1890 / 243 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 09 Oct 1890 18:00:01 GMT) scan diff

wigk's dbr. W. „Anderton“ Lt. Frhr. von Reitzenstein 1., Rittm. K. v. Arnim's F.⸗W. „Punctilio“ Bes. 2., Lt. v. Koppys dbr. W. „Volcano“ Bes. 3., Lt. Schlüter's dbr. St. „Roly⸗Poly v. Graevenitz 4., Lt. Gr. Bredow's br. W. „Crusos“ Lt. v. d.

5., Lt. v. Willich's br. W. „Bravo“ Lt. Gr. Solms 6., Major v. Treskow's F.⸗Wallach „Glanmore“ Lt. Gr. Bredow 7. Siegte nach Gegenwehr um einen Kopf; eindreiviertel Längen zwischen dem Zweiten und Dritten, vier Längen hinter Leherecn „Roly⸗Poly“. Werth: Ehrenpr. und-l 1800 dem Sieger, 780 dem Zweiten, 580 dem Dritten, 480 der 380 dem Fünften, 280 dem Sechsten, 180 dem Siebenten.

von Brieselang. 1500 dem ersten, 500 dem zweiten, 300 dem dritten Pferde. Jockey⸗Hürden⸗Rennen. Der Sieger ist für 4000 käuflich. 3000 m. Kapt. Edwardes hr. St. „Freia“ 1., Hrn. C. G. Schilling’'s F⸗W. „Aramis“ f, Lt. Frhrn. v. Fuchs⸗Nordhoff’s br. St. „Luzerne“ †. Nach Gefallen mit fünf Längen gewonnen. Werth: 2200 der Siegerin, 350 jedem der beiden Zweiten. „Freia“ wurde nicht gefordert.

6., IV. Inländer⸗Jagd⸗Rennen. Preis 3000 dem ersten, 1000 dem zweiten, 500 dem dritten Pferde. Herren⸗ Reiten. 4500 m. Dem vierten Pferde bis 300 aus den Eins. und Reug. Lt. G. v. Arnim’s br. W. „Zietenhusar Rittm. v. Sydow 1., Frhrn. M. v. Gienauth's dbr. W. „Waidmann I., Lt. Suermondt 2, Rittm. K. v. Arnim’'s br. H. „Donar, Lt. v. Bredow 3., Hrn. F. Lauterbach's F⸗H. „Rollmops Mr. Harrison 4. Siegte verhalten mit sechs Längen; zehn Längen trennten „Donar“ von „Waidmann“. „Rollmops“ vier Längen weiter zurück. Werth: 3250 88 S 940 dem Zweiten, 440 itten, 240 dem Vierten. G Hrigten, 23⸗lach⸗Rennen. Preis 1500 dem ersten, 500 dem zweiten, 300 dem dritten Pferde. Herren⸗Reiten. Der Sieger ist für 6000 käuflich. 3000 m. Hrn. C. G. Schil⸗ lings' schwbr. St. „Gem“ Bes. 1., Hrn. H. Suermondt's br. St. „Marabou⸗ Lt. Suermondt 2., Lt. Gr. Strachwitz’ br. W. „Y. Hos⸗ podar II.“ Lt. v. Graevenitz 3. Hrn. 8 Saloschin's dbr. St. „Windsor“ Lt. Hanson 4. Leicht mit drei Längen gewonnen; „B. Hospodar II.“ zehn Längen hinter „Marabou“ und zwanzig Längen vor „Windsor“. Werth: 2220 der Siegerin, 460 der Zweiten, 260 dem Dritten. „Gem“ wurde für 8000 zurück⸗ ekauft. B VI. Preis von Wustermark. 1800 dem ersten, 600 dem zweiten, 300 dem dritten Pferde. Jockey⸗ Jagd⸗Rennen. Der Sieger ist für 5000 käuflich. 1500 m. Mr. R. Gore’s br. W. Cabin Boy“ 1., Kapt. Joë's br. W. „Newbridge“, 2., Rittm. v. Schmidt⸗Pauli's br. W. „Sancoins“ 3. Gewann sicher mit vier Längen; fünf Längen zwischen „Newbridge“ und „Sancoins“. Werth: 2220 dem Sieger, 540 dem Zweiten, 246 dem Dritten. „Cabin Boy“ wurde nicht gefordert.

VII. Preis von Fürstenbrunn. 2000 dem ersten, 800 dem zweiten, 500 dem dritten, 300 dem vierten Pferde. Herren⸗ Rennen. 3500 m. Hrn. v. Tepper⸗Laski's br. St. „Castagnette“ Hr. E. Feigell 1., Hrn. Balduin's br. W. „Duke of Richmond“ Mr. Tippler 2, Kapt. Joës's br. H. „Extrato“ Mr. 3. Irrn. J. Suhr's br. H. „Musketier“ Mr. Playford 4. „Castagnette“ führte durchweg und siegte leicht mit drei Längen; „Extrato“ vier Längen weiter zurück und zehn Längen vor „Musketier“. Werth: 2400 der Siegerin, 750 dem Zweiten, 450 dem Dritt 250 dem Vierten. v“

Freitag, den 10. d. M., findet Königliche Parforce⸗

Jagd statt. Stelldichein: Mittags 1 Uhr zu Jagdschloß tern. 8

1

8 Mannigfaltiges.

Der Polizei⸗Präsident erläßt wiederholt eine öffentliche War⸗ nung vor den sog. Karbon⸗Natron⸗Oefen. Die unter diesem Namen in den letzten Jahren an den Markt gebrachten Heizeinrich⸗

1ungen werden mit dem Hinweis darauf empfohlen, daß sie ohne

Erzeugung von Rauch und Geruch Wärme liefern und daher für Räume ohne Schornsteinanlage zu verwenden seien. Sofern es sich um Wohnräume handle, würden die Oefen mit einer überall leicht anzubringenden Abzugsvorrichtung Behufs Abführung etwa sich entwickelnder schädlicher Gase zu versehen sein. Während des Winters 1887/88 sind dessenungeachtet bier einer, in Wiesbaden zwei Fälle von Kohlenoxyd⸗Vergistung in Folge Aufstellung jener Karbon⸗Natron⸗Oefen herbeigeführt worden; durch einschlägige Prüfung im hiesigen hygienischen Institut ist fest⸗ gestellt worden, daß der gedachte Ofen als eine äußerst gefährliche, unter Umständen todtbringende Heizvorrichtung zu bezeichnen ist. Diese Thatsachen lassen die Verwendung der Karbon⸗Natron⸗Oefen zur Be⸗ heizung von geschlossenen Räumen, welche zum dauernden Aufenthalt Sdcben dienen, insbesondere von Schlafzimmern, sehr gefährlich erscheinen.

