1898 / 25 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 28 Jan 1898 18:00:01 GMT) scan diff

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Bedingungen und Angebots⸗ 1 85 lichen Opernhaufe gelan t mor en „Mig 3 von Ambroise Lomas zur Aufführung. g. Et m Ma sestal ber Kaiser und König ließ nach der istriaen Festvorstellung durch den General⸗Intendanten sämmtlichen Mitwirkenden Allerhöchstseine G b üriederget aregen. 8 niglichen auspielhause gebt morgen Laufßs bistorische Schamspsel Dc Bürere 1, Seemegen Josef

Wie „W. T. B.“ aus Wien meldet, ist die Kaiserliche Ent⸗ schließung, betreffend die Ernennung des Dr. Paul Schlenther zum provisorischen Direktor des Hofburg⸗Theaters, 1“ 8 gestern dem Oberst⸗Hofmeisteramt zugegangen. 88 18 1 8 8 8 .

1 Jagd. In der „Deutschen Geweih⸗Ausstellung 1898“, der vierten ihrer Art, welche, wie in den vorausgegangenen Jahren, am Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers und Königs im Borsig'schen Hause eröffnet wurde, hat gestern auch bereits die Preisvertheilung statt⸗ gefunden. Die Preise sind, wie folgt, zuerkannt worden: A. Deutsche Rotbhirsche. Von Seiner Majestät dem Kaiser gestiftete Becher er⸗ hielten Freiherr von Buddenbrock für den besten deutschen Rotbhirsch, einen zu Ottlau in Westpreußen erlegten Vierzehnender, und der Fürst von Pleß für den zweitbesten deutschen Rothhirsch, einen in dessen Revier erlegten Sechzehnender. Schilde erstritten: 1) Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog von Mecklenburg⸗Strelitz (Achtzehnender, bei Rowa in Mecklenburg⸗ Strelitz erlegt), 2) Fürst von Pleß, 3) Seine ge Hoheit der Herzog 1 von Sachsen⸗Coburg und Gotha, 4) A. Richter⸗Ludwigslust in 111“ Wesppteußfen 9 59 vee cenge. veei seinrich XXII. t euß ä. L., raf Friedr u S . 8 . prangenden Räumen des Königlichen Opernhauses eine F estvorstellung und Reitzenstein, 8) Seine h nas 8 eret e) on wöe 8 statt. Schon geraume Zeit vor Beginn derselben füllte eine der Schorfheide), 9) Oberförster von Nathusius (Pommern) geladene vornehme Zuhörerschaft den Saal. Kurz nach 8 Uhr 10) Seine Königliche Hoheit der Herzog von nhns.. (Toonr und verkündete der General⸗Intendant der Königlichen Schauspiele durch Gotha, 11) ehe Hohet Siewert (Pommern), 12) Graf drektnengen Aufklopfen mit dem Stabe das Eintreten der Allerhöchsten von Arnim⸗Muskau. Für einen Wapiti erhielt Ober⸗Jäͤgermeister und Höchsten Herrschaften in die große mittlere Hofloge, worauf nach Freiherr von Heintze⸗Weißenrode eine Medaille, einen Schild Seine der üblichen Begrüßungszeremonie die Aufführung ihren Anfang nahm. urchlaucht der Fürst zu Schaumburg⸗Lippe für die beste Sammlung Fest⸗Vorstellung ging Albert Lortzingss dreiaktige komische von Rothhirschen, im Auslande erlegt. B. Deutsche Damschaufler. Hwen .