3 tellung zu 10 t für Kohlen und Koks Wö“ Eeee. und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 14. d. M. rechtzeitig gestellt 10 906,
itig ge 2 Wagen. eeee 8— wonden am 13. d. M. rechtzeitig gestellt 4545, nicht rechtzeitig gestellt 10 Wagen.
Dortmund, 15. November. (W. T. B.) In der heutigen
tmunder Union“ wurden der Generalversammlung der ⸗„Hon sowie die Entlastung der Direktion
die Bilanz, ntla Verwaltungeberich and Df. ausscheidengen Mitglieder des Auffichs⸗ raths wurden einstimmig wiedergewählt. Anwesend waren 18 Aktionäre, Unter dem Vorsitz
welche 20 847 Aktien vertraten. ber. (W. T. B.) Hamburg, 1a:n von b (Berlin) fand gestern
des Geheimen 1b 3 stuirung der „Kaiser Wilhelms⸗Land⸗Plan⸗ Sfegest hie Senseucfr⸗stat. Zweck der Gesellschaft ist, im Schutz⸗ elneie der Reu⸗Guineag⸗Compagnie in der Südsee hauptsächlich akao⸗ und Kaffee⸗Plantagen einzurichten. Das Gefellschafts⸗ apital beträgt 500 000 ℳ, welches in 1000 Antheilen zu 500 ℳ den soll. en 29 14. November. (W. T. B.) 12r Water Taylor 7 ⅛, 30r Water Tavlor 9 ⅜, 20r Water Leigh 8 ½, 30r Water Clayton 9, 321 Brooke 9, 40r Mayoll 9 ⅜, 40er Medio Wilkinson 10 ½, 32r Warpcops Lees 8 ½, 361 Warpscops Rowland †, 40r e Weston 9 ⅞, 60r Double Courante Qualität 12 ⅜ 32-. 116 vds 16 * 18 grey Printers aus 321/46r 176. Ruhig. Glatgom, 18 November. (W. T. B.) Die Vorräthe von Roheisen imn den Stores sich auf 617 316 Tons 71 667 Tans im vorigen Jahre. 1 . geger-- 2n der im Bentiebe befindlichen Hochöfen beträgt 6 9 14. Nodember. (W. T. B.) Anläßlich des Seitens ank von Frankreich der Bank von England geleisteten ses von 75 Millionen 8n⸗ 18 v bemnehf 8 renas, zaktion sei geeignet, in Frankrei e höchste Genugthuung — Die Bank von Frankreich habe im Hinblick auf die Solidarität der Märkte durch diese Operation ihren eigenen Kassen⸗ bestand sowie den Frankreichs geschützt. York, 14. November. (W. T. B.) Baumwollen⸗ icht. Zufuhren in allen Unionshäfen 281 000 Ballen, Ansfuhr nach Großbritannien 105 000 Ballen, Ausfuhr nach dem Kontinent 104 000 Ballen, Vorrath 641 000 Ballen. — 14. November. (W. T. B.) Hier sowie im Westen er⸗ folgten auf dem Weizen markt starke Realisationen in Folge mangelnden Vertrauens und einer großen 181 von Verkaufsordres. Das Fallen des Preises führte große Ausfuhrangebote herbei.
Verkehrs⸗Anstalten.
Hamburg, 14. November. (W. T. B.) Der Postdampfer „Allemannia“ der Hamburg⸗Amerikanischen Packet⸗ fahrt⸗Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, heute in St. Thomas, und der Schnelldampfer „Columbia“ derselben Gesellschaft, von New⸗York kommend, heute Nachmittag auf der Elbe eingetroffen. 8
— 15. November. (W. T. B.) Der Postdampfer „Moravia“ der Hamburg⸗Amerikanischen Packetfahrt⸗Aktien⸗ gesellschaft hat, von New⸗York kommend, gestern Abend Lizard passirt.
London, 14. November. (W. T. B.) Der Castle⸗Dampfer „Hawarden⸗Castle“ ist heute auf der Heimreise in Capetown angekommen und der Union⸗Dampfer „Spartan“ auf der Ausreise von Southampton abgegangen.
Calais, 14. November. Das norwegische Schiff „Camilla“ sollte, wie „W. T. B.“ meldet, gestern nach Aus⸗ besserung der erlittenen Beschädigungen nach seinem Bestimmungsort „Margate“ neee g, . Der zweite Schiffsoffizier ver⸗ weigerte jedoch die Einschiffung, weil das Schiff angeblich see⸗ umfüchtig sein sollte. Auf telegraphischen Befehl des skandinavischen General⸗Konsuls wird die „Camilla“, nachdem die Seetüchtigkeit festgestellt, mit dem betreffenden Offizier, welcher an Bord verhaftet wurde und erst auf hoher See freigelassen werden wird, heute in
Theater und Musik.
Königliche Theater.
Zu der für Montag auf Allerhöchsten Befehl angesetzten Fest⸗ vorstellung des „Oberon“ im Opernhause findet, wie schon ge⸗ meldet, ein Billetverkauf nicht statt. Am Dienstag geht nach längerer Unterbrechung Verdi's Oper „Ein Maskenball' mit den Damen Hiedler, Staudigl und Herzog, sowie den Hrrn. Rothmühl, Bulß, Krolop und Stammer von Neuem in Scene. Am Donnerstag findet „Thétre paré“ auf Allerhöchsten Befehl statt. Zur Aufführung gelangt „Das Nachtlager von Granada“ und das Ballet „Coppelia“. — Im Schauspielhause gelangt am Dienstag „Egmont“ mit Frl. Lindner als Klärchen zur Wiederholung. Am Donnerstag geht das Schauspiel „Wilhelm Tell“, das am 4. Juli 1804 seine erste Darstellung erlebte, zum 200. Mal in Scene. Der Sonnabend bringt als Neuheit das Lustspiel „Der Marquis von Robillard“ von Heinrich Münden. “
Spielplan der Oper für die Zeit vom 16.—22. November.
ntag: „Carmen“. Montag: Auf Allerhöchsten Befehl: Festvorstellung: „Oberon“. Dienstag: „Ein Maskenball“. Mitt⸗ woch: „Lohengrin“. Donnerstag: Auf Allerhöchsten Befehl: Théätre par6. „Das Nachtlager in Granada“. „Coppelia“. Ferttan. „Oberon“. Sonnabend: 3. „Sinfonie der Königlichen
elle“.
