1897 / 90 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 15 Apr 1897 18:00:01 GMT) scan diff

feuchten bis zur Plastizität.

vorauf,

mahlung die dritte und letzte Hauptarbeit bildet.

mahlen zeigt nicht die Mannigfaltigkeit der Rohvermahlung, immerhin edoch bedarf es dazu zweier mechanischer Prozesse: des urch das Zement⸗Walzwerk und des Feinmahlens entweder durch die wenig ergiebige Kugelfallmühle oder durch die kugeln gefüllte Rohrmühle oder endlich durch die einfache oder die Die Leistungsfähigkeit der Menge und Güte die befriedigendste. entrifugalkraft des Pendel⸗ 1— endels erzielt. Maschinen wurden in großen, anschaulichen Zeichnungen vorgeführt.) Je feiner gemahlen wird, um so hochwerthiger ist der Zement. Uebergehend auf die Statistik der deutschen Zement⸗ Industrie, wies der Vortragende nach, daß die im Vergleich mit England um 30 Jahre Ursprungsland der Zementfabrik in Portland⸗Zement⸗Fabrik entstand erst 1855; bis dahin wurde auch nach Deutschland aller Zement aus England eingeführt. Vierzig Jahre später weist Deutsch⸗ land einen Zement⸗Export von 424 000 t (zu 1000 kg) nach, während England zu gleicher Zeit 395 000 t ausführte, einschließlich 169 000 t nach Allein nach den Vereinigten Staaten wurden 1895 252 000 t aus Deutschland, 140 000 aus England ausgeführt. Einige b schland in diese enorme

Produktien. Darunter sind einige Etablissements von sehr großem Zu⸗ schnitt, die Durchschnittsleistung der Fabriken ist gegenwärtig 200 000 Faß jährlich zum ungefähren Preise von 6 bis 8 für das Faß. daß diese Ueberflügelung der

doppelte be 9 onstruktion ist na

e Wirkung wird durch Benutzung der körpers eines im Kreise herumgeführten

oder 8

jüngere deutsche Fabrikation das Fabrikation überflügelt hat. Die erste Deutschland die Stettiner

seinen Kolonien.

achtzig Zementfabriken theilen sich in Deut

er Vortragende hob ferner hervor, englischen durch die deutsche Zementfabrikation

quantitative, sondern auch eine qualitative sei, wesentlich dadurch ver⸗ anlaßt, daß die Sorgfalt und Zuverlässigkeit unserer Fabrikationsweise

rößer sei, als sie bisher in England erreicht werde. habe der Chemiker wenig in der englischen Zementfabrik zu thun gehabt, noch in der deutschen gehöre er seit langer Zeit zu den wichtigsten Personen. Unser Rohmahlverfahren sei besser, unsere Brennöfen seien rationeller ein⸗ „sparsamer im Betriebe und dabei von vollendetster Wirkung. b i, daß man hier das Schlußprodukt viel feiner mahle der und davon auf einem Siebe von 5000 Maschen pro Quadrat⸗Zentimeter nur 15 % Rest lasse, während die Engländer sich mit dem gleichen Rest auf einem Siebe von 900 Maschen begnügten. des deutschen Portland⸗Zements, verbunden mit der Zuverlässigkeit habe den Ruf des deutschen Fabrikats begründet und das große deutsche Exportgeschäft Alle diese Vortheile seien nachweisbar der 1877 erfolgten Gründung des Vereins deutscher Zementfabriken zu danken. In den Jahresversammlungen dieses Vereins habe man rückhaltlos seine Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht, sich über gemeinschaftliches Vorgehen, wo es nöthig gewesen, verständigt und vor allem, unter Einführung strenger Kontrolen und hoher Disziplinar⸗ einer bestimmten Zu⸗

und Gleichmäßigkeit seiner Zusammensetzung, in Portland⸗Zement zu Wege gebracht.

strafen, sich gegenseitig zur Aufrechterhaltun

sammensetzung des „Portland⸗Zements“ verp ichtet. darauf bestanden, daß alles unker dem Namen „Portland⸗Zement“ in Deutschland hergestellte Produkt einer bestimmken Zusammensetzung innerhalb nicht zu weit gesteckter Grenzen entspreche. fange man heute erst an, den gleichen Weg zu beschreiten, einen alle umfassenden Verein zu gründen und die Willkür in der Zu⸗

ammensetzung des Produktes auszuschließen.

Am Mittwoch Abend hielt Herr Dr. Franz Kronecker in dem (Invalidenstraße) G „Reisebilder aus Diesmal war das Ziel der Reise, welche er den 1 an der Hand zahlreicher prächtiger Projektionsbilder mitmachen ieß, der Himalaya mit seinen Eiskämmen und Spitzen. Die Vor⸗ der sumpfigen und fieber⸗

wissenschaftlichen Theater der alten „Urania“ einen zweiten Vortrag unter dem Titel Vorderindien“. 1

berge des Hochgebirges ragen aus reichen hindostanischen Ebene unvermittelt auf liebte Sommerfrischen der Engländer in übrigen Bengalen.

2

t vom 15. April, Morgens.

Wind.

Meeressp.

red. in Millim. sius

4°R.

Wetter.

Bar. auf 0Gr.

u. d.2 Temperatur in 0 Cel

5 °C.

