schaftlicher Berichte über das Auftreten der Cholera im Deutschen Reich vperöffentlicht, von denen bereits ein Theil im zehnten und elften Bande der „Arbeiten aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte“ erschienen ist.
Als Bearbeiter wurden Mitglieder des Gesundheitsamts und solche Aerzte gewählt, welche bei der Bekämpfung der Krankheit an hervorragender Stelle mitgewirkt haben. Von den bisher erschienenen Berichtsabschnitten ist das Auftreten der Cholera im Jahre 1892 von 8 or Gaffky, der die Hamburger Epidemie schildert, und den
gierungs⸗Räthen im Kaiserlichen Gesundheitsamt Dr. Wutzdorff (Westdeutschland) und Dr. Kübler (Elbegebiet) verfaßt worden; an der Bearbeitung des Berichts für Jahr 1893 haben mitgewirkt Regierungs⸗Rath Dr. Wutzdorff (Allgemeines), Stabsarzt Dr. (Fbeinftromgebiet), Dr. Frosch (Solingen), Medizinal⸗Rath Dr. Reincke (Hamburg), Stabsarzt Dr. Kohlstock (Elbegebiet), Professor Dr. R. Pfeiffer (Odergebiet), Stabsarzt Dr. Friedheim (Weichsel⸗ 8 „8 Westpreußen) und Professor Dr. E. von Esmarch (Ost⸗ preußen).
Ein allgemeines Interesse dürfen insbesondere nachstehende Mit⸗ theilungen beanspruchen:
Der Weg, auf welchem die Cholera im Jahre 1892 nach Ham⸗ burg gelangt ist, hat sich trotz der angestrengten Bemühungen der Behörden nicht nachweisen lassen; es wird angenommen, daß die Epidemie ihren Ausgang vom Hafen nahm, in dessen Wasser die Keime von den in einer Baracke untergebrachten russischen Auswanderern oder von aus Frankreich eingetroffenen Schiffen gelangt sein mochten. Die ersten Erkrankungen, die den Ermittelungen zufolge etwa in die Zeit um Mitte August fielen, ereigneten sich fast durchweg bei solchen Personen, die am Hafen wohnten oder dort beschäftigt waren. Etwa vom 18. August ab begannen sich die Erkrankungen an Brechdurchfall in außergewöhnlicher
eise zu häufen; am 21. August stellte Stabsarzt Dr. Weißer in Altona durch bakteriologische Untersuchung fest, daß zwei im dortigen Krankenhause verstorbene Personen, die sich zuvor in Hamburg auf⸗ gehalten hatten, an asiatischer Cholera gelitten hatten; Tags darauf wurde die gleiche Diagnose auch bei einigen Kranken des Eppendorfer Krankenhauses in Hamburg durch Dr. E Fraenkel gestellt. Am 23. August fanden die auf Meldung des Weißer'schen Befundes von der Reichsbehörde an Ort und Stelle entsendeten Herren Professor Koch und Regierungs⸗Rath Raths bereits eine ausgedehnte Epi⸗ demie vor.
Die gewaltige Ausbreitung, welche die Cholera in Hamburg ge⸗ wann, wurde durch das Wasserleitungswasser verursacht, welches damals noch unfiltriert der Elbe entnommen wurde. Genau an der politischen Grenze zwischen den beiden unmittelbar zusammenhängenden Städten Altona und Hamburg, die zugleich die Grenze des Röhrennetzes der Hamburger Wasserleitung darstellt, machte die Seuche Halt. Die im Verhältniß zu der Hamburger Epidemie beschränkte Zahl der Krank⸗ heitsfälle in Altona konnte zum großen Theil auf Infektionen, die in Hamburg erfolgt waren, zurückgeführt werden. Einige größere Quartiere an der Grenze zwischen beiden Städten, welche zum Ham⸗ burger Gebiet gehörten, aber nicht an die Hamburger Wasserleitung angeschlossen waren, blieben von der Cholera verschont.
Gegenüber der bedeutenden Zahl von 16 956 Erkrankungen und 8605 Todesfällen, welche die Epidemie in Hamburg vom 16. August bis 12. November 1892 verursacht hat, waren die durch die Cholera im übrigen Deutschen Reich bedingten Krankheitsfälle und Verluste an Menschenleben gering. In dem am erheblichsten betheiligten Ge⸗ biete der Elbe und ihrer Nebenflüsse, einschließlich des Großherzog⸗ thums Mecklenburg⸗Schwerin, der Stadt Lübeck sowie der preußischen Provinzen Schleswig⸗Holstein und Hannover wurden insgesammt nur 757 Erkrankungen in 160 berschiedenen Ortschaften festgestellt, im Rheingebiet ungefähr 40. Der Weg der Verbreitung der Cholera von Ort zu Ort hat sich in der Mehrzahl der Fälle ermitteln lassen. Im Elbegebiet wurde die Cholera in 116 von 160 ergriffenen Ortschaften nachweislich durch den Personenverkehr, meist von Hamburg aus zuerst eingeschleppt. Die weitere Verbreitung innerhalb der einzelnen Ortschaften erfolgte dann häufig durch un⸗ mittelbare Uebertragung von Person zu Person. Wo es indessen zu einer Häufung der Krankheitsfälle kam, mußte in der Regel ange⸗ nommen werden, daß eine Verunreinigung des zum Trink⸗ und Haus⸗ gebrauch dienenden Wassers mit Cholerakeimen die Ursache war. Für die Bedeutung des Wassers in der Evidemiologie der Cholera war insbesondere die erhebliche Betheiligung der Schifferbevölkerung an der Erkrankungsziffer beweisend. Im Elbegebiet gehörten 133 von 757 erkrankten Personen dieser Bevölkerungsklasse an. Mehr als 100 derselben wurden durch die von Reichswegen eingerichteten Kontrol⸗ stationen ermittelt und vom Verkehr abgesondert.
Die Schiffahrtskontrole auf den Wasserstraßen bildete eine der wichtigsten Maßregeln zur Unterdrückung der Seuche. Es ist vielfach bezweifelt worden, ob dieser Ueberwachung und den übrigen von den Reichs⸗ und Staatsbehörden ergriffenen Maßnahmen, welche unter Abstandnahme von eingreifenden Verkehrsbeschränkungen wesentlich auf schleunige Feststellung aller Cholerafälle, Absonderung der Erkrankten, Beobachtung ihrer Angehörigen und auf Desinfektion hinausliefen, das Verdienst an dem unerwartet günstigen Verlauf, welchen die Cholera im Reich trotz der großen, von Hamburg ausgehenden Ver⸗ breitungsgefahr genommen hat, zuzuschreiben ist. Ein Blick auf die Choleraverhältnisse des Jahres 1893 zeigt indessen ebenfalls, daß die Seuche im Deutschen Reiche, wo jene Maßregeln durch⸗ geführt nur einen beschränkten Umfang erreicht hat. Auch
1893 war das Reich von den Grenzländern
In Rußland hatte sich die Cholera während des Winters in den südwestlichen Gouvernements, namentlich in Podolien bebauptet. Seit Mitte Juli griff die Krankheit schneller um sich, Mitte August erschien sie in ansehnlicher Verbreitung in den an Preußen grenzenden Gouvernements; in Oesterreich hatte Galizie vom 3. August bis zum 17. Dezember 1448 Erkrankungen und 848. Todesfälle, Bosnien in den letzten Monaten des Jadre rund 1000 (500) Fälle zu verzeichnen. In Frankreich herrschte die Seuche be⸗ sonders an der Küste des Atlantischen Oceans, in Nantes wurden voen Ende März bis Anfang Oktober rund 400, in Brest bis Anfang Oktober annähernd 300 Sterbefälle an Cholera festgestellt; in Belgien wiesen die amtlichen Veröffentlichungen 615 (372) Cholerafälle, in den Niederlanden vom August bis zum Dezember 259 Todesfälle an asiatischer Cholera und 79 an Cholera nostras nach.
Im ganzen Deutschen Reich sind während des Jahres 1893 ioch nicht 400 Personen an der Cholera gestorben; von diesen Todes⸗ fällen ist indessen nur ein Theil durch Cholera⸗Ausbrüche verursacht
een, deren Entstehung in neuen Einschleppungen vom Auslande
zu finden war. Denn 56, welche der zu Beginn des Jahres in der Irren⸗Anstalt Nietleben ausgebrochenen Ortsepidemie angehören, und 70 — 80, die durch eine schon gegen Ende des Jahres 1892 in Hamburg und Altona entstandene Nachepidemie verursacht wurden, ind als Ausläufer der 1892 er Epidemie anzusehen.
Nach einer fast 3 Monate währenden, vollkommen cholera⸗
ien Zeit zeigte sich die Seuche Ende Mai zuerst wieder
Hamburg. Abgesehen von einem Falle, der einen Komtorboten betraf und unaufgeklärt blieb, ereigneten sich, wie im Vorjahre, die ersten Erkrankungen wieder bei im Hafen beschäftigten Personen. Erst von Mitte September ab erfolgten zahlreichere Erkrankungen auch in der Stadt, und wieder mußte angenommen werden, daß die Verbreitung durch Vermittelung des Leitungswassers erfolgte. Freilich hatte Hamburg seit dem Vor⸗ jahre ein ausgezeichnetes sserwerk mit großen Sandfiltern errichtet; infolge einer unvermuthet eingetretenen Bodensenkung im Schöpf⸗ kanal hatte jedoch ein Zufluß von ungereinigtem Elbewasser zum Filtrat stattgefunden und wahrscheinlich Cholerakeime vom Hafen aus in die Leitung eingeschwemmt. Nach Beseitigung dieser Störung erreichte auch die Cholera in Hamburg bald ihr Ende; eine erheb⸗ lichere Verbreitung hatte die Krankheit nicht gehabt, die Gesammtzahl der durch sie verursachten Todesfälle belief sich auf 61.
Aehnlich wie in Hamburg wurde auch in Stettin eine Anzahl von Erkrankungen durch Infektion der Wasserleitung vermittelt. In dieser Stadt erfolgten zunächst Ende September vereinzelte Cholera⸗
am
Grundbuch von Weißensee
fälle bei im Hafen beschäftigten Schiffern und Arbeitern; Anfang Oktober zeigte sich die Seuche jedoch auch in der Stadt, ohne daß es gelang, Beziehungen zwischen den einzelnen Fällen jedesmal nach⸗ zuweisen. Bald wurde jedoch festgestellt, daß das hwasser der städtischen Wasserwerke Choleravibrionen enthielt und daß die Filtration zu schnell vor sich ging, um das Wasser von den mitgeführten Keimen reinigen zu können. Vom 18. Ok⸗ tober ab wurden Choleravibrionen im Rohwasser nicht mehr gefunden und gleichzeitig nahm die Zahl der täglichen Erkrankungen erheblich ab. Insgesammt sind in Stettin vom 24. September bis 25. No⸗ vember 44 Personen an der Cholera gestorben.
Einer nachgewiesenen Infektion der mit unfiltriertem Havelwasser
versorgten Wasserleitung verdankte ein zu Havelberg erfolgter Choleraausbruch seine Heftigkeit; bei einer Einwohnerzahl von 7277 starben in dieser Stadt vom 8. Oktober bis 11. November 17 Per⸗ sonen an der Cholera. Abgesehen von einer Gruppenerkrankung in Papie rmühle bei Solingen und ähnlichen Vorkommnissen in Tilsit und einigen Ortschaften des Odergebiets, sind noch eine Anzahl von Fällen zu erwähnen, welche an den Wasserstraßen des Elbe⸗ und Rheingebiets vorkamen. Im Elbegebiet wurden einschließlich der Havelberger, aber ausschließlich der Hamburger Fälle, 110 Erkrankungen, darunter 29 bei berufsmäßig auf dem Fluß beschäftigten Personen, im Rheingebiet 28, darunter 21 bei Angehörigen der Schifferbevölkerung gezählt. Die am Rhein beobachteten Fälle bildeten eine Fortsetzung der Epidemie in Holland; die Mehrzahl ereignete sich unweit der niederländischen Grenze, viermal konnte nachgewiesen werden, daß die Infektion der Erkrankten in Holland stattgefunden hatte.
Die Gesammtzahl der Orte des Reichs, innerhalb deren im Jahre 1893 Cholerafälle vorgekommen sind, beträgt 115; davon lagen 109 in 20 preußischen Regterungsbezirken, 2 in Baden, 3 im hamburgischen ö 1 betrifft Lübeck. Berlin hatte von Ende Juni bis Ende November insgesammt 18 Erkrankungen (8 Todesfälle).
Als bemerkenswerthes Ergebniß der Wahrnehmungen des Jahres 1893 darf es bezeichnet werden, daß die Cholera trotz beträchtlicher Gefahr einer Einschleppung vom Auslande innerhalb Deutschlands beschränkt blieb, und überall, wo es ihr im einzelnen alle infolge besonderer Umstände gelang, festeren Fuß zu fassen, in verhältnißmäßig kurzer Zeit vnterdrüct worden ist. ¹ 1u“
Handel und Gewerbe. Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks
O
an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 13. d. M. gestellt 9593, nicht recht⸗ jeitig gestellt 66 Wagen. . In Oberschlesien sind am 11. d. M. gestellt 4228. nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.
Zwangs⸗Versteigerungen. Beim Königlichen Amtsgericht II Berlin standen 9. und 10. April die nachbezeichneten Grundstücke zur Ver⸗ steigerung: Das im Grundbuche von Weißensee Band 46, Blatt Nr. 1356 auf den Namen der Wittwe Antonie Tismer, geb. Stempel, nebst Tochter eingetragene, zu Neu⸗Weißensee be⸗ legene Grundstück; Fläche 3,38 a; Mindestgebot 130 ℳ; für das Meistgebot von 12 500 ℳ wurde der Kaufmann Leopold Jacoby zu Berlin, Greifswalderstraße 208, Ersteher. — Das im Grund⸗ buch von Reinickendorf Band 25 Blatt Nr. 765 auf den Namen des Tapezierers Anton Bergmann zu Reinickendorf, Justusstraße 33, eingetragene, zu Reinickendorf belegene Grund⸗ stück; Fläche 6,90 a; Nutzungswerth 375 ℳ; Mindestgebot 4397 ℳ; für das Meistgebot von 15 406 ℳ% wurde der Fondsmakler Otto Weber zu Charlottenburg, Leibnizstraße 16, Ersteher. — Das im s Band 26 Blatt Nr. 749 auf den Namen des Gutsbesitzers Friedr. Hertel eingetragene, zu Neu⸗ Weißensee, Königs⸗Chaussee 46, belegene Grundstück; Nutzungs⸗ werth 2524 ℳ; Mindestgebot 66 971 ℳ; für das Meistgebot von 67 000 ℳ wurde die Handelsgesellschaft Gebr. Hecker zu Berlin, Münchebergerstraße 9, Ersteherin. — Das im Grundbuch von Schöneberg Band 46 Blatt Nr. 1658 auf den Namen des Maurer⸗ meisters Wilh. Thümen zu Berlin eingetragene, zu Schöneberg, Coburgstraße 17, belegene Grundstück; Mindestgebot 1877 ℳ; für das Meistgebot von 1900 ℳ wurde die Aktiengesellschaft für Grundbesitz und Hypotheken⸗Verkehr zu Berlin, Er⸗ steherin. — Das im Grundbuch von Steglitz Band 30 Blatt Nr. 921 auf den Namen des Bauunternehmers Jos ef Schrade zu Berlin, Madaistraße 12, eingetragene, zu Steglitz, Schildhorn⸗ straße 8, belegene Grundstück; Nutzungswerth 5000 ℳ; Mindest⸗ gebot 620 ℳ; für das Meistgebot von 79 200 ℳ wurde der Buch⸗ händler R. Trenkel zu Berlin, Calvinstraße 32, Ersteher. — Das im Grundbuch von Groß⸗Lichterfelde Band 13 Blatt Nr. 376 auf den Namen des Kaufmanns Edmund Reiche zu Teplitz in Böhmen eingetragene, zu Groß⸗Lichterfelde, Bergstraße 1, belegene Grundstück; Fläche 21,22 a; Nutzungswerth 2440 ℳ; für das Meistgebot von 28 830 ℳ wurde der Kaufmann Julius Müller zu Berlin, Neuenburgerstraße 7, Ersteher. — Das im Grundbuche von Deutsch⸗Wilmersdorf Band 32 Blatt Nr. 973 auf den Namen der Bauunternehmer G. Baudach u. H. Behrend eingetragene, zu Deutsch⸗Wilmersdorf, Pfalzburger⸗ und Marienburgerstraße, belegene Grundstück; Fläche 13,20 a; für das Meistgebot von 276 000 ℳ wurde der Kaufmann Willy Schumacher zu Deutsch⸗Wilmersdorf, Pfalzburgerstraße 4, Ersteher.
Berlin, 13. April. Wochenbericht für Stär fabrikate und Hülsenfrüchte von Max 8 Ia. Kartoffelmehl 17 — 17 ½ ℳ, Ia. Kartoffelstärte 17 — 17 ½ ℳ, IIa. Kartoffelmehl 12 ½ — 15 ℳ, feuchte Kartoffelstärke Fracht⸗ parität Berlin 9,15 ℳ, Frankfurter Syrup⸗Fabriken zahlen nach Werkmeister's Bericht fr. Fabrik 8,80 ℳ, gelber Syrur 19 ½ — 20 ℳ, Kap.⸗Syrup 21 — 21 ½ ℳ, Kap.⸗Export 21 ½ — 22 ℳ, Kartoffelzucker gelber 19 ¼ — 20 ℳ, do. Kap. 21 ½ — 22 ℳ, Rum⸗Kuleur 33 — 34 ℳ, Bier⸗Kuleur 32 — 34 ℳ, Dextrin, gelb und weiß, Ia. 23 — 24 ℳ, do. sekunda 20 — 22 ℳ, Weizenstärke (kleinst.) 25— 26 ℳ, Weizenstärke (großst.) 33 — 34 ℳ, Hallesche und Schlesische 34 — 38 ℳ, Reisstärke (Strahlen) 49 — 50 ℳ, do. (Stücken) 47 — 48 ℳ, Majisstärke 28 — 30 ℳ, Schabestärke 30 — 31 ℳ, Viktoria⸗Erbsen 15 —- 19 ℳ, Kocherbsen 13 — 18 ℳ, grüne Erbsen 13 — 19 ℳ, Futtererbsen 12 — 13 ℳ, inländische weiße Bohnen 22 — 24 ℳ, weiße Flachbohnen 23 — 25 ℳ, ungarische Bohnen 19 — 21 ℳ, galizische und russische Bohnen 17 — 19 ℳ, große Linsen 28— 38 ℳ, mittel Linsen 16 — 28 ℳ, kleine Linsen 12 — 16 ℳ, Mohn, blauer nom. 28— 40 ℳ, do. weißer nom. 44 — 60 ℳ, Hirse, weiße 18 — 20 ℳ, gelber Senf 14 — 22 ℳ, Hanfkörner 22 bis 23 ℳ, Buchweizen 14 — 15 ½ ℳ, Wicken 12 — 13 ℳ, Pferdebohnen 12 — 12 ½ ℳ, Leinsaat 20 — 21 ℳ, Mais loko 12 — 13 ½ ℳ, Kümmel 54 — 60 ℳ, Leinkuchen 13 — 16 ℳ, Rapskuchen 10 ½ — 11 ½ ℳ, pa. marseill. Erdnußkuchen 11 ½ — 13 ½ ℳ, pa. doppelt gesiebtes Baum⸗ wollensamenmehl 58 % 11 ½ — 13 ℳ, pa. helle getr. Biertreber 28 bis 30 % 9 ¼ — 10 ½ ℳ, pa. getr. Getreideschlempe 31 — 34 % 11 — 12 ¼ ℳ, pa. Petr. Mais⸗Weizenschlempe 35 — 40 % 12 — 12 ¾ ℳ, pa. netr. Maisschlempe 40 — 42 % 12 — 12¼ , Malzkeime 7 ½ — 9 ℳ, gen⸗ kleie 8† — 8 ¼ ℳ, Weizenkleie 8 ½ — 8¼ ℳ (alles per 100 kg ab Bahn Berlin bei Partien von mindestens 10 000 kg).
— Vom oberschlesischen Eisen⸗ und Zinkmarkt be⸗ richtet die „Schl. Ztg.“”: Infolge besserer Beschäftigung der Werke hat sich der Verbrauch an oberschlesischem Roheisen zwar etwas ge⸗ hoben, jedoch reicht der gegenwärtige Absatz für Gießerei⸗ -enen roheisen noch nicht hin, um den Hochofenbetrieb wieder zu ärken. Das gee, Sn. für oberschlesisches Roheisen ist zu beschränkt; zudem macht sich im Inlande die westfälische, englische und luxem⸗ burger Konkurrenz sehr fühlbar. Die Erzzufuhr aus dem Revier geht
in der bisherigen Weise vor sich, dagegen verstärkt sich die Einfuhr
8 8 2
von reichhaltigen ungarischen und böhmischen Erzen n Hochofenwerken immer mehr. In der Sitzung des salesi—e mitteldeutschen Walzwerkverbandes vom 5. d. wurde festgestellt, daß die oberschlesischen Werke im allgemeinen etwas beschäftigt sind. Eine Preiserhöhung für das zweite Quartal ist jedoch nicht erfolgt, vielmehr wurde der Verbands⸗Geschäftsstelle an. heimgestellt, diese, soweit es die westfälische Konkurrenz zuläßt, selbst vorzunehmen. Die Aufträge gehen sämmtlichen hiesigen Werken ziemlich zahlreich zu; daß die Verladungen bisher noch nicht in gleichem Maße vor sich gingen, lag an dem so spät erfolgten Beginn der Schiffahrt. Im allgemeinen scheint der oberschlesische Walzeisenmarkt in gesündere hnen übergehen zu wollen, da auch die Konkurrenzwerke des Westens das Bestreben haben, die Eisenpreise zu erhöhen. Zur Lieferung von Baueisen, Trägern u. s. w. beanspruchen einzelne Werke bereits Lieferfristen von mehreren Wochen und höhere Preise, die übrigen Sortimente werden prompt und theilweise vom Lager geliefert. Für Feinbleche gehen die Aufträge aus dem Inland in befriedigender Anzahl ein; Grobbleche sind bis jetzt noch schwach begehrt. Die Stahl⸗ werke haben ihren Betrieb infolge größerer Aufträge wieder stärker aufgenommen, und es steht zu erwarten, daß es ihnen an Beschäftigung für längere Zeit nicht fehlen wird. Die Maschinenfabriken sind bereits genügend beschäftigt und nach den vorliegenden Ordres mit Arbeit auf Monate hinaus versorgt. Bei den Kesselfabriken ist der Beschäftigungsgrad ungleichmäßig; einzelne haben bereits genügend zu thun, : es den übrigen noch an größeren Bestellungen mangelt. Die Eisenkonstruktionswerkstätten sind mit Brückenbauten, Förder⸗ und Separationseinrichtungen u. s. w. gut beschäftigt, und auch die Reparaturwerkstätten erfreuen sich zahlreicherer Aufträge. In der Lage der Röhrenwalz. werke ist ebenfalls eine, wenn auch noch geringe Aufbesserung eingetreten. — Bei den 483 Se. ist eine Wendung zum Besseren eingetreten; namentlich erfreuen sich solche Werke einer regeren und lohnenderen Beschäftigung, welche Röhren anfertigen. In Bau⸗ und Maschinenguß ist weniger zu thun, doch dürfte sich auch hier die Lage bald günstiger gestalten. — Auf dem Zinkmarkt ist die Tendenz eine steigende. Für Rohzink war die Stimmung recht günstig, die Preise haben wiederum eine Auf⸗ besserung erfahren. Die schlesischen Hütten haben bereits einen erheb⸗ lichen Theil ihrer Jahresproduktion, einige schon über die Hälfte, verkauft und halten mit Abgaben in Erwartung weiterer Preis⸗ besserung zurück. Gute gew. Marken sind bis 27,50 ℳ, G. von Gische's Erben WH⸗Marke mit 29,50 ℳ bezahlt. Es ist aber fraglich, ob dazu noch weiter anzukommen sein wird. Die Nachfrage nach Zinkblechen ist sehr befriedigend. Die Walzwerke sind voll be⸗ schäftigt. Von einer Preiserhöhung ist vorläufig noch Abstand ge⸗ nommen worden, da der bisherige Preisstand immer noch aus⸗ kömmlich ist.
— Die Saal⸗Eisenbahn hatte im Monat März d. J. nach vorläufiger Feststellung eine Einnahme von 109 568 (— 9501) ℳ und bis Ende März überhaupt 299 236 (— 8385) ℳ
— Aus Wien wird der „Frkf. Ztg.“ gemeldet: Die Rothschild⸗ Gruppe realisierte die kürzlich übernommenen 25 Millionen Gulden österreichischer Goldrente bis auf 2 Millionen Gulden gegen entsprechende Goldkäufe, sodaß die Ausübung der Option auf die weiteren 25 Millionen Gulden Goldrente demnächst zu erwarten ist.
Leipzig, 13. April. (W. T. B.) Kammzug⸗Termin⸗ handel. La Plata. Grundmuster B. pr. April 2,92 ½ ℳ, pr. Mai 2,95 ℳ, pr. Juni 2,95 ℳ, pr. Juli 2,97 ½ ℳ, pr. August 3,00 ℳ, pr. September 3,02 ½ ℳ, pr. Oktober 3,02 ½ ℳ, pr. November 3,05 ℳ, pr. Dezember 3,95 ℳ, pr. Januar 3,07 ½ ℳ, pr. Februar 3,10 ℳ, pr. März 3,10 ℳ. Umsatz: 20 000 kg.
Mannheim, 13. April. (W. T. B.) Produktenmarkt. pr. Mai 14,35, pr. Juli 14,35, pr. November 14,65. Roggen pr. Mai 12,30, pr. Juli 12,30, pr. November 12,60. Hafer pr. Mai 12,35, pr. Juli 12,55, pr. November 12,50. Mais pr. Mai 11,ĩ90, pr. Juli 11,50, pr. November 11,35. .
Bremen, 13. April. (W. T. B.) (Börsen⸗Schlußbericht.) Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum⸗Börse.) Steigend. Loko 10,75 bez. — Baumwolle. Fest. Upland middl. loko 32 ½ ₰4. — Schmalz. Ruhig. Wilcor 37 ¼ ₰, Armour shield 36 ½ ₰, Cudahy 37 ½ ₰, Fairbanks 30 ½ . — Speck. Ruhig. Short clear middling loko 32. — Taback. Umsatz: 25 Faß Maryland, 10 Faß Kentucky.
Wien, 14. April. (W. T. B.) Ausweis der österreichisch⸗ ungarischen Staatsbahn (österreichisches Netz) vom 1. bis 10. April 688 566 Fl., Mehreinnahme gegen den entsprechenden Zeitraum des vorigen Jahres 19 868 Fl.
London, 13. April. (W. T. B.) Silber 30 ⅞, Rupees 58ã . — Platzdiskont 13/18.
Zucker geschäftslos. Rübenzucker 9 ½.
Glasgow, 13. April. (W. T. B.) Die Vorräthe von Roheisen in den Stores belaufen sich auf 283 946 Tons gegen 315 113 Tons im vorigen Jahre. — Die Zahl der im Betrieb befind⸗ lichen Hochöfen beträgt 75 gegen 72 im vorigen Jahre.
Amsterdam, 13. April. (W. T. B.) Kein Fonds⸗ und Pro⸗ duktenmarkt.
Malmö, 15. April. (W. T. B.) Der Inhaber der bekannten deutsch⸗schwedischen Spediteur⸗Firma C. Hallbäck ist gestern gestorben.
New⸗York, 15. April. (W. T. B.) Die Börse eröffnet fest und schwächte sich im Laufe des Nachmittags ab. Am Schlu herrschte träge Stimmung vor. Der Umsatz der Aktien betru 205 000 Stück.
Weizen eröffnete recht fest und stieg während des ganzen Börsenverlaufs mit wenigen Reaktionen infolge reichlicher Deckungen der erschreckten Baissiers per Mai und weil die ussiers die Baissiers in Chicago in die Enge treiben, sowie auf Abnahme des Visible Supply und ungünstige Ernteberichte. Schluß recht fest. — Mais allgemein fest während des ganzen Börsenverlaufs entsprechend der Festigkeit des Weizens.
Waarenbericht. Baumwolle⸗Preis in New⸗York 613/16, do. in New⸗Orleans 6 ¼. Petroleum Stand. white in New⸗York 10,50, do. in Philadelphia 10,45, do. rohes 9,50, do. Pipe line cert. p. Mai 235 nom., Schmalz West. steam 7,25, do. Rohe & Brothers 7,55, Mais pr. Mai 50 ⅞, do. pr. Juli 50 ⅞, pr. September 51 4. Weizen. Rother Winterweizen 62, do. Weizen p. April —, do. pr. Mai 61 ½ do. pr. Juli 62, do. pr. Dezember 65, Getreidefracht nach Liver⸗ pool 2, Kaffee fair Rio Nr. 7 16 ½, do. Rio Nr. 7 p. Mai 14,15, do. do. pr. Juli 14,15, Mehl, SpringWheat celears 2,55, 2¹1/⁄16, Kupfer 9,60. 1
Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 10 951 981 Doll., davon für Stoffe 3 134 187 Doll⸗
Baumwollen⸗Wochenbericht. Zufuhren in allen Unions⸗ häfen 87 000 Ballen, Ausfuhr nach Großbritannien 70 000 Ballen, Ausfuhr nach dem Kontinent 66 000 Ballen, Vorrath 800 000 Ballen.
Visible Supply an Weizen 70 486 000 Bushels, do. an Mais 12 221 000 Bushels.
New⸗Pork, 15. April. (W. T. B.) Alle zum Zucker⸗Trust gehörigen Raffinerien, auch die Havemeyer'schen Zucker⸗Raffinerien in Brooklyn, haben heute den Betrieb wieder aufgenommen.
Chicago, 15. April. (W. T. B.) Weizen steigend während des ganzen Börsenverlaufs mit wenigen Reaktionen auf reich iche Deckungen der Baissiers und infolge Steigerung am Petroleummarkte, sowie auf Abnahme des Visible Supply und unbedeutende Ankünfte im Nordwesten. — Mais während des ganzen Börsenverlaufs steigend mit wenigen Reaktionen entsprechend der Festigkeit des
ens. Weizen pr. Mai 56 ½, pr. Juli 57 v⅛. Mais pr. Mai 45 . Speck short clearnomin. Pork pr. April 12,40.
“
13658]
Zweite
nzeiger und Königlich Preußisch
den 16. April
Berlin, Dienstag,
A“ en Staats
5
8
Anzeiger.
8
1
1895.
eFteseaseaer
1. Untersuchr achen „Untersuchungs⸗Sachen.
¹ Aufgebote, Irstellungen u. dergl.
3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Bersicherung. 4 Verkäufe, Verpvachtungen, Verdingungen ꝛc. 5. Verloosung ꝛc. von Werthpapieren. 1
Oeffentlicher Anzeiger.
10.
6. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gefellsch. 7. Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗Genossenschaften.
8 Niederlafs 0
ꝛc. von Rech
Bank⸗A e. Verschiedene
ekanntmachungen.
S4 2— 1) Untersuchungs⸗Sachen. Steckbrief. 8 Gegen den unten beschriebenen Besitzer Otto Klanowski aus Kaminke, geb. am 9. April 1862 zu Willenberg, Kreis Stuhm, evangelisch, welcher klüchtig ist oder sich verborgen hält, ist die Unter⸗ suchungshaft wegen Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften, in das nächste Ge⸗ fingniß abzuliefern und hierher zu den Akten v. J. 225/95 Mittheilung zu machen. Da Klanowski sich die Papiere eines etwa 20 Jahre alten Wirth⸗ schafters Adolf Gurk angeeignet hat, ist es möglich, daß er unter diesem Namen auftritt. 8 Elbing, den 11. Arril 1895. Der Erste Staatsanwalt. Beschreibung: Alter 33 Jahre, 1,70 m, Statur mittel, Haare dunkel, Stirn frei, Bart Schnurrbart, Augenbrauen blond, Augen blau, Kase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne gesund, Kinn oval, Gesicht oval, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deutsch. Besondere Kennzeichen keine.
3659 2 Schuhmacher Adolf Wolsien, geboren am 4. Februar 1861 zu Meseberg, Kreis Wolmirstedt, zuletzt in Groß⸗Salze, jetzt unbekannten Aufenthalts, itt durch rechtskräftiges Urtheil des hiesigen Schöffen⸗ gerichts vom 8. März 1895 wegen unerlaubten Arswanderns als Ersatzreservist mit 60 ℳ Geld⸗ strafe, im Nichtbeitreibungsfalle mit 20 Tagen Haft zestraft. Es wird um Strafvollstreckung und Nach⸗ icht zu den Akten E. 119/94 ersucht. Gr. Salze, den 9. April 1895. Königliches Amtsgericht.
Beschluß. trafsache gegen den Artisten Anatol Durow aus St. Petersburg wegen Majestätsbeleidi⸗ gung wird hiermit gemäß § 332 Strafprozeßordnung beschlossen, das im Deutschen Reich befindliche Ver⸗ mögen des wegen Majestätsbeleidigung steckbrieflich verfolgten Angeklagten mit Beschlag zu belegen.
Insterburg, den 28. März 1895.
Königliches Landgericht, Strafkammer.
Felden. Koschorreck. Schweighöfer. [3662] K. Staatsanwaltschaft Heilbronn.
In der Strafsache gegen Karl Theodor Guth von Heilbronn wegen Verletzung der Wehrpflicht ist durch Beschluß der Strafkammer des K. Landgerichts hier vom 8. April 1895 das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des ꝛc. Guth mit Beschlag be⸗ legt worden.
Den 10. April 1895.
Staatsanwalt Hartmann. 8 2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.
[3837] Zwangsyersteigerung.
Im Weze der Zwangsvollstreckung . Grundbuche von Berlins Umgebungen Band 155 Nr. 6879 auf den Namen des Architekt Emil Prauß eingetragene, hier, Chorinerstraße Nr. 55 belegene Grundstück am 14. Juni 1895, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Neue
Friedrichstraße 13, Hof, Erdgeschoß, Eingang C., Saal 40, versteigert werden.
Das Grundstück ist bei einer Fläche von 0,08,06 ha mit 13 000 ℳ Nutzungs⸗ werth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grund⸗ buchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie be⸗ sondere Kaufbedingungen können in der Gerichts⸗ schreiberei ebenda, Eingang D., Zimmer 17, ein⸗ gesehen werden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 18. Inni 1895, Vor⸗ mittags 11 ½ Uhr, im vorangegebenen Saal 40 verkündet werden. Berlin, den 2. April 1895. b Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 88.
[3840] Im Wege der Grundbuche
Zwangsversteigerung.
Maas eingetragene, hier, belegene Saal 40, versteigert werden. Das Grundstü werth zur Gebäudesteuer veranlagt.
Grundstück betreffende hweisungen,
ondere Kaufbedingungen können in der 1 chreiberei, ebenda, Eingang D., Zimmer 17, ein
gesehen werden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 21. Juni 1895, Vor⸗ mittags 11 ¼ Uhr, im vorangegebenen Saal 40
verkündet werden. Berlin, den 2. April 1895. Ksoönigliches Amtsgericht I. Abtheilung 88.
[3838] Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im von den Umgebungen im Kreise Nieder⸗ Kand 98 Nr. 3912 auf den Namen des Maurermeisters Ferdinand Graebendorf Feefe,
am
Grund barnim
hier, Soldinerstraße 16, belegene Grund 21. Inni Neue
0,10,20 anlagt.
wangsvollstreckung soll das im vom Stadttheil Tempelhof Band 21 Nr. 905 auf den Namen des Landwirths Rudolph Katzbach⸗Straße 27/28, rundstück am 18. Juni 1895, Vor⸗ mittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Erdgeschoß, ,v. C., ist bei
einer Fläche von 0,04,88 ha mit 11 140 ℳ Nutzungs⸗ Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grund⸗ buchblatts, etwaige Absghmge. und andere das 1 Na sowie be⸗
Gerichts⸗
1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem Friedrichstraße 13,
Das Grundstück ist bei einer Fläche von
ha noch nicht zur Gebäudesteuer ver⸗ Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei, ebenda. Eingang D., Zimmer 17, eingesehen werden.
werden.
Das Urtheil über die Ertheilung
des Zuschlags wird am 25. Juni 1895, Vor⸗
mittags 11 Uhr, im vorangegebenen Saal 40
verkündet werden.
Berlin, den 4. April 1895. 8 Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 88.
3831] Nach heute erlassenem, seinem ganzen Inhalte nach durch Anschlag an die Gerichtstafel und durch Abdruck in den Mecklenburgischen Anzeigen bekannt gemachtem Proklam finden zur Zwangsversteigerung der Erbpachthufe Nr. 3 zu Wakenstädt mit Zubehör Termine: 1) zum Verkaufe nach zuvoriger endlicher Regu⸗ lierung der Verkaufsbedingungen am Sonnabend, den 22. Juni 1895, Vormittags 10 Uhr, 2) zum Ueberbot am Donnerstag, den 18. Juli 1895, Vormittags 10 Uhr, 3) zur Anmeldung dinglicher Rechte Grundstück und an die zur Immobiliarmasse selben gehörenden Gegenstände am Sonnabend, den 22. Juni 1895, Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Amtsgerichtsgebäude statt. Auslage der Verkaufsbedingungen vom 8. Juni d. J. an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum Sequester bestellten Amtsanwalt Greve hieselbst, welcher Kaufliebhabern nach vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grundstücks mit Zubehör ge⸗ statten wird. Gadebusch, den 11. April 1895. Großherzoglich Mecklenburg⸗Schwerinsches 8 Amtsgericht.
[3834] Ausfertigung. In dem Verfahren, betreffend die Vertheilung des durch Zwangsvollstreckung gegen den Oberstlieutenant D. Hantelmann zu Eberswalde aus dessen Pen⸗ on beigetriebenen und hinterlegten Betrages von 234,39 ℳ, ist zur Erklärung über den vom Gerichte ngefertigten Theilungsplan sowie zur Ausführung der Vertheilung Termin auf den 17. Juni 1895, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem Königlichen Amts⸗ gerichte hierselbst, Zimmer Nr. 91, bestimmt worden. Der Theilungsplan liegt vom 1. Juni cr. ab auf der Gerichtsschreiberei 1V Zimmer Nr. 92 zur Ein⸗ sicht der Betheiligten aus. Zu diesem Termine den Sie auf Anordnung des Königl. Amts⸗ ichts geladen. Breslan, den 5. April 1895.
Schur, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. An 1) die muthmaßliche Erbin der Wittwe Anna Hoffmann Fr. Catharina Bisch, geb. Ries, frü
9 rhn &
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zu Luxemburg jetzt angeblich in Paris 2) den Kaufmann Herrn A. Rath,
—
Berlin, Wohnung unbekannt.
3820 8 dem Verfahren, betreffend die Zwangsver⸗ steigerung des dem Rentier Ernst Wilhelm Trieb⸗ sees zu Rostock früher gehörigen, allhbier am Gärber⸗ bruch sub Nr. 1796 belegenen Gärbehausgrundstücks ist zur Erklärung über den Theilungsplan, sowie zur Vornahme der Vertheilung ein Termin auf Dienstag, den 30. April 1895, Vormittags 11 Uhr, im beraumt, und werden die bei der Zwangsversteigerung Betheiligten dazu mit dem Bemerken geladen, daß der Theilungsplan zu ihrer Einsicht auf der Gerichts⸗ schreiberei niedergelegt ist. Rostock, den 8. April 1895. Großherzogliches Amtsgericht.
Piper.
““
[3422 Aufgebot. 8 8 Die unverebelichte Auguste Hirschberg zu Sonders⸗ bausen hat das Aufgebot der in Gemäßheit der Bekanntmachung des Herzoglich Braunschweigischen Staats⸗Ministeriums vom 20. Dezember 1884 aus⸗ egebenen 4 % Prioritäts⸗Obligation der Halber⸗ tadt⸗Blankenburger Eisenbahngesellschaft Nr. 1404 über 300 ℳ beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den
dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebots⸗
Urkunde erfolgen wird. . Blankenburg, den 9. April 1895. Herzogliches Amtsgericht. Sommer. Bekanntmachung.
1611199
Wigandsthal, nämlich: 1) der verwittweten Scholz, geborenen Ullrich, zu Zittau,
Bunzel, geborenen Ullrich, zu Bergstraß, 3) der verehelichten Häusler Holland, geborenen Ullrich, zu Hernsdorf und
Grenzdorf,
termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen widrigenfalls die Kraftloserklärung der
Auf Antrag der Erben der unverehelichten Weberin Marie Amalie Auguste Ullrich zu Hernsdorf bei
Johanne Eleonore Christiane 2) der verwittweten Häusler Ernestine Wilhelmine uguste Pauline 4) der unverehelichten Auguste Pauline Paul zu
zu 1 vertreten durch die Antragstellerin zu 2, werden die Inhaber der angeblich verbrannten sechs
und 5144 über je 150 ℳ und
spätestens
Eees aufgefordert,
los erklärt werden. Görlitz, den 8. Januar 1895. Königliches Amtsgericht.
[3833 Aufgebot. 1) 91 Justiz⸗Rath Dr. Röntsch hi
walter im Konkurse der Handelsges
2) Herr Rentier Görlitz,
Firma Hubmann & Jacob d. d.
—=Sg
10172, 10173, 77529 von je 300 ℳ — ₰,
Jahre 1850 über je 150 ℳ — ₰, beantragt. Der Inhaber der Urkunden
1896, Vormittags 11 Uhr,
z ichnofkon zeichneten
gebotstermine seine Rechte anzumelden der Urkunden erfolgen wird. Leipzig, den 2. Pril . 8950. 1 Königliches Amtsgericht. Abtheilung Steinberger.
Aufgebot.
Wol Wo
3 —
rberg, Elise, Karl und Christian
ian Schlegel zu München, haben
Imn
8. 2
—
1
m Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert,
Frankfurt a. M., den 3. April 1895.
[3835] Aufgebot.
Auf den Antrag:
Danzig,
schachtel gefundenen 328 ℳ, mark⸗Banknote Nr. 2 229 363 b.,
Hundertmark⸗Banknote Nr. 1 988 409 d.,
21. Mai 1895, hora 9 ½, bei
Zeit der Erbebung der Ansprüche noch Vortheile vorbehalten, werden ausgeschlossen werden. Danzig, 9. April 1895. *Koönigliches Amtsgericht. X.
11. Juli 1895, Vormittags 11 Uhr, vor
[3903] Aufgebot.
Auszüglers, Ernst Rackwitz, Dorothee, Schröter, in Wiedemar, — 18.
ihren Namen „Dorothee
lautenden Einlagebuchs
Rathhaus, eine “ Aufgebotstermine seine
erklärung desselben erfolgen wird. Delitzsch, den 6. April 18955. Königliches Amtsgericht. Broesel. [38511 Bekanntmachung. Auf den Antrag der Erben des Warm nämlich: 1) der verehelichten
Obligationen des Markgrafenthums
unterzeichneten Gericht,
Hof, Erdgeschoß, Eingang C., Saal 40, versteigert
Königlich Preuß. Antheil:
Ober⸗Lausitz
Lentzky, geb. Warm, in Elbing,
seine Rechte anzumelden und die Urkunde von widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er⸗
Serie II Litt. B. Nr. 5140 5141 5142 5143
Serie III Litt. C. Nr. 476 über 75 ℳ im Aufgebotstermine den 17. September 1895, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer 53, ihre Rechte anzumelden und die betreffenden Urkunden vorzulegen, widrigenfalls dieselben werden für kraft⸗
hesellschaft unter der Firma Hubmann & Jacob in Schönau,
August Wilhelm Werner
3) Herr Gemeinde⸗Vorsteher Hübner, als Vorstand der vereinigten Gemeinde Oberleutersdorf, haben das Aufgebot behufs Kraftloserklärung zu 1) des zur Konkursmasse gehörigen, von der Schönau, den 20 Mai 1894 ausgestellten, von Herrn Restaurateur Richard Sander in Leipzig acceptierten, am 20. August 1894 zahlbaren Primawechsels über 505 ℳ 50 ₰, zu 2) der ihm im Jahre 1891 vermuthlich durch Diebstahl abhanden gekommenen Aktien der Allg. Deutschen Kreditanstalt zu Leipzig Nr. 10170, 10171, und 8046 im Nominalwerthe
zu 3) der ihr vor Neujahr 1895 abhanden ge⸗ kommenen, für den 31. Dezember 1887 zur Rüc zahlung gekündigten Schuldscheine der Stadtgemeinde Leipzig Litt. C. Nr. 716 und 1966 der Anleihe vom
wmwe*r* — Dwieere
gefordert, spätestens in dem auf den 10. März vor dem unter⸗ Gerichte, Zimmer 206, anberaumten und
Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung
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Erben des Kaufmanns Johann Wolf in f, minder⸗ und vertreten durch ihren Vormund, Privatier das Aufgebot Police Nr. 4152 F. Nr. 11 847 der Frankf ensversicherungsgesellschaft zu Frankfurt a. M., autend über 1000 Gulden auf den Tod des Kauf⸗ nanns Johann Wolf von Nürnberg, beantragt. in dem auf Mittwoch, den 4. Dezember 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichnet tstermine rzulegen,
Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
1) des E. Rewendt und des F. Evert, Beide zu
2) des Magistratsboten Emil Hertes zu Danzig, 3) der unverehelichten Juliana Wrobel zu Danzig werden die Verlierer oder Eigenthümer der angeblich a. von den Söhnen der Antragsteller zu 1, Namens Arthur Rewendt und Eugen Evert, am 5. Dezember 1891 auf dem Pfarrhofe hierselbst in einer Papp⸗
b. von dem Antragsteller zu 2 am 6. September 1893 hierselbst in der Langgasse gefundenen Hundert⸗
c. von der Antragstellerin zu 3 anfangs Oktober 1894 hierselbst auf dem Dominikanerplatz gefundenen
aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am dem unter⸗
zeichneten Gerichte ihre Ansprüche und Rechte anzu⸗ melden, widrigenfalls ihnen nur der Anspruch auf Herausgabe der durch die Funde erlangten und zur vorhandenen
alle weiteren Rechte aber
Die Ehefrau des früheren Sattlermeisters, jetzigen geborene hat das Aufgebot des auf
Rackwitz in Wiedemar“ Nr. 14 578 der Delitzscher Kreissparkasse über noch 938,86 ℳ beantragt. Der Inhaber des Sparkassenbuchs wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 25. Oktober 1895, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, r. 5, anberaumten echte anzumelden und das
Sparkassenbuch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗
8
Rentier Anton
Bureauvorsteher Antonie
geb. Warm, in Elb
kassenbuch Nr. 80 219
2) der verehelichten Maurermeister Bertha Wilke, ing, 3
3) der verehelichten Uhrmacher Martha Pafewark, geb. Warm, zu Marienburg, * 2 4) der verehelichten Färbermeister Margaretha
Koppvenhagen, geb. Warm, in Elbing,
5) des minderjährigen Alfred Warm, vertreten
durch seinen Vormund Avpothekenbesitzer Alfred Liebig in Elbing, sämmtlich pertreten durch den Rechts⸗
anwalt Diegner in Elbing.
soll das für Anton Warm ausgefertigte Spar⸗
der städtischen Sparkasse
Elbing. lautend auf 334 ℳ 45 ₰, zum Zweck neuer
Ausfertigung amortisiert werden. Es werden die Inhaber dieses Buchs aufgefordert, spätestens im
Termin den 4. November 1895, Vormittags 11 Uhr, Zimmer Nr. 12, ihre Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗
erklärung desselben erfolgen wird. v116“ Elbing, den 3. April 1895.
8 Königliches Amtsgericht.
3832] Aufgebot. Auf Antrag der nachstehend genannten Personen werden die nachstehend verzeichneten, angeblich ver⸗ loren gegangenen Sparkassenscheine bezw. Sparkassen⸗ bücher zwecks Ungültigkeitserklärung hiermit auf⸗ geboten: 1 1) Auf Antrag des Fräulein Elisabeth Zscheyge zu Trebitz bei Wettin: der Sparkassenschein Litt. C Nr. 51 290 vom 28. September 1892 der Sparkasse des Saalkreises über 300 ℳ zu dem auf den Namen der Antragstellerin lautenden Sparkassenbuch Nr. 3259 Litt. C. gehörig. 2) Auf Antrag des Fräulein Anna Taubert zu Erdeborn das auf den Namen derselben lautende Sparkassenbuch Nr. 22 879 der städtischen Sparkasse zu Halle a. S. über 65 ℳ 3) Auf Antrag der Wi orenen Georgs, zu Halle a. S., Königsstraße 16, der Sparkassenschein Nr. 262 138 vom .Juli 1892 der Sparkasse des Saalkreises über 60 ℳ, zu dem auf den Namen der Antragstellerin autenden Sparkassenbuche Nr. 24 840 Litt. E. ge⸗ g· ) Auf Antrag des Schlossers Wilhelm Schwarz zu Halle a. S., Pfännerhöhe Nr. 8, das auf den Namen des Antragstellers lautende Sparkassenbuch Nr. 24 644 der städtischen Sparkasse zu Halle a. S. über 24,83 ℳ Die Inhaber der vorbezeichneten Sparkassenscheine bezw. Sparkassenbücher werden aufgefordert, spätestens in dem auf 21. Oktober 1895, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Klein Steinstraße Nr. 7, Zimmer Nr. 33, anberaumten Termine ihre Rechte anzumelden und die Spar⸗ kassenscheine bezw. Svparkassenbücher vorzulegen, widrigenfalls dieselben werden für kraftlos erklärt worden. Halle a. S., den 29. März 1895. Ksrsnigliches Amtsgericht. Abtheilung 8.
7,
Caroline Meseberg,
[54304] 1 Aufgebot.
Der Kaufmann Adolph Czarnikauer vitz, vertreten durch Rechtsanwalt Alexander selbst, hat das Aufgebot des vom Organisten Anton Wyrebck in Wongrowitz an die Ordre des Handels mannes Adolph Mendel in Czarnikau in Höhe von 110 Thalern ausgestellten, nach Sicht zahlbaren Wechsels de dato Czarnikau, den 30. September 1869, welcher durch Blanko⸗Giro auf Franz Kujawski gediehen, demnächst an Mendel zurück⸗ indossiert und von letzterem durch Zession vom 18. Juli 1893 auf den Antragsteller Czarnikauer übergegangen ist, beantragt. Der Inhaber der Ur⸗ kunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 27. Juni 1895, Vormittags 9 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte (Zimmer 1a. im I. Stock) anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Czarnikau, den 7. Dezember 1894.
1 Königliches Amtsgericht.
[68870] Aufgebot. Auf den Antrag des Kaufmanns Leopold Spatzier in Königsberg i. Pr. wird der Inhaber des angeblich verloren gegangenen Wechsels d. d. Königsberg i. Pr., den 16. November 1894 über 271 ℳ 98 ₰, zahl⸗ bar am 16. Februar 1895 bei Leopold Spatzier⸗ Königsberg i. Pr., ausgestellt von Leovold Spatzier an eigene Ordre, acceptiert von dem Maler A. Staar in Wehlau, mit dem Blankoindossement des Kauf⸗ manns Leopold Spatzier versehen, hierdurch auf⸗ gefordert, seine Rechte auf diesen Wechsel spätestens im Aufgebotstermine am 15. September 1895, Bm. 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte (Zimmer Nr. 63) anzumelden und den Wechsel vor⸗ zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Königsberg i. Pr., den 6. Februar 1895. Königliches Amtsgericht. XI.
[52650] Aufgebot. 8
Im Hypothekenbuch für Schambach sind unterm 1. Juni 1858 300 ℳ Hypothek⸗Kapital zu 3 % auf Joh. Georg Föttinger von da als Gläubiger umge⸗ schrieben worden. Auf I des Taglöhners Michael Nagel daselbst, z. Zt. Besitzer der Pfand⸗ objekte Haus Nr. 36 a. Pl. Nr. 83 ꝛc. wird derjenige, welcher auf diese Forderung ein Recht zu haben laubt, aufgefordert, es innerhalb 6 Monaten ei Gericht hier, spätestens in der Sitzung vom
25. Juni 1895, früh 9 ½ Uhr, anzumelden, b1eeAX“
1