1898 / 1 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 03 Jan 1898 18:00:01 GMT) scan diff

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mehrt durch Abgüsse der bronzenen Amazonenbüste aus Herculaneum in Neapel, des Aihsetenkopfes Nr. 83 und des Kopfes der Alexander⸗ Statue Nr. 153 der Münchener Glyptothek. Herr Professor Conze überwies der Sammlung den Abguß eines griechischen Grab⸗ reliefs im Museum zu Bukarest.

In der Abtheilung der Bildwerke aus der christlichen Epoche wurde namentlich die Sammlung der deutschen Kleinplastik in dem angegebenen Zeitraum durch verschiedene Schenkungen be⸗ reichert. Eine aus Elfenbein geschnittene, etwa 10 cem hohe Statuette der Eva (ein Geschenk des Herrn Regierungs⸗Assessors H. von Flügge) ist ausgezeichnet durch Zartheit der Empfindung und herbe Anmuth der Hal⸗ tung und hat als freiplastische Elfenbeinarbeit etwa aus der Zeit um 1500 in der Sammlung nicht ihresgleichen. Der Stil weist nach den Nieder⸗ landen oder nach dem Niederrhein hin. Durc, die Zuwendung eines Gönners, der nicht genannt zu sein wünscht, kam in die Sammlung der kleinen deutschen Bronzearbeiten ein früher wohl als Tintenfaß verwendetes viereckiges Kästchen, dessen Deckel und Seitentheile aus Plaketten Peter Flötner's bestehen. Das Stück ist interessant, da es die Verwendung der Flötner'schen Reliefs in neuer Weise zeigt. Als Geschenke Ungenannter empfing die Sammlung ferner zwei Perlmutterreliefs: eine Anbetung der Könige im Rund, anscheinend eine Arbeit des Niederrheins aus der Zeit um 1450, von sehr ungewöhnlichem Stil, und das sorgsam gearbeitete Porträtrelief des Nürnberger Patriziers Martin Haller. Von dem tüchtigen, im letzten Drittel des XVI. Jahrhunderts in Nürnberg thätigen Meister, der dieses ng ausgeführt hat, dem Namen nach aber noch nicht bekannt ist, besaß die Sammlung bereits ein anderes, etwa gleichwerthiges Porträtrelief aus Perlmutter. Endlich erhielt die nicht eben große Sammlung der Barockbildwerke als Geschenk eines Ungenannten das bemalte Thonmodell einer Madonnenstatuette: eine gute oberdeutsche Arbeit in der Art etwa der Münchener Bild⸗ hauer Asan, die in der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts thätig waren. Für das Antiquarium waren an Erwerbungen zu verzeichnen: Die Scherbe einer rothfigurigen attischen Schale des V. Jahrhunderts mit sehr fein ausgeführter Darstellung einer auf einen Jüngling zu⸗ schwebenden Nike; eine Reliefplatte aus gebranntem Thon (von der Gattung der sogenannten Campana⸗Terrakotten) mit dem Bilde des Faustulus, der Romulus und Remus unter der Wölfin findet; ferner eine Sammlung der im Corpus inscriptionum Atticarum vappendix continens defixionum tabellas in Attica repertas“ ver⸗ öffentlichten Bleitafeln mit Inschriften. Die Arbeiten an dem „Hildesheimer Silberschatz“ wurden fortgesetzt und haben neue wichtige Aufschlüsse über den ursprünglichen Bestand der Gefäße ergeben. So wurden zu einem Exemplar aus der Garnitur der kleinen, bisher für henkellos gehaltenen Gefäße, die mit emaillierten Epheuranken verziert sind, die Henkel wiedergefunden. Eine Untersuchung der großen „Athena⸗Schale“ ergab, daß die jetzigen Henkel von einer antiken Reparatur herrühren und an Stelle fruüherer, etwas anders geformter Henkel getreten sind. An der sogenannten „Eierschale“ wurden Löth⸗ spuren aufgefunden, welche beweisen, daß das Gefäß ursprünglich mit einem Griff und drei Füßen versehen war; von diesen angesetzten Theilen hat sich nichts erhalten. 1““

