1889 / 110 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 08 May 1889 18:00:01 GMT) scan diff

[7514]

sammlun

zum Liquidator der Gesellschaft ernannt wurde.

Gleichzeitig fordern wir unsere Gläubiger auf,

ihre Forderungen baldigst bei der Gesellschaft anz melden.

Holz⸗Imprägnirungs⸗Gesellschaf

Freankfurt a. NM. K. Schwerdtfeger.

6“

[6193]

Aktien⸗Gesellschaft zur Gründung

des Bades Neuenahr.

Entsprechend § 38 unseres Statuts werden d

Herren Aktionäre hiermit ganz ergebenst eingeladen

zu der am Donnerstag, den 23. Mai c

Mittags 12 Uhr, im Kurhotel stattfindenden

ordentlichen Generalversammlung. Bad Neuenahr, den 27. April 1889. Der Direktor: A. Lenné. Tagesordnung:

Aufsichts⸗ bezw. Verwaltungsrathes.

Wir zeigen hierdurch an, daß in der Generalver⸗ der Aktionäre unserer Gesellschaft am 12. April d. J. beschlossen wurde, in Liquidation zu treten und daß Herr Dr. Schmidt⸗Polex hierselbst

1) Vorlage der dechargirten Bilanz und Geschäftsbericht. 2) Wegen Mandat⸗ ablaufs Erneuerungswahl für vier Mitglieder des

15o⸗ Frankfurter Allgemeine Rückversicherungs⸗Actien⸗Bank zu Frankfurt a. Oder.

‚Die verehrlichen Actionaire unserer Bank werden

hierdurch zu der am Sonnabend, den 25. Mai u⸗- d. J., Vormittags 11 Uhr, im Saale der Actien⸗Brauerei, Fürstenwalderstraße, hier⸗ selbst stattfindenden ordentlichen Generalversamm⸗ lung ergebenst eingeladen.

Die Gegenstände der Tagesordnung sind

folgende:

1) Geschäftsbericht für das Jahr 1888.

2) Rechnungs⸗Abschluß und Bilanz per 31. De⸗ zember 1888, Bericht der Revisions⸗Com⸗ mission und Ertheilung der Entlastung.

3) Wahl dreier Revpisions⸗Commissarien und ihrer Stellvertreter..

ie 4) Wahl zweier Mitglieder des Aufsichtsraths. Die nach §. 24 des Statuts erforderliche Depo⸗ sition der Actien bei der Direction muß spätestens drei Tage vor dem Versammlungstage erfolgen. Die Stelle der Deposition der Actien bei der Direction vertreten nur amtliche Bescheinigungen von Staats⸗ und Communalbehörden, öffentlicher Notare oder der Bankhäuser A. Molenaar & Co. in Krefeld und Molenaar & Co. in Berlin. Die Eintritts⸗ und Stimmkarten sind im Ge⸗

[7772] Rheinisch Nassauische Bergwerks und Hütten Actien Gesellschaft.

Ausübung des Bezugsrechts auf 900 000

neue Aktien.

Auf Grund des Beschlusses der Generalversamm⸗

lung vom 13. April 1889, also lautend: 816 „Das

Diese Aktien haben dieselben Rechte wie di

bereits ausgegebenen Aktien, nehmen im Ver⸗

hältnisse ihres Nominalbetrages an dem Ver mögen und den Erträgnissen der Gesellschaf Theil und gewähren in den Generalversamm

lungen je eine Stimme. Ihre Ausgabe erfolgt

nicht unter pari. Das etwa erzielte Agio fließ dem Reservefonds zu. Alle Einzahlungen au

den Nominalbetrag der Aktien erfolgen mit 4 % Zinsen vom 1. Januar 1889 ab; die Vollzahlung muß von dem Aufsichtsrathe jedenfalls vor dem 1. Januar 1890 gefordert werden; die Aktien

sind für das Jahr 1889 voll dividendenberechtigt

Alle sonstigen Bedingungen der Ausgabe der für die Einzahlungen u. dergl m. hat der Aufsichtsrath zu bestimmen.“ Beschlusses in das b Handelsregister werden gemäß §. 4 des Statuts die 88 Aktionäre unserer Gesellschaft hiermit aufgefordert, 1 nach Verhältniß ihres Aktienbesitzes die auszugebenden 600 Aktien à 1500 zum Course von 114 % zu⸗ züglich zu 4 % vom Nominalbetrage seit

Aktien, die Termine

und nach Eintragung dieses

dem 1. Januar 1889 zu übernehmen.

Das Bezugsrecht auf die neuen Aktien ist spätestens

bis zum 21. Mai ds. Is. einschließlich in Berlin bei Herrn S. Bleichröder, in 188 bei den Herren Sal. Oppenheim jr 0

in Lüttich bei den Herren Nagelmackers & fils

auszuüben, widrigenfalls dasselbe erlischt.

Auf je 36 alte Aktien à 300 entfällt eine

neue Aktie à 1500.

Die Anmeldung zur Ausübung des Bezugsrechts geschieht durch Einreichung einer in zwei Exemplaren zu vollziehenden Erklärung, wozu Formulare bei den

vorgedachten Bankhäusern erhältlich sind.

Bei der Anmeldung sind die Aktien, auf deren Grund das Bezussrecht geltend gemacht wird ohne Talons und Dividendenscheine unter Bei⸗ fügung eines arithmetisch geordneten Nummernver⸗ zeichnisses, behufs Abstempelung derselben, einzureichen, und auf jede der gezeichneten, neuen Aktien 1710.— nebst Zinsen zu 4 % von 1500 seit 1. Januar

1889 bis zum Zahltage gegen Quittung der Zeichen⸗ stelle baar einzuzahlen.

Die Aushändigung der neuen Aktien mit Talons und Dividendenscheinen vom 1. Januar 1889 ab er⸗ folgt demnächst bei der Zeichenstelle gegen Rückgabe der Quittung auf Grund besonderer Bekanntmachung.

Interimsscheine werden nicht ausgegeben.

