1890 / 296 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 09 Dec 1890 18:00:01 GMT) scan diff

us Paris berichtet, Au 8. Minister Constans wolle die wird offiziös dementirt, Constans

médecine sich über diese Frage

zelner Journale,

. Lymphe verbieten, Kochischer vnphe venhane de

überlasse es auszusprechen.

W. T. B.“: Die Melhung ein⸗

chen 1.“ Professor Grasset von der medizinischen

Montpellier, thode hierher

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rufen worden und

mit der Lymphe sollen im Reichs⸗Ho

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Dem Architekten Karl

dung der „Staatsb.

Neranstaltung und das Central⸗

Festzuges vom die Goldene 8S.s Karl

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von 73 Jahren am sind alle von

Vorzügliches geschaffen

8* Die ÜUniversität Kiel e seines 70. Gebur

Hamburg, 8. Dezember. der Hamburg Aktiengesellschaft ist, St. Thomas eingetroffen.

Borufsia⸗

9. Dezember.

der Hamburg⸗

Gesellschaft ist, von New⸗

Elbe eingetroffen.

8 .“ schaft ist, von New 8 eingetroffen.

London, 8. Dezember. (

„Dunottar Castle angekommen; der C hat heute auf der

zurgchhetehet 8 übeainnender Tuberkulose mit gutem dieselbe für ein zuverlässiges Heilmittel. Vermittelung der norwegi Berlin hat die Medizinalverw dem Geheimen Medizinal⸗Rath Flaschen Um das Impfverfahren A. Holst telegraphisch von Be dort bereits angekommen. spital beginnen.

Pea. ko lländischen Winterscenen, dollängschahläufern staffirt sind. Auch an

Amerikanischen

Hamburg⸗Amerikanischer „York kommend, heute

W. T. B.) Der Castle⸗Dampfer „ist gestern auf der Heimreise in London „Drummond Castle“

und der Castle⸗ auf der Ausreise in

welcher vom Studium d ist der Ansicht, die tem Erfolg anwendbar,

Lymphe

der Dlsseldorfer Schule, ist, laut Meldung des.

Mittwoch in Düsseldorf gestorben. loristischer Wirkung, am beliebtesten seine die meistens auch mit Figuren, namentlich Architekturbildern hat er

rnannte laut Meldung des „W. T. B.“

88 am 8. Dezember den Klosterprobst Dr. Freiherrn von Lilienkron tstages zum Doktor der Theologie.

gegen

Hoffacker in Berlin „„ in Anerkennung seiner Verdienste um die Zustandekommen des glänz Ausschuß des X. Deutschen Festmedaille zuertheilt worden. Hilgers, einer der ausgezeichnetste

der K.

Verkehrs⸗Anstalten.

(W.

astle⸗Dampfer

Ausreise Lissabon passirt, Dampfer „Warwick Castle“ ist gestern

Capekown angekommen.

Wetterbericht vom 9. Dezember,

Morgens 8 Uhr.

(W. T. B.) Der „Amerikanischen Packetfahrt⸗

von Hamburg kommend,

T. B.) Der Postdampfer „Rugia“ Packetfahrt⸗Aktien⸗ York kommend, heute Nacht auf der

9. Dezember. (W. T. B.) Der Postdampfer „Gellert“ n Packetfahrt⸗Aktiengesell⸗

Morgen

Stationen.

red. in Millim.

88 S8 b S 5 24 . 8 E

Wind. V Wetter.

771 770 766 766 760

aparanda. t. Petersb. Moskau ...

still wolkig SO 5 bedeckt still bedeckt

1 Nebel NW 2 Nebel still wolkenlos NW 1 Nebel NNO 1 Schnee

Cork, Queens⸗ omwmn. Cherbourg . 760 h1 1— 1I1

ü 211 769 769

762

Neufahrwasser

Münster. Karlsruhe.. Wiesbaden München. Chemnitz. Berlin Wien Breslau...

766 766 767 765 771 770 769 770

O 4 bedeckt OSO 3 bedeckt

O 2 wolkenlos OSO wolkenlos O Nebeli) still bedeckt NNW I bedeckt ONO L2 beiter OSO 1 halb bed. O 4 wolkenlos NO 4 wolkenlos NO Z wolkenl. /²) O 5 Dunst

O 1 wolkenl. ³) N

2 wolkig

1 bedeckt

Fle d'Nix.. 769 16161686

Triest J764 1) Reif. ²) Reif.

SSO 4 balb bed. O 4 halb bed. ONO 7 wolkenlos

³) Rebel, Reif.

Uebersicht der Witterung.

Fast ganz Europa steht unter de

Hochdruckgebiets, de Skandinavien nach

ratur zu erwarten sein.

licht beobachtet.

——————

en Maximum sich öhmen erstreckt.

Theater⸗Anzeigen.

Bönigliche Schauspiele. Mittwoch: Vorstellung. Romantische Musik von C. M.

haus. 252. der Elfen.

von 2 Wüllner. In Scene gesetzt

Dirigent: Kapellmeister Kahl.

Schauspielhaus. Welt. Drama Bulthaupt. Otto Devxrient.

