EF’nder der iberischen Halbinsel wie der Vortragende ausführte,
eine Fülle von Anregung für den Forscher wie für den schaffenden Künstler. Die dekorative Kunst zeigt sich auch in nachmittelalterlicher Zeit von jener Formenfreude und spielenden Schaffenslust beherrscht, wie sie vorher besonders die Mauren an ihren unvergleichlichen Bauten entwickelt hatten. Plastische und Holz⸗Arbeiten, Fliesen, Waffen, Silberarbeiten wurden in mancherlei Beispielen vorgeführt
nd gewürdigt. Vorher hatte der Architekt Möhring die Konkurrenz⸗ arbeiten für einen Meisterbrief der Berliner Steinmetz⸗ Innung besprochen.
Der Ausschuß der Casseler Grimm⸗Gesellschaft hatte
inen öffentlichen Aufruf um Zuwendung von Grimm⸗Erinnerungen erlassen. Infolge dessen sind Erinnerungsstücke der verschiedensten Art eingesandt worden, die von der Direktion der Landes⸗Bibliothek im Museumsgebäude zu Cassel zu einer Grimm⸗Ausstellung vereinigt wurden. Der Münch. „Allg. Ztg.“ zufolge sind es vorzugsweise veigenhändige Briefe der Brüder Grimm an Pertz, Duvinage, Roquefort, Nicolai u. A., ferner das Manuscript des dänischen Heldenliedes von Wilhelm Grimm, die Originalsammelliste für die Göttinger Sieben aus dem Jahre 1838, die Ledermappe, welche Jacob Grimm in Paris benutzte; dazu kommen Bildnisse der Brüder in Kupferstich, Radierung ꝛc., verschiedene Ausgaben der Märchen, Zeitungen, wissenschaftliche Abhandlungen u. s. w.
Die „Deutsche Zoologische Gesellschaft“ hält ihre siebente Jahresversammlung vom 9. bis 11. Juni in Kiel ab. Die Ver⸗ handlungen werden vornehmlich den Meeresthieren gewidmet sein, deren Studium dem Kieler zoologischen Institut ganz besonders obliegt. Vorträge werden halten: Professor Brandt⸗Kiel über „Die Fauna der Ostsee, insbesondere in der Kieler Bucht“; Professor Chun⸗Breslau „Ueber den Bau und die morpho⸗ logische Auffassung der Siphonophoren“; Geheimer Medizinal⸗Rath Hensen⸗Kiel über die Nordsee⸗Expedition 1895; Dr. Apstein über die Methoden und Apparate der neueren biologischen Meeresforschungen; Dr. Vanhöffen, Assistent am Zoologischen Institut, wird grönländische Meeresthiere, die er von seiner wissenschaftlichen Exkursion mitgebracht hat, demonstrieren. Die Leitung der Versammlung liegt in diesem Jahre in den Händen des Professors O. Bütschli⸗Heidelberg.
Ueber neue Funde aus römischer Zeit, die in den letzten Monaten in Köln gemacht wurden, meldet die „Köln. Ztg.“: In der Gegend am Severinsthor, der man schon viele werthvolle Grab⸗ funde, meist dem dritten und vierten Jahrhundert n. Chr. entstammend, erdankt, fand man eine Kalksteingruppe, die Herkules im Kampfe mit dem nemeischen Löwen darstellt, jetzt 70 -cm hoch und 62 cm. breit. Ursprünglich mag die Höhe mit Hinzurechnung des jetzt fehlenden Kopfes 10 cm mehr betragen haben. Das rechte Bein leicht eingeknickt, das linke vorgestreckt, die mächtige Brust zurückgebogen, steht der Heros da, ein Bild gewaltiger Kraft⸗ anstrengung. Seine Arme umklammern den Nacken des an ihm aufspringenden Thieres, um es zu erdrosseln; schon sinkt dessen mähnenumwalltes Haupt erschöpft über den linken Arm des Siegers hinab. Die Komposition, die sich ähnlich auch auf Sarkophagreliefs findet, ist sehr wirkungsvoll, die Formen sind gut behandelt, wenn auch auf feinere Ausführung der Einzelheiten in dem spröden Material Verzicht geleistet werden mußte. Am wenigsten Sorgfalt ist auf die Durchbildung des Löwenkopfes verwandt, der vom Be⸗ schauer abgekehrt ist. Seine starr emporstehende, in breite Massen gegliederte Mähne erinnert etwas an die Stilisierung von Pferde⸗ mähnen und findet sich genau an der großen Figur eines Löwen im Museum Wallraf⸗Richartz wieder, der im Kampf mit einem Eber begriffen ist. Diese schon 1865 aufgefundene Gruppe hat wie der Löwenkampf ursprünglich ein Grabmal auf dem jetzigen Severins⸗ wall geschmückt. — Der zweite Fund ist die Figur einer thronenden Göttin, sorgfältig in Kalkstein ausgeführt und 47 cm hoch; der Kopf ist leider auch hier abgebrochen. Sie trägt ein langes gegürtetes Unter⸗ kleid, der Mantel fällt über beide Schultern auf die Beine herab und füllt den Raum zwischen den Knien mit zierlichem Gefältel. Im Schoße ruht ein kleines vierfüßiges Thier, das im jetzigen Zustande nicht ohne weiteres zoologisch bestimmt werden kann. Ob sich in den änden der Göttin Attribute befunden haben, ist zweifelhaft. kleine Thonstatuetten dieser Art sind im Rheinlande nicht selten. Sie sind geschmückt mit dem Diadem, dem Modius oder der Ringhaube der Matronen, über die Schultern fallen zwei lange Locken. Das Thier in ihrem Schoße sieht wie ein Hündchen aus. Von Steinskulpturen dieser Art w. — bisher am Rhein nur zwei bekannt: eine in Köln, die andere in⸗ c. Während aber an diesen die Thiergestalt noch viel schwieriger bestimmen ist, als auf der dritten neugefundenen Figur, erkennt in einem Relief⸗
bilde des Kölner Museums, eine thronende Göttin mit Früchten im Schoße darstellend, deutlich rechts zu ihren Füßen einen Hund. Auch auf zwei Steinfiguren des Museums in Trier ist das Thier zu Füßen der Göttin als d zu ergänzen. Ohne zureichende Gründe wurden sie für Bilder der gallischen Göttin Nehalennia gehalten. Wahrscheinlich aber wird man die beiden aus Gräbern stammenden Thonstatuetten der Göttin mit dem angeblichen Hündchen und die vereinzelten Stein⸗ skulpturen dieser Art, von denen die neuaufgefundene die beste ist, als Darstellungen der Cybele ansehen können. Daß bei beiden Skulpturen die Köpfe fehlen, ist kein Zufall; als die einfachste Art, antike Götter⸗ bilder zu entweihen, erschien den Franken und anderen Völkern das Köpfen. Hatte es damit Schwierigkeiten, so begnügte man sich, sie durch Abschlagen der Nase und der Hände zu entstellen.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs⸗ Maßregeln.
