1890 / 262 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 30 Oct 1890 18:00:01 GMT) scan diff

Lt. Frhrn. v. Fuchs⸗Nordhoff's br. St. „Luzerne“ 5 jähr. (2500 ℳ) 73 ½ kg, Lt. Suermondt 1., Lt. Gr. Bredow's schwbr. W. „Bikova⸗ a. (2000 ℳ) 74 kg, Bes. 2., Lt. v. Blottnitz; F.⸗St. „Gräfin Ruth

5 jähr. (4000 ℳ) 74 kg, Lt. Frhr. v. Senden I. 3., Major v. Tresckow’ 8 br. St. „Carola“ 5 jähr. (3000 ℳ) 70 kg, Lt. Gr. Solms 4. Siegte nach Gefallen mit vier Längen; fünf Längen zwischen dem Zweiten und der Dritten. „Carola“ doppelt so weit hinter „Gräfin Ruth

Vierte vor dem abgeschlagenen „Bandit“. Werth: 1900 der Siegerin, 560 dem Imftsrn. 1“ der Dritten, 160 der

ierte Luz 8 i efordert. Vierten. „Luzerne“ wurde nicht g. Preis 3000 dem

14 eies Hürden⸗Handicap. . 1 . 88” B 500 dem dritten Pferde. 3000 m.

8 „Ladki 8 dbr. W. „Pippin“ 5jähr. 69 kg 1., Hrn. J. Heten Feeer .“ Lady“ 3 jähr. 53 kg (inkl. 3 kg extra) 2., ry. J. Saloschin's dbr. St. „Actreß“ 4 jähr. 70 kg 3., Hptm. chmidt's F⸗St. „Rothhaut“ 5 jähr. 67 ½ kg 4. Verhalten mit anderthalb Längen gewonnen, „Actreß“ eine halbe Länge hinter „Fair Lady“ und ebensoweit vor „Rothhaut“ Dritte. Der Rest abgeschlagen. Krautjunker“ entledigte sich seines Reiters und entlief. Werth: 3550 dem Sieger, 950 der Zweiten, 450 der Dritten.

Mannigfaltiges.

SDde lektrotechnische Verein hielt am 28. seine erste - den im Sommer⸗Halbjahr unterbrochenen Vereins⸗ ngen ab. des Vereins Hr. Ministerial⸗Direktor Hake leitete die Sitzung ein durch einen Rückblick auf die Fortschritte in der Anwendung der Elektrizität im verflossenen Jahre, wobei zunächst der Verbreitung der elektrischen Anlagen zur Beleuchtung und Kraftübertragung in Deutschland und in Amerika, der Fabrikation von Akkumulatoren und der Benutzung des elektrischen Stromes zu chemischen Zwecken gedacht wurde. Sodann gab der Vorsitzende auf Grund von Ermittelungen der Reichs⸗Post⸗ und Telegraphenverwal⸗ tung einen Ueberblick über die Ausbreitung der elektrischen An⸗ lagen für Starkströme und erörterte den Einfluß derselben auf die Telegraphen⸗ und Fernsprechanlagen. Am 1. Januar 1890 waren im Reichs⸗Telegraphengebiet vorhanden 2590 Anlagen für elektrische Beleuchtung mit 338 946 Glühlampen und 21 060 Bogen⸗ lampen, 9 Anlagen zu elektrolytischen Zwecken und 16 Anlagen für elektrische Kraftübertragung. Zum Betriebe dieser Anlagen wurden 674 000 Pferdestärken benutzt. Hieran schloß sich eine Mit⸗ theilung uͤber den gegenwärtigen Stand der auf Veranlassung⸗ des Vereins angestellten Untersuchungen über die Erdströme und die Verminderung der Blitzgefahr. Uebergehend zum Telegraphen⸗ und Fernsprechwesen erwähnte der Vortragende die wichtigsten Ereignisse auf diesem Gebiet: die Verwendung von Sammlerbatterien (Akkumu⸗ latoren) an Stelle der hydro⸗galvanischen Elemente, die An⸗ wendung der Induktions⸗Meßbrücke zur Prüfung der Erdleitungen, die Erhöhung der Sprechgeschwindigkeit in den großen unterirdischen Kabelleitungen, den bereits erfolgten Anschluß von Württemberg und den bevorstehenden Anschluß Bayerns an das Reichs⸗Kabelnetz, die Ergebnisse der internationalen Telegraphenkonferenz in Paris, die An⸗ lage einer oberirdischen Leitung Berlin —-Rom aus Bronzedraht, die Vollendung von Vielfach⸗Umschaltern bei den größeren Stadt⸗Fern⸗ sprecheinrichtungen, das durch die Einführung des Bronze⸗Leitungs⸗ drahtesermöglichte Fernsprechenauf weite Entfernungen. Bezüglich der Ausdehnung des Telegraphen⸗ und Fern⸗ sprechwesens im Deutschen Reich ist bemerkenswerth, daß hierin kein anderes europäisches Land Deutschland auch nur an⸗ nähernd gleich kommt. Gegenwärtig bestehen 98 391 km Linien mit 284 945 km Leitungen und 17 200 Telegraphen⸗Betriebsstellen.

