1898 / 4 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 06 Jan 1898 18:00:01 GMT) scan diff

Türkei. Der neuernannte russische Botschafter Sinowjew ist, wie „W. T. B.“ meldet, am 3. d. M. in Konstantinopel angekommen und am Bosporus von dem Introducteur des Ambassadeurs Ibrahim Rasich Bey und den Adjutanten des Sultans empfangen worden. 1

Die Mitglieder der griechischen Gesandtschaft sind mit dem Beglaubigungsschreiben für den Fürsten Mavrocor⸗ dato in Konstantinopel eingetroffen.

Ein Irade ertheilt die Ermächtigung zum Beginn von Verhandlungen mit Griechenland über den Abschluß einer Spezialkonvention. Die erste Sitzung in dieser An⸗ gelegenheit wird wahrscheinlich am Sonnabend stattfinden.

Der Archimandrit Methodius ist am Dienstag zum Bischof von Ochrida für den nach Monastir versetzten Bischof Gregorius geweiht worden. Die bulgarischen Erzbischöfe Gregorius und Constant sind von Konstantinopel wieder abgereist. Der bulgarische diplomatische bös Markow hat sich zum Weihnachtsfest nach Sofia begeben. Dem Wiener „Telegr. Korresp.⸗Bureau“ zufolge, hat die Pforte die Absicht, den serbischen und rumänischen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Serben erhielten bereits die Be⸗ willigung zur Errichtung einiger Schulen im Vilajet Salonichi, und einem wiederholt geäußerten Wunsche gemaͤß wurde der Gehilfe des Vali von Uesküb Pandurow, ein Bulgare, abgelöst.

Ein Irade verfügt die Entsendung einer Kommission von Vertretern des Scheich ul⸗Islams und des Unterrichts⸗ amtes in die Vilajets Skutari, Monastir, Kossowo und Janina behufs Gründung von Mittelschulen sowie von Militär⸗ und Zivil⸗Vorbereitungsschulen.

Ein zweites Irade bestätigt die vom Scheich ul⸗Islam veeteft begen. in das Vilajet Bagdad zu entsendenden

em as.

Ein drittes Irade verfügt die Entsendung nach Klein⸗Asien. Griechenland.

Die Deputirtenkammer ist, wie „W. T. B.“ meldet, zum 8. d. M. einberufen worden; in dieser Sitzung wird der I das Budget für 1898 vorlegen. em Journal „Asty“ zufolge hat die internationale Kommission für die Kontrole der griechischen Finanzen den Budgetentwurf für die fünf Jahre bis 1902 festgestellt. Danach sind für 1898 die Ausgaben auf 61 Millionen, die Einnahmen auf 75 Millionen Drachmen, für 1902 die Ausgaben auf 86, die Einnahmen auf 102 Millionen veranschlagt. Diese Budgets werden von der Kom⸗ mission lediglich vorschlagsweise dem Finanz⸗Minister unter⸗ breitet werden; in demselben Sinne werden von der Kommission verschiedene Maßregeln bezüglich der Veranschlagung und Er⸗ hebung der Steuern empfohlen werden. Die Arbeiten der Kommission sind fast beendet. 1 Der Kriegs⸗Minister, General Smolenski hat an die Ober⸗Befehlshaber der Armee⸗Korps ein Rundschreiben er⸗ lassen, in welchem er den Offizieren unter Androhung der chwersten Disziplinarstrafen jede Theilnahme an geheimen Gesellschaften, wie der „Ethnike Hetairia“, verbietet. F Serbien. Durch einen Ukas des Königs wurde, wie „W. T. B.“ aus Belgrad meldet, bestimmt, daß das Budget für 1896, welches auch für 1897 galt, für 1898 ebenfalls Geltung behält, nd zwar solange, bis ein Budget für 1898 von der Skupschtina angenommen sein wird. Ameriku. Der Senator Teller hat, wie Washington berichtet, im Senat eine Resolution ein⸗ ebracht, nach welcher Kapital und Zinsen von Bonds der Vereinigten Staaten je nach Belieben der Regierung in Silber ezahlt werden können.

Aus Kalkutta wird gemeldet, daß der General Veatman⸗ Biggs an den Folgen der Beschwerden des Grenzfeldzuges in Peschawur gestorden sei. 1“

Afrika. B

.““ 5

Die deutschen Kreuzer „Deutschland“ und „Gefion“ ind, wie „W. T. B.“ meldet, gestern in Port Said ein⸗ etroffen. Der Gouverneur von Port Said, der dortige ritische Konsul und die Kommandanten der desag vor Anker iegenden britischen und französischen Kriegsschiffe statteten Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Heinrich von Preußen Besuche ab, welche Höchstderselbe alsbald er⸗ widerte. Der Kreuzer „Gefion“ trat gestern Abend die Weiterreise durch den Suezkanal an. 1

Wie die „Times“ aus Kassala meldet, sind dort am 4. Januar Kapitän Me' Kerrell mit 100 Kameelreitern und Sidi Ali mit über 400 Mann von Suakin über Khorbaraka nach 14tägigem Marsche eingetroffen.

Nr. 1 der „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Ge⸗ undheitsamts“ vom 5. Januar hat folgenden Inhalt: Personal⸗ achrichten. Bemerkung zur Krankenhaus⸗Statistik. Gesundheits⸗

stand und Gang der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln gegen Pest. Desgl. gegen Gelbfieber. Sterblichkeit in deutschen Orten mit 15 000 und mehr Einwohnern, 1896. Desgl. in Preußen, 1894/95. Bewegung der Bevölkerung ꝛc. in Baden, 1889/95. Todesursachen in den Städten Dänemarks, 1895. Japanischer Sanitätsbericht, 1893/94. Bewegung der Bevölkerung ꝛc. in Viktoria, 1894/95. Gesetzgebung u. s. w. (Anhalt.) Viehställe ꝛc. QOesterreich. Böhmen.) Trachom. (Kärnten.) Badestuben. (Schweiz. Kanton St. Gallen.) Medizinische Berufsarten. (Nor⸗ vegen⸗ Fleischkontrole ꝛc. (Hongkong.) Wohnungen. Gang der Thierseuchen in Rußland, 1897. Desgl. in Schweden. Rinder⸗ pest in Süd⸗Afrika. Desgl. in Deutsch⸗Südwestafrika. Zeitweilige Maßregeln gegen Thierseuchen. Preuß. „Reg.⸗Bez. Königsberg, Schweden.) Vermischtes. (Deutsches Reich.) Kinderheilstätten, 1896/97. (Hamburg.) Chemisches Staatslaboratorium, 1896. (Italien. Florenz.) Bewegung der Bevölkerung ꝛc., 1896. (Rußland.) Lepra. (Britisch⸗Ostindien. Proo. Assam.) Käͤla⸗ azar. Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. Desgl. in deutschen Stadt⸗ und Landbezirken. Witterung. Grundwasserstand und Bodenwärme in Berlin und München, No⸗ ember. Beilage: Gerichtliche Entscheidungen zum Nahrungs⸗ mittelgesetz (Kaffee, Kakao, Chokolade, Getreide, Mehl, Backwaaren). iZ111“

Fwsls 11““

Statistik und Volkswirthschaft.

Die landwirthschaftlichen Flächen und Betriebe im Großherzogthum Baden.