Aus den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“ “ Nr. 19 vom 12. Mai. 8 . Pest. “
Britisch⸗Ostindien. Nachrichten vom 8. bezw. 12. März zufolge hat in Karachi die Krankheit an Ausdehnung nachgelassen und neuerdings auch einen milderen Charakter angenommen; in der 1. Märzwoche kamen täglich durchschnittlich 25 bis 30, im Februar 35 bis 45, im Januar 50 bis 60 Todesfälle vor. Auch in Bombay ist seit Anfang März ein geringer Rückgang der Seuche beobachtet worden.
Cholera.
Arabien. In Kamaran ist am 24. April ein Tags zuvor mit dem Dampfer „Manika“ aus Maskat in Persien eingetroffener Pilger unter Choleraerscheinungen gestorben.
Gelbfieber.
An Bord der am 23. März in der Quarantänestation South Atlantic, Sapelo Island, Ga. aus Rio de Janeiro ein⸗ gelaufenen norwegischen Bark „Rosenburg' ereignete sich den „Public health reports“ zufolge je 1 Todesfall im Abgangshafen und während der Fahrt. Auf Cuba wurden in Havanna vom 26. März bis 1. April 13 Todesfälle (und ungefähr 50 Neuerkrankungenz) festgestellt, davon 7 bei spanischen Soldaten im Militärlazareth und 6 unter der Zivilbevölkerung der Vorstadt Jesus del Monte, in Sagua la Grande vom 21. bis 27. März 6 (17), in Santjago vom 14. bis 27. März 1, ferner in Rio de Janeiro vom 21. Februar bis 6. März 16, in Para vom 7. bis 20. März 3.
Pocken.
Brasilien. In Bahia ist ein heftiger Ausbruch der Krankheit erfolgt. Eine in der Nähe des Hafens belegene Straße ist als völlig verseucht anzusehen, und auch in anderen Theilen der Stadt sind Erkrankungen vorgekommen. Bisher sollen nur Farbige betroffen sein. Die Seuche scheint durch die zur Bekämpfung der Unruhen im Innern des Staats aus dem Norden herangezogenen Pege anecgen eingeschleppt zu sein. Die Behörden haben die Impfung sämmtlicher Soldaten angeordnet und lassen in allen Theilen der Stadt die far⸗ bige Bevölkerung zur Impfung anhalten.
Epidemische Genickstarre.
Mecklenburg⸗Schwerin. Einer Nachricht vom 29. April zufolge sind in Rostock seit Anfang Februar 17 Erkrankungen (und 8 Todesfälle) festgestellt worden, ferner auf einem Hofe des Amts Gadebusch im Februar etwa 5. Bei einer in Parchim im März beobachteten Erkrankung handelte es sich wahrscheinlich gleichfalls um
Genickstarre. Verschiedene Erkrankungen.
Pocken: Madrid 2, Moskau, St. Petersburg je 3, Warschau 6 Todesfälle; Reg.⸗Bez. Marienwerder 2, London 6, Paris 7, St. Petersburg 18 Erkrankungen; Flecktyphus: St. Petersburg 3 Er⸗ krankungen; Genickstarre: New⸗York 5 Todesfälle; Berlin 2, Wien 3 Erkrankungen; Influenza: Berlin 5, Hamburg 4, Darmstadt, Frankfurt a. M., Hannover je 2, Anster⸗ dam 4, London 30, Moskau 2, New⸗York 17, St. Peters⸗ burg 8, Rom 2 Todesfälle; Kopenhagen 41, Stockholm 59 Er⸗ krankungen; Keuchhusten: London 40 Todesfälle. — Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen starb an Masern (Durch⸗ schnitt aller deutschen Berichtsorte 1881/90: 1,30 %): in Edinburg — Erkrankungen kamen vor in Berlin 48, Breslau 26, in den Reg.⸗ Bezirken Düsseldorf 127, Posen 202, Wiesbaden 360, in Nürnberg 27, Hamburg 33, Budapest 207, Edinburg 351, Kopenhagen 22, St. Petersburg 182, Prag 62, Wien 610 — an Scharlach (1881/90: 1,39 %): in Krefeld — Erkrankungen sind angemeldet in Berlin 22, im Reg.⸗Bez. Königsberg 113, in Budapest 34, Edinburg 20, London (Krankenhäuser) 223, Paris 41, St. Petersburg 84, Wien 82 —
an Diphtherie und Croup (1881/90: 4,49 %): in Spandan
Trier — Erkrankungen wurden angezeigt in Berlin 59, Predüen 82
Kopenhagen 25, London (Krankenhäuser) 102, Paris 80, St. Peterz.
