1888 / 137 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 28 May 1888 18:00:01 GMT) scan diff

337 850

Fr. durchschnittlich pro Kilometer kostete. 27 Bahnen schwanken die Kosten zwischen 8854 Fr. und

schnittlich. Das rollende Material sämmtlicher schweizer Bahnen bestan

am Ende des B

wagen brachte) aus:

Güterwagen mit Hamburg, „Lessing“ ktiengesel lymouth angekommen.

27. Mai. der Hamburg

von 282 P

Theater und Musik.

Im Königlichen Opernhause kam Gästen in musterhafter in den Händen

seiner sympathischen, seiner den begeisterten st ihm

„Lohengrin“ mit 2 Die Titelrolle lag Theater in Köln, der mit und mächtigen Stimme

gerecht wurde und völlig verdiente. Es ist sein künstlerisches Bestreben ganz wurde die Absicht, sich selbst

geben, erkennbar; vielmehr behiel

Theil

daß Hr. den Glanz

mehr hervorragender sich sehr wohl, die Kraft und

einer Stimme, welche für das heldenhaft für die zarten Ge Der Lo gestern stellerischer Beziehung tadellos, tiefe mußte.

drucksfähig ist wie Der Lohengrin, wie er ihn künstlerische Leistung eine und Zuschauer avusüben

der zweite Gast des Abends, der den „Heinrich“ sang.

hin die Ausdrucksfähigkeit überdies eine kräftige Gestalt ihm um so mehr zu spielerisch eine gute Sangeskräfte entledigten sich schaft. Eine recht erfreuliche

des Hrn. Schmidt, der sowohl gesanglich wie das Mittelmaß sehr wesentlich erhob. besonders gut disponirt und hatte al

tief ergreifender In

ihr mit der Rolle der

Gastspiel fort und

Rossini's „Barbi

mit zu den

Wirkung.

„Amina“

ihre technische Gewandtheit wünschen übrig,

nur ein beschränkter

etwas

des Aufgabe

anderen

wurde. Seidel im seiner Stimme

so daß die

Baß, während i verläßt. D von als

verräth.

ihrer Aufgaben mit gewohnter Leistung war namentlich der Telramund schauspielerisch sich über Fr. Staudigl zeigte sich gestern s8 Ortrud einige Momente von

„Nachtwand zweites Debü

es ve und verstand

werden,

den V

Umstand nur noch deutlicher zu Tage treten. Was d

Leistung der jungen Dame anbetrifft,« so zeigte

Befangenheit, nicht gut ansteht. Immerhin der Dame ein erfreuliches und die vorgestern fand, wieder

eine sehr

war auch das Aufnahme,

wohlwollende.

in Beifall 3 Sängern besonders hoch anzurechnen; anstatt der darzustellenden G t der Künstler immer das Auge, von dem er gerade durch sein

echt gut war Hr. Litter vom Stadt⸗Theater in

1 , Hr. Litter besitzt einen wohltklingenden und Iin der Mittellage auch kraftvollen

s ebenmäßigem Bau, Statten kommt, Schulung

Berichtsjahrs (welches eine Vermehrung von 16 Lokomotiven und 28 Personenwagen sowie eine Verminderung b 639 Lokomotiven von Pferdekräften (durchschnittlich jede Personenwagen mit 6396 Plätzen erster Kl.⸗ Klasse und 50 370 Plätzen dritter Klasse,

im Ganzen 93 473,5 t Tragkraft. (W. T. B.) Der Postdampfer 1 »Amerikanischen Packetfahrt⸗ lschaft ist, von New⸗York kommend, heute früh in

ferdekräften),

1

gestern Wagner'’'s Weise zur Auffuührung. Hrn. Seidel vom Stadt⸗ wohlgeschulten Hinsicht Hörer gegenüber nirgends estalt zu t Ganze im weises Maßhalten ein um so Hiermit

jeder der

verträgt rechten

voll entfaltete,

haft Erhabne fast ebenso aus⸗ fühle warmherziger Innigkeit. gab, war aber auch in dar⸗

ganze einheitlich⸗ auf die Hörer auch Köln,

hn nach der Tiefe er Sänger hat welche er auch schau⸗ Die heimischen Künstler⸗

Kroll's Theater setzte am Sonnabend Miß Mary Howe in der zwar hatte sie als ihr er von Sevilla' gewählt.

schwierigsten für Koloratursängerinnen eine nicht ungewöhnliche Fertigkeit im Vortrage des Diese Fertigkeit besitzt ja Miß Home auch der überaus kunstvoll gearbeiteten Partie Das Nachtigallenlied gab ihr überdies zu zeigen.

so kann nicht geleugnet jungen Dame nicht ausreicht für die Rosine,

und der etwas ängstliche

lerin“ begonnenes t die Rosine“ in

Diese Rolle gehört und erfordert daher

rzierten Gesanges. es, die Feinheiten

zur Geltung zu bringen. noch besondere Gelegenheit, Läßt die Schulung nichts zu daß das Organ der

n der Umfang ist ortrag ließ diesen je schauspielerische

dieselbe eine gewisse wie sie der Rolle der übermüthigen

Rosine eigentlich zweite Gastspiel

welche dieselbe auch

Die übrigen

Bei den übrigen 303 097 Fr. durch⸗

von 44 Güter⸗ insgesammt 180 309 1838 asse, 25 146 Plätzen zweiter ferner 9044 Gepäck⸗ und

es Moment

Rollen w

d wie in Dar

Riechmann Kroll Mittwoch,

von der beseitigt vorgeholt.

für

Hinde I. Gar Flachrennen.

Rennen trafen des Lt. unter seinem Besitzer mit des Rittm. gleichfalls im Ziel „Leander“ Des Rittmstr. von Schmid Senden I. wurde drei L Dritte, Lieut. von Koppy's br. St. von Gayl Vierte und des Rittmstr. on Sydow landete als Letzter. II. Rathenower Jagd⸗Rennen. 400 dem zweiten, 300 dem

„Gallmännel wurde, so todtes Renne

unter Lieut.