Der jäüngst erschienene Jahrgang XXVIII des „Statistischen Jahrbuchs für das Großherzogthum Badent bringt eine Reihe von Tabellen über den Stand der Landwirthschaft und der ihr verwandten Wirthschaftszweige (Viehzucht, Forstwirthschaft, Jagd und Fischerei). Besonders beachtenswerth ist die dabei erfolgende erstmalige Ver⸗ öffentlichung von Ergebnissen der mit der Berufszählung vom 14. Juni 1895 verbundenen landwirthschaftlichen Betriebszählung, der eine ein⸗ gehende ziffermäßige Nachweisung der ertragenden und nicht er⸗ tragenden im Jahre 1895 nach den Angaben der Gemeinden bezw. der Katastervermessung vorausgeht. In dieser letzteren Nach⸗ weisung sind die „ertragenden Flächen“ unterschieden in die „gesammte landwirthschaftliche Fläche’ und den „Wald“; erstere umfaßte 880 007 ha, letzterer 550 514 ha; das sind zusammen 1 430 521 ha. Dem steht gegenüber die „nicht ertragende Fläche“ mit 13 964 Ua H un 35 645 ha Wegland ꝛc., 1556 ha Stein⸗

rüchen, Kies⸗, Lehm⸗ ꝛc. Gruben, 10 415 ha Felsen, Sandschollen und anderem Unland, 15 999 ha Gewässern und sonstigen Flächen, zusammen 77 579 ha. Es ergiebt sich sonach eine Gesammtfläche des Staatsgebiets von 1 508 100 ha, wobei die zum gehörende Bodenseefläche (18 100 ha) nicht mitgerechnet i

Die gesammte landwirthschaftliche Fläche wird gebildet von den „eigentlichen landwirthschaftlichen Flächen“ mit 857 856 ha einerseits und den „Reutbergen, Torfmooren ꝛc.“ mit 22 151 ha andererseits. Von den eigentlichen landwirthschaftlichen Flächen kamen auf Ackerfeld 559 347 ha, auf Wiesen 206 319 ha, auf Rebland 19 618 ha, auf Haus⸗ und andere Gärten und Gartenland einschließlich Baumschulen 16 562 ha, auf Kastanienwald 554 ha, auf ständige Weiden 55 456 ha. Seit 1886 ist das Ackerfeld um fast 8000 ha zurückgegangen, während die Wiesen in dieser Zeit um fast 9000 ha zugenommen haben. Zurückgegangen ist außerdem noch die Fläche des Reblandes um rund 1900, die des Kastanienwalds um 436 ha und die der ständigen Weide um 1544 ha; zugenommen hat die Fläche der Gärten u. dergl. um fast 1200 ha. Im Ganzen ist die „gesammte“ landwirthschaftliche Fläche in dem genannten Jahrzehnt von 887 400 auf 880 007 ha zurückgegangen, die Fläche des Waldes dagegen von 540 820 ha auf 550 014 ha estiegen. Bei diesen Veränderungen hat natürlich die fortschreitende Genauigkeit der Aufnahmen eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt. Die Oedungs⸗ kultivierungen baben in den Jahren 1886 bis 1895 durchschnittlich 47,57 ha umfaßt, im Ganzen also 475,7 ha.

Bei der Darstellung der Ergebnisse der landwirthschaftlichen Betriebszählung ist die in Vorstehendem dar 858 Eintheilung der in Betracht kommenden Flächen nicht in gleicher Weise durchgeführt. Hier ist zunächst überhaupt nur berücksichtigt die Gesammtfläche der landwirthschaftlichen Betriebe, diese aber, im Prinzip wenigstens, voll⸗ ständig, d. h. einschließlich der zu den Betrieben gehörenden Waldungen und den nicht ertragenden Flächen, wie Wegen, Hofraithen, Haus⸗ räumen, Gewässern, Oed⸗ und Uaäland u. s. w. Dagegen sind nicht in Rechnung gestellt die nicht mit einem land⸗ wirthschaftlichen Betriebe verbundenen Waldflächen, Oedländereien und sonstigen landwirthschaftlich nicht ertragenden Flächen. Die Gesammtfläche der landwirthschaftlichen Betriebe ist dann wieder eingetheilt in die „landwirthschaftliche Fläche überhaupt“ einerseits und in die „forstwirthschaftlich“ benutzte Fläche andererseits, der sich dann noch das „Oed⸗ und Unland“ (einschl. unkultivierter Weide und Ferige sowie die „sonstige Fläche“ (Haus⸗ und Hofraum, Wege,

ewässer) anschließt. Die „landwirthschaftliche Fläche“ ist weiter unterschieden in die „landwirthschaftlich benutzte Fläche“, d. i. Acker, e bessere Weide, Hopfenland ꝛc., und in die „gärtnerisch benutzte“ und die Fläche des „Reblandes“. Bei dem wohl berechtigten Verlangen der Benufer der Ergebnisse der landwirthschastlichen Betriebsstatistik, die in diesen nachgewiesenen Flächen mit den durch anderweitige behördliche Aufnahmen und durch die Katastervermessungen bekannt gewordenen Flüchenzahlfn in Uebereinstimmung bringen zu können, ist auf diese Ver⸗ schiedenheit in der Eintheilung und Bezeichnung der Flächen immer wieder hinzuweisen. Die Zahlen können sich, auch abgesehen von der verschiedenen Genauigkeit der Aufnahme, nach vorstehenden Darlegungen nicht voll⸗ ständig decken. So wird als „Größe der landwirthschaftlichen Flächen“, d. i. als Gesammtfläche der landwirthschaftlichen Betriebe, wie sie bei der Betriebszählung 1895 angegeben worden ist, das Ausmaß von 1 011755 ha für das Großherzogthum angegeben, die sich auf die

verschiedenen Flächenkategorien, wie folgt, vertheilten: 744 839 ha

I. Landwirthschaftliche Fläche der Betriebe davon 1) landwirthschaftlich benutzt (als Acker, Wiese,

bessere Weide, Hopfenland e) . ..720 409

2) a. gärtnerisch benutztt.. 7 051

b. als Rebland benutzt . . . . . 17,379

55 I1I1“X“ Fläche der Be⸗ davon 1) forstwirthschaftlich benutzt . . . . . . . 2) Oed⸗ und Unland eeinschl. unkultivierter v“ 83) sonstige Flächen (Haus⸗ und Hofraum, Wege, ee1118.. Gesammtflkläche der Betriebe (wie oben) 1 011 755 Diese Gesammtfläche vertheilte sich nach der Zählung vom 14. Juni 1895 auf im Ganzen 236 159 „landwirthschaftliche Betriebe“, und zwar in folgender Weise:

266 916 223 162

29 482

Gesammtfläche der Betriebe in ha davon

landw. gärtn. Reb⸗ forstw. ben. ben. land ben.

