20 fache. Versuche im Münchener Königlichen Hoftheater ergaben bei leerem Hause, daß die Temperatur auf der Galerie bei Gasbeleuchtung in einer Stunde von 160 auf 270, bei elektrischer Beleuchtung in der⸗ selben Zeit von 160 auf 16,80 stieg. Bei vollem ist der Unterschied nicht so groß, weil da die Menschen auch sehr “ produziren; es zeigte sich nämlich bei Gasbeleuchtung schließ 8. der Galerie eine Temperatur von 22,80 R., bei der näͤchsten Vor⸗ stellung, welche unter elektrischer Beleuchtung stattfand, eine solche von 17,60 K. also eine Temperatur, die man aushalten kann, während eine solche von 22,80 R. im höchsten Grade lästig wird. Vergleicht man die Wärmemenge, welche ein einzelner Mensch abgiebt, mit der unserer Beleuchtungsarten, so findet man folgendes: Man kann annehmen, daß ein erwachsener Mensch in der Stunde etwa 92 Wärme⸗Einheiten abgiebt; eine einzige Stearinkerze, die doch nur wenig Licht verbreitet, giebt 94 Wärme⸗Einheiten ab, eine Gasflamme von 17 Kerzen Helligkeit giebt in der Stunde 795 Wärme⸗Einheiten ab. Mit Erdöl bekommt man bei gleicher Helligkeit 634 Wärme⸗ inheiten, also etwas weniger als bei Gas und etwa 7 Mal mehr Is bei einem Menschen. Durch ein Glühlicht aber von 17 Kerzen elligkeit entstehen nur 46 Wärme⸗Einheiten, das ist die Hälfte der ärmeproduktion eines Menschen. Einen noch größeren Vorzug at das elektrische Licht vor den anderen Lichtquellen bezüglich der Veränderung der Luft in den beleuchteten Räumen. Nach von Voit verbraucht der Mensch in der Stunde etwa 38 g Sauerstoff, ine Stearinkerze etwa 30 g, eine Gasflamme von 17 Kerzen Helligkeit braucht 214 g Sauerstoff. ähnlich ist es mit der Erzeugung von Kohlensäure. Der Mensch athmet in der Stunde etwa 44 g aus, eine Stearinkerze gieht 28 g ab, eine Gas⸗ flamme 150 g und eine Erdölflamme von der gleichen Helligkeit sogar 289 g Kohlensäure. Die Nachtheile der Gasbeleuchtung lassen sich allerdings durch eine geeignete Ventilation einschränken. Gerade in ärztlicher Beziehung ist aber der Nachtheil der Gasbeleuchtung neuerdings schlagend hervorgetreten, indem man bemerkt hat, daß in Operationgränmen, welche mit Gas beleuchtet waren, bei Gebrauch 34 r* Mengen von Chloroform die Luft in einen Zustand gerieth, die Operation fortwährenden Hustens und Brechneigung Qperateurs und Assistenten unterbrochen werden mußte.
ist nun nachgewiesen, daß diese Erscheinungen herrühren
n einer Zersetzung des Chloroforms in Chlor und Wasserstoffsäure dem Einfluß der offenen Flamme, wobei unter Rußen der vermehrte Abspaltung von Kohlenstoff statt⸗ sich also für Operationsräume die elektrische elc Schlimmer 8 es nun mit dem veens die Gefahren die es durch Explosionen und Vergif⸗ ger wane Die Gefahr der Ekplosion ist nicht groß, da der schon vdiel eher unerträglich und daher bemerkt wird, ehe so 8 ist, daß es el wird, demnn es gehören von mehr als 5 % zur Luft. Die stärksten
wenn eine Luft 10 — 15 % Gas enthält; von
die Explosionen wieder ab, um bei 25 %
alsdann nur ruhiges Abbrennen erfolgt.
auch nur 8 Steinkohlengas dee; v.
d sehr giftig, von welchem
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der Versammlung das Versprechen gegeben, mit allen Kräften für die Ausbreitung der sozialistischen Ideen Sorge tragen zu wollen. Als geeignetes Organ zur Verbreitung dieser Ideen wurde die „West⸗ fälische Freie Presse“ für Dortmund bezeichnet.