Für das Schauspiel: Sonntag: „Der Sturm“ Montag: „Die QOvuitzow's“. Dienstag: „Egmont“. Mittwoch: „Die Räuber“. Donnerstag: Zum 200. Mal: „Wilhelm Tell“. Freitag: Die Braut von Messina“. Sonnabend: Zum 1. Male: „Der Marquis von
Robillard“. 8. Deutsches Theater. *½ Morgen wird das fünfaktige Trauerspiel „Hand und Herz“ von Ludwig Anzengruber zum ersten Male wiederholt; Montag wird „Die Haubenlerche“ gegeben. Das weitere Wochen⸗Repertoire ist folgendermaßen festgestellt: Dienstag, 18. „Hand und Herz“, Mitt⸗ woch, 19. „Das verlorene Paradies“, Donnerstag, 20. „Hand und 2 Freitag, 21. „Das Wintermärchen“, Sonnabend, 22. „Die
aubenlerche“, Sonntag, 23. „Hand und Herz“.
Berliner Theater.
Der Wochenspielvlan vom 17.—23. d. M. bringt am Montag: „Maria Stuart“, am Dienstag: „König Lear“, am Mittwoch: „Die Journalisten“ und am Donnerstag „Kean“. Für die zwölfte Abonne⸗ ments⸗Vorstellung am Freitag ist „Kabale und Liebe“ bestimmt. Am Sonnabend geht „Schweigegeld“, Schauspiel in vier Akten von A. Moszkowski und R. Nathanson, sum ersten Mal in Scene. Die .“] ringt „Hamlet“ und beginnt um
1.
1 Lessing⸗Theater.
Das Repertoire bringt Montag „Die Ehre“ (mit Adolf Klein als Graf Trast), während an allen übrigen Tagen der Woche das Drama „Sodoms Ende“ wiederholt wird, das fortwährend seine Zug⸗ kraft vor ausverkauften Häusern bewährt.
„Wallner⸗Theater.
„Morgen findet die letzte Sonntagsaufführung des immer noch beifällig aufgenommenen e. Schwanks „Pension Schöller“ statt; 88 sten Sonntag wird, wie schon gemeldet, ein Stück ernsterer Natur i Scene gehen, und zu diesem Zweck das Charakterbild „'s Nullerl“
vorbereitet. 1 ictoria⸗Theater. In Folge der Nachricht, daß „Die Million“ nur noch bis zum 20. d. M. gegeben werden soll, hat das Theater einen derartigen Be⸗
suchszuwachs aufzuweisen, daß sich die Direktion theils hierdurch, theils durch zahlreiche Wünsche von hier wie von außerhalb wahr⸗ scheinlich veranlaßt sehen wird, die Erstaufführung der angekün⸗ digten Feerie um acht Tage, also auf den 27. d. M. zu verschieben. Friedrich⸗Wilhelmstädtisches Theater.
Sir Arthur Sullivan in London hat in einem für die Direktion des Friedrich⸗Wilhelmstädtischen Theaters sehr schmeichelhaften Schreiben seinem Dank für die große Sorgfalt Ausdruck gegeben, mit welcher hier seine Operette „Der Königsgardist“ in Scene gegangen ist, um den erreichten Erfolg zu erzielen. Der Beifall, den die Novität allabendlich findet, ist ebenso groß wie der des prächtig aus⸗ gestatteten Ballets „Sonne und Erde“.
Residenz⸗Theater.
Von dem Schwank „Familie Moulinard“ wird morgen die letzte Sonntagsvorstellung stattfinden. Da nämlich die Aufführungen durch den Todten⸗Sonntag eine Unterbrechung ohnehin erleiden müßten, hat Direktor Lautenburg sich entschlossen, die schon lange mit größter Sorg⸗ falt vorbereitete Novität von Alphonse Daudet, „Der Kampf ums Dasein“ (Deutsch von Eugen Zabel), bereits Sonnabend, den 22. d. M., zum ersten Male zur Aufführung zu bringen.
Thomas⸗Theater.
Der große Erfolg, den der Schwank „Epidemisch“ bei seiner Wiederaufführung erzielt hat, veranlaßt die Direktion zu einer Repertoire⸗Aenderung dahin, daß zunächst heute dieses Stück nochmals aufgeführt wird, morgen, Sonntag, der „Wetterfrosch“ und am Montag zum dritten Male: „Epidemisch“ in Scene geht.
Sing⸗Akademie. 3
Der Klaviervirtuos Hr. Emil Sauer, dessen ausgezeichnete künstlerische Leistungen uns leider nur zu selten dargeboten werden, gab gestern ein Concert mit dem Philharmonischen Orchester, für welches eine Anzahl wenig gehörter Werke ausgewählt war. Das immer noch lebensfähige H-moll-Concert von Hummel, eins der schwierigsten Klavierconcerte, eröffnete den Abend. Der erste Satz erinnert an die Größe des Beethoven'schen Stils, auch macht der durch das wundervolle Horn⸗Quartett eingeführte Andantesatz eine prächtige Wirkung. Hr. Sauer spielte das Werk mit der an ihm stets gerühmten genialen und schwungvollen Art des Vortrags und mit musterhafter Beherrschung aller technischen Schwierigkeiten. Stürmischer Beifall folgte nach Beendigung dieser Komposition. Mit gleich bewunderns⸗ werther Virtuosität trug der Künstler das herrliche F-moll-Concert von A. Henselt vor, nachdem zwei kleine Klaviersoli, ein Andante mit Variationen von Haydn und ein nachgelassenes Werk Beethoven’s („Die Wuth über den verlorenen Groschen*), vorausgegangen waren. Den wundervollen Andantesatz des Henselt'’schen Concerts mit seinen groß⸗ artigen Oktavengängen, sowie den im Stil eines Capriccios gehal⸗ tenen letzten Satz, der eine ungewöhnliche Kraft des Spielers be⸗ ansprucht, hatte derselbe kaum vollendet, als er sich auch nach kurzer Pause wieder zum Vortrag der in technischer Hinsicht beisviellos schweren Concert⸗Paraphrase von Liszt zur Tannhäuser⸗Ouverture von Wagner anschickte. Da nach diesen wahrhaft phänomenalen Leistungen endloser Applaus erschallte, so fügte Hr. Sauer noch die Transskription Liszt's über Mendelssohn's Lied: „Auf Flügeln des Gesanges“ hinzu. Das Orchester begleitete die Klavierconcerte mit lobenswerthester Präzision.