— Wien 76 — desgl. an Unterleibstyphus in St. Peterz⸗
ur 8
.“ “ Theater und Musik.
Im Königlichen Opernhause geht morgen (zum 70. Male) neu einstudiert Verdi's Oper „Aida“ unter Kapellmeister Sucher'z Leitung in Scene. Die Besetzung lautet: König: Herr Kro Amneris: Frau Goetze; Aida: Fräulein Hiedler; Radames: Herr Sylva; Ramphis: Herr Mödlinger; Amonasro: Herr Foffmonn als Gast. Das Werk ist vom Ober⸗Regisseur Tetzlaff in Scene gesenn; die dekorative Einrichtung hat der Vber. Faspeltor Brandt
orgt.
Im Königlichen Schauspielhause gelangt morgen Shake⸗ speare’s Lustspiel „Viel Lärmen um Nichts“ zur Aufführung. 8⸗ Benedikt spielt Herr Mattkowsky, die Beatrice Fräulein Poppe.
Dem Spielplan des Berliner Theaters wird in der nächsten Woche Weyrauch's Volksstück mit Gesang „Die Maschinenbauer’ ein⸗ gereiht werden. Seit Ausgang der fünfziger Jahre, wo die „Maschinenbauer“ ihre 1. ugkraft in unzähligen Wiederholungen bewährten, ist dieses Werk in keinem großen hiesigen Theater mehr zur Aufführung gelangt. — Ein Ensemble⸗Gastspiel des Berliner Theaters in Leipzig soll am Dienstag, den 1. Juni, mit der Auf⸗ führung des Lustspiels „Kinder der Bühne“ seinen Anfang nehmen.
Das Schiller⸗Theater bringt morgen eine Wiederholung von Moser'’s Lustspiel „Der Bureaukrat“. Die erste Aufführung von „Madame Bonivard’ findet erst am Montag statt.
8 An den Symphonie⸗Abenden E Kapelle, welche unter Leitung des Kapellmeisters Wein gartner in der nächsten Saison stattfinden, werden neben sämmtlichen Symphonien von Beethoven solche von Mozart, Haydn, Spohr, Schumann, Mendelssohn, Raff, Brahms zu Gehör gebracht werden. Für neuere Werke sind die Komponisten Wagner, Liszt, Berlioz, Glasounow, Cornelius, Volkmann, Tschaikowsky und Smetana in Aussicht ge⸗ nommen
Mannigfaltiges. 8
Morgen, Sonnabend, den 15. Mai, tritt der Sommer⸗Fahr⸗ plan der Großen Berliner Pferde⸗Eisenbahn in Kraft, durch welchen auf verschiedenen Linien ein früherer Betriebsanfang zur Einführung gelangt. Ferner wird die jetzige Linie „Dalldorf — Tegeler Chaussee“ bis in das Innere der Stadt, und zwar bis zur Charlottenstraße (Unter den Linden) weitergeführt, wobei gleichzeitig statt des jetzigen stündlichen Betriebs ein 30 Minuten⸗Verkehr ein⸗ tritt; die Signalfarbe ist: weiß mit gelbem Strich. Für die Linien „Tegel— Charlottenstraße“, „Schöneberg-—Alexanderplatz“ und „Wil⸗ mersdorf —Rathhaus —Spittelmarkt“ gelangen einige Verbilligungen der Fahrpreise zur Einführung.
Paris, 14. Mai. In der Kunst⸗Akademie fanden gestern, wie „W. T. B.“ meldet, so lärmende Streitscenen zwischen den männlichen und weiblichen Eleven statt, daß die Anstalt provisorisch geschlossen werden mußte. Zehn Studenten sind verhaftet, jedoch nach dem Verhör wieder freigelassen worden. “
Auxerre, 13. Mai. In dem ganzen Departement Yonne herrschte in der vergangenen Nacht starker Frost; der dadurch ange⸗ richtete Schaden in den Wein⸗ und Obstanpflanzungen wird, dem „W. T. B.“ zufolge, auf 20 Millionen Franes geschätzt.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Kanea, 14. Mai. (Meldung der „Agence Havas“.)