„3 1 und ö in neuer Einstudierung, unter Schilde erhielten: 1) Seine Majestät der Kaiser für die beste Samm⸗ e. er Muck's Leitung auf das sorgfältigste vor⸗ lung aus dem Grunewald, 2) Seine Hoheit der Herzog Ernst Günther ereitet, in Scene. Herr Bulß, welcher zum ersten Male zu Schleswig⸗Holstein für eine Sammlung aus Primkenau, 3) Seine nach längerer Krankheit wieder auftrat, gab den Zaren mit einer Vor⸗ Majestät der König von Württemberg für eine Sammlung aus dem nehmheit, die auch im Zimmermannskittel den Herrscher erkennen Favorite⸗Park. C. Gemsen. Einen Schild erstritt Graf von Verchem für ließ, und sang namentlich das bekannte Zarenlied des dritten Akts einen auf der Reitalm erlegten Gemsbock, ferner Herr Banniger für mit prächtiger Stimme und ergreifendem Ausdruck. In der Partie einen in Nordtirol erlegten. D. Deutsche Rehböcke. Schilde errangen: des komischen Bürgermeisters van Bett, vormals eine Meisterleistung 1) Rittmeister von Zanthier⸗Schönwerder (Pommern), 2) Herr in⸗ Franz gastierte der Großberzoglich badische Kammersänger richsen⸗Plonchaw (Westpr.), 3) H. Lenz⸗Geiglitz (Pommern) 4) Dr. Herr Nebe. Der Gast, der vor kaum fünfzehn Jahren als junger Anfänger von Komierowski⸗Komierowo (Westpr.), 5) Oberst z. D. Brauns⸗ Vordorf (Hannover), 6) Herr Haebler⸗Tykrehnen (Ostpr.), 7) Forst⸗ meister Steinhoff⸗Winnefeld (Hannover), 8) Herr Müller⸗Osdorf (Mär⸗g. vh von FeeedenseFettsaen (Schlesien), Knobels⸗ 1 4 orff⸗Brenkenhoff⸗ melzdor ommern). de für miß⸗ 1“ von seinem Auftreten in der früheren Kroll'schen gestaltete Gehörne Jäger Cngn). Granom⸗ Cölne füh 1 und auf der Hofbühne her nicht mehr unbekannt sein. Er hat Freiherr von Hövel⸗ Junkernthal (Rheinprovinz). E. Elchhirsche. e 8 wohlklingende, gut geschulte Baßstimme und spielte BEinen Schild erwarb G. von Mosch (Hirsch, erlegt in Norder⸗Dront⸗ I. Aecr 1üsbeh der⸗ E1 öE 8* Amt). Außerdem wurden 93 Medaillen für Einzelgeweihe und 3 8. 2 5 2„ ü 8 9 11“ des Heern Lieban Frürlein Dielrich (Tharig) sot angathio aen anß ehörne und für Kollektivausstellungen von Rehkronen vertheilt. führte ihre Rolle gesanglich und darstellerisch mit der erforderlichen füicealrhaftigkeit durch. Auch Herr Philipp (Chateauneuf) wurde sühes b en Eenecharth gerecht, ünr zeigte er FVee tes die Reigung, . 8 „etwas mehr immkraft anzuwenden, als unbedingt nothwendig 3 es be.sen hessorncen der Pest gestorben; die Gesammtsterb⸗ erschien. Fräulein, Pohl sowie die Herren. Mödlinger und 8 es freffliche ö. dn tbge 4 8 8 este. ie neuen Dekorationen, in welchen der malerische Verdingungen im Auslande. Charakter einer altniederländischen Hafenstadt gewahrt e. Dänemark. rahmten die belebten Bühnenbilder stilgerecht ein. Zu erwähnen sind

4. Februar, 12 Uhr. Staatsbahnverwaltung (Maskinafdelingen ferner die geschmackvoll arrangierten Volkstänze im dritten Akt, in Regnskabskontor) in Aarhus: Lieferung von: 110 000 Pfund welchem auch dem Fräulein dell⸗Era Gelegenheit gegeben war, ihre eißem Twistabfall, 300 m rothem Plüsch, 100 m gestreiftem Plüsch, graziöfe Kunst zu zeigen. Ihre Majestäten der Kaiser und 00 m grauem Plüsch, 300 m Hessian⸗Leinewand, 300 m Fagon⸗ die Kaiserin, Ihre Majestäten der König und die Königin einewand, 400 m ungebleichter Leinewand, 300 m Twistabfall, von Sachsen und andere fürstliche Gäste wohnten der Vorstellung

100 m federdichter Leinewand (Nankin), 8000 Stück Wischtüchern bis zum Schlusse bei.

von Amerika bringen. Venedig besorgt die Einfuhr selbst in den

Jahren einer guten russischen Ernte im allgemeinen nur etwa bis

Bergamo. Dieses Jahr hat auch bereits die adriatische Küste

. pon Argentinien gekauft; ebenso Oesterreich größere Mengen her Triest.

