8
12 8⸗
8 Pfeffers —,
(cochenille, indigo), silberne Galanterie⸗Waaren, Tressen, ge⸗
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mch sn — 8
8
18
wird am 7. d. M., mit Zug 171 beginnend, wieder aufgenommen und
abgeg.
v.
kommend, 6. Sept. Mrgs. in Antwerpen angek. „D Baltimore kommend, 6. Sept. Mtgs. Dover passiert.
Pork fortgesetzt.
.* 1*u6¹ß
8
3] 12
Ausfuhr⸗Bureaus, oder dur ges oder ““
angekommen. D. „Norham Castle“
Puppenfee“ unter Mitwirkung der Damen Dell'Era und Urbanska.
1 Handel und Gewerbe.
Das vor kurzem im „Journal officiel Tunisien“ ver⸗ öffentlichte Dekret vom 21. August d. J., durch welches fuüͤr alle Waaren aus Ländern, die einen Handels⸗ vertrag mit Tunis haben bei der Einfuhr die Vorlage von Ursprungszeugnissen angeordnet wurde, ist neuerdings durch eine an die tunesischen Zollbehörden er⸗ gangene Instruktion dahin modifiziert worden, daß vorläufig ie Vorlage von Ursprungszeugnissen nur von fol⸗ genden Waaren verlangt wird:
Rohe Seide, Getreide, Reis, Pistazien, getrocknete Trauben, Saatkorn, Oel, Leinsamen, Kaffee, Pfeffer — einschließlich Zimmet, Gewürznelken, Thee,
enzoe, Holzkohlen, Farb⸗ und Gerbstoffe, Oel⸗ und Oliventrester, Landwein, Natrum, präparierte Farben
flochtene Körbe und Matten.
Für Waaren, die aus dem Ausland kommen, ist der Nachweis des Ursprungs zu führen entweder durch eine amtliche Erklärung vor einer Behörde des Aufgabeortes, oder ein Zeugniß des Zoll⸗Vorstandes des betreffenden ein Zeugniß des am Aufgabeort im Ausfuhrhafen wohnenden französischen Konsuls Konsular⸗Agenten. Zeugnisse von Ortsbehörden müssen von dem zuständigen französischen Konsul beglaubigt sein; etwaige Ausnahmen werden später bekannt gegeben werden. Zeugnisse ausländischer Zollbehörden sollen vorläufig keiner konsularischen Beglaubigung bedürfen, sofern ihre Echtheit feststeht.
Verkehrs⸗Anstalten.
September. (W. T. B.) Der Gesammtverkehr
Breslau, 6. Strecke Hermsdorf Bad — Neukirch a. K.
auf der gesperrten
somit der planmäßige Verkehr auf der Strecke Liegnitz -Goldberg — Merzdorf wieder durchgeführt.
Bremen, 7. Septembcr. (W. T. B.) Norddeutscher Llopd.
D. „Bayern“, v. Ostasien kommend, 5. Sept. Nm. in Aden „Kaiser Wilhelm II.“ 4. Sept. Mtgs. v. New⸗York n.
Genua abgeg. „Aller“ 4. Sept. Mtgs. v. New⸗York n. d. Weser „Oldenburg“, n. Baltimore best., 4. Sept. Nm. Lizard „Weimar“, v. Australien kommend, 5. Sept. Vm. in „Spree“ 5. Sept. Abds. Reise v. Cherbourg „Schönburg“, v. Brasilien kommend, 6. Sept. Mrgs. Vlissingen passiert. „Friedrich der Große“, New⸗York kommend, 6. Sept. Nm. a. d. Weser angek. „Preußen“, n. Ostasien best., 6. Sept. Vm. in Aden angek. „Halle“, n. d. La Plata best., und „Stuttgart“, v. Australien „Dresden“, v. Meyer“ n. Rew⸗PYork best., 6. Sept. Vm. St. Catherines Point passiert. „Werra“ 6. Sept. Mtgs. Reise v. Gibraltar n. New⸗
passiert. Colombo angek. „ n. New⸗Vork fortges.
London, 6. September. (W. T. B.) Castle⸗Linie. Dampfer „Lismore Castle“ ist am Freitag auf der Ausreise in Mauritius ist am Sonnabend auf der Ausreise von Southampton abgegangen. D. „Arundel Castle“ at am Sonnabend auf der Heimreise die Canarischen Inseln
passiert.