Zum zweiten Mal haben der britische Admiral und der britische Konsu Proklamation an das kretische Volk gerichtet. 8
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
ohne Wissen ihrer Kollegen eine
8
zum Deuts
1I1“ 2*
chen Reichs⸗An
zeiger und Königlich Preuß
Berrlin, Freitag, den 14 Mai
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
8 88
Qualität
gering mittel gut
Ver⸗ kaufte Ver⸗
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
Menge kaufs⸗ werth
nie⸗ höch⸗ nie⸗ höch⸗ nie⸗ drigster ster drigster ster drigster
ℳ ℳ 2 ℳ
höch⸗ Doppel⸗ ster zentner ℳ
Durch⸗ schnitts⸗ preis für 1 Doppel⸗ zentner
Am vorigen Markttage
Durchschnitts⸗ preis
Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach über⸗ schläglicher Schätzung verkauft Doppel⸗ zentner Preis unbekannt)
Wei
E““ 14,20 14,65 15,50 12,20 Ie 14,00
JE““ — 1 — Breslau.. 14,50 15,50 16,20 Neuß. 15,80 16,30
Ratibor 8 — Aschersleben 11,25
Böbeln. .. 11,10 — Breslau. 11,30 11,60
““ 10,80 11,30
11,40
13,50 13,50
H a Ratibor .11,40 12,60 13,40 Aschersleben..12,50 12,70 13,20
Döbeln.. w — 11,50 — Breslau . 12,20 12,60 V 13,40 EEE 11“ — — 11,80
Aschersleben. 10,60 11,40 Breslau . 10,00 12,50
Ratibor . 10,00 188
zen.
Roggen.
Gerste.
15,55 15,30
16,50 16,80 11,70
11,80 11,80
15,40 14,40
13,60 . 13,60 .
13,50 . 12,80 b 254
Bemerkungen.
12,70
13. 5.
10
8 Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durch⸗
nittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. Ein liegender Strich 8 in den Spalten für Preise hat die p
Punkt (.) in den letzten sechs
alten, daß entsprechender Bericht fehlt.
Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist; ein
Deutsches Reich.
Verorhnung
EE“ 8 Verhütung des Zusammenstoßens der auf See.
Vom 9. Mai 1897. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser,
11““
König von Preußen ꝛc.,
verordnen im Namen des Reichs auf Grund des § 145 des Strafgesetzbuchs (Reichs⸗Gesetzbl. 1876 S. 40), was folgt: I. Einleitung.
Die nachfolgenden Vorschriften gelten für alle Fahrzeuge auf See und auf 8 mit F SFFe im Zusammenhange stehenden, von Seeschiffen befahrenen Gewässern. 1
v“ welches unter Segel und nicht unter Dampf ist, gilt als Segelfahrzeug, ein Fahrzeug, welches unter Dampf ist, mag es zugleich unter Segel sein oder nicht, als Dampffahrzeug.
Unter den Dampffahrzeugen sind alle durch Maschinenkraft be⸗
Hck des schleppenden Fahrz Fahrzeugs einhundertundachtzig Meter übersteigt,
des Fahrzeugs.
Ein Dampffahrzeug, welches ein anderes Fahrzeug
eugs bis zum Heck des letzten geschleppten
muß es als Zusatz⸗ licht noch ein drittes weißes Licht über oder unter den anderen führen. Jedes dieser Lichter muß ebenso eingerichtet und angebracht sein, wie das im Art. 2 unter a erwähnte weiße Licht, jedo Zusatzlicht eine Höhe von mindestens vier Meter über dem Rumpfe
genügt für das
schleppt, darf
hinter dem Schornstein oder dem hintersten Mast ein kleines weißes Licht führen. Dieses Licht, nach welchem sich das geschleppte Fahr⸗ zeug beim Steuern richten soll, darf nicht weiter nach vorne als quer
ab sichtbar sein.
8
Artikel 4.
a. Ein Fahrzeug, welches infolge eines Unfalls nicht manöprier⸗
fähig ist, muß in der
weißen Lichtes und, wenn es ein Dampffahrzeug ist, Lichtes zwei rothe Lichter senkrecht über einander un
Meter von einander entfernt führen. Stelle, an welcher sie am besten gesehen werden können, angebracht und von solcher Beschaffenheit sein, daß sie über den ganzen Horizont
Höhe des im Artikel 2 unter a erwähnten
statt des weißen d mindestens zwei Diese Lichter müssen an der
s⸗Anzeiger
füb 1) Dampffahrzeuge unter 113 cbm Brutto⸗Raumgehalt müssen ühren:
a. im vorderen Theile des Fahrzeugs oder an oder vor dem Schornstein in einer Höhe von mindestens drei Meter über dem Schan⸗ deckel ein weißes Licht. Das Licht muß an der Stelle, wo es am besten gesehen werden kann, sich befinden und im übrigen so ein⸗ gerichtet und angebracht sein, wie im Art. 2 unter a worgeschrieben; es muß von solcher Stärke sein, daß es auf eine Entfernung von mindestens zwei Seemeilen sichtbar ist; 8
b. grüne und rothe Seitenlichter, so eingerichtet und angebracht, wie im Art. 2 unter b und & vorgeschrieben, und von solcher Stärke, daß sie auf eine Entfernung von mindestens einer Seemeile sichtbar sind, oder an deren Stelle eine doppelfarbige Laterne, welche an den betreffenden Seiten ein grünes und ein rothes Licht von recht voraus bis zu zwei Strich hinter die Richtung quer ab (zwei Strich achterlicher als dwars) zeigt. Die Laterne muß mindestens ein Meter unter dem weißen Lichte geführt werden.
2) Kleine Dampfboote, wie zum Beispiel solche, welche von Seeschiffen an Bord geführt werden, dürfen das weiße Licht niedriger als drei Meter über dem Schandeckel, jedoch über der unter 1b er⸗ wähnten doppelfarbigen Laterne führen.
