1898 / 2 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 04 Jan 1898 18:00:01 GMT) scan diff

Streichquartett und einen Satz des Violinkonzerts in D-moll (op. 269: also Arbeiten, die den verschiedenen Schaffensperioden des Tondichters angehören und ein Bild des Ent⸗ wickelungsganges des Komponisten darboten, der auf natürliche Schönheit in Form und Inhalt bedacht war. Zu den ausführenden Künstlern zählten das Halir⸗Quartett, Frau Amalie Joachim, Frau Teresa Carreso, die Herrn Pablo de Sarasate und Josef ofmann; die a cappella- Gesänge wurden von dem Philharmonischen Chor unter der Leitung des Herrn Siegfried Ochs trefflich vorgetragen,

und die Hegleitung der Lieder und des Violinkonzerts hatten Herr

Eoenraad van Bos und Frau Berthe Marx⸗Goldschmidt ühernommen. Alle Nummern des Programms fanden bei der in jeder Beziehung tadellosen Wiedergabe lebhaften Beifall, der zunächst dem galt, aber auch von den ausführenden Künstlern wohl verdient war. b senen gab der hier bereits vortheilhaft bekannte Pianist Moritz Mayer⸗Mahr im Saal der Sing⸗Akademie ein Konzert unter Mitwirkung des Violinisten Anton Witek. Die Ausführung der E-moll-Sonate für Klavier und Violine von Mozart, wie der gefälligen Sonate in G-dur (op. 13) von Grieg war namenflich in Bezug auf das Zusammenspiel lobenswerth. Als Solist ließ sich noch ein jeder mit gleichem Erfolg hören. Besonders gefielen von den Violinvorträgen P Caprice, eine Romanze von M. Mayer⸗Mahr und die arantella von Wieniawski, während der Pianist durch die Wieder⸗ gabe der 32 Variationen von Beethoven, einer Idylle von Flörsheim und einer Paraphrase von Gounod⸗Raff lebhaften Beifall erntete. An demselben Tage debütierte die Altistin Anna Blaauw, eine junge Holländerin, im Saal Bechstein. Ihre Stimme ist klangvoll und durch Frau Schulzen von Asten auch gut ausgebildet. Reinheit der Intonation und Deutlichkeit der Aussprache ließen eben⸗ falls nichts zu wünschen, nur machte ihr Vortrag mehr den Eindruck des mühsam Einstudierten als des Selbstempfundenen. Sie sang Lieder von Schubert, Brahms, Jensen, Nicolai und Anderen. Unterstützt wurde das Konzert durch den jungen Violoncellisten H. Beyer, Schüler von Louis Lübeck am Leipziger Konser⸗ vatorium. Mit geläufiger Technik und geschmackvollem Vortrag brachte der junge Künstler mehrere moderne gefällige Stücke von Goltermann, Gabriel⸗Marie, Lübeck und Anderen aufs wirksamste zur Geltung. Beiden Vortragenden spendete das zahlreich erschienene Publikum lebhaften Beifall. .“

Im Königlichen Opernhaufe geht morgen Mozart's Oper „Die Zauberflöte“ unter Kapellmeister Dr. Muck's Leitung in Scene. Die Besetzung lautet: Sarastro: Herr Mödlinger; Tamino: Herr Philipp; die Königin der Nacht: Fr. Herzog; FHeee. Fräulein Hiedler; Papageno: Herr Hoffmann; Monostatos: err Lieban; Papagena: Fräulein Dietrich; der Sprecher: Herr Bachmann; Priester: Herr Alma; Damen der Königin: Fräulein Kopka, Fräulein Rothauser, Frau Goetze; Genien: Fräulein Weitz, Fräulein Krainz, ohl. Im Königlichen Schauspielhause gelangt morgen das Lustspiel „Das neue Weib“ von Rudolph Stratz zum 18. Mal unter Mitwirkung der Damen Poppe, Abich, von Hochenburger, Schramm,

Conrad, Hausner und der Herren Keßler, Pohl, Oberländer, Vollmer,

Kräaußneck, Hartmann, Hertzer und Heine zur Aufführung.

3 as Schiller⸗Theater veranstaltet, da ein großer Theil der Bestellungen für den ersten Schiller⸗Cyeclus nicht mehr berücksichtigt werden konnte, einen zweiten Schiller⸗Cyclus, der, sieben Vorstellungen umfassend, an Sonntag⸗Nachmittagen stattfindet. Aleé erste Vor⸗ stellung im zweiten Cyclus gehen am Sonntag, den 23. Januar, Nach⸗

mittags, „Die Räuber“ in Scene. Die Ausgabe der Abonnements beginnt am Donnerstag in der Billetabtheilung des Theaters und in

der Trautwein'schen Buchhandlung. Die Abonnementspreise sind auf den Anschlagsäulen ersichtlich.