Stolberg (Rheinland), den 4. Mai 1889.

Der Vorstand. Der Aufsichtsrath.

[8246] Actiengesellschaft für Buntpapier⸗ &

Leimfabrikation in Aschaffenburg.

Bekanntmachung.

Die Generalversammlung vom 27. April cr. hat beschlossen, von den noch unbegebenen 2615 Aktien unserer Gesellschaft 615 Stück à 300.— auszu⸗ geben und ist dieser Beschluß beim hiesigen Gerichte ins Handelsregister eingetragen worden. Die Generalversammlung hat uns ermächtigt, diese 615 Aktien, welche an der vollen Dividende pro 1889 theilnehmen, den gegenwärtigen Aktionären unserer Gesellschaft zum Course von 112 % zuzügl. 4 % Stückzinsen aus dem Nominalbetrag vom 1. Ja⸗ nuar cr. zur Verfügung zu stellen und zwar im Ver⸗ hältniß von 1 zu 6, so daß auf je 6 der in Umlauf befindlichen 3385 Aktien eine der auszugebenden ent⸗ fällt. Hiervon geben wir mit dem Bemerken Kennt⸗ niß, daß die Anmeldungen zur Ausübung dieses Be⸗ zugsrechtes innerhalb der nächsten 8 Tage bei uns schriftlich und unter Einsendung des Nummern⸗ venlichniffes des dermaligen Aktienbesitzes zu erfolgen aben.

Der Bezug hat am 31. Mai cr. gegen Zahlung von 336.— und 5.— Stückzinsen pr. Aktie zu geschehen und kann außer an unserer Gesellschafts⸗ kasse auch bei der bayer. Hypotheken⸗ und Wechsel⸗ bank in München und dem Bankhause M. Wolfs⸗ thal in Aschaffenburg erfolgen.

Bezügl. der von den verehrlichen Aktionären nicht beanspruchten Stücke hat die Eeneralversammlung den Aufsichtsrath ermächtigt. dieselben einem Kon⸗ sortium zu überlassen und sich bezügl. des Courses mit demselben zu verständigen.

Aschaffenburg, den 6. Mai 1889 Die Direktion.

Grundcapital der Gesellschaft von 6 600 000.— wird auf 7 500 000.—, also um 900 000.— durch Ausgabe von 600 auf Inhaber lautende Aktien à 1500.— erhöht.

schäftsbureau Wilhelmsplatz Nr. 20 hierselbst in Empfang zu nehmen. Frankfurt a. O., den 20. April 1889. 8 Der ö“ Gneist.

[8240] Chemische Jabriks-Actien-Gesellschaft in Hamburg.

In der ordentlichen Generalversammlung der Actionaire vom 29. April cr. ist beschlossen worden, das Grundcapital unserer Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender, vom 1. Januar e 1889 dividendenberechtigter Actien von je 1000 um 500 000 zu erhöhen und diese neuen Actien ⸗den gegenwärtigen Actionairen unserer Gesellschaft

des weeeee vom 1. Januar bis zum Zahlungstage zur Verfügung zu stellen, sodaß auf je 4 alte Actien à 500 eine neue bezogen werden kann.

Hiervon geben wir den Actionairen mit dem Be⸗ merken Kenntniß, daß die Ausübung dieses Bezugs⸗ rechtes in der Zeit

vom 15. bis 31. Mai in Hamburg bei Herrn Max Magnus, in Berlin bei Herren C. Schlesinger⸗Trier E Cie., in Frankfurt a. M. bei Herren von Er⸗ langer & Söhne in den üblichen Geschäftsstunden zu erfolgen hat.

Bei der Anmeldung sind die betreffenden Actien, auf welche das Bezugsrecht geltend gemacht wird, mit doppeltem arithmetisch geordneten Nummern⸗ verzeichniß, ohne Talons und Dividendenscheine, zur Abstempelung vorzulegen. Gleichzeitig sind auf jede neue Actie 25 % des Nominalbetrages von 1000 mit 250 zuzüglich 4 % Stückzinsen vom 1. Januar und das ganze Agio von 20 % mit 200 baar einzuzahlen, wogegen die Ausgabe von Interims⸗ scheinen, sowie die Ruͤckgabe der Actien evcfolgt.

Ueber die Einzahlung der restirenden 75 % nebst 4 % Stückzinsen vom 1. Januar und Umtausch der Interimsscheine gegen Actien erfolgt demnächst weitere Veröffentlichung. 8

Hamburg, den 6. Mai 1889.

Der Vorstand 8 der Chemischen Fabriks⸗Actien⸗Gesellschaft in Hamburg.

[6819] Chemische Fabriks⸗Aktien⸗Gesellschaft 1 in Hamburg.

Die von der Generalversammlung für das Jahr 1888 bestimmte Dividende von 6 % kann, gegen Einlieferung des dritten und vierten Dividenden⸗ scheines, sofort mit 30 Mark pro Aetie in Empfang genommen werden, und zwar: in Hamburg bei Max Magnus,

in Verlin bei C. Schlesinger⸗Trier & Co., in Frankfurt a. M. bei von Erlanger & Söhne. Hamburg, den 29. April 1889. Chemische Fabriks⸗Aktien⸗Gesellschaft

t zum Course von 120 % zuzüglich 4 % Stückzinsen

[8154y]

in Hamburg.

Vilanz

Berliner gemeinnützige Bau⸗Gesellschaft.

Die öffentliche Sitzung des Vorstandes der Ber liner kernessgeigen Bau⸗Gesellschaft zur Ausloosung der zu amortisirenden Actien findet am 14. Mai d. J., Nachmittags 5 ½ Uhr, im Bau⸗Bureau des Königlichen Schlosses statt. 8

Berlin, den 6. Mai 1889.

Der Vorstand der Berliner gemeinnützigen Ban⸗Gesellschaft. Krokisius. Hesse. 8) Verschiedene Bekanntmachungen.

