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Friedrich mit anderweiten Wohlthätigkeitsfonds zu einem gemein⸗ samen Stiftungsfonds unter dem Namen „Kaiserin Friedrich⸗ Filiens. vereinigt worden. Aus diesem Fonds sollen Unter⸗ statzungen ür die Zwecke der bisherigen Stiftung und andere Wohl⸗ hätigkeitszwecke mit Ausnahme der 6— reichlich bedachten Arbeiter⸗ kolonien gewährt werden nach Bestimmungen, welche sich Ihre Majestät für jedes Jahr vorbehalten hat. Für die Verwaltung der Stiftung ist ein eigenes Comité ernannt; zum Vorsitzenden hat die
röder, sowie als Vertreter der Stadt mehrere Stadträthe und zahlreiche 2 6S andau d i Stadtverordnete. Die katbolische Geistlichkeit war mit dem Fürst-. „D. Pübk.- an,a 1 I.öö te heging. 2
89 prdo Den gemn feabi g ddavdrshamn 8 114““ d-e Fgntg en hafcbe; dis 1 ö1“ Bu“ E r st 8 B e 1 1 a 9 e 8 5 79 90 9„ zum Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Pre 1“
Vereine und die katholische Studentenschaft waren mit Bannern und Edler am Monta ũ b ame 1% 2 d Fohnen aufmarschirt. Bie Motette.Vor Dir, o Ewiger leitete die Eisenbahnzuge BEI11“ 5 13“ 3 b 2 2 4 1 Berlin, Mittwoch, den 3. Dezember
Feier ein. Dann verlas Pfarrer Neuber die Urkunde. Nach der Ver⸗ personals und geleitete ihn zur Fabrik. Dort wurde er in An
b 1 1 8 sesung wurde das in altgothischer Schrif 9 8 d 1 Kaiserin Friedrich den Herzog von Ratibor bestimmt, zum Schatz⸗-offigtellen Gästen I el. Pn FEr S“ I 8 un
meister den Präsidenten der Seehandlung, Wirklichen Gebeimen Ralk Nunmehr begann die Ei b d it rei von Burchard, und zur Schriftführerin Frau Professor von Helmbolh. 8999 8 1 d Söttegen 4 bnit keichen Srhen . ves 3 ie feierliche Abgabe der Hammerschläge Seit 8 d F
Im Abgeordnetenhause hat der Preußische Frauen⸗ und aäste. Als der Fürstbischof seinen Umgang beendet 2. heö e 87 Jungfr 4 1 e * henr AImaRrrr 8. König⸗ Kusgangspuntt zurückgekehrt war, solgten 1 “ 087 Jeh 88 5— 1723 Uichen Ho 18 3 ver nr en . übn 9 ar eöbkade 2 er den Hymnus anstimmte „Veni Creator Spiritus“.,“ Hierauf sind 30 durch die Steppe r itende Ki F. auf 30 Grad Kälte clar bienn san zur Unterstützung nothleidender In⸗ hielt der hohe geistliche Würdenträger eine Ansprache an die Ver⸗ Der außerordentliche C 88 8 W GAu. validen bie 1 sammelten, in der er auf die Entwickelung der Gemeinde hinwies, die Pferde, Schafe und Kameele; außerdem sollen ia bes Ererdenahe .
Menschen und Vieh einer ganzen Waarenkarawane umge⸗ 1
hnaenh . in 30 Jahren von 6000 auf 20 000 Se 9 ei Zum Baufonds der Kaiser Wildelm⸗Gedächtnißkirche nun endlich, nachdem sie . die Fesinnapsavec dhreg haund
Bezirk I. Berlin, Dr Eichenberg, Stabsarzt der Landw. 2. Auf⸗ zerbrochen, welches der richtige Weg sei, um die staatsrechtliche 1en. Sas9. Bezirk 8 Caffele 8 Fiheler⸗ HS und verfassungsrechtliche Sanktion des Uebergangs der Insel andw. 2. Aufgebots vom Landw. Bezirk Karlsruhe, Dr. Drühe, von England auf Deutschland herbeizuführen. Die eine Meinung Assist. Arzt 2. Kl. der Res. vom Landw. Bezirk I. Trier, der Abschied ging dahin, man solle die Insel zunächst Preußen einverleiben, als⸗
b igt. Dr. „Stabs⸗ und Bats. Arzt 3. Bat. . 1A“ dann würde auf Grund des Artikels 1 der Reichsverfassung der Ueber⸗
Personalveränderungen.
Königlich Preußische Armee.
Offiziere, Portepee⸗Fähnriche ꝛc. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im aktiven Heere.
Groß⸗Strehlitz, 27. November. Kleckl, Oberst à la suite des Inf. Regts Fürst Leopold von Anhalt⸗Dessau (1. Magdebura.)
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hat, der „Voss. Ztg.“ zufolge, die Gemeindevertretung von Char⸗ loftenburg in Uebereinstimmung mit dem Kirchenrath eine Bei⸗ hülfe von 60 000 ℳ bewilligt und außerdem beschlossen, für die neue Parochie 15 Morgen Land zur Anlage eines Friedhofs unentgeltlich
dankte dann allen Denen, die an
lichen Herrn genossen, ein eignes Haus sich bauen wolle. Der Redner
Pfarrer und seiner treuen Gemeinde, der hochherzigen Stadt⸗
Breslau. 757 SOS . IFle d'Aix.. 755 stin Dunst
8
des Luftdrucks hat 8 über Nordwest⸗Europa aus⸗
leichter Frost, dagegen im mittleren Deutschland
herzugeben.