Am Freitag, den 7. d. M., findet der fünfte Symphonie⸗ Abend der Königlichen Kapelle unter Kapellmeister Dr. Muck’'s

Leitung statt. Zur Aufführung kommen die Ouvertüren zu „Der Corsar“ von Berlioz, die Symphonie „Im Walde“ von Raff und die Symphonie in C-moll von Beethoven. Mittags 12 Uhr findet die

öffentliche Hauptprobe statt. Hierzu sind Billets zu 2 und 1 bei Bote u. Bock zu haben.

immer⸗

Das zweite Konzert des Philharmonischen Chors (Diri⸗ ent: Siegfried Ochs) findet am Montag, den 17. Januar, statt. as Programm bietet drei bisher in Berlin noch nicht zur Auffüh⸗

rung gelangte Chorwerke mit Soli von Hans Koeßler, W. Sten⸗ hammer und Arnold Mendelssohn.

Die Pianisten Herren Alfred Cortot und Edouard Risler veranstalten am Sonnabend, den 8. Januar, ein ies tesen Konzert im Saal Bechstein, in welchem sie ausschließlich Werke für zwei Klaviere vortragen werden, und zwar Mozart’s Sonate in D-dur, Variationenwerke von R. Schumann und Wilh. Berger, das „Concert pathétique“ von Lisfzt, „Caprice mélancolique“ ven Ie Hahn, „Trois valses romantiques“ von Chabrier und Liszt's „Festklänge“.

Bei dem Orgelvortag in der Marienkirche am Mittwoch, den 5. Januar, ittags 12 Uhr, werden Frau Marie Kornaätis, Fräulein Ameline Rehbein, der Violoncellist Herr Heinrich Beyer, Herr Robert Schwießelmann und Herr Musikdirektor Dienel Kom⸗ positionen von Seb. Bach, Händel, Adam, Otto Brieger, Goltermann und Dienel zu Gehör bringen. Der Eintritt ist frei.

Am Donnerstag, den 6. Januar, Abends von 7 bis 8 Uhr, findet in der Heilig⸗Kreuz⸗Kirche am Blücherplatz ein Konzert des Organisten Bernhard Irrgang unter Mitwirkung vou Fräulein Helene Linsener (Mezzosopran) und Herrn A. Niko. Harzen⸗Müller (Baß) statt. Zum Vortrag gelangen u. a. zwei Duettscenen aus den Oratorien „Elias“ und „Die Auferweckung des Lazarus“. Der Eintritt ist frei.

Ein Noten⸗Skizzenbuch von Mozart, dessen Vorhanden⸗ sein bisher ganz unbekannt war, ist neuerdings in Berlin ans Licht gekommen. Dasselbe stammt, wie die Aufschrift von dem Vater Mozart's besagt, aus London vom Jahre 1764. Es ist ein kleiner Band in Queroktav⸗Format, dessen 42 Blätter ganz mit Kompositions Ent⸗ würfen von der des damals achtjährigen Knaben angefüllt sind. Das interessante Werk befand sich bisher im Privatbesitz und ist neuer⸗ dings von dem Eigenthümer dem Vorstande der Berliner Mozart⸗ Gemeinde zur Einsicht überlassen worden. Nach der erfolgten sorg⸗ fältigen Prüfung ist die Echtheit vollkommen festgestellt. Da sich unter den Entwürfen viele anziehende musikalische Stücke befinden, so bilden diese Skizzen einen wichtigen Beitrag zur Entwickelungsgeschichte Mozart's. Das im Laufe des Monats Januar erscheinende fünfte Heft der von Professor Rudolph Genée für die Mitglieder heraus⸗ gegebenen „Mittheilungen für die Mozart⸗Gemeinde in Berlin“ (Verlag von E. S. Mittler u. Sohn hierselbst) wird in einer besonderen Musikbeilage eine große Anzahl dieser Noten⸗Skizzen, theils in Noten⸗Druck, theils in Faksimilierungen der Originalhand⸗

schrift, zur Kenntniß weiterer Kreise bringen.

88

Mannigfaltiges.

