1897 / 140 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 17 Jun 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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die Weinbaubetriebe besonders ausscheidet. Eine unmittelbare Zählung der „Weingärtner“, d. h. derjenigen Personen, welche lediglich vom Weinbau leben, hat sich allerdings nicht bewerkstelligen lassen. Je nach der Natur der Gemeinden, des Bodens u. s. w. bildet der Ertrag des Weinbaus einen mehr oder weniger großen Bestandtheil des Einkommens einzelner Famtlien; die⸗ jenigen söe wo der Weinbauer nur Weinberge ohne sonstige landwirthschaftliche Flächen besitzt bezw. bewirthschaftet, bilden nicht die Regel, sondern die Ausnahme; auch eine Zusammea⸗ stellung derjenigen Personen, welche sich als „Weingärtner, Weinbauer, Winzer’- u. s. w. wirklich bezeichnen, bezw. bei der Berufszählung vom 14. Juni 1895 eingezeichnet haben, würde keine genügende und sichere Grundlage bieten. Man hat daher diejenigen Fälle gezählt, in welchen unter den land⸗ wirthschaftlich benutzten Flächen Weinbergflächen sich vorgefunden haben, und hat diese Fälle zerlegt in solche, bei denen das zugehörige Familienhaupt als Hauptberuf „Landwirthschaft“ angab, und in solche, wo ein anderer Hauptberuf vorliegt. Letztere 1e, stellen den Weinbergbesitz von Handwerkern, Industriellen, Beamten u. s. w., also von Nichtlandwirthen dar; bei Abzug ihrer Fläche zeigt sich dann, in welchem Umfang die Weinbauflächen wirklich der landbau⸗ treibenden Bevölkerung gebören, bezw. von ihr bewirthschaftet werden.

Nach der in den „Mittheilungen des Königlichen Statistischen Landesamts“ veröffentlichten Berufsstatistik vom 14. Juni 1895 gab es in Württemberg 184 158 Personen, welche im Hauptberuf als Selbständige der Landwirthschaft im engeren Sinn an⸗ gehörten; von ihnen bewirthschafteten 45 845 oder 24,9 % Wein⸗ bergflächen. Diese Zahl scheint von der Memminger'schen Schätzung (etwa 18 000 Familien = 11,7 % der landbautreibenden), welche aus den Jahren 1835 bis 1840 stammt, bedeutend abzuweichen. Berücksichtigt man aber, daß eine Fläche von weniger als 20 a durchschnittlich nicht genügen kann, um dem Bewirthschafter, falls sein Hauptberuf „Landwirthschaft“ ist, den Charakter eines „Weingärtners“ zu geben, so sind für die untersten Größenklassen im Ganzen 17 552 bloße Flächenbesitze abzurechnen; es verbleiben somit nur noch 28 293 oder 15,36 % der Betriebsinhaber übrig, welche man mit annähernder Wahrscheinlichkeit als die Summe der Weingärtner bezeichnen kann. Dabei ist nicht ausgeschlossen, daß mancher eigentliche, wenn auch kleine „Weingärtner“ schon unter den Betriebsinhabern von je 20 a und weniger sich befindet, während für manche Landwirthe, welche über 20 2 Weinberge besitzen, der Weinbau im Verhältniß zu ihrem sonstigen landwirthschaftlichen Areal bezw. Betrieb vielleicht Nebensache ist. Diese Auffassung wird dadurch noch wahrscheinlicher, daß bei den Weinbergflächen von unter 20 a je auf ein Hektar Weinberg nicht weniger als je 239,0 bis 17 ha durchschnittlich sonstige landwirthschaftliche Fläche entfällt; diese letztere muß also in starkem Umfang zur Miternährung der weinbergbauenden Bevölterung des Landes beitragen. Ferner ist in Betracht zu ziehen, daß bei dieser Betriebsstatistik von 1895 alle Pachtstücke nicht vom Eigenthümer, sondern vom bewirthschaftenden Pächter anzugeben waren, also diesem zugerechnet sind; es handelt sich demnach um eine Betriebs⸗, nicht um eine Eigenthumsstatistik. Uebrigens kommt das Pachtver⸗ bältniß hier wohl seltener vor.

Mit voller Deutlichkeit tritt die starke Vertheilung der Wein⸗ bauflächen, welche in den letzten 50— 60 Jahren seit Memminger's Schätzung wohl noch größer geworden ist, heraus. 11 213 oder 19,5 % aller „Weinbaubetriebe“ bleiben unter 10 a; 24 643 oder 42,9 % unter 20 a und 45 618 = 79,4 % oder 4 5 unter 50 a. Nur 2546 oder 4,4 % der Betriebe, werunter z. B. die bofkammerlichen sich befinden, überschreiten mit ihren Flächen je das Maß von 1 ha. Dabei ist zu beachten, daß die Betriebsinhaber bezw. ⸗leiter alle ihre Flächen, einerlei ob die letzteren in der Orts⸗ oder in einer aus⸗ wärtigen Markung lagen, in einer Summe anzugeben hatten. Den eigentlichen Grundstock der Weingärtner bilden die 10 449 Weinberg⸗ Besitzer bezw.⸗Bewirthschafter mit Landwirthschaft als Hauptberuf, welche in den 2 Größenklassen 50 a bis 2 ha sich befinden.

Weitaus die Mehrzahl der Betriebe, nämlich 66,6 %, entfallen auf den Neckarkreis (von den Landwirthen als Besitzern ꝛc. 660 %), dann folgt der Jagstkreis mit 18,3 % (19,3), der Schwarzwaldkreis mit 11,3 % (10,8) und schließlich der Donaukreis mit 3,8 (3,9). Die Flächen der Nichtlandwirthe sind durchschnittlich mit 25,2 a kleiner als die der Landwirthe mit 36 a; dies rührt jedoch nur von den Größenklassen unter 1 ha her, bei den größeren Betrieben sind die Flächen der Nichtlandwirthe durchschnittlich größer.

Diejenigen 29 Oberämter, für welche je über 500 Weinbau⸗ betriebe nachgewiesen worden sind, vertheilen sich auf die 4 Kreise, wie folgt: Neckarkreis 16: Besigheim 4072, Brackenheim 3986, Mar⸗ bach 3591, Cannstatt 3214, Weinsberg 2920, Neckarsulm 2861, Baihingen 2735, Heilbronn 2729 Maulbrenn 2504, Waiblingen 2353, Ludwigsburg 2102, Stuttgart⸗Am 1221, Stuttgart⸗Stadt 1043, Eßlingen 1014, Leonberg 910, Backnang 851; Schwarzwald⸗ kreis 6: Nürtingen 1370, Urach 1364, Reutlingen 1332, Rotten⸗ burg 825, Tübingen 635, Neuenbürg 553; Jagstkreis 5: Mergent⸗ heim 2768, Schorndorf 2468, Künzelsau 2393, Oehringen 1822, Welzbeim 543; Donaukreis 2: Kirchheim u. T. 1485, Tertnang 513.

Ein Zurückgehen auf die Vertheilung nach den 11 Größentlassen in den einzelnen Weinbaugebieten würde an dieser Stelle zu weit führen; es mögen die vorstehenden Angaben genügen.

