1890 / 286 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 27 Nov 1890 18:00:01 GMT) scan diff

Aufgebotstermine, am 30. Januar 1891, Vor⸗ ittags 8 ¾ Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht

3 den. lle nicht erfolgender Anmeldung In Fele wnmesallichen Widerstruche⸗

und d tels für die Antragstellerin allein erfolgen.

24. November 1890. Heghe den agliches Amtsgericht

Aufgebot. 1e im Jahre 1998 oder 1873 nach Amerika

itz Lange, unehelichen Sohn der S aus Meißendorff. später verehelichten Doge in Hannover, in am 20. April 1880 vor hiesigem Fhatglschen Amtsgerichte ein its⸗ d bestellt. ’3 bei seiner Auswanderung etwa 31 Jahre alt war ein Geburtsschein des⸗ felben hat nicht herbeigeschafft werden können hat im Jahre 1875 zum 6f Fet an seine Ange⸗ 8 „York geschrieben. hocghen 1 bei2 fehlt jede Nachricht von dem⸗ selben. 8 f Ant Buchbinders Adolf Doge hier, b hes des Bruders des Verschollenen, wird der genannte Fritz Lange hierdurch aufgefor⸗

dert, in dem auf Mittwoch, den 25. November

1891, Vormittags 11 Uhr, Zimmer 88, an Hencissäle anberaumten Aufgebotstermine sich zu melden, widrigenfalls derselbe für todt erklärt werden wird. unover, den 14. November 1890. Königliches Amtsgericht. VD. Rudorff.

[47293] 8 Auf den begründeten Antrag des Kaufmanns Riepenhusen in Osten wird der im Jahre 1856 oder 1857 von Osten nach St. Thomas, Westindien, ausgewanderte und seitdem verschollene Sohn des Zimmermanns inrich Christoffer Riepenhusen und dessen Ehefrau Anna Sophie, geb. Kroencke (Kroenke), in Osten, Schiffer Barthold Riepenhusen, geb. am 23. August 1839, aufgefordert in dem auf Sonnabend, den 12. Dezember 1891, Vor⸗ mittags 10 Uhr, anberaumten Termine sich zu wmelden, widrigenfalls er für todt erklärt und sein Vermögen den nächsten bekannten Erben und Nach⸗ folgern überwiesen werden soll. . Zugleich werden alle Personen, welche über das Fortleben des Verschollenen Kunde geben können, aufgefordert, solche spätestens in dem obigen Ter⸗ mine mitzutheilen. . —8 Alle Diejenigen, welche im Falle der demnächstigen Fodeserklärung Erb⸗ und Nachfolgeansprüche machen pollen, werden aufgefordert, solche Ansprüche in jenem Termine anzumelden, widrigenfalls bei der Ueberweisung des Vermögens des Verschollenen auf sie keine Rücksicht genommen werden wiidd. Osten, den 13. November 1890. Königliches Amtsgericht. I.

47273 Aufgebot. 8 . Auf . Antrag des Stationsvorstehers Wilhelm August Sannes in Halle a./S., vertreten durch die Rechtsanwälte Justizrath Schlieckmann und Dr. Keil in Halle a./S. wird der am 19. November 1840 zu Seelze geborene Hermann Gerhard Eduard Sannes, zuletzt aufhaltsam in Seelze und von da angeblich im Herbst 1866 nach Amerika ausgewandert, hiermit aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 7. Ja⸗ nuar 1892, Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Gerichtsgebäude Zimmer Nr. 94 anberaumten Termine zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt, sein Vermögen aber den nächsten bekannten Erben oder Rechtsnachfolgern überwiesen werden wird. Zugleich werden alle Personen, welche über das Fortleben des p. Sannes Kunde geben können, zu deren Mittheilung und für den Fall der dem⸗ nächstigen Todeserklärung etwaige Erb⸗ und Nach⸗ folge⸗Berechtigte zur Anmeldung ihrer Ansprüche unter der Verwarnung aufgefordert, daß bei der Ueberweisung des Vermögens des Verschollenen auf sie keine Rücksicht genommen werden soll. Hannover, den 18. November 1890. Königliches Amtsgericht. Abtheilung V E.

[47292] Aufgebot.

Nachdem der Maurer Karl Herrmann Ecke zu Ober Linda als Vormund des Korbmachers Carl Herrmann Scholz, welcher Letzterer, früher zu Mittel⸗Linda wohnhaft, seine Heimat im Jahre 1870 verlassen hat und seitdem verschollen ist, das Auf⸗ gebot desselben Zwecks Todeserklärung beantragt hat, wird der genannte Carl Herrmann Scholz hiermit aufgefordert, sich spätestens in dem Termine den 25. September 1891, Vormittags 10 Uhr, schriftlich oder persönlich bei dem unterzeichneten Ge⸗ richt zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen wird.

Marklissa, den 19. November 1890. Königliches Amtsgericht. 28 Schmidt. [47278] Aufgebot behufs Todeserklärung. Es werden aufgefordert:

1) Helmke, Johann, Schifferknecht, geboren am 10. September 1839 in Königreich als Sohn des Häuerlings Jacob Helmke und dessen Ehefrau Mar⸗ garetha, geb. Meyer, der am 6. Januar 1857 auf einem Blankeneser Schooner von Hamburg in See gegangen ist und von dessen Leben seitdem keine glaubwürdige Nachricht eingegangen ist, auf be⸗ gründeten Antrag des Arbeitsmannes Jacob Helmke zu Ostmoorende und des Arbeitsmannes Jacob Reese in Kranz a. d. Elbe,

2) Schacht, Martin Friedrich, aus Siebenhöfen (Gemeinde Hollern), geboren am 30. April 1843 in Stade als Sohn des Arbeitsmannes Peter Schacht und dessen Ehefrau Anna Catharina Adelheid, geb. Döscher, der im Sommer 1857 nach New York aus⸗ gewandert ist und von dessen Leben die letzte glaub⸗ würdige Kunde durch Schreiben vom 17. Oktober 1868 aus Sacramento eingegangen ist, auf begrün⸗ deten Antrag des Schiffers und Eigenwohners Lüer Söpoachs aus Hiebenbelin.