Donnerstag: Lohengrin. Richard Wagner.

von Weber. 1 Ballet von Emil vom Ober⸗Regisseur Anfang 7 „262. Vorstellung. in 4 Aufzügen von

253. Anfang 7 Uhr.

still bedeckt

m Einflu von Süd⸗ Das Wetter in Deutschland ist andauernd ruhig, theils heiter, theils neblig bei durchschnittli Temperatur und ohne meßbare Osten, theilweise auch im Norden hat der zugenommen, indessen dürfte noch wenig veränderte oder langsam sinkende Tempe⸗ In Haparanda wurde Nord⸗

Deutsche Seewarte.

wenig veränderter iederschläge. Im

für Deutschland zunächst

Oberon, Oper in 3 Aufzügen. Die Recitative

Uhr. Eine neue Heinrich In Scene gesetzt vom Direktor Dr. Anfang 7 Uhr Opernhaus.

eines

Frost

Opern⸗ König

Graeb. Tetzlaff.

sch⸗schwedischen Ge⸗ altung in Chri Professor Dr. Koch

Tuberkulose den Aerzten zu zeigen, rlin nach Christiania be⸗

ist laut Mel⸗

enden Schützen⸗ Bundesschießens

n Landschaftsmaler D. Tgbl.“, im Alter

Postdampfer

Benutzung

Be rg⸗Akademien Berlin,

Fakultät in och'schen Me⸗ Lymphe sei

tage des General⸗Feldmarschalls über

hri⸗

Pr. Ztg.“ zufolge jetzt in den dort Sandstein⸗ darstellen sollen. Karl Lessing gefertigt.

er⸗ Beide Figuren

Mitglieder des Theilen vollständig im Innern beschäftigt.

Für die Feierlichkeiten,

82 Nr. Seine Bild wunsch⸗Deputationen stattfinden. bares Geschenk überreichen, widmen; auch die Vorsteher institute sowie die Beamten der wünschung einfinden. Der Glückwünsche

Adressen ihre

bankett, und am 20. Dezember giebt dem Gefeierten im

gestern in

einen Festakt in der Kurator der Universität Halle,

Dr Schrader, der in den vierziger

auf der Elbe

wärtigen Akademien, denen Becker nabesteht, niederzulegen. Tages wird in der Wohnung des Jubilars ein Kreise stattfinden. Am 19. Dezember veranstaltet die Künste zu Ehren des Jubilars im Englischen Hause eir

Geheime

gewesen, eine Gedächtnißrede widmete.

Tegel. Ein schwerer Unglücksfall ereignete „Staatsb.⸗Z.“ gemeldet wird, am Sonnabend Mittag in Tegelort etwa dreiviertel Stunden von Tegel entfernt beim Richten eines im Bau begriffenen Eisschuppens. Der Schuppen stürzte um diese Zeit zusammen, wobei von den bei dem Bau beschäftigten acht Arbeitern sechs schwer verletzt worden erlittenen Verwundungen bereits erlegen

Mannigfaltiges.

General⸗Feldmarschall Graf von Moltke empfing, wie die N. A. Z.“ mittheilt, am Sonnabend Mittag die Abordnung der Freiberg, Klausthal, welche die Glück⸗ wunsch⸗Adresse der von ihnen vertretenen Institute zum Graf Moltke dankte

reichten.

der Abordnung in freundlichen Worten: er werde die Kreisau mitnehmen, wo er ein dauerndes Plätzchen für dieselbe habe, und sie dem Fideikommiß überweisen lassen, damit sie ihm und seinen Nachkommen eine angenehme Erinnerung bleibe.

Ueber dem Hauptportal des neu errichteten Dienstgebäudes des Reichs⸗Patentamts in der Luisenstraße

befindlichen Nisch

Figuren Aufstellung gefunden, welche die Industrie sind nach Modellen des Professors ; Das Gebäude, welches (wie bereits früher Die Versuche erwähnt) nur Diensträume, Arbeitszimmer und Sitzungssäle für die Reichs⸗Patentamts enthält, ist in s fertig gestellt, und man ist bereits mit dem Ausbau Die Fertigstellung des ganzen Gebäudes soll bis zum Frühjahr nächsten Jahres durchgeführt sein.

welche aus Anlaß des 70 Geburts⸗ tages des Präsidenten der Königlichen Akademte der Künste, Prof. Carl Becker geplant werden, sind drei Tage in Aussicht genommen. Am Geburtstage selbst, dem 18. Dezember, 4, zunächst Empfang der Glück⸗ Die Akademie der Künste wird ein kost⸗ die Lehrerschaft der Hochschule für die bildenden Künste eine von Professor Brausewetter ausgeführte Adresse der übrigen akademischen Unterrichts⸗ Akademie werden sich zur Beglück⸗ Verein Berliner Künstler und die aus⸗ gedenken, in künstlerischen

wird in

Am

der Verein Ber

Architektenhause ein großes Fest, bei dem lebende Bilder nach den Werken Becker's gestellt werden sollen.

Das Joachimsthal'sche Gymnasium feierte gestern durch Aula den hundertsten Geburtstag Meineke's, seines dereinstigen berühmten Direkto Ober⸗Regierungs⸗Rath

Jahren unter M

sind; sein.

Schauspielhaus 263. Vorstellung Die Quitzow’s. Vaterländisches Drama in 4 Aufzügen von Ernst von Wildenbruch. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Mittwoch: Die Kinder der Excellenz.

Donnerstag: Die Haubenlerche.

Freitag: Die Kinder der Excellenz-

Verliner Theater. Mittwoch: Goldfische.

Donnerstag: Kean. Freitag: 15. Abonnem.⸗Vorstellung. Demetrius.

Tessing-Theater. Mittwoch: Die Angen

der Liebe. Lustspiel in 3 Akten von Wilhelmine von Hillern. Hierauf: Der Vielgeliebte. Schwank in 3 Akten nach dem Französischen des Labiche von Franz von Schönthan. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Sodoms Ende. 5 Akten von Hermann Sudermann.