Der Ausschuß für die Herstellung eines Wassersturzes im Viktoria⸗Park und der Vergrößerung des Parkterrains hat, dem Berl. Fremdenbl.“ zufolge, in seiner am Dienstag abgehaltenen dritten Sitzung sich mit der neuerdings aufgetauchten Frage der Weiterführung des Wassersturzes beschäftigt. Es lag ihm elne Skizze vor, wonach der Wassersturz bis zur Kreuzbergstraße unter dem Parkwege hindurch, welch letzterer an dieser Stelle beseitigt und als Brücke herzurichten sein würde, weitergeführt werden soll. Der Ausschuß fand zwar, daß der Wasserfall sich in der neugeplanten Weise viel wirksamer und prächtiger darstellen würde, war aber der Meinung, daß zunächst erst noch ein eingehenderer Entwurf vom Magistrat an⸗ gefertigt und ein Anschlag über die Kosten aufgestellt werden müsse, bevor er sich über diese Erweiterung schlüssig machen könne. Das 8 Kreuzbergstraße 62, welches als Gärtnerhaus und Maschinen⸗ aus nach dem Vorschlage des Magistrats ausgebaut werden soll, wünscht der Ausschuß an dieser Stelle beseitigt zu sehen. Ein neues Gärtnerdienstgebäude, verbunden mit einer Wasserhebestation, soll an der 8b. Parkseite, möglichst verdeckt durch Anpflanzungen, errichtet werden.

Am Lessing⸗Denkmal an der Lennéstraße sind, dem „B. B.⸗C.“ zufolge, alle Arbeiten vollendet; der inzwischen gepflasterte Platz ist einstweilen noch gesperrt. Die aufgezogene Leinwandhülle sst wieder entfernt, dagegen hat man jetzt das Denkmal mit Leinwand dicht umkleidet und umwickelt, so daß man wenigstens das prächtige, nach Otto Lessing's Entwürfen ausgeführte Gitter bewundern kann.

Unter dem Bogen vom Alten zum Neuen Museum legt jetzt, wie die „Voss. Zig.“ mittheilt, eine Firma aus Linden bei Hannover versuchsweise Gummipf laster. Die Arbeit ist dieselbe wie beim Asphaltpflaster.

Vom 17. bis 21. Oktober wird hier im Grand Hotel Alexanderplatz der Verband der deutschen Brieftauben⸗ Zuchtvereine zugleich mit seiner Wanderversammlung eine Brief⸗ tauben⸗Ausstellung veranstalten und dieselbe mit mehr als 1200 Brieftauben beschicken, die auf den diesjährigen Reisen mit Preisea gekrönt wurden. Eine Ausstellung dieser Art, von solchem Umfange und solchem Interesse hat bisher noch nie in Deutschland

stattgefunden. Es sind 263 Tauben, die 600 1000 km in einer Strecke durchflogen haben. (San Remo-—Zülpich 820 km, San Remo⸗=Solingen 860, Königsberg Barmen 980, Titsit-Pößneck 873, Wien— Mühlheim 742, Posen— Lüttringhausen 690, Berlin Köln 474 km Luftlinie.) 268 Stück durchreisten wiederholt 400 bis 600 km, der Rest (meist junge dreijährige Tauben) 200 bis 400 km. Zu diesen interessanten Tauben gesellen sich diesmal, wie die „Nat.⸗

tg.“ mittheilt, durch ausnahmsweise Genehmigung des Kriegs⸗

Kinisteriums etwa 30 Tauben, welche. dder Fortifikation Köln an⸗

8 11“

gehörig, vom Direktor des Militär⸗Brieftaubenwesens, Hrn. Lenzen, für die Nachrichtenverbindung der einzelnen Festungen untereinander trainirt und ausgewählt sind.

Das Kuratorium der Diesterweg⸗Stiftung hat, nach der „B. B.⸗Z.“, die Feier des 100. Geburtstages Diesterweg's, 25. d. M., in Berlin vor Monaten eingeleitet und ist gegenwärtig dabei, die letzten vorbereitenden Schritte zu thun. Nicht nur in der Reichs Haupklstadt und in allen deutschen Gauen rüstet man sich seit geraumer Zeit zu dieser Feier, sondern auch von jenseit der Oceane, aus Amerika und Australien, sind Nachrichten eingetroffen, daß dort ebenfalls würdige Veranstaltungen zu Ehren des großen Berliner Volksschul⸗Pädagogen getroffen werden. So ist auf der 20. Jahres⸗ versammlung des Nationalen Deutsch⸗Amerikanischen Lehrerbundes in Cleveland, Ohio, der Antrag angenommen worden, am Fuße des Diesterweg⸗Denkmals in Berlin einen Lorberkranz niederzulegen.

Die von der Stadt Berlin gestiftete Bronzetafel zum An⸗ denken an den Dichter Franz Freiherrn von Gaudy wird, wie der „B. B. C.“ vernimmt, demnächst an dem Hause Markgrafen⸗ straße 17, Ecke der Junkerstraße, angebracht. Hier hat Gaudy bis zu seinem Tode, am 6. Februar 1840, gewohnt.

Freitag, den 10. Oktober, Abends 8 ½ Uhr, beginnt im Vereins⸗ lokal „Dresdener Garten“, Dresdenerstraße 45, ein öffentlicher theoretischer Unterricht in der vereinfachten Stolze’'schen Steno⸗ graphie. Anmeldungen werden bei Beginn des Unterrichts ent⸗ gegengenommen. Das Honorar für den Kursus beträgt 6 Jeden Donnerstag finden zu derselben Zeit und in demselben Lokal für Stenographiekundige Schreib⸗ und Leseübungen statt.

Danzig, 9. Oktober. Bei der Ziehung der Marienburger Schloßlotterie fiel, „W. T. B.“ zufolge, ein Hauptgewinn von 30 000 auf Nr. 212 034 in die Kogel'sche Kollekte zu Stolberg; ferner ein Gewinn von 15 000 auf Nr. 308 588. Der erste Haupt⸗ gewinn von 90 000 fiel auf Nr. 320 802.