8 Handel und Gewerbe.

Durch eine auf Grund der Anmerkung 16 zu Art. 2 des

belgischen Zollgesetzes vom 12. Juli 1895 erlassene Ver⸗ fügung des belgischen Finanz⸗Ministeriums vom 4. Februar d. J. sind metallene Schließvorrichtungen für Porte⸗ monnaies, welche bisher als Kurz⸗ und Quincailleriewaaren zum Satze von 10 Proz. des Werths zu verzollen waren, vom 15. d. M. ab dem Zollsatze der „Verschiedenen Erzeug⸗ nisse für die Industrie“ in Höhe von 5 Proz. des Werths unterstellt worden.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Kok an der Ruhr und in Oberschlesien. .“ An der Ruhr sind am 16. d. M. gestellt 13 028, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 16. d. M. gestellt 4279, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.

Berliner Wollmarkt. 16. Juni Abends. Seit langer Zeit ist der Berliner Wollmarkt nicht so früh zu Ende geführt worden, wie es diesmal der Fall war. Die Stimmung blieb vom Anfang bis zu Ende eine flaue, der Geschäftsgang schleppend. Eine unausgesetzt fortlaufende Rückwärtsbewegung in den Preisen gegen das Vorjahr war die Signatur des Marktes. Die heute noch ver⸗ kauften Posten brachten 6 bis 8 weniger als am Eröffnungstage. Von den eingelieferten 8446 Zir. wurden ca. 8000 Ztr. verkauft, der Rest von ca. 446 Ztr. wurde auf Stadt⸗ lager übernommen. Käufer waren Fabrikanten aus Forst i. L., Luckenwalde, Neudamm, Werdau, Finsterwalde, Wittstock, Glauchau u. s. w. Die Wäschen waren im Ganzen be⸗ friedigend, das Schurgewicht ein dem Vorjahr ziemlich gleiches. Ver⸗ mißt wurden in dieser Kampagne am offenen Markt wie auf den Lagern Spinner und Kämmer, die sonst große Posten kauften. Man glaubte vor Beginn des Berliner Marktee, daß er dem Breslauer Wollmarkt gleichkommen würde; diese Hoffnung hat sich aber nicht erfüllt. Wirklich feine Wollen kamen nur in wenigen Parrien hierher, und diese sanden sofort Nehmer zu Vorjahrspreisen oder mit inem Abschlag von circa 7 ℳ, in einem einzelnen Fall auch mit 7 Aufschlag pro Zentner und zwar wegen aus⸗ gezeichneter Wäsche. Mittelfeine und gute Mittelsorten er⸗ kitten einen Abschlag von 8 bis 15 ℳ, geringere Wollen mußten sich olchen von 10 bis 30 gefallen lassen, wodurch die Stimmung bei d Die amt⸗

lichen Ausweise der Stadtlagerbestände in Wollen haben ergeben, daß am 15. d. M. auf dem Berliner Stadtlager 29 960 Ztr., und zwar 21 680 Ztr. deutsche Wollen und 8280 Ztr. Kolonialwollen lagerten. Rechnet man weiter dazu die zum offenen Markte eingeführten 8446 Ztr. Wollen, ebenso die bereits zum Verkauf durch Auktion ge⸗ kommenen deutschen Schmutzwollen und Rückenwäschen mit 15 000 Ztr., so ergiebt sich daraus, daß während der diesjährigen Hauptwollsaison in Berlin 53 406 Ztr. lagerten, von welchen ungefähr 30 000 Ztr. Käufer gefunden haben.

Für das Herzogthum Gotha ist eine Handelskammer mit dem Sitze in der Stadt Gotha errichtet worden. Zum Vor⸗ sitzenden derselben wurde der Finanz⸗Rath Schapitz, Direktor der Privatbank zu Gotha, zu dessen Stellvertreter der Fabrikbesitzer Carl Henkel, in Firma Briegleb, Hansen u. Co., zu Gotha gewählt.

Stettin, 16. Juni. (W. T. B.) Spiritus loko 39,00.

Breslau, 16. Juni. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Schl. 3 ½ % L.⸗Pfdbr. Litt. A. 100,30, Breslauer Diskontobank 115,25, Breslauer Wechslerbank 104,00, Schlesischer Bankverein 132,50, Breslauer Spritfabrik 143,50, Donnersmarck 154,20, Kattowitzer 165,00, Oberschl. Eis. 101,00, Caro Hegenscheidt Akt. 132,30, Oberschles. P.⸗Z. 145,10, Opp. Zement 154,50, Giesel Fem. 144,75, C.⸗Ind. Kramsta 146,00, Schles. Zement 194,75, Schles. Zinkh.⸗A. 205,25, Laurahütte 168,10, Bresl. Oelfbr. 103,50.

Produktenmarkt. Spiritus per 100 1 100 % exkl. 50 Verbrauchsabgaben pr. Juni 59,50 Br., do. do. 70 Verbrauchs⸗ abgaben pr. Juni 39,50 Br. 1

Magdeburg, 16. Juni. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker exkl. von 92 % —,—, Kornzucker exkl. 88 % Rendement 9,45 9,65. Nachprodukte exkl. 75 % Rendement 7,00 7,55. Ruhig, stetig. Brotraffinade 1 23,00. Brotraffinade II 22,75. Gem. Brotraffin. mit Faß 22,75 23,25. Gem. Melis I mit Faß 22,25. Fest. Rohzucker I. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Juni 8,55 Gd., 8,65 Br., pr. Juli 8,67 ½ Gd., 8,72 ½ Br., pr. August 8,77 ½ Gd., 8,82 ½ Br., pr. Septbr. 8,77 Gd., 8,85 Br., pr. Oktober⸗ Dezember 8,75 Gd., 8,80 Br. Still.

Frankfurt a. M., 16. Juni. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Lond. Wechs. 20,357, Pariser do. 81,033, Wiener do. 170,27, 3 % Reichs⸗A. 97,70, Unif. Egypter 108,20, Italiener 93,80, 3 % port. Anleihe 24,50, 5 % amort. Rum. 101,20, 4 % russische Kons. 103,20, 4 % Russ. 1894 67,00, 4 % Spanier 63,40, Mittel⸗ meerb. 99,30, Darmstädter 156,80, Diskonto⸗Kommandit 203,80, Mitteld. Kredit 113,70, Oesterr. Kreditakt. 315 ⅞. Oest.⸗Ung. Bank 819,00, Reichsbank 159,20, Laurahütte 168,00, Westeregeln 192 60, Höchster Farbwerke 444,90, Privatdiskont 2 ½.

Effekten⸗Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kreditaktien 314 , Gotthardbahn 155,70, Diskonto⸗Kommandit 203,50, Laurahütte —,—, Portugiesen 24,10, Ital. Mittelmeerb. 99,00, Schweizer Nordostbahn 112,80, Ital. Méridionaux —,—, 6 % Mexikaner 95,90, Italiener 93,75.

Ein Konsortium, bestehend aus den ersten Frankfurter Banken, übernahm von der Stadtgemeinde 5 Millionen Mark 3 ½p&rozentige neue Frankfurter Stadt⸗Obligationen Litt. V. Die Emission findet nächste Woche statt.

8 .““ 16. Juni. (W. T. B.) Rüböl loko 59,00, pr. Juni

Dresden, 16. Juni. (W. T. B.) 3 % Sächs. Rente 97,75, 3 ½ % do. Staatsanl. 101,50, Dresd. Stadtanl. v. 93 101,75, Allg. deutsche Kredit 219,00, Dresd. Kreditanstalt 141,75, Dresdner Bank 160,00, Leipziger Bank —,—, Sächs. Bank 127,50, Dresd. Straßen⸗ bahn 229,75, Sächs.⸗Böhm. Dampfschiffahrts⸗Ges. 285,50, Dresdner Baugesellsch. 230,00, Dresdner Bankpverein —,—.