1 797 309 196 3 589 7 952 412 578 5 335 34 475 20 625 532 1 211 10 881 74 1131 61 171 868] 2 842 6 043 261 019 209 797 1 991 6 997 34 158 10 239 992] 179 228 1 400 3 761 45 554 20 9 469 194 659 142 706 834 1 197 55 462 50 2 649 116 122 73 854 467 365 35 741 50 100 293 99 488] 18 642 88 126 9 684 100 200 881 24 033]1 11 969 43 104 11 315 200 500 24 12 199 7 030 7 0 4942 500 1000 4 2 7911 2 494 0 2 258 10 0 0 0

1000 u. mehr Im Ganzen 236 159ʃ11 011 755]720 409 7 051 17 379 223 162

Das von der Betriebszählung erfaßte Oed⸗ und Unland sowie die sonstige nicht ertragende Fläche beläuft sich, wie oben angegeben, auf 29 482 + 14 272 = 43 754 ha und ist in vorstehender Uebersicht nicht aufgeführt. Sie entfällt mit 28 204 ha allein auf die Betriebe von 5 bis 50 ha.

Wie die bisher mitgetheilten Zahlen ergeben, umfaßt die land⸗ wirthschaftliche Betriebsstatistik von dem Gesammtareal des Groß⸗ herzogthums von 1 508 100 ha nur 1 011 755 ha. Von der Differenz veazesen allein 327 352 ha auf das nicht mit landwirthschaftlichen Betrieben verbundene Waldland, der Rest zum großen Theil auf die nicht ertragenden Flächen. Bemerkenswerth ist die Differenz beim Rebland, welches nach der Betriebszählung vom 14. Juni 1895 mit 17 379 ha angegeben wird, während es nach den Angaben der Ge⸗ meinden und der Katastervermessung 1895 sich auf 19 618 ha stellte.

Auch die im Eigenbetrieb und im Pachtbetrieb befind⸗ lichen Flächen sind im „Statistischen Jahrbuch’ für die Größenklassen der Betriebe bereits nachgewiesen, ebenso die Zahl der Betriebe, die ausschließlich eigenes, und derjenigen, die ausschließlich gepachtetes

Zahl der Be⸗ im

triebe Ganzen

Größenklassen:

6 469

9,20 ha] 25 000 15 192

0,50 26 472 1 31 013 2 44 435 5 68 554

27 157

Land bewirthschaftete 6 rüünies 8 8 F 1“ 85 16““

111“

2

Gesammtfläche des

Zahl der Betriebe mit ausschließlich

Eigen. Pacht⸗ land land

11 754 6 399

9 520 2 607 . 9652 1144 11072 2785 . N15 823 960 [9232 269 . 42719 131 . 1 690 78

Größenklassen

Eigen⸗ acht⸗ landes E.

5 015 853 11 165 2 626 25 574 5 448 52 244 14 582

207 913 30 178

213 316 21 314

184 028 8 869

109 41 6 219 21 669 7 801 17 989 6 40 10 537 1 661

2227 564 1 203 0

Cdo SSS IlI1III

157 88 43 34 17 4

3 1 1 0

73 683 12 500

1000 und mehr Zusammen

Unter dem sonstigen Land ist hier Dienstland, Antheil an Ge⸗- 1 Bei weitem mehr als die Hälfte der im Ganzen gezählten 236 159 Betriebe bewirthschaften also nicht aus. schließlich Eigenland oder Pachtland. Die Betriebszählung hat be-

meindeland u. dgl. zu verstehen.

kanntlich noch besonders festgestellt, wieviel Betriebe mehr oder weniger als die Hälfte Pachtland bewirthschaften; ein Unterschied zwischen

„Eigenbetrieben“ und „Pachtbetrieben“ als solchen wird aber von ihr bei

den Betrieben mit Eigen⸗ und Pachtland überhaupt nicht gemacht, sodaß selbst Betriebe mit 100 ha Eigenland und 1 . Pachtland nicht als Eigenbetriebe bezeichnet werden. Ob der Sitz der Wirth⸗

schaft, das Gehöft u. dgl. im Eigenbesitz oder im Pachtbesitz des Betriebs..

inhabers sich befindet, wird nirgends nachgewiesen. Die weitere Veröffent⸗ lichung der Ergebnisse der Betriebszählung von 1895 wird voraus⸗ sichtlich auch nach dieser 623 hin gerade für das Großherzogthum Baden mit seiner starken Zersplitterung des landwirthschaftlichen Be⸗ sitzes beachtenswerthe Aufschlüsse bringen. 8

Zur Arbeiterbewegung.

In Pasing bei München ist, wie der „Vorwärts“ berichtet, in der Schuhfabrik von Fepestne ein allgemeiner Ausstand aus⸗ gebrochen. Ursache war die Einführung der neuen Zwickmaschine und der gleichzeitig vorgelegte niedrigere neue Tarif. 47 Arbeiter und Arbeiterinnen.

In Göppingen leeten, nach demselben Blatt, die Planierer und Anschläger der Emaillierwaarenfabrik der Firma Bellino u. Co. wegen Lohnstreites die Arbeit nieder.

Aus Charleroi wird der „Köln. Ztg.“ berichtet, daß auf mehreren Zechen des dortigen Reviers Ausstände wegen der Gruben⸗ ordnungen ausgebrochen sind. An einer Stelle wurden Arbeits⸗ störungen versucht, durch Einschreiten der Gendarmen indeß nieder⸗

ehalten. 88 8 G1“ 1 Kunst und Wissenschaft.

In der Januar⸗Sitzung der Archäologischken Gesellschaft 1*

wurde zunächst der statutenmäßige Kassenbericht erstattet und dann auf Antrag des Herrn Aßmann der vorjährige, aus den Herren R. Schöne, Conze, Kekule von Stradonitz und Trendelen⸗ burg bestehende Vorstand wiedergewählt. Den Haupttheil der Sitzung füllte ein Vortrag des Herrn Lessing über den Hildes⸗ heimer Silberfund aus. Vorwiegend von praktischen Erwägungen ausgehend, führte derselbe aus, daß in dem Silberfunde das Eß“, Trink⸗ und Prunkgeschirr eines römischen Offiziers, der in Deutsch⸗ land im Felde stand, nahezu vollständig vorliege, und zwar, wie das nach römischer Sitte nicht anders zu erwarten sei, für ein Triclinium, d. h. für drei Personen. An den Vortrag schloß sich eine Aussprache zwischen dem Redner und Herrn Winter, der gegen jene Auffassung eine Reihe von Bedenken geltend machte. Wegen der vorgerückten Zeit mußte sich der zweite Redner des Abends, Herr Pomtow, der einen Vortrag über die neuesten Funde in Delphi zugesagt hatte, sehr kurz fassen und beschränkte sich deshalb auf einige Mittheilungen über das Schatzhaus der Knidier, das früher für das der Siphnier galt das der Athener und die Lesche der Knidier.

Die Böcklin⸗Ausstellung in der Akademie der Künste ist wieder um mehrere Gemälde bereichert worden, welche die Lücke aus⸗ füllen, die durch die nothwendig gewordene Ausscheidung des Bildes „Gott Vater zeigt Adam das Paradies“ entstanden war. Mit den

jetzt eingetroffenen Werken Böcklin's, einer noch nirgends gezeigten

„Eberjagd“ aus früherer Zeit und dem „Jagdzug der Diana“ von 1896, hat die Ausstellung ihre Vollständigkeit erreicht. Der Besuch ist anhaltend ein so reger, daß eine der Ausstellung über den 16. Januar hinaus sehr wünschenswert wäre. so sind die Säle jetzt auch in den Abendstunden von bis 10 Uhr dem Publikum geöffnet. Der starke Andrang, der den ruhigen Genuß der Kunstwerke in den Tagesstunden zeitweise geradezu verhindert, wird sich dadurch vertheilen können, und wer den Tag über an seine Arbeit gefesselt ist, findet jetzt Abends die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Das elektrische Licht, das die Wirkung mancher Farben abzuschwächen pflegt, beeinträchtigt die Bilder Böcklin's fast garnicht.

