1898 / 135 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 10 Jun 1898 18:00:01 GMT) scan diff

Homburg v. d. Höhe. Zu diesem Zwecke können die Obli⸗ ationen nebst Zubehör schon vom 1. Dezember 1898 ab einer Kassen eingereicht werden, welche sie der Staatsschulden⸗

Tilgungskasse zur Prüfung vorzulegen hat und nach Fest⸗ stellung die Auszahlung vom 2. Januar 1899 ab bewirkt.

Der Betrag der etwa fehlenden Zinsscheine wird vom Kapital

zurückvehalten.

Die Verzinsung hört auf mit dem 1. Januar 1899.

Berlin, den 1. Juni 1898. waltung der Staatsscht von Hoffmann.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 16

der „Gesetz⸗Sammlung“ enthält unter

Nr. 9996 die Verordnung, betreffend die Tagegelder und Neisekosten für die Landgendarmerie, vom 11. ai 1898;

unter

Nr. 9997 die Verfügung des Justiz⸗Ministers wegen Auf⸗ hebung des Hypothekenamts zu Geilenkirchen, vom 28. Mai

1898; und unter

Nr. 9998 die Verfügung des Justiz⸗Ministers, betreffend die Anlegung des Grundbuchs für einen Theil des Bezirks

des Amtsgerichts Frankfurt a. M., vom 6. Juni 1898. Berlin W., den 10. Juni 1898. önigliches Gesetz⸗Sammlungs⸗Amt. 1 c Weberstedt. 18

1u“

Angekommen:

Seine Excellenz der Präsident des Reichs⸗Eisenbahnamts, Wirkliche Geheime Rath Dr. Schulz, aus Dresden.

Deutsches Reich. 6 Preußen. Berlin, 10. Juni. .“ Seine Majestät der Kaiser und König besichtigten

heute Morgen von 7 Uhr ab auf dem Tempelhofer Felde das 1. und 2. Garde⸗Dragoner⸗Regiment.

„Der Bundesrath versammelte sich heute zu einer Plenarsitzung. Vorher beriethen die vereinigten Ausschüsse ür Zoll⸗ und Steuerwesen und für Elsaß⸗Lothringen, sowie Ausschüsse für Justizwesen und für Elsaß⸗

Ihre Hoheit die Prinzessin Eduard von Anhalt ist, wie dem „W. T. B.“ aus Dessau gemeldet wird, heute hnn in Schloß Ballenstedt von einer Prinzessin entbunden worden.

g.

Oesterreich⸗Ungarn.

Der Kaiser hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Wien gestern den rumänischen Minister⸗Präsidenten Sturdza in Privataudienz empfangen.

Wiener Blätter veröffentlichen ein Communiqué des Polenklubs, in welchem das Bedauern darüber ausgesprochen wird, daß die Haltung der Oppositions⸗ parteien die Regierung zur erneuten Anwendung des § 14 der Verfassung behufs Befriedigung der dringendsten Bedürfnisse des Staats zwinge. Ferner wird darin der Ueberzeugung Ausdruck verliehen, daß eine gesunde Entwickelung des verfassungsmäßigen Lebens den Be⸗ dürfnissen des Staats sowie der einzelnen Länder ent⸗ spreche, und die möglichst baldige Schlichtung des deutsch⸗czechischen Nationalitätenstreits in gemeinsamem Einvernehmen beider Völker gefordert. Der Klub erkläre sich bereit, die darauf bezüglichen Bestrebungen der Regierung un⸗ ausgesetzt zu unterstützen, und verharre unerschütterlich auf den Grundsätzen, welche die Grundlage des Bestandes der Rechten des Abgeordnetenhauses bildeten.

