1897 / 231 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 01 Oct 1897 18:00:01 GMT) scan diff

1. Getreidehandel in Italien. Anumus Genua gehen uns folgende Nachrichten über den dortigen Getreidemarkt um die Mitte des vorigen Monats zu:

Der Markt steht noch unter dem Eindruck der Unsicherheit, wie die Ernten der Ausfuhrländer Nord⸗Amerika, Oesterreich⸗Ungarn, Rumänien und Süd⸗Rußland einerseits, jene der Einfuhrländer Europas andererseits endgültig ausgefallen sind. Die immer bestimmter auftretenden Gerüchte von einem im allgemeinen ungünstigen Ergebnisse hatten erst eine erhebliche Preissteigerung bei lebhaftem Geschäfte und erheblichen Preisschwankungen im Gefolge. Nachdem bekannt geworden, daß nach den Notierungen der auch für hier maßgebenden Börsen von New⸗Yorkund Chikago Nord⸗Amerika ein Jahr reichster Ernte zu verzeichnen habe, gingen die Preise zurück, obschon gleichzeitig die Ernten aller übrigen interessierten Staaten als ganz oder theilweise mißrathen bezeichnet wurden. In Italien selbst wird die Ernte auf 20 bis 35 % unter einer Mittelernte geschätzt. Zu den Zeiten der Hausse, als auch hier die Spekulation Preisunterschiede bis zu 1 ½ Fr. auf 100 kg von einem Tage auf den andern zu Tage förderte, war —— Taganrog P. 9,38 von 17 Fr. bis auf 19,75 Fr. gestiegen.

m Momente der Höchsthausse wurden bis 20,50 Fr. verlangt, ohne jedoch Abnehmer zu finden. Ghirka/ Ulka Nikolajeff Odessa P. 9,25, die Ende Juli d. J. 17 Fr. bis 17,25 Fr. standen, waren zu 100 kg cif. Genua bis 20 Fr. gestiegen. Ghirka⸗Nikolajeff P. 9,25 verlangte zu Anfang September 21 Fr., ohne Abnehmer zu finden. Später zog sich der Konsum nach Deckung nur des vorläufigen Bedarfs vom Markte zurück, auch die Spekulation fürchtete das Eintreten einer Reaktion und suchte die angekauften Bestände zu realisieren. Hierzu kommt die Furcht vor einer Reduktion des italienischen Ein⸗ gangszolls und damit einem Rückgang der Mehl⸗ und Getreidepreise. Die gegenwärtigen Preise sind:

Weich⸗Weizen Lit. 3. September 10. September Oberitalienischer 8 29,00 29,50 28,50 29,00 Süditalienischer. 28,75 29,00 28,00 - Sizilianischer.. 28,50 28,75 28,00 Russischer (Gold) .. . 19,50 22,00 19,25 21,00

Hart⸗Weizen. Sardinischer. 1“ 26,75 27,25 26,60 26,75 Sizilianischer.. 27,00 27,50 26,50 27,00 Süditalienischer.... 27,00 27,50 (Gold). 8,50 19,00 17,75 18,00 Mais. Donau (Gold) . 8 10,50 11,50 10,75 11,50 Napoletanischer neuer.. 16,25 16,00 16,25 Oberitalienischer alter. 15,00 15,50

10,50

17,50 17,75 17,59. 17 75 12,00 12,50 11,00 11,25

Hafer. Italienischer.. usländischer (Gold) . Gerste. 11e4*“ 13,00 —-

Auf den Transitverkehr in Genua üben die Preisbewegungen im Getreidegeschäft insofern einigen Einfluß aus, als die Schweiz sehr bedeutende Quantitäten Weizen angekauft hat, die zum großen Theil via Genua bezogen werden, weil momentan infolge des niedrigen Wasserstandes des Rheins die Frachten und Spesen in Deutschland zu hoch sind und daher die Versendung via Rotterdam keine Ersparniß mehr bietet.

Sollte der alljährlich wiederkehrende Mißstand des Wagenmangels auch in diesem Jahre wieder eintreten, so werden vielleicht doch viele Getreidehändler der Schweiz vorziehen, selbst bei höheren Spesen ihre Waare über Rotterdam zu beziehen, um dieselbe früher zu ihrer Verfügung in der Schweiz zu haben.

Ernteaussichten in Argentinien. Niachrichten aus Buenos Aires zufolge sind die diesjährigen Ernte⸗ aussichten, sowohl was den Weizen als auch die Leinsaat anlangt, soweit sich bisher übersehen läßt, außerordentlich günstig, und es dürften die Erträge der landbauenden Bevölkerung für die früher erlittenen Schäden voraussichtlich einen reichen Ersatz bieten.

Diese Sachlage hat in erster Linie in dem außergewöhnlich kalten und lange andauernden, zeitweise von Regen begleiteten Winter ihren Grund, welcher den Pflanzen gestattete, sich langsam, aber kräftig zu entwickeln, und besonders die Wurzeln des Weizens tiefer schlagen ließ, sodaß die Aehren einen höheren Ertrag als sonst geben dürften.

Ferner hat sich die Heuschreckenplage infolge dieser Witterungs⸗ verhältnisse bisher noch nicht fühlbar gemacht, während sie im Jahre 1896 bereits in der zweiten Hälfte des Monats Juli großen Schaden in der jungen Saat angerichtet hatte. Später etwa noch eintreffende Schwärme finden die Pflanzen schon zu sehr entwickelt vor, um Zer⸗ störungen größeren Umfanges anrichten zu können.

Was die Größe der angebauten Flächen anlangt, so hat dieselbe in denjenigen Bezirken zugenommen, welche, wie z. B. die der Pro⸗ vinz Aires, im verflossenen Jahre wenig oder garnicht unter der Ungunst der Verhältnisse gelitten hatten. Sie ist aber ziemlich dieselbe in den Distrikten geblieben, die wirklich nur eine Mißernte erzielt hatten, und zwar wohl infolge des Steigens der Weizenpreise und der sowohl von staatlicher als auch von privater Seite er⸗ folgten Vertheilung von Saatgut.

Im einzelnen vertheilen sich die mit Weizen und Leinsaat an⸗ gebauten Flächen nach wohl zutreffenden Schätzungen auf die einzelnen

Provinzen, wie folgt: Wahrscheinliches A 1 1“ ahrscheinliches Areal in 1896/1897 Provinzen Weizen Leinsaat 8 ha ha.

Santa 1b 1 200 0000 2275 000 Buenos Aires 450 000 90 000 Entre Rios 25900 43 000 Cördoba 455 000 87 000 Uebrige Provinzen.. 50 000

1“ 2 vZo „Bei einer niedrigen Annahme des Ertrages (von etwa 8,5 dz für den Hektar) wird, falls nicht noch unvorhergesehene Ereignisse eintreten, die Weizenernte auf circa 2 Millionen Tonnen, die der Leinsaat auf 300 000 t veranschlagt, und es würden von der ersteren unter Berücksichtigung des einheimischen Konsums etwa 1 ¼ Millionen Tonnen für den Export übrig bleiben.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs⸗ Maßregeln.

London, 1. Oktober. (W. T. B.) Die Typhus⸗Epidemie in Maidstone (vgl. Nr. 229 d. Bl.) nimmt noch ständig zu. Bis⸗ her sind 1100 Erkrankungen und verschiedene neue Todesfälle vor⸗ gekommen.