Im Königlichen Kunstgewerbe⸗Museum wird die Sammlung Heckscher aus Wien, welche seit einem Jahre in einem besonderen Raum hinter dem „Goldsaale“ ausgestellt war, am Sonntag geschlossen. Der reiche Schatz an Kostbarkeiten, Juwelen, Emails und mittelalterlichem Kirchengeräth ist nach dem Tode des Besitzers der Familie desselben zugefallen, welche die Sammlung nunmehr übernimmt, um sie zu verwerthen. Die Familie hat dem Museum drei sehr werthvolle Stücke zum Geschenk gemacht.

““ 81

Um das Kunsthandwerk zu fördern und insbesondere seine würdige Vertretung auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 zu unterstützen, hat sich, wie W. T. B.“ meldet, in München ein ständiger „Ausschuß für Kunst im Handwerk’“ gebildet, welcher einerseits eine Auskunftei für alle Fragen des Kunsthandwerks er⸗ richtet hat und andererseits die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter dem Namen „Vereinigte Werkstätten für Kunst im Handwerk“ mit dem Sitz in München beabsichtigt. Diese Gesellschaft will den Künstlern und Handwerkern die Aus⸗ führung ihrer Entwürfe sichern und deren Vertrieb besorgen. Das Kapital soll zunächst 100 000 betragen und bei entsprechender Be⸗ theiligung bald erhöht werden. Die einzelnen Gesellschafter haben 500 zu zeichnen. 1

Aus Moskau vom gestrigen Tage wird das Ableben des be⸗ kannten Arztes, Professors G. A. Sacharjin gemeldet. P behandelte in Gemeinschaft mit dem Geheimen Medizinal⸗Rath, Pro⸗ fessor Dr. von Leyden weiland Seine Majestät den Kaiser Alexander III. von Rußland während seiner letzten Krankheit.

Kn. Franz Paver Kraus: „Geschichte der Christlichen Kunst“. Erster Band: „Die Heeve; Kunst der alten Christen. Die byjantinische Kunst. Anfäͤnge d Völkern des Nordens“. Zweite Abtheilung. Mit 231 Abbildungen (Pr. 8 ℳ). Zweiter Band: „Die Kunst des Mittelalters, der

1“

Der Ausstand umfaßt

8

Da es aber unmöglich ist, den Schlußtermin hinauszuschieben,

er Kunst bei den

Renaissance und der Neuzeit“. Erste Abtheilung: Mittelalter. Mit Titelbild in Heliogravüre und 306 Abbildungen 8 Text (Pr. 14 ℳ).

reiburg i. Br., Herder'sche Verlagshandlung 1896 und 1897.

ie erste Abtheilunaga des Kraus'schen Werkes wurde in Nr. 69 d. R.⸗ u. St.⸗Anz.“ vom 19. März 1896 besprochen. Die inzwischen erschienenen weiteren Abtheilungen bieten ebenfalls eine Fülle von Belehrung und Anregung; 8 übersichtliche Gruppie⸗ rung des umkangreichen Stoffs, welchen Kraus bis ins Einzelne be⸗ herrscht, sowie die vornehm abgeklärte, an geeigneter Stelle zu stim⸗ mungsvoller Wärme erhobene Form der Darstellung verdienen wiederum vollen Beifall. Da, wo der Verfasser auf die Ausführung von Einzelheiten verzichtet, macht es der umfangreiche Literatur⸗ nachweis in den Anmerkungen dem Leser möglich, den Einzel⸗ heiten selbst nachzugehen. Aus der Schlußabtheilung des ersten Bandes erscheinen die Darlegungen über die altchristliche, besonders die ravennatische Mosaikmalerei und über die Anfänge der

ristlichen Buchmalerei vorzugsweise bemerkenswerth. Lebrreich sind auch die Ausführungen des Verfassers über die seit Einführung der Lectio propria auftretenden Illustrationen zu ausgewählten biblischen Lesestücken, an welche später die Buchmalerei der karolingisch⸗ottonischen Zeit anknüpfte. Kraus geht mit Vorliebe den Fragen nach, welche die Gesammtanschauung bestimmen und von deren Beantwortung unsere ganze Erkenntniß der kunstgeschichtlichen Entwicklung abhängt. Er erörtert deshalb auch besonders eingehend die viel bestrittene, neuerdings durch die Forschungen Strzygowski's wieder in Fluß ge⸗ brachte Frage über Werth und Entwickelungsgang der byzantinischen Kunst. Der Verfasser tritt mit guten Gründen gegen die Ansicht auf, welche die Kunst Konstantinopels von Konstantin bis Justinian aus dem Rahmen der römisch⸗alschristlichen Kunst herausreißen und sie in engen organischen Zusammenhang mit der spezifisch byzantinischen Kunst der späteren Jahrhunderte bringen will. Man wird nach dem

jetigen Stande der Denkmälerkunde der Ansicht von Kraus beipflichten

önnen, daß die Kunst Konstantinopels bis Justinian zwar einen aus⸗ eprägt lokalen Charakter hatte, aber immerhin noch auf dem gemein⸗ amen Boden beruhte, auf dem auch die abendländische Kunst erwachsen war. Die Trennung der abendländischen und der byzantinischen Kunst beginnt erst im Zeitalter Justinian's und wird vom 7. Jahrbhundert ab eine vollendete Thatsache. Der zweite Band (Mittelalter) bringt zu⸗ nächft eine Darstellung der karolingisch ottonischen Kunst. Ansprechend sind die Beziehungen, welche Kraus zwischen den Fresken von St. Georg auf der Reichenau, von Burgfelden und S. Angelo in Formis entwickelt. Er sieht in diesen Fresken die letzten mächtigen

eugen der mit Ende des 11. Jahrhunderts sich auslebenden retro⸗ pektiven, von der christlich⸗römischen Antike ausgehenden Kunst. Die früher häufig behauptete, weitgehende Einwirkung der byzantinischen Kunst auf die mittelalterliche Kunst des Abendlandes bestreitet Kraus mit trefflichen Gründen. Vor allem weist er darauf hin, daß bei der zwischen dem 6. und 13. Jahrhundert eingetretenen vollständigen geistigen Entfremdung zwischen den beiden Hälften der Christenheit eine nennenswerthe gegenseitige Beeinflussung auf dem Gebiete der Kunst nicht angenommen werden könne. Bei der Schilderung der Entwickelung der romanischen und gothischen Architektur wird zutreffend dargelegt, daß in der gothischen Architektur keineswegs eine spezifisch französische Kunst zu erblicken sei. Nach einer Darstellung der Skulptur, der Malerei und der Kleinkünste vom 11. bis 15. Jahrhundert behandelt Kraus in einem besonderen Abschnitt die Ikonographie und Symbolik der mittelalter⸗ lichen Kunst. Es ist das einer der besten Abschnitte des Kraus'schen Werkes, wie z. B. die gedrängte, aber an manchen neuen Gesichts⸗ punkten reiche Archäologie der Kreuzigung beweist. Besonderen Werth hat Kraus darauf gelegt, die verschiedenen Quellen der mittelalterlichen Ikonographie möglichst scharf auseinander zu balten. Er hebt dabei mit Recht den Einfluß der Liturgie auf die Kunstvorstellungen des Mittelalters hervor; denn die durch Honorius von Autun eingeleitete, durch Durandus besiegelte Aus⸗ deutung der Kulthandlungen, wie der Formen und Gegenstände des Gottesdienstes hat in der That zu einer völligen Umwälzung auf dem Gebiete der Symbolik und Allegorie geführt. Der letzte Abschnitt behandelt die Innenausstattung der Kirche, das kirchliche Geräth und die liturgische Kleidung. Es ist zu hoffen, daß der unermüdlich thätige

