1889 / 152 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 29 Jun 1889 18:00:01 GMT) scan diff

.Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. 8

. Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren.

u. dergl.

Oeffentlicher Anzeiger.

5. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. 6. Berufs⸗Genossenschaften.

7. Wochen⸗Ausweise der deutschen Zettelbanken.

8. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.

[18170] K. Württ. Amtsgericht Heidenheim. Zurückgenommen wird der Steckbrief vom 22. Ja⸗ nuar 1889 gegen Ernst Emil Alwin Großmann von Kamenz in Sachsen wegen Betrugs. Den 26. Juni 1889. 8 Oberamtsrichter Lempp.

2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[18227] 8 Nach heute erlassenem, seinem ganzen Inhalte nach durch Anschlag an die Gerichtstafel bekannt ge⸗ machtem Proklam finden zur Zwangzsversteigerung der zur Konkursmasse des Erbpächters Joachim Fokuhl zu Radegast gehörigen Erbpachthufe Nr. 2 daselbst mit Zubehör Termine statt: 1) zum Verkaufe nach zuvoriger endlicher Regulirung der Verkaufsbedingungen am Montag, den 9. September 1889, Vormittags 11 Uhr, zum Ueberbot am Montag, den 30. Sep⸗ tember 1889, Vormittags 11 Uhr, zur Anmeldung dinglicher Rechte an das Grundstück und an die zur Immobiliar⸗ masse desselben gehörenden Gegenstände am Montag, den 9. September 1889, Vormittags 10 Uhr. 8 Auslage der Verkaufsbedingungen vom 24. August d. J. an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem Konkursverwalter, Gerichtsaktuar Renn hieselbst, welcher Kaufliebhabern nach vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grundstücks mit Zubehör gestatten und Auswärtigen auf Wunsch eine kurze Beschreibung desselben liefern wird. Gadebusch, den 27. Juni 1889. Großherzogl. Mecklenburg⸗Schwerinsches Amtsgericht. Schroeder.

[18228] In Sachen des Handarbeiters Chr. Bauer zu Kattenstedt und der Ehefrau desselben, Caroline, geb. Fräsdorf, Kläger, wider den Gärtner Gustav Hartzer hierselbst, Beklagten, wegen rückständiger Zinsen, wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des dem Beklagten gehörigen Wohn⸗ hauses No. ass 563 hierselbst auf dem Mühlen⸗ stiege nebst Zubehör zum Zwecke der Zwangs⸗ versteigerung durch Beschluß vom 19. Juni cr. verfügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 19. Juni cr. erfolgt ist, Termin zur Zwangsversteigerung auf Freitag, den 11. Ok⸗ tober 1889, Morgens 11 Uhr, vor Herzog⸗ lichem Amtsgerichte Blankenburg angesetzt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypotheken⸗ briefe zu überreichen haben. Blankenburg a. H., 26. Juni 1889. Herzogliches Amtsgericht Ribbentrop.

[18226] In Sachen der Herzoglichen Leihhaus⸗Admini⸗ stration zu Helmstedt, Klägerin, wider den Müller Simon Braune zu Emmerstedt, Beklagten, wegen Zinsen, wird, nachdem auf Antrag der Klägerin die Beschlagnahme der dem Beklagten gehörigen Ssub No. ass. 20 zu Emmerstedt belegenen Anbauer⸗ stelle und Wassermühle sammt Zubehör zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch Beschluß vom 17. Juni 1889 verfügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses im Grundvuche an demselben Tage er⸗ folgt ist, Termin zur Zwangsversteigerung auf Frei⸗ tag, den 4. Oktober 1889, Morgens 9 ½ Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte Helmstedt angesetzt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben.

Die Versteigerungsbedingungen, laut welcher jeder

Bieter auf Verlangen eines Betheiligten Sicherheit

bis zu 10 % seines Gebotes durch Baarzahlung,

Niederlegung coursfähiger Werthpapiere oder ge⸗

eignete Bürgen zu leisten hat, sowie der Grundbuch⸗

auszug können innerhalb der letzten zwei Wochen vor dem Versteigerungstermine auf der Gerichts⸗ schreiberei eingesehen, auch die Grundstücke selbst be⸗ sichtigt werden. Helmstedt, den 24. Juni 1889. Herzogliches Amtsgericht. Hassel.

Auf Antrag des Pfarrers Wollweber in Nieder⸗ Ramstadt, vertreten durch den Rechtsanwalt Justiz⸗ Rath Helmershausen hier, wird das Aufgebotsver⸗ fahren zum Zweck der Kraftloserklärung des auf 500 lautenden Pfandbriefs der Deutschen Hypo⸗ thekenbank in Meiningen Litt. G. Nr. 34842 sowie der damit ausgegebenen Zinsabschnitte vom 1. Juli 1889 bis 1. Januar 1897 hiermit eröffnet.

Aufgebotstermin wird auf den 6. Februar 1894, Vormittags 11 Uhr, anberaumt.

Inhaber der genannten Urkunden werden aufgefor⸗ dert, spätestens im Aufgebotstermine ihre Rechte bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und die Ur⸗ kunden vorzulegen, widrigenfalls diese für kraftlos werden erklärt werden.

Meiningen, den 21. Juni 1889.

Herzogliches Amtsgericht. Abth. II. Bernhardt.

8 [18221] Aufgebot.

Nr. 19112. Die Wittwe des Dr. med Ernst Hermann Friedrich Reinhard Walter Schädla, Hedwig, geb. Scheel, in Kassel hat das Aufgebot der von der Allgemeinen Versorgungsanstalt im Großherzogthum Baden in Karlsruhe vom 30. De⸗ zember 1884 ausgestellten Vertragsurkunde Nr. 52 317 über einen zwischen der genannten Anstalt und ihrem verstorbenen Ehemanne abgeschlossenen Lebens⸗ versicherungsvertrag auf die Summe von 10 000 beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf⸗

sin dem auf den 3. März 1890,

21. März 1890, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großhberzoglichen Amtsgerichte Karlsruhe, Akademiestr. 2, Zimmer Nr. 2, anberaumten Auf⸗ gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunde erfolgen wird.

