1890 / 292 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 04 Dec 1890 18:00:01 GMT) scan diff

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loefühls, lann ee Iennenaa Anstalten, Eine ganz besondere Triebfeder aber

er ernste Wille, die Geschichte des deutschen Volks in ihrem 1ne veene⸗ und auf gediegenem Grunde aufzubauen. Dies hatte eine bedeutend gesteigerte Benutzung der Archive zur Folge, hesonders nachdem Ranke gezeigt hatte, daß und wie man in den Archiven zu forschen habe. bie großen Archipe wurden in Staats⸗Archive ver⸗ wandelt und formten sich um zu einem selbständigen Zweige des öffent⸗ lichen Dienste; mit eigenen Beamten und geordneter Verwaltun Als am schönsten ausgestattet und eingerichtet möͤchte der Veyfasser de⸗ zeichnen: das Deutschordens⸗Archiv in Wien, das Haupt⸗Archiv in We mar, das Königliche Haus⸗Archiv in Berkin, das Laudes-Archiv in Gras, das Staats⸗Archiv in Marburg und daß Stadt⸗Archiv in Frar kfurt a. M. Dann verbreitet er sich in eingedender Ansfübrung Über den Beruf der Landes⸗Archive und sbie Aufgaben, ihre Materi ilien und Benutzung, den Schutz der Archivalien vor Temperatureinflüssen, vor Feuersgefahr und Cetfferedneg die Ein⸗ richteng der Reuhauten und die Aussicht üͤder versendete Archivalien. Auch die Eintheilung und Ordnung und praktilehe Verwahrung der Akten, die Herstellung von Regesten und Repertorten. Hand⸗ weisern und Grundrissen wird ausführlich besprochen. In einem besonderen Abschnitt über die Amtsstellung der Archiv⸗Beamten legt der Verfasser seine Ansichten in Betreff einer Neugestaltung des Archivwesens dar. Diese gipfeln in der Schaffung eines „Obersten Archivraths“und eines deutschen Reichs⸗Archivs; er fordert zur gründlichen achbildung der Archiv⸗ Beamten die Errichtung von Archivschulen und taatliche Prüfung derselben. Auch fuͤr die Gelbständigkeit der Archtpe und ihre einheitliche Verwaltung plädirt er, entwirft einen Plan für den Geschäftsgang und legt die Aufgaben der Archip⸗Vorstäͤnde dar. Zum Schluß bespricht er endlich als eine wichtige Zukunftsfrage die Herstellung eines sar Akten brauchbaren möglichst unzerstörbaren Papiers. Das Werk dürfte dem gereiften Fachmann ebenso viel Anregung bitten, wie es den Jünger der Archipkunde in kompendiöser Form über Ge⸗ schichte und Wesen dieser Wissenschaft und ihre praktische Ausübung gründlich zu belehren wohlgeeignet erscheint. fan- Aus dem alten Deutschen Reiche.“ Historische Er⸗ zählungen in romantischer Form aus dem Mittelalter. Für die her⸗ anwachsende Jugend von Dr. Franz Heyer, Gymnastal⸗Direktor. Inbalt: Band I: Kaiser Konrad I11. Band II; Kaiser Heinrich III. Band III: Kaiser 8 IV. Band IV: Der erste Kreuzzug, Band V; Kaiser Heinrich V. Band VI: Die Hohenstauf⸗ Brüder. Band VII: Kaiser Friedrich I. Band VIII: Kaiser Heinrich VI. Band IX : Philipp von Schwaben. Band X: Kaiser Friedrich II. Band XI: Hermann Balk. Band XII: Die letzten Hohenstaufen. Durch dieses Unternehmen, welchens mit dem Neuerscheinen der vier letztvermerkten Bände glücklich seiner Vonlendung entgegengeführt ist, will die Verlagshandlung von Max Wovwod in Breslau der heranwachsenden Jugend von kundiger, wohlbewährter Hand die bedeutsamsten Träger und die dedentendsten Epochen der Geschichte des deutschen Mittel⸗ alters in lebenstreuer Gestalt vorführen lassen, damit sie deutsches Licht und Leben aus frischen Quellen trinke. Wir freuen uns, konstatiren zu können, daß wie die früheren, so ganz besonders auch die uns vorliegenden neuerschienenen Bände IX, X, XI und XIII dieser Absicht in bester Weise entsprechen. Dabel ist die Sprache dieser Werkchen einfach, edel, volkothümlich; die Ausführungen stehen ganz auf historischem Boden; Personen⸗ und Zeitbilder sind scharf und lebenswahr gezeichnet. Jeder Band, außen mit den Bildern der Geschichtsträger und den Symbolen deutscher Kaiserherrlichkeit, innen mit einem Titelbild, geschmückt, kostet broschirt 1 ℳ, kartonnirt 1,20 ℳ, elegant in Leinwand gebunden 1,50

Der Redaktion des „Reichs⸗ und Staats⸗Anzeigers“ sind die nachstehenden Bücher und Zeitschriften eingesandt worden:

Geschichte des deutschen Volkes und seiner Kultur im Mittelalter. In drei Bänden. Erster Band 3. bis 9. Liefe⸗ rung. Von Dr. Heinrich Gerdes. DPuncker u. Humblot, Leipzig, 1890.

Füuͤrst Bismarck als Volkswirth. Heinrich von Poschinger. II. Band. Die Uebernahme des Handels⸗Ministerlums bis Ende 1884. Paul Hennig, Berlin, 1890.

Die Durchfübrung desschweizerischen Fabrikgesetzes. Von Dr. G. Koenigs, Geheimem Regierungs⸗Rath und vorkragendem Rath im Königlich preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe. Julius Springer, Berlin, 1891.

ie Zusammenlegung der Grundstücke nach dem preußischen Verfahren. nn Gebrauche für Landwirthe, Land⸗ efe und Kulturtechniker, sowie Studirende der Landwirthschaft und Kulturtechnik bearbeitet von A. Hüser, Kgl. Preuß. Vermessungs⸗ revisor und Kulturtechniker. Paul Parey, Berlin.

Das Recht der Politischen Fremdenausweisung mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz von Dr. jur. J. Langbhard. Duncker u. Humblot, Leipzig, 1891.

