1898 / 105 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 04 May 1898 18:00:01 GMT) scan diff

auf Sensation und Spannung

lung bedenklich an die nur gemahnt, einen auffallend

hinarbeitende Kriminal⸗Literatur entwickelten Sinn für realistische Lebensbeobachtung. Die Anregung zu seiner Arbeit Fürfte eine blutige That gegeben haben, welche im vorigen Jahre hier die Gemüther erregte; wenigstens deutete die im ersten Akt enthaltene Verabredung zweier jugendlichen Verbrecher, gemeinsam einen Mord zu verüben, darauf hin. Am besten ist wohl die Zustandsschilderung im zweiten, von der Handlung fast losgelösten Akt gelungen, der etwa unter dem Titel „In der Kaschemme“ (Verbrecherkneipe) ganz gut für sich bestehen könnte. Das Kauderwälsch, dessen sich der an dieser Stätte verkehrende Auswurf der Menschheit bedient, sein Galgen⸗ humor, die Rohheit seiner Gesinnung treten hier, mit phstographischer Treue aufgenommen, in die Erscheinung. Vollkommen verfehlt ist dagegen der Schlußakt, in welchem der unzulängliche Versuch gemacht wird, den Seelenzustand des Verbrechers nach der That zu schildern, und in dem eine übel angebrachte Rührseligkeit den Unwillen der Zuschauer erregte. Die Darstellung, die dem sonderbaren Werk zu theil wurde, war eine vortreffliche; namentlich verdient das Bild der Verbrecherkneipe und ihrer Besucher sowohl in scenischer, wie in schauspielerischer Hinsicht uneingeschränktes Lob. Die Träger der Hauptrollen waren die Damen Dröscher, Corbach und Erlholz, die Herren Janke, Heinzel, Pauly, L'Allemand und Fritzsche. Das Publikum folgte den ersten beiden Akten mit sicht⸗ lichem Interesse, nach dem letzten erhob sich indessen berechtigter Widerspruch. 1 8 W“ 8 88 Im Koniglichen Opernhause geht morgen Gounod's Oper „Margarethe“ mit Fräulein Hiedler in der Titelpartie in Scene. Als fauss tritt zum ersten Male nach seiner Rückkehr von Amerika Herr Ernst Kraus auf; als Mexphistopheles setzt . Jean Lassalle aus Paris sein Gastspiel fort. en Valentin singt Herr Bulß. Seine Majestät der Kaiser und König ließ nach der gestrigen Aufführung von „Alar“ sämmtlichen Mitwirkenden den Ausdruck Allerhöchstseiner besonderen Anerkennung und Zufriedenheit aussprechen. Der Komponist Graf Géza Zichy hatte die Ehre, nach Schluß der Vor⸗ stellung in die Königliche Loge befohlen zu werden. Mitte Mai 85 eine Gesammt⸗Aufführung von Richard Wagner's Bühnen⸗ estspiel „Der Ring des Nibelungen“ mit durchweg einheimischen Kräften statt, und zwar gehen am 16. d. M. „Das Rheingold“, am 17. d. M. „Die Walküre“, am 19. d. M. „Siegfried“, am 21. d. M. „Die Götterdämmerung“ in Scene. Herr Ernst Kraus singt den Siegfried, Sucher die Brünnhilde, Fräulein Hiedler zum ersten Male die ieglinde, Herr Sommer zum ersten Male den Loge, Herr Bachmann zum ersten Male den Wotan. Kapellmeister Dr. Mrck dirigiert.

Die diesjährige Sommer⸗Saison im Neuen Königlichen Opern⸗Theater wird demnächst mit einer Neueinstudierung von Auber’'s Oper „Die Stumme von Portici“ eröffnet. Als erste Novität wird „Die Grille“ von Johannes Doebber gegeben.