Theater und Mufik.
Im Neuen Königlichen Opern⸗Theater geht morgen Humperdinck's Märchenspiel „Hänsel und Gretel“ unter Kapellmeister Weingartner's Leitung in Scene. Den Peter singt Herr Betz, den Hänsel Fräulein Rothauser, das Gretel Fräulein Dietrich, die Knusperhexe Fräulein Reinl. Hierauf folgt das Ballet „Die
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen das Lust⸗ spiel „Goldsische“ von Schönthan und Kadelburg gegeben. Die Damen von Mayburg, Poppe, Abich, die Herren Keßler, Vollmer, Hertzer, Kraußneck, Molenar und Oberländer sind darin beschäftigt.
In der Aufführung des Ibsen'schen Schauspiels „Nora“, mit welcher Frau Sorma am Donnerstag in das Deutsche Theater wieder ein⸗ tritt, spielt Fräulein Trenner zum ersten Mal di Fran Linden, en Gregori den Günther; den Helmer giebt Herr Nissen, den Dr. Ran Herr Rittner. Am Freitag tritt Frau Sorma zum ersten Mal als Rautendelein in der „Versunkenen Glocke“ wieder auf; die gleiche Rolle spielt sie am Sonntag Abend. — Für Sonn⸗ abend, den 18. September, zeigt das Theater seine erste Novität an: Max Halbe's Drama „Mutter Erde“ soll an diesem Abend in Scene gehben. — Die Direktion hat jetzt die Einrichtung getroffen, daß der Billetverkauf stets für die ganze laufende Woche im voraus statt⸗ findet; bei einer etwaigen Abänderung des Spielplans können die Plätze zurückgegeben werden.
Für das Berliner Theater ist Eduard le Seur vom Hof⸗ theater zu Coburg⸗Gotha nach erfolgreichem Gastspiel engagiert worden und wird vom Herbst 1898 ab in den Verband dieser Bühne eintreten. — In Schiller’'s „Jungfrau von Orleans“, die am Freitag als erste Abonnements⸗Vorstellung der neuen Spielzeit in Scene geht, debutiert Colla Jessen in der Rolle des Dunois.
Im Schiller⸗Theater beginnen am nächsten Sonntag die Nachmittags⸗Vorstellungen. In der ersten dieser Vorstellungen kommt Grillparzer’s Lustspiel „Weh’ dem, der lügt“ zur Darstellung.
Im Goethe⸗Theater, welches am Sonnabend mit einer Auf⸗ führung des ersten Theils von Goethe's „Faust“ eröffnet wird, folgt am Sonntag als erste Novität „Im Dienst der Pflicht“, Schauspiel von Ernst Wichert, während Grillparzer's Trauerspiel „Des Meeres und der Liebe Wellen“ am gleichen Tage die Reihe der Nachmittags⸗ Vorstellungen eröffnet. Während „Faust“ in der Besetzung des Berliner Theaters (Faust: Otto Sommerstorff, Gretchen: Teresina Geßner, Mephisto: Ludwig Stahl) in Scene geht, wird in den beiden andern genannten Stücken das Personal des Goethe⸗Theaters seine künstlerische Thätigkeit beginnen. — Die Zwischenaktsmusik soll, wie die Direktion mittheilt, beibehalten werden. Das Orchester, welches bei besonderen Veranlassungen, z. B. bei der Aufführung des „Sommer⸗ nachtstraums“, verstärkt wird, steht unter der Leitung des Kapell⸗ meisters Steffens.
In dem dreiaktigen Schwank „Die Einberufung“, womit am Donnerstag das Residenz⸗Theater eröffnet wird, sind die Herren Pagay, Brandt, Böttcher, Wander, Rickelt, die Damen Schüle, Thaller, Meinert, Kannée und einige für Berlin neu gewonnene Dar⸗ steller beschäftigt.
Der Erstaufführung des vieraktigen „Sittenbildes“ von Maurice Donnay „La Douloureuse“, mit welchem, wie schon mitgetheilt, die Winterspielzeit des Neuen Theaters am Dienstag, den 14. d. M., eröffnet wird, geht ein Begrüßungs⸗Prolog voraus, den Benno Jacobson verfaßt hat und welchen Herr Richard Alexander vor⸗ tragen wird.
Die vier Daten des X. Cyelus der dieswinterlichen Joachim⸗ Quartett⸗Abende sind der 16. und 31. Oktober, 23. November und 8. Dezember.