Dem Brennen geht nach dem Schichten der Ziegel im Brennofen ein Vorwärmen und Vorschmauchen Bahn der Brennprozeß wird dann bis nahe an die Schmelz⸗ temperatur heran fortgesetzt. Er ergiebt die Masse als einen festen grauen Stein, der sich sehr scharf anfühlt, und de

Kalkutta und im en. Mit Anfang des Juli, wenn die Hitze in der Ebene unerträglich wird, eilt Jeder, der sich frei machen kann, zur Bahn, die in 24 Stunden den Weg von Kalkutta über den heiligen Ganges hinweg durch die Herde der Cholera das Gebirge erreicht. Zuerst geht es auf gewöhnlicher Bahn dahin, die letzte Strecke des Weges jedoch

W 6 bedeckt SSW I beiter still bedeckt

4 wolkig

—₰½

Belmullet.. Aberdeen .. Christiansund Kopenhagen. Stockholm. Haparanda. Noskau ..

22Z2

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Cork, Queens⸗ 1““ Cherbourg Helder.. E1111”“ Hamburg.. Swinemünde Neufahrwasser 5 halb bed. Memel 4 heiter

3 wolkenlos 4 heiter ¹) 1 bedeckt

—,—

L1“ 2 wolkenlos

ünster.. 1 halb bed. Karlsruhe .. 3 Regen Wiesbaden 1 bedeckt München.. 4 bedeckt Chemnitz.. still Regen 11“ W 2 bedeckt b. still Nebel Breslau 764 SO 3 bedeckt Ile d'Aix . 772 NS 2heiter Ni 766 sttill wolkig 1765 still wolkig

1¹) Nachts Regen. Uebersicht der Witterung.

. wFö liegen über Südwest⸗ und Nordost⸗ Enuropa, geschieden durch eine breite Zone niedrigen Luftdrucks, welche die niedrigsten Barometerstände über der e See aufweist. Die Luftbewe⸗ gung 86 fast überall schwach, über Zentral⸗Europa aus westlicher bis südlicher Richtung. In Deutsch⸗ land ist das Wetter trübe und fast überall kühler; vielfach haben Regenfälle stattgefunden; nur im nordwestlichen Deutschland und an der oflpreußischen Küste herrscht heitere di ; Deutsche Seewarte.

—O2N— 00 20O =00 00

1 do 0000 S0 O f

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5

1“

führt durch

Kehren, ähnlich der Brenner⸗

ies zweite Zer⸗ Darjeeling i

das Klima in eine

auf der schmalspurigen Himalaya⸗Bahn in mäßiger Schnelligkeit. Diese dichten Urwald in zahlreichen oder Gotthardbahn, doch nicht so ewaltig, von Siliguri nach Darjeeling. Die Entfernung beider Ort⸗

leifen und

r Höhe von 2000 m bereits ein ge⸗

en feinste r schaften S. nur 12 Meilen und der Zug fährt 8 Stunden. Bei

Vormahlens

mit Flintstein den Janu

oder Pandim Kirchinjanga

Kronecker noch

größeren Flüssen am

Zement⸗

müssen. Der Ausblick Abbrennen der Wälder nahm Kronecker einen äußersten

Treptower Park, welche am 28.

Bis vor kurzem beanspruchte Flächenraum bereits

Stadt Berlin im

Dieser Vorzug burg einen Ehrenpreis von

Wer jetzt noch dem „V.

Man habe zähe

In England öffnet bleibt.

Dortmund, 14. April.

und sind be⸗ sind nicht zu beklagen.

Beleuchtung versehen worden.

1 Theater.

Deutsches Theater. Freitag: Geschlossen. Die versunkene Glocke. Anfang 1. Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Die Weber. Abends 7 ½ Uhr: Die versunkene Glocke. Montag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Hannele’'s Himmelfahrt. Vorher: Blau. Gen toc, Abends 7 ½ Uhr: Die versunkene ocke.

Verliner Theater. Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Nenaissance. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends 7 ½ Uhr: Renaissance.

Montag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Dorf und Stadt. ’6 7t dr. Feaer 2Pernabrs. 8

sienstag, achmittags r: aust.

Abends 7 ½ Uhr: Renaissance.

Lessing⸗Theater. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Gastspiel des Ferenczy⸗Ensembles und des Herrn Franz Tewele. Zum ersten Male: Toledad. Vaudeville in 3 Akten von Fabrice Carré. Bearbeitet von Victor Léon und H. von Wanggberg. Musik von Edmond Audran. Anfang t.

Sonntag, Montag, Dienstag: Gastspiel des erenczy⸗Ensembles und des Herrn Franz Tewele.

Cenade, . chmittags 3 Uh onntag, Nachmittags r: Das Glü Winkel. 8

Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten⸗ burg. Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Associée. Lustspiel in 3 Akten von Léon Gandillot. Deutsch von Max Schönau. Vorher: Ein angenehmer Gast. Schwank in 1 Akt von Georges Courteline. Deutsch von Emmerich von Bucowicz. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag und Montag: Associés. Vorher: Ein angenehmer Gast.

Montag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bhalben Preisen: Der Hüttenbesitzer.

