die Großherzogin be⸗ geben sich in den ersten Tagen der nächsten Woche nach dem Haag, um dem König der Niederlande, Bruder der Großherzogin, einen längeren Besuch abzustatten. Die Rückkehr wird zu Anfang Mai stattfinden. 1

(W. T. B.)

Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 13. April. von

Der Kronprinz ist heute Abend zur Vornahme Truppenbesichtigungen nach Ungarn abgereist. Die heute dem österreichischen und ungarischen Abgeordnetenhause zugegangene Wehrvorlage be⸗ stimmt: Die Mannschaft des ersten Jahrganges der Reserve sowie die drei jüngsten Aushebungs⸗Jahrgänge der Ersatz⸗ Reserve können, wenn besondere Verhältnisse es erfordern, nach Maßgabe und auf Zeit des unumgänglichen Bedarfs auf Befehl des Kaisers zur aktiven Dienstleistung eingezogen, jedoch nur so lange präsent gelassen werden, als dieselben den erwähnten Jahrgängen angehören. Hiervon sind alle diejenigen ausgeschlossen, welche in Folge zu berücksichtigender Umstände vom regelmäßigen Präsenzdienst enthoben, bezw. der Ersatzreserve überwiesen sind. Die zur aktiven Dienstleistung für mindestens 2 Monate herangezogenen Reservisten bleiben während der weiteren Reservedienstpflicht von jeder Waffen⸗ übung befreit. Das Gesetz tritt mit dem Tage der Kund⸗ machung in Kraft.

Pest, 13. April. (W. T. B.) Das Abgeordneten⸗ haus genehmigte den Vertrag mit dem Lloyd in allen Punkten.

Der „Pol. Corr.“ wird berichtet: Die Einnahmen der Staatskassen laufen bisher in sehr befriedigender Weise ein, so daß ziemlich große Kassenbestände vorhanden und mehrere Millionen zinstragend angelegt sind, obgleich das Rothschild⸗Konsortium die Option auf die restirenden zehn Millionen Gulden der Bedeckungsrente (in Folge von gewissen, durch fremde Ursachen herbeigeführten Differenzen) nicht ausgeübt hat. Es sei hierbei ferner in Betracht zu ziehen, daß die gemeinsame Regierung von dem Reste jenes Kredits, der ihr für die außerordentlichen Rüstungszwecke bewilligt wurde, inzwischen zwei Drittel in Anspruch genommen und die ungarische Regierung den auf Ungarn entfallenden Theil bereits gedeckt hat. Aus dieser Thatsache ergebe sich des Weiteren, daß die Heeresausgaben bei Weitem nicht so große Summen erheischen, als in der Presse behauptet worden ist. Es lasse sich versichern, daß die Regierung sogar in der Lage sein wird, die thatsächlichen Ausgaben aus dem bewilligten Kredit noch einige Monate lang zu bestreiten.

Großbritannien und Irland. London, 13. April. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung der internationalen Zuckerprämien⸗Konferenz unter dem Vorsitz des Barons Worms wurde ein Subcomité zur Prüfung der auf⸗ geworfenen technischen Fragen und zur Berichterstattung über dieselben ernannt.

Das Oberhaus hat in seiner heutigen Sitzung die Bill, wonach den Frauen das Wahlrecht gewährt werden 1. in zweiter Lesung ohne besondere Abstimmung ab⸗ gelehnt.

Im Unterhause theilte der Kanzler der Schatzkammer, Goschen, mit, daß von der Staatsschuld bereits 473 Millionen zur Konversion angemeldet seien.

Frankreich. Paris, 13. April. (Köln. Ztg.) Der Kriegs⸗Minister de Freyecinet wird bei der Berathung über die Militärgesetze eine Vermehrung der Artillerie ver⸗ langen. Seinem Plan zufolge wird dieselbe bestehen aus 457 Feldbatterien, 37 reitenden Batterien, 16 Gebirgsbatterien, im Ganzen 2722 bespannten Geschützen; dann aus 102 Festungs⸗ batterien. Außerdem wird bei der Mobilmachung die Zahl der Feldgeschütze um 1572 vermehrt werden, sodaß dieselbe im Kriegsfall 4314 betragen wird.

Boulanger richtete gestern an den Präsidenten der Deputirtenkammer ein Schreiben, worin er erklärte, daß er als Deputirter der Dordogne seine Entlassung nehme.

14. April. (W. T. B.) Gestern fanden in Cateau und Hazebrouck Wählerversammlungen statt, welche einen sehr stürmischen Verlauf nahmen. In Cateau wurde die Kandidatur Boulanger's verworfen, in Hazebrouck konnte kein Redner zum Wort kommen. Der „Gau⸗ lois“ will wissen, Boulanger werde nach seiner Wahl das Nord⸗Departement besuchen.

Italien. Rom, 13. April. (W. T. B.) Nach einer Meldung aus Massovah wurden die ersten der zur Rück⸗ kehr bestimmten Truppen heute früh an Bord des „Bosphore“

Zeitungsstimmen.

„Wie sich das Staatsbahnsystem auch in anderen Ländern!

währt, ist auch wieder aus dem soeben publizirten Verwaltungsb der österreichischen Staatsbahnen für 1887 zu erkennen. Werd Betriebsergebnisse mit dem Finanzgesetze des Jahres verglichen,; Vegtent sich, daß die Nettoeinnahmen der eigentlichen Staatsbahre welche

im Finanzgesetz nur mit 4 356 105 Fl. waren, die Ziffer von 7 057 213 Fl. erreicht haben, daß

der Mährischen Grenzbahn nur mit 1 121 742 Fl. in Anf

Duxer Bahn per 104 000 Fl. erst für 1888 eingestellt wurde.

Duxer Bahnen eine von 104 000 Fl. heraus. Die sammtsumme macht also 3 024 236 Fl.“

Das „Wiener Fremdenblatt“ bemerkt hierzu: Eisenbahnbetrieb in Bezug nicht nur auf die verkehrspolitische gebnisse, sondern auch in Betreff seiner finanziellen Resultate tro

sogar bedeutende Erfolge erzielen wird.“

lesen wir:

Als die erste Nachricht von den in Südwest⸗Afrika ge Goldfunden nach Deutschland gelangte, verfehlte dieselbe ni sensationellen Eindruckes auf weitere Kreise des Publikums. Die

in unseren südwestafrikanischen Besitzungen ist erwiesen und desselben sind dem Auswärtigen Amt eingesandt worden. Ohn dem objektiven Thatbestande üͤberschwengliche Konsequenzen abzu hat die Reichsregierung es für ihre Pflicht gehalten,

ist, die Frage der Abbauwürdigkeit des Edelmetalls zu ent

Eine andere Tragweite wohnt dem Gesetz nicht inne. Es

Wichtigkeit, dies zu betonen, weil der Erlaß des Goldgesetzes in; Köpfen die Vorstellung erweckt hat, als sei damit zugleich auch die Ergiebigkeit der südwestafrikanischen Goldregion ein Urtheil gesprochen, und dasselbe authentisch beglaubigt worden. D kann keine Rede sein. Der bloße Erlaß eines Gol

präjudizirt der Entscheidung, ob Südwest⸗Afrika irgend nennenen Quantitäten Goldes birgt, ganz und gar nicht. Hierüber m erst weitere Nachforschungen Klarheit verbreiten.

thut das lediglich auf seine Gefahr hin, und würde sich nicht bet dürfen, selbst wenn ihm sein eingelegtes Kapital bis auf der

Pfennig verloren ginge. Betheiligten vielleicht verhängnißvoll werden könnten.

Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreit⸗

Von der Wiener „Jubiläums⸗Kunstausstellungs⸗

1 340 870 Fl. präliminirte Garantievorschuß der Albrechtbahn wülhnschaft der bildenden Künste wird fortgesetzt; ferner enthält das Blatt

genommen wurde und jener für die Dux⸗Bodenbacher und Prof 3 ͤn per 10. ugeltell n Ankäufe, die Lotterie, den Katalog u. nach stellt sich für die im Etat des Handels⸗Ministeriums befindlit⸗ ronp Bahnen eine Ersparniß von 2701 108 Fl., für die garantirte gr der Mährischen Grenzbahn eine solche von 219 128 Fl. und füre ersparte

„Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, daß der Stars h 1 Sein Bildniß ist beigefügt. Die Fortsetzung der Genossenschaft

andauernden wirthschaftlichen Depression die Probe bestanden hat darf daran getrost die Erwartung knüpfen, daß er sich auch int Folge bewähren und unter günstigeren ökonomischen Verhältnife

In den „Berliner Politischen Nachrichten

welches derzeit im Verlage der Renger'schen Buchhandlung zu

sache selbst steht ja außer allem Zweifel. Das Vorkommen vo G

regierun für w 1 die durch gegebene Situation gesetzlich zu reguliren. „Es geschah ie durch den Erlaß des sog. Goldgesetzes, welches in erster Linie bestire

bpsophen aufgefundene Werk wird nunmehr,

Wer aber, ce über die dortigen Verhältnisse ein sicheres Urtheil zu besitzen, n spekulativen Gründen einem Unternehmen beitritt, das auf der nahme des Vorkommens reicher Goldschätze in Südwest⸗Afrika fr⸗

Dies zur Steuer von Irrthümern, die 9

Centralblatt für das Deutsche Reich. Nr. 15. Ilis

suchung von Farben, Gespinnsten und Geweben auf Arsen und Bankwesen: Status der deutschen Notenbanken Ende März Zoll⸗ und Steuerwesen: Veränderungen in dem Stande oder; Befugnissen der Zoll⸗ und Steuerstellen. Versicherungswesen:? kanntmachung, betreffend die von den Gemeindebehörden innar des Königreichs Preußen, des Fürstenthums Waldeck und Pyen⸗ Verzeichnisse der Unternehmer unfallversicherungspflichtiger land⸗⸗ forstwirthschaftlicher Betriebe. Konsulatwesen: Todesfal. Kolonialwesen: Ermächtigung zur Vornahme von Civilstandeén im deutschen Schutzgebiete Togo. Polizeiwesen: Ausweisung: Ausländern aus dem Reichsgebiet.

Statistische Nachrichten. Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Beu sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche; 1. April bis inkl. 7. April cr. zur Anmeldung gekour⸗ 549 Eheschließungen, 925 Lebendgeborene, Sterbefälle. 1I Ueber die Einnahmen an Zöllen und gemein, lichen Verbrauchssteuern bei den einzelnen herzoglichhessischen Haupt⸗Steuerämternwährendde jahres 1886/87 giebt das Doppelheft 405 u. 406 der Mittheilun Großherzoglich hessischen Centralstelle für die Landesstatistit Auskunft: An Eingangszoll kam ein in den Haupt⸗Steuerar Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz, Worms, Bingen die von 6 168 097 ℳ; an außerordentlichen Einnahmen: an zuric Schiffsbegleitungskosten 42 ℳ, an Rübenzuckersteuer 1 2231297 Salzsteuer 962 814 ℳ, an Tabacksteuer 283 473 ℳ, an Branntwen 258 889 ℳ, an Uebergangsabgabe von Branntwein 8 Brausteuer 823 566 ℳ, an Uebergangsabgabe von Bier 69 131 an Reichs⸗Spielkartenstempel 161 076 ℳ, an anderen Reichesten abgaben 81 056 ℳ, zusammen 10 036 371 Auf die en⸗ Hut. eseu gs e. vertheilt sich diese Summe we , armstadt 2 083 739 ℳ, Offenbach 1 301 891 ℳ, Gieße 1 Mainz 2 972 187 ℳ, Worms 511 468 ℳ, Bingen 878 500, ℳ2 Das „Jahrbuch für Bremische Statistik⸗ 1 gegeben vom Bureau für bremische Statistik, Jahrg. 188 72 ist erschienen (Bremen, G. A. von Halen). Wir Inhalt zurück.

Kunst, Wissenschaft und Literatur. 2 Rostock, 13. April. Gestern verschied hierselbst der 1 8 Professor der Theologie, Konsistorial⸗Rath Dr. Johanncehig

inz des Deutschen Reich

und von Preußen.

eingeschiffts

mann, im 57. Lebensjahre. Als Sohn des weiland Ober⸗Kontt

Handels⸗ und Gewerbewesen: Bekanntmachung, betreffend die Unb-

sowie des Gebietes der freien und Hansestadt Lübeck aufjustelten

42 Todtgeborene.

kommen a2u

perial) Bildgröße 49:42 em, Ladenpreis 15 ℳ, Format II io, bezw. Panel) Bildgröße 29: 26 cm, Ladenpreis 4 Kabinet⸗ nat (80) Bildgröße 12: 10 cm, Ladenpreis 1 (Photographie 6 vgn Egefenge WE.“ 8 Dresden.) Sämmtliche Aus⸗

sind vergriffen. Die Versendung weiterer Blätter erf Reihenfolge der Bestellungen. ““

tung“ (Herausgeber Franz Scherer, Wien) sind Nr. 2 und 3 senen. In Nr. 2 wird über die Eröffnung der Ausstellung Erzherzog Carl Ludwig am 3. März berichtet. Ueber den Kron⸗ zen Erzherzog Rudolf als Förderer der schönen Künste handelt weiterer Artikel. Die in Nr. 1 begonnene Geschichte der Ge⸗

ammlung von Zeitungsstimmen über die Bedeutung der Jubiläums⸗ ellung und ihre Veranlassung. Die kleineren Rubriken berichten gt das Blatt ein Bildniß des . von Sen ü strationen eine Abbildung der alten Stiege im Wiener Künstlerhaus. z berichtet über den Besuch, welchen der Kaiser am 17. März eben von der Wiener Künstlerschaft, der Ausstellung abstattete. einem sympathisch gehaltenen Artikel wird der Thronbesteigung Majestät des Kaisers Friedrich III. von Deutschland gedacht in warmen Worten eine kurze Biographie des Fürsten gegeben.

bildenden Künste Wiens nimmt einen großen Theil des feuille⸗ tischen Theils ein. In einem Aufsatz: „Deutsche Kunst und che Künstler“ wird die Bedeutung des künstlerischen Lebens im schen Reich gewürdigt. Einige Abbildungen (Anton von Werner

eine Reproduktion von dessen Bild: König Wilhelm im soleum zu Charlottenburg; ferner Allegorie, Deutschland als hensmacht, darstellend) sind beigegeben. Die üblichen kleinen zen und Mittheilungen vervollständigen den Inhalt.

Von dem volksthümlichen, in Wort und Bild ansprechenden

ig erscheint, Friedrich III., Kaiser von Deutschland und König Preußen“, von Dr. H. Wiermann, dessen erste Lieferung (das⸗ erscheint in 8 Lieferungen à 40 ₰) wir schon in einer früheren zmer erwähnt haben, liegt uns nun bereits die zweite und dritte ng vor. Der Inhalt umfaßt den Schluß des ersten Kapitels heit und Jugend“ und setzt sich mit dem 2. Kapitel „In fremden 2 fort, woran sich „Die Begründung des eigenen Herdes“ und (Feldherr schließen. Außer mehreren im Text eingestreuten Bildern diese Lieferungen besonders reich mit Einzelbildern auf Kupfer⸗ bapier geschmückt. Wir finden darin ein vorzügliches Porträt . „Friedrich s III.“ und Seiner Gemahlin sowie des Kronprinzen euester Zeit, ferner ein Vollbild „Taufe des Prinzen Friedrich elm“, das herrliche Bild von W. Gentz „Einzug des Kron⸗ in Jerusalem am 4. November 1869“ u. s. w. Das vielumstrittene, im Nachlaß des großen Königsberger 8 1 wie man uns mit⸗ Him Verlage von Moritz Schauenburg in Frankfurt a. M. und erscheinen, und zwar unter dem Titel: „Das nachgelassene WE Kant's: Vom Uebergange von den 9 ysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft lbppik, mit Belegen populär⸗wissenschaftlich dar⸗ Ilt von Albrecht Krause“. (Pr. 10 ℳ) Der Federkrieg, 1eo. vor 4 Jahren die erste Kunde von dem 89 Jahren verlorenen oder doch vergessenen Manuskript wurde, ist noch im Gedächtniß aller Zeitungsleser. Fischer behauptete: das Manuskript zeige die deutlichen 6 Altersschwäche, und wer den von Dr. Rudolf Reicke in ltpreußischen Monatsschrift“ heftweise besorgten Abdruck 8 ert und gesehen hat, wie oft ganze Abschnitte wiederholt 8 in den Anmerkungen die öfteren Klagen über zunehmende ich 88 gelesen hat, der könnte allerdings verleitet werden, ihm 38 geben. Andererseits steht aber fest, daß Kant den Ausspruch btal in diesem Mannskript sei sein Hauptwerk enthalten; es 6 solutes, sein System vollendendes Ganze, völlig bearbeitet w noch zu redigiren. Die vielen Wiederholungen sich aus der Gewohnheit des großen Philosophen, kinen Arbeiten über denselben Gegenstand viele Entwürfe zu 16 oft theilweise wörtlich übereinstimmen; in den ab⸗ 1 Partien jedoch macht sich der Fortschritt in der Erkennt⸗ Mfeoetäetfesa Darstellung deutlich erkennbar. Das Manu⸗ secsfeh aus 117 Foliobogen und 42 Blättern und ist von e 135 Konvolute getheilt; geschrieben ist es in der Zeit *. 1783 und 1803. Was den Inhalt betrifft, so sagt Krause falle 8 zabestätige Kant's Wahrhaftigkeit; denn das ble ie Lücke aus, welche sich bis jetzt in Kant's Philosophie hlbar gfmacht habe, „daß alle Späteren, weil sie diese Lücke 1 88 ie Kraft nicht hatten, vom Kantischen Geiste abwichen veele geit. Nicht verstanden, daß sie ihm Widerspruch mit sich vu tfe . Der Herausgeber hat die Edition so eingerichtet, deutsch er Ainken Seite stets der Original⸗Text Kant’s 1 Sehten Buchstaben abgedruckt ist, während auf der Pete b eine populärwissenschaftliche Darstellung des in anze ve efiadlichen Inhalts zur Erläuterung gegeben ist. 1— Kant erk ist in drei Haupttheile gegliedert. Im ersten Theil 8—9 shon der Methode, durch welche man über das Wesen b itution der gestaltlosen Materie Sicherheit der Er⸗ ktens ngeg könne; im zweiten stellt er, gemäß seiner Methode, ind 8 das Wesen der die Materie konstituirenden Kräfte 8 m dritten Theil zeigt er, daß alle jene nicht ns sergänge in der Materie, deren Resultate wir 1 deren Geschehen aber der sinnlichen Wahr⸗ 3 assongäͤnglich ist, sich aus den vorhergehenden Erkenntnissen gfichien. Sesonderes Interesse erregen in diesem letzten Theil den Ph über die sogenannten Molekularvorgänge, die bis jetzt en Physikern jo vielfach Gegenstand der Hypothese sind, also fanioeser der Wärme, die Schwere, die Kapillarvorgänge, die h Erbark ie Schmelzung, Reibung, Cohäsion, die Verwand⸗ turforsch ung der Kraft. Nicht nur Philosophen, Physiker ieses v. sondern alle Gebildeten werden von dem Er⸗ (Der fi Jerks mit großem Interesse Kenntniß nehmen. sunr vafte das Jahr 1886 umfassende Jahrgang der vom ichts bdansische Geschichte herausgegebenen „Hansischen we. ätter“, deren Herausgeber der Rostocker Stadt⸗ „Carl Koppmann bekanntlich ist, erschien soeben im

als

in seiner bekannten frischen und übersichtlichen Art, kaum entschwun⸗ dene Ereignisse darzustellen und zu beleuchten, wie auch in gtschäuun⸗ Anordnung zuvörderst die Geschehnisse des vergangenen Jahres im Deutschen Reich: die Auflöfung des deutschen Reichstages, die Wahl einer nationalen Reichstagsmehrheit, die rasche Erledigung der Militärvorlage und die Bewilligung der hierfür nöthigen finanziellen Mittel, das umsichtige und kraftvolle Auf⸗ treten des Reichskanzlers, sowohl in den Parlamenten als in der Diplomatie, zum Zweck der Erhaltung des mehrmals be⸗ drohten Friedens, welches alles die Aufmerksamkeit der ganzen Welt erregt und die Defensivstellung des Deutschen Reichs wesentlich be⸗ festigt hat, um dann zur Darstellung der Hauptereignisse in Frank⸗ reich, Oesterreich⸗Ungarn, Rußland, Italien, Großbritannien und Ir⸗ land, auf der Balkanhalbinsel, in Spanien und Portugal, Belgien und den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Norwegen, der Schweiz, endlich in Amerika zu schreiten. Am Schluß ist eine L“ 18 8— 1887 und ein alphabetisches Ver⸗ hniß der hervorragenden Personen mitgetheilt. Der Ladenprei des 116“ 4 b Ein sicherlich Vielen recht willkommenes, weil überaus prak⸗ tisch angelegtes Werkchen stellt sich in dem zur Sammlung Sprachführer gehörigen Russischen Sprachführer von Konst. von Jürgens in St. Petersburg (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig), Preis geb. 3 ℳ, ein. Gerade bei den großen Schwierigkeiten, welche die russische Sprache bietet, zeigt sich das in den bekannten Meyer'schen Sprachführern angewandte und bewährte System der Verschmelzung des Wörterbuchs mit dem Konversations⸗ buch besonders geeignet, diese Sprache mundgerecht zu machen und den in Rußland Reisenden wie den daheim Lernen⸗ den in der praktischen Anwendung derselben fortzuhelfen. Neben dem Konversations⸗ Wörterbuch enthält das Buch ein russisch⸗ deutsches Vokabularium und einen grammatischen Anhang, und ein Hauptvorzug ist es, daß es dabei überall richtig und vor Allem auch deutlich die schwierige Aussprache wiedergiebt. Dazu giebt der in Rußland geborene und dort lebende und somit für die Abfassung dieses Buches besonders berufene Verfasser noch überall praktische Winke und macht mit Eigenthümlichkeiten des russischen Lebens, mit Sitten und Gebräuchen des Landes bekannt, so daß das in zierlichem Taschen⸗ format gedruckte Buch geeignet ist, jedem, der Veranlassung hat, sich mit der Sprache unserer östlichen Nachbarn näher vertraut zu machen die E“ zu leisten. hen, .— Bei dem Interesse, welches gegenwärtig in Folge der kolo⸗ nialen Bestrebungen der Heidenmission entgegen b machen wir unsere Leser auf das Organ für Heidenmission aufmerksam; dasselbe erscheint unter dem Titel: „Allgemeine Missions⸗ Zeitschrift. Herausgegeben von D. G. Warneck“ im Verlage von C. Bertelsmann in Gütersloh (Nr. 95 des Post⸗Zeitungs⸗Kata⸗ logs). Der Jahrgang 1888 brachte mehrere bedeukende Auffätze, welche für weitere Kreise Interesse haben dürften, z. B. Aerztliche Missionen von Prof. D. Christlieb, Die evang. Missionsschiffe von E. Wallroth, Elfenbeinhandel am Congo, Kirchenmission oder Freie Mission 2 vom Herausgeber, Spanisches von den Karolinen von G. Kurze, die kath. Congo⸗Mission von J. Pfotenhauer Außerdem bringt die „Missions⸗Zeitschrift“ vn Fanc eine ausführliche Rundschau und zweimonatlich ein Beiblatt mit kürzeren sehr inter⸗ essanten Aufsätzen. Monatlich erscheint ein Heft von 3—4 Bogen. „— Die Arbeiter⸗Versicherung. Handbuch für die Bierufsgenossenschaften, Vorstände und Rechnungs⸗ führer von Krankenkassen aller Art. Nach den Reichs⸗ gesetzen vom 15. Juni 1883, 6. Juli 1884, 28. Mai 1885 und 5. Mai 1886, dargestellt von J. Schmitz, Redacteur der „Arbeiter⸗ Versorgung Centralorgans für Krankenkassenwesen und Unfall⸗ versicherung. Berlin 1888., Siemenroth u. Worms. SW. Wilhelm⸗ straße 129. Das vorliegende Buch, dessen Verfasser das Gebiet der Arbeiterversicherung vollständig beherrscht, ist ein zuverlässiger und eingehender Kommentar aller auf dieselbe sich bezichenden Reichsgesetz. Es qualifizirt sich als ein vorzüglicher Führer vor Allem für die Berufsgenossenschaften, Vorstände und Rechnungsführer, außerdem aber auch für jeden Betriebs⸗ unternehmer und Arbeiter, der sich mit verhältnißmeßig geringer Mühe über das Wesen der Arbeiterversicherung unterrichten will. Inhalt: Die Entwickelung der Kranken⸗ und Unfallversicherung. Erster Abschnitt: Die Krankenversicherung. I. Gegenstand und Umfang der Versicherung. II. Die Anstalten zur Durchführung der Versicherung. III. Das Ortsstatut. IV. Das Kassenstatut. V. Die Rechtsverhältnisse der Krankenkassen zu ihren Mitgliedern und dritten Personen. VI. Die Verwaltung der Krankenkasse. VII. Ende der Krankenkasse. VIII. Das Verhältniß der Kranken⸗ kassen zu den Staats⸗ und Gemeindebehörden. IX. Kassenverband. Im Anhang werden die auf die Krankenversicherung bezüglichen et29e6 ö sch Von der „Deutschen Dichtung“, herausgegeben vorn K. E. Franzos (Stuttgart, Verlag von Ad. Bonz u. Coh ist Heft 2 des IV. Jahrgangs erschienen und hat folgenden Inhalt: Ulrich von Hutten. Faksimile eines Holzschnitts eines unbekannten Meisters aus der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts. Richard Leander (Richard von Volkmann) in Halle a. S. Am 9. März 1888. Wilhelm Jensen in Freiburg i. B. In der Kartause. Novelle Fertsezungh. Friedrich Adler in Prag. Der Dienstmann. Mia olm in Riga. Frühlingszauber. Adolf Wilbrandt in Rostock. Der Meister von Palmyra. Dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen. Zweiter Aufzug. Eines zu wenig. Nach dem Französi⸗ schen des Viktor Hugo von Martin Hahn in Berlin. Otto Roquette in Darmstadt. Ul von 1.“ (Schluß). J. G. Fischer in Stuttgart. Beim Schäferhaus. Gottfried Doehler in Berlin. Frage. Anna Klie in Braunschweig. Martin Beck in Emil Taubert in Berlin. Sprüche. Schiller's Räuber. (Schluß.) Karl Stieler. (Ungedruckter Nachlaß.) Frühlingsgruß Martin Greif in München. Im Lenz. D. Saul in Frankfurt a. M. Einer Kranken. Her⸗ mann Rollett in Baden bei Wien. Abendsegen. Wilhelm Fischer in Bückeburg. Der Regenbogen. Ludwig Geiger in Berlin. Ulrich von Hutten. Aus einem Briefe Ulrich von Hutten's (Autograph). Ein ungedruckter Brief Hutten's. Mitgetheilt von Johannes Bolte in Berlin. Kleine Aufsätze und Rezensionen: Erzählende Schriften. Besprochen von Robert Prölß in Dresden. Lyrische Gedichte. Besprochen von Franz Muncker in München.

„Ich träume so manche Berlin. Lenzduft. Otto Brahm in Berlin.

ddel. Der Inhalt betrifft die ganze Hansa: Lübeck, Bremen,

Zum Hutten⸗Jubiläum.

nebst einem Anhang, enthaltend Lehrpläne von Fortbildungsschulen fůür Mädchen ꝛc. Die von warmer Begeisterung für die Sache getragenen, sehr sachgemäßen Ausführungen gewähren Männern und Frauen, wohlthätigen Vereinen und größeren Körperschaften, Gemeinde⸗ vertretungen bis zu den Volksvertretungen und Staatsregierungen selbst, welchen das spätere Ergehen der Fabrikarbeiterinnen, der Dienstmädchen und der Lehrmädchen nahe geht, einen Leitfaden zur Einrichtung der wichtigsten Fortbildungsschulen für Mädchen, der öffentlichen EEEET114“ 1b Von der „Allgemeinen Bibliographie für Deutsch⸗ land“, wöchentliches Verzeichniß aller 1“ zau ssh. der Literatur, sind die Nummern 12 14 erschienen. Dieselben führen auf: Literaturgeschichte und Sammelwerke, Theologie und Philo⸗ sophie, Jurisprudenz, Staatswissenschaft, Politik, Statistik, Verkehrs⸗ wesen, Heilwissenschaft, Thierheilkunde, Naturwissenschaft, Mathe⸗ matik, Astronomie, Pädagogik, deutsche Schulbücher, Jugendschriften altklassische und orientalische Sprachen, neuere Sprachen, altdeutsche Literatur, Geschichte mit ihren Hülfswissenschaften, Biographien Länder⸗ und Völkerkunde, Reisen, Karten, Kriegswissenschaft Pferde⸗ kunde, Handels⸗ und Gewerbekunde, Bau⸗, Maschinen⸗ und Eifen⸗ L 27 ne Künste (Musik, . ei, S ie, 2 n Velisfuref chöne Künste . sik, Malerei, Stenographie, Vorlagen),

Sanitäts⸗, Veterinär⸗ und Quarantänewesen.

Asien. 8 (Großbritannien.)

„Die Königlich großbritannische Regierung hat in Aden und Perim gegen Schiffe aus R O 3 8 gegen Schiffe aus Rangoon Quarantäne angeordnet.

1 Nachrichten über Verbreitung von Thierkrankheiten im Auslande. EE“ Laut der am 14. März 1888 vorliegenden Meldungen. Land. Zahl der infizirten Orte. Lungenseuche. Galizien ““ Mähren Böhmen Schlesien Wer Hesterveich Maulseuche. Galizien v6

Ober⸗Oesterreich. 1 I 111““

Maul⸗ und Klauenseuche Mähren

1 Böhmen 2 . 29 Nieder⸗Oesterreich . . 16 Schafräude. b Nieder⸗Oesterreich 11 Laut der am 21. März 1888 vorliegenden Meldungen. Lungenseuche. Galizien 1“

Mähren 2öZinseschh Nieder⸗Oesterreich Kü-e“ Ober⸗Oesterreich. Maulseuche. Galizien 8 8

Ober⸗Oesterreich. Salzburg

Steiermark Galizien

Mähren. ö Schafräude.

Mieder esterreth 11 Laut der am 31. März 1888 vorliegenden Meldungen. Lungenseuche.

685—— —8,9 gIb”

. 14 . 32

17

Maul⸗ und Klauenseuche

9 10,— ,— 00 O0bo

00 4 Nieder⸗Oesterreich Schlesien.. Wer Mesterretch . ..

Maulseuche. 1e186⅛OUOU Ober⸗Oesterreich.

Salzburg 8

v1“ kaul⸗ und Klauenseuche.

Mähren. 1X“ 8-

e 17 Böhmen .4 Nieder⸗Oesterreich C1 Schafräude. Wi 1 Ungarn. Vom 14. bis 21. Februar 1888. 8 in 13 Komitaten, 96 Gemeinden.

boG

Milzbrand. Lungenseuche I 8

Maul⸗ u. Klauenseuche 1 8 1

1“ Vom 21. bis 28. Februar 1888. Milzbrand. in 13 Komitaten 20 Gemeinden Lungenseuche 7 8 8 ““

Maul⸗ u. Klauenseuche 8 8 2

Vom 28. Februar bis 6. März 1888. Milzbrand... in 12 Komitaten, 15 Gemeind 1611 8 8 Maul⸗ u. Klauenseuche 2 8 3 Mhil tanb Vom 6. März 1888.

zbrand. i 8 VI n ö Gemeinden. 8

Maul⸗ u. Klauenseuche 3