Drama in

Wallner-Theater. Mittwoch: Gastspiel von Felix Schweighofer. Zum 64. Male: Pension Schöller. osse in 3 Akten nach einer W. Jacoby'schen Idte von Carl Laufs. Vorher: Zum 17. Male: In Hemdsärmeln. Schwank in 1 Auf⸗ zug von A. Günther. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

In Vorbereitung: Papa. Posse in 3 Akten von Vanlos und Leterier. Deutsch von Franz von Schönthan.

Victoria-Theater. Mittwoch: Zum 11. Male: Mit vollständig neuer Ausstattung. Die sieben Raben. Romantisches Zaubermärchen in 5 Akten von Emil Pohl. Musik von G. Lehnhardt. Ballet⸗ compositionen des 3. Aktes von C. A. Raida. Ballets unter Leitung des Balletmeisters C. Severini. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur W. Hock.

Anfang 7 ½ Uhr.

Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater. Direktion: Julius Fritzsche. Mittwoch: Mit neuen Kostümen zum 405. Male: Der Bettel⸗ student. Operette in 3 Akten von F. Zell und R. Genée. Musik von Carl Millöcker. Regie: Hr. Binder. Dirigent: Hr. Kapellmeister Federmann. Hierauf: Mit durchaus neuer Ausstattung: Zum 33. Male: Sonne und Erde. Pantomimisches Ballet in 4 Bildern von F. Gaul und J. Haßreiter. Musik von J. Bayer. Ballet⸗Arrangement vom Balletmeister I. Gundlach. Anfang 7 Uhr.

Donnerstag: Der Bettelstudent. Hierauf: Sonne und Erde.

Sonntag: Nachmittags⸗Vorstellung bei bedeutend ermäßigten Preisen. Die Puppenfee. Hierauf: Die Jagd.

Sonnabend, den 20. Dezember. Mit neuer Aus⸗ stattung. Zum 1. Male: Die Gondoliere. Bur⸗ leske Sperette in 2 Akten von W. S. Gilbert. Deutsch von F. Zell und R. Genbe. sik v. Arthur Sullivan. 8

1“

Vorstellung. Romantische Oper in 3 Akten von

Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten⸗

ten Preisen.

Fr

in 5 Akten von Alphonse Daudet. Eugen Zabel. Anfan 3 Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Vonnerstag: F Sonnabend: Na

Donnerstag und freund.

33/34 haben der „N.

einen äußeren

Festmahl in engerem

Alliance-Theater. Mittwoch: Ensemble⸗ Gastspiel von Mitgliedern des Familie Knickmeyer.

Fritz Berend. Anfang 7 ½ Uhr.

Aschenbrödel.

Adolph Ernf-CTheater. Mittwoch: Benefiz für Carl Weiß. Juans.

Treptow. anz Roth und Adolph Ferron. Donnerftag: Dieselbe Vorstellung.

Gesangsposse in 4 Couplets von Gustav Görß.

Thomas-Cheater. Direktion: E. Thomas. Mittwoch: Zum 19. Male: Der Soldatenfreund.

durch das Reißen eines beim Richten benutzten Taues herbeigeführt worden sein.

London, 6. Dezember. Der Dampfer „Ethiopia“ (vergl. Nr. 292 d. Bl.), dessen Maschine in Unordnung gerathen war, wurde der „A. C.“ zufolge gestern von zwei Schleppern von der Inver Bai, Donegal, nach Glasgow bugsirt.

Paris, 9. Dezember. In Clermont⸗Ferrand ist nach einer Meldung des „W. T B.“ in vergangener Nacht das „Théäatre Ein Verlust an

90. Geburts⸗ Adresse nach

3 des Variétés“ vollständig niedergebrannt. Menschenleben liegt nicht vor.

New⸗York, 4. Dezember. Das „Bureau Reuter“ berichtet: Eine furchtbare, von ernstem Lebensverlust begleitete Explosion fand heute in der Fabrik der Illinois Iron and Steel Works zu Joliet statt. Die Katastrophe ereignete sich während des Ausblasens eines Hochofens, an welchem etwa siebzehn Mann arbeiteten, elf unten und sechs oben. Es verlautet, daß zwölf von ihnen getödtet worden sind. Drei Leichen und sechs Verletzte sind bereits geborgen worden.

en zwei hohe

Nach Schluß der Redattion eingegangene Depeschen.

London, 9. Dezember. (W. T. B.) Das Oberhaus hat die irische Kartoffelsaat⸗Bill in dritter Lesung an⸗ genommen.

St. Petersburg, 9. Dezember. (W. T. B.) Der „Regierungsanzeiger“ meldet: Der Kaiser und die Kaiserin besuchten am Sonntag das von dem Prinzen von Olden⸗ burg errichtete Institut für Experimental⸗Medizin, woselbst im Beisein derselben ein lan Lupus Erkrankter mit der Koch'schen Lymphe geimpft wurde. Gestern wohnten der Kaiser und die Kaiserin dem im Winterpalais veran⸗ stalteten Fest der Georgsritter bei.

Die Rede Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm in der Schulfragen⸗Konferenz besprechend, glaubt die

der Wohnung

Abend des Akademie der n großes Fest⸗ liner Künstler bleiben werden; die nationalen Grundlagen, auf welchen der Kaiser sein Werk aufbaue, seien ihr sympathisch.

Nach Meldungen der Blätter treten demnächst in St. Petersburg Repräsentanten der Eisenbahnen, die den direkten russisch⸗österreichisch⸗ungarischen Verkehr vermitteln, zu einer Konferenz zusammen.