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4 a./5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Gastspiel des Herrn Willem Royaards vom Königlich Niederländischen Theater in Amster⸗ dam. Trilby. Schauspiel in 4 Akten von Du Maurier und Potter, deutsch von E. Lederer. In

immer gehen weitere Anmeld von Nichtfachleuten an der besonderen „Liebha sich, jedoch sind zu dieser noch weitere B werden noch Orchideen aufgenommen, Betrage gesetzt ist. Der Kreisausschuß des Krei preise von je 250 ℳ, der des Kreises in Höhe von 300 und der Provenzial 500 gestiftet. Ehrengaben betheiligt. erein zur Beförderung des Gartenbaues“ (Berlin N, Invalidenstraße 42) beitritt, hat dauernd freien Eintritt zu der Ausstellung (Schluß am 9. Mai) und erhält 4 Karten zum einmaligen Eintritt, die auch am ersten Ta gültig sind. Außerdem erhält er die Zeitschr geltlich. (Beitrag für Berlin und Umgegend 20 ℳ, für das übrige Deutsche Reich und Oesterreich⸗Ungarn 13 ℳ) 8

Die städtischen Bureaux und Ka Sonnabend, des bevorstehenden Osterfestes Mittags geschlossen, mit Ausnahme des Zentral⸗ Entgegennahme von wichtigen Sachen bis 4

mäßigtes, und dem entspricht auch die Vegetation. barten Tigerhügel eröffnet sich ein herrliches Panorama der Gletscher⸗ welt des öftlichen Himalaha; von Osten nach Westen erblickt man den Kabru 8543 m, Nar 7650 m, Pankauri 7500 m hoch. einen Vorstoß in nordwestlicher Richtung liegenden Sundakpho, (Alle diese Berg der Erde, den Gaurisankar (8840 m), d. i. Sitz des Schnees, oder, wie ihn die Engländer nach seinem Entdecker nennen, Mount Everest in Augenschein zu nehmen. Was den Himalaya zu seinem Nachtheil von den Alpen unterscheidet, ist der Mangel an Seen und 1 Südabhang. bietet das Naini⸗Thal einen solchen Schmuck, dieser Fleck Erde ebenfalls als Sommerfrische aufgesucht, obgleich der letzte Theil des Weges zu Pferde zurückgelegt werden muß. An den prächtigen Ufern dieses 2000 m hoch prächtige Wälder von Rhododendron,

Obstbäumen aus, die leider mehr und mehr dem auf das Hochgebirge wird durch das verhindert; ziemlich beschwerlichen Ritt nach dem Norden, nach Almorah, und Pindri⸗Thal hinaufzog bis er in wunderbarer Pracht hoch, welchen er als den

vielfach

Posten der Engländer im besuchte den Pindri⸗Gletscher, indem er zum Fuße des Eisstromes. Hier erblickte den doppelgipfligen Nanda⸗Dewi, 8200 m herrlichsten aller Eisriesen der Welt hinstellt. nicht nur eine

Für die große allgemeine Garten bau⸗Ausstellung im

Von dem benach⸗

7800, m, Chimulari

on Darjeeling aus unternahm nach dem 10 Meilen weiter

um den höchsten

Mittel⸗ und daher wird

gelegenen Sees breiten sich Bambus und wilden

Thee⸗Anbau weichen deshalb unter⸗

April eröffnet werden wird, ist der auf über 12 000 qm gestiegen, und

Privatleute, Gartenbau⸗Vereine ꝛc. mi⸗

Essen a. d. Ruhr, 14. April. Die Zeitung“ meldet: Auf der Zeche Oberhausf hat heute Vormittag eine Explosion schlage

efunden, durch welche 10 Bergleute getödtet etterführung ist intakt und die Ursache der Explosion unbekannt.

* Bei der Station Riemke stieß, wie die „Dortmunder Zeitung“ berichtet, heute Vormittag 9 Uhr ein aus Langendreer kommender Güterzug mit einem nach der eche „Bismarck“ fahrenden leeren Kohlenzug zusammen. motiven und 13 Wagen sind zerschmettert worden.

ungen ein.

Preisen: Marcelle. Dienstag: Trilby. Der Vorverkauf

Neuen Theaters statt.

Sonnabend:

(zweiter 3 Uhr: Bei halben P Abends 7 ½ Uhr:

Wegen der Abonnenten die den 20. d. M. st

Louis Herrmann. Hirenent: Herr Kapellm

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: e Mikado.

Montag, Nachmitta Die Fledermaus. Cognac⸗König.

Thalia-Theuter (vorm. Adolph Ernst⸗Theater). Dresdenerstraße 72/73. Direktion: Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Heirath auf Probe.

Auch die Betheiligung aber⸗Ausstellung“ mehrt eiträge erwünscht. Ebenso far welche ein Ehrenpreis

1000 aus⸗

ses Teltow hat zwei Ehren⸗ Nieder⸗Barnim einen solchen „Ausschuß der Provinz Branden⸗

Ferner haben sich

ge (Eintrittspreis 3 ℳ) ift „Gartenflora unent⸗

8

ssen werden am nächsten wegen, bereits um 1 Uhr Bureaus, welches zur Uhr Nachmittags ge⸗

„Rheinisch⸗Westfälische n, Schacht I und II, nder Wetter statt⸗

worden sind. Die

Drei Loko⸗ Menschenleben

Rübeland im Harz. Die „Krystallkammer“ der Her⸗ mannshöhle ist nunmehr gangbar gemacht Von Ostern ab soll dieser Theil der

—õ— ——— ——́́ —— 8 1“

und mit elektrischer

Scene gesetzt von Sigmund Lautenburg. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag, Mittags 12 Uhr: Matinée der dramat. Gesellschaft. Abends 7 ½ Uhr:

Schiller⸗Theater. Freitag: Geschlossen. a. G Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Bauernehre. Der eingebildete Kranke.