Die Herzoglich sachsen⸗meiningensche Hofkapelle, unter Leitung des General⸗Musikdirektors Fritz Steinbach, unter⸗ nimmt in diesem Winter eine größere Kunstreise, welche sie auch nach Berlin führen wird. Im November wird die Kapelle hier vier Konzerte geben. v11“ .“
Mannigfaltiges. 1
Leipzig, 4. September. Vom Bundesvorstande des „Deut⸗ schen Samariter⸗Bundes“ ist nunmehr auch die geschäftliche Tagesordnung für den vom 24. bis 26. September hierselbst statt⸗ findenden II. deutschen Samaritertag festgestellt worden. Danach findet am 24. September, Abends 7 Uhr, eine gemeinschaftliche Sitzung des Haupt⸗ und Ortsausschusses statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1) Berichterstattung des Bundesvorstands über seine bisherige Thätigkeit, 2) Rechnungslegung des Bundes⸗ Schatzmeisters; 3) Entlastung des Bundes⸗Vorstandes; 4) Wahl zweier Rechnungsprüfer für das laufende Jahr; 5) Prüfung der Stimm⸗
berechtigung der angemeldeten Theilnehmer; 6) Vorschläge für Wahlen des Hauptausschusses und des Bundes⸗Vorstandes; Anträge — Die „allgemeine Sitzung“ im Saale des städtischen Kaufhauses schließt sich an den am 25. September, Vormittags 11 Uhr, statt,⸗ findenden feierlichen Eröffnungsakt mit folgender Tagesordnung an. 1) „Aufgaben und Verfassung des Samariter⸗Bundes“, Vortrag von Dr. Aßmus⸗Leipzig; 2) „Die Grenzen des Unterrichts der ersten Hilfe“, Berichterstatter: Stabsarzt Dr. Neumann⸗Brom⸗ berg; 3) „Der Sanitätssicherheitsdienst bei Ansammlung großer Menschenmassen, mit besonderer Berücksichtigung der heutigen Verkehrs⸗ verhältnisse“, Berichterstatter: Polizeiarzt Dr. Goeze⸗Hamburg. 4) Transportgeräthe, Heil⸗ und Verbandmittel⸗Kasten für d Unterkunftshütten in den Ostalpen“, Berichterstatter Dr. Kco mann⸗Leipzig. — Nachmittags 3 Uhr findet in demselben Saale eine „Geschäftssitzung“ statt, für welche folgende Tages. ordnung aufgestellt wurde: 1) Bericht des Bundesvorstandez über die Thätigkeit des Bundes, Berichterstatter: Bundes⸗Schrift⸗ führer Dr. George Meyer⸗Berlin; 2) Wahl des Hauptausschusses und des Bundesvorstandes; 3) Anträge, welche nach § 23 der Bundessatzungen angemeldet sind: a. Antrag des Landes⸗ Samariter⸗Verbandes für das Königreich Sachsen: „Der Samaritertag wolle beschließen, daß die Landes⸗Samariter⸗Ver⸗ bände als jährlichen Beitrag für das erste Tausend Angehörige den Satz für unmittelbar angeschlossene Körperschaften (bis za 1000 Mitgliedern) und für jedes weitere Tausend und darunter e eine Mark entrichten. Vorstehende Bestimmung tritt bereits für das laufende Geschäftsjahr 1897 in Kraft.“ Berichterstatter: Schrift⸗ führer des Verbandsvorstandes, Baumeister Höffner⸗Dresden. b. Antrag des Landes⸗Samariterverbandes für das Königreich Sachsen: „Der Samaritertag wolle beschließen, die in den Satzungen des Landes⸗Samariterverbandes für das Königreich Sachsen festgelegte Staffel der Mitgliedsbeiträge vom Jahre 1898 an auch für den Bund einzuführen.“ Berichterstatter: Mitglied des Landesausschusses, Stadtrath Keil⸗Leipzig. c. Antrag des Samaritervereins Chemnitz: „Der Samaritertag wolle beschließen, den Bundesvorstand zu be⸗ auftragen, die Rechte der juristischen Person für den Bund zu erwerben und demselben Vollmacht dahin zu ertheilen, diejenigen Abänderungen an den Satzungen vorzunehmen, welche von der Behörde zu diesem Zwecke verlangt werden.“ Berichterstatter des Vereins: Königlicher Maschinen⸗ Inspektor Trautmann⸗Chemnitz. 4) Bestimmung über Abhaltung des nächsten Samariter⸗ tages. Die Sitzungen finden statt unter Leitung des Bundes⸗Vorsitzenden Dr. med. Aßmus⸗Leipzig. — In der sitzungs⸗ freien Zeit werden von den Theilnehmern des Samaritertages die Räume der Leipziger Samariterwachen besichtigt werden und sollen Vorstellungen der im Samariterdienst ausgebildeten Polizei⸗ und Feuerwehrmannschaften stattfinden. Konzert, Festmahl und Ausstellungs⸗ besuch sind als Erholungsmomente in das Programm eingeschaltet, das dank der Bewilligung eines größeren Zuschusses feitens der städtischen nach jeder Richtung hin sorgfältig ausgestattet werden onnte.