Im Architekten⸗Verein zu Berlin hielt der Regierungs⸗ und Baurath Gild unlängst einen Vortrag über den von der Firma Siemens u. Halske begonnenen Bau der elektrischen Hochbahn von der Warschauer Brücke nach dem Bahnhof Zoologischer Garten, dem folgende interessante Einzelbeiten entnommen seien: Die Kosten des ganzen Unternehmens werden sich nach dem Anschlage auf 22 Millionen Mark belaufen, wovon 8 Millionen auf Grunderwerb und ebensoviel auf die Herstellung der Viadukte, 1 450 000 auf den Wagenpark entfallen. Der Oberbau ist auf 850 000 ℳ, die elektri⸗ schen Signal⸗, Block⸗ und Weichensicherungs⸗Anlagen sind auf 150 000 veranschlagt. Die Haltestellen werden 550 000 ℳ, die Werkstätten, Betriebsbahnhöfe und 290 000 beanspruchen. Die eigentliche elektrischen nlage erfordert 860 000 für die Kraftstation nebst Verwaltungsgebäude an der Inscheerftraßr. 600 000 für die Leitungen. Endlich sind Vorarbeiten, Verwaltungskosten während des Baues und unvorhergesehene Ausgaben mit 1 250 000 eingestellt. für die Zeit des Baues sind, wie ersichtlich, nicht berücksichtigt; sie werden die Gesammtkosten auf 24 bis 25 Millionen Mark anschwellen lassen. Die Höhenlage der Bahn ist zumeist 5,3 m Schienenoberkante über Straßenkrone; nur in der Gitschinerstraße wird diese Höhe etwas überschritten, dagegen auf den Mittelstreifen der Gürtelstraßen auf 3,55 m, d. i. 2,8 m lichter Höhe bis zur Konstruktions⸗Unterkante, eingeschränkt. Die Bahnkurven sind nirgends stärker gekrümmt, als im Kreisbogen mit dem Halbmesser von 60 m; im allgemeinen

stattet,

1

ist die Krümmung von 120 m Radius maßgebend. Es kommen nur sehr geringe Steigungen vor. Lediglich an zwei Stellen ist eine Stei⸗ gung bis zu 26 auf 1000 vorhanden, nämlich bei Ueberschneidung der Bahnhöfe und auf einer 400 m langen Strecke der Abzweigung nach dem Potsdamer Bahnhof, wo der Endbahnhof unter der östlichen Zufuhrstraße unmittelbar an die Königgrätzer Straße zu liegen kommt, also nahe der Stelle des gegenwärtig noch vorhandenen Kirchhofs. Große Aufmerksamkeit ist auf die Fahrbahn⸗Decke gewandt, um das Geräusch beim Befahren des Viadukts nach Peh.c zu dämpfen. Als schalldämpfendes Material wird grober Sand oder Kies zur Füllung benutzt. Außerdem werden auf den Querträgern imprägnierte Filzplatten oder Holzfutter unter die Schienen geschoben. Auch sind auf den unteren Flantschen der Querträger stehende Tonnen⸗Bleche angeordnet und bis über ihren Scheitel mit Kies ge⸗ füllt. Ueber der Kiesschichte der Fahrbahn liegt eine Asphaltdecke, welche nach einem Entwässerungsstutzen abfällt. Konzessionsmäßig ist eine Geschwindigkeit der Fahrt bis zu 50 km in der Stunde ge⸗ die Fahrpläne werden indessen nur mit 40 km auf⸗ gestellt sein. Unter Berücksichtigung des Aufenthalts auf den Stationen wird die Durchschnittsgeschwindigkeit 27 ½ km nicht übersteigen. Stationen werden sein: Warschauer Brücke, zugleich vor⸗ läufiger Endbahnhof, von wo eine spätere Fortsetzung nach dem Zentral⸗Viehhof geplant ist, Stralauer Thor, Schlesisches Thor (dazwischen der Spreeübergang auf der imposanten Oberbaumbrücke), Görlitzer Bahnhof, Kottbuser Thor, Prinzenstraße, Hallesches Thor, Möckernbrücke, Potsdamerstraße, Nollendorfplatz, Wittenbergplatz und Zoologischer Garten. Am eisenbahnfiskalischen Gelände des alten Dresdener Bahnhofes findet die Abzweigung nach dem Potsdamer Bahn⸗ hof statt. Die Geleife werden hierein Dreieck bilden, bei dem jede Kreuzung in Schienenhöhe vermieden ist. Dieser Punkt verspricht konstruktiv der interessanteste der ganzen Linie zu werden. Für die Strecke jenseits der Potsdamerstraße bis zum Zoologischen Garten hat die Firma Siemens u. Halske einen Wettbewerb zur E langung von Ent⸗ würfen für die dem Viadukt zu gebende, auch den Gesetzen der Schönheit gerecht werdende Gestalt ausgeschrieben, nachdem ihr wegen des schon errichteten Viadukts in der Gitschiner⸗ straße der Vorwurf der Nüchternheit und allzu großer Kahlheit der Konstruktionen gemacht worden ist. Die Bahn soll um die Mitte des Jahres 1899 auf der Strecke Warschauer Brücke Hallesches Thor und im Frühjahr 1900 auf der Reststrecke bis zum Bahnhof Zoologischer Garten eröffnet werden.