3) Giese, Johann, Matrose, geboren am 26. April 1845 zu Borstel als Sohn 588 Eigenwohners 8

ann Giese in Borstel und dessen Ehefrau Gesche, geb. Wettern, der im Jahre 1866 mit einem Blan⸗ keneser Schooner nach Antwerpen gefahren ist, wo⸗ selbst er von dem Schooner fortgelaufen ist, und von dessen Leben seit länger als 10 Jahren keine

glaubwürdige Nachricht eingegangen ist, der vielmehr im Februar 1868 in Galveston angeblich verstorben ist, auf begründeten Antrag des Eigenwohners Jacob Giese zu Borstel,

4) Brandt, Johann, geboren am 17. Januar 1822 zu Rübcke als Sohn des Hausmannes Johann Brandt zu Rübcke und dessen Ehefrau Catharina, geb. Knubben (Knubbe), der vor etwa 40 Jahren nach Amerika ausgewandert ist und von dessen Leben seit länger als 10 Jahren keine glaubhafte Kunde eingegangen ist, auf begründeten Antrag des Haus⸗ sohns Jacob Brandt in Rübcke, der Haustochter Anna Catharina Brandt daselbst und der Ehefrau des Hausmannes Johann Ellmers daselbst, sich spätestens in dem am 19. Dezember 1891, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte an der Gerichtsstelle anstehenden Aufgebots⸗ termine zu melden, unter dem Rechtsnachtheile, daß sie im Nichtmeldungsfalle für todt erklärt, ihr Vermögen den nächsten bekannten Erben oder Nach⸗ folgern überwiesen werden, auch (geeigneten Falles) sören eee die Wiederverheirathung gestattet ein soll.

Zugleich werden aufgefordert alle Personen, welche über das Fortleben der Verschollenen Kunde geben können, zu deren Mittheilung, und zugleich für den Fall der demnächstigen Todeserklärung etwaige Erb⸗ und Nachfolge⸗Berechtigte zur Anmeldung ihrer An⸗ sprüche unter der Verwarnung, daß bei der Ueber⸗ weisung des Vermögens der Verschollenen auf sie keine Rücksicht genommen werden soll.

York, den 28. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht. II.

[47294) SOeffentliches Aufgebot.

Der in Tönning beheimathete eiserne Schrauben⸗ dampfer Emma Unterscheidungszeichen L. R. G. F., Raumgehalt netto 501,86 britische Registertons ist am 25. Januar 1890 mit einer Ladung Kohlen für Tönning von Burntisland in See gegangen.

Der Dampfer hat seither den Bestimmungsort nicht erreicht, auch sind Nachrichten über den Ver⸗ bleib des Schiffes und der Besatzung nicht ein⸗ getroffen.

Die Besatzung des Schiffes bestand aus folgenden Personen:

dem Kapitän W. Zerrahn aus Hamburg,

dem Steuermann H. W. Ahrens aus Rostock,

dem Bootsmann Lauritz Beck aus Wornsbeck,

Kreis Hadersleben,

dem Matrosen Sen Chr. Jensen aus Iller Roi,

dem Matrosen Hermann Haase aus Memel,

dem Matrosen H. C. Jordt aus Flensburg,

dem Leichtmatrosen W. Jagau aus Hamburg,

dem Koch Chr. Jörgensen aus Schelde, Kreis Flensburg,

dem Steward H. Brandt aus Geestemünde,

dem ersten Maschinisten A. Jähncke aus Ost⸗ swine (Pommern), .

dem zweiten Maschinisten M. J. F. Spieker⸗ mann aus Stettin,

dem Heizer Joh. Peters aus Tönning,

dem .“ J. H. Auchter aus Varbitz (Han⸗

nover),

dem Heizer C. R. Wollner aus Plauen.

Alle Diejenigen, welche über den Verbleib der Emma und deren Besatzung sowie über die Art der Verunglückung des Schiffes Auskunft zu geben ver⸗ mögen, werden hierdurch aufgefordert, das, was ihnen bekannt ist, dem Königlichen Seeamt Tönning binnen sechs Wochen hierher mitzutheilen.

Fleusburg, den 24. November 1890.

Königliches Seeamt Tönning 8 Der Vorsitzende: Nissen.

[47352] Aufgebot.

Die Eigenthümer Jacob und Florentine, geb. Gaertner⸗Schwarz'schen Eheleute aus Lupushorst hatten unter dem 27. Mai 1884 ein am 14. Fe⸗ bruar 1888 publicirtes wechselseitiges Testament er⸗ richtet, Inhalts dessen das auf den Letztlebenden von ihnen vererbte gütergemeinschaftliche Vermögen nach dem Tode des Letztlebenden zur einen Hälfte an die Erben des Ehemannes, zur anderen Hälfte an die Erben der Ehefrau fallen soll.

Der Eigenthümer Jacob Schwarz ist am 14. Mai 1887, die Florentine Schwarz, geb. Gaertner, am 7. Oktober 1888, beide zu Lupushorst, verstorben.

8 6 Erben des Jacob Schwarz haben sich legi⸗ imirt:

1) die Kinder seines vor ihm verstorbenen Bruders Johann Schwarz, Arbeiters in Gr. Lesewitz, Namens:

a. Wilhelm Schwarz, Ziegeleiarbeiter in Kalthof bei Marienburg,

b. Florentine, geborene Schwarz, verehelicht mit dem Arbeiter Johann Sauer ebendaselbst,

2) sein Bruder, der Dorfsdiener Wilhelm Schwarz in Lupushorst.