[8290] Bstpreußische Vieh-Versicherungs-Gesellschaft in Tiquidation zu KRönigsberg B./ Pr. „Auf Grund der 8§. 6 und 7 des Statuts werden die Mitglieder der Ostpreußischen Vieh⸗Ver⸗ sicherungs⸗Gesellschaft in Liquidation zu der am Sonnabend, den 25. Mai cr., N.⸗M. 5 Uhr, im Saale des Deutschen Hauses zu Königsberg O./Pr., stattfindenden ordentlichen Generalversammlung eingeladen. 1 Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht. 8 2) Beschlußfassung über Abschreibung von un⸗ einziehbaren Forderungen. 3) Antrag auf Ertheilung der Decharge für de Geschäftsabschluß. 4) Beschlußfassung über die Höhe des erforder⸗ lichen Nachschusses und Festsetzung der aus zuschreibenden Prämie. 5) Aenderung des Statuts resp. der Liquidations⸗ Bedingungen. 1 6) Bestätigung der durch Cooptation vervollstän⸗ digten Liquidations⸗Commission. 7) Neuwahl des stellvertretenden Liquidators. Königsberg, den 6. Mai 1889.

8 8 6—

Ostprenzische Vieh⸗Versicherungs⸗Gesellschaft

in Liquidation. 1 Die Liquidations⸗Kommission. Borchers, Vorsitzender.

Bazler Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. Gewinn- und Verlust-Conto pro 31. Bezember 1888.

Einnahmen. Lebensversicherung: Gewinn⸗Saldo aus 1887 . Prämien⸗Reserve aus 1887 . . . . . . Reserve für unerledigte Sterbefälle aus 1887

Prämien⸗Einnahmen:

a. auf Todesfall⸗Versicherungen... Lebensfall⸗Versicherungen. Renten⸗Versicherungen...

Zinsen⸗Einnahme incl. Gewinn auf Wechsel⸗

W 3 8 332252 Zahlungen der Rückversicherungs⸗Gefellschaften und Antheil derselben an unerledigten Sterbefällen Zuwachs der Prämien⸗Reserven auf rückversicherten 1144444*“]

Unfall⸗Versicherung: Prämien⸗Ueberträge aus 1887 Schaden⸗Reserve aus 188 7..ü Prämien⸗ und Gebühren⸗Einnahtnme. Fe11ö1ö1ö1ö6ö6 Zahlungen der Rückversicherungs⸗Gesellschaften und Antheil derselben an schwebenden Schäden. Zuwachs der Rückversicherungs⸗Prämien⸗Ueberträge

2 571 415 46

pro 31. Dezember 1888.

3 1 341,56 15 440 189,30

128 687 64

Liegenschaften⸗Conto.. Effekten⸗Conto. 1 Wechsel⸗Conto. 1 Darlehen auf Policen. Cassa⸗Conto

247 582 95 344 529 20

3163 527 697 698 100 344

104 116,33 v855 J05

Mobilien⸗Conto. Diverse Debitoren:

Gestundete Prämien⸗Raten

93 330 32 422 297 376 4 330

6 776 2 992

I. Lebens⸗Versicherung:

II. Unfall⸗Versicherung:

Ausgaben. Lebensversicherung: Ausgezahlte Versicherungs⸗ Summen auf den Todesfall aus 1887 und früher Ausgezahlte Versicherungs⸗Summen auf den Todes⸗ öhbb-25 Reserve für unerledigte Sterbefälle aus 1888 und früher Bei Lebzeiten bezahlte Kapitalien in Folge Ablaufs eeeeee1“¹n;; Gezahlte Versicherungs⸗Summen auf den Lebensfall Rückgewährte Prämien aus den durch Tod erloschenen Lebensfall⸗Versicherungrn . öa252 Rückgekaufte Policen. . . . . . . ͤj. . Prämien an Rückversicherungs⸗Gesellschaften. Verwaltungs⸗ und Organisationskosten... Honorare der Anstalts“ und Vertrauensärzte Agentur⸗Provisionen .. Prämien⸗Reserve auf Todesfall⸗Versicherungen. 4 Ueberträge auf 8

Reserve auf Lebensfall⸗Versicherungen.. 8 Renten⸗Versicherungen 1

13 049 362 8

442 698 82 1 Unerhobene Dividende auf Aktien .... Gewinnbetreffniß der Versicherten

Versicherten

13 492 061 1 721 020

ns ers thaeedhis Aktien⸗Kapital⸗Conto. . Prämien⸗Reserve auf T

117 781 Meberträge

1 263 181 115 676 1 74 000

- Reserve für 121 632 früher

9 703 146 573 141 621 199 147 264 475 16 810 168 088

a. Amortisations⸗Conto

b. ee 1

c. Dividenden⸗Fonds. Kriegs⸗Reserve⸗Conto . Spezial⸗Reserve⸗Conto. Unfall⸗Schaden⸗Reserve Renten⸗Reserve. Prämien⸗Ueberträge

Rechnung

607 637 22]16 820 718

Unfallversicherung: Regulirte Schäden aus 1887

und früher: Bezahlte Entschädigungen. 9 019. 99 Renten⸗Reservrve 929. 35 Bezahlte Schäden aus 1888.

Schaden⸗Reserve 1887. 8

4 000. 5 8 . 1888. 19 102. 34 Bezahlte Invaliditätsrente .. Prämien an Rückversicherungs⸗Gesellschaften Verwaltungskosternrnr.. u“ Agentur⸗Provisionen. Prämien⸗Ueberträge....

Prämien für Beamten⸗Versicherungen.. . Abschreibung auf Mobilien⸗Conto und Diversen vEeeeeeööö-l..];

Ende 1888 waren in Kraft:

b. Renten⸗Versicherungen: Gesammt⸗Prämien Einnahme: 3 163 528. 88 Davon kommen auf Preußen:

b. Renten⸗Versicherungen: Prämien⸗Einnahme: 769 234.

n Hypotheen . .in preußischen resp. deutschen Effecten

Berlin den 6. Mai 1889.