Am 31. v. M. starb zu Christiania in bohem Alter der Prrsespor der Philosophie an der dortigen Universität Markus akob Monrad. Er war am 19. Januar 1816 auf dem Pfarr⸗ hof Nöterö geboren, studierte Theologie und wurde 1845 Lektor, 1851 Professor der Philosophie an der genannten Hochschule. Sein philo⸗ sophischer Standpunkt war ein gemäßigt Hegel'scher. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: „Philosophisk Propaedeutik“ (1849, 4. Aufl. 1882); „Psychologie“ (1850, 5. Aufl. 1892); „Ethik“ (1851, 4. Aufl. 1885); „Aesthetik“ (1889 90, 2 Bde.). Außerdem hat Monrad auch eine Anzahl von Abbandlungen über ästhetische, sprachliche und pädagogische Gegenstände sowie das Werk „Denk⸗ richtungen der neueren Zeit“ verfaßt, das 1897 in Bonn auch in deutscher Sprache erschien. .

Theater und Musik.

Schiller⸗Theater.

Der Sylvesterlaune Rechnung tragend, brachte das Schiller⸗ Theater am Freitag Abend die bekannte Posse von L'Arronge und G. von Moser „Der Registrator auf Reisen“ zur Auf⸗ führung. Der Zweck, das Publikum bestens zu unterhalten, wurde zwar erreicht, wenn auch die Aufführung etwas unter dem Uebelstand litt, daß der Träger der Hauptrolle, Herr Schmasow, seiner Aufgabe nicht ganz gewachsen war. Es ist freilich auch nicht leicht, einem Helmerding und einem Emil Thomas eine Rolle nachzuspielen, in welcher diese so große und nachhaltige Erfolge erzielten. Herr Schmasow hat ein ursprüngliches Talent, der Schwer⸗ punkt desselben liegt aber mehr in der Komik als im Humor. Wo

m 3. Januar,

es auf muntere Beweglichkeit, auf körperliche Gewandtheit und Zungen⸗

fertigkeit ankommt, wird Herr Schmasow immer Sieger bleiben; aber der brelte, behagliche, ruhige und überlegene Humor ist nicht seine Sache, diesen blieb er auch der Darstellung des Registrators schuldig. Dennoch wurde seine Leistung viel belacht. Unter den übrigen Mitwirkenden zeichnete sich Frau Grete Meyer als Gerichts⸗Raths⸗ Tochter Emma besonders aus. Ein in Gemeinschaft mit Herrn Froböse vortrefflich vorgetragenes Liedchen trug ihr und ihrem Partner reichen und wohlverdienten Beifall ein. Auch die Damen Werner, Lobe und Wanowius sowie die Herren Laurence, Eyben, Joseph und Neuert truzen zum Gelingen der Aufführung das Ihrige nach

Kräften bei.

Im Königlichen Opernhause gelangt morgen Wilhelm Kienzl's musikalisches Schauspiel „Der Evangelimann“ unter Kapell⸗ meister Dr. Muck's Leitung zur Aufführung. Hierauf folgt das Ballet „Phantasien im Bremer Rathskeller“ mit den Damen dell’Era und Urbanska in den Hauptrollen.

Im Neuen König lichen Opern⸗Theater wird am nächsten Sonntag Wilhelmine von Hillern's Schauspiel: „Die Geierwally“ mit Fräulein Poppe in der Titelrolle gegeben; den Bären⸗Joseph spielt Herr Nesper.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen „Mutter Thiele“ von Adolph L⸗Arronge unter Mitwirkung von Frau Clara Meyer, Ehrenmitglied des Königlichen Schauspiels, sowie der Damen Schramm, von Hochenburger, Hausner und der Herren Vollmer, Matkowsky und Keßler

Im Schiller⸗Theater beginnt am Mittwoch die Ausgabe von neuen Abonnementsheften für das dritte Quartal, welches 5 Vor⸗ stellungen in 14 tägigem Turnus umfaßt. Die genauen Bedingungen sind an den Anschlagsäulen ersichtlich. Wiederholungen der Posse „Der Registrator auf Reisen“ finden morgen und übermorgen statt.

