ab Kiel 1022, ab Hamburg 6,34). Andere Aenderungen: Wler” D ab Hamburg 12,48 nach Berlin ist durchweg 7 Minuten üher, Zug 4 D ab Berlin 1,15 nack Hamburg durchweg 25 Minuten päter gelegt. Zug 58 fährt 15 Minuten später, 1,30 von Berlin L. nach Hamburg. Zug 556 fährt 23 Minuten später, 3,47 von Hamburg Klosterthor nach Kiel. Zug 24 fährt 37 Minuten später, 5,14 von Klosterthor, wo er Anschluß an den Kölner Schnellzug 3 D erhält, nach Kiel. Zug 1014 fährt 41 Minuten später, 5,45 von Hamburg Klosterthor nach Tondern.
Bremen, 8. April. (W. T. B.) Norddeutscher Lloypd. SD. „Lahn“ 6. April Mtgs. von New⸗York n. d. Weser abg. SO. „Trape“, v. New⸗York kommend, 7. April Mtgs. Dover passiert. SD. „Spree“, n. New⸗York best., 7. April Mrgs. Dover passiert. PD. „Habsburg“, nach Brasilien best., 6. April in Bahia angek. PD. „Hohenstaufen⸗ 7. April v. Bahiag n. Hamburg abg. PD. „Wittekind⸗ 7. April Vm. Reise v. Vigo n. Southampton fortges. PD. „München“, v. Baltimore kommend, 7. April Mrgs. Dover passiert. PD. „Mark“ 7. April Nm. Reise v. Antwerpen nach Southampton fortgesetzt. PD. „Aachen⸗ 7. April Mrgs. Reise v. Philadelphia n. Baltimore fortges. RPD. „Prinz⸗Regent Luitpold“, 7. April Mtgs. Reise v. Neapel n. Genua fortges. RPD. „Prinz Heinrich', n. Ostasien best., 7. April Nm. in Neapel angek. RPD. „Bayern“, n. Ost⸗ asien best., 7. April Nm. in Hongkong angek. RPD. „Preußen“, .Ostasien kommend, 7. April Nm. in Antwerpen eingetroffen.
Hamburg, 8. April. (W. T. B.) Hamburg⸗Amerika⸗ Linie. PD. „Holsatia“, von Hamburg kommend, ist gestern in St. Thomas WII“
London, 7. April. (W. T. B.) Castle⸗Linie. D. „Tan⸗
allon Castle“ hat auf der Ausreise heute Madeira passiert. . „Harlech Castle“ ist auf der Heimreise heute in Delagoa⸗
ay angekommen. Rotterdam, 7. April. (W. T. B.) Holland⸗Amerika⸗ Linie. D. „Amsterdam“, von Rotterdam nach New⸗York, ist
heute Vormittag in New⸗York angekommen.
Theater und Musik.
Theater des Westes.
8 8 unn im Monde', eine der erfolgreichsten vor kurzem aus dem Leben geschiedenen Autors Eduard Jacobson, welche einst mit Ernestine Wegner in der Rolle des munteren Kanzlei⸗Raths⸗Töchterchens Wera ein beliebtes Repertoirestück des Wallner⸗Theaters war, wurde gestern Abend auf der Charlottenburger Bühne zum ersten Mal aufgeführt. Ein wenig alt und fadenscheinig ist zwar das nicht für die Dauer bestimmte Gewebe der Handlung ge⸗ worden, aber der frische Humor, der dem Werk innewohnt, verfebkt auch heute seine Wirkung nicht, und wer einen harmlos⸗heiteren Theaterabend verbringen will, wird hier noch vollauf seine Rechnung finden. Freilich ist es dazu unumgänglich nöthig, daß die führende Rolle der Wera einer Darstellerin übertragen wird, welche im stande ist, das Interesse des Publikums einen ganzen Abend hindurch festzu⸗ halten, und dieses Haupterforderniß hatte die Direktion in weiser Vor⸗ sicht erfüllt, indem sie Fräulein Willi Walden als Gast dafür gewann. räulein Walden, welche über eine jugendlich anmuthige Erscheinung, bemperamentvolles Spiel und für die Posse völlig hinreichende Stimm⸗ mittel verfügt, war bisher nur denjenigen bekannt, die einmal dem Belle⸗Alliance⸗Theater einen Besuch machten, wo sie seit geraumer Zeit wirkte. Das Theater des Westens darf daher das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, ein frisches und viel versprechendes Talent aus der Verborgenheit hervorgeholt zu haben. Die junge Dame hat, aus dem, was sie gestern leistete, zu schließen, die Mittel dazu, sich über die enggezogenen Grenzen des Soubrettenfachs hinaus zu einer Darstellerin gser Ranges zu entfalten. Unter den übrigen Familienmitgliedern des Kanzlei⸗Raths Liebetreu ragte nur noch das urwüchsige Fräulein Ella Gabri hervor, welches die schüchterne Tochter mit dem Zungenfehler mit entsprechender Drolligkeit verkörperte und nur bedauern
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t vom 8. April, Morgens.