New⸗York, 30. September. (W. T. B.) Der Oberarzt des See⸗Spitaldienstes berichtet, daß bis gestern Abend in den Vereinigten Staaten von Amerika 682 Fälle von gelbem Fieber vorgekommen sind, von denen 60 tödtlich verliefen.

Bombay, 30. September. (W. T. B.) Die Pest ist in be⸗ droblicher Ausbreitung begriffen; in Bombay kamen in der letzten Woche 60 Todesfälle . Auch in ist sie wieder auf⸗ getreten. 8

Handel und Gewerbe.

Tigliche Wagengestelluagg für Kohlen und Koks 4 r- 1be,s9 . n der Ruhr sind am 30. v. M. gestellt 13 815, nicht rechtzeiti geheft 40 Wagen. Fan.

Berlin, 20. September. (Bericht der ständigen Deputation der Woll⸗Interessenten über den Wollhandel im September 1897.) 2 der ersten Hälfte des Monats nahm das Geschäft in deutschen

ollen einen sehr ruhigen Verlauf. Nachdem jedoch die Antwerpener Auktion vom 14. bis 18. September bei reger

Betheiligung 5 bis 10 Centimes höhere Preise für bessere Wollen gegen April⸗Mai meldete, trat wieder mehr Vertrauen und stärkere

achfrage ein, welche andauert. Der größte Theil der Um⸗ sätze entfällt auf die letzten 14 Tage. Die Londoner Auktion begann am 28. September bei großer Käuferzahl und lebhafter Stimmung mit einem Preisaufschlage von 5 7 ½ % für gute australische Merinos und von 5 % für Croßbreeds gegen Juli; Kapwollen erzielten Juli⸗Preise. Für deutsche Wollen waren die Preise fest, aber unverändert; es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß die Vorräthe kleiner sind als im vorigen Jahre um die gleiche Zeit, bei heute noch guter Auswahl. Verkauft wurden etwa 4000 Ztr. Rückenwäschen und etwa 4200 Ztr. ungewaschene Wollen. Die für Kolonial⸗Wollen im August gemeldete Nachfrage hielt auch während des ganzen abgelaufenen Monats an und die Preise konnten sich fest behaupten. Kammbares Material zeigt sogar einen Aufschlag bis zu 5 %. Die Umsätze belaufen sich auf etwa 3000 Ballen, wovon 1700 Kap und 1300 Ballen Australische und

Buenos Aires⸗Wollen waren.

Stettin, 30. September. (W. T. B.) Spiritus loko 44,40 bez.

Breslau, 30. September. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Schl. 3 ½ % L.⸗Pfdbr. Litt. A. 99,95, Breslauer Diskontobank 119,09, Breslauer Wechslerbank 108,25, Schlesischer Bankverein 136,50, Breslauer Spritfabrik 152,25, Donnersmarck 156,75, Kattowitzer 163,00, Oberschl. Eis. 108,60, Caro Hegenscheidt Akt. 128,75, Oberschles. P.⸗Z. 155,25, Opp. Zement 164,75, Giesel Zem. 156,50, L.⸗Ind. Kramsta 145,25, Schles. Zement —,—, Schles. Zinkh.⸗A.

—,—, Laurahütte 171,00, Bresl. Oelfbr. 102,75, Koks⸗Oblig. 102,50, Oberschl. Koks 167,00. 3

Produktenmarkt. Spiritus per 100 1 100 % exkl. 50 verrecgh pr. Septbr. 63,40 Br., do. do. 70 Verbrauchs⸗ abgaben pr. September 43,40 Br.

Magdeburg, 30. September. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker erkl. von 92 % —,—, Kornzucker exkl. 88 % Rendement 9,40 9,52 ½. Nachprodukte exkl. 75 % Rendem. 6,90 7,50. Matt. Brotraffinade I —,—. Brotraffin. II —,—. Gem. Brot⸗ raffinade mit Faß 23,12 ½ 23,50. Gem. Melis I mit Faß 22,50. Still. Rohzucker I. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. September 8,47 ½ Gd., 8,65 Br., pr. Oktober 8,55 bez., 8,57 ½ Br., pr. November⸗Dezember 8,57 ½ Gd., 8,60 Br., pr. Januar⸗März 8,82 ½ Gd., 8,85 Br., pr. April⸗Mai 9,02 ½ Gd., 9,05 Br. Anfangs flau, Schluß ruhig.

Frankfurt a. M., 30. September. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Lond. Wechs. 20,352, Pariser do. 80,825, Wiener do. 170,15, 3 % Reichs⸗A. 96,90, Unif. Egypter 108,00, Italiener 93,50, 3 % port. Anleihe 22,50, 5 % amort. Rum. 101,00, 4 % russische Kons. 103,70, 4 % Russ. 1894 66,60, 4 % Spanier 62,40, Mittel⸗ meerb. 101,80, Darmstädter 154,00, Diskonto⸗Kommandit 199,80, Mitteld. Kredit 113,90, Oesterr. Kreditakt. 304, Oest.⸗Ung. Bank 817,00, Reichsbank 161,70, Laurahütte 170,50, Westeregeln 198,00, Höchster Farbwerke 454,00, Privpatdiskont 3 ⅞.

Effekten⸗Sozietät. (Schluß.) Oktober⸗Kurse. Oest. Kreditakt. 303 ½. Gotthardbahn 151,50, Deutsche Bank 205,70, Diskonto⸗Komm. 199,90, Laurahütte —,—, Portugiesen —,—, Ital. Mittelmeerb. —,—, Schweizer Nordostbahn 113,40, Schweizer Union 80,80, Ital. Méridionaux 137,00, Schweizer Simplonb. 87,70, 6 % Mexikaner 92,45, Italiener 93,35.

Frankfurt a. M., 29. September. (Getreidemarktbericht von Joseph Strauß.) Die wenigen Transaktionen vom heutigen Tage haben sich unter geringfügigen Kursschwankungen vollzogen, welche meist nur durch das zufällige Vorkommen einer Nachfrage oder eines Augebots hervorgerufen wurden. Eine klare Tendenz konnte unter solchen Verhältnissen nicht in die Erscheinung treten. Weizen (neuer) ab uns. Umgegend 19 ¼ ℳ, Wetterauer do. frei hier 19 ¼ ½ ℳ, do. hochfeine Qualität ca. 25 über Notiz, Roggen (hiesiger neuer) 14 ⅛, do. russischer 14 ½ 15 ¼ ℳ, Brauergerste (Pfälzer, Ried und Franken) 18 19 ½ ℳ, Hafer (inländischer neuer) 13 ¾ 14 ½ ℳ, do. russischer alter 13 ¾ 14¼ ℳ, Mais (gesund) per September⸗Oktober 10 ℳ, Roggenkleie 8 ¼ 9 ℳ, Weizenkleie 7 ¼ 8 ℳ, Spelzenspreu per Zentner 1 ¼ ℳ, Torfstreu per Zentner 1,15 ℳ, Milchbrot⸗ und Brotmehl im Verband 56 58 ℳ, nordd. und westfäl. Weizenmehl Nr. 00 23 24 ℳ, Roggenmehl Nr. 0/I 21 ½ 22 ½ Die Preise ver⸗ stehen sich per 100 kg ab hier, häufig auch loko auswärtiger Stationen bei mindestens 10 000 kg. Aepfel (Kelterobst) sehr unregelmäßig; je nach Qualität und Herkunft 12 Q½--14 ℳ. Leinsaat, Kleinigkeiten mit 18 ½ gehandelt. Mehlmarkt: Preise zu Gunsten der Käufer.