Theater des Westens. Kantstraße 12. (Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) Freitag: Geschlossen. Der Mann im Monde. Willi Walden a. G.) Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag (erster Osterfeiertag), Bei halben Preisen: Abends 7 ½ Uhr: Ga burg. Zwei glückliche Tage. Osterfeiertag), reisen: Maria Stuart. Gastspiel des Herrn Gustav Kadel⸗ ““ Tage.

sterfeiertage findet für die Montags⸗ Sea orstellung am Dienstag, att.

Theater Unter den Linden. Behrenstr. 55/57. Direktion: Julius Fritzsche. Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: ö6 F. 3 scls König. Operette in 3 Akten von Victor Lon und Ludwig Held, für die hiesige Bühne bearbeitet von ranz Wagner. In gesetzt vom Regisseur Herrn Glesinger. eister Korolanyi.

ale:

Musik von F

sang in 3 Akten nach Gerö⸗Buchbinder von Jean

Trilby. 3 Uhr: bends 7 ½ Uhr: Trilby.

findet täglich an der Kasse des

Nachmittags 3 Uhr: Der Mann im Monde. stspiel des Herrn Gustay Kadel⸗

Der Cognac⸗

Bei halben Preisen: Abends 7 ½ Uhr: Der 1”8

98 3 Uhr: Bei halben Preisen: Abends 7 ½ Uhr: Der

Höhle dem Publikum zugänglich gemacht werden. Der und durch die Krystallkaamen 4

aus eine Länge von etwa 35 m, 0,60 m und eine Höhe von 1,60 bis 1,70 m; sei nach charakterisiert er sich als Arm der Bode. Es gelang, diesen Weg zu bahnen, ohne daß die Tropfsteinbildungen erheblich beschädigt wurden, und ohne daß die charakteristischen Auswaschun gsformen zerstört zu werden brauchten Die von den schönsten Tropfstein⸗ und Krystallbildungen erfüllte Höhle wurde im Jahre 1888 aufgefunden. Die engen Zugänge gestatteten nur die Besichtigung durch einzelne Personen, weshalb die Höhle

bisher nur vereinzelt und zum Zweck wissenschaftlicher Studien be.

treten wurde.

London, 15. April. hannesburg von gestern meldet, fand in der Langlaagte Deep Mine

eine Dynamitexplosion statt, durch welche 8 englische Bergleute

und 26 Eingeborene getödtet wurden.

Neapel, 14. April. Aus Anlaß der Feier des 25jährigen

Bestehens der hiesigen Zoologischen Station fand heute Nachmittag 2 Uhr in dem Saale des Instituts eine Festversammlung statt, an welcher Gelehrte und Vertreter von Behörden theilnahmen. Unter den Erschienenen befanden sich, wie „W. T. B.“ berichtet, der deutsche Botschafter von Bülow und dessen Amtsvorgänger, Herr von Keudell, sowie der Unter⸗Staatssekretär im italienischen Marine⸗ Ministerium Palumbo. Von dem Senator Todaro, den Professoren Waldeyer⸗Berlin und His⸗Leipzig, dem Unterrichts⸗Minister Gianturco und dem deutschen Botschafter von Bülow wurden Ansprachen gehalten. Der Botschafter führte aus, daß die Bedeutung der Sogsegsschen Station, einer Schöpfung deutschen Geistes, deutscher Ausdauer und deutscher Kraft, nicht nur auf wissenschastlichem Gebiete liege; sie schlinge ein weiteres geistiges Band um Deutsch⸗ land und Italien und komme allen Völkern zu statten. Unter lebhaftem Beifall der Festversammlung sprach der Botschafter die Glückwünsche Seiner Majestät des Deutschen Kaisers aus. Nach einem Rückblick auf das verflossene Vierteljahrhundert sprach der Direktor Dohrn allen Förderern des Unternehmens, insonderheit Seiner Majestät dem Kaiser Wilhelm und dem Deutschen Reiche, durch deren Munifizenz die Anstalt allein lebens⸗ fähig gewesen sei, seinen Dank aus und dankte ferner für die ihm überreichte, von 1800 Gelehiten aller Nationen unterzeichnete Adrese. Am Abend fand im Hotel Westend ein Festmahl statt, bei welchem der deutsche Botschafter von Bülow einen Trinkspruch auf Ihre Majestäten den König und die Königin von

Italien ausbrachte, während der Unter⸗Staatssekretär Palumbo auf

Seine Majestät den Deutschen Kaiser und die Kaiserliche Familie trank. Der König verlieh dem Direktor Dohrn das Großkreuz des Ordens der italienischen Krone und die Stadt Neapel ernannte ihn zum Ehrenbürger.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Ath en, 15. April. (Meldung der „Agence Havas“.) Die Türken haben bedeutende Streitkräfte bei Grevena zu⸗ sammengezogen. Der Vormarsch der Irregulären erscheint unmöglich; ihre Lage wird sogar für sehr bedenklich gehalten. Kanea, 15. April. (W. T. B.) Oesterreichische Kanonenboote kreuzten bei Selino und Kissamo und ver⸗ folgten griechische Barken, welche die Blockade durch⸗ brachen. Auf die Kanonenboote wurden Gewehrschüsse abgegeben. . der Nähe von Kandia kam es zu einem ernsten

usammenstoß zwischen den Griechen und Türken, bei welchem beide Theile Verluste erlitten.