3) Ruder⸗ und Segelfahrzeuge von weniger als 57 chm Brutto⸗ Raumgehalt müssen eine Laterne mit einem grünen Glase auf der einen Seite und einem rothen Glase auf der anderen gebrauchsfertig zur Hand haben. Diese Laterne muß, wenn das Fahrzeus sich einem anderen oder ein anderes Fahrzeug sich ihm nähert, zeitig genug, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, und derart gezeigt werden, daß das grüne Licht nicht von der Backbordseite her und das rothe Licht nicht von der Steuerbordseite her gesehen werden kann.
4) Ruderboote, gleichviel ob sie rudern oder segeln, müssen eine Laterne mit einem weißen Lichte gebrauchsfertig zur Hand haben, ülchss zeitig genug gezeigt werden muß, um einen Zusammenstoß zu verhüten.
Die in diesem Artikel bezeichneten Fahrzeuge brauchen die im Art. 4 unter a und Art. 11 Schlußsatz vorgeschriebenen Lichter nicht
zu führen. Artikel 8.
Lootsenfahrzeuge, welche Lootsendienste auf ihrer Station thun, haben nicht die für andere Fahrzeuge vorgeschriebenen Lichter, sondern ein weißes, über den ganzen Horizont sichtbares Licht am Masttop zu führen, und außerdem in kurzen Zwischenräumen, mindestens aber alle fünfzehn Minuten ein oder mehrere Flackerfeuer zu zeigen.
Wenn sie sich anderen oder andere Fahrzeuge sich ihnen auf ge⸗ geringe Entfernung nähern, müssen sie die Seitenlichter angezündet und gebrauchsfertig haben und in kurzen Zwischenräumen aufleuchten lassen oder zeigen, um die Richtung, in welcher sie anliegen, erkennbar zu machen. Das grüne Licht darf nicht an Backbordseite, das rothe Licht nicht an Steuerbordseite gezeigt werden. 1“
Ein Lootsenfahrzeug solcher Bauart, daß es längsseits der Schiffe anlegen muß, um einen Lootsen an Bord zu setzen, braucht das weire Licht nur zu zeigen, statt dasselbe am Masttop zu führen; auch genügt es, wenn solches Fahrzeug an Stelle der oben erwähnten farbigen Lichter eine Laterne mit einem grünen Glase auf der einen Seite und einem rothen Glase auf der anderen zur Hand hat, um dieselbe so, wie im Art. 7 unter 3 vorgeschrieben, zu 1 18
Lootsenfahrzeuge, welche keinen Lootsendienst auf ihrer Station thun, müssen Lichter wie andere Fahrzeuge ihres Raumgehalts führen.
Artikel 9 8 betrifft Regeln für die Fischerfahrzeuge, deren Erlaß vorbehalten bleibt. Artikel 10.
Ein Fahrzeug, welches von einem anderen überholt wird, muß diesem vom Heck aus ein weißes Licht oder ein Flackerfeuer zeigen.
Das 5 Licht darf fest angebracht und in einer Laterne geführt werden; die Laterne muß aber mit Schirmen versehen und so ein⸗ gerichtet und so angebracht sein, daß sie ein ununterbrochenes Licht über einen Bogen des Horizonts von zwölf Kompaßstrichen — je sechs Strich von recht achteraus auf jeder Seite des Fahrzeugs — wirft. Das Licht muß auf eine Entfernung von mindestens einer Seemertle sichtbar sein und soweit thunlich mit den Seitenlichtern in gleicher Höhe geführt werden.
8 eine “ Igon 1 Seegeicn sichtbar sind. 8 8 8 b ei Tage muß ein solches Fahrzeug an gleicher Stelle zwei schwarze Sednex Faues. Peuhc, n ..xkeecxeeeee an in ahrestig st, noh am Grunde feststst Böne der Kärper, jeden von ünfundsechzis,Zentlmeter Durchmefser, Ein Fahrzeug vor Anker muß, wenn es meniger als fünfund⸗
n L— gt ist, senkrecht über einander und mindestens zwei Meter von einander ent⸗ vierzig Meter lang ist, vorne ein weißes Licht an der Stelle, mo
Julius Freund. (Ferenczy⸗Ensemble.) Anfang 7 ½ Uhr. C. Zeller. Anfang 7 ½ Uhr. B 1 1 Sonntag: Die Geisha. (Ferenczy⸗Ensemble.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: 1 II. Lichter u. s. 89 wn Ise fernt führen. dasselbe am besten gesehen werden kann, jedoch nicht höher als seches Montag: Die Geisha. (Ferenczy⸗Ensemble.) Der Obersteiger. — Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel Der Ausdruck „sichtbar“ bedeutet mit 98 Föpünng auf Lichter ge⸗ b. Ein Fahrzeug, welches ein Telegraphenkabel legt, aufnimmt Meter über dem Rumpfe, führen, und zwar in einer Laterne, welche des Fräuleins Annie Dirkens. Der Vogelhändler. braucht: „sichtbar in dunkler Nacht e klarer Luft'. oder auffischt, muß an derselben Stelle, die für das im Art. 2 unter ein belles, auf eine Entfernung von mindestens einer Seemetle ficht⸗ 785 5 Artikel 1. hei jedem Wetter v a erwähnte weiße Licht vorgeschrieben ist, und, wenn es ein Dampf⸗ bares, ununterbrochenes Licht über den ganzen Horizont wirft.
