. Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.
Z Aufgebote, Vorladungen u. dergl. 9
erkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.
Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren.
„Oeffentlicher Anzeiger.
5. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. 6. Berufs⸗Genossenschaften.
7. Wochen⸗Ausweise der deutschen Zettelbanken. 8. Verschiedene Bekanntmachungen.
ien⸗esellsch. G
1) Steckbriefe 8 und Untersuchungs⸗Sachen.
[5346]
Der unterm 6. Januar 1888 gegen die ledige Dorothea Friedericke Wilhelmine Bellstedt aus Altstadt⸗Frankenhausen erlassene Steckbrief wird hier⸗ mit erneuert.
Rudolstadt, den 19. April 1888.
Der Erste Staatsanwalt. Kirchner.
“
[5343] Steckbriefs⸗Erledigung.
Der unterm 18. April 1887 hinter den Händler, früheren Makler Peter Heinrich Brandt, geboren den 18. Mai 1859 zu Baljje erlassene Steckbrief (Stück Nr. 4421 de 1887) ist erledigt.
Altona, den 21. April 1888.
Der Erste Staatsanwalt.
teckbriefs⸗Erledigung. ie verehelichte Drehorgelspieler Geb⸗ ie Hermine, geb. Nienhold, unter dem April 1884 erlassene Steckbrief wird zurück⸗ genommen. Berlin, den 16. April 1888. Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I.
[5342] Steckbriefs⸗Widerruf.
EDer hinter den Wehrpflichtigen Joseph Schmidt aus Sausenberg und Genossen unter dem 28. Juni 1887 erlassene Steckbrief (Nr. 19649 des Deutschen Reichs⸗ und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeigers pro 1887) ist auf Grund des Allerhöchsten Gnaden⸗ Erlasses vom 31 März c. erledigt.
Kreuzburg O.⸗S., den 13. April 1888. Der Königliche Staatsanwalt.
[5341] Bekanntmachung.
Das gegen die Handelsleute Simon Bratspieß und Hain Metersohn in Beilage 1 des Reichs⸗ Anzeigers de 1883 unterm 1. Mai 1883 bekannt gemachte Strafvvollstreckungsersuchen. ist erledigt.
Minden, den 23. April 1888.
Königliches Amtsgericht.
enen Strafvollstreckungs Requisitionen: m 19. Juni 1884 und 26. Februar 1887 gen Bahn und Genossen: VIa E. 93/84, 24. März 1885 gegen Strüby und Genossen: D. 868/82 rꝛc., vom 23. April 1885 und 29. August 1886 gegen Hammelmann und Genossen: VIa. E. 650/84, vom 4. Dezember 1886 Genossen: 11. E. 301/86, vom 29. Juni 1887 gegen Kohl und Genossen: 11. C. 155/86 ꝛc. werden zurückgenommen. Magdeburg, den 13. April 1888. (L. S.) Königliches Amtsgericht. 11.
- Assrath und
998
gegen
[5340]
Durch Beschluß der Strafkammer des Kgl. Land⸗ gerichts Würzburg vom 19. April l. Js. wurde in Sachen gegen Adam Röder, verwitt. Bauer von Retzstadt, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit nach §. 174 Z. 1, 173 Z. 2 R. St. G. B. das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des genannten Adam Röder auf Grund der §§. 318, 332, 333 R. St. P. O. mit Beschlag belegt.
Würzburg, den 24. April 1888.
Der Kgl. Erste Staatsanwalt: Held. Beschluß.
[5339] Königlichen
Auf Antrag der wird gegen
1) den Carl Conrad Friedrich zu Godshorn und daselbst zuletzt
unbekannten Aufenthalts,
2) den Heinrich Georg Friedrich Wilhelm Bode, geboren zu Hainholz, z. Zt. unbekannten Auf⸗ enthalts.
3) den Friedrich Christian Dierks, geboren zu Stöcken, z. Zt. unbekannten Aufenthalts,
den August Christoph Friedrich Münster⸗ mann, geboren zu Wassel, z. Zt. in Amerika,
5) den Heinrich Friedrich Emil Lieker, geboren u Döhren, z. Zt. in Amerika,
6) den Luis Heinrich Carl Flentje, geboren zu Däöhren, z. Zt. in Amerika,
7) den Schlachter Friedrich Wilhelm Hermann Lampe, geboren zu Kirchrode, z. Zt. in Reading in England,
8) den Alexander Hans Heinrich Gnaß, geboren u Langenhagen, z. Zt. in Chicago,
9) den Schreibergehülfen Georg Wilhelm Weber, eboren zu List, z. Zt. in New⸗York,
10) den August Ludwig Carl Müller, geboren u Misburg, z. Zt. in Amerika,
welche hinreichend verdächtig erscheinen, als Wehr⸗ pflichtige, in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen zu haben und nach erreichtem militär⸗ pflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebietes aufzuhalten,
Vergehen gegen §. 140 ¹1 des St. G.⸗B., das Hauptverfahren vor der Strafkammer I. des König⸗ lichen Landgerichts hierselbst eröffnet.
Das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen der Angeschuldigten wird mit Beschlag belegt.
Hannover, den 14. April 1888.
Königliches Landgericht, Strafkammer II a. (gez.) Meder. Lindenberg. Brodmann. Die Richtigkeit der Abschrift beglaubigt: (L. S.) Eitzen, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
Staatsanwaltschaft
Schäfer, geboren aufhaltsam, z. Zt.
[5371] Vermögensbeschlagnahme.