Concerthaus. 3
In dem morgigen Concert gelangen Werke von Weber. Lißzt, Beethoven, Waldteufel, Nicolai, Meyerbeer, Schumann, Hartmann und Soli für Violine (Hr. Concertmeister Wolff), Cornet à Piston (Hr. Richter), Harfe (Frl. Lemböck) u. s. w. zur Aufführung.
Jagd. 8
Auf der gestrigen Hofjagd in der Kolbitz⸗Letzlinger Heide (erster Jagdtag) wurden in zwei Lapptreiben von Sr. Majestät dem Kaiser und König 21 Schaufler und 8 Stück Damwild, von der übrigen Jagdgesellschaft 37 Schaufler und 148 Stück Damwild erlegt. v
Mannigfaltiges.
Für den Bau der Kaiser Wilhelm⸗Gedächtnißkirche in Charlottenburg ist, dem Vernehmen der „Voss. Z.“ nach, der Entwurf des Bauraths Schwechten von Sr. Majestät dem Kaiser zur Ausführung bestimmt worden.
In der Bildergalerie des Königlichen Schlofses haben in den letzten Tagen 4 neue Bilder Aufnahme gefunden und zwar die Bilder des Kaiserpaares, das Bild, welches die einzige Parade vor dem Hochseligen Kaiser Friedrich in Charlottenburg dar⸗ stellt, und das Bild der Kämpfe in Kamerun.
Die Domgemeinde plant den Neubau eines Dom⸗ hospitals. Das Terrain des bisherigen Hospitals in der Georgen⸗ straße, gegenüber dem Bahnhof Friedrichstraße, ist unter ganz be⸗ sonders günstigen Bedingungen an eine Hotelgesellschaft abgetreten. Der Neubau des Domhospitals, für den die Baupläne schon fertig. gestellt sind, wird seinen Platz auf dem Terrain des alten Kirchhofs der Domgemeinde in der Elisabethstraße erhalten.
Ein großer Kynologen⸗Tag ist, wie die „N. Pr. Ztg.“ hört, für den Dezember d. J. in Berlin Seitens verschiedener kynologischer Vereine und Klubs in Aussicht genommen. Der Ge⸗ danke hierzu ist von einem Verein in Stuttgart ausgegangen und hat in Deutschland allseitigen Anklang gefunden, sodaß das Zustande⸗ kommen als gesichert zu betrachten ist.
Wie die Modellsammlung von Post⸗Neubauten, so hat sich im Post⸗Museum auch die Modellsammlung von Wasser⸗ fahrzeugen, welche zur Beförderung der Post dienen, sehr ver⸗ mehrt. Das Museum gebietet, der „Nat⸗Ztg.“ zufolge, zur Zeit über eine stattliche Flottille aus aller Herren Länder, welche nicht nur dem Publikum, sondern auch dem Schiffsbautechniker manches Bemerkens⸗ werthe bietet. Von der Handelsbarke bis zum stolzen Ozean⸗ dampfer, der im Stande ist, 1200 Passagiere aufzunehmen, sind Mo⸗ delle vorhanden. Recht stattlich nimmt sich das Modell eines im Jahre 1850 erbauten Lübecker Vollschiffs aus, eines stolzen Dreimasters, dessen gesammte Ausrüstung aufs Genaueste wiedergegeben ist. Dicht daneben bemerkt man das im Maßstab 1:15 gearbeitete Modell des im Jahre 1887 aus den Beiträgen der Reichs⸗Post⸗ und Telegraphen⸗ beamten erbauten Rettungsbootes „Reichspost“ in Langeoog⸗Wert⸗ land. Das Modell eines Segelschlittens giebt eine Darstellung von dem postalischen Verkehr während der Winterszeit zwischen Barth und Zingst. Ein anderes Modell giebt eine ostfriesische Folle wieder, deren sich die Postbeamten zum Verkehr mit den Inseln bedienen. Den Barken, Segel⸗ und Ruderbooten schließen sich die Dampfer an. Einer der ältesten Post⸗ dampfer, die „Königin Elisabeth“, aus dem Jahre 1840 wird in einer großen Aquarelle vorgeführt. Von Schnelldampfern war damals noch nicht die Rede. Diese wurden erst dargestellt durch die aus⸗ gezeichnet gearbeiteten Modelle des im Jahre 1881 erbauten, für 1150 Passagiere bestimmten Postdampfers „Elbe“ des Norddeutschen Lloyd und des im Jahre 1888 erbauten Doppelschrauben⸗Schnell⸗ dampfers „Augusta Victoria“ der Hamburg⸗Amerikanischen Packet⸗ fahrt⸗Aktiengesellschaft. Jedes dieser Modelle ist über zwei Meter lang und im Maßstabe 1: 50 gehalten. Ihnen schließt sich das große Modell des Postdampfers „Marie Woermann“ der Afrikanischen Dampfschiffahrts⸗Aktiengesellschaft „Woermann⸗ Linie“ an. Sehr zierlich nimmt sich das im Pe 1:100 ge⸗ arbeitete Modell des niederländischen Postdampfers „Prinz Alexander“ aus. Weiter sind die Modelle der beiden Post⸗Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ und „König Christian“ des Deutsch⸗Nordischen Lloyd zu Rostock, sowie das Halbmodell des im Jahre 1870 erbauten Post⸗ dampfers „Rostock“, der bis 1885 auf der Linie Rostock —Nykjöbing
und dann auf der Linie Kuxhaven — Helgoland fuhr, hervorzuheben.
*
Zu diese Reichthum europäischer Fahrzeuge gesellen sich größere Sammlungen von Modellen ostindischer Segel⸗ und Ruderboote, wie sie im britisch⸗ostindischen Postdienst gebräuchlich sind, ferner solche von Fahrzeugen aus Siam, China, Japan, Neu⸗ Guinea und von den Salomons⸗Inseln. Gegen siebzig größere und kleinere Modelle mag diese Sammlung außereuropäischer Fahrzeuge umfassen. Allein ein Dutzend gut ausgeführter Modelle chinesischer Dschunken sind vorhanden. Die jüngste Bereicherung besteht in zwei schmalen, mit ausgegründeter Schnitzerei geschmückten Kanoes von den Salomons⸗Inseln. Diese bilden ein Geschenk des Geheimen Ober⸗ Postraths Kraetke. Im Ganzen besitzt das Post⸗Museum eine Modell⸗ Flottille von etwa hundert Fahrzeugen.