Die Landgemeinde in den Fferi den Provinzen Preußens und die Versuche, eine Landgemeindeordnung zu schaffen. Von Dr. Friedrich Keil, Gerichts⸗Assessor. Duncker u. Humblot, Leipzig, 1890.

Berichte über die Zustände und die Reform des ländlichen Gemeindewesens in Preußen. Duncker & Humblot, Leipzig, 1890.

Arbeilgeinstellungen und Fortbildung des Arbeits⸗ Berichte von G. Auerbach, W. Lotz und F. Zahn,

Dargestellt von

vertrags.

im Auftrage des Vereins fuͤr Sozialpolitik herausgegeben und ein⸗

geleitet von L. Brentano Duncker & Humblot, Leipzig, 1890.

Arbeiter⸗Ausschüsse in der deutschen Industrie. Gutachten, Berichte, Statuten herausgegehen im Auftrage des Vereins für Soztalpolitik von Professor Dr. Max Sering. Duncker u. Humblot, Leipzig, 1890.

Schriften des Deutschen Vereins lhar Armenpflege Wund Wohlthätigkeit. 11. Heft: Die Wohnungsfrage vom Standpunkte der Armenpflege. Berichte der in der Jahres⸗

versammlung vom 2H. September 1888 derufenen Kommission. Heft 121 Der hauswirthschaftliche Unterricht armer Mädchen in Deutschland. Berichte, herausgegeben von der Haushaltungsunterrichts⸗Kommission des Deutschen

Pereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit. Duncker u. Humblot, Leipzig, 1890.

Lehrbuch des preußischen Verwaltungsrechts. Von

G. A. Grotefend. Königlich preußischer Geheimer Regierungs⸗ Ratb. 1. Theil. Lieferung 7 bis Schluß. C. Habel (C. G. Lüderitzsche Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1890. Der Civilprozeß. Spstematisch bearbeitet für die ordent⸗ lichen Gerichte des preußischen Staats und für das Reichsgericht auf Grund der Reichsgesetzgebung und der preußischen Landesgesetzgebung, owie der Vorschriften der preußischen Landes⸗Justinverwaltung. Von V. Rintelen, Geheimem Ober⸗Justiz⸗Rath. 1. bis 4. Lieferung. Otto Liehmann, Berlin, 1890.

Nachtrag zu Die Besteuerung des Branntweins im Deutschen Reich. I Theil: , und II. Theil: Aus⸗ führungsbestimmungen. Herausgegeben von Troje, Königl. preuß. Steuer⸗Rath und Dirigent des Haupt⸗Steuer⸗Amts zu Prenzlau.

Gustav Elkan, a. d. Elbe. Die Waarenwährung als Ergänzung der Edelmetall⸗

eienss. 8 t e 1e--EFöE Sonderabdruck au 8 buch der g ꝛc. 1890. Duncker u. Humdlot, Leipzig 1880.

Forschungen zur deutschen Landes⸗ und Volkskunde m Auftrage der Centralkommission für wissenschaft⸗ liche Landeskunde von Deutschland von Dr. A. Kirchhoff, Profefor der Erdkunde an der Univerfität Halle. 5. Band, Heft 2: Ueber die geograpbische Verbrritung der Süß⸗ wasserfische von Mittel⸗Europa von Dr. Erwin Schulze in Quedlin⸗ burg. Heft 3: Der Seifenbergbau im Erzgebirge und die Walen⸗

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auch durch die Umwandlung der

sagen 6 Dr. Heinrich Schurtz in voschwitz. J. Engelhorn, Gtutt⸗ art, 8 8

* Dr. A. Petermann's Mittheitungen aus Justus Vertbes Geographischer, Anstalt, Herausgegeben von Prof. Dr A. Gupau. Feosnmngsbeft Nr. 99 von 1 nel, Ost⸗Aequa⸗ sorfal-Afrika wweischen Pangaut und dem neuentdeckten Rudolf⸗See. Justus Perthes. Gotha.

Jahresbericht zher Beobachtungs⸗Ergebnisse der von den forstlichen Verfuchsaustalten des König⸗ reichs Preußen, des Herzogtbume Rraunschweig, der thüringischen Staaten, der Reichslande und dem Lan⸗ des direktorium der Provinz Hannover eingerichteten forstlich⸗metzorologischen Stationen. Heau gegebeg von Dr. A. Mäͤttrich, Profefsor an der Kal. Forstakabemie zu Ebers⸗ walde und Dirigent der meteorglogischen Abtheilung des sorstlichen Versuchswesens in Preußen. 15. Jahrgang. Das Jahr 1889, FJulius Springer, Berlin, 1890.

Das Bank⸗Geschäft, ein Handbuch für Kgufleute und Kopitalisten von Wernhard Gerothwohl. 2. Auflage von Has Bank⸗Geschäft nach Einführung der Mark⸗Rechnung“. dgersce Verlags⸗, Buch⸗ und Landkarten⸗Handlung, Frankfurt a. M.,

Das Fortbildungsschulwesen im Regierungsbezirk Minden. Von Ragoöezy, Spndikus der Handelskammer in Minden. (Separatabdruck aus Nr. 15 bis 20 der Fortbildungsschule vom Jahre 1890.) Ed. Peter’'s Verlag, Berlin, 1890.

Eintheilung und Friedensunterbringung der fran⸗ zoͤsischen Armee am 1. Oktober 1890. Zuglesch Fortsetzung des Werkes; „Die französische Armee in Krieg und Frieden.“ Von Erner, Oberst⸗Lieutenant 3. D. im General Kommando VII. (Königl. Sächs.) Armee⸗Corps. C. S Mittler u. Sohn, Berlin, 1890.

Uniformenkunde. Lose Blätter zur Geschichte der Ent⸗ wicklung der militärischen Tracht in Deutschland. Herausgegeben, gezeichnet und mit kurzem Text versehen von Richard Knötel. Heft 5. Max Babenzien, Rathenow, 1890.

Familien⸗Chronik des Ritters Michel von Ehen⸗ heim. Herausgegeben von Dr. Christtan Meyer, Königl. preuß. Archivar 1. Klasse zu Brezlau. A. Steuber, Würzburg, 1891.