Ein dritter Bruder des Jacob Schwarz, Arbeiter Michael Schwarz, ist vor etwa 10 Jahren in Ruß⸗ land in der Gegend von Jekatherinoslaw verstorben, dessen Erben sind unbekannt.

Als Erbin der Florentine Schwarz, geb. Gaertner, hat sich legitimirt deren Cousine, die Wittwe Christine Deutschendorf, geb. Klingenberg, in Sommerau, Kreis Marienburg.

Alle diejenigen, welche nähere oder gleich nahe Erbansprüche auf den Nachlaß erheben, werden auf⸗

zu melden und zu legitimiren, widrigenfalls die er⸗ gänzende Erbbescheinigung für die oben bezeichneten Erben ausgestellt werden wird. 6 Tiegenhof, den 18. November 1890. Königliches Amtsgericht [47279] Ediktalladung. Auf Antrag 1) der Georg Ludwig Rudolf Rissen Ww. Wil⸗ helmine Margarethe, geb. Kleissen, 2) der Hermann August Cabisius Ehefrau Marie Therese, geb. Kleissen,

wohnhaft zu Bremen, vertreten durch die Rechts⸗ anwälte Dr. Cohn und Dr. Romberg daselbst, als Erben des Ingenieurs und Bohrunternehmers Georg Friedrich Adolf Kleissen, wohnhaft zu Wipshausen, welche die Erbschaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten haben, werden alle Diejenigen, welche Ansprüche auf Befriedigung an die Ver⸗ lassenschaft zu haben vermeinen, mit der Rechts⸗ verwarnung zur Anmeldung aufgefordert, daß die nicht angemeldeten Ansprüche den Erben gegenüber

nur auf denjenigen Theil der Erbmasse sich be⸗

gefordert, sich spätestens bis zum 12. März 1891, 12 Uhr Mittags, bei dem unterzeichneten Gericht

schränken sollen, welcher nach Berichtigung der an⸗ gemeldeten Erbschaftsschulden und Lasten auf den Erben überkommen ist.

Die Anmeldung muß spätestens im Aufgebots⸗ termin Mittwoch, den 21. Januar 1891, 10 Uhr Vormittags, vor unterzeichnetem Gerichte geschehen.

Meinersen, den 17. November 1890.

Koönigliches Amtsgericht. [47284] .

Vom Amtsgericht Genthin wurde erkannt: Der am 26. September 1803 zu Milow geborene Alt⸗ sitzer Jobann Christian Bolle wird für todt erklärt.

Genthin, den 11. November 1890.

Königliches Amtsgericht.

[4656338 Im Namen des Königs! Verkündet am 1. November 1890. Vogel, Assistent, als Gerichtsschreiber.

In Sachen, betreffend die Aufgebote verloren ge⸗ gegangener Hypothekenurkunden, hat das Königliche Amtsgericht zu Mühlhausen i./Thr. durch den Amtsgerichts⸗Rath Köhler am 1. November 1890 für Recht erkannt:

I. Die Hypothekenurkunden

a. über das im Grundbuche von Oberdorla Band XIX. Blatt 325 in der dritten Abtheilung unter Nr. 6 für die verstorbene Ehefrau des Apo⸗ thekers Koehlau, Charlotte, geb. Bader, verwittwet gewesene Schreyer, früher in Gr. Gottern, jetzt hier eingetragene Darlehn von 200 Thlr. = 600 Mark Darlehn nebst 5 % Zinsen, jährlich den 18. Mai fälg, bestehend aus der Schuldurkunde vom 18. Mai 1855;

b. über die im Grundbuche von Görmar Band 1 Blatt 9 in der dritten Abtheilung unter Nr. 2 für die Wittwe des Mühlenbesitzers Georg Christian Koehler, Friederike Elisabeth, geb. Weymar, hier eingetragene jährliche Rente von 316 Thlr., halb⸗ jährlich am 1. Januar und am 1. Juli jeden Jahres zahlbar, bestehend aus der Urkunde vom 19. Mai 1869,

werden für kraftlos erklärt. b

II. Die Kosten werden den Antragstellern zur Last

gelegt. 34

8

[47301] Oeffentliche Zustellung.

Der Vorknecht Heinrich Schueider zu Hamm, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Pheiffer in Altenkirchen, klagt gegen seine Ehefrau, Katharina, geb. Buchner, erstverehelichten Peter Schneider von Dieperzen, jetzt unbekannt wo, angeblich in Amerika, wegen böslicher Verlassung, mit dem Antrage: das zwischen Parteien bestehende Band der Ehe zu trennen und die Beklagte für den allein schuldigen Theil zu erklären, und ladet die Beklagte zur münd⸗ lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die dritte Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Neu⸗ wied auf den 21. Februar 1891, Vor⸗ mittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu be⸗ stellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Neuwied, den 22. November 1890.

Zeyher, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[47302] Landgericht Hamburg. 1t Oeffentliche Zustellung. Die Ehefrau Catharina Elisabeth Saß, geb. Ra⸗ gotzky, zu Hamburg, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Donner hierselbst, klagt gegen ihren Chemann Fedder Conrad Saß, unbekannten Aufenthalts, wegen Ehescheidung vom Bande auf Grund böslicher Verlassung, mit dem Antrage, dem Beklagten auf⸗ zuerlegen, binnen gerichtsseitig zu bestimmender Frist die Klägerin bei sich aufzunehmen eventuell aber die Ehe vom Bande zu scheiden, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die IV. Civilkammer des Landgerichts zu Hamburg (Rath⸗ haus) auf Montag, den 23. Februar 1891, Vor⸗ mittags 9 ¾ Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Hamburg, den 20. November 1890. Ferd. Wehrs, Gerichtsschreiber des Landgerichts, Civilkammer IV.