J. 2191/87. Gegen nachgenannte Personen ist durch Beschluß der Strafkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Kolmar vom 24. März 1888 wegen Verletzung der Wehrpflicht die Beschlagnahme des im Deutschen Reiche befindlichen Vermögens bis zur Höhe von je tausend Mark angeordnet worden:
1) Bresson, Johann Baptist, geb. 2. Mai 1859 in Schnierlach, 2) Vidal, Johann Emil, geb. 11. September 1859 in Drugsai (Frankreich), letzter Aufenthaltsort Markirch, 3) Lang, Eugen, geb. 27. Februar 1865 in Beblenheim, 4) Kurtz, Lud⸗ wig, geb. 9. April 1865 in Markirch, 5) Schifferle, Josef, geb. 1. Juni 1865 in Markirch, 6) Gasche, Jacob, geb. 8. Juli 1866 in Ingersheim, 7) Litt, Alfons, geb. 14. November 1866 in Münster, 8) Dorner, Josef, geb. 26. Juni 1866 in Markirch, 9) Forlemeyer, Alfred, geb. 17. September 1866 in Markirch, 10) Froehlich, Marie Ludwig Josef, geb. 24. Oktober 1866 in Markirch, 11) Hotz, Heinrich, geb. 12. November 1866 in Markirch, 12) Hoffmann, Peter, geb. 8. Dezember 1866 in Frisingen, Luxemburg, letzter Aufenthaltsort Markirch, 13) Hoeltzli, August, geb. 18. Januar 1866 in Thannenkirch, 14) Frechard, Gustav Ludwig Aime, geb. 30. Ottober 1866 in Urbach, 15) Kohler, Constant, geb. 23. Januar 1866 in Urbeis,
6) Labarre, Karl Johann Baptist, geb. 25. August
866 in Zell, 17) Wintergerst, Eugen, geb. 13. April 1864 in Mülhausen, 18) Merz, Josef, geb. 3. Februar 1865 in Mülhausen, 19) Lambla, Franz Paver, geb. 13. August 1865 in Mülhausen, 20) Müller, Johann Eugen, geb. 27. Mai 1867 zu Sausheim 21) Oehler, Lorenz, geb. 5 Mai 1807 in Bennweier 22) Brünette, Jacob, geb. 21. Mai 1867 zu Bergheim, 23) Deiß, Victor, geb. 13. März 1867 zu Bergheim, 24) Fischer, Georg, geb. 22. Oktober 1867 in Berg⸗ heim, 25) Knab, Taver Napoleon, geb. 15. August 1867 in Bergheim, 26) Netter, Nathan, geb. 19. Juli 1867 in Bergheim, 27) Spiegel, Johann Bavptist, geb. 6. Mai 1867 in Bergheim, 28) Willinger, Josef, geb. 8. März 1867 in Bergheim, 29) Feil, Hubert, geb. 26. Mai 1867 in Deutsch⸗Rumbach, 30) Helsly, Franz Eugen, geb. 12. Dezember 1867 in Deutsch⸗Rum⸗ bach, 31) Pierrel, Josef Albert, geb. 27. Mai 1867 in Diedolshausen, 32) Engel, Johann Karl Fosef, geb. 23. Juni 1867 in Gemar, 33) Beyer, Josef, geb. 25. Juli 1867 in Ingersheim, 34) Kauff⸗ mann, Josef, geb. 29. Juli 1867 in Ingersheim, 35) Kniebiehly, Johann Baptist, geb. 31. Mai 1867 in Kaysersberg, 36) Metzger, Victor Gustav Josef Eugen, geb. 17. September 1867 in Kaysers⸗ berg, 37) Sundhauser, Franz Josef, geb. 27. Fe⸗ bruar 1867 in Kavpsersberg, 38) Zuschmitt, Se⸗ bastian, geb. 22. Oktober 1867 in Kaysersberg, 39) Ancel, Leo, geb. 16. März 1867 in Leberau, 40) Amps, Eduard, geb. 24. Juni 1867 in Leberau, 41) Marchal, Justin, geb. 20. Novpember 1867 in Leberau, 42) Philippe, Georg, geb. 23. April 1867 in Leberau, 43) Singler, Philipp, geb. 31. März 1867 in Leberau, 44) Berkronber, Ludwig Carl, geb. 27. Mai 1867 in Markirch, 45) Eymann, Johann Adolf, geb. 7. Februar 1867 in Markirch, 46) George, Julius, geb. 30. März 1867 in Mar⸗ kirch, 47) Hartmann, Ludwig, geb. 5. April 1867 in Markirch, 48) Humbert, Anton, geb. 27. Oktober 1867 in Markirch, 49) Kellenberger, Oskar, geb. 17. November 1867 in Markirch, 50) Maximilian, Julien, geb. 27. Januar 1867 in Markirch, 51) Schwab, Emil, geb. 25. November 1867 in Markirch, 52) Meyer, Johann Carl, geb. 17. Fe⸗ bruar 1867 in Mittelweier, 53) Ehrhardt, Karl, geb. 11. September 1867 in Ostheim, 54) Graff, Daniel, geb. 16. Januar 1867 in Ostheim, 55) Schärlinger, Eugen Alfons, geb. 6. März 1867 in Ostheim, 56) Thomann, Georg, geb. 14. Januar 1867 in Ostheim, 57) Balzinger, Eugen Emil, geb. 1. Dezember 1867 in Rappolts⸗ veiler, 58) Dentinger, Karl, geb. 22. April 1867 in Miedermorschweier, 59) Dietrich, August, geb. 8. Mai 1867 in Rappolts⸗ weiler, 60) Klein, Carl Josef, geb. 19. Ja⸗ nuar 1867 in Rappoltsweiler, 61) Louis, Theodor, geb. 20. Mai 1867 in Rappoltsweiler, 62) Mathien, Josef Alfred, geb. 20. Januar 1867 in Rappoltsweiler, 63) Raffel, Carl, geb. 8. No⸗ vember 1867 in Rappoltsweiler, 64) Schlotter, Josef, geb. 15. August 1867 in Rappoltsweiler, 65) Heller, Ludwig, geb. 17. April 1867 in St. Kreuz, 66) Himmelspach, Alfons, geb. 11. Mai 1867 in St. Kreuz, 67) Jacquot, Constant Martin, geb. 25. Juni 1867 in St. Kreuz, 68) Meyer, Emil, geb. 2. Juli 1867 in St Kreuz, 69) Vin⸗ cent, Emil, geb. 9. Mai 1867 in St. Kreuz, 70) Burger, Josef, geb. 16. August 1867 in St. Pilt, 71) Schäck, Josef, geb. 16. Juni 1867 in St. Pilt, 72) Schieb, Carl, geb. 18. November 1867 in St. Pilt, 73) Antoine, Johann Baptist Theodor Rene, geb. 9. Februar 1867 in Schnierlach, 74) Wanner, Franz Hypolit, geb. 30. September 1867 in Sigolsheim, 75) Heim, Josef Georg, geb. 1. Dezember 1867 in Urbach, 76) Batot, Louis August, geb. 22. Dezember 1867 in Urbeis, 77) Jost, Karl Josef, geb. 8. April 1867 in Urbeis, 78) Marcot, Johann Baptist, geb. 17. September 1867 in Urbeis. 79) Parmentier, Johann Josef, geb. 26. Dezember 1867 in Urbeis, 80) Parmentier, Philibert, geb. 25. September 1867 in Zell, 81) Voinson, Johann Josef Augustin, geb. 9. Juli 1867 in Zell, 82) Petit, Anton, geb. 20. Juni 1867 in Markirch
Kolmar i. E., den 23. April 1888.