Ut minen ollen Fründ Muse sine Huslibhrertid. In plattdütsche Mündort von Ernst Mietzke. Otto Dreyer, Berlin.

Im Hobhlspiegel. Satiren von Otto von Leixner 1. 2086 oder Das Weltalter der Gleichheit. C. Koenitzer’'s Verlag. Frankfurt a. M. Berlin.

Homer’'s Odyssee für das deutsche Haus von Emil Engelmann. 4. und 5. Lieferung. Paul Neff, Stuttgart.

Wieder „die Ehre“ und Wider „die Ehre“ von *,“*. Nitschke u. Loechner, Berlin, 1890.

Mene, Mene, DTekel, Upharsin! Briefe des Ta⸗oetse

Gebhardt u. Witisch,

und Laeiefo. Renger’sche Buchhandlung. Leipzig, 1890.

Engelborn’'s allgemeine Roman⸗Bibliotbek. 7. Jahr⸗ gang. Band 4 Zum Kinderparadies. Roman von André Theuriet. Autorisirte Uebersetzung aus dem Französischen von Natalie Rümelin. J. Engelborn, Stuttgart, 1890.

Reuter⸗Almanach. Herausgegeben von Antonie Lewin. Mit einem Vorwort von Gustav Schalk. Felix Bagel, Düsseldorf.

Annalen der Hyodrographie und Maritimen Meteoro⸗ logie. Organ des Hvdrographischen Amts und der Peutschen Seewarte. Herausgegeben von dem Hydrographischen Amt des Reichs⸗Marineamts. 18. Jahrgang 1890. Heft X. E. S. Mittler u. Sohn, Berlin.

Archiv für Eisenbahnwesen. henaee 2n im Mi⸗ nisterium der öffentlichen Arbeiten. Jahrgang 1890. Heft 6. November und Dezember. Julins Springer, Berlin, 1890.

Friederich’ 6 Bläͤtter für gerichtliche Medizin und Sanitätspolizei. Herausgegeben von Geheim⸗Rath Dr. J. von Kerschensteiner, Ober⸗Med.⸗Rath im Kal. Staats⸗Ministerium des Innern. 41. Jahrgang Heft V. September und Oktober. Friedrich Korn, Nürnberg, 18990.

Forstwissenschaftliches Centralblatt. (Früher: Mo⸗ natsschrift für Forst⸗ und Jagdwesen.) Unter Mitwirkung zahlreicher Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, berausgegeben von Dr. Franz Baur, v. ö. Professor der Forstwissenschaft an der Universität München. 12. Jahrgang. Paul Parey, Berlin, 1890.

Annalen des Heutischen Reichs fuür Gesetzgebung, Verwaltung und Statistik. Staatswissenschaftliche Zeitschrift und Materialiensammlung. Herausgegeben von Dr. Georg Hirth und Dr. Max Seydel. Nr. 10 und 11. 1890. G. Hirth in München und Leipzig.

WDekorative Vorbilder. Jahrgang 1890/91. 3. bis 6. Heft. Julius Hoffmann, Stuttgart.

Baverische Hewerbe⸗Zeitung. Nr. 21. 1890. Re⸗ digirt von Dr. J. Stockbauer. Herausgegeben vom Bayperischen Gewerbe⸗Museum in Nürunberg III. Jahrgang. Verlagsanstalt des Bayerischen Gewerbe⸗Museums (C. Schrag), Nürnberg.

Musterblätter für künstlerische Handarbeiten, herausgegeben von Frieda Lipperheide. II. Sammlung. Franz Lipperheide, Berlin, 1890

Die österreichisch⸗ ungarische Monarchie in Wort und Bild. Kärnten und Krain. 12. Heft, Lieferung 119. K. k. Hof⸗ und Staatsdruckerei in Wien.

Unsere Zeit. Deutsche Revue der Gegenwart. Herausgegeben von Friedrich Bienemann. Jahrgang 1890. 11. Heft. F. A. Brockhaus, Leipzig. 1890.

Das zwanzigste Jahrbhundert. Deutschnationale Monats⸗ hbefte für soziales Leben, Politik, Wissenschaft und Literatur. Heraus⸗ gegeben von Erwin Bauer. 1. Band. 1. Heft (Oktoberheft 1890). Hans Lüstenöder, Berlin.

Deutsche Rundschau. Herausgegeben von Julius Roden⸗ 17. Jahrgang. Heft 2. November 1890. Gebrüder Paetel, Berlin.

Neues Weihnachts⸗Album für Pianoforte. Fünfzehn der bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslieder mit unterlegtem Terxt, herausgegeben von Joh. Diehl. Carl Dietrich'sche Buch⸗ und Muskalienhandlung Hamm i. W.

Deutscher Kalender 1891 von Bageres.

Emil Doepler dem J Reinhold Kühn’s Verlag, Berlin.

amen⸗Almanach. Notiz⸗ und Schreibkalender für das Jahr 1891. 25. Jahrgang. Jubel⸗Ausgabe. Haude u. Spener⸗ sche Buchhandlung (F. e Berlin, 1890.

Trowitzsch's Damen⸗Kalender auf das Jahr 1891. Trowitzsch u. Sohn, Berlin.

Trowitzschs Volks⸗Kalender 1891. 64. Jahrgang. Tro⸗

Wiener Mode Nr. 3. Administration der Wiener Mode in Wien.

Illustrirte Frauen⸗Zeitung. Heft 21. Franz Lipperheide, Berlin und Wien.

Pflege und Zucht der Thiere. Organ der Zoologischen Gärten Deutschlands. Herausgegeben von der „Neuen Zoologi⸗ schen Gesellschaft“ in Frankfurt a. M. Redigirt von Prof. Dr. F. C. Noll, Oberlehrer am Städtischen Eymnasium. XXXI. Jahr⸗ Theater und Mufik. Königliche Theater.