Leipzig, 16. Juni. (W. T. B.) 3 % Sächsische Rente 97,40, 3 ½ % do. Anleihe 101,50, Zeitzer Paraffin⸗ und Solaröl⸗Fabrik 108,25, Mansfelder Kuxe 1003,00, Leipziger Kreditanstalt⸗Aktien 218,00, Kredit⸗ und Sparbank zu Leipzig 117,25, Leipziger Bankaktien 184,50, Leipziger Hypothekenbank 148,75, Sächsische Bankaktien 128,10, Sächsische Boden⸗Kreditanstalt 133,00, Leipziger Baumwollspinnerei⸗Aktien 174,75, Kammgarnspinnerei Stöhr u. Co. 185,25, Altenburger Aktienbrauerei 240,00, Zuckerraffinerie Halle⸗Aktien 106,00, Große Leipziger Straßenbahn 264,75, Leipziger Elektrische Straßenbahn 176,00, Thüringische Gasgesellschafts⸗Aktien 206,00, Deutsche Spitzenfabrik 266,00, Leipziger Elektrizitätswerke 133,25.

Kammzug⸗Terminhandel. La Plata. Grundmuster B. pr. Juni 3,20 ℳ, pr. Juli 3,20 ℳ, pr. August 3,20 ℳ, pr. Sep⸗ tember 3,20 ℳ, pr. Oktober 3,20 ℳ, pr. November 3,20 ℳ, pr. Dezember 3,20 ℳ, pr. Januar 3,20 ℳ, pr. Februar 3,20 ℳ, pr. 3,20 ℳ, pr. April 3,20 ℳ, pr. Mai 3,20 Umsatz: 15 000. Ruhig.

Wollmarkt. Der Markt war sehr schwach befahren. Die Preise waren 10 15 niedriger als im Vorjahre.

Bremen, 16. Juni. (W. T. B.) Börsen⸗Schlußbericht. Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum⸗ Börse.) Ruhig. Loko 5,60 Br. Schmalz. Fest. Wilcox 21 ₰, Armour shield 21 ½ ₰, Cudahy 22 ¼ 4% Choice Grocery 22 ¾ ₰. White label 22 ¼ ₰. Speck. Fest. Short clear middl. loko 24 ¼ ₰. Reis fest. Kaffee —. Baumwolle. Fester. Upland middl. loko 40 ₰. Taback. 20 Seronen Cuba.

Kurse des Effekten⸗Makler⸗Vereins. 5 % Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei⸗Aktien Gd., 5 % Nordd. Lloyd⸗Aktien 109 ¼ Gd., Bremer Wollkämmerei 272 ½ Gd.

Hamburg, 16. Juni. (W. T. B.) (Schlußkurse.) Hamb. Kommerzb. 136,90, Bras. Bk. f. D. 162,50, Lübeck⸗Büchen 165,25, A.⸗C. Guano⸗W. 77,00, Privatdiskont 2 ¾, Hamb. Packet 123,75. Nordd. Lloyd 110,25, Trust Dynam. 171,10, 3 % H. Staatsanl. 96,05, 3 ½ % do. Staatsr. 107,30, Vereinsb. 155,50, Hamburger Wechsler⸗ bank 131,50. Gold in Barren pr. Kilogr. 2788 B., 2784 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr. 81,40 Br., 80,90 Gd. Wechselnotierungen: London lang 3 Monate 20,30 Br., 20,27 Gd., 20,29 bez., London kurz 20,37 Br., 20,33 Gd., 20,35 ½ bez., London Sicht 20,38 Br., 20,34 Gd., 20,36 ½ bez., Amsterdam 3 Monate 167,65 Br., 167,35 Gd., 167,55 bez., Oest. u. Ungar. Bkpl. 3 Monat 168,85 Br., 168,45 Gd., 168 75 bez., Paris Sicht 81,15 Br., 80,95 Gd., 81,09 bez., St. Petersburg 3 Monat 214,20 Br., 213,70 Gd., 214,10 bez., New⸗York Sicht 4,19 Br., 4,16 Gd., 4,18 ¼ bez., do. 60 Tage Sicht 4,17 Br., 4,14 Gd., 4,16 bez.

Getreidemarkt. Weizen loko leblos, holsteinischer loko 158 164. Roggen loko leblos, mecklenburger loko 122 133, russischer loko ruhig, 78 80. Mais 83. Hafer ruhig. Gerste ruhig. Rüböl ruhtg, loko 55 Br. Spiritus (unverzollt) behauptet, pr. Juni⸗Juli 19 ½ Br., pr. Juli⸗August 19 ½ Br., pr. August⸗ September 19 ¾0 Br., pr. September⸗Oktober 20 Br. Kaffee ruhig, Umsatz 1500 Sack. Petroleum ruhig, Standard white loko 5,55 Br.

Kaffee. (Nachmittagsbericht.) Good average Santos pr. Juli 37, pr. Septbr. 37 ¼¾, pr. Dezember 38 ¾, pr. März 39. Zuckermarkt. (Schlußbericht.) Rüben⸗Rohzucker 1, Produkt Basis 88 % Rendement neue Usance, frei an Bord Hamburg pr. Juni 8,57 ½, pr. Juli 8,67 ½, pr. August 8,77 ½, pr. Oktober 8,75, pr. Dezember 8,80, pr. März 9,00. Alte Ernte ruhig, neue matt.

Wien, 16. Juni. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Oesterr. 4 % Papierrente 102,25, Oesterr. Silberrente 102,25, Oesterr. Goldrente 123,40, Oesterr. Kronenrente 100,90, Ungar. Goldrente 123,52, do. Kron.⸗A. 99,97 ½, Oesterr. 60r. Loose 146,00, Länderbank 244,00, Oesterr. Kredit 371,10, Unionbank 304,50, Ungar. Kreditb. 406,25, Wiener Bankverein 258,00, Wiener Nordbahn 276,00, Buschtiehrader 549,00, Elbethalbahn 266,50, Ferd. Nordb. 3555,00, Oesterr. Staatsbahn 356,25, Lemb. Czern. 287,50, Lombarden 88,50, Nordwestbahn 261,00, Pardubitzer 216,900, Alp.⸗Montan 103,25, Amsterdam 99,05, Deutsche Plätze 58,65, Londoner Wechsel 119,50,

ariser Wechsel 47,60, Navpoleons 9,53, Marknoten 58,67 ½, Russ. anknoten 1,27, Brüxer 258,00.

Getreidemarkt. Weizen pr. Mai⸗Juni 8,50 Gd., 8,55 Br., pr. Herbst 7,80 Gd., 7,81 Br. Roggen pr. Mai⸗Juni 6,68 Gd., 6,70 Br., do. pr. Herbst 6,24 Gd., 6,25 Br. Mais pr. Mai⸗ Juni 4,17 Gd., 4,18 Br. fer pr. Mai⸗Juni 5,82 Gd., 5,84 Br.,

rbst 5,59 Gd., 5,61 Br.

Der Verwaltungsrath der Internationalen Elektrizitätz. Gesellschaft beschloß, der Generalversammlung die Vertheilung einer Dividende von 8 %, gleich 16 Fl., sowie die Hinterlegung des Emissionsnutzens von 415 621 Fl. in die Spezialreserve vorzuschfagen⸗

Pest, 16. Juni. (W. T. B.) Produktenmarkt. Weizen loko ruhig, pr. Juni 8,35 Gd., 8,45 Br., pr. Herbst 7,66 Gd 7,68 Br. Roggen pr. Herbst 5,95 Gd., 5,96 Br. Hafer pr. Herbfi 26 Gd., 5,28 Br. ais pr. Juni 3,91 Gd., 3,93 Br., pr. Juli⸗August 3,94 Gd., 3,95 Br. Kohlraps pr. August⸗Sep 10,70 Gd., 10,80 Br.

London. 16. Juni. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Engl. 2 ¾ % Konsols 11215⁄16, Preuß. 4 % Konsols —, Ital. 5 % Rente 94 ¼ 4 % 89 er Russ. 2. S. 104 ¼, Konv. Türken 21 ⅛, 4 % Spanier 63 1 3 ½ % Egypter 102 ¼, 4 % unif. do. 107 ⅛, Trib.⸗Anl. 168‧ 6 % kons. Mex. 98 ¼, Neue 93er i; 95, Ottomanbank 12 ½ De Beers neue 29 ⅛, Rio Tinto 21 ¼, 3 ½ % Rupees 62 ¼, 6 % fund. Arg. A. 87 ½, 5 % Arg. Goldanl. 90 †¾, 4 ½ % äuß. do. 60, 3 Reichs⸗Anl. 96 ¾, Brasil. 89 er Anl. 65 ¼, Platzdiskont 1, Silber 27 /10, 5 % Chinesen 100 ½, Anatolier 88,50.

Aus der Bank flossen 50 000 Pfd. Sterl.

Getreidemarkt. (Schlußbericht.) Markt sehr ruhig, Stadtmehl 24 ½ 30 sh. Angekommene Weizenladungen sh. niedriger.

An der Küste 5 Werzenladungen angebaten.

96 % Javazucker 10 stetig, Rüben⸗Rohzucker loko 8 stetis. Chile⸗Kupfer 481116, pr. 3 Monat 491⁄18.

Liverpool, 16. Juni. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz 20 000 B., davon für Spekulation und Export 6000 B. Willig. Amerikaner stetig 1⁄12 höher, Egypter 11,6 höher. Middl. amerikan. Lieferungen: Ruhig. Juni⸗Juli 4 %4 Käuferpreis, Juli⸗ August 4 %4 4 ¾4 do., August⸗September 382/64—4 Verkäuferpreis, September⸗Oktober 358⁄⁄4 357/64 Käuferpreis, Oktober⸗November 3⁵0⁄14 35 ½24 do., November⸗Dezember 348⁄64 do., Dezember⸗Januar 347⁄84 do., Januar⸗Februar 347⁄614 do., Februar⸗März 3764— 346/84 do.,, März⸗April 348⁄64 34 %4 d. Verkäuferpreis.

Glasgow, 16. Juni. (W. T. B.) Roheisen. Migxed numbers warrants 45 fh. 8 d. Ruhiger. (Schluß.) Mixed numbers warrants 45 sb. 11 ½ d. Warrants Middlesborough III 41 sh. 6 d. Paris, 16. Juni. (W. T. B.) Von der Börse wird be⸗ richtet —: Nach festem Verlauf etwas schwächer auf die Vertheuerung des Reports für Italiener (14 Centimes nach 10 Centimes), Spanier beliebt auf günstige Berichte über die Lage der Dinge auf den Philippinen, Brasilianer schwach, Banken fest, Minen⸗Aktien ver⸗ nachlässigt. French South African 13, East Rand 92.

(Schluß⸗Kurse.) 3 % Französische Rente 103,45 ex., 5 % Ital. Rente 95,40, 3 % Portugiesische Rente 23,40, Portugiesische Taback⸗ Obl. 473,00, 4 % Russen 1889 —,—, 4 % Russen 1894 668,15, 3 ½ % Russ. A. —,—, 3 % Russen 1896 93,20, 4 % span. äußere Anl⸗ 63 ⅛, Oesterreichische Staatsbahn 768,00, Bangue de France 3840, B. de Paris 877,00, B. ottomane 574,00, Créd. Lyonn. 773,00, Debeers 742,00, Rio⸗Tinto⸗A. 689,00, Suezkanal⸗A. 3270, Privat⸗ diskont 1 ⅞, Wchs. Amst. k. 205,75, Wchs. a. dt. Pl. 1225,18, Bochs. a. Italien 4t, Wchs. London k. 25,09 ½, Cheg. a. London 25,11, do. Madrid k. 381,40, do. Wien k. 207,87, Huanchaca 60,00.

Getreidemarkt. (Schluß.) Weizen behauptet, pr. Juni 23,20, pr. Juli 23,60, pr. Juli⸗August 23,45, pr. September⸗Dezember 22,10. Roggen ruhig, pr. Juni 14,25, pr. September⸗Dezember 13,65, Brehl fest, pr. Juni 45,40, pr. Juli 46,05, pr. Juli⸗Au 46,40 pr. September⸗Dezember 46,45. Rüböl ruhig, pr. Juni 56 ½, pr. Juli 56 ½, pr. Juli⸗August 56 ½, pr. September⸗Dezember 57 ⅛, Spiritus fest, pr. Juni 39, pr. Juli 38 ¾, pr. Sept.⸗Dezember 35 ½, pr. Januar⸗April 35.

Rohzucker (Schluß) ruhig, 88 % loko 24 ¼ 25. Weißer Zucker behauptet, Nr. 3, 100 kg pr. Juni 25 ⅛, pr. Juli 25%⅛, pr. Oktober⸗Januar 27, pr. Januar⸗April 278.

St. Petersburg, 16. Jani. (W. T. B.) Wechsel auf London 93,85, do. Amsterdam —, do. Berlin 45,87 ½, Chequ. a. Berlin 46,22 ½, Wechsel a. Paris 37,30, 4 % Staatsrente von 1894 99, 4 % Gold⸗Anl. von 1894 6. Ser. 154, 3 ½ % Gold⸗Anl. von 1894 148, 4 % kons. Eisenb.⸗Obl. von 1880 —, 4 ½ % Bodentr.⸗Pfandbr. 157, St. Petersb. Diskontobank 670, do. intern. Bank I. Em. 580, Russ. Bank. für auswärt. Handel 414, Warsch. Kommerzbank 470, Ges. für elektr. Beleuchtung 645 Käufer.

Mailand, 16. Juni. (W. T. B.) Italienische 5 % Rente⸗ 99,37 ½, Mittelmeerbahn 533,00, Msridionaux 715,00, Wechsel auf Paris 104,55, Wechsel auf Berlin 128,90, Banca d'Italia 744.

Amsterdam, 16. Juni. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) 94 er Russen (6. Em.) 100 ⅜, 4 % Russen v. 1894 63 ½, 3 % holl. Anl. 99, 5 % Transv.⸗Obl. 1891er 100 ¾, 4 % konv. Transvaal —, Marknoten 59,27, Russ. Zollkupons 191 ⅞.

Getreidemarkrt. Weizen auf Termine etwas niedriger, do. pr. November 166. Roggen loko unverändert, do. auf Termine träge, do. pr. Juli 95, do. pr. Oktober 97. Rüböl loko 29, do. pr. Herbst 27.

Java⸗Kaffee good ordinary 46 ⁄¼. Bancazinn 36 .

Antwerpen, 16. Juni. (W. T. B.) Petroleum. (Schluß⸗ bericht). Raffiniertes Type weitz lsto 16 bez. und Br., pr. Juni 16 Br., pr. Juli 16 Br. Ruhig. Schmalz pr. Juni 46 ¼. Margarine ruhig.