Breslau. Zur Feier ihres 10 jährigen Bestehens hatte die Sektion Breslau des deutschen und österreichischen Alpen⸗ vereins im Jahre 1887 einen Preis von 3000 ausgeschrieben für eine gründliche, durch Karten und Profile erläuterte Bearbeitung der Vergletscherung der österreichischen Alpenländer während der Eiszeit. Rechtzeitig lief am 1. Mai d. J. eine um⸗ fangreiche Arbeit ein, welche während des Sommers von den drei W den Professoren Dr. von Zittel⸗München, Dr. Hann⸗

jen und Dr. J. Partsch⸗Breslau, geprüft und des vollen Preises würdig befunden wurde. Die Eröffnung des versiegelten Briefumschlages, welcher die Namen der Verfasser enthielt, in einer Sitzung des Sektions⸗ vorstandes ergab, der Schweidnitzer „Täglichen Rundschau“ zusolge, daß die Arbeit das Werk von drei hervorragenden Eiszeitforschern ist, welche sich zur Bewältigung des weiten Beobachtungsgebietes ver⸗ einigt haben. Der Vorstand hat an die drei Gelehrten die Einladung ergehen lassen, der Verkündigung des Urtheils des Preisgerichtes per⸗ sönlich beizuwohnen, und hofft, daß alle drei bereit sein werden, am 18. Oktober den Mitgliedern der Sektion über einzelne wichtige Ergebnisse ihrer Forschungen selbst Bericht zu erstatten.

Schweidnitz, 9. Oktober. Am bevorstehenden 90. Geburts⸗ tage des Töö Grafen von Moltke, des Ehrenbürgers der Stadt Schweidnitz, findet hier ein d1 ers statt, zu dem bereits umfassende Vorbereitungen getroffen werden.

Saßnitz auf Rügen. Der „Nat⸗Ztg.“ wird geserieben: Sonntag, 5. Oktober, früh bei Tagesanbruch ging der von Gefle (Schweden) mit Brettern nach Lübeck bestimmte Dampfer⸗Neptun“ (Kapitän Göranson) hier in der Nähe des Herrenbades auf den Strand. Der Dampfer hatte in Folge der orkanartigen Nordwest⸗ stürme der letzten Tage unter der Jasmunder Küste Schutz gesucht und Sonnabend vor Saßnitz geankert. Sonntag früh mußte indessen der Kapitän den Dampfer auf den Strand setzen, weil im Vordertheil des Schiffes auf bisher nicht aufgeklärte Weise Feuer ausgebrochen war, das bei dem hoch mit Brettern be⸗ packten Deck nicht zu löschen war. Die Saßnitzer Fischer leisteten kräftige Hülfe bei dem Bergen der Ladung. Indessen nahm das Feuer immer mehr zu, hohe Feuergarben schossen aus dem Schiffe empor, und Alles wäre verloren gewesen, wenn nicht im letzten Augen⸗ blick der Bergungsdampfer „Rügen“ erschienen wäre, der in ver⸗ hältnißmäßig kurzer Zeit den Brand löschte.

Sylt, 5. Oktober. Wie den „Flensb. Nachr.“ geschrieben wird, ist die sieben Mann starke Besatzung der vor Sylt verunglückten Schoonerbrigg „Gerhardine“, Kapt. Hemmen, umgekommen. Unter den angetriebenen Sachen hat man Briefe gefunden, in denen die Leute von ihren Angehörigen Abschied nehmen, da jede Hoffnung auf Rettung verschwunden. Das Schiff war auf der Fahrt von Danzig nach England mit einer Ladung Balken und Eisenbahn⸗

schwellen.

Dortmund, 7. Oktober. Die Stadtverordneten haben, laut Mittheilung des „Hann. Cour.“, in der heutigen Sitzung den vom Maler Risse, einem Dortmunder Bürger, kunstvoll angefertigten Ehrenbürgerbrief für den Fürsten Bismarck unterzeichnet, und es soll nun dieses Kunstwerk nebst der vom Hoflieferanten Proffen in Hildesheim gelieferten Mappe für einige Tage zur allgemeinen Ansicht ausgestellt werden.

Mannheim, 6. Oktober. Die Einweihung des von dem Mannheimer Alterthumsverein renovirten Denkmals, welches der Pfalzgraf Friedrich III. zur Erinnerung an die am 30. Juni 1462 stattgefundene Schlacht bei Seckenheim hatte errichten lassen, fand, wie die „Karlsr. Ztg.“ schreiht, gestern in feierlicher Weise statt. Das Denkmal, welches sich auf Seckenheimer Gemarkung in unmittelbarer Nähe des Main⸗Neckar⸗Bahn⸗ hofes befindet, war mit der Zeit verfallen, und gebührt dem hiesigen Alterthumsverein das Verdienst, das Denkmal wieder hergerichtet und verschönert zu haben. Mit dem Zuge 2 Uhr 20 Min begaben sich zahlreiche Mitglieder des Alterthumsvereins nach Friedrichsfeld, wo bereits die Seckenheimer Krieger⸗ und Gesangvereine Aufstellung genommen hatten. Hierauf setzte sich der Zug nach dem Festplatze in Bewegung, welcher mit Flaggen in den deutschen, badischen und früheren pfälzischen (blau⸗weiß) Farben reich geschmückt war. Ein Gesang der Seckenheimer Gesangvereine eröffnete die Feier⸗ Hierauf hielt der Vorsitzende des Mannheimer Alterthumsvereins, Hr. Major a. D. Seubert, die Festrede, worin er die Ursachen, den Verlauf und die Folgen der für den Pfalzgrafen Friedrich III. so siegreichen Schlacht schilderte, und mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Königliche Hoheit den Großherzog schloß. Alsdann übergab Hr. Major Seubert das Denkmal der Obhut der Gemeinde Seckenheim.

