11114““
spätestens in dem auf den 12. Dezember 1888, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls
die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Friedeberg N./ M., den 8. März 1888. Königliches Amtsgericht.
[8086] Aufgebot.
Die verwittwete Schlossermeister Schmidt, Jo⸗ hanna, geb. Hetzel, hierselbst, hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen Schuldscheines vom 16. September 1873 über 450 ℳ, welchen der Vorschußverein zu Berlinchen und Bernstein — ein⸗ getragene Genossenschaft — ihrem verstorbenen Ehe⸗ mann August Schmidt ausgestellt hat, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, späte⸗ stens in dem auf den 5. Januar 1889, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft⸗
loserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Berlinchen, den 3. Mai 1888. 8 Das Königliche Amtsgericht.
[8077] Aufgebot.
Auf Antrag des Lehrers Johann Bihler zu Sulz⸗ berg bei Kempten in Bayern werden Alle, welche aus der ihm von der Mecklenburgischen Lebensver⸗ sicherungs⸗ und Sparbank zu Schwerin unterm 8. April 1884 auf seinen Namen ausgestellten, an⸗ geblich abhanden gekommenen Lebensversicherungs⸗ Police Nr. 9043 Litt. A. über 3000 ℳ Rechte oder Ansprüche herzuleiten vermögen, aufgefordert, solche bei Vorlegung der Urkunde spätestens in dem am 20. September 1888, Mittags 12 Uhr,
Zimmer 7,
vor unterzeichnetem Gericht anstehenden Termine anzumelden unter dem Nachtheil, daß die bezeichnete Police wird für kraftlos erklärt werden. Scchwerin i. M., den 4. Mai 1888.
Großherzogliches Amtsgericht.
Zur Beglaubigung:
(L. S.) Fr. Heitmann, Gerichtsschreiber.
88
“
[49593] Aufgebot.
Auf Antrag des Wirths Martin Katschus in Guendszen wird der Inhaber des im Herbst 1884 von Katschus über 105 ℳ ausgestellten vom Wirth Ferdinand Dabel in Wirkieten acceptirten, und nach einem Jahre fälligen Wechsels hierdurch aufgefordert, seine Rechte auf diesen Wechsel spätestens im Auf⸗ gebotstermine,
den 13. Juli 1888, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 2, an⸗ zumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Heydekrnug, den 31. Dezember 1887.
Königliches Amtsgericht. 5 [60542] Aufgebot.
Die Erben des am 5. Oktober 1884 zu Berlin verstorbenen Kaufmanns Hermann Lewin haben das Aufgebot der von der Preußischen Lebens⸗Versiche⸗ rungs⸗Actien⸗Gesellschaft zu Berlin unterm 14. Ja⸗ nuar 1875 für den Steinbruchbesitzer Manfred Lewin zu Blasewitz bei Dresden ausgestellten Police Nr. 81140 über eine am 1. Februar 1900 zu zahlende Summe von 30 000 ℳ, welche auf Antrag des Rechtsnachfolgers des Versicherten Manfred Lewin, des Herrn Hermann Lewin zu Blasewitz, durch Nach⸗ trag vom 30. Juli 1878 auf 6000 ℳ herabgesetzt ist, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 2. Oktober 1888, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrichstraße 13, Hof Flügel B., part., Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er⸗ folgen wird.
Berlin, den 28. Februar 1888.
Das Königliche Amtsgericht I. Abtheilung 48.
[8100] Aufgebot.
Der Justizrath Goecke, Namens der Firma Arnold Böninger zu Duisburg hat das Aufgebot der früher einen Theil der alten Stadtmauer nebst Thurm bildenden, zur Zeit als Parzelle Flur III. Nr. 2508/0. 619 der Steuer⸗Gemeinde Duisburg, groß 11 am fortgeschriebenen Grundfläche, welche noch nicht in das Grundbuch eingetragen ist, beantragt. Sämmtliche Eigenthums⸗Prätendenten werden auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 13. Juli 1888, Vormittags 11 Uhr, vor dem unter⸗ zeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 33, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden, widrigen⸗ falls dieselben mit ihren Ansprüchen und Rechten auf die aufgebotene Parzelle ausgeschlossen werden.
Duisburg, den 30. April 1888. 8
Königliches Amtsgericht.
[8206] Bekanntmachung.
Auf Antrag des Nachlaßpflegers, Ackerbürgers August Spey in Friedland N.⸗L. werden alle Die⸗ jenigen, welche als Gläubiger oder Vermächtniß⸗ nehmer an den circa 1600 ℳ betragenden Nachlaß des am 25. September 1887 zu Beeskow verstor⸗ benen, zu Friedland N⸗L. wohnhaft gewesenen Land⸗ wirths Johann Starke Ansprüche und Rechte zu haben glauben, aufgefordert, dieselben spätestens in dem vor dem unterzeichneten Gericht
auf dem Gerichtstage zu Friedland N.⸗L. am 7. Juli 1888, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine anzumelden.
Diejenigen Nachlaßgläubiger und Vermächtniß⸗ nehmer, welche ihre Ansprüche nicht anmelden, können gegen die Benefizialerben ihre Ansprüche nur 86 weit geltend machen, als der Nachlaß mit Ausschluß aller seit dem Tode des Erblassers aufgekommenen Nutzungen durch Befriedigung der angemeldeten Ansprüche nicht erschöpft wird.
Das über den Starke'schen Nachlaß aufgenommene Verzeichniß kann in der Gerichtsschreiberei II. des unterzeichneten Gerichts eingesehen werden.
Beeskow, den 30. April 1888. Königliches Amtsgericht.
Nachlaß⸗Proklam.