New⸗York, 16. Juni. (W. T. B.) Die Börse eröffnete ruhig, im Verlauf des Nachmittags schwächte sich dieselbe ab. Schluß träge. Der Umsatz der Aktien betrug 232 000 Stück. 8

Weizen eröffnete stetig, zog dann im Preise an auf große Käufe

sowie auf Kabelberichte von England und auf Deckungen der Baissiers, später trat Abschwächung und ein Sinken der Preise auf bessere Ernte⸗ aussichten ein. Schluß schwach. Mais, einige Zeit nach Eröffnung iafolge Haussestimmung und auf Wetterberichte über Trockenheit im Preise strigend, gab später, entsprechend der Mattigkeit des Weizens, etwas nach. Schluß jedoch fest. (Schluß⸗Kurse.) Geld für Regierungsbonds, Prozentsatz 1, do. für andere Sicherheiten do. 1 ½, Wechsel auf London (60 Tage) 4,85 ⅛, Cable Transfers 4,87 ¼. Wechsel auf Paris (60 Tage) 5,16 ½. do. auf Berlin (60 Tage) 95 2⁄16, Atchison Topeka & Santa Aktien 12, Canad. Pacific Aktien 61, Zentral Pacific Aktien 9 ½, Chicago Milwaukee & St. Paul Aktien 78, Denver & Rio Grande Preferred 40 ⅛, Illinois⸗Zentral Aktien 96 ½., Lake Shore Shares 170 ¼, Louis⸗ ville & Nashville Aktien 49, New⸗York Lake Erie Shares —, New⸗York Zentralbahn 100 ½, Northern Pacific Preferred (neue Emifs.) 41 ⅞, Norfolk and Western Preferred (Interims⸗Anleihescheine) 29 ⅛½, and Reading First Preferred 45 ⅛, Union Pacific Aktien ½, 4 % Vereinigte Staaten Bonds pr. 1925 125 ½, Silber, Com⸗ mercial Bars 60. Tendenz für Geld: Leicht.

Waarenbericht. Baumwolle⸗Preis in New⸗York 8- do. do. in New⸗Orleans 7 ⅛, Petroleum Stand. white in New⸗P 6,15, do. do. in Philadelphia 6,10, do. Refined (in Caser) 6,60, do. 28. line Certificat. pr. Juli 87, Schmalz Western steam 3,85, do. Rohe & Brothers 4,10, Mais per Juni 29 ⅞, do. per Juli do. per Sept. 31 ⅛, Rother Winterweizen loko nom., Weizen per 75 , do. per Juli 74 ½, do. per Septbr. 70 ¼, do. per Dezbr. 71 ½, Getreidefracht nach Liverpool 1 ¾, Kaffee fair Rio Nr. 7 7 ¾, do. Rio Nr. 7 per Juli 7,15, do. do. per Septbr. 7,20, Mehl, Spring⸗ Wheat clears 3,20. Zucker 3, Zinn 13,85, Kupfer 11,10. Nachbörse⸗ Weizen ꝛ⁴ c. niedriger.

Shicago, 16. Juni. (W. T. B.) Weizen gab nach Er⸗ öffnung im Preise nach auf günstiges Wetter und auf günstige Ernte⸗ berichte, später zogen die Preise etwas an auf bessere Kabelmeldun und im Einklang mit Mais. Allgemeine Liquidation und Neal rungen führten eine abermalige Abschwächung herbei. Schluß sterig Mais, einige Zeit nach Eröffnung im Preise nachgebend au Frco⸗ Wetter und auf günstige Ernteberichte, zog später an a0

äufe für Rechnung des Inlandes. Schluß fest. 8

Weizen pr. Juni 69 ½, pr. Juli 68 ½, Mais pr. Juni Schmalz pr. Juni 3,57 ½, do. pr. Juli 3,62 ½¼. Speck short clem 4, Port ff. Juni 7,42 ½. acf

io de Janeiro, 16. Juni. (W. T. B.) Wechsel London 721/22. 4,80. Buenos Aires, 16. Juni. (W. T. B.) Goldagio 19

118959) Proklam.

1. Unters „Sachen. . 11“ 2. Aufgebote, Zustellungen u. 8 3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung.

4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. 8

5. Verloossung ꝛc. von erthpapieren.

5*

n

Oeffentlicher

ae

Anzeiger.

*

6. Kommandit⸗Gesellschaften ee u. Aktien⸗Gesellsch. 7. Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗

8. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten.

9. Bank⸗Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

ossenschafterx.

r1) Untersuchungs⸗Sachen.

[17773] Ladung. Der Kolporteur Karl Engelmann aus Berlin, 60 Jahre alt, gebürtig aus Maadeburg, dessen Auf⸗ mthalt unbekannt ist, und welchem zur Last gelegt wird, zu Klein⸗Glienicke am 24. September 1895, obne einen Gewerbeschein eingelöst zu haben, ein der Steuer vom Gewerbebetriebe im Umherziehen unter⸗ worfenes Gewerbe, den Handel mit Druckschriften betrieben zu haben Uebertrelung gegen § 18 des Preußischen Gesetzes vom 3. Juli 1876 wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts bierselbst auf den 17. September 1897, Vormittags 9 ¼ Uhr, vor das Königliche Schöffengericht zu Potsdam, Lindenstr. 54, Zimmer Nr. 1, zur Haupt⸗ verhandlung geladen. Auch bei unentschuldigtem Aus⸗ bleiben wird zur Hauptverhandlung geschritten werder Potsdam, den 31. Mai 1897. 8 ( s.) Balke, Gerichtsschreiber b des Königlichen Amtsgerichts. Abtheilung 5.

[19672²] Bekanntmachung.

Durch Urtheil der Strafkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Saargemünd vom 14. Mai 1897 wird das Verfahren gegen

1) Stefanus Wagner, Tagner, geb. in Weiß⸗ kirchen am 11. Februar 1874,

2) Nicolaus Paltz, geb. in Ormersweiler am 24. Oktober 1874,

wegen Verletzung der Wehrpflicht eingestellt und

leichzeitig die über deren im Deutschen Reiche be⸗

8g Vermögen durch Beschluß vom 2. Februar

1897 angeordnete Beschlagnahme aufgehoben. Saargemünd, den 14. Juni 1897.

Der Kaiserliche Erste Staatsanwalt.

6 2) Aufgebote, Zustellungen nunnd dergl. [19710)0) Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 170 Nr. 7316 auf den Namen des Maurermeisters Wilhelm Joerdens zu Berlin eingetragene, in der Usedom⸗ straße Nr. 9 belegene Grundstück am 9. August 1897, Vormittags 10 Uhr, vor dem unter⸗ zeichneten Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Erd⸗ eschoß, Flügel C., Zimmer 40, versteigert werden.

as Grundstück ist 14 a 38 qm groß und mit 26 100 Nutzungswerth zur Gebändesteuer ver⸗ anlagt. Das Weitere enthält der Aushang an der Gerichtstafel. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 16. August 1897, Vor⸗ mittags 11 Uhr, ebenda verkündet werden. Die Akten 87 K. 55. 97 liegen in der Gerichtsschreiberei, Zimmer 42, zur Einsicht aus.

Berlin, den 10. Juni 1897. 1

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 87.