Verschiedene Blätter melden, es fänden im Finanz⸗ Ministerium Konferenzen wegen Maßnahmen zur Ent⸗ wicklung der Handelsbeziehungen mit China statt; zu den Konferenzen seien die diesseitigen General⸗Konsuln in China herangezogen. Des Weiteren sei eine Revision der Ver⸗ vollständigung des russischerumänischen Handelsvertrags an⸗ geregt worden.

rs, dem der

neke Adjunkt

sich, wie der

einer soll den Der Unglücksfall soll )

Mr. Burnell Fillis sowie komische Entrées und Intermezzos von sämmtlichen Clowns. Donnerstag: Vorstellung.

Deutsch von

Familien⸗Nachrichten. Wallner⸗Theaters. 50440] Akten von Heute Abend 9 Uhr verschied nach langem schweren Leiden der frühere Direktor im Reichskanzle Amt, Vorsitzender der Verwaltung des Reichs⸗ Invalidenfonds Dr. Otto Michaelis. Dies zeigen tiefbetrübt an Berlin, den 8. Dezember 1890. 1 Die Hinterbliebenen:

Antonie Michaelis. geb. Lehmann.

Karl Michaelis, Regierungs⸗Baurath.

Agnes Michaelis, geb. Lehmann.

Georg Lehmann, Oberst⸗Lieutenant z. D.

Elise Lehmaan, geb. Wietzer.

Verlobt: Frl. Margarethe Römisch mit Hrn. Pastor Ludwig Mirow (Binnen—Wilkenburg). Frl. Anna Wohlers mit Hrn. Sgl. Domänen⸗ pächter Fr. Osterndorff (Cappeler Strich Pomp⸗ damm b. Dorum i. H.). Frl. Margarethe Körner mit Hrn. Diak. Aug. Thonig (Berlin Loschwitz b. Dresden). Frl. Maria Hesse mit Hrn. Ger.⸗Referend. Peter Heuser (Olpe—Sieg⸗

Schwank in 4

amilie Knickmeyer. chmittags⸗Vorstellung bei ermäßig⸗

Zum 95. Male: Unsere Don Akten von Leon Musik von Anfang 7 ½ Uhr.

Alte Jakobstraße 30.

folgende Tage: Der Soldaten

Concert.

III. Quartett⸗Abe Hausmann.

Nömischer h

Liederabend von

Concert⸗Anzeigen.

Concert-Haus. II. Componisten⸗Abend. Leitung des Hrn. Kewitsch.

Singakademie.

Mitwirkung der Klaviervirtuosin Frl. Auguste Götz⸗ Lehmann sowie des Hrn. Woldemar Sacks (Accomp.).

burg⸗Mülddorf). Verehelicht: Hr. Dr. med. Hans Gelpke mit Hr. Kal. Reg.⸗

Frl. Ottilie Doecks (Celle). Assessor von Neefe u. Obischau mit Frl. Martha Robert (Berlin). Hr. Diakonus Wiemer mit Frl. Paula Ahrens (Schönberg O.⸗L.). Geboren: Ein Sohn: Prn. Fabrikbesitzer Fritz Riedel (Berlin). Hrn. Lieutenant Richard von Rath (Magdeburg). Hrn. von Knobels⸗ dorff (Brenckenhoff (Ramelow). Hrn. Mar Herold (Gruna). Hrn. C. Köcher (Magde⸗ 8— burg). Hrn. E. 8. (Fn 8 * ; Tochter: Hrn. Ernst Hamann (Kiel). Hrn. Mittwoch, Abends 8 gS n8. (Berlin). Hrn. Pastor Lympius unter

Maliers b. Graben). b 0Ter Hr. Kgl. Rechnungsrath Ernst Lim⸗ berg (Münster i. Westf.). Frau Pastor Hen⸗ riette Funk, geb. Elsner (Lübeck). Hr. Rentier

Carl Mevder⸗ 18 Theil unter

Mittwoch:

Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr:

nd. Joachim, de Ahna, Wirth,

of.

Alwine von Hagen⸗Torn,

wissenschaftlichen zettel.

Alrania, Anstalt für volksthümliche Naturkunde.

Am Landes⸗Ausstellun Geöffnet von 12 11 U

Leop. Borchardt (Landsberg a. W.). Hr. August Grubitz (Potsdam). Frau Wilhelmine von Zadow, geb. von der Lühe (Polzin). Frau Magdalene Greve, geb. Witt (Kiel). Frau verw. Marie Brandt, geb. Barandon (Neu⸗

Ruppin).

8⸗Park (Lehrter Bahnhof) r. Täglich Perst la g im lag⸗

Theater. Näberes die Ans

7 Uhr: Verlangen zum lustigen Heid Ausflug mit Hin mime, neu arra E. Renz. Pferdedressur)

Quadrille,

geritten v. 4 la rose,

J. F. Clarke.

burg. Mittwoch: Zum 19. Male: Der Kampf Dasein. 8.. pour la vie.) Sittenbild

Frl. Zephora un

Circus Renz. Reiter⸗Gala⸗Vorstellung.

Heidelber er

Hippolog. mit 40 pferde, arrangirt von Hrn. Franz Renz. Eine Fahnen⸗ ger. von 16 1

Herren mit 8 Schulpferden. geritten v. Frl. Clotilde Hager und Lillie Meers. Der phänomenale

Luftgymnastikerin.

(Carlstraße.) Mittwoch, Abends Redacteur: Dr. H. Klee. Auf vielseitiges Male in dieser Saison: Die oder: Ein Studenten⸗ dernissen. Große Original⸗Panto⸗ ng. und inscenirt vom Direktor Potpourri (Non plus ultra der der best dressirten Freiheits⸗

Berlin: Verlag der Expedition (S b

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ rvAnstalt, Berlin SW., Buchdrncegeihe Nr. 32.