Auf Antrag des gerichtlich bestellten Nachlaß⸗ pflegers werden Alle und Jede, welche Erb⸗ oder sonstige Ansprüche und Forderungen an den Machlaß des zu Grevenkoper⸗Riep verstorbenen Rentiers Johann Möller und seiner vor ihm verstorbenen
[8076]
vermeinen, hierdurch gerichtlich aufgefordert, solche bis spätestens in dem auf Freitag, den 21. September d. Js., Vorm. 11 Uhr, im hiesigen Amtsgericht anberaumten Termine bei Vermeidung des Ausschlusses rechtsgehörig anzu⸗ melden und zwar Auswärtige unter Bestellung eines Vertreters hierselbst. S Krempe, den 1. Mai 1888. Königliches Amtsgericht. gez. A. Schowcw. Veröffentlicht: Heitchen, Gerichtsschreiber.
[61565] 4 1
Der Rechtsanwalt Cassel hier, Rosenthaler⸗ straße 44, als Pfleger, hat das Aufgebot der Nachlaß⸗ gläubiger des hier wohnhaft gewesenem am 18. De⸗ zember 1887 zu Charlottenburg verstorbenen Kauf⸗ manns Hugo Marx beantragt.
Sämmtliche Nachlaßgläubiger des Verstorbenen werden demnach aufgefordert, spätestens in dem auf
den 11. Juli 1888, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel B., parterre, Saal 32, anberaumten Aufgebots⸗ termine ihre Ansprüche anzumelden, widrigenfalls sie dieselben gegen die Benefizialerben nur noch in so weit geltend machen können, als der Nachlaß, mit Ausschluß aller seit dem Tode des Erblassers aufge⸗ kommenen Nutzungen, durch Befriedigung der ange⸗ meldeten Gläubiger nicht erchöpft wird.
Berlin, den 9. März 1888.
Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 49.
[8075] Aufgebot. In der Ploß’schen Nachlaßsache von Saden⸗ beck — N. 19 de 1887 — werden:
1) der Stellmachermeister August Wernich, früher zu Chicago, Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika, wohnhaft,
2) der Eigenthümer Ludwig Wernich, früher zu Techow wohnhaft, 8
aufgefordert, dem Königlichen Amtsgericht von ihrem Aufenthaltsort Mittheilung zu machen, da ihnen nach dem Testament der Eigenthümer Wilhelm Rickert'schen Eheleute aus Groß⸗Pankow, publizirt am 15. Juni 1870, eine Erbschaft angefallen ist. Pritzwalk, den 4. Mai 1888. Königliches Amtsgericht.
Verkündet am 28. April 1888.
Henck, Gerichtsschreiber.
In Sachen, betreffend das Aufgebot eines über die für die Geschwister Dust auf den Grundstücken des Ackerbürgers Karl Dust zu Demmin ein⸗ getragenen Erbgelder gebildeten Hypothekenbriefes
erkennt das Königliche Amtsgericht zu Demmin durch den Königlichen Amtsgerichts⸗Rath Görcke für Recht:
der Hypothekenbrief über die auf den Grundstücken Band I. Blatt 321 Nr 22 des Grundhuchs von Demmin extra moenia Abtheilung III. Nr. 17 und Band IV. Blatt 1 Nr. 103 des Grundbuchs der Demminer Ländereien Abtheilung III. Nr. 2 für die Geschwister Dust eingetragenen Erbgelder von 1200 ℳ wird für kraftlos erklärt.
Die Kosten des Verfahrens werden dem Acker⸗ bürger Karl Dust zu Demmin auferlegt. 2&
[7846]
[7857]
Im Namen des Königs!
Verkündet am 24. April 1888 Brüning, Gerichtsschreiber.
In Sachen, betreffend das Aufgebot:
1) der Bd. 95 Bl. 134 des Grundbuchs von Dahl Abtheil. III. Nr. 1, 5 und 11 eingetragenen und von da auf Bd. 106 Bl. 111 Abtheil. III. Nr. 40, 42 45 und auf Bd. 142 Bl. 148 Ab⸗ theil. III. Nr. 1, 3, 6 übertragenen Posten von:
a. 150 Thlr. und zwar 100 Thlr. in Konv.⸗ Münze und 50 Thlr. in Gold, Darlehn für den Hof⸗ rath Kösters aus der Obligation vom 2. November 1785, eingetragen ex deecr. vom 21. Mai 1845,
b. 207 Thlr. 23 Sgr. 4 Pf., wovon 107 Thlr. 23 Sgr. 4 Pf. in Golde und 100 Thlr. in Konv.⸗ Münze, für den Domkellner von Weichs aus der Urkunde vom 21. September 1801, eingetragen ex decr. vom 21. Mai 1845,
c. 60 Thlr. Konv.⸗Münze an Darlehn für den Benefiziaten Werner Gehrken zu Paderborn aus der Urkunde vom 15. Mai 1802 und der Cession vom 17. Januar 1813, eingetragen ex decr. de 21. Mai 1845;
2) der Urkunde vom 11. Oktober 1850 nebst zu⸗ gehörigem Hypothekenschein, soweit daraus Bd. 1 Bl. 36 des Grundbuchs von Dahl Abtheil. III. Nr. 6 für den Heinrich Bentfeld eine Abfindung von 100 Thlr. ex decr. vom 10. Mai 1851 resp. 28. September 1882 eingetragen steht;
3) der Bd. 2 Bl. 9 des Grundbuchs von Kirch⸗ borchen, sowie Bd. 1 Bl. 40 und Bd. 1 Bl. 41 desselben Grundbuchs Abtheil. III. Nr. 1 einge⸗ tragenen Post von 30 Thlr. Abfindungsgeldern für Franziska Menke zu Kirchborchen, aus der Urkunde vom 13. Oktober 1842, eingetragen ex decr. vom 21. Juli 1843;
4) der Urkunde vom 4. Februar 1852 nebst ange⸗ heftetem Hypothekenschein, woraus Bd. 57 Bl. 1 des Grundbuchs von Wewer Abtheil. III. Nr. 13, sowie von da übertragen auf Bd. 2 Bl. 12 Ab⸗ theil. III. Nr. 1 und Bd. 6 Bl. 3 Abtheil. III. Nr. 1 = 400 Thlr. rückständiges Kaufgeld nebst Zinsen für den Kaufmann Heinrich Moorß zu Pader⸗ E ex decr. vom 24. März 1852 eingetragen stehen,
erkennt das Königliche Amtsgericht zu Paderborn durch den Gerichtsassessor Bange für Recht:
1) Alle diejenigen, welche an die vorerwähnten sub 1 und 3 näher bezeichneten Posten Ansprüche zu haben glauben, werden mit denselben ausgeschlossen;
2) die sub 2 und 4 erwähnten Urkunden werden für kraftlos erklärt;
3) die Kosten des Aufgebotsverfahrers werden den
Antragstellern zur Last gelegt. Paderborn, den 24. April 1888.