Der K. Erste Staatsanwalt. F. d.: Waldorf, Staatsanwalt.
2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.
[5370] Aufgebot. Auf Antrag 1 1) nas Firma W. H. Michaels Nachf. urg, 2) der Firma W. Gerstle & Co. zu Landshut, 3) der Firma Wendorpf & Heuschert zu Stettin, 4) des Rentiers Leopold Tilsner zu Posen, 5) des Hauptmanns Max von Landwüst zu Oldenburg, 6) des Dr. med. Voigdt zu Königsberg, 7) des Beamten E. Schultz zu Hamburg, 8) der unverehelichten Elise Woide zu Erfurt, sämmtlich vertreten durch den Rechtsanw
Lüne⸗
Edmund Plessing wird hierdurch öffentlich bekannt gemacht: daß die auf Inhaber lautende Obligation der Lübeckischen Staatsprämien⸗Anleihe von 1863: Serie 2267 Numero 45323 (Nominalbetrag 50 Thaler) und die Talons vom 1. April 1863 zu den auf Inhaber lautenden Obligationen der Lübeckischen Staatsprämien⸗Anleihe von 1863 Serie Nr. 788 Nummer 15756, „ „ 1401 8 28016, „ 1402 8 28027, „ 1299 8 25963 vom 1. April 1878 nhaber lautenden Obligationen der Staatsprämien⸗Anleihe von 1863 155 Nummer 3083, 305 8 6081, 2605 8 52089, . „ 2657 1 53130 abhanden gekommen sind.
Zugleich werden Alle, welche ein Interesse daran haben, der Kraftloserklärung der vorstehend bezeich⸗ neten Obligation oder der Talons zu widersprechen, bierdurch aufgefordert, bei Vermeidung des Aus⸗ schlusses sich spätestens in dem hiermit auf
Freitag, den 28. Dezember 1888, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine im hiesigen Amts⸗ gerichte, Abtheilung II., zu melden
Die unbekannten Inhaber der oben bezeichneten Obligationen oder Talons werden aufgefordert, die⸗ selben spätestens im angegebenen Aufgebotstermine im hiesigen Amtsgericht den Antragstellern vorzu⸗ weisen, widrigenfalls die Urkunden für kraftlos erklärt und alle Ansprüche aus denselben an die hiesige Staatsschuldenverwaltung für erloschen erklärt werden sollen. 8
Lübeck, den 19. April 1888.
Das Amtsgericht. Abth. II. Asschenfeldt, Dr. Veröffentlicht: Fick, Gerichtsschreiber.
[5392] Aufgebot.
Nr. 9381. Milchhändler Friedrich Bächler und de ssen Ehefrau Anna, geb. Staundenmann, früher in Thun, jetzt in Uetendorf (Schweiz), haben das Auf⸗ gebot der von der Allgemeinen Versorgungsanstalt im Großherzogthum Baden in Karleéruhe ausgestell⸗ ten Urkunden über mit der genannten Anstalt unterm 11. Juni 1874 abgeschlossene Lebensversicherungs⸗ verträge und zwar:
a. des Friedrich Bächler unter Nr. 12 525 über ein Kapital von 3000 Francs, b. der Anna Bächler, geb. Staudenmann, unter Nr. 12 501 über ein Kapital von 2000 Franes beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf Montag, den 31. Dezember 1888, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgericht hierselbst, Akademie⸗ straße Nr. 2, II. Stock, Zimmer Nr. 13, anberaum⸗ ten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und ie Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunden erfolgen wird.
Karlsruhe, den 16. April 1888.
Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts. W. Frank.
Aufgebot.
Auf Antrag des Cigarrenhändlers Otto Schwade zu Hannover wird der Inhaber:
1) der auf Inhaber lautenden 4 % Anleihescheine
[47150]
der Gemeinde Linden erster Ausgabe vom Jahre 1885 D. Nr. 812 und Nr. 813 über je 200 ℳ,
2) des auf den Namen des Antragstellers lauten⸗ den Sparkassenbuchs der Kapital⸗Versicherungs⸗ Anstalt zu Hannover Nr. 60 299 über 220 ℳ 27 ₰,
aufgefordert, spätestens in dem auf Donnerstag, 12. Junli 1888, Mittags 12 Uhr (Zimmer 84), anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem Gerichte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung erfolgen wird.
Haunover, 20. Dezember 1887.
Königliches Amtsgericht. IV b. gez. Jordan.
(L. S.) Ausgefertigt: Thiele,
Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. [5378] Aufgebot.
Die Firma Friedr. Schulte & Cie zu Düsseldorf hat das Aufgebot 1) eines von Gebr. Saurenhaus zu Mülheim a. Rhein am 20. Januar 1888 aus⸗ gestellten, auf A. Winzen zu Solingen, Kattern— bergerstraße, gezogenen, am 20. Februar 1888 zahl⸗ baren Wechsels über 65,56 ℳ, 2) eines von C. Schmidt, R. Sohn zu Solingen am 26. Novem⸗ ber 1887 ausgestellten, auf Fr. Wilh. Müller zu Solingen, Heidberg, gezogenen, von letzterem acceptirten, am 26. Februar 1888 zahlbaren Wechsels über 97,68 ℳ beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, den 19. Dezember 1888, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Wupperstraße Nr. 60, und zwar im Sitzungssaale desselben an⸗ beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Solingen, den 19. April 1888.
Königliches Amtsgericht. II. gez. Schneider. Zur Beglaubigung: Küppers, Gerichtsschreiber. [5394] Aufgebot.
Der Direktor Oskar Wirth in Neuschönfeld hat als Eigenthümer der im Gesammtgrundbuche des hiesigen Amtsgerichts Band IV. Blatt 158 das Auf⸗ gebot des Dokuments über die in der III. Abthei⸗ lung unter Nr. 2 daselbst eingetragenen 100 Thaler Conventionsgeld beantragt. Das Dokument besteht aus der Schuldurkunde vom 25. Mai 1810 und dem Hypothekenbuchsauszuge, und ist die Hypothek laut Verfügung vom 1. September 1811 auf den Namen des Amtslandschöppen Johann Gottfried Haupt in Zetzsch als Gläubiger erfolgt. Der vor⸗ bezeichnete Antragsteller hat gleichzeitig das Auf⸗ gebot der unbekannten Rechtsnachfolger des verstor⸗ benen Gläubigers beantragt.