Worms, 7. Oktober. Der berühmteste rheinhessische Fe Liebfrauenmilch wird, wie der „Darmst. Ztg.⸗“ mitgetheilt bald zu den größten Seltenheiten gehören; die Weinberge 6 . frauenstifts hierselbst werden nämlich den immer mehr fortschrei ”— Verkehrsbedürfnissen zum Opfer fallen, indem der Thei 8 Geländes, auf welchem Liebfrauenmilch wächst, zu den Wormser 8 anlagen verwendet werden soll, sodaß von dem ursprünglich WFian 1 Gebiet des Liebfrauenstifts nur noch etwa ein Drittel übrig blei en wird. Diese Kunde ging aus einer gestern in Mainz abgehaltenen Versamm⸗ lung des Provinzial⸗Ausschusses hervor, in welcher verschiedene Klagen von Weinbergsbesitzern von Worms gegen die Stadt Worms zur Entscheidung -. Der letzte Theil des Liebfrauenstifts,

.Kirchenstück“, ist durch gegenseitiges Einvernehmen bereits in das Eigenthum der Stadt Worms übergegangen; für diesen Wein⸗ berg wurden per Quadrat⸗Klafter 70 bezahlt, das ist für den

hessischen Morgen oder ¼ ha 28 000 ℳ; ein anderes Stück des Lieb⸗ frauenstiftes wurde mit 65 per Quadrat⸗Klafter oder für den hessischen Morgen = ha 26 000 bezahlt. Angrenzende Wein⸗ gutsbesitzer, welche mit den Geboten der Stadt Worms für ihr Eigenthum nicht einverstanden waren, brachten diese Angelegenheit in der gestrigen Sitzung des Provinzialausschusses zur Entscheidung; den⸗ selben wurde für ihre Weinberge immerhin noch die respektable Summe von 30 45 per Quadrat⸗Klafter oder 1200 1800

per hessischen Morgen zugesprochen.

Hamburg, 7. Oktober. Die zerleg baren Stahlboote,

welche der Werft von Janssen u. Schmilinsky Aktiengesellschaft Steinwärder für die Wissmann⸗Erpedition vor Kurzem in Bau ge⸗ bese worden sind, gehen, wie der „Hamb. Corr.“ mittheilt, ihrer aldigen Fertigstellung entgegen. Das kleinere aus 13 Theilen von je etwa 200 Pfund Schwere bestehende Fahrzeug ist bis zur Ver⸗ nietung der verzinkten Stahlplatten fertig, von dem großen, einem Schleppdampfer gleichenden Boote (aus 23 Sektionen bestehend) steht bereits der Kiel. Heute ist mit der Anbringung der Doppelspanten begonnen worden. Die Fahrzeuge werden wie andere Boote erbaut, nach der Fertigstellung schneidet man den Kiel und den oberen Rand durch. Die einzelnen Theile werden durch Schrauben zusammen⸗ gebracht, die Dichtung geschieht durch Gummiplatten.

Metz, 5. Oktober. Heute fand hier die feierliche Enthüllung des Denkmals für die Gefallenen des 2. Hanseatischen Infanterie⸗Regiments Nr. 76 statt. Dem „Hamb. Corr.“ wird darüber geschrieben: Zu Fuß, zu Wagen und zu Rad strebten Alle dorthin, welche an der Einweihungsfeier des Denkmals für die Ge⸗ fallenen des 2. Hanseatischen Infanterie⸗Regiments Nr. 76 näheren Antheil nahmen, dabei die verschiedenen Wege über Vallières, Les Bordes, wo ein patriotischer Wirth einen Ehrenbogen über die Straße ge⸗ spannt hatte, und Borny⸗Colombey, benutzend; alle diese Straßen steigen etwa 12 km weit gleichmäßig an, um dann in das Niedthal abzufallen. Nur an einer Stelle, etwa auf zwei Drittel des Weges von Metz ab, wird der gleichmäßige Anstieg durch eine starke Ein⸗ senkung des Terrains unterbrochen, durch welche der Bach von Lauvallières zur Mosel strömt. Hier auf der vorspringenden Hüge⸗ lung, 8 km von Metz, und hart an der Straße nach Saarbrücken, ist der Ort, wo das Denkmal für die gesallenen Hanseaten des 76. Regiments seinen Platz gefunden hat. Weithin blickt man von hier aus über das Gelaͤnde, auf welchem ein Kreuz neben dem anderen steht. Dicht zur Seite erstreckt sich die sogenannte Todten⸗Allee, auf welcher die von Colombey aus vorrückenden Bataillone decimirt wurden. Absterbende Cypressenbäume mit ent⸗ laubten Spitzen wersen spärliche Schatten auf den Weg. Höher hinauf liegt Bellecroix, der Schlüsselpunkt der fran⸗ zösischen Stellung vom 14. August, und noch weiter entfernt, aber bis auf jedes einzelne Haus erkennbar, das einst heißumstrittene Roisseville, über welchem Servigny und das höchstgelegene St. Barbe gelagert sind. Fürwahr, einer der schönsten Flecke auf den Schlacht⸗ feldern ist für das Dentmal gusgewählt worden, und überdies jene Stelle, wo das Regiment die Feuertaufe erhielt und seine ersten Gefallenen bettete. Fünf Meter hoch strebt hier der zwar einfache, aber architektonisch schön gegliederte Denk⸗ stein in die Lüfte. Ueber dem Sockel erhebt sich auf schön heraus gearbeiteten Konsolen ein Bogen mit Muschelfüllung, unter welchem Kranz und Palme Platz gefunden haben, während ein Obelisk, mit eisernem Kreuz auf der Vorderseite, darüber emporragt. Auf der Vorderseite ist die Inschrift zu lesen: Dem Andenken der im Feldzuge 1870/71 Gefallenen des 2. Hanseatischen Infanterie⸗ Regiments Nr. 76; auf der Rückseite: Gewidmet vom Hamburger Verein der Kampfgenossen von 1870/71; zur Rechten: Für das Vaterland starben 13 Offiziere, 31 Unteroffiziere, 205 Mannschaften; zur Linken: Metz 4. bis 9. September, Toul 13. September, Paris 22. Oktober. Loigny (Orleans) 2. Dezember, Meung 7. Dezember, Beaugency⸗Cravant 8. bis 10. Dezember, Fréteval 14. Dezember, Le Mans 10. bis 12. Januar. Dies Denkmal mit dem dasselbe um⸗ schließenden Gitter hat trotz seiner imposanten Formen den mäßigen Preis von rund 1500 gekostet. Heute war es in würdigster und erhebendster Weise von Euirlanden umkränzt und von hehen Masten umgeben, an welchen die Fahnen fröhlich im Winde flatterten. Auch die beiden Kriegergräber, welche dicht hinter dem Denkmal stehen, waren mit Kränzen geschmückt worden. Auf dem einen der Kreuze ist zu lesen: Hier ruhen 5 deutsche, 2 französische Krieger, auf dem anderen: Hier ruht Gefreiter Meinhard der 7. Com⸗ pagnie 2. Hanseatischen Infanterie⸗Regiments Nr. 76, gefallen am 6. September 1870. Mit ihren Fahnen hatten die Mitglieder des Kampfgenossen⸗ und Kriegervereins Metz, sowie der Kriegervereine Montigny⸗Sablon zu beiden Seiten des Denkmals Aufstellung ge⸗ nommen, während im Vordergrunde die Deputation des Hamburger Vereins der Kampfgenossen von 1870/71, aus 6 Mann bestehend, und 3 Offiziere des 2. Hanseatischen Infanterie⸗Regiments unter Führung des Hrn. Hauptmanns Heidebreck des Weiheaktes harrten. Nachdem der Gouverneur der Festung Metz, General⸗Lieutenant von Fischer II., der Kommandank, General⸗Lieutenant von Laue, und der Platzmajor, Major Alten eingetroffen waren, nahm die Feierlichkeit um 10 ½8 Uhr Vormittags ihren Anfang, indem der Baumeister des Denkmals, Hr. Architekt Mungenast, in kurzen Worten sein Werk der Namens des Hamburger Vereins erschienenen Deputation über⸗ gab Dann ergriff, nachdem der erste Vers des Chorals „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ verklungen war, Hr. Divisionspfarrer Richter das Wort zu der warm von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Weiherede. Zum Schluß brachte General⸗Lieutenant von Fischer II. ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus.