In der Vorstellung des „Trompeter von Säkkingen“ am Sonn⸗ abend im Opernhause sind die Damen Hiedler und Lammert, die hause geht am Sonnabend Bulthaupt’s Drama „Eine neue Welt“ zum ersten Mal in Scene. Die Hauptrollen .gL- sich in den Händen der Damen von Hochenburger und Kahle sowie der Hrrn. Matkowsky, Erube, Keßler und Krause.

itzsch u. Sohn, Berlin. IV. Jahrgang. Der Zoologische Garten. Zeitschrift für Beobachtung, gang. Nr. 10. Mahlau u. Waldschmidt, Frankfurt a. M. 1890. Hrrn. Bulß, Krolop und Mödlinger beschäftigt. Im Schauspiel⸗

Concerthaus.

Der „Mozart⸗Abend“, welcher morgen, am Todestage des Meisters, stattfindet, wird ein sehr seltenes, in Berlin vielleicht noch ule gebörtes Werk bringen, nämlich das Hornconcert in D-dur, welches Mozart 1789 für den Wiener Hornvirtuosen Leitgeb komponirte. Moͤglich wird diese Aufführung durch den ausgezeichneten Hornkünstler Hrn. Spohr, welcher seßt Mitglied der Meyder’schen Kapelle ist und in der kurzen Zeit seines biesigen Aufenthalts mannigfach berechtigtes Aufsehen erregt hat. Außserdem wird Frl. Lemböck das Andante aus dem Harfenconcert vortragen und das Programm ferner die Ouverturen zur „Zauberflöte“ und zum „Don Juan’, das Klarinetten⸗Quintett und andere Kompositionen des unsterblichen Meisters enthalten.

Mannigfaltiges.

Bei dem Berliner Afyl⸗Verein für Obdachlose nächtigten der „Voss. Ztg.“ zufolge im lbe Monat November im Männer⸗Asyl 8951 Personen (davon badeten 2690 Personen), im Frzuen Afpt 1415 Personen (davon badeten 109 Personen). Für den Arbeitsnachweis des Asyl⸗Vereins werden Antraͤge, männlsche Arbeiter beeede de ate des Ser lphs Büschingstraße 4, ve e Arbeiter betreffend, an die Hausmutter des Frauen⸗Asyls, Füsiljerstr. b, erbeten. 1 üsr

Der seit 15 Jahren segensreich wirkende Verein zur Speisu ng armer Kinder und Nothleidender hat, wie die „N. A. Z. berichtet, in diesen Tagen wieder seine Sammellisten in den Häusern abgegeben und bittet alle wohlthätigen Bewohner Berlins, nach Kräften Beiträge ihm zuwenden zu wollen. Was der Verein in diesem Jahre schon Gutes gewirkt hat, geht aus folgenden Zahlen hervor: Seit dem 1. Januar wurden 600 Familien“ mit Lebens⸗ Stärkungs⸗ und Erfrischungsmitteln unterstützt. Selt dem 1. Mat speisten im ersten Volkskindergarten 1054 Kinder; 2259 Kinder er⸗ bielten Nachmittags Milch. Im zweiten Volkskindergarten speisten gleichfalls seit dem 1. Mai 743 Kinder und 1030 Kinder erhielten Nachmittags Milch. Seit derselben Zeit wurden in der städtischen Blindenschule 1600 Blinde gespeist. Soll der Verein weiter seine löblichen Zwecke verfolgen, so bedarf er neuer Mittel, welche er durch die jetzige Hausfammlung zu erlangen hofft.

Ueber Theaterbrände im Jahre 1890 giebt der „B. B. C.“ folgende Zusammenstellung: Gleich der Neujahrstag brachte den Brand des Züricher Theaters; Menschen wurden nicht verletzt. 3. Januar: Brand des Theaters der wallisischen Stadt Porih. 7. Januar: Brand des Brüsseler Theaters de la Bourse und des „Alcazar“ zu Havre. 13. Januar: Panik im Klagen⸗ furter Stadt⸗Theater in Folge eines Erdbebens. 13. Januar Brand des Theaters Gebatier zu Montauban, Frankreich. 20. Februar: Kommunal⸗Theater zu Amsterdam. 24. Märzi Stadt⸗ Tbeater zu Bromberg. 11. Juni: Variété⸗Theater in Brooklyvn. 16. Junt: Panik im Theater Fomenda in Mailand; viele Personen schwer verletzt. 29. Junt um 11 Uhr Nachts: Bei vollem Hause Feuer im Théeatre Mollèdre zu Brüssel; es entstand eine schreckliche Flucht und viele Personen wurden verwundet. 16. Augustt Brand des Qucens⸗Theater zu Manchester; die Bühne blieb in Folge des Aosbestvorhanges unversehrt. 26. August: Brand des Pariser Panorama de la Bastille und des Theaters in Chieago. 2. September: Löhr’s „Tivolt“ zu Bremen. 5. September: Arena⸗ Theater Kalvpso in Catania. 18. September: Im Theater Lourches im Nord⸗Departement Brand während der Kindervorstellung; acht Kinder verbrannten und siebenundzwanzig wurden schwer verletzt. 1. Oktober: Hippodrom am Boulevard de Cauderau in Bordeauͤx 3. November: Bühnenfeuer im Galerie⸗Theater in Bruüssel.

Von den auf den städtif rellen kann man letzt Proben im Aquarium umherschwimmen sehen. Die Forellen stammen nach Angabe hiesiger Blätter aus den Teichen der Rieselgüter Malchow und Wartenberg, die ausschließlich mit Drain⸗ wasser gespeist werden. Es sind nur Edelfische: ein⸗ und zweiljährige Forellen, sowie einlährige Blaufellchen (zu den Lachsen gehörig; sie werden anderthalb 29. lang), Zander und Karpfen. Die Probe⸗ sendung umfaßt 6 Karp en, 3 zweilährige Bachforellen, 6 einsäbrige Bachsorellen, 8 Regenbogenforellen, 6 Zander und 8 Fellchen. Die Fische sind für ihre Jugend überraschend groß und wohlgenährt. Gs wird nach den zweilährigen Versuchen diese Fischzucht umfangreicher gestaltet werden.

Die sechste große Vogel⸗Ausstellung des Vereins „Ornis“ wird morgen in dem mit Fahnen reich geschmückten Hause Spittel⸗ markt 2 eröffnet werden. Insgesammt haben sich 61 Aussteller mit Tausenden von fremdländischen und einheimischen Vögeln, darunter viele Seltenheiten, an der interessanten Schau betheiligt. Die Aus⸗ stellung bleibt fünf Tage geöffnet.