Acht Beilagen (einschließlich Börsen⸗ Beilage),

wie ein Prospekt der Firma Hermaun a-- & Sr 8 Berlin: Der verbesserte achograph⸗ 8 und die Inhaltsaugabe zu Nr. 5 des öffent⸗ lichen Anzei ers (Kommanditgesellschaften auf Aktien und Artiengesellschaften) für die Woche vom 1. bis 6. Dezember 1890,

Damen.

4 fache Fabrschule, Jeu de Miß Reitkünstler Mr. amerikanische Reitkünstlerin des Jockeyreiters

Miß Zelia Zampa, Auftreten der d Mm. Bradbury,

„Nowoje Wremja“, daß die derselben nicht aus⸗

Reichs⸗Anz

Erste Beilage

II

eiger und Königlich Preußischen Staats⸗An

der in den deutschen Münzstätten bis Ende November 1890 stattgehabten Ausprägungen

Berlin, Dienstag, den 9. Dezember

Deutsches Reich. Neber [cht

von Reichsmünzen.

Goldm ünzen

Silberm ünzen

1) Im Monat November 1890 sind geprägt worden in:

Halbe Kronen

Kronen kronen

[Hiervon auf Privatrech⸗ nung

Zwei⸗ Ein⸗ Fünfzig. Zwanzig. d 8 pfennig⸗ p markstücke markstücke pftacng ennig

Fünf⸗ markstücke

Nickelmünzen [Kupfermünzen

Zwanzig⸗ pfennigstücke

Fünf⸗ Zwei⸗ pfennigstücke pfennigstücke ℳℳ

Zehn⸗ pfennigstücke

pfennigstücke

3 310 126 2 188 280

Berlin. 21 594 600 München ... Muldner Hütte Stuttgart

Karlsruhe.. Hamburg...

900 000 500 000 136 920

24904720 2188280

900000 500000 V 136920 . 1— 8

107 92650

90 181/15 11 175/12 32 510/05 21 000 5 280

8 800,— 2 120,—

21 955 05

8 000—

Summe 1. 21 594 600] 7 035 320

2) Vorher waren geprägt*)

1 965 768 320]490 293 840727 969 925/1162358400

71 486 552

74 104 195104 964 606178 990 334 35 717 922 80

4 005 284

18575 12 5 098 406 87

115 926 50 174 446 25

13 645 955 05 6 213 207 ¼.

3) Gesammt⸗Ausprägung 1 987 362 9201197 329 160727 969 925

4) Hiervon sind wieder

eingezogen.. 1 096 600% ß1 482 520 9 810

1190988320

74 104 195 1071 967 606178 900 3347286 552

J 717 922 80 7 8 062 7629 3

13 003 168—

4 005 284

2

8168 197 80 5213 207 77 5 J6 981 59

29 12

13820 Vso

11 1 063 369 55

5) Bleiben 1 986 266 320495 846 640][27 960 115 2 510 073 075 8 *) Vergl. den „Reichs⸗Anzeiger“ vom 11.

Berlin, den 8. Dezember 1890. 6

7 555 107 956 544178 982 705] 71 483 512 50]⁄ 22 714 754 80.

2505273-—

521178325578

S1657 132 3501870 031 75

74 096 640 452 234 156,30

November 1890 Nr. 272.

Hauptbuchhalterei des Reichs⸗Schatzamts. Biester.

45 02 439,05

I 350 135,70

Die Verbreitung der Lungenseuche während des Jahres 1889.

Dem schon mehrfach erwähnten vierten Jahresbericht über die Verbreitung von Thierseuchen im Deutschen Reich, bearbeitet im Kaiserlichen Gesundheitsamt (Verlag von Julius Springer) entnehmen wir speziell über die Verbreitung der Lungenseuche die nachstehenden Angaben: Der Stand der Seuche läßt seit drei Jahren einen erheblichen Rück⸗ schritt erkennen. So sind im Berichtsjahre 58,4 Proz. Erkrankungsfälle weniger gemeldet als im Jahre 1887. In den einzelnen als verseucht hauptsächlich in Betracht kommenden Theilen des Reichs ist das Verhältniß indeß sehr verschieden. Zahlenmäßig tritt am deutlichsten der Rückgang im Herzogthum Braunschweig hervor, woselbst im Jahre 1887 313, im Berichtsjahre dagegen 23 Fälle, somit 92,7 Proz. weniger gemeldet sind. Dann folgen das Herzog⸗ thum Anhalt mit 98 und 10 = 89,8 Proz., Bayern mit 312 und 35 = 88,8 Proz. und der Regierungsbezirk Magdeburg mit 767 und 452 = 41,1 Proz. weniger Fälle. Nur der Regierungsbezirk Merseburg weist eine größere Zahl, nämlich 294 gegen 109 Fälle, somit 169,7 Proz. mehr auf. Indeß ist auch dort gegen das Vorjahr (396 Fälle) ein wesentlicher Rückgang der Seuche zu verzeichnen.