Distanz „Tit⸗bit“

ca. Linden. Des

auf.

Distanz ca. Uebergebots. meldet; am

„Terminus“

renten davon von Schmidt⸗

SB

Morge

die des Grafen Almaviva

Fricke als Figaro, Bartolo gefiel dur

Heute Schauspielhause, Daches errichtet war,

wurden,

über die Bahn. unter Lieut. v

it“ unter Lieut. G sehr willig und siegte leicht mit fün Graf Bismarck br. H „Klabauterman“

seinem Besitzer refüͤsirte Des Herzog Ern „Balnagowan“ mußte erschossen werden. W 360 dem Z

v. Puttkamer 6 jähr, F.⸗H Schönburg 6 jähr. dbr. St. „Mermilla“. spielend mit zwei Längen 2000 eingesetzt und in der Versteigerung von Hrn. v. Schra für 2200 gefordert, so daß „M zufiel, der Sieger erhielt 1160 Herren⸗Hürden⸗Rennen. ca. 4000 m. Des Lieut.

aren recht gut

b

in der stellung viel zu wünschen übrig läßt. der frisch sang und spielte. ch seinen gesunden Humor;

mit dem Basilio ab.

's T

früh 7 Uhr

Feuerwehr mit sind

heater. Hrn. Mierzwinski“ bringt noch einmal den „Arnold“ im „Tell“, mit wel er, wie berichtet, am Freitag Furore machte. morgen (Dienstag) angekündigtermaßen noch ei

arbier von Sevilla?.

bis

Von denselben ist

rniß⸗Rennen“ denia⸗Rennen.

Das auf der Rennbahn bei Sonntag Nachmittag abgehalte

Distanz 2200 m.

8 der gleichzeitig n erkennen mußte.

Freiherrn von

2500 m.

Des

von

Lieut.

weiten.

2200 m.

Zu Ablaufspfosten

Dem

Pauli a. br. W.

wurde Zweiter und ließ des Hrn. Rittmeister von Heyden⸗Linden w

a. D.

Lieut. Graf Schierstedt

Freiherrn von Gayl F hartnäckig und gab st Günther zu

unter Lieut. von Sydow

von Witzleben 4jähr. br. H. „D unter Mr. Eyre war heut sehr gut disponirt, ging den Konkur⸗ und siegte leicht mit zehn Längen.

„Sutton“

ese⸗ t, bis auf eine r. Cronberger sowohl in

wacker fand sich

8 8

Mannigfaltiges.

brach das Gerüst welches für den Abbruch des alten hölzernen plötzlich zusammen. 1 bewunderungswürdiger

Aus den Trümmern,

14 bereits

Verunglückte

jetzt verstorben.

einer

Verunglückten wurden mittelst Droschken und Krankenwagen sofor verschiedene Krankenhäuser überführt. hat selbstredend bis jetzt nicht ermittelt werden dem Ergebniß der sofort eingeleiteten Untersuchung vorbehalten blei

Die

Hoppegarten am gestr

ne Frühjahrsmeeting des „Vereins ergab folgendes Resultat: Preis 800 dem ersten.

In einem Winckel

sehr a. br. von Tresckow 4 jähr. F. seinem Besitzer daß der Richter ging später für den P

von ein,

2

von Köller br. H Preis getheilt. Preis 1000

Hahn 5 jähr. folgte

unter Rittmstr.

Schleswig⸗Holstein br.

Preis 1000 die Hälfte waren 8 Pferde jedoch nur und des Grafen R.

geschlagen. ermilla“ ein Betrag von 100

Preis 1800

vom 28. Mai 1888,

ns.

Bar. auf 0 Gr. u. d. Meere

8 ig

4⁰ 9

Temperatur

in ° Celsius

Stationen.

Bar. auf 0 Gr.

u. d. Meeress red. in Mi

p.

illim.

Wind.

l.

Temperatur 4 9

b Wetter. V

50 C.

d

ONO ONO OSO W

Mullaghmore

Aberdeen. Christiansund Kopenhagen. Stockholm. Haparanda. St Petersburg Moskau ...

Cork, Queens⸗ towm...

Hamburg.

Swinemünde W

Neufahrwasser W

Memel.. SW

Münster. NW

Karlsruhe.. NO

Wiesbaden N

München.. NW

Chemnitz. N

Berlin WNW

Wien...

Breslau..

Triest.

&

22ö22ö2 SSo 6& &

N

EGᷓmRmG;

22ö2 —‚E

SSO WNW NNW WNW

¹) Früh Regen. ²) Nachmittags Regen.

Uebersicht der Witterung.

ist auf dem ganzen Ge⸗ Ueber Centraleuropa ist das Wetter kühl, im Norden, bei mäßigen westlichen veränderlich, im Süden bei schwacher, meist nordöstlicher Luftströmung heiter

Die Luftdruckvertheilung biet ziemlich gleichmäßig.

und südwestlichen Winden,

und trocken. In Deutschland liegt

an der Küste 3 bis 8, im Binnenland unter der normalen; stellenweise ist Regen gefallen,

am meisten 7 mmüin Breslau.

4 bedeckt 3 bedeckt 1 wolkig 4 bedeckt still bedeckt N 2 wolkig 1 bedeckt WSW 2 bedeckt

2 halb bed. 1 wolkig

6 wolkig

3 wolkig¹)

5 bedeckt

4 wolkig

3 Regen

3 bedeckt

3 wolkenlos 2 bedeckt 3 wolkenlos 9 2 bedeckt 4 Regen 8 2 wolkenlos 5 bedeckt²)

still wolkenlos 19

Deutsche Seewarte.