Auf dem Gartenplatz im Norden der Stadt neuen St. Sebastianskirche feierlich der
worden. Der Platz war in schönster Weise geschmückt, auch die um⸗
liegenden Häuser hatten reich geflaggt, vielfach
Fenster zu Fenster gehängt und die Fagaden mit Wappenschildern, und Teppichen verziert. Der Bauplatz selbst war von hohen Masten umgeben, die die Wappen aller deutschen Lande sowie deutsche
und päpstliche Flaggen trugen und reich mit Laubgewinden umwunden
ren. Vor dem Grundstein erhob sich das große Zelt der Ehren⸗
ste, das im Innern einen Baldachin in den päpstlichen Farben trug,
waährend bordeanrrothe Gehänge das Zelt abschlosse
aus reichte ein Baldachin über die Stelle für den Grundstein hinweg
is zu dem jenseits des Grundsteins errichteten Al ahme an der Feier war mit einer dicht gedrängt roße Zahl Ebrengäste erschienen. Se. Majestät d eneral⸗Adintanten von
waren durch den Staats⸗Minister Dr. von Goßler, Direktor Dr Bartsch, den Polizei⸗Präsidenten Freihe
N⸗Adintanten Wittich, Ihre Majestät die Kaiserin den Ober⸗Hofmeister Freiherrn von Mirbach entsandt. Die Staatsbehörden
der Gnade werden solle, dankte Kaiser für die bewiesene Huld u hörden, und ertheilte schließlich
ist heute zu der Grundste in gelgt
Laubgewinde von den Akt beschloß.
hohen Thurm, der seinen Platz
n. Von dem Zelt
een Gemeinde eine er Kaiser hatte den
ürstbi nen. Die L den Ministerial⸗ Fürstbischof aufkommen. Die B
ern von Richthofen Vom Eisenbahn⸗Regim
und den Geb. Reg.⸗Rath Kayser von der Ministerial⸗Baukommission ver⸗ mando zu Brückenwiederhe
treten. Man sah ferner den Gouverneur des Invalid
von Grolman und den Commandeur, General⸗Lieutenant von Blum⸗
Wetterbericht vom 3. Dezember, Morgens 8 Uhr.
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b½ ¶w& 22822 Z⸗
3 8
82
Wind. Wetter.
Bar. auf 0 Gr. u. d. Meeressp
red. in Millim
Mullaghmore 760 NNO é6 wolkig Aberdeen.. 758 NNW bedeckt Christiansund 748 NO Schnee Kopenhagen. 756 SO Nebel Stockholm 758 SW Nebel L“ 752 N bedeckt t. Petersb. 762 bedeckt Mogkau ... 770 bedeckt Cork, Qucens⸗ “ 756 heiter Cherbourg . 755 bedeckt 755 Nebel I. 754 bedeckt Hamburg.. 754 Nebel Swinemünde 756 bedeckt Neufahrwasser: 760 Zübedeckt Memel.. . 762 bedeckt WEII1ö““ heiter — Münster. 54 bedeckt Karlsruhe .. 751 Nebel Wiesbaden. 751 Regen München . 750 Dunst Chemnitz .. 752 wolkig Saerlu 755 4 bedeckt Dianõ 68 1 Nebel 757 4 Nebel
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Ripa ““ 749 SO 2heiter Triest 2751 ONO A bedeckt
Uebersicht der Witterung. Der Luftdruck ist über Central⸗Europa gleichmäßig vertheilt und daher die Luftbewegung schwach und vielfach aus veränderlicher Richtung. Ein Maximum
gebildet und so den Zutritt von ozeanischer Luft von unseren Gegenden abgesperrt. In Deutschland ist das Wetter vorwiegend trübe und vielfach neblig, in Nord⸗ und Süd⸗Deutschland herrscht meist noch
Thauwetter. Im westlichen Deutschland haben tellenweise Niederschläge stattgefunden. Deutsche Seewarte.
Theater⸗Anzeigen. Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern⸗
aus. 246. Vorstellung. Fra Diavolo, oder: Das Gasthaus zu Terracina. Oper in 3 Akten von Auber. Text von Scribe, bearbeitet von C. 8 Dirigent: Musikdirektor Wegener. Anfang 4 r.
Schauspielbaus. 256. Vorstellung. Minna von Barnhelm, oder: Das Soldatenglück. Lustspiel in 5 Aufzügen von G. C. Lessing. Anfang 7 ÜUhr.
Freitag: Opernhaus. 247. Vorstellung. Zum ersten Male in der Pariser Einrichtung: Taun⸗ häuser und der Sängerkrieg auf der Wart⸗ burg. Große romantische Oper in 3 Akten von 12 Wagner. Tanz von E. Gracb. Anfang 7 Uhr
Schauspielhaus. 257. Vorstellung. Colberg. Schauspiel in 5 Aufzügen von Paul eyse. Anfang 7 Uhr.
Deutsches Theater. Donnerstag: Der Sohn der Wildniß.
Freitag: Das verlorene Paradies.
822 intermürchen. Die nächste ührung vo in L findet am Sonntag statt. e]
8 Male: Goldfische.
enhauses, General
Verliner Theater. Donnerstag: Zum ersten
Freitag: 14. Abonnem.⸗Vorstellung. Sonnabend: Kean. Borstellung. Goldfische.
dxVessing-hrater. Donnerstag: Sodoms Ende.
rama in 5 Akten von He⸗ S b
Arfamg 7nbe, Hermann Sudermann. Freitag: Sodoms Ende. Sonnabend: Das zweite Gesicht Sonntag: Sodoms Ende.
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Wallner-Theater. Donnerstag: Gastspiel von Felix Schweighofer. Letzte Woche! Zum 58. Male: b Schöller. Posse in 3 Akten nach einer W. Jacoby’'schen Idee von Carl Laufs. Vorher: Zum 11. Male: In Hemdsärmeln. Schwank in 1 Auf⸗ zug von A. Günther. Anfang 7 Uhr
Freitag: Dieselbe Vorstellung.
Sonnabend: Zum ersten Male: Papa. Posse in 3 Akten von Vanlos und Setorier. Deutsch von Franz von Schönthan.
Victoria-Theater. Donnerstag: Zum 5. Male:
Mit vollständig neuer Ausstattung. Die sieben Raben. Romantisches Zaubermärchen in 5 Akten von Emil Pohl. Musik von G. Lehnhardt. Ballet⸗ compositionen des 3. Aktes von C. A. Raida. Sanb unter Leitung des letmeistes C. Severini. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur W. Hock. Anfang 7 ½ vbee 8g 8g
Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater. Direktion: Julius Fritzsche. Donnerstag: Zum 27. Male: Der Königsgardist. Operette in 2 Akten von W. S. Gilbert, umgearbeitet von F. Zell und R. Genée. Musik von Arthur Sullivan. In Scene gesetzt von Julius Fritzsche. Dirigent: Hr. Kapellmeister Federmann. Hierauf: Mit durchaus neuer Ausstattung: Zum 27. Male: Sonne und Erde. Pantomimisches Ballet in 4 Bildern von F. Gaul ör. . n len. J. Baver. Ballet⸗ rrangement vom Balletmeister J. Gundlach. Anfang 7 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Sonntag: Nachmittags⸗Vorstellung bei bedeutend ermäßigten Preisen. Die Puppenfee. Hierauf: Die Jagd.
