Zer Bezugspreis beträgt vierteljährlich 4 ℳ 50 ₰.
Alle Post-Anstalten nehmen Bestellung an;
Insertionsprein für den Raum einer Bruckzeile 30 ₰.
Inserate nimmt an: die Königliche Expedition
für Berlin außer den Post⸗Anstalten auch die Expedition
SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Einzelne Nummern kosten 25 ₰.
den Deutschen Reichs⸗Anzeigers 1G
und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers
Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Denutsches Reich. .
Der in Slikkerveer aus Stahl neu erbaute Dampfprahm Japuhy“ von 220 1 Netto⸗Raumgehalt hat burch den Uebergang in das ausschließliche Eigenthum der Firma Johannes Schuback u. Söhne in Hamburg das Recht zur Führung der deutschen Flagge erlangt. Dem Schiff⸗ ür welches die Eigenthümerin Hamburg zum Heimathshafen gewählt hat, ist von dem Kaiserlichen Fhorzulat in Rotterdam 5 dem 30. Dezember v. J. ein Flaggenattest ertheilt worden. —
Königreich Preußennä.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Bergrath Eduard Pöppinghaus zu Goslar zum Ober⸗Bergrath zu ernennen, sowie den Landes⸗Bauinspektoren Andreas Wienholdt in Fsnigaberg und Erich Bruncke in Tilsit den Charakter als aurath, den Regierungs⸗Sekretären Gottbrecht in Schleswig, Messerschmidt in Osnabrück, Rumphorst in Münster, Deneke in Magdeburg, Voigt in Danzig, Griffig in Breslau, Heese in Marienwerder und Boldt in Königsberg den Charakter als E““ und den Regierungs⸗Sekretären Müller in Stade und Pohle in Merseburg den Charakter als Kanzlei⸗Rath zu verleihen, erner einfolge der von der Stadtverordneten⸗Versammlung zu gauer getroffenen Wahl den unbesoldeten Stadtrath, Rentner duard Grüttner daselbst als unbesoldeten Beigeordneten der Stadt Jauer für die gesetzliche Amtsdauer von sechs Jahren zu bestätigen. ““ 8 Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Fabrikbesitzern Gebrüdern Waldemar und Oskar Lohse, Inhabern der Firma „Gustav Lohse“ zu Berlin, das Prädikat als Königliche Hoflieferanten, sowie dem Bäckermeister Carl Grundei zu Berlin das Prä⸗ dikat eines Königlichen Hof⸗Bäckermeisters zu verleihen.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.
Dem dirigierenden Arzt der Abtheilung für Augen⸗ krankheiten in der Charité und Privatdozenten in der medi⸗ pnischen Fakultät der Friedrich⸗Wilhelms⸗Universität zu Berlin
X ichard Greeff ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.
Ministerium für Landwirthschaft, Domänen 5 und Forsten. Die Oberförsterstellen Borntuchen und Treten im Regierungsbezirk Köslin sind zum 1. April d. J. ander⸗ weit zu besetzen.
Personal⸗Veränderungen.
Königlich Preußische Armee.
Portepee⸗Fähnriche ꝛc. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im aktiven Heere. Berlin, 18. Januar. Prinz Heinrich VII. Reuß Durchlaucht, Gen. der Kav, unter Belassung in dem Verhältniß als Gen. Adju⸗ tant Seiner Majestät des Ralsers und Königs, à la suite des Ulan. Regts. Graf zu Dohna (Ostpreuß) Nr. 8 gestellt.
Berlin, 20. Januar. eiseler, Sec. Lt. vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 15, unter Fe à la suite des Regts, vom 1. Februar d. J. ab auf ein Jahr zur Gesandtschaft in Bern kommandiert.
Neues Palais, 22. Januar. y. Balluseck, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 131, auf ein Jahr zur Dienstleistung bei der Schloß⸗
garde⸗Komp. kommandiert. Im aktiven Ke Neues
Offiziere,
Abschiedsbewilligungen. 8
Se 22. Januar. Franz, Sec. Lt. vom Thüring. Ulan. Regt. r. 6, mit Pension der Abschied bewilligt.