G 2†
Florenz, 6. September. Heute früh gegen 4 ½ Uhr wurde hier ein starker, 2 ⅛. Sekunden währender, wellenförmiger Erdstoß ver⸗ spürt, welcher in der Richtung von Südwesten nach Nordosten verlief.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene . Depeschen.
Homburg v. d. H., 7. September. (W. T. B.) Ihre Majestäten der Kaiser und der König von Italien kehrten um 1 Uhr 50 Minuten mittels Sonderzuges hierher zurück und fuhren zu Wagen nach dem Schlosse. Ihre Majestäten die Kaiserin und die Königin von Italien waren schon um 1 Uhr 35 Minuten zurückgekehrt. — Ihre Majestät die Kaiserin empfing gestern Mittag um 12 Uhr den Vorstand des Vaterländischen “ und nahm Mittheilungen über die hiesigen
ohlthätigkeitsanstalten entgegen.
1“
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Wetterbericht vom 7. September, 8 Uhr Morgens.
Opern⸗Theater.
Aönigliche Schanspiele. Mittwoch: Neues
Theater. ohne Vorkaufsgebühr zu haben.
96. Vorstellung. Hänsel und
Billets zu diesen 4 Vorstellungen sind von morgen ab an der Tageskasse von Vormittags 10—1 ½ Uhr
mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag und die folgenden Tage: Berliner
I
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
Erste Beilage
zeiger und Königli
Berlin, Dienstag den 7. September
c Preußische
—
Anzeig
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Qualität
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Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
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Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher
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Femperafur in °Celsius =40R.
Bar. auf 0Gr u. d. Meeressp. red. in Millim 5 C.:
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NNO I bedeckt RW 3 halb bed. WNW 9 Regen 748 NNW ARegen 743 W 4 wolkenlos 738 O 4 wolkig 735 SO 1 bedeckt 752 SSW 2 bedeckt
NNW 2 halb bed. NW 2 balb bed. N 3 halb bed. NW 7 wolkig
WNW 3 wolkenlos WSW 4 halb bed. SW 3 Regen
NW 5 bald bed.
WNW 1 Nebel W 1 halb bed. SW 3 wolkig SW 2 heiter SW 5 wolkig NW 4 wolkig W 4 heiter
WSW beiter N
765 762 745
Christiansund Kopenhagen. Stockholm.
8 F 8. t. Petersbg.
— — — 9SO0ooS5SOCESOSS
8
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765 763 760 753 754 750 748 744 762 757 760 759 761