Seit dem 12. d. M. finden jetzt jeden Mittwoch, wie die „Voss. Ztg.“ meldet, Abends von 7 bis 8 Uhr, in der Königlichen Charité⸗ kirche die üblichen Abendgottesdienste statt. Der Eingang ist Hauptportal Unterbaumstraße 7.
Die im vergangenen Sommer⸗Semester neueingerichtete, unter Leitung des Prof. Dr. Julius Wolff stehende Königliche Univer⸗ sitäts⸗Poliklinik für orthopädische Chirurgie (Markt⸗ hallenstraße D, nahe der Weidendammer Brücke), ist, wie die „N. A. Z.“ berichtet, nach Ablauf der Ferien wieder an jedem Wochen⸗ tage, Nachmittags von 2 bis 3 Uhr, zur unentgeltlichen Be⸗ handlung von Verkrümmungen und Mißbildungen geöffnet.
Das Rauchen in den Eisenbahnwagen erster Klasse war bisher nur dann gestattet, wenn sämmtliche Mitreisende damit einverstanden waren. Zur Vermeidung der daraus entstandenen Un⸗ zuträglichkeiten sind, wie der „Berl. Aktionär“ meldet, nunmehr folgende ministerielle Bestimmungen erlassen worden: 1) Befinden sich in einem Zuge zwei Coupés erster Klasse, so ist je eins für Raucher und für Nichtraucher zu bestimmen. 2) Sind in einem Zuge mehr als zwei Coupés erster Klasse vorhanden, so ist nicht mehr als der dritte Theil der vorhandenen Couxés als Rauchcoupés, die übrigen Coupés als Nichtrauchcoupés zu bezeichnen, soweit nicht auch die Einrichtung von Damencoupés in Frage kommt. 3) In den Nichtraucheoupés und in den Damencoupés erster Klasse ist, wie in den betreffenden Coupés der übrigen Klassen, das Rauchen auch mit Zustimmung der Mit⸗ reisenden nicht gestattet. Bei den Kurswagen, welche nur ein Coupé erster Klasse führen, bleibt das bisherige Verfahren bestehen.
Zehlendorf. Acht Kirchenglocken im Gewicht von 135 Centnern wurden, wie die „N. P. Ztg.“ meldet, am Mittwoch Abend in der Gustav Collier'schen Glockengießerei hierselbst in einem Guß hergestellt. Die größte, 22 Centner schwer, kommt nach der Insel Rügen für die alte Kirche der Gemeinde Zingst; ihre frühere Glocke, aus dem Jahre 1765 stammend, war unbrauchbar geworden, und ihr Metall wurde zum Guß der neuen Glocke mit verwendet. Ein zweistimmiges Geläut wurde für die Kirche in Friedrichswalde bei Angermünde gegossen, und einzelne Glocken kommen nach Telschow in der Priignitz, nach Rügnitz bei Bernau, nach Dablow in Mecklenburg, nach Lichtenau in Westfalen und nach Heegermühle bei Eberswalde. Diese Glocke hat der Fabrikbesitzer Marggraf, der vor Kurzem das hundertfünf⸗ undzwanzigjährige Bestehen seiner Wolfswinkeler Papierfabrik feierte, der neuerbauten Kirche des meist von seinen Arbeitern bewohnten Dorfes Heegermühle gestiftet. Dem interessanten Guß, der vorzüglich gelang, wohnten mehrere Dozenten der Technischen Hochschule und Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft in Berlin bei.
Helgoland, 10. November. Der Kaiserliche Kommissar hat folgende Bekanntmachung erlassen: In dem sogenannten Kranken⸗ hause auf der hiesigen Sandinsel sind auf Kosten des Insel⸗ gemeinwesens einige Lebensmittel (Hartbrod, Salzfleisch, Hülfen⸗
früchte, Kaffee und dergl., sowie Kerzen, Streichhölzer, Feuerungs⸗ mittel, Eß⸗ und Kochgeschirr niedergelegt worden, welche dazu bestimmt
sind, dortselbst befindliche Dünenarbeiter oder Schiffbrüchige vor Noth zu schützen, wenn zwischen Helgoland und der Sandinsel wegen un⸗ günstiger Witterung ein Verkehr nicht stattfinden kann.
ich zugleich darauf hin, daß Derjenige, welcher sich außer dem Falle
eines Nothstandes jene Gegenstände ganz oder zum Theil aneignet, wegen Diebstahls eine Gefängnißstrafe bis zu 5 Jahren und die Ab:
erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte zu gewärtigen hat.
Wien. Laut Bekanntmachung des Kaiserlichen und Königlichen Hafen⸗Admiralats in Pola ging im Kanal von Fasana während der Uebungen ein Torpedo von 35 em, Eigenthum der Kaiserlichen und Königlichen Kriegsmarine, in Verlust. Dem Finder wird Seitens der Kriegsmarine ein Finderlohn von 100—200 Fl., je nach der Brauchbarkeit des Torpedos, zugesichert.
Paris. Der Munizipalrath von Paris hat, laut Meldung des „W. T. B.“, eine Summe von 5000 Fr. als Beitrag zur Er⸗ richtung eines Denkmals für Garibaldi beyvilligt.
Catania. Der in Paris verstorbene Fürst von Valsavoia hat, wie das „D. Tabl.“ mittheilt, seiner Vaterstadt Catania drei Millionen Lire zu gemeinnützigen Zwecken hinterlassen.
Brüssel. Am 9. November starb in Brüssel, der „Voss. Z.“ zufolge, 63 Jahre alt, unerwartet an einer Lungenentzündung der durch seine zahlreichen kühnen Luftfahrten bekannte Luftschiffer Eugdne Godard der Aeltere. Im Jahre 1870 bei der Belagerung von Paris richtete er zusammen mit Nadar den Luftschifferdienst ein.
New⸗York., 13. November. Das „R. B.“ meldet: Auf der Oregon and California⸗Eisenbahn stürzte heute unweit Salem, gerade als ein Zug darüber fuhr, eine Brücke ein. Die Lokomotive und die Wagen fielen die Tiefe hinab und wurden zer⸗ trümmert. 4 Personen büßten auf der Stelle ihr Leben ein. Unter ihnen befanden sich der Lokomotivführer und der Heizer. Der Zug hatte ungefähr 100 Fahrgäste und fast alle wurden mehr oder “ .“] Wahrscheinlich hat das Unglück im Ganzen 10 Opfer gefordert.