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Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten⸗ burg. Donnerstag: Zum 13. Male: Der Kampf 89z . g la vie.) Sittenbild n 5 Akten von Alphonse Daudet. Deuts 9 Eagen Jaber Anfang , ube. eutsch von Freitag: Dieselbe Vorstellung.
Belle-Alliance-Theater. Donnerstag: Ensemble⸗ Gastspiel von Mitgliedern des Wallner⸗Theaters. Einer von uns’re Leut’. Charakterbild mit Gesang in 6 Bildern von C. F. Berg und David 18 Musik von Conradi und C. Stolz. Anfang 7 2
Freitag: Dieselbe Vorstellung.
Sonnabend: Zum ersten Male: Familie Knick⸗ meyer. Schwank in 4 Akten von Fes Berend.
8,—— Ernft-Theater. Donnerstag: Zum 89. Male: Unsere Don Inanuns. Gesangs
in 4 Akten von Leon “ — Gustav Görß. Musik von Fram Roth und Adolph Ferron. Anfang 7 ½ Uhr. 8
Segen, worauf das „Te deum laudamus“ mit weihevollen Klängen
Die neue Kirche wird unter Oberaufsicht des von der Ministerial⸗ Baukommission damit betrauten Geheimen Regierungs n der häsastertace von dem Baumeister Hasak in frühgothischem Stil in Sandstein ausgeführt werden. Es wird eine Kreuzschiffkirche mit einem 83 m
Spannweite im Innern beträgt 16 ½ m.
grher g- Arn ö“ Emporen sind nicht vor⸗
- esehen, nur an der Thurmseite befindet si V t 8
tar. Zur Theil⸗- Kirche wird 1100 Sitzplätze und 409 Sfeaa cer S Die Baukosten belaufen sich anf 520 000 ℳ; 60 000 ℳ hat Se. Majestät
der Kaiser gespendet, 40 000 ℳ übernimmt die Stadt, etwa 220 000 ℳ
sind bisher durch Sammlungen aufgebracht für den Rest wird der
Saalbahn in die Nähe von Schwarza.
kommen sein.
dem Werke mitgewirkt, dem würdigen
verwaltung, die den Platz geschenkt, der vordem ein Pl . Nach der Gerechtigkeit gewesen, jetzt aber ein Platz der E1— -—
vor Allem auch Sr. Majestfät dem nd Gnade und den Königlichen Be⸗ der ganzen Gemeinde den feierlichen
Vorsitzenden
an der Ackerstraßenseite erhält. Die
An beide Seiten kommen meidung trei
Aufgabe mit
Santiago auzeit beträgt zwei Jahre. Ministerium Rio de ent Nr. 1 begiebt sich ein Kom⸗ le
rstellu -2 h ini s ngs⸗Arbeiten an der zu einigen w
(Fortsetzu
Concert⸗Anzeigen.
Concert-Haus. Concert.
erster Subseriptions⸗Ball. Bureau des Hauses.
Philharmonie. Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr:
III popul. Kammermusik⸗Abend von Barth, de Ahna, Hausmann.
Arania, Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes⸗Ausstellungs⸗Park (Lehrter Bahnhof) Geöffnet von 12—11 Uhr. Täglich Vorstellung im
wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlag⸗ zettel.
[48401]
National⸗Panorama. Herwarthstr. 4, Königsplatz.
Das alte Rom
mit d. Triumphzuge Kaiser Constantins i. J. 312 n. Cbr. v. d. Kgl. Prof. J. Bühlmann u. Alex Wagner in München. Täglich geöffnet v. Mor⸗ gens 9 Uhr bis zur Dunkelheit. Entrée 1 ℳ. Soldaten und Kinder 30 ₰.
g F 8 x
Circus Renz. (Carlstraße.) Donnerstag: Abends 7 Uhr. Außerordentliche Vorstellung. Gesetzlich geschützt. Im dunklen Erdtheil. (Einnahme von Bagamoyo). Große equestrische Original⸗ Pantomime dem afrikanischen Leben entnommen, arrangirt und inscenirt vom Direktor E. Renz. Schulquadrille, geritten von 8 Herren mit 8 Schul⸗ pferden. 6 irländ. Jagdpferde (Non plus ultra der Perdedreffur) dress. und vorgef. von Hrn. Franz Renz. Beautiful, hierauf Sophus, ger. von Frl. Clotilde Hager. Mr. J. F. Clarke, der phänome⸗ nale Reitkünstler. Auftreten der berühmten Künstler⸗ familie Briatore. Miß Zelia Zampa, amerikanische Luftgvmnastikerin. Auftreten d. Reitkünstlerinnen Frls. Gierach, Zephora, Frida und Miß Lillie Meers, des Jockeyreiters Mr. Burn. Fillis, sowie sämmt⸗ licher Clowns.
Freitag: Vorstellung.
Sonntag: 2 Vorstellungen, um 4 Uhr Nachmitt.: Mazeppa, um 7 ½ Uhr Abends: Deutsche Turuner.
Familien⸗Nachrichten.
[48617] Nachruf.
In der Nacht vom 27. zum 28. November d. Js. verschied zu Düsseldorf in der Blüthe seiner Jahre nach kurzem Kranksein der Königliche Landrath des Kreises Herford, Herr
2 1 2 4 Dr. jur. Rudolph von Borries, Erbherr auf Steinlacke.
„Vor 13 Jahren — bald nach Errichtung der West⸗ fälischen Landschaft — wurde derselbe durch ein⸗ stimmige Wahl zum Vorsitzenden des Verwaltungs⸗ raths berufen und seitdem ununterbrochen jedes Jahr einstimmig durch Wiederwahl in dieser Stellung bestätigt. Während dieser Zeit hat derselbe seine reichen Gaben mit ungeahntem Erfolge der Förde⸗
rung unseres Instituts gewidmet.
Tief erschüttert durch den so plötzlitzen Tod un⸗ seres hochverehrten Vorsitzenden werden wir nie vergessen, was der Heimgegangene uns gewesen ist und sein Andenken in ehrender Erinnerung be⸗
Freitag: Dieselbe Vorstellung. 1 Thomas-Theater. Alte Jakobstraße 30. Der Soldatenfreund. Schwank in 5 Akten von
G. v. Moser und Otto Girndt.
Freitag und folgende Tage: Der Soldaten⸗
Ih
eund.
Direttion: E. Thomas. Donnerstag: Zum 13. Male: Der Verwaltungsrath und die
wahren. Münster, den 1. Dezember 1890.
Direction der Landschaft der
widerung auf die von einer sammlung
ließ Se. Königliche Hoheit der
lung mittheilen, daß er mit den Bestrebungen
genheit eines hier ausgebrochenen Kutscherstrike
Am Mittwoch, den 31. Dezember (Sylvester), Billets à 3 ℳ im
Schluß der Redattion eingegangene Depeschen.
Braunschweig, 3. Dezember. (W. T. B.) In Er⸗ evangelisch⸗sozialen Ver⸗
Adresse durch den r Versamm⸗ lebhaftem Interesse von 18 b der Versammlung Kenntniß genommen. Er schließe sich dem Wunsche an, daß es Allen gelingen möge, welche treu zur Kirche und dem Vaterlande
übersandte, bereits gemeldete Regent
des Staats⸗Ministeriums der
oder ein Stagtsstreich erfolgen. Janeiro, 3 Dezember. (W. T. B.)
enig erheblichen Ordnungsstörungen. ng des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.) b
[48634] Nachruf. Durch den Heimgang des an seinem Vermählungs⸗
Donnerstag: Carl Meyder⸗ tage dahingeschiedenen Landraths des Kreisfes
Herford,
2 . . Dr. Rudolf von Borries, Rittergutsbesitzers auf Steinlacke, hat die Provinz Westfalen einen schweren Verlust erlitten. „Der Verewigte hat zwanzig Jahre hindurch die Verwaltung seines heimathlichen Kreises Herford in mustergültiger Weise geführt und sich in zahlreichen Ehrenämtern, insbesondere als Direktor des land⸗ wirthschaftlichen Hauptvereins für Westfalen und Lippe, als stellvertretender Vorsitzender des Provinzial⸗ Ausschusses sowie als Vorsitzender des Verwaltungs⸗ rathes der Landschaft der Provinz Westfalen, durch aus⸗ gezeichnete Pflichttreue und hervorragende Leistungen bleibende Verdienste erworben, welche ihm ein ehrendes Andenken in den Herzen der Westfalen und
seiner Berufsgenossen sichern. Münster, den 1. Dezember 1890. Der Ober⸗Präsident von Westfalen. Studt.
Verlobt: Frl. Martha Spindler mit Hrn. Kauf⸗ mann Karl Lemm (Berlin). — Frl. Harrjet Süßerott mit Hrn. Bürgermeister Gustav Holl⸗ dorff (Güstrow — Plau). — Frl Settine v Versen mit Hrn. Kammergerichts⸗Referendar Dr. jur. Christoph Grafen v. Schwerin⸗Putzar (Prenzlau). — Frl. Amalie Streccius mit Hrn. Dr. med. George Völckers (Rastatt —Aachen). — Frl. Thekla Jaesrich mit Hrn. Oskar Obst (Breslau). Frl. Elisabeth Tetzlaff mit Hrn. Pastor G. Mielke (Kammin i. Pomm. — Grimmen). — Frl Elfriede Tetzlaff mit Hrn. Gymnasiallehrer A. Voges (Kammin i. Pomm. —Stettin). — Frl. Ella von Leonhardi mit Hrn. Hans Frhrn. von Eckardstein (Dresden — Prötzel). — Frl. Hildegard Wegner mit Hrn. Hand Weyl (Berlin). 8
Verehelicht: Hr. Karl v. Kracht mit Frl. Erna
v. Engelbrechten (Bückeburg). — Hr. Apotheker
Dresden). — Hr. Gotthard Letsch mit Frl Martha Gutsmann (Schweidnitz). — Hr. Dr. C. G. Büttner mit Frl. Eliza Boerngen (Berlin). — Hr. Königlicher Reg.⸗Baumeister Georg Büttner mit Frl. Emmy Schatz (Berlin). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oskar Wutsdorff (Berlin). — Hrn. Major v. Czettritz und Neu haus (Berlin). — Hrn. Prem.⸗Lieutenant v. Vahl (Spandau). — Hrn. Königlichen Reg.⸗Baumeister W. Körber (Berlin) — Hrn. Tillmann Hufen (Mannbeim). — Eine Tochter: Hrn. D. Bosselmann (Großen⸗Nienhagen b. Gerdshagen).
— Hrn. Rudolf Huffmann (Werden, Ruhr). — Zwillinge: Hrn. Rittmstr. Albert von der Marwitz (Großenkreutz). . Gestorben: Hr. Kurt Thilo von Schierbrand (Königsberg i. Pr.). — Hr. Pastor Hermann Wiese (Mascoutah, St. Clair, N.⸗A.). — Frau Pauline v. Scheibler, geb. Korn (Saarbrücken). — Hr. Sec.⸗Lt. Fritz Giehne (Breslau). — Hr. Kommerzienrath Heinr. Keller (Darmstadt) Hr. Gutsbesitzer Karl Schuhmacher (Neidenburg). — Hr. Kgl. Rechnungsrath August Ehrenwerth (Bromberg). — Hrn. Amtsrichter Heidrich Sohn Kurt (Falkenberg O⸗S.). — Frl. Irmgard von Stralenheim (Imbshausen). — Hrn. Ernst Julius v. Seidlitz Sohn Erdmann (Langenbielau). — Frau Geb. Rechnungsrath Mathilde Radtke, geb. Lemke (Berlin).
Redacteur: Dr. H. Klee.
Berlin: Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagt⸗ - Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32
Sieben Beilagen
Provinz Westfalen.
(einschließlich Börsen⸗Beilage).
1 — stehen, unter Ver⸗ üash ad emke erfolgreich an der großen en, unere Triodo ; 9 on 2
wislet herbe die. en inneren Frieden im deutschen Volke Paris, 3. Dezember. (W. T. B.) Berichte aus de Chile bezeichnen die politische Lage als sehr gespannt; wahrscheinlich werde entweder der Sturz des
Bei Ge⸗ s8 kam es
Rud. Hübler mit Frl. Julie Palm (Plagwit —
— Hrn. Rittergutsbesitzer v. Skovnik (Glittehnen).
8
des Inf. Regts. Nr. 129 und Kommandant von Pillau, mit Be⸗ lassung der Regts. Uniform, zu den Offizieren von der Armee ver⸗ setzt. v. Bismarck, Oberst von der Armee, unter Stellung à la suite des 8. Ostpreuß. Inf. Regts. Nr. 45, zum Kommandanten von Pillau ernannt. Prinz Victor zu Isenburg⸗Birstein, in der Armee, und zwar als Sec. Lt. à la suite des 1. Garde⸗ Regts. zu Fuß, unter Vorbehalt der Patentirung, angestellt. Kullak, Sec. Lt von der Reserve des Infanterie⸗Regiments von Boyen (b5. Ostpreuß.) Nr. 41, als Res. Offizier zum 8. Ostpreuß. Inf. Regt. Nr. 45 versetzt und vom 1. Dezember d. J. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung bei diesem Regt, v. Berken, Pr. Lt. vom Gren. Regt. König Wilhelm I. (2. Westpreuß) Nr. 7, v. Heine⸗ mann I., Pr. Lt. vom 1. Hannov. Inf. Regt. Nr. 74, — vom 1. Januar k. J. ab auf 3 ¼ Jahre zur Dienstleistung bei der trigono⸗ metrischen Abtheilung der Landes⸗Aufnahme — kommandirt. Pantzer, Pr. Lt. vom Gren. Regt. König Friedrich II. (3. Ostpreuß.) Nr. 4, in das Inf. Regt. Nr. 129, Hagen, Pr. Lt, vom Inf. Regt. Nr. s das Gren. Regt. König Frieorich II. (3. Ostpreuß.) Nr. 4, — versetzt.
Pleß, 27. November. Prinz von Pleß, Sec. Lt. à la suite der Armee, zum Pr. Lt. befördert. 1
Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. Groß⸗ Strehlitz, 27. November. Mühldorfer, Sec, Lt. vom Kur⸗ märkischen Drag. Regt. Nr. 14, mit Pension der Abschied bewilligt. Koch, Port. Fähnr. vom Inf. Regt Nr. 128, zur Res. entlassen.
Im Sanitäts⸗Corps. Groß⸗Streyplitz, 27. November. Dr. Alberti, Stabs⸗ und Bats. Arzt vom Füs. Bat. des 1. Garde⸗ Regts. zu Fuß, zum Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Garn. Arzt in Potsdam, vorläufig obne Patent, Dr. Lorentz, Assist. Arzt 2. Kl. vom Inf. Regt. Herzog von Holstein (Holstein.) Nr. 85, unter Versetzung zum 2. Garde⸗Feld⸗Art. Regt. zum Assist. Arzt 1. Kl. — befördert. Dr. Heuduck, Assist. Arzt 2. Kl. vom 3. Bad. Inf. Regt. Nr. 111, Dr. Reischauer, Assist. Arzt 2. Kl. von dem Milit. Knaben⸗Er⸗ ziehungs⸗Institut in Annaburg, Dr. Munzer, Assist. Arzt 2. Kl. vom Kür. Regt. Herzog Friedrich Eugen von Württemberg (West⸗ preuß.) Nr. 5, — zu Assist. Aerzten 1. Kl., Dr. Noessel, Unter⸗ Arzt vom 5. Westfäl. Inf. Regt. Nr. 53, Dr. Reeps, Unter⸗Arzt vom Füs. Regt. Fürst Karl Anton von Hohenzollern (Hohenzollern.) Nr. 40, dieser unter gleichzeitiger Versetzung zum 8. Rhein. Inf. Regt. Nr. 70, Dr. Holm, Unter⸗Arzt vom Großherzogl. Mecklenburg. Gren. Regt. Nr. 89, Dr. Hinze, Unter⸗Arzt vom 2. Bad. Feld⸗Art Regt. Nr 30, — zu Assist. Aerzten 2 Kl., — befördert. Die Assist. Aerzte 2. Kl der Res.: Dr. Durlach vom Landw. Bezirk II Braunschweig, Dr. Jadassohn, Dr. Lasker vom Landw. Bezirk I. Breslau, Dr. van Perlstein vom Landw. Bezirk Köln, Bartikowski vom Landw. Bezirk I. Oldenburg, Dr. Sjöström vom Landw. Bezirk Barmen, Dr Kreich vom Landw. Bezirk Ruppin, Dr. Höniger vom Landw. Bezirk Freiburg, Dr. Pietrusky I., Dr PietruskyII., vom Landw. Bezirk Striegau, Dr. Westphal vom Landwehr⸗Bezirk Bitterfeld, Dr. Breyderhoff, Dr. Meyer II. vom Landwebhr⸗ Bezirk I. Berlin, Dr Rocco vom Landw. Bezirk Halle, Wallot vom Landw. Bezirk Worms, Dr. Pohl vom Landw. Bezirk Alten⸗ burg, Dr. Wenderoth vom Landw. Bezirk I. Kassel, Dr. Fall⸗ meier vom Landw. Bezirk Hannover, Dr. Jaspersen vom Landw. Bezirk Kiel, Dr. Vogel vom Landw. Bezirk Mainz, Dr. Hahn vom Landw. Bezirk Bonn, Besser vom Landw. Bezirk Gera; die Assist. Aerzte 2. Kl. der Landw. 1. Aufgebots: Dr. Schmidt vom Landw. Bezirk Hannover, Steffan vom Landw. Bezirk Heidelberg, Dr. Grüneberg vom Landw. Bezirk Altona, Dr. Leymann vom Landw. Bezirk Nienburg — zu Assist. Aerzten 1. Kl., — befördert. Die Unter⸗Aerzte der Res.: Dr. Ehrenthal vom Landw. Bezirk Königsberg, Dr. Colley vom Landw. Bezirk Anklam, Dr. Praust vom Landw. Bezirk Stettin, Stark vom Landw. Bezirk Sonders⸗ hausen, Protzek vom Landw. Bezirk Glatz, Dr. Deiters vom Landw. Bezirk I. Münster, Dr. Wette vom Landw. Bezirk Weimar, Dr. Frings vom Landw. Bezirk Siegburg, Dr. Lepers vom Landw. Bezirk Geldern, Dr. Brandt vom Landw. Bezirk Hamburg, Dr. Studtmann, Dr. Mertens vom Landw. Bezirk Göttingen, Dr. Rummel vom Landw. Bezirk Arolsen, Dr. Heller vom Landw. Bezirk Hannover, Dr. Auerbach vom Landw. Bezirk Frankfurt a. M., Dr. Fluck vom Landw. Bezirk Limburg, Dr. Niemeyer vom Landw. Bezirk Karléruhe, Dr. Fuld, Dr. Heuck vom Landw. Bezirk Heidel⸗ berg, Dr. Schober vom Landw. Bezirk Metz, Dr. Bernstein vom Landw. Bezirk Konitz, Schoeps, vom Landw. Bezirk Graudenz; die Unter⸗Aerzte der Marine⸗Reserve: Frantz vom Landwehr⸗ Bezirk Straßburg, Dr. Dose vom Landwehr⸗Bezirk Kiel, Schreiber, Unter⸗Arzt der Landwehr 1. Aufgebots vom Landw. Bezirk Straßburg, — zu Assist. Aerzten 2. Kl., — befördert. Dr Nerger, Assist. Arzt 1. Kl. der Res. vom Landw. Bezirk Rostock, im aktiven Sanitäts⸗Corps, und zwar als Assist. Arzt 1. Kl. mit einem Patent vom 27. November 1890 beim Füs. Regt. Königin (Schleswig⸗Holstein.) Nr. 86, Dr. Skrzeczka, Assist. Arzt 2. Kl. der Res. vom Landw. Bezirk Königsberg, im aktiven Sanitäts⸗Corps, und zwar als Assist. Arzt 2. Kl. mit einem Patent vom 26. Mai 1890 beim Gren. Regt. König Friedrich Wilhelm I (2. Ostpreuß.) Nr. 3, Dr Seelig, Königlich bayerischer Assistenz⸗Arzt 2. Kl. a. D., bisher von der Reserve des Landw. Bezirks Mindel⸗ heim, im aktiven Sanitäts⸗Corps, und zwar als Assist. Arzt 2. Kl. mit einem Patent vom 27. November 1890 beim Nassau. Feld⸗Art. Regt. Nr. 27, — angestellt. Dr. Ernesti, Ober⸗Stabsarzt 1. Kl. und Regts. Arzt vom 1. Garde⸗Regt. z. F., ein Patent seiner Charge verliehen. Dr. Thiele, Stabs⸗ und Abtheilungs⸗Arzt von der Rei⸗ tenden Abtheil. des Feld⸗Art. Regts. von Podbielski (Niederschles.) Nr. 5, zur 2. Abtheil. desselben Regts., Dr. Dreising, Marine⸗ Stabsarzt von der Marinestation der Nordsee, zur Armee, und zwar
aals Bataillons⸗Arzt zum 3. Bataillon des Infanterie⸗Regiments
Fürst Leopold von Anhalt⸗Dessau (1. Magdeburg.) Nr. 26, Dr. Griebsch, Marine⸗Assist. Arzt 1. Kl. von der Marinestation der Ostsee, zur Armee, und zwar zum Inf. Regt. Nr. 97, Dr. Bartel, Assist. Arzt 1. Kl. vom 2. Garde⸗Feld⸗Art. Regt., zum Kaiser Alexander Garde⸗Gren. Regt. Nr. 1, Dr. Felmy, Assist. Arzt 1. Kl. vom Inf. Regt. Fürst Leopold von Anhalt⸗Dessau (1. Magdeb.) Nr. 26, zum Garde⸗Pion. Bat, Dr. Goßner, Assist. Arzt 1. Kl. vom 1. Bad. Leib⸗Gren. Regt. Nr. 109, in die etatsmäßige Stelle beim Corps⸗Gen. Arzt des XIV. Armee⸗Corps, Burghart, Assist. Arzt 2. Kl. vom 1. Thüringischen Infanterie ⸗Regiment Nr. 31, zum 3. Garde⸗Regiment z. F. — versetzt. Dr. Schultes, Assist. Arzt 2. Kl. vom Inf. Regt. Nr. 97, zum 1. Pomm. Feld⸗Art. Regt. Nr. 2, Dr. Graeßner, Assist. Arzt 2. Kl. vom Füs. Regt. Königin (Schleswig⸗Holstein.) Nr. 86, zum Inf. Regt. Fürst Leovold von Anhalt⸗Dessau (1. Magdeburg.) Nr. 26, — versetzt. Dr. Boecker, Ober⸗Stabsarzt 1. Kl. und Garn. Arzt in Poksdam, als Gen. Arzt 2. Kl, mit Pension und seiner bisber. Uniform, Dr. Voigt, Stabsarzt der Res. vom Landw.
Bezirk Wiesbaden, mit seiner bisher. Uniform, Dr. Karpinski,
Nr. 26, als halbinvalide mit Pension aus dem aktiven Sanitäts⸗ Corps ausgeschieden und zu den Sanitätsoffizieren der Landw. 2. Auf⸗ gebots übergetreten. Dr. Dunbar, Assist. Arzt 1. Kl. vom 1. Pomm. Feld⸗Art. Regt. Nr. 2, aus dem aktiven Sanitäts⸗Corps ausgeschieden und zu den Sanitätsoffizieren der Res. übergetreten.
Beamte der Militär⸗Verwaltung.
Durch Allerhöchste Bestallung. 20. November. Weide⸗ mann, ständiger Hülfsarbeiter im Kriegs⸗Ministerium, mit dem Charakter als Geheimer Kriegsrath zum Milit. Intend. ernannt.
Durch Allerhöchsten Abschied. 20. November. Tschirner, ahlmstr. vom 1. Bat. 2. Bad. Gren. Regts. Kaiser Wilhelm I. Nr. 110, bei seinem Ausscheiden aus dem Dienst mit Pension der Charakter als Rechnungs⸗Rath verliehen. Durch Verfügung des Kriegs⸗Ministeriums. 23. Oktober. Olbrich, Fortifikations⸗Sekretär in Friedrichsort, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt. 9. November. Kessler, Moebes, Zahlmstr. Aspiranten, zu Zahlmeistern beim XVI. bezw. IV. Armee⸗Corps ernannt. 11. November. Koch, Intend. Rath und Vorstand der Intend. der 28. Div., zur Corps⸗Intend. des IV. Armee⸗Corps
versetzt. 8 November. Fischer, Zahlmstr. Aspirant, zum Zahlmstr. beim II. Armee⸗Corps ernannt. 16. November. Bittner, Zahlmstr. Aspirant, zum Zahl⸗ meister beim XVII. Armee⸗Corps ernannt. 17. November. Kroll, Intend. Sekretär von der Intend. III. Armee⸗Corps, zum Geheimen expedirenden Sekretär und Kalku⸗ lator im Kriegs⸗Ministerium ernannt. 8 1 21. November. Weidemann, Milit. Intend., die Milit. Intendantenstelle des Garde⸗Corps übertragen.
Deutscher Reichstag. 33. Sitzung vom 2. Dezember 1890.
Der Sitzung wohnen bei der Staatssekretär des Innern Dr. von Boetticher, der Staatssekretär des Reichs⸗Schatz⸗ amts Freiherr von Maltzahn, der Staatssekretär des Aus⸗ wärtigen Amts Freiherr von Marschall, der Staatssekretär des Reichs⸗Marineamts, Vize⸗Admiral Hollmann und der Kriegs⸗Minister von Kaltenborn⸗Stachau.
Als erster Gegenstand steht auf der Fagesordemumng. die erste Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Ver⸗ einigung von Helgoland mit dem Deutschen Reich.
Staatssekretär von Boetticher:
Meine Herren! Es sind nur wenige Worte, mit denen ich die Berathung über den vorliegenden Gesetzentwurf einleiten möchte. Ich begrüße es als ein günstiges Omen für den Verlauf der wieder⸗ aufgenommenen Arbeiten des Reichstages, daß es sich hier um einen Gesetzentwurf handelt, der, wie ich hoffen darf, die ungetheilte Zu⸗ stimmung aller Parteien des Hauses finden wird. Möchten die übrigen Vorlagen — und in dieser Beziehung haben Sie ja noch ein reiches und wichtiges Pensum vor sich — auch mit gleicher ungetheilter Theil⸗ nahme begrüßt und von Ihnen behandelt werden!
Meine Herren, die Hoffnung, daß die Einverleibung Helgolands in das Deutsche Reich und der Uebergang Helgolands auf den preußischen Staat von dem hohen Hause gutgeheißen werden wird, stützt sich bei mir vor allen Dingen auf die Aufnahme, welche die Nachricht von dem friedlichen Erwerb der Insel im Juli dieses Jahres bei dem deutschen Volk gefunden hat. Man erblickte in diesem Erwerb die Erfüllung eines in weiten Kreisen der Nation still gehegten Wunsches, daß die Insel, die vor wichtigen deutschen Strömen liegt, auch die deutsche Flagge tragen möchte; und wenn ich nicht verkennen will, daß in Helgoland selbst die ersten Nachrichten von dem Uebergang der Insel auf die deutsche Reichshoheit gemischte Gefühle hervorriefen, wenn ich den Eindruck empfing, daß damals unter den Helgoländern selbst mit einer gewissen Sorge in die Zukunft geblickt wurde, — hauptsächlich wohl deshalb. weil deutsche Wehrpflicht und deutsche Steuern im Auslande ein gefürchteter Gegenstand sind und weil es Dinge sind, an die man sich erst gewöhnen muß, um ihnen Geschmack abzugewinnen — (Heiterkeit), heute, meine Herren, kann ich nach den Wahrnehmungen, die wir nunmehr während einer länger als drei Monate geführten Verwaltung gemacht haben, versichern, daß die Helgoländer und zwar vorzugsweise Dank dem Eindruck, den die Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers bei der Besitz⸗ ergreifung der Insel hervorgerufen hat, gern und freudig in den neuen Kurs eingesegelt sind, und daß sie selber mit vollem Vertrauen ihrer zukünftigen Entwickelung entgegensehen.
In die Berathung des vorliegenden Gesetzentwurfes selbst möchte ich nicht eintreten, ohne an dieser Stelle den Dank der Reichs⸗ regierung für das wohlwollende und freundliche Entgegenkommen der Königlich großbritannischen Regierung ausgesprochen zu haben, die durch die Aufstellung des Programms für die Uebergabe der Insel und durch ein bereitwilliges Eingehen auf die deutschen Wünsche dem Uebergange selbst die Bahnen in einer nicht genug anzuerkennenden Weise geebnet hat. Ich habe ferner persönlich meinen Dank auszusprechen dem letzten Gouverneur der Insel, den leider jetzt bereits der Rasen deckt, für die Art und Weise, wie er, den Intentionen seiner hohen Regierung entsprechend, mir als dem Bevollmächtigten Sr. Majestät des Kaisers entgegengekommen ist und der deutschen Verwaltung das Terrain so vorbereitet hat, daß sie sofort und ohne Störung in ihre Thätigkeit eintreten konnte.
Meine Herren, als wir Helgoland übernahmen, mußten wir uns die Frage vorlegen, was zunächst mit der Insel zu geschehen habe. Wir befanden uns der Thatsache gegenüber, daß Se. Maiestät der Kaiser Namens des Reichs die Insel überkommen hatte, und aus dieser Thatsache ergab sich für uns die Folgerung, daß zunächst die Verwaltung vom Reich übernommen werden müßte. Dabei konnte es
Stabsarzt der Landw. 1. Aufgebots vom Landw. Bezirk Frankfurt a. O, Dr. Schoetz, Stabsarzt der Landw. 2. Aufgebots vom Landw.
indessen nicht bleiben. Man hat sich vielfach darüber die Köpfe
gang auf das Reich von selber sich vollzogen haben. Wir sind der andern Meinung gefolgt: wir haben es für richtiger gehalten, zunächst die Reichsgesetzgebung in Thätigkeit zu setzen; denn wir sagten uns, das Reich ist derjenige Faktor, welcher Helgoland besitzt, und sollen über Helgoland irgendwelche staatsrechtlichen Dispositionen getroffen werden, so ist das Reich in seinen gesetzgebenden Faktoren berufen, solche Verfügungen vorzunehmen.