erfasser, dem man auch eine in diesen Tagen erschienene werthvolle Monographie über Dante verdankt, den Schlußband seiner Geschichte der christlichen Kunst bald folgen lassen werde. Das fertige Werk wird ein schätzbarer Beweis gründlichster deutscher Gelehrsamkeit sein. Auch die soeben besprochenen beiden Bände sind wieder mit zahl⸗ reichen Abbildungen geschmückt, bei deren Auswahl der Grundsatz fest⸗ gehalten wurde, stets das Charakteristische zur Anschauung zu bringen. Daß auch im übrigen die Ausstattung dem gediegenen Inhalt des Werks entspricht, mag nur der Vollständigkeit wegen hier noch be⸗ sonders erwähnt werden.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs⸗ Maßregeln.

Nachweisung über den Stand der Thierseuchen im Deutschen Reich am 31. Dezember 1897.

(Nach den Berichten der beamteten Thierärzte zusammengestellt im Kaiserlichen Gesundheitsamt.)

Nachstehend sind die Namen deengg⸗ Kreise (Amts⸗ ꝛc. Bezirke) verzeichnet, in welchen Rotz, Maul⸗ und Klauenseuche oder Lungen⸗ seuche am 31. Dezember herrschten. Die Zahlen der betroffenen Ge⸗ meinden und Gehöfte sind letztere in Klammern bei jedem Kreise vermerkt. 18 114“ A. Rotz (Wurm).

Reg.⸗Bez. Danzig: Marienburg i. Westpr. 1 (1)

Preußen. Stadtkreis Berlin: 1 (2). Obornik 1 (1), Lissa 1 (1), Kempen i. Pos. Reg.⸗Bez. Bromberg: Inowrazlaw 2 (2). Reg.⸗Bez. Breslau: Landkreis Breslau 1 (1), Brieg 1 (1), Frankenstein 1 (1). Reg.⸗Bez. Liegnitz: Schönau 1 (1). Reg.⸗Bez. Oppeln: Oppeln 2 (2), Lublinitz 1 (1), Tarnowitz 1 (1), Kattowitz 1 (1). Reg.⸗Bez. Hildesheim: Landkreis Hildesheim 1 (1), Landkreis Göttingen 2 (2). Bayern. Reg.⸗Bez. Oberbayern: Landbezirk Landsberg 1 (1), Landbezirk München I 1 (1). Reg.⸗Bez. Nie derbayern: Landbezirk Deggen⸗ dorf 1 (1), Wolfstein 1 (1). FFr. Sa. Pfalz: Bergzabern 1 (1). Sachsen. Kreishauptm. Zwickau: Auerbach 1 (1). Württem⸗ berg. Jagstkreis: Gmünd 1 (1), Neresheim 1 (1). Sachsen⸗ Weimar: Eisenach 1 (1). Braunschweig: Helmstedt 1 (1).

Zusammen 30 Gemeinden und 31 Gehöfte.

vea B. Maul⸗ und Klauenseuche. Preußen. Reg.⸗Bez. Königsberg: Neidenburg 3 (25). Reg.⸗

Bez. Gumbinnen: Stallupönen 2 (2). Reg.⸗Bez. Danzig: Marienburg i. Westpr. 1 (1), Pr. Stargard 2 (2). Reg.⸗Bez. Marienwerder: Marienwerder 2 (2), Rosenberg i. Westpr. 2 (3), Löbau 1 (1), Strasburg i. Westpr. 3 (4), Briesen 10 (10), Thorn 13 (24), Kulm 12 (15), Schwetz 5 (5), Tuchel 10 (12), Konitz 2 (2), Schlochau 10 (23), latow 12 (17), Deutsch⸗Krone 3 (3). Stadtkreis Berlin: 1 (1). Reg.⸗Bez. Potsdam: Prenzlau 1 (1), Angermünde 4 (6), Oberbarnim 5 gh. Niederbarnim 7 (8), Teltow 4 (10), Jüterbog⸗Luckenwalde 2 (9), Zauch⸗Belzig 4 (8), Stadtkreis Potsdam 1 (2), Stadtkreis Spandau 1 (1), Osthavelland 12 (21), Westhavelland 3 (10), Ruppin 6 (15), Westprignitz 1 (1). Reg.⸗Bez. Frankfurt: Soldin 8 (8), Arns⸗ walde 5 (12), Landkreis Landsberg 3 (4), Lebus 2 (2), Züllichau⸗ Schwiebus 6 (7), Landkreis Kottbus 1 (2). Reg.⸗Bez. Stettin: Demmin 3 (3), Randow 5 (5), Greifenhagen 2 (3), Pyritz 7 (7), Saatzig 10 118, Naugard 1 (2). Reg.⸗Bez. Köslin: Neustettin 4 (15). Reg.⸗Bez. Stralsund: Grimmen 1 (1). Reg.⸗Bez. Posen: Wreschen 24 8867 Jarotschin 9 (9), Schroda 23 826) Schrimm 5 (5), Posen Ost 6 (8), Posen West 6 (7), Obornik 17 (20), Samter