11 10 10 11 13 11
18 18 22
5 Regen still wolkig still wolkig Uebersicht der Witterung.
Das gestern über Südschweden liegende Mini⸗ mum ist nach St. Petersburg fortgeschritten und ein
neues Minimum von Nordwesten her nach dem Bottnischen Busen vorgedrungen, während der Luft⸗
druck über den Britischen Inseln stark gestiegen ist
und über dem Westen Irlands bereits 765 übersteigt. In Deutschland ist das Wetter kühl und veränder⸗ ich bei westlichen bis nordwestlichen, an der Küste böigen Winden, überall ist Regen gefallen, im Süden
aund an der östlichen Ostsee in erheblicher Menge,
vielfach mehr als 30, Friedrichshafen 40 mm. An der Nordsee fanden Gewitter statt. ““ Deutsche S
Gretel. Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humperdinck. Text von Adelheid Wette. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Tetzlaff. Dekorative Einrichtung vom Ober⸗Inspektor Brandt. Dirigent: Kapellmeister Weingartner. — Die Puppenfee. Pantomimisches Ballet⸗Divertissement von Haßreiter und Gaul. Musik von Joseph Bayer. In Scene gesetzt vom Balletmeister Emil Graeb. Dirigent: Musikdirektor Steinmann. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 188. Vorstellung. Goldsische. Lustspiel in 4 Aufzügen von Franz von Schönthan und Gustav Kadelburg. In Scene gesetzt von Herrn Oscar Keßler. Anfang 7 ½ Uhr. 1
Donnerstag: Neues Opern⸗Theater. 97. Vorstellung. Bajazzi. (Pagliacci.) Oper in 2 Akten und einem Prolog. Musik und Dichtung von R. Leoncavallo, deutsch von Ludwig⸗Hartmann. (Nedda: Frau Bellincioni, als Gast.) Cavalleria rusticana. (Bauern⸗Ehre.) Oper in 1 Auf⸗ zug von Pietro Mascagni. Text nach dem gleich⸗ namigen Volksstück von G. Verga. (Santuzza: Frau Bellincioni, als Gast.) Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 189. Vorstellung. Rosenkranz und Güldenstern. Lustspiel in 4 Akten von Michael Klapp. Anfang 7 ½ Uhr.
Deutsches Theater. Mittwoch: Die Weber. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: Nora. 8
Freitag: Die versunkene Glocke.
Berliner Theater. Mittwoch: Die Ma⸗ schinenbauer. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: Renaissance.
Freitag (1. Abonnements⸗Vorstellung): Jungfrau von Orleans.
Die
Goethe⸗Theater. (Direktion: Intendant A. Prasch.) Bhf. Zoologischer Garten. Kantstr. 12. Sonnabend, den 11. September: Eröffnungs⸗Vor⸗ stellung. Faust. Anfang 7 Uhr. (Faust: Otto Sommerstorff. Gretchen: Teresina Geßner. Mephisto: Ludwig Stahl.)
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: 2 halben Preisen: Des Meeres und der Liebe Wellen. — Abends 7 ½ Uhr: Zum ersten Male: Im Dienst der Pflicht. Schauspiel in 4 Akten von Ernst Wichert.
Montag: Im Dienst der Pflicht.
Lessing-Theater. Mittwoch: Die Ehre. (Ad. Klein.) Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: Abu Seid. Hierauf: Das zweite Gesicht. (Ad. Klein.) Freitag: Zum ersten Male: Unjamwewe. Komödie in 4 Aufzügen von Ernst von Wolzogen.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4 a./ 5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Mittwoch: Der Stellvertreter. Lustspiel in 3 Akten von W. Busnach und G. Duval. Deutsch von Max Schönau. Regie: Herrmann Werner. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: Der Stellvertreter.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr. Zu halben Preisen: Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 4 Akten von Georges Ohnet.
Voranzeige: Dienstag, den 14. September: Zum ersten Male: Die Abrechnung. (La Douloureuse.) Sittenbild in 4 Akten von Maurice Donnay.
Theater Unter den Linden. Mittwoch: Boccaccio. Komische Operette in 3 Akten von F. Zell und Rich. Genée. Musik von Franz von Suppé. Dirigent: Herr Kapellmeister Korolanyi. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: Boccaccio.
Mittwoch, den 15. September: Offenbach⸗Cyelus. Urlaub und Zapfenstreich. — Fritzchen und Lieschen. — Tulipaten.
Schiller⸗Theater. (Wallner⸗Theater.) Mittwoch: Bürgerlich und Romantisch. Anfang 8 Uhr.
Donnerstag: Weh’ dem, der lügt. Anfang 8 Uhr.
Freitag: Zum ersten Male: Die Kreuzel⸗ schreiber. Anfang 8 Uhr.
Thalia-Theater. (Vormals: Adolph Ernst⸗ Theater.) Mittwoch: Gastspiel des Luftballets Grigolatis vom Drury⸗Lane⸗Theater in London. Vorher: Toubisson’'s Hochzeit. Schwank in 3 Akten von Georg Lehfels. Anfang 7 ½ Uhr. Hesperstg und folgende Tage: Dieselbe Vor⸗ ellung.
Central-Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Rich. Schultz. Mittwoch: Emil Thomas, als Gast. Berliner Fahrten. Burleske Ausstattungsposse
Fahrten.