Bern, 8. Oktober. Der Bundesrath übermittelte, wie die N. Zürch. Zig.“ meldet, dem Ständerath das vom Eisenbahn⸗ Departement über die projektirte Jungfraubahn eingeholte Gut⸗ achten der Professoren Gerlich, Dr. Kronekker und Veith und be⸗ antragte, in Art 8 Abs. 2 folgenden Satzzeinzuschalten: „Der Bundes⸗ rath wird diese Genel migung erst ertheilen, nachdem der Konzessionär die Gefahrlosigkeit in Bezug auf Leben uvnd Gesund heit der Beför⸗ derung von Menschen von der Thalsohle auf den Gipfel der Jung⸗ frau, bezw. auf eine Höhe von über 3000 m durch Versuche nach⸗

gewiesen haben wird.“ -

Brüssel, 7. Oktober. Der „Voss. Ztg.“ wird geschrieben: Als kürzlich der französische Hauptmann Trivier unter dem Schutze des Araberhäuptlings Tippo⸗Tipp Afrika durchquerte, verschwand unterwegs dessen Begleiter Hr. Emil Weissenburger. Alle Nachforschungen Trivier’s waren fruchtlos; die Eingeborenen be⸗ haupteten, nichts von ihm zu wissen. Die englische Misstonsgesell⸗ schaft hat jetzt ermittelt, daß der Häuptling des Dorfes Penza den⸗ jelben ermordet hat.

Quebec, 7. Oktober. Ein Telegramm des „Bureau Reuter“ meldet: In St. Pierre am Flusse Du Sud fand heute, Nachmittags 3 Uhr, ein Erdrutsch in einer Länge von einer viertel Meile statt, wodurch ein einem Landwirth gehöriges Haus mit einigen Scheunen in den Fluß hineingerissen wurde. Eine Familie von 11 Personen schlief zur Zeit der Katastrophe in dem Hause. Die Mutter wurde getödtet und der Vater tödtlich verietzt, aber die übrigen Insassen sind unversehrt geblieben.

Tamatave (auf Madagaskar), 8. September. Der „Köln, Ztg.“ wird geschrieben: Vergangenen Mittwoch, 6 ¾ Uhr Abends, bei völliger Dunkelheit fiel hier ein Meteorit. Wunderbar schön war die etwa zwei Minuten andauernde, dem elektrischen Licht ähnliche Helle. Ein runder Stein fiel nahe bei uns nieder. Einige Minuten später ver⸗ nahm man ein lang anhaltendes donnerndes Geräusch, auch blieb eine Stelle am Horizont über eine Stunde lan hell erleuchtet. Die Sternwarte zu Antananarivo wird vermuthlich den Gegenstand weiter

behandeln.

[37409] Steckbrief.

wiird dieser Auszug hiermit bekannt gemacht.

von Johann Marx zu besagtem Vertheilungstermine vorzuladen und zwar gemäß Art. 102 1. c. unter dem Rechtsnachtheile des Ausschlusses mit ihren Einwendungen gegen den aufgestellten oder im Termine berichtigten Vertheilungsplan und die darin aufgenommenen Forderungen.

Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts:

[37424]

früher dem Kaufmann Grapentin gehörigen Grund⸗ stücke, des Hauses und Hofplatzes Nr. 67 und des Speichers und Hofplatzes Nr. 67 a, 68 a und 69 an der Rostocker Straße zu Kröpelin ist zur Abnahme der Rechnung des Sequesters, zur Erklärung über den c glen und zur Vornahme der Ver⸗

N. 243.

Berlin, Donnerstag, den 9. Oktober

Staats⸗Anzeiger.

1890.

1. Steckbriefe und Untersu 2. Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, 3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

4. Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren.

orladungen u. dergl.

Oeffentlicher Anzeiger.

5. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. 6. Berufs⸗Genossenschaften.

7. Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗Genossenschaften.

8. Wochen⸗Ausweise der deutschen Zettelbanken.

9. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.

Gegen den unten beschriebenen Kaufmann Rudolph Friedrich Keune, geboren 17. März 1853 zu Halber⸗ stadt, welcher flüchtig ist resp. sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Unterschlagung in den Akten J. II. D. 107/90 verhängt. Es wird er⸗ sucht, denselben zu verhaften und in das Unter⸗ suchungsgefängniß zu Berlin, Alt⸗Moabit 12a, abzuliefern. 8

Berlin, den 3. Februar 1890. 1

Königliche Staatsanwaltschaft. I.

Beschreibung: Alter 36 Jahre, Größe 1,65 m, Statur stark untersetzt, Haare dunkelblond, Stirn niedrig, Bart: dünner blonder Schnurrbart, Augen⸗ brauen blond, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne vorne gesund, Kinn rund und dick, Gesicht rund und dick. Gesichtsfarbe gesund und roth, Sprache deutsch. Kleidung: kleiner runder brauner Filzhut, dunkler Stoffrock und dunkle Hose, braun⸗ gelblicher Sommerüberzieher. Besond K zeichen: Keine.