Im Namen des Königs! Verkündet am 2 Mai 1888. . Koch, als Gerichtsschreiber. Auf den Antrag des Bauergutsbesitzers Johann Klose zu Simmelwitz, vertreten durch den Rechts⸗ anwalt Dr. Landau in Namslau, erkennt das König⸗ liche Amtsgericht zu Namslau durch den Amtsrichter Rhode für Recht: Das Hypothekeninstrument des vormaligen Ge⸗ richtsamts Simmelwitz, bestehend aus der Ausferti⸗
[8089]
gung der gerichtlichen Verhandlung vom 26. April 1834 und dem Hypothekenscheine vom 27. April 1834, lautend über die auf dem Blatte des Bauerguts Nr. 7 Simmelwitz in Abtheilung III. unter Nr. 3 für die unverehelichte Caroline Lorenz in Simmel⸗ witz, später verehelichte Knecht Tischert in Woits⸗ dorf eingetragene, mit 5 % verzinsliche Darlehns⸗ forderung von 25 Thalern an den Bauer Christian Klose zu Simmelwitz, wird für kraftlos erklärt.
[8103] Im Namen des Königs!
In Sachen, betreffend das Aufgebot des Hypo⸗ thekenbriefes über die Post Abth. III. Nr. 21 Band I. Nr. 16 von Lindenau, hat das Königliche Amtsgericht Ruhland durch den Gerichts⸗Assessor Schacht für Recht erkannt: 8
daß das folgende Hypothekendokument, bestehend aus dem Vertrage vom 4./13. März 1885 und dem Hypothekenbrief vom 16. März 1885 über die im Grundbuche von Lindenau Band I. Nr. 16 für den Mühlenbesitzer Emil Hübner eingetragenen 15 000 ℳ nebst 4 ½ % Zinsen für kraftlos zu erklären, die Kosten des Verfahrens dem Antragsteller auf zuerlegen
Ruhland, den 3. Mai 1888.
Königliches Amtsgericht. gez. Schacht. Beglaubigt: Bergius, Gerichtsschreiber.
[8102]
Durch Ausschlußurtheil vom 27. April 1888 ist das für die Minorennen Friedrich und Hedwig Jansen zu Bochum, gebildete Sparkassenbuch der Amtssparkasse Hattingen zu Winz Nr. 2205 über die Einlagen: a. am 5. Februar 1883 von 2000 ℳ, b. am 21. März 1883 von 1400, c. am 14. Juli 1883 von 600 ℳ, sowie das für Hedwig Jansen zu Bochum gebildete Sparkassenbuch der Amtssparkasse Hattingen zu Winz Nr. 2453 über die Einlagen: a. am 5. Februar 1884 von 400 ℳ und b. am 8. April 1884 von 250 ℳ, für kraftlos erklärt. Hattingen, 30. April 1888.
Lönigliches Amtsgericht
[8105] Durch Ausschlußurtheil von heute ist das auf den Namen des Ernst Krah zu Minden ausgestellte Sparkassenbuch Nr. 7084 des „Vorschuß⸗Vereins zu Minden, Eingetragene Genossenschaft“, lautend über 173 ℳ 70 A₰, für kraftlos erklärt. 8 8 Minden, den 4. Mai 1888. Koönigliches Amtsgericht.
Im Namen
Seiner Majestät des Königs von Bayern! erläßt das K. Amtsgericht Regensburg I. durch den K. Amtsrichter Pfeufer in Sachen der Privatiere Anna Schweykart in München wegen Amortisation eines Depositenscheines folgendes Urtheil:
I. Der von der K Oberbahnamtskasse Regensburg am 12. Januar 1881 ausgestellte Depositenschein über Obligationen im Nennwerthe zu 1000 ℳ — eintausend Mark —. die Diensteskaution des Bahn⸗ assistenten Anton Weingaertner betreffend, wird für kraftlos erklärt.
II. Die Privatiere Anna Schwexykart hat die Kosten des Aufgebotsverfahrens zu tragen.
ꝛc. ꝛc. Der K. Amtsrichter. (L S.) gez. Pfeufer. Verkündet in öffentlicher Sitzung vom dreißigsten April eintausend achthundert acht und achtzig. Der f. Gerichts schreiber. (L S.) gez. Rpr. Poschenrieder. Zur Beglaubigung: Regensburg, 7. Mai 1888. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts Regensburg I. Der geschäftsl. Kgl. Sekretartr. (S. I.) Henky.
[8079] Bekanntmachung.
Der Preußische Hypothekenbrief vom 8. August 1887 über die in dem Grundbuch von Alt⸗Schöne⸗ berg Band 22 Nr. 991 auf dem zu Berlin in der Kurfürstenstraße Nr. 18 belegenen Grundstücke in der dritten Abtheilung unter Nr. 4 für den Bankier J. J. Hirschberg zu Berlin aus der Schuldurkunde vom 3. August 1887 eingetragenen 15 000 ℳ ist durch Urtheil des Königlichen Amtsgerichts Berlin I. vom heutigen Tage für kraftlos erklärt.
Berlin, den 28. April 1888.
Trzebiatowski, Gerichtsschreiber des Königliches Amtsgerichts I. Abtheilung 48.