Karlsruhe, den 25. Juni 1889. Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts.

Braun. 2 [6243] 8 Aufgebot. Der Graf Franz Paver, von Korff⸗Schmising⸗ Kerssenbrock, der Graf Adolf von Korff⸗Schmising⸗ Kerssenbrock, Beide zu Brinke, Kreis Halle i. W., der Graf Clemens von Korff⸗Schmising⸗Kerssenbrock zu Lichtenstein in Böhmen, die Gräfin Julia von Korff⸗Schmising⸗Kerssenbrock zu Mariaschein in Böhmen haben das Aufgebot des auf den Namen der „Frau Gräfin von Schmising⸗Kerssenbrock, geb. Caroline, Reichsfreiin von Fürstenberg zu Brinke“ lautenden Bescheinigungsbuches Nr. 821 der Kreis⸗ sparkasse zu Bielefeld, welches per 31. Dezember 1887 einschließlich der bis dahin aufgelaufe nen Zinsen sich über einen Bestand von 60,39 (sechsszig Mark neununddreißig Pfennig) verhielt, beantragt.

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, srätestens in dem auf den 21. November 1889, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte (Zimmer 8) anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Bescheini⸗ gungsbuches erfolgen soll.

Bielefeld, den 21. April 1889.

Königliches Amtsgericht. IV B. Monjé Ausgefertigt:

Bielefeld, den 21. April 1889.

Der Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts. IV. (L. S.) Volkening.

[12928] Aufgebot. 1

Der Kuxschein Nr. 7 des Gewerken Wilhelm Hiby von Sprockhoevel über zwei Kuxe des Stein⸗ kohlenbergwerks Hasenwinkel zu Dahlhausen ist an⸗ geblich verloren gegangen. 1—

Auf Antrag der Erben des ꝛc. Hiby wird der Inhaber dieses Kuxscheins hierdurch aufgefordert, seine Rechte auf den Kuxschein spätestens im Auf⸗ gebotstermine den 31. Dezember 1889, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 1, anzumelden und den Kurvschein vorzulegen, widrigenfalls Lie Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Hattingen, den 23. Mai 1889.

Königliches Amtsgericht.

[18222] Aufgebot.

Auf Antrag des Kaufmanns H. Lamprecht, Glas⸗ fabrik Marienhütte bei Gnarrenburg (Prov. Hannover) wird der unbekannte Inhaber des von diesem am 30. Dezember 1888 ausgestellten und von der Firma Smidt & Duensing in Bremen acceptirten Wechsels über 1447 55 ₰, zahlbar am 30. März 1889 an die Ordre des Ausstellers, aufgefordert, diesen Wechsel unter Anmeldung seiner Rechte an demselben Mittags 12 Uhr, anberaumten, unten im Stadthause hier⸗ selbst, Zimmer Nr. 6, stattfindenden Aufgebotstermine dem unterzeichneten Gerichte vorzulegen, widrigenfalls derselbe für kraftlos erklärt werden soll. 1“

Bremen, 24. Juni 1889.

Das Amtsgericht. (gez.) Völckers.

Zur Beglaubigung: Stede, Gerichtsschreiber. [5957] Aufgebot.

Es ist das Aufgebot folgender angeblich abhanden gekommener Sparkassenbücher der hiesigen städtischen Sparkasse: -

1) Nr. 286 0 0, ausgestellt für Grünwald, Wil⸗ helm, Lehrer, mit einem Guthaben von 209,46 ℳ,

vom Pensionär Wilhelm Grünwald hier, Nr. 299 773, ausgestellt für Bröse, Julius, Sattler, mit einem Guthaben von 204 11 ₰, vom Sattler Julius Bröse hier, Nr. 198 474, ausgestellt für Franz, Otto, Kutscher, mit einem Guthaben von 16,67 ℳ, vom Kutscher Otto Franz hier, Nr. 567 173, ausgestellt für Christianzen, Julie, geb. Sommer, mit einem Guthaben von 101 67 ₰, von der Wittwe Julie Christianzen, Sommer, hier, Nr. 201 357, ausgestellt für Fehlinger, Oswald, Kutscher, mit einem Guthaben von 38 34 ₰, von Herrn Bernhard Kuhlbrodt hier, Nr. 310 651, ausgestellt für Brochwitz, Arthur,

Sohn des Hausdieners, mit einem Guthaben

von 63 20 ₰, vom Hausdiener Friedrich Brochwitz hier, Nr. 517 304, ausgestellt für Keller, Louise, geb. Anschütz, mit einem Guthaben von 32 64 ₰, von der verehelichten Schneidermeister Keller, Louise, geb. Anschütz, hier,

8) Nr. 60 056, ausgestellt für Japke, Anna, Dienst⸗

mädchen mit einem Guthaben von 52 98 ₰, von der Wirthschafterin Anna Japke zu Charlottenburg,

beantragt.

Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert,

spätestens in dem auf den 30. November

1889, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeich⸗

neten Gerichte, Neue Friedrichstraße 13, Hof,

Flügel B., parterre, Saal 32, anberaumten Auf⸗

gebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Ur⸗

kunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, den 2. April 1889.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 48.

[69432] Aufgebot.

Der Konditor Johann Christian Hahn zu Erfurt hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen, auf den Namen seiner Tochter, der minorennen Friederike Hahn, geschriebenen Sparkassenbuchs der städtischen Sparkasse zu Erfurt Nr. 41 207 über

geb.

gefordert, spätestens in dem auf Freitag, den

149,39 1 6

beantragt. Der Inhaber des Spar⸗

kassenbuchs wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 22. Oktober 1889, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 58, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ melden und das Sparkassenbuch vorzulegen, widrigen⸗ falls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Erfurt, den 25. März 1889. Königliches Amtsgericht. Abtheilung VIII.

[69433] Aufgebot.