Mais. Die letzte italienische Ernte war ungünstig, und es ent⸗ wickelte sich daher ein lebhaftes Einfuhrgeschäft; dieses wird andauern, bis die nächste Ernte greifbar sein wird. Der Bedarf wurde größten⸗ theils von Rumänien gedeckt, das im Gegensatz zur schlechten Weizen⸗ ernte eine vorzügliche Maisernte hatte; theilweise auch von Rußland und Nordamerika. Wenn Argentinien, wie es scheint, eine gute Maisernte haben sollte, so wird auch von dort her eine Einfuhr

erfolgen.

Wie aus Wiesbaden berichtet wird, schwankt die vorzährige Weinernte, soweit der quantitative Ertrag in Frage kommt, zwischen einer Fünftel⸗ und einer halben Ernte. Die Qualität bewegt sich zwischen „mittel“ und „sehr gut“. Auf die Güte des Weins hat die außergewöhnlich warme und trockene Witterung in den Monaten Oktober und November noch sehr günstig eingewirkt. Die Schädigung der Quantität und Qualität durch Heu⸗ und Sauerwurm und Peronospera viticola war leider außerordentlich groß. Gleichwohl war das Mostgewicht bei Auslesen stellenweise höher als selbst in den Jahren 1893 und 1895, doch hat der Most auch auffallend viel Säure. Das Treib⸗ holz hat sich überall gut entwickelt und ist ausgereift. Zwei in der Gemarkung Lorch aufgedeckte Reblausherde wurden vernichtet. Die Vernichtung umfaßte bei dem einen Herd 328 kranke und 4094 ge⸗ sunde Stöcke, bei dem anderen 141 kranke und 5071 gesunde Stöcke.

Erste Beilage s⸗Anzeiger und Königlich Preußi

Berlin, Freitag, den 28. Januar

Deutsches Reich. 8 8 Ein⸗ und Ausfuhr von Getreide und Mehl im deutschen Zollgebiet.

80 Pfund ungefärbtem Wollgarn. Formulare an Ort und Stelle.

14. Februar, 12 Uhr. Magistrat (4 de Afdelings Secretariat, Lavendelstraede 1) in Kopenhagen: Lieferung von salzglasierten irdenen Rohren. Bedingungen zur Einsicht auf Kjöbenhewns Vei-og 11““ Guldbergsgade, wochentäglich 10 bis 4 Uhr. Schriftliche Angebote sind mit der Aufschrift „Tilbud paa saltglacerede Larrör“ zu versehen. 3

Verkehrs⸗Anstalten.

Bremen, 27. Januar. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Ems“ 27. Jan. Mrgs. in New⸗York angek. „Havel“ 26. Jan. Abds. Reise v. Cherbourg n. New⸗York fortges. „Prinz⸗ .S.g⸗. Luitpold“ 27. Jan. Mrgs. Reise v. Neapel n. Port Said fortges. „Havel“ 26. Jan. Nm. Reise v. Southampton n. Cherbourg fortges. „Darmstadt“, mit dem Marinetransport n. Ost⸗Asien best., 26. Jan. Vm. in Kiaotschau angekommen.

Hamburg, 27. Januar. (W. T. B.) Hamburg⸗Amerika⸗ . Dampfer „Patria“ ist heute Abend in Cuxhaven ein⸗ getroffen.

Rotterdam, 27. Januar. (W. T. B.) Holland⸗Amerika⸗ Linie. Dampfer „Spaarndam“ heute Nachmittag von Rotter⸗ dam nach New⸗York abgegangen.

Theater und Mufik.