Was die räumliche Verbreitung der Lungenseuche im Jahre 1889 betrifft, so läßt sich aus der dem Bericht bei⸗ gegebenen Karte (Tafel V) entnehmen, daß der Hauptseuchen⸗ ezirk im mittleren Deutschland nicht nur etwas eingeschränkt, sondern auch dem Grade nach weniger stark betroffen war als in den vorhergehenden Jahren. Ingleichen ist die Ver⸗ euchung an der sächsischen und bayerischen Grenze gegen Böhmen geringer geworden, während die Herde im west⸗ lichen Deutschland ganz getilgt sind. Bemerkenswerth ist endlich das Auftreten der Seuche in dem an der öster⸗ reichischen und russischen Grenze liegenden Kreise Pleß. Die Stückzahl des im ganzen Reich an Lungen⸗ seuche erkrankten Rindviehs betrug 896 gegen 1545 im Jahre 1888, d. s. 42 Proz. weniger. Die Erkrankungsfälle ver⸗ theilen sich auf 6 Staaten (Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Braunschweig, Anhalt) und in diesen auf 17 Regierungs⸗ ꝛc. Bezirke, 38 Kreise ꝛc., gegen 7 Staaten, 27 Regierungs⸗ ꝛc. Bezirke, 63 Kreise ꝛc. im Vorjahre. Ge⸗ fallen sind 14, getödtet auf polizeiliche Anordnung 1179, auf Veranlassung des Besitzers 408 Thiere. Die Gesammtverluste betrugen somit 1601 gegen 2201 Stück Rindvieh, d. s. 600 = 27,3 Proz. weniger als im Vorjahre. Der Gesammt⸗ bestand an Rindvieh in den im Laufe des Jahres neu verseuchten Gehöften betrug 3526, gegen 4584 in 182 im Vor⸗ jahre. Es waren somit diesmal weniger gefährdet 1058 Stück Rindvieh = 23,1 Proz. Von Sperrmaßregeln sind 142 Ge⸗ höfte einschließlich der vom Vorjahr verbliebenen, gegen 284 im Jahre 1888 betroffen worden. Die Zahl der hierbei be⸗ theiligten Gemeinden betrug 108 (gegen 165). Starke räum⸗ liche Verbreitung zeigte die Lungenseuche wieder in den Re⸗ istungs. ꝛc. Bezirken Magdeburg (36 Gemeinden, 41 Ge⸗ höfte gegen 35 und 89 im Vorjahre), Oberpfalz (je 8 gegen je 13), Merseburg (14 und 16 gegen 20 und 23); außerdem Potsdam (6 und 28 gegen 7 und 18), Zwickau 6 unds gegen 9 und 12); dagegen hatte Nieder⸗Bayern diesmal nur je 3 verseuchte Gemeinden und Gehöfte (gegen 11 und 15). Hohe Erkran⸗ kungsziffern zeigen die Regierungs⸗ ꝛc. Bezirke Magdeburg (452 gegen 632 im Vorjahre), Merseburg (294 gegen 396), Potsdam (59 gegen 123); während diesmal Zwickau weniger 7. gegen 59) und Lüneburg keine erkrankten Thiere nachweist.

ie größten Rindviehbestände in den neu beirvoffenen Gehöften befanden sich in den Regierungs⸗ ꝛc. Bezirken Magdeburg (2152 gegen 2200 im Vorjahre), Merseburg (450 und 629), Potsdam (222 und 192), im Herzogthum Anhalt (150 und 223), in den Regierungs⸗Bezirken Ober⸗ Bayern (149 und 8) und Oberpfalz (69 und 72). Auf je 10 000 Stück des Gesammtbestandes an Rindvieh nach der Zählung vom 10. Januar 1883 treffen im Reiche 0,57 Erkrankungsfälle gegen 0,98 im Vorjahre. Innerhalb der verseuchten Regierungs⸗ ꝛc. Bezirke bewegten sich die Schwankungen zwischen 18,23 (Magdeburg) und 0,02 (Oppeln). Gefallen und getödtet sind im Reiche von je 10 000 Stück 1,01 gegen 1,39 im Vorjahre. Von je 100 getödteten Thieren wurden 44,42 bei der Sektion nicht seuchenkrank befunden gegen 29,98 im Vorjahre. Auf je 1 erkranktes Thier treffen 1,77 getödtete und 1,79 aus Anlaß der Seuche überhaupt zu

Verlust gegangene Thiere.

Was speziell die Verhältnisse in dem größten Seuchen⸗ herd des mittleren Deutschland betrifft, so waren dortselbst im Berichtsjahre 18 Kreise (24 im Vorjahre) in den preu⸗ ßischen Regierungs⸗ ꝛc. Bezirken Magdeburg, Merseburg, Hildesheim, sowie in den Herzogthümern Braunschweig und Anhalt verseucht. Auch ist der Grad der Verseuchung zurück⸗ gegangen. Während in den 3 Jahren 1887/89 dortselbst 1404, 1110, 790 Erkrankungsfälle gemeldet worden sind somit im Be⸗ richtsjahre 43,7 Proz. weniger als im Jahre 1887 und diese 65,1 Proz., 71,8 Proz., 88,2 Proz. der Gesammtzahl der Erkrankungs⸗ fälle im Reiche ausmachten, hat die Zahl der verseuchten Gehöfte in den einzelnen Jahren 170 134,64 betragen. Am stärksten betroffen waren die Kreise Wanzleben (129,14 Erkrankungsfälle auf je 10 000 Stück Rindvieh), Oschersleben (107,63), Merse⸗ burg (81,85). In diesen drei Kreisen hat die Seuche zu⸗ genommen, während sie in allen übrigen hierher gehörenden Kreisen theils abgenommen hat, theils erloschen ist. Auf das genannte Haupt⸗Seuchengebiet allein kommen 1278 (1590) ge⸗ fallene und getödtete Thiere, d. s. 79,8 Proz. (72,7 Proz.) derjenigen vom ganzen Reich. Von den 1278 getödteten Thieren sind 488, d. s. 38,2 Proz. (30,28 Proz.) bei der Sektion seuchenfrei befunden worden. Die Stückzahl der Rindviehbestände in den 64 (134) neu verseuchten Gehöften betrug 2831 (3300) oder 80,3 Proz. (72,0 Proz.) derjenigen von sämmtlichen im Reich neu betroffenen Gehöften.