Die verwittwete Margarethe Friederike Schalbe, geb. Heinze, zu Mittelhausen hat das Aufgebot des ihr eigenthümlich gehörigen angeblich verloren ge⸗ gangenen Sparkassenbuchs der städtischen Sparkasse zu Erfurt Nr. 95588 über 63,71 zwecks Erthei⸗ lung einer neuen Ausfertigung beantragt. Der In⸗ haber des Sparkeͤssenbuchs wird aufgefordert, spä⸗ testens in dem auf den 22. Oktober 1889, Vor⸗ mittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 58, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Sparkassen⸗ buchs erfolgen wird.

Erfurt, den 25. März 1889.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung VIII. [5953] Aufgebot.

Der Altsitzer Christian Zander zu Wendisch Pri⸗ born hat das Aufgebot des auf seinen Namen lau⸗ tenden Sparkassen⸗Quittungsbuches der Sparkasse des Kreises Ost⸗Prignitz zu Kyritz Nr. 12 424 Litt. O. Fol. 742 über 320 30 beantragt. Der In⸗ haber des Sparkassenbuchs wird aufgefordert, spä⸗ testens in dem auf den 21. November 1889, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer la, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und das Sparkassenbuch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Sparkassenbuchs erfolgen wird.

Kyritz, den 18. April 1889.

Königliches Amtsgericht. enz. [59600 Aufgebot.

In Erwägung, daß

1) der Oekonom Johann Uebele von Gablingen unterm 11./17. l. Mts. als Besitzer des Anwesens Hs.⸗Nr. 76 daselbst für sich und zugleich auch als bevollmächtigter Vertreter seiner Ehefrau Anna Uebele geb Pleig, welche Mitbesitzerin dieses Anmwesens ist, hierorts den Antrag gestellt hat, bezüglich der im diesgerichtl. Hypoth.⸗Buche für Gablingen Bd. II. S. 363 und Bd. V. S. 275 auf dem erwähnten Anwesen für den seit dem Jahre 1825 vermißten Soldaten Josef Seitz eingetragenen Forderungen, nämlich 57 Fl. Muttergutsrest, Verpflegungs⸗ und Wohnungsrecht, das Aufgebot gemäß §. 82 des Hyp.⸗Ges. vom 1. Juni 1822 in der Fassung des Ausf.⸗Ges. zur R.⸗C.⸗P.⸗O. Art. 123 Z. 3 zu erlassen,

2) dieser Antrag vollständig begründet erscheint, nachdem die Antragsteller durch Vorlage von pfarr⸗ und gemeindcamtlichen Zeugnissen den Nachweis ge⸗ liefert haben, daß die Nachforschungen nach obigem Jofef Seitz und seiner Verwandtschaft fruchtlos geblieben, sowie daß vom Tage der letzten auf obige Forderungen sich beziehenden Handlung an gerechnet 30 Jahre verstrichen sind,

3) das angegangene Gericht für das beantragte Aufgebotsverfahren ausschließlich zuständig ist, weil bei demselben das oben allegirte Hyp.⸗Buch geführt wird, und in Anwendung der bereits angeführten Geschesstellen sowie der Vorschriften der R.⸗C.⸗P.⸗O. in §§. 823 ff.,

werden alle Diejenigen, welche auf obige Forde⸗ rungen ein Recht zu haben glauben, hiemit auf⸗ gefordert, dasselbe innerhalb 6 Monaten, spätestens aber im Aufgebotstermine, nämlich am Samstag, den 16. November 1889, Vormittags 9 Uhr, im diesgerichtlichen Geschäftszimmer Nr. 12 0/r. an⸗ zumelden, widrigenfalls die oben bezeichneten, im Hypoth.⸗Buche eingetragenen Forderungen für er⸗ loschen erklärt und im Hypoth.⸗Buche gelöscht würden

Angsburg, am 17. April 1889.

Königliches Amtsgericht. v. Gutermann.

Abtheilung II.

[12488) Aufgebot.

Nachstehend bezeichnete Hypothekenpost, sowie an⸗ geblich verloren gegangene Hypotheken⸗Urkunden wer⸗ den hiermit aufgeboten.

1) Die angeblich getilgte Hypothekenpost von

400 Rthlr. = 1200 Restkaufgeld, zu 4 % ver⸗ zinslich, eingetragen auf den im Grundbuche von Hohenzahden Band I. Seite 421 Nr 32 und Hohen⸗ zahden Band I. Seite 433 Nr. 33 verzeichneten Grundstücken in Abth. III. unter Nr. 2 resp. Nr. 1 für den Büdner Friedrich Fick in Hohenzahden und dessen Ehefrau, Louise, geb. Leussentin, zum Zwecke der Löschung, 2) das Hypotheken⸗Zweigdokument über die im Grundbuche von Stettin Band XXI. Seite 1093 Nr. 90 Abth. III. Nr. 2 für den Rentier F. Branke in Naugard umgeschriebene Theilpost von 3000 nebst Zinsen, zum Zwecke der Neubildung des Instruments,

3) die Hypotheken⸗Urkunde über die in Ab⸗ theilung III. Nr. 17 auf dem Grundstücke Stettin, gr. Lastadie Nr. 52, für Carl Stocken eingetragenen 15 000 nebst Zinsen, zum Zwecke der Ausfertigung einer neuen Hypotheken⸗Urkunde,

und zwar: zu 1 gemäß §. 103 der G.⸗B.⸗O. auf den An⸗ trag des Fleischermeisters Christoph Friedrich Wil⸗ helm Krumbach in Hohenzahden, vertreten durch den Justizrath Bourwieg in Stettin, zu 2 auf den Antrag des Rentiers F. Branke zu Naugard, vertreten durch den Rechtsanwalt Wehr⸗ mann in Stettin, zu 3 auf den Antrag der verehelichten Kaufmann Carl Stocken, Louise Caroline, geb. Pinnow, zu Stettin, Grabowerstraße 26, als Generalbevollmäch⸗ tigte ihres Ehemannes, vertreten durch den Justiz⸗ rath Bourwieg zu Stettin.