[47296] Leutkirch. 8 8 Oeffentliche Zustellung.

In Sachen der Marie Anna Oehler und Genossen in Söflingen, vertreten durch Rechtsanwalt zum Tobel in Ulm, gegen den Bierbrauer Johann Lieb, früher in Wurzach, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen Ansprüchen aus unehelicher Schwängerung, ist auf Antrag der Kläger der Termin zur Fortsetzung der mündlichen Verhandlung auf den 30. De⸗ zember 1890, Vormittags 9 Uhr, vor dem Kgl. Amtsgericht Leutkirch anberaumt, wozu Kläger den Beklagten laden.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird Vor⸗ stehendes bekannt gemacht. 8

Den 24. November 1880.

Hartmann, Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgericht.

[47298] Oeffentliche Zustellung.

Der Bäcker Emil Friedrich in Stutlgart, ver⸗ treten durch die Rechtsanwälte Fr. Haußmann und Diefenbach in Stuttgart, klagt gegen Friedrich Seeger, Bäcker, zuletzt in Stuttgart wohnhaft, nun mit unbekanntem Aufenthalt abwesend, aus einem Hauskaufvertrag vom 16 Juni 1890, mit dem Antrage, durch ein gegen gesetzliche Sicherheit vor⸗ läufig vollstreckbares Urtheil zu erkennen: der Be⸗ klagte sei schuldig, dem Kläger 15 000 am 11. November d. J. verfallenes Angeld zu bezahlen und habe die Prozeßkosten zu tragen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechts⸗ streits vor die I. Civilkammer des Königlichen Land⸗ gerichts zu Stuttgart auf Samstag, den 31. Ja⸗ nuar 1891, Vormittags 9 Uhr, mit der Auf⸗ forderung, einen bei dem gedachten Gerichte zu⸗ gelassenen Anwalt zu bestellen. v

Stuttgart, den 24. November 1890.

Frank, Gerichtsschreiber des Königliche 88

[47300]) SOeffentliche Zustellung.

Die Handlung Gebrüder Wolff zu Breslau, ver⸗ treten durch den Rechtsanwalt Wolff zu Breslau, klagt gegen die K. K. priv. Süd⸗Norddeutsche⸗ Verbindungsbahn Reichenberg⸗Pardubitz, ver⸗ treten durch ihre Direktion zu Wien, wegen 1200 Obligationsanspruch, mit dem Antrage, die Beklagte zu verurtheilen:

I. der Klägerin gegen Aushändigung der Schuld⸗ verschreibungen Nr. 5970 und Nr. 15998 ihres im Jahre 1866 aufgenommenen Anlehens nebst dazu gehörigen Coupons und Talons je 200 Thaler = 600 zusammen 400 Thaler = 1200 nebst 6 % Zinsen seit dem 11. August cr. und 7 90 Protestkosten zu zahlen,

II. die Kosten des Rechtsstreits, einschließlich der für Anordnung und Vollziehung des Arrestbeschlusses des hiesigen Königlichen Landgerichts vom 15. August cr. IIb. Q. 23/90 entstandenen zu tragen,

III. das Urtheil gegen Sicherheitsleistung entweder in baarem Gelde oder bankfähigen Papieren ins⸗ besondere Schuldverschreibungen des Deutschen Reichs oder Preußens für vorläufig vollstreckbar zu erklären und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die II. Civil⸗ kammer des Königlichen Landgerichts zu Breslau auf den 7. April 1891, Vormittags 9 ½ Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird die zug der Klage bekannt gemacht. e“

Breslau, den 22. November 1899. 6

La x LVPW Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[46551] Ladung. Oeffeutliche Zustellung.

Der katholische Kirchenfonds zu Weilburg ver⸗ treten durch Justizrath Raht daselbst klagt gegen

1) Peter Merten von Elsoff, dermalen in Amerika unbekannt wo? abwesend, 1

2) Katharina Merten von Elsoff, dermalen in Italien unbekannt wo? abwesend,

3) die Wittwe des Joseph Schlicht Maria, geb. Hermann in Elsoff, als Leibzüchterin des Nachlasses ihres Ehemanns,

4) gegen dieselbe als Vormünderin ihrer minder⸗

jährigen Kinder Anna und Theresia Schlicht, 8 Arbeiter Wilhelm Schlicht zu Hagen West⸗ alen, 3 6) die Ehefrau des Landmanns Wilhelm Krä⸗ mer Katharina, geb. Schlicht, in Elsoff,

7) deren Ehemann Wilhelm Krämer deaselbst, von welchen die Beklagten 1 und 2 mit unbekanntem Aufenthalt abwesend sind,

wegen Forderung: 1—

a. von 38 Mk. 57 Pfennig Zinsen zu 5 % eines Darlehns von 150 Gulden oder 257 Mk. 14 Pfennig lt. gerichtlicher Hypothek vom 7. Februar 1845 für die Zeit vom 29. Dezember 1886 bis 1889 und

b. von 5 Mk. 50 Pfg. vorgelegter Gerichtskosten mit dem Antrage zu erkennen, daß

1) die Beklagten 1, 2, 3, 5 und 6 an die Klägerin:

a. 38 Mk. 57 Pfennig, b. 5 Mk. 50 Pfennig zu bezahlen haben, 8

2) fämmtliche Beklagten geschehen zu lassen, daß zur Befriedigung dieser Forderungen und der Kosten die Immobilien Nr. 4428 und 4429 des Stockbuchs von Elsoff nach Maßgabe der Bestimmungen der Nassauischen Hülfsvollstreckungs⸗Ordnung ver⸗ steigert werden,

3) dieselben auch sämmtliche Kosten zu tragen resp. zu erstatten haben, 8

4) das ergehende Urtheil für vorläufig vollstreckbar zu erklären und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht Abth. II Zimmer Nr. 13 zu Renne⸗ rod auf Dienstag, den 20. Januar 1891, Vor⸗ mittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Rennerod, den 18. November 1890.