[8113] Im Namen Seiner Majestät des Königs von Bayern erläßt das K. Amtsgericht Regensburg I. durch den K. Amtsrichter Pfeufer in Sachen der ledigen Näherin Crescenz Hober von Friesheim wegen Amortisation eines Bankscheins folgendes Urtheil: I. Der von der K. Filialbank Regensburg der Crescenz Huber, ledigen Näherin von Friesheim am April 1883 ausgestellte 40179 Schuldschein Nr. 82178 über 250 ℳ — zweihundertfünfzig Mark — zu 3 % verzinslich, wird für kraftlos erklärt. . Die Näherin Crescenz Huber hat die Kosten des Aufgebotsverfahrens zu tragen 86 ꝛc. Der K. Ametsrichter. L S.) gez. Pfeufer. 6 Verkündet in öffentlicher Sitzung vom dreißigsten April eintausend achthundertacht und achtzig. (L. S.) Der f. Gerichtsschreiber: gez. Rpr. Poschenrieder. Zur Beglaubigung: Regensburg, den 7. Mai 1888. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts Regensburg I. Der geschäftsl. Kgl. Sekretär (L. S.) Hencky.
[8107] Im Namen des Königs! Verkündet am 27. April 1888.
Bosser, Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des Königlichen Eisenbahn⸗Fiskus, vertreten durch das Königliche Eisenbahn⸗Betriebs⸗ amt (rechtsrhein.) zu Düsseldorf, erkennt das König⸗ liche Amtsgericht zu Duisburg für Recht:
Die Rechtsnachfolger der Vulcan zu Duisburg⸗Hochfeld werden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf die im Grundbuch der Feldmark Duisburg Bd. 37 Bl. 42 Abth. II. Nr. 4
*8 8
eingetragene Dispositionsbeschränkung folgenden In⸗ halts: Von Flur 14 Nr. 127 sind Rurhen 52 Fuß, von Flur 14 Nr. 254/140 lind 16 Ruthen 20 Fuß, von Flur 14 Nr. 126 sind 5 Ruthen 57 Fuß, durch notariellen Kontrakt vom 31. März 1857 an die Aktien⸗Gesellschaft Vulcan verkauft, ausgeschlossen.
[8110] In der Aufgebotssache Niecke VI. F. 33 — 87 hat
das Königliche Amtsgericht zu Münster in der
Sitzung vom 30. April 1888 für Recht erkannt: Der eingetragene Gläubiger und dessen unbekannte Rechtsnachfolger werden mit ihren Rechten und An⸗ sprüchen auf die im Grundbuch von Lamberti Band 4 Blatt 199 Abtheilung III. Nr. 1 für den Kleidermacher Bern. Jüttling nebst 4 % Zinsen aus der Urkunde vom 6. Mai 1818 eingetragenen Hypo⸗ thek von 100 Reichsthalern Conventionsmünze aus⸗ geschlossen. Die Kosten fallen dem Antragsteller zur Last. Münster, den 30. April 1888. Königliches Amtsgericht. Abtheilung 6.
8 “
[8201] Im Namen des Königs!
Auf Antrag des Schmiedemeisters Carl Schramm und des Schuhmachermeisters Albert Krüger zu Kammin, vertreten durch den Rechtsanwalt Feld⸗ mann daselbest, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Kammin durch den Amtsgerichtsrath Siegert für Recht:
Die Dokumente vom 7. Mai 1834 und 15. De⸗ zember 1836 mit den Cessionen vom 1. Dezember und 1. November 1842 über die bei Kammin Vol XIII. Fol. 33 Abtheilung III. Nr. 1 und Nr. 2 für die blödsinnige Anna Sophie Boelk zu Gristowo eingetragenen Posten 25 Thaler und Zinsen und das Dokument vom — 1845 über die bei Kammin Vol. X. Fol. 33 für die 5 Geschwister Kirchmann eingetragene Post von 115 Thalern und Zinsen werden für kraftlos erklärt.
Die Kosten werden den Antragstellern auferlegt.
[8108] Aufgebot.
Durch das Urtheil vom 2. d. M. sind die im Grundbuche eingetragenen Forderungen:
a. der Kirche zu Hohengandern aus den Verhand⸗ lungen vom 11. April, 4, 18. und 31. Mai 1838 von 350 Thlr., Band 22 Seite 541 von Hohen⸗ gandern, 8
b. des Karl Vogler aus Wahlhausen aus dem Kaufvertrage vom 20. April 1875 von noch 100 Thlr., Artikel 34 ursprünglich Band 14 Seite 121 und Band 62 Seite 366 von Wahl⸗ hausen,
c. der Marie Katharine Hottenrott aus Uder aus der Urkunde vom 9. Oktober 1828 von 12 Thlr. 21 gute Gr. 9 Pf., Artikel 174 von Uder, ursprüng⸗ lich Band I. Blatt 13 von Schönau,
d. des Arbeiters Anton Saul und Ehefrau, Katharine, geb. Fulle, aus dem Vertrage vom 22. September 1855 von 80 Thlr., Artikel 173 von Reinholterode, ursprünglich Band 2 Blatt 75 der Häuser,
e, der Elisabeth Hübenthal, Tochter des Heinrich Hübenthal aus Rustenfelde, aus der Erbauseinander⸗ Letans vom 15. Mai 1821 von 46 Thlr. 3 Gr. 2 Pf.,
f. der Kinder I. Ehe des Johannes Hübenthal mit Dorothee Elisabeth, geb. Albrecht, von Rusten⸗ felde, aus der Urkunde vom 23. Februar 1827 von 53 Thlr. 19 Gr. 6 Pf.,
g. des Schmieds Bernhard Breitenbach aus Rustenfelde aus dem Ersuchen des Königlichen Land⸗ und Stadtgerichts zu Heiligenstadt vom 18. Januar 1831 von 31 Thlr. 1 Gr. 7 Pf.,
zu e,, f., g. eingetragen Artikel 171 und 140 von Rustenfelde, ursprünglich Band I. Blatt 7,
h. der Marie Anna Kahlmeyer aus dem Erb⸗ vergleiche vom 3. März 1846 von 58 Thlr. 26 Gr. 9 Pf, auf dem Hause Bischhagen Nr. 27 Artikel 19,
unter Ausschließung Aller, welche Rechte an die⸗ selben haben, für löschungsfähig, die darüber ge⸗ bildeten Hypothekenurkunden für kraftlos erklärt.