1“u“

In Preußen kamen im Jahre 1888 an fällig gewordenen Kapitalien und Von dem Gesellschaftsvermögen war in Preußen angelegt:

Gewinmbetreffniß der aus 1888 . Reserve⸗Fonds Saldo aus 1887.. Zuwachs aus 1888.

19 150 409 00

9 949 76 833

23 102

85

29 812

19 609 38 315 .

134 120 331 828 83

8 5 973 48 3 568 72] 272 355 12]

20 073 135,21]

Tantièmen⸗Conto . Gewinn⸗Saldo, Vortrag.

a. Kapital⸗Versicherungen: 19 704 Policen im Betrage vo.. 383 Policen mit einer Jahresrente von

a. Kapital⸗Versicherungen: 6700 Policen im Betrage o„on. . 45 Policen mit einer

ahresrente von ..

c. in Cautionsdarlehen an deutsche Staatbeamteel ..

Activa.

Verpflichtungsscheine der Aktionäre. Darlehen auf Hypotheken und

Guthaben bei Diversen für Amts⸗Cautionen

a. Verzinsliche Guthaben bei Banken ꝛc. b. Außenstände bei den General⸗Agenturen.

Guthaben bei Rüuckversicherungs⸗Gesellschaften :

Reserve auf Lebensfall⸗Versicherungen Renten⸗Versicherungen unerledigte Sterbefälle aus 1888 und

Guthaben der Cautionsempfaͤnger :

Dividenden⸗Conto der Aktionäre

Renten zur Auszahlung.

7 200 000 Unterpfand 6 10 914 565 97 111X“ 8 1 222 600— 8 1 2 411 893 79 G 191 666 84 . . 1 160 978 08 8 55 372 47 581 186 30 9 600—

307 771 276 511 584 282 43 564 200/ 91

947 302 8 29 1754+90 976 477 17 237

a. Prämien⸗Reserve b. Prämien⸗Ueberträge

993 715 25 890 061 96

Prämien⸗Uebertrãge

8 000 000 13 049 362 24

442 698 8258 SS28I 06 1 721 020,47 1 607 637 22,16 820 718

115 676

8 178 32947 C11616“

3 018 98] 197 865 8. 3 951 52 000 23 102 1 929 X“ 134 120 680

aus alter

192 000. —.

144 000

192 000 336 000

124 663 14 400

bb 56 000. 9 600. 355.

272 355.

139 063 56 000 9 600 355

8

8 25 890 061

83 659 890 8 185 351

14 399 276 800 . 7 063 8

21 248 888)

. 4956 207 1 . 273 124

Zufanämen 7 792 734

Der Generalbevollmächtigte für das Königreich Preußen: Ludwig Voldt. 8 8

Jahre 1885, 1886 und 1887, eine Behauptung,

8⸗Anzeiger und Königlich Preußischen Staat

Berlin, Mittwoch, den 8. Mai

1889.

No. 110.

Der Inhalt dieser Beilage,

in welcher die Bekanntmachungen aus den Handels⸗, Genossenschafts⸗, Zeichen⸗ und Muster⸗Registern, über Patente, Konkurse,⸗ Tarif⸗ und Fahrplan⸗Aenderungen der deutschen

Eisenbahnen enthalten sind, erscheint auch in einem besonderen Blatt unter dem Titel

Central⸗Handels⸗Reg

Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich kann durch alle Post⸗Anstalten, 9

Berlin auch durch die Königliche Expedition Anzeigers SW., Wilbelmstraße 32, bezogen werden.

02,

des Deutschen Reichs⸗

und Königlich Preußischen Staats⸗

ister für das Deuts

Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich Abonnement beträgt 1 50 für das Vierteljahr.

che Reich. (Nr. 1048)

erscheint in der Regel täglich. Das Einzelne Rummern kosten 20 ₰.

Insertionspreis für den Raum einer Druckzeile 30 ₰.

Vom „Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich“ werden heut die Nrn. 110 A. und 110 S.

ausgegeben.

Der Jahresbericht der Handelskammer für den Kreis Mannheim pro 1888 (II. Theil) hebt in der Einleitung hervor, daß der in den aller⸗ ersten Tagen de? Januar erschienene I. Theil in seinem wesentlichen Inhalte durch den statistischen II. Theil nur wieder bestätigt wird, und zwar dahin, daß wirklich das Jahr 1888 eine noch befriedigendere geschäftliche Periode gewesen sein dürfte, als die unmittelbar vorausgegangenen 788

ie auch von Seite anderer hervorragender Handelsvor⸗ stände Deutschlands, deren Berichte inzwischen er⸗ schienen sind, wie z. B. Hamburg, Bremen, Lübeck, Kiel ausgesprochen wird. Was nun zunächst den Großhandel in Getreide angeht, dem vornehmsten Artikel des Platzes, so ist der Umstand, daß der Ge⸗ sammtverkehr in dem Berichte jahre hinter dem des vorausgegangenen Jahres etwas zurückblieb, eine durchaus natürliche Erscheinung, da ja in den An⸗

ng desselben die letzte Getreidezollerhöhung fällt, wodurch sowohl unmittelbar vorher wie nachher noth⸗ wendige Schiebungen sich geltend zu machen pflegen. In Bezug auf Weizen, dessen Einsuhr unter den Cerealien wieder die Hauptrolle spielt, war dieses⸗ mal die Anfuhr zu Wasser und zu Bahn die kleinste in dem letzten Jahrfünft. Sie betrug nur rund 164 000 Tonnen gegen 227 000 im Vorjahre, 278 000 in 1884. Ganz anders in den übrigen Cerealienarten. So war in Roggen die Ankunft zu Wasser größer als in den beiden unmittelbar vorausgegangenen Jahren zusammen genommen. Das Gleiche gilt natürlich von der Abfuhr: nämlich 51 Tausend Tonnen in 1888 zu Wasser gegen 48 ½1 Tausend Tonnen in 1886/87, und zu Bahn 36 Tausend Tonnen in 1888