Roemer, Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts.

[47299] Oeffentliche Zustellung. Die verwittwete Frau Ottilie Laubner, geb. von Hahn, zu Breslau, vertreten durch den Rechtsanwalt Feige zu Breslau, klagt gegen die verwittwete Frau Adrienne von Dioszegky, früher in Breslau, wegen 800 Mark Darlehnsforderung aus dem Schuldscheine vom 6. März 1882, lautend über 1300 Mark, mit dem Antrage, die Beklagte zu ver⸗ urtheilen: 1) an Klägerin 800 Mark mit 5 % Zinsen vpon 90 Mark seit 1. Januar 1884, von 360 Mark seit 1. Januar 1885 von 350 Mark seit 1. Januar 1886 zu zahlen, A 3 2) das Ürtheil gegen Sicherheitsleistung in baar oder bankfähigen Werthpapieren, insbesondere Schuldverschreibungen des Deutschen Reichs oder Preußens, für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die II. Civilkammer des König⸗ lichen Landgerichts zu Breslau auf den 7. April 1891, Vormittags 9 ½ Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Breslau, den 22. November 1890.

Lax.

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

1 [47398]

Die Ehefrau des zu Köln, Mathiasstraße 15, wohnhaften Kaufmanns Siegfried Levinsohn, Emilie, geborene Emanuel, zu Köln, Hohenzollern⸗ ring 29, Prozeßbevollmächtigter Rechtsanwalt Dr. Reuß zu Köln, klagt gegen ihren Ehemann auf Gütertrennung. Termin zur Verhandlung ist bestimmt auf den 21. Januar 1891, Vor⸗ mittags 9 Uhr, vor dem Landgerichte zu Köl II. Civilkammer.

Köln, den 22. November 1890.

Derr Gerichtsschreiber: Küppers.

Vierte Beilage Anzeiger und Königlich Preußis

Berlin, Donnerstag, den 27. November

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl. 3. Verraufe, 1I1“ Verdingungen ꝛc. 4. Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.

5. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch.

Oeffentlicher Anzeiger.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[47303] Gütertrennung.

Durch Urtbeil des Kaiserlichen Landgerichts zu Mülhausen i./Els. vom 8. November 1890 in Sachen er Leonie Siegart gegen ihren Ehemann Jakob Weiß, Beide in Alt⸗Thann wohnhaft, ist die wischen den Parteien bestehende Gütergemeinschaft für aufgelöst erklärt worden.

Mlülhausen i./ Els., den 24. November 1890. Der Landgerichts⸗Sekretär: Koeßler.

47304] Bekanntmachung. In Sachen der Anna Géant, Ehefrau des Schuh⸗ machers Martin Perrin, Beide in Gänglingen wohnhaft, Klägerin im Armenrechte, vertreten durch Rechtsanwalt Karl, gegen ihren genannten Ehemann, wurde durch Urtheil des Kaiserlichen Landgerichts zu Saargemünd vom 4. November 1890 die zwischen den Parteien bestehende Gütergemeinschaft für auf⸗ elöst erklärt, Saargemünd, den 24. November 1890. Der Obersekretär Erren, Kanzleirath.

147397]

Durch Urtheil der III. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Elber feld vom 27. Oktober 1890 ist die zwischen den Eheleuten Schwerthärter Ewald

Steffen in Solingen und der Catharina, geb. Richen, daselbst bisher bestandene eheliche Güter⸗ gemeinschaft mit Wirkung seit dem 2. August 1890 ür aufgelöst erklärt worden. Hünninger Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[47396]

Durch Urtheil der III. Civilkammer des Königl. Landgerichts zu Elberfeld vom 20. Oktober 1890 ist die zwischen den Eheleuten Kleiderhändler Carl August Schmitz in Elberfeld und der Maria Aline, geb. Wehner daselbst bisher bestandene eheliche Gütergemeinschaft mit Wirkung seit dem 10. Juli 1890 für aufgelöst erklärt worden. 3

FFuuuntngö Gerichtsschreiber des Kgl. Landgerichts.

(47402] 1

Durch Urtheil der II. Civilkammer des Königl. Landgerichts zu Elberfeld vom 28. Oktober 1890 ist die zwischen den Eheleuten Metzger Ernst Steffen zu Barmen und der Johanna, geb. Beck, daselbst bisher bestandene eheliche Gütergemeinschaft mit Wirkung seit dem 18. August 1890 für aufgelöst erklärt worden.

Hentges, Aktuar,

als Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[47395])

Durch Urtheil der II. Civilkammer des Königl. Landgerichts zu Elberfeld vom 25. Oktober 1890 ist die zwischen den Eheleuten Barbier Daniel Hens in Ronsdorf und der Alwine, geb. Henneker, in Solingen bisher bestandene eheliche Gütergemein⸗ schaft mit Wirkung seit dem 7. August 1890 für aufgelöst erklärt worden. 1

Hentges, Aktuar, als Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[47403]

Durch Urtheil der II. Civilkammer des Kgl. Land⸗ gerichts zu Elberfeld vom 28 Oktober 1890 ist die zwischen den Eheleuten Kaufmann August Flas⸗ dieck in Barmen und der Pauline, geb. Plücker, daselbst, bisher bestandene eheliche Gütergemeinschaft mit Wirkung seit dem 23. Juli 1890 für aufgelöst

erklärt worden. Hentges, Aktuar, als Gerichtsschreiber des Kgl. Landgerichts.