New⸗York, 15. April. (W. T. B.) Nach einem Tele⸗ sähane aus Havanna hat der Dampfer „Laurada“ Frei⸗ chärler unter ührung Roloff's bei Banes in der Nähe von Gibara (Provinz Santiago de Cuba) gelandet. Die Insurgenten befestigten Banes.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Kren. Gesangstexte von Gustav Görß. Musik p Leopold Kuhn. Anfang 7 ½ ÜUhr. tt 1. Heirath auf

Sonntag und folgende Tage: Probe.

Montag (Osterfeiertage), Nach⸗ Frau Lieutenaut.

Sonntag und mittags 3 Uhr:

Bentral⸗Theater. Alte Jakobstraße 30. Direktion: Richard Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Vorletzte Vorstellung. Emil Thomas . Leopold Deutsch a. G. Ein sideler Abend. Burfeske dramatische Revue in 1 Vorspiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Mannstädt. Musik von verschiedenen Meistern, arrangiert von Julius Einödshofer. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag: Letzte Vorstellung der Saison. Zum letzten Male: Ein sideler Abend. Emil Thomas und Leopold Deutsch a. G.

Konzerte.

Konzerthans. Karl Meyder⸗Kounzert. Freitag, den 16. April, Abends 7 ½ Uhr: liches Konzert, unter freundlicher Mitwirkung der Sängerinnen Fräulein Aderhold und Frau König. Sonnabend, den 17. April, Abends 7 ½⅞ Uhr: Ge⸗ sellschafts⸗Abend.

aereHekf can

Familien⸗Nachrichten.

Verlobt: Frl. Lina Bauerhorst mit Hrn. Prem.⸗ Lieut. Hans Boecker (Berlin). 8 Elisabeth Fcten mit Hrn. Oberlehrer Dr. John Pierson

eerlin). G

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rittmeister Frhrn. von Blomberg (Braunschweig). Hrn. Lieut. von (Wilhelmshaven). Hrn. Forstmeister

. Schück (Warnow b. Liebeseele).

Gestorben: Hrn. Oberst. Lieut. Kriebel Sohn Ludwig Reinhold (Inowrazlaw). Gräfin Marie von Kalckreuth (Berlin). Hr. Rittergutsbesitzer Ruhnke (Ruwen). Hr. Amtsrath

ulius Pratsch (Kreuzburg).

Zu halben

(Wera:

Nachmittags

Anfang

Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).

W. Hasemann Posse mit Ge⸗

Weg in at vom Fuße der großen Block eine Durchschnittsbreite 8-—S einer Gestaltung ein ausgewaschener unterirdischer

zum Deut

nzeiger und Königlich Preußis

ste Beil

age

Berlin, Donnerstag, den 15. April

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Wie das „Reuter'sche Bureau“ aus

Qualität

gering

mittel gut

(100 kg)

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

nie⸗ höch⸗ nie⸗ drigster ster drigster

nie⸗ drigster

öch⸗ üse

höch ·

ster

Ver⸗ kaufte Menge

Doppel⸗ zentner

100 kg

Durch⸗ schnitts⸗ preis für 1 Doppel⸗

zentner

preis

8 Durchschnitts⸗

Am vorigen Markttage

b s Ih la

Außerdem wurden am Markttage Spalte 1) nach über⸗

Schätzung verkauft Doppel⸗ zentner (Preis unbekannt)

viel Schweineschmalz und wie viel Kunstspeisefett in Deutschland ein⸗ und ausgeführt wird, ist für diese Kenntniß jetzt die Unterlage ge⸗

fahren, woher diese eingeführten Produkte gekommen und wohin

Weiz

15,00 15,80 17,89 15,33 17,50

16,80 13,70 15,80 15,60

Rogg

*

Frankfurt a. O.. Stargard NNRT1111“ Limburg a. L. Landshut .. Dinkelsbühl. Schweinfurt. Augsburg . . Braunschweig. Breslau Liegnitz. Neuß.

I 14,80 V 15,40 17,24 15,00 17,30 15,60 16,60

15,40 15,30 15,80

Insterburg rankfurt a. O. targard

11““

Limburg a. L.

Landshut.

Dinkelsbühl

Schweinfurt.

Augsburg . . .

e 8

egnitz.

Neuß.

11,00 10,95 12,92 13,93 14,40

14,40 11,40 11,30

10,70

2 e᷑ à 22¶122 u“ 2

Insterburg. Frankfurt a. O.. Stargard. L1“ Limburg a. L. Landshut. Schweinfurt Augsburg. . Breslau. . Liegnitz.

13,00 12,40 10,77 14,62

15,60 14,50

16““

80‿ 00 900

18118

86 . 2.