Köln, 30. September. (W. T. B.) Rüböl loko 62,00.

Dresden, 30. September. (W. T. B.) 3 % Sächs. Rente 95,70, 3 ½ % do. Staatsanl. 100,40, Dresd. Stadtanl. v. 93 101,00, Allg. deutsche Kredit 214,00, Dresd. Kreditanstalt 144,00, Dresdner Bank 157,50, Dresdner Bankverein —,—, Leipziger Bank —,—, Sächs. Bank 127,60, Deutsche Straßenb. 185,00, Dresd. Straßenbahn 226,00, Sächs.⸗Böhm. Dampfschiffahrts⸗Ges. 283,00, Dresdner Bau⸗ gesellsch. 231,50.

Leipzig, 30. September. (W. T. B.) Schlu⸗Kurse. 3 % Sächsische Rente 95,30, 3 ½ % do. Anleihe 100,30, Zeitzer Paraffin⸗ und Solaröl⸗Fabrik 110,60, Mansfelder Kuxe 1020, Leipziger Treditanstalt⸗Aktien 213,25, Kredit⸗ und Sparbank zu Leipzig 118,25 Letpziger Bankaktien 192,40, Leipziger Hypothekenbank 154,75, Sächsische Bankaktien 127,30, Sächsische Boden⸗Kreditanstalt 128,75, Leipziger Baumwollsvinnerei⸗Aktien 169,00, Lepziger Kammgarn⸗ svinnerei⸗Aktien 163,50, Kammgarnspinnerei Stöhr u. Co. 185,75, Altenburger Atttenbrauerei 250,00, Zuckerraffinerie Halle⸗Aktien 109,00, Große Leipziger Straßenbahn 247,25, Leipziger Elettrische Straßenbahn 162,00, Thüringische Gasgesellschafts⸗Aktien 209,00, Deutsche Spitzen⸗ fabrik 218,00, Leipziger Elektrizitätswerke 128,50.

Kammzug⸗Terminhandel. La Plata. Grundmuster B. pr. September ℳ, pr. Oktober 3,25 ℳ, pr. November 3,22 ½ ℳ, pr. Dezember 3,22 ½ ℳ, pr. Januar 3,20 ℳ, pr. Februar 3,17 ½ ℳ, pr. März 3,17 ½ ℳ, pr. April 3,15 ℳ, pr. Mai 3,15 ℳ, pr. Juni 3,15 ℳ, vpr. Juli 3,15 ℳ, pr. August 3,15 Tendenz: Fest.

Braunschweig, 30. September. (W. T. B.) Gewinnziehung

der Braunschweiger 20 Thaler⸗Loose: 75 000 Ser. 6058 Nr. 20. 9000 Ser. 1979 Nr. 44. 6000 Ser. 8845 Nr. 14. 2100 Ser. 5064 Nr. 17. Je 300 Ser. 1858 Nr. 33, Ser. 3927 Nr. 5, Ser. 4350 Nr. 2, Ser. 4484 Nr. 23, Ser. 6625 Nr. 19, Ser. 6643 Nr. 22, Ser. 6937 Nr. 10, Ser. 7179 Nr. 48, Ser. 7633 Nr. 42, Ser. 8798 Nr. 28. Je 150 Ser. 475 Nr. 12, Ser. 1858 Nr. 7, Ser. 5921 Nr. 7, Ser. 6058 Nr. 41, Ser. 6692 Nr. 4, Ser. 8681 Nr. 1. Bremen, 30. Seprember. (W. T. B.) Börsen⸗Schlußbericht. Kaffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum Börse.) —. Loko 5,05 Br. Schmalz. Lebhaft jedoch nicht höher. Wilcox 26 ₰, Armour shield 26 ½ ₰, Cudahy 27 ½ ₰, Choice Grocerv 27 ½ ₰, Wbite label 27 ½ ₰. Speck. Ruhig. Short clear middl loko —. Reis ruhig. Kaffee fehlt. Baumwolle. Steetiger. Upland middl. loko 37 ¼ ₰. Taback. 101 Seronen Carmen.

Kurse des Effekten⸗Makler⸗Vereins. 5 % Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei⸗Aktien 163 Gd., 5 % Nordd. üovd⸗Aktien 101 ⅜˖ Gd. Bremer Wollkämmerei 275 Br.

Hamburg., 30. September. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Hamb. Kommerzb. 136,35, Bras. Bk. f. D. 166,00, Lübeck⸗Büchen 168,75, A.⸗C. Guano⸗W. 73,00, Privatdiskont 3 ¼, Hamb. Packet 114,00, Nordd. Llovd 101,95, Trust Dynam. 173,00, 3 % H. Staatsanl. 94 50, 3 ½ % do. Staatsr. 105,50, Vereinsb. 156,00, Hamburger Wechsler⸗ bank 133,20. Gold in Barren pr. Kilogr. 2788 Br., 2784 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr. 73,75 Br., 73,25 Gd. Wechselnotierungen: London lang 3 Monate 20,25 ½ Br., 20,22 ½ Gd., 20,24 ½ bez., London kurz 20,37 Br., 20,33 Gd., 20,36 bez., London Sicht 20,39 Br., 20,35 Gd., 20,37 ½ bez., Amsterdam 3 Monate 167,40 Br., 167,10 Gd., 167,35 bez., Oest. u. Ungar. Bkpl. 3 Monat 168,25 Br., 167,85 Gd., 168,15 bez., Paris Sicht 80,90 Br., 80,70 Gd., 80,88 bez., St. Petersburg 3 Monat 214,20 Br., 213,20 Gd., 213,80 bez., New⸗York Sicht 4,21 ¼ Br., 4,19 ¼ Gd., 4,20 ¼ bez., do. 60 Tage Sicht 4,18 Br., 4,15 Gd., 4,17½ bcax.

Getreidemarkt. Weizen loko flau, holsteinischer loko 173 182. Roggen flau, mecklenburger loko 133—144, russischer loko flau, 103,00. Mais 94 ½. Hafer fest. Gerste matt. Rüböl ruhig, loko 60 Br. Spiritus (unverzollt) ruhig, pr. Sept.⸗Oktober 20 Br., pr. Oktober⸗November 20 Br., pr. November⸗Dezember 20 ½ Br., pr. Dezember⸗Januar 20 ½, Kaffee e Umsatz 2000 Sack. Petroleum fest. Stand. white loko 2 r.

Kaffee. (Nachmittagsbericht) Good average Santos pr. Septbr. 36 ¾, pr. Dezember 35 ¼, pr. März 35 ¼¾, pr. Mai 36 ½. Zuckermarkt. (Schlußbericht.) Rüben⸗Rohzucker I., Produkt Basis 88 % Rendement neue Usance, frei an Bord Hamburg pr. Septbr. 8,50, pr. Oktober 8,55, pr. November 8,55, pr. Dezember 8,70, pr. März 8,95, pr. Mai 9,07 ½. Stetig.