98

Laufen

„NKrumbach 3 (27), Landbezirk Memmingen 5 89 Landbezirk Neuburg

Reg.⸗Bez. Pos ö 1 1),

4 (4), Birnbaum 4 (14), Neutomischel 1 (1 „Erätz 9 (18), 2 4(4), Fraustadt 2 (4), Schmiegel 10 (12), L092, 8 9. —— Bromberg: Filehne 2 (2), Czarnikau 6 (24), Kolmar i. Pos. 12 (40), Wirsitz 24 (23), Landkreis Bromberg 15 (24), Schubin 24 (32), P prasc 16 (25), Strelno 34 (40), Mogilno 5 (7), Znin 7. (7), Wongrowitz 13 (17), Witkowo 3 (16). Breslau: Oels 3 (3), Trebnitz 1 (1), Mllitsch 1 (1), Guhrau 9 (14), Wohlau 3 (3) Neumarkt 27 (55), Landkreis Breslau 46 8 Strehlen 2 (2), Nimptsch 4 (7), Frankenstein 1 (1), Reichenbach 1 (1), Schweidnitz 4 (10), Striegau 30 (87), Glatz 3 (5). Reg.⸗Bez. Liegnitz: Grünberg 2 (2), Lüben 2 (4), Goldberg⸗Hainau 3 (3), Landkreis Liegnitz 8 (9), Jauer 2 (6), Bolkenhain 2 (3), Landeshut 2 (5), Landkreis Görlitz 2 (2). Nee Oppeln: Lublinitz 2 (7), Ratibor 15 (18) Kosel 3 (4), Leobse 8 5 (75), Pleß 1 (1), Grotsfkau 1 (1). Reg.⸗Bez. Magdeburg: Gardelegen 3 (22), Stendal 3 (5), Jerichow I 3 (5), Jerichow II 5 (6), Kalbe 5 (19), Wanzleben 8 (10), Wolmirstedt 5 (9), Neuhaldensleben 8 (15), Oschersleben 21 (164), Aschersleben 1 (9 Landkreis Halberstadt 7 (18). Reg.⸗Bez. Merse⸗ burg: Schweinitz 2 (3), Bitterfeld 11 (22), Stadtkreis Hele a. S. 1 (1), Saalkreis 11 (14), Delitzsch 8 (9), Mansfelder Gebirgskreis 4 (4), Mansfelder Seekreis 8 (12), Sangerhausen 6 (13), Eckarts⸗ berga 1 (1), Querfurt 4 (6), Merseburg 3 (4), Weißenfels 1 (1), Naumburg 1 (1), Zeitz 3 (3). Reg.⸗Bez. Erfurt: Graf⸗ schaft Hohenstein 1 (1), Landkreis Frsurt 1 (1), Schleusingen 4 (5). Reg.⸗Bez. Schleswig: Schleswig 3 99 Eiderstedt 1 (1), Rendsburg 1 (2), Norderdithmarschen 1 (i, Steinburg 2 (2), Stadt⸗ kreis Altona 1 (2). Reg⸗Bez. Hannover: Landkreis Linden 2 (4), Springe 1 (2). Reg.⸗Bez. Hildesheim: Peine 1 (1), Stadt⸗ kreis Hildesheim 1 (1), Landkreis Hildesheim 1 (1), Marienburg i. Hann. 1 (2), Gronau 1 (1), Goslar 2 (2), Landkreis Göttingen 4 (4), Northeim 1 (1), Zellerfeld 1 (1). Reg.⸗Bez. Lüneburg: Gifhorn 1 (2), Burgdorf 1 (5), Soltau 1 (1), Landkreis Harburg 1 (1). Reg.⸗Bez. Osnabrück: Aschendorf 1 (2), Grafschaft Bent⸗ heim 1 (3), Iburg 1 (1). Reg.⸗Bez. Aurich: Norden 2 (2), Land⸗ kreis Emden 2 (2), Wittmund 3 (3), Weener 1 (1). Reg.⸗Bez. Münster: Beckum 1 (1), Warendorf 2 (3), Recklinghausen 1 (1). Reg.⸗ Bez. Minden: Halle i. W. 3 (11), Wiedenbrück 4 (12). Reg.⸗Bez. Arnsberg: Meschede 1 (1), Hamm 1 2 Landkreis Dortmund 3 (5), Hörde 2 (2), Stadtkreis Gelsenkirchen 1 (1), Altena 3 (4). eg.⸗Bez. Cassel: Eschwege 1 (3), Fritzlar 1 (1), Gelnhausfen 7 (51), Landkreis Hanau 2 (3), Hersfeld 1 (1), Homburg 1 (4), Kirchhain 1 (4), Schmalkalden 3 67 Ziegenhain (1 0). Reg.⸗Bez. Wiesbaden: ÜUnterwesterwaldkreis 2 (2), Unterlahnkreis 4 (17), St. Goarshausen 2 (2), Untertaunus⸗ kreis 1 (1), Obertaunuskreis 3 (8), Höchst 5 (15). Reg.⸗Bez. Koblenz: Landkreis Koblenz 1 (1), Kreuznach 6 (8), Neuwied 1 (1), Wetzlar 2 (4). v. Düsseldorf: Kleve 2 (2), Mülheim a. Ruhr 3 (3), Landkreis Essen 2 (2), Mörs 1 (1), Geldern 2 (7), Kempen 4 (16), Stadtkreis Elberfeld 1 (1), Stadtkreis Barmen 1 (1), Landkreis Solingen 3 (3), Gladbach 3 (5). Reg. Bez. Köln: Wipperfürth 1 (1), Siegkreis 2 (2), Stadtkreis Köln 1 (3), Landkreis Köln 4 (12), Bergheim 1 (1). Reg.⸗Bez. Trier: Prüm 1 (1), Bit⸗ burg 11 (50), Saarlouis 2 2 Saarbrücken 3 (18), Ottweiler 6 (11), St. Wendel 3 (4). Reg.⸗Bez. Aachen: Erkelenz 1 (2), Heinsberg 1 (1), Jülich 2 (2), Düren 1 09 Landkreis Aachen 1 (4) Fupen 5 (32). Bayern. Reg.⸗Bez. Oberbapern: Stadtbezirt Freising 1 (4), Stadtbezirk München 1 (9), Aichach 4 (6), Bruck 10 (25), Dachau 4 (9), Erding 10 (18), Landbezirk Freising 6 (8), Friedberg 6 (11), Landbezirk Landsberg 2 (3), 2 (2), Miesbach 5 (8), Mühldorf 2 (2), Landbezirk München I 18 (30), Landbezirk München II 4 (8), Pfaffenhofen 1 . Landbezirk Rosenheim 4 (13), Schongau 1 (1), Schrobenhausen 2 (2), Tölz 1 (2). Reg.⸗Bez. Niederbayern: Griesbach 1 (1), Kelheim 1 (2), Landbezirk Landshut 1 (1), Landbezirk e 1 1 Pfarrkirchen 2 (6), Rottenburg 1 (2). Reg.⸗Bez. Pfalz: Bergzabern 2 (5), Frankenthal 3 (9), Germersheim 4 (11), Homburg 10 (21), Kaiserslautern 6 (32), Kirchheimbolanden 6 (25), Kusel 1 8, Landau 3 (13), Ludwigshafen a. Rh. 5 (10), Neustadt a. H. 4 o Pirmasens 1 (1), Speyer 1 (3), Zweibrücken 5 (15). Reg.⸗Bez. Oberpfalz: Stadtbezirk Regensburg 1 (2), Landbezirk Amberg 3 (6), Eschenbach 1 (1), Neumarkt 5 (42), Neustadt a. W.⸗N. 5 (7), Parsberg 4 (10), Landbezirk Regensburg 2 (5), Stadtamhof 2 (3), Tirschen⸗ reutb 3 (6), Vohenstrauß 9 (19). Reg.⸗Bez. Oberfranken: Stadtbezirk Bamberg 1 (2), Landbezirk Bamberg I 1 (2), Landbezirk Bamberg II 6 (13), Ebermannstadt 1 (1), Land⸗ bezirk Forchheim 5 (5), Höchstadt a. A. 2 (2), Landbezirk dof 2 (17), Kronach 2 6) Lichtenfels 1 (1), Ph0n 3 (6), taffelstein 5 (31), Teuschnitz 2 (8), Wunsiedel 5 (14). Reg.⸗Bez. Mittelfranken: Stadtbezirk Ansbach 1 (2), Stadtbezirk Fürth 1 (2), Stadtbezirk Nürnberg 1 (1), Landbezirk Ansbach 10 (19), Landbezirk Dinkelsbühl 7, (20), Landbezirk Erlangen 6 8 Feucht⸗ wangen 11 (48), Landbezirk Fürth 6 (19), Gunzenhausen 17 (80), Hersbruck 3 (4), Hilpoltstein 5 (44), Neustadt a. A. 1 (1), Landbezirk Nürnberg 1 (1), Landbezirk Rothenburg a. T. 8 (37), Scheinfeld 3 (5), Landbezirk Schwabach 8 (26), Uffenheim 7 (12), Landbezirk Weißenburg 7. 82 Reg.⸗Bez. Unterfranken: Stadtbezirk Aschaffenburg 1 (2), Stadtbezirk Schweinfurt 1 (1), ae⸗ 4 (10), Landbezirk Aschaffenburg 3 (6), Ebern 1 (2), Gerolzhofen 1 (2), ammelburg 1 (1), Haßfurt 4 (14), Karlstadt 3 2 Kissingen 9 (21), Landbezirk Kitzingen 2 (2), Lohr 2 (2), Marktheirenfeld 3 (3), Neu⸗ stadt a. S. 1 (1), Obernburg 6 (27), Ochsenfurt 4 (4), Landbezirk Schweinfurt 5 (6), Landbezirk Würzburg 4 (5). Reg.⸗Bez. Schwaben: Stadtbezirk Augsburg 1 (8), Stadtbezirk Dillingen 1 (1), Stadtbezirk Kempten 1 (6), Stadtbezirk Neu⸗Ulm 1 (1), Stadtbezirk Nördlingen 1 (2), Landbezirk Augsburg 5 (9), Landbezirk Dillingen 5 (18), Land⸗ bezirk Danauwörth 3 (9), Landbezirk Günzburg 2 (3), Illertissen 1 (1), Landbezirk Kaufbeuren 8 (18), Landbezirk Kempten 3 (10),