Das Programm der bereits angekündigten Vorträge, welche der Verein „Berliner Presse“ auch in diesem Jahre zum Besten seiner Unterstützungskassen veranstaltet, ist nunmehr, wie folgt, festgestellt: Donnerstag, 6. Januar, Dr. Max Dreyer: „Vater und Sohn“; Donnerstag, 20. Januar, Geheimer Medizinal⸗Rath, Pro⸗ fessor Dr. Schweninger: „Aerztliche Plaudereien“; Donnerstag, 3. Februar, Rudolf Stratz: „Vom Gipfel des Montblanc, ein Stimmungsbild“, und Heinrich Seidel: „Humocristisches“; Donners⸗ tag, 10. Februar, Dichtungen verschiedener Meister, gelesen von Frau PGg. Conrad, mit literarischem Vorwort von Dr. Paul Schlenther;

onnerstag, 17. Februar, Humoristischer Abend: Johannes Trojan: „Humoristische Gedichte“, Sigmar Mehring: „Champagner⸗Geist“ und anderes, und Otto Sommerstorff: „Eigene Scherzgedichte’; Donners⸗ tag, 3. März, Ossip Schubin (Fräulein Lola Kirschner, Schloß Bonrepos): „Novellistisches“. Die Vorträge finden statt im großen Saale des Architektenhauses, Berlin SW., Wilhelmstr. 92 (Anfan stets Punkt 8 Uhr Abends). Eintrittskarten zum Preise von 15, 18 und 10 für sämmtliche Vorträge und von 3 und 1,50 für den ersten Vortrag sind zu haben in den Buchhandlungen von Amelang (Potsdamerstr. 126), Lazarus (Friedrichstr. 66), Speyer u. Peters (Unter den Linden 43), Trautwein (Leipzigerstr. 8) und, soweit der Vorrath reicht, an der Abendkasse.

Toronto (Canada), 4. Januar. „W. T. B.“ meldet: Bei einer sehr stark besuchten Volksversammlung, welche gestern Abend im Rathhause von London (Canada) stattfand, brach der Fußboden ein. gekommen. L1“ EC11“ 8

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

t vom 4. Januar, Morgens.

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red. in Millim.

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Grube. Donnersta

Wind. Wetter.

Temperatur in 0 Celsius 5 0C. = 40R.

Bar. auf 0 Gr. zu. d. Meeres

762 WSW lIl bbedeckt 759 SW 2 bedeckt 761 OSO 6 wolkenlos 769 WSW 2 Regen 767 NO 4 bedeckt 777 still heiter

SW bedeckt SSO Dunst SW bedeckt SSO Nebel Dunst bedeckt Dunst

halb bed. bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt

2—8 SO

Tork/Queens⸗ 777766 Sylt 768 Hamburg 760 Swinemünde 769 Neufahrwasser 769 Memel 767

1II bd09n dododo SOsoeoreoeeoe bdo S

Karlsruhe. 773 Behandlung. Wiesbaden 772 München 774 Chemnitz 771 Berlin. 770 Wien.. 775 Nebel

Breslau. 773 bedeckt

e dAix. 769 heffe Wr 775 still beiter E. .. 774 still bedeckt

Uebersicht der Witterung.

Der Luftdruck über Nordwest⸗Europa ist wieder in starker Abnahme begriffen, eine Depression von mäßiger Tiefe liegt nördlich von Schottland gegen⸗

ber einem Maximum über Südfrankreich. Die ltbewessg ist auf dem ganzen Gebiete schwach,

ur zu Skudesnäs wehen stürmische südöstliche Winde. In Deutschland ist das Wetter ruhig, trübe, im Norden mild, im Süden bei nahezu nor⸗ malen Wärmeverhältnissen; an der Küste ist stellen⸗ weise etwas Regen gefallen.