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lsius
Drama
Wind. Wetter.
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Stationen.
meister Dr. Muck. offmann, vom Stadt⸗Theater in Hamburg, als ast.) Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielhaus. Abonnement B. 15. Vorstellung. in 3 Aufzügen
ließ, daß die Rolle ihr so wenig Gelegenheit gab, sich in bethätigen. Der Kanzlei⸗Rath selbst fand in Herrn Rohland einen vorzüglichen Vertreter, und der mit dem Necknamen „Der Mann im Monde“ belegte Rittergutsbesitzer wurde durch Herrn Halm mit der nöthigen Eleganz und Laune dargestellt. Unter den übrigen Mitwirkenden möge noch Frau Albrecht genannt sein, welche eine Köchin mit etwas derber, aber recht wirksamer Komik gab. Das
ublikum zeichnete namentlich Fräulein Walden und die erwähnten
auptdarsteller durch lebhaften Beifall aus und belustigte sich über die neuen witzigen Kuplets, welche L. Herrmann eigens für diese Neu⸗Aufführung der Posse gedichtet hatte.
Theater Unter den Linden.
Als vierte Operette des Strauß⸗Cyeclus ging gestern „Prinz Methusalem“ in Scene und fand eine ziemlich günstige Aufnahme, die aber lediglich dem musikalischen Theil zu verdanken ist. Das halb in Vergessenheit gerathene Werk gewann wieder neues Leben durch die reizvollen, anmuthigen Melodien und die Frische und Ursprünglichkeit der musikalischen Erfindung, welche die schöpferische Epoche des Komponisten bezeichnet. Die gefällige musikalische Form, die geschickte Instrumentierung und die graziöse Rhythmik der Tanzweisen und Gesänge fesselten und ergötzten die Hörer wie in früheren Zeiten und halfen die Mängel des Librettos überwinden. Die Darstellung war wenigstens in den Hauptrollen durchaus lobenswerth, doch machte sich an einigen Stellen in Nebenfächern eine gewisse Unsicherheit bemerklich. Die belustigende Komik des Herrn Hanno als Herzog Sigismund und der derbe, bewegliche Humor des Herrn Wellhof als Cyprian thaten ihre Wirkung trotz der Oedheit der Handlung und der flachen Späße; auch die Herren Steiner und Klein als Trombonius und Vulcanio sind mit Anerkennung ihrer gesang⸗ lichen und schauspielerischen Leistung zu nennen. Von den mitwirken⸗ den Damen hatte Fräulein Sigl als Pulcinella einige hübsche Momente und sang besonders die lyrischen Par⸗ tien mit gewinnender Wärme. Fräulein Cornelli (Prinz Methusalem) war gut bei Stimme, hätte aber den jungen, fröhlichen Prinzen durch temperamentvolleres Spiel noch mehr in den Vorder⸗ rund rücken können. Fräulein Elise Schmidt, die nun siebzigjährige
ünstlerin, gab die Rolle der Sophistika mit der gewohnten drastischen Laune. Die Regie hat sich durch die prächtige Ausstattung und durch üee Balleteinlage um das Gelingen der Vorstellung ver⸗ ient gemacht.
Im Königlichen Opernhause geht morgen Mozart's Oper „Figaro's Hochzeit“ in der neuen Rococo⸗Ausstattung unter Kapell⸗ meister Dr. Muck's Leitung und in folgender Besetzung in Scene: Graf Almaviva: Herr Baptist Hoffmann vom Stadt⸗Theater in Hamburg, Gräfin: Fräulein Hiedler, Figaro; Herr Krolop, Susanne: Fräulein Dietrich, Cherubin: Fräulein Rothauser.
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen Dr. Leo Ebermann’'s Drama „Die Athenerin“ zum 6. Male gegeben. Die Damen Fräulein Poppe und Frau von Hochenburger, sowie die Herren Matkemerh, Molenar, Ludwig und Keßler sind in den Hauptrollen eschäftigt.
Herr Heinrich Morwitz, der vormalige Leiter des Opern⸗ Unternehmens im Belle⸗Alliance⸗Theater, hat mit Herrn Baumeister Sehring einen Vertrag abgeschloffen, wonach er während der Monate Juni, Juli, August im Theater des Westens eine Opernsaison veranstalten wird. Soweit als möglich sollen in Berlin bereits bewährte Mitglieder und Gäste beim Engagement bevorzugt, und Chor und Orchester dem großen Rahmen entsprechend zusammengestellt werden.