Zum Verlegen des zweiten Geleises auf der Strecke Oranten⸗ burg Berlin begiebt sich heute ein Kommando des Eisenbahn⸗ Regiments Nr. 2 nach Oranienburg.

Eine Heizeinrichtung für Pferdebahnwagen ist dem „B. Fr.⸗Bl.“ zufolge zur Zeit im VBau. Der Heizapparat besteht aus einem etwa 14 cm hohen und m im Quadrat messenden Doppel⸗ kasten, der unter dem Perron angebracht wird. Von dem Kasten aus laufen rechts und links je zwei etwa 7 ½ em auseinanderstehende Röhren, die unter den Sitzbänken entlang führen und am entgegen⸗ geseßten Ende sich vereinigen. Das Heizmaterial besteht aus Kohlen⸗ staub, welchen, ähnlich wie bei den Grudeöfen, nur langsam glimmt und daher ein außerst wirksames Brenn⸗

sparsames und doch material ist.

München, 4. Dezember. In der hegenggen Nacht ist dem „W. T. B.“* zufolge die große Trindl'sche Säge⸗ und Mahl⸗

mühle in der Auervorstadt abgebrannt. Personen sind dabei

nicht verletzt worden.

Braunschweig, 3. Dezember. Auf dem Boden des Herzo lichen Museums platzte laut Meldung des „W. T. B.“* 48 Ablaßrohr der Dampfheizung, sodaß das Wasser 8 durch die Decken und Wände ergoß und eine Partie alterthümlicher Stickereien beschädigte. Durch rechtzeitiges Eingreifen gelang es, das Mes von dem Eindringen in die Decke der Gemälde Galerie fern⸗ zuhalten.

Hamburg, 3. Dezember. Hert Nachmittag stürzte in Barmbeck zein Neubau ein, wobei fünf Personen verletzt wurden, darunter vier schwer.

London, 3. Dezember. Aus Glasgow wird gemeldet, daß der überfällige Dampfer „Ethiopia“ mit gebrochenem Schaft in der Nähe der Tory⸗Insel gesehen worden und daß Hülfe dorthin ab⸗ gegangen sei. ber Dampfer „Georgia“ von der State⸗Linie, welcher fünf Tage später als die „Ethiopia“ von New⸗York abfuhr, und der Dampfer „Prussian“ von der Allan⸗Linie, welcher von Philadelphia segelte, kamen am 1. Dezember im Clyde an. Beide Schiffe sagen, daß sie gutes Wetter auf der Fahrt hatten. Die „Ethiopia“ hat 140 Passagiere an Bord.

Halifax (Neu⸗Schottland), 4. Dezember. Während eines heftigen Sturmes, welcher am Montag und Dienstag an der Küste wüthete, sollen, wie „W. T. B.“ meldet, 40 Schiffe, zumeist Schooner aus den Seeprovinzen St. Pierre und Miquelen, unter⸗ gegangen sein. Nach bis jetzt eingegangenen Berichten wären zwölf Personen umgekommen. Auch auf dem Lande hat der Sturm großen Schaden verursacht; zahlreiche Brücken sind weg⸗ 8.8ges worden, auch ist der Eisenbahnverkehr mehrfach unter⸗ rochen.

chen Riefelgütern ezüchteten Fo⸗

1. Untersuchungs⸗Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

8. Ve ufe Verpachtungen, Verdingungen 4. Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.

5. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch.

I Oeffentlicher ger.

1) Untersuchungs⸗Sachen.

[48159] Steckbrief. 2

Der unten näher beschriebene Handelsmann Cölestin Glosz aus Rheine, gegen den Untersuchungshaft wegen betrügerischen Bankerotts angeordnet 89 ist in Halle a. d. S. dem Transporteur entwichen.

Es wird ersucht, den ꝛc. Gloß im Betretungefalle dem nächsten Amtsgericht vorzuführen und hierher Drabhtnachricht zu geben. K. 16/89 /II. 15182.

Münster i./W., den 28. November 1890. 8

Der Erste Staatsanwalt.

Signalement: Handelsmann Cölestin Gloß aus Cracau a./M., geboren den 30. Dezember 1861 in Stolberg a./H., 165 em groß, blondhaarig, Stirn hoch, Augenbraunen blond, Augen braun, Nase spitz, Mund klein, Zähne defekt, Kinn rund, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe blaß, Gestalt kräftig, n. Bart, grauer Filzhut, Jackett, Weste, Hose dunkeler Stoff, weißes Hemd, graues Halstuch, Kragen, Schlips, Hosenträger, Lederschuhe, Strümpfe.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[26400] Aufgebot.

Die verwittwete Kaufmann Marie Schulz, geb. Tieke, zu Rixdorf, Berlinerstr. 33, hat das Aufgebot folgender Schuldscheine des Rixdorfer Vorschuß⸗ vereins (eingetragene Genossenschaft mit unbeschränk⸗ ter Haftpflicht)

a. Üüber 2827,35 zweitausend achthundert hebe an eani Mark 35 Pf. vom 2. Septem⸗

eer 1889 Nr. 1167,

b. über 1500 eintausend fünfhundert Mark vom 2. November 1889 Nr. 1210,

beide zu 4 % Zinsen, deren Verlust, sowie das Fortbestehen ihrer Foerderungen aus den gedachten Urkunden an den gedachten Vorschußpverein sie glaub⸗ haft gemacht hat, beantragt. Der Inhaber der Ur⸗ kunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 20. März 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Erkstr. 19, Zim⸗ mer 14, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widri⸗ genfalls die Kraftlogerklärung der Urkunden erfolgen wird.

Rixvdorf, den 30. Juli 1890.

Das Königliche Amtsgericht.

[48747] Aufgebot. 1 Auf den Antrag des Rentiers Wilhelm Newiger hier, Ziegelstraße, wird der Inhaber des angeblich verloren gegangenen Depositalscheins Nr. 1500 der Ostpreuß. landschaftlichen Darlehenskasse zu Königs⸗ berg vom 31. Pezember 1888 über einen in Ver⸗ wahrung gegebenen Blechkasten und Inhalt aufge⸗ ordert, seine Rechte auf diesen Schein spaͤtestens m Aufgebotstermine, den 10. Juli 1891, Vor⸗ mittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte (Zimmer 34) anzumelden und den Schein vorzulegen, andernfalls derselbe für kraftlos erklärt werden wird. Königsberg, den 26. November 1890. Königliches Amtésgericht. X.