[19545] 1 8 In der Zwangsvollstreckungssache der Herzoglichen Kreiskasse Braunschweig, Klägerin, wider den Tischlermeister August Jung in Braunschweig, Be⸗ klagten, wegen rückständiger Grundsteuern ꝛc., werden die Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen unter Angabe des Betrages an Kapital, Zinsen, Kosten und Nebenforderungen binnen zwei Wochen bei Vermeidung des Ausschlusses hier anzumelden. Zur Erklärung über den Vertheilungsplan, sowie zur Vertheilung der Kaufgelder wird Termin auf Donnerstag, den 5. August 1897, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgerichte an⸗ beraumt, wozu die Betheiligten und der Ersteher hiermit vorgeladen werden. Vechelde, den 9. Juni 1897. 1 Herzogliches Amtsgericht. 8

[18667] Aufgebot. Nr. I. 24 217. Auf ÄAntrag des Arztes Dr. G. H. Venn in Wiesbaden erläßt das Gr. Amts⸗ gericht III hierselbst das Aufgebot des 3 ½ % igen Pfandbriefs der Rheinischen yrothekenbank Mann⸗ heim Nr. 06 259 Serie 72 Litt. C. über 500 Der Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Freitag, 19. Juli 1901, Vormittags 10 Uhr, vor Gr. Amtsgericht III. hierselbst bestimmten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem Gericht anzumelden und die Urkunde vor⸗ zulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärungrerfolgen würde. Mannheim, 29. Mai 1897. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: (L. S.) Stalf.

8

Alle, welche auf eine von dem Arbeitsmann Hans Hinr. Müthel in Mölln unterm 20. Jan. 1820 für den Amtsvoigt Pacht daselbst ausgestellte, von diesem in einer Privaturkunde unterm 25. Dezbr. 1829 an den Bäckermeister G. L. A. Höltich in Mölln zedierte, von diesem angeblich auf seinen Sohn Wilhelm Fetncs und dann auf seine Enkel Theodor und Johannes Gebrüder Burmester vererbte Obligation über 200 Thlr. n = 700 Ansprüche erheben zu können ver⸗ meinen, werden aufgefordert, solche spätestens in dem auf den 24. Seplember d. Js., Vorm. 12 Uhr, angesetzten Aufgebotstermin anzumelden und gehörig zu begründen, widrigenfalls die Obligation den Ge⸗ brüdern Th. und Johs. Burmester zugesprochen und auf deren Namen umgeschrieben werden wird. Mölln i. L., den 9. Juni 1897. Königliches Amtsgericht.

[19549] Aufgebot. 8 Dem früheren Gerichtsvollzieher Behrendt in Pr.⸗ Stargard, welcher aus dem Hienste ausgeschieden ist, soll die von ihm für sein Dienstverhältniß als Ge⸗ richtsvolzieher bei dem unterzeichneten Amtsgerichte bestellte Amtskaution von 600 (in Werthpapieren) erausgegeben werden. Auf Antrag des Herrn Prä⸗ sidenten des Königlichen Ober⸗Landesgerichts in Narienwerder werden die unbekannten Interessenten

aufgefordert, etwaige Ansprüche aus dem Dienstver⸗

8—

hältnisse des fr. Gerichtsvollziehers Behrendt spätestens in dem auf den 23. September 1897, Vormittags 9 ¾ Uhr, vor dem unterzeichneten Ge⸗ richte, Zimmer Nr. 31, anberaumten Aufgebots⸗ termine anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren An⸗ sprüchen an die Amtskaution werden ausgeschlossen werden. Pr.⸗Stargard, den 12. Juni 1897. Königliches Amtsgericht. III.

[19704]

Aufgebot. Das Sparkassenbuch Nr. 262 der Kreissparkasse zu Lübbecke, ausgefertigt für den Post⸗ halter H Gerlach zu Lübbecke, über 204 89 ₰, ist angeblich verloren gegangen und soll auf Antrag der Erbin des Posthalters H. Gerlach, der Ehefrau Eutsbesitzer Julius Hüggelmeyer, Caroline Char⸗ lotte Marie, geborenen Gerlach, zu Hüggelhoff, zum

Zweck der neuen Ausfertigung amortisiert werden

Es wird daher der Inhaber des Buches aufgefordert,

spätestens im Aufgebotstermin am 4. März 1898, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Ge⸗ Fhrichte seine Rechte anzumelden und das Buch vor⸗

zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Lübbecke, den 14. Juni 1897.

Königliches Amtsgericht. 2Z3J3““

Der ledige großjährige Taglöhnerssohn und Dienst⸗ knecht Jakob Maier von Mößling, Amtsgerichts Mühldorf, hat das Aufgebot des von der Distrikts⸗ Sparkasse Mühldorf⸗Neumarkt a. Rott auf seinen Namen ausgestellten, auf eine Einlage von 400 lautenden Sparkassebuches Nr. 3695 Litt. M. Nr. 297, welches zu Verlust gegangen ist, beantragt. Der Inbaber dieses Svarkassebuches wird auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf Donnerstag, den 13. Januar 1898, Vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaal des Kgl. Amisgerichts Mühldorf be⸗ stimmten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden und das Svparkassebuch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Mühldorf, den 10. Juni 1897.

““ Königliches Amtsgericht. Deinlein, Kgl. Amtsrichter. [19546]

Der frühere Ziegeleibesitzer Wilhelm Keffel hie⸗ selbst hat beantragt, das Aufgebotsverfahren behufs Kraftloserklärung folgender vom unterzeichneten Ge⸗ richte ausgestellten Urkunden einzuleiten:

a. der Schuldurkunden vom 7. Juli 1842 und 27. Mai 1843, 8

b. der Zession vom 3. Mai 1851 mit der darunter ö Eintragungsbescheinigung vom 14. Mai

2 7

c. der Verhandlung und Eintragungsbescheinigung vom 12. März 1853,

laut welcher derzeit für die Geschwister Friedrich Hermann, Friedrich Wilhelm und Agnes Lisette Abeken hieselbst auf dem Plane Nr. 187 der Querumer Karte, „der Bohnenkamp“ 2500 Thlr. hypothekarisch eingetragen sind.

Der Antragsteller hat die Berichtigung dieses Kapitals nachgewiesen und den Verlust der Urkunden glaubhaft gemacht.

Auf seinen nach § 7. Nr. 5 des Gesetzes vom 1. April 1879 Nr. 12 zulässigen Antrag werden die etwaigen Inhaber der Urkunden aufgefordert, ihre Ansprüche spätestens in dem auf Donnerstag, den 24. Februar 1898, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Auguststraße Nr. 6, Zimmer Nr. 1, anberaumten Termine geltend zu machen und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls dieselben dem Eigenthümer des verpfändeten Grund⸗ stücks gegenüber für kraftlos erklärt werden sollen.

Braunschweig, den 11. Juni 1897.

Herzogliches Amtsgericht Riddagshausen. (gez.) Schottelius. Veröffentlicht: A. Freund, Gerichtsschreiber.

[19547]

Der Blumenhändler Hermann Greewe zu Berlin, Linkstraße 15, hat das Aufgebot der angeblich ge⸗ tilgten, auf dem Grundbuchblatt des ihm gehörigen Grundstücks, Band 2 Nr. 61 Alt⸗Ranft Abthei⸗ lung 1II Nr. 2, für die verehelichte Altsitzer Biesel, geb. Radecke, zu Alt⸗Ranft aus dem Hypothekenbuch von Alt⸗Ranft Vol. I Pag. 141 Bl. Nr. 15 (hier⸗ selbst ex decreto vom 20. Juni 1816 eingetragenen) übertragenen, zu 5 % verzinslichen Darlehnsforde⸗ rung von 100 Thaler, d. i. 300 ℳ, behufs deren Löschung beantragt. Die Rechtsnachfolger der Hypo⸗ thekengläubigerin werden aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf die Post spätestens in dem vom unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermin am 4. November 1897, Vormittags 10 Uhr, anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen auf die aufgebotene Post werden ausgeschlossen und die Post im Grundbuche wird gelöͤscht werden.