[37410] Steckbriefs⸗Erledigung.

Der unterm 26. Oktober 1877 in den Akten L. 54/76 von dem früheren Königlichen Stadtgericht (Abtheilung für Untersuchungssachen, Deputation II. für Vergehen) zu Berlin gegen den Kaufmann Gustav Emil Lehmann, am 16. Mai 1841 zu Sellendorf geboren, erlassene und zuletzt unterm 16. September 1882 erneuerte Steckbrief wird hier⸗ mit zurückgenommen

Berlin, den 2. Oktober 1890. Staatsanwaltschaft beim Königlichen Landgericht I.

[37408] Bekanntmachung.

Der hinter den früheren Schreiber, späteren

Diener Emil Johann Friedrich Brandt aus

Lüdershagen diesseits unter dem 22. September

1890 erlassene Steckbrief ist durch Wiederergreifung

desselben erledigt.

Greifswald, den 4. Oktober 1890. Der Untersuchungsrichter

beim Königlichen Landgericht.

[37407] Ladung. 8 In der Privatklagesache des Ausgedingers Valentin Kapala aus Magnuszewice, jetzt unbekannten Aufent⸗ halts, Privatklägers, gegen die Wirth Ignatz Gar⸗ bareryk'schen Eheleute aus Magnuszewice, Angeklagte, wegen Beleidigung, wird der Privatkläger zur Hauptverhandlung über die von ihm gegen das Urtheil des Königlichen Schöffengerichts zu Jarotschin am 11. Dezember 1889 eingelegte Be⸗ rufung auf Anordnung der Strafkammer bei dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst vor dieselbe auf den 17. Dezember 1890, Vormittags 9 Uhr geladen. Wenn der Privatkläger selbst noch durch einen mit schriftlicher Vollmacht versehenen Rechts⸗ anwalt erscheint, so wird die Berufung verworfen werden. Krotoschin, den 22. September 1890. Lesser, Assistent für den Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

Maxas ——COC—yä

2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[37471] Auszug. Oeffentliche Zustellung.

In Sachen des Metzgers Ludwig Kling in St. Ingbert gegen die allgemeinen Erben und Rechts⸗ nachfolger des zu St. Ingbert verlebten Schmelzers, bezw. Tagners Johann Marx, wegen Zwangsvoll⸗ streckung in das unbewegliche Vermögen, hat das Königliche Amtsgericht St. Ingbert, als Voll⸗ streckungsgericht, gemäß Art. 95 Abs. 2 S. O. das Veribeitungsverfahten eröffnet und Vertheilungs⸗ termin anberaumt auf Samstag, den 6. Dezember 1890, Vorm. 9 Uhr, in den Sitzungsaal des Königlichen Amtsgerichts St. Ingbert. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung an die unbekannten Auf⸗ enthaltsort in Amerika abwesenden Erben und Rechtsnachfolger des verlebten Schuldners Johann Marx, nämlich:

I. dessen Wittwe Katharina, geb. Weinmann, und II. dessen Kinder: 8

1) Christian Marx, 9 Johann Marx, 3) Anton Marx, 4) Nikolaus Marx, 1 5) Marx, großjährig und ohne Ge⸗ werbe,

8

Schmelzarbeiter,

Zugleich werden die genanten abwesenden Erben

St. Ingbert, am 4. Oktober 1890. Zwick, K. Sekretär.

4 1

In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerun

theilung Termin auf Dienstag, den 4. Novem⸗

ber 1890, Mittags 12 Uhr, bestimmt, zu welchem die Betheiligten hiermit geladen werden.

Kröpelin (Meckl.), den 2. Oktober 1890. Großherzogliches Amtsgericht.

Aufgebot. Auf den Antrag des Försters Friedrich Lork in Uggehnen wird der Inhaber der angeblich verbrannten Schuldverschreibung des Kreises Heilsberg,III Emission (Privileg vom 28. April 1875) Litt. D. Nr. 459 über 300 ℳ, welche mit 4 % jähxlich verzinslich, aufgefordert, seine Rechte auf die Schuldverschreibung im Aufgebotstermine 1892, Vorm. 10 Uhr, bei dem unterfertigten Gerichte, Zimmer Nr. II., anzumelden und die Schuld⸗ verschreibung vorzulegen. widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung derselben erfolgen wird. Guttstadt, den 25. September 1890. Königliches Amtsgericht.

den 14. Juli

1 Aufgebot. Der Erbpächter Andreas Ledderboge zu Pastow hat das Aufgebot der auf seinen Namen lautenden Aktien der Rostocker Aktien⸗Zuckerfabrik Nr. 323 den dazu gehörigen Talons und Dividendenscheinen und Nr. 324 beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf Sonnabend, den 2. Mai 1891, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf⸗ anzumelden und die

gebotstermine widrigenfalls die

Urkunden vorzulegen, erklärung der Urkunden erfolgen wird. Rostock, den 22. September 1890.

Großherzogliches Amtsgericht.

Aufgebot.

Civ.⸗Nr. 25 611. Rechtsanwalt Zeiser in Bruchsal hat als Konkursverwalter in dem Konkurse über da⸗ Vermögen des Gottlieb Kraft von dort das Auf⸗ gebot der Pfandscheine

Litt. X Nr. 3662 3663 3826 4356 4770 6021 6240 6251 6384 6605 6606 6607 7350 7353 7355 7685 7686 8829 9414 9415 9416 9712

Litt. I Nr. 161 214 549 726 729 730 2050 2323 2333 3076 3077 3078 3080 3084,

Litt. W und Litt. X Nr. 3089 6256 3090 6666 3091 6764 3092 6765

3093 7556 3094 8987 3095,

Litt. X Nr. 5023 5432 5549 5550 7354 2884, Litt. I Nr. 2885 2969 6027 6994 6995 6996 6997 9798, ausgestellt von der städtischen Spar⸗ und Pfand⸗ leihkasse Karlsruhe im Jahre 1889 und 1890, be⸗

Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spä⸗ testens in dem auf

den 15. April 1891, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte hierselbst, Akademie⸗ straße 2, 2. Stock, Zimmer Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die erklärung derselben erfolgen wird. Karlsruhe, 16. September 1890.

ECEE1I“ Sroßh Amtsgerichts.