Aus Sgchsen wird der „Voss. Ztg.“ geschrieben: Gegen etwaige Boykottversuche ist neuerdings Seitens des Stadtraths zu Löbau ein polizeilicher Erlaß kundgegeben worden. Die Ver⸗ ordnung bestimmt im Interesse der Aufrechterhaltung der öffent⸗ lichen Ordnung Folgendes: „Wer es unternimmt, den Gewerbe⸗ betrieb eines nderen dadurch zu stören oder zu beein⸗ trächtigen, daß er öffentlich oder vor einer Mehrheit von Per⸗ sonen oder durch Verbreitung oder Anschlag oder öffentliche Aus⸗ stellung von Schriftstücken, Drucksachen oder anderen Darstellungen bez. auf eine andere, zur Erreichung seiner Absicht geeignete Weise dazu auffordert, in einem bestimmten Gewerbebetrieb keine Waare zu kaufen oder zu bestellen bez. in einem bestimmten Geschäftslokale nicht zu verkehren oder mit einem bestimmten Gewerbtreibenden über⸗ haupt nicht in geschäftliche Beziehungen zu treten, wird mit Geldstrafe bis zu 150 ℳ oder Haft bis zu 14 Tagen bestraft.“
In Leipzig hielten die Schriftgießer⸗Gehülfen vor⸗ gestern eine Versammlung ab, in der sie der „Lpz. Ztg.“ zufolge zunächst über ihre Stellung gegenüber den in der Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen der graphischen Gewerbe vom 23. Sep⸗ tember gefaßten Beschlüssen, betreffend die Einführung der achtstündi⸗ gen Arbeitszeit und einer entsprechenden Lohnerhöhung im nächsten Jahre beriethen. (Vergl. Nr. 231 d. Bl.) Die augenblickliche Lage der Schrift⸗ gießer wurde zwar als wesentlich günstiger bezeichnet, als die der übrigen graphischen Gewerbe, gleichwohl aber die Nothwendigkeit, sich an der Achtstundenbewegung zu betheiligen, behauptet, da eine Verkürzun der Arbeitszeit aus Gesundheitsrücksichten chon jetzt wünschenswert sei und sich bei einer Veränderung der gewerblichen Lage sofort nöthig machen könne; außerdem erfordere auch die Rücksicht auf den Unterstützungsverein deutscher Buchdrucker, dem dch die Schriftgießer angeschlossen hätten, den Anschluß an die Achtstundenbewegung. Die Versammlung machte hierauf die Beschlüsse vom 23. Sep⸗ tember zu den ihrigen. — Ferner wurde die Gründung eines Lokalvereins beschlossen, der die Tarifangelegenheiten regeln und die Mittel zu Strike⸗ und Wanderunterstützungen aufbringen soll. — Die hierauf vorgelegte Abrechnung über die Sammlungen zu Gunsten der strikenden Berliner Schriftgießer⸗Gehülfen wies eine Einnahme von 1165 ℳ, eine Ausgabe von 901 ℳ auf. Der Ueberschuß soll mit 100 ℳ den strikenden Schriftgießern in Buda⸗ pest zugewiesen, der Rest den ehemaligen Central⸗Kommissionen in Berlin und Leipzig als Remuneration gewährt werden. — Das Ge⸗ werkschafts⸗Kartel l beschäftigte sich an demselben Tage ebenfalls mit den Beschlüssen der graphischen Gewerkschaften vom 23. September. Diese wurden zwar vom Kartell im Prinzip gebilligt, indessen machten sich gegenüber einer materiellen Betheiligung des Kartells Be⸗ denken geltend, welche darin gipfelten, daß die geplante Bewegung der graphischen Gewerkschaften eine über ganz Deutschland sich erstreckende, das Gewerkschaftskartell aber eine nur lokale In⸗ stitution und deshalb für diese Bewegung nicht zuständig sei. Man wird daher abwarten, ob sich die im nächsten Monat in Berlin zur Berathung eines Organisationsentwurfs zusammentretende Kon⸗ ferenz aller deutschen Gewerkschaften mit der Bewegung befassen werde, und erst, wenn dies nicht geschehen sollte, die An⸗ gelegenheit in Leipzig wieder vornehmen, um die Arbeiter der betheiligten Berufe auf die Bewezung gehörig vorzubereiten. — Die Höhe der in Strikefällen aus der Centralkasse zu gewäh⸗ renden Unterstützung fand bei ihrer Berathung in Folge der Meinungs⸗ verschiedenheiten gleichfalls noch keine endgültige Erledigung. Man beschloß auch in dieser Beziehung abzuwarten, ob die Berliner Konferenz sich mit der Frage befassen würde. Ebenso wenig gelangte man zu einer ziffermäßigen Feststellung der an die Kartellkasse zu ent⸗ richtenden Beiträge. Es wurde vielmehr jeder Delegirte angewiesen, in seiner Gewerkschaft nach eigenem Gutdünken für die Aufbringung der erforderlichen Mittel Sorge zu tragen und diese an die Kartell⸗ kasse abzuliefern. — Der „Köln. Ztg.“ wird aus Löbau telegraphirt, daß der dortige sozialdemokratische Wahlverein polizeilich aufgelöst worden sei, und daß die Bücher und die Kasse mit Beschlag
Hier in Berlin wurden am Montag in einer öffentlichen Ver⸗
der Vergolder und Vergolderinnen, wie wir cinem Bericht des „Berl. Volksdl.“ entnehmen, folgende Resolutionen angenommen. Die Versammlung der Vergolder, speziell Barockrahmen⸗ Vergolder, beschließt, ihren Prinzipalen folgende Forderung unterbreiten im lassen: 1) die ür- ee-n. der neunstündigen Arbeitszeit bei gleichem, jest bestehendem vollen Lohn; 2) Abschaffung der Ueberstunden und Scuntagkarbeit event. in vorkommendem Fall ein Aufschlag von 10 ₰ pro Stunde. 8 k.-. e. . “ gelderzn ren en ist voll und ganz mit den Forde⸗ der Rahmenvergolder einverstanden und verpflichtet sich, im 5n Strikes für die Strikenden einzutreten.
Die Londoner „Allg. Corr.“ schreibt: Die Dockarbeiter
recht schlechten Gebrauch von den
ihren Strike im letzten Jahre aber durch eigene Kraft er⸗ Die Rhederfirma Allan benachrichtigte am
1 des Dockarbeiter⸗Vereins, Mann, daß Setrꝛeidetrüger noch immer wei die Dampfer „Tower N-ü nd, zas ju löschen Et möge deshalb die Sache selbst unter⸗
nüttig, einen unparteiischen Sachverständigen zuziehen.
: „Habeddie Ladung untersucht
te erwarten sollen, daß
gran würden. Feöe⸗ dv2 e⸗
ruppen am Quai, begaben
Lep -] 922 Getreide an
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Telegramm“, daß die Lage
mar. Die Grubengesellschaft
angenommen; das
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22 taß die von den Gruben⸗ Lohnerhöhn
Londons machen einen Bortceilen, mwelche sie durch
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Srsgert; e᷑ Ergehnisse ver Polkszählung vom
1. Pgzember 183 im Herzsgthum Sachzsen⸗Meiningen.
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ng von der Bergwerks⸗ 22 Die Arbeiter gedenken
Zeitpunkt zu
w., von 45 bis 49 Jahren 5215 oder 4,96 % m. und 5756 od 5,24 % w., 4788 oder 4,36 % w., von 55 bis 59 Jahren 3534 oder 3,36 % m. und 4042 oder 3,68 % w., von 60 bis 64 Jahren 2958, oder 2,82 % m. und 3538 oder 3,22 % w., von 65 bis 69 Jahren 2178 ode
2,07 % m. und 2513 oder 2,28 % w., von 70 bis 74 Jahren 1362 oder 1,30 % m. und 1643 oder 1,50 % w., von 75 bis 79 Jahren 712 oder 0,68 % m. und 850 oder 0,78 % w., von 80 bis 84 Jahren 260 oder 0,25 % m. und 284 oder 0,26 % w., von 85 bis 89 Jahren
bekenntniß der Staatsangehörigen liegen keinerlei Mittheilungen vor. 8
Literatur.