Deutsche Seewarte.

AEIIIE“

handlung.

7 ½ Uhr.

Stuart.

fang 8 Uhr. Donnerstag: Picrolomindt.

Rößl.

Theater.

Küönigliche Schanspiele. Mittwoch: Opern⸗ heaus. 5. Vorstellung. Die Zauberflöte. Oper in 2 Aufzügen von Amadeus Mozart. 8531 nach Karl Ludwig Gifecke von Emanuel Schikaneder. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Tetzlaff. Dekorative Einrichtung vom Ober⸗Inspektor

Logeubrüder.

7 ½ Uhr.

s Dirigent: Kapellmeister Dr. Muck. Anfang

Schauspielhaus. Lustspiel in 4 Aufzügen von Rudolph Stratz. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Max Anfang 7 ½ Uhr. g: Opernhaus. 6. Vorstellung. Carmen.

Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Henry Meilhac und Ludovic Halévy, nach einer Novelle des Pr Graeb. Anfang

Schauspielhaus. 6. Vorstellung. Der G'wissens⸗ wurm. Bauernkomödie in 4 Aufzügen von Ludwig Anzengruber. Anfang 7 ½ Uhr.

osper Mérimée. ½ Uhr.

Deutsches Theater. Mittwoch: Zum 25. Male: Jugendfreunde. Anfang 7 ½ Uhr.

Donnerstag: Mädchentraum.

Freitag: Agnes Jordan.

Berliner Theater. 3 Uhr: Dornröschen. Abends 7 ½ Uhr: In

Donnerstag: Die Wunderquelle. Freitag (17. Abonnements⸗Vorstellung): In Be⸗

Goethe-Theater. Bbf. Zoologischer Garten. Kantstr. 12. Mittwoch: König Krause.

Donnerstag: Die Journalisten. Freitag (18. Abonnements⸗Vorstellung): Maria

Schiller ⸗Theater. Mittwoch: Der Registrator auf Reisen. An⸗

Wallenstein’s Lager. Die Anfang 8 Uhr. Freitag: Die wilde Jagd. Anfang 8 Uhr.

Lessing⸗Theater. Mittwoch:

Anfang 7 ½ Uhr.

Donnerstag: Im weißen Rößl. reitag: Bartel Turaser. onnabend: Im weißen Rößl.

Nenes Theater. Direktion: Sigmund Lautenburg. Mittwoch: Die Schwank in 3 und C. Kraatz. Regie: Hermann Werner. Anfang

5. Vorstellung. Das neue volksthümlichen Preisen: Trilby.

Text von und Antony Mars.

Tanz von Emil 7 ½ Uhr.

Bei halben Preisen: Dorina.

Cyelus. Mittwoch:

elena. Komische eilhac und Halévy.

Mittwoch,

Nachmittags von Julius Fr sche.

Korolanyi. ang 7 ½ Uhr Die schöne Helena.

Sonnabend, den 8. Januar: Maskenball.

Anfang Anfang 7 ½ Uhr

(Wallner ⸗Theater.)

Berliner Fahrten.

in 6 Bildern von Jul. städt. Anfang 7 ½ Uhr.

Fahrten.

Donnerstag und folgende Tage: Die Logenbrüder. Sonntag, den 9. Januar, Nachmittags 3 Uhr: Zu

Residenz-Theater. Direktion: Theodor Brandt. Mittwoch: Sein Trick. (Le Truc de Séraphin.) Schwank in 3 Akten von Maurice Desvallières Uebersetzt und für die deutsche Bühne bearbeitet von Benno Jacobson.

Donnerstag und folgende Tage: Sein Trick. Sonntag, den 9. Januar, Nachmittags 3 Uhr:

Theater Unter den Linden. IX. Abend: 1. Aufführung: Gastspiel der Frau Petterson⸗Norrie. Die schöne Operette in 3 Akten von Deutsch von J. Hopp. Musik von Jacques Offenbach. In Scene gesetzt Dirigent: Herr Kapellmeister

Donnerstag: Gastspiel der Frau Petterson⸗Norrie. Erster großer

Thalia-Theater. (Vormals: Adolph Ernst⸗

Theater.) Mittwoch: Das Opferlamm. Schwank in 3 Akten von Oscar Walther und Leo Stein. In Scene gesetzt vom Direktor W. Hasemann.

Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Central-Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion:

Rich. Schultz. Mittwoch: Emil Thomas, a. G. Burleske Ausstattungspofse Freund und Wilh. Mann⸗ Musik von Kapellmeister Jul. Einsdshofer.

Donnerstag und die folgenden Tage: Berliner

Saal des Hôtel de Roöme. Mittwoch, Anfang 8 Uhr. Brahms⸗Abend von Sophie Schröter. Mitwirkung: Waldemar Meyer⸗ Quartett.

Familien⸗Nachrichten.

Verlobt: Frl. Marie von Bredow mit Hrn. Pro vinzial⸗Vikar Paul Fabianke b. Bromberg). Frl. Thekla Doehn mit Hrn. Sec.⸗Lieut. Georg Brandt (Kl. Gartz). 8

ertha von Ploetz mit Hrn. Rittergutsbesitzer 88 von Sr g Lnnen Se6. Tützpatz). Frl. Magdalene nselmann mi Offenbach⸗ er Sec.⸗Lieut. Richard Taesler (Thorn).

Anfang

rl. Marie Wetzel mit Hrn. Oberlehrer Wilhelm

chreiber (Charlottenburg Berlin). Frl. Martha Baethcke mit Hrn. Berg⸗Ingenieur Günther Frhrn. von Wangenheim (Georgenthal i. Th. Scafa [Chieti], Italien).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Major von Hänisch (Brandenburg a. H.). Hrn. Hauptmann Louis von Koseritz (Zabern). Hrn. Prem.⸗Lieut. Roderich von Roeder (Düsseldorf). Hrn. Ober⸗ Regierungs⸗Rath Dr. Georg schaelis (Arns⸗ berg i. W.). Hrn. Geheimen Regierungs⸗Rath Körte (Stettin). Eine Tochter: Hrn. Prem Lieut. Karl von Rheinbaben (Spandau). Hrn. Stabsarzt Dr. Knoch (Wesel).

Gestorben: Hr. Regierungs⸗ und Baurath a. D. Otto von Irminger (Groß⸗Lichterfelde). Hr. Majoratsherr und Prem. Lieut. a. D. Johann Nepomuk Rust (Schloß Kleutsch). Hr. General⸗

1 Major z. D. Eduard von Treskow (Cassel).

Hr. Feuptmenn a. D. Heinrich Quade (Breslau). Hr. Medizinal⸗Rath Dr. Ludwig Ruge

(Steglit). Hr. Geheimer Rechnungs⸗Rath udolph Büttner (Potsdam). Mathilde Freifr.

von Schele, geb. von vee (Bückeburg).

Frl. Agnes von Raumer (Berlin).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Im weißen 878

Schiffbauerdamm 4 a. /5.

Violine).

Konzerte.

Sing-Akademie. Mittwoch, Anfang 8 Uhr: II. Klavier⸗Abend von Courad Ansorge.

Saal Bechstein. Mittwoch, Anfang 7 ½ Uhr: Konzert von Marianne Chales de Beaulieu kten von C. Laufs (Felang) Mitwirkung: Herr Ossip Schnirlin

1 Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. 8 Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einschließlich Börfen⸗Beilage),

lichen Anz (Kommanditgesellschaften au

Aktien und Aktiengesellschaften) für die Woche vom 27. bis 31. Dezember 1897.

Angeblich sind 100 Personen dabei ums Leben

Köslin Debenke

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗

somi- die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des sgere,

zum Deut chen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeiger

No. 2.

Königreich Preußen.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

Bekanntmachung.

Hierunter wird eine u“ der in den Jahren 1898 und 1899 behufs anderweiter Verpachtung zur öffentlichen Ausbietung kommenden Domänen⸗ vorwerke zur allgemeinen Kenntniß gebracht.

der Königlich preußischen Domänen⸗Vorwerke, welche in den Jahren 1898 und 1899 behufs anderweiter Ve

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 4. Januar

1898.

von der Geheimen Domänen⸗Registratur meines Mini eriums 1“ Nr. 7), sowie von den Domänen⸗Registraturen der Königlichen Regierungen (ausschließlich derjenigen in 89

Die Königlichen sind angewiesen, Pacht⸗ lustigen anf portofreies Ansuchen die gedruckten allgemeinen und die besonderen ZEE sowie die Lizi⸗ tationsregeln für jede Domäne gegen Erstattung der Schreib⸗ und Druckkosten mitzutheilen. Auch wird von den 5 neten vBhacden den Pachtlu tigen, welche auf bestimmte Domänen

Rheinprovinz, Westfalen, Osnabrück und Sigmaringen) au zeheinn es 28* schriftliches Gesuch unentgeltli

verabfolgt. Berlin, den 24. Dezember 1897.