[48614] Aufgebot.

Auf Antrag des Voestandes des Gewerbevereins Foederstedt wird das als verloren bezeichnete Ab⸗ rechnungsbuch der Sparkasse des Kreises Kalbe Nr. 14 996 aufgeboten. Ein Jeder, der an dem vorgedachten Sparkassenbuche irgend ein Anrecht zu haben glaubt, wird aufgefordert, sich bei dem unter⸗ zeichneten Amtsgericht, und zwar spätestens in dem auf den 1. Juli 1891, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtégericht, Zimmer Nr. 22, anberaumten Aufgebotstermine zu melden und sein Recht näher nachzuweisen, widrigenfalls das Spar⸗ kassenbuch für kraftlos erklärt wird.

Staßfurt, den 29. November 1890.

Königliches Amtsgericht.

[42956] Aufgebot.

1) Die Hypothekenurkunde über 400 Darlehn, eingetragen aus der Schuldurkunde vom 24. Oktober 1863 für den Wirth Friedrich Tobies in Gruen⸗ walde in Abtheilung III Nr. 7 des dem Besitzer Friedrich Schwarz gehörigen Grundstücks Hanshagen Nr. 55, gebildet aus dem Hypothekenbrief vom 24. Oktober 1863 und der Schuldurkunde vom 24. Oktober 1863; 1

2) die Schuldurkunde über 900 Erbgelder, eingetragen aus dem Christoph Scheffler'schen Erb⸗ rezeß vom 21 August 1845 19 Friedrich August und Rudolf Scheffler in Abtheilung III Nr. 1 des dem Besitzer Carl Rosenberg gehörigen Grundstücks Grauschienen Nr. 14, gebildet aus Christoph Scheff⸗ ler'schem Erbrezeß vom 21. August 1845 und dem Hypothekenbrief vom 21. November 1851,

ist durch Zufall vernichtet worden und soll auf den Antrag der Grundstückzeigenthümer zum Zweck der Löschung der Post amortisirt werden.

Es werden deshalb die Inhaber der Hypotheken⸗ urkunden aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine den 11. Februar 1891, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht (Zimmer Nr. 3) ihre Rechte anzumelden und die Urkunde vorzu⸗ legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben 715 wird.

Ferner:

Im Grundbuche des dem Besitzer Carl Rosen⸗ berg gehörigen Grundstücks Grauschienen Nr. 14 stehen in Abtheilung III Nr. 1 aus dem Christoph Scheffler'schen Erbrezeß vom 21. August 1845 für ee August Scheffler ein Theilbetrag von 450

rbgelder zufolge Verfügung vom 21. November 1851 eingetragen. Diese Post ist angeblich getilgt und soll im Grundbuch gelöscht werden.

Auf den Antrag des Grundstückseigenthümers werden deshalb die Rechtsnachfolger des Hypotheken⸗ gläubigers Friedrich August Scheffler aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf die Post spatestens

im Aufgebotstermine den 11. Februar 1891, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Ge⸗

richt (Zimmer Nr. 3) anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen auf die Post werden ausge⸗ schlossen werden. Landsberg i. Ostpr., den 29. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht. Zippel.

[48745] Fnfteser. t

Für die Erbpachthufe Nr. 1 zu Gr. Potrems ist die Anwendung des Gesetzes vom 2. Januar 1854 über die Grund⸗ und Hppothekenbücher für den Privatgrundbesitz im Domanium nebst der weiteren diesbezüglichen Gesetzgebung Allerhöchst genehmigt. Auf Antrag des Inhabers, des Hauswirths Joachim Michaelis zu Gr. Potrems, werden gemäß §. 9 der transitorischen Bestimmungen alle Diejenigen, welche Ansprüche auf Eintragung von dinglichen Be⸗ lastungen oder von Privilegien nicht dinglicher Rechte zu haben vermeinen, welche in die zweite und dritte Abtheilung des einzurichtenden Grund⸗ und Hvpo⸗ thekenbuchs gehören, hiemit aufgefordert, solche An⸗ sprüche und Rechte spätestens in dem auf Dienstag, den 13. Januar 1891, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine bei dem unterzeich⸗ neten Amtsgerichte anzumelden und nachzuweisen, widrigenfalls der Verlust ihres dinglichen Rechts beziehungsweise ihres Privilegiums durch Urtheil ausgeschlossen wird.

Laage, den 29. November 1890.

Großherzogliches Amtsgericht.

[48752] Aufgebot.

Behufs der Pobeserklärung des am 23. August 1839 zu Greiz geborenen, angeblich bis zu seinem 18, Lebensjahr ebendaselbst aufhältlich gewesenen und alsdann nach Amerika ausgewanderten, seitbem ohne Nachricht über sein Leben und seinen Aufent⸗ halt abwesenden Maurers Christian Heinrich Ebert wird auf Antrag dessen Mutter, Marle Justine, ver⸗ wittweten Ebert, geb. Theilig hier und des Abwesen⸗ heitsvormundes Privatier Franz Adolf Klug hier vom unterzeichneten Fürstlichen Amtsgericht Auf⸗ gebot dahin erlassen, daß der genannte Christian Heinrich Ebert aufgefordert wird, sich spätestens in dem auf Donnerstag, den 30. April 1891, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Aufgebots⸗ termine an hiesiger Gerschtsstelle persönlich obder schriftlich anzumelden, widrigenfalls er in diesem VLermine auf fernermweiten Antrag seiner genannten

Mutter oder seines Abwesenheitsvormundes für todt erklärt werden wird. Greiz, den 29. November 1890. Fürstliches Amtsgericht. Abtheilung I. daselbst. 8 „ge). Dr. Scheibe. Veröffentlicht durch Roth, Gerichtsschreiber.

[31004] Aufgebot.