* Zwölf Jahre Soziolistengesetz. Ein Beitrag zur Ge⸗ schichte des Sozialistengesetzes und der sozialdemokratischen Bewegung in Deutschland. Berlin, Verlag der Germania, Aktien⸗Gesellschaf
für Verlag und Druckerei. Man kann es dem Verfasser, dessen poli⸗ tischer Standpunkt sich unschwer erkennen läßt, nur Dank wissen, in⸗ so objektiver und interessanter Weise, wie es in der vorliegenden Schrift geschieht, zum Verständniß einer die Welt in so hohem Maße beweßenden Frage beigetragen zu haben. Von dem Zwiespalt zwischen den Anhängern Marx's und Lassalle’'s, deren Vereinigung auf dem
Gothaer „Versöhnungskongreß“ und der Einbringung der Novelle
zum Strafgesetzbuch durch den Minister des Innern Grafen Fritz Eulenburg in der Reichstagssession 1875/76 ausgehend, führt er uns
auf die und Verlängerung des Sozialistengesetzes Bezug. haben, wobei die bedeutenderen Reden speziell berücksichtigt werden daneben aber auch die Parteiberichte der ferialsem eetsch Mit glieder des Reichstages, die Verhandlungen auf den sozialdemokratischen⸗ Parteitagen in Kopenhagen und St. Gallen, die Haltung der Sozial demokraten im Auslande und die fortgesetzte Agitation im Inlande,
1. Oktober erfolgten Außerkrafttreten des Sozialistengesetzes. Das Resultat, zu welchem der Verfasser in seiner Schlußbetrachtung gelangt, ist, daß es nunmehr gelte, die Sozialdemokratie innerlich zu
Reformen, zu denen die thätige Mitarbeit aller Volksschichten erforder⸗ lich sei. An eine Spaltung der soztaldemokratischen Fre glaubt der Verfasser nicht, hält vielmehr ein Anschwellen der Bewegung zu⸗ nächst für wahrscheinlich. Letzteres dürfte seiner Ansicht nach in einer Förderung der Gewerkschaftsbewegung sowie in dem Versuche, auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, in Gemeinde, Provinz und Staat, Einfluß zu gewinnen, sich äußern, dann aber auch, da man die Großstädte für „beackert“ hält, in einem fleißigen „Pflügen“ in der Provinz, besonders auch auf dem flachen Lande. Daruüber, meint der Verfasser, möge man sich keiner Täuschung hingeben. Die zahlreichen dem Buche beigegebenen Anlagen erleichtern den Ueberblick ungemein und machen es zu einem Nachschlagewerk geeignet. 1
— Die Nr. 18 des Juristischen Literaturblattes enthält als Festgruß zu dem fünfundzwanzigjährigen Professor⸗Jubiläum einen Aufsatz über Felix Dahn vom Amtsrichter Dr. E. Schwartz in Pell⸗ worm, sowie Bücher⸗Besprechungen und Referatevon Ober⸗Reg.⸗Rath O. Freiherr von und zu Aufseß, Geh. Ober⸗Reg.⸗Rath E. Blenck, Universitätsrichter Geh. Reg.⸗Rath Dr. P. Daude, Amtsrichter Dr. Felisch in Berlin, Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Prof. Dr. C. Fuchs in Jena, Prof. Dr. L. Gumplowicz in Graz, Dozent der Rechte Dr. C. Hilse in Berlin, Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Dr. P. Jaeckel in Posen, Priv.⸗ Dozent Dr. G. Kleinfeller in München, Amtsrichter P. Landé in “ Reg.⸗Rath H. Mahrann in Kassel, Reichsgerichts⸗Rath Meves, Dr. G. Reichsgerichts⸗Rath Dr. J. Petersen C. Pfafferoth, Landgerichts⸗Rath und Berlin, Ober⸗Landesgerichts⸗Rath F. Vierhaus in Kassel.
— Heft XXVIII der „Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins⸗ bringt eine ausführliche Beschreibung der Feierlichkeiten aus Anlaß des 25 jährigen Bestehens des Vereins für die Ge⸗ schichte Berlins von Dr. jur. Richard Béringuier.
Land⸗ und Forstwirthschaft.
in Leipzig,
Ueber das Ergebniß der Verhandlungen der Nonnen⸗
Enquête⸗Kommission
berichtet die Münchener „Allg. Ztg.“: Die Verhandlungen, welche am 8. Oktober Abends endeten, wurden mit der größtmöglichen Gründlich⸗ keit geführt, und es haben sich insbesondere sämmtliche eingeladene Landtagsmitglieder und Waldbesitzer, sowie die beiden zugezogenen Hrrn. Universitäts⸗Professoren, Professor der forstlichen Pro⸗ duktionslehre Dr. Joh. Karl Gayer und Peofessor des botanischen Theils der Forstwissenschaeft Dr. Robert Hartig, daran betheiligt Bei der am ersten Tage gemeinen Diskussion wurden von einzelnen Waldungen höchst interessante Mittheilungen über ihre
gemacht und außerdem einzelne generelle über das Wiederbegrünen der beschädigten Bäume, durchgesprochen. assende Ermittelungen über die seitherigen Erfahrungen gestützte üfende der Kommission schließlich dahin, daß von älteren, kahl⸗
sei und deshalb auch im Hinblick au Borkenkäfers mit dem Einschlag des efera kämpfungsmaßregeln fanden ungetheilte Zustimmung, wobei im Schooße der Kommission verschiedene schätzenswerthe Anregungen hinsichtlich des Vollzugs derselben gemacht wurden. Großes Ge⸗ wicht legte man allseitig darauf, daß auch die Gemeinden und Pri⸗
vaten auch zur regsten Anwendung veranlaßt würden, in welcher Hinsicht
olzes nicht gezögert werden
von Feilitzsch das Geeignete verfügt werden wird. Eine w
regung aus dem Schooße der Kommission ging dahin, daß auch in
Umfassende Debatten gab es über die Frage einer b Staatshülfe an die Privaten. Die Leistung von Staatshülfe wurde zwar im Prinzip, namentlich soweit es sich um leistungen handeln sollte, von der Regierung als erklärt, der Finanz⸗Minister gab jedoch die Zusicherung,
der tesorstverwaltung die Gemeinden, Stiftungen und
besonbers gearteten Fällen den Gemeinden
kätten, und baß in ac. ꝛc. bei Purchfuhr g ver Bekämpfungsmaßregeln weiter Hand 72 werden solle, die Beschlüss⸗
1) daß auf Gr.