Wien, 30. September. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Oesterr. 4 1 % Papierrente 102,20, Oesterr. Silberrente 102,15, Oesterr. Goldrente 124,00, Oesterr. Kronenrente 101,80, Ungar. Goldrente 121,85, do. Kron.⸗A. 99,25, Oesterr. 60r. Loose 144,00, Länderbank 227,25, Oesterr. Kredit 358,40, Unionbank 295,00, Ungar. Kreditb. 393,00, Wiener Bankverein 254,75, Wiener Nordbahn 269,00, Buschtiehrader 572,50, Elbethalbahn 261,50, Ferd. Nordb. 3385,00, Oesterr. Staatsbahn 343,30, Lemb. Czern. 285,00, Lombarden 84,50, Nordwestbahn 250,25, Pardubitzer 211,00, Alp.⸗Montan 131,80, Amsterdam 99,00, Deutsche Plätze 58,75, Londoner Wechsel 119,70, Pariser Wechsel 47,52 ½, Napoleons 9,52 ½, Marknoten 58,75, Russ. Banknoten 1,27 ³, Brüxer —,—, Tramway 435,00.

Getreidemarkt. Weizen pr. 11,45 Gd., 11,47 Br., pr. Frühiahr 11,35 Gd., 11,36 Br. oggen pr. Herbst 8,63 Gd. 8,65 Br., pr. Frühjahr 8,63 Gd., 8,655 Br. Mais pr. September Oktober 4,79 Gd., 4,81 Br., pr. Mai⸗Juni Gd., Br Hafer pr. Herbst 6,27 Gd., 6,29 Br., pr. Frühj. 6,51 Gd., 6,53 Br.

—. 1. Oktober, Vormittags 10 Uhr 50 Minuten. (W. T. B.) Gedrückt. Ungarische Kredit⸗Aktien 390,50, Oesterr. Kredit⸗Aktien 357,10, Franzosen 341,25, Lombarden 84,50, Elbethalbahn 260,50, Oesterreichische Papierrente 102,15, 4 % Ungarische Goldrent —,—, Oesterreichische Kronen⸗Anleihe —,—, Ungarische Kronen⸗An 99,530, Marknoten 58,76, Bankverein 254,25, Landerbank 226,50 Buschtiehrader Litt. B.⸗Akt. 570,50, Türk. Loose 63,25, Brürer —,— Wiener Tramway —, Alpine Montan 129.80.

Pest, 30. September. (W. T. B.) Produktenmarkt. Weize

loko weichend, pr. Herbst 11,60 Gd., 11,65 Br., pr. Frühj. 11,40 Gd. 11,41 Br. Roggen pr. Herbst 8,30 Gd., 8,35 Br., pr. Frühjah 8,50 Gd., 8,52 Br. Hafer pr. Herbst 5,80 Gd., 5,82 Br., pr. Früh jahr 6,10 Gd., 6,12 Br. Mais pr. September⸗Oktober 4,30 Gd. 4,35 Br., pr. Oktober 4,30 Gd., 4,35 Br., pr. Mai⸗Juni 5,04 Gd. 5,06 Br. Kohlraps pr. August⸗September 12,50 Gd., 12,70 Br. 8 London, 30. September. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Engl. 2 ¾ % Konsols 111 ⅞, Preuß. 4 % Konsols —, Ital. 5 % Rente 93 ¼, 4 % 89 er Russ. 2. S. 104 ¾, Konv. Türken 22 ¼, 4 % Spanier 62 ⅛, 3 ½ % Egypter 104, 4 % unif. do. 107 ¾, 4 ¼ % Trib. „Anl. 109 6 % kons. Mex. 94 ¾¼, Neue 93er Mex. 91 ¾, Ottomanbank 14 De Beers neue 28 ¾, Rio Tinto neue 24 ⅜, 3 ½ % Rupees 62 ¾, 6 % fund. Arg. A. 88 ⅜, 5 % Arg. Goldanl. 90 ¼, % äuß. do. 61, 3 % Reichs⸗Anl. 97, Brasil. 89 er Anl. 66 ¼, Platzdiskont 2 ⅛, Silber 25 ¼ 5 % Chinesen 102, Anatolier 99. Wechselnotierungen: Deutsch Plätze 20,59, Wien 12,14, Paris 25,36, St. Petersburg 25 ⅛.

Aus der Bank flossen 20 000 Pfd. Sterl.

Bankausweis. Totalreserve 23 018 000 Abn. 1 332 000 Pfd Sterl., Notenumlauf 28 148 000 Zun. 1 061 000 Pfd. Sterl., Baar vorrath 34 367 000 Abn. 270 000 Pfd. Sterl., Portefeuill 29 480 000 Zun. 318 000 Pfd. Sterl., Guthaben d. Privaten 38 752 000 Abn. 749 000 Pfd. Sterl., do. des Staats 8 702 000 Abn. 272 000

fd. Sterl., otenreserve 20 695 000 Abn. 1 290 000 Pfd. Sterl

egierungssicherheit 13 430 000 Pfd. Sterl. unverändert. Prozent verhältniß der Reserve zu den Passiven 48 ¾ gegen 50 ½ in der Vor woche. Clearinghouse⸗Umsatz 116 Millionen, gegen die entsprechend Woche des vorigen Jahres weniger 35 Millionen.

Wollauktion. Tendenz fest, Preise unverändert, jedoch Greasy

Merino anziehend.

An der Küste 1 Weizenladung angeboten.

96 % Javazucker 11 träge. Rüben⸗Rohzucker loko 8 ½ träge. Chile⸗Kupfer 49 ⅛, pr. 3 Monat 49 ½.

Liverpool, 30. September. (W. T. B.) Baumwolle Umsatz 8000 B., davon für Spekulation und Export 500 B Ruhig. Pernam ½, Egyptian ;¹16 niedriger. Middl. amerikan Lieferungen: Ruhig. September⸗Oktober 340864 341⁄64 Verkäuferpreis Oktober⸗November 3³1⁄14 Käuferpreis, November⸗Dezember 33164 Ver käuferpreis, Dezember⸗ Januar 3³⁰%4 Käuferpreis, Januar⸗Februar 33³064 do., Februar⸗März 331 ⁄64 Verkäuferpreis, März⸗April 331⁄6.,— 3³2⁄14 do., April⸗Mai 322/⁄64 333⁄64 do., Mai⸗Juni 383/64 3³464 do. Juni⸗Juli 334⁄64 d. Käuferpreis.

Offizielle Notierungen. Aumerican good ordin. do. low middling 3 ¼, do. middling 3 ⅞, do. good middling 4 do. middling fair 4 12, Pernam fair 4 ⁄⁄16, do. good fair 4 ¾ Ceara fair 4 ½, do. good fair 4 816, Egyptian brown fair 4 ⁄16, do good fair 4 ½, do. good 411⁄16, Peru rough good fair 6 ½, do good 6 ¼, do. fine 6 k, do. moder. rough fair 4 ⅛, do. good fair 5 ⁄16, do. good 511⁄16, do. smooth fair 4 916, do. good fair 45⁄16 M. G. Broach good 3 ½, do. fine 3v½., Bhownugg. good 3 ⁄2, do. fully good 31⁄22, do. fine 3 ⅛, Oomra good 311 ½⁄2, do. fully good 315⁄32, do⸗ fine 311⁄16, Scinde fully good 3 ½, do. fine 3 ⁄16, Bengal fully good 3 22, do. fine 3 2.

Glasgow, 30. Septembec. (W. T. B.) Roheisen. Miged aumbers warrants 44 sh. 5 ½ o. Fest. (Schluß.) Migxed numbers warrants 44 sh. 9 ½ d. Warrants Middlesborough III 42 sh. 4 ½ d.