Die unbekannten Berechtigten der bezeichneten Post resp. Rechtsnachfolger der Hypothekengläubiger, sowie alle Diejenigen, welche als Eigenthümer,

Cessionarien, 8 16“

auf die vorstehend bezeichneten Dokumente Anspruch erheben, werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 8. Novemver 1889, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 48, anberaumten Aufgebotstermine ihre Ansprüche und Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen auf die resp. Post werden ausgeschlossen werden, auch die Löschung der Post zu 1 im Grundbuche, sowie die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunden zu 2 und 3 erfolgen wird Stettin, den 7. Mai 1889. Königliches Amtsgericht. III. Abtheilung.

[18232]! Der

Aufgebot.

Eigenthümer Jogann Friedrich Wilhelm Bluhm zu Weitin hat das Aufgebot des eingetragenen Rechtes aus dem Hvypothekenscheine uber die Folio VIII. 2ter Hauptabtheilung des Hypotheken⸗ buchs über das ihm gehörige zu Weitin sub Nr. 10 belegene Wohnhaus c. p. auf den Namen des Postillons Ave zu Neubrandenburg eingetragenen 100 Thaler Pr. Cour. beantragt. Der Inhaber der Urtunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 10. Januar 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anbe⸗ raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft⸗ loserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Neubrandenburg, den 24. Juni 1889.

Großherzogliches Amtsgericht. I. W. Saur. [18326]

Der Hypothekenschein vom 9. Dezember 1880, mit Nachtrag vom 30. November 1881, nach welchem der Bäcker Ludwig Eduard Wilhelm Sorge in Sitzendorf dem Dr. F. V. Brückner in Leipzig ein Darlehn von 2000 schuldet, ist der Behauptung des Gläubigers zufolge verloren gegangen. Deiselbe hat deshalb den Erlaß eines Aufgebols b. antragt.

Der Inhaber des obengenannten Hypothekenscheins, bezw. alle Forderungsberechtigten werden daher auf⸗ g fordert, spätestens bis zu dem auf den 28. Ok⸗ tober d. Is., Vorm. 10 Uhr, bestimmten, vor dem unterzeichneten Amtsgericht stattfindenden Auf⸗ gebotstermine ihre Rechte anzumelden und den ge⸗ dachten, Hypothekenschein vom 9. Dezember 1880 nebst dem dazu gehörigen Nachtrage vom 30. No⸗ vember 1881 vorzulegen, widrigenfalls diese Urkun⸗ den für kraftlos erklart werden. 1 88

Königsee, den 22. Juni 1889.

Fürstl. Amtsgericht.

Klipsch. G

[18349] Bekanntmachung. 8

Es ist bei uns das Aufgebot nachbenannter, an⸗ geblich verlorener Hypotheken⸗Dokumente beantragt:

1) von dem Bäckermeister und Rathsherrn Zubcke zu Kammin, vertreten durch Justizrath Schweiger hier, be⸗ züglich der im Grundbuche des Hausgrundstücks Nr. 78 Kammin Abtheilung III. Nr. 2 für die unverehelichte Wilhelmine Caroline Friedericke Hoppe auf Grund der Verhandlungen vom 27. Februar und 28. Sep⸗ tember 1849 eingetragenen 50 Thaler und Zinsen, 2) von dem Büdner Johann Friedrich Gottlieb Schroeder zu Schnatow, vertreten durch Justizrath Schweiger hier, bezüglich der im Grundbuche des Büdnergrundstücks Nr. 4 Schnatow Abtheilung III. Nr. 3 für Hanna Marie Charlotte Schroeder auf Grund des Vertrages vom 22. Januar 1848 ein⸗ getragenen 50 Thaler und Zinsen,

3) von dem Rentier August Schünemann zu Büssenthin, vertreten durch Justizrath Schweiger hier, bezüglich der im Grundbuche von Gristow Band I. Blatt 23 Abtheilung III. Nr. 1 für den Schiffscapitain Friedrich Benjamin Wilhelm Brumm zu Kammin aus der Urkunde vom 1. Juli 1863 eingetragenen 700 Thaler nebst Zinsen,

4) von den Erben des Fischers Wilhelm Rüchel zu Berg Dievenow, vertreten durch Rechtsanwalt Feldmann hier, bezüglich der im Grundbuche von Berg Dievenow Band I. Blatt 13 Abtheilung III. Nr. 1 für Wilhelm Johann Carl Friedrich, 8

Johanne Caroline Friedericke, .‚Bertha Charlotte Friedericke, Geschwister Rüchel, aus dem Rezesse vom 23. Juni 1852 eingetragenen 200 Thaler und Zinsen.

Es werden hiermit die unbekannten Inhaber der vorbezeichneten Urkunden aufgefordert, ihre Rechte auf die Dokumente bei uns spätestens in dem auf den 14. Oktober 1889, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Termine anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Urkunden für kraftlos erklärt werden sollen.

Kammin, den 12. Juni 1889.

Königliches Amtsgericht.

8 [18223] Aufgebot.

Auf den Antrag des Nachlaßpflegers, Rechts⸗ konsulenten Oskar Koch werden die unbekannten Erben und Rechtsnachfolger des am 4 Oktober 1888 zu Patschkau verstorbenen Rittmeisters a. D. Otto Freiherr von Zedlitz und Neukirch aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine den 22. April 1890, Vormittags 11 Uhr, ihre Ansprüche und Rechte auf den betreffenden Nachlaß bei dem unter⸗ jeicneten Gericht anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen und Rechten werden ausgeschlossen und der Nachlaß dem sich meldenden und legiti⸗ mirenden Erben, und in dessen Ermangelung dem Königlichen Fiskus wird verabfolgt werden, der sich später meldende Erbe aber alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers anzuerkennen schuldig und von demselben weder Rechnungslegung noch Ersatz der Nutzungen, sondern nur Herausgabe des noch Vor⸗ handenen zu fordern berechtigt ist. Bemerkt wird noch, daß die bisher ermittelten nächsten gesetzlichen Erben des Erblassers, nämlich seine Kinder und demnächst auch seine Geschwister der Erbschaft sämmtlich entsagt haben.

Patschkan, den 24. Juni 1889. Königliches Amtsgericht.

Pfand⸗ oder sonstige Brief⸗Inhab

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zum

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Beilage

Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlch Preußisch

Berlin, Sonnabend, den 29. Juni

No. 152.

1. Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. 2. Zwangsvollstreckungen, . 3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

4. Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren.

Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

Oeffentlicher Anzeiger.

Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. Berufs⸗Genossenschaften.

Wochen⸗Ausweise der deutschen Zettelbanken. Verschiedene Bekanntmachungen.

2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[18231] Aufgebot.

Auf den Antrag des Riemermeisters Christoph Kelbsch zu Karzig bei Berlinchen wird Natalie Albrecht, Tochter der Stellmacher Martin und Christine, geborne Berg, Albrecht'’schen Eheleute, welche am 24. Mai 1853 in Sierakowo geboren ist, sich am 16. Januar 1875 mit dem Arbeitsmann August Huff in Krumknie verheirathet hat und bald darauf mit diesem nach Rußland verzogen ist, auf⸗ gefordert, sich spätestens im Aufgekotstermine den 16. April 1890, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte zu melden, widrigen⸗ falls ihre Todeserklärung erfolgen wird.

Strelno, den 26 Juni 1889.

Königliches Amtsgericht. [18347] Aufgebot.

Dem schon seit 1852 in Amerika, unbekannt wo abwesenden Adam Eberle aus Birkenau, Sohn des daselbst verstorbenen Peter Eberle wird hiermit er⸗ öffnet, daß sein in 1566 64 bestehendes Ver⸗ mögen, welches bei der Sparkasse Heppenheim an⸗ gelegt ist, seither kuratorisch verwaltet worden ist.

Es ergeht nun auf Antrag des für ihn bestellten Kurators Georg Philipp Altendorf II. von Kimbach und seines Bruders Johannes Eberle von Ober⸗ Mumbach an den abwesenden Adam Eberle aus Birkenau oder an seine Leibeserben die Aufforderung, spätestens in dem Aufgebotstermin Mittwoch, den 25. September l. Is., Vormittags 9 Uhr, sich bei unterzeichnetem Gerichte zu melden, und ihr hier kuratorisch verwaltetes Vermögen im Betrage von 1566 64 in Empfang zu nehmen, als sonst der Adam Eberle für todt erklärt und dessen dahier befindlicher Nachlaß an die sich meldenden Nächstberechtigten vorerst gegen Kaution ausgeliefert verden wird.

Fürth, am 22. Juni 1889.

Großherzogliches Amtsgericht Fürth. Krauß. [18224] Bekanntmachung, 8

Das öffentliche Aufgebot der unbekannten Erben der am 5. Februar 1889 zu Petraschken geborenen und am 1. März 1889 daselbst verstorbenen Auguste Kairies ist von dem gerichtlich bestellten Nachlaß⸗ pfleger, dem Justiz⸗Nath Schlick hierselbst, beantragt worden:

Es werden daher die vorgenannten Erben aufge⸗ fordert, spätestens im Aufgebotstermine den 23. Mai 1890, L 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 4, sich zu melden, widrigenfalls der Nachlaß dem sich meldenden und legitimirenden Erben, in Ermangelung dessen aber dem Fiskus wird verabfolgt werden, und der sich später meldende Erbe alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers anzuerkennen schuldig, weder Rechnungslegung noch Ersatz der Nutzungen, sondern nur Herausgabe des noch Vor⸗ handenen wird fordern dürfen.

Ragnit, den 20. Juni 1889.

Königliches Amtsgericht. [18208] Anfgebot. 1

Auf Antrag der Wittwe des weil. Arbeiters und Erbpächters Hans Friedrich Köhn zu Niendorf, lüb. Gebietes, Anna, geborene Braasch, jetzt in Kl.⸗ Flottbeck wohnhast, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr Vermehren, werden die unbekannten bluts⸗ verwandten Erben ihres genannten Ehemannes Hans Friedrich Köhn, bezüglich deren nichts weiteres hat ermittelt werden koͤnnen, als daß eine Schwester des⸗ selben vor ca. 40 Jahren nach Amerika ausgewandert sein soll, mittelst dieses Aufgebots aufgefordert, ihre Erbansprüche spätestens in dem auf Freitag, den 25. Oktober 1889, Vormittags 11 Uhr, an⸗ gesetzten Aufgebotstermin sich im unterzeichneten Amtsgericht zu melden, widrigenfalls solche An⸗ sprüche bei der Regelung des Nachlasses nicht berück⸗ sichtigt werden.

Lübeck, den 26. Juni 1889. 8

Das Amtsgericht. Abth. II. Asschenfeldt, Dr. Veröffentlicht: Fick, Gerichtsschreiber. 11“ 118225] Aufgebot.

I. Der Sekretär Wilhelm Baer hier, als Kurator des in unbekannter Abwesenheit lebenden Leopold Krüger von hier, hat das Aufgebot des Letzteren zum Zwecke seiner Todeserklärung und das Aufgebot der unbekannten Erben desselben beantragt.

II. Die Obligation vom 19. Mai 1885 nebst Nachtrag der Cession vom 3. Oktober 1887 über eine Forderung des Chausseeverwalters August Wilke in Kölme bei Teutschenthal, eingetragen im Grund⸗ buche von Raguhn, Band VII. Blatt 343, ist ab⸗ handen gekommen und hat der frühere Schuldner, Gärtner Adolf Wilke in Dessau, das Aufgebot der⸗ selben beantragt.

Es werden daher der Leopold Krüger bezw. dessen unbekannte Erben bezw. die Inhaber der Urkunde unter II. aufgefordert, spätestens in dem auf Don⸗ nerstag, den 16. Januar 1890, Vormittags 9t Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Aufgebotstermise zu erscheinen und ihre Rechte wahr⸗ zunehmen bezw. die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Nachlaßretzulirung und die Ausantwortung der Erbschaft, sowie die Ertheilung eines Erblegitimations⸗ attestes an die bekannten legitimirten Erben ohne Rücksicht auf diejenigen, welche sich nicht melden, er⸗ folgen bezw die Urkunde für kraftlos erklärt wird.

Jestnitz, den 24. Juni 1889.

[18408] Aufgebots⸗Verfahren.