Haf 12,80

13,00 12,50

13,00 14,00 12,13 17,20 15,40

17,80 13,50 13,10

11,40

Insterburg. e“ venssact a. D.. II“ 3 Bromberg. Paderborn

do. Saathafer Limburg a. L. . Landshut. Dinkelsbühl Schweinfurt Augsburg ... Braunschweig. Breslau Liegnitz.

do do SS

..a3....S

Bemerkungen. . Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durch⸗

Die verkaufte Menge wird auf volle schnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

Fkin liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist; ein h hhes 1 Evertn, daß entsprechender Bericht fehlt.

Punkt (.) in den letzten sechs

Gerste.

e n.

15,00 15,20

18,16 16,33 17,60 16,05 17,00

16,10 16,00 16,10

e n.

11,00 11,40 11,20

13,13 14,29 14,50 13,45 14,40

11,50

11,20

13,00 11,20 13,20

10,92 15,00 15,00

15,40

14,00

e r.

13,20 13,60 14,00 13,20

12,80 13,20 14,00 13,30 18,28 16,00 13,85 19,00

13,20

12,40

13,20 12,27

12,96 12,45

12,80 13,88 13,06 14,45

16,03

11,78

10. 4. 10. 4.

10. 4. 12. 4.

Statistik und Volkswirthschaft.

Ueber den auswärtigen Handel mit Butter, Käse, Schmalz und deren Ersatzmitteln.

Wir haben kürzlich darauf aufmerksam gemacht, daß seit dem 1. Januar d. J. verschiedene landwirthschaftliche Produkte in der Ein⸗ und Ausfuhr getrennt nachgewiesen werden, die früher mit mehreren Produkten zusammengefaßt wurden. Es wurde diese Ver⸗ besserung der Handelsstatistik näher an der Einfuhr der einzelnen Fleischgattungen in frischem und bearbeitetem Zustande während der beiden ersten Monate d. J. gezeißt. Auch für die Molkereiprodukte und die schmalzartigen Fette erfolgt in der Reichs⸗Statistik seit dem 1. Januar d. J., esar einer Anregung seitens des Deutschen Landwirth⸗ schaftsrathes und mit Rücksicht ac die von landwirthschaftlicher Seite erhobene Forderung nach stärkerem gesetzlichen Schutz vor dem unlauteren Wettbewerb der Margarine und Kunstfette, ein getrennter Nachweis der Ein, und Ausfuhr von Milchbutter, Butterschmalz, Margarine, Milchkäse, Kunstkäse, Oleomargarin, Schweineschmalz, Gänseschmalz und Spar⸗ oder Kunstspeisefetten. Während früher in den handels⸗ statistischen Nachweisen z. B. Oleomargarin mit Schweine⸗ und Gänse⸗ schmalz und mit Sparfett zusammengefaßt wurde und man aus den Ein⸗ und Ausfuhrzahlen nicht entnehmen konnte, wieviel Oleomargarin, das ja bekanntlich das Rohmaterial der Margarine bildet, ferner wie

wonnen. Nach den bisher vorliegenden amtlichen wurden in den

beiden Monaten Januar und Februar d. J. Doppelzentner

ein⸗ und ausgeführt:

Januar u. Februar Milchbutter Butterschmalz Margarine Milchkäse Kunstkäse Einfuhr 8 892 688 272 10 876 9 Ausfuhr 16 004 24 162 1 864 47

Spar⸗ oder

Oleomargarin Schweineschmalz Gänseschmalz Konstspeisefette 306

Einfuhr 19 664 109 726 57 Ausfuhr 51 7 8 Auch hier dürfte es von besonderem Interesse sein zu er⸗

diese ausgeführten Produkte gewandert sind. An der Einfuhr der Milchbutter betheiligten sich in erster Linie Oesterreich⸗Ungarn, dann die Vereinigten Staaten von Amerika, Finland, die

Niederlande, Rußland und in geringen Mengen

Schweiz und Italien, letzteres nur mit 7 D.⸗Z.

Milchbutter richtete sich hauptsächlich nach Großbritannien mit allein

in Fg nach Frankreich, Butterschmalz kam mit 548 D.⸗Z. und aus Rußland mit 133 D.⸗Z. Die geringe Ausfuhrmenge von Butterschmalz wanderte nach der Die Margarine sandte allein Oesterreich⸗Ungarn, der Schweiz ging. lieferten die Niederlande,

Se ga ae während ihre kleine nes EEöö fe ch inge Mengen Oesterreich

w u rankreich, ger . hn . h. nausgeführt wurde Milchkäse nach Frankreich

d Italien. Ungarn und J Italien und Belgien.

dann nach zum größten Theil

usfuhr na

und der Schweiz, in geringen Mengen na

Für Kunstkäse ist sowohl in der Ein⸗ als Ausfuhr nur ein s

Dänemark mit Belgien und der aus Oesterreich⸗

2008 und chweiz.

kleines Quantum notiert, er kam von den Niederlanden, w

rend der Bestimmungsort der Ausfuhrmenge unbekannt blieb. Allein die Vereinigten Staaten von Amerika nach Deutschland ein, die Nieder⸗

18. übrige geringe Theil kam aus 1 kreich! Auch das Schweine⸗

Vereinigten Staaten

14 880

lande Oesterreich⸗Ungarn und aus Fran A . t 8 731 D.,Z. in den zwe von Amerika mi .Z. in den Niederlande 3347 D.⸗Z., den Rest sandten Dänemark und Belgien. Von der geringen Ausfuhrmenge des Schweineschmalzes gingen 12 D.⸗Z. nach Deutsch⸗Südwestafrika, der

schmalz

D.⸗Z.