1 Großbritannien und Irland. 3 3 In der gestrigen Sitzung des Unterhauses erklärte der Parlaments⸗Untersekretär des Aerßern C urzon, dem„W. T. B.“ zufolge: die Regierung habe gehört, daß den Franzosen die Kon⸗ session für den Bahnbau von Patkhon nach Nanning ertheilt worden ei. Ueber die Maßnahmen, welche die englische eee gegen⸗ wärtig in Südchina zu ergreifen beabsichtige, könne er keine Mit⸗ theilung machen. Der Bahnbau nach der Grenze von Birma werde egenwärtig ausgeführt; aber die Frage, welche Richtung die orlsetzung der Bahn nach Erreichung der chinesischen Grenze ehmen solle, sei sehr schwierig, und solange sie nicht ent⸗ chieden sei, könne man keine Konzession bei der chinesischen Re⸗ gierung beantragen. Ein Schriftwechsel mit der französischen Re⸗ gierung habe über die Angelegenheit nicht stattgefunden, derjenige mit China sei noch im Gange. Mit Bezug auf Port Arthur und Talienwan bemerkte Curzon: die egierung besitze den Text des russisch⸗chinesischen Abkommens nicht, jedoch beabsichtige Rußland nach der Erklärung des Ministers des Aeußern Grafen Murawjew, Chinas Souveränetätsrechte über die beiden Häfen aufrechtzuerhalten und die zwischen China und anderen Staaten bestehenden Verträge zu achten. raf Murawjew habe ferner erklärt, die Achtung der chinesischen Souveränetätsrechte schließe gewissenhafte Erhaltung des status quo vor der Verpachtung der beiden Häfen in sich, also auch die durch die Verträge für fremde Kriegs⸗ und 11 in gewissen Fällen vorgesehene Erlaubniß zur Einfahrt selbst in die geschlossenen Häfen Chinas. Hieraus olge, wie Graf Murawjew hinzugefügt habe, daß Port rthur englischen Schiffen unter denselben Bedingungen wie bisher geöffnet sein werde. Gleichwohl habe die Regierung an Rußland noch eine Anfrage über die genaue Fassung des Vertrages gerichtet. Die he Kriegsschiffe würden sich auch weiterhin des vertragsmäßigen Rechts des Zugangs zu t

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allen Häfen in China, wenn immer die Int essen des

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Amerika.

haus nahm, nach einer gestern einstimmig die die Einfuhr von en Reichs Vorzu

britischen Dienstes es wünschenswerth machten, bedienen weiteren Verlauf der Sitzung bemerkte C Bahnbaues von Hankow nach Peking hab Interesse einiger englischen Kapital nicht bekannt, daß der chinesischen gemeinter Vorschlag zum Bau dieser Ba Seite gemacht worden sei.

im vorigen Jahre ertheilte von fremdem und chinesischem Kapit heimischen Arbeitskräften vorgesehen dem General⸗Direkto lange dauern,

linie Peking Hankow, das Nangtse⸗Kiang erreiche die Frage zu erörtern, land in den Stand des Nangtse⸗Kian es ohne die Zu Akt sein, und in diesem

die erforderlichen Schritte essen thun.

Der Vize⸗König in nach Tschautschou ge⸗

einenden „Echo de

das Amtsgebäude niedergebrannt. Canton hat 1000 Mann Truppen

erchenang) herrscht dem in Shanghai ers

8 urzon: die Frage des e, wie er glaube, das isten erregt, doch sei ihm irgend ein ernst⸗

von englischer In der dem belgischen Syndikat ssion sei die Verwendung al und fremden wie ein⸗ ehen; die Oberleitun r der chinesischen Eisenbahnen. setzte Curzon hinzu, bis die Bahn⸗ enn sie je gebaut werde, das Thal ei es verfrüht, r Bahn Ruß⸗

Das canadische Unter des „W. T. B.“ aus Ottawa vorlage an, durch w aus allen Theile festgesetzt werden.

In einer gestern abgehaltenen Be n Ausschusses beid der Vereinigten Staaten Kriegskosten⸗Bill erzielt; dabei wurde gefügte Bestimmung uüͤber Silberprägungen in modifiz B.“ zufolge chusses dahin, Schatzamts befindlichen Sil den Prägungsgewinn aus der Windom⸗Bill e zu Dollars im Betrage von 1 ½ werden sollen. das gegenwärtig im S ausgeprägt sein werde. zum Betrage Repräsentantenh samen Ausschusses heute angenommen.