00,—80

V

EOSOOOOʒ O0 O0⸗

—,8I D+O D 2—²—

6

10 9

die Temperatur e 2 bis 7 Grad

Moskau . ..

Mullaghmore

berdeen.. Christiansund Kopenhagen. Stockholm.. Haparanda. St. Petersbg.

757 760 757 757 752 756 756 757

S ð&

8

4 bedeckt 2 wolkig 2 Schnee 2 Regen still still WNW 1 bedeck

Regen wolkig

Oo CcOo=NCS O0cS in 0 Celsius

—9

Cork, Queens⸗

town.. b

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amburg Swinemünde Neufahrwasser Memel.

754 756 756 756 757 758 759

S 80

SW

1

9SO 4 SSW 3 bedeckt S 1 wolkenlos still bedeckt

2 wolkig b WSW 4 wolkig

bedeckt

—,— 2

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00b

Paris.. Münster... Karlsruhe .. Wiesbaden.. München

Chemnitz.. Berlin.

Breslau.

Nizza.... Priest ..

1) Thau.

biete sehr allenthalben stilles, heiteres,

der normalen, in

Südwest.

758 WIWI17

Fed rx.. 88.

Uebersicht der Die Luftdruckvertheilun gleichmäßig, schwach. Ueber Central⸗Europa herrscht

758

7533 NNO 755 755 NO 756

757

SO 757

still

daher

trockenes und

indessen liegt die Temperatur noch

2 heiter V still wolkenlos 2 wolkenlos still wolkenlos 756 O 1 8 wolkenl. ¹) still halb bed. 759 O 1 WNW 5 758 ONO 3 759

1

V 13 V 12 heiter 16 12 11 13 wolkenlos 8 halb bed. 14 Regen 14 wolkenlos 19

—2 bo

heiter

Witterung. g ist auf dem ganzen Ge⸗

die Luftbewegung

wärmeres Wetter, erheblich unter

Münster und auf Sylt um 7 Grad.

Deutsch

Die oberen Wolken ziehen über Rügenwaldermünde und Kaiserslautern aus West, über Karlsruhe aus

e Seewarte.

Theater⸗Anzeigen.

Königliche Schauspiele. haus. Ballet 3 Akten

in

Letztes Auftreten des Frl. dell' aison.

Wallner⸗Theater. 123. Vorstellung.

Dienstag: Opern⸗

118. Vorstellung. Satanella. Phantastisches

et 8 und 4 Bildern von Paul

Fählioni. Musik von Pugny und P. Hertel. Anfang r

Era in dieser

Auf glatter

Bahn. Lustspiel in 4 Akten v

mann. Anfang 7 Mittwoch: Turandot.

Schwank in 4

Schluß: Eine alte Sch

Uhr.

Opernhaus. 1 Komische Oper in 3 Akten, und Dichtung von Theobald gesetzt vom Regisseur Salomon.

Wallner⸗Theater.

Akten von Ott

on Heinrich Heine⸗

19. Vorstellung.

Musik

Rehbaum. In Scene

124. Vorstellung. Die Maus.

Unfang 7 Uhr.

o Girndt. Zum

achtel. Lustspiel in 1 Akt

von G. zu Putlitz. Anfang 7 Uhr.

8

8

(zu Welt in 80 Tagen, nebst einem Vorspiel: Die Wette um eine Million. mit Ballet von A. d'Ennery und Jules Verne⸗

: Erste Aufführung von:

Costümen: Operette in 1 Aufzu neu in Scene gesetzt, Cavallerie. Carl Costa. Auftreten erster Gesangs⸗ tuosen.

Mannschaft an Bord. Im Concert. Auftreten sämmtliche mental⸗Künstler.

Francillon. Scha (Sohn).

Miß Mary Howe. villa.

österreichischen Kammersänge beeen und der Fr.

Vorstellung, leuchtung des Sommergartens: Concert.

29. Male: in 4 Akten von der Vorstellung: des Ersten Schwedischen Damen⸗S Duettisten Gebrüder Meinhold

Deutsches Theater.

Donnerstag: Die berühmte Die nächste Aufführung

Hictoria-Theater. Die halben Preisen): Die

Sonnabend, den 2. Juni

Luther und seine Zeit.

Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater.

Neu in Scene Mannschaft an

Dienstag: mit neuen

Im

Mittwoch: Im Theater: L

Am 1. Juni beginnt die

billets. Dieselben gelangen zum rechtigend die ganze Saison, validendank zur Ausgabe.

zum Eintritt in Pa an der Thea

Residenz-Theater. Diensta Deutsch

Kroll's Theater. Dienstag: Gastspiel der Der Barbier von Se⸗

(Rosine: Miß Howe.) Mittwoch: Gastspiel des K.

e . Täglich: Bei günstigem Wett Abends bei brillan

Belle-Alliance-Theater. Die Goldtante.

igeuner⸗Kapelle Domby⸗ Karoly.

llumination.

nämlich Gesang Recht gut war Hr. Hr. Friedrichs als

s vierter Gastspielabend, am

Miß Howe wiederholt nmal die „Rosine“

im Königlichen

Aufopferung

Ursache des Unglücks können, sondern muß

Offizier⸗ scharfen „Leander“

geritten

t⸗Pauli br. St. „Forelock“ ängen zurück Ragout“ unter Lieut. Freiherrn „Iburg“

i dem ersten, dritten Pferde. Offizier⸗Reiten. br. St. r ihrem Reiter f Längen gegen des Rittmstr. von Heyden⸗ W. „Roseneath“ unter der Reiter das Rennen

war niedergebrochen und erth des Rennens 1120 der Siegerin,

III. Wilmersdorfer Hürden⸗Rennen. zweiten Pferde diesem Rennen

erschienen . „Terminus“

ange⸗ des Lieut.