3162

Oleomargarin führten

allein die

der übrigen Ausfuhrmenge ist nicht ermittelt.

schmalz Oesterreich⸗Ungarn 39 D.⸗

und die Vere⸗ taaten von Amerika 7 8

menge gingen 5 D.⸗Z. nach Frankreich. speisefette sind wieder von den Amerika mit 272 D.⸗Z. eingeführt, einige Doppel⸗Zentner stammten aus Frankreich und Großbritannien, die geringe Ausfuhr wandte sich

n

igten

nach Großbritannien.

Sowohl bei den Ein⸗ und Ausfuhrzahlen als bei den Herkunfts⸗ und Sornohl bei gfndenn ist indeß zu beachten, daß die Angaben einen Anspruch auf absolute Sicherheit nicht haben können, da die Dekla⸗ ration oft unzuverlässig und besonders das Bestimmungsland oder das

l oder dessen Konsum die Waare übergeht, bieten die obigen An⸗

vielfach schwer

gaben u. a. für d

su ermitteln ist.

4 .9

Monaten,

e einheimische Viehzucht sehr beachtenswerthe Winke.

rankreich, die Die Ausfuhr der

Den größten

estimmungsort Von dem Gänse⸗ Rußland 11 D., Z. Z., von der Ausfuhr⸗ Die Spar⸗ oder Kunst⸗ ereinigten Staaten von

Die Durchschnittspreise der wichtigsten Lebens⸗ und 8 Feisfe denmc

betrugen in Preußen im März 1897: für 1000 kg Weizen 156 (im Februar 1897 159) Roggen 116(120) ℳ, Gerste 128 (130)

fer 128 (129) ℳ, Kocherbsen 206 (206) ℳ, Speisebohnen 26

267) ℳ, Linsen 409 (406) ℳ, ßkartoffeln 48,2 (49,3) ℳ, ichtstroh 42,3 (43,2) ℳ, Heu 57,4 (58,3) ℳ, Rindfleisch im roß⸗ handel 1028 (1032) ℳ; für 1 kg Rindfleisch von der Keule 133 (134) ₰, Rindfleisch vom Bauch 111 (112) ₰, Schweinefleisch 126 (127) ₰, Kalbfleisch 123 (124) ₰, Hammelfleisch 122 (122) ₰, geräucherter Speck 146 (147) ₰, Eßbutter 216 (216) ₰, Schweine⸗ schmalz 150 (149) ₰, Weizenmehl 29 (29) ₰, Roggenmehl 23

23) 3, 1 1 Schock Eier 315 (413) ₰.

Literatur.

chs. Zum Gedächtniß Adalbertss, des ersten Apostels der Preußen. Feestschrift zum neunhundertjährigen Todestage des Märtyrers, von C. Heger, Pfarrer in Tenkitten. 109 S. groß 80 und ein Anhang mit 81 Verlag von Wilh. Koch in Königs berg i. Pr. Preis brosch. 80 ₰. Am 23. April werden 900 Jahre verhohses sein, seit Bischof Adalbert den Märtyrertod erlitt. sene b

bevorstehenden Adalbert's⸗Jubiläum ist die vorliegende intere ante Schrift freilich zunächst verfaßt, sie ist aber auch von allgeme nem und bleibendem Werth. Abgesehen von dem fesselnd geschriebenen Lebensbilde dieses ersten Apostels der Preußen, hat sich der Heraus⸗ geber durch die Veröffentlichung der bisher noch unge⸗ druckten Urkunden des Königlichen Staatsarchivs zu Königsberg ein Verdienst erworben. Was er außerdem über die Religion und Sitten unserer heidnischen Vorfahren sagt, wird manchem Leser ebenso neu wie willkommen sein. Die Sprache und Darstellung in den beiden ersten Kapiteln ist allgemein verständlich, die Quellen⸗ angaben und Urkunden gehen mehr die Gelehrten an. Das Buch schmückt eine Abbildung des Standbildes St. Adalbert's am Porta der Kirche zu Fischhausen, modelliert von Siemering und ein Geschen König Friedrich Wilhelm's IV. Den Geistlichen wird die klein Schrift anregenden Stoff zu Vorträgen in Vereinen wie Missions stunden geben. 8 8 Das Buch meines Sohnes. Rathschläge einer Mutter Von Neera. Einzige von der Verfasserin autorisierte Uebersetzun von Katharina Brenning. Dresden und Leipzig, C. Reißner. eb. 2 Kurz, klar und wahr sind diese einfachen, warmherzigen Raihschläge die eine in der Schule des Lebens gereifte, edle Mutter ihrem heranwachsenden Sohne ertheilt. Sie bieten ein Kompendium praktischer Lebensweisheit und eine glückliche Darlegung des Lebens Pmnerharb Ziele. Das Werkchen eignet sich al ttergeschenk für Konfirmierte.