7916 3088 6255

Nr. 13, anberaumten

Ausfertigung. 8 Aufgebot. Der Schuldschein des Vorschußv eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter 32 786 Kassa Folio 4536 vom . Mai 1890, worin der genannte Verein von Secondlieutenant und Adjutant Samhaber ein Dar⸗ lehen von 600 gegen zweieinhalb Prozent Zinsen und dreimonatliche Kündigung empfangen zu haben bekennt, ist zu Verlust gegangen. Auf Antrag des K. Secondlieutenants und Ad⸗ jutanten Samhaber wird der Inhaber des Schuld⸗ scheines aufgefordert, bei dem unterfertigten Gericht spätestens in dem auf Donnerstag, 30. April 1891, Vormittags 9 Uhr, im Nr. 59, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigen⸗ falls deren Kraftloserklärung erfolgen wird. Bamberg, den 29. September 1890

K. Amtsgericht.

gez. Einsle.

Zur Beglaubigung: Bamberg, am vierten Oktober 1890 Gerichtsschreiberei 588 K. Amtsgerichts Bamberg. I.

pflicht, Nr.

eschäftszimmer

3

Civ.⸗Nr. 8 Fi Inc. n b. Schuhmacher in Hamburg, englische 8 1 reten durch die Rechtsanwälte P. A. Dr. M. Leo allda hat das Aufgebot

ensversicherungsvertrag abgeschlossen zwischen sorgungsanstalt im Großherzog⸗ Wilhelm Christian

Tanzlehrer zu Hamburg, vom ezw. 23. Januar 1886 Nr. 55 307.

Nr. 17, vert Smith und

der Allgemeinen Ver thum Baden Johannes Hoffmann, 30. Dezember 1885, b über 1000 ℳ,

2) Lebensversi vom 11. Dezember 1882 r. 41 321 über 2000 beantragt. der Urkunden wird aufgefordert, auf Mittwoch,

mittags 9 Uhr, hierselbst, Zimmer Nr. 13,

zu Karlsruhe und

erungsvertrag zwischen denselben Eerang n 29. Dezember 1882 er Inhaber pätestens in dem Mai 1891, vor dem Großh. Amtsgerichte Akademiestraße Nr. 2, II. Stock, anberaumten Aufgebotstermine

erfolgen wird.

Frank.

137419] Aufgebot.

Abs. 2 A. G. zur C. P. O, nämlich: Diepenau Nr. 10,

Nr. 51,

Diepenau Nr. 7,

Marie Meyer, Nr. 7

Nordel Nr. 36, Nr. 36,

Uchte, den 3. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht.

[374231 K. Amtsgericht Besigheim. Aufgebot.

diesem Antrag zugelassen.

Den 6. Oktober 1890. Amtsrichter Neuffer.

[15216] Aufgebot.

termine seine

Wechsels erfolgen wird. Magdeburg, den 3. Juni 1890.

[37428] Aufgebot.

Weiden Bd. VII. S. 4333 versichert.

Weiden, am 3. Oktober 1890.

9

[37427] Aufgebot. 1

Die Maria Kuczynska, Tochter des vor etwa 40 Jahren verstorbenen Hofmanns Lucas Kuchzynski in Sumowo, geboren am 30. Januar 1855, hat vor etwa 15 Jahren ihren damaligen Wohnsitz, Gotar⸗ towo, Kreis Strasburg, verlassen; es fehlt seitdem ede Nachricht über ihr Leben oder ihren Tod. Auf ntrag ihres Abwesenheitsvormundes, des Käthners

seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzu⸗

Johann Wasielewski in Michlau, wird die genannte

legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben

Karlsruhe, den 30. September 1890. Gerichtsschreiberei EEö Amtsgerichts.

Der Vorstand der Darlehns⸗ und Sparkasse zu Diepenau, e. G., hat das Aufgebot folgender einzeln benannter Sparkassenbücher der Darlehns⸗ und Spar⸗ kasse zu Diepenau, welche verloren gegangen si beantragt, in Gemäßheit der §§. 498, 501 Nr. 5 Abs. 2 B. P. O., §§. 823 ꝛc. C. P. O. und §. 20

Nr. 205 auf den Namen Carl Doepping Nr. 660 auf den Namen Lisette Dürre in Diepenau Nr. 663 auf den Namen Caroline Harting

Nr. 676 auf den Namen Louis Droege in Diepenau, Nr. 747 auf den Namen Frau Tiemeyer in Bram⸗ kamp Nr. 9, bezw. deren Kinder Wilhelm und

Nr. 761 auf den Namen Carl Harting in Diepenau Nr. 905 auf den Namen Wilhelmine Siebe in Nr. 906 auf den Namen Sophie Siebe in Nordel

lautend, beantragt. Der oder die Inhaber der Ur⸗ kunden wird bezw. werden aufgefordert, spätestens in dem auf Freitag, den 15. Mai 1891, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, an der Gerichtsstelle zu Uchte, anberaumten Auf⸗ gebotstermine seine bezw. ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Die 77 Jahre alte ledige Gottliebin Güthlen in Besigheim hat das Aufgebot des von der Oberamts⸗ sparkasse Besigheim am 2. April 1890 über eine am gleichen Tage bei derselben gemachte Einlage von 300 und eine am 5. Juli 1889 bei derselben ge⸗ leistete Einlage von 200 ℳ, zusammen 500 ℳ, auf ihren Namen ausgestellten, angeblich verloren ge⸗ gangenen Sparkassenhefts Nr. 3619 beantragt und wurde durch Gerichtsbeschluß vom 2. d. M.

Der unbekannte Inhaber der genannten Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, 29. April 1891, Vormitt. 8 Uhr, festgesetzten Aufgebotstermin seine Rechte bei dem diesseitigen Gerichte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung erfolgen würde.

Veröffentlicht: Gerichtsschreiber K almbach.

Der Kaufmann E. W. Glahn in Hamburg hat das Aufgebot des verloren gegangenen Wechsels d. d. Hamburg, den 31. Januar 1890 über 1384 58 zahlbar am 30. April 1890, gezogen von dem Antragsteller Glahn auf Paul Rößler in Magde⸗ burg, welcher den Wechsel acceptirt hat, beantragt. Der Inhaber des Wechsels wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 22. Dezember 1890, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, 9, 1, anberaumten Aufgebots⸗

eine Rechte anzumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 6.