Die letztere wurde von Sie war mit

Distanz on Merino“

Des Rittmeisters unter Hrn. von Ravenstein Adalbert br. St. „Browne“ unter eit zurück. Werth des Rennens

D von Götz von Ber⸗ lichingen findet am Freitag, den 1. Juni, statt.

Großes Ausstattungsstück

ge von J. L. Harisch.

Komische Operette in 2 Park: Großes Tripel⸗Concert. und Instrumental⸗Vir⸗ Sehenswürdigkeiten des Parks. Anfang der Vorstellung 7 Uhr.

Park: Großes Triple⸗ r Gesangs⸗ und Instru⸗

uspiel in 3 Akten von A. Dumas 0 von Paul Lindau. Anf. 7 ½ Uhr. Schluß der Saison am Freitag, den 1. Juni.

rs Hrn. Carlotta Grossi:

Carl Costa. Vor, Großes Doppel⸗Concert. Auftreten

V. Pre Hr. Grafen B. des Grafen chem Betrage von 400 dem Distanz ca.

Steinbock 4j des Rittmstr.

im

refüsirte, so hall“ die her⸗ Die t in Arbeit ausge

S⸗ Dieselbe

stickerei.

igen Aufmerksamke

W.

Die auf Schröder, reis i

Gebäude der

dieses Flügels

wieder unterge

Johann W.

und Ganzen Wälder zeig vom zartesten aber, dem schalten und

des

C.

kapelle vor der

London,

durch die Exp den bisherigen worden.

Dienstag: Die Welt in der man sich langweilt. Mittwoch: Die Makkabäer.

Frau.

nstag: Z. 658. M. Reise um die

gesetzt, mit neuen Bord. Komische Hierauf, Leichte Akten von

Costümen:

eichte Kavallerie.

ltigkeit der Saison⸗ Preise von 6 be⸗ rk und Theater für terkasse und im In⸗

g: Zum 125. M.:

preuß. und K. K. Ladislaus

er vor und nach der ter elektrischer Be⸗ Großes Doppel⸗

Dienstag: Zum Posse mit Gesang während und nach

extetts, der Gesangs⸗ und der ungarischen Brillante

1720 dem Sieger, „Sutton“ erhielt 400 aus den Einsa „Browne“ mußte mit dem Rest vom 40

dem zweiten Pferde.

niedergebrochen war. „Etta“

v. Senden I. traf all Preises mit 1680 bis Mittwoch eine Stickereigeschäft von W. Ziesch u. Co. in Berlin

der ersten Gobelinwirkerei in Deutschland Hr. Professor

zu heute angekündigten schaft zu halten.

Marmorbüste

Artilleriestraße feierlich enthüllt worden.

Greifswald, 27. Mai. Flügel des Universitäts⸗ gegen 6 Uhr Abends Feue

Herr zu werden. später in der vom

den Riesenbergen einzelnen Schluchten hält er der dürfte ihn dort auch noch die

Wirthinnen harren der Gäste, die da Thermalquellen

concertirt in der Kolonnade Wohnungen sind bis heute noch nicht viel besetzt, Saison erst mit dem 1. Juni lebhaft wird. Für schon zahlreiche Wohnungsbestellungen eingelaufen.

„Reuter'schen Bureaus“

sich begnügen. 1200 dem ersten, Jagd⸗Rennen. Distanz ca. 4000 m. Buinski's 4jähr. br. St. „Etta“ traf allein Sierstorpff⸗Franzdorf F.⸗St. „Margravine“

is vom Juliusthurm.

1310 Preis 1500 dem ers⸗

zweiten Pferde. Jagd⸗Rennen II. Külr 1 Hrn. Fr

„unter Hrn. v. Ravenstein und v. Schmidt⸗Pauli F.⸗St. „Ruby“ unter Lieut. Frhrn „Ruby“ sich widerspenstig zeigte und hartnaͤckg

der Richterloge ein; er erhielt den Büül

4500 m. Am Start erschienen nur des ähr. F.⸗H. „Juliushall“ Da mußte sein Reiter das Rennen aufgeben, und ein vor

Im Kunstgewerbe⸗Museum ist gegenwärtig für einige Tag⸗ für die Münchener Ausstellung bestimmte

stellt, nämlich eine Gobelinwirkerei, welche das

hat herstellen lassen

besteht aus zwei dekorativen Pilastern mit Fruchtgehängen nach altitalienischen Vorbildern in einer Einrahmung von Applicationz. Diese vorzüglich gelungenen Stücke verdienen eine

besond darstellen, die edle Techre

wiedereinzuführen.

Schrader ist durch Krankheit verhindert, den Vortrag in der Orientalischen Gesell⸗

it, da sie den ersten Versuch

des Gynäkologen.

Professors Karl welche im Auftrage der Schüler 18

und Verehrer des

Heimgegangenen der Bildhauer Martin Wolff, Sohn Albert Wolßz, geschaffen, ist gestern in dem aus Schröder's Anregung hervorgegangenen

Königlichen Entbindungsanstalt in der

(W. T. B.) In dem Krankenhauses hierselbst r aus. Der Dachstuhl und waren fast ganz zerstört, als es gelang,

Auditorium⸗ brach heute das Innere G ¹ 1t des Feuerz Die Kranken sind sämmtlich zuerst entfernt und Feuer unberührten Abtheilung des Krankenhausez bracht worden.

is bad im böhmischen Riesengebirge, Ende Mai⸗ Von ist der Schnee so ziemlich verschwunden, nur in Frühlingssonne noch Stand, und Julisonne treffen. Im Großen Riesengebirge Toilette gemacht, die en sich in den herrlichsten Farbennüancirungen

bis zum tiefdunklen Grün. In Johannisben Schmuckkästchen des böhmischen Riesengebirges, walten emsige Hände, und fürsorgliche Wirthe und bei unseren heilbringenden Gesundung oder Erholung suchen. Die Kurmustk⸗ Kurzem noch am K. K. priv. Carl⸗Theater in Wien seit Pfingstsonntag täglich zweimal. da die eigentliche Juni und Juli sind

aber hat das

27. Mai. (W. T. B.) Nach einem Telegramm des e. aus Toronto in Canada, von gestern, sind losion eines Gasometers in Montreal nach

Ermittelungen 7 Personen getödtet und 30 verlett

Mittwoch: Zum 30. Male: Großes Dovppel⸗Concert. Spezialitäten.