Der Verein „Freie Bühne“ veranstaltet am Sonntag, den 11. d. M., Mittags 12 Uhr, im Deutschen Theater mit Ge⸗ nehmigung der Aufsichtsbehörde eine öffentliche Vorstellung. Für Nichtmitglieder ist eine beschränkte Anzahl von Billets von heute ab an der Kasse des Deutschen Theaters zu den üblichen Abendpreisen dieses Hauses (ohne Vorkaufsgebühr) zu haben. Zur Aufführung ge⸗ langen „Am Ende“ von Marie von Ebner⸗Eschenbach und „Grete's Glück“ von Emil Marriot. 1“
(Graf Almaviva: Herr Baptist Das Stiftungsfest.
97. Vorstellung. Sonder⸗ Die Athenerin.
von Leo Ebermann.
Schiller⸗Theater. Freitag, Abends 8 Uhr: .“ Sonnabend, Abends 8 Uhr: Das Stiftungsfest.
Der Königliche Schauspieler Herr Ludwi ertzer hat am Alerander⸗Thenter in S. Petersburg 485 Fehasich beeibnn der glänzende Erfolg desfelben veranlaßte die Direktion, das Gastspiel noch weiter zu verlängern.
3
ͤ“ In der am 3. d. M. unter dem Vorsitz des Kammerherrn
B. von dem Knesebeck abgehaltenen Sitzung des Zentral⸗Comités der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz, welcher auch der Kaiserliche Kommissar und Militär⸗Inspekteur der freiwilligen Krankenpflege Graf zu Solms ⸗Baruth beiwohnte, wurde nach Erledigung geschäftlicher Mittheilungen zunächst über die Erwerbung des Terrains für die Neuanlage des Depots 18 und der Vorstand zur weiteren Ausführung ermächtigt. Die 2 eschlußfassun über die Bewilligung eines Bei⸗ trages für ein von der Kaiser⸗Wilhelm⸗Stiftung zu gründendes Invalidenheim wurde nach eingehender Debatte ausgesetzt. Der Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger im Kriege, welche zur Zeit bereits 2081 Mitglieder praktisch ausgebildet hat und im Ganzen über 5389 Mitglieder verfügt, wurde eine Jahresbeihilfe von 14 000 ℳ zur Bestreitung der Kosten für die Ausbildung weiterer Kranken⸗ pfleger bewilligt. Dem fühlbaren Bedürfniß eines geeigneten =. über die gesammte Thätigkeit der Vereine vom
othen Kreuz soll in Verbindung mit dem Ständigen Ausschuß des Verbandes der deutschen Frauen⸗Hilfs⸗ und Pflegevereine vom Rothen Kreuz durch Herausgabe eines entsprechenden, in Carl Heymann's Verlag hierselbst herauszugebenden Werkes abgeholfen werden. Dem Vaterländischen Frauenverein in Straßburg i. E. wurde als Beitrag zu den Kosten für die Be⸗ schaffung von Bedarfsgegenständen für die freiwillige Kriegskranken⸗ pflege die Summe von 500 ℳ und dem Vaterländischen Frauen⸗ verein zu Metz die gleiche Summe zur Beschaffung eines Sonnen⸗ segels für die dortige Lazareth⸗Baracke des Mathildenstifts bewilligt.
Vor dem Verein für die Geschichte Berlins hält am Sonnabend, den 10. April, Abends 7 ½ Uhr im Bürgersaale des Rath⸗ hauses Herr Regierungs⸗Assessor G. G. Winkel einen zffentlichen Vortrag „über patriotische Erzeugnisse des Kunstgewerbes aus der sett Friedrich's des Großen“, unter Vorlegung solcher. Der Zutritt steht Jedermann frei. Anmeldungen nimmt entgegen Dr. H. Brendicke (Berlin W. 35, Kurfürstenstraße 41).
„Die 10 Berliner Unfallstationen wurden im Monat März in 1460 Fällen, gegen 1205 im gleichen Monat des Vor⸗ jahrs, für erste Hilfe in Anspruch genommen und zwar 1269 mal bei Unfällen und 191 mal bei plötzlichen Erkrankungen. In den Sta⸗ tionen wurden 1354, außerhalb derselben 106 Personen behandelt. Die Stadt Berlin hat den Jahreszuschuß an die Unfallstationen von 1000 ℳ auf 3000 ℳ erhöht mit der Begründung, daß die Ein⸗ richtungen für erste Hilfe und den Krankentransport der Stadt werth⸗ volle Dienste leisten.