New⸗York, 13. November. In der Universitätsstadt Ann Arbor in Michigan kam es, der „A. C.“ zufolge, zwischen einer Compagnie Miliz und den Studenten, welche ihnen höhnend 1000 Mann stark folgten, zu einer blutigen Schlägerei. Die Milizen schlugen mit ihren Gewehren drein, während die Studenten jede Waffe benutzten, die sie finden konnten. Auf beiden Seiten gab es eine Menge Verwundete. Ein Student ist seinen Verletzungen erlegen.
Kabul. Kürzlich wurde der Gouverneur von Chaplior, in der Provinz Jellalabad, Mirza Abdul Samad Khan, wegen Ermordung Mirza Abdul Shakur Khans, bürgerlichen Munsiffs von Jellalabad, hingerichtet. Die Hinrichtung geschah in der Weise, daß der Verurtheilte vor eine Kanone gebunden wurde. Der Vollstreckung des Todesurtheils am 7. Oktober wohnte die gesammte Garnison von Kabul bei. Der Mord war am 15. Sep⸗ tember verübt worden, nach dem Abendgebet in der Moschee des Dorfes Khusbgumbat. Mirza Abdul Samad ließ an dem Abend seinem Opfer durch einen seiner Diener einen Dolchstoß in den Magen versetzen. Am folgenden Tage aber ließ er viele Dorfbewohner ver⸗ haften, auf die Beschuldigung, den Mord begangen zu haben. Die anderen Bewohner des Ortes aber theilten dem Emir den wirklichen Sachverhalt brieflich mit, welcher darauf den schuldigen Gouverneur auf die oben angegebene Weise hinrichten ließ.
Indem ich diese Einrichtung dem Schutz aller Wohldenkenden empfehle, weise
4 zum Vorschein gekommenen Z
Berlin, Sonnabend, den 15. November
Privilegium wegen Ausfertigung auf den Inhaber lautender
Anleihescheine der Stadt Landsberg a. d. Warthe im Betrage von 666 000 ℳ
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen ꝛc.
Nachdem die städtischen Behörden der Stadt Landsberg a./W. beschlossen haben, die zur Tilgung älterer Anleihen, zur Erbauung eines Waisenhauses und eines öffentlichen Schlachthauses, sowie zum Ankauf von Grundstücken Behufs Neuanlegung und Verbreiterung von Straßen erforderlichen Mittel im Wege einer Anleihe zu beschaffen, wollen Wir auf den Antrag der Stadtvertretung,
zu diesem Zwecke auf jeden Inhaber lautende, mit Zinsscheinen versehene, Seitens der Gläubiger unkündbare Anleihescheine im Betrage von 666 000 ℳ ausstellen zu dürfen, da sich hiergegen weder im Interesse der Gläubiger noch der Schuldnerin etwas zu erinnern gefunden hat, in Gemäßheit des §. 2 des Gesetzes vom 17. Juni 1833 zur Ausstellung von Anleihescheinen im Betrage von 666 000 ℳ, in Buchstaben: Sechshundert sechs und sechszig Tausend Mark, welche in folgenden Abschnitten: 8 620 Stück zu 200 ℳ = 124 000 ℳ, 590 Stück zu 500 ℳ = 295 000 ℳ, 247 Stück zu 1000 ℳ = 247 000 ℳ 8 zusammen 666 000 , nach dem anliegenden Muster auszufertigen, mit jährlich drei einhalb Prozent zu verzinsen und nach dem festgestellien Tilgungsplan mittelst Verloosung jährlich, vom 1. April 1892 ab, mit wenigstens 1 ½ (Einem und einem Halben) vom Hundert des Kapitals unter Zu⸗ wachs der Zinsen von den getilgten Anleihescheinen zu tilgen sind, E“ Privilegium Unsere landesherrliche Genehmigung ertheilen.
Die Ertheilung erfolgt mit der rechtlichen Wirkung, daß ein jeder Inhaber dieser Anleihescheine die daraus hervorgegangenen Rechte geltend zu machen befugt ist, ohne zu dem Nachweise der Uebertragung des Eigenthums verpflichtet zu sein. 3
Durch vorstehendes Privilegium, welches Wir vorbehaltlich der Rechte Dritter ertheilen, wird für die Befriedigung der Inhaber der Anleihescheine eine Gewährleistung Seitens des Staats nicht über⸗ nommen. 8
Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Insiegel.
Gegeben Blankenburg, den 25. Oktober 1890. (L S.) Wilhelm R. Herrfurth. Miquel.
inz Brandenburg. Regierungsbezirk Frankfurta. O.
Anleiheschein 8
der Stadtgemeinde Landsberg a. W. Mr. ..sber 2
Reichswährung. Ausgefertigt in Gemäßheit des landesherrlichen Privilegiums vom 25. Oktober 1890. (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Frank⸗ furt a. O. vom .. ten 1890 Nr. . . Seite ... und
Gesetz⸗Sammlung für 1890 Seite .. )
Auf Grund der von dem Bezirksausschusse zu Frankfurt a. O. genehmigten Beschlüsse der städtischen Kollegien der Stadt Lands⸗ berg a. W. wegen Aufnahme einer Schuld von 666 000 ℳ bekennt sich der Magistrat, Namens der Stadtgemeinde Landsberg a. W., durch diese, für jeden Inhaber gültige, Seitens des Gläubigers unkündbare Verschreibung zu einer Darlehnsschuld von . . . Mark, welche an die Stadtgemeinde baar gezahlt worden und mit 3 ½ vom Hundert jährlich zu verzinsen ist 1
Die Rückzahlung der ganzen Schuld von 666 000 ℳ erfolgt nach Maßgabe des genehmigten Tilgungsplans mittelst Verloosung der Anleihescheine in den Jahren von 1892 bis spätestens 1926 ein⸗ schließlich aus einem Tilgungsstock, welcher mit wenigstens 1 ½ Prozent des Kapitals jährlich unter Zurechnung der Zinsen von den getilgten Anleihescheinen gebildet wird.
Die Ausloosung geschieht im Monat September jeden Jahres. Der Stadtgemeinde bleibt jedoch das Recht vorbehalten, den Tilgungs⸗ stock zu verstärken oder auch sämmtliche noch im Umlauf befindlichen Anleihescheine auf einmal zu kündigen.