Hundertjahrfeier des Geburtstags Kaiser Wilhelm’s 1 gewährt auch die beliebte Zeitschrift „Ueber Land und Meer“⸗ i dem soeben erschienenen 9. Oktapheft in Wort und Bild einen breite Raum. Eine große Kunstbeilage veranschaulicht das jüngst vor dem Schlosse in Berlin enthüllte Nationaldenkmal, und auch der Schöpfer dieses gewaltigen Monuments, Professor Reinhold Begas, wird im Porträt vorgeführt. Daneben wird eine Reihe von Darstellunge aus dem Leben des verewigten Helden dargeboten: 19 eine Wiedergab des im Reichspostgebäude zu Baden⸗Baden befindlichen Wandgemälde von H. Kley: „Kaiser Wilhelm und Kaiserin Augusta durch die Lichten thaler Allee fahrend“, dann eine Originalskizze von C. Arnold, die de greisen Monarchen auf dem letzten von ihm besuchten Hofball (am 6. Februar 1886) zeigt, und zahlreiche Reproduktionen von Andenke an den großen Kaiser, von denen diejenigen besonders interessan sind, die aus seiner n Jugend herrühren. Außer dem berücksichtigt der Inhalt des Heftes aber auch die aktuellen Ereignisse, die 8. an der Grenzscheide Europas und Asiens abspielen. Die Wehrmacht der Türkei und Griechenlands wird in den Typen der beiderseitigen Armeen veranschaulicht, ferner erhält der Leser eine Reihe von Ansichten der Vorgänge auf Kreta, darunter am wirkungsvollsten die Seschiesung des Lagers der Auf⸗ ständischen vor Kanea durch die Kriegsschiffe der Großmächte. Auch die folgenden Hefte sollen den dortigen Ereignissen in Bild und Wort folgen, da die Redaktion von „Ueber Land und Meer“ eigene Zeichner und Korrespondenten nach dem Orient entsendet hat. Das 9. Heft beschließt somit in glänzender Weise den zweiten Band des laufenden Jahrgangs der illustrierten Oktav⸗Hefte von „Ueber Land und Meer“ (Stuttgart, Deutsche Verlags⸗Anstalt; Preis pro Hesft 1 ℳ, des zweiten Bandes elegant gebunden 7 ℳ). 3

Die Nummer 15 des XXIII. Jahrgangs der vaterländischen Wochenschrift „Der Bär“, herausgegeben von Friedrich Zillessen, hat folgenden Inhalt: Finis Poloniae, historischer Roman von E. Gründler (Fortsetzung); Schloß Wilhelmsburg, von Friedrich Bücker mit drei Abbildungen); Berlin am 22. März 1897; Kaiser Wil⸗ sant I. und sein ältester Urenkel; Märkische Schlachtfelder, von A. W. Ludwig (Fortsetzung); Kleine Mittheilungen: Der Dank des Kaisers; Die neue Reichskokarde; Aus dem täglichen Leben Kaiser Wilhelm's I.; Wilhelm'’s I. Wohlthätigkeit; Zarte Rücksicht⸗ nahme Kaiser Wilhelm's I.; Eine Erinnerung an den Fürsten und die 9 Faslat Märkischer Jägerhumor; Weitere Ausschmückung der Sieges⸗Allee; Vereins⸗Nachrichten; Büchertis

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks 8 88 de. Kur und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 14. d. M. gestellt 12 810, nicht rechtzeitig

Ut keine Wagen. 1G Dberschlelien sind am 14. d. M. gestellt 4217, nicht recht⸗

zeitig gestellt keine Wagen.

Stettin, 14. April. (W. T. B.) Nach Privatermittelungen wurde im freien Verkehr notiert: Weizen loko 153—154, Roggen loko 112 114. ““ Rüböl pr. April 54,50. Spiritus loko 38,00 Gd., Petroleum loko —. 5

Breslau, 14. April. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Schl. 3 ½ % L.⸗Pfdbr. Litt. A. 100,30, Breslauer Diskontobank 115,90, Breslauer Wechslerbank 102,90, Schlesischer Bankverein 130,50, Breslauer Spritfabrik 133,00, Donnersmarck 148,40, Kattowitzer 157,25, Oberschl. Eis. 92,25, Caro Hegenscheidt Akt. 126,10, Oberschl. P. Z. 137,00, Opp. Zement 150,00, Giesel Zem. 136,50, L. Ind. Kramsta 144,00, Schles. Zement 191,00, Schl. Zinkh.⸗A. —,—, Laurahütte 154,10, Bresl. Oelfbr. 101,00.

Produktenmarkt. Spiritus per 100 1 100 % exkl. 50 Verbrauchsabgaben pr. April 56,90 Gd., do. do. 70 Verbrauchs⸗ abgaben pr. April 37,20 Gd.

Magdeburg, 14. April. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker erkl. von 92 % —,—, Kornzucker exkl 88 % Rendement 9,50 9,62 ½. Nachprodukte exklusive 75 % Rendement 6,70 7,70. Ruhig. Brotraffinade I 23,00. Brotraffinade II 22,75. Gem. Brotraffinade mit Faß 22,50 23,25. Gem. Melis I mit Faß 22 22,25. Ruhig. Rohzucker I. Produkt Transito fr. a. B. burg pr. April 8,75 bez. und Br., pr. Mai 8,75 Gd., 8,77 ½ Br., pr. Junt 8,80 bez., 8,82 ½ Br., pr. Juli 8,85 bez., 8,874 Br., pr. Angust

8,90 bez“ und Br. Schwächer Cer. und Br. Sgice apr. (E. T. B.) (Lchlut⸗Karse

Lond. Wechs. 20,372, Pariser do. 81,083, Wiener do. 170,35,