egenüber 34 Tausend Tonnen in 1886,87. Einen ähnlichen Aufschwung in der Ankunft wie Roggen hat auch der Artikel Hafer genommen und zwar aus den gleichen Erwägungen. Die Ankünfte betragen um 33 % mehr als die Zufuhren in den Jahren 1883 1887 zusammen genommen. In Mais war der Verkehr ein geringerer, so zwar, daß er noch hinter dem des Jahres 1885 zurückblieb, 18 Tausend Tonnen gegen nahezu 27 Tausend Tonnen im Vorjahre in Ankunft zu Wasl In Bezug auf den Getreidehandel überhaupt nimmt Mannheim unter den rheinischen Häfen eine bedeutende Stelle ein: 40 % der Anfuhr in den neun größeren Rheinhäfen empfängt Mannheim und 36 ½ % von der gesammten Getreideanfuhr zu Berg auf dem Rhein. Der Verkehr in Hülsenfrüchten hat eine weitere erhebliche Steigerung erfahren, nicht bloß in der Ankunst, sondern auch in der Abfuhr zu Wasser. Ganz erheblich hat sich wieder die Mehl⸗ anfuhr aus Norddeutschland zu Wasser gehoben; die Anfuhr zu Wasser beträgt schon fast das Sechsfache dessen, was in 1884 und in früheren Jahren durch⸗ schnittlich in einem Jahr angekommen war, nämlich 291 840 Doppelcentner, dagegen 1884: 57 106 Doppel⸗ centner. Das Gleiche gilt natürlich von der Abfuhr zu Bahn 1888: 305 020 Doppelcentner, 1884: 54 887 Doppelcentner. Die Zufuhren in Kartoffel⸗ mehl standen in dem letzten Jahre erheblich hinter jenen des vorangegangenen Jahres zurück, sogar hinter jenen des Jahres 1886. Maßgebend für diese Ver⸗ schiebungen sind wohl neben den in dem letzten Jahresberichte gegebenen Erwägungen der Wasser⸗ fracht die Preiskonjunkturen. Die Zufuhren an Branntwein und Sprit haben erheblich nachgelassen; als Grund wird angegeben, daß aus dem Jahre 1887 noch bedeutende Vorräthe vorhanden waren und daß ferner der Konsum an Branntwein selbst nachgelassen hat. In Bier hat sich die Zufuhr fremden Erzeugnisses zu Bahn wohl im Zusammenhange mit den ver⸗ schiedenen hier neu entstandenen bezw. vergrößerten und verschönerten Bierhallen weiter gehoben. Er betrug 9540 Doppelcentner gegen 8260 in 1887, 6370 in 1886. Der Rückgang in der Zufuhr von Rohzucker zu Wasser, in Gleichem im Abgang auf demselben Verkehrswege, wie endlich im Abgang zu Bahn wird in der Hauptsache damit erklärt, daß eine norddeutsche Zuckerfabrik in früheren Jahren sehr erhebliche Lager von Rohzucker hier hatte, während in dem Berichtsjahre dieses Lager voll⸗ ständig geräumt war. Die Zufuhren in Schmalz sind in 1888 bis auf die Höhe jener von 1884 zurückgegangen. Während 1886 noch rund 17 und 1887 13 ³¾ Tausend Doppelcentner eingesührt wurden, betrug die Anfuhr im 1hn Jahre kaum 10 000 Doppelcenmer. Der Spe⸗ ditionsverkehr in Schweizer⸗Käse rheinabwärts, dessen schon im letzten Berichte gedacht war, befindet sich in erfreulicher Weiterentwicklung. Während in 1886 und 1887 im Großen und Ganzen eine steigende Konjunktur in Kaffee vorherrschte und den Handel zu einer möglichst reichlichen Bedarfs⸗ versorgung veranlaßte, schlug in 1888 die Stimmung in Folge Erwartung einer außergewöhnlich großen Ernte in das Gegentheil um, so daß fast Jedermann nur bedacht war, das Lager auf das äußerste zu beschränken. Der ganz erhebliche Ausfall in Glas und Glas⸗ waaren beim Abgang zu Wasser ist nur ein schein⸗ barer, da die Glasscherben üemes richtiger unter Abfälle aufgenommen sind. „Der Verkehr in Cement und Traß ist sowohl in der Ankunft zu Bahn wie im Abgang zu Bahn wie endlich gar im Abgang zu Wasser ganz erheblich zurückgegangen. In Steinen, rohen, behauenen und gebrannten, hat sich die Zufuhr zu Wasser fast verdoppelt und ist von 280 747 auf 546 742 Doppelcentner gestiegen, ohne daß der Abgang zu Bahn erheblich dadurch geändert worden. Der Abgang zu Wasser ist sogar ganz bedeutend zurückgegangen. Ganz außer⸗ gewöhnliche Dimensionen hat in 1888 der Verkehr