Leipzig, 7. April. In der Pfingstwoche, und zwar vom 7. bis 10. Juni, wird hierselbst der Allgemeine Deutsche Jour⸗ nalisten, und Schriftstellertag stattfinden. Seine Majestät der König Albert von Sachsen hat demselben huldvollst sein Protektorat gewährt; das Sö haben die Herren Kreis⸗ hauptmann von Ehrenstein, Ober⸗Bürgermeister Dr. Georgi und Ge⸗ heimer Hofrath Dr. von Gottschall übernommen. Die Einladungen nebst dem Programm werden voraussichtlich Anfang Mai zur Ver⸗ sendung gelangen.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.) 8
9. b 88 8 8 “ See eees
Konzerte.
Konzerthaus. Karl Meyder⸗Konzert Freitag: Vorletzter Wagner⸗Abend.
Freitag, Anfang 7 ½ Uhr:
zum Deuts
No. 84.
chen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preuß
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
Berlin, Donnerstag, den 8. April
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Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner
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13,00 13,80 13,62 11,60 15,20
13,50 13,10 11,60
Bemerkungen. 8 und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt.
Meeressp.
Bar. auf 0Gr. red. in Millim.
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Temperatur
in 0 Ce 50 C.
—2 έ —₰½
Belmullet.. Aberdeen.. Christiansund Kopenhagen. Stockholm.
4 Pendag,;
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764 766 765
775 774 772
SSW SSW O9SO OSO 765 O 5 SSO
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bedeckt halb bed. wolkenlos wolkig bedeckt halb bed. wolkenlos bedeckt
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Cork, Queens⸗ bbv. Cherbourg 11“ amburg.. winemünde Neufahrwasser Memel..
764 761 759
761 763 764 762
WSW NNW NO 762 O
bedeckt bedeckt Regen bedeckt bedeckt wolkig bedeckt Nebel
761 762 761 762 762 762 761 763
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halb bed. bedeckt wolkig bedeckt wolkig heiter wolkenlos wolkig
764 755 759
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Uebersicht der Witterung. Am höchsten ist der Luftdruck über Nordwest⸗
rußland,
kandinavien
und
Südwest⸗Europa,
während Depressionen westlich der britischen Inseln und über Südost⸗Europa, die letztere das östliche
Mittelmeer einbegreifend, lagern.
Eine flache Theil⸗
depression, südlich von der Nordsee gelegen, beeinflußt die Witterung von fast ganz Deutschland. Hier ist das Wetter ruhig, vorwiegend trübe und ziemlich
kühl,
wenn auch im mittleren Binnenlande Er⸗
wärmung stattgefunden hat; im Süden fiel überall, Deutsche Seewarte.
sonst vereinzelt, Regen.
Theater.
Königliche Schanspiele. haus. 86. Vorstellung. Figaros Hochzeit. Komische Oper in 4 Akten von Wolfgang Amadeus Mozart.
82 nach Beaumarchais, von Lorenzo e⸗ zung von Kni ge⸗V
Ober⸗Regisseur vom Ober⸗Inspektor
randt.
ulpius. In Scene laff. Dekorative Einrichtung
Freitag: Opern⸗
Daponte. esetzt
Dirigent: Kapell⸗
In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Max Grube. Anfang 7 ½ ÜUhr. .
Sonnabend: Opernhaus. 87. Vorstellung. Undine. Romantische Zauber⸗Oper in 4 Akten von Albert Lortzing. Text nach Fouqué's Erzählung frei be⸗ arbeitet. Tanz von Emil Graeb. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 98. Vorstellung. 1812. Schau⸗ spiel in 5 Aufzügen von Otto von der Pfordten. Anfang 7 ½ Uhr. 8
Deutsches Theater. Freitag: John Gabriel
Borkman. Anfang 7 ½ Uhr. 8 Sonnabend: Die versunkene Glocke. Sonntag: Die versunkene Glocke.
Berliner Theater. Freitag (30. Abonnements⸗ Vorstellung): Das neue Gebot. Anfang 7 ½ Uhr. Sonnabend: Kinder der Bühne. Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: König H — Abends 7 ½ Uhr: Das neue Gebot.
“ 8
1
Lessing⸗Theater. Freitag: Erstes Gastspiel von Franz Tewele. Zum ersten Male: Seine offizielle Frau. Lustspiel in 4 Aufzügen von Friedrich Erdmann⸗Jesnitzer. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Gaftspiel von Franz Tewele. Seine offizielle Frau.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (volksthümliche Preise): Die Ehre. (Max Loewenfeld als Gast.) — Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel von Franz Tewele. Seine ofsizielle Frau.
Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten⸗ burg. Freitag: Afsociés. Lustspiel in 3 Akten von Léon Gandillot. Deutsch von Max Schönau. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Zum ersten Male: Ein J.b. Gast. Schwank in 1 Akt von Georges Courteline. Deutsch von Jof. Schürmann. — Hierauf: Afsociés.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a./5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Freitag: Gast⸗ he des Herrn Willem Royaards vom 9In;.
iederländischen Theater in Amsterdam. Trilby. Schauspiel in 4 Akten von Du Maurier und Potter, deutsch von E. Lederer. In Scene gesetzt von Sigmund Lautenburg. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Trilby.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr:
Zu halben Preisen: Marcelle. 8*
Theater des Westens. Kantstraße 12. (Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) Freitag: Der Mann im Monde. (Wera: Willi Walden als Gast.) Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Kinder⸗Vorstellung. Hänsel und Gretel. — Abends 7 ½ Uhr: Gast⸗ 8 des Herrn Gustav Kadelburg. Die berühmte
rau.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Gastspiel des Herrn Gustav Kadelburg. Die berühmte Frau. — Abends 7 ½ Uhr: Der Behnn im Monde. (Wera: Willi Walden als
Theater Unter den Linden. Behrenstr. 5557. Direktion: Julius Fritzsche. Freitag: Strauß⸗ Cyeclus. 4. Abend. Prinz Methusalem. Burleske Operette in 3 Akten von Wilder und Delacour, bearbeitet von Carl Treumann. Musik von Johann Strauß. Regie: Herr Glesinger. Dirigent: Herr Kapellmeister Korolanyi. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Prinz Methusalem.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Bettelstudent.
In Vorbereitung: Der Cognac⸗König. Vaudeville⸗Operette in 3 Akten von Victor Léon und Ludwig Held, für die hiesige Bühne bearbeitet von C. Herrmann. Musik von Franz Wagner.
Thalia⸗-Theater (vorm. Adolph Ernst⸗Theater). Dresdenerstraße 72/773. Direktion: W. Hasemann. Freitag: Letzte Aufführung. Frau Lieute⸗ nant. Vaudeville in 3 Akten von p. errier und A. Mars. Deutsch von H. Hirschel. usik von G. Serpette und V. 9. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Zum ersten Male: Heirath auf Probe. Posse mit Gesang in 3 Akten nach Gerö⸗ Buchbinder von Jean Kren. Gesangstexte von Gustav Görß. Musik von Leopold Kuhn.
————— 5
Alte Jakobstraße 30.
Bentral⸗Theater. Vorletzte Woche. Frei⸗
Direktion: Richard ; tag: Emil Thomas a. G. Leopold Deutsch a. G. Ein sideler Abend. Burleske dramatische Revpue in 1 Vorspiel und 3 Bildern von J. iens und W. Mannstädt. Musik von verschiedenen Meistern, arrangiert von Julius Einödshofer. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend und 889 Tage: Ein sideler Abend.
Schluß der diesjährigen Possen⸗Saison unwider⸗ ruflich Sonntag, den 18. April.
b
Saal Bechstein.
Konzert von Florence Fraser (Gesang). Mit⸗ herrrns Fräulein Auguste Götz⸗Lehmann avier).
Architektenhaus. Sonntag, Anfang 8 Uhr: II. SoirEe von Sven Scholander.
Birkus Renz. Karlstraße. Donnerstag, den
15. April 1897: Abschieds⸗Vorstellung.
Freitag, Abends 7 ½ Uhr: Große brillaute Vor⸗ stellung. Durchschlagender Erfolg! Aus der Mappe eines Riesengebirgs⸗Phantasten. Außerdem: 6 Trakehner Fuchshengste, dressiert und vorgeführt von Herrn Hugo Herzog. Die doppelte hohe Schule, geritten von Frl. Wally Renz (Tochter des Direktors) und Frau Robert Renz. Miranda, engl. Vollblut, dressiert und vorgeführt von Herrn W. Rowland. Einfache und doppelte Baguette⸗ sprünge über Hindernisse, ausgeführt von 12 Ungarn. Auftreten der berühmten Künstler⸗Familie Agoust vom Krystall⸗Palast in London, in einer neuen und originellen Jonglierscene, betitelt: Ein Pariser Restaurant.
Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: Aus der Mappe eines Niesengebirgs⸗Phantasten. Auftreten der berühmten Künstler⸗Familie Agoust.
1111614214“*“ Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frl. Kaethe George mit Hrn. Prem.⸗ Lieut. Otto von der Gablentz (Berlin). — Frl. Johanna Sukfüll mit Hrn. Staatsanwalt Oel⸗ schlaeger (Wien — Berlin). — Frl. Gertrud Biebendt mit Hrn. Architekten Hermann Hammer (Berlin).
Verehelicht: Hr. Lieut. Walter Herrmann mit Frl. Margarete von Lucanus (Berlin).