Auf den Antrag der Chefrau des Landgebräuchers Schuster, Ida Dorothea, geb. Osten, verwittwete Freese, zu Arle, ist das Aufgebotzverfahren zum wecke der Todeterklärung gegen den am 21. Januar 848 zu Arle geborenen und seit Ende Februar 1865 verschollenen Seefahrer Jacob Petert Freese, Sohn der Eheleute Warfsmann Jann Abrahams Freese und Ida Dorothea, geb. Osten, eingeleitet. Der genannte Verschollene beziehungsweise seine unbekannten Erben und Erbnehmer werden hierdurch aufgefordert, sich spätestens in dem auf Dienstag, den 16. Juni 1891, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Aufgebotstermine schriftlich oder persönlich bei dem unterzeichneten Gerichte zu melden. Erfolgt eine solche Meldung nicht, so wird der genannte Verschollene für todt erklärt und sein Nachlaß den bekannten nächsten gesetzlichen Erben ausgeantwortet werde

Berum, den 29. August 1890.

Königliches Amtsgericht.

[48841] Aufgebot behufs Todeserklärung.

Der am 31. März 1829 in Hildesheim geborene Büchsenschäfter Georg Heinrich Frtedrich Weber, Sohn des verstorbenen Büchsenschäfters Auguft Wilhelm Weber in Hildesheim und dessen noch dort lebenden Wittwe Johanne Karoline, geb. Petri, welcher vor 35 40 Jahren von Herzberg nach Ruß land ausgewandert ist, wird auf Antrag seines Ab⸗ wesenheitevormundes, Rentiers Heinrih Ernst in Hildesheim aufgefortert, spätestens im Termine am Donnerstag, den 17. Dezember 1891, Vor⸗ mittags 10 Uhr, sich beim hiesigen Amtsgerichte zu melden, oder zu gewärtigen, daß er für todt erklärt und sein Vermögen den nächsten bekannten Erben oder Rechtsnachfolgern überwiesen werde. Jeder, der über das Fortleben des Verschollenen oder über dessen Tod Kunde geben kann, wird auf⸗ gefordert dieselbe hierher mitzutheilen. Die Erb⸗ und Nachfolgeberechtigten werden aufgefordert ihre Ansprüche hier anzumelden, weil sonst bei der nach rechtskräftiger Todeserklärung stattfindenden Ueber⸗ weisung des Vermögens auf sie keine Rücksicht ge⸗ nommen werden kann. 3

Herzberg a. H., den 18. November 1890.

Königliches Amtsgericht. II.

[48795] Oeffentliches Aufgebot. 1 Die in Rendsburg beheimathete Schniage „Zwei Gebrüder“ Unterscheidungs⸗Signal L. Q. V. Netto⸗Raumgehalt 38,90 engl. Registertons am 10. August 1889 mit einer Ladang alten Eisens für Hamburg von Karlskrona in See gegangen. Die Besatzung bestand aus folgenden Personen: 1) H. Thode aus Hamdorf an der Eider, 8 2) dem Bestmann V“ Buchwitz gen. Schächte Hamb 3) dem Koch Joh. Fr. Gustav Lanke aus Ram⸗ pit, Provinz Brandenburg. Das Schiff hat den Bestim 1 erreicht und sind Verhleid des⸗ selben und seiner Mannschaft nicht eingetroffen. Alle, 2 üder den Verbleibh des Schiffes und der Besatzung oder üder die Art der desselben Auskunft zu ertheilen vermögen, werden

hierdurch angewiesen, das, was ihnen bekant ist.

either nicht

dem Königlichen Seeamt Tönning hierher mit⸗ zutbeilen. 8 Flensburg, den 25. November 1890. Kgl. Sceamt Tönning. Der Vorsitzende. Nissen.

[48742] 8 G

Die am 15. Februar 1827 geborene Ernstine Knöpfel, Tochter des im Jahre 1853 verstorbenen Pfarrers Friedrich Christoph Knöpfel zu Niederurff ist am 20. Juli 1889 dahier und hat außer einem Bruder, der ihre Ecbschaft ausgeschlagen, soviel bekannt, sonstige erbberechtigte Verwandte nicht hinterlassen. Der Schneidermeister H. Eiffert dahier, als gerichtlich bestellter Pfleger des Nachlasses der nc. Knöpfel hat dessen Aufgebot beantragt. Alle Diejenigen, welche vermeinen, daß ihnen an dem Nachlaß der ꝛc. Knöpfel ein Recht zustehe, werden aufgefordert, solches 8e im Termin den 16. März 1891, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgericht geltend zu machen, widrigenfalls derselbe dem Königlichen Fiskus über⸗ wiesen werden wird.

Fritzlar, den 28. Noyember 1890. 8 Koönigliches Amtosgericht.

Dorn.

[48743] Im Namen des Königs!

Verkündet am 18. November 1890. Laubünger, Referendar, als Gerichtsschreiber. In der Steuermann Johann Heinrich Gottlieb

Goer6'schen Vodeserklärungssache erkennt das König⸗

liche Amtsgericht zu Stettin durch den Amtsgerichts⸗

Rath Gerstäcker auf den Antrag der Ehefrau des

Steuermannsb Heinrich Goers, Elisabeth, geb.

Didschun, zu Finkenwalde für Recht:

Der Steuermann Johann Heinrich Gottlieb Goers 2 Grabow a/O., früher zu Lebbin, wird für todt erklärt.

DOie Kosten des Verfahrens sind aus dem Ver⸗ mögen des Verschollenen zu entnehmen.

Von Rechts Wegen.

Stettin, den 18. Nopember 1890.

Könkaliches Amtsgericht, Abtheilung III.

[48758]

Der dem Oberlehrer Dr. Kohlmann in Emden vom Comtoir der Reichs⸗Hauptbank für Werth⸗ papiere ertheilte Depotschein Nr. 432 792, d. d. Werlin, den 11. Oktober 1887 ist durch Urtheil des Königlichen Amtsgerichts Berlin I. vom heutigen Tage für kraftlos erklärt.

VBerlin, den 27. November 1890.

Trzebiatowski, Gerichtzzschreiber des Königlichen Amtsgerichts I. Abtheilung 48.