Rachweisung der beim Sanitäts⸗Korps im Monat Dezember 1897 eingetretenen Veränderungen. Durch Verfügung des General⸗Stabsarztes der Armee. 1. De⸗
ember. Dr. Gley, einjährig⸗freiwilliger Arzt vom Großherzogl.
ecklenburg. Gren. Regt. Nr. 89, unter geichzestiger Versetzung zum a. erzogl. Mecklenburg. Füs. Regt. Nr. 90, zum Unterarst ernann
9. Dezember. Dr. Koehler ein sdrie,frenvig ver Arzt vom Ulan. Regt. von 1288. (Schles. Nr. 2, unter gleichzeitiger Ver⸗ sehung zum Inf. Regt. Keith (1. Oberschles.) Nr. 22, Staffhorst, einjährig⸗freiwilliger Arzt vom Feld⸗Art. Regt. von Clausewitz (Dberschles.) Nr. 21, — zu Unterärzten ernannt.
10. Dezember. Dr. Romberg, Unterarzt vom Inf. Regt. geitb (1. Dberschles.) Nr. 22, zum Inf. Regt. Nr. 129, Dr. Haupt, Unterarzt vom Inf. Regt. Prinz Louis Ferdinand von Preußen
(2. Magdeburg.) 27, zum 3. Thüring. Inf. Regt. Nr. 71, — bersezt 8
Berlin, Mittwoch, den 26. Januar, Abends.
8
11. Dezember. Dr. Ahlbory, Unterarzt vom Inf. Regt. Graf Kirchbach (1. Niederschles.) Nr. 46, Dr. Berghaus, Unter⸗ arzt vom Inf. Regt. Nr. 130, Dr. Ohm, Unterarzt vom 2. Westfäl. Hus. Regt. Nr. 11,
21. Dezember. Dr. Engelmann, einjährig⸗freiwilliger Arzt vom 3. Thüring. Inf. Regt. Nr. 71. unter gleichzeitiger Versetzung zum Hess. Train⸗Bat. Nr. 11, zum Unterarzt ernannt.
29. Dezember. Dr. chumacher, Unterarzt vom Inf. Regt. Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig (Ostfries.) Nr. 78, Dr. Koeppel, Unterarzt vom Inf. Regt. Graf Schwerin (3. Pomm.) Nr. 14, Dr. Flberg. Unterarzt vom 2. Brandenburg. Ulan. Regt. Nr. 11, Dr. v. Büktzingslöwen, Unterarzt vom 4. Thüring. Inf. Regt. Nr. 72, — sämmtlich mit Wahrnehmung je einer bei ihren Truppentheilen offenen Assist. Arztstelle beauftragt.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 26. Januar. 6
Seine Majestät der Kaiser und König nahmen heute Vormittag um 9 Uhr im Königlichen Schlosse den Vor⸗ trag des Chefs des Zivilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths Dr. von Lucanus entgegen. Um 11 Uhr besuchten Seine Majestät die neu erbaute Georgen⸗Kirche, um Sich die elektrische Maschine zum Glockenläuten vorführen zu lassen. 1
Der Bundesrath versammelte sich heute zu einer Plenar⸗ sitzung. Vorher beriethen die vereinigten Ausschuüͤsse für Justizwesen und für Elsaß⸗Lothringen, die vereinigten Aus⸗ schüsse für Handel und Verkehr und für Justizwesen, sowie die vereinigten Ausschüsse für das Landheer und die Festungen, für Zoll⸗ und Steuerwesen und für Rechnungswesen
—— 2gegg „Marine⸗Verordnungsblatt“ ver⸗ öffentlicht folgende Allerhöchste Ordre:
Ich bestimme: Für die Ausführung der laufenden Versuche auf dem Gebiete des Sperr⸗ und Minenwesens ist eine Minenver⸗ suchskommission zu bilden. Dieselbe ressortiert vom Staats⸗ sekretär des Reichs⸗Marineamts und ist der Marine⸗Depot⸗Inspektion unterstellt. Die Minenversuchskommission besteht aus dem Präses, den Referenten und Assistenten. Die Stellen des Präses, der Refe⸗ renten und Assistenten sind durch Ernennung zu besetzen. Andere Offiziere und Beamte Ihres Ressorts zu den Arbeiten der Minenver⸗ suchskommission heranzuziehen, bleibt Ihnen überlassen. Die Dauer des Kommandos zur Kommission hat für den Präses und die Referenten in der Regel drei Jahre, für die Assistenten zwei Jahre zu hetragen. Dem Präses verleihe Ich in Bezug auf das demselben unterstellte Personal die Disziplinarstrafgewalt und die Urlaubsbefugniß des Kommandeurs einer Matrosen⸗Artillerie⸗Abtheilung. Die Verwendung der zur Minenversuchskommission gehörigen Ihmpeer⸗ auf den Schiffen und Fahrzeugen u. s. w., welche Versuchszwecken dienen, bleibt Ihnen mit der Maßgabe überlassen, daß zum Stabe dieser Schiffe in erster Linie die erwähnten Offiziere kommandiert werden sollen. Wegen Erlasses einer Dienstvorschrift für die Minenversuchskommission haben Sie
das Weitere zu veranlassen.
Neues Palais, den 3. Januar 1898. 1 — Wilhelm.
In üeit nvneeüneün rpitz. An den Reichskanzler (Reichs⸗Marineamtt).
“
Am 25. d. M. ist der vortragende Rat Eisenbahnamt, Geheime Ober⸗Regierungs⸗Rath Cruse im vierundfünfzigsten Lebensjahre einem schweren Leiden erlegen.
Im Jahre 1871 zum Gerichts⸗Assessor ernannt, trat er im folgenden Jahre hei der Königlichen Eisenbahn⸗Direktion in Hannover als Hilfsarbeiter ein. 1875 erfolgte seine Be⸗ rufung in das Reichs⸗Eisenbahnamt; hier wurde er 1876 zum Regierungs⸗Rath und ständigen Hilfsarbeiter, 1880 zum vor⸗ tragenden Rath und Geheimen Regierungs⸗Rath und 1886 zum Geheimen Ober⸗Regierungs⸗Rath besörbert b2 Jahre 1892 wurde ihm der Rothe Adbler⸗Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub verliehen.
Reich begabt, anspruchslos und liebenswürdig im eersönlichen Verkehr, trotz vorgeschrittener Krankheit bestrebt dic zuletzt sämts 1* sgh Ne sig 82 -v. 21 geschiedene allseitiger ätzung erfreut. Sein Andenken wird in Ehren bläben. 8— 1
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im Reichs⸗
Der Kommunal⸗Landtag der Kurmark beschloß in seiner Fg- e 4. Plenarsitzung zunächst die Ueberweisung von acht neu eingegangenen Sachen an die zuständigen Aus⸗ chüsse. Vemmachs wurden 11. Unterstützungsgesuche von milden Stiftungen und Wohlthätigkeitsvereinen nach den Anträgen des Ausschußes theils bewilligt, theils abgelehnt. Bei
8
1898.
dem Bericht über die Verwaltung der ständischen General⸗ Direktion der Se der Kurmark und der Nieder⸗ lausitz wurde der Antrag des ersten Ausschusses infolge eines Antrages des Abgeordneten Grafen zu Eulenburg abgeändert und in folgender Fassung angenommen: „Der Land⸗ tag kann sich mit den bei Regulierung von Immobiliarschäden vorgeschlagenen Grundsätzen nicht völlig einverstanden erklären. Er ist vielmehr der Ansicht, daß, abgesehen von Billigkeitsgründen in besonderen Fällen, in Gemäßheit des § 42 des Reglements bei Gebäuden mit weicher Bedachung die Selbstversicherung an der Versicherungssumme in Anrechnung zu bringen sei.“ Der Ausschußantrag, welcher weitergehend bezweckte, bei Brandschäden unbedingt die katastrierte Versicherungssumme u Grunde zu legen und Abnutzungen der Gebäude außer etracht zu lassen, wurde abgelehnt. Von einschneidender Bedeutung wird der zum Schluß verhandelte Antrag auf Uebergang der Land⸗Feuersozietät der Kurmark und der Niederlausitz auf den Kommunalverband der Provinz Branden⸗ burg sein. Denn hier handelt es sich gleichzeitig um die v des Kommunal⸗Landtages der Kurmark. Nach dem Antrage des Ausschusses wurde: 1) von der Wahl eines General⸗Direktors für die Land⸗Feuersozietät der Kurmark und der Niederlausitz zur Zeit Abstand genommen und der stellvertretende General⸗Direktor ersucht, die Geschäfte bis auf weiteres fortzuführen, und ferner beschlossen: 2) den Provinzial⸗Landtag der Provinz Brandenburg zu ersuchen, die Land⸗Feuersozietät der Kurmark und der Niederlausitz unter näher zu vereinbarenden Bedingungen zu übernehmen in der Erwartung, daß eine Verschmelzung der beiden Land⸗Feuer⸗ in Bälde erfolgen werde, und endlich 3) eine Kom⸗ mission zu wählen, welche mit dem Provinzialverbande eine Vereinbarung wegen Uebernahme der Kommunalständischen Verwaltung zu treffen ermächtigt wird. 8
1141“
Der heutigen Nummer liegt das Sachregister des „Deutschen Feiche ngfeger und Königlich Preußischen Staats⸗
Anzeigers“ für das Jahr 1897 bei.
7.
In der vorgestrigen Sitzung der Kammer der Abge⸗ ordneten bezeichnete der Abg. Dr. Heim eine in der vor⸗ hergegangenen Sitzung gehaltene Rede des Staats⸗Ministers Dr. Freiherrn von Crailsheim, in welcher dieser davor gewarnt hatte, auf eine so rapide Steigerung der Einnahmen, wie sie in den letzten Jahren erfolgt sei, auch für fernere Zeit zu rechnen und das Budget mit Ausgaben zu belasten, welche nicht nothwendig seien, als „die beste Rede gegen die Marine⸗ Vorlage“. Der Staats⸗Minister Dr. Freiherr von Crails⸗ heim bemerkte, der „Allg. Ztg.“ zufolge, darauf:
Am Schluß seiner Rede hat der Abg. dem einen Gegenstand hereingezogen, der nicht zur Sache gehört. Ich finde die Ausgaben für die Marine durchaus nicht sehr . die Steigerung ist verhältniß⸗ mäßig sehr mäßig und vertheilt sich auf das ganze Reich. Ferner sebors ie Marinevorlage zu den nöthigen Ausgaben. (Widerspruch ei den Sozialdemokraten.) Das Reich muß diejenigen Ausgaben machen, die nothwendig sind zur Sicherung seiner Iröße, lacht⸗ stellung und Wohlfahrt. Zur Wohlfahrt des Reiches ist die Marine nothwendig, weil sie dazu dient, den überseeischen Handelsverkehr zu schützen, der ein wesentlicher Faktor unseres ohlstandes ir (Bravo!) Ich bin der . daß das Deutsche Reich niemals so arm sein wird, daß es die Ausgaben, welche für seine bvb Ehre und Wohlfahrt nothwendig sind, nicht machen
nnte.
Die Dauer der gegenwärtigen Session des Landtages ist bis zum 31. März verlängert worden.
Württemberg.
Ihre Waäeen die Königin, Allerhöchstwelche von ihrem Unwohlsein noch nicht völlig hergestellt ist, hat auf den Rath der Aerzte darauf verzichten müssen, die Reise nach Berlin zu unternehmen.
Schwarzburg⸗Rudolstadt.
Der Landtag hat in seiner gestrigen Sitzung mit 11 gegen 5 Stimmen einen Antrag des Abg. Härtel angenommen: ie Regierung zu ersuchen, den Entwurf einer neuen Gemeinde⸗ ordnung dem nächsten außerordentlichen Landtage wieder vorzulegen. 8 “
Elsaß⸗Lothringen.
Die Bezirksvertretung des Bezirks Unter⸗Elsaß ist durch hegeees Verordnung zu einem außerordentlichen Bezirkstage berufen worden, welcher am 1. Februar d. J. zu eröffnen und am gleichen Tage zu schließen ist.
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