Am 31. August 1887 verstarb Johann Jost Gräf in Bad⸗Nauheim. Derselbe war am 9. März 1824 als der Sohn des Johannes Gräf und dessen Ehe⸗ frau, Anna Elisabetha, geborene Vogel, in Alten⸗ Buseck (auch Alt⸗Buseck genannt) in Oberhessen ge⸗ boren, wanderte 1858 ledigen Standes nach Nord⸗ Amerika aus, kam Anfangs der 1860er Jahre nach Allegheny im Staate Pensplvanien und verheirathete sich daselbst am 8. November 1864 unter dem Namen „Karl Graf“ mit Anna Margaretha Arras von Klein⸗Gumpen im bessischen Odenwald. Die Eheleute lebten erst in Allegheny, dann in Clev⸗ land, Ohio, St. Louis, Cincinnati, Dayton und v. wieder in Allegheny, woselbst im Jahre 1872 die Ehefrau in Folge ehelicher Zwistigkeiten ibren Ebemann verließ, nach Deutschland zurückkehrte und nunmehr in Gernsheim a. Rh. lebt.

Johann Jost Gräf soll zweimal verbeirathet ge⸗ wesen und von seiner ersten Chefrau ebenfalls ver⸗ lassen worden sein; beide Ehen sollen kinderlos ver⸗ blieben sein. Im Jahre 1886 kehrte Jobann Jost Graͤf nach Deutschland zurück, lebte in Alten⸗Buseck und Gießen, zuletzt in Bad⸗Nauheim, wo er am 31. August 1887 verstarb.

Sein nur in beweglichem Vermögen bestebender, über 4000 betragender Nachlaß wird von dem unterzeichneten Gericht kuratorisch verwaltet.

Da weder Ehevertrag, noch letztwillige Verfügung vorliegt, so wird der Verstorbene nach dem Gesetze beerbt.

Auf Antrag der als Erbin aufgetretenen Wittwe des Johann Josft Grͤf, Anna Margaretha, geborene Arras, ergebt hiermit an alle Diejenigen, welche Erbrechte auf den Nachlaß ansprechen, insbesondere an die unbekannt wo abwesenden beiden Geschwister ves Verstorbenen: Johann Philipp Gräf und Elisabetha Margaretha Gräf, sowie an die etwaige erste Chefrau des Johann Jost Gräf und an die Nachkommen und Rechtsnachfolger dieser Personen die öffentliche Auf⸗ forderung, im Aufgebofstermin, Mittwoch, den 14. August 1889, Vormittags 9 8 Uhr, ihre etwaigen Erbrechte an den fraglichen Nachlaß anzu⸗ melden und zu begründen, sowie die Erbschaft anzu⸗ treten, unter dem Rechtsnachtheil, daß sonst ihrer⸗ seits Verzicht auf die Erbschaft angenommen und der Nachlaß den sich als nächste Erben oder Rechts⸗ nachfolger Legitimirenden überlassen werden würde.

Zugleich wird bemerkt, daß, wenn bis zum obigen Termine keine Einwendungen dagegen vorgebracht werden, der Wittwe des Verstorbenen, Anna Mar⸗ garetha, geborene Arras, in Gernsheim a. Rh. die eine Häaͤlfte des Nachlasses ohne Sicherheitsleistung ausgeliefert und ihr an der anderen Hälfte die Nutz⸗ nießung zugestanden werden wird.

Bad⸗Nauheim, den 23. Juni 1889 Großherzogl. Hessisches Amtsgericht Bad⸗Nauheim.

Bauer.

[18318] Bekanntmachung.

Durch Urtheil vom 18. Juni 1889 ist der Kauf⸗ mann Waldemar Dienstmann, geboren den 13. De⸗ zember 1853 zu Thorn, Sohn des verstorbenen Stabsarztes Carl Friedrich Dienstmann und seiner verstorbenen Ehefrau Emilie Julianna Beata, ge⸗ borene Zielke, für todt erklärt worden.

Thorn, den 18. Juni 1889.

Königliches Amtsgericht. [18348] Bekanntmachung.

Es wird hiermit bekannt gemacht, daß der Land⸗ und Gastwirth Jacob Schäfer zu Rimbach wegen Verschwendung entmündigt, und daß ihm in der Person des Ortsgerichtsmanns Michael Schäfer III. zu Rimbach ein Kurator bestellt worden ist.

Fürth, am 24. Juni 1889.

Großherzl. Hessisches Amtsgericht Fürth. Krauß. [18323] Bekanntmachnng.

Durch Ausschlußurtheil des Königlichen Amts⸗ gerichts hierselbst vom 21. Juni 1889 sind die Sparkassenbücher der städtischen Sparkasse zu Sprembeig:

1) Nr. 10 486 über 243 92 ₰, ausgefertigt für den August Kucher zu Groß⸗Luja, 1

2) Nr. 11 026 über 56 87 ₰, ausgefertigt für die minderjährigen Geschwister Paul, Friedrich und Marie Smalla zu Cantdorf,

für kraftlos erklärt worden.

Spremberg, den 21. Juni 1889.

Gentzke, als Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[18324]

Durch Ausschlußurtheil vom heutigen Tage ist die Kraftloserklärung des nachstehend bezeichneten Hypo⸗ thekendokuments ausgesprochen:

Der Ausfertigung des Tauschvertrages vom 2. September 1857, versehen mit dem Eintragungs⸗ vermerk und verbunden mit dem Hypothekenschein vom 17. Januar 1871 als Hypothekendokument über die auf Blumenthal 26 Abth. III. Nr. 1 für den Wirth Johann Meyer von Blumenthal und seine Ehefrau Dorothea, geb. Doligkeit, eingetragene Post von 150 Thlrn., wovon jedoch 50 Thlr. gelöscht sind, und der Ueberrest von 100 Thlrn. auf den Losmann Leopold Stelke von Altona durch Cession übergegangen sind.

Pillkallen, den 15. Juni 1889.