Die durch die verstärkte Tilgung ersparten Zinsen wachsen ebenfalls dem Tilgungsstocke zu. 1
Die ausgeloosten sowie die gekündigten Anleihescheine werden unter Bezeichnung ihrer Nummern und Beträge sowie des Termins, an welchem die Rückzahlung erfolgen soll, öffentlich bekannt gemacht. Diese Bekanntmachung erfolgt sechs, drei, zwei und einen Monat vor dem Zahlungstermin in dem Deutschen Neichs⸗ Zn⸗ Preußischen Staats⸗Anzeiger, sowie in der Neumärkischen
eitung.
Geht eines dieser Blätter ein, so wird an dessen Statt von dem Magistrat der Stadt Landsberg a. W., mit Genehmigung des b11“ zu Frankfurt a. O., ein anderes Blatt estimmt.
Bis zu dem Tage, wo solchergestalt das Kapital zu entri ist, wird es in halbjährlichen Terminen, am 1. April und 1. Ueichten von heute ab gerechnet, mit 3 ½ vom Hundert jährlich verzinst. 6
Die Auszahlung der Zinsen und des Kapitals erfolgt gegen bloße Rückgabe der fällig gewordenen Zinsscheine, beziehungsweise dieses Anleihescheins bei der Kämmerei⸗Kasse zu Landsberg a. W. und 8 eaat in der nach dem Eintritt des Fälligkeitstermins fol⸗ genden Zeit.
Mit dem zur Empfangnahme des Kapitals eingereichten Ankeihe⸗ scheine sind auch die dazu gehörigen Zinsscheine der späteren Fälligkeits⸗ termine zurückzureichen. Für die fehlenden Zinsscheine wird der Se dgert Kepltanagseccmar; lche innerhalb
ie gekündigten Kapitalbeträge, welche innerhalb dreißig Jahren dem Rückzahlungstermine nicht erhoben werden, sowie 86 8ö Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in welchem sie fällig geworden, nicht erhobenen Zinsen verjähren zu Gunsten der Stadt⸗ gemeinde. 3
Das Aufgebot und die Kraftloserklärung verlorener oder ver⸗ nichteter Anleihescheine erfolgt nach Vorschrit der §§. 838 ff. der Civilprozeßordnung für das Deutsche Reich vom 30. Januar 1877 ö“ Se. 89 6g ehtgene teancec §. 20 des Aus⸗ ührungsgesetzes zur Deutschen Civilprozeßordnung vo lse Gei. Bam nlung Seit 23100 ,n n 8. dom 28. Mäͤsg
insscheine können weder aufgeboten, noch für kraftlo ä werden. Doch soll Demjenigen, welcher den Verlust von pesgferflärt vor Ablauf der Fkersahe hh Verjährungsfrist bei dem Magistrat an⸗ meldet und den stattgehabten Besitz der Zinsscheine durch Vorzeigung des Anleihescheins, oder sonst in glaubhafter Weise darthut, nach Ablauf der Verjährungsfrist der 2 der angemeldeten und bis dahin nicht 1g; nsscheine gegen Quittung ausgezahlt
Mit diesem Anleihescheine sind halbjährige Zinsschei 1. April 1900 ausgegeben, die ferneren Bnsschen 1. ai 9
jzährige Zeiträume ausgegeben werden. 8 6
vFAcvIN eTvEINA
insscheinen erfolgt bei der
iner neuen Reibe von b b blieferung der, der älteren
Kämmereikasse zu Landsberg ga. W. gegen
Leinrei igedruckten Anweisung. 1 Zinsschetarrihe he cedehes Anweisung erfolgt die Ausreichung der
neuen Zinsscheinreihe an den Inhaber des Anleihescheines, sofern dessen Vorzeigung rechtzeitig geschehen ist.
Zur Sicherung der hierdurch eingegangenen Verpflichtungen haftet die Stadtgemeinde Landsberg a. W. mit ihrem Vermögen und mit ie haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unterschrift und unter Beidrüͤckung des 1“ ertheilt.
2 8 W., den . „ en 8 .
Landsberg a Dir hacsten⸗ E“ üas
k : Die Anleihescheine sind mit der Unterschrift des Macihenals Dirigehien und eines anderen Mitglieds des Magistrats
zu versehen. “
inz Brandenburg. RegierungsberirkFrankfurta,/O. F Zinsschein .. hhs b “ em Anleihescheine der Stadtgemeinde Landsberg a/W. Nr... 8 88 Mark zu 3 ½ % Zinsen über .... Mäaärk. Pf. Der Inaber dieses Zinsscheines empfängt gegen dessen Rückgabe in der Zeit vom ab die Zinsen des vorgenannten Anleihe⸗ scheines für das Halbjahr vom . ten bis .. ten mit. .. Mark Pf. bei der Kämmereikasse Landsberg a./ W., den .. ten 1 13 (Siegel.) Der Magistrat. 5 (Faksimile der Unterschrift des (Eigenhändige Magistrats Dirigenten und eines Namensunterschrift des anderen Magistrats⸗Mitgliedes.) Kontrolbeamten. Dieser Zinsschein ist ungültig, wenn dessen Geldbetrag nicht inner⸗ halb vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres der Fälligkeit er⸗
hoben wird.
Provinz Brandenburg. Regierungsbezirk Frankfurta,/O. 8 Anweisung 6 zu dem Anleihescheine der Stadt Landsberg a./W. “ qqqMark. 1“ Der Inhaber dieser Anweisung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem obigen Anleihescheine die . te Reihe Zinsscheine für die zehn Jahre bis... bei der Kämmereikasse zu Lands⸗ berg a./ W., sofern nicht rechtzeitig von dem als solchen sich aus⸗ weisenden Inhaber des Anleihescheines dagegen Widerspruch erhoben
wird. Landsberg a./W., den .. 8
Der Magistrat.
(Faksimile der Unterschrift des Magistrats⸗Dirigenten und eines 8 anderen Magistrats⸗Migliedes.) Kontrolbeamten. 85 Anmerkung: Die Anweisung ist zum Unterschiede auf der ganzen
(Eigenhändige Unterschrift des
Blattbreite unter den beiden letzten Zinsscheinen mit davon ab⸗ weichenden Lettern in nachstehender Art abzudrucken:
.. . ter Zinsschein. V .. .ter Zinsschein.
Anweisung.
Personalveränderungen.
Königlich Preußische Armee.