Auf dem Anwesen der minderj. Bäckerskinder Georg, Josef, Franz, Margaretha, Johann und Ludwig Müller von Weiden und der Schneiders⸗ tochter Anna Berger daselbst sind für die vermißte Magdalena Herrmann von Vohenstrauß 2 Kapitalien zu 84 Fl. und 18 Fl. 30 Pr. seit 18. März 1849 und bezw. 3. September 1860 im Hypothekenbuche

Nachdem die Nachforschungen nach den mäßigen Inhabern dieser Hypothekforderungen fruchtlos geblieben und vom Tage der letzten auf diese Forderungen sich beziehenden Handlungen ge⸗ rechnet, dreißig Jahre verstrichen sind, werden auf Antrag des Bäckers Johann Müller von Weiden als Vertreter der obengenannten Pfandobjekts⸗ besitzer Diejenigen, welche auf diese Forderungen ein Recht zu haben glauben, zu deren Anmeldung inner⸗ halb sechs Monaten, spätestens aber in dem auf Montag, den 8. Juni 1891, Vorm. 9 Uhr, beim Kgl. bayer. Amtsgericht Weiden anberaumten Aufgebotstermine unter dem Rechtsnachtheile öffent⸗ lich aufgefordert, daß im Falle der Unterlassung der Anmeldungen die Forderungen für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelöscht würden.

Königl. bayerisches Amts

Maria Kuczynska desbhalb aufgefordert, sich spätestens in dem am 21. Juli 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anstehenden Termin schriftlich oder persönlich zu-melden, widrigenfalls sie für todt erklärt werden wird. Strasburg, 2. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht.

Ladung.

In dem Verfahren, betreffend gerichtliche

Theilung:

1) der Gütergemeinschaft zwischen den verlebten Eheleuten Georg Kuffler und Anna Hof aus Herbitzheim,

2) über ben Nachlaß der letztgenannten Anna Hof,

3) über die Nachlassenschaften von Margaretha und Georg Mouth, Kinder erster Ehe des zu Herbitz⸗ heim wohnhaften Tagners Peter Mouth und verstorbener Ehefrau Margaretha Kuffler,

werden:

a. Peter Mouth, b. Johann Mouth, früher in Herbitzheim wohnhaft, dermalen ohne bekannten Aufenthaltsort in Frankreich,

hiermit zur mündlichen Verhandlung über die Thei⸗

lung auf 29. November 1890, Vormittags

9 Uhr, vor den Kaiserl. Notar Wack in Saar⸗

union auf dessen Amtsstube vorgeladen unter dem ausdrücklichen Hinweis darauf, daß gegen die Aus⸗ bleibenden angenommen wird, sie seien mit der Theilung einverstanden und daß diese Theilung un⸗ geachtet ihres Ausbleibens für sie bindend sein wird.

Saarnnion, den 6. Oktober 1890. Kasper, Amtsgerichts⸗Sekretär.

[37421] Oeffentliche Ladung.

Alle, welchen Erb⸗ oder sonstige Ansprüche an den

Nachlaß des am 22. Februar 1890 zu Frankfurt a. M. verstorbenen Rentners Johann Carl Friedrich Julius Dejonge, Wittwer, zustehen, haben solche vor dem 14. November 1890 bei unterzeichnetem Ge⸗ richte ordnungsmäßig anzumelden oder gewärtig zu sein, daß dieser Nachlaß an die theilweise answärts 8 Erben ohne Sicherheitsleistung verabfolgt werde.

Frankfurt a. M., den 24. September 1890. Königliches Amtsgericht. Abtheilung II. 1

[37422]

Oeffentliche Aufforderung.

Die am 28. August 1890 verstorbene Juliana

Göbel, geborene Pfaff, aus Groß⸗Zimmern hat mit Testament vom 17. Juli 1890 ihre Kinder Maria Fühme IV., Frau, Catharina Göbel zu Groß⸗

immern und Lisette Kaiser, Frau, zu Altheim zu rben eingesetzt und ihren unbekannt wo seit

22 Jahren abwesenden Ehemann Bernhard Göbel II. mit jeder Erbschaft an ihrem Nachlaß, daher auch mit der portio statutaria ausgeschlossen. Auf An⸗ strag der genannten Erben wird Bernhard Göbel IIL.

oder seine unbekannte Descendenz aufgefordert, Ein⸗ wendungen gegen das Testament spätestens im Auf⸗ gebotstermin Freitag, 5. Dezember I. J., Vorm. 9 Uhr, hier vorzubringen, bezw. solches er⸗ weislich bis dahin anzufechten, andernfalls dasselbe deeheben und der Nachlaß den drei Erben überwiesen würde.

Groß⸗Umstadt, den 25. September 1890. Großherzogliches Amtsgericht.

Königliches Amtsgericht Moringen, den 26. September 1890. Gegenwärtig: Staatsanwalt Hagemann als Richter. 8 Aktuar Straßburg als Gerichtsschreiber.

ꝛc. e. ꝛc. Es wurde hierauf folgendes Urtheil verkündet: Nachdem der durch Aufgebot vom 1. Juli 1889

zur Meldung aufgeforderte, am 29. April 1843 zu Fredelsloh als Sohn des Gastwirths Carl Wilhelm Kortry und dessen Ehefrau, geb. . da⸗ selbst geborene, seit April 1871 verschollene

Karl August Oscar Kortry

8 eöe“ Er von seinem ortleben glaubwürdige 8 nicht eingegangen i wird derselbe für todt erklärt. e

Zugleich werden etwa noch nicht angemeldete Erb⸗

und Nachlaßberechtigte zur Meldung unter der An⸗ kündigung aufgefordert, daß sonst auf sie bei der lebe neagh 8

er na agen eintretenden Rechtskraft dieses Urtheils keine Rücksicht genommen werden wird.

ung des Nachlasses des Verschollenen nach

Zur Beglaubigung: Hagemann. Straßburg.

[37436] Im Namen des Königs?!

In Sachen, betreffend das Aufgedot zum

der Todeserklärung des Seemanns Friedrich

meister aus Bäckern erkennt das Königliche Amts⸗

Fersc zu Lenzen durch den Amtsrichter für echt:

1) Der am 6. September 1835 m Bächern ge⸗ borene Friedrich Burmeister wird für todt erklärt.

2) Die Kosten des Verfahrens sind aus dem Ber⸗ mögen des Friedrich Burmeister zu 8 Lenzen a. E., den 4. 1880.

Königliches Amtsgericht.

—.

[37435] ckanntmachung. Die von der Preußischen Bedens. B Aktien⸗Gesellschaft zu Iim für orneber

.80 344 d. d. den 18.