Die Vorschristen über Lichter Fasser t 1“ drd f v fahrzeug ist, statt dieses weißen Lichtes drei Lichter senkrecht über ein⸗ Ein Fahrzeug vor Anker muß, wenn es fünfundpierzig Meter Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang befolg Seeeen wahren eser ander und mindestens zwei Meter von einander entfernt führen. Das oder mehr lang ist, zwei solche Lichter führen; das eine Licht im vor⸗ Zeit dürfen keine Lichter gezeigt werden, Mlche mit den hier vor⸗ oberste uand das unterste dieser Lichter 1 roth, das mittlere muß deren Theile des Fahrzeugs nicht niedriger als sechs Meter und nicht geschriebenen Lichtern verwechselt “ weiß fein, und alle müssen von solcher Beschaffenheit sein, daß sie höher als zwölf Meter über dem Rumpfe, — und das andere Licht
Artikel 2. “ über den ganzen Horizont auf eine Entfernung von mindestens zwei am Heck oder in der Nähe des Hecks des Fahrzeugs, mindestens vier
Ein Dampffahrzeug muß, wenn es in Fahrt ist, führen: 4 Seemeilen sichtbar sind. Bei Tage muß ein solches Fahrzeug drei und einen halben Meter niedriger als das vordere Licht.
a. an oder vor dem Fockmast oder beim Fehlen eines solchen im Körper von mindestens fünfundsechzig Zentimeter Durchmesser senk⸗ Als Länge eines Fahrzeugs gilt die in dem Schiffszertifikat an⸗ vorderen Theil des Fahrzeugs ein helles weißes Licht, und zwar in
wegten Fahrzeuge einbegriffen. Artikel 11.
Fahrt, wenn es weder vor Anker liegt, noch
icht vom 14. Mai, r Morgens.
[83
gliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗ haus. 119. Vorstellung. Neu einstudiert: Aida. Oper in 4 Akten von G. Verdi. Text von Antonio
Ghislanzoni, für die deutsche Bühne bearbeitet von Julius Schanz. Ballet von Paul Taglioni. Diri⸗ Residenz⸗Theater. Direttion: Sigmund Lauten⸗
gent: Kapellmeister Sucher. Anfang 7 ½ Ubr. burg. Sonnabend: Vaterfreuden. Schwank in Thalia-Theater (vorm. Adolph Ernst⸗Theater). Schauspielhaus. 130. Vorstellung. Viel Lärmen 3 Akten von P. Hirschberger und G. Klitscher. — Dresdenerstraße 72/73. Direktion: W. Hasemann. um Nichts. Lustspiel in 5 Aufzügen von William Vorher: Der neue Ganymed. (Café Lefort.) Sonnabend: Vorletztes Gastspiel der Frau Julie Shakespeare, übersetzt von August Wilhelm von Schwank in 1 Akt von Bolten⸗Baͤkers. Anfang Kozaczy⸗Karczag und des Herrn Oscar Bauberger Schlegel und Ludwig Tieck. In Secene gesetzt vom 7 ½ Uhr. vom Stadt⸗Theater in Leipzig. Die schöne Heleua. Ober⸗Regisseur Max Grube. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag und folgende Tage: Vaterfreuden. Operette in 3 Akten von J. Offenbach. Anfang Sonntag: Opernhaus. 120. Vorstellung. Undine. — Vorher: Der neue Ganymed. 7 ½ Uhr. . . Romantische Zauber⸗Oper in 4 Akten von Albert Sonntag: Letztes Gastspiel der Frau Julie Lortzing. Text nach Fouqué's Erzählung frei be⸗ Kopaczy⸗Karczag. Die schöne Helenau.
arbeitet. Tanz von Emil Graeb. Anfang 7 ½ Uhr. Montag: Frau Lieutenant. Schauspielhaus. 131. Vorstellung. Coriolan. Neues Theater. Schiffbauerdamm 43. /5.
Historisches Drama in 5 Aufzügen von William Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonnabend: Trilby. Shakespeare, übersetzt von Schlege. und Tieck. Schauspiel in 4 Akten nach George Maurier 8-
= 40 R.
0 Celsius
5 °C.
Stationen. Wind.