Freienwalde a. O., den 2. Juni 1897.

Königliches Amtsgericht.

[19548]

Die verehelichte Eigenthümer Carl Lehmann, Minna, geb. Staenicke, und deren genannter Ehe⸗ mann zu Alt⸗Ranft haben das Aufgebot der:

1) auf dem Grundbuchblatt des der ersteren ge⸗ hörigen Grundstücks Band 2 Blatt Nr. 35 Alt⸗ Ranft Abtheilung III Nr. 18 für den Kürschner⸗ meister Hermann Bugwitz zu Wriezen a. O. aus der Urkunde vom 25. Juni 1864, ex decreto vom 16. Juli 1864 eingetragenen, zu 5 % vom 24. Juni 1864 verzinslichen, für die unperehelichte Minna Luise Auguste Staenicke zu Alt⸗Ranft am 11. April 1876, mit den Zinsen vom 1. Oktober 1875 um⸗ geschriebenen Darlehnsforderung von 500 Thaler, d. i. 1500 ℳ, 8 8

2) ebendort Abtheilung III. Nr. 19 für denselben aus der Urkunde vom 6. Januar 1865, ex decreto vom 13. Januar 1865 eingetragenen, zu 5 % vom 1. Januar 1865 verzinslichen, für dieselbe am 11. April 1876, mit den Zinsen vom 1. Oktober 1875 ungeschriebenen arlehnsforderung von 200 Thaler, d. i. 600 ℳ, behufs deren Löschung be⸗ antragt. Der bezw. die Inhaber der ypotheken⸗ dokumente über die oben bezeichneten ypotheken⸗

posten werden aufgefordert, ihre Rechte spätestens in dem vom unterzeichneten Gericht anberaumten Auf⸗ gebotstermin am 4. November 1897, Vor⸗ mittags 10 Uhr, anzumelden und die Hvypotheken . dokumente vorzulegen. widrigenfalls die letzteren für kraftlos werden erktärt werden und die Posten im Grundbuch werden gelöscht werden Freienwalde a. O., den 2. Juni 1897 Königliches Amtsgericht

[19551] Aufgebot.

Zum Grund⸗ und Hypothekenbuche der kanonfreien Büdnerei Nr. IV zu Sanitz ist eingetragen: Fol. 2 am 8. Dezember 1868: 750 Thlr. Krt. mit Zinsen zu 4 % p. a. für den Büdner⸗Altentheiler Heinrich Stiegmann zu Sanitz. Auf zulässig befundenen Antrag des jetzigen Büdners Joachim Stiegmann werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde der Tilgung obigen Postens wider⸗ sprechen zu können glauben, hierdurch aufgeboten, ihre Ansprüche und Rechte spätestens in dem am 10. August 1897, Nachmittags 12 ¼ Uhr, vor uns anstehenden Aufgebotstermine anzumelden und zu bescheinigen, widrigenfalls auf Antrag das Ausschlußurtheil dahin erlassen werden wird, daß das aus der Eintraguag Fol. 2 entstandene Recht er⸗ loschen sei und die Tilgung des bezüglichen Eintrags im Frund. und Hypothekenbuche auf Antrag erfolgen werde.

Tessin, den 10. Juni 1897.

Großherzogliches Amtsgericht.

Veröffentlicht: (L. S) Feege, Gerichtsschreiber.

[19550] Oeffentliche Ladung.

Mathias Hasenstab, ohne bekannten Aufenthalts⸗ ort in Amerika, wird hiermit auf den 20. Sep⸗ tember 1897, Vormittags 10 Uhr, vor das unterzeichnete eee. Zimmer Nr. 12, geladen. Wenn der Hasenstab vor oder spätestens in dem Termin keinen Anspruch auf die Grundstücke der Gemarkung Dorf Flur III Nr. 761/115 und IV. 865/312 erhebt, sollen bei Anlegung des Grundbuchs als Eigenthümer der genannten Parzellen a. Josef Hasenstab, Ackerer in Bombogen, b. dessen Kinder von Anna Maria, geb. Berens, nämlich 1) Heinrich Hasenstab, Ackerer in Bombogen, 2) Anna Hasenstab, Ehefrau des Ackerers Kaspar Schoemann zu Neuer⸗ burg, ohne Einwilligung des Geladenen eingetragen werden.

Wittlich, den 12. Juni 1897.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung IV.

[19554] Bekanntmachung.

Auf Antrag des Müllermeisters Wilhelm Teickner zu Beesewege wird dessen Bruder, der am 31. März 1852 daselbst geborene Müller Johann Albert Teickner, welcher seit dem Jahre 1875 verschollen ist, aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin am 7. April 1898, Vormittags 11 Uhr, zu melden, widrigenfalls derselbe für to erklärt werden wird.

Bismark, den 2. Juni 1897.

Königliches Amtsgericht. [19702] Aufgebot. B 8

Der gerichtlich bestellte Kurator über das etwa 90 betragende Vermögen der Anna Elisabethe Merle, Tochter der Heinrich Merle II. Ehelente in Lich, hat das Aufgebot zum Zwecke der Todes⸗ erklärung beantragt, da Kurandin am 14. Mai 1827 geboren und seit 30 Jahren verschollen ist. Es ergeht die Aufforderung an alle Personen, die An⸗ sprüche und Rechte on das genannte Vermögen er⸗ heben wollen, dies spätstens im Aufgebotstermine Donnerstag, den 16. September, Vormittags 8 Uhr, zu thun, anderenfalls die Verschollene für todt erklärt und ihr Nachlaß den sich legitimierenden Erben eventuell dem Großh. Fiskus überwiesen wird.

Lich, am 12. Juni 1897.

Großh. Hess. Amtsgericht. (Unterschrift.) [56380] G

Auf Antrag des Nachlaß⸗Pflegers, Kaufmann Adolph Holzendorff hierselbst, werden die unbekannten Erben des am 16. Juli 1819 zu Danzig als außer⸗ ehelicher Sohn der Dienstbotin Constantia Belau geborenen und am 4. Juli 1896 zu Rastenburg ver⸗ storbenen Stabsarztes außer Diensten Carl Wilhelm Eeuard Belau aufgefordert, spätestens im Auf⸗ gebotstermine am 30. September 1897, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ihre Ansprüche und Rechte auf den etwa 93 000 betragenden Nachlaß bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls dieselben mit ihren Ansprüchen auf den Nachlaß werden ausgeschlossen und der Nachlaß dem sie meldenden und legitimierenden Erben, in Ermangelung desselben aber dem Fiskus wird verabfolgt werden, der sich später meldende Erbe aber alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers anzuerkennen schuldig, von demselben weder Rechnungslegung, noch Ersatz der Nutzungen zu fordern berechtigt ist, sich vielmehr mit der Herausgabe des noch Vorhandenen begnügen muß.

den 4. Dezember 18963.

Königliches Amtsgericht. [19760] Oeffentliche Bekanntmachung.