Es wird deshalb der Inhaber des aufgefordert, spätestens in dem
Dokuments
am 20. September dieses Jahres, Mittags 12 Uhr, G an hiesiger Gerichtsstelle stattfindenden Aufgebots⸗ termine seine Rechte bei uns anzumelden und das Dokument vorzulegen, widrigenfalls dasselbe für kraftlos erklärt werden wird. Wenn der Inhaber der Post bis spätestens in diesem Termine sich nicht meldet, so wird er mit seinen Ansprüchen an dieselbe ausgeschlossen und die Post im Grundbuche gelöscht werden. “ Hohenmölsen, den 15. April 1888. Königliches Amtsgericht.
1“
[5376]
Auf den Antrag des Sattlers Reinhold Jäckel zu Kublank soll über das demselben gehörige zu Kublank sub Nr. 2 belegene Wohnhaus c. p. ein Hypothekenbuch errichtet werden. Es werden deshalb alle Diejenigen, welche Realrechte an dem genannten Grundstuͤcke zu haben vermeinen und deren Ein⸗ tragung in das anzulegende Hypothekenbuch verlangen, zu deren Anmeldung in dem auf Freitag, den 29. Juni cr., Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anstehenden Termine perem⸗ torisch und unter dem Nachtheile aufgefordert, daß alle nicht angemeldeten und von der Anmeldungs⸗ pflicht nicht ausgenommenen Realrechte an dem vor⸗ genannten Grundstück sowohl gegen den jetzigen als alle künftigen Besitzer desselben erloschen sein sollen.
Friedland i. Meckl., 18. April 1888.
Großherzogliches Amtsgericht. von Rieben.
[5389) Aufgebot. u“X“ Der Ackerbürger Hermann Hickstein aus Rogasen hat das Aufgebot des von ihm eigenthümlich be⸗ sessenen, aber bisher im Grundbuche nicht eingetra⸗ genen früheren Kämmereigartens. welcher im hiesigen Stadtgebiete zwischen den nach Boguniewo und nach Miedzylesie führenden Wegen belegen ist, mit den Ländereien der hiesigen evangelischen Kirche sowie mit denen des Eigenthümers Johann Kaldonski grenzt und 2 Morgen 96 ◻Ruthen groß ist, behufs Anlegung eines Grundbuchblattes beantragt. Alle unbekannten Eigenthumsprätendenten werden aufge⸗ fordert, spätestens in dem auf
den 30. Juni 1888, Vormittags 9 Uhr, anbfraumten Aufgebotstermine ihre Rechte und An⸗ sprüche auf das Grundstück anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen und Rechten auf das Grund⸗ stück werden ausgeschlossen werden.
Rogasen, den 21. April 1888.
Königliches Amtsgericht.
[5391] Aufgebot. Auf Antrag des Vollspänners Heinrich Hevydecke jun. von hier, welcher glaubhaft gemacht hat, daß er das Eigenthum einer am großen Mühlberge, hiesiger Feldmark, belegenen 1 Tagewerk großen Wiese, aus der zu den Akten überreichten Ver⸗ messungsbescheinigung resp. Uebersichtskarte näher er⸗ sichtlich, erworben habe, werden alle Diejenigen, welche Rechte an der vorbezeichneten Wiese zu haben vermeinen, hierdurch aufgefordert, solche Rechte spä⸗ testens in dem auf Freitag, den 15. Juni d. Irs., Vormittags 10 Uhr, anberaumten Auf⸗ gebotstermine vor dem unterzeichneten Gerichte anzu⸗
melden, unter dem Rechtsnachtheile,
daß nach Ablauf der Frist der Antragsteller als Eigenthümer im Grundbuche eingetragen werden wird, und daß Derjenige, welcher die Anmeldung unterläßt, sein Recht gegen einen Dritten, welcher im redlichen Glauben an die Richtigkeit des Grundbuchs das Grundstück erworben hat, nicht mehr geltend machen kann. Hasselfelde, den 21. April 1888. Herzogliches Amtsgericht Ribbentrop.
Oeffentliche Bekanntmachung. Beschluß.
Auf Grund der Bestimmungen der Artikel 103 mit 112 des bavyerischen Ausführungsgesetzes zur Reichs⸗Cirilprozeß- und Konkurs⸗Ordnung vom 23. Februar 1879 ergeht folgendes Aufgebot:
In Folge Antrages des Vormundes Kaspar Wolf von Königshofen auf Todeserklärung des abwesenden Georg Michael Schirber von da, welcher seit dem Jahre 1868 nach Amerika übergesiedelt und seit wenigstens 10 Jahren verschollen ist, ergeht die Aufforderung:
1) an den genannten abwesenden Leinenweber Georg Michael Schirber, spätestens am Aufgebots⸗ termine den 20. Februar 1889, Vormittags 9 Uhr, sich persönlich oder schriftlich dahier an⸗
zumelden, widrigenfalls er für todt erklärt werde;
2) an die Erbberechtigten, ihre Interessen im Aufgebotsverfahren wahrzunehmen und 3) an alle Diejenigen, welche über das Leben des Verschollenen Kunde geben können, Mittheilung hierüber bei Gericht zu machen. Königshofen i. Grabf., den 18. April 1888. Königliches Amtsgericht. gez.) Meißner, Königl. Ober⸗Amtsrichter. Für die Abschrift: Königshofen, den 23. April 1888. 8 Gerichtsschreiberei des Königl. Amtsgerichts Königshofen i. Gr. (L. 8.) Beißler, Königl. Sekretäar.
[5407] Auf Antrag: 1) der Ehefrau Johannes Mehl, Catharina, geb. Schmidt, zu Hochelheim. 2) der Ehefrau des Conrad Artz III, Christine, geb. Schmidt, zu Langgöns, 3) des und 4) des Friedrich Müller zu Hochelheim, als nächste Intestaterben des am 25. August 1817 zu Hochelheim geborenen Johann Jost Müller von da, welcher bis zum Jahre 1843 seinen Wohnsitz zu Hochelheim hatte, damals nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen ist, wird dieser, sowie seine etwaigen Leibes⸗ oder allenfallsigen Testamentserben unter Bezugnahme S
Aufgebot.
auf §. 3 der Nassauischen Ver⸗
ordnung vom 21. Mai 1781 hiermit aufgefordert,
sich spätestens in dem auf
Johannes Müller zu Großrechtenbach,
Dienstag, den 10. Juli I. J., Vormittags 9 Uhr, 1 anberaumten Aufgebotstermine bei dem unterzeich⸗ neten Gericht, Zimmer Nr. 12, zu melden, widrigen⸗
falls der genannte Johann Jost Müller für tkodt
erklärt und seine Hinterlassenschaft den Antragstellern als nächste Intestaterben zu Eigenthum, ohne Kautionsleistung, verabfolgt werden wird. Wetzlar, den 21. April 1888. Königliches Amtsgericht. Abtheilung IV.