Temperatur
in
SW F5 bbedeckt Aberdeen.. S 1 bedeckt Christiansund SO 5 wolkenlos Kopenhagen. WSW 2wolkig Stockholm. NNO Z beiter aparanda. S 2 wolkig oskau... ONO 2 beiter
Cork, Queens⸗ E1““ SW Cherbourg. SW e W E1““ WNW mburg.. W winemünde NW Neufahrwasser 767 NNO Memel 766 NNO
. ¹ 772 S ünster.. 769 NNW Karlsruhe. 770 NO Wiesbaden 769 NW München. 767 NW Chemnitz. 768 WNW Berlin.. 768 NNW
—
Selmullet 8e8
—
1 recht übereinander und mindestens zwei Meter von einander entfernt gegebene Länge. 8 “ einer Höhe über dem Rumpfe von mindestens sechs Meter. Ist das führen, deren oberster und unterster kugelförmig und von rother Fhebe⸗ Fahrzeuge, welche in einem Fahrwasser oder nahe bei einem Fahrzeug breiter als sechs Meter 8 ist das Licht in einer der Breite deren mittlerer wie ein schräges Viereck geformt und von weißer Farbe solchen am Grunde festsitzen, unterliegen derselben Verpflichtung; des Fahrzeugs gleichkommenden Hoͤhe zu führen, es braucht jedoch, nie ist. Die Körper müssen an der Stelle, an welcher sie am besten ge. außerdem müssen sie die im Art. 4 unter a vorgeschriebenen zwei höher als zwölf Meter über dem Rumpfe zu sein. Das Licht muß so sehen werden können, angebracht sein. rothen Lichter führen. eingerichtet und angebracht sein, daß es ein ununterbrochenes Licht c. Die vorbezeichneten Fahrzeuge dürfen, wenn sie keine Fahrt Artikel 12. G 8 einen Hoges 5 Sxe hcnas Coh⸗ zwanzig eee. weest durch das Waßser nee h . nicht führen, müssen die⸗ 4† Fdes, Fabhrfenc de⸗ 5 8 nütha ist eee 8 „ 1 1 1 8 2„12 2„ und zwar zehn trich na je er eite, von re⸗ orau⸗ 18 zu zwe elben aber ü ren, wenn sie Fahrt machen. amkeit au 1 zu zie en, außer en ic ern, welche es fü ren muß, “ Nbelm “ “ 8 Familien⸗Nachrichten. Strich dinter die Richtung quer ab (zwei Strich achterlicher als b d. Diese Lichter und Körper sollen anderen Fahrzeugen als 88 Flackerfeuer zeigen oder irgend ein Knallsignal, welches nicht mit oEEEZAö v“ 71 Uhr , Rf 1“X“ dwars) auf jeder Seite. Es muß von solcher Stärke sein, daß es Signale dafür gelten, daß das Fahrzeug, welches sie zeigt, nicht Nothsignalen verwechselt werden kann, geben. Grube. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: Trilby. Verlobt: Frl. Marie Aschrott mit Hrn. Ober⸗ auf eine Entfernung von mindestens fünf Seemeilen sichtbar ist; manövrierfaͤhig ist und daher nicht aus dem Wege gehen kann. Sie Artikel 13. Neres Opern⸗Theater. Der Verschwender. Seehteg. Nachmitiags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Ingenieur Arthur Ritter von Boschan (Berlin — b. an der Steuerbordseite ein grünes Licht. Dasselbe muß so sind keine Nothsignale im Sinne des Art. 31 dieser orschriften. Vorschriften, welche bezüglich der Führung von zusätzlichen Sta⸗ 1“ in 3 Aufzügen von Ferdinand Marcelle. 4 . isen: Wien). eingerichtet und angebracht sein, daß es ein ununterbrochenes Licht über Artikel 5. 1“ Cigna llichtern für zwei oder mehrere grlgeschiste zb8⸗ eene Batast dieser orsollung cer bege Geboren: Ein Sohn: Hrn. Walker. von finen Bogen des Horizonts von ehn Kompaßstrichen wirft, und iehat Ein Segelfahrzeug, welches in Fahrt ist, und jedes Fahrzeug, für Fahrzeuge, die unter Bedeckung fahren, erlassen sind, werden durch Below (Saleske). — Hrn. Pastor von Dobschüs von recht voraus bis zu zwei Strich hinter die Richtung auer ab welches geschleppt wird, muß dieselben Lichter fuͤhren, welche dur diese Verordnung nicht berührt. Auch wird durch sie das Zeigen von Erkennungssignalen, welche von Schiffsrhedern mit amtlicher Geneh⸗
Der Billet⸗Verkauf zu dieser Vorstellung findet heute (Karoschke b. Obernigk). — Eine Tochter: Fhr Strich achterlicher als dwars) an Steuerbord. Es muß von Art. 2 füͤr ein Dampffahrzeug in Fahrt vorgeschrieben sind, mit Aus⸗ rhedern migung angenommen und vorschriftsmäßig eingetragen und bekannt
und morgen in der Zeit von 9 — 190 und 10½-1 Uhr Schiller⸗Theater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: “ ET 1G rin. Ober⸗Regierungs⸗Rath a. D. Hermann te Stärke sein, daß es auf eine Entfernung von mindestens zwei nahme der dort erwähnten weißen Lichter; diese darf ein solches Fahr⸗ xFö zeug niemals führen. gemacht sind, nicht beschränkt. Artikel 6. Artikel 14.