Im Theater Unter den Linden wird die neueinstudierte Operette „Die schöne Helena“ am Mittwoch als Abschluß des Offenbach⸗Cyelus in Scene gehen. In der Rolle der Helena eröffnet Frau Petterson⸗Norrie vom Königlichen Theater in Kopenhagen,

welche diese Partie schon früher an derselben Stätte erfolgreich ver⸗

trat, ein kurzes Gastspiel. Am Sonnabend findet in den Räumen des Theaters der erste diesjährige Maskenball statt.

Mannigfaltiges. 86

Das Königliche Polizei⸗Präsidium macht bekannt, daß Mitglieder der hiesigen, dem Verbande deutscher Brieftauben⸗ Liebhaber⸗Vereine angehörigen Vereine für Brieftaubenzucht „Berolina“, „Phönix“, „Komet“ und „Columba“ ihre Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt haben. Die diesen Mitgliedern gehörigen Brieftauben haben den Schutz des Gesetzes vom 28. Mha 1894 (R.⸗G.⸗B. S. 463 f.), I“ den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege. Erkenntlich sind diese Tauben durch einen auf die Innenseite beider Flügel auf⸗ gedruckten Stempel, welcher das Kaiserliche Wappen zeigt.

Die „Freie photographische Vereinigung“ veranstaltet morgen, Dienstag, im Königlichen Museum für Völkerkunde ihren 66. Projektions⸗Abend, an welchem Frau Caecilie Seler einen Vor⸗ trag, betitelt: „Auf alten Wegen von Mexiko nach Guatemala“,

halten wird.

In dieser Woche wird in der alten „Urania“ evengesge60⸗ deren Ausstellungssaal um 7 Uhr Abends geöffnet wird, eine Reihe von Vorträgen zum ersten Male gehalten. Zunächst spricht morgen Herr Bauinspektor Körber „Ueber die Natur als Lehrmeisterin der bildenden Kunst“ und am Freitag der bekannte Wüstenforscher Professor Joh. Walther aus Jena „Ueber den Samum als geologische Kraft. Herr Dr. Spies beginnt am Donnerstag seinen Kursus über Elektrizitäts⸗ lehre, Herr Dr. Naß am Sonnabend den seinigen über die „Technologie des täglichen Lebens“’. Im E“ der neuen „Urania“ (Taubenstraße) wird das Ausstattungsstück „Der dunkle Erdtheil“ die ganze Woche hindurch gegeben.

Duisburg, 31. Dezember. Amtlich wird gemeldet: Gestern Abend 10 ½ Uhr wurde ein von Sterkrade nach Oberhausen fahrender Jagdwagen auf der Kreuzung mit der Bahnlinie Osterfeld Sterkrade (Emscherthalbahn) von der Maschine eines Zuges gefaßt und beiseite geschleudert. Von den Insassen des Wagens wurde der Oberförster Merrem aus Hamm bei Düsseldorf getödtet; schwer verletzt und inzwischen verstorben ist Hermann Wuppermann aus Düsseldorf. Des weiteren wurden noch vier Personen verletzt, unter diesen Landgerichts⸗Direktor Wolff aus Düsseldorf. Die angestellten Untersuchungen ergaben, daß der Bahnwärter von Posten 17 die un⸗ mittelbar neben seiner Bude befindlichen Schranken nicht geschlossen

Theater. 8 S‚Schiller Theater.

(Wallner ⸗Theater.)

8

hatte, obwohl er durch das Läutewerk von der bevorstehenden

des Zuges rechtzeitig benachrichtigt war. Der Wärter war zur Zeit

Reagen alles 2 ½ Stunden im Dienst nach vorhergegangener 12 stündiger uhe.