8 Königliches Opernhaus.

Wie alljährlich am Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers und Königs fand gestern in den mit Blumenguirlanden auf das geschmackvollste dekorierten und im Glanze festlicher Beleuchtung

chen Staats⸗Anzeiger.

1898.

Bis jetzt Abgang von Niederlagen in den im freien Verkehr dz

Mühlen⸗

lager⸗

verkehr

verzollte

Mengen

Januar, 1. Hälfte de

Davon Einfuhr dz

Gesammtausfuhr

8 8

a. aus freiem Verkehr b. aus Mühlenlagern Januar, 1. Hälfte

83 100

27154

3 620

9178

Außerdem zollfrei für Bewohner des Grenzbezirks: Januar, 1. Hälfte: *) 2036 dz. †) 554 dz. Von inländischen Konten zollfrei abgeschriebene Lagerbestände: Januar, 1. Hälfte: **) 1329 dz fr†) 5772 dz.

Einfuhrüberschuß

a. unmittelbar in den 8 freien Verkehr (sofort P. auf Mühlen⸗ verzollte Mengen)

Januar, 1. Hälfte

b. auf Mühlen⸗ lager

Januar, 1. Hälfte V

c. auf Niederlagen a. verzollte Mengen

lager

7

9 Januar, 1. Hälfte 1. Hälfte

Januar, 1. Hälfte Januar, 1. Hälfte

Januar, 1. Hälfte

129 317 3 749 13 518 17 312 1 677

200

10 747 223 609 4 8 212 417

9 194 8 *2) 5 859

624 806 316 567 602 017 216 282

19 172

330 205

221 444 95 103

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs⸗ 8 Maßregeln. 130 548

Malta. Die Lokalbehörde in Malta hat unter dem 7. d. M. folgende Quarantäne⸗Bestimmungen erlassen:

I. Nachstehend aufgeführte Schiffe dürfen nicht in den Hafen einlaufen, können aber in Quarantäne mit den Inseln Comino und Cominotto unter gewissen Beschränkungen in Verkehr treten:

a. Schiffe, welche Cholera, Gelbfieber oder Pest oder cholera⸗ ꝛc. verdächti e Fäͤlle an Bord haben oder während der Reise gehabt haben.

b. Schiffe mit Pilgern aus dem Osten.

c. Schiffe aus arabischen Häfen des Rothen Meeres und des Perfischen Golfs, welche nicht in Suez und Port Said zu freier

93 963

8

Ausfuhrüberschuß

88 1AX“ Roggenmehl .. . . . . . . . . . .. Bestand in Zolllägern aam 1. Januar 1898 hiernach am 15. Januar 1898 Weizen 1 361 707 dz 1 288 929 dz

1““ Roggen 377 442 Kaiserliches Statistisches Amt. von Scheel.

Januar, 1. Hälfte 22 536 dz

Januar, 1. Hälfte 412 389 dz 285 664

584 879

b. b oggen.. Gecshe Hasfer. Weizenmehl

raktika zugelassen worden sind.

II. Es dürfen in dem Quarantänehafen Kohlen und Lebensmittel

unter Quarantänebeschränkungen einnehmen:

a. Schiffe aus Bombay und Kurrachee, welche nicht in einem Hafen des Adriatischen oder Mittelländischen Meeres zu freier Praktika zugelassen oder nach Ansicht der Gesundheitsbehörde vor der Zulassung nicht vollständig desinfiziert worden sind,

b. alle übrigen Schiffe ohne einen Gesundheitspaß.

III. Passagiere aus Bombay und Kurrachee haben sich nach der Quarantäneanstalt zu begeben, wo sie einer strengen ärztlichen Unter⸗ fucheng unterzogen werden, während ihre Kleidung und alle sonstigen persönlichen Gegenstände, welche Träger des Ansteckungsstoffes sein

können, vollkommen desinfiziert werden.

Einer weiteren Verordnung vom 7. d. M. zufolge unterliegen alle in Malta eintreffenden Personen aus Bombap, Kurrachee, Beyrut, Tripolis und Tunis einer vierzehntägigen ärztlichen Beobachtung an hrem Domizil.