Königliches Amtsgericht. [18322]

Im Termin, den 19. Juni cr., sind die Inhaber und Rechtsnachfolger der auf Wenden Nr. 16 Ab⸗ theilung III. Nr. 2 eingetragenen Post von

8 Herzogl. Anhalt. Amtregericht. Sanftenberg.

400 Thlr. nebst Zinsen, ingrossirt aus dem Vertrag vom 8. April 1850 gemäß Verfügung vom 8. De⸗

zember ejusd. für die Altsitzer Christinn und Marie, geborne Tiedtke, Danöhl'schen Eheleute, mit ihren Ansprüchen ausgeschlossen und kann danach diese Hypothek im Grundbuch gelöscht werden. Rastenburg, den 19. Juni 1889.

Königliches Amtsgericht.

[18316] Aufgebot.

Im Namen des Königs! Das Königliche Amtsgericht zu Ratibor erkennt durch den Amtterichter Heintze für Recht: I. Die Rechtsnachfolger der Waisenkasse des Fürst Lichnowski'schen Gerichts der Majoratsherrschaften werden mit ihren Ansprüchen auf die im Grundbuche des Bauergutes Blatt 64 Koeberwitz Abtheilung III. Nr. 8 eingetragene Post von 100 Thalern aus⸗ geschlossen. II. Die Hyppothekenurkunde über vorbezeichnete Post, gebildet aus einem Hypothekenschein in vim recognitionis und einer vorgehefteten Ausfertigung der gerichtlichen Schuld⸗ und Hypothekenverschreibung vom 29. März 1833, wird für kraftlos erklärt. III. Die Kosten des Aufgebotsverfahrens fallen der Antragstellerin zur Last. RNatibor, den 14. Juni 1889

[18319] Durch Ausschlußurtheil vom heutigen Tage ist 1) die zum Zweck der Löschung der Post im Grundbuche aufgebotene Hypothekenurkunde über die auf dem Grundbuchblatte des dem Kaufmann Josef Goldstein gehörigen Grundstücks Nr. 87 Stadt Wartenberg in Abtheilung III. unter Nr. 12 für den Mühlenbesitzer C Genz und F Spohn zu Brieg eingetragene Forderung von 142 Thlr. 1 Sgr. nebst 6 % Zinsen, sowie 2 Thlr. 17 Sgr. verauslagte Kosten und 2 Thlr. 20 Sgr. Eintragungskoften für kraftlos erklärt und sind 2) die etwaigen Berechtigten zu den nachstehend bezeichneten Hypothekenposten: a. zu dem auf dem Grundbuchblatt bes dem Frei⸗ steller Andreas Skottnik gehörigen Grundstücks Nr. 27 Kunzendorf in Abtheilung⸗III. unter

3. Oktober Nr. 1 aus dem Kaufvertrage vom 7 1.“ 1854 für den Auszügler Jakob Wanzek zu Kunzendorf ex decreto vom 11. November 1854 eingetragenen rückständigen Kaufgeld von 125 Thlr. zu den auf dem Grundbuchblatt des dem Häusler Anton Pietrok zu Fürstl. Neudorf ge⸗ hörigen Grundstücks Nr. 17 Fürstlich Neudorf in Abtheilung III. unter Nr. 2 antheilsweise für Vincenz Pietrok auf Grund des Erwerbungs⸗ instruments vom 31. Oktober 1845 ex decreto vom 5. November a ejd. eingetragenen und von dort bei der am 18. Juli 1883 erfolgten Ab⸗ schreibung eines Trennstücks auf das Grundbuch⸗ blatt des Letzteren, des dem Erzpriester Alexander Zajadacz zu Trembatschau gehörigen Grund⸗ stücks Nr. 138 Fürstlich Neudorf in Abthei⸗ lung III. unter Nr. 12 mit übdertragenen, zu 5 % verzinslichen und nach einvierteljährlicher Aufkündigung vertretbaren Erbegeldern von 19 Thlr. 3 Sgr. 4 Pf. mit ihren Ansprüchen auf die bezeichneten Hypotheken⸗ forderungen ausgeschlossen worden.

Groß⸗Wartenberg, den 24. Juni 1889.

Königliches Amtsgericht. [183500% Im Namen des Königs!

In der Grund'schen Aufgebotssache F. 1,89 er⸗ kennt das Königliche Amtsgericht zu Storkow durch den Amtsrichter von Kameke für Recht:

Die beiden Hypothekenurkunden über die Abthei⸗ lung III. unter Nr. 24 und 26 auf dem im Grund⸗ buche von Wolzig Band I. Blatt Nr. 32 ver⸗ zeichneten Grundstücke, für den früheren Bauernguts⸗ besitzer Wilhelm Grund zu Kummersdorf einge⸗ tragenen Hypotheken von

a 250 Thlr. 750 ℳ, bestehend aus dem Hypothekenbuchsauszuge vom 29. September 1870, den Abschriften des Tauschvertrages vom 7./17. Sep⸗ tember 1870 und Eintragungs⸗ und Umschreibungs⸗ vermerken vom 29. September 1870, 27. Januar 1874 und 15. April 1877,

b. 49 Thlr. 25 Sgr. = 149 50 ₰, bestehend aus dem Preußischen Hypothekenbriefe vom 27. Ja⸗ nuar 1874 mit dem Umschreibungsvermerke vom 15. April 1877, sowie der Cessionsverhandlung vom 10./12. Januar 1874 und der Abschrift der Schuldurkunde vom 17. Mai 1871,

werden für kraftlos erklärt.

Die Kosten des Aunfgebotsverfahrens hat der An⸗ tragsteller zu tragen.

Storkow, den 25. Juni 1889

Königliches Amtsgericht. Im Namen des Königs!

Verkündet am 17. Juni 1889. Singewald, als Gerichtsschreiber.