Geboren: Eine Tochter: Hrn. Rittmeister von Willich (Potsdam).
Gestorben: Fr. Geheime Archiv⸗Rath Mathilde Gollmert, geb. Logé (Berlin). — Fr. Major Anna Szmula, geb. Gröhling (Friedewalde). — Hr. Landgerichts⸗Sekretär und Prem.⸗Lieut. d. L. Fritz Buresch (Strehlen).
Verantwortlicher Redakteur: Siemenrothh
in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Verlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Sieben Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).
schnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist; ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.
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Roggen.
Gerste.
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02
der ausführlichen Entwürfe und Kostenanschläge, zur Verdingung und Leitung des Baues sowie zur Rechnungs 2. ng in dem für Staatsbauten maßgebenden Umfange bei Schulbauten ent⸗ bunden sind, und die Verpflichtung zur Anfertigung der aus⸗ führlichen Entwurfszeichnungen und Kostenanschläge auf die Seite 8 Absatz 2 der Anlage 1 **) bezeichneten Ausnahmefälle beschränkt ist, so werden dieselben bei der auf diese Weise herbeigeführten Entlastung von Schreibwerk und mechanischer Rechenarbeit in der Lage 88 ihre volle Kraft und Sorgfalt der Ausarbeitung der Vorentwürfe und der Ueberwachung der Bau⸗ ausführung zuzuwenden. Daß dies geschieht, ist aber auch das nothwendige Korrelat der Entlastung, weil anderenfalls Nach⸗ theile für die Volksschule unausbleiblich sind. Demzufolge müssen wir die Königlichen Regierungen dafür verantwortlich machen, daß eine besonders eingehende und sorgfältige Prüfung der Vorentwürfe und Kostenüberschläge sowohl hinsichtlich des Baubedürfnisses, wie auch bezüglich der Anschlagshöhe er⸗ folgt, und daß die Regierungs⸗ und Bauräthe sich ab und zu durch örtliche Besichtigung von Volksschulbauten davon überzeugen, daß die Lokalbaubeamten bei der Ueber⸗ wachung der Bauausführung, namentlich bei der letzten Revision und Abnahme des fertigen Gebäudes, mit größter Gewissenhaftigkeit verfahren.
Im übrigen werden die Königlichen Regierungen, um die Entlastung der Baubeamten nicht illusorisch zu machen, mit besonderer Sorgfalt darauf zu achten haben, daß die Zahl der Ausnahmefälle, in welchen die Königlichen Baubeamten wegen Mangels geeigneter anderer technischer Kräfte den Bauver⸗ pflichteten die ausführlichen Entwurfszeichnungen und Kosten⸗ anschläge kostenfrei anzufertigen haben, auf das allergeringste Maß beschränkt wird.
Um Abweichungen von den genehmigten Entwürfen und Baubeschreibungen, die in der Regel nur bei weniger zuver⸗ lässigen und weniger tüchtigen Unternehmern vorkommen werden, von vornherein möglichst zu verhüten und den Lokal⸗ baubeamten die Möglichkeit zu geben, sich über die Zuverlässig⸗ keit und Tüchtigkeit der von den Gemeinden in Aussicht ge⸗ nommenen Bauunternehmer zu äußern, haben die Königlichen Regierungen dahin Vorsorge zu treffen, daß die Bau⸗ verpflichteten dem Lokalbaubeamten das Ergebniß der Ver⸗ dingung mittheilen, wonach der Baubeamte berechtigt und ver⸗ pflichtet ist, auf die Zurückweisung und den Ausschluß un⸗ geeigneter Unternehmer bestimmend hinzuwirken.
Demgemäß darf der Zuschlag erst ertheilt werden, wenn der Lokalbaubeamte Anstände nicht zu erheben hat.
2) Die Bewilligung der Gnadenbeihilfen erfolgt in Zu⸗ kunft in festen Beträgen auf Grund der von den Königlichen Regierungen, bei einem Betrage der Staatsbeihilfe über 30 000 ℳ von der Zentralinstanz (Ministerium der geist⸗ lichen ꝛc. Angelegenheiten), festgestellten Vorentwürfe, Bau⸗ beschreibungen und Kostenüberschläge. Es ist mithin in Zukunft ausgeschlossen, daß die gewährten Gnadenbeihilfen deshalb herabgesetzt werden, weil bei Feststellung der im Auf⸗ trage der Gemeinden ausgearbeiteten ausführlichen Projekte und
14,69 13,90
13,20 12,60
11,70
2. ꝓ
11,89
Der Durch⸗
Königreich Preußen.