[5374⁴] Aufgebot.
Auf Antrag der Rentierswittwe Caecilie Goldring, geborenen Davidsohn, zu Jarotschin werden deren in ihrer Ehe mit dem verstorbenen Rentier — früheren Klempner — Markus Goldring erzeugter, im Jahre 1832 zu Jarotschin geborener Sohn Aron Goldring, welcher am 1. Juli 1849 nach Amerika ausgewandert und von dem seit länger als 30 Jahren keine Nach⸗ richt eingegangen ist, und die von ihm etwa zurück⸗ gelassenen unbekaanten Erben und Erbnehmer auf⸗ gefordert, sich spätestens in dem Aufgebotstermine
am 9. März 1889, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte (Zimmer 12) schriftlich oder persönlich zu melden, widrigenfalls der Verschollene für todt erklärt werden wird.
Jarotschin, den 20 April 1888.
1 Königliches Amtsgericht.
Gebel.
[5375]
Der am 13. März 1812 zu Lüneburg geborene Maurer Johann Nikolaus Bruns, zuletzt zu Schwerin, für welchen hier ein Vermögen von 93 ℳ 78 ₰ von dem zum Abwesfenheitskurator bestellten Herrn Aktuar Baumann hieselbst verwaltet wird, hat sich spätestens binnen 6 Monaten zu gestellen, oder aber von seinem Leben und Aufenthalte sichere und glaubhafte Kunde hierher gelangen zu lassen, widrigenfalls er für todt, sein hier verwaltetes Ver⸗ mögen aber seinen Erben für anheimgefallen wird erklärt werden.
Schwerin, den 23. April 1888.
Das Waisengericht.
2 Bekanntmachung. 1
Der ledige Privatier Johann Schnapp zu Weis⸗ main hat durch Testament vom 21. März 1888, publizirt am 17. April 1888, unter Anderen seine nächsten Anverwandten mütterlicherseits — Mutter: Margaretha Schnapp, vorverwittwete Förtsch, in Motschenbach geboren, zuletzt in Woffendorf wohn⸗ haft — zu Erben eingesetzt.
Die bezeichneten Erben werden, weil unbekannt, hierdurch aufgefordert, an dem zur Verlassenschafts⸗ verhandlung anberaumten Termine am 20. Juli 1888 ihre Erbansprüche unter Nachweis ihrer Ver⸗ wandtschaft zur vorgenannten Margaretha Schnapp geltend zu machen, da an jenem Zeitpunkt die Erb⸗ schaft denjenigen, welche sich als Verwandte legiti⸗ miren, ausgeliefert wird. 1
Weismain, den 18. April 1888.
Königliches Amtsgericht. K
(I. S.) Kertel.
W“ Aufgebot.
Auf Antrag des Rechtsanwalts Cunow zu Pots⸗ dam als Pflegers des Nachlasses des hierselbst am 18. Dezember 1885 verstorbenen pensionirten Lehrers Wilhelm Blumberg werden alle Diejenigen, welche an die bezeichnete Nachlaßmasse Ansprüche machen
solche spätestens
ollen, hierdurch aufgefordert, in dem am 15. Februar 1889, Vormittags 11 Uhr, im Terminszimmer der Abtheilung I. des unter⸗ zeichneten Gerichtes anstehenden Termine anzumelden, widrigenfalls die betreffende Nachlaßmasse an die sich meldenden und sich legitimirenden Erben, in Ermangelung derselben an den Fiskus verabfolgt wird, die sich später meldenden Erben aber die von dem Erbschaftsbesitzer inzwischen getroffenen Verfügungen anzuerkennen verpflichtet und weder Rechnungslegung noch Ersatz der Nutzungen, sondern nur Herausgabe des noch Vorhandenen zu fordern berechtigt sind. Potsdam, den 7. April 1888. Königliches Amtsgericht. Abtheilung I. Aufgebot. Ehefrau Betriebsführer Johann von der Grinten, Marie, geb. Bauer, im Beistande ihres Ehemannes auf Zeche Meißen in Meißen, und der Ofensetzer Carl Bauer zu Bölhorst Nr. 4 haben in ihrer Eigenschaft als Benesizialerben des am 2. Mai 1887 hierselbst verstorbenen Töpfermeisters Oswald Bauer das Aufgebot der Nachlaßgläubiger des ꝛc. Bauer beantragt. Alle Nachlaßgläubiger und Vermächtnißnehmer werden aufgefordert, ihre An⸗ sprüche und Rechte an den Nachlaß des Töpfer⸗ meisters Oswald Bauer Nr. 4 Bölhorst spätestens in dem auf den 30. Juni 1888, Morgens 11 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigen⸗ falls dieselben ihre Ansprüche gegen die Benefizial⸗ erben nur insoweit geltend machen können, als der Nachlaß mit Ausschluß aller seit dem Tode des Erblassers aufgekommenen Nutzungen durch Be⸗
[5390] Die
friedigung der angemeldeten Ansprüche nicht erschöpft
wird.⸗ Minden, den 21. April 1888. Königliches Amtsgerich
15381] Amtsgericht Hamburg.