223 Städte besitzen allgemeine Fernsprecheinrichtungen mit zu⸗ sammen 50 508 Fernsprechstellen, auf Berlin allein entfallen mehr als 14 000 Theilnehmer; 243 Anlagen verbinden Stadt⸗Fernsprech⸗ einrichtungen verschiedener Städte untereinander, 7 Anlagen mit zu⸗ sammen 2600 Sprechstellen dienen dem Sprechverkehr in großen Industriebezirken. Nach diesen Darlegungen folgte der angekündigte Vor⸗ trag des Ingenieurs Geist, Inhabers der Maschinenfabrik „Mosel“ in Treis a. d. Mosel über die Berechnung elektrischer Maschinen. In dem Vortrage wurde der Beweis geführt, daß die Induktion unabhängig von der Geschwindigkeit in den gebräuchlichen Geschwin⸗ digkeitsgrenzen ist, und eine Berechnungsweise gegeben, die von der Annahme eines Eisengestelles, wie auch von der Benutzung der Kraft⸗ linientheorie und des Begriffes „Widerstand“ absieht. Die Berech⸗ nungsweise ermöglicht es, alle elektrischen und magnetischen Maschinen⸗ theile rechnerisch zu bestimmen. Beispielsweise wurde eine 500pferdige Maschine berechnet, wie solche bei den neuesten und größten Städte⸗ beleuchtungen Anwendung finden. Hr. Ingenieur Berg sprach sodann über einen von ihm konstruirten und vorgeführten elek⸗ trischen Nachtsignalapparat. Diesen Apparat hat der Er⸗ finder der internationalen maritimen Konferenz in Washington, welche beabsichtigt, den nächtlichen Signalverkehr für die Schiffahrt durch ein System von Leuchtapparaten zu regeln, zur Begutachtung unterbreitet. Die Konstruktion beruht auf dem Gedanken, daß ein internationales Signalsystem für die Schiffahrt unabhängig von der Erzeugung des Dampfes sein muß, und daß bei Benutzung von mehreren farbigen Lichten für die Signalisirung der Kurse solche Lichtsignale durch eine bestimmte Anzahl von Laternen hervorzubringen sind, (in dem von dem Vortragenden vorgeschlagenen System drei), wodurch ein falsches Ablesen des Signals durch Ver⸗ dunkelung oder Verdeckung eines Lichtes vermieden wird. Der ö ist gleichzeitig für das Signalisiren mit Morsezeichen eingerichtet. Alsdann führte Hr. Ingenieur Gould im Modell eine von ihm erfundene Sicherheitskuppelung für Leitungen mit hochgespannten elektrischen Strömen vor Diese Erfindung hat zum Zwecke, die beim Bruche solcher Leitungen für lebende Wesen entstehenden Gefahren auszuschließen. Beim Bruche einer mit Sicherheitskuppelung versehenen Leitung wird diese auf die Entfernung zwischen den betreffenden zwei Trägern unterbrochen und dadurch die Gefahr beseitigt. 8 Nächste Sitzung des Vereins am Dienstag den 25. November.

Der Berliner Thierschutzverein hat in der gestrigen Generalversammlung einstimmig seine Verschmelzung mit dem „Deutschen Thierschutzverein in Berlin“ beschlossen. Dem Bericht zufolge wurden von April 1889 bis Ende des Jahres von den Beamten des Vereins eingefangen 5276 Hunde, wovon 3177 wieder eingelöst sind. Zur Verfügung gestellt wurden dem Verein 1098 Hunde, zur Tödtung übergeben 179, in Pflege gegeben 175. Im laufenden Jahre wurden eingefangen 5341 und wieder eingelöst 3501 Hunde. Zur Verfügung wurden 1143, zur Tödtung über⸗ wiesen 224, in Pflege gegeben 510 Hunde.

In Betreff des Aufmarschterrains am Kreuzberg, zwischen der Möckern⸗ und der Katzbachstraße, schwebten lange Zeit zwischen dem Militärfiskus und der Stadt Unterhandlungen, welche dahin ab⸗ zielten, daß die Stadt dieses Gelände käuflich oder tauschweise erwerben wollte, um den „Victoriapark’ auch nach dieser Seite hin erweitern zu können. Die Verhandlungen sind jetzt als endgültig abgeschlossen zu betrachten Das Terrain wird als unentbehrlich für den Aufmarsch größerer Truppenmassen bezeichnet, sodaß die Möglichkeit, daß sich in absehbarer Zeit auch auf dieser öden Sandwüste Parkanlagen erheben werden, als ausgeschlossen

betrachtet werden muß. Jedoch hat die Garnisonverwaltung, wie die

„Post’ meldet, in einem Punkte ihr Entgegenkommen bewiesen. Nachdem sich dieser Tage eine entsandte Deputation durch den Augen⸗ schein von der Nothwendigkeit überzeugt hat, daß hier auf irgend eine Weise Abhülfe geschaffen werden muß, ist hierfür folgender Modus gewählt worden. Hinter dem etwa 100 m langen Zaun, der in diesem Sommer von der Garnisonverwaltung mit einem großen Kostenaufwand längs der Straße gezogen worden ist, um eine Versandung der Kanalisationsröhren und des Trottoirs zu verhüten, sollen in einer Tiefe von 7 m Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern angelegt werden, die ihrerseits wieder umzäunt werden sollen. Der hierfür ausgeworfene Kostenaufwand beläuft sich auf 4000 Man hofft, auf diese Weise

einmal das hintere öde Terrain, das in grellem Gegensatz zu dem

angrenzenden Victoriapark steht, dem Anblick von der Straße aus zu entziehen und es fernerhin zu ermöglichen, daß sich allmählich darauf eine Grasnarbe bildet und damit der für die Anwohner jener Gegend in Folge des wirbelnden Flugsandes gesundheitschädigende Zustand des Ganzen aus der Welt geschafft werde.

Die neue katholische St. Sebastianskirche auf dem Garten⸗ platz wird, laut Mittheilung der „Voss. Ztg.“, 1040 Sitzplätze und 1000 Stehplätze fassen. Der Bau wird im fruͤhgothischen Stil, außen Sandstein, innen Putz und Backstein, ausgeführt. Der Grundriß hat die Kreuzesform. Die Ausführung des Baues hat die Königliche Ministerial⸗Baukommission, die besondere Bauleitung der Königliche Regierungs⸗Baumeister Hafak übernommen, von welchem auch der Entwurf herrührt.

Ein Wettfahren für Droschkenl. Klasse findet am 11. No⸗ vember auf der Trab⸗Rennbahn zu Westend statt und sind 650 an Preisen ausgesetzt, hiervon 300 I., 150 II., 100 III., 50 IV., 30 V, 20 VI, dem Sieger außerdem eine silber⸗ beschlagene Ehrenpeitsche. Offen fuͤr einspännige, halb ver⸗ deckte Droschken I. Klasse, für Pferde aller Länder, welche in den letzten vier Wochen vor dem Renntage im nummerirten Droschken⸗Fuhrwerk I. Klasse in Berlin ver⸗ wendet worden sind. Die konkurrirenden Droschkeninhaber müssen die wirklichen 88he der angemeldeten Pferde sein. 5 Einsatz, ganz Reugeld. Distanz ca. 2400 m. Die Nennungen haben im Redaktionsbureau der Zeitschrift „Der Fuhrhalter“, Berlin 80., Schmidtstraße 17a, zu erfolgen.