Die Goldtante. Auftreten sämmtlicher

Central-Theater. Dienstag: Zum 81. Male: Die Himmelsleiter. Gesangsposse in 4 Akten von W. Mannstädt. Anfang 7 ½ Uhr.

Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

Sonnabend, den 2. Juni: Benefiz für Hrn. Kapel⸗⸗ meister G. Steffens.

Familien⸗Nachrichten.

Verlobt: Frl. Josephine Schwartz mit Hrn. Land⸗ richter Hellmann (Essen a. Rhur). Frl. Ida Hanke mit Hrn. Ober⸗Kontrol.⸗Assistent Rudolph Thomas (Glogau—Sagan). Frl. Mathilde Lages mit Hrn. Reg.⸗Baumeister Alfred Sachse (Bielefeld Köln). Frl. Anna Romevycke mit Hrn. Hauptmann a. D. Paul Schellwitz (Ublic bei Lötzen Berlin). Frl. Lia Graff mit Hrn. Prem.⸗Lieut. Eduard Koehn von Jaski (Tondern) Frl. Gertrud Rohland mit Hrn. Willy Herbig (Görbersdorf i. Schl Berlin). Frl. Eva Schmidt mit Hrn. Wasserwerk⸗Inspektor Ernst Schmidt (Spremberg Friedenau).

Verehelicht: Hr. Dr. J Ruhemann mit Frl. Adele Köstermann (Berlin). Hr. Reinhard Sydow mit Frl. Magdalene Deicke (Berlin). Hr. Gerichts⸗Assessor Dr. Bleichrodt mit Fil⸗ Hedwig Fender (Landsberg a. W. —Berlin).

r. Prem.⸗Lieut. Woldemar Graf von Pfeil und lein⸗Ellguth mit Frl. Katharina Wollank (Co⸗ burg). Hr. Hermann Freiherr von Hodenberg mit Frl. Helene Gräfin Kielmannsegg (Celle). r. Pfarrer Emil Mißfelder mit Frl. Elise Bluhm Sohrau i. Oberschl. Königsberg). Hr. Amts⸗ richter Theodor Weiller mit Frl. Maria Zinder

(Eschweiler). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rechtsanwalt Schmidt (Gumbinnen). Hrn. Rudolf Clément (Bochum). Hrn. Prem.⸗Lieut. Herrmann (Klein⸗ Glienicke). Eine Tochter: Hrn. Major ron Troschke (Berlin). Hrn. Rechtsanwalt Oskar Krause (Düsseldorf). 8 Gestorben: Hr. Korvetten⸗Kapitän Alfred Frlr. von der Goltz (Berlin). Hr. Stations⸗Assistent Herrmann eymann (Posen). Verw. Freifrau Emilie von der Lancken⸗Wakenitz, geb. von Wake⸗ nitz (Klevenow b. Grimmen). Hr. Rentier und Stadtrath a. D. Ernst Fricke (Aschersleben). Hr. Oberförster a. D. Emil Migula (Pohlom b. Königsdorf).

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Scholz).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Vier Beilagen

Berlin:

(einschließlich Börsen⸗Beilage). (777)

satzen, 400 4 Das ein, de

unterwenn erhielt den Werth des Rennens sa

VI. Schluchten⸗Jagd⸗Rennen.

Anzeiger und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeiger.

Erste B ilage

Berlin, Montag, den 28. Mai

1888.

Bekanntmachung,

be re end die Abänderung der Aichor .“ und der Aichgebühren⸗Taxe.

Vom 4. Mai 1888.

Auf Grund des Artikels 18 der Maß⸗ und Gewichts⸗ ordnung vom 17. August 1868 erläßt die Kaiserliche Normal⸗ Aichungs⸗Kommission folgende Vorschriften: Artikel 1. Die nachbezeichneten Bestimmungen werden, wie folgt,

. 25 Nr. 7 der Aichordnung.

Der Boden hölzerner Hohlmaße darf aus mehreren Stücken bestehen, wenn diese durch Zusammenleimen oder in anderer Weise dauerhaft mit einander verbunden sind.

§. 25 Nr. 11 der Aichordnung.

Bei Spanmaßen von mehr als 20 1 soll der Beschlag aus drei Bandeisen gebildet sein, welche unter dem Boden sich kreuzen, an der Wandung aufsteigen und an ein den oberen Rand umgebendes Bandeisen fest anschließen. Eines der Bandeisen soll die Verbindung des Spans decken.

In demjenigen Durchmesser des Randes, welcher die Verbindungsstelle des Spans trifft, soll ein eiserner Steg an⸗ gebracht sein, dessen obere Fläche in der Ebene des Randes liegt, dessen breitere Seitenflächen lothrecht stehen und dessen Mitte durch eine eiserne Stütze mit dem Boden verbunden ist. Von Steg und Stütze darf abgesehen werden, wenn der Rand des Maßes anderweit hinreichend versteift ist.

§. 67 Nr. 5 der Aichordnung. 6

Die Stempelung der gleichnamigen oberschaligen Waagen erfolgt auf einem Arm des die Gewichtsschalen tragenden Balkens; sie kann auch mittelst Aetzens geschehen. .