in Steinkohlen angenommen; die Anfuhren zu Wasser sind fast um 50 Proz. gewachsen. Sehr erheblich ist auch die Zufuhr von Eisen und Eisenwaaren ge⸗ stiegen: von 405 auf 666 Taufend Doppelcentner, so daß diese Anfuhr fast das Doppelte der einzelnen Jahresdurchschnittsanfuhren in 1883 bis 1885 dar⸗ stellt. Die vermehrte Abfuhr von Maschinen und Maschinentheilen zu Wasser und theilweise auch zu Bahn läßt erkennen, wie sehr sich die einschlägige Industrie Mannheims und die der nächsten Um⸗ gegend von Jahr zu Jahr vergrößert. Die Zu⸗ fuhren in Chinarinde waren dieses Jahr wierer normal. Oer Petroleumverkehr hat sich natürlich auch in dem Berichtsjahre nicht weiter erholen können, er ist im Wesentlichen dem des vorausgegangenen Jahres gleich geblieben. Die Zufuhren von Oel⸗ saaten sind etwas gewachsen, von 356 auf 398 Tausend Doppelcentner, ebenso die bahnseitigen Abfuhren von 162 auf 174 Tansend Doppelcentner, während die Abfuhren zu Wasser wohl zumeist nach Württemberg zu um ein paar Tausend Doppelcentner zurück⸗ gegangen sind. Das Gleiche gilt auch von dem Ver⸗ kehr in Oelen aller Art. Erbeblich ist des Weiteren der Versandt von Oelkuchen nach dem Niederrhein zu gestiegen, was einem gesteigerten Bedarf dortselbst ent⸗ spricht. Der Salzexport aus den württembergischen Salinen, der im vorigen Jahre aus den im letzten Jahresberichte angegebenen Gründen etwas zurück⸗ gegangen war, hat sich in 1888 wieder erholt und ist noch etwas höher wie 1886. Die Ursache dieser Steigerung ist in der Erweiterung des Absatzes in Belgien zu suchen. Der Verkehr in Baumwolle hat sich etwas gesteigert, vermutblich in Folge der günstigen Wasserfrachten für ostindische Baumwoll⸗ dampfer auf Antwerpen, die den Wasserweg über Mannheim begünstigten. In Bezug auf Papier und Pappe hat die Hasenzufuhr rheinaufwärts, meist in Strohpappen, etwas abgenommen, da sich die Preise sehr versteift haben. Der gesammte Holz⸗ empfang zu Eisenbahn auf der Station Mannheim der Gr. Badischen Staatseisenbahnen betrug im Berichtsjahre rund 13 596 Wagen à 19 000 Kilo⸗ gramm und hat somit gegen das Jahr 1887, in welchem nur 10 845 Wagen hier angelangt sind, um 2751 Wagen zugenommen. In Bezug auf die frühere Statistik über den Holzverkehr Deutschlands sind aus den zollstatistischen Aufzeichnungen des deutschen Reichs folgende Zahlen über die Ein⸗ und Ausfuhr von Holz zu entnehmen, welche betheiligten Kreisen bei der Bedeutung Mannheims im Holzhandel In⸗ teresse bieten dürften. Bau⸗ und Nutzholz in Doppelcentnern: f Ausfubr

Einfuhr 1885 26 892 474 5 474 357 (Zollerh. Juli resp. Oktober 1885) 1886 4 896 324

18 306 898

1887 22 441 714 4 682 703

1888 26 187 327 4 095 526

Die Einfuhr an Bau⸗ und Nutzholz im Allgemeinen hat somit 1888 gegen das Vorjahr wieder um 3 745 613 Doppelcentner zugenommen. Stellen wir zusammen, fährt der Bericht fort, wie sich die Verkehrsbewegung im Ganzen gestaltet hat, so sind es namentlich folgende Artikel, bei welchen zum Theil eine sehr erhebliche Steigerung des Verkehrs zu Wasser bezw. zu Bahn zu beobachten war: Steinkohlen, Roggen, Weizen, Hafer, Hülsenfrüchte, Mehl und Mühlenfabrikate, Bier, Wein, Käse, Cement und Traß, Steine, Eisen und Eisenwaaren, Maschinen und Maschinentheile, Oelsaaten, ver⸗ schiedene Dele, Oelkuchen, Schmieröle, Salz, Sal⸗ peter, Guano, Wasserglas, Harze, Baumwolle, Lumpen, Papier und Pappe, Sägewaaren, Holz auf und mittels Flößen. Dagegen ist ein geringerer Verkehr zu bemerken gewesen bei Weijen, Mais, Kartoffelmehl, Branntwein, Rohzucker und Raffinade, Schmalz, Kaffee, Reis und Petroleum. Auch darauf darf hingewiesen werden, daß sich auch der Export, soweit er sich von hier aus, bezw. aus einem den biesigen plat mit umfassenden Konsulatsdistrikte in Zahlen fassen läßt, jener nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, gegenüber dem Vorjahre, gehoben und so wenigstens die Höhe des Exports von 1886 wieder erreicht hat. Neu ist der Artikel Glagehandschuhe, welcher in 1887 mit 87 310 aufgeführt ist. Eine kleine Zunahme hat auch der Export in Goldwaaren und in Rauchrequisiten er⸗ fahren. Dagegen ist der 8 in Droguen, Oelen, Chemikalien und Malerfarben, ferner in Gummi⸗ waaren, in Landesprodukten (Hopfen), in Maschinen, in Wein, Branntwein und Wollwaaren zurück⸗ gegangen. Auch in den kommerziellen und in⸗ dustrielleen Hülfsanstalten des Platzes beobachten wir natürlich eine gleich intensive Vorwärtsbewegung, wie in dem Gros unserer Handels⸗ und Jadustrie⸗ artikel. In 1887 hat der Verkehr Mannheims den Gesammtverkehr der nächsten 10 größten Stationen Badens zusammen übertroffen. Während letzterer sich 1887 beziffert auf 1 395 015, also sich nur um rund 50 000 Tonnen in diesem einen Jahre gehoben hat, ist der Verkehr des Platzes Mannheim selbst 1887 auf 1 423 775 gestiegen, hat sich also allein um 240 000 Tonnen in diesem Jahre vermehrt. Mannheim ist heute weitaus die bedeutendste Per⸗ sonenverkehrsstation im badischen Lande. Auf dem postalischen Gebiet hat sich der Briefverkehr von 16,37 in 1887 auf 17,48 Millionen Stück in 1888 gehoben. Im Postanwelsungsverkehr, bezüglich dessen wir im ersten Theil des Jahresberichts gesehen haben, daß Mannheim per Kopf der Bevölkerung in 1887 an erster Stelle unter den deutschen Plätzen nach Größe der eingezahlten Gesammtbeträge rangirt,

ist eine stetige weitere Entwickelung zu beobachten.