Plätze: 3, 2, 1,50 ℳ und 75 ₰. Aufgeld wird 3 8 9 ⸗ Regi Assessor rd Sonntag. Nachmittags 3 Uhr:,Maria Stuart. Rochall (Magheburg). — Hrn. Regierungs⸗Af 1 celen der Backboidseite ein rotbes Licht. Dasselbe muß so ein⸗ Ein Dampffahrzeug, welches nur unter Segel ist, aber mit auf⸗
nicht erhoben. Anfang 7 ½ Uhr. 1 — Abends 8 Uhr: Bauernehre. — Der ein. Dr. Droste (Berlin). 6 so : gaj gerichtet und angebracht sein, daß es ein ununterbrochenes Licht uüͤber 8 “ von Bieberstein, geb. Gräfin von Krockow (Hirsch⸗ K ngraus n 8 zmet “ E 689 8 von gebracht werden können, so müssen diese Lichter doch angezündet und oder runden Signalkörper von fünfundsechzig Pumeter Derchmeser AIEEö.“ olcher Stärke sein, daß es auf eine Entfernung von mindestens zwei gebrauchsfertig zur Hand gehalten und, wenn das Fahrzeug sich einem führen, und zwar vorn im Fahrzenge⸗ an de „an welcher Leutsch, geb. von Szwykowska (Berlin). e Seemeilen si Febar ist; anderen oder ein anderes Fahrzeug 1c ihm nähert, an den betreffenden Zeichen am besten gesehen werden 88 Rittergutsbesier Nana plfwic,,, Pag Loce. . die Laternen dieser gesinen und rothen Seitenlichter müssen SSeiten. „anig geanc nr enen Lalaeümenftos 82 esfäten, geshgn II. Schallsignale bei Nebel u. s. w. Eida Gieisse 33obnbe hncle fir i Basc kefnülüde Fabaeane vaben dse⸗ — 8 wen Seite gese von der Steuerbordseite her, und beide wo möglich nicht werden: 18 1
binmeg 8* ““ IeSNr. ” dis zu zwei Strich hinter die Richtung quer ab Cwei Strich achter⸗ 1) von Dampffahrzeugen mit der Pfeife oder Sirene,
— ¹ 85. ein Ham p ahr szg E““ Weide Lie licher als dwars) gesehen werden können. 2) von Segelfahrzeugen und geschleppten Fahrtengen mit dem Bemuntwortlicher Nedafteir Ehemenre 8 vettes weites Lieht ghelch dem Ltehts unbee gö 3 Um den richtigen Gebrauch der tragbaren Lichter zu sichern, muß Nebelhorn. Eö Frees müssen in der Kiellinie, und zwar so angebracht sein, daß das hintere jede Laterne außen mit der Farbe des Lichtes, welches sie zeigt, an⸗ Ein lang gezogener Ton im Sinne dieser Vorschriften ist ein
erlag der Expedition olz) in
wenigstens vier und einen halben Meter höher ist als das vordere. 3 en i des 8 8 ang
f f F 9* 8 92 v estrichen und mit einem gehörigen Schirme versehen sein. Ton von vier bis sechs Sekunden “ 1
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlask⸗ 18 FE sssem Fiesen Möhtaes moeß gertster ken o Artikel 7. Ein Dampffahrzeug muß mit einer kräftig tönenden Pfeife oder Anstalt Berlin SW., Bacbrcsgrae Nr. 32.
Artikel: Dampfsahrzeuge unter 113 und Ruder⸗ oder Segelfahrzeuge Sirene versehen sein, welche durch Dampf oder einen Ersatz für 1 ein Dampffahrzeug, welcheg ag anderts Fahrreag schlopt, muß utgr e es LBecgto Räsnmgehalt und Raderboote brauchen, wenn ampf gehlisen wied undeso angebrscht it drß der Shilk uch Sieben Beilagen . außer den Seitenlichtern zwel weiße Lichter senkeecht über einander sie in Fahrt sind, die im Art. 2 unter a, b und c erwähnten Lichter keinerlei Hinderniß gehemmt wird, bins 8 S. r 2 1 und mindestens zwei Meter von einander entfernt führen. Wenn es nicht zu führen, sie müssen aber, wenn sie diese Lichter nicht führen, Nebelhorn, welches durch eine orrichtung geblasen „
mehr als Fahrzeug schleppt und die Länge des Schleppzugs vom l mit folgenden Lichtem versehen sein:
00 00 0 00 —
—
—
OOoo 2lHBGó ℛÆoüioœæœæUENOSOO00 00 00 00—
bedeckt wolkenlos halb bed. bedeckt heiter heiter wolkig bedeckt
Dunst wolkig bedeckt halb bed. wolkig bedeckt wolkig Regen Regen halb bed.
.232 — ————
Wien.. 762 NW Breslau. 765
le d'Aix. W11 Nizza 762 ONO wolkig Telest... 761 O bedeckt
Uebersicht der Witterung.
gine 7888 Fens Ig ö mit vubiger,
meist heiterer und trockener erung erstre b
pon 8 b nach he-et,g Berliner Theater. Sonnabend: Renaissance.
ache Depressionen über Nordwest⸗ und Südost⸗ Anfang 7 ½ Uhr. :
Europa scheidend. In Deutschland, wo Regen gefalle.· 8Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Die Brüder. — Stuart Abends 7 ½ Uhr: Unser ist, ist bei schwacher, meist nördlicher Luftströmung Abends 7 ½ Uhr: Renaissauce. Montag: Unser Doctor.
das Wetter heiter und etwas wärmer. Mülhausen Montag: Faust. Anfang 7 Uhr.
hatte gestern “ Gewitter; aus Süddeutsch⸗ —
land werden vereinzelt Nachtfröste gemeldet. Theater Unter den Linden. Behrenstr. 55/57.
Deutsche Seewarte. Lessing⸗Theater. Sonnabend: Die Geisha, Direktion: Julius Frizsche Sonnabend: Gastspiel
v.gxEb — oder: Eine japanische Theehaus⸗Geschichte. des Fräuleins Annie Dirkens vom Theater an Eee1I1I1I1“ 1es
. Operette in 3 Akten von Owen Hall. Musik von! Wien in Wien. Der Vogelhändler. Operette (einschließlich Börsen⸗Beilage).
Deutsches Theater. Sonnabend: Freiwild. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Haml Abends 7 ½ Uhr: Die versunkene Glocke.
Montag: Einsame Menschen. 8
Theater des Westens. Kantstraße 12. (Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) Sonnabend, Nachmittags 3 ½ Uhr: Kinder⸗Vorstellung. Hänsel und Gretel. — Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel des Herrn August Junkermann, des Herrn Franz Guthery und Fräulein Martha Glück. Zum ersten Male: Unser Doctor.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen:
—Se SleeSeoedeedbnenSlbeneöeeeöeebenee
—
sowie mit einer kräftig tönenden Glocke. Ein Segelfahrzeug von