[47401]

Durch Urtheil der II. Civilkammer des Königl. Landgerichts zu Elberfeld vom 28. Oktober 1890 ist die zwischen den Eheleuten Kaufmann Peter Ferdinand Giebeler zu Ronsdorf und der Amalie, geb. Groß, daselbst, bisher bestandene eheliche Gütergemeinschaft mit Wirkung seit dem 19. Juli 1890 für aufgelöst erklärt worden.

Hentges, Aktuar, als Gerichtsschreiber des Kgl. Landgerichts.

[47400]

Durch Urtheil der II. Civilkammer des König⸗ lichen Landgerichts zu Elberfeld vom 28. Oktober 1890 ist die zwischen den Eheleuten Bäcker Carl Wenigenrath zu Barmen und der Anna, geb. Weite, daselbst bisher bestandene eheliche Güter⸗ gemeinschaft mit Wirkung seit dem 26. Juli 1890 für aufgelöst erklärt worden.

Hentges, Aktuar, als Gerichtsschreiber des Kgl. Landgerichts.

3) Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

[47266] Bekanntmachung.

Die Militär⸗Waisenhäuser zu Potsdam und Pretzsch bedürfen für die Zeit vom 1. April 1891 bis Ende März 1892 folgender Gegenstände:

600 m dunkelblauen Doppelkattun, 520 m rohe Futterleinewand, 2900 m rohe Leinwand zu Sommer⸗ hosen, 1500 m weiße Hosenleinwand, 2944 m weiße Hausleinwand, 314 m weiße Futterleinwand, 424 m graugestreifte Schürzenleinwand, 88 m blau und

roth gestreifte Schürzenleinwand, 967 m blau⸗ karrirtes, baumwollenes Bettbezugzeug, 335 m Haustuch, 165 m baumwollenes geköpertes Bett⸗ inlettzeug, 1085 m rohen geköperten Drillich, 127 m rohen Zwillich, 240 m weißen Zwillich, 2000 m Hemden⸗Kallikot, 2700 m Futter⸗Kallikot, 285 Stück blaukarrirte, leinene Halstücher, in zwei verschiedenen Größen, 80 Stück weißleinene Halstücher, in zwei verschiedenen Groͤßen, 2142 Stück blaukarrirte Taschentücher, 500 Paar Hosenträger, 1229 Dutzend messingene Waffenrocksknöpfe, 2690 Dutzend zinnerne Knöpfe, 832 Stück Halsbinden, 200 Pfund Bett⸗ federn, 398 m blaues Halbtuch, 134 m schwarzes Halbtuch, 198 m gefärbten Moll, 27 m grauen Croisé, 56 m rothen Flanell, 21 m weißen Flanell, 15 m grauen Nessel, 140 Pfund ungebleichtes, baumwollenes Strickgarn, 152 Pfund wollenes Strickgarn, 200 Schock weißes Band, 32 Schock schwarzes Band, 205 Stück weißen Zwirn, 200 Stück grauen Zwirn, 200 Stück gefärbten Zwirn, 100 Stück englische Nähbaumwolle.

Offerten hierauf werden bis zum 11. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer der Anstalt, woselbst die Bedingungen und Proben ausgelegt sind, entgegengenommen und im Ter⸗ mine, in Gegenwart der etwa erfchienenen Submit⸗ tenten, geöffnet. Die Bedingungen sind von den Submittenten zu unterschreiben oder von denselben, sowie die ausgelegten Proben, in den Offerten als maßgebend anzuerkennen. Offerten, die sich auf anderweite Proben beziehen, bleiben unberücksichtigt.

Auswärtige, hinsichtlich ihrer Lieferungsfähigkeit und ihrer Vermögensverhältnisse hier unbekannte Unternehmer haben durch eine beizufügende amtliche L“ ihre Qualifikation zur Lieferung nach⸗ zuweisen.

Potsdam, den 24. November 1890.

Königliches großes Militär⸗Waisenhans.

[47265]„⁄ Verdingung.

Die Lieferung des Jahresbedarfs pro 1891/92 an Abfällen von Korkholz, Leinenzeug, Wollenzeug, lei⸗ nenen und wollenen Polirlappen, weißbuchenen Keilen, Strauchbesen, Strohband geflochten und Korkholz gemahlen soll am 12. Dezember 1890, Nach⸗ mittags 3 ½ Uhr, öffentlich verdungen werden.

Angebote sind auf dem Briefums

Aufschrift: „Angebot auf Korkholz ꝛc.“ zu versehen. 1 Bedingungen liegen im Annahme⸗Amt der Werft und in der Exp. d. Blattes aus, können auch gegen 0,50 von der unterzeichneten Behörde bezogen

werden. 1 Wilhelmshaven, den 24. November 1890. Kaiserliche Werft. Verwaltungs⸗Abtheilung.

4) Verloosung ꝛc. von Werth⸗ papieren.

[19310] Rerkaeem chcag, Von den auf Grund des Allerhöchsten Privilegiums vom 2. November 1881 ausgegebenen vierprozen⸗ tigen Anleihescheinen des Kreises Steinburg sind am 10. Mai d. Js. ausgeloost worden: Litt. A. zu 1000 Nr. 51 52 67 71, Litt. C. zu 200 Nr. 408 467 486.

Diese Anleihescheine werden zum 2. Januar 1891 hiermit gekündigt.

Die Rückzahlung erfolgt von diesem Tage ab gegen Rückgabe der Anleihescheine nebst Zinsscheinen und Anweisung bei der Kreis⸗Kommunalkasse zu Itzehoe. Der Betrag etwa fehlender Zinsscheine wird von dem Kapitalsbetrage in Abzug gebracht.

Itzehoe, den 23. Juni 1890.

Der EEECE des Kreises Steinburg. erg.