Allgemeine Bestimmungen Nr. 2 Absatz 2

der Aichgebühren⸗Taxe. Für Berichtigungsarbeiten, welche den Aichämtern durch

dnung

ausdrückliche Vorschrift gestattet sind, für welche aber Ge⸗

bührensätze nicht bestehen, darf eine angemessene Vergütung

berechnet werden; die Aufsichtsbehörden sind befugt, die Höhe

solcher Vergütungen nach Ermessen zu beschränken. Artikel 2. 1

An die Stelle der Vorschriften im ersten Abschnitt der Aichordnung unter VII treten vom 1. Oktober 1888 ab folgende Vorschriften, betreffend die Aichung von Meß⸗

werkzeugen zur Bestimmung des Stärkegrades 1 weingeistiger Flüssigkeiten. § 1. Zugelassen werden gläserne Thermo⸗Alkoholometer, welche

die Temperatur in Graden des hunderttheiligen Thermometers

und, bei der Temperatur von 15 Grad, die Spiritusstärke in Gewichtsprozenten angeben.

Die Skalen der Instrumente theilt sein: 3 3 a. die Alkoholometerskale umfaßt nur Angaben zwischen 10 und 67 Prozent und schreitet nach halben Prozenten fort, während die Thermometerskale in ganze Grade getheilt ist; oder 1]

b. die Alkoholometerskale umfaßt Angaben nicht unter

sollen, wie folgt, ge⸗

65 Prozent und schreitet nach Fünftelprozenten fort, während

die Thermometerskale in halbe Grade getheilt ist; oder endlich

c. die Alkoholometerskale umfaßt Angaben nicht unter 65 Prozent, aber nicht mehr als 20 Prozente, und schreitet nach Zehntelprozenten fort, während die Thermometerskale in halbe Grade getheilt ist. .“ u

In jedem dieser Fälle soll die Thermometerskale von 12 Grad unter Null bis 30 Grad über N reichen.

1) Die für die richtige Einstellung erforderliche Be⸗ fgeas 8 Thermo⸗Alkoholometers soll durch das Queck⸗ silbergefäß des Thermometers bewirkt werea

Tarirungsmittel zur letzten Ausgleichung dürfen auf der Innenseite der Skalen angebracht sein. 1

2) Die äußeren Glasflächen sollen einen gleichmäßigen, zu der Achse symmetrischen Verlauf haben; die Massenverthei⸗ lung des Glases soll hech sein, daß die Spindel beim Ein- tauchen sich lothrecht einstellt.

den S soll einen durch grobe Unebenheiten nicht unterbrochenen Verlauf haben; von der Spindel darf sie durch keine der Stempelung hinderliche Einbuchtungen oder Erhöhungen geschieden sein. 3

1 Der zußesc des unteren Glaskörpers darf 28 mm nicht übersteigen.

4) Die auf Papier aufzutragenden Skalen sollen an der Glaswand unveränderlich befestigt sein; Bindemittel, welche durch Erwärmung sich lösen, sind unzulässig. G

Tarirungsmittel dürfen durch Einwirkung von außen sich nicht verrücken lassen, auch nicht von selbst sich loslösen önnen. 1

5) Der obere Rand der Alkoholometerskale soll wenigstens 15 mm unterhalb der Kuppe liegen. 1

Der obere Rand der Thermometerskale soll wenigstens

mm unterhalb der 1“ an welcher die Ver⸗ jüngung des Glaskörpers beginnt.

266)0di Theilftriche der Skalen sollen in Schwarz aus⸗ geführt sein. 1 b“ 1

Auf der Alkoholometerskale sollen die Theilstriche für die vollen Prozente und bei Theilung in Zehntelprozente auch 8 die halben Prozente länger als die übrigen Theilstriche ein; doch sollen die kürzesten Striche auf mindestens Zwei⸗ fünftel des Umfanges der Spindel sich erstrecen..

Auf der Thermometerskale sollen die Theilstriche in nicht unterbrochenem Zuge verlaufen, sie sollen zu beiden Seiten der Thermometerröhre sichtbar sein. ““

7) Die Alkoholometerskale soll in die Erweiterung des Endes der Spindel hinabreichen; Theilstriche darf sie nur weit tragen, als die Spindel cylindrisch ist 8

mischungen mit

Die Thermometerskale darf Theilstriche nach unten hin nur bis zur Biegung der Thermometerröhre tragen. 8) Die Skalen dürfen erhebliche Eintheilungsfehler nicht zeigen; benachbarte Intervalle dürfen um höchstens ¼ ihrer mittleren Länge von einander abweichen.

9) Auf der Thermometerskale soll das kleinste Intervall der Eintheilung mindestens 1 mm betragen.

Auf der Alkoholometerskale soll das Intervall von 1 Prozent bei einer Theilung in halbe Prozente mindestens 2, bei einer Theilung in Fünftelprozente mindestens 4, bei einer Theilung in Zehntelprozente mindestens 6 mm betragen.

10) Nebentheilungen für andere als die nach §. 1 zu⸗ lässigen Temperatur⸗ und Stärkeangaben sind ausgeschlossen.

Die Thermometerskale soll die Bezeichnung: „Grade des hunderttheiligen Thermometers“ tragen. Sie soll außerdem mit demjenigen Merkmal versehen sein, welches zur augen⸗ fälligen Kennzeichnung der nach diesen Bestimmungen zu⸗ lässigen Thermo⸗Alkoholometer vorgeschrieben werden wird. Die Alkoholometerskale soll die Bezeichnung „Alkoholo⸗ meter nach Gewichtsprozenten“ tragen. 1 Die Numerirung der Theilungsstriche sowie die Bezeich⸗ nung der Skalen soll deutlich sein. . Eine Geschäftsnummer soll auf der Thermometerskale ben sein. 8868 6 ist es, auf einer der Skalen Namen und Sitz eines Geschäfts sowie Tag und Jahr der Anfertigung des Instruments anzugeben. 1 Andere Angaben sind

Im Mehr oder im Minder dürfen die Fehler der Skalen betragen, je nachdem die Alkoholometerskale getheilt ist in:

½ Prozent oder ¼10 Prozent am Thermometer 0,4 Grad 0,2 Grad

am Alkoholometer. 0,25 Prozent 0,1 Prozent.