Der Minister für Landwirthschaft, Domänen un reiherr von Hammerstein

reflektieren, auf Wunsch von den Bietungsterminen, sowie von dem Betrage des nachzuweisenden Vermögens noch besonders Nachricht gegeben werden.

Exemplare der Eingangs gedachten Nachweisung werden

Nachweisung 8 rpachtung öffentlich ausgeboten werden sollen.

13.

4. 5.

6. 7 8. 9. 10.

vagae der

Namen gegen⸗ wärtig mit den⸗

Regierungs⸗ der lnen Sngs Bezirk. einze

pachteten Vorwerke. Grund⸗

stücke. ha

1 Betra . Grund⸗ eßiger des Ver⸗

darunter Jetzige steuer⸗ Pa 15 mögens

befinden sich:

Zinsen 8. 8 Bisherige Künftige

Grund⸗ von Verpacht. Pachtperiode. Pachtperiode.

Acker Wiesenß stüce] Melio⸗ nachge⸗

Spalte 5.) rations⸗ wiesenwer⸗ kapitalien. den mußte.

ha ha

Rathstube, Starrenczin

do. Subkau Alt⸗Landsberg,

Neuvorwerk Bernstein

Niederbarnim Soldin

Potsdam Frankfurt a. O.

Arnswalde Saatzig

Neu⸗Schönfeld Marienfließ Franzburg Klein⸗Kordshagen

do. Müggenhall Segebadenhau Althöfchen,

Semmritz, Neuvorwerk

Grimmen Schwerin a. W.

Wanglau

Klein⸗Walters⸗

dorf, Wiesau Proskau, Zlattnik, Klein⸗Schimnitz, Neuvorwerk Wanzleben Blumenberg

Bolkenhain Oppeln

Liegnitz Oppeln

Magdeburg

Wolmirstedt

Kalbe

Wanzleben Wanzleben,

8 Buch

88 88 8 ebur Mansfe’der Merseherz. (.gen 99.

Lüneburg

Klostermansfeld Gerode Kloster Veßra Marienthal

Neuhof

Domanial⸗ Plätze. Norden Ernst August⸗

Polder 1. do⸗ Ernst August⸗ 8 8be Polder II. do. Wester Char⸗

8 lotten⸗Polder Emden Klein⸗Heiselhusen Wittmund

Nordwerdum

I. Vorwerke, welche 1898 zur Ausbietung kommen.

37 00 000 ohannis Johannis 1“ S 1 Sehcrag 1899/1917

100 000 s do.

2 3 km von der Dirschau⸗Bromberger Chaussee, 2 km von der Essenhahnhalteftell Subkau, 15 km von Dirschau und 17 km v Stargard. 1

3 I der Eüsenbahnstation Subkau, durch Chaussee mit letzterer

verbunden, 12 km von Dirschau.

5 km vom Bahnhof Fredersdorf im Vorortverkehr Berlin —Straus⸗ berg. Brennerei in fiskalischen Gebäuden.

Vom Jahre 1898 ab Station der Eisenbahn Glasow —Arnswalde, Nebenbahn der Linie Stargard —Küstrin, 18 km von Arnswalde, Station der Breslau⸗Stargarder Eisenbahn, an der Chaussee nach Landsberg a. W. una h. ““ theils in

ischen, theils in Gebäuden des Pächters. 1n sche Albeilaam, Station der Stargard⸗Küstriner Eisenbahn.

Stärkefabrik in fiskalischem Gebäude. 7 Station der Breslau⸗Stargarder Eisenbahn.

47 und 6 425 15 104 11

Weih⸗ 170 00 do.