München, 2. Januar. Zur Feier des 100 jährigen Jubi⸗ läums der „Allgemeinen Zeitung“ hatte der Verlag derselben gestern ein Fest veranstaltet, an welchem alle Mitglieder der Re⸗ daktion, der Expedition und der Druckerei theilnahmen. Aus München und zahlreichen anderen Städten Deutschlands, sowie aus dem Auslande gingen dem Verlag und der Redaktion zahlreiche Glückwünsche zu. Seine Königliche Hoheit der Prinz⸗ Regent Luitpold ließ, dem „W. T. B.“ zufolge, durch den General⸗Adjutanten Freiherrn von Zoller Seine besten Wünsche für das fernere Gedeihen und Fortblühen der Zeitung aussprechen.

Dresden, 2. Januar. Auf dem Vorortbahnhof im hiesigen Hauptbahnhof fuhr, nach einer Meldung des „W. T. B.“, gestern eine Rangiermaschine gegen den um 7 ½ Uhr Abends nach Pirna abgehenden Personenzug. Ein Vorarbeiter wurde ge⸗ tödtet, drei Personenwagen des Zuges wurden beschädigt.

Budapest, 31. Dezember. In der Augenklinik des Pro⸗ fessors Schulek fand infolge Ausströmung von Gas eine Explosion statt. Das Gebäude wurde stark beschädigt. Drei Personen erlitten schwere Verletzungen; eine Person wurde infolge des Einsturzes des Plafonds getödtet.

Tou louse, 31. Dezember. Infolge Reißens eines Dammes wurde das Dorf Montauban bei Luchon überschwemmt. Menschen sind dabei nicht verunglückt; der angerichtete Schaden ist dagegen beträchtlich.

Cette, 1. Januar. Der französische Dreimaster „Lo bard“ ist gescheitert. Von der Mannschaft sind, dem „W. T.² zufolge, fünf Personen umgekommen.

Tiflis, 2. Januar. „W. T. B.“ meldet: Der Privata walt Pliustschewske , ein achtzigjähriger, übelbeleumdeter Mann, überfiel gestern Abend auf der Straße den Adelsmarschall Fürsten Bagration Muchransky, verwundete ihn mit einem Dolch an der Hand und gab einen Revolverschuß auf ihn ab, welcher die Magengegend traf. Hierauf tödtete sich Pliustschewsky auf der Stelle durch einen Revolverschuß in die Schläfe. Fürst Bagra⸗ tion wurde schwer verwundet nach seiner Wohnung gebracht. Seine Kaiserliche Hoheit der Großfürst Nikolaus Michailowitsch und hohe Beamte von Tiflis statteten dem Fürsten Besuche ab. Der Ueberfall wird damit in Verbindung gebracht, daß Pliutschewsky eine hohe Schuldforderung an den Fürsten Bagration auf Grund eines Schriftstückes gerichtet hatte, welches letzterer für gefälscht erklärt und worüber er dem Gericht Anzeige erstattet hatte. 8

Oporto, 2. Januar. Heute früh herrschte hier, wie dem „W. T. B.“ berichtet wird, ein Sturm, durch welchen Bäume ent⸗ wurzelt und Dächer fortgerissen wurden. Eine portugiesische Yacht wurde ohne Mannschaft und ohne Masten aufgefunden; man befürchtet, bdaß die Mennschaft, die aus sieben Personen bestand, ums Leben ge⸗ ommen ist.