Heiligenstadt, den 2. Mai 1888. 3
Königliches Amtsgericht. Abtheilung 4. [8121] Oeffentliche Zustellung.
Die Frau Anna Pauline Auguste Stephan, geb. Ludwig, hier, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. A. Heymann hier, klagt gegen ihren Ehemann, Schlächter und Arbeiter Carl Johann Stephan, zuletzt in Berlin, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen bös⸗ licher Verlassung, mit dem Antrage auf Ehescheidung: die Ehe der Parteien zu trennen und den Beklagten für den allein schuldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 13. Civilkammer des König⸗ lichen Landgerichts I. zu Berlin auf den 20. No⸗ vember 1888, Nachmittags 12 ¼ Uhr, Jüden⸗ straße 59, II Treppen, Zimmer 75, mit der Auf⸗ forderung, einen bei dem gedachten Gerichte zu⸗ gelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wire dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. “
Berlin, den 2. Mai 1888.
Funke, Gerichtsschreiber S des Königlichen Landgerichts I Civilkammer 13 II.
[8123] Oeffentliche Zustellung.
Der Bürger und Fuhrwerksbesitzer Wilhelm Weh⸗ meier in Salzuflen, vertreten durch Rechtsanwalt Runnenberg in Detmold, klagt gegen den Dachdecker Diedrich Rhode, zur Zeit unbekannten Aufenthalts, aus einem beim Amtsgericht Salzuflen verlautbarten Kaufvertrage, mit dem Antrage, den Beklagten zur Zahlung des stipulirten Kaufpreises im Betrage von 2050 ℳ nebst 5 % Zinsen seit 2. April 1888 zu verurtheilen, ihm die Kosten zur Last zu legen und das Urtheil gegen Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zu dem zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor der I. B. Civilkammer des Fürstlichen Land⸗ gerichts zu Detmold, unter Abkürzung der Ein⸗ lassungsfrist auf 2 Wochen, auf den 11. Juli 1888, Vormittags 9 ½ Uhr, angesetzten Termine mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten
Aktien⸗Gesellschaft
1
4
Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird
zug der Klage bekannt gemacht.
Detmold, den 5. Mai 1888. Klinkmüller, Sekretär,
s
7
zum
3w eite
Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußischen S 8
BVerlin, Mittwoch, den 9. Mai
1888.
„Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. 2. Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen .Verkäufe, Verpachtungen Verdingungen ꝛc.
Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren.
Oeff
u. dergl.
entlicher Anzeiger.
2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.
[8205] Oeffentliche Zustellung.
Laurette Pauline, verehel. Kunze, geb. Sattler, in
Hochheim bei Erfurt, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Büttner in Gera, klagt gegen ihren Ehemann, den Oberkellner Friedrich Wilhelm Kunze, zuletzt in Gera, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen böslicher Verlassung, mit dem Antrage, die zwischen den Par⸗ teien bestehende Ehe dem Bande nach zu trennen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand⸗ lung des Rechtsstreits vor die I. Civilkammer des gemeinschaftlichen Landgerichts zu Gera (Reuß j. L.) auf den 21. September 1888, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem ge⸗ dachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Gera, den 3. Mai 1888. Buckel, Gerichtsschreiber des gemeinschaftlichen Landgerichts.
[8085] Oeffentliche Zustellung.
Die verehelichte Arbeiter Pauline Völkel, geborne Damm, zu Taschenhof, vertreten durch den Rechts⸗ anwalt Pallaske zu Liegnitz klagt gegen ihren Ehe⸗ mann, den Arbeiter Gustav Völkel, zuletzt in Hockenau, jetzt unbekannten Aufenthalts, auf Ehe⸗ scheidung wegen böslicher Verlassung mit dem An⸗ trage, die zwischen den Parteien bestehende Ehe zu trennen und den Beklagten für den allein schuldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die dritte Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Liegnitz auf den 9. Oktober 1888, Vormittags 10 Uyhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Liegnitz, den 5. Mai 1888.
Negelein Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
“
[8124] Oeffentliche Zustellung.
Die Handelsgesellschaft unter der Firma Franz Dietel & Schmitt zu Koßmannsdorf, vertreten durch den Rechtsanwalt Putzger in Limbach, klagt gegen den vormaligen Tricotagenfabrikant Max Eckardt, früher in Limbach, jetzt unbekannten Aufenthalts, aus verschiedenen Lieferungskäufen mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Bezahlung von 1209 ℳ 85 ₰, Kaufpreisrest für Garnwaaren, nebst Zinsen zu 6 % seit 1. Januar 1888, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechts⸗ streits vor die Kammer für Handelssachen des König⸗ lichen Landgerichts zu Chemnitz auf den 15. Juni 1888, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der vom Gericht bewilligten öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Chemnitz, am 7. Mai 1888.
Akt. Haueiß,
Gerichtsschreiber des Königlichen Landge ichts.
[8084 Oeffentliche Zustellung.
1) Der Schlossermeister Adolph Schmiegel,
2) die minderjährige Amanda Graf zu Schmiegel, vertreten durch ihren Vater, den Kläger zu 1, Beide vertreten durch den Rechtsanwalt Wolff zu Lissa,
klagen gegen die Wittwe und Erben nach dem zu Schmiegel verstorbenen Bäckermeister Carl Höpner, nämlich: 8
A die Wittwe Emma Höäöpner, Antonsruh bei Schmiegel,
B. die Erben: G
1) die Frau Auguste Schmidt, geb. Höpner, im Beistande ihres Ehemannes zu Wielichowo,
2) den Bäckermeister und Konditor Adolf Höpner zu Schmiegel,
3) den Apotheker Paul Höpner zu Breslau,
4) den Robert Höpner, unbekannten Aufenthalts,
5) die Frau Alma Heinold, geb. Höpner, im Beistande ihres Ehemannes zu Antonsruh bei Schmiegel,
6) die unverehelichte Amanda Höpner zu Antons⸗ ruh bei Schmiegel,
wegen Löschung einer Hypothek, mit dem Antrage, die Beklagten zu verurtheilen:
a. ihre Legitimation als Erben nach dem zu Schmiegel verstorbenen Bäckermeister Carl Höpner zu führen und zwecks Herbeiführung der Löschung der zu b. erwähnten Hypothek den Klägern die diesbezügliche Erbbescheini⸗ gung auszuhändigen oder dieselbe zu den Grundakten Schmiegel Nr. 58 einzureichen,
in die Löschung der für den Bäckermeister Carl Höpner zu Schmiegel auf dem Grund⸗ stücke Schmiegel Nr. 58 Abtheilung III. Nr. 10 eingetragenen Hypothekenforderung von 1950 ℳ zu willigen,
c. das Urtheil gegen Sicherheit für vorläufig vollstreckbar zu erklären,
und laden die Beklagten zur mündlichen Verhand⸗ lung des Rechtsstreits vor die Zweite Civil⸗ kammer des Königlichen Landgerichts zu Lissa i. P. auf den 27. Juni 1888, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Lissa, den 2. Mai 1888.