an die
ver im Referat des Ober⸗Forstraths Huber ent⸗
ven Gemeinden, Stiftungen und eferats nebst ven von der Kommission aus⸗
e en 92
vrstaeiehgebung auszussbenden Zwanges. 8) daß den, Ge⸗
vaftungz, fechnischer Wesrath bel ber Mollführung der Maß⸗
zut Net mpfung ber Ronne gelelstet werben folle, Ferner
imndn barhber, vaß in besonberen Auenahmefällen den
emeinben unb öneedishenn noch weiter durch
isiesisrun
chlung Hseiapeler Arbeitsfrafte u, s. w.),
vrhAhH8 dic schnagen. unb ber Anlegung Thtaelswals mbalichft
ei bper Wieber⸗ Reuer
Lungen föll anf bie
24 F MMcs vn.
von 50 bis 54 Jahren 4323 oder 4,12 % m. und
63 oder 0,06 % m. und 86 oder 0,08 % weiblichen Geschlechts. Ueber 90 Jahre alt waren 3 Männer und 6 Frauen. — Ueber das Religions-⸗
in historischer Folge die Verhandlungen des Reichstages vor, welche
ferner die Februar Erlasse des Kaisers, die Arbeiterschutzkonferenz und der Rücktritt des Fürsten Bismarck, und schließt mit dem am
überwinden; dazu aber bedürfe es in erster Linie umfassender sozialer
Mollat in Leipzig, Landgerichts⸗Rath Dr. H. Ortloff in Weimar, Kanzlei⸗Rath riv.⸗Dozent Dr. R. Ryck in
Liegnitz. Magdeburg.
Schlekwig stattgehabten all⸗ größerer eobachtungen ragen, wie z. B. diejenige
In letzterer Hinsicht ging die auf wissenschaftliche Sätze und um-⸗ ssenen Fichtenbeständen keine Wiederbegrünung zu erwarten gefrecscnen d die drohende Gefahr des
Die in dem 54 Druckseiten Großfolioformat umfassenden des Hrn. Ober⸗Forstraths Huber vorgeschlagenen Be⸗
nur von den Bekämpfungsmaßregeln verständigt, sondern
von Seite der beiden Minister Freiherrn von Riedel und eitere An-
den Schulen die Kenntniß der forstschädlichen Insekten, namentlich der Nonne, durch kolorirte Tafeln weiterverbreitet werden soll. etwaigen Geld-
unzulässig daß die
—2 soweit nur irgend möglich, mit technischem Rath zu unter⸗
— Schließlich faßte der Finanz⸗Minister der Kommission in nachfolgenden Sätzen zusammen:
haltenen Wois vnhn weitere Vekämpfung der Nonne dur gnhrt 8 Privaten
nen Anrezungen bekannt gegeben und eingeschärft werden debane-cha zalcha” eines eventuell nach den Büstimmungene
Stitungen und Privaten burch bie Hrgane der Gtgats⸗
an bie Hanb gegangen werden folle (burch NMe⸗
Westänbe in Herenziehung ge⸗-
2ꝗ Weftanbe aescha werben, meit afabrunggecdemäfl in solchen, Ss. h wict⸗ 0 ftarf unp nicht fo vetheerenb auf⸗
getreten ist. Für den Schutz und die Vermehrung der Nonnenfeinde
e der Vogelwelt wird durch Anbringung von Nistkästen gesorgt werden.
Maul,⸗ und Klauenseuche.
Im Kreise Groß⸗Wartenberg sind, wie wir der Schles.
Ztg.“ entnehmen, nach den Mittheilungen, die der Kreisthierarzt
Bittner in der letzten des land⸗ und forstwirthschaftlichen
Kreisvereins gab, dieses Jahr in 15 bis 16 Gemeinden und eben
so vielen Gutsbezirken an 800 Thiere, vorwiegend Rinder, erkrankt.
Frzegelssleppt 11,185 “ her und zwar durch veine. Die Ausbreituhg von b
war ganz deutlich zu verfolgen. 8 8 8 3 86 v
Arzneipflanzen. , Die meisten Arineipflanzen in Thüringen werden, der Schwzbg.⸗ Rud. Lds⸗Ztg.“ zufolge, in der Gegend von Kölleda und Jena ebaut. Kölleda baut etwa 136 Morgen Pfefferminze, 73 Morgen rauseminze, 140 Morgen Angelika, 250 Morgen Baldrian. 1887 8 78 8. Fn * 8 Pfeffeemimye 15 800 ℳ für Krause⸗ „ 35 ür Baldrian und 27 000 ür 2 f Ganzen also 121 500 ℳ gelöst worden. “
Ueber eine Obst⸗Ausstellung in London
berichtet die „Allg. Corr.“: Zur Förderung des heimischen Obst⸗ baues hat die Londoner Obsthändlergilde in der Guildhall eine Aus⸗ stellung von englischem Obst veranstaltet, welche am 6 Oktober vom Lord⸗Mayor in Gegenwart von über 22 000 Personen eröffnet wurde. Der Katalog umfaßt 442 Nummern von 211 Ausstellern. Das bessere englische Obst, welches sich mit dem ausländischen in jeder Hinsicht messen kann, rührt aus den Treibhäusern der Reichen und der beruftz-mäßigen Gärtner her, während das von den Bauern und kleineren Landwirthen gelieferte Obst viel zu wünschen übrig läßt und zeigt, daß der Obstbau in England noch sehr darniederliegt und die Importeure von ausländischem Obst die heimische Kon⸗ kurrenz vorläufig nicht zu fürchten brauchen.
Washington, 10. Oktober. (W. T. B.) Nach dem Bericht des Landwirthschaftlichen Departements ist der allgemeine Durchschnittsstand der Baumwolle von 85 ¼10 auf 80 herab⸗ gegangen. Die Hauptverschlechterung hat in den am Mississippi gelegenen Staaten in Folge heftiger Regengüsse stattgefunden. Der Werth der Ernte wird auch durch Verfärbung etwas vermindert.
— 11. Oktober. (W. T. B.) Nach dem Bericht des Acker⸗ baubureaus wird der Ertrag des Winterweizens auf 10 4%10, des Frühjahrsweizens auf 11 5⁄10, der gesammten Weizenernte auf 11 ¼10, des Hafers auf 19 ⁄0, der Gerste auf 21, des Roggens auf 116⁄10 Bushels per Morgen geschätzt. Der allgemeine Durchschnittsstand ist thatsächlich unverändert. Die Schätzung des Ertrags von Hafer per Morgen ist die niedrigste, welche jemals berichtet wurde. Die Gesammtproduktion wird wahrscheinlich um mehr als 200 000 000 Bushels geringer ausfallen.
Sanitäts⸗, Veterinär⸗ und Quarantänewesen. INWehersicht über die Verbreitung der Maul⸗ und Klauenseuche
in Preußen zu Ende des Monats September 1890.
Die Seuche herrscht 8 Gemeinde⸗
(Guts⸗) Bezirken.
Regierungsbezirk. Kreisen.
— So1AESnSnn
—
Merseburg.
Hannover. Hildesheim. Lüneburg Aurich. Minden . Cassel.. Wiesbaden. Trier. Aachen
e do;y2SoeCeScedo 10
Summe .. 100 318
Anmerkung: Gegenüber dem Vormonat, in welchem 331 Gemeindebezirke verseucht waren, hat die Seuche abge⸗ nommen.
Berlin sowie die Regierungsbezirke Königsberg, Stettin, Stralsund, Schleswig, Stade, Osnabrück, Münster, Köln und Sigmaringen sind ebenso wie im Monat August von der Maul⸗ und Klauenseuche verschont eblieben; in den Regierungsbezirken Oppeln, Arnsberg,
oblenz und Düsseldorf ist die Krankheit während des vergangenen Monats erloschen.
Aufs Neue ist die Seuche aufgetreten in den Regierungs⸗ bezirken Köslin, Hildesheim und Lüneburg.
Wien, 11. Oktober. Der Handels⸗Minister hat, dem „W. T. B.“ zufolge, wegen der Gefahr der Cholera⸗Einschleppung die für Her⸗ künfte aus dem Golfe von Alexandrette bestehende sieben⸗ tägige Beobachtung auf alle von dort bis Tripoli her⸗ kommenden Schiffe ausgedehnt.
[Handel und Gewerbe.
Nach den Angaben hiesiger Blätter sind auf die am 9. d. M. zur Zeichnung aufgelegte dreiprozentige Reichs⸗Anleihe im Nominalbetrage von 170 Millionen Mark insgesammt 422 Millionen Mark und auf die gleichzeitig zur Zeichnung aufgelegte drei⸗ rozentige preußische konsolidirte Anleihe im Nominal⸗ etrage von 65 Mihlionen Mark insgesammt 97 Millionen Mark ge⸗ zeichnet worden; der Gesammtbetrag der durch Zeichnung geforderten Summen beider Anleihen beläuft sich demnach auf 519 Millionen Mark, sodaß eine entsprechende Reduktion der geforderten Beträge stattfinden muß — Der Piskont der Reichsbankist heute auf 5 ½ %, der Lombard⸗ zinsfuß für Darlehne gegen ausschließliche Verpfändung von Schuld⸗ verschreibungen des Reichs oder eines deutschen Staates auf 6 %, Verpfündung sonstiger Effekten und Waaren auf 6 ½ % erhöht worden. Berlin, 10. Oktober. (Amtliche Preisfeststellung für utrer, Kaͤfe und Schmalz.) Butter: Hof⸗ und Genossen⸗ schaftezufter Ia, 138—115 ℳ, II2. 108 — 112 ℳ, IIIa. —,
1 .abfallende 100 —105 Lande, Preußische 83 — 88 ℳ, Netzbrücher ℳ, — Fasische, 895-98. ℳ, Bavyerische
8
1
Sennbutter —X,— ℳ, do. Landbutter —, „Schles. 83 — 88 ℳ, Galizische —X,— ℳ — Margarine 40 — 70 ℳ — Käse: Schweizer, Emmenthaler 93 — 98 ℳ, Baverischer 75 — 80 ℳ, do. Ost⸗ und West⸗ preußtscher, 1a. 75 — 80 ℳ, do. II a. 65 — 70 ℳ, Holländer 80 — 90 ℳ, Limburger 42 — 48 ℳ, Quadratmagerkäse 25 —30 ℳ — Schmalz: Prima Western 17 % Ta. 40,00 ℳ, reines, in Deutsch⸗ land raffinirt 43,50 — 46,50 ℳ, Berliner Bratenschmalz 47,00 — 50,00 ℳ Fett, in Amerika raffinirt 38,50 ℳ, in Deutschland raffinirt 41,50 — 43,50 ℳ — Tendenz: Butter: Bei kleinen Zufuhren und leb⸗ “ haben Preise wesentlich angezogen. Schmalz un⸗ erändert.