Armee des Generals Shafter hat, vorgestern Vier Kriegsschiffe chwader eingetheilt ist. Monate mitgenommen. Die Artillerie gsgeschützen, etwa 80 Schnell⸗

Zunächst begiebt sich die m starken Kriegs⸗ Nach einer Meldung ndet die Regierung

Regie rungss Rohzucker gszollsätze

sprechung des gemein⸗ user des Kon resses Verständigun

elche für n des britisch

Chine“ zufolge ein Aufruhr, der anläßlich der Einführung

m Ausbruch gekommen eis⸗Theuerung und den Die Thore d

einer neuen Abgabe auf Spezereien sei, seinen Ursprung inde Vorräthen an

ien gestern geschlossen worden.

eis habe.

g verbleibe wurde eine

Es werde enat ein⸗

den Prägungsgewinn ierter Form beib geht der Beschl daß sowohl di berbarren,

AXA“ In Tanger geht, dem „W. T. B.“ zufolge, Gerücht, der Dampfer „Sid el-Turki“, welcher dem Sultan gehört, sei von Riffpiraten in der Bucht von

Bocoyas aufgebracht worden.

des gemein⸗ e im Besitz des uch das durch altene Silber ch ausgeprägt f diese Weise r in 5 Jahren Regierungs⸗ auszugeben. des gemein⸗ 07 Stimmen

ob durch den Bau die esetzt werde, Truppen nach dem Thal enden. Letzteres würde übrigens, wenn timmung Chinas geschähe, Falle würde die englische Regierung zum Schutz der britischen Inter⸗

Ueber die Verhandlungen Gro betreffs des strittigen Gebiets in „Reuter’'sche Bureau“, da definitiven Abschluß geko friedigenden Erledi Wege stehe. Natur zu verhandeln.

Million monatli genommen, daß au chatzamt vorhandene Silbe

Ferner wurde beschlossen von 400 Millionen Dollars aus hat die Beschlüsse bereits mit 154 gegen 1

ein kriegerischer I; Statistik und Volkswirthschaft. Ueber die Anmusterungen von Seeleuten bei der deutschen Handelsm arine

Vierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reichs“ zu entnehmen, daß im Jahre 1897 bei den inländischen Seemanns⸗ ämtern 18 244 Vollmatrosen und 2117 unbefahrene Schiffsjungen (d. h. solche, die Seefahrten auf Kauffahrteischiffen bisher noch nicht gemacht hatten) angemustert worden sind. musterten Vollmatrosen war höher als in allen 9 Vorjahren und hat sich gegen 1896 (17521) um etwa 4 % vermehrt; die der angemusterten unbefahrenen Schiffsjungen steht zwar gegen das Jahr 1890 (2388) aber gegen 1896 (1740) um nahezu 22 % Entwickelung von zuzuschreiben,

bonds bis G ßbritanniens mit Frankreich neuesten . West⸗Afrika erfährt das

ß dieselben zwar noch nicht zum aber einer be⸗ ung der Angelegenheit nichts mehr im

i nur noch über Din

mmen seien, wie schon kurz Die Zahl der ange⸗ Tampa in 29 begleiten die Expeditions⸗

schiffen verlassen. Die Armee

flotte, welche in drei Ges hat Lebensmittel für drei besteht aus 16 großen B. feuerkanonen und Feldges nach Key West, von wo sie geschwader weiter geleitet werden wird. des „New York Herald“ in Eile weitere

urück, ngge, Dieses Ergebniß ist der günstigen H im Deutschen 1 zuschre durch welche auch die deutsche Handelsflotte verstärkte Beschäftigung erhielt und der Schiffsverkehr gesteigert wurde. Die verstärkte Nach⸗ frage nach Arbeitskräften hat auch eine Steigerung der Seemanns⸗ heuern hervorgerufen. Für die Vollmatrosen ist der durchschnittliche Betrag der Monatsheuern im Jahre 1897 zu 54 03 ermittelt egen 51,74 im Jahre 1896, und für die unbefahrenen Schiffs⸗ jungen zu 14,91 gegen 13,69 1896. Neben diesen Heuern wurde freie Verköstigung gegeben. 8 2

Frankreich.