Graf zu
geb. Kresse, zu
[8082] Oeffentliche Zustellung. 2 Die Firma L. Katz & Comp. zu Sondershausen, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Sommer zu Erfurt, klagt gegen den Lieutenant Arthur Glenck zu Schersen bei Sondershausen, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen Forderung, mit dem Antrage, den Beklagten zu verurtheilen, an die Klägerin 500 ℳ nebst 6 % Verzugszinsen davon seit dem 1. Januar 1888 zu zahlen, das Urtheil auch gegen Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer des Königlich Preußischen Landgerichts für das Fürstenthum Schwarzburg⸗Sondershausen zu Erfurt auf den 17. September 1888, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. 8 Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Erfurt, den 2 Mai 1888. Stüber, Gerichtsschreiber des Königlich Preußischen Landgerichts für das Fürstenthum Schwarzburg⸗ Sondershausen, Civilkammer
8083] Oeffentliche Zustellung.
Der H. Stoll zu Sondershausen, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Sommer zu Erfurt, klagt gegen den Lieutenant Arthur Glenck auf Schersen bei Sondershaufen, jetzt in unbekannter Abwesenheit, wegen Wechselforderung, mit dem Antrage, den Be⸗ klagten zur Zahlung von 805 ℳ 50 ₰ nebst Zinsen zu 6 % vom 3. April 1888 und 2 ℳ 95 ₰ Protest⸗ kosten und in die Kosten des Rechtsstreits zu verur⸗ theilen, das Urtheil auch für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur münd⸗ lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civil⸗ kammer des Königlich Pr. Landgerichts für das Fürstenthum Schwarzburg⸗Sondershausen zu Erfurt auf den 17. September 1888, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem ge⸗ dachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Erfurt, den 2. Mai 1888 Stüber, Gerichtsschreiber des Königlich Preußischen
Landgerichts für das Fürstenthum Schwarzburg⸗
Sondershausen, Civilkammer.
18081] Oeffentliche Zustellung.
Die Zuckerfabrik Walschleben, Palm und Boden⸗ bender zu Walschleben, vertreten durch den Rechts⸗ anwalt Dr. Martinius zu Erfurt, klagt gegen den Lieutenant der Reserve, Rittergutsbesitzer Glenck zu Schersen bei Sondershausen, jetzt unbekannten Auf⸗ enthalts, wegen Forderung. mit dem Antrage, den Beklagten zu verurtheilen, an Klägerin 366 ℳ nebst 6 % Zinsen seit dem 1. Januar 1888 zu zahlen, auch das Urtheil gegen Sicherheitsleistung für vor⸗ läufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Be⸗ klagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer des Königlich Preußischen Land⸗ gerichts für das Fürstenthum Schwarzburg⸗Sonders⸗ hausen zu Erfurt auf den 17. September 1888, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Erfurt, den 2. Mai 1888.
Stüber, Gerichtsschreiber des Königlich Preußischen Landgerichts für das Fürstenthum Schwarzburg⸗ Sondershausen, Civilkammer.
[8126]0 Oeffentliche Zustellung.
Der Handelsmann Bernard Elfring zu Schöppin⸗ gen, vertreten durch den Rechtsanwalt Brandis zu Ahaus, klagt gegen den Weber Bernard Feldkamp, früher in Schöppingen, jetzt dem Aufenthalte nach unbekannt, aus dem privatschriftlichen Vertrage vom 13. März 1873, mit dem Antrage: den Beklagten kostenfällig zu verurtheilen, zu bewilligen, daß Klager als Eigenthümer der Parzelle Flur 2 Nr. 288 Ka⸗ tastral⸗Gemeinde Stadt Schöppingen zum Grund⸗ buche eingetragen wird; auch das zu erlassende Ur⸗ theil für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Ahaus auf den 12. Juli 1888, Vormittags 10 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Ahaus, den 1. Mai 1888.
1 Mitsdörffer, 5
Gericht schreiber des Königlichen Amtsgerichts
[8204] Bekanntmachung. 8 Magdalena Fröhlich, Dienstmagd, in Moosch wohnend, Ehefrau von Benjamin Bauer, früher Rebmann in Beblenheim, jetzt in Amerika, ohne be⸗ kannten Wohn⸗ und Aufenthaltsort, vertreten durch Rechtsanwalt Port, im Armenrechte, klagt gegen ihren genannten Ehemann, mit dem Antrage auf Trennung der zwischen ihnen bestehenden Güter⸗ gemeinschaft.
Zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor der I. Abtheilung der Civilkammer des Kaiser⸗ lichen Landgerichts zu Kolmar i. E. ist Termin auf den 14. Juli 1888, Vormittags 9 Uhr, bestimmt. Dieser Auszug wird zum Zwecke der öffentlichen Zustellung, sowie in Gemäßheit des §. 4 des Ausführungsgesetzes vom 8. Juli 1879, bekannt gemacht.
Der Landgerichts⸗Sekretär: Jansen.
[8203] Gütertrennungsklage.