„—,— Seit Anfang Oktober erscheint hier in Berlin unter dem Titel Berliner Finanz⸗Blatt“ eine neue Wochenschrift, welche zum Organ für die Interessen deutscher Kapitalisten bestimmt ist. Das neue Biatt will sich die Belehrung des Publikums über das Bank⸗ und Börsenwesen in allen seinen Zweigen angelegen sein lassen und wird durch seine Courstabelle, welche eine Uebersicht der Tages⸗ course der Woche darbietet, ein besonderes Interesse gewinnen. Nach seinem Programm wird das Berliner Finanz⸗Blatt unter Anderm sachlich gehaltene populäre Artikel über Bank⸗ und Börsenwesen im Allgemeinen, Mittheilungen über Cassa⸗, Zeit⸗ und Prämien⸗Geschäfte bringen, das Wesen der berechtigten und unberechtigten Spekulation und das Börsenspiel sowie die Ursachen des Fallens und Steigens der Course ꝛc. ꝛc. behandeln. Die Frage der Kapitalsanlage, des An⸗ und Verkaufs von Werthpapieren, der Rechtsverhältnisse zwischen dem Banquier und den Geschäftskunden werden in allgemeinen Aufsätzen und Abhandlungen dargestellt werden. Ferner will das Blatt sich eine eingehende, sachgemäße und unparteiische Besprechung aller Börsenwerthe, Börsen⸗Transaktionen, Aktien⸗Gesell⸗ schaften, Gründungen, Bilanzen ꝛc. zur Aufgabe machen. — Die uns vorliegende erste Nummer des Blattes vom 4. Oktober bringt neben einem leitenden Artikel über die neuen 3 % igen Reichs⸗ und Staatsanleihen eine große Zahl von Notizen, welche sich auf den Handel und finanzielle Gegenstände beziehen. Außerdem finden sich besonders zusammengestellt die „letzten Nach⸗ richten“, welche in diesem Falle sich ausnahmslos mit Börsenpapieren beschäftigen; wir finden ferner einen kurz gehaltenen verständigen Produkten⸗Wochenbericht und einen Fondsbericht, dem sich ein weiterer Bericht über die Tagesbörse anschließt. Nachrichten aus dem Gebiet der Rechtspflege, ein Geschäftskalender, Verloosungen, ein Sprechsaal und Briefkasten machen den übrigen Inhalt des Blattes aus, welches im Verlage und unter verantwortlicher Redaktion von W. T. Bruer, Berlin W. 62, erscheint.
— Vom oberschlesischen Eisen⸗ und Metallmarkt berichtet die „Schles. Ztg.“”: Auf dem Eisenmarkt ist in der Berichtswoche insofern eine Aenderung eingetreten, als vom West⸗ deutschen Walzwerksverbande der Grundpreis für Walzeisen von 165 ℳ auf 140 ℳ die Tonne für das gemeinsame Gebiet herabgesetzt worden ist. Die schlesische Gruppe hat sich diesem Preisrückgange nicht in vollem Maße angeschlossen sondern den Grundpreis auf 145 ℳ festgesetzt. Gegenwärtig laufen Aufträge nur spärlich ein, und es ist kaum zu er⸗ warten, daß die bedeutende Preisherabsetzung den Impuls zu einem regeren Geschäft geben wird, da der erforderliche Konsum im Inlande fehlt. Ausschlaggebender für die oberschlesische Eisenindustrie wäre allein eine Ermäßigung der Kokskohlenpreise, denn nur dadurch könnte vor Allem der mißlichen Lage begegnet werden, in welche einzelne Werke durch die abnorme Steigerung der Kohlenpreise versetzt worden sind. 11“ Hohofenbetrieb sind beachtenswerthe Momente nicht zu verzeichnen. Die Beschäftigung ist eine regelmäßige, dementsprechend aber auch das Anwachsen der Bestände ein stetig fortschreitendes. — Die Eisengießereien sind nach wie vor ziemlich gut beschäftigt, den Maschinen⸗ und Kesselfabriken liegen theilweise noch ältere Aufträge vor, während neue Bestellungen nur spärlich eingehen. — Der Be⸗ schäftigungsgang der Walzwerke ist unverändert, nur hat der ge⸗ ringe Eingang von Spezifikationen zur Folge, daß sich die Bestände auf den Werken sowohl an Roh⸗ als an Halbfabrikaten ansammeln. Der Export ist nach wie vor ein verhältnißmäßig guter und betrifft hauptsächlich Feinbleche, feines Bandeisen, Profileisen und feines Fagoneisen für Rußland und Oesterreich. Auch die Grobeisenwerke sind in Folge des hohen Rubelcourses in der Lage, bedeutende Posten ihres Fabrikates zu exportiren. Auf der letzten Kölner Zusammenkunft des Westdeutschen Verbandes ist unter Zuziehung des Oberschlesischen Verbandes der Grundpreis für stärkere Feinbleche auf 165 ℳ, für schwächere auf 180 ℳ pro Tonne franko Empfangsstation für schlesische Werke normirt worden. — Auf dem Zinkmarkt hat sich die bisherige Stetigkeit erhalten. Die Umsätze waren namentlich in Rohzink für nahe wie spätere Sichten beträchtliche. Auch Blei und Bleifabrikate erfreuten sich regel⸗ mäßigen Absatzes.
Frankfurt a. M., 9. Oktober. (Getreidemarktbericht von Joseph Strauß) Weizen sehr ruhig; es herrscht eine ge⸗ wisse Unentschlossenheit, welche sich besonders durch eine große Reserve der Spekulation kundgiebt, ab Umgegend 19 — ¼ ℳ, frei hier 19 ¼ — ½ ℳ, frei Stationen der oberhessischen und Weser⸗Bahn⸗Route, Gelnhausen —Büdingen—-Gießen— Friedberg, 19 10 ℳ, russische Sorten 21 ¾ — 22 ¾ %ℳ — In Roggen konnte die vorhandene Konsum⸗ frage nur zu aufstrebenden Preisen Befriedigung finden, hiesiger 16 ¾4 —817 ℳ, russische Sorten 18 — „⁄1+–0 ℳ — Gerste wurde in sehr animirter Stimmung, welche dem Vorausgang der Preise einen weiteren Impuls verlieh, gehandelt. Ein erstes Haus (Filiale in Schweinfurth und Coburg) bleibt für exquisite Sorten Käufer, wir lassen Franken (Ochsenfurter Gau), Wetterauer und Pfälzer à 17 ¾ — 18 ½ ℳ, ungarische 20 ½ — 21 ½ ℳ — Hafer blieb nur wenig offerirt, während Nachfrage, vornehmlich für gute Sorten, vorherrscht, die Notiz 14 — 15 ¼ ℳ bleibt. — Raps ohne Handel 26 ½ — 27 ℳ — Mais (mixed) 13 — ¼ ℳ, fest aber ruhig, kränkliches La Plata ca. 12 ℳ übrig. — Spelzspreu (Ersatz für Roggenstroh) wenig gehandelt, ca. 1ℳ pr. Ctr. — Roggenkleie 9¾ — 10 ℳ, Weizenkleie 9 ℳ, ruhig. — Kartoffeln hatten trost⸗ losen Geschäftsgang, wie sie der Acker giebt ca. 3 ℳ, Speisekartoffeln 3 ½ —8 4 ℳ — Aepfel (Kelterobst), reichlich zugesührt, mußten wesentlich billiger erlassen werden, von 9—8 ℳ geworfen. — Chili⸗ salpeter ohne Anregung von Außen, per Februar⸗März 1891 9 ℳ per Centner übrig, Käufer treffen hier einen guten Markt. — Mehl blieb begehrt, doch gewannen die Umsätze, der knappen Auswahl wegen, keinen größeren Umfang Im Terminverkehr machte sich ebenfalls einige Kauflust geltend. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 33 — 34 ℳ, Nr. 1 31 — 32 ℳ, Nr. 2 27 ½ — 28 ½ ℳ, Nr. 3 27 — 28 ℳ, Nr. 4 23 — 24 ℳ, Nr. 5 18 ℳ — Milchbrot⸗ und Brotmehl im Verbande 58 —60 ℳ — Nord⸗ deutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 27 — 28 ℳ. — Roggenmehl loco hier Nr. 0 27 ½ — 28 ½ ℳ, Nr. 1 26 — 27 ℳ Nr. 2 23 — 24 ℳ — (Obige Preise verstehen sich per 100 kg ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen.) 1
Leipzig, 10. Oktober. (W. T. B.) Kammzug⸗Termin⸗ handel. La Plata. Grundmuster B. pr. Oktober 4,85 ℳ, pr. November 4,82 ⅔˖ ℳ, per Dezember 4,82 ½ ℳ, per Januar 4,75 ℳ, per Februar 4,67 ½ ℳ, per März 4,65 ℳ, pr April 4,62 ½ ℳ, pr. Mai 4,62 ½ ℳ, pr. Juni 4,62 ½ ℳ, pr. Juli 4,62 ½ ℳ — Umsatz 50 000 kg. Ruhig.
Ge 10. Oktober. (W. T. B.) Wollauktion. Schluß. Wolle fest, australische super⸗greafy ½ — 1, gute scoured 1 d., Kreuzzuchten ungefähr ½ d., greafy Capwolle ½ — ½ d. über Julipreise, schneeweiße Capwolle 3—1 d. unter Julipreise, feinste schneeweiße pari. Nächste Auktion 25. November.
An der Küste 6 Weitzenladungen angeboten.
Manchester, 10. Oktober. (W. T. B.) 12r Water Taylor 7 ¼, 30r Water Taylor 9 ½, 20 Water 88 8 ½, 30r Water Clayton 9. 32r Mock Brooke 9, 40r Mayoll 9 ½, 40er Medio Wilkinson 10 ¾, 32r Warpcops Lees 8 ½, 36r Warpscops Rowland 9 ½, 40r Double Weston 10, 60r Double Courante Qualität 12 &, 32“* 116 yds 16 %. 16 grey Printers aus 321/46r 176. Stramm. Glasgow, 10. Oktober. (W. T. B.) Die Vorräthe von
Die Zahl der im Betrieb befindlichen Hochöfen beträgt gegen 85 im vorigen Jahre.
New⸗York, 10. Oktober. (W T. B.) Baumwollen⸗ Wochenbericht. Zufuhren in allen Unionshäfen 286 000 Ballen, Ausfuhr nach Großbritannien 116 000 Ballen. Ausfuhr nach dem
Kontinent 50 000 Ballen. Vorrath 414 000 Ballen.
8,8
Submissionen im Auslande.
Oesterreich.
30. Oktober, Mittags. Wien, K. K. General⸗Direktion der öster⸗ reichischen Staatsbahnen. 8
Nachstehende Lieferungen werden für das Jahr 1891 im Offert⸗ wege vergeben, und zwar:
A Kautschukschläuche. hasr 3000 m Dampfheizungsschläuche mit 30 mm licht Durch⸗ messer, 1 8 1 ca. 500 m Kautschukschläuche mit Spirale für Vac.⸗Bremsen mit 45 mm licht Durchmesser, . 1
ca. 2000 m Kautschukschläuche mit Spirale für Vac.⸗Bremsen mit 52 mm licht Durchmesser,
ca. 5 m Kautschukschläuche mit Spirale für Vac.⸗Bremsen mit 58 mm licht Durchmesser, 1
ca. 20 m Kautschukschläuche für Westinghouse⸗Bremsen mit 25 mm. licht Durchmesser.
B. Flußstähl. Feuerrohre für Lokomotivpkesse
Circa 20 000 Stück (circa 85 000 Meter).