Die Deputirtenkammer na Wahl des Präsidiums vor. „W. T. B.“ aus Paris 277 Stimmen, Präsidenten L 298, zum Dritten Kr den Posten des forderlich.

ern die endgültige Zum Präsidenten wurde, wie hanel mit 287 gegen welche Brisson erhielt, zum Ersten zum Zweiten Sarrien mit antz mit 272 Stimmen gewählt. en Vize⸗Präsidenten ist

meldet, Des

aus Washington entse e⸗Truppen, um die Stre as Transportschiff Mann der Marine⸗ go de Cuba abzugehen; Menge Granaten und an⸗ General Coppinger werde die Ex⸗ eiten und General Lee hierbei an Puerto Rico bestimmte 20 000 Mann bestehen und

schen Geschwader vor Santiago in gegangene Meldungen besagen, die Enden worden; Admiral graphische Verbindung Ungriff auf Caima⸗ asis zu errichten ge⸗ wirkt. Santiago stehe Heer und die g belegt seien.

eygues mit 315, Marine⸗Infanteri

mirals Sampson zu verstärken; d „Panther“ habe den Befehl erhalten, mit 650 Infanterie unverzüglich nach Santia dieses Schiff habe auch eine große dere Munition an Bord. pedition nach Puerto Rico l weiter Stelle befehligen. nvasions⸗Armee werde aus etwa sehr stark an Kavalerie sein. amerikani

Stichwahl er⸗

Rußland. Invalide“ meldet: Die O Posen garnisonierenden 2. Leib⸗Husare russischen Dragoner⸗ Juni und zu einem am gimentsexerzieren ein. der Einladung und gestattete em Zweck in Uniform ins Ausland

8 Zur Arbeiterbewegung. Aus Beuthen in Oberschlesien wird der Auf der siskalischen Friedrichsgrube zu Miechowitz wurden an 200 Bergleute wegen Lohnstreitigkeiten aus⸗ ständig. Die Verwaltung entließ sämmtliche Ausständige.

Aus Gablonz berichtet die „Voss. Ztg.“: Hundert Krystall⸗ glasschleifer in Morchenstern und Umgebung haben die Arbeit wegen niedriger Löhne eingestellt; Lohnerhöhung. ,

Zum Ausstand der wallisischen Kohlengru benarbeiter erichtet die Londoner „A. K.“: Die Delegirten der Ausständigen aben das sogenannte provisorische Comité mit 79 gegen 7 Stimmen Frieden mit den Bergwerksbesitzern zu schließen, chiebbaren Lohnskala

ere des in

egiments öln. Ztg.“ unter

Der „Russi dem 8. Juni

Regiments zum Diner am 1./13. Tage darauf stattfindenden Re Kaiser genehmigte die Annahme

izieren, sich zu dies auch die Glasdrücker verlangen

Washington ein der abgeschnittenen Sampson werde

Kabel seien au somit bald eine direkte tele mit Washington herstellen können. Bei de nera, wo die Amerikaner ihre Operationsb dächten, hätten auch die Aufständischen mitge vor der Hungersnoth, da alle für das s ten Nahrungsmitlel mit Beschla Weiter erhält sich in Washington, der zufolge, das über Port⸗au⸗Prince amerikanischen Darguiri gelandet und hätten den Spa

eliefert, in der diese geschlagen worden

fgenommen Heute, am 25. Jahresta durch Rußland, befahl der Kai in den Städten Turkestans den Truppenparaden zu feiern, eine Deputation der in St. Petersburg leb am Feldzuge in Chiwa.

Kriegs⸗Minister Miljutin Vorbereitungen zur F

Wie die St. Petersbur König und die Köni Monats Juli in St. Palais Absteigequartier nehmen.

I Der Prinz Schira von Siam tritt Pagenkorps ein und erhält dort eine militäris

e der Besetzung Chiwas r, bdem W. T. B. Tag durch Gottesdienst und in Zarskoje Sselo enden Theilnehmer Seine Majestät ließ dem früheren n seinen besonderen Dank für die eier dieses historischen Ereignisses aus⸗

ngewiesen, keinerlei ch auf die Wiedereinführung der vers

unst und Wissenschaft In der Gesammtsitzung der

und empfing

Marine bestimm

Akademie der Wissen⸗ Mai (vorsitzender Sekretar: Herr Waldeyer) las Herr Conze über die in den nächsten Lieferungen der „Attischen Grab⸗ reliefs“ erscheinenden Darstellungen von so soweit sie auf eigentlichen Grabsteinen vor hatte eine Mittheilung des Marburg eingesandt, enthaltend einen „Bericht über zu welcher demselben eine Unterstützung ährt worden ist. Herr Dümmler über⸗

verbreitete Ger Aguadores niern eine Schlacht * seien. Die Amerikane Höhen um Santiago besetzt. Ein amerika t soll ferner in der Nähe von Sant auf einen Eisenbahnzug, auf dem sich ein befunden habe, mit Granaten geschossen haben. seien getödtet worden.