Philomene, geborene Kohler, ohne Stand, hat gegen ihren Ehemann Johann Saltzmann, Schuhmacher, mit welchem sie zu Mülhausen wohnt, eine Güter⸗
Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. .Berufs⸗Genossenschaften. .Wochen⸗Ausweise der deutschen Zettelbanken. .Verschiedene Bekanntmachungen.
hausen durch Herrn Rechtsanwalt Goldmann ein⸗ gereicht.
Termin zur mündlichen Verhandlung ist auf Dienstag, den 12. Juni 1888, Vormittags 9 Uhr, im Civilsitzungssaale des genannten Gerichts anberaumt.
Mülhausen, 7. Mai 1888
Der Landgerichts⸗Sekretär: Stahl. 8125] „Durch Urtheil der II. Civilkammer des Kaiser⸗ lichen Landgerichts zu Straßburg i. E. vom 2. Mai 1888 wurde die Gütertrennung zwischen den Eheleuten Loren; Offner, Wirth, und Josephine Kelhetter zu Holzheim ausgesprochen. Zur Aus⸗ einandersetzung der Vermögensverhältnisse wurden die Parteien vor Notar Humbert in Illkirch ver⸗ wiesen und dem Ehemann die Kosten zur Last gelegt. (L. S.) Der Landgerichts⸗Sekretär: Weber.
[8122 Bekanntmachung.
Durch Urtheil der I. Civilkammer des König⸗ lichen Landgerichts zu Elberfeld vom 4. April 1888 ist die zwischen den Eheleuten Fabrikarbeiter Rudolf Schehmann zu Elberfeld und der zum Armenrechte zugelassenen Ida, geb. Jung⸗ daselbst bisher bestandene eheliche Gütergemeinschaft mit Wirkung seit dem 27. Januar 1888 für aufgelöst erklärt worden.
Der Landgerichts⸗Sekretär: Schuster.
3) Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛe. Bekanntmachung.
11
Verpachtung des Königlichen Domänen⸗Vorwerks Giesekenhagen im Kreise Greifswald von Johannis 1889 bis dahin 1907.
Gesammtfläche 263,506 ha. Darunter 1,650 ha Gärten, 184,263 ha Acker, 46,530 ha Wiesen, 11,043 ha Weide — mit einem Grandsteuer⸗Rein⸗ ertrage von 2808 ℳ
Bietungstermin am 28. Mai d. Js., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in den Räumen der unterzeich⸗ neten Regierung.
Pachtgelder⸗Minimum 3150 ℳ Erforderliches Ver⸗ mögen 41 000 ℳ
Letzteres vor dem Termin dem Domänen⸗ Departements⸗Rath, Geheimen Regierungs⸗Rath von Woedtke nachzuweisen.
Pachtbedingungen sind in unserer während der Dienststunden einzusehen.
Stralsund, den 24. April 1888.
Königliche Regierung.
[5878]
Registratur
[5147] Bekanntmachung. 8
Der Pachtvertrag über die Königliche Domäne Cloeden mit dem Vorwerke Rettig und sonstigem Zubehör ist in Folge der Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des bisherigen Pächters zu Johannis 1888 aufgehoben worden.
Zur Neuverpachtung der Vorwerke und der Jagd⸗ nutzung auf 18 Jahre und zwar von Johannis 1888 bis dahin 1906 haben wir Termin auf
Donnerstag, den 24. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr,
in unserem Sitzungssaale — Dom Nr. 2 — vor dem Regierungs⸗ und Domänen⸗Departements⸗Rath Knappe anberaumt. Die Domäne Cloeden liegt im Schweidnitzer Kreise, 23 km von Wittenberg und 11 km von der Station Jessen entfernt; sie umfaßt rund 821 ha, darunter 405 ha Acker, 69 ha Wiese, 210 ha Hutung und 30 ha Heger und Baumplantagen. Das Pachtgelderminimum ist auf 39 000 ℳ, das Jagdpachtgeld auf 180 ℳ festgesetzt. Zur Ueber⸗ nahme der Pachtung ist ein disponibles Vermögen von 180 000 ℳ erforderlich. Pachtbewerber haben sich vor dem Termine über ihre landwirthschaftliche und sonstige Befähigung und über den Besitz des erforderlichen Vermögens auszuweisen. Die Verpachtungs⸗ und Lizitations⸗Bedingungen ꝛc. können während der Dienststunden in unserer Do⸗ mänen⸗Controle und auf der Domäne Cloeden ein⸗ gesehen, auch gegen Erstattung der Schreibgebühren und Druckkosten von uns in Abschrift bezogen werden. Pachtbewerber, welche die Domäne und die zu⸗ gehörigen Grundstücke in Augenschein zu nehmen wünschen, wollen sich an den Königlichen Sequester und Premier⸗Lieutenant a. D. Heise in Cloeden wenden. Merseburg, den 19. April 1888.
Königliche Regierung, Abtheilung für direkte Steuern, und Forsten.
Flach.
Domänen
175412 Chausseebau. b“ Der Kreis Kammin beabsichtigt in nächster Zeit
Looses und mit der Erklärung, daß Unternehmer von sämmtlichen Bedingungen Kenntniß genommen hat und sich denselben unterwirft.
Die besonderen Bedingungen können von uns gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden.
Situatjonspläne und Kostenanschläge liegen in unserem Bureau zur Einsicht aus.
Die Eröffnung der Angebote findet am
Montag, den 28. Mai d. J.,
“ Vormittags 10 Uhr, 8 im Kreishause hier statt. — Bis 15. Juni 1888 wird der Zuschlag nach unserem freien Ermessen er⸗ theilt, indessen behalten wir uns vor, schon vorher die Chausseebauten ganz oder theilweise aus freier Hand zu vergeben. „Die Bewerber sind 6 Wochen nach dem Er⸗ öffnungstermin an ihre Angehote gebunden und haftet hierfür eine bei Abgabs des Angebots zu stellende Bietungskaution von 1000 ℳ pro Loos, welche baar oder in Papieren bei der Kreis⸗Kom⸗ munalkasse hier zu hinterlegen ist. Angebote ohne Caution werden nicht berücksichtigt.