[19309] Bekanutmachung. 1

Bei der Ausloosung der nach dem Tilgungsplan auf den 31. Dezember 1890 zur Rückzahlung be⸗ stimmten Anleihescheine des Aulehens der Stadtgemeinde Ems über 440 000 vom 1. Oktober 1882 sind folgende Nummern gezogen worden:

Litt. A. Nr. 40 70 à 1000

Litt. B. Nr. 129 264 301 303 à 500

Litt. C. Nr. 19 22 92 129 146 159 161 287

298 à 200

Die Inhaber dieser Anleihescheine werden hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß gesetzt, daß deren Verzinsung nur bis zum Einlösungstermine

6. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 7. Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗Genossenschaften. 8. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten.

9. Bank⸗Ausweise. 10. Verschiedene Bekanntmachungen.

31. Dezember 1890 stattfindet und daß diese Kapitalbeträge im Verfalltermine bei der Stadt⸗ kasse zu Ems oder bei der Deutschen Genossen⸗ schaftsbank von Sörgel, Parrisins & Cie. zu Berlin oder deren Commandite zu Frankfurt a. M. gegen Ablieferung der Anleihescheine und der dazu gehörigen Zinsscheine erhoben werden können. Ems, den 21. Juni 1890. Der Bürgermeister: Spangenberg.

vis 8 8 18

[47379] Bekanntmachung.

In Gegenwart des Notars Ludwig Herzfeld hier⸗ selbst sind heute auf Grund der Bestimmungen des §. 20 des revidirten Statuts der Landschaft der Provinz Sachsen und der von dem Königlichen Kommissarius genehmigten Ausführungsbestimmungen folgende 4 % ige Pfandbriefe des landschaft⸗ lichen Kreditverbandes der Provinz Sachsen ausgeloost worden.

Zu 1000 Thlr. = 3000 Nr. 229 361 363 553 844 1104.

Zu 500 Thlr. = 1500 Nr. 205 309 425 988 1058.

Zu 100 Thlr. = 300 Nr. 99 275 302. 518 548 932 959 1112 1570.

Zu 50 Thlr. = 150 Nr. 24.

Zu 25 Thlr. = 75 Nr. 195 268.

Die ausgeloosten Pfandbriefe werden hiermit den Inhabern zur Einlösung durch Baarzahlung des Nennwerthes am 1. Juli 1891 gekündigt und müssen zur Verfallzeit nebst den noch nicht fälligen Zinsscheinen und Zinsscheinanweisungen in kurs⸗ fähigem Zustande eingeliefert werden.

Der Betrag der fehlenden Zinsscheine wird dem Einliefernden von der Einlösungssumme in Abzug gebracht.

Die Einlösungssumme wird bei Einsendung der Stücke durch die Post den Einsendern mangels be⸗ sonderer Anträge unter voller Werthsangabe porto⸗ pflichtig zugesandt werden.

Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß aus früheren Verloosungen noch folgende Pfandbriefe rückständig sind:

Zu 1000 Thlr. = 3000 Nr. 97 146.

Zu 500 Thlr. = 1500 Nr. 359 577.

Zu 100 Thlr. = 300 Nr. 158 268 300 1018 1353 1441.

Zu 50 Thlr. = 150 Nr. 220 250 251 316.

Zu 25 Thlr. = 75 Nr. 27.

Halle a./S., den 22. November 1890.

Die Direction der Landschaft der Provinz Sachsen. Scheidelwitz. 8

[47446] 8

Nach Maßgabe des Artikels III des Rumänischen Gesetzes, betr. die verloren gegangenen, zerstörten, gestohlenen ꝛc. Inhaberpapiere vom 18. Januar 1883 wird die bei dem Königl. Rumänischen Finanz⸗ Ministerium in Bukarest eingelegte Opposition folgenden Inhalts:

An den Herrn Finanz⸗Minister. Das Finanz⸗ Ministerium wird hiermit ergebenst ersucht, den Gegenwerth der nachfolgenden, als gestohlen auf⸗ gegebenen Rumänischen 6 % Staats⸗Obli⸗

ationen Nr. 242761/70 259921/30 261361/70 266431/40 à Fr. 5000 in Gemäßheit des Artikel 2 des Gesetzes betreffend die verloren gegangenen, zerstörten, gestohlenen ꝛc. Inhaberpapiere nur an uns oder an die Eigen⸗ thümerin dieser Obligationen, die Direktion der Disconto⸗Gesellschaft, zu zahlen. Die bezeichneten Obligationen sind, mit Coupons per 1. Januar 1891 versehen, Seitens der Bank für Handel und Industrie in Berlin behufs Conversion bei der Direction der Disconto⸗Gesellschaft eingereicht worden. Banque Nationale de Roumanie. Der General⸗Sekretair. gez. A. N. Stefanesco. Der Gouverneur. gez. Ant. Carp.

Gerichtsvollzieher⸗Amt des Tribunals von Ilfov. Vorstehendes Schreiben haben wir behufs Zu⸗ stellung gemäß Art. 47 des Reglements heute, am 18. Oktober 1890 erhalten. Der Vorsteher. gez. Mancuilesco.

Finanz⸗Ministerium. Direction des Rechnungs⸗ Amtes. Staatsschulden⸗Bureau. Es wird hiermit bescheinigt, daß das Finanz⸗Ministerium ein Exemplar obiger Mittheilung heute, am 19. Ok⸗ tober 1890 erhalten hat. Der Bureau⸗Chef. gez. Macaresco. Der Direktor. gez. Perticari. hierdurch bekannt gemacht.

Berlin, den 26. November 1890.

Direction der Disconto⸗Gesellschaft.

[47374]

8 u

verschreibungen umgetauscht werden.

die Reichsbank⸗Kommandite zu Insterburg

Berlin, den 27. November 1890.

gsprozentige Reichsanleihe CC Zprozentige konsolidirte Preußische Staatsanleihe.