Dresden, 29. Oktober. Nach amtlicher Feststellung betragen die durch die jüngste Hochfluth der Elbe in Sachsen verursachten Schäden, welche bei der Vertheilung der hierfür veranstalteten Sammlungen Berücksichtigung finden sollen, 385 000 ℳ, zu deren Deckung gegen 200 000 bis jetzt eingegangen sind.

Darmstadt, 29 Oktober. Für das National⸗Denkmal für den Fürsten Bismarck in Berlin sind, laut Meldung der „Darmst. Ztg.“, bei dem hiesigen Comité bis zum 24. Oktober im Ganzen 4011 55 eingegangen, wovon an das Hauptcomits in Berlin 2500 überwiesen wurden.

Mainz, 29. Oktober. „W. T. B.“ meldet: Der Rbein⸗

Hie zeigt herte hier 2,35 m gegen 1,84 m am gestrigen Tage. berrhein und Neckar fallen.

London, 29. Oktober. Stanley ist heute von Liverpool nach New⸗York abgereist.

sa-ererese eSche.

1. Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.

2 Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. 3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

4. Verloosung, Zinszahlung ꝛc. von öffentlichen Papieren.

Deffentlicher Anzeiger.

5. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. 6. Berufs⸗Genossenschaftterl.

7. Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗Genossenschaften.

8. Wochen⸗Ausweise der deutschen Zettelbanken.

9. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen. [41668] Steckbrief. Gegen den Arbeiter Hugo Weder, geboren am

12. Juni 1871 zu Berlin und zuletzt dort wohnhaft, welcher flüchtig ist, soll eine durch vollstreckbares

wird

gehörige St. Adalbert⸗Grube am 21. November 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 9, versteigert werden.

Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags

am 22. November 1890, Mittags 12 Uhr,

Aufgebot.

[19646] Die Wittwe Böhme, Marie, geb. Thoellden, zu Apolda, vertreten durch den Justizrath Furbach z) ilburg, den Okreden 1890.

Stettin, hat das Aufgebot der angeblich am 25. No⸗ vember 1889 auf der Straße zu Apolda verloren gegangenen Berlin Stettin'er Eisenbahn⸗Obligation VI. Emission Nr. 1265 über 500 Thaler beantragt.

beraumt auf Dienstag, den 2. Dezember 1890,

önigliches Anamrricht. I.

(30312] Anfgebot.

Urtheil des Königlichen Landgerichts zu Potsdam vom 5. September 1890 erkannte Gefängnißstrafe von 2 Jahren vollstreckt werden. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Königliche Straf⸗ gefängniß zu Plötzensee abzuliefern.

Potsdam, den 25. Oktober 1890.

Königliche Staatsanwaltschaft.

Beschreibung: Alter 19 Jahre, Größe 1,65 m, Statur kräftig, Haare dunkel, Stirn gewölbt, Bart m Entstehen, Augenbrauen dunkel, Augen blau, Nase, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn rund, Gesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deutsch, Kleidung: dunkelblaues Jaquet, Hose und Weste, raue Mütze, blau und roth gestreiftes Hemd.

41669] Steckbrief. 1 Gegen den unten beschriebenen früheren Hutfabri⸗ anten, jetzigen Rentier Florent Lejeune in Brüssel, ormals in Guben, belgischen Unterthan, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen wissent⸗ lichen Meineides und Theilnahme an einem Ver⸗ gehen gegen das Aktiengesetz vom 18. Juli 1884 verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Justizgefängniß zu Guben abzuliefern. Guben, den 25. Oktober 1890. „Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte. 8 8 Beschreibung: Alter 54 Jahre, geboren am 15. April 1836 in Verbiers in Belgien, Größe 1 m 70 cm etwa, Statur schlank, Haare blond melirt, auf dem Scheitel wenig Glatze, Stirn hoch und frei. Bart blonder Vollbart, nach unten spitz aus⸗ laufend, Augenbrauen blond, Augen wahrscheinlich graublau, Nase ein wenig gebogen, Mund gewöhn⸗ lich, Zähne vollzählig, vielleicht zum Theil falsch, Kinn länglich, Gesicht elänglich oval, Gesichtsfarbe blaß, Sprache deutsch, französisch und englisch. Be⸗ sondere Kennzeichen: Spricht leise, beugt beim Sprechen den Kopf nach vorn, soll an einem Unter⸗ arme eine Narbe von einer Brandwunde haben.

2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl. 1148 Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll die

1) der Frau Ottilie, verebel von Witoweki, geb. von Hochberg, zu Mokrau, der Frau Johanna Freiin von Hoinigen, ge⸗

nannt Huine, geb. von Bl Mahlendorf, n Blacha, zu Groß⸗

dem Major a. D. I1 v Breslau, Carl von Wallhofen zu

der Frau Hedwig von Schalscha S ha, geb. von Blacha, zu Frohnau, Kreis Brieg,

1“

Zimmer Nr. 9, verkündet werden.

Die Feldesgröße beträgt nach dem Inhalt der Grundakten eine Fundgrube und 1052 Maaßen.

Die Grube liegt im Kreise Pleß; die nächstgelegene Stadt ist Nicolai.

Nach gutachtlicher Erklärung des betreffenden Revierbeamten beträgt der ungefähre Werth der Grube 5000,00

Das Bergwerk ist zur Gewinnung der in seinem Felde vorkommenden Steinkohlen verliehen worden und in 122 Kuxe getheilt.

Beglaubigte Abschrift des Grundbuchblattes, der Verleihungsurkunde, etwaige Abschätzungen und andere das Bergwerk betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei II. während der Dienststunden eingesehen werden. 1““

Nicolai, den 26. August 1890.

Königliches Amtsgericht.

181423] Zwangsversteigerung.

Im Wene der Zwangsvollstreckung soll die

1) der Frau Ottilie, verebel. von Witowski, geb. von Hochberg, zu Mokrau,

2) der Frau Johanna, Freiin von Hoinigen, ge⸗ nannt Huine, geborene von Blacha, zu Groß⸗ Mahlendorf,

3) dem Major a. D. Carl von Wallhofen zu Breslau,

4) der Frau Hedwig von Schalscha, geb. von Blacha, zu Frohnau, Kreis Brieg,

gehörige Burghardgrube

am 21. November 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 9, versteigert werden.

Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 22. November 1890, Mittags 12 Uhr, Zimmer Nr. 9, verkündet werden.

Die Feldesgröße beträgt nach dem Inhalt der Verleihungsurkunde eine Fundgrube von 516 Maaßen.

Die Grube liegt im Kreise Pleß; die nächstgelegene Stadt ist Nicolai

Nach gutachtlicher Erklärung des betreffenden Revierbeamten beträgt der ungefähre Werth der Grube 25 000,00

Das Bergwerk ist zur Gewinnung der in seinem Felde vorkommenden Steinkohlen verliehen worden und ist in 122 Kuxe getheilt und besitzt außerdem noch 6 Freikuxe.

Beglaubigte Abschrift des Grundbuchblattes, der Verleihungsurkunde, etwaige Abschätzungen und andere das Bergwerk betreffende Nachweisungen können in der Gerichtsschreiberei II. während der Dienststunden eingesehen werden.

Nicolai, den 26. August 1890.

Königliches Amtsgerich 8

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 5. Juli 1894, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Zimmer 48. anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Stettin, den 9. Juni 1890. Königliches Amtsgericht. Abtheilung III.

[19645] Aufgebot.

Der Hüfner Gottlieb Höhne zu Pflückuff bei Niemegk, Regierungs⸗Bezirk Potsdam, hat das Auf⸗ gebot der angeblich bei einem Brande zu Pflückuff am 26. Juni 1887 zu Grunde gegangenen Berlin⸗ Stettiner Eisenbahn⸗Obligation VI. Emission Nr. 2750 über 200 Thaler nebst Zinsschein Nr. 20 über die am 1. Oktober 1887 fälligen halbjährlichen Zinsen und Talon beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den S. Jauuar 1891, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 48, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Stettin, den 9. Juni 1890.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung III.

u“

[41677] Bekanntmachung. In Sachen, betr. die von Bergverwalter H. Größer in Weilmünster als Bevollmächtigter des Architekten Leonhard Wilhelm Brofft in Frankfurt am Main beantragte Amortisation nachbenannter Urkunden: 1) hr. 1. 334 - Kuxe der Schiefer. 2 Nr. III. Ff grube „Leonhard“ bei 1 Lützendorkf, N Kuxe der Schiefer⸗ Iir. III. grube „Riedel“ bei Lützendorf, 2 Kuxe der Schiefer⸗ Nr. 1. grube „Wetterau“ bei Nr. III. Sincänster, 88 Kuxe der Schiefer⸗ Se . grube „Hermann II.“ 1 Nr. III. r 1.

bei Weilmünster, Kuxe der Schiefer⸗ grube „Schieferkaute“

Nr. III. 88 E“ Kuxe der Eisenstein⸗ 7) Ier. 188 über 388 grube „Frankfurt“ bei e) I

333

grube „Wolfgang“ bei Essershausen,

Kuxe der Schiefer⸗

bei Laubuseschbach, wird Termin zum Erlaß des Ausschlußurtheils an⸗

Der Kaufmann Jebemes Hinrich Eggers zu Ham⸗

burg, Bismarkstraße 20, hat das Aufgebot der von

der „Allgemeinen Asurnanz in Triest“ für ihn aus⸗ gefertigten, angeblich verloren gegangenen, Lebens⸗ Versicherungs⸗Pollee Nr. 73 796 vom 9. Novembe 1869 über 2000 . Nantragt. Der Urkunde wird anbmfordert, spätestens in Montag, den 20. April 1891, Vormittags 11 Uhr, dein unterzeichneten Gerichte anbe⸗ raumten Aufgedetsstermine seine Rechte anzumelden und die Urbande vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserkläruang derselben erfolgen wird Marne, den 9. August 1890. Koönigliches Amtsgericht. v. Halem, Dr.

Ausfertigung.

[19644] Aufgebot.

Der Inhaber:

eines Sparkassebuchs Nr. 3058 der Distrikts⸗

parkasse Eggenfelden, gemäß dessen unterm 3. Fe⸗ bruar 1885 auf den Namen der ledigen Katharina Asbeck, Sattlerstochter von Diepoldskirchen, ein zu 3 ½ % verzinsliches Kapital zu 300 bei genannter Distriktssparkassa angelegt worden ist

b. eines Sparkassebuchs derselben Kassa Nr. 1741,

gemäß dessen unterm 30. Novbr. 1872 auf den

Namen Thekla Kimbeck, Gütlerstochter von Stocken ein mit 3 ½ % verzinsliches Kapital zu 300 be genannter Distriktssparkassa angelegt worden ist, werden hiemit aufgefordert, 1-

Freitag, 23. Jannar 1891, Vormittag 8 Uhr, im Sitzungssaale des K. Amtsgericht Eggenfelden anberaumten Aufgebotstermine ihr Rechte bei letztgenanntem Gerichte geltend zu mache

und die Urkunden vorzulegen, als außerdem dieselben 1

für kraftlos erklärt werden würden. Eggenfelden, am 22. Juni 1890. Königliches Amtsgericht. (L. S.) Mittermüller. Für die Ausfertigung: Eggenfelden, 23. Juni 1890. (L. S.) Seidl, Kgl. Sekre

[41440] Aufgebot.

Das Sparkassenbuch Nr. 1930 des Vorschuß⸗ un Sparvereins zu Osterwieck, E. G, über 300 ausgefertigt für den Büchsenmacher Friedr. Hans⸗ mann zu Osterwieck, ist angeblich verloren gegangen und soll auf Antrag des p. Hansmann aufgeboten werden

Es wird daher der Inhaber des Buches auf gefordert, spätestens im Aufgebotstermine den 20. Juni 1891, Vorm. 9 Uhr, bei dem unter

1u“

pätestens in dem auf

zeichneten Gericht seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Osterwieck a./H., den 21. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht.J.

[38974] Aufgebot.