Im Depeschenverkehr hat sich der Gesammtverkehr von 373 809 Stück in 1887 auf 394 440 Stück in 1888 gehoben. Auch die Fernsprecheinrichtung hat eine äußerst rasche Entwickelung genommen. Es hat sich in 6 Jahren die Zahl der End⸗ und Zwischenstellen verdoppelt, gleichzeitig aber die Zahl der vorgenommenen Gesammtverbindungen fast ver⸗ zehnfacht. Ein weiterer beachtenswerther Gradmesser für die geschäftliche Entwickelung des Platzes ist so⸗ dann der Verkehr bei der hiesigen Hauptstelle der Reichsbank. Es betrugen die Gesammtumsätze der Reichsbank und des heimischen Landesnoteninstituts 1887 Reichsbank 2007, Badische Bank 1758,4, 1888 Reichsbank 2123, Badische Bank 1843. Am Ende des Berichts wird noch der Gesammt⸗ verkehr Mannheims zu Wasser und zu Bahn dar⸗ gestellt. Darnach ergiebt sich in Millionen Tonnen à 1000 kg folgendes Bild: Bahnverkehr Hafenverkehr Gesammtverkehr 1874 0,87 0,67 1,54 1878 0,81 1,58 1882 1,2 2,20 1883 1,57 2,70 1884 1,60 2,77 1885 1,71 2,90 1886 1,79 2,96 1887 1,92 3,32 In der ganzen vorliegenden Statistik ist übrigens nur der Verkehr auf der badischen Eisenbahnstation Mannheim berücksichtigt. Es darf aber auch der Verkehr auf den Stationen der hessischen Ludwigs⸗ bahn im Centralbahnhofe in Mannheim, auf dem Neckarvorstadt⸗Bahnhofe und ferner in Käferthal und Waldhof, welche beide letztere Stationen lauter nach Mannheim gehörige größere Fabriken umfassen, nicht unberücksichtigt gelassen werden. Dieser Verkehr betrug 1888 Ankunft 2 111 260 Doppelcentner, Ab⸗ gang 1 180 550 Doppelcentuer, zusammen 3 291 810 Doppelcentner. Wenn man diesen Verkehr zu dem der badischen Bahnen fügt, erhält man erst den wirklichen Gesammtverkehr Mannheims zu Wasser und zu Eisenbahn in Millionen Tonnen, nämlich:

Bad. Bahn Hess. Ludwigsb. Hafenverk. Gesammt⸗

verkehr 1885 1,19 0,23 1,71 3,13 1886 1,17 0,24 1,79 3,20 1887 1,40 0,31 15,92 3,63 1888 1,53 0,33 2,31 4,17

Darnach hat sich der Verkehr unseres Platzes, schließt der Bericht, seit der Zeit (1883), als wir in der Lage waren, ihn an der Hand einer verlässigen Statistik an dritter Stelle zu sehen, um mehr als eine und eine halbe Million Tonnen vergrößert, und behauptet darnach aller Wahrscheinlichkeit nach auch heute noch diesen Platz. Wenigstens hat Hamburg nach der offiziellen Statistik von 1887 einen Binnen⸗ verkehr von nur 5,86 Millionen Tonnen, Bremen einen solchen von 2,31 Millionen Tonnen. Hamburg wird aber nur noch überragt von Berlin in Folge der großen Frachtmengen auf seinen Binnenwaͤssern mit 12,31 Millionen Tonnen.

Wie das „Deutsche Handels⸗Archiv“ mit⸗ theilt, betrug der Waarenverkehr der Republik Argentinien mit dem Auslande im Jahre 1887 in der Einfuhr 117 352 Pesos mon. nac. (1 Peso = circa 3 ℳ) gegen 95 408 745 Pesos in 1886 und in der Ausfuhr 84 421 820 Pesos gegen 69 834 841. Pesos im Jahre 1886. Die Zunahme der Einfuhr betrug somit ungefähr 23 %, die der Ausfuhr etwa 21 %. Die Differenz zwischen Ein⸗ und Ausfuhr belief sich im Jahre 1887 auf 32 930 305 Pesos gegen 25 573 904 Pesos im Jabre 1886. Diese trotz der starken Vermehrung der Ausfuhr nicht un⸗ bedeutende Zunahme der Differenz im Jahre 1887 wird nach dem Bericht theils mit den früheren Gründen, d. h. mit der unrichtigen, und namentlich fuͤr die Ausfuhr hinter dem wirklichen Werth zurück⸗ bleibenden zollamtlichen Ahschätzung der Waaren, theils aus der Eigenartigkeit der Einfuhr (Baumaterialien, Eisen, Kohlen u. s. w., welche im Lande fehlen), theils dadurch zu erklären versucht, daß ein Theil der Einfuhr nicht mit der Ausfuhr, sondern mit den in Europa für die wirthschaftliche Entwickelung des Landes (d. h. Eisenbahnen, große öffentliche Bau⸗ werke, Kolonisationszwecke u. s. * angeliehenen Kapitalien bezahlt wird. Die Vermehrung der Ein⸗ fuhr entfiel auf folgende Gegenstände: Nahrungs⸗ mittel 14 %, Getränke 22 %, Gewebe 11 %, fertige Kleider 7 %, Holz 8 %, Eisen 10 %, Brennmate⸗ rialien 11 %, andere Waaren 17 %. Die Zu⸗ nahme der Einfuhr der oben namentlich be⸗ nannten Artikel, welche 83 % der Ge⸗ sammtzunahme der Einfuhr ausmachte, wird, wie der Bericht ausführt, dadurch erklärlich, daß das Land einerseits bei seiner jungen, aber raschen Ent⸗ wickelung, seiner bis jetzt geringen Bevölkerung, dem Mangel einer ausgebildeten eigenen Industrie, an⸗ dererseits bei seiner starken Einwanderung und bei der hiermit in nahem Zusammenhang stehenden außerordentlich raschen Urbarmachung großer Land⸗ flächen und bei der mit allen Kräften angestrebten ve industrieller Unternehmungen vorläufig und zwar bei zunehmender Einwanderung in steigen⸗ dem 2 auf die Einfuhr von Industrieartikeln für die Befriedigung der Lebensbedürfnisse im wei⸗ teren Sinn und allen für technische Anlagen und industrielle Unternehmungen erforderlichen Artikeln angewiesen ist. An der Einfuhr war Deutsch⸗ land im Jahre 1887 mit 12 108 456 Pesos und an der Ausfuhr mit 9835 754 Pesos bethbeiligt. Die