Bekanntmachung.

ie Interimsscheine der 3prozentigen Reichsanleihe und zur 3 prozentigen konsoli⸗ dirten Pedisischen Staatsanleihe können vom 2. Dezember d. J. ab gegen definitive Schuld⸗

Der Umtausch der ersteren findet bei der Reichshauptbank (Komtor für Werthpapiere),

der der letzteren bei der Haupt Seehandlungs⸗Kasse zu eit 1 jed ämmtliche Reichsbank⸗Hauptstellen, Reichsbankstellen 30. Dezember d. J. übernehmen jedoch s 85 Seee eeeee Rre 8

dt, Duisburg, Heilbronn und Wiesbaden die kostenfreie Vermittelung. B Ze eesechcneschen r8, mng Verzeichnissen, in welche sie, nach den Beträgen und der Num⸗ mernfolge geordnet, einzutragen sind, während der Vormittags⸗Dienststunden einzureichen. den Verzeichnissen können an den vorgenannten Stellen in Empfang genommen werden.

Reichsbank⸗Direktorium. General⸗Direktion der Seehandlungs⸗Societät.

Berlin statt. In der Zeit vom 2. bis

Formulare zu

[17955] Bekanntmachung. Von den auf Grund des Allerhöchsten Privilegii vom 24. März 1880 ausgegebenen Anleihescheinen der Stadt Rathenow sind bei der heute erfolgten planmäßigen Ausloosung folgende Anleihescheine ge⸗ zogen worden: Litt. A. Nr. 48 69 11 à 1000 3000 Litt. B. Nr. 224 140 405 306 à 500 2000 Litt. C. Nr. 985 987 774 807 535 627 à 200 O -5 1200 zusammen. 6200 Diese Anleihescheine werden den Inhabern zum 31. Dezember d. Js. mit dem Bemerken ge⸗ kündigt, daß die Zahlung des Kapitals gegen Rück⸗ gabe der Anleihescheine vom genannten Tage ab in unserer Stadtkasse erfolgt. Mit den Anleihescheinen sind die Zinsscheine der späteren Fälligkeits⸗Termine zurückzureichen. Die Beträge etwa fehlender Zinsscheine werden vom Kapitalbetrage gekürzt. Zugleich wird der zum 1. Januar 1890 aus⸗ gelooste Anleiheschein Litt. C. Nr. 715 à 200 ℳ, welcher bis jetzt noch nicht zur Einlösung geko nochmals hiermit aufgerufen. Rathenow, den 5. Juni 1890. 8 Der Magistrat.

5) Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch.

[47451]

Die Aktionäre werden hiermit für Dienstag, den 16. Dezember a. c., Nachm. 3 ½ Uhr, 3 zu der im Buffetsaale des Albert⸗Theaters hier stattfindenden ordentlichen Generalversamm⸗ lung mit dem Bemerken eingeladen, daß Anmel⸗ dungen hierzu von 3 Uhr an entgegen genommen und um 3 ½ Uhr geschlossen werden. Zur Verhandlung kommt folgende Tagesordnung:

1) Prüfung des Geschäftsberichtes.

2) Justifikation der Jahresrechnung.

3) Beschlußfassung über Verwendung des Rein gewinnes. 1 Statutengemäße Ergänzungswahlen für da Direktorium.

Statutengemäße Neuwahl des Aufsichtsrathes. Planmäßige Ausloosung von Prioritäts Obligationen.

Der Geschäftsbericht nebst Bilanz⸗ und Gewinn⸗ und Verlust⸗Conto wird im Detailgeschäft der Herren Jordan & Timaeus hier, Kaiser Wilhelm⸗ Platz 6, zur Einsicht der Aktionäre austiegen.

Dresden, den 26. November 1890. 8 8 Das Directorium. 11“ G

Ernst Jordan. 8

[47441] Concert & Theater Verein

Aecetien⸗Gesellschaft.

Die Aktionäre des Concert & Theater Verein werden zu der auf Dienstag, den 16. Dezember 1890, Abends 8 Uhr, im Saale des Theater⸗ gebäudes, Theaterstraße 1, anberaumten außer⸗ 1,vs g Generalversammlung hiermit ein⸗ geladen. 2

Die Gegenstände der Berathung sind:

1) Mittheilung des Magistratsbeschlusses, be⸗ treffend die an den Verkauf des Theatergrund stückes gernüpften Bedingungen.

2) Antrag des Aufsichtsrathes und Vorstands auf Weiterführung des Unternehmens, und Er⸗ mächtigung zur Aufnahme einer Hypothek.

Die Herren Aktionäre, welche an der General⸗ versammlung theilnehmen wollen, haben ihre Aktien beim Eintritt in den Saal vorzulegen.

Erfurt, 25. November 1890. .

Der Aufsichtsrath

[47376]

Laut §. 19 unseres Statuts läuft die Amtsdauer des in der konstituirenden Generalversammlung ge⸗ wählten ersten Aufsichtsraths mit Ablauf heses Jahres ab.

Behufs Neuwahl des Aufsichtsraths findet am

18. Dezember er. um 10 Uhr Vormittags

im Hotel Kaiserhof zu Berlin, Mohrenstraße

1—5, eine Generalversammlung statt, zu welcher

die Herren Aktionäre unserer Gesellschaft hierdurch

eingeladen werden.

Die Hinterlegung der Aktien oder der über die⸗

felken lautenden Depotscheine der Reichsbank findet

att:

bei dem Bankhause S. L. Landsberger,

15 . Abraham Schlesinger,

beide zu Berlin, und in unserem Berliner Ge⸗

schäftslokal, Krausenstraße 39, und muß mindestens

zwei Tage vor der Generalversammlung geschehen.

Der Aufsichtsrath der Berlin⸗Luckenwalder Wollwaarenfabrik Actiengesellschaft

vorm. Wilhelm Miller. Julius Grelling. Hans Schlesinger

Actienverein für das Albert⸗-Theater.