Lissabon, 1. Januar. Infolge einer Maschinenexplosion brach in dem Elektrizitätswerk der hiesigen Straßenbahn ein großes Feuer aus. Mehrere Personen sind, wie dem „W. T. B.“ berichtet wird, dabei umgekommen. Die norwegische Bark „Undine“ ist während eines Sturmes an der portugfesischen Küste gescheitert; von der Mannschaft sind sieben Personen ertrunken, acht landeten in Nazareth, in der Nähe von Peniche.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. 8

Madrid, 3. Januar. (W. T. B.) Dem „Nacional“

zufolge ist die Protestschrift des Generals Weyler trotz der

Beschlagnahme der Zeitungen in alle Kasernen gelangt. Dasselbe Blatt richtet heftige Angriffe gegen den Präsidenten Mac Kinley und den Botschafter der Vereinigten Staaten Woodford. Heute Abend findet bei Romero Robledo wiederum ein Diner statt, zu welchem fast alle Generale,

darunter auch General Weyler, geladen sind.

Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Central-Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Emil Thomas, a. G.

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Berlin, Montag, den 3. Januar

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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:1897/8

Qualität

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Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

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niedrigster höchster niedrigster

Durchschnitts⸗ preis für 1 Doppel⸗ zentner

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Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglichen Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

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Wind. Wetter.

Temperatur in 0 Celstus 5 C. = 40R.

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OSO I bedeckt 1 NW 2bedeckt Christiansund still heiter Kopenhagen. SW 3 Nebel Stockholm. 2 Nebel aranda. 4 wolkenlos t. Petersbg. 2 bedeckt

Cork, Queens⸗ 89 S wolkig

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Dunst

bedeckt

bedeckt

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Neufahrwasser 768.

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arlsruhe. 771 bedeckt Nebel

Wiesbaden 771 München. 771 Chemnitz 772 wolki Berlin. 769 bedeckt Wien.. 771 heiter Breslau. 770 W Nebel

bhi 766 wolkig EEE1öö115566 wolkenlos

Uebersicht der Witterung.

Der Luftdruck über Zentral⸗Europa ist hoch und gleichmäßig vertheilt, flache Depressionen liegen über der Biscaya und über Lappland, während das Barometer über Südost⸗Europa und der Mitte des Kontinents am höchsten steht. Bei schwacher Luft⸗ bewegung ist das Wetter in Deutschland trocken, im Norden trübe und wärmer, im Süden theils heiter, theils neblig und kälter; die Temperatur liegt fast durchweg über der normalen.

8 Deutsche Seewarte.

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Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern⸗ haus. 4. Vorstellung. Der Evangelimann. Musikalisches Schauspiel in 2 Aufzügen, nach einer von Dr. Leopold Florian Meißner erzählten wahren Begebenheit, von Wilhelm Kienzl. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Tetzlaff. Dekorative Ein⸗ richtung vom Ober⸗Inspektor Brandt. Dirigent: Kapellmeister Dr. Muck. Phantasien im Bremer Rathskeller. Phantastisches Tanzbild frei nach Wilhelm Hauff, von Emil Graeb. Musil von A. Steinmann. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 4. Vorstellung. Mutter Thiele. Ein Charakterbild in 3 Akten von Adolph L'Arronge. (Rose: Frau Clara Meyer, Föramttglied des Königlichen Schauspiels.) Anfang r. Mittwoch: Opernhaus. 5. Vorstellung. Die Zauberflöte. Oper in 2 Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart. Dichtung nach Karl Ludwig Gisecke von Emanuel Schikaneder. Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielhaus. 5. Vorstellung. Das neue Weib. Lustspiel in 4 Aufzügen von Rudolp Stratz. Anfang 7 ½ Uhr. 8

Dentsches Theater. Dienstag:

sunkene Glocke. Anfang 7 ½ Uhr. Mittwoch: Jugendfreunde. Donnerstag: Mädchentraum.

Berliner Theater. Dienstag, Nachmittags 3 Uhr: Dornröschen. Abends 7 ½ Uhr: Die Wunderquelle.

Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr: Doruröschen. Abends 7 ½ Uhr: In Behandlung.

Don stag: Die Wunderquelle

Goethe⸗Theater. (Direktion: Intendant A. Prasch.) Bhf. Zoologischer Garten. Kantstr. 12. Dienstag: TDas Haus des Majors. Anfang

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ther Der Registrator auf Reisen. Anfang 81

Mittwoch: Der Registrator auf Reisen. An⸗ fang 8 Uhr. 8 1 Donnerstag: Wallenstein’s Lager. Die Piccolomini. Anfang 8 Ubr.