[48799]

Die beiden der verw. Frau Ottilie Kobien, geb.

oppe, zu Berlin, vom Cemtoir der Reichshaupt⸗ ank für Werthpapiere ertheilten Depotscheine Nr. 407 282 und Nr. 407 283 d. d. Berlin, den 16, April 1887 sind durch Urtheil des Königl. Amtsgerichts Berlin I. vom heutigen Tage für kraftlos erklärt.

Berlin, den 27. November 1890.

Trzebiatowski, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtegerichts I. Abtheilung 48.

48756 Die haf den Namen des Grafen Arnim, Muskau, ausgestellten 3 Interimsscheine Nr. 553, 554 und 555 der Deutsch⸗Ostafrikanischen Plantagengesell⸗ schaft, d. d. Berlin, den 18. Januar 18387, über je 250 ℳ, sind durch Urtheil des Königlichen Amts⸗ gerichts Berlin I vom heutigen Tage für kraftlos erklärt.

Berlin, den 27. November 1890.

Trzebiatowski, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts I. Abtheilung 48.

48749] Die von der Bank des Berliner Kassen⸗Vereint ausgestellte Quittung, d. d Berlin, den 5. 1889, laut welcher bei der g Bank

Herren A. H. Heymann & Co. am Tage 5000 Dollars der 6 % St. Louis und Texas I. Mortgage Bonds deponirt worden, ist durch Urtheil des Königlichen Amts gerichts L vom heutigen Tage für kraftlos erklärt. Berlin, den 27. November 1890. Trzebiatowski, Gerichtsschrriber des Königlichen Amtsgerichts I, Abtheilang 48

[48892] Im Namen des Königs!

Auf den Antrag des Gastwirths Fritz 1 m Wanzleben, vertreten durch den Hemptenmacher daselbst, erkemnt das Königliche gericht zu Erfurt für Recht: 1

Die auf den Namen des Zuckersiedemeisters Karl Joseph Unverhan in Kl.⸗Wanzleten lautende Tebensversicherungspolice Tharingia in Erfurt über 500 Thaler (in Worten: fünfhundert

stellt den 18. Dezembder 1863 in Erfurt, mird für haftlos erklärt.

Verkündet am 11.

[48780]

Die auf die Namen don Emma Kranich, 1 von Anna Kranich lautenden 82 Nr. 6749 bezw. Nr. 39709 der; Spoarkesse Ie L11X“ 842,43 sin durch Urtbeil Knüglcden Amns.- gerichts Berlin L. vom bentigen Tage für keastios erklär:t. Berlin, d

Trze

6. Unfall⸗ und Inpaliditäts⸗ ꝛc. vhean . 7. Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗Genossenschaften. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten.

9. Bank⸗Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

nesue

Urtheil des Koͤniglichen Amtsgerichts, Berlin I., vom beutigen Tage für kraftlos erklärt. 1 Berlin, den 27. November 1890. Trzebiatowski, Gerichtsschreiber des Köͤniglichen Amtsgericht I. Abtheilung 48.

[48891] Bekanntmachnng.

Durch Ausschlußurtheil des Königlichen Amts⸗ gerichts Abtheilung VI. zu Elberfeld vom 12. No⸗ vember 1890 ist das auf den Namen des Fabrik⸗ arbeiters Gustav Vohwinkel zu Elberfeld lautende Sparkassen⸗Quittungsbuch Nr. 15 603 der städtischen Sparkasse zu Elberseld für kraftlos erklärt worden.

Elberfeld, den 27 November 1890.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung VI.

48760] Der von der Handlung Gebr. Freudenheim auf Herren Salomo u. Rohwer in Reppen gezogene, von letzterer Pandlung acceptirte, am 10. Mai 1879 in Berlin bei Max Freudenheim an die Oedre ver Ausstellerin zahlbar gewesene Prima⸗Wechsel über 105,80 d. d. Bretlau, den 10. April 1879, ist durch Urtheil des Königl. Amtsgerichts Berl vom heutigen Tage für kraftlos erklärt.

nr . g Nhen 1890.

Trzebiatowski, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts I. Abtheilung 48.

[48890] Bekanntmachung.

Durch Urtheil vom 10. November 1890 ist die Hypothekenurkunde, welche über die im Grundbuche von Erwitzen Band I. Blatt 5 Abtheilung III. Nr. 11 eingetragene Post: Eintausend sechs und dreißig Thaler 21 Gr. 6 Pf. Abfindung und eine Kaution zur Höhe von neunhundert und fünfzl Thalern 7 Groschen für den Carl Friedrich Ko zu Erwitzen aus der Schichtungsverhandlung vom 23. Mai 1867 und er decreto vom 16. Augu 1867 eingetragen, gebildet ist, und aus den 4* tungsver 2 vom 21, und 23. Mat und autz dem Hrpothekenbuchzauszzuge vom 22 August 1867 bestehl, für kraftlos erklärt.

Nieheim, den 12. November 1890.

Königliches Amtzgericht.

1ccgec- thekenurk 1 die Hypothekenurkunde über die auf vpem Grunz⸗ stücke Fhoban Nr. 17 Abth. III. unter Nr. 1 eingetcagenen, den Geschwistern Wilhelmine, Johann und Andreas Guski überwiesene Kaufgelber aus dem Vertrage vom 28, Juni 1843 im Betrage von 300 Thaler ist für kraftlos erklärt,

Guttstadt, den 76. November 1890.

Königliches Amtsgericht.

[48755]

Durch Urtheil von heute ist die Hypothekenurkande über 83 Thlr. 10 Sgr., eingetrazen fur die Ge⸗ 12 Magdalena, Anna, Rosa, Barbara und Maria Kluw, im Grundb der Grundstüͤcke n 7 Nr. 34 Abth. III. Nr. 1 und Sternberg

r. 93

Heilsberg, den 27. November 1890.

Kenigliches Amtsgericht.

148754 Durch Ausschlußurtheil von heute ist die Hyp

thekenurkunde über 33 Thaler 10 Sgr,

für den Altsitzer Mathaeus im Grundbuche

des Grundstücks Blumenau Nr. 5 Abtah. III. Nr. 1,

für kraftlos erklärt.

Heilsberg, den 27, Nopember 1290.

bth. III. Ne. 1, für kraftlos erklaäͤrt.