Der Gouverneur von Puerto Rico, General Macias, hat, nach einer Meldung des New Yorker „Evenin⸗ 8 aus St. Thomas, den englischen San Juan ausgewiesen unter der Beschuldigung, daß er der Vereinigten Staaten Nachrichten geliefert habe. 1 worden und 56 Stunden Nach dem Protest des englischen der Gouverneur Macias die britische die Pläne über Minen verrathen zu

chaften vom 12.

enannten „Todtenmahlen“, ommen. Herr Kiepert her Judeich in eine Reise im

burger Blätter melden, werden der gin von Rumänien im Laufe des g eintreffen und im Großen

in das russische che Erziehung.

ätten sodann die Herrn Professors Walt

Petersbur nisches Kanonenboo

nordwestlichen Kleinasien“,

Truppentranspor seitens der Akademie gew

Viele Soldaten sta imperii XI: „verzeichnet von Wilhelm err Mommsen legte die Restaurations⸗ acobi in Homburg vor, nach welchen Prätorium wiederhergestellt werden alsdann das Limes.Mufeum sowie ins⸗ Kurhause aufbewahrten Fundstücke n. Mitgetheilt wurde, daß die Professor der Zoologie an der Universität München zum korrespondierenden physikalisch-mathematischen Klasse gewählt hat.

stützung der Akademie herausgegebenen Rege Urkunden Kaiser Sigmund’s 1410 bis 143 Altmann“ (Innsbruck 1898).

entwürfe des Herrn Bauraths

auf der Saalburg das römische soll. In letzterem werden besondere die jetzt im Ho aus der Saalburg ihren Platz finde

Durch ein Dekret des König der Wiederzusammentritt d 16. d. M. festgesetzt worden.

üs vom gestrigen Tage ist

es Parlaments auf den onsulats⸗Sekretär Bett in

üͤbel behandelt lang eingekerkert gewesen. General⸗Konsuls habe Kolonie in San Juan offen beschuldigt, die im Hafen gelegten unterseeischen haben; er hahbe dann auch dreißig britische Unterthanen vor⸗ eingehenden Verhör unterworfen und eine zahl derselben auf 24 Stunden einsperren lassen. der Depesche wird hinzugefügt, in Wirklichkeit durch mehrere dem Gouverneur untergebene O den Amerikanern sympathisierten, verrathen w

Aus San Francisco wird berichtet, der amerikanische Kreuzer „Charleston“ erwarte in Honolulu die nach Manila bestimmten Truppentransporte. unächst nach den Ladrone Die Jasel Guajan soll als K Der „Charleston“ werde s nach Manila weitergehen, nachdem der Vereinigten Staaten unterstellt seien.

Akademie den

ch mit der Herrn Richar

m Plan für den Seekrieg be⸗ B.“ aus Madrid berichtet, der die Lage des General⸗ Augustin, eine so verzweifelte ⸗Präsident Sag asta fügte ttel, um die Verstärkungen inister sei jede Befugniß zu zur Vertheidigung der Philippinen zu rklärte ferner, die Regierung ge⸗ zur Herbeiführung des Friedens zu e auch nicht, ob irgend eine andere Macht Ministerrath nahm die Demission Madrid Daban an und ernannte nister Chincilla zu seinem Nach⸗

inisterrath, welcher si

d. Hertwig Mitgliede der

8 Beschaffung der Mittel und de schäftigte, stellte, wie „W. T. Kriegs⸗Minister Correa in Kapitäns der Philippinen, Generals sei, wie behauptet werde. Der Minist hinzu, Manila habe genug Lebensmi abwarten zu können. Dem Marine⸗M Maßnahmen gegeben, die ergreifen seien. denke nicht, die Initiative ergreifen, und sie wiss beabsichtige, di des General⸗Kapitäns von den ehemaligen Kriegs⸗Mi

Nach dem Ministerrath hatte der K. rechung mit der Königin⸗Rege abreiste. Der Marine⸗Minister wird in begeben.