Im Königlichen Schauspielhause geht morgen Reunling's deutscher Schwank „Anno dazumal; mit den Damen Schramm, Conrad und den Herren Vollmer, Hertzer, Oberländer, Purschian, Link, Arndt und Eichholz in Scene. Den Schluß bildet „Madame Dutitre“ mit Frau Schramm in der Titelrolle.

Adele Sandrock, die bekannte Tragödin des Hofburg⸗Theaters in Wien, wird am 16. Mai im Goethe⸗Theater ein kurzes Gastspiel eröffnen. Zur Aufführung gelangen die Dramen: „Francillon“, „Maria Stuart“, „Liebelei“, „Abschiedssouper“ und „Adrienne Lecouvreur“. „Die offizielle Frau“ geht neu einstudiert am Freitag zum ersten Male in Scene. Diese früher schon im Berliner Theater gegebene Dramatisierung der Savage'schen Novelle rührt von Hans Olden her.

Im Schiller⸗Theater wird morgen „Galeotto“ zum ersten Mal wiederholt. Die Eröffnung des Theatergartens findet ebenfalls morgen statt. Die Abonnements⸗Bedingungen sind an den Anschlag⸗ säulen ersichtlich.

Im Central⸗Theater mußte gestern Abend die angekündigte Aufführung des „Nullerl“ wegen Heiserkeit des Fräulein Wirth aus⸗ fellen, In der 228 Aufführung spielt Fräulein Bertha Blanden ür die erkrankte Kollegin die Rolle der Gabi und Fräulein Glasel die Angla. Morgen und am Freitag bleibt das Theater wegen Vor⸗ bereitung der Novität „Der Dorflump“ geschlossen. In diesem Stück, welches in Anwesenheit des Verfassers zur Aufführung gelangt, wird wiederum Herr Hofschauspieler Neuert die Titelrolle spielen.

Mannigfaltiges.

Das Central⸗Comits der deutschen Vereine vom Rotben Kreuz hat in seiner letzten Sitzung die Frage einer eventuellen Unterstützung des spanischen und des ameritanischen Rothen Kreuzes aus Anlaß des ausgebrochenen Krieges erörtert. Es ist beschlossen worden, den Gang der kriegerischen Ereignisse zunächst abzuwarten, indem bisher zu einer erhöhten Thätigkeit der Gesellschaften vom Rothen Kreuz in beiden Ländern noch kein Anla

egeben sein dürfte; doch wird die Angelegenheit seitens des Central⸗

omités im Auge behalten werden, und eintretenden Falls besteht die Absicht, die Hilfe weiterer Kreise für die Gewährung entsprechender Mittel in Anspruch zu nehmen.

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.“ E“ 8

Die Stolze'schen Stenographenvereine haben sich am 23. April d. J. zu einem „Stolze'schen Stenographenverbande“ zusammengethan. Die Geschäfte führt der älteste Stenographen⸗ Verein Deutschlands, der Stenographische Verein zu Berlin (gegründet 1844, Vorsitzender: Dr. F. Stolze, Lektor der Stenographie an der Berliner Universität). Der Verband vertritt die altbewährte Stolze'sche Stenographie, welche in den amtlichen Stenographen⸗Bureaux des Deutschen Reichstages (zusammen mit dem Gabelsberger’'schen System) sowie des preußischen Herrenhauses und Abgeordnetenhauses (ausschließlich) verwendet wird. Verbandsorgan ist die „Stolze'sche Stenographen⸗Zeitung“ (Redakteur: Reichstags⸗ Stenograph M. Häneke, Charlottenburg, Schillerstraße 79).