a. D. 3 (6), Landbezirk Nördlingen 22 (240), Oberdorf 5 (37), Wertingen 3 (23), Zusmarshausen 2 (4). Sachsen. Kreishauptm. Bautzen: Zittau 1 (1), Löbau 1 (1), Bautzen 2 (2), Kamenz 2 (2). Kreishauptm. Dresden: Stadtbezirk Dresden 1 (Schlacht⸗ hof), Dresden⸗Altstadt 2 (2), Dresden⸗Neustadt 3 98 Pirna 4 (7), Dippoldiswalde 1 (2), Freiberg 10 (17), Meißen 2 (2). Kreishauptm. Leipzig: Landbezirk Leipzig 2 (3), Borna 4 (4), Grimma 1 (2), Rochlitz 3 (3). Kreishauptm. Zwickau: Landbezirk Chemnitz 1 (1), Flöha 2 (2), Marienberg 3 (7), Annaberg 1 . Schwarzenberg 6 99 Zwickau 7 (7), Oelsnitz 1 I(1), Glauchau 1 (1). ürttemberg. Neckarkreis: Backnang 16 (80), Besigheim 5 (11), Böblingen 2 (2), Brackenheim 10 889) Cannstatt 9 (46), Eßlingen 3 (5), Heilbronn 1 (1), Leonberg 5 (25), Ludwigsburg 12 Len Marbach 7 (63), Maulbronn 9 (61), Neckar⸗ sulm 4 639) tadtbezirk Stuttgart 1 (1), Landbezirk Stuttgart 1 (1), Vaihingen 7 (84), Waiblingen 9 (45), Weinsberg 1 8 Schwarzwaldkreis: Calw 3 (3), Horb 2 (4), Nagold 3 (6), Neuenbürg 2 (2), Rottenburg 1 (1), Tübingen 2 (3) Jagstkreis: Aalen 5 (18), Crailsheim 6 (17), Ellwangen 8 (21), Gaildorf 1 (2), Gerabronn 14 (91), Gmünd 1 6), 5 11 (78), Künzelsau 4 (23), Mergentheim 5 (13), Neresheim 8 (39), Schorndorf 9 (20), Welz⸗ heim 6 (26). Donaukreis: Biberach 5 (40), Blaubeuren 1 88, Geislingen 3 (4), Göppingen 1 (1), Kirchheim 2 (18), Laupheim 3 (6), Leutkirch 2 (2), Ravensburg 7 (11), Tettnang 3 (3), Ulm 3 (12), Waldsee 1 (1), Wangen 1 (1). Baden. Landeskommiss. Konstanz: Meßkirch 1 (1), Donaueschingen 1 (1), Waldshut 1 (1). Landeskommiss. Freiburg: Breisach 3 (11), Emmen⸗ dingen 3 (8), Ettenheim 1 (2), Freiburg 2 (3), Lörrach 1 (1), Schopfheim 1 (10), Kehl 2 (2), Oberkirch 2 2 Offenburg 2 (2). Landeskommiss. Karlsruhe: Baden 2 (4), Bühl 1 (1), Rastatt 1 (3), Bretten 6 (38), Bruchsal 7 (51), Durlach 1 (1), Ettlingen 2 (7), Karlsruhe 2 (14), Pforzheim 1 (1). Landeskommiss. Mannheim: Mannheim 1 (1), Schwetzingen 3 (14), Weinheim

2), Eppi 3 (20), Heidelberg 8 (14), Sinsheim 3 (3), Wies⸗ 1,9 2 8 hgen 5,6 2 cr Tauberbischofsheim 6 (60), Wertheim 2 (2). Hessen. Provinz Starkenburg: Darmstadt 2 2 Bens⸗

Dieburg 4 ( 3), Groß⸗Gerau 1 4) Heppenhe m 3 (11),

** 8

1

Offenbach 1 (3). Provinz Oberhessen: Büeßen 2 (2), Alsfeld 1 (1), Büdingen 7 (21), Friedberg 4 (10). Provinz Rheinhessen: Mainz 1 G Alzey 2 (12), Bingen 4 (9), Oppenheim 1 (14), Worms 3 (4). Mecklenburg⸗Schwerin. Ludwigslust 1 (1), bn 1 (2), Malchin 4 (8), Waren 1 (1). Sachsen⸗Weimar. eimar 1 (2), Apolda 5 (16), Eisenach 5 (7), Derm⸗ bach 2 (3), Neustadt a. H. 2 (683). ldenburg. erzogthum Hldenburg: Landbezirk Varel 1 (2), Land⸗ ezirk Jever 9 (15), Butiadingen 9 (42), Brake 1 (1). Braunschweig: Braunschweig 4 (5), Wolfenbüttel 10 (21), Helmstedt 3 (5). Sachsen⸗Meiningen. Meiningen 6 (9), Hildburghausen 1 (1), Sonneberg 6 (16), Saalfeld 1 (3). Sachsen⸗ Altenburg. Actenburg 1 (1), Roda 9 (21). Sachsen⸗Coburg⸗ Gotha. Herzogthum Coburg: Stadtbezirk Rodach 1 (1), Land⸗ bezirk Coburg 15 (43). Herzogthum Gotha: Stadtbezirk Gotha 1 (8), Stadtbezirk Waltershausen 1 (3), Landbezirk Gotha 5 (10), Landbezirk Waltershausen 7 (13). Anhalt. Dessau 6 (20), Cöthen 12 (28), 2*b 1 (2), Bernburg 9 (11). Schwarzburg⸗Sonders⸗ ausen. Sondershausen 3 (4), Gehren 3 (13). Schwarzburg⸗ Rudolstadt. Frankenhausen 1 (1), Rudolstadt 2 (3), Königsee 1 5 Waldeck. Kreis der Eder 1 (1). Reuß j. L.: Gera 2 (4). Bremen: Landbezirk Bremen 1 (1). Hamburg. Geestlande 3 (3), Marschlande 1 (1). Elsaß⸗Lothringen. Bezirk Unter⸗Elsaß: Landkreis Straßburg 4 (7), Erstein 2 (2), Schlettstadt 3 (8), Weißenburg 1 (8). Bezirk Ober⸗Elsaß: Altkirch 21 (160), Colmar 10 (17), Gebweiler 3 (5), Mülhausen 21 (266), Rappoltsweiler 4 (9), Thann 17 (83). Bezirk Lothringen: Diedenhofen 3 (3). G Zusammen 2044 Gemeinden und 5862 Gehöfte.

C. Lungenseuche.

Preußen. Reg.⸗Bez. Stettin: Randow 1 (1). Reg.⸗Bez. Stralsund: Franzburg 1 (1). Reg.⸗Bez. Magdeburg: anz⸗ leben 1 (1), Wolmirstedt 4 (6), Neuhaldensleben 1 (1). Reg.⸗Bez. Tnj Merzig 1 (3). Sachsen. Kreishauptm. Zwickau: Oelsnitz

Zusammen 10 Gemeinden und 14 Gehöfte.

Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

(Aus den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“, Nr. 1 x vom 5. Januar)

8 Cholera.

*8*

i stindien. Kalkutta. Vom 14. bis 20. No Henbes starben 13 Personen an Cholera und 211 an Fiebern.

Gelbfieber.

8 Auf Cuba wurden vom 14. bis 20. November in Cardenasl, Santjago 5 Todesfälle angezeigt, vom 15. bis 21. November in Cienfuegos 1, vom 19. bis 25. November in Havanna 9 und in Regla 5, auf Haiti in Port au Prince bis zum 10. No⸗ 8 1 (bei 2 Erkrankungen), in Vera Cruz vom 12. bis 18. No⸗ ember 1.

Im Staat Alabama wurden den „Public health reports“ zufolge in Mobile vom 1. bis 24. November 100 Erkrankungen (12 Todesfälle), seitdem bis zum 27. November 2 (0) festgestellt, im Staat Louisiana in New,Orleans vom 25. bis 29. November 11 (8), im Staat Mislissippi in Biloxi vom 1. bis 24. November 42 (3).

In New⸗Orleans wird die Seuche als erloschen betrachtet, nachdem in der Nacht zum 6. Dezember Frost eingetreten ist. Bis dahin waren 1899 Erkrankungen und 293 Todesfälle amtlich festgestellt

worden. Verschiedene Krankheiten.

St. Petersburg 4, Warschau 10 Todesfälle; Paris 22, St. Petersburg 41 Erkrankungen; Flecktyphus: Reg.⸗Bez. Posen und St. Petersburg je 2 Erkrankungen; Milzbrand: Berlin (Krankenhäuser) 1 Erkrankung; Influenza: Berlin 7, Barmen, Breslau je 2, London 15, Moskau 2, Paris, St. Petersburg je 4 Todesfälle. Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen starb an Masern (Durchschnitt aller deutschen Berichtsorte 1886/95: 1,15 %): in Bielefeld, Braunschweig, Bremen Erkrankungen kamen vor in Breslau 110, in den Regierungs⸗Bezirken Arnsberg 138, Aurich 124, 220, osen 154, Schleswig 113, Wiesbaden 211, in lünchen 228, Hamburg 42, Budapest 105, St. Petersburg 89, Wien 231 an Scharlach (1886/95: 0,91 %): in Flensburg, Fürth und Königshütte Er⸗ krankungen wurden angezeigt in Berlin 39, Edinburg 47, London (Krankenhäuser) 222, Paris 36, St. Petersburg 89, Stockholm 27, Wien 49 an Diphtherie und Croup (1886/95: 4,27 %): in Bielefeld, M.⸗Gladbach, Königshütie, Schöneberg Erkrankungen sind gemeldet in Berlin 58, London (Krankenhäuser) 143, Paris 58, St. Petersburg 222, Stockholm 50, Wien 68 desgl U 2 leibstyphus in Budapest 33, St. Petersburg 1414.

Verdingungen im Auslande. 8

v11“ Rußland. 9. März. Technischer Ausschuß der russischen Marine in S Petersburg: Wettbewerb um die Erfindung eines Anstrichs für die äußeren, unter dem Wasser befindlichen Thelle von eisernen See⸗ schiffen. Für die beste Erfindung ist eine von 3000 Rubel ausgesetzt, die indessen erst nach einer zweijährigen Versuchszeit zahl⸗ bar ist. 882 1“ . Ruminienen 1“ 14. Januar. General⸗Direktion der Rumänischen Eisenbahnen in Bukarest: Lieferung von verschiedenen Stoffen zum Polieren, wie Talkpulver, Schmirgelstaub, Glaspapier, Schmirgelpapier, künst⸗ licher Bimsstein u. s. w. 21. Januar. Ministerium der öffentlichen Arbeiten ebenda: Bau einer Brücke mit eisernem Oberbau über den Varlesi⸗Fluß, zwischen Bujor und Craesti. Voranschlag 50 000 Fröä. 5

Dänemark.

14. Januar, 12 Uhr. Stadtverwaltung von Kopenhagen (4. Abth.): Lieferung von ungefähr 110 000 t Gaskohle, zu liefern von April bis Dezember 1898. Näheres in dem Bureau für die Stadtbeleuchtung, Kopenhagen, V. Vestre Boulevard.

8* Verkehrs⸗Alnstalten.

Bremen, 5. Januar. (W. T. B.) Norddeutscher Lloy Dampfer „Heimburg“, v. Brasilien kommend, 5. Jan. Mrgs. St. Vincent passiert. „Schönburg', n. Brasilien best., 4. Jan. Nm. in Oporto angek. „Aachen“, v. La Plata kommend, 5. Jan. Vm. in Gravesend angek. 3

6. Januar. (W. T. B.) Dampfer „Kaiser Wilhelm II.“, v. New⸗York kommend, 5. Jan. Vm. Horta angek. „Lahn“, 5. Jan. Nm. Reise v. Southampton n. New⸗York fortges. „Friedri der Große“, v. Australien kommend, 5. Jan. Port Said angek. und 6. Jan. Reise n. Bremen fortges. „München“, v. New⸗Vork kommend, 5. Jan. Baltimore angekommen.

London, 5. Januar. (W. T. B.) Union⸗Linie. Dampfer „Norman“ ist heute auf der Ausreise von Madeira abgegangen.

Rotterdam, 5. Januar. (W. T. 2 Holland⸗Amerika⸗ Linie. Dampfer „Veendam“ von Rotterdam gestern Vorm. in New⸗York angekommen. D. „Amster dam“, von New⸗York nach Rotterdam, hat heute Vorm. Lizard passiert. D. „Rotterdam’, von New⸗York nach Rotterdam, hat heute Vorm. Lizard passiert. b „Edam“, von New⸗York heute Nachm. in Amsterdam an⸗ gekommen.

8