Auf Antrag von Ferdinand Herwig als Testaments⸗ vollstrecker der Eheleute Johann Matthias Steckmest und Dorothea Theresia Steckmest, geborene Möller, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hartmann, wird ein Aufgebot dahin erlassen:
daß Alle, welche an den Nachlaß der Ehe⸗ leute Johann Matthias Steckmest (verstorben hieselbst am 20. März 1888) und Dorothea
Töheresia Steckmest, geb. Möller (verstorben hie⸗
selbst am 24. Mai 1876), Erb⸗ oder sonstige
Ansprüche und Forderungen zu haben vermeinen,
oder den Bestimmungen des von den genannten Eheleuten am 23. Oktober 1875 gemeinschaftlich errichteten, am 8. Juni 1876 bieselbst publicirten Testaments, wie auch der Bestellung des Antrag⸗ stellers zum Testamentsvollstrecker und den dem⸗ selben als solchem ertheilten ausgedehntesten Be⸗ fugnissen zur alleinigen Vertretung des Nachlasses Gerichten und Behörden, namentlich
vor den Hypothekenbehörden, widersprechen wollen, biemit aufgefordert werden, solche An⸗ und Widersprüche und Forderungen spätestens in dem auf
Sonnabend, den 16. Juni 1888,
2 Uhr Nachmittags, anberaumten Aufgebotstermin im unterzeichneten Amtsgericht, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr 56, anzumelden — und zwar Auswärtige unter Be⸗ stellung eines hiesigen Zustellungsbevollmäch⸗ tigten — bei Strafe des Ausschlusses.
Hamburg, den 20. April 1888. Das Amtsgericht Hamburg. Civil⸗Abtheilung VIII.
Zur Beglaubigung:
Romberg Dr,, Gerichts⸗Sekretär.
[5382] Amtsgericht Hamburg.
Auf Antrag von Heinrich Joseph Haegely als Testamentsvollstrecker von Paul Georg Wiegels, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hartmann, wird ein Aufgebot dahin erlassen:
daß Alle, welche an den Nachlaß des am 31. Dezember 1887 in Nizza verstorbenen, hie⸗ selbst wohnhaft gewesenen hiesigen Bürgers und Kaufmanns Paul Gceorg Wiegels Erb⸗ oder sonstige Ansprüche und Forderungen zu haben vermeinen, oder den Bestimmungen des von dem genannten Erblasser am 27. Juli 1886 er⸗ richteten, mit 2 Codicillen vom 18. Oktober 1887 versehenen, am 2. Februar 1888 hieselbst publi⸗ eirten Testaments, wie auch den dem durch Beschluß der Vormundschaftsbehörde vom 4. April 1888 als Testamentsvollstrecker be⸗ stätigten Antragsteller ertheilten Befugnissen zur alleinigen Regulirung und Vertretung des Nachlasses vor allen Gerichten und Behörden, insbesondere auch vor den Hypothekenbehörden, widersprechen wollen, biemit aufgefordert wer⸗ den, solche An⸗ und Widersprüche und Forde⸗ rungen spätestens in dem auf Sonnabend, den 23. Juni 1888,
2 Uhr Nachmittags, anberaumten Aufgebotstermin im unterzeichneten Amtsgericht, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr. 56, anzumelden — und zwar Auswärtige unter Bestellung eines hiesigen Zustellungsbevoll⸗ mäͤächtigten — bei Strafe des Ausschlusses.
Hamburg, den 20. April 1888.
Das Amtsgericht Hamburg. Civil⸗Abtheilung VIII.
8 Zur Beglaubigung:
Romberg Dr., Gerichts⸗Sekretär.
[4069] Aufgebot.
Am 9. Januar 1883 verstarb zu Gobienen der Besitzer Johann Preuss und am 26. Februar 1886 ebendaselbst seine hinterbliebene Wittwe Caroline Preuss, geb. Valensky. Dieselben haben in Güter⸗ gemeinschaft gelebt. Kinder oder sonstige Abkömm⸗ linge nicht hinterlassen und soviel bekannt, ein Testament oder eine sonstige letztwillige Verfügung nicht errichtet.
I. Gesetzlicher Miterbe nach Johann Preuss war seine hinterbliebene Wittwe Caroline, geb. Valensky. Die Existenz weiterer Verwandten und Miterben nach Johann Preuss hat sich nicht ermitteln lassen. Derselbe soll ein uneheliches Kind gewesen sein.
II. Von den Seitenverwandten der Caroline Preuss, geb. Valensky, sind die nachbenannten Personen als nächste Erben bekannt geworden:
A. Die Kinder beziehentlich Kindeskinder des ver⸗ storbenen Besitzers Heinrich Valensky aus Walleh⸗ lischken, eines Bruders der Verstorbenen:
1) Grundbesitzerfrau Caroline Eske, geb. Valensky, aus Eszerninken bei Gerwischkehmen,
2) Müllerfrau Johanna Brost, geb. Valenskv, aus Stablacken bei Pelleninken,
3) Wittwe Emilie Hoffmann, geb. Valensky, aus Gaudischkehmen,
4) Grundbesitzerfrau Ernstiene Happel, geb. lensky, aus Jessen bei Insterburg,
5) Grundbesitzer Heinrich Valensky aus poenen, bei Walterkehmen,
6) Grundbesitzer Ludwig Valensty aus lischken,
7) Johann Carl Valensky in Amerika,
8) die Kinder der verstorbenen Grundbesitzerfrau Heinriette Amalie Eske, geb. Valensky, Namens:
2 Kürassier Hugo Eske zu Köln,
b. Weinhändler Gottlieb Eske in Frankfurt a. M.,
c. Grundbesitzerfrau Wilhelmine Haprolat, geb. Eske, in Kasenauken,
d. Dragoner Wilhelm Eske in Tilsit;
B. die Kinder des verstorbenen Gefangenenaufsehers Johann Valensky s Ragnit, eines Bruders der Erblasserin:
1) Schneider Carl Preußen,
2) Kämmerer Julius Valensly aus bei Wehlau,
3) Zeitpächterfrau Heinriette Alex, geb. Valensky, aus Parwe⸗Wiesen,
4) Schuhmacherfrau Wilhelmine Schnerpel, geb. Valensky, aus Tilsit,
5) Arbeiterfrau Elisabeth Lindstaedt, geb. Valensky, von Berlin,
6) Pferdebahnschaffnerfrau Johanna Lindau, geb. Valensky, von Berlin;
C. die Kinder beziehentlich Kindeskinder einer ver⸗ storbenen angeblichen Schwester der Erblasserin Wilhelmine Balszuweit, geb Valensky:
1) Arbeiterfrau Euphrosine Stumkat, geb. Balszu⸗ weit von Ragnit — Preußen,
2) Wittwe Ernstiene Broszeit, geb. Balszuweit von Ragnit — Preußen,
3) unverehelichte Caroline Balszuweit von Raudo⸗ natschen,
4) die Kinder des nach der Erblasserin verstorbenen Hirts Adam Balszuweit aus Raudonatschen, welcher mit seiner hinterbliebenen Wittwe Maria, geb. Finn⸗ eiser, in Gütergemeinschaft lebte:
a. Knechtsfrau Auguste Siemoneit, geb. Balszuweit, von Gr. Neuhoff,
b. Knechtsfrau Caroline Rautenburger, geb. Balszu⸗ weit, von Laugallen bei Kraupischken,
c. unverehelichte Wilhelmine Balszuweit von Tilsit,
d. unverehelichte Elisabeth Balszuweit aus Vor⸗ werk Laugallen,
5) Soldat Heinrich Balszuweit, Aufenthalts,
6) die Tochter des verstorbenen Knechts Julius Balszuweit, Namens Auguste, von Schreitlauken;
D. Eine vom 3. Februar 1800 geborene Schwester Euphrosine Valensky, dieselbe hat einen gewissen Podszuck geheirathet, zuletzt in Aßzolienen gewohnt, und soll von da in den vierziger Jahren nach Ruß⸗
Szurku⸗
Walleh⸗
aus Au’s
Valensky aus Tilsit —
Fünflinden
unbekannten
land gegangen sein. Seitdem ist über ihre Existenz und Aufenthalt nichts zuverlässiges bekannt geworden. Sie soll bereits seit langer Zeit gestorben sein und folgende Kinder gehabt haben:
1) Albertine, b 1 2) Ernstine, 8 3) Julius, * 4) Adolph, über deren Existenz und Aufenthalt ebenfalls nicht das mindeste zu ermitteln war.