Neben dem erwähnten Hauptherd beansprucht ein be⸗

sonderes Interesse die Verseuchung von Grenzbezirken gegen Böhmen in Bayern und Sachsen, sowie eines Grenzkreises in Oberschlesien. Aehnliche Verhältnisse haben sich auch schon in den früheren Jahren ergeben. Dieselben weisen darauf hin, daß die Grenzgebiete durch die starke Verseuchung des benachbarten Auslandes noch fortwährend bedroht sind. Nach den öster⸗ reichischen Veterinärberichten liegen weitaus die meisten von der Lungenseuche betroffenen Gemeinden in den nordwest⸗ lichen, an Deutschland grenzenden Kronländern Böhmen und Mähren. In der That sind im Berichtsjahre Einschleppungen der Seuche aus Oesterreich auch in die bayerischen Bezirke Passau und Neunburg v. W. nachgewiesen worden. Außerdem ist eine Einschleppung aus den Niederlanden in den Kreis Wanzleben gemeldet. Ueber die Vornahme von Impfungen bei der Lungenseuche sind Angaben nur aus den preußischen Regierungsbezirken Magdeburg und Merseburg gemacht. Hiernach waren von 24 in Betracht kommenden Beständen 11 aus früheren Anlässen geimpft, welche später sämmtlich ver⸗ seuchten. Es erkrankten in denselben von 379 geimpften Thieren 22 = 5,8 Proz, von 221 nicht geimpften 14 = 6,3 Proz. Nach dem Ausbruch der Seuche sind 7 von diesen Beständen abermals geimpft worden. In 6 von ihnen sind Erkrankungsfälle auch nach der zweiten Impfung vorgekommen. Da jedoch die Fälle größtentheils bald nach der zweiten Impfung sich einstellten, so darf angenommen werden, daß die Thiere vor dieser Impfung bereits angesteckt waren. Von den 13 in Betracht kommenden nicht vorgeimpften Beständen sind 3 verseucht. Es erkrankten von 156 Thieren 14 = 9,0 Proz. In diesen Beständen wurden die Thiere nach dem Ausbruche der Seuche geimpft. Gleichwohl traten nach der Impfung noch weitere Erkrankungsfälle auf. Aber auch bei diesen Beständen läßt sich annehmen, daß die Mehrzahl der erkrankten Thiere bereits vor der Impfung angesteckt war. Somit verseuchten von den früher geimpften Beständen sämmtliche = 100,0 Proz., von den nicht geimpften nur 23,0 Proz. Dagegen sind in den erstgenannten Be⸗ ständen beim Ausbruche der Seuche von den geimpften Thieren verhältnißmäßig weniger erkrankt als von den nicht geimpsten; ingleichen verhältnißmäßig weniger als in denjenigen Be⸗ ständen, welche bei dem Ausbruche der Seuche nicht geimpft waren. Verluste an Thieren in Folge der Impfung sind im Ganzen 5 gemeldet. Eine größere Zahl von Impfthieren hat Schwanztheile verloren.

Nr.

herausgegeben

49 des Centralblatts der Bauverwaltung, im Ministerium der öffentlichen Arbei⸗ ken, hat folgenden Inhalt: Altes und Neues über die Ports nigra in Trier. Errichtung eines Kaiser Wilhelm⸗Denkmals für die Rheinprovinz. Rohrpostanlage auf dem Centralgüterbahnhofe in Stettin. Tarifbildung der Eisenbahnen. Schlackencement. Vermischtes: Schinkelfest⸗Preisaufgabe des Architekten⸗Vereins in Berlin für 1892. Preisbewerbung zur Gewinnung von Entwürfen für den Um⸗ oder Neubau des Buürgervereins⸗Hauses in Frankfurt a. M. Amtsgerichts⸗Gefängniß in Marienburg W.⸗Pr. Koyls

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parabelförmige Eisenbahnwagendecke. Auslegerbrücken in Indien. Baurath Karl Knoll f.

Rekursentscheidungen des Reichs⸗Versicherungsamts. 8

(902.) In Bestätigung des Bescheides 621 („Amtliche Nach⸗ richten des R.⸗V.⸗A.* 1888 Seite 338) hat das Reichs⸗Versicherungs⸗ amt in einer Rekursentscheidung vom 19. Oktober 1889 eine Renten⸗ herabsetzung ouf Grund des §. 65 des Unfallversicherungsgesetzes für zulässig erklärt, nachdem der durch Betriebsunfall an einem Fuße be⸗ schädigte Verletzte mit seinem Einverständniß auf Kosten der Berufs⸗ genossenschaft mit Erfolg zum Schreiber ausgebildet und so durch Eröffnung eines bis dahin ihm verschlossenen Feldes lohnender Thätig⸗ keit seine Erwerbsfähigkeit erhöht worden war.