Hauptartikel der deutschen Einfuhr waren: Lebens⸗

mittel im Werthe von 1 183 204 Pesos, Gewebe ꝛc. im Werthe von 2 662 083 Pesos, fertige und kon⸗ fektionirte Waaren im Werthe von 1 868 891 Pesos, Eisen und Eisenwaaren im Werthe von 1 258 530 Pesos, Papier und Papierwaaren im Werthe von 724 294 Pesos, Holz und Holzwaaren im Werthe von 762 500 Pesos, chemische und pharmazeutische Substanzen und Produkte im Werthe von 652 282 Pesos, Getränke im Werthe von 697 075 Pesos, Steine, Farben und Glaswaaren im Werthe von 728 185 Pesos ꝛc. Die Ausfuhr aus Argentinien anlangend, so gingen besonders folgende Artikel nach Deutschland: Produkte der Viehzucht, lebende Thiere im Werthe von 8 771 523 Pesos, landwirthschaft⸗ liche Produkte für 663 481 Pesos, Industrieprodukte für 132 349 Pesos, Erzeugnisse der Jagd für 177 032 Pesos, Minenprodukte für 1789 Pesos ꝛc.

Während des Jahres 1887 liefen in die Häfen der Argentinischen Republik von deutschen Schiffen ein 86 Segelschiffe (84 beladen von 32 711 Reg.⸗T. und 2 in Ballast von 741 Reg⸗T.) und 161 Dampfer (155 beladen von 212 456 Reg⸗T. und 6 in Ballast von 7993 Reg.⸗T) Ausklarirt wurden von Schiffen deutscher Nationalität 102 Segelschiffe (52 beladen von 19 328 Reg.⸗T. und 50 in Ballast von 27 418 Reg⸗T.) und 164 Dampfer (161 beladen von 2 63 Reg.⸗T. und 3 in Ballast von 4518

Eisen und Metall. Fachblatt für Handel und von Eisen⸗ und Metallwaaren. (Robert

eßmer, Berlin SW., Kommandantenstraße 89.) Nr. 9. Inhalt: Zur Lage: Der Markt. Ab⸗ handlungen: Manganstabl. Waarenhandel: Nagel⸗ halter. Bierfässer aus Metall. Marktberichte. Export und Import. Zoll und Fracht. Ver⸗ schiedene Mittheilungen. Patentschau. Patent⸗ liste. Musterschuß. Fabrikmarken. Sub⸗ missionen. Verkäufe. Bücherschau.

Handels⸗Register.

Die Handelsregistereinträage aus dem Königreich

Sachsen, dem Königreich Württemberg und

dem Großherzogthum Hessen werden Dienstags

bezw. Sonnabends (Württemberg) unter der Rubrik

Leipzig. resp. Stuttgart und Darmstadt

veröffentlicht, die beiden ersteren wöchentlich, die letzteren monatlich.

Berlin. Handelsregister [8282] des Königlichen Amtsgerichts I. zu Berlin.

Zufolge Verfügung vom 6. Mai 1889 sind am selben Tage folgende Eintragungen erfolgt:

In unser Gesellschaftsregister ist unter Nr. 11 215 woselbst die hiesige Aktiengesellschaft in Firma:

Internationale Banuk in Berlin vermerkt steht, eingetragen:

Durch Beschluß der Generalversammlung vom 17. April 1889 sind die §§. 11, 13 und 28 des Statuts nach näherer Maßgabe des betreffenden Protokolls, welches sich im Beilage⸗Bande Nr. 748 zum Gesellschaftsregister, Vol. I. Seite 88 und fol⸗ gende befindet, geändert worden.

Hiernach lanten die Bestimmungen über die Be⸗ fugniß zur Vertretung der Gesellschaft jetzt wie folgt:

Der Vorstand besteht, abgesehen von etwa zu er⸗ nennenden Stellvertretern, aus 2 oder mehreren, vom Aufsichtsrath zu ernennenden Mitgliedern.

Alle Urkunden und schriftlichen Erklärungen sind für die Gesellschaft verbindlich, wenn sie mit der Firma der letzteren unterzeichnet oder unterstempelt sind und

a. die Unterschrift zweier Vorstandsmitglieder oder b. die Unterschrift eines Vorstandsmitgliedes und eines Prokuristen, oder c. diejenige eines Stellvertreters eines Vorstands⸗ mitgliedes und eines Prokuristen tragen.

Stellvertreter von Vorstandsmitgliedern haben hinsichtlich der Firmenzeichnung gleiche Rechte mit den ordentlichen Vorstandsmitgliedern.

In unser Gesellschaftsregister ist unter Nr. 4003,

woselbst die Aktiengesellschaft in Firma: Münchener Brauhaus Actien⸗Gesellschaft

mit dem Sitze zu Berlin und Zweigniederlassung

zu Oranienburg vermerkt steht, eingetragen: 8 Auf Grund der Beschlüsse der General⸗ versammlungen vom 20. September 1888 sind fernere 225 Stück Stamm⸗Prioritäts⸗Aktien Litt. B. in Vorzugsaktien Litt. C. umgewandelt worden. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gegenwärtig 1 800 000 und ist ein⸗

getheilt: von 600 000 in 2000

a. zum Betrage Stamm⸗Aktien über je 300 ℳ, b. zum Betrage von 98 400 in 82 Stamm⸗ Prioritäts⸗Akrien Litt. B. über je 1200 ℳ, c. zum Betrage von 1 101 600 in 918 Vor⸗ zugsaktien Litt. C. über je 1200 In unser Gesellschaftsregister ist unter Nr. 800, woselbst die Aktiengesellschaft in Firma: Berlinische Renten⸗ und Kapitals⸗Versiche⸗ rungs⸗Vank mit dem Sitze zu Berlin vermerkt steht, ein⸗ getragen: In der Generalversammlung vom 30. April 1889 ist die Auflösung der Gesellschaft de⸗ schlossen worden.

Die Liquidatoren sind: