1890 / 291 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 03 Dec 1890 18:00:01 GMT) scan diff

Der Reisesack, welcher die Buchstaben B. R. und eine Krone trug, enthielt außer verschiedenen Toilette⸗Gegenständen einen gelbledernen Kasten, in dem sich folgende Schmucksachen befanden: ein Paar Ohrringe Cwei große Perlen) 30 000 Fr. werth, ein Paar Ohrringe Gwei Saphire von Brillanten umgeben) 10 000. Fr. und ein Paar Ohrringe (Katzenaugen von Brillanten umgeben) 6000 Fr. werth, eine Broche (Katzenauge und Diamant) 5000 Fr. und eine Broche (alter⸗ thüͤmliche Form, in Diamanten mit einem sehr schönen Smaragd) 10 000 Fr. werth, zwei Brochen in Hufeisen⸗ orm eine mit rosa Perlen und Brillanten, die andere In Gold mit Saphiren und Brillanten —, eine Broche mit Mondstein, eine Broche (kleiner goldener Hahn mit zwei Rubinen), eine Fledermaus in Diamanten, eine Kamee mit Diamanten (Fledermaus), ein kleines Kleeblatt von Perlen, ein Ring in Herzsorm (Haphix und Brillanten), eine kleine Broche (Hahn und Henne in Brillanten), eine Emaillebroche Taschentuch), eine Hutnadel (Mondstein), zwei alterthümliche

grochen in Krystall (Blumenkörbe), eine kleine blau und roth emaillirte Broche. 8 .

Da es nicht ausgeschlossen ist, daß die Thäter versuchen, das gestohlene Gut in Deutschland zu verwerthen, so wird vor Ankauf dieser Gegenstände gewarnt. Es empfiehlt sich, die zum Kauf angebotenen Stücke eventuell anzuhalten und der Polizeibehörde schleunigst Mittheilung zu

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks

an der Ruhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr sind am 2. Dezember gestellt 9024, nicht recht⸗ zeitig gestellt 822 Wagen, weil Zuführung in Folge der durch das Hochwasser mnemetenen Betriebsstörungen nicht erfolgen konnte.

In Oberschlesien sind am 1. d. M. geseellt 3873, nicht rechtgeitum wmeet keine Wagen.

Om „Nbein.⸗Westf. Ztg.“ berichtet vom rheinisch⸗west⸗ fälischen Fisen⸗ und Stahlmarkt: Die Geschäftslage auf dem Ihrirtsch⸗westfälischen Eisenmarkt hat sich während der Ahwmenfenen Berichtswoche im Ganzen wenig verändert. Die Beßerung, welche sich vor einigen Wochen zeigte, hat zwar (wenigstens

die meisten Geschäftszweige) nicht in dem erhofften Maße ange⸗ b dech ist jedenfalls seit dieser Zeit keine weitere Verflauung Feneen. Die Preise haben sich ziemlich fest auf ihren letzten Sätzen,

die damet wohl als minimale gelten dürften, behauptet. Die Aufträge werden üͤber kurz oder lang an den Markt treten müssen, da die Ferüchbaltung der Käufer nicht aus Mangel an Bedarf hervor⸗ gexawen, sondern mehr eine künstliche war, um die Preise soweit als zu drücken. In Eisenerzen hat sich bis jetzt eine Aende⸗

rung voch nicht gezeigt. Der Absatz ist immer noch schleppend, doch die Preise wohl auf ihrem niedrigsten Stande angekommen;

stens dürfte es den Gruben kaum möglich sein, ohne

unter die Selbstkosten herunterzugehen, die jetzigen Preise zu erniedrigen. Auf dem Robheisenmarkt berrscht

im Algemeinen noch die frühere Stille; manche Werke sind jedoch für einige Monate noch mit Aufträgen versehen. Im Allgemeinen ist

8 Nachfrage noch keineswegs eine befriedigende. Die Preise werden sedoch durchgängig etwas fester behauptet. Auf dem Walzeisen⸗ markte hat die Geschäftslage im Ganzen nnd Großen keine weiteren Fortschritte gemacht, doch hat eine geringe Besserung, welche sich bereits in den letzten Wochen zeigte, für manche Geschaͤftszweige an⸗ gehalten, wenngleich sie nicht der Ausgangepunkt zu einer energischen Wendung geworden ist. Stabeisen geht etwas besser: der Bedarf für das Ausland läßt allerdings noch zu wuünschen übrig. Für Form⸗ eisen ist gleichfalls eine wesentliche Aenderung nicht eingetreten. Im Bandeisengeschäft wird Klage geführt, daß das Ausland nur sehr wenig mit seinen Aufträgen auf dem Markt er⸗ scheint. Die Nachfrage vom Inlande ist zwar ziemlich rege, immerhin jedoch nicht ausreichend zur Deckung des lebhaften Arbeits⸗ bedarfs, namentlich bei der verhältnißmäßig großen Anzahl von Werken, welche diesen Artikel erzeugen. Die Preise sind unverändert geblieben. Die Lage des Grobblechmarktes ist eine feste; die sind in letzter Zeit besser beschäftigt und halten fest an

ibren Saͤtzen. In Feinblechen bherrscht noch die fruüͤbere Flaue, bervorgerufen durch den starken Wettbewerb, den die Werke einander machen. Es sollen Bleche zu erstaunlich niedrigen Preisen angeboten vorden sein. In Walzdrabt, gezogenem Draht und Draht⸗ stisften ist Alles beim Alten geblieben. Die Beschäftigung der Fisengießereien und Maschinenfabriken ist im Allgemeinen eidlich, doch wird immer noch über die niedrigen Preise Klage geführt. Auch klagen einzelne Werke über Mangel an Aufträgen. Für die Bahnwagenanstalten sind neue Ausschreibungen dis jetzt nicht erfolgt.

Leipzig, 2. Dezemder. (W. T. B.) Kammzug⸗Termin⸗ andel. La Plata. Grundmuster ZB. pr. Dezember 4,27 ½ ℳ, pr.

Januar 4. ½ %ℳ, pr. Fedruar 4,25 ℳ, pr. März 4,25 ℳ, 25 ℳ, pr. Mai 4.25 ℳ, pr. Juni 4,25 ℳ, pr. Juli pr. Angust 4,25 ℳ, pr. Septemder 4,.25 ℳ. pr. Oktober . Umsatz 95 000 kg. Geschäftslos. London, 2. Dezember. (W. T. B.) Wollauktion. Leb⸗ stere Betheiligung Seitens Frankreichs, die meisten Sorten theurer, mitunter ½ A4. seit Eröff jedech Cap⸗ und sebhlerhafte Sconred⸗ wolle träge. Sonst underändert. An der Küste 2 Weizenladungen ar Manchester, 2. Dezembder. (W. T. B.) 12r Water Taplor Water Taylor 9 ¼, 20r Water Aigh 8, 30r Water 1 Ler Mock Broole 8, 40r Mavoll 9 ¼, 40er Wilkmsen 10 ½, 32r Warpcops Lecs 8 ½¼, zZ6r Warpcops 8 40 r Don le Weston 9 ½, 60r De Anle LPaitt ½ 16 16 grey Printers aus Z21/46 r 174. Nuhꝛg. 1 8, 2. Dezember. (W. T. B.) Emer Meldung des „Temps“ aus Madrid zufolge bdereitet der Arbeits⸗Minister Emission von 5 9% in fünfzig Jabren rüchahlbaren Obli

öffentlicher Ardeiten. Weizen ⸗Ver⸗

SBS)

22 Ovalit 8

2*

bahnen. Bifamung vm 22on- t Nätens an

à X. B.) Drr Woermanm⸗ IZründk inen degelmäüßig cinricht vemn, vmnd 3 3 umd bdem Häfen am 15. jeden Mumaai 2

Goldküstenhoͤfen und am 20. ein Dampfer nach den nördlichen Häafen bis Liberia einschließlich expedirt werden.

2.

Dezember.

(W. T. B.) Der Postdampfer „Albin⸗

ßʒ der Hamburg⸗Amerikanischen Packetfahrt⸗Aktien⸗ c

sellschaft

eingetroffen.

ist, von Hamburg kommend, heute in St. Thomas

3. Dezember. (W. T B.) Der Postdampfer „Flandria“

der Hamburg⸗Amerikanischen

Packetfahrt⸗Aktien⸗

gesellschaft hat, von New⸗York kommend, gestern Abend Lizard Norddeutscher Lloyd in Bremen.

passirt

„Fulda“ „Lahn“ „Eider“ „Aller’“-. „Werra“ „Saale“ „Ems“* „Salier“. „Leipzig“. „Amerika“ „Hermann“ „Nürnberg“.

„Frankfurt“. V6

14“ „Stuttgart“. „Berlin“. „Hannover“. „Baltimore“

„Rbein. ..

„Straßburg“ e „München“.. „Dresdenn. „Darmstadt“

„Graf Bismarck“ „Kronpr. Fr. Wilh.“

„FKFoͤln.

M „Braunschweig“ „Sachsen-.. „Preußen“ 8 „Hobenstaufen“. „Habsburg“. . „Kaiser Wilh. II. „Elbe“* F“ „Hohenzollern“. „Karlsruhe“.

London, 2. Dezember. (W. T. B.)

.“ (Letzte Nachrichten über die Bewegungen der Dampfer.)

New⸗Pork⸗ und Baltimore⸗Linien: Bestimmung. Bremen 25. Nov. Bremen 26. Nov. Bremen 29. Nov. New⸗Pork 28. Nov. New⸗York 24. Nov. von Southampton. New⸗York 27. Nov. von Southampton. New⸗York 30. Nov. von Southampton. Bremen 1. Dez. Seilly passirt. Bremen 27. Nov. von Baltimore. Baltimore 27. Nov. in Baltimore. Baltimore 22. Nov. von Bremerhaven. Baltimore 29. Nov. von Bremerhaven. Brasil⸗ und La Plata⸗Linien: 1 deeec; 20. Nov. von Rio. Antwerp, Bremen 2. Dez. Quessant passirt. Antwerp., Bremen . Dez. Dover passirt. La Plata 3. Nov. in Buenos Aires. La Plata Nov. in Montevideo. Buenos Aires 3. Nov. in Montevideo. 8 9. Nov. in Bahia. Antwerp., Rotter⸗ 8 8 Uens Fegeszaih .Nov. von Rio. Rio, La Plata 3. Nov. in Rio. Rio, Santos Nov. in Rio. 3. Nov. in Rio.

Rio, La Plata

Rio, La Plata 3. Nov. Las Palmas pass. Rio, La Plata 7. Nov. von Antwerpen. Lissahgn, Fkafilien 29. Rob. n e.

Brasilien 28. Nov. Dover pass.

Etsun gg, ¹ 2. Dez. von Bremerhaven. Linten nach Ost⸗Asien und Australien:

Bremen 26. Nov. von Genua. Bremen .Nov. von Singapore. Ost⸗Asien 28. Nov. in Hongkong. Ost-Asien .Dez. in Suez.

Bremen Dez. in Bremerhaven. Bremen 2. Dez. von Adelaide. Australien 5. Nov. in Adelaide. Australien Nov. in Colombo. Australien Dez. von Southampton. Australien 24. Nov. in Adelaide.

Die Castle⸗Dampfer

von New YPork. von New⸗Pork. von New⸗YPork. in New⸗York.

lamvanꝛu

1 4

22

„Duart Castle“ und „Melrose“ sind heute auf der Heimreise

in Durban

(Natal) angekommen.

Der Castle⸗Dampfer

„Dunbar Castle“ ist beute auf der Heimreise in London ange⸗

kommen. De

r Castle⸗Dampfer „Dunottar“ hat heute auf

der Heimreise Madeira passirt.

Mannigfaltiges.

Die Denkmünze, welche aus Anlaß des 200 jährigen Jubi⸗ läumsdesfranzösischen Gymnastiums, wie gestern gemeldet, ge⸗

prägt worden is schrieben: Sie t

nasiums, des Kurfürsten Friedrich III.,

schaffenen Büste

in Uniform, mit den Nam

eine getreue Darstellung des

t, wird von der „N. A. Z.“ folgendermaßen be⸗ rägt im Avers das Bildniß des Gründers des Gym⸗ nach der von Schadow ge⸗ und das Bildniß Sr. Majestät des Kaisers beide von einem Lorbeerzweige bekränzt und ensumschriften. Auf dem Revers befindet sich neuen Schulgebäudes mit der

Jubiläumsumschrift und im Abschnitt zwei Wappenschilder, in dem

einen der Kurfü anderen Schilde

überragt von der Kaiserkrone.

Fünfmarkstücks

Hohenzollernstraße 11 a, hergestellt worden. Bildhauer

von dem Medailleur Deit Gymnasiums zu

Montag, d

rstenhut mit der Gründungsjjahreszahl 1689, in dem die Königskrone mit der Jahreszahl 1889, beide Die Denkmünze ist in der Größe eines Otto Oertel, Die Modelle dazu rühren die Ciselirung von dem sind durch den Pedell des

in der Berliner Medaillenmünze von

Paul enbeck her. beziehen.

Türpe und Die Münzen

en 8. Dezember, sind es 100 Jahre, daß August

—*

Meineke, ehemals Direktor des Königlichen Joachimsthal'schen Gymnasiums, Mitglied der Akademie der Wissenschaften ꝛc, ge⸗

boren wurde.

Montag, den 8.

dächtnißfeier Geheimer Universität besonders

Das einst von

Regierungs ⸗Rath Dr. Halle.

erwünscht

ihm geleitete Gymnasium veranstaltet d. M., Abends 8 Uhr, in seiner Aula eine Ge⸗ des unvergeßlichen Schulmannes und Gelehrten. Schrader, Kurator der wird die Gedächtnißrede halten. Ganz

würde das Erscheinen der früheren

Schüler, Amtsgenossen und Freunde Meineke's sein, aber auch über die Kreise Derer hinaus, die ihn persönlich gekannt haben, wird, wie

der Direktor und das

Lehrerkollegium des Königlichen Joachims⸗

thal'schen Gymnasiums hoffen, die Feier, zu der Jedermann der Zutritt

freisteht, unter nach der Feier EK. E

den Amtsgenossen Theilnehmer finden. Unmittelbar versammeln sich die „alten Joachimsthaler“ im

„Burggrafenhof“, Ecke Kurfürstendamm und Kurfürstenstraße.

Ueber die u tadt⸗Fern

Vereins der Postrath Landratb.

nterirdischen Anlagen für die Zwecke der sprecheinrichtung in Berlin sprach in der am abgehalteren Sitzung des Elektrotechnischen Zunächst wies der Vortragende

auf die deispiellos schnelle Entwickelung der hiesigen Stadt⸗Fernsprech⸗

2.

hin, als deren Geburtstag der 14. Juni 1880 anzusehen

lich nur außerordentlich geringen Betheiligung

8-Postamt die Ausfüdrung der Anlage ins Werk gesetzt,

ledäglich in der heute in glänzendster Weise gerechtfertigten Erfahrung, re Betheiligung nicht nur Seitens der Handeltreibenden len, sondern auch Seitens sonstiger Privatleute eintreten

Allerdings

Vortheile erst hr b habe damals wohl Niemand

die den Theilnehmern aus der Einrichtung ent⸗ mehr bekannt geworden sein würden. vermuthet, daß die An⸗

wesche am 1. April 1881 mit nur 33 Anschlüssen in Betrieb est morden sei, bereits bei der zehnten Wiederkehr ihres Geburts⸗

Erntmwi undenkbar gewesen, wenn die Reichs⸗

0— Fen

gricügter scüem.

12.

Efffe thatssächla⸗

1—4138— mesentlich . * Gebührensätze zusammen, am n Iahers erst Theilnehmer vorhanden ge⸗

Irzmischen sei die Zahl der in Berlin vorhandenen

aufmuweisen haben würde. Diese

4 der in der einheitlichen Ver⸗ 2 das Reich liegenden Vortheile in mürt, die Gebühren für die Betheiligung niedrig irflich in die Angen fallende Aufschwung der auch mit der um die Mitte des Jahres 1884

der in besonderen Telegraphen⸗ die von keiner

sprung⸗

aphen⸗

habe dann auch bereits im Juli 1885 Heteumag über die Grund⸗ 3 e

züge für die Aufstellung des bei der hiesigen Kai direktion zu entwerfenden speziellen ausführung habe jedoch eingetretener Hindernisse wegen erst im Jahre 1889 begonnen werden können. Nach den Grundzügen sollten die erforderlichen Fernsprechkabel in Röbrenzüge eingezogen werden. Eine ähnliche umfangreiche Anlage bestehe hier in Berlin bereits seit längerer Zeit, ein Theil derselben bereits seit dem Jahre 1853. Die bei der Herstellung dieses Netzes und im weiteren Verlauf der Zeit beim Einziehen von insgesammt 145 323 m Telegraphen kabeln gemachten Wahrnehmungen hätten zwar die Schwierigkeit einer derartigen Anlage erkennen lassen und hierdurch mit zwingender Gewalt auf die Beobachtung der größten Vorsicht bei den Vor bereitungen für die Ausführung der Fernsprechkabel⸗Anlage hingewiesen, zu gleicher Zeit aber auch sehr schätzenswerthe Erfahrungen gezeitigt welche die nützlichste Verwendung r konnten. tigung dieser Schwierigkeiten sei Behufs Sammlung weiterer Erfah⸗ rungen zunächst eine kurze Versuchslinie hergestellt worden, nach deren Fertigstellung mit vollster Aussicht auf Erfolg die Ausführung de gesammten Anlage in Angriff genommen werden konnte Noch im Jahre 1889 und zwar in der Zeit vom 2. Septembe bis 5. Dezember seien 14 243 m und demnächst in der Zeit vom 24. März bis 16. August des laufenden Jahres 26 289 m Röhren mit einer lichten Weite von 200, 250, 300, 350 und 400 mm und außerdem an besonders schwierigen Stellen 148 m schmiedeeiserne Kasten verlegt, die erforderlichen 522 Kabelbrunnen aufgemauert und 226 m schmiedeeiserne Kasten zur Ueberschreitung von Wasserläufen hergestellt worden. Nachdem der Vortragende die hierbei in Betrach kommenden Konstruktionen im Einzelnen dargestellt hatte, schildert er im weiteren Verlaufe seines Vortrages in auesführ⸗ licher Weise die großen Schwierigkeiten, welche sich dem Einziehen der Kabel in die Röhren entgegenstellen, und gab an der Hand von Zeichnungen und Modellen eine Beschreibung der für diese Arbeit unter sorgfältigster Berücksichtigung der in Betracht kommenden Verhältnisse neu hergestellten Geräthe. Hieran schlossen sich Bemerkungen über die Einzelheiten der Einzieharbeiten, welche mit einem derartigen Erfolge durchgeführt sind, daß bereits 154 299 m Kabel in die Röhren eingebracht sind. Nachdem der Vortragende die für die Herstellung der gesammten Anlagen auf gewendeten Kosten mit 1 863 000 beziffert hatte, schloß er unter dem Ausdrucke der Ueberzeugung, daß es nicht zu bezweifeln sei, daß diese bedeutende Kapitalsaufwendung ihren Zweck, der ungebinderten Entwickelung der hiesigen Stadt⸗Fernsprecheinrichtung die Bahn zu brechen, und damit dem wirthschaftlichen Fortschritte unserer Reichs Hauptstadt eine wesentliche Förderung angedeihen zu lassen, voll un ganz erreichen werde.

rlichen Ober⸗Post⸗

—.—

Die Verwendung von Spiritus zu häuslichen und gewerblichen Zwecken hat nach Einführung des neuen Branntweinsteuergesetzes in

Folge der Gewährung von Steuerfreibeit einen bedeutenden Aufschwung

genommen. Der Verbrauch zu diesen Zwecken betrug 1887/88 etwe

38 Mill. Liter, 1888/89 43 Mill. Liter und wird für 1889/90 au

etwa 50 Mill. Liter geschätzt. Der Verein der Spiritusfabri

kanten in Deutschland hat daher beschlossen, gelegentlich de

vom 5.—8. Februar n. J. in Berlin stattfindenden fünften

Kochkunst Ausstellung eine Sonder „Auostellung

für die Verwendung von Spiritus zu Koch⸗, Heizungs

Wund Beleuchtungszwechen zu veranstalten, bei welcher die vor⸗

züglichsten Leistungen mit Geldpreisen im Gesammtbetrage von

500 ausgezeichnet werden sollen. Anmeldungen werden bis zum 1. Januar 1891 angenommen. Auskunft ertheilen der Verein der Spiritusfabrikanten in Deutschland, Berlin N., Invalidenstraße 42

und die Geschäftsstelle der V. deutschen Kochkunst⸗Ausstellung

Berlin NW., Hegelplatz 1

Auf der Tagesordnung der am Donnerstag, 4. Dezember, im Brandenburger Hause, Mohrenstraße, stattfindenden Hauptversamm⸗ lung des Stolze’schen Stenographen⸗Vereins steht u. A. ein Vortrag des Regierungs⸗Sekretärs Adelberg: Aus dem Leben Gabelsberger’s und Stolze'’s.

Die achte Ausstellung der „Canaria“ wird, wie die „N. A. Z.“ meldet, am Freitag lin den Räumen der Kaiser⸗Wilhelm⸗

2 8. 2 2 4 8 8 straße 17 I. eröffnet und dauert bis zum 9. d. M.

Ueber den Orkan im Ofotenfiord ist dem „W. T. B.“ noch ein Bericht aus Harstadt mit folgenden Einzelheiten zugegangen: Der Sturm hat am 21. November begonnen und ununterbrochen und un⸗ geschwächt bis zum 24. Abends gedauert. Im Fiorde waren zahlreiche Segelschiffe und kleinere Fahrzeuge zum Häringsfang angesammelt. Der gewaltige Sturm und die strenge Kälte hinderten das Rettungs⸗ werk. Eine große Anzahl von Booten wurde vernichtet; ungefähr 60 Fahezeuge sind vollständig wrack, ungefähr 120 mußten die Takelage kappen. Der Verlust an Menschenleben konnte noch nicht festgestelt werden. Der Gesammtschaden wird auf eine Million Kronen geschätzt, kaum ein Drittel dürfte versichert sein. An der Nordküste des Fiords ist der Strand auf eine Strecke von ungefähr einer Meile mit Wracken und Wrackgütern bedeckt. Der Dampfer „Hindo“ konnte Montag, den 24. November, durch ein glückliches Manoͤver etwa 200 Menschen von mehreren treibenden Segel- böten, deren Takelage gekappt war, retten. Die Fischerei ist sofort eingestellt worden, obwohl die Häringe den Fjord noch nicht ver⸗ lassen haben.

Hannover, 1. Dezember. Die Leine ist, wie die „Wes. Z.“

mittheilt, Rüklingen gegenüber durchgebrochen und hat sich ein Bett nach der Beeke und Ihm gewüblt, jedoch nicht infolge zu hohen Wasserstandes, sondern infolge Grabens nach Thon zu nahe am Leine⸗Ufer. Frankfurt, 2. Dezember. Man schreibt der „Frkf. Ztg.“: Gestern Abend 7 Uhr 33 Minuten zeigte sich ein großes Meteor, dem 83 großen ziemlich gleichkommend, in südwestlicher Richtung (Mörfelden, Walldor) Es näahm seine Flugbahn westlich in der Richtung nach Höchst, wo es verschwand. In seiger Flugbahn löste;es fich in kurzen Absätzen in vier bis fünf kugelähnliche Theile auf. Ein donner⸗ ähnliches Geräusch und ein starker Knall, wie bei dem ersten, fand nicht statt. Die Stadt und Umgegend war 20 bis 25 Sekunden hell er⸗ leuchtet. Lichtfarbe: stahlblau in hell übergehend. Der Himmel war leicht bewölkt, 2 Grad Kälte, nebelig, trocken, starker Nordostwind. Um 11 Uhr 3 Min. folgte ein zweites Meteor in derselben Rich⸗ tung. Seine Bahn konnte aber nicht verfolgt werden, der Himmel war zu stark bewölkt, man sah nur das verdeckte Zucken. Auch in Kreuznach und Bingen ist die Himmelserscheinung beobachtet worden.

Köln, 2. Dezember. Der hiesige österreichische General⸗Konsul Baron von Oppenheim hat einer Meldung des „W. T. B.“ zufolge rinen Aufruf zur Unterstützung der durch die Ueber schwemmung in Karlsbad Betroffenen erlassen. Zittau, 1. ber. Auf der neueröffneten Gebirgsbahn Oybin Jonsdorf hat der „Madb. Ztg.“ zufolge ein Zug⸗ Zusammenstoß stattgefunden. Ein Beamter blieb todt, zwei Reisende wurden verletzt.

London, 2. Oktober. Bermuda wurde am 1. d. M. von einem len Wirbelsturm beimgesucht, wodurch den Saaten sowie den und Schiffen erheblicher Schaden zugefügt worden ist.

Mandalay. In Mandalay, der Hauptstadt von Birma, wird der „A. C.“ zufolge demnächst eine reue römisch⸗katholische Kathe⸗ drale eingeweiht, die auf Kosten eines zum Christenthum übergetre⸗ tenen Birmanen erbaut worden ist

lanes getroffen, mit der Bau-.

In Berücksich⸗

zum

2 8

Zweite Beilage nzeiger und Königlich Preußisch

Berlin, Mittwoch, den 3. Dezember

2

t⸗Anzein

No. 291.

1. Untersuchungs⸗Sachen.

Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

E Bertzufe Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.

Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch.

1) Untersuchungs⸗Sachen.

[48462]

Der hinter dem Arbeiter Michael Swiontkowski aus Brinsk⸗Fialken unterm 20. Mai cr. erlassene Steckbrief ist erledigt. D. 203/89. 8

Lautenburg, den 28. November 1890.

Königliches Amtsgericht. I.

[46070]

E. 334/90. Der Arbeiter Josef Kaczmarek, geboren am 23. September 1853 zu Alt Jablonke, zuletzt in Krielow wohnhaft gewesen, wird beschul⸗ digt, als Wehrmann der Landwehr ohne Er⸗ laubniß ausgewandert zu sein. Uebertretung gegen §. 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf den 21. Januar 1891, Vormittags 10 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht zu Brandenburg a./H., Zimmer 41, zur geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Strasprozeßordnung von dem Königlichen Bezirks⸗ Kommando zu Brandenburg a./H. ausgestellten Er⸗ klärung verurtheilt werden.

Brandenburg a./H., den 12. November 1890.

Merten, Aktuar,

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

MngxHvSHeSeaxmaseeendu nncra, eKov⸗oeTIna rMsskhaschsrdeatan.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[48477 Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von der Königstadt Band 84 Nr. 4386 auf den Namen des Magistratesekretärs Max Hänsel hier eingetragene, in der Rochstraße Nr. 2 belegene Grundstück am 2. Februar 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichts⸗ stelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 14 000 Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberet ebenda, Flügel D., Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Er⸗ steher übergehenden Ansprüche, deren Vorhanden⸗ sein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Verste igerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Ver⸗ theilung des Kaufgeldes gegen die berücksich⸗ tigten Ansprüche im Range Burücktreten. ie⸗ jenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks be⸗ anspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Ver⸗ eege estene he die Einstellung des Verfahrens erbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 2. Fe⸗ bruar 1891, Nachmittags 1 ¼ Uhr, an Gerichts⸗ stelle, wie oben bezeichnet, verkündet werden.

Berlin, den 27. November 1890.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 51.

[48478] Zwangs versteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von der Königstadt Band 84 Nr. 4371 auf den Namen der offenen Handelsgesellschaft Hohenstein & Comp. zu Berlin eingetragene, hier⸗ selbst Kaiser Wilhelmstraße Nr. 19, Ecke der Münz⸗ straße belegene Grundstück am 6. Februar 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle Neue Friedrich⸗ straße 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 36, ver⸗ steigert werden. Das Grundstück ist für das Etats⸗ jahr 1891/92 mit 48 500 Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuer⸗ rolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf⸗ bedingungen können in der Gerichtsschreiberei, ebenda, lügel D., Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden An⸗ s nüche deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Brundzuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs⸗ vermerks nicht hervorging, insbesondere derartige orderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden ; oder Kosten, spätestens im Versteigerungs⸗ termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge⸗ boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gericht glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des süfingiten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Ver⸗ theilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteige⸗ rungstermins die Einstellung des Verfahrens her⸗ beizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 6. Februar

Oeffentliche

1891, Nachmittags 1 ¼ Uhr, an Gerichtsstelle, wie obenbezeichnet, verkündet werden. Berlin, den 28. November 1890. Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 51.

[48479] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangevollstreckung soll das im Grundbuche von der Königstadt Band 95 Nr. 4737 auf den Namen des Glasermeisters Friedrich Souchard eingetragene, in der Barnimstraße Nr. (—) belegene Grundstück am 21. Januar 1891, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle Neue Friedrichstraße Nr. 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 17,28 Reinertrag und einer Fläche von 12 a 26 qm zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichts⸗ schreiberei, ebenda, Flügel D., Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Ver⸗ steigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder⸗ kehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver⸗ steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des Ferneften Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berück⸗ sichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Die⸗ jenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auaf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 21. Ja⸗ nuar 1891, Nachmittags 12 ½ Uhr, an Ge⸗ richtsstelle, wie oben verkündet werden.

Berlin, den 29. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 52.

[48476] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 157 Blatt Nr. 6932 auf den Namen des Töpfermeisters Gustav Keck hier zu einem Drittel und des Kaufmanns Robert Towski hier zu zwei Drittel Antheil ein⸗ getragene, am Cottbuserufer (Nr. 62) belegene Grundstück am 22. Januar 1891, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle Neue Friedrichstraße Nr. 13, Hof, Flügel C., Erdgeschoß, Saal Nr. 40, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 16,98 Reinertrag und einer Fläche von 12 a 5 qm zur Grundsteuer, zur Gebäudesteuer aber noch nicht veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichts⸗ schreiberei ebenda, Flügel D., Zimmer 42, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden An⸗ sprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs⸗ vermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs⸗ termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge⸗ boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Ver⸗ theilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 22. Januar 1891, Nachmittags 12 ½ Uhr, an obenbezeichneter Ge⸗ richtsstelle verkündet werden.

Berlin, den 22. November 1890.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 53.

3 61181 Aufgebot. Der Schmiedemeister Fr. Bothe und der Drechsler⸗ meister August Möller, Beide zu Wichtringhausen, als Inhaber der väterlichen Gewalt über ihre Kinder aus der Ehe mit Lina Beisner, bezw. Sophie Beisner, haben das Aufgebot des in Sachen, be⸗ freffend die Vormundschaft für die Kinder weiland Beibauers und Schäfers Hermann Heinrich Ernst Christian Beisner in Wichtringhausen, Seitens des Koöniglichen Amtsgerichts Wennigsen unterm 24. Juni 1874 ausgestellten Depositenscheins laut dessen u. A. eine Obligation der Hannoverschen Landes⸗ Eredit⸗Anstalt Iätt. E. Nr. 34 852 über 100 Thaler deponirt ist beantragt. Der Inhaber dieser Ur⸗ kunde wird aufgesordert, spätestens in dem auf den 14. Mai 1891, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebots⸗ termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Wennigsen, den 29. September 1890.

sKoöohntaliches Amtsgericht. I.

[48619]

nzeiger.

1— Aufgebot.

Die Wittwe Schreiners Heinrich Stehmann, Maria, geb. Hoffmann, zu Arnsberg, hat das Auf⸗ 1 des auf ihren Namen lautenden Quittungs⸗ Euches Nr. 7149 der Sparkasse der Stadt Neheim zu Neheim über die am 10. September 1887 er⸗ folgte Einlage von Sechshundert Mark, welche Ein⸗ lage gegenwärtig 6056 25 beträgt, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 25. Juni 1891, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte an⸗ zumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Neheim, den 25. November 1890.

Königliches Amtsgericht. 1e9gs Es haben:

82

Aufgebot.

1) der Dr. med. Feldmann in Hohn das Aufgebot des für ihn ausgefertigten Sparkassenscheins der Spar⸗ und Leihkasse für die Hohner Harde über ein Darlehn von 1500 d. d. 21. Januar 1889, und

2) der Abnahmemann Johann Frahm in Föhrden dasjenige des für ihn ausgefertigten Sparkassenscheins derselben Spar⸗ und Leihkasse über 300 ℳ, d. d. 21. Juli 1886, beide zu 3 ½ % verzinslich, welche angeblich versehentlich mit werthlosen Papieren ver⸗ brannt bezw. abhanden gekommen sein sollen, zum Zmweg der Ausfertigung von neuen Urkunden bean⸗ tragt.

Es werden daher die unbekannten Inhaber der beiden vorerwähnten Urkunden aufgefordert, spätestens in dem auf den 9. Januar 1891, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 7, anberaumten Aufgebotstermin ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen⸗ falls die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird.

Rendsburg, den 6. November 1890.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung II.

[45343] Aufgebot. ““ 1) Die unverehelichte Pauline Louise Kupprow, 2) der Ausgedinger August Rüggebrecht, Beide zu

Sophienwalde, 89

haben das Aufgebot der nachfolgend näher beschriebe⸗

nen, angeblich bei einem Brande im Frühjahr 1890

in Sere e mit verbrannten Sparkassenbücher

der hiesigen städtischen Sparkasse

1) Nr. 5457 für die Musketier Kupprow'sche Hefceeneg zu Sophienwalde ausgestellt und nach Zuschreibung der Zinsen pro 1889 mit 52 27 abschließend,

2) Nr. 8779 für den Ausgedinger August Rügge⸗ brecht zu Sophienwalde ausgestellt und mit 207 86 abschließend,

beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 8. Juli 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeich⸗ neten Gerichte, Abtheilung I., Zimmer 3, anberaum⸗ ten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraft⸗ loserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Zielenzig, den 8. November 1890.

Das Königliche Amtsgericht. Abtheilung

[42316] Aufgebot.

Der Posthalter W. Kampmeier zu Detmold hat durch Vermittlung des Amtsgerichts II. daselbst das Aufgebot der Schuldurkunde vom 19. Januar 1864 über ein Seitens des Kaufmanns H. Führer zu Detmold an den Lohgerber Friedrich Schierenberg Nr. 219 zu Horn am 18. Januar 1864 baar aus⸗ bezahltes Darlehn von 50 Thlrn. (fünfzig Thalern), welches im Hypothekenbuche von Horn Bd. III. S. 121 ingrossirt ist, beantragt, nachdem derselbe vor dem Amtsgericht II. zu Detmold diesen seinen Antrag begründet und namentlich seine Berechtigung zur Stellung des Antrages nachgewiesen hat. Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 26. Mai 1891, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichmeten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechcr anzumelden und die Urkunde vorzulegen, m die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen mird.

Horn, den 24. Oktober 1890.

Fürstliches Amtsgericht. J. A.: Boeckers, Gerichtsassessor.