Kammin, Pom., den 20. April 1888.
Der Kreisausschuß.
75450) Bekanntmachung. Die Lieferung des muthmaßlichen Bedarfs an Konsumtibilien und Materialien für die an der projektirten Linie des Nord⸗Ostsce⸗Kanals zu er⸗ richtenden Baracken⸗Anlagen für die Monate Juni bis September d. J., nämlich: 10 000 kg Rindfleisch, 4000 kg Schweinefleisch, 1500 kg Hammelfleisch, 2000 kg Kalbfleisch, 2000 kg Bratwurst, 2000 kg Speck, 800 kg Schweineschmalz, 800 kg Faßbutter, 800 kg fische Butter, 800 kg Rindernierentalg, 200 000 kg Kartoffeln, 1000 kg ord. Graupen, 500 kg feine Graupen, 3000 kg Erbsen, 3000 kg Bohnen, 1000 kg Linsen, 100 kg Fadennudeln, 300 kg Sago, 2000 kg Reis, 300 kg geb. Pflaumen, 200 kg geb. Aepfel, 1000 kg Back⸗ obst, 20 000 kg Semmeln, 10 000 Stck. Heringe, 1500 kg Zucker, 500 kg Roggenmehl, 200 kg Buchweizenmehl, 200 kg Kartoffelmehl, 1500 kg Weizenmehl, 1000 kg Gerstengrütze, 2000 kg Käse, 15 000 1 Milch, 5000 1 Buttermilch, 12 000 kg frische Gemüse, 2000 kg Sauerkohl, 1000 1 Essig, 3000 kg Kaffee, 30 kg Ge⸗ würz, 30 kg Pfeffer, 40 kg Kümmel, 20 kg Nelken, 800 kg Zwiebeln, 300 kg Gries, 20 000 1 Braunbier, 60 000 1 Lagerbier, 500 1 Syrup, 25 000 Stck. Eier, 15 000 1 Korn⸗ branntwein, 5000 kg Salz, 10 000 kg Stein⸗ kohlen, 40 m Holz, 2000 1 Petroleum, 3000 kg ord. Seife, 1000 kg feine Seife, 300 kg Des⸗ infektionspulver, 1000 kg Soda, 200 Stück Reisigbesen, 200 Pack schw. Zündhölzer, 1000 m Scheuerleinewand soll in öffentlicher Verdingung vergeben werden. Die Verdingungs⸗Unterlagen können von uns gegen postfreie Einsendung von 1 ℳ baar oder durch Post⸗ anweisung — nicht Nachnahme oder Briefmarken — bezogen werden, auch liegen dieselben in unserm Bureau, Muhliusstraße 63, zur Einsicht aus. Die Angebote, welche den Bedingungen für die Bewerbung um Lieferungen genau entsprechen müssen, sind mit der Aufschrift: „Angebot für die Lieferung von Konsumtibilien und Materialien“ versehen bis Donnerstag, den 17. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, an uns einzusenden und werden alsdann in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter eröffnet werden. Für die Ertheilung des Zuschlags ist ine 14 tägige Frist vorbehalten. . Kiel, den 3. Mai 1888. Kaiserliche Kanal⸗Kommission.
[7808] Bekanntmachung. Der Bedarf von ungefähr:
500 chm kienen Klobenholz,
50 „ Torf und 12 500 Centnern Braunkohlen für die unterzeichnete Anstalt pro 1. Juli d. J. bie Ende Juni 1889 zur direkten Einlieferung nach Be⸗ darf soll im Wege der Submission beschafft werden. Versiegelte Offerten hierauf werden bis zum
25. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr,
im Geschäftszimmer der Anstalt entgegengenommen und in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten geöffnet. Es können jedoch nur diejenigen Sub⸗ mittenten berücksichtigt werden, welche die im Ge⸗ schäftszimmer ausgelegten Bedingungen eingesehen und unterschrieben haben, oder dieselben als maß⸗ gebend in ihren Offerten anerkennen. Die Preis⸗ forderungen sind beim Holz mit und ohne Anfuhr ꝛc. in die verschiedenen Anstaltsräume getrennt und bei den Kohlen pro Centner anzugeben. Potsdam, den 3. Mai 1888. Königliches großes Militair⸗Waisenhaus. — nmgmnmmmmmmmmᷓᷓᷓ˖ ˖ łᷓłłwittteʒeʒʒm
folgende neue Chausseestrecken zu bauen: a von Kammin nach Gr. Justin, 14,5 km lang, b. von Gülzow nach Pribbernow, 15,3 km lang, c. von Stepenitz nach der ehemaligen Staats⸗ chaussee zwischen Pribbernow und Hammer (Knick), 12,5 km lang. Die veranschlagten Kosten belaufen sich rund: zu a. auf 212 000 ℳ, zu b. auf 198 000 ℳ, zu c. auf 187 000 ℳ Die gesammten Arbeiten sollen im Wege der General⸗Entreprise ausgeführt werden, dergestalt, daß je eine Strecke vergeben wird, wobei indessen nicht ausgeschlossen ist, daß einem Unternehmer alle drei Strecken übergeben werden.
Die Angebote erfolgen in Prozentsätzen über oder
4) Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren.
[57347] Bekanntmachung. Als Tilgungsrate pro 1888 sind folgende in Ge⸗ mäßheit des Allerhöchsten Privilegiums vom 12. März 1860 ausgegebenen Obligationen des Wilkau⸗ Carolather Deichverbandes ausgelcost: Litt. A. Nr. 64 72 99 100 101 108
134 135 139 à 1500 ℳ 13 Litt. B. Nr. 189 213 244 281 330
500 ℳ
38394 402 438 441 498 690 693
699 789 à 300 ℳ 4 200 „
Zus. 17 700 ℳ
1 Braun, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
trennungsklage am Kaiserlichen Landgerichte zu Mül⸗
“
E111u1.“
unter dem Kostenanschlage unter Bezeichnung des
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Die Inhaber dieser Obligationen werden hierdurch
“