Potsdam, 4. Mai. Heute Vormittag fand hierselbst in Gegen⸗ wart Seiner Majestät des Kaisers und Königs die Ein⸗ weihung der auf dem Auguste⸗Victoria⸗Platz neuerbauten Erlöser⸗ kirche statt. Fün Empfange Seiner Majestät hatten sich Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Friedrich Leopold, zahlreiche Fürstlichkeiten, die Gefolge, die Generalität, der Minister der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten D. Dr. Bosse, der Staats⸗Minister, Ober⸗ Präsident Dr. von Achenbach, die Geistlichkeit, die Behörden von Potsdam sowie der Erbauer des Gotteshauses, Geheime Baurath Möckel eingefunden. Um 10 ¼ Uhr fuhr Seine Majestät der Kaiser unter dem Geläut der Glocken, von einer Abtheilung der Gardes du Corps geleitet, in offenem Zweispänner auf dem Platze vor. Seine Majestät schritt die Front der von den Garde⸗Jägern gestellten Ehrenkompagnie ab, reichte dann Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Friedrich Leopold den Arm und betrat mit Höchstderselben die Kirche. Der General⸗Superintendent D. Dryander hielt hierauf eine Ansprache und vollzog den Weiheakt. Nach dem Gesang der Gemeinde und der Predigt des Pastors Thiele endete die Feier mit dem von dem General⸗Superintendenten gesprochenen Gebet, dem Vaterunser und Segen.

Die Allerhöchste des Baues, Ihre Majestät die Kaiserin und Königin hat canläßlich der heutigen Einweihungs⸗ feier an den Gemeinde⸗Kirchenrath der hiesigen Friedens kirche sowie an den Magistrat und die Stadtverordneten von Potsdam nachstehende Schreiben gerichtet:

Zu dem Tage der Einweihung der Erlöser⸗Kirche, dem 4. Mai 1898, sende Ich der Friedenskirchen⸗Gemeinde und besonders den Ein⸗ wohnern der Brandenburger Vorstadt Meinen herzlichen Segens⸗ wunsch Es sind am 4. Mai 1898 zehn Jahre, daß Mein vielgeliebter, in Gott ruhender Schwiegervater, Seine Majestät Kaiser Friedrich III., sterbend die Allerhöchste Kabinetsordre unterzeichnete, durch welche Er die Begründung des Evangelisch⸗Kirchlichen Hilfsvereins unter Meinem Protektorat freundlichst genehmigte. Zur Erinnerung an diesen Tag legte Ich am 4. Mai 1890 den Grundstein zu der ersten von Mir und dem Engeren Ausschusse des Evangelisch⸗Kirchlichen Hilfsvereins erbauten Erlöser⸗Kirche in Rummelsburg, und gleich⸗ falls zur Erinnerung an diesen Tag legte Ich am 4. Mai 1896 den Grundstein zu der Kirche in der Brandenburger Vorstadt, welcher Ich ebenfalls den Namen Erlöser⸗Kirche gab und dasselbe Siegel wie dem Evangelisch⸗Kirchlichen Hilfsverein und der Erlöser⸗Kirche in Rummelsburg verlieh. Wiederum soll uns die Einweihung der Erlöser⸗Kirche in Potsdam an diesen schönen und ernsten Tag erinnern. Es ist Mir eine große Entsagung,

daß Ich der ersten Feier in der Kirche nicht beiwohnen kan Den Gemeindeorganen der Friedenskirche, den Baumeistern und Bauleuten, sowie den zahlreichen Mitgliedern der Gemeinde und de

Berliner Mitgliedern Meines Evangelisch⸗Kirchlichen Hilfsvereins und

des Kirchenbau⸗Vereins spreche Ich Meinen aufrichtigen und herzlichen Dank aus für die treue Fürsorge und Unterstützung, mit welcher sie den Bau der schönen⸗Kirche, des Gemeindehauses und des Pfarrhauses vier Jahre hindurch gefördert haben.

Ich übersende dem Gemeinde⸗Kirchenrath Altar⸗, Kanzelbibel und Siegel. Möge sich die neue Gemeinde an der Erlöserkirche in dem reinen und lauteren Worte Gottes aufbauen und stets der Zeit ein⸗ gedenk bleiben, welcher sie ihr Entstehen durch die opferbereite Liebe in der gemeinsamen, versöhnenden Arbeit ihres Königshauses und vieler seiner treuen evangelischen Unterthanen verdankt.

Auguste Victoria . Kaiserin und Königin.

An den Gemeinde⸗Kirchenrath der Friedenskirche zu Potsdam

Es ist Mir eine Pflicht, zu dem 4. Mai 1898, wo in Potsdam die Einweihung der Erlöser⸗Kirche und des mit derselben erbauten Gemeindehauses und des Pfarrhauses stattfindet, dem Magistrat und den Stadtverordneten von Potsdam nochmals Meinen aufrichtigen Dank zu sagen für die Fürsorge, welche sie den kirchlichen Werken gewidmet und dadurch ihr Zustandekommen ermöglicht haben. Mögen Magistrat und Stadtverordnete wie bisher, so auch fernerhin stets mit ihrem Königshause treu zusammengehen und zusammenwirken, wo es sich um Stärkung und Erhaltung der heiligsten Güter unseres Volkes und um Förderung der Werke christlicher Nächstenliebe handelt.

Schloß Homburg vor der Höhe, den 3. Mai 1898. (sFggust Metora Kaiserin und Königin. An den Magistrat und die Stadtverordneten der Residenzstadt Potsdam.

Ihre Majestät stiftete zu der heutigen Feier, wie schon in dem ersteren Allerhöchsten Schreiben erwähnt wurde, die Altar⸗und Kan zel⸗ Bibeln für die Erlöserkirche; dieselben sind in weißem Leder gebunden und mit silbernen Beschlätzen nach alten Mustern verziert. In die Altarbibel schrieb Ihre „Majestät eigenhändig den Spruch: Jesaia 43, 1: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein?; ebenso in die Kanzelbibel folgenden Spruch: Ev. Matth. 8, 8: „Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wecth, daß Du unter mein Dach gehest; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.“ Ferner stiftete Ihre Majestät auch das Kirchensiegel. asselbe ist von dem Hofgraveur G. Schuppan in Berlin angefertigt; es stellt unter einem gothischen Aufbau Christus mit dem sinkenden Petrus dar und ist mit dem Allianzwappen Ihrer Majestät geschmückt. Die Umschrift des Siegels lautet: „Siegel der Erlöserkirche Potsdam. Jesaia 43, 1.“ 1 1t

1 11“ 8 88

Heiligenbeil, 4. Mai. Amtlich wird gemeldet: Der Schnell⸗ zug D 3, welcher von Berlin nach Eydtkubhnen fährt, hat beute früh bei Heiligenbeil ein zweispänniges Ackerfuhrwerk über⸗ fahren. Dasselbe war auf das Geleise gerathen, weil die Schranke infolge eines Versehens nicht geschlossen war; der Wagenführer war indeß durch Zurufe gewarnt. Die Pferde sind getödtet, der Wagen ist zertrümmert, der Führer desselben aascheinend nur leicht verletz Der Zug setzte nach kurzem Aufenthalt seine Fahrt fort. * 8

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

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t vom 4. Mai, 8 orgens. 8

Carré.

als Gäste.)

Stationen. Wind. Wetter.

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Belmullet.. 751 6 wolkenlos Ein Stückchen

Aberdeen . 747 halb bed. Makowski.

Christiansund 754 wolkenlos

Kopenhagen. 756 Regen

Stockholm. 755 heiter aparanda . 757 bedeckt t. Petersburg 763 bedeckt

Cork, Queens⸗ toiwcn. 753 halb bed. Cherbourg. 753 bedeckt e 753 heiter 12885 wolkig amburg . 756 wolkenlos winemünde 757 wolkig Neufahrwasser 757 wolkenlos Memel 758 heiter Gabler II11“ n arlsruhe.. 7561 Wiesbaden. 759 München . 763 Chemnitz. 761 Berlin.. 758 Wien.. 760 Breslau .. 758 Ile d'Aix. 761 88 76761 ööä761 heiter

Uebersicht der Witterung.

Das Minimum, welches gestern an der Westküste Irlands lag, ist nordostwärts nach den Hebriden

tauz.

Bühne.

Journalisten.

Anfang 7 ½ Uhr Freitag

Südrußland. In der Kanalgegend wehen starke westliche Winde, während in Deutschland die schwache südliche bis westliche Luftströmung fortdauert. In Deutschland ist das Weiter trübe und kälter; viel⸗ fach ist Regen gefallen; stellenweise fanden Gewitter statt, Chemnitz meldet 21 mm Regen.

Deutsche Seewarte.

Theater.

Königliche Schanspiele. Donnerstaz: Opern⸗ haus. 114. Vorstellung. Margarethe. Oper in

Sonnabend:

5 Akten von Charles Gounod. Text nach Seeicg e 9 von Goethe's Faust, von Jules Barbier und (Faust: Herr Ernst Kraus; Mephistopheles: Herr Jean Lassalle, von der Großen Oper in Paris, Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 118. Vorstellung. Anno dazu⸗ mal. Ein deutscher Schwank in 3 Aufzügen (theil⸗ weise mit Benutzung eines alten Anekdotenstoffes) von Carlot Gottfrid Reuling. Madame Dutitre. Anfang 7 ½ Uhr.

Freitag: Opernhaus. Ein Bühnenspiel in 3 Aufzügen. von Otto Julius Bierbaum. Musik von Ludwig Thuille. Die Rose von Schiras.

Idylle nach einer erzählenden Dichtung von von Emil Graeb. Musik von Richard Eilenberg. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. Abonnement B. 17. Vorstellung. der Prophet. Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von Otto von der Pfordten.

Deutsches Theater. Donnerstag: Hedda

Anfang 7 ½ Uhr. ““ Freitag: Nathan der Weise. 1 Sonnabend: Der Biberpelz.

Berliner Theater. Donnerstag: Kinder der Anfang 7 ½ Uhr. Freitag (34. Abonnements⸗Vorstellung): Die berger.

(35. Abonnements⸗Vorstellung): Zum

fortgeschritten; am höchsten ist der Luftdruck über ersten Male: Die offizielle Frau. Sonnabend: Die Frau ohne Geist.

Schiller ⸗Theater. Donnerstag: Galeotto.

Freitag: Ein gemachter Mann. Anfang 8 Uhr. aleotto.

Lessing⸗-Theater. Donnerstag: Im weißzen Rößl. Anfang 7 ½ Uhr. 8 Febng; Im weißen Rößl. 8 onnabend: Im weisßen Röfzl. Sonntag: Im weißen Rößl.

Neues Theater.

Schwank in Deutsch von Benno Jacobson. von Sigmund Lautenburg.

Häuslichkeit.

aus Alt⸗Berlin, von Ludwig 115. Vorstellung. Lobe⸗ Dichtung Ballet⸗

Bploch Freitag: Die Aermsten.

Sonntag, Nachmittags

119. Vorstellung. Sonder⸗ Schlüssel. Abends

Mohammed, Anfang 7 ½ Uhr.

Donnerstag: Sein Trick. Schwank in 3 Akten

von Maurice Desvallières und

Dirigent: Herr Kape

Sonnabend: Die Mottenburger. 7 ½ Uhr.

Goethe⸗Theater. Bhf. Zoologischer Garten. Kantstr. 12. Donnerstag: Die Frau ohne Geist.

Freitag: Der Operuball. Der Bettelstudent.

Thalia⸗Theater. (Vormals:

b Bauern⸗Ensembles D' (Wallner ⸗Theater.)

Anfang 8 Uhr. Haberer.

Freitag: Dieselbe Vorstellung.

Sonnabend: Zum ersten Male: Kern. .

Anfang 8 Uhr.

schlossen.

Schiffbauerdamm 4 a. /5.

chel Direktion: Sigmund Lautenburg. Donnerstag: Die Freuden der Häuslichkeit. (Les joies du foyer.) 3 Akten von Maurice Hennequin. In Scene gesetzt Anfang 7 ½ Uhr.

Freitag und folgende Tage: Di

Belle-Allianre⸗Theater. Belle⸗Allian Donnerstag: Die Aermsten. Drei Akte aus einem alltäglichen Trauerspiel von Albrecht Donner.

Sonnabend: Robert und Bertram. 2 ½ Uhr: 8 Uhr: Die Aermsten. 11

Residenz-Theater. Direktion: Theodor Brandt.

Theater Unter den Linden. Donnerstag: Mit neuer Ausstattung: Der Opernball. Operette in 3 Akten nach dem Lustspiele „Die Rosa⸗Dominos“ von Léon und Waldberg. Musik von Richard Heu⸗ In Seene gesett von Julius Fritzsche.

meister Korolanyi.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen:

Theater.) Donnerstag: Gastspiel des Oberbayri⸗ Tegernseer, unter eitung des 8 Direktors Rudolf Opel. Die

auernkomödie in 5 Akten (6 Bildern)

von Michael Hirsch. Anfang 7 ½ Uhr.

Central⸗Theater. Alte Jakobstraße 30. Donnerstag und Freitag wegen Vorbereitung ge⸗

Sonnabend: Zum ersten Male: Novität. Der Dorflump.

Familien⸗Nachrichten.

reuden der 9503]

1 1 Heute Morgen 7 ½ Uhr wurde der Ober⸗Berg⸗

Wund Hütten⸗Direktor der Mansfeld’schen

Kupferschieferbauenden Gewerkschaft,

cestr.7/8. Herr Geheimer Bergrath Ernst Leuschner, Mitglied des Staatsraths und des Reichstags,

Ritter hoher Orden, im Alter von 72 Jahren

*

Tod abberufen. Eisleben, den 3. Mai 1898.

Der techte Die trauernden Hinterbliebenen.

Verlobt: Frl. Margarethe Kaiser mit Ge⸗ richts⸗Assessor und Sec⸗Lieut. d. R. Bernhard Rißmann (Breslau-— Neisse).

Verehelicht: Hr. Rittmeister Graf Rochus zu

Antony Mars. e mit Elma Gräfin von Klinckowström

Hr. Sec.⸗Lieut. Erich Frhr. von Buddenbrock mit Frl. Erna von Stegmann u. Stein (Jackschönau). Hr. Victor von Jarotzky mit rl. Else Keller (Groß⸗Ziethen). Hr. Regierungs⸗ essor Dr. Reuscher mit Frl. Elisabeth Troll (Nauen). Hr. Regierungs⸗Baumeister Albert Giesler mit Frl. Johanna Moers (Ludwigshafen a. Rh. Mülheim a. Rh.).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Pastor Hermann Liesegang (Glienicke b. Zossen)n). Eine Tochter: Hrn. Pastor Karl Feller (Petkus).

rn. Pastor Klepper (Beuthen a. O.). Hrn. taatsanwalt Cuny (Charlottenburg).

Gestorben: Hr. Major z. D. Gustav von Flotow (Schönna b. Meran). Hr. Schriftsteller W. L. Hertslet (Friedenau). Hr. Rittergutsbesitzer Louis Pacully (Baumgarten b. Ohlau). Fr. Marie von Perbandt, geb. Freiin Treusch von Buttlar⸗Brandenfels (Wiesbaden).

Anfang

Avbolph Ernst⸗

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Der g'sunde Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

8 Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).

8 K.

zum Deutschen Reichs⸗Anzei⸗

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Erst e FI. reußischen St

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

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Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

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Bemerkungen.

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Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. 8 889 in 88 Spalten fü⸗ Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist; ein Punkt (.) in den letzten sechs

palten, daß entsprechender Bericht fehl

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