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Etta Freiin von Oppenheim mit Hrn. Regierungs⸗Assessor und Sec.⸗Lieut. d. R. Adolf Frhrn. von Hammerstein⸗Loxten (Köln— Barby). — Frl. Gertrud von Parpart mit Hrn. Stabs⸗ arzt d. R. Dr. Kriele (Stettin—Heringen a. Helme).
Frl. Erna Dorn mit Hrn. Stabsarzt Dr. Dannehl (Jauer— Königsberg i. Pr.). — Frl. Gertrud Frey mit Hrn. Regierungs⸗Baumeister Oecar Roudolf (Steinau a. O. — Malstatt).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Prem.⸗Lieut. Rohde⸗ wald (Düsseldorf). — Hrn. Polizei⸗Rath von Loebell (Berlin). — Hrn. Sec.⸗Lieut. Leo von Pogrell (Oels). — Hrn. Prediger Kulemann Berlin). — Eine Tochter: Hrn. Sec.⸗Lieut.
rhrn. von Ende (Potsdam). — Hrn. Ritterguts⸗ besitzer und Sec.⸗Lieut. d. R. Karl von Stünzner⸗ Karbe (Sieversdorf). — Hrn. Sec.⸗Lieut. Frhrn. von Bernewitz (Braunschweig). — Hrn. Landrichter Dr. Emmo Grafen Matuschka (Breslau). — Hrn. Landrichter Dr. von Liebermann (Landsberg a. W.).
Gestorben: Hr. Oberlehrer, Professor Dr. Adolf Schimberg (Berlin). — Hr. Landgerichts⸗Rath Dr. Hugo Starkowski (Fischbach). — Marie Edle von Pröpper (Schloß Hülchrath). — Verw. Fr. Geheime Kommerzien⸗Rath Rosalie Fretzdorff, geb. Hunaeus (Lauterberg a. H.). — Hr. Land⸗ gerichts⸗Präsident a. D. Friedrich Karl von Seydewitz (Potsdam).
Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutkschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Fünf Beilagen eeinschließlich Börsen⸗Beilage),
die Besondere Beilage Nr. 2,
sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffent⸗ lichen — (Kommanditgesellschaften auf Aktien und engesellschaften) für die Woche
vom 30. August bis 4. September 1897.
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14,00 14,00 13,60 20,00
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15,00 12,90 12,80 13,00 14,00
Bemerkungen.
betreffende Preis nicht vorgekommen ist;
er und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Preise hat die Bedeutung, daß der
15,89 15,56
15,89 18,20 17,25 19,35
15,50 19,20 22,12
12,68 12,50
10,55 13,60 13,50 13,20 16,40
Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender
1b Die Inbhab
Statistik und Volkswirthschaft.
er der landwirthschaftlichen Betriebe in Preußen nach ihrem Hauptberufe 1895.
Wie die Berufsstatistik in die landwirthschaftliche und gewerbliche
Betriebsstatistik hineingreift, so tritt die landwirthschaftliche Betriebs⸗
statistik mit einem Fuß in In dieser werden für die einze selbständigen Hauptberuf zur Darstellung gebracht.
in der Größenklasse von
0,001 bis unter
0,02 0,05 0,20
unter 0,001 ha 0,02 0,05 20 50
“
in das
Landwirthschafttreibenden 1 Frühere Mittheilungen über
Landwirthe
4 = 78S 3 222 — 20 410 = 44 386 = 74 074 = 158 297 = 143 016 = 120 179 — 101 502 = 277 196 199 480 = 150 439 = 31 8132 7 588 = 2 970 = 0,22 509 = 0,04 343 563 = 100
0,07 0,24 1,52 3,30 5,51 11,78 10,64 8,95 7,55 20,63 14 85 11,20 2,33 0,61 0.56
hauptberufliche
0,00 v. H.
„ 2 2 2 29 * 2 2 2 2 „ 9 2 „ 2 9 9 2
Gebiet der Berufsstartistik hinüber. Inen Größenklassen der Hetriege die na
ihrem
1) keinen Neben⸗ beruf
4
73²
2 694 16 663 34 459 54 750 112 787 102 905 89 919 79 384 231 336 178 207
139 444
28 737
7 056
5 900
1 710 205
1 066 892
0,50 ha
Wichtigkeit vom
a. v. H. aller b. v. H. der Landwirthe der bez. Größenkl.