Trinitatis

1849 bis

Johannis 1899

Johannis 1881/1899 Johannis 1883/1898

31 886 10 118

17 251 16 743

16 914 20 055 8 667

9 673 9 820 Johannis

1898/1916 An der Chaussee Stargard— Jakobshagen, 3 km von der Station

Johannis Johannis flee S 1 9 tettin⸗Danziger Eisenbahn), mit dieser durch Kleinbahn 1“ Brennerei in fiskalischen Gebäuden.

do. 1 24 km von Franzburg, 6 km von Stralsund. Haltestelle der Klein⸗

bahn Stralsund —Barth. 2 1 4 km von Richtenberg und 23 km von

lsund. 118e 88 Grimmen, 14 km von Greifswald und 10 km vom Bahnhof Miltzow. 13 8 von der Station Tempel (Eisenbahnstrecke Repp 8* 6 8 8 Snaes Peehe

. W.), m von Schwerin a. W. 1 Ebguffee Jlesen Schwetin a. W. Brennerei in fiskalischem

8 8 Gebäude. 8 70 000 1,3 km von der Station Pudewitz (Eisenbahn Posen —Thorn) und

1 km von der Chaussee Pudewitz —Kostschin. 60 000 do. 5 Station nden 1 (Eisenbahn Posen —- Thorn) und 70 000 do.

12 931 18 833 18 363

3 km von der Chaussee Pudewitz —Welnau. 1 1 km von der Kreisstadt und Eisenbahnstation Bolkenhain.

116“ 12 km von Oppeln, an der Chaussee Oppeln —Zülz Neustadt O.⸗S 250 000 April 1881 Brauerei Brennerei in fiskalischen GerJanee 8

bis 1 Station der Eisenbahnen Magdeburg-— Oschersleben Iberstadt, ezen stion, der. Dschehszeben. Pannanschereis und Eisle en —Staß⸗ furt. Brennerei in Gebäuden des Pächters. Jährlich etwa 108 ha mit Zuckerrüben bestellt. Zuckerfabrik in Groß⸗Wanzleben, Chaussee dorthin (2 ¼ km). Kreischaussee nach der etwa 3 km entfernten Kreisstadt und Eisen⸗ bahnstation Wolmirstedt. Jährlich etwa 30 ha mit Zuckerrüben bestellt. Zuckerfabrik in Wolmirstedt. Spiritusbrennerei in fiska⸗ lischen Gebäuden. 1 ¾ 88 von der gleichnamigen Haltestelle der Eisenbahn Magdeburg Leipzig. Chaussee⸗Verbindung nach Zuchau sowie über Ra och nach Lödderitz und Aken. Jährlich etwa 64 ha mit e bestellt. Eine dem Pächter der Domäne Patzetz gehörige Zucker⸗ fabrik bei Groß⸗Rosenburg (4,5 km). Das Sitzvorwerk Klein⸗Rosenburg 6 km von der Haltestelle Hape⸗ der Eisenbahn Magdeburg Leipzig. Chausseeverbindungen zwischen Groß⸗Rosenburg und Werkleitz einerseits und Breitenhagen anderer⸗ seits, sowie zwischen Breitenhagen und Lödderitz. „Jährlich etwa 217 ha mit Zuckerrüben bestellt. Eine dem Domänenpächter ge⸗ hörige Zuckerfabrik auf privatem Grund und Boden bei Groß⸗ Rosenburg. Brennerei und Brauerei in Groß⸗Rosenburg 2 Betrieb. Ziegelei auf fiskalischem Grund und Boden bei Klein⸗ Rosenburg. Stüalen 5 Eisleben⸗Staßfurter Eisenbahn. 2 ½ km von Station Blumenberg. Vorwerk Buch % km von Wanzleben. Jährlich etwa 217 ha mit Zuckerrüben bestellt. Zuckerf rik in Groß⸗W leben. Kalkbrennerei. do. 1 km von der Eisenbahnstation Mansfeld. 1“ 8

16 km von der Station Tettenborn⸗Sachsa der Nordhausen⸗ Johannis 1er. .n veisentan Veßra der Bahnstrecke

anic hnaene. Lüneburg—Artlenburg, von letzterem, unmittelbar an der Elbe liegendem Orte etwa 1 km entfernt.

3 km von Horneburg, Station der Unterelbe⸗Bahn

200 000

32 064 12 020

1421 7388

11 932 5 571

Johannis

ohannis 8 1898/1916

1890/1898 Johannis 1881/1899 1. Mai 1881 bis Johannis 1899 do. do.

Themar

2 349

1““

1. Mai 1899/1911 do.

1. Mai

1887/1899 Unweit der Landstraße Grimersum Norden.

8 2 km 88. 82 Lüssehes⸗ Westermarsch Norden Eisenbahnstation Norden. 2 von der Landstraße Pewsum Emden.

öI11““ weit des landstraßenmäßig ausgebauten Werdumer⸗Altendeichsweges, 98 km von der Sbsesse Werdum Esens.

Sielhof

An der Landstraße Westeraccumersiel —Bensersiel.