Bradford, 30. September. (W. T. B.) Wolle fest Garne theurer, in Stoffen ziemlicher Begehr für Amerika.

Paris, 30. September. (W. T. B.) Von der Börse wird berichtet: Das Hauptgeschäft fand heute in Spaniern statt, die auf die Meldung über die bevorstehende Bildung eines neuen Kabinets stark gekauft wurden. Auch größere Prämiengeschäfte fanden darin statt. Türkenwerthe fest auf London. Die übrigen Gebiete waren ruhig und ohne wesentliche Aenderungen.

Bankausweis. Baarvorrath in Gold 1 993 077 000 Abn 10 486 000 Fr., do. in Silber 1 212 877 000 Abn. 833 000 Fr., Porte⸗ euille der Hauptbank u. d. Filialen 829 351 000 Zun. 223 101 000 Fr., dotenumlauf 3 760 523 000 Zun. 148 799 000 Fr., laufd. Rechnung d. Priv. 481 171 000 Zun. 16 986 000 Fr., Guthaben d. Staatsschatzes 279 003 000 Zun. 27 716 000 Fr., Gesammt⸗Vorschüsse 366 209 000 Zun. 323 000 Fr., Zins⸗ u. Diskont⸗Erträgn. 4 575 000 Zun 473 000 Fr. Verhältniß des Notenumlaufs zum Baarvorrath 85,25

(Schluß⸗Kurse.) 3 % Französische Rente 103,10, 5 % Italienische Rente 94,17, 3 % Her Rente 21,80, Portugiesische Taback⸗ Obl. —,—, 4 % Russen 1889 —,—, 4 % Russen 1894 —,—, 3 ½ % Russ. A. 101,50, 3 % Russen 96 95,25, 4 % span. äußere Anl 62 ⅛, Oesterreichische Staatsbahn 736,00, Banque de France 3715, B. de Paris 856,00, B. ottomane 601,00, Créd. Lyonn. 770,00 Debeers 724,00, Rio⸗Linto⸗A. neue 611,00, Suezkanal⸗A. 3232, Privat⸗ diskont —, Wchs. Amst. k. 206,50, Wchs. a. dtsch. Pl. 122 ½ Italien 5, Wchs. London k. 25,17, Chéqu. a. London 25,19, Madrid k. 377,00, do. Wien k. 208,25, Huanchaca 43,00.

Getreidemarkt. 92 Weizen ruhig, pr. Sept. 28,50, pr. Oktober 28,55, pr. November⸗Dezember 28,05, pr. November⸗ FeNrnae 28,00. Roggen ruhig, pr. Septbr. 18,00, pr. November⸗ ebruar 17,85. Mehl behauptet, pr. Septbr. 60,35, pr. Oktober 60,35, pr. November⸗Dezember 59,50, pr. Nopember⸗Februar 59,45. Rüböl behauptet, vpr. Septbr. 57 ½, pr. Oktober 57 ¼, pr. November⸗ Dezember 57 ¼, pr. Januar⸗April 57 ¼. Spiritus fallend, pr. Sept. zatn 38 ¼, pr. November⸗Dezember 38, pr. Januar⸗

ri 1

Rohzucker (Schluß) ruhig, 88 % loko 25 ½ à 25 ¼. Weißer Zucker behauptet, Nr. 3, 100 kg pr. September 26 ½, pr. Oktober 27 ⅜, pr. Oktober⸗Januar 27 ¾, pr. Januar⸗April 28 ⅞.

St. Petersburg, 30. September. (W. T. B.) Wechsel auf London 93,75, do. Amsterdam —, do. Berlin 45,77 ½, Choqu. a. Berlin

46,25, Wechsel a. Paris 37,20, 4 % Staats 4 % Gold⸗Anl. von 1894

Russ. Bank für auswär Ges. für elektr. Beleuchtung 638.

1. Oktober, (W. T. B.) Der ‚„Regierungsbote“ veröffent⸗ licht die Genehmigung des Finanz⸗Ministers zur 4 prozentiger Eisenbahn⸗

Pfd. Sterl.) im Auslande,

auf Paris 105,25, Wechsel

Nationalraths für das Eise Bestimmung beantragt, nach w Bahnnetzes einschließlich der Ne der Rückkauf der im Rückkaufsges der Bau und die Unterstützung neuer beschlüssen vorbehalten bleiben sollen, welche einem Referendum unter⸗

Schluß⸗Kurse. 4 % Russen v. 1894 —, 4 % konv. Transvaal 225 ¼, Hamburger

94 er Russen (6. Em.) 100 ½, Anl. 99 ½, 5 % Transv.⸗Obl. 1891er —, Marknoten 59,27, Russ. Zollkupons 191 . 59,22 ½. Wiener Wechsel 99,50. . Getreidemarkt. Weizen auf Termine flau, 208,00, pr. März 208,00, pr. Mai 204,00. Roggen loko —, pr. Oktober 117,00, do. pr. März 121,00, do. 1 Mai 121,00. Rüböl loko —, do. pr. Herbst —, do. pr. Mai —. Japa⸗Kaffee good ordinary 46. Bancazinn 37 ⅛. Antwerpen, 30. September. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen weichend. ae. ruhig. Hafer fest. Gerste ruhig. chlußbericht.) Raffiniertes Type weiß loko 15 ½ bez. u. Br., pr. September 15 ½ Br., pr. Oktober 15 Ruhig. Schmalz pr. Septbr. 56 ¼, Margarine ruhig. New⸗York, 30. September. (W. T. B.) Die Börse erö in matter Haltung und gab im weit Schluß war schwach und niedriger. Der Umsatz in Aktien betrug

do. auf Termine matt,

11““ 2„½

re

7

stehen.

Amsterdam, 30. September. (W. T. B.)

Petroleum. (

399 000 Stück.

Weizen eröffnete auf günstige Kabelmeldungen in fester Haltung und stieg dann in infolge von Wetterberichten über Trockenheit im Preise. Im weiteren Verlauf führten Realisierungen zwar eine Reaktion herbei; später war die Tendenz jedoch wieder steigend infol deutender Exporte. Mais üh des Weizens. Später trat auf Abgaben der Haussiers eine schwächung ein, die aber gegen Schluß auf Käufe des Baissiers wieder

ausgeglichen wurde.

(Schluß⸗Kurse.) Geld für Regierungsbonds: Prozentsatz 2 ½, do. für andere Sicherheiten do. 3, Wechsel auf London (60 Tage) 4,82 ½, Cable Transfers 4,85 ½, Wechsel auf Paris (60 Tage) 5,21 ¼, do. auf Berlin (60 Tage, 94 ½, Atchison Topeka & Santa Aktier 14 ¾, Canad. Pacific Aktien 76 ¾¼, Zentral Pacific Aktien 16 ½, Chicago Milwaukee & St. Paul Aktien 95 ½, Denver & Rio Grande Preserred 46 ¼, Illinois⸗Zentral Aktien 102, Lake Shore Shares 171, Lonis⸗ ville & Nashville Aktien 57 ¾, New⸗York Lake Erie Shares 16 New⸗York Zentralbahn 108 ex, Northern Pacifie Preferred (neue Emifs.) 52 ⅞, Norfolk and Western Preferred (Interims⸗Anleihescheine) 41 Philadelphia and Reading First Preferred 52 ¼, Union Pacific Aktien 22 ½, 4 % Vereinigte Staaten Bonds pr. 1925 125 ¾, Silber, Com⸗

mercial Bars 54 ½. Tendenz für Geld: Leicht.