Der von dem Töpfermeister Wladislaus Jax in Gnesen auf den Gastwirth Johann Jax, früher in Gnesen, jetzt in Schrimm wohnhaft, gezogene und von diesem angenommene, am 1. November 1877 fällige, über 180 lautende, demnächst durch Giro des Wladislaus Jax auf den Riemer⸗ und Sattler⸗ meister W. Andrzejewsk; in Gnesen übergegangene, am 3. November 1877 protestirte und bei dem vor⸗ maligen Kreisgericht Gnesen in den Akten Andrie⸗ jewskt †2l. Jax und Gen. III. A. 11 514 1110/77 eingeklagte Wechsel vom 1. August 1877 wird, da er angeblich verloren gegangen, auf Antrag des In⸗ dossators p. Andrzejewski, vertreten durch den Rechtsanwalt Karpinski in Gnesen, hiermit aufge⸗ boten. Der Inhaber dieses Wechsels wird aufge⸗ fordert, seine Rechte an demselben spätestens in dem zum 29. Mai 1891, Vormittags 8 ¼ Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgericht im Zimmer 19 an⸗ beraumten Aufgebotstermine anzumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung desselben erfolgen wird. 1

Gnesen, den 12. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht. 8

[41680]

Nachdem die Firma Königsberger & Rüdenberg in Krefeld den gestellten Antrag behufs Kraftlos⸗ erklärung der von Louis Hönig in Jassy an die Ordre von Sanft & Breslauer in Jassy ausge⸗ stellten von dieser an die Firma Königsberger & Rüdenberg in Krefeld girirten Anweisung von 250 p. 15. Dezember 1889 auf das Bankhaus Meyer & Co. in Leipzig, wieder zurückgenommen hat, so wird das eingeleitete Aufgebotsverfahren hiermit wieder eingestellt und der auf den 29. April 1891, Vormittags 11 Uhr, anberaumte Aufgebots⸗ termin aufgehoben.

Leipzig, den 24. Oktober 1890.

Das Königliche Amtsgericht. Abtheilung II. Steinberger. Ausfertigung.

Aufgebot.

„Unterm 12. April 1890 wurde ein mit 2 ½ % ver⸗ zinslicher Schuldschein über 500 Nr. 5959 auf den Namen des Auszüglers Johann Endres von Fenpenbere als Gläubigers, lautend von der Kgl.

ilialbank Bayreuth ausgesteilt Derselbe ist auf den 10. September 1890 gekündigt und von der

Ausstellerin einzulösen. Dieser Schein wird von dem jetzt in Poppendorf wohnhaften Gläubiger seit etwa 8 Tagen vermißt

Er hat deshalb den für zulässig erachteten Antrag gestellt, das Aufgebotsverfahren einzuleiten.

Es wird nun auf Mittwoch, den 8. April 1891, Vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaale des Kgl. Amtsgerichts Bayreuth Aufgebotstermin anbe⸗ raumt und der gegenwärtige Inhaber obigen Schuld⸗ scheins aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine seine Rechte bei dem Gerichte geltend zu machen und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls dieselbe für kraftlos erklärt würde.

Bayreuth, 25. September 1890.

Königliches Amtsgericht. gez. Lunz.

u Gleichlaut vorstehender Ausfertigung mit der

Urschrift bescheinigt. Bayreuth, 26. September 1890. Gerichtsschreiberei des Königlichen Amtsgerichts. (L. S.) Deuffel, Kgl. Sekretär. 8 [41676] b Die Ehefrau Ernst Lindemann, früher verehelichte Heinrich Surkamp, zu Vortlage, Gemeinde Lenge⸗ rich, hat das Aufgebot der Band I. Blatt 97 Grundbuchs Lengerich, für Kommissionär Her⸗ mann Berckemeyer zu Lengerich eingetragenen Grund⸗

stücke der Steuergemeinde Lengerich als:

Flur 10 Nr. 358/0 beim Hause, Holz, 70 a 68 qm 0,28 Thlr. Reinertrag, Flur 10 Nr. 359/0 Tabackszuschlag, Acker, 86 a 53 am 4,75 Thlr. Reinertrag, Flur 10 Nr. 363/0 Feldgrund beim Zuschlag, Holz, 36 a 88 qm 0,29 Thlr. Reinertrag,

beantragt, zwecks Besitztitelberichtigung.

Alle Eigenthumsprätendenten werden aufgefordert, ihre Ansprüche auf die Grundstücke spätestens in dem auf Mittwoch, den 24. Dezember 1890, Vor⸗ mittags 10 Uhr, anstehenden Termine anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen ausgeschlossen werden sollen.

Tecklenburg, den 27. Oktober 1890.

Königliches Amtsgerich

[41682] Aufgebot.

Auf den Grundbesitz des Lederhändlers H. Hilker hiers. ist im Grundbuche von Detmold Bd. XX. Bl. 977 in der III. Abtheilung unter Nr. 1 für den Hofmusikus W. Sevmidt hiers. aus der Obli⸗ gation vom 26. April 1815 ein Darlehn von 300 Thlr. = 900 eingetragen.

Der Kaufmann F. W. Schmidt in Bremen, auf welchen die Obligation übergegangen ist, hat den Verlust der Urkunde glaubhaft gemacht und das Aufgebot derselben beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird hierdurch aufgefordert, spätestens in dem auf Montag, den 11. Mai 1891, Morgens 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Detmold, 25. Oktober 1890. 1

Fürstliches Amtsgericht. II. Sieg.

[41678] Aufgebot.

Auf Antrag der Losfrau Rosalie Ziegenhagen von Alxnupönen wird deren Ehemann, Losmann Friedrich Ziegenhagen, geboren den 1. November 1850, Sohn der Losmann Christof und Wilhelmine, geb. Rummeleit⸗Ziegenhagen’'schen Eheleute von Unter⸗ Eisfeln, welcher zuletzt in Axnupönen wohnhaft gewesen und seit dem Jahre 1878 verschollen ist, aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin den 19. Ok⸗

tober 1891, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 9, zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen wird.

Pillkallen, den 19. Oktober 1890. Krönigliches Amtsgericht

(a1681] Aufgebot.

Es ist die Todeserklärung: 16 1) des am 8. März 1833 zu Jeßnitz geborenen Wilhelm Christian Karl Franz, 2) der am 9. Juli 1841 zu Jeßnitz geborenen Johanne Louise Henriette Franz, Kinder des am 16. Juni 1873 zu Jeßnitz verstorbe⸗ nen Schneidermeisters Karl Franz und dessen in Jeßnitz vor ihm verstorbener Ehefrau Henriette, geb. Stroh, welche vor dem Jahre 1873 von Jeßnitz, wo sie sich bis dahin aufgehalten hatten, nach Amerika ausgewandert und seit dieser Zeit verschollen sind, sowie der Aufruf etwaiger unbekannter Erben und Vermächtnißnehmer derselben vom Schneider G. stav Franz in Paris, einem erbberechtigten Bruder derselben, beantragt worden.