Die weitere Frage war die: Soll Helgoland ein selbständiges Staatswesen bleiben ähnlich wie das Staatswesen der Reichslande, oder soll es einem der deutschen Staaten angeschlossen werden? Auch diese Frage, die gewiß verschiedenartig beantwortet werden kann, glaubten wir allein in dem Sinne beantworten zu müssen, daß Helgoland einem deutschen Staat anzuschließen sei. Das Reich würde ohne einen außergewöhnlichen Aufwand von Apparaten garnicht in der Lage sein, ein so kleines Territorium, wie Helgoland es ist, in die eigene Ver⸗ waltung zu nehmen. Dazu kommt, daß die Geschichte der Infel, welche bis zum Jahre 1807 einem deutschen Lande angehört hat, darauf hinweist, die Verbindung mit diesem selben Lande wieder zu suchen. Wir schlagen Ihnen deshalb in dem §. 1 des vorliegenden Gesetz⸗ entwurfes vor, daß Helgoland einmal dem Bundesgebiete einverleibt wird, und daß Sie die Zustimmung dazu ertheilen wollen, daß Helgoland demnächst dem preußischen Staate überwiesen wird. An der Bereitwilligkeit Preußens und seiner gesetzgebenden Faktoren, die Insel in sein Staatswesen aufzunehmen, wird in diesem Hause füglich Niemand zweifeln.
Wenn ich nun in einigen Worten noch die übrigen Paragraphen besprechen darf, so ist deren Begründung ja schon in der Hauptsache durch die ausführlichen Motive gegeben. Daß es nicht zweckmäßig ist, die Reichsverfassung eher einzuführen, als bis Helgoland ein Glied des preußischen Staates geworden sein wird, das, glaube ich, wird unschwer verstanden werden. Es fehlen bis jetzt die Organe zur Durchführung der Reichsverfassung, und man wird umsomehr bis zu dem Momente der Einverleibung in Preußen warten können, als es in der Absicht der preußischen Regierung liegt, diese Einverleibung so bald als mäglich, und zwar bis zum 1. April des nächsten Jahres zu vollziehen. Die Reichs⸗ verfassung, welche also, wenn der §. 2 Ihre Zustimmung findet, mit dem Tage der Einverleibung in Preußen auf Helgoland in Kraft tritt, wird indessen nicht ohne Einschränkung eingeführt werden können. Der Art. 12 des englisch⸗deutschen Abkommens vom 1. Juli d. J. sichert der Insel Helgoland zu, daß der gegenwärtig dort geltende Zolltarif bis zum Jahre 1910 in seinen Sätzen nicht erhöht werden darf. Um diesem Abkommen zu entsprechen, ist für uns die Nothwendigkeit gegeben, von der Einverleibung der Insel Helgoland in das Zollgebiet des Deutschen Reiches vorläufig abzu⸗ sehen, und es darf deshalb der Abschnitt VI. der Reichsverfassung, welcher von dem Zoll⸗ und Handelswesen handelt, zunächst auch nicht auf der Insel zur Einführung gebracht werden. Die weitere Folge davon ist aber, — und diese Folge hat auch im §. 2 des Ihnen vor⸗ liegenden Gesetzentwurfes Ausdruck gefunden, — daß Preußen als das künftige Staatswesen, dem Helgoland angehören wird, für Helgoland zu den gemeinsamen Ausgaben des Reiches ein Aversum wird zahlen müssen, wie es im Artikel 38 der Reichsverfassung für diejenigen Gebiete, welche dem Zollgebiete nicht angeschlossen sind, vorge⸗ schrieben ist.
Der §. 3 des Entwurfes enthält gegenüber den Festsetzungen des Art. 12 des deutsch⸗englischen Abkommens eine Erweiterung. In dem deutsch⸗englischen Abkommen war vorgesehen, daß die von der Insel herstammenden Personen und ihre vor dem 1. Juli 1890 ge⸗ borenen Kinder von der Wehrpflicht in Deutschland befreit sein sollten. Wir haben geglaubt, mit Rücksicht darauf, daß Se. Majestät der Kaiser in der am 10. August d. J. kundgegebenen Proklamation Allerhöchstselbst die Befreiung von der Wehrpflicht verkündet hat, den Termin für die Befreiung bis zum 10. August einschließlich erweitern zu sollen, und ich glaube, Sie können umsomehr dieser Erweiterung Ihre Zustimmung ertheilen, als damit eine wesentliche Schwächung der deutschen Wehrkraft voraussichtlich nicht verbunden sein wird. (Heiterkeit.)
Der §. 4 ordnet die Einführung des Wahlgefetzes für den Deutschen Reichstag mit demfelben Zeitpunkt, mit welchem die Infel Preußen anheimfällt, an, und überläßt dem Beschluß des Bundes⸗ raths, die Insel einem Wahlkreise zuzutheilen. Daß die Insel keinen selbständigen Wahlkreis bilden kann, bedarf gegenüber ihrer Größe von 0,5 qkm und gegenüber einer Einwohnerzahl von ungefähr 2000 wohl keiner besonderen Begründung. Es wird sich empfehlen, die Zuweisung zu einem Wahlkreise dem Bundesrath zu überlafsen. Diese Zuweisung wird abhängig sein von denienigen Dispositionen. welche in Preußen über die Verwaltungszugehörigkeit der Infel werden getroffen werden.
Der §. 5, meine Herren, sieht vor, daß durch Kaiferliche Ver⸗ ordnung in Uebereinstimmung mit dem Bundesrath gewisse Vor⸗ schriften des Reichsgesetzes über die Reichs⸗Kriegshäfen schon jetzt in Helgoland zur Durchführung gebracht werden können, und diefer Paragraph veranlaßt mich, einige Erläuterungen hinzuzufügen Die Frage, ob man Helgoland zu einem Reichs⸗Kriegshafen machen, oder wie man Helgoland maritim⸗militärisch überhaupt ausnutzen soll, ist z. Z. noch nicht spruchreif. Es wird einer sorgfältigen und eingehenden Untersuchung bedürfen, ob und welche Einrichtungen man zu einer solchen maritim⸗militärischen Verwendung auf der Insel nöthig hat. Um aber in dieser Beziehung in der Zwischenzeit dis zu dem Tage, an welchem eine solche Verwendung — selbstverständlich nut unter Zustimmung des Reichstages — eintreten könnte, nicht durch irgend welche Anlagen
gehindert zu sein, welche später eine Erschwerung in dieser Ausnutzung