Landwirthe ohne Nebenberuf
0,00
0,07 0,24 1,53 3,17 5,04 10,38 9,47 8,27 7,30 21,29 16,40
2,64 0,65 0,54 0,16
klassen die Haupt⸗ Von besonderer Standpunkte
die hauptberuflich selbständige Preußen hatten nur die besprochen.
In
Za
n Landwirthe bezw. deren Betriebe für hlen für die Betriebsgrößenklassen über Nachstehendem werden für alle Größen⸗
und Nebenbetriebe von einander geschieden.
statistik aus mußte die Frage Landwirthen der einzelnen G lichen Thätigkeit einen Erwerb zu ziehen suchen. Korr.“ wurden nun ermittelt:
der
berufsstatistischer Bedeutung wie auch von großer landwirthschaftlichen Betriebs⸗
sein, wie viele von den hauptberuflichen rößenklassen noch aus einer nebenberuf⸗
davon hatten
100,00 80,71 83,61 81,64 77,63 73,91 71,25 71,95 74,82 78,21 83,46 89,34 92,69 91,95 86,77 77,75 57,58 40,28 80,90
2) einen Neben⸗ beruf
175 528
3 747 9 927 19 324 45 510 40 111 30 260 22 118 45 860 21 273 10 995 2 515 1 076 1 688 1 260 304 256 671
Nach der „Stat.
a. v. H. aller b. v. H. der
Landwirthe
mit Neben⸗
beruf
Landwirthe der bez. Größenkl.
Die bemerkenswerthe Erscheinung, 8 vom Hundert aller haupt⸗ beruflichen Landwirthe 19,10 einen Nebenberuf ausübten, ist natürlich für die verschiedenen Größenklassen auf verschiedene Gründe zurück⸗ zuführen. Bei den Angehörigen der niedrigsten Größenklassen kann man im allgemeinen von vorn herein annehmen, daß die Bewirthschaftung einer sehr kleinen Fläche die Mittel für den Lebensunterhalt nicht abwirft und der Nebenerwerb eine Nothwendigkeit wird. Wenn trotzdem bei einer Anbaufläche von weniger als 0,02 ha 80,71 %, in der nächst höheren Größenklasse 83,61 % ohne Nebenberuf waren, so läßt sich das theilweise dadurch erklären, daß diese Landwirthe aus irgend einer andern Quelle Nebeneinkünfte bezogen, ohne daß sie es für erfor⸗ derlich erachteten, diese Quelle bei der Zählung anzugeben. Und ein gewisses Recht hat ja z. B. ein verarmter Landmann, der sich nur ein kleines Stückchen Erde gerettet hat, sich als Landwirth auch fernerhin zu bezeichnen; in derselben Lage war der, welcher sich zu eigener Bewirthschaftung nur ein Gärtchen vorbehalten, seinen land⸗ wirthschaftlichen Besitz aber verpachtct hatte. Solche und viele ähn⸗ liche Fälle mögen jener Erscheinung oft zu Grunde liegen; man darf hier aber auch nicht vergessen, daß als Landwirth mancher Selbständige gezählt wurde, der zur Ausübung seines Berufs einer großen land⸗ wirthschaftlichen 1 überhaupt nicht bedarf, wie der Züchter land⸗ wirthschaftlicher Nutzthiere, der Weingärtner u. s. w.
Bei denjenigen Größenklassen, in denen eigentlich der landwirth⸗ schaftliche Betrieb den Lebensunterhalt sicher stellen sollte, ist einmal der Nebenberuf auf örtliche Verhältnisse zurückzuführen: in zahlreichen ländlichen Kreisen muß der eine Bauer als Schneider, Schuhmacher oder Stellmacher arbeiten, der andere Schlächterei, Bäckerei, Gast⸗ wirthschaft oder Hökerei nebenbei betreiben. In weiteren Fällen aber haben wir mit gemeindlichen Nebenämtern zu rechnen, die einen Gewinn nicht abwerfen. Dies gilt namentlich auch von den Besitzern großer Wirthschaften; doch sind diese es andererseits auch wieder, welche Produkte ihrer eigenen Wirthschaft in einem nebenberuflichen Gewerbe verarbeiten Branntweinbrennerei, Stärkefabrikation u. s. w. —, und denen die bei der Ausdehnung des Besitzes oft große Verschiedenheit der Bodenverhältniss laß 5 derer denn! d⸗