Am Alkoholometer sind diejenigen Angaben maßgebend, welche an der Schnittlinie des Flüssigkeitsspiegels und der Skalenfläche bei der Stellung des Auges dicht unter dem Flüssigkeitsspiegel abgelesen werden. 884ꝗ. Die Stempelung erfolgt durch b“ nebst Jahreszahl und Nummer auf den Glaskörper oberhalb der Thermometerskale, sowie eines kleineren Stempels auf die Spindelkuppe.

pingel⸗ 88 Glaskörper wird die Angabe des Gewichts des Instruments in Milligramm aufgeätzt. Auf die Spindel wird über dem oberen Rande der Alkoholometerskale ein Strich aufgeätzt, welcher sich mindestens über die Hälfte des Spindel⸗ umfanges erstreckt, und dessen untere Grenzlinie in die Ebene des Skalenrandes fällt. b

Ermittelung des Alkoholgehalts von Spiritus⸗ Hülse der Angaben des Thermo⸗Alkoholo⸗ meters dienen die amtlichen Tafeln tormal⸗Aichungs⸗ Kommission. S. 1. G 3

Thermo⸗Alkoholometer, welche gegenwärtig zur Wieder⸗ holung der Aichung zugelassen sind, bleiben bis zum 31. De⸗ zember 1896 zur Wiederholung der Aichung nach Maßgabe der bisherigen Bestimmungen zugelassen.

Artikel 3.

An die Stelle der Festsetzungen unter VII der Aich⸗ gebühren⸗Taxe tritt vom 1. Oktober 1888 ab Nachfolgendes: VII. Thermo⸗Alkoholometer.

Bei der Aichung

für jedes Thermo⸗Alkoholometer. 2

bei bloßer Prüfung 2

für jede geprüfte Stelle an der Thermometerskale. an der Alkoholometerskale . 25

Sind bei der Aichung an einer der Skalen mehr als 5 Stellen geprüft, so wird für jede Stelle mehr ein Zuschlag nach den vorstehenden Sätzen berechnet.

Berlin, den 4. Mai 1888.

Kaiserliche Normal⸗Aichungs⸗Kommission. Nieberding.

,/

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 28. Mai. Im weiteren Verlauf der (63.) Sitzung des Hauses der Ab⸗ geordneten gelangte zur Diskussion die Wahl der 899 von E1 und Döhring in dem Wahl⸗

ise Elbing⸗Marienburg.. 8 Kommission beantragt, die Wahlen für ungültig zu erklären und in Reihe von Wahlbezirken die

ö ahlen zu kassiren. 8 1 1e827. nehc Abg. 1c Stiernberg, erklärt, die Kom⸗ mission habe im vorigen Jahre beide Wahlen beanstandet und mehrfache Erhebungen von der Regierung gefordert, auf Grund des Ergebnisses dieser Erhebungen sei der obige Beschluß ge⸗ faßt und auch gleichzeitig eine große Anzahl. von Wahlmänner⸗ wahlen für ungültig erklärt worden. Die als maßgebend anerkannten Punkte der Wahlproteste seien: daß ein Wahl⸗ mann, ein Lehrer, für seine Reise von Elbing nach Marien⸗ burg einen höheren Betrag als Reisegeld erhalten hc gs sein Aufwand betragen, und daß in Marienburg und Elbing sogenannte „Wahlgeometrie“, d. h. die Abgrenzung von Wahl⸗ kreisen stattgefunden habe zu Gunsten der konservativen Kandidaten.

Abg. Rickert: Er stelle folgenden Antrag:

„Die Wahlen sämmtlicher Wahlmänner der von der Sen.

mission bezeichneten Urwahlbezirke sind für ungültig zu er bag und der Königlichen Staatsregierung ist der Protest des Dr. Jaco zu Elbing und Genossen (die „Wahlgeometrie“ betreffen⸗ zur

Kenntnißnahme und weiteren Veranlassung abschriftlich mit. 11“ 8

Beamtenthums, dessen vornehmster Vertreter er sei. Landrath Dr. Dippe sei in dem Wahlkreise herumgereist und habe zur Wahl der Kandidaten von Puttkamer und Döhring

aufgefordert. dies 1 G darüber g. worden, man habe aber nicht erfahren, daß die Regierung den Landrath rektifizirt Es erw 1 Landrath Dr. Dippe in einzelnen Fällen direkt zur Wahl des Kandidaten von Puttkamer aufgefordert habe.

Es habe sich gezeigt, daß neue Einrichtungen nicht immer gute Einrichtungen seien. 1 bei den Wahlprüfungen leider nicht. Allem in seiner Wahlfreiheit geschützt werden. Verfahren, solche Dinge einer Kommission zu übergeben, habe sich nicht bewährt. 8 L“ 1 sie bei den beiden Wahlen von Puttkamer und Döhring geschehen seien, dürften nicht vorkommen. b werde das System der Einschüchterung so arg betrieben, wie es selbst unter der Aera Manteuffel nicht der Fall gewesen sei.

Hause und die einstim eine solche Wahlgeometrie unzulässig sei. . 1— Minister den Landräthen solche Wahlgeometrie ernstlich ver bieten werde. nde es 1 enn der Bruder des Wahl⸗Ministers kandidire, die Beamten möglichst für ihn arbeiteten. 1 er so . te es auch für selbstverständlich, daß der Minister aus Humanitäts⸗ rücksichten den Landrath Dr. Dippe nicht rektifizirt oder irgend- wie strafversetzt habe. Den Wunsch, dies zu thun, habe er zweifellos gehabt nach der ganzen Vergangenheit des preußische

Eine einheitliche

gebe es Das

olk müsse vor Das bisherige

Mißstände kämen ja wohl vor, solche

Jetzt

angehe, so lägen dem

der Urwahlbezirke vor, einstimmig beschlossen, daß i. Er hoffe, daß der

Elbinger Wahl Zeichnungen habe

die die Kommission

Was I1a

Er finde es natürlich, daß, wenn der Bruder

Er halte es

Das seien sie dem Minister schuldig.

8

Schon früher habe der Landrath Dr. Dippe gethan, es seien auch Beschwerden darüber geführt

Es sei erwiesen, daß der

habe.

Man habe es sogar nicht verschmäht, durch Frauen die Männer zu beein flussen. Man sage, der Landrath ndürfe im Wahlbezirk zur Agitation herumreisen, weil er ja Wahlmann sei, er (Redner) habe das in seiner Eigenschaft als Landes⸗Direktor frühe verschmäht, und er bedauere den Landrath, der sein Amt dazu mißbrauche. Habe sich doch selbst der Reichskanzler geger jede Einmischung der Beamten in die Wahlen ausgesprochen! Er (Redner) hoffe, daß der Reichskanzler auch in diesem Fall wenn er ihm bekannt geworden sei ganz energisch ein greifen werde. Ob dies geschehen werde, wisse er freilich nicht In Preußen gehe es jetzt komisch zu. Konservative Blätter 8 hätten einen Schandartikel über Frauenzimmerpolitik gebracht und sie seien nicht angeklagt worden, wohl aber freisinnige Zeitungen, die mit Entrüstung darauf hingewiesen hätten. In der Kartellpresse werde die Kaiserliche Familie auf das schmählichste angegriffen! Der Staatsanwalt kümmere sich darum nich. er würde es aber thun, wenn die fortschrittliche Presse sich so etwas erlaubte. Er rufe nicht nach dem Staatsanwalt, aber er wolle gleiches Licht und gleiche Sonne, auch für seine Partei. Nicht der zeitweilige Minister solle schalten können wie er wolle. Seine Thätigkeit sei nur eine zeitweilige, seine Interessen seien kleinlich den dauernden Interessen der Krone gegenüber. In Bayern erscheine vor allen Wahlen ein König licher Befehl, in welchem die Beamten scharf auf das Wahl gesetz aufmerksam gemacht würden. Könne das nicht auch in Preußen geschehen? Er wünsche, daß der Chef der Ver⸗ waltung ebenfalls seine Beamten vor allen Uebergriffen bei den Wahlen auf das Dringlichste warne.

Abg. von Czarlinski: Die polnischen Vertreter hätten bei Wahlprüfungen früher schon wiederholt hervorzuheben Gelegenheit gehabt, wie die Landräthe in Posen sich bemüht hätten, die Wahlbezirke so zu gestalten, daß möglichst wenig polnische Wahlmänner gewählt würden. Namentlich seien häufig Fälle angeführt worden, wo Wähler durch zu weite Entfernung vom Wahlorte an der Ausübung des Wahlrechts verhindert worden seien. In dieser Beziehung müsse unter allen Umständen Remedur geschaffen werden. Seine Fraktion 8 werde deshalb für den Antrag Rickert stimmen.

Abg. von Rauchhaupt: Seit Monaten hätte seine Partei mit Spannung dem Angriff entgegengesehen, den der Abg. Rickert gegen das System Puttkamer machen würde. Wie wenig habe er aber vorgebracht! Im Grunde habe er nur das Thema variirt, daß die Landräthe nicht das Recht hätten, im Wahlkreise herumzureisen und die Kandidaten zu begleiten. Gegenüber seinen Citaten hierfür aus Reden des Reichskanzlers erinnere er den Abg. Rickert an die Rede, die der Reichs⸗ kanzler aus Anlaß des Kaiserlichen Erlasses vom Januar 1882 gehalten habe, worin den Landräthen ausdrücklich zur Pflicht gemacht sei, für die Kaiserliche Politik einzutreten. Er weise auch darauf hin, daß der Abg. Rickert kein Wort des Tadels dafür gefunden habe, daß z. B. ein frei⸗ sinniger Landgerichts⸗Rath zu Wahlzwecken herumgereist sei, und kein Wort dafür, daß derselbe wegen schwerer Beleidi⸗ gungen, die er sich dabei habe zu Schulden kommen lassen, 4 Monate Gefängniß bekommen habe. Wenn irgend wohin, sollte der Abg. Rickert an die Vertreter der eigenen Partei seine Mahnungen richten. Nun wolle diese sich hier als Ver⸗ treter der Kronrechte aufwerfen, sie gegen die Minister schützen. Das könne er ihr sagen: Wenn die jetzigen Minister durch andere Personen ersetzt würden und die freisinnige Partei dran käme, so würde sie es noch viel schlimmer treiben. Die Erlasse an die Beamten würden noch ganz anders lauten, als die, welche der Minister von Puttkamer erlassen habe. Der Abg. Rickert meine, die Konservativen hätten die Absicht ge⸗ abt, die Diskussion über diesen Gegenstand abzuschneiden. S sei nicht der Fall gewesen. Dieselben hätten wohl gewußt, wie wenig Material gegen sie würde vor⸗ gebracht werden können. Wenn der Abg. Rickert wenigstens auf den wichtigsten Punkt eingegangen wäre! Auch seine Freunde würden für die Kassation der Wahlen der Abgg. Döhring und von Puttkamer stimmen, aber aus anderen Gründen als die Kommission. Ein großer Theil der Wahl⸗ männer habe eine Entschädigung für Reise und Zehrung in baarem bebg. empfangen. Nun könne man vielleicht so weit gehen, den Wahlmännern freie Fahrt zu geben oder sie bei der Fahrt mitzunehmen; aber daß eine baare Auslöhnung ge⸗ währt werde, könne auch seine Partei nicht zugeben. Die Konsequenz davon würde absolut zur Korruption fuͤhren. Die