189 792 1 421

am Königlichen Theater zu Wiesbaden wirkte und sich inzwischen zu einer bedeutsamen künstlerischen Persönlichkeit entwickelt hat, dürfte sowohl den Besuchern der Festspiele in Bayreuth, wo er mit großem Erfolg vor einigen Jahren den Beckmesser sang, wie auch den ger

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität gering mittel Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt.)

Durchschnitts⸗ Am vorigen gut Verkaufte preis Markttage

Menge für 8 1 Doppel⸗ zentner

Mannigfaltiges. 8 Rom, 27. Januar. Der Abendzug Rom —Albano stieß, wie dem „W. T. B.“ gemeldet wird, etwa 300 m vom 12 Bahnhofe mit einer rangierenden Maschine zusammen.

Die Maschine des Zuges und der Gepäckwagen wurden zertrümmert. 26 Personen, theils Beamte, theils Reisende wurden veerr Dem . nniedrigster höchster niedrigster höchster Anschein nach trifft die Schuld an dem Unfall einen Weichensteller, welcher alsbald verhaftet wurde. Nachdem das Geleis wieder frei- 1 gemacht war, fuhr der Züg weiter. 1 b

Weizen. 19,70 19,70

Buenos Aires, 27. Jannar. Einer Meldung des schen Bureaus“ zufolge fand in einer Pulperfabrik zu Flores 99 9 g eine Explosion statt, bei welcher 11 Personen ums Leben kamen. 1776 1789 17,20 17,70

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.) 15,80 16,30 Roggen. 13,25 13,00 14,60 14,60 13,30

16,60 14,30 13,50

Bombay, 27. Januar. (W. T. B.) In der vergangenen

höchster [Doppelzentner

niedrigster

19,75 20,60 15,75

19,83 20,57 16,00

20,00

19,50 18,00

20,20 15,80

19,20 19,80 13,20 15,20

19,50

20,00 15,20 15,20

Geldern...

Döbeln. Langenau i. W. Breslau. Glogau .

——

13,25 13,25 14,86 14,84 16,60 8 13,50 14,35

13,25 13,00 14,90

Insterburg... Landsberg a. W. eh. Döbeln.. Langenau i. W. Breslau.. Glogau. .

von Thul. In Scene Dirigent:

7 ½ Uhr. Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: 2. Vorstellung im 2. Schiller⸗Cyclus: Kabale und Liebe. Abends 8 Uhr: Kyritz⸗Pyritz.

Wolfgang von Goethe'schen Romans „Wilhelm 5 Lehrjahre“ von Michel Carré und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Ballet von Haus Tüchioni. Dirigent: Kapellmeister Sucher. 2. 1e Das Ver⸗ nfan r. t 5 8 ““ graf. Historisches Schauspiel in 5 Aufzügen und 8 . 8 einem Feeeet von Josef Lauff. In Seene gesetzt eüee b Sorzahesh: Im. weisten vom Ober⸗ egiffear Max Grube. Dekorative Ein⸗ S se Im Rößl. 8 richtung vom eer⸗Inspektor Brandt. Montag: Im weißen Rößl. 8 1

7 ½ Uhr. 1 Sonntag: Opernhaus. 27. Vorstellung. Zar und Dienstag: Im weisten Rößl.

Zimmermann. Komische Oper in 3 Akten von Albert Lortzing. (van Bett: Herr Carl Nebe, Großherzoglich badischer Kammersänger aus Karls⸗ ruhe, als Gast.) Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielhaus. 30. Vorstellung. Coriolau. 65 Drama in 5 Aufzügen von William Shakespeare, übersetzt von Schlegel und Tieck. Nach der Bühneneinrichtung von Wilhelm Oechelhäuser in Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Max Grube.

Anfang 7 ½ Uhr. Mutter Thiele. Ein

t vom 28. Januar, Morgens.