Waarenbericht. Baumwolle⸗Preis in New⸗York 6 ½,

do. für Lieferung pr. Dezember 6,32, do. do. pr. J do. in New⸗Orleans 61⁄16, Petroleum Stand. white in New⸗York 5,80, do. do. in Philadelphia 5,75, do. Refined (in Cases) 6,15, do. Pihe line Certificat. pr. Oktober 70, Schmalz Western steam 4.87 ½ do. per Oktbr.

32 ½, do. per Dezember 34 ½, Rother Winterweizen 95 ½, Weizen per September —, do. per Oktober 94 Haè November —, do. per Dezember 92 ⅝, Getreidefracht nach Liverpool 4 ½, Kaffee fair Rio Nr. 7 7, do. Rio Nr. 7 per Oktbr. 5,90, do. do. per Dezbr. 6,45, Mehl, Spring⸗Wheat elears 4,50, Zucker 35 ⁄18,

do. Rohe & Brothers 5,30, Mais per Sept.

Zinn 13,60, Kupfer 11,30.

Chicago, 30. September. (W. T. B.) Weizen setzte infolge besserer Kabelmeldungen und Berichte über Ernteschäden schon etwas höher ein, gab aber dann auf Realisierungen und niedrigere Provinzmärkte etwas nach. Später trat auf große Käufe für Verschiffung eine Er⸗ holung ein. Der Verkehr in Mais verlief im Einklang mit dem

Weizen in fester Haltung.

Weizen pr. Septbr. 87 ⅞, pr. Dezbr. 90 8, Mais pr. Septbr. 27 ½. Schmalz pr. Septbr. 4,50, do. pr. Dezbr. 4,60. Speck short clear 5,25.

Pork pr. Septbr. 8,17 ½.

Rio de Janeiro, 30. September. (W. T. B.) Goldagio

auf London 7 /18.

Buenos Aires, 30. September. (W. T. B.)

Verkehrs⸗Anstalten.

Laut Telegramm aus Goch ist die zweite englische Peft über Vlissingen vom 29. September ausgeblieben. rund: Verspätete Abfahrt des Schiffes aus Queensborough

wegen Beschädigung der Schiffsmaschine

1. Untersuchungs⸗Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. 5. Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.

nte von 1894 98 ⅜, 6. Ser. 155, 3 ½ % Gold⸗Anl. von 1894 149, 4 % kons. Eisenb.⸗Obl. von 1880 —, 4 ½ % Bodenkr.⸗Pfandbr. St. Petersb. Diskontobank 638, do. intern. Bank I. Em. 549. t. Handel 404, Warsch. Kommerzbank 470,

Emission Obligationen der Rjäsan⸗Ural⸗ Bahn im. Nominalbetrage von 23 762 200 Rubel⸗Gold (gleich 77 Millionen Mark, gleich 45 622 500 Holl. Gulden, gleich 3 769 150 zum Bau der Linien Rannenburg Fee. Rtischtj ewo Tawolshanka, Dankow—Smolensk, ferner zum usbau der Wolsker und zum Ankauf der Bekowsker Zweigbahnen. Die Obligationen werden vom Staate garantiert und sind von jeglicher Steuer befreit. Mailand, 30. September. (W. T. B.) Italien. 5 % Rente 98 87 ⅛, Mittelmeerbahn 538,00, Méridionaux 721,00, Wechsel auf Berlin 130,10, Banca d'Italia 794. Bern, 30. September. (W. T. B.) Die Kommission des nbahn⸗Rückkaufsgesetz hat elcher der Bund die Entwicklung des benbahnen zu fördern hat, während etz nicht vorgesehenen Bahnen sowie Linien besonderen Bundes⸗

pr. November

eren Verlauf etwas nach. Der

s steigend infolge der Fe

Januar 6,36,

Bremen, 30. September. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. PD. „Trape“ 29. Sept. Nm. Reise v. Southampton n. New⸗ Pork fortges. „Willehad“ 29. Sept. Nm. v. Baltimore n. d. Weser abgeg. „Pfalz“ 29. Sept. v. Buenos Aires n. d. Weser abgeg. „Dresden“ 29. Sept. Mrgs. in Baltimore angek. „Bonn“, v. La Plata kommend, 29. Sept. Nm. in Antwerpen angek. „Schönburg“ 29. Sept. Nm. Reise v. Southampton n. Oporto fortgesetzt.

1. Oktober. (W. T. B.) PD. „Werra“, v. New⸗York

kommend, 30. Sept. Mrgs. in Neapel angek. „Ems“ 30. Sept. Vm. v. Genua n. New⸗York abgeg. „Coblenz“ 30. Sept. v. Santos n. Bahia abgeg. „Lahn“, v. New⸗York kommend, 30. Sept. Vm. a. d. Weser angek. „Wittekind“, v. La Plata kommend, 30. Sept. a. d. Weser angekommen.

Hamburg, 30. September. (W. T. B.) Hamburg⸗Amerika⸗ Linie. PD. „Normannia“ ist heute Mittag von Cherbourg abgegangen, D. „Phönicia“ heute Nachm. in Cuxhaven an⸗ gekommen. 1

Theater und Musik.

Königliches Opernhaus.

Mit dem gestrigen, vierten Abend „Götterdämmerung“ er⸗ reichten die Aufführungen der Wagner'schen Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ ihr Ende. Im Müttelpunkt des Interesses stand die hochbedeutende Leistung der Frau Lili Lehmann als Brünnhilde. Ohne daß ihre Stimme nach den Anstrengungen der beiden vorher⸗ gehenden Abende irgend welche Ermüdung zeigte, führte sie die Partie durch; man möchte fast sagen, daß sie sogar erst in dem Schluß⸗ esang an der Bahre Siegfried's ihr Bestes leistete. Herr Burgstaller stand als Siegfried nicht auf der gleichen Höhe wie am vorgestrigen Abend, namentlich fehlte ihm, um die Erzählung im zweiten Akte zur höchsten Wirkung zu bringen, der unbedingt er⸗ forderliche Schmelz des Organs. Obwohl die Erzählung an sich den Kulminationspunkt seiner gestrigen Leistung bildete, reichte sie doch nicht an das heran, was sein Bayreuther Kollege Herr Grüning im vergangenen Jahre dargeboten hat. Der dritte Gast, Herr Friedrichs, ab den Alberich in der ihm eigenthümlichen Auffassung. ätte der Künstler nicht selbst erklärt, daß der heisere Sprechgesang, dessen er sich hier befleißigt, beabsichtigt und das Resultat langwierigen Studiums sei, so würde man geneigt sein, die Heiserkeit für echt zu halten. Jedes Wort kam zwar deutlich zum Ausdruck, und die Unheimlichkeit der Situation wurde völlig gewahrt, doch ist es unerfindlich, warum der Zwerg gerade auf diese den mustkalischen Genuß beeinträchtigende Art charakterisiert werden muß. Von den mitwirkenden hiesigen Künstlern sind die Damen Herzog, Rothauser und Götze als Nornen im Vorspiel besonders lobend zu erwähnen, auch das Terzett der Rheintöchter, Frau Herzog, Fräulein Rothauser und Fräulein Deppe, glückte vorzüglich. Den inhaltsschweren Gesang der Waltraute brachte Frau Götze mit schöner Stimme und tiefer Auffassung zu Gehör. Herr Mödlinger war zwar stimmlich ein gewaltiger Hagen, aber die undeutliche Aus⸗ sprache des Textes verminderte den Werth seiner Leistung. Für den schwächlichen Gunther sah Herr Bachmann mit seiner großen Figur fast zu reckenhaft aus, war aber gesanglich gut am Platze. Mit der schwierigen und undankbaren Partie der Gutrune fand sich Fräulein Egli befriedigend ab. Das unter Kapellmeister Weingartner's Leitung stehende Orchester löste seine Aufgabe im allgemeinen in anerkennenswerther Weise, nur unter

den Bläsern kamen mehrfach Störungen der Harmonie vor.