Bei Verwendung der in Kapitel 121 Titel 38 des Staats⸗ haushalts⸗Etats ausgeworfenen Mittel „zur Unterstützung unvermögender Schulverbände bei Elementarschulbauten“ und der zu dem gleichen Zwecke wiederholt extraordinär bereit gestellten Fonds ist bisher stets an dem Grundsatze festgehalten worden, daß die hieraus gewährten Gnadenbeihilfen sub⸗ sidiärer Natur seien.
Die nothwendige Folge dieses Grundsatzes ist, daß in der raxis die ganze Bauausführung und Abrechnung solcher lementarschulbauten — wenigstens in allen den Fällen, in
denen die gewährte Gnadenbeihilfe den Betrag von 5000 ℳ übersteigt — aus der Hand der bau⸗ pflichtigen Gemeinden in diejenige des Staats übernommen und erst nach stattgehabter Abrechnung endgültig festgestellt S 18 ““ e die Staatsbeihilfe zur Auszahlung ge⸗ angen darf.
Hieraus haben sich Unzuträglichkeiten nach mehrfacher Richtung ergeben.
Die baupflichtigen Gemeinden empfinden es als unbillige Härte, daß die in Aussicht gestellte Gnadenbeihilfe nicht in voller Höhe zur Auszahlung gelangt, wenn sich bei der Bauausführung Ersparnisse gegen den Kostenanschlag ergeben, während sie selbst die übernommenen Ver⸗ pfichtungen erfüllen müssen. Die Folge hiervon ist, daß die Gemeinden nicht das sonst in ihren an⸗ deren Angelegenheiten vielfach beobachtete rege Interesse zeigen, durch eigene Leistungen oder durch Annahme niedrigerer Preis⸗ säße für selbst gelieferte Rohmaterialien die Bauausführung billiger zu gestalten, weil sie wissen, daß Ersparnisse nicht ihnen, sondern zunächst dem Staat zu gute kommen.
Die Königlichen Baubeamten sind mit mechanischen und Rechnungsarbeiten überlastet. Denn ihre gegenwärtige Vekpflichtung umfaßt nicht nur die Aufstellung der Bau⸗ projekte und Kostenüberschläge sowie die Bauüberwachung, sondern bei den zahlreichen, verhältnißmäßig die Mehrzahl aller in Betracht kommenden Fälle bildenden Schulbauten, zu welchen Gnadenbeihilfen im Betrage von mehr als 5000 ℳ erbeten werden, auch die Ausarbeitung der ausführlichen Entwurfszeichnungen und Kostenanschläge sowie die Ver⸗ dingung, auleitung und Abrechnung. Die Folge dieser Ueberlastung ist, daß sich vielfach die Vor⸗ bereitung und Aus Lach dringlicher Volksschulbauten in die
Länge ziehen. Namentlich treten häufig Verzögerungen der
Abrechnung und damit Hinausschiebungen der Auszahlungs⸗
termine der staatlichen Gnadenbeihilfen ein, welche un⸗ erwünschte Verwickelungen aller Art zur Folge haben.
Die Königlichen Regierungen endlich werden bei ihren Verhandlungen mit den Gemeinden und insbesondere bei resolutorischer Feststellung der denselben aufzuerlegenden Schulbauleistungen dadurch behindert, daß der Betrag der zur Auszahlung gelangenden Gnadenbeihilfe nicht von vorn⸗ herein feststeht und bei den Verhandlungen den Gemeinden auch nicht vorläufig mit einiger Sicherheit bekannt gegeben werden kann. Außerdem werden die Königlichen Regierungen häufig von den Bauunternehmern über das Maß der ge⸗ währten Staatsbeihilfe hinaus in Anspruch genommen, weil diese auf Grund der mit den Königlichen Baubeamten ge⸗ schlossenen Bauverträge den Staat für die Bezahlung ihrer ge⸗ sammten Forderung verantwortlich machen.
Um in allen diesen Beziehungen eine durchgreifende Ab⸗ hilfe zu schaffen, soll der Grundsatz der subsidiären Natur der Gnadenbeihilfen zur Unterstützung unvermögender Schul⸗ verbände bei Elementarschulbauten fortan befeitigt werden.
u diesem Zwecke ist von uns im Einverständniß mit dem errn geia. Sesahbes in Aussicht genommen, daß
1) der Staat bei allen Elementarschulbauten, für welche Gnadenbeihilfen bewilligt werden, aus der verwaltenden und bauausführenden in eine lediglich aufsichtführende Stellung zurücktritt, und 8 —
2) die Gewährung der Gnadenbeihilfen an die unver⸗ mögenden Schulverbände in festen Beträgen erfolgt.