Die Mitglieder der Minoritäts kammer hatten gestern Minister und sagten de Unterstützung

Abrede, daß die tzung der Archäologischen Gesellschaft, die für Jahreszeit ungewöhnlich gut besucht war, wurde durch Literatur eingeleitet. ter; er sprach auf

Die Junisi die vorgerückte Lonze mit Vorlegung der eingegangenen Die Reihe der Vorträge eröffnete Herr O. Rich nungen über die Maße des kapitolinischen zu einem Ergebniß, gegen das Herr Adler Winter erörterte chluß an eine soeben erschienene Veröffentlichung von Murta Dekorationsweise der klazomenischen Sarkophage. Herr Trende - Schilderung des Gigantenkampfes es pergamenischen Altars und sprach s, daß die Schilderung des Dichters durch den Altarfries wogegen Herr von Wilamowitz⸗ Moellendorff, gen die Herren von Kekule und Conze ergänzten, ung vertrat, daß die Künstler, dere 5 ondern den Anweisungen pergamenischer Gelehrter nach denselben literarischen Uebereinstimmungen hwendig unmittelbare Beeinflussung zur Vortragende jedoch wollte der schaffenden Kraft bei Künstlern von der Bedeutung der ewahrt wissen, wies auf die bei den vielen phantastischen taltungskraft so gut wie nichts Meinung, daß die Ueberein⸗ nstlern nicht anders als durch Zum Schluß sprach Herr mpischen Zeus des Phidias, Abbildungen der elischen Annahme eine Nachbildung Annahme, die Herr von Kek⸗

geladen, sie einem

eien die Pläne ziere, die mit Grund eigener Berech Tempels und kam

Sagasta e Bedenken äußerte. Alle Schiffe würden lche besetzt werden ohlenstation dienen. sportschiffen Herrschaft

burg verglich die

jes zu thun. Der ,„ 4) mit dem Friese d

n fahren, we

odann mit den Tran

beei 1 g die Ladronen der influßt sei,

riegs⸗Minister

worauf er n Schöpfungen nicht

eine Besp nach Cadi Abend da

Phantasie,

entsprungen gearbeitet hätten,

.X“ und der Dichter Aus Peking meldet das ‚Reuter'sche Bureau“, daß 8 g-li-Jamen das Uebereinkommen zwischen Großbritannien Ueberlassung des erweiterten Gebiets Großbritannien unterzeichnet Abkommen 99 Jahre rings um Hongkong Gebiete von 200 Quadratmeilen die Landstrecken hinter der Halbinsel na behält die Küsten⸗ eep⸗Bay; die Wasser⸗ ritannien verpachtet. gen des belgischen

also nicht not

parteien der Deputirten⸗ haben brauchten.

eine Unterredung mit dem mselben unter gewissen Bedingungen Robledo die Einführung einer Rentensteuer und die Ein⸗ wärtigen Anleihe vom 1. Juli an

gestern im Tsun en China und pachtweise von Kau 8 einen größeren Spielraum

t der Annahme hin, da ses die künstlerische Ge n sollte, und beharrte auf g zwischen dem Dichter und den flussung erklärt werden könne. cke über den Kopftypus des ol⸗

er zum ersten Mal gte, die nach chen Kopfes zeigen: eine gründet hielt.

Romero lung an Unwahrschein Gestalten des Frie

ethan habe

insbesondere ung der Kupons der aus in Pesetas.

Das aus 15 Schiffen, Quinto“, „Alphonso XIII.“, chwader wird in Die Richtung, wel dem Admiral Camara auf offe

Schweiz.