Der am 18. September 1860 in Offenbach a. M. verlebte Kaiserlich Russische Staatsrath und Ritter Melchior von Merz hat in seinem Testamente vom 16. September 1859 u. a. Folgendes verfügt:

„Zum Universalerben meines sämmtlichen.. Ver⸗ mögens bestimme ich hiermit meinen Enkel. Karl Melchior Hauch, einzig lebenden Sohn meiner an Dr. juris Gustav Hauch verehelicht gewesenen seligen Tochter Louise, jedoch unter der Bedingung, daß ... ihm, meinem Universalerben, bei erlangter Volljährigkeit mein Nachlaß nach Abzug der fefst⸗ gesetzten Legate zwar ausgeliefert werden, er aber nur den Nutzen davon haben soll, den Nachlaß selbst jedoch nicht für sich, sondern für seine ehelichen Erben verwenden kann. Sollte . .. mein genannter Enkel oder Universalerbe nach mir ohne Zurücklassung eigener legitimer Nachkommen mit Tod abgehen, oder wenn dieser mein Universalerbe eheliche Nach⸗ kommen hinterlassen, diese aber ebenfalls ohne Leibes⸗ erben sterben sollten, so ernenne ich für solchen Fall, weil mein hinterlassenes Vermögen als ein Universal⸗

Fideikommiß betrachtet werden soll, zu Erben meines ganzen Vermögens mit allen Rechten und Verbind⸗ lichkeiten (wie sie unten weiter bestimmt werden), meine folgenden vier Geschwister oder deren legitimen Nachkommen:

a. die Kinder oder ehelichen Nachkommen meiner seligen Schwester Sabine, verehelicht gewesene Schuck, in Erfurt,

b. die Kinder oder deren eheliche Nachkommen meines seligen Bruders Heinrich in Offenbach,

c. die Kinder oder deren eheliche Nachkommen meiner seligen Schwester Marie⸗Anna Roͤmer in Hammelburg, 1

d. die Kinder oder deren eheliche Nachkommen meines seligen Bruders Anton in Hammelburg.

Auf das am 13. März 1887 auf Schloß Hauns⸗ heim in Bayern erfolgte Ableben des Ritterguts⸗ besitzers Karl Melchior Freiherrn von Hauch wurde obengenanntes Universal⸗Fideikommißvermögen für dessen drei damals minderj. Kinder Irma, Bettina und Bruno von Hauch in pflegschaftliche Verwaltung genommen; dasselbe soll jetzt nach Beendigung der eingeleiteten Recherchen nach den Fideikommiß⸗Nach⸗ erben auf Grund Beschlusses des K. Landgerichts Neuburg a D. vom 11. Januar 1895 als Be⸗ schwerdegericht zu je einem Dritttheil an die beiden nunmehr großjährigen Kinder Irma Freifrau von Gaisberg⸗Helfenberg, Gemahlin des K. Württ. Kammerherrn und Oberförsters Hermann Freiherrn von Gaisberg⸗Helfenberg in Schwann, Württemberg, und Bettina Freifrau von Crailsheim, Gemahlin des K. Bayer. Kammerjunkers und Bezirksamts⸗ Assessors Alexander Freiherrn von Crailsheim in

ertingen, Bayern, zu eigener Verwaltung hinaus⸗ gegeben, vor der Hinausgabe jedoch sollen die Fidei⸗ kommiß⸗Nacherben hiervon verständigt werden. Nach⸗ dem den gerichtsbekannten Fideikommiß⸗Nacherben entsprechende gesondert zugestellt wurde, wird den allenfallsigen gerichtsunbekannten Fideikommiß⸗Nacherben zur allenfallsigen Wahrung ihrer Rechte hiermit eröffnet, daß die Hinausgabe je eines Dritttheils des bezeichneten v. Merz'schen Fideikommißvermögens an die obengenannten beiden von Hauch'schen Töchter nach Ablauf eines Monats von der öffentlichen Bekanntmachung an bethätigt werden wird. 8

Lauingen, 4. Juni 1897.

Königliches Amtsgericht. (L. S.) Feistle. 8

[19544] Bekanntmachung. Der Büdnersohn Hermann Zimmermann aus e Kreis Teltow, zur Zeit unbekannten Aufent⸗ alts, ist in dem am 26. April 1897 publizierten Testamente seines Vaters, des Büdners Wilhelm Zimmermann aus Freidorf, zum Miterben des letzteren, jedoch unter Beschränkung auf den Pflicht⸗

theil berufen. Wendisch⸗Buchholz, den 2. Juni 1890. Königliches Amtsgericht.

[19553]

Der am 21. April 1832 in Timmel, Kreis Aurich, geborene Matrose Willm Heyen Eggen und der am 28. August 1836 in Großefehn, Kreis Aurich, geborene Ober⸗Steuermann Jan Remmers Aden sind durch Urtheil vom 8. d. M. für todt erklärt.

Aurich, den 10. Juni 1897.

Königliches Amtsgericht. III.

[19705] Bekanntmachung. Durch Ausschlußurtheil des Königlichen Amts⸗ gerichts Bocholt vom 25. Mai 1897 ist die im Jahre 1855 nach Amerika ausgewanderte Ehefrau Arnold Hermens, Henrica Adelheid, geb. Valk, für

todt erklärt.

Bocholt, den 12. Juni 1897.

Königliches Amtsgericht.

[19706] Bekanntmachung.

Durch Ausschlußurtbeil des biesigen Königlichen Amtsgerichts vom 25. Mai 1897 ist der seit dem Jahre 1866 verschollene Wilhelm Malinkowitz, Sohn der zu Bocholt verstorbenen Eheleute Grenz⸗ aufseher Johann Friedrich Malinkowitz und Antoinette, geb. Camien, für todt erklärt.

Bocholt, den 12. Juni 1897.

Königliches Amtsgerich [19543]

Durch Beschluß des Kgl. Landgerichts Landau i. Pf. vom 22. Mai 1897 wurde Friedrich Jakob Umpfel⸗ bach, geb. 1843, Gerber von Bergzabern, für ab⸗ wesend erklärt, der Zeitpunkt dessen Verschwindens auf das Jahr 1880 festgesetzt, und August Umpfel⸗ bach, Magazinverwalter zu Grube Frankenholz, unter ausdrücklicher Wahrung der Rechte Dritter auf Mit⸗ besitz, in den provisorischen Besitz des Vermögens des Abwesenden eingewiesen unter der Auflage vorheriger Inventarserrichtung und Sicherheitsleistung.

Landau i. Pf., den 15. Juni 1897.

Der Kgl. I. Staatsanwalt: Reither.

[19562] m Namen des Königs! Verkündet am 12. Juni 1897. Referendar Raabe, als Gerichtsschreiber.

Auf den Antrag

8 1) des Dr. med. Waldemar Busch in Hildburg⸗ ausen,

2) der Ehefrau Anna Ehlefeldt, geb. Hasse, in Altona,

als erbberechtigter nächster Verwandten des für todt Erklärten, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Reinbek durch den Gerichts⸗Assessor Florschütz für Recht:

Der am 14. Januar 1827 als Sohn des Amts⸗ schreibers und Justiz⸗Raths Ludwig Christian Peter Hasse zu Reinbek geborene Emil Ernst Ferdinand Hasse wird für todt erklärt. Als Todestag desselben gilt der 14. Januar 1897. J“

Reinbek, den 12. Juni 1897. 8

8 Königliches Amtsgerich [19700] Bekanntmachung. 8

In dem Abwesenheitsverfahren gegen 1) Danie

Tries, 2) Anna Maria Tries, 3) Elisabetha

Tries und 4) Katharina Tries, alle früher in Horbach wohnhaft und Kinder der allda verlebten 8 ö“