148483 1b Die Erben der Wittwe Friedert renen Bönecke, zu Rieder, dabden Fs Ausfertigung der Hypothekenurkande dom 4.4 1879 über 450 rückständtge Kaaßs Kaufvertrage vom 4/4. Inli 1878 Wittwe Bönecke an den Dachdecker Dass Rieder beantragt. Der Inhader der Urkunde wird —— 8. 2x IaL2n 22. Ja⸗ nuar 1891, Vormi ver unterseichneten Gerichte, Nr. 5. beeew-vens ten Aufgebotttermine seime Nechte die Urkunde Früenae Kraftlos- erklärung der U e cfolern wärd. Ballenstedt, den 28. Noremder 1880 2. Klinghammer. 1* Höhn e, Gerichtsschreider der rexlrchen Amtsgerichts. [48484] Aufgedot. Auf An der der Frau O 8 Hedwig 2 ned. Becttschneider. Neusalz a. d. H. dertreten durch den Bochdalter Koserowski in Ratibor, wird der am 22. Septemder 1837 zu Krappiß als de eenee. Keinrich Brettschneider Fderene mann Emil Brett⸗ schneider, welder imn Jadre 1859 ausgewandert und undekannten We dort

6. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versich⸗ 7. Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗Genossenschaften. 8. Niederlassun 9. Bank⸗Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

gaerkne cim Tenet he

icherung.

ꝛc. von Rechtsanwälten.

die von ihm etwa zurückgelassenen, unbekannten Erben und Erbnehmer aufgefordert, sich spätestens im Auf⸗ gebotstermin am 25. September 1891, Vor⸗ mittags 10 Uhr, an Gerichtsstelle hierselbst schriftlich oder persönlich zu melden, widrigenfalls Herrmann Emil Brettschneider für todt erklärt, und bei Ueberweisung seines Vermögens auf seine un⸗

bekannten Erben keine Rücksicht genommen werden 83

wird. Krappitz, den 28. November 1890. Koönigliches Amtsgericht.

[484822 Aufgebot.

Es werden aufgeboten:

A. 1) auf den Antrag des Abwesenheits⸗Vormundes, Häuslers Ferdinand Ernst zu Dittersbach, die Dienst⸗ magd Caroline Zindler aus Dittersbach, welche seit länger als 20 Jahren diesen Ort verlassen hat und seitdem verschollen ist,

2) auf den Antrag des Abwesenheits⸗Vormundes, Bäckermeisters August Weichert zu Reichenbach, der am 11. November 1847 zu Reichenbach geborene Häuslersohn Johann Heinrich Hermann (genannt August) Jahn, welcher sich vor 75 als 25 Jahren als Arbeiter nach Bremerhaven begeben hat und 1 t; yf 2

auf den Antrag des egers, 5⸗ mannes Gustav Kappel zu Sagan, die g Erben des am 26. August 1889 verstorbenen Fabrik⸗ arbeiters Wilhelm Katschera aus Sagan,

2) auf den Antrag des Pflegers, Bäckers August Herrmann zu Bergisdorf, die unbekannten Erben des durch Urtheil des unterzeichneten Gerichts vom 11. März 1889 für todt erklärten Arbeiters Johann Heinrich Tauchert aus Bergisdorf, 8

3) auf den Antrag des Pflegers, Kaufmanns Lud⸗ wig Hülse zu Sagan, die unbekannten Erben des am 22. Dezember 1889 zu Sagan v Oekonomie⸗Inspektors Eduard Gerhard aus Sagan,

4) auf den Antrag des Pflegers, K 1 Oswald Habermann zu Naumburg a/B., die unbe⸗ kannten Erben der durch Urtheil des unterzeichneten Gerichts vom 21. September 1889 für todt erklärten Auguste Pauline Knobel von Diebau.

Die aufgerufenen Personen werden aufgefordert, sich bei dem unterzeichneten Gericht, und zwar spätestens in dem von demselben auf den 21. Okto⸗ ber 1891, Vormittags 10 Uhr, Zimmer III. anberaumten Aufgebotstermine persönlich oder schrift⸗ lich zu melden, widrigenfalls die unter A bezei neten Verschollenen für todt erklärt, die unter B gedachten Personen aber mit ihren Ansprüchen und Rechten auf den Nachlaß der genannten Erblasser ausgeschlossen werden, der Nachlaß den meldenden und legitimirenden Erben, in E solcher aber dem Fiskus verabfolgt wird und der sich später meldende Erbe alle Verfügungen des besitzers anerkennen muß, weder noch Ersatz der Nutzungen, sondern nur des noch Vorhandenen fordern darf.

Sagan, den 19. 1890.

Königliches Amtsgericht.

[48481] Bekanntmachung.

Die Fleischermeister Theodor und Era, I“ Eheleute zu hatten am 6. Juni 1890 bei dem hiesigen Amts⸗ gerichte ein wechselseitiges Testament errichtet.

Dasselbe ist am 27. Oktober 1890 der Fleischermeister Theodor Roszkiewici anmn . ee 1890 verstorben ist auf Amtrag der himtmern⸗ bliebenen Wittwe Roszkiewicz eröffmet mundern nn ist in diesem unger Antenm da Säü- machergeselle Anton Krreriumg Nseemnüz ke Goerchen als Erde gemaue. 8

Da der Anfenthalt des Lrtztemm miict n ist, so wird Voarsurdendes Fnmees, Efferücfhe S stellung dürrmit Hetam mn

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