Großbritannien in einer Gesammt⸗ ausdehnun In diese Gebiete si und die Insel Lantao inbe gebiete nördlich der Mirs⸗ und der fläche beider Buchten ist aber an Großb

Ueber die Verhandlun tiums mit China betreff von Hankow nach Peking theilt das das einzige Hinderniß, welches sich dem genstelle, sei die belgische Forderu der Eisenbahn⸗Anleihe für die Seezölle in 3 werden. Die chinesische Regierung lehne die Der französische und der russische Gesandte

jiert, daß es als ausschließlich in Futschau,

darunter „Pelayo“, „Victoria“ u. s. w., bestehende eit in See gehen. uschlagen hat, wird ner See mitgetheilt werden.

ganz zuverlässige

seiner Gesammth weitverbreiteter

che das Geschwader einz des Phidias⸗

nicht für be

Konsor⸗ er Eisenbahn elbe Bureau mit: bschluß des Ver⸗ ng, daß die Bons genommen Bewilligung dieser

1. 8 des Baues ein einer Meldung Renaissance⸗Ausstellun eute einstimmig beschlossen, in die entwürfe, betreffend die Einführung einer und Unfallversicherun

Ständerath

„W. T. B.“ aus Bern h Berathun obligatori

trages entge

18

†† Die Mehrzahl der für die Ausstellun ammlungen ist in ein chaftliche Interesse sich ünfzehnten und sechzehnten Ja onders lebhaft zuwandte. Es einsinnige Sammler beson dieser jugendfrisch aufstrebenden empfinden gelehrt haben, ahme an den Vorgängen, st die Aufmerksamkeit un gebliebenen Denkmäler der Früh⸗Renai nstleben der letzten zwanzig Jahre ist abtoren unverkennbar; erie⸗Direktors Wilhelm B it bis zum heutigen Tage die Ver

g herangezogenen Privat⸗ in der das kunstwissen⸗ stbildung im Primitiven be⸗ iden, ob zuerst und England unmittelbar oder ob die rein kunst⸗ eit der Reife eifer auf die ssance lenkte.

e 1 , tzutrften elegt worde 8 nfängen mode

hrhundert, den sog. ist schwer zu entsche ders in Frankreich

orderung ab. chten indessen zu vermitteln.

Japan hat China notifi stimmte Niederlassungsorte Jotschau und Tschingwan Land⸗ Entschädigung fständen in Schaschi zugefügten Schaden beans rovinz Kwangtung) ist, wie dem ongkong berichtet wird, ein Aufstand ufrührer haben sich der Stadt bemächtigt, Frau getödtet

18 chtete, nach einer Meldung esp.⸗ Bureaus“ aus Konstantinopel vom an die Botschafter ein Zirkular, in welchem hre Truppen auf Kreta, deren durch neue ersetzen zu dürfen. utant des Sultans Hussin Pascha ist in be⸗ ion nach Erzerum abgereist. em Pascha traf gestern früh mit acht Generalen efolge in Konstantinopel ein und Palais, um dem Sultan se

Die Pforte ri „K. K. Telegr.⸗Korr estrigen Tage, e nachsucht, i gelaufen i

sonderer Mis

für Japaner Wusung, Schaschi, Funing, striche verlangt und außerdem eine

15 000 Pfd. Sterl. für den bei den Au japanischem Eigenthum autschou (

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vorbereiteten, er lange unbeachte

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wirkung beider dienst des Gale seiner Thätigke

insbesondere ist es das e der von B

ausgebrochen. bindung mit den hie

obersten Beamten

begab sich nach dem Huldigung darzubringen.

Sammlerkreisen gesucht und eifrig gepflegt hat wenn Berlin auch außer den Schätzen der öniglichen Museen eine stattliche Reihe von Kunstkabinetten aufweist, die den Vergleich mit größeren und älteren Sammlungen des Auslandes nicht mehr so ängstlich zu scheuen brauchen wie früher. Die Anregung, die auf Bode’s Wirken zurückzuführen ist, wird von allen Kunstfreunden dank⸗ bar anerkannt, und die diesjährige Ausstellung darf den Leiter unserer Gemälde⸗Galerie mit besonderer Genugthuung erfüllen, zumal er selbst fro der Einschränkung, die sein Gesundheits⸗ zustand zur Zeit seiner Thätigkeit auferlegt die Veranstal⸗ tung mit Rath und That unterstützt hat. Neben ihm haben sich einige jüngere Mitglieder der Kunstgaeschichtlichen Gesellschaft um das Zustandekommen und glückliche Gelingen des Unternehmens verdient gemacht. Der unlängst erschienene Katalog mit seinen nahezu 1000 Nummern giebt Rechenschaft von dem Eifer und der Gewissenhaftigkeit, die hier im DBienst einer guten Sache aufgewandt wurden.

Die italienische Kunst des Quattrocento hat früher feinsinnige Bewunderer und Liebhaber gefunden, als die niederländische und deutsche Frühkunst. So erklärt es sich, daß in den neuerdings erst zu⸗ sammengebrachten Privatsammlungen Berlins und damit auch in der Ausstellung die Zahl hervorragender Stücke der italienischen Kunst insbesondere der Malerei und Großplastik geringer ist als die von Werken der nordischen Schulen. Die Reihe der letzteren beginnt mit dem einen Christus am Kreuz darstellenden Gemäͤlde (Nr. 43), das von dem Kaiser Friedrich⸗Museums⸗Verein in England erworben ist. Es gilt als Werk des Jan van Eyck, des Bahnbrechers der flandrischen Malerei im fünfzehnten Jahrhundert, und muß jener Gruppe von Werken zugezählt werden, die unverkennhare Verwandtschaft mit inschriftlich beglaubigten Bildern dieses Meisters bekunden, ohne daß dessen eigenhändige Urheberschaft jedem Zweifel entrückt wäre. Die lichte Färbung und der grelle Ausdrnck der Leidenschaft in Köpfen und Gebärden berühren besonders fremdartig, während die technische Meisterschaft in der Bebandlung der Landschaft immer wieder in die Nähe der Epvck'schen Werkstatt weist. Von Rogier van der Weyden, dem Führer der Brabanter Schule, besitzt Prof. von Kaufmann ein männliches Biloniß (Nr. 44), das die herbe Auf⸗ fassung und etwas spröde Malweise des Meisters treffend kennzeichnet. Der Lyriker unter den Altniederländern, Hans Memling ist eben⸗ falls in der Sammlung Kaufmann mit einem Altarwerk vertreten, das im Mittelbilde die Beweinung Christi ähnlich darstellt, wie das Triptychon im Johannisspital zu Brügge, das der Vorsteher dieses

auses, Adriaen Reims, 1480 malen ließ. Ein Meister⸗ tück subtiler Modellierung und feinsten Lichtspiels ist die kleine Madonna von Dirk Bouts, die aus der Sammlung des Grafen Pourtalods stammt (Nr. 46). An den erst in den letzten Jahren eingehender gewürdigten Meister von Flemalle, der an seine Zeitgenossen Jan van Eyck und Rogier van der Weyden sich an⸗ lehnt, gemahnt ein männliches Porträt der Galerie Gumprecht Nr. 47) und die „Beschneidung Christi“ im Besitz von Frau Julie Iee (Nr. 48). Ein Original von Hugo van der Gpoes, dem Maler des berühmten Portinari⸗Altars in Florenz, hat die Aus⸗ stellung nicht aufzuweisen, wohl aber zwei Arbeiten, die im engeren Bannkreis seiner Werkstatt ““ ein Eece homo (Samm⸗ lung von Kaufmann, Nr. 49) und eine adonna (Sammlung Hainauer, Nr. 50). Auch klingt in dem farbenprächtigen Altar der Samm⸗ kung von Kaufmann (Nr. 54) sein Stil vernehmlich nach, obwohl der Maler dieses Bildes auch Anleihen bei Jan van Eyck und Memling zu machen nicht verschmähte. Die erfindungsarme Typik der niederländischen Malerei des fünfzehnten Jahrhunderts läßt dem ungeübten Blick manches gleichartig erscheinen, was künstlerisch doch rundverschieden ist. So hat man aus den vielen Schul⸗ ildern, in denen die Richtung des Dirk Bouts und Hugo van der Goes nachwirkt, eine Anzahl unter dem Namen des „Meisters der Himmelfahrt Mariae“ ausgesondert. Von diefem Maler, der nach einem Altarwerk der Brüsseler Galerie benannt wird, sieht man zwei leider stark verputzte Altar⸗ flügel der Sammlung von Kaufmann (Nr. 51), sowie die Halbfigur eines heil. Augustinus (Besitzer: J. Lessing, Nr. