Anl. 99 ½, 5 % Transv.⸗Obl. 91 er —, 6 % Transvaal 232 ½, Mark⸗
noten 59,25, Russ. Zollkupons 191 ⅛.
200, do.
pr.
— Getreidemarkt. Mai 198,
Rüböl loko 30, do. pr. Mai 28 ¾, do. pr. Herbst
— Java⸗Kaffee
Antwerpen,
(Schlußbericht.)
145 000 Stück.
Weizen eröffnete fest, Kabelberichte, im weiteren eingetroffene Kabelmeldungen zu einer Reakt Preise zurück während des ganzen
Reaktionen.
(Schluß⸗Kurse.) für andere Sicherheiten do. 2, Wech Transfers 4,87 ⅛, auf Berlin (60 Tag
Cable
6. Januar.
Februar 18 ½ Br., Margarine —.
Verlauf führten
Geld für Regierungsbonds,
New⸗York Lake
Union
Tendenz für Geld: Leicht.
Waäarenbericht. do. do. in New⸗Orleans 6
6,20,
Rio Nr.
Schließlich veranlaßten Exportkä — Mais entsprechend der M abgeschwächt.
geltend.
23. clear 3,87 ½.
Weizen pr. Januar Schmalz pr. Januar 3,80, do.
Rio de Janeiro, 6. Januar.
Baumwolle⸗Preis in
Januar
pring⸗Wheat clears 3,60, Zucker 2 ⅞%, Nachbörse: Weizen ꝓ½c. höher.
(W. T. B.)
78, pr. Februar —.
Pork pr. Januar 7,55.
London 87/18.
8
Verkehrs⸗Anstalten.
Die Redaktion des Schiffahrtstheils der „ Börsenhalle“ ist,
an sie gerichteten Frag Seglern und Da
Reiseroute,
Wetterbericht vom 7. Januar, 8 Uhr Morgens.
Bestimmung,
wie bisher, so auch ferner stets bereit, in allen en über den Verbleib von Seeschiffen, mpfern aller Nationen, über Abgangshafen, etwaige Havarien u. s. w. gegen Ein⸗
Weizen auf Termine unverändert, do. pr. März 1 Roggen loko behauptet, do. auf Termine wenig verändert, do. pr. März 112, do. pr. Mai 114, do. pr. Juli —. good ordinary 50 ½. — Bancazinn 36 ½. 6. (W. T. B. Raffiniertes Type weiß loko 1 anuar 18 ¼ Br., pr. — Schmalz pr. Januar 51. New⸗Pork, 6. Januar. fest und lebhaft, im späteren V träge und der Schluß schwach
3.) Petroleum. 8 † bez. u. Br., pr. pr. März — Br.
(W. T. B.) Die Börse eröffnete erlauf war die Tendenz vorherrschend . Der Umsatz in Aktien betrug
zog einige Zeit im Preise an auf bessere Realisierungen und später ion. — Börsenverlaufs mit
Wechsel auf London (60 Tage) 4,83 ¾, Wechsel auf Paris (60 Tage) 5,20, do. e) 9415⁄16, Atchison Topeka & Santa Fé Aktien 14 ⅛, Canadian Pacific Aktien 55 ¼, Zentral Milwaukee & St. Paul Aktien
41 ¼, Illinois⸗Zentral Aktien 92 ville & Nashville Aktien 48 ⅛8, New⸗York Zentralbahn 92 ¼, Emiss.) 33 ½¼, Norfolk and W Reading 5 % I. Inc. Bds. —, einigte Staaten Bonds pr. 1925 120 ¼
Pacific Aktien 15, Chicago 18 74, Denver & Rio Grande Preferred „Lake Shore Shares 152 ½, Louis⸗
Northern Pacifiec estern Preferred 16 ½, Philadelphia and Pacific Aktien 9 ¼, 4 % Ver⸗ „Silber, Commercial Bars 64 ¼¾.
½, Petroleum Stand. w do. do. in Philadelphia 6,15, do. Pipe line Certific. per Februar 90, do. Rohe & Brothers Rother Winterweizen 97 ⅜, Weizen per 91 ¼, do. per Mai 87 8, Getreidefracht nach Liver
hite in New⸗York do. rohes (in Cases) 6,90, Schmalz Western steam 4,07 ½, 4,35, Mais per Januar 29 ⅞, do. per Mai 31 ½, 89 ⅛, do. per März pool 3, Kaffee fair 7 10 ¼, do. Rio Nr. 7 per Februar 9,90, 10,00, Mehl, S Kupfer 11,55. —
Chicago, 6. Januar. Zeit nach der Eröffnung eine Ankünfte im Nordwesten,
Weizen nahm einige steigende Tendenz an auf unbedeutende t schwächte sich jedoch später ab infolge von Verkäufen des Auslandes und Liquidation der langsichtigen Termine. ufe theilweise ein Anziehen der Preise. kattigkeit der Weizenmärkte Nur geringere Reaktionen machten sich im Verlauf
Mais pr. Januar pr. Februar —.
(EäIh
Bar. auf 0Gr. u. d. Meeressp. red. in Milli
m.
ratur
Wind. V Wetter.
Tempe
in 0 Celsius 0C.
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Belmullet .. Aberdeen
Christiansund
Kopenhagen. Stockholm.
aranda. Moskau.
1 V V
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5 bedeckt
7 bedeckt
3 wolkenlos
4 bedeckt still bedeckt
2 Schnee
1 Schnee 1
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9 —
Cork, Queens⸗ 252,9“ Cherbourg. e mburg.. Swinemünde
Neufahrwasser
Memel
751 752 763 770 770⁰ 773 775
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heiter
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Larlsruhe .. Wiesbaden München Chemnitz Berlin Wien... Breslau..
757 765 765 765 768 771 769 771
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3 Regen Z halb bed. 1) — still wolkig 3 bedeckt²) 2 bedeckt 4 bedeckt 2 Nebel 1 wolkig
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E1.“X“ Triest.... 1) Reif.
Höhe,
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Inseln
753
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²) Rauhfrost.
Uebersicht der Witterung. Das Hochdruckgebiet über die Depression an Tiefe abgenommen. Zentral⸗ Europa dauert die östliche Luftströmung fort, in den Küstengebieten lebhaft auftretend. land ist das Wetter kalt und trübe, schläge, nur an der ostpreußischen Küfte, wo die Temperatur 10 ½ bis 16 Grad unter dem Gefrierpunkt liegt, fällt Schnee. sowie in Frankreich, die Ostgrenze aus⸗ genemmen, herrscht milde Witterung. Deutsche Seewarte.
“
8
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still bedeckt
◻σ IOSOoCGoOCh OObE ꝙ́vo=
Nordost.Europa hat an Ueber
In Deutsch⸗
ohne nennens⸗
Auf den Britischen
haus.
Tert von K. Tanz
““ Theater. Königliche Schanspiele.
. 7. Vorstellung. Komische Oper in 3 Akten von Friedrich Smetana.
Sabina,
von Emil Graeb. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Tetzlaff.
Weingartner. — Die Pup Baller⸗Divertissement von
Musik von Joseph Baper.
Freitag: Opern⸗ Die verkaufte Braut. deutsch von Max Kalbeck.
Dirigent: Kapellmeister peufee. Pantomimisches
4° R.]
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sendung einer 10
fennig⸗Ma durchaus kostenlos 2
uskunft zu
Bremen, 7. Januar. SD. „Werra“ SD. „Aller“
Southampton d.
Fest.
kommend, hat am 5. Jan. D. „München“, v. New⸗Yo
Vm. die Reise v. burg“ hat, Palmas passiert. Hamburg, 7. Januar. „Fürst Bismarck“, welcher gestern früh den Wasserstandes bei London, 6. Januar. I man“ ist auf der Ausreise
Southamp
ais ging ine wenigen
Prozentsatz 1 ½, do.
vqö“ Im Königlichen Oper komische Oper „Die verkaufte
Erie Shares 14 ⅛, Preferred (neue
Herr Stammer; Marie:
New⸗York
7 ⅛,
— Den Schluß bildet das Im Königlichen Schau
von Polen: Herr derr Purschian;
rahle; Rosaura: Frl. Poppe.
do. do. per April Zinn 13,00, Manni
Der „Kyffhäuser⸗Verb Studenten veranstaltet am D
Majestät Kaiser Wilhelm's durchweg
Speck short Wechsel auf
(Invalidenstraße) hielt.
Beschaffenheit eines Ob der Kern des Erdballs feuerflüs etwa wie eine Zwiebel aus verschi dem Mittelpunkte zu eine immer offene Frage. Positiv bekannt
bis zu einer Tiefe von 2000 m, auf die Temperatur am Mittelpun auf geistreichen Hypothesen, Wah
amburgischen
Balletmeister Emil Graeb. Dirigent: Musikdirektor Steinmann. Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielhaus. 8. Vorstellung. Sonder⸗Abonne⸗ ment B. 2. Vorstellung. Das Leben ein Traum. Dramatisches Gedicht in 5 Akten. Nach dem Spanischen des Calderon de la Barca, für die deutsche Bühne bearbeitet von Karl August West. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Max Grube. Dekorative Einrichtung vom Ober⸗Inspektor Brandt. Anfang 7 ½ Uhr. 1 Sonnabend: Opernhaus. 8. Vorstellung. Robert der Teufel. Große Oper in 5 Akten von Meyer⸗ beer. Nach dem Französischen von Scribe und Delavigne, übertragen von Theodor Hell. Ballet von Paul Taglioni. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 9. Vorstellung. 1812. Schau⸗ spiel in 5 Aufzügen von Otto von der Pfordten. Anfang 7 ½ Uhr. 8 Deutsches Theater. Freitag: Die verfunkene Glocke. Anfang 7 ½ Uhr. Sonnabend: Morituri. Das Ewig⸗Männliche.) Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Abends 7 ½
(Teja. Fritzchen.
Hamlet. Uhr: Die versunkene Glocke.
—
Berliner Thenter. Freitag (17. Abonnements⸗ Vorstellung); Zum ersten Male: Der Schuß. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Kaiser Heinrich.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: König Heinrich.
(W. T. B.) hat am 5. Jan. Mitt. Punta Delgada passiert. am 5. Jan. Mitt. v. SD. „Havel“, v. 8 kommend, hat am 5. Jan. Nachts von Reise n. 138 Passagiere und volle Ladung. 8 Nachm. Punta Delgada und SO. „Lahn“, n. New⸗York bestimmt, am 6. Jan. Mr „Stuttgart“ am 6. Jan. Mrgs. in
88 eser angek. RPD. „Sachsen“, 6. Jan. Vm. in Genua angek.
von Brasilien kommend,
hiesigen Hafen verlassen hatte, ist infolge des niedrigen Blankenese festgerathen.
eute von Madeira abgegꝛ
gartner’'s Leitung zur Aufführung. Die Fräulein Weitz; Frau Götze; Wenzel: Herr Lieban; Hans: H Mödlinger; Springer: Herr Philipp; Esmeralda: Ballet „Die Puppenfee“*, in welchem die Damen Dell’'Era und Urbanska auftreten.
Leben ein Traum“ in folgender Besetzung gegeben: Molenar; Sigismund: Estrella; Frau von Hochenburger;
8½ Uhr, in der Philharmonie einen Festkommers der hundertsten Wiederkehr des Geburtstags weiland
„Probleme der Erdphypsik“ Vortrags, welchen gestern Dr. P. Schwahn in der alten „Urania“ Eine nur geringe Zuhörerschaar hatte sich eingefunden, um sich über den Stand der Erforschung des Erdinnern zu informieren; die Ferngebliebenen aber werden es kaum haben, die rein theoretischen und hypothetischen Erörterungen über die fast völlig unbekannten Gebiets versäumt zu haben.
sind nur die Wärmegrade der Erde aus
rke für die Rückantwort, sonst aber die einerseits ertheilen.
Norddeutscher Lloyd. New⸗York n. d. Weser abgeg.
Bremen fortges.; er überbringt
„Fulda“, v. New⸗York
s. Dover passiert. ew⸗York angek. rk kommend, am 6. Jan. Nm., a. d. von Ost⸗Asien kommend, am RPD. „Preußen“ am 6. Jan. n. Genua fortges. D. „Löwen⸗ am 5. Jan. Nm. Las
(W. T. B.) Der Schnelldampfer auf der Ausreise nach New⸗York
ton gesperrt.
T. B.) Der Uniondampfer „Nor⸗
und Musik.
nhause gelangt morgen Smetana's Braut“ unter Kapellmeister Wein⸗ Besetzung lautet: Kruschina: Micha: Herr Krasa; Agnes:
einer Ladung
scheitert.
Herr Sommer; Kezal: Herr Fräulein Dietrich.
spielhause wird morgen „Das g Basilius, König Herr Matkowsky; Astolf:
e Clotald: Herr Bureaus“
calt; brannten. gfaltiges. zerstört. and“ der Vereine Deutscher
onnerstag, den 14. Januar, Abends
Breslau, 7. Januar. aus Lissa (Posen): Auf dem hiesigen Abend bei der seinen sechs letzten Wagen. Ein Kreis⸗Ständehauses. Der Menschenleben ist nicht zu
Passau, 7. Januar.
während in Passau se
Brest, 6. Januar.
befand, ist dem „W. T. B.“ Von der 18 Personen zählenden gerettet und zwei ertrunken; nimmt an, daß sie ebenfalls ertrunken sind.
„St. Petersburg, 6. Januar. für die Nothleidenden
zember in großen Partien in Odessa einzutreffen.
Montreal, 6. Januar. brach Roberval am Lampenexplosion Das
rseits aus den Flut hbewegungen er Wellmeere, andererseits aus Anomalien in der Richtung und Intensität der Schwere (Lothstörungen) gezogen werden.
zahlreicher Projekt ionsbilder, die in erörterten Theorien illustrierten, deren Begründung das nicht eben leicht in mit großer Klarheit gliederte,
Immerhin war es interessant, sich an schematischer Darstellung von den verschiedenen Annahmen
unterrichten zu lassen.
Die
Ausfahrt der nach Breslau bestimmte Güterzu Wagen stürzte in den Part
Materialschaden ist
beklagen.
bedeutend.
Auch bst nichts bemerkt wurde.
1. Ein belgischer Dampfer Phosphat auf der Fah
alle übrigen sind
Die
1 Nach einer Meldung des heute in dem Ursulinerinnen⸗Kloster St. Johns⸗See (Provinz Feuer aus, in
Kloster und das
zur Feier Seiner
des Großen.
lautete das Thema eines —*
zu bereuen
sig oder stahlhart ist, ob die Erdkugel edenen Schichten besteht, die nach
größere Dichtigkeit haben, ist eine
Aviso
deren progressiver Zunahme sich kt schließen läßt; alles Andere beruht rscheinlichkeitsrechnungen, Schlüssen,
Y Schiller⸗Theater. Freitag, Abends 8 Uhr:
Zum ersten Male: Der Schierling. Die Komödie der Irrungen.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Schierling. — Die Komödie der Irrungen.
Theater des Westens. Kantstraße 12. (Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) Freitag: Harakiri. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Zum ersten Male: Der Militär⸗ staat. Lustspiel in 4 Akten von Gustav von Moser und Thilo von Trotha.
„Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Fedora. — Abends 7 ⅛ Uhr: Der Militärstaat.
Theater Unter den Linden. Behrenstr. 55/57. Dirertion: Julius Fritzsche. Freitag: Der Schmetterling. Operette in 3 Akten (mit theil⸗ weiser Benutzung einer fremden Grundidee) von A. M. Willner und Bernh. Buchbinder. Musik von Carl Weinberger. In Scene gesett von Julius - Dirigent: Herr Kapellmeister Korolanyi.
nfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend, den 9. Januar: Erster großer Maskenball. 3 Musikkorps, 2 Ballets, 100 Tän⸗ zerinnen und 30 Tänzer. Die Büffets hat der Hof⸗ Traiteur Seiner Majestät des Kaisers Herr A. Huster (Englisches Haus) übernommen. Herrenkarten à 7 ℳ, Damenkarten à 4 ℳ sind an der Tageskasse des Theaters Unter den Linden (Linden⸗Galerie), sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Invalidendank,
— Abends 7 ½ Uhr: Renaissance.
Lessing Theater. Freitag: Madame Sans⸗ Gene. (Jenny Groß.) Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Zum ersten Male: Wer war'’'s? Schauspiel in 3 Akten von Felix Philippi. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (volksthümliche Preise). Die Ehre. — Abends 7 ½ Uhr: Wer war’s?
Residenz⸗Theater. Dieektion: Sigmund Lauten⸗ burg. Freitag: Die Franenjäger. (Le Dindon.) Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau, über⸗ setzt und für die deutsche Bühne bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend und folgende Tage: Die Frauenjäger. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Der Stellvertreter. (Le Remplaçant.) Schwank in 3 Akten von W. Busnach und G. Duval.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4 a./5b. Direktion: Sigmund Lautenburg. FrFitag: Marcelle. Komödie in 4 Akten von Micctorien Sardou. Für die deutsche Bühne bearbeitet von .89. Lindau. In Scene gesetzt von Sigmund utenburg. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend und folgende Tage: Marcelle. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: v13 Schwank in 3 Akten von P. Hirsch⸗ berger und C. Kraatz.
Haßreiter und Gaul. In Scene gesetzt vom
II. Abonnements⸗Konzert von Flor.
Unter den Linden, erhältlich. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bis zur Hälfte ermäßigten Preisen: Die Fledermaus.
Thalia-Theater (vorm. Adolph Ernst⸗Theater). Dresdenerstraße 72/73. Direktion: W. Hasemann. Freitag: Goldene Herzen. Schwank in 4 Akten von C. Karlweis. Darauf: Das Wetterhänschen. (Weather or no.) Musika⸗ lisches Genrebild von Adrian Roß. Deutsch von ea Hirschel. Musik von Bertram Luard Selby. fang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Goldene Herzen. — Hierauf: Das Wetterhäuschen.
In Vorbereitung: Frau Lientenant. Vaudeville⸗ Operette in 3 Akten von G. Serpette und V. Roger.
Bentral⸗Theater. Alte Jakobstraße 30. Direktion: Richard Schultz. Freitag: Emil Thomas a. G. Eine wilde Sache. Große Ausstattungs⸗ posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend und die folgenden Tage: Eine wilde
.
Konzerte.
Sing-Akademie. Freitag, Anfang 8 Uhr: Zajic
Nach Schluß der Redaktion eingegangene
Depeschen.
Konstantinopel, 7. Januar. (W. T. B.) Der Oberft Peschkow ist von Kreta Doyen des diplomatischen Korps Freiherrn von Calice den definitiven Entwurf eines Gendarmeriegesetzes überbracht mit der Bitte, denselben bei der Pforte zu befürworten. Die übrigen Mitglieder der Kommission, welche zur Vorberathung dieses Gesetzentwurfs eingesetzt war, „Fuad’“ dort auf eine
hier eingetroffen und hat dem
sind am 5. d. M. mit dem
nach Rethymon abgereist und begeben sich von
Rekognoscierungsreise in das Inn re
“
Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
der Konzertsängerin Fräulein Lula Gmeiner, sowie des K. und K. Kammervirtuosen Herrn Alfr. Grün⸗ feld (Klavier).
Konzerthaus. Karl Meyder⸗Konzert. Freitag: 7. Wagner⸗Abend “
Saal Bechstein. Freitag, Anfang 7 ½ Uhr: III. Lieder⸗Abend von Dr. Ludw. Wüllner.
Birkus Renz. Karlstraße. Saison 1896/97.) Freitag, Parade⸗Gala⸗Vorstellung. Lustige Blätter!
Sonnabend: Lustige Blätter! 1
Sonntag: 2 Vorstellungen 2. Nachmil tags 4 Uhr: Auf vielseitiges Verlangen: Aufführung des großen militärischen Ausstattungsstückes: 1870/7191.
bends 7 ½ Uhr: Kolossaler Erfolg! Lustipze Blätter! Preise der Plätze zur Nachmittags⸗Veoder⸗ stellung: Logensitz 3 ℳ, Parquet⸗ und Tribünenstgtz 2 ℳ, Balkon 1 ℳ 50 ₰, Zweiter Platz 1 ℳ75, Galerie (Stehplatz) 50 ₰. Außerdem hat jeder r Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billed 1 1 Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Jede: 6 weitere Kind zahlt auf Balkon, zweitem und drittere 1 Platz die Hälfte. Abends gewöhnliche Preise. 5
(Inbiläums⸗ Abends 7 ¼ Uhr: Kolossaler Erfolg!
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt; Frl. Emma Stiefbold mit Hrn. Prem.⸗ Lieut. Ernst Frhrn. von Kleist (Kar sruhe, Baden — Ettlingen). 1
Oscar von
Verehelicht: Hr. Prem. Lieut.
Schweinitz mit Luise verw. Gräfin Lambsdorff, geb. von Bach (Liegnitz).
Geboren: Eine Tochter: Hrn. Prem.⸗Lieut. von Anderten (Berlin). — n. Gymnasial⸗ Direktor Bähnisch (Ohlau). Hrn. Landrath Bergius (Adelnau). — 2 Amtsgerichts⸗Rath Max Friedlaender (Berlin).
Gestorben: Verw. Fr. Stiftshauptmann Adal⸗ bertha von Wedel, geb. von Kalckreuth (Brauns⸗ forth). — Hr. Landrath a. D. Ludolf Frhr. von Uslar⸗Gleichen (Hildesheim). — Hr. Rentmei a. D. Adolph Boehmer (Darkehmen)
in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. f
Fünf Beilagen ene
und Heinr. Grünufeld,
unter gütiger Mitwirkung
ceinschlielich Börsen⸗Beilage)
der Hand die
und . 1 — Dem Vortragenden, der gemeinfaßlicher Form zu behandelnde Thema wurde wohlverdienter Beifall zu theil.
„Schlesische Volkszeitung“ me
Bahnhof entgleiste - mit des en ist Verlust an Die Strecke nach Breslau ist
1 Vorgestern früh wurde bei Grafenau ein Erdbeben wahrgenommen, das nach Berichten der „Donauzeitung“ auch fast im ganzen Bayerischen Walde verspürt worden ist. Stellen⸗ weise war die Erschütterung sehr hef flüchteten die Bewohner aus den Häusern. Stunde von hier gelehen, wurde ein heftiger Erdstoß wahrgenommen,
eftig; in mehreren Ortschaffen in Hals, eine halbe
sich mit
r Fahrt von Antwerpen nach Bayonne zufolge an den Téte-de-chat-Felsen ge⸗ Mannschaft sind drei verschwunden; man
1 Getreidesendungen in Indien beginnen seit dem 30. De⸗
„Reuter'schen bei Quebec) infolge einer welchem 7 Ursulinerinnen ver⸗ Schulgebäude wurden gänzlich
Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth
zum Deutschen Reichs⸗Anz
No. 5.
Statistik und Volkswirthschaft.
Verschuldung des ländlichen Grundbesitzes in Schleswig⸗Holstein.
Seit mehreren Jahren haben in dankenswerther Weise einzelne Amtsgerichte für ihren Sprengel freiwillig Nachweisungen über die Verschuldung der landwirthschaftlichen Besitzungen, soweit dieselbe bei Gelegenheit von Besitzveränderungen hervortritt, nach bestimmten, vom Königlichen Statistischen Bureau aufgestellten Formularen ge⸗ liefert. Von einem dieser Amtsgerichte, einem schleswig⸗holsteinischen, liegen auch für die neueste Zeit wiederum Angaben vor, welche die „Stat. Korr.“ veröffentlicht. Danach betrugen im Jahre 1895/96
in Mark
tz⸗
die vom neuen Uebernehmer binnen 3 Monaten
ge⸗ einge⸗ löschten tragenen
Schulden 1) Erbtheilungen einschließlich der Grundstücksüberlassung bei Lebzeiten:
a. 1 Besitzung von 75 a bis unter 2 ha.
b. 2 Besitzungen von 2 ha bis unter 10 ha.
c. 12 Fven von 10 ha bis unter 50 ha.
2) sonstigen Besitz⸗ veränderungen:
a. 8 Besitzungen unter 75 a
b. 10 Besitzungen von 75 a bis unter 2 ha.
c. 17 Besitzungen von 2 ha bis unter 10 ha.
d. 6 Besitzungen von 10 ha bis unter 50 ha.
e. 5 Besitzungen von 50 ha und
darüber 3 938 218 760 44 000 215 760 zus. bei 61 Be⸗
sitzungen 11 371 318 374 44 644 168 140 441 870
ie vorstehende, allerdings ja nur auf eine geringe Zahl von Grund⸗ süsn nstebelaeg. und nur als eine Stichprobe unter vielen beachtens⸗ werthe Zusammenstellung zeigt zunächst, daß — mit Ausnahme einiger größerer Besitzungen — die wirkliche Belastung überall der buch⸗ mäßigen genau entsprochen hat, indem abgezahlte, aber ungelöscht gebliebene Schulden nicht vorhanden waren. Sodann ergiebt sie eine erhebliche Mehrverschuldung als Folge des Besitzwechsels. Bei den Erbtheilungen u. s. w. blieb in einem Falle die Verschuldung unver⸗ ändert; in den 14 übrigen Fällen stieg sie, in allen 15 Fällen zu⸗ sammen im Durchschnitte von dem 5,2fachen bis zu dem 25,9fachen Grundsteuer⸗Reinertrage. Von sieben bisber schuldenfreien Grund⸗ stücken, sämmtlich von 1 Seüce. blieb nach Vollziehung der nur noch eins unbelastet. 8 - eö“ Pösch eige unter Lebenden betrifft, so waren die 35 Besitzungen unter 10 ha, eine einzige Parzelle ausgenommen, vor dem Besitzwechsel noch schuldenfrei; auch wurden nur zwei davon unter 0,75 ha und vier von 2—10 ha Umfang, einige davon nach gutachtlicher Aeußerung der Behörde allerdings bis zu ihrem vollen Werthe, durch den Besitzwechsel mit Schulden belastet. Immerhin blieben von den 35 Grundstücken noch 28, nämlich 5 unter 0,75 ha, sämmtliche 10 von 0,75 — 2 ha und 13 von 2— 10 ha Fläche, schuldenfrei. Weit ungünstiger stellt sich das Verhältniß bei den mittleren und größeren Besitzungen. Diese waren schon vor dem Besitzwechsel sämmtlich verschuldet, und keine von ihnen erfuhr durch den Uebernehmer eine Entlastung; ihre Verschuldung nahm vielmehr — mit Ausnahme eines Falles — noch zu und erreichte damit bei den Besitzungen von 10 — 50 ha das 53fache, bei denjenigen von 50 ha und darüber fast das 55 fache des Reinertrages. . Schließlich gingen auch noch zwei Besitzungen von 127,19 bezw. 22,64 ha durch Parzellierung an 13 bezw. 7 neue Erwerber über. Von diesen ließen insgesammt nur 5 ein Restkaufgeld eintragen, wodurch die Belastung der Bestandtheile der ersteren sich von 17 360 auf 37 000 ℳ steigerte, während die der anderen bisher mit 4000 ℳ belasteten sämmtlich schuldenfrei wurden. Die hier besprochenen Ergebnisse für ein kleines Gebiet gewinnen an Bedeutung, sofern dabei gewisse, auch in ähnlichen Beispielen beobachtete Erscheinungen hervortraten. Als solche wären zu nennen: sehr ungleichmäßige Verschuldung, sodaß in derselben Gegend schulden⸗ freie, mäßig und übermäßig verschuldete Grundstücke mit einander abwechseln; ferner ein ungünstiger Einfluß des Besitzwechsels auf die Verschuldung. Ließen sich die Ziffern für ein so kleines Gebiet ohne weiteres verallgemeinern, so würde man noch eine Reihe anderer be⸗ merkenswerther Thatsachen in ihnen ausgedrückt finden. Erstens wechseln unter Lebenden überhaupt nur bereits verschuldete und zwar hoch verschuldete Grundstücke größeren oder mittleren Umfanges ihren Besitzer; die schuldenfreien — und daß solche vorhanden sind, zeigen die Ergebnisse der Erbtheilungen — werden von den Besitzern fest⸗ gehalten. Zweitens erfahren jene verschuldeten Grundstücke durch den Besitzwechsel unter Lebenden nur noch Mehrbelastungen, während die kleinren davon nur wenig betroffen werden, meist sogar schuldenfrei bleiben. Hiernach würden als Käufer von ländlichem Grundbesitz in der Regel nur mäßig bemittelte Leute auftreten, die dann je nach ihren Neigungen ein kleines, aber schuldenfreies oder ein größeres, aber erheblich verschuldetes und noch weiter zu verschuldendes Besitz⸗ thum erwerben. Daß gleichwohl der Parzellenbesitz nach seinem Grundsteuer⸗Reinertrage stellenweise noch weit höher berschuldet erscheint als der größere Besitz, kann sich dadurch erklären, daß hier das eigentliche Pfandobjekt nicht in den grundsteuerpflichtigen Theilen der Besitzung, in Gebäuden und Zubehörungen besteht. 8 Füch unbemerkt mag schließlich bleiben, daß in unserem Bei⸗ spiel der Erbgang die Grundstücke ungleich seltener schuldenfrei läßt, hnen auch größere Belastungen bringt, als der Besitzwechsel unter kebenden. Ein besonders nachtheiliger Einfluß des Erbgangs wäre daraus aber noch nicht zu folgern, da es möglich ist, daß in andern Fällen der Erbgang dem Besitzer oder seiner Ehefrau wiederum er⸗ heblichen Vermögenszuwachs schafft. Ueberhaupt sind — wie schon merkt wurde — Beispiele wie das vorliegende nur beweiskräftig, enn sie in entsprechend großer Zahl vorhanden sind. Um so danken her werden weitere Aufstellungen der Amtsgerichte sein.
die abgezahlten, wechsels
aber nicht ge⸗ löschten Schulden
nach Durchfüh⸗ rung des Besi
die buchmäßige Verschuldung die Verschuldung
der Grundsteuer⸗ Reinertrag
6 700
87 000
Berlin, Donnerstag, den 7. Januar
eiger und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeiger
1897
Der Weinertrag des Jahres 1896 in Württemberg.
Nach einer vorläufigen Zusammenstellung der von den württem⸗ bergiga⸗ Kameralämtern an das Steatistische Landesamt in Stuttgart eingesandten Herbstertragsübersichten war das Ergebniß des letztjährigen Weinherbstes im Lande Folgendes: 1
Die Weinbaufläche von 17 011 ha (gegen 17 051 ha im Vor⸗ jahre) ergab insgesammt 426 900 hl Wein (im Vorjahre 334 550, im Jahre 1894 351 864, im Jahre 1893 276 181, im Jahre 1892 157 142 hl), somit durchschnittlich vom Hektar 25,10 hl (im Vor⸗ jahre 19,62, im Jahre 1894 20,59, im Jahre 1893 16,00, im Jahre 1892 8,95 hl). Unter der Kelter, beziehungsweise überhaupt während des Herbstes kamen zum Verkauf 262 719 hl. oder 61,5 % (gegen 69,6 % im Vorjahre, 63 % im Jahre 1894, 76 % im Jahre 1893, 74 % im Jahre 1892) des Gesammterzeug⸗ nisses. Der Erlös des unter der Kelter verkauften Weins beträgt 6 419 622 ℳ (im Vorjahre 13 055 127 ℳ, im Nahre 1894 5 108 532 ℳ, im Jahre 1893 9 899 396 ℳ, im Jahre 1892 6 942 219 ℳ), wonach der durchschnittliche Verkaufspreis für das Hektoliter su 24 ℳ 44 ₰ (im Vorjahre zu 56 ℳ 09 ₰, im Jahre 1894 zu 23 ℳ 21 ₰, im Jahre 1893 zu 46 ℳ 91 ₰, im Jahre 1892 zu 59 ℳ 75 ₰) sich berechnet. Bei Zugrundelegung dieses Durchschnittspreises würde der gesammte Geldwerth des 1896 er Weinertrags auf 10 433 436 ℳ (im Vorjabre 18 764 910 ℳ: im Jahre 1894 8 057 070 ℳ, im Jahre 1893 12 850 715 ℳ, im Jahre 1892 9 347 676 ℳ) sich belaufen. 8
Der Vergleich des 1896 er Herbstes mit den Erträgnissen der 69 jährigen Vorperiode 1827/1895 ergiebt Folgendes: Hinsichtlich der erzeugten Menge gehen dem 1896 er Weinertrag nur folgende 25 Jahrgänge vor: 1827, 1828, 1833 — 1835. 1837, 1840, 1842, 1846 — 1849, 1857 — 1859, 1862, 1863, 1867, 1868, 1870, 1874, 1875, 1884, 1885, 1888, und den Durchschnitt der 69 Vorjahre, welcher 397 956 hl ausmacht, übertrifft der 1896 er Jahrgang um 7,3 % Auch der Geldwerth des 1896 er Weinertrages üͤbersteigt den Durchschnitt der 69 jährigen Vorperiode, welcher sich zu 8 873 146 ℳ berechnet, und zwar um 17,6 %, während er hinter dem durchschnitt⸗ lichen Geldwerth der letzten 25 Jahre 1871— 95 um fast 10 % zurück⸗ bleibt. In dem Zeitraum 1827 — 70 weisen einen höheren Geldertrag nur die Jahrgänge 1834, 1846, 1857—59, 1862, 1863, 1868 und 1870, in dem darauf folgenden Zeitraum 1871 —95 einen niedrigeren Geldertrag nur die Jahrgänge 1871, 1877, 1879, 1880, 1882, 1886, 1891, 1892, 1894 auf. Der für die 1896 er Herbstverkäufe sich berechnende Durchschnittspreis von 24 ℳ 44 ₰ für das Hektoliter übersteigt um weniges den Durchschnitts⸗ preis der 69 Vorjahre mit 23 ℳ 7 ₰. Einen niedrigeren Durch⸗ schnittspreis in den letzten 25 Jahren weisen nur die Jahrgänge 1879, 1885, 1888, 1894 auf, während ein annähernd gleicher Durchschnitts⸗ preis in den Jahren 1871 (24 ℳ 45 ₰) und 1882 (24 ℳ 53 ₰)
erzielt wurde.
1 Invaliditäts⸗ und Altersversicherung.
Bei der Hanseatischen Versicherungsanstalt sind I. an
; auf Gewährung von Renten eingegangen: a. an I im Laufe des Jahres 1891 1105, 1892 404, 1893. 381, 1894 353, 1895 354 und 1896 351, zusammen 2948; b. an Invalidenrenten: im Laufe des Jahres 1892 181, 1893 301, 1894 550, 1895 895 und 1896 948, zusammen 2875; mithin sind seit Beginn des Jahres 1891 bei dieser Versicherungsanstalt an Renten⸗ anträgen im Ganzen eingegangen 5823. Von den Anträgen auf Alters⸗ rente entfallen auf das Gebiet der freien und Hansestadt Lübeck 488, Bremen 629, Hamburg 1831 und von den auf Invalidenrente auf das Gebiet von Lübeck 303, Bremen 905, Hamburg 1667. Von den Anträgen auf Altersrente sind bis Ende Dezember 1896 erledigt worden 2912, und zwar 2534 durch Rentengewährung, 337 durch Ablehnung und 41 auf sonstige Weise. Von den Altersrenten⸗ Empfängern sind inzwischen ausgeschieden 607, von diesen sind ver⸗ storben 571. Von den Anträgen auf Invalidenrente sind is Ende Dezember 1896 erledigt worden 2743, und zwar 1997 durch Renten⸗ gewährung, 650 durch Ablehnung und 96 auf sonstige Weise. Van den Invalidenrenten⸗Empfängern sind inzwischen ausgeschieden 56 von diesen sind verstorben 525. Auf die Gebiete der drei Hansestädte vertheilen sich die noch im Bezuge der Rente befindlichen Personen folgendermaßen: Lübeck 317 Altersrenten, 167 Invalidenrenten; Bremen 409 Altersrenten, 527 Invalidenrenten; Hamburg 1201 Alters⸗ renten, 734 Invalidenrenten. Die Jahressumme der bis je t gewährten Renten macht insgesammt 659 751,50 ℳ aus, von welchem 163 368,40 ℳ für die inzwischen ausgeschiedenen Rentenempfänger g7 zusetzen sind. Nach den Berufszweigen vertheilen sich diese 4531. Rentenempfänger auf folgende Gruppen: Landwirthschaft und “ 284 Rentenempfänger, Industrie und Bauwesen 1905, Hande un Verkehr 890, sonstige Berufsarten 385, Dienstboten ꝛc. 1067 Renten⸗ empfänger. — II. Anträge auf Rückerstattung der Beiträge sind ein⸗ gegangen: a. Anträge gemäß § 30 des Gesetzes: im Laufe des Jahres 1895 425, 1896 2302, zusammen 2727; b. Anträge gemäß § 31 5 Gese zes: im Laufe des Jahres 1895 83, 1896 377, zusammen 8889 also Anträge auf Rückerstattung im Ganzen 3187. Von diesen 28 Anträgen entfallen auf das Gebiet von Lübeck 248, öö Hamburg 2154, zusammen 3187. Davon sind erledigt durch Rück⸗ zahlung 2614, durch Ablehnung 32 2979, mithin unerledigt 208.
Literatur.
ie Siedlungsgenossenschaft. Versuch einer positiven “ des Seheis durch Lösung des Genossenschafts⸗ problems und der Agrarfrage, von Dr. ETTb Leipzig, Verlag von Duncker u. Humblot. Preis 13 ℳ — Bei dem allgemeinen Interesse für das Genossenschaftswesen und die Agrar⸗ frage dürfte ein Werk wie das vorliegende einer weiten Verbreitung sicher sein. Es erstreckt sich gleichermaßen über die Gebiete der Gewerbepolitik, der Landwirthschaftspolitik und der Moralstatistik, mant Streifzüge in die Geschichte der Nationaloͤkonomie und namentlich des Sozialismus, befaßt sich ferner hier und da mit der politischen und internationalen Wirthschaftsgeschichte und greift zuweilen auch über die Grenzen der sozialen Disziplinen hinaus in die Nachbargebiete. Freilich wird man vielen in dem um⸗ fangreichen Werke enthaltenen Ausführungen nicht beipflichten können. Der Gedankengang des Verfassers, des Begründers einer Siedlungs⸗ genossenschaft nach dem von ihm vertretenen System, ist folgender. Es sei ein von der Wissenschaft nicht bestrittener Kausalzusammenhang: Wo irgend eine Klasse die Grundrente von Feldland ziehe, das eine andere Klasse bestelle, werde diese abgestoßen. Die Ur⸗ form dieser Ausnutzung der Bauernklasse sei das Latifundiensystem. Es habe Athen, Sparta und Rom entvölkert, im 9. und 10. Jahr⸗ hundert Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland so an Menschen⸗ zahl geschwächt, daß Normannen, Magyaren und Mauren diese ehe⸗ mals unerschöpflich menschenreichen Staaten hätten überrennen können, daß kleine Wikingerhaufen z. B. bis tief ins Frankenreich hinein Jagdpartien hätten unternehmen dürfen, ohne gestört zu werden. Dann sei bis ins 14., 15. Jahrhundert hinein eine
Epoche der Bauernkonservation gefolgt, in welcher sie die
stige Weise 40, zusammen
en fast unvekkürzt genossen hätten. Diese Zeit sei “ expansiven Kraft des Abendlandes, das Hundert⸗ tausende in den Kreuzzügen habe verschwenden dürfen, ohne es daheim durch Bevölkerungsschwund zu büßen, das gewaltig kolonifierend in den slavischen und preußischen Osten vorgedrungen sei. Dann sei die Zeit der Latifundienbildung, die kapitalistisch⸗neuzeitliche gekommen: und wieder sei die Bevölkerung enorm gesunken, hauptsächlich in den an Majoraten reichen Ländern: Spanien, Portugal, Italien; und noch unser Jahrhundert habe den letzten riesenhaften Prozeß der Art zesehen: die Entvölkerung Irlands auf fast die Hälfte seiner Einwohnerschaft. Früher sei die Bevölkerung einfach verschwunden, habe sich nicht reproduziert. Heute verschwinde sie nur vom Lande, sie wandere aus oder ab. Aber das Gesetz walte genau so wie im Mittelalter und Alterthum. Wo der Bauer nicht Nutznießer sei, verschwinde er. Neuzeitlich sei nur die neue Form, daß der Bauer auch als freier „Eigenthümer“ der Nutzung beraubt sein könne, näm⸗ lich durch Realverschuldung. Wo aus den Bezirken klein⸗ bäuerlicher Bevölkerung eine starke Wanderung stattfinde, ergebe die Untersuchung Ueberschuldung. Wenn man die Ziffern der Auswanderung nach der Größe ordne, woher sie auch komme, aus Staaten, Provinzen oder Kreisen, so habe man sie auch nach dem Prozentsatz des Großgrundbesitzes geordnet. Großbritannien verliere in diesem Jahrhundert dreimal so viel Auswanderer als Deutschland, Westdeutschland nur einen winzigen Theil der Emigranten⸗ verluste der östlichen Provinzen Preußens; in Ostelbien habe der Regierungsbezirk Stralsund mit 76 % Großgrundbesitz in den fünf Jahren 1885/90 5,5 % seiner Bewohner durch Auswanderung abgegeben, dagegen der Regierungsbezirk Gumbinnen mit 31,7 % Großgrundbesitz nur 0,062 %, also fast hundertmal weniger. Noch viel stärker als die Auswanderung sei die inländische Abwanderung. 1885 bis 1890 hätten z. B. Ostelbien 640 000 Menschen verlassen; davon seien 180 000 aus⸗ und 460 000, d. h. fast dreimal soviel, inländisch abgewandert. Was habe diese Bevöl⸗ kerungsabnahme der Landdistrikte für Folgen? Oppenheimer selbst faßt einmal die Antwort auf diese Frage kurz in dem Satze zusammen, den er auch zu beweisen sucht: „Die Auswanderung ist die Ursache der Agrarnoth und die Abwanderung die Ursache der Indusftrie⸗ noth.“ Die fast 15 Millionen Auswanderer, die in diesem Jahrhundert allein Nord⸗Amerika besiedelt hätten, würden größtentheils freie Bauern auf umfangreichen urbaren Flächen. In der Union habe 1850 bis 1880 das Farmland um 98 Millionen Hektar, und zwar um über 50 Millionen Hektar von 1870 bis 1880 zugenommen. Von fast kostenlos erworbenen Aeckern, auf jungfräulichem Boden gezogene Ernten überflutheten den europäischen Markt und würfen die Preise; und solange noch so viel fruchtbares Land zur Verfügung stehe (Argentinien, Canada, Vereinigte Staaten von Amerika, Süd⸗Rußland, Sibirien u. s. w.), werde die leiseste Hebung des Weizen⸗ und des Roggenpreises nur bewirken, daß die jetzt etwas ins Stocken gerathene Kolonisation neue Flächen in die Produktion ziehe. Für die Industrie Europas habe diese Auswanderungsfluth zuerst sogar Vortheile gebracht; die Emigsranten seien, bis ihre eigene Industrie sich entfaltet habe, kaufkräftige Abnehmer der altländischen Industrie gewesen. Um so mehr leide die Industrie unter der Abwanderung, ihre Abnehmer auf dem Lande verschwänden, ihr Binnenmarkt ver⸗ enge sich mehr und mehr, und gleichzeitig werde die In⸗ dustrie durch das verzweifelte Angebot der kapitallos einge⸗ wanderten Landarbeiter, die à tout prix arbeiten müssen, zu einer immer steigenden Ausdehnung der Produktion verlockt. Noch viel furchtbarer als auf die industriellen Unternehmer wirke aber die Zu⸗ wanderung in die Industriebezirke auf die industriellen Arbeiter. Die Neulinge überfüllten immer wieder die Cadres der „Reserpearmee“, drückten den Lohn durch ihr kapitalloses Angebot, gäben der Industrie billige Produktionskosten mit niedrigen Löhnen und führten so ihre Erweiterung und die Krisen herbei, die dann mit ver⸗ doppelter Wucht auf sie niederführen. Dieser Symptomatologie läßt der Verfasser die Aetiologie der sozialen Frage folgen, indem er nach⸗ zuweisen sucht, daß vornehmlich zwei Dinge den Bauer veranlaßten, dem platten Lande den Rücken zu kehren, und die gesammte Volks⸗ wirthschaft schädigten: Hypothekarkredit und Latifundienbesitz, und daß die gemeinsame Wurzel von Realverschuldung und Larifundienhäufung ein Rechtsinstitut, das ausschließliche, römische, „qutritische“ Eigen⸗ thumsrecht am Boden sei, — um dann in den weiteren Abschnitten des Werkes seine Therapie zu entwickeln. Nur eins könne helfen: Festigung der Massen auf dem Lande. Um dies zu erreichen, müsse eine Organisation des landwirthschaftlichen Gewerbes gefunden werden, welche erstens die Nutznießung des Bodens auch den Bebauern ge⸗ währleiste, und welche zweitens den Bauern eine materiell und sozial günstigere Lage gewähre, als die städtische Lohnarbeit. Denn nur, wenn dies der Fall sei, würden die Massen aus freiem Willen auf dem Lande bleiben. Die Folgen einer solchen Organisation für die Volkswirthschaft seien klar vorauszusehen. Wenn nur ein einziges Mal fünf Jahre lang die 460 000 ostelbischen Landarbeiter, statt in die Industriedistrikte zu strömen, in ihrer Heimath sich als Landwirthe ansiedeln könnten, dann wäre die industrielle „Reserve⸗ armee“ in Deutschland verschwunden. Dann wären 460 000 Ab⸗ nehmer industrieller Produkte mehr auf dem Lande; ihre Nach⸗ frage nach Industrie⸗Erzeugnissen würde die Nachfrage nach Industrie⸗Arbeitern enorm steigern und dieser Nachfrage ein zu niedriges Angebot von Arbeitskräften gegenüberstehen, und so würden unter dem Walten der freien Konkurrenz die Löhne bedeutend steigen, weit über jede Trade⸗Union⸗Liste hinaus. Auf Grund dieser Schlußfolgerung kommt der Verfasser zu der Behauptung, daß sich die industrielle Arbeiterfrage nur vom Lande her lösen lasse. ie Hauptfrage sei nun die, ob es eine Form gebe, welche jenen Bedingungen entspreche. Der ersten Bedingung könnten theoretisch zwei Formen des Besitzes genügen: der isolierte Erbpächter und die landwirthschaftliche Produktipgenossen⸗ schaft. Aber der zweiten Bedingung könne nur die letzte Form ent⸗ sprechen. Denn dem unverschuldbaren Kleingütler stebe tein Real⸗ kredit zur Verfügung, wohl aber erhalte ihn die Genossenschaft auf ihr Eigenthum und ihre Solidarhaft leichter, als irgend ein Privat⸗ besitzer; und derisolierte Kleingütler repräsentiere eine weltwirthschastlich rückständige Form, der seine Arbeit zersplittere, relativ übergroßes fixes Kapital in Wirthschaftsgebäuden ꝛc. gebrauche und an Feldwegen, Rainen ꝛc. ein bedeutendes Landkapital verschevende, während die Produktivgenossenschaft ein moderner Großbetrieb sei, welcher, plan⸗ mäßig administriert und melioriert, sparsam mit Gebäuden und ökonomisch mit der Zeit sei. Nun sei trotz aller Vorzüge des land⸗ wirthschaftlichen Großbetriebes heute der Kleinbauer im Vortheil, sogar wenn er Korn verkaufe, weil alle Vorzüge des Groß⸗ betriebes mehr als aufgehoben würden durch einen Nachtheil, den er allein habe: er könne mit keinem Geld der Welt den Fleiß, die Sorgfalt und die Vorsicht des Mannes erkaufen, der zu eigenem Vortheil arbeite. Trotz Arbeitszersplitterung, Maschinenmangels, Baukosten und Landverlusten rentiere der Kleinbetrieb besser als der Großbetrieb, weil der Bauer unvergleichlich besser arbeite als der Ta elöhner. Es sei also a priori wahrscheinlich, daß ein Groß⸗ betrieb, der zu seinen anderen natürlichen Vortheilen auch den jenigen dieser vollendeten Arbeitsleistung habe, ein genossenschaftlicher Großbetrieb, der von Eignern bearbeitet werde, ein ganz besonders einträgliches Unternehmen sein werde. Der praktische Vorschlag des Verfassers geht also dahin, landwirthschaftliche Genossenschaften in
einer Form zu gründen, welche die Vorzüge der beiden jetzt be⸗