Zur Durchführung dieser grundsätzlichen Aenderungen, welche, wie wir hoffen, namentlich einerseits die wünschenswerthe Entlastung der Königlichen Bau⸗ beamten herbeiführen, andererseits das Interesse der baupflichtigen Gemeinden an einer zweckmäßigen, aber mög⸗ lichst billigen Bauart und Bauausführung ihrer Schulgebäude beleben und ihre Selbstverwaltungsthätigkeit erhöhen werden, ordnen wir hierdurch Folgendes an:
1) Die Mitwirkung der Königlichen Lokalbaubeamten bei Elementarschulbauten, zu welchen Gnadenbeihilfen aus Staatsmitteln beantragt werden, hat in Zukunft aus⸗ chließlich nach den anliegenden Bestimmungen vom heutigen
age, die Anfertigung der Baubeschreibung und des Kosten⸗ überschlages sowie die fernere Berichterstattung an die König⸗ lichen Regierungen unter eeund. und nach Maß⸗ gabe der Anlagen 2 und 3 *) zu erfolgen.
Da die Königlicher Lokalbaubeamten hiernach fortan
Kostenanschläge oder bei der Ausführung Ersparnisse eingetreten sind, insofern der Bau dem genehmigten Projekt nebst der Baubeschreibung entspricht. Sorgsamer Prüfung bedürfen dabei allerdings die Kostenüberschläge nach der Richtung, daß nicht die Preisansätze zu hoch gegriffen, sondern den voraussichtlich bei der Verdingung gestellten Forderungen an⸗ gepaßt werden.
Die vorstehenden Bestimmungen treten vom 1. April 1897 ab in Kraft. Bezüglich der zur Zeit vorliegenden An⸗ träge auf Erwirkung von Gnadenbeihilfen, sowie bezüglich der bereits bewilligten Gnadenbeihilfen bewendet es bei den bis⸗ herigen Bestimmungen.
3) Für die geschäftliche Behandlung der nach den neuen Bestimmungen vorbereiteten Anträge auf Gewährung von Gnadenbeihilfen bestimme ich, der Minister der geistlichen An⸗ gelegenheiten, hierbei noch Folgendes:
a. An Stelle der bisherigen Vorschlagsnachweisung, der tabellarischen Uebersicht über die Verhältnisse der betr. Ge⸗ meinde (Runderlaß vom 15. Februar 1890 U. III A. 22 586 II), der Prästationsnachweisung und des besonderen Gutachtens der Finanz⸗Abtheilung sind Vorschlagsnachweisungen nach dem anliegenden Formular aufzustellen und einzureichen.
b. Da in diesem Formular die P für die diesseitige Beurtheilung maßgebenden Punkte der Bau⸗ beschreibung und des Kostenüberschlags aufgenommen sind, will ich von der Einreichung der Vorentwürfe, Bau⸗ en und Kostenüberschläge bis auf weiteres in den Fällen asfeper in welchen die zu gewährende Gnadenbeihilfe den Betrag von 30 000 ℳ nicht übersteigt. Ich muß mir dabei jedoch vorbehalten, in besonderen Fällen jederzeit die Einreichung der bautechnischen Unterlagen anzuordnen.
Ein Begleitbericht braucht der Vorschlagsnachweisung nur beigegeben zu werden, wenn die Königliche Regierung dies ihrerseits für wünschenswerth erachtet, oder wenn die Nach⸗ weisung für den besonderen Fall z. B. wegen Beschränkung der Staatsbeihilfe auf einzelne zum Schulverband gehörige Gemeinden der Ergänzung bedarf.
Diese Erleichterungen werden, wie ich hoffe, zu einer Beschleunigung des Verfahrens bei Schulbauten und zu einer Verminderung des Schreibwerks beitragen. Sie weisen den bautechnischen Beamten ein größeres Maß der Selbständigkeit zu, welches die Verantwortung, aber auch die Arbeitsfreudig⸗ keit erhöhen wird. 1
Um aber auch die Königlichen Regierungen in den Stand u setzen, mit größerer Sicherheit und beschleunigterer
nitiative die Verhandlungen mit den betheiligten Ge⸗ meinden führen und die Vorbereitungen für die von ihnen in Aussicht genommenen Schulbauten schneller treffen zu können, werde ich in Zukunft, ohne in Einzelheiten einzugreifen, für die Erwirkung solcher Gnadenbeihilfen die bei mir eingehenden Anträge als an⸗ nehmen, soweit die Gesammtsumme der befürworteten Anträge den der Königlichen Regierung zugewiesenen Antheil an
den Fonds zur Unterstützung unvermögender Schu 1n. de *) Die Anlagen 2 und 3 sind nicht mit abgedruckt. 8
grundsätzlich von ihrer bisherigen Verpflichtung zur Anfertigung
*) Spalte 5, Absatz 4 v. o.