Dem Antrag ist stattgegeben und werden daher die genannten Wilhelm Christian Karl Franz und Johanne Louise Henriette Franz, sowie etwaige un⸗ bekannte Erben und Vermächtnißnehmer derselben öffentlich aufgerufen, in dem auf Donnerstag, den 22. Mai 1891, Vormittags 10 Uhr, hiermit anberaumten Termine vor dem unterzeichneten Herzog⸗ lichen Amtsgericht zu erscheinen und ihre Rechte wahrzunehmen, widrigenfalls durch das am Schluß des Termins auf Antrag zu ertheilende Ausschluß⸗ urtheil die genannten Wilhelm Christian Karl Franz und Johanne Louise Henriette Franz werden für todt erklärt werden, ferner die Nachlaßregulirung und Ausantwortung der Erbschaft beziehentlich des Ver⸗ mächtnisses, sowie die Ertheilung eines Erblegitima⸗ tionsattestes an die bekannten legitimirten Erben beziehentlich Vermächtnißnehmer ohne Rücksicht auf Diejenigen, welche sich nicht melden, erfolgen wird.

Jeßnitz, den 24. Oktober 1890. 1.“

Herzogl. Anhalt. Amtsgericht. ) Magyländer.

l416841 Aufgebot.

Auf Antrag des Nachlaßpflegers Gärtners August Klinke zu Ullersdorf bei Liebenthal, werden die un⸗ bekannten Rechtsnachfolger des am 3. Mai 1890 daselbst todt aufgefundenen Inwohners und Arbeiters Joseph Lange von dort, der nach den stattgehabten Ermittelungen vermuthlich identisch ist, mit dem am 16. November 1817 zu Hennersdorf bei Liebenthal von der unverehelichten Rosina Schol; daselbst ge⸗ borenen Johann Franz Aloys Scholz und den Namen Lange nach seinem natürlichen Vater, dem Häusler Anton Lange zu Schmottseiffen, geführt hat, hier⸗ durch aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine, am 27. Oktober 1891, Vormittags 10 Uhr, im Gerichtsgebäude hier, Zimmer Nr. 7, ihre An⸗ sprüche und Rechte auf den etwa 500 Mark be⸗ tragenden Nachlaß bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls der Nachlaß dem landes⸗ herrlichen Fiskus zugesprochen werden wird.

Greiffenberg i./Schl., den 23 Oktober 1890

Königliches Amtsgericht.

(. b

[41683]1 Aufgebot.

Auf Antrag des Nachlaßpflegers, Gärtners Jo⸗ hann Seeliger zu Langwasser, werden die unbekann⸗ ten Rechtsnachfolger der am 5. November 1888 zu Langwasser verstorbenen verwittweten Häusler Jo⸗ hanne Häckel, geb. Schmidt, von dort, hierdurch aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am 27. Oktober 1891, Vormittags 10 ¼ Uhr, im Gerichtsgebäude hier, Zimmer Nr. 7, ihre An⸗ sprüche und Rechte auf den etwa 100 betragenden Nachlaß bei dem unterzeichneten Gerichte anzu⸗ melden, widrigenfalls der Nachlaß dem landesherr⸗ lichen Fiskus zugesprochen werden wird.

Greiffenberg i. Schl., den 23. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht.

[41690] Auf Antrag des Rechtsanwalt Dr. Stern, Pflegers der Erben:

1) Maria Philippine Münch, geb. Morgenthaler, geboren im Jahre 1800, zuletzt zu Esselborn wohnhaft,

2) Johann Jakob Morgenthaler, geboren im Jahre 1805, zuletzt zu Alzei wohnhaft, beide von Morschheim bei Kirchheimbolanden

sind dieselben, welche nach Amerika ausgewandert, deren Aufenthalt seit mehr als 5 Jahren unbekannt und seit deren Geburt mehr als 70 Jahre ver⸗ flossen sind, gemäß Verfügung dieses Gerichts vom 27. Februar d. Js. öffentlich aufgefordert worden, binnen 6 Monaten sich zur Empfangnahme des ihnen aus dem Nachlaß ihrer Schwester, der am 1. Mai 1864 verstorbenen Justine Römisch, geb. Morgen⸗ thaler, Ehefrau des Liniensoldaten, früheren Zeug⸗ machers Franz Römisch, zu Frankfurt a. M., durch Dekret vom 26. August 1864 zugewiesenen und seit⸗ her vormundschaftlich verwalteten Erbtheils binnen 6 Monaten an der Gerichtsstelle zu melden, da sie sich ungeachtet bis zum Ablauf von 6 Monaten vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung, dem 27. März d. Js. an nicht gemeldet haben, werden nunmehr diese beiden Eingangs genannten Erben gemäß dem in der Aufforderung vom 27. Februar d. Js. ange⸗ drohten Rechtsnachtheil als auf den Nachlaß ihrer Schwester der Justine Römisch, geb. Morgenthaler, verzichtend angesehen. 1.“

Frankfurt a. M., den 24. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht. I1 3S.

[41506] Bekanntmachung.

Das Verfahren, betreffend das Aufgebot der Nach⸗ laßgläubiger und Vermächtnißnehmer des hierselbst am 19. Januar 1889 verstorbenen Bankdirektors Dr. Johann Nepomuk von Dantsek⸗Dayka, ist durch das am 7. Oktober 1890 verkündete Urtheil beendet.

Berlin, den 22. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 48.

[41688 Im Namen des Herzogs!

Auf den Antrag der Wittwe Friederike Deißner, geb. Schroeter, von Cöthen, erkennt das Herzogliche Amtsgericht zu Dessau durch den unterzeichneten ;. ““ Gast,

ür Recht: Der Rentenbrief der ehemaligen Anhaltischen

Landrentenbank zu Cöthen Litt. B. Nr. 10 648 über

300 1 wird für kraftlos erklärt. Von Rechts Wegen.