Im Königlichen Opernhause geht morgen Meyerbeer's Oper „Die Afrikanerin“ unter Kapellmeister Sucher's Leitung und in folgender Besetzung in Scene: Don Pedro: Herr Mödlinger; Don Diego: Herr Krasa; Ines: Frau Herzog; Vasco de Gama: Herr Sylva; Großinquisitor: Herr Stammer; Don Alvar: Herr Sommer; Nelusco: Herr Bulß; Selica: Frau Sucher; Anna: Fräulein Pohl.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen zum ersten Mal „Waidwund“, Schauspiel von Richard Skowronnek, ge⸗ geben. Das Werk ist vom Ober⸗Regisseur Grube in Scene gesetzt. Die Hauptrollen befinden sich, wie schon mitgetheilt, in den Händen der Damen Poppe, Schramm, Haverland, von Mayburg und der Herren Molenar, Pohl und Hertzer.

Das Schiller⸗Theater veranstaltet demnächst eine Vor⸗ stellung, für welche die Besucher keinerlei Entrée zahlen sollen. Die Direktion hat dem Ober⸗Bürgermeister von Berlin die Eintrittskarten für das ganze Haus mit der Bitte übergeben, sie an unbemittelte Erwachsene, Arbeiter und Beamte städtischer Betriebe, an unbemittelte Schüler der städtischen höheren, mittleren und Volksschulen und an Zöglinge der städtischen Waisenhäuser zu überweisen. Glückt dieser erste Versuch einer gänzlich freien Vorstellung, so soll auf diesem Wege fortgefahren werden.

Das bekannte ehemalige Mitglied des Berliner Theaters und des Theaters des Westens Frau Nuscha Butze⸗Beermann hat das Nan⸗ Theater vom 1. September 1898 ab auf zehn Jahre ge⸗ pachtet.

Das Programm für das am 11. Oktober stattfindende erste Philharmonische Konzert unter Arthur Nikisch’s Leitung und solistischer Mitwirkung von Frau Teresa Carreno bringt von rein orchestralen Werken u. a. Brahm's III. Symphonie in F-dur, die Ouvertüre zu Weber's Oper „Der Freischütz“ und die Ouvertüre zu Wagner's Oper „Die Feen“, welche bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal im Rahmen der Philharmonischen Konzerte erscheint; die Solistin Frau Teresa Carrefio spielt Rubin⸗ stein's Klavier⸗Konzert in D-moll. Die Frist für die Abholung der bestellten Abonnementskarten bei Bote u. Bock läuft morgen, Sonnabend, Abends 6 Uhr, ab. Der Verkauf neuer Abonnements⸗ karten wird bei Bote u. Bock fortgesetzt, woselbst auch der Einzel⸗ verkauf für das erste Konzert am Montag, den 4. Oktober, beginnt.

Oeffentlicher Anzeiger.

In dem großen Konzertzum Bestender Ueberschwemmten,

welches die Königliche Akademische Hochschule für Musit am

18. Oktober in der Philharmonie veranstaltet, wird Herr Professor Dr. Joseph Joachim an Stelle der ursprünglich festgesetzten Kom⸗ positionen von Mozart und Schumann Beethoven's Violin⸗ konzert zu Gehör Den zweiten Theil des Programms bildet Brahms' Stanies equiem“ für Soli, Chor und Orchester.

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Mannigfaltiges. 1“

In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten gelangte zunächst ein Antrag der Stadtverordneten Borgmann und Genossen zur Verhandlung: „den Magistrat zu ersuchen, baldigst die am 16. Januar 1896 von ihm erbetene Mittheilung darüber zu machen, inwieweit für die Fälle von Krankheiten oder Unfällen von Arbeitern, die für die verschiedenen Verwaltungszweige der Stadt Berlin beschäftigt sind, Fürsorge getroffen ist.“ Der Antra wurde vom Stadtverordneten Stadthagen begründet. Startrath Dr. Weigert erklärte namens des Magistrats, daß der Stadt⸗ verordneten⸗Versammlung in den nächsten Wochen die ge⸗ wünschten Mittheilungen zugehen werden. Die statistischen Er⸗ hebungen hätten längere Zeit erfordert, und der Magistrat sei bisher mit anderen Angelegenheiten so beschäftigt gewesen, daß jene nicht eher hätten gefördert werden können.

Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. anderer Antrag der Stadtverordneten Borgmann und Genossen ging dahin: „Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, ihr eine Vorlage zu machen, durch welche eine Pensionsberechtigung für die von der Stadt beschäftigten arbeits⸗ unfähig gewordenen Arbeiter eingeführt wird.“ Der Stadtverordnete Kalisch wünschte die Ueberweisung desselben an einen Aus⸗ schuß zur Vorberathung, die Stadtverordneten Jacobi und Spinola beantragten Uebergang zur Tagesordnung. Nachdem der Stadtv. Singer den Antrag begründet hatte, wurde in namentlicher Abstimmung mit 56 gegen 37 Stimmen der Uebergang zur Tages⸗ ordnung beschlossen. Es folgte darauf ein dritter Antrag der Stadtv. Borgmann und Genossen, welcher folgendermaßen lautete: „Die Stadtverordneten⸗Versammlung wolle beschließen, den Ma⸗ gistrat zu ersuchen, Vorkehrungen dahin zu treffen, daß die für die Gemeindeschulen nothwendigen Lehrmittel auf Kosten der Stadt beschafft und den Schülern vom 1. April 1898 ab unentgeltlich verabfolgt werden, und die hierzu ersorderlichen Mittel in den Etat für 1898/99 einzustellen. Der Stadtv. Vogtherr begrün⸗ dete den Antrag damit, daß die Frage der Bedürftigkeit, von der die Gewährung unentgeltlicher Lehrmittel abhänge, schwer zu prüfen und stets mit einer Demüthigung für den Bittsteller verknüpft sei. Stadtv. Cassel erwiderte, daß bereits vor sechs Jahren, als derselbe Antrag von der Versammlung abgelehnt wurde, dieselben Ausführungen von seiten der Antragsteller gemacht worden seien. Es liege gar keine Veranlassung vor, dieselbe Frage noch einmal in einem Ausschusse zu berathen. Er beantrage, über den Antrag zur motivierten Tages⸗ ordnung überzugehen. Nach kurzer Debatte, an welcher sich noch die Stadtverordneten Kreitling und Singer betheiligten, wurde der Antrag Cassel angenommen. Fünf weitere Anträge der Stadt⸗ verordneten Borgmann und Genossen wurden auf Antrag des Stadt⸗ verordneten Meyer von der Tagesordnung abgesetzt. Alsdann folgte die Berichterstattung des Stadtverordneten Kyllmann über die Vor⸗ lage, betr. den Neubau einer 5 m breiten Fußgängerbrücke über die Spree im Zuge der Straße Sigismundshof durch die Terraingesell⸗ schaft „Neues Hansaviertel“ und Uebernahme der Brücke in das Eigenthum und die dauernde Unterhaltung der Stadt Berlin. Der Ausschuß empfahl folgenden Antrag, welcher auch zur Annahme gelangte: „Die Versammlung lehnt die Vorlage des Magistrats ab und ersucht denselben, mit den Adjazenten in Verhandlung darüber zu treten, unter welchen Bedingungen sie bereit seien, eine eiserne Fahrbrücke im Zuge der Straße Sigismundshof auszuführen.“ Auf eine Anfrage des Stadtverordneten Singer und Genossen betreffs der Verwendung von Schulkindern als Tagelöhner auf den Rieselfeldern erwiderte Stadt⸗ rath Struwe: es sei eine Umfrage gehalten worden, die ergeben habe, daß die Schulkinder an ihren freien Nachmittagen auf besonderen Wunsch ihrer Eltern mit leichten Arbeiten beschäftigt würden, wo⸗ durch auch eine erziehliche Wirkung erreicht werde. Es dürften nur Kinder über elf Jahre beschäftigt werden und nicht länger als fünf Stunden. Stadtv. Singer erklärte, daß die Stadt Berlin eine Ausbeutung betreibe. Bürgermeister Kirschner legte entschieden Verwahrung dagegen ein, daß die Kinder⸗ arbeit dem Zwecke der Ausbeutung diene. Nur im Interesse der Kinder selbst erfolge deren Beschäftigung mit einer leichten ländlichen Arbeit. Dies sei für die Kinder nur ersprießlich und bereite sie nach und nach für die Arbeit vor, die sie später auszuführen hätten. Er sei der Ueberzeugung, daß der Vorredner gerade in den betheiligten Kreisen der größten Opposition begegnen würde, da gerade im Interesse der Kinder ihre Beschäftigung erfolge. An der sich darauf entspinnenden lebhaften Debatte betheiligten sich noch die Stadtverordneten Spinola, Stadthagen und Goldschmidt. Nachdem sodann auch Stadtrath Struwe wiederholt dem Stadtverordneten Singer entgegengetreten war, wurde der Gegenstand als erledigt an⸗ gesehen. Nach Genehmigung einiger kleineren Vorlagen, betreffend Straßenlanderwerb ꝛc., wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. Es folgte eine geheime Sitzung.

Prag, 30. September. Der Expreßzug, welcher gestern 111 Ühr Nachts in Prag ankam, ist zwischen Ren d und Lugna bei starkem Nebel mit einem Lastzuge zusammengestoßen, wobei der Maschinenführer und ein Kondukteur des Expreßzuges leicht ver⸗ letzt wurden. Reisende sind nicht verunglückt.

Paris, 1. Oktober. In der Nähe der erst kürzlich vom Genie⸗ Korps neuerbauten Adour⸗Brücke bei Tarbes explodierte eine Bombe. Der Sachschaden ist unbedeutend. Man vermuthet einen anarchistischen Anschlag.

Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗ „Erwerbs⸗ und Wirthschafts⸗Genossenschaften. „Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten. 6 b 10. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Untersuchungs⸗Sachen.

[40382] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Handlungsgehilfen Friedrich Hübner, genannt Bredow, am 7. Januar 1878 in Brandenburg a. H. geboren, zuletzt in Berlin, Strelitzerstr. Nr. 25, wohnhaft gewesen, welcher fich verborgen hält, ist in den Akten U. R. I. 349. 97 die Untersuchungshaft wegen Unterschlagung verhängt. Es wird ersucht, den ꝛc. Hübner zu verhaften und in das 1““ hier⸗ selbst, Alt⸗Moabit 12 a., abzuliefern.

Berlin, den 27. September 1897.

Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgericht I.

Beschreibung: Größe 1 m 68—70 cm, Statur schlank, Haare schwarz, Stirn frei, Bart: Anflug von schwarzem Schnurrbart, Augenbrauen schwarz, Augen braun, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich,

zähne vollständig, Kinn gewöhnlich, Gesicht läng⸗ ich, Gesichtsfarbe blaß, Sprache deutsch, Kleidung: grünlicher Jaquetanzug, schwarzer Strohhut.

Zurückgenommen wird der am 6. Juli 1897 gegen den Lotteriekollekteur Moritz Liebenthal von Danzig wegen unerlaubten Loosanbietens erlassene Steckbrief. u, 28. September 1897. [40459]

Balinge f

Steckbriefserledigung. Gude, Wilhelm, in Nr. 12 für 1897 unter 60 821. Königliches Amtsgericht Unruhstadt.

In der Untersuchungssache gegen den Kaufmann Uri Felsenthal, früher in Iserlohn, jetzt unbe⸗ kannten Aufenthalts, wegen Meineids, wird auf den Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft dahier die unter dem 26. Oktober 1882 über das Vermögen elsenthal verhängte Beschlagnahme hiedurch

Hagen, den 20. August 1897. Königliches Landgericht. Ferien⸗Strafkammer. Berckemeyer. Tophoff. Lilienthal.

Gandersheim, Klägers, wider

Beschluß.

aben.

Stadtoldendorf, den 24. September 1897. Herzo Lce Amtsgericht. 1“

und dergl.

Bekanntmachung. r In Sachen des Rechtsanwalt Lungershausen in 1897, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeich⸗ den Dienstknecht neten Gericht an Gerichtsstelle versteigert werden. August Schrader in Arholzen beim Dreiviertel⸗] Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird meier Hr. Grupe daselbst —, Beklagten, wegen am 3. Dezember 1897, Vormittags 9 Uhr, Forderung, wird, nachdem auf Antrag des Klägers an Gerichtsstelle verkündet werden. Dies wird zum die Beschlagnahme des dem Beklagten gehörigen An⸗ Zwecke der öffentlichen Zustellung an den Eigen⸗ bauerwesens No. ass. 24 zu Arholzen sammt Zu⸗ thümer des zu versteigernden Grundstücks, Bergmann behör zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch August Karnowskpv, zur Zeit unbekannten Aufenkhalts, Beschluß vom 23. September 1897 verfügt, auch die bekannt gemacht. 8

Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche an Niesky, den 29. September 1897.

demselben Tage erfolgt ist, Termin zur Zwangs⸗ versteigerung auf Sonnabend, den 15. Januar 1898, Nachmittags 4 Uhr, vor unterzeichnetem b Herzoglichen Amtsgerichte in der Grupe’schen Gast⸗ [40458]1 b wirthschaft zu Arholzen angesetzt, in welchem die In Sachen des Kaufmanns Joh. Mexperding 1 Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen Klägers, wider den Gärtner Heinrich Bäse hier, Be⸗

Grundbuche von Stannewisch Blatt 12 auf den Namen des Bergmanns Auguft Karnowsky zu Stanne⸗ wisch eingetragene Grundstück am 1. Dezember

Koch, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

klagten, wegen Wechselforderung, wird die unterm 7. August cr. verfügte Beschlagnahme der bislang dem Beklagten gehörigen Grundstücke, als:

1) des Nr. 85 Blatt VII des Feldrisses Hagen