Wetter

HB

8 pesett vom Direktor

ugust Karnet. Anfang

00 & 828 2 2—

14,90

14,70 14,40

14,40

Gerste. 13,50 14,00 12,30

15,00 19,20 14 60 b 14,80

8 1 v1I1 8

Insterburg. 14,40 Landsberg a. W.. 14,20 Fildern 13,50

gmaringen. Döbeln. 14,00 Langenau i. W. 14,40 Breslau.. 88 2 14,00 14,10

Winnenden.. Bemerkungen.

gwert volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der D Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswe bhnn vohe Mferae gern detttgengeilt . hi Ise n 1.e,- he

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung,

essp.

. d. Meer rred. in Millim.

sius = 402R.

Wind. Wetter.

Stationen.

Central⸗Theater. Alte Jakobstr. 30. Direkt Rich. Schultz. Sonnabend: Emil Thomas, a. G. Die Tugendfalle. Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern mit Benutzung eines ranzösischen Sujets von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Musik vom Kapellmeister Julius Einödshofer. Anfang 7 ½ Uhr.

Sentee und die folgenden Tage: Die Tugend alle.

Temperatur in 0 Cel

13,50 13,00

12,50 12,62 18,90 1

19,04 19,26 14,21 14,91

5⁰C

13,50 14,00 12,70

16,50 19,40 15,70 14,80

Insterburg. . Landsberg a. W. Geldern.... Sigmaringen. Döbeln.. Langenau i. W. Breslau... Glogau .

3 bedeckt 2 1 bedeckt xebege; Christiansund 6 Schnee Kopenhagen. 2 Dunst Stockholm. 8 wolkenlos aranda. 5 heiter t. Petersbg. 4 Schnee

Cork, Queens⸗ town.. 4 bedeckt Cherbourg . 777 2 bedeckt E 2 Dunst burg 772 3 bedeckt winemünde 768 5 wolkig Neufahrwasser 763 5 bedeckt 5 wolkig

Memel 758 E66 1 Dunst g.

arlsrüuhe. 778 Wiesbaden 776 1 bedeckt München .. 777 4 bedeckt Chemnitz. 773 3 Regen Berlin.. 768 4 bedeckt Wien.. 772 6 Regen Breslau.. 768 4 Regen

—₰½ d0 Ctododeo œ

111u166“

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4 a./5b. Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonnabend: Die Schildkröte. (La Tortue.) Schwank in 3 Akten von Léon Gandillot. Deutsch von Max Schönau. *† Scene gesetzt von Sigmund Lautenburg. Anfang Konzerte.

. 1 aal des Architektenhanses. Sonnabend: Sonntag und folgende Tage: Die Schild Anfarg 7 ½ Uhr: III. Eoirde von O. Lamborg.

14,40

13,60 13,00

14,21

13,69 13,79

14,40

1 692 13,43 82 13,60

1 066 14,41

1 238 13,60 1 628 13,91

y—

14,40 14,20 14,00

14,70 14,60 14,00 . 14,00 91 14,60 117

kröte.

Neues Opern⸗Theater. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu volksthümlichen

Charakterbild in 3 Akten von Adolph L'Arronge. Preisen: Trilby. n

Anfang 7 ½ Uhr. Der Billet⸗Verkauf zu dieser 113“ 88”. Leczlesm. gene Vorstellung findet Sonnabend und Sonntag von Belle⸗Alliance⸗Theater. Belle⸗Alliancestr.7/8. II. Lieder⸗Abend von Marcella Pregi.

9 10 Uhr und 10 ½ —1 Uhr bezw. 12 1 ½ Uhr im Sonnabend: Kean.

v9 S res he bgele netenPeels 1e Flan. Sonntag, Nachmittags: Der Bräutigam auf 22, 1, . ufge. rd n er⸗ 8 e 2„

hoben. Die Billets tragen die Bezeichnung „9. Re⸗ eebe; e. S Familien⸗Nachrichten. 88 servesatz“. 11“ S.n. Dienstag: Zum ersten Male: Lumpaci⸗ Verlobt: Frl. Elisabeth Bandel mit Hrn. Prem.⸗ 8

vagabundus. Lieut. Alfred von Rauch (Calenberg). Frl. Mila 1 Heribes g geatfr. Sonnabend: Johannes. Frief mit Hrn. Rittergutsbesitzer und pen⸗Aeaf. 58 nfang 88

13,00 12,60 13,20 12,00

13,60 13,70

ittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. 5 Palten 89 entsprechender Bericht fehlt.

d. L. Gustav Mielsch (Breslau- Gossendorf).