Offiziere, Portepee⸗Fähnriche ꝛc. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im aktiven Heere. Neues Palais, 6. November. Galley, Zeug⸗Pr. Lt. vom Art. Depot in Darmstadt, Propp, Zeug⸗Pr. Lt. vom Art. Depot in Swinemünde, zu Zeug⸗Hauptleuten, Geitmann, Zeug⸗Lt. vom Art. Depot in Hannover, Glantz, Zeug⸗Lt. von der Pulbverfabrik in Spandau, zu Zeug⸗Pr. Lts, Krämer, Zeug⸗Feldwebel von der Art. Werkstatt in 2. i. E., Burkhardt, Zeug⸗Feldwebel von der 4. Art. Depot⸗Insp., Jaschke, Schulz, Zeug⸗Feldw. von der Art. Werkstatt in Danzig, Koltermann, Zeug⸗Feldw. vom Art. Depot in Berlin, zu Zeug⸗Lts. befördert.
Neues Palais, 11. November. v. Ziethen, Major vom Leib⸗Garde⸗Hus. Regt., unter Entbindung von dem Kommando als Adjutant bei dem General⸗Kommando des IX. Armee⸗Corps, dem Regiment aggregirt. v. d. Marwitz, Rittm. und Escadr. Chef vom Braunschweig. Hus. Regt. Nr. 17, als Adjutant zum General⸗ Kommando des IX. Armee⸗Corps kommandirt. Graf v. Pfeil, Rittm. à la suite des Ulan. Regts. Prinz August von Württemberg (Posen) Nr. 10, unter Enthindung von dem Kommando als Adjut. bei der 17. Kav. Brig., als Escadr. Chef in das Braunschweig. Hus. Regt. Nr. 17 versetzt. Frhr. v. Oberländer, Pr. Lt. vom. 2. Rhein. Hus. Regt. Nr. 9, als Adjut. zur 17. Kav. Brig. kommandirt. Prinz von Ardeck, Pr. Lt. vom 2. Leib⸗Hus. Regt. Kaiserin Nr. 2, in das 2. Rhein. Hus. Regt. Nr. 9, von Windheim, Pr. Lt. vom Drag. Regt. König Friedrich III. (2. Schles.) Nr. 8, in das 2. Leib⸗ Hus. Regt. Kaiserin Nr. 2, — versetzt. Graf von Westarp, Sec. Lt. vom 1. Thüring. Inf. Regt. Nr. 31, vom 1. Dezember d Js. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung bei der “ kom⸗ mandirt. von Beringe, Port. Fähnr. vom Großherzogl. Mecklen⸗ burg. Jäger⸗Bat. Nr. 14, in das Inf. Regt. Nr. 99 versetzt.
Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. Neues Palais, 6. November. Jaeckel, Zeug⸗Hauptm. vom Art. Depot in Posen, mit Pension nebst Aussicht auf Anstellung im Civildienst und feiner bisherigen Uniform der Abschied bewilligt.
Neues Pakais, 11. November. Beidokgat, pensionirter Ober⸗Wachtm, bisher von der Gend. Brig. in Elsaß Lothringen, der Charakter als Sec. Lt. verliehen.
Im Sanitäts⸗Corps. Neues Palais, 30. Oktober. Dr. Chrzesciüski, Assist. Arzt 1. Kl. der Res. vom Landw. Bezirk Schneidemühl, der Abschied ertheilt.
Beamte der Militär⸗Verwaltung.
Durch Verfügung des Kriegs⸗Ministeriums. 1. November. Becker, remuneratorisch beschäftigter Topograpb, als etatsmäßiger Topograph bei der Landes⸗Aufnahme angestellt. 1“
Königlich Bayerische Armer.
Offiziere, Portepee⸗Fähnriche ꝛc. Ernennungen, Beförderungen und Verseßungen. Im aktiven Heere. 4. November. Knott, Major und Bats. Commandeur vom 13. Inf. Regt. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, in gleicher Eigenschaft zum 10. Inf. Regt. Prinz Ludwig versetzt,
5. November. Heimberger, Zahlmstr. des 2. Prain⸗Bat s., zum Pr. Lt. mit einem Patent vom 12. September 1887 und zum
zweiten Train⸗Depotoffizier beim Traindepot II. Armee ⸗Corps unt.
chen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeiger.
1890.
*
6. November. Heinze, Pr. Lt. des 6. Chev. Regts. Groß⸗ fürst Konstantin Nikolajewitsch, unter Beförderung zum Rittm. * Patent, zum Escadr. Chef in diesem Regt. ernannt.
Durch Verfügung des Kriegs⸗Ministeriums. Martini, Pr. Lt. des 2. Inf. Regts. Kronprinz, Pfluegl, Pr. Lt. des 19. Inf. Regts., Eder, Pr. Lt. des 1. Jäger⸗Bats., Frhr. v. Pod ewils, Pr. Lt, des 5. Chev. Regts. Erzherzog Albrecht von Oesterreich, zum Generalstab zur Dienstleistung kommandirt. 8
Durch Verfügung der Inspektion der Fuß⸗Artillerie. Lim⸗ brunner, Zeug⸗Lt. vom Art. Depot Würzburg, zum Art. Depot Germersheim versetzt. Ploß, Zeug⸗Lt beim Art. Depot Würzburg eingetheilt. b
Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. 25. Ok⸗ kober. Schmitt, Major und Abtheilungs⸗Commandeur im 5. Feld⸗
Art. Regt., Schallhammer, Hauptm. und Comp. Chef im 1. Inf. Regt. König, diesem unter Verleihung des Charakters als Major, — mit Pension und mit der Erlaubniß zum Tragen der Uniform der Abschied bewilligt.
4. November. Biôéchy, Major und Bats. Commandeur im
10. Inf. Regt. Prinz Ludwig, unter Charakteris. als Oberst⸗Lt. und
ꝛunter Verleihung der Aussicht auf Anstellung im Civildienst, Haller,
Major des 10. Inf. Regts. Prinz Ludwig, Lintl, Hauptm. und Comp. Chef im 16. Inf. Regt. vakant König Alfons von Spanien, diesem unter Verleihung des Charakters als Major, — sämmtlich mit der Erlaubniß zum Tragen der Uniform, Preßl, Sec. Lt. des 1. Pion. Bats., — mit Pension der Abschied bewilligt. Ritter v. Welsch, Hauptm. a. D., in die Kategorie der zur Disp. stehenden Offiziere eingereiht. Gack, Port. Fähnr. des 7. Inf. Regts. Prinz Leopold, zur Res. beurlaubt.