Diese Feuerrohre haben je nach der Gattung einen verschiedenen äußeren Durchmesser, und war: 44, 46, 48, 50, 51, 52, 53 mm, jedoch dieselbe Wandstärke 6 2* mm.
Zinn. Circa 90 000 kg Bancablockzinn, „ 15 000 „ Bancazinn (ang. refined) mit Lammzeichen, h 1 000 „ Stangenzinn. 3 ELW111“ D. Kupferwaaren.
Circa 15 000 kg Kupferbleche,
„ 130 000 „ Kupferplatten (ebene und
8 30 000 „ Kupferstutzen,
„ 25 000 „ Kupferrohre,
„ 40 400 „ Knupferstangen. 8 Näheres an Ort und Stelle. 8
Verkehrs⸗Anstalten.
Hamburg, 10. Oktober. (W. T. B.) Der Postdampfe „Polynesia“ der Hamburg⸗Amerikanischen Padetfahrt Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, heate Morg in New⸗York, der Schnelldampfer „Augusta Victoria derselben Gesellschaft, von Hamburg kommend, heute Morgen in New⸗York eingetroffken. — Der Schnelldampfer „Nor⸗ mannia“ derselben Gesellschaft ist heute Nachmittag Southampton abgegangen, der Postdampfer „Gellert“ der Hamburg⸗Amerikanischen Packetfahrt⸗Aktiengesell⸗ schaft, von Hamburg kommend, heute Morgen in New⸗York ein⸗ getrofften und der Postdampfer „Dania“ derselben Gesellschaft hat, von New⸗York kommend, heute Nachmittag Scilly passirt.
— 11. Oktober. (W. T. B.) Der Postdampfer „Scandia“ der Hamburg⸗Amerikanischen Packetfahrt⸗Aktien⸗ L ist, von Hamburg kommend, gestern Nachmi in
ew⸗York eingetroffen und der Postdampfer „Borussia⸗ derselben Gesellschaft hat, von New⸗York kommend, gestern it⸗ tag Lizard passirt.
London, 10. Oktober. (W. T. B.) Der Union⸗Dampfer “ ist heute auf der Ausreise von Southampton ab⸗ egangen.
In dem Blatte; „Der Waidmann“ ist zu lesen: „Es ver⸗ geht kaum eine Woche, ohne daß in diesem oder jenem Wätzelatt irgend eine Variante der ganz neuen Geschichte gebracht wird, mog eim „Sonntagsjäger“, um ehelichen Zwist zu vermeiden, in die Tasche greift, bei dem schmunzelnden Wildhändler ein — wie die Fama misfen will, mitunter nicht mehr recht frisches — Stück erstebt und, 8 8 als eigene Beute der hocherfreuten Gattin darreicht Nicht bekannt dürfte es dagegen sein, daß dieser Kniff volle 1500 Irüne um Gebrauch steht, denn Horaz (Epist. I, 6. V. 58 — 61) meif berzus einen derartigen Fall zu erzählen. Ein edler Römer, Mamans Simr gilius, opferte mit Vorliebe der Göttin der Jagd, murde züer ihrer vollsten Ungunst bedacht und hatte viel Spötteletem Da reifte ein kühner Plan in ihm. Er veranstaltete leite eine Jagd, ließ durch einen Sklaven 1 Keiler an den Jagdplatz schaffen und kehrte von Trophäe auf einem Maulthier, stolz wie eden cin Kapitolstadt zurück. Also schon zu Zeiten des Angrftes kniffe! — Was der „Waidmann“ ausgeschmückt in das lautet in der Epistel des Horaz an Numickas ö“ dun
ener Gargil, der am Morgen mit dem Gehn ließ über den Markt durch des Volks dicht mümmalnhe dam — Daß vor den Augen des Volks ihm aus viäelen ein cinffiges Mennlnüten Brächt’ ein erhandeltes Schwein.“
Die Kaufmännischen Fortbildungsschalen üin (Inselstraße 5 und Dorotheenstraße 14) 8 ee 1. Oktober stattgefundenen Festfeier des n bemd unid de damit verknüpften offiziellen Eröffnung des 11. nch imd eines solchen Zuwachses an Schülern, daß die 15 non dem Meagitak zur Verfügung gestellten Klassenzimmer nicht Tucreichen.
wenigen seit dem 2. Oktoder
zu den damals eingeschriebenen 577
gekommen, sodaß die Gesammtzahl heute haneites
trägt. Täglich noch melden
mend, hier in neue Stellungen
es sein, daß sich außer jungen und älterem Kauflenaen in um
ringer Zahl Bureau⸗ und Verwaltungsbenmte besonddens — in Buchführung, deutscher und fremdfereacklicher
im Wechselrecht einschreiben lassen.
8 Die .Ie ve — * —— mit demn Siegeseinzug Kaiser Constantim atüigmahl- TPangram Herwarthstraße, wird in der “ Wan —
völkerung abermals mit e prangenden, künstlerisch ausge üe. 1 olossalstatue der „ 8 de. dadurch noch ganz besonders in die Augem rerngt um Sockel herum eine dem Kaiserlichen Garde 8 dem umm Denee e Capitolinischen Jupiter *Icbesp. e üeen Das — 8 8 st — wohlgelungene Kopie Noma Randemnde un ermiihenilth namentlich den wunderbaren „. maatun Mubet best
dem die Statue ausgegossen. Am magt de zum Panorama 50 ü. 8 11“ —* r Le⸗ Panorama ist von 9 Vermaärsat aux
rung geöffnet. otsdam. Die Nachriüt der Fem. Im* kauf 2. „historischen Windmädlen, — vug
82 1a3n u. St.⸗A.* m. zufolge, auf einem Irrthum. haupt nicht n. nct
Roheisen in den Stores belaufen sich auf 640 134 Tons gegen 994 884 Tons im vorigen Jahre. .
Besi eworden ist und M. für Königliche