Dessau, den 21. Oktober 1890. Herzogliches Anhaltisches Amtsgericht. gez. Gast. h““ Ausgefertigt: Dessau, den 21. Oktober 1890. Der Gerichtsschreiber des Herzoglichen Amtsgericht. (L. S.) Schumann, Sekretär.

[41689) Im Namen des Herzogs!

Auf den Antrag des Landeshauptkassen⸗Kassirers a. D. Leopold Beckmann von Dessau erkennt das Herzog⸗ liche Amtsgericht zu Dessau durch den unterzeichneten Richter, Amtsgerichtsrath Gast, für Recht:

Die Einlagebücher der Kreissparkasse zu Dessau Nr. 27 650 über 150 ℳ, Nr. 18 628 über 102 44 ₰, Nr. 18 877 über 7 90 werden für kraftlos erklärt. Von Rechts Wegen!

Dessau, den 21. Oktober 1890.

Herzoglich Anhaltisches Amtsgerich . (gez) Gast. Ausgefertigt:

Dessau, den 21. Oktober 1890.

Der Gerichtsschreiber des Herzoglichen Amtsgerichts:

(L. S.) Schumann, Sekretär.

[41692] Bekanntmachung. Ausschlußurtheil vom 13. Oktober 1890

n 1) die von dem Notar Max Hembd zu Lands⸗ berg a. W. notariell beglaubigte Cessions⸗ urkunde vom 16. Januar 1888, betreffend die Abtretung der in Abtheilung III. Nr 3 des Grundstücks Dechsel Blatt Nr. 19 einge⸗ tragenen 4500 Kaufgeld seitens der Wittwe Steinigke, Anna Louise, geborenen Zunke zu Eulam an den Bauergutsbesitzer Martin Zunke zu Eulam, der von dem Bankhause C. W. Qutllitz zu Landsberg a. W ausgestellte Depotschein vom 20. August 1889, betreffend die Deponirung einer Summe von 4700 seitens des Bauer⸗ M gutsbesitzers Martin Zunke zu Eulam, für kraftlos erklärt worden. Landsberg a. W., den 20. Oktober 1890. Kdönigliches Amtsgericht.

[41794] Durch das am 20. Oktober 1890 verkündete Aus⸗ schlußurtheil des unterzeichneten Gerichts ist das Hypotheken⸗Instrument vom 28. Juni 1889 über die für die verwittwete Grubenbesitzer Ernestine Schön, geb. Ritter, früher zu Beuthen O. S., jetzt zu Berlin, Kommandantenstraße Nr. 40, auf dem Grundstücke Nr. 82 Deutsch⸗Piekar Abtheilung III. Nr. 8 aus der Urkunde vom 26. Juni 1889 einge⸗ tragene, durch privatschriftliche Cession vom 28. Okto⸗ ber 1889 an den Dr. med. Kaliski zu Rosenberg abgetretene, mit 4 % verzinsliche Kaufgelderforderung von 15 000 zwecks Neubildung für kraftlos er⸗ klärt worden. Beuthen O. S., den 27. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht.

8

1416851 Bekanntmachung.

Der Hypothekenbrief vom 13. Februar 1877 über 420 Darlehnsforderung, eingetragen für den Lehrer Gustav Krügler und umgeschrieben auf Leopold Förster auf dem Grundbuchblatt Nr. 70 Pürschkau Abtheilung III. Nr. 18, ist durch Aus⸗ schlußurtheil vom 15. Oktober 1890 für kraftlos erklärt. 8

Glogau, den 24. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht.

[416877 Im Namen des Königs!

Verkündet am 14. Oktober 1890.

Reitz, Referendar, als Gerichtsschreiber.

In der Aufgebotssache der Armenfondsverwaltung der Gemeinde Elte erkennt das Königliche Amts⸗ gericht zu Rheine unterm 14. Oktober 1890 dahin für Recht:

Die über folgende Hypothekenposten:

I. a zehn Thaler aus dem notariellen Dokumente vom 21. Februar 1674 gegen 20 Stüber jährlicher Zinsen und vierteljährliche Loskündigung zu gleichem Rechte mit der folgenden Post von 16 Thalern,

b. sechszehn Thaler aus dem notariellen Doku⸗ mente vom 16. April 1788 gegen 4 Prozent Zinsen und halbjaͤhrige Loskündigung zu gleichem Rechte mit der vorstehenden Post von 10 Thalern,

II. a. sechszehn Thaler aus der notariellen Obli⸗ gation von 1749 gegen halbjährliche Zinsen ad 32 Stüber oder 19 Groschen und halbjährige Los⸗ kündigung, G

b. fünfundzwanzig Thaler aus der notariellen Obligation vom 24. Juli 1837 gegen 4 Prozent Zinsen und halbjährige Loskündigung,

ad I eingetragen im Grundbuch von Rheine rechts der Ems Band IX Blatt 118 Abtheilung III. Nr. 4 und 5,

ad IIl eingetragen im Grundbuch von Rheine rechts der Ems Band 67 Blatt 2 Abtheilung III Nr. 2 und 9,

gebildeten Urkunden werden Zwecks Neubildung derselben für kraftlos erklärt.

Die Kosten des Verfahrens werden der Antrag⸗ stellerin zur Last gelegt.

Von Rechts Wegen.

[4168s6) Im Namen des Königs!

Verkündet am 17. Oktobver 1890. Referendar Schreiber, als Gerichtsschreiber. In Sachen, betreffend das Aufgebot des zu

Niewodnik belegenen Wiesengrundstücks „an der Proskaubache“ Kartenblatt 4 Nr. 18/14 hat das Königliche Amtsgericht zu Löwen durch den Amts⸗ richter Scheuermann für Recht erkannt:

Alle unbekannten Eigenthums⸗Prätendenten und alle unbekannten dinglich Berechtigten werden mit ihren Rechten und Ansprüchen auf das zu Niewodnik belegene Wiesengrundstück „an der Proskaubache“ Kartenblatt 4 Nr. 18/14 ausgeschlossen

Die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden den Antragstellern auferlegt.

Von Rechts Wegen.

Scheuermann. 8

[417002 Oeffentliche Zustellung. Die Arbeiterfrau Clara Flechter alias Fechter alias Fechner, geb. Kapelle, in Strelno, vertreten

durch den Rechtsanwalt Triebel hier, klagt gegen

ihren Ehemann Daniel Samuel Flechter, unbe⸗ kannten Aufenthalts, wegen Ehescheidung, mit dem Antrage: das Band der Ehe zwischen den Parteien zu trennen und den Beklagten für den allein schuldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur münd⸗ lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Königs⸗ berg i. Pr., Theaterplatz Nr. 3/4, Zimmer Nr. 49, auf den 24. Februar 1891, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge⸗ richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. . Königsberg i. Pr., den 23. Oktober 1890. Hensel, Kanzlei⸗Rath, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

412575 Oeffentliche Zustellung mit Ladung.

In Sachen a. der Krämer'’schen Kunstmühle zu Landshut und b. des Mehlhändlers Johann Braun zu Erlangen, Klagspartei, gegen den Bäcker Kaspar Bößnicker von Schwanfeld, zuletzt dahier, Beklagten, wegen Forderung, hat Rechtsanwalt Dietz als kläge⸗ rischer Vertreter in den von ihm am 24. Oktober I. J. an das Kgl. Landgericht Bamberg, Kammer für Handelssachen, eingereichten Antrag beantragt:

Es wolle erkannt werden:

I. Beklagter ist schuldig:

a. an die Krämer'sche Kunstmühle in Landshut 728 50 ₰, siebenhundert acht und zwanzig Mark fünfzig Pfennig, sammt 6 %, sechs Prozent Zinsen hieraus seit 11. Juni curr,

b. an den Mehlhändler Johann Braun von Er⸗ langen 554 ℳ, fünfhundert vier und fünfzig Mark, sammt 6 %;, sechs Prozent Zinsen hieraus seit 27. August curr, für gelieferte Waaren zu bezahlen.

II. Derselbe hat die sämmtlichen Streitskosten zu tragen beziehungsweise zu ersetzen.

III. Das Urtheil wird gegen richterlich festzusetzende Sicherheit für vorläufig vollstreckbar erklärt.

Bei dem unbekannten Aufenthalte des Beklagten Kaspar Bösnicker wurde mit Verfügnng des Herrn Vorsitzenden der Kammer für Handelssachen vom 25. Oktober I. J. die öffentliche Zustellung der beiden eingereichten Klagen vom 17. September und 30. September 1890 und die Ladung des Beklagten angeordnet und zur Verhandlung der Sache Termin auf Donnerstag, den 29. Januar 1891, Vor⸗ mittags 9 Uhr, beim K. Landgerichte dahier, Civilsitzungssaal Nr. 76/1I. anberaumt, wozu der Beklagte mit der Aufforderung geladen wird, bis dahin einen beim K. Landgerichte dahier zugelassenen Rechtsanwalt zu seiner Vertretung zu bestellen.

Bamberg, den 27. Oktober 1890. 3 Gerichtsschreiberei des Kgl. Landgerichts Bamberg.

7. 8) Der K. Ober⸗Sekretär:

Schwemmer. v“ [41791] „Oeffentliche Zustellung.

Die Wittwe Alphons Cuny, geborene Gremel, Tuchhändlerin zu Dieuze, eigenen Namens sowie als Hauptvormünderin ihrer drei minderjährigen, bei ihr domizilirten Kinder aus ihrer Ehe mit Alphons Cuny, Namens 1) August, 2) Eugen, 3) Lucie Cuny.

Klägerin, vertreten durch Geschäftsagent Zimmer⸗ mann zu Dieuze, klagt gegen

1) die Wittwe Gabriel Vincent, Rosalie Mathis, au Kerprich wohnend, eigenen Namens der Gütergemeinschaft wegen, wie auch als Mutter

und Vormünderin ihrer 3 minderjährigen Kinder Josef, Ernestine und Maria Vincent, bei ihr domizilirt, Leo Vincent, Salinenarbeiter zu Kerprich, Paul Vincent, 4) Felix Vincent, diese beiden ohne bekannten Wohn⸗ und Aufenthaltsort, Elisabeth Vincent, großjährig, gewerblos, in Leh I wegen agarenlieferungen aus den Jahren 1881, 1882 und 1883, mit dem Antrage 8 2 lung der Beklagten zur Zahlung einer Restsumme von 98,68 ℳ, und ladet die Beklagten zur münd⸗ lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Kaiserliche Amtsgericht zu Dieuze auf den 18. De⸗ denber 1 Sen . 9 Uhr. Zum Zwecke er öffentlichen Zustellung wird dieser Au Klage bekannt gemacht 8 8n Schumacher, Gerichtsschreiber des Amtsgerichts.

[41699] Oeffentliche Zustellung.

Der Freiherr Fritz ö 8 eeeh I Vettweiß, Rechtsanwalt Beaucamp zu Aachen, klagt gegen den Joseph Fuchs, Fruchthändler, früher v. Vertweißt jetzt ohne bekannten Aufenthaltsort, wegen käufli geliefert erhaltener Gerste, mit dem Antrage „Königliches Landgericht wolle den Beklagten kosten⸗ fällig verurtheilen, an Kläger 1600 (sechszehn⸗ hundert Mark) nebst 5 % Zinsen seit dem 27. Sep⸗ tember cr. zu bezahlen und das zu erlassende Urtheil eventl. gegen Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreck⸗ bar erklären“, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die II. Civ kammer des Königlichen Landgerichts zu Aachen auf den 30. Januar 1891, Vormittags 9 Uhr mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Bayer, Assistent, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[41679] Oeffentliche Zustellung. 8

In dem gerichtlichen Theilungsverfahren, betreffend die Gütergemeinschaft der in Harzweiler verlebten Eheleute Philipp Brunette und Therese Keltz wird 8 Johann Baptist Brunette, ohne bekannten Wohn⸗ und Aufenthaltsort, zur Erklärung über die am 16. Oktober 1890 entworfenen Verkaufsbedingungen hiermit vorgeladen, am Dienstag, den 9. De 8 zember 1890, Nachmittags 2 Uhr, in de Amtsstube des Notars Julius Levy zu Saar⸗ burg i. L. zu erscheinen mit der Verwarnung, da gegen den Ausbleibenden angenommen wird, er se mit den aufgestellten Bedingungen einverstanden, und daß diese ungeachtet seines Ausbleibens für ihn bindend sein werden.

Saarburg i. L., den 27. Oktober 1890.

Der Amtsgerichts⸗Sekretär: Feldmann.