5,. November. Holl, Rittm. und zweiter Train⸗Depot⸗Offizier beim Train⸗Depot II. Armee⸗Corps, mit Pension und mit der Er⸗ laubniß zum Tragen der Uniform, unter Verleihung der Aussicht auf Anstellung im Civildienst, der Abschied bewilligt.
6. November. Lienhardt, Rittm. und Escadr. Chef im 6. Chev. Regt. Großfürst Konstantin Nikolajewitsch, unter Verleihung des Charakters als Major, mit Pension und mit der Erlaubniß zum Tragen der Uniform der Abschied bewilligt.
Fu Sanitäts⸗Corps. Durch Verfügung des Kriegs⸗ Ministeriums. Wöscher, Unterarzt der Res., in den Friedensstand des 5. Feld⸗Art. Regts. versfetzt und mit Wahrnehmung einer vakanten Assist. Arztstelle beauftragt. “
Beamte der Militär⸗Verwaltung.
25. Oktober. Heiß, Stabsveterinär vom Remontedepot Schwaiganger, in den erbetenen Ruhestand getreten.
30. Oktober. Mayer, Buchhalter von der Zahlungsstelle I. Armee⸗Corps, in den erbetenen Ruhestand getreten.
2. Nopember. Jungkunst, Sekretär von der Intendantur II. Armee⸗Corps, zu jener I. Armee⸗Corps versetzt. Voges, Sekre⸗ tariats⸗Afsist, von der Intend. der 2. Div., zum Sekretär bei der Intend. II. Armee⸗Corps bekördert. Heubel, Zahlmstr. und Intend. Sekretariats⸗Aspir. des 1. Jäger⸗Bats., zum Sekretariats⸗Assist. bei der Intend. der 2. Div. ernannt.
7. November. Lüst, Pr. Lt, a. D., Schüler, Sec. Lt. a. Sns Kasernen⸗Inspektoren bei der Garn. Verwaltung München ernannt.
Durch Brish. des Kriegs⸗Ministeriums. van Bömmel, Unter⸗Veterinär der eserbe, zum Unter⸗Veterinär des aktiven Dienst⸗ standes im 2. Feld⸗Art. Regt. Horn ernannt und mit Wahrnehmung einer vakanten Veterinärstelle beauftragt.
XIII. (Königlich Württembergisches) Armee⸗Covrvs.
Im Sanitäts⸗Corps. 10. No vember. Die Unterärzte: Klopfer der Res. vom Landw. Bezirk Heilbronn, Dr. Thal⸗ messinger der Res. vom hnas⸗ Bezirk Ulm, Dr. Mantz der Res. vom Landw. Bezirk Ehingen, Dr. Neudörffer im 8. Jnf. Regt. Nr. 126, Dr. Jetter der Rese, vom Landw. Bezirk Hall, — zu Assist. Aerzten 2. Kl. ernannt. Dr. v. Marchtaler, Stabsarzt der Landw. 1. Aufgebots vom Landw. Bezirk Heilbronn, der Abschied bewilligt.
Beamte der Militär⸗Verwaltung.
3. November. Findeisen, Ober⸗Roßarzt, kommandirt zum Stabe des Generalkommandos, zum Corps Roßarzt, Schäfer, Ober⸗Feuerwerker, zum Proviantamts⸗Assist., ernannt.
10. November. Die Unter⸗Apotheker der Res.: Stenger vom Landw. Bezirk Mergentheim, Cggenfels vom Landw. Bezirk Ehingen, Rau vom Landw. Bezirk Ludwigsburg, zu Ober⸗Apothekern der Res. ernannt. 8
Durch Verfügung des Kriegs⸗Ministeriums. 3. November. Schäfer, Proviantamts⸗Assist.,, dem Proviantamt Ludwigsburg zu⸗ SetUReil 18“ 8
Land⸗ und Forstwirthschaft.
Königlich preußisches Landes⸗Oekonomie⸗Kollegium.
In der gestrigen Sitzung wurde die Spezialdebatte über „das Gesetz, betreffend den Unterstützungswohnsitz⸗ fortgesetzt.
Der Kommissionsantrag sub 1 war bereits am Tage vorher genehmigt; dasselbe geschah betreffs des Passus sub 2, wobei beschlossen wurde, eine etwaige redaktionelle Aenderung einer unter Vorsitz des Unter⸗Staatssekretärs, Wirklichen Geheimen Raths Dr. von Marcard zu bildenden Redaktionskommission anheimzugeben. — Eine sehr lange, lebhafte Debatte veranlaßte der Passus sub 3: „Unternehmungen, welche eine größere Anzahl von Arheitern ständig beschäftigen, haben an die Armenverwaltungen des Wohnorts der Arbeiter ein Präzipuum zu zahlen. Bei größeren öffentlichen Unter. nehmungen (z. B. Kanal⸗, Festungs⸗, Bahnhofsbauten) haben Staat oder Reich denjenigen Gemeinden, welche durch die Anhäufung von Arbeitern in Gefahr kommen, eine größere außerordentliche Armenlast eegc müssen, pro Kopf der Arbeiter einen Sicherungsfonds zu eisten. “ Rittergutsbesitzer Freiherr von Erffa (Wernburg in Sachsen): Er beantrage, den Passus 3 zu streichen. Er halte das, was in dem Passus enthalten sei, nicht für ausführbar; ein Präzipuu erachte er auch in Form einer Kaution nicht für praktisch. 1 sic OC16A6 Glatzel (Berlin) äußert ich in ähnlichtm Sinne. . 1
Geheimer Ober⸗Regierungs⸗Rath Dr. Thiel (Berlin), Ritter.⸗ gutsbesitzer von Below (Saieske) und Freiherr von Hövel (Herbeck in Westsalen) bemerkten übereinstimmend: Es handle sich hier nicht um die Fassung eines Gesetzesparagraphen, sondern um das Aussprechen Saßß Heipe n. erst erfaßt sei, dann werde sich eine richtig
assung schon finden lassen.
9⸗ von Arnim (Schlagenthin):; Er sei anch der Meinung, daß die vorliegende 8 ung nicht glücklich gewählt sei; allein jedenfalls sei es erforderlich, ein Prinzip in der beantragten Weise auszusprechen. In seiner Heimath komme es vielfach vor, daß Arbeiter auf einige Zeit auswärts arbeiten und alsdann krank wiederkehren. In solchen Fällen würden die Gemeinden, in die die Arbeiter immer wieder zurückkehren, ganz außerordentlich belastet. Er empfehle deshalb die See des Passus 3.
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