Lessing⸗Theater. Dienstag: Im weißen Rößl. Anfang 7 ½ Uhr. 1“ Mittwoch: Im weißen Rößl.

Donnerstag: Im weißen Rößl.

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4 a. /5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Dienstag: Die Logenbrüder. Schwank in 3 Akten von C. Laufs Kraatz. Regie: Hermann Werner. Anfang 2 Mittwoch und folgende Tage: Die Logenbrüder. Sonntag, den 9. Januar, Nachmittags 3 Uhr: Zu volksthümlichen Preisen: Trilby.

Residenz-Theater. Direktion: Theodor Brandt. Dienstag: Sein Trick. (Le Truc de Séraphin.) Schwank in 3 Akten von Maurice Desvallidères und Antony Mars. Uebersetzt und für die deutsche Fücn⸗ bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang

r. Mittwoch und folgende Tage: Sein Trick.

Theater AUnter den Linden. Offenbach⸗ Cyclus. Dienstag: Pariser Leben. Komische Ovperette in 4 Akten (5 Bildern) nach dem Fran⸗ zoͤsischen des Meilhac und Halévy, von Carl Treu⸗ Feaa. Musik von Jacques Offenbach. Anfang

r.

Mittwoch: Gastspiel der Frau Petterson⸗Norries. IX. Abend: Die schöne Helena. 8 8. Januar: velbee großer Masken⸗

all.

Thalia-Theater. (Vormals: Adolph Ernst⸗ Theater.) Dienstag: Das Opferlamm. Schwank in 3 Akten von Oscar Walther und Leo Stein. In Scene gesetzt vom Direktor W. Hasemann. Anfang 7 ½ Uhr

Rich. Schultz. Dienstag: Berliner Fahrten. Burleske Ausstattungsposse in 6 Bildern von Jul. Freund und Wilb. Mann⸗ städt. Musik von Kapellmeister Jul. Einödshofer. Anfang 7 ½ Uhr.

Mittwoch und die folgenden Tage: Berliner

Fahrten.

Konzerte.

Sing-Akademie. Dienstag, Anfang 8 Uhr: Konzert von Adela Herrmann (Gesang). Mit⸗ wirkung: Herr Gustav Lazarus (Klavier).

Saal Bechstein. Dienstag, Anfang 7 ¼ Uhr: Klavier⸗Abend von Jeanne Riß Arbeau.

MUETKFTLAEEEEEMEENMNMETIEERFRAN EHMMRCAAEL Familien⸗Nachrichten.

Verlobt: Frl. Marie Bahlcke mit Hrn. Ritterguts⸗ kesitzer und Sec.⸗Lieut. d. R. Georg Lemke⸗ Passentin (Watzkendorf). Frl. Luise Wiesmann mit Hrn. Regierungs⸗Assessor Friedrich von Laer (Münster i. W.). Frieda Freiin von Lichten⸗ berg mit Hrn. Prem.⸗Lieut. Fritz Dunin von Przychowski (Koburg).

Verehelicht: Hr. Sec.⸗Lieut. Ernst Haarbrücker 8 .Pr.) Frida Schimmelpfennig (Königs⸗ erg i. Pr.).

Gestorben: ür. Hartwig von Levetzow Eeensen. Hr. Oberlehrer Dr. phil. Max Wolter (Breslau Verw. Fr. Louise Schroeder, geb. von Kameke (Kolberg). Fr. Charlotte von Wißmann Tochter Brigitte (Falkenberg). Städtische Lehrerin Frl. Agnes von Puttkamer (Berlin).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Acht Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage),

hr. Mittwoch: König Krause. 1 Donnerstag: Die Fournalisten.

Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung

und das Post⸗Blatt Nr. 1.

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