. daß das Material, welches wir bezüglich des Landtagswahl⸗

Rdoeeenöeenöenenseeeeöen

ʒ dNix. 776 O. 3 Dunst 775 still bedeckt

Uebersicht der Witterung.

Das barometrische Minimum, welches gestern im hohen Norden lag, ist ostwärts nach dem Weißen Meere fortgeschritten, während West⸗Europa von einem Hochdruckgebiete überdeckt wird, dessen Kern über Frankreich liegt. Ueber Nord⸗Europa ist das Barometer stark gestiegen. Bei schwacher bis frischer nördlicher bis westlicher Luftströmung ist das Wetter in Deutschland andauernd mild und trübe; vielfach sind geringe Niederschläge gefallen. Die westliche Frostgrenze verläuft von Riga nach Buda⸗ est; nur zentralen Frankreich herrscht am

orgen leichter Frost.

handlung.

Kantstr. 12. So Anfang 7 ½ Uhr. Deutsche Seewarte. nalisten. zialitäten.

Theater. 6

2

Königliche Schanspiele. Sonnabend: Opern⸗ haus. 26. Vorstellung. Oper in 3 Akten von Ambroise Thomas. Text mit utzung des

8

Sonnabend:

8

Berliner Th Edlane. Jnsgna 2h nhe. n onntag, achmittags Julia. Abends 7 ½ kibr: Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld.

Goethe⸗-Theater. Bbf. Zoologischer Garten. Sonntag, mte 8 3 Uhr:

Montag: Berliner Spezialitäten.

Schiller Theater. Versprechen hiuterm Herd.

Sonntag, 2gge 2 ½ Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Die versunkene Glocke.

ends 7 ½ Uhr: Johannes.

eater. Sonnabend: In Be⸗

7 ½ Uhr. Romeo und In Behaudlung.

nnabend: Berliner Spezialitäten.

Die Jour⸗ bends 7 ½ Uhr: Berliner Spe⸗

(Wallner—⸗ Theater.)

Der Tugendwächter. nfang 8 Uhr.

Residenz⸗Theater. Direktion: Theodor Brandt. Sonnabend: Sein Trick. (Le Truc de Séraphin.) Schwank in 3 Akten von Maurice Desvallières und Antony Mars. Uebersetzt und für die deutsche Bühne bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang ausnahmsweise 8 Uhr.

Sonntag und folgende Tage: Sein Trick. eetag. Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen:

orina. 3

Theater Unter den Linden. Sonnabend: Die Göttin der Vernunft. Operette in 3 Akten von Willner und Buchbinder, für die hiesige Bühne bearbeitet von Benno Jacobson. Musik von Johann Strauß. ; 7 ½ Uhr.

Sonntag: Die Göttin der Vernunft von Johann Strauß.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Bettelstudent.

Thalia⸗-Theater. (Vormals: Adolph Ernst⸗

Freiin von Nolde mit Hrn. Egon Frhrn. von orff a. d. F. Aiswicken⸗Trechen (Kalleten i. Kurl.). Geboren: gin 5„ n: Hrn. e von der Planitz (Borna). Hrn. Sec.⸗Lieut. Rochus Fehrn. von Lüttwiß (Hannover). Hrn. Fabrikbesitzer W. Polte ( weidnith Se Gestorben: Hr. General⸗Lieut. z. D. Streccius (Cassel). Hr. Sec.⸗Lieut. d. R. Fritz Kunze (Gr.⸗Bölkau). Hr. General⸗Major ½ D. Ewald von Scheffer (Wernigerode). Hr. 2 meister a. D. und Kammerherr Max von Holleben dere Hrn. Superintendenten Pfeiffer ohn Gottfried (Küstrin).

vver Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. Z3Z3.

Sechs Beilagen

Theater.) Sonnabend: Ninetten’s Hochzeit. Operette in 3 Akten von Julius Horst. Musik von Friedrich 8” 2

lleinschliczlich Börsen⸗Beilage).

Prem. Lieut. göler *

entwurfs,

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 1 8. Sitzung vom 26. Januar 1898.

Die Rede, welche bei der ersten Berathung des Antrags des Abg. Fuchs (Zentr.) auf Annahme eines Gesetz⸗ betreffkend Aenderungen des Kommunal⸗ wahlverfahrens, in Erwiderung auf die Ausführungen des Antragstellers der Minister des Innern Freiherr von der Recke hielt, hatte folgenden Wortlaut:

Meine Herren! Der Herr Vize⸗Präsident des Staats⸗Ministe⸗ iums hat gelegentlich der ersten Berathung des Etats dem hohen Hause bereits dargelegt, in welchem Stadium die Erörterungen und Verhandlungen wegen Anbahnung einer Wahlreform sich befinden, und welchen modus procedendi die Königliche Staatsregierung in Aussicht genommen hat. Danach er⸗ giebt sich, daß die Staatsregierung ihrer Zusage gemäß versucht hat, reichhaltiges Material zu sammeln behufs endgültiger Stellungnahme zu der Frage der Wahlreform sowohl auf dem Gebiet

der Kommunalwahlgesetzgebung als auch auf dem Gebiet der Land⸗ tagswahlgesetzgebung. Sie glaubt hinsichtl ich des Kommunalwahl⸗ rechts bereits so ausgiebiges Material beisammen zu haben, daß es allenfalls wohl möglich gewesen wäre, dem hohen Hause schon in dieser Session eine Vorlage zu machen. Wir haben aber aus den Gründen, die neulich ebenfalls klargelegt worden sind, es vorgezogen, in dieser Session einen derartigen Gesetz⸗ entwurf nicht zu bringen. Wenn der Herr Antragsteller soeben aus⸗ geführt hat, die Gründe, die seitens des Herrn Finanz⸗Ministers vor wenigen Tagen hierfür geltend gemacht worden seien, erschienen ihm wenigstens nach der Richtung hin nicht durchschlagend, als es ohnehin unzweckmäßig sei, die Reform des Kommunalwahlrechts und des Landtagswahlrechts in einem Gesetz vorzunehmen, da doch die Fragen nicht nach einem System geregelt werden könnten, so ist mir dieser Einwand nicht recht verständlich; denn man kann doch sehr wohl in einem Gesetz diese beiden Fragen wenn auch ver⸗ schiedenartig so doch gleichzeitig regeln. Ob wir zu dieser Ent⸗

schließung kommen werden, steht noch dahin. Es wäre möglich,

rechts haben, uns so wenig ausreichend erscheint, daß wir die Frage der Regulierung des Landtagswahlrechts aufschieben und uns lediglich auf das Kommunalwahlrecht beschränken. Meine Herren, die Königliche Staatsregierung hat zu dem hier jetzt vorliegenden Antrag noch keine Stellung genommen und hatte dazu auch keine Veranlassung es handelt sich um einen Initiativantrag. Ich glaube aber, daß ich die Meinung der Königlichen Staatsregierung richtig wiedergebe, wenn ich sage, es würde sich nach ihrer Meinung nicht empfehlen, diesen Antrag anzunehmen. Er wird, meines Erachtens, event. nach Vorberathung in einer Kommission entweder abzulehnen oder der Königlichen Staatsregierung als Material zu überweisen sei. Aller⸗ dings, meine Herren, kann ich meinerseits schon jetzt nicht verhehlen, daß mir dieser Antrag bedeutend zu weit zu gehen scheint (hört, hört! links) und daß er meines Erachtens auch die historische Entwickelung dieser Wahlreformfrage nicht in ausreichender Weise berücksichtigt. In dieser Beziehung stehe ich auf einem vollständig anderen

Standpunkt als der

Abg. Fuchs,

welcher meint,

überhaupt noch

gerade die