(6903.) Durch rechtskräftiges schiedsgerichtliches Erkenntniß war eine Berufsgenossenschaft verurtheilt worden, einem Arbeiter die Rente

für völlige Erwerbsunfähigkeit zu gewähren, weil derselbe, wenn auch an sich bereits fähig, Arbeiten im Sitzen zu verrichten, doch noch einige Zeit fersesa werde, bis er sich die für solche Arbeiten erforder⸗ liche Handfertigkeit angeeignet habe. Bereits zwei Monate nach dem Erlaß dieses Urtbeils setzte die Genossenschaft, obgleich sich inzwischen sachlich in dem Zustande des Verletzten nichts geändert hatte, die Rente durch förmlichen Bescheid auf 75 % herab. Das auf die hiergegen einge⸗ legte Berufung des Klägers ergangene, die Berufsgenossenschaft zur Fortgewährung von 100 % verurtheilende schiedsgerichtliche Erkenntniß hat das Reichs⸗Versicherungsamt mittels Rekursentscheidung vom 18. November 1889 mit der Maßgabe bestätigt, daß es die Rente seinerseits mit Wirkung vom Tage der Zustellung der Rekurs⸗ entscheidung auf jenen Satz von 75 % herabminderte, und zwar aus folgenden Gründen: Eine Berufsgenossenschaft, welche, wie hier, eine hohe Rente nur als Uebergangsrente für eine gewisse Ausbildungsperiode gewähre, sei zur Herabsetzung derselben nicht nur beim Eintritt einer die Erwerbsfähigkeit erhöhenden sachlichen Besse⸗ rung des Körrerzustandes des Verletzten befugt, sondern auch dann, wenn die Zeit, welche demselben für die Ausbildung der ihm ver⸗ bliebenen Arbeitskräfte gelassen, genügend lang bemessen sei, um bei gutem Willen des Arbeiters nach Ablauf der Ausbildungszeit den Eintritt der hiermit bedingten Erhöhung seiner Erwerbsfähigkeit ver⸗ nünftigerweise erwarten zu lassen (zu vergleichen Entscheidungen 581, 583, 584 und 654, „Amtliche Nachrichten des R.⸗V.⸗A.“ 1888 Seite 298, 299 und 1889 Seite 138). Im vorliegenden Fall sei der von der Genossenschaft gelassene Zeitraum von zwei Monaten als eine hin⸗ reichende Uebungszeit nicht anzusehen gewesen. Nachdem jedoch seit dem Erlaß des ersten Schiedsgerichtsurtheils ein Jahr vergangen, er⸗ scheine es rechtlich unbedenklich und der Sachlage angemessen, die Rentenherabsetzung, wie angegeben, durch das Rekursurtheil auszu⸗ sprechen (vergleiche hierzu Entscheicung 760, „Amtliche Nachrichten des R.⸗V.⸗A.“* 1889 Seite 379).

(904.) Eine Berufsgenossenschaft hatte mittels förmlichen Be⸗ scheides eine bislang gewährte Rente von 75 % der Rente für völlige Erwerbsunfähigkeit eingestellt, wogegen der Beschiedene Berufung erhob. Im Laufe des Berufungsverfahrens überzeugte sich die Be⸗ rufsgenossenschaft, daß der Einstellungsgrund nicht zutreffe, und er⸗ theilte dem Verletzten unter dem 19. Juli 1889 einen neuen Fest⸗ stellungsbescheid, welcher jedoch nicht die entzogenen 75 % wiedergewährte, sondern nur eine Rente von 33 ¼ % der Rente für völlige Erwerbsunfähigkeit festsetzte. Nachdem der Beschiedene hiergegen Berufung nicht eingelegt hatte, erachtete die Berufsgenossenschaft auch das anhängige Berufungsverfahren für erledigt und beanspruchte, daß das Schiedsgericht, welches übrigens die letzterwähnte Rente für ausreichend erklärte, die Berufung, ohne sachlich zu erkennen, hätte als gegenstandslos behandeln sollen. Diese Auffassung ist vom Reichs⸗Versicherungsamt als unbegründet durch Rekursentscheidung vom 9. Juni 1890 zurückgewiesen worden. Es ist schon nicht zweifelsfrei, ob über einen im schiedsgerichtlichen Ver⸗ kahren anhängigen Anspruch abgesehen von dem Fall des §. 65 des Unfallversicherungsgesetzes, um dessen Anwendung es sich bei dem zweiten Bescheide vom 19. Juli 1889 nicht handelte ein nener Bescheid, wenn auch zu Gunsten des Klägers, von der Berufsgenossen schaft überhaupt ertheilt werden darf. Indessen der Vorstand einer Berufsgenossenschaft hört auch als Prozeßpartei nicht auf, öffentlich rechtliches Organ zur Wahrnehmung der Interessen der Versicherte zu sein. Ueberzeugt er sich daber, daß der mit der Berufung an⸗ gefochtene Bescheid unrichtig ist, so kann er je eher desto besser selbst Abhülfe schaffen, indem er der besseren Einsicht entsprechend eine anderweite Feststellung der Entschädigung vornimmt. Dagegen ist in dieser neuen Feststellung, soweit sie dem vom ee, rufungskläger gestellten Antrage nicht genügt, nicht auch, wie die Beklagte meint, eine neue und über das Schieds⸗

erichtsverfahren hinweg der Rechtskraft fähige Ablehnung des tehranspruchs zu finden. Die Rechtshängigkeit des Gesammtanspruchs beim Schiedsgericht läßt diese dem Arbeiter ungünstige Wirkung nicht zu. So hat im vorliegenden Falle der Bescheid vom 19. Juli 1889 nur Wirkung gegen die Beklagte, entsprechend der Wirkung eines Theilurtheils gemäß §. 273 der Civilprozeßordnung: bis zur Höhe von 33 ½ % der Rente für völlige Erwerbsunfähigkeit fand dadurch der Anspruch des Klägers seine Erledigung, darüber hinaus ichkli

bis 75 % blieb er nach wie vor Gegenstand der ds Entscheidung. 9 d 8 schiedsg