In der Sommer⸗Witschaß'schen Aufgebotssache F. 6 und 7/88 erkennt das Königliche Amts⸗ gericht zu Hoyerswerda durch den Amtsrichter Dr. Laschinski für Recht:

Die Hypothekenurkunden über folgende Posten:

a. von 32 Thlr. 18 Sgr. 9 Pf. = 97,89 mütter⸗

liche Erbegelder, haftend auf der der Anna G geb. Buda, gehoͤrigen Gärtnernahrung Blatt Nr. 1 Band 1. Ratzen in Abtheilung III. unter Nr. 1 für Johann Buda aus dem Erb vergleich vom 22. Dezember 1829

b. von 900 rückständige Kaufgelder,

c. von 375 Darlehen,

d. von 525 Darlehen und

e. von 600 Darlehen,

[18325]

geb. Berg, gehörigen Grundstücke Blatt Nr. 24 Band I. Bärwalde in Abtheilung III. unter Nr. 1 bezw. 2, bezw. 3, bezw. 5 aus dem Kaufvertrage vom 12. November 1856 bezw. den Schuldverschrei bungen vom 18. Januar 1867 und 12. Januar 1872 für den Halbbauer Michael Wierick in Neudorf Königl. werden, und zwar: die Urkunden über die Posten a. und e. zum Zwecke der Löschung, die über die Posten b., c. und d. zum Zwecke der Neubil⸗ dung, für kraftlos erklärt. 8

Die Kosten des Aufgebotsverfahrens fallen den An⸗

tragstellern zur Last. Von Rechts Wegen. Laschinski.

[18321] Bekanntmachung.

Durch Ausschlußurtheil des unterzeichneten Gerichts vom 14. Juni 1889 sind die unbekannten Berech⸗ tigten der auf Nr. 20 Königswille in Abtheilung III. unter Nr. 2 für die unverehelichte Friederike Steif zu Medzibor zufolge Verfügung vom 17. Okrober 1855 unter Instrumentsbildung eingetragenen 60 Thaler Darlehn mit ihren Ansprüchen auf die Post ausgeschlossen.

Festenberg, den 22. Juni 1889.

Königliches Amtsgericht.

Im Namen des Königs! Verkündet am 17. Juni 1889. 8 Kaß, Gerichtsschreiber. 8 Auf den Antrag des Rittergutsbesitzers Albert Kramer und des Kossäthenhofsbesitzers Ludwig Walk zu Lübtow, vertreten durch den Rechtsanwalt Nemitz zn Lauenburg i. Pomm., erkennt das Königliche Amtsgericht zu Laueuburg i. Pomm. durch den Amtsgerichts⸗Rath Reetsch für Recht:

Ia Die Post Abtheilung III. Nr. 1 des Grund⸗ stücks Lübtow Nr. 5 bezw. Abtheilung III. Nr. 1 a. des Grundstücks Nr. 10,

b. die auf der ideellen Hälfte des Gutsbesitzers Kramer an dem Grundstück Lübtow Nr. 5 ein⸗ getragene Post Abtheilung III. Nr. 9, übertragen auf Abtheilung III. Nr. 1 a des Grundstücks Nr. 10 von Lübtow,

werden für kraftlos erklärt und die eingetragenen Gläubiger bezw. deren Rechtsnachfolger mit ihren Ansprüchen an dieselben ausgeschlossen.

II. Die Kosten des Verfahrens fallen den Extra⸗ henten zur Last.

Von Rechts Wegen.

[18220]

[18110]

In den nachstehenden Aufgebotssachen hat das Königliche Amtsgericht Kastrop durch den Amts⸗ richter Fritsch für Recht erkannt:

1) Aufgebot des Gerichtstaxators Friedrich Cremer

in Herne und des Gutsbesitzers Eduard Cremer ge⸗

nannt Schulte⸗Langforth zu Horsthausen bei Herne:

Sämmtliche im Aufgebotstermine nicht erschienenen Eigenthumsprätendenten werden mit ihren Ansprüchen auf das Grundstück Flur I. Nr. 2 Steuergemeinde Pöppinghausen, eingetragen Band I. Blatt 333, 371, 377 des Grundbuchs von Pöppinghausen, gelegen im Pantringholz (Mesewinkels Weide), 5 Hekt. 36 Ar 81 Qu.⸗M. groß, ausgeschlossen.

2) Aufgebot des Kaufmanns Simon Cohen zu Kastrop und der Wittwe Samuel Cohen, Helene, geborene Rothschildt, zu Münster:

Die unbekannten Eigenthumsprätendenten werden mit ihren Rechten und Ansprüchen auf das Grund⸗ stück Flur 12 Nr. 166 der Steuergemeinde Kastrop, belegen in den Siebenhöfen, 03 Ar 01 Qu.⸗M. groß, ausgeschlossen.

6 Kosten werden den Antragstellern zur Last gelegt.

Fritsch. 8 Verkündet am 14. Juni 1889. Wibbe, Gerichtsschreiber. n. 5 [18107] Bekanntmachung.

Durch Urtheil des Königlichen Amtsgerichts zu Kosel vom 22. Juni 1889 ist für Recht erkannt worden:

Alle etwaigen Berechtigten werden mit ihren An⸗ sprüchen an die auf Blatt 39 Slawentzitz Abthei⸗ lung III. Nr. 1 für das General⸗Pupillar⸗Deposi⸗ torium des Fürstlich Hohenlohe'schen Gerichtsamts der Herrschaft Slawentzitz eingetragenen 10 Thaler ausgeschlossen.

Kosel, den 23. Juni 1889.

Köoͤnigliches Amtsgericht. Abtheilung IV.

[18336] Oessentliche Zustellung.

Die verehelichte Arbeiter Böhm, ee Wil⸗ helmine Auguste, geb. Lorenz zu Dahlwitz. vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Heimann hier, klagt gegen ihren Ehemann, den Arbeiter Andreas Böhm, zuletzt in Dahlwitz wohnhaft, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen böslicher Verlassung, mit dem Antrage, die Ehe der Parteien zu trennen und den Beklagten für den allein schuldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die erste Civilkammer des Königlichen Landgerichts II. hier, Hallesches Ufer 29/31, I. Treppe, Zimmer 33, auf den 12. Dezember 1889, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu be⸗ stellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Verlin, den 18. Juni 1889.

Gräben, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts II. Civilkammer I.

[18334] Oeffentliche Zustellung. Die Ehefrau des Arbeiters Johannes Wollens Johanne, geb. Sott zu Hildesheim, vertreten dur

sämmtlich haftend auf dem der Johanne Sommer,

den Rechtsanwalt Dr. Freudenstein hier, klagt gegen