Seitens des unterzeichneten Gerichts ist für den Nachlaß des Johann Preuss und seiner Ehefrau Caroline, geb. Valensky, je ein Nachlaßpfleger be⸗ stellt, welche das Aufgebot des Nachlasses beziehent⸗ lich der unbekannten Erben beantragt haben. Dem⸗ gemäß werden alle der Existenz und dem Aufenthalt nach unbekannten Erben der Johann und Caroline, geb. Valensky, Preuss'schen Eheleute von Gobienen aufgefordert, ihre Rechte auf den Nachlaß der Erb⸗ lasser spätestens im Termin, den 18. Februar 1889, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und ihr Erbrecht nachzuweisen, unter der Verwarnung, daß die Nachlaßmassen den sich meldenden und legitimirten Erben und, in deren Ermangelung, dem Fiskus ausgeantwortet werden wird, und daß der sich später meldende Erbe alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers anzuerkennen schuldig, weder Rechnungslegung noch Ersatz der Nutzungen, sondern nur Herausgabe des noch Vor⸗ handenen fordern darf.
Skaisgirren, den 9. April 1888.
8 Königliches Amtsgericht. Müller.
Im Namen des Königs! Verkündet am 19. April 1888. v. Bredow, als Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des Töpfermeisters Albert Weber zu Teuchern, als früheren Grundstückseigenthümers und des Bergarbeiters Albert Gerhold und desten Ehefrau Liberte, als jetziger Grundstückseigenthümer, vertreten durch den Rechtsanwalt Roehricht zu Teuchern, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Teuchern durch den Amtsrichter Rechenbach für Recht:
I. Folgenden Personen:
1) Töpfer Johann Gottlob Schauer für sich und als Vormund der Geschwister Amalie Emilie und Bertba Ida Müller hier, verehel. Wilhelmine Priese, geb. Schauer, hier, Töpfer Johann August Schauer hier, Handarbeiter Friedrich Wilhelm Schauer zu verehel. Dreihaupt, Friederike Henriette, geb. Schauer, hier,
Wittwe Kettner, Johanne Christiane, geb
Toepfer, hier, Wilhelmine Weber, geb.
verehel. Fleische Weber, aus Prossen,
werden ihre Ansprüche und Rechte an den nach⸗
stehenden, im Grundbuche von Teuchern Band II
Blatt 73 (Vol. II. pag. 353) eingetragenen Hypo⸗
thetenposten:
a. 80 Thaler (von 100 Thaler), eingetragen Ab⸗ theilung III. Nr. 4 mit je 20 Thaler für die Ge⸗ schwister Johanne Friederike Wilhelmine, Johanne Henriette, Wilhelm Ferdinand, und mit je 10 Thaler für die Geschwister Wilhelm Friedrich Eduard und Friedrich August Hermann Zitzmann, aus dem Kaufe vom 30. September 1833,
b. 32 Thlr. 19 Gr. 6 Pf., eingetragen Abthei⸗ lung III. Nr. 2 für die Geschwister Wilhelm Friedrich Eduard und Friedrich August Hermann Zitzmann, aus der Urkunde vom 18. April 1823,
c. 43 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf, eingetragen Abthei⸗ lung III. Nr. 3 für die Geschwister Johann Eduard und Hermann Zitzmann, aus der Urkunde vom 27. August 1833,
vorbehalten,
II. alle übrigen nicht erschienenen Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger werden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf die vorgedachten Hypothekenposten ausgeschlossen,
III. die Kosten des Verfahrens werden den Antrag⸗ stellern auferlegt.
Von Rechts Wegen.
[4887] Im Namen des Königs! Auf den Antrag des Bauern Adolf Waider Rückers erkennt das Königliche Amtsgericht zu Hünfeld durch den Amtsrichter Kucks für Recht: Alle Diejenigen, welche Ansprüche an die im Grundbuche von Rückers Art. 3 Abth. III. Nr. 1 eingetragene Hypothek: „85,72 ℳ Voraus für Pius Waider und 102,86 ℳ Antheil desselben an dem Vorause seines Bruders Gregor laut Stipulation vom
24. Juni 1836“
haben, werden mit denselben ausgeschlossen, und wird die Löschung dieser Post im Grundbuche an der bezeichneten Stelle für zulässig erklärt.
Hünfeld, den 18. April 1888.
Königliches Amtsgericht
8
In der Sache, betreffend das Aufgebot der Hypo⸗ thekenpost von 60 Thalern Darlehn, eingetragen für den Oberamtmann Blum zu Saabor in Abthei⸗ lung III. Nr. 3 Blatt 54 Modritz, hat das unter⸗ zeichnete Amtsgericht durch das am 7. April 1888 verkündete Ausschlußurtheil für Recht erkannt:
1) Die Rechtsnachfolger des verstorbenen Hypo⸗ thekengläubigers Oberamtmanns Blum zu Saabor werden mit ihren Ansprüchen auf die bezeichnete Hypothekenpost ausgeschlossen.
2) die Kosten des Verfahrens werden der Antrag⸗ stellerin zur Last gelegt.
Neusalz a. O., den 13. April 1888. Königliches Amtsgericht.
889. Im Namen des Königs! 8 Auf den Antrag der Wittwe und alleinigen Erbin des Königlich Bayerischen Hauptmanns Matthias Schels, Margaretha Schels, geb. Stock, in Aschaffen⸗ burg erkennt das Königliche Amtsgericht, Abth. IV., zu Frankfurt a. M. für Recht:
Die dem am 5. Juni 1878 zu Aschaffenburg ver⸗ storbenen Königl. Bayerischen Hauptmann Matthias Schels — am 27. September 1865 von der Pro⸗ videntia, Frankfurter Versicherungsgesellschaft in
Frankfurt a. M. ertheilte Police Nr 15347 über 500 Gulden, nach welcher dieses versicherte Kapital am 24. Dezember 1886 gezahlt wird, falls der am 13. Juni 1865 geborene Matthias Richard Stock
1 von Alzey noch am Leben ist, wird für kraftlos erklärt.
Frankfurt a. M., den 10. April 1888.
Königliches Amtsgericht. Abtheilung IV. Im Namen des Königs!
[5174]
Verkündet am 20. April 1888. Hackenberg, Assistent, als Gerichtsschreiber. Auf den Antrag des Gastwirths Johann Wilkens in Burtehude erkennt das Königliche Amtsgericht zu Buxrtehude I. durch den unterzeichneten Richter, Ge⸗ richts⸗Assessor Kienitz,
da ꝛc. ꝛc. 1 für Recht: 8 Das von der Sparkasse der Stadt Buxrtehude auf den Namen des Antragstellers, Gastwirths Johann Wilkens in Burtehude ausgestellte, über eine mit jährlich 3 ½ % zu verzinsende Einlage von 226 ℳ 49 ₰ lautende Quittungsbuch Nr. 9713 wird für kraftlos erklärt. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Antrag⸗ steller zur Last. Kienitz.
Im Namen des Königs!
Verkündet am 19. April 1888. Kaluschke, Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des in der Nachlaßsache der am 11. November 1886 in Neu⸗ Lubosch verstorbenen Wittwe Christiane Schulz, geb. Nissel, bestellten Pflegers, Rechtsanwalt Pinner in Kosten, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Kosten durch den unter⸗ zeichneten Amtsrichter für Recht:
Die unbekannten Erben der in Neu⸗Lubosch am 11. November 1886 verstorbenen Wittwe Christiane Schulz, geb. Nissel, werden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf den Nachlaß derselben aus⸗ geschlossen.
Die Kosten des Verfahrens sind aus dem Nachlaß der Christiane Schulz zu entnehmen
Von Rechts Wegen. gez. von Wesierski.
Die Richtigkeit vorstehender Abschrift wird hierm beglaubigt.
Kosten, den 19. April 1888.
(L. S.) Kaluschke,
Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
Beglaubigte Abschrift. Im Namen des Königs! Verkündet am 16. April 1888. Morkowsti, Gerichtsschreiber. Auf den Antrag des Wirths Franz Przybylski in Groß⸗Srocko, vertreten durch den Rechtsanwalt erkennt das Königliche Amts⸗
[5170]
[5171]
Mitschke in Kosten, gericht zu Kosten durch den unterzeichneten Am richter für Recht: Ausgedinger Martin Matuszezak in Groß auf seinen Antheil a 60 Thlr. = 180 ℳ Nr. 10 Abtheilung III. 17. März 8 *
—₰ om eenl!
Srocko werden seine Rechte der aufgebotenen Post von eingetragen auf Groß⸗Srocko
Nr. 1 aus Vertrage 10. April 1845
vorbehalten; die übrigen eingetragenen Gläubiger dieser Post bezw. deren unbekannte Rechtsnachfolger dagegen werden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf die Post ausgeschlossen.
Die Kosten des Verfahrens hat der Antragsteller
zu tragen. Von Rechts Wegen.
gez. von Wesierski.
Die Richtigkeit vorstehender Abschrift wird mit beglaubigt.
Kosten, den 17. April 1888.
(L. S.) Kaluschke Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
dem vom
hier
3 Oeffentliche Zustellung.
Die verehelichte Kaufmann Bertha Clara Thielsch geb. Hersel, zu Löwenberg, vertreten durch den Rechts⸗ anwalt Pohle zu Glogau, klagt gegen ihren Ehemann den Kaufmann Herrmann Thielsch, früher zu Sagan jeszt unbekannten Aufenthalts, wegen böslicher Ver lassung, mit dem Antrage auf Ehescheidung, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlu des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Glogan auf den 19. September 1888, Mittags 12 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Nowoczyn,
Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
Ulm (Württemberg). Oeffentliche Zustellung.
Christine Leiz, geborene Kümmerle, von bach, O⸗A. Göppingen, vertreten durch Rechts⸗ anwalt A. Hetzel in Ulm, klagt gegen ihren mit unbekanntem Aufenthaltsort abwesenden Ehemann Leonhard Leiz, Bauern von Buchenbronn, Gemeinde⸗ bezirks Ebersbach, mit dem Antrage auf Urtheil da⸗ hin, daß die Ehe der Parteien wegen Ehebruchs des Beklagten dem Bande nach geschieden werde, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung es Rechtsstreits vor die II. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Ulm auf Freitag, den 21. September 1888, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge⸗ richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Den 21. April 1888.
Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts. Gockenbach.
[5425] Ebers
[5416] Oeffentliche Zustellung. 8
In dem Rechtsstreit der Frau Friederike Schmidt geb. Lenz, zu Peccatel, Klägerin, vertreten durch den Rechtsanwalt, Divisions⸗Auditeur Hencke zu Schwerin i. M., wider ihren Ehemann, den Müller Schmidt, früher zu Krivitz, jetzt unbekannten Auf⸗ enthalts, Beklagten, wegen Ehescheidung, ist auf Antrag der Klägerin zur Ableistung des derselben durch das am 22 Februar d. J. verkündete Urtheil der I. Civilkammer des Großherzoglichen Landgerichts zu Schwerin auferlegten Eides Termin auf Mon⸗ tag, den 2. Juli 1888, Vormittags 10 Uhr, angesetzt, und ladet die Klägerin den Beklagten zu diesem Termin vor die I. Civilkammer des Groß⸗ „herzoglichen Landgerichts zu Schwerin i. M., mit der (Aufforderung, einen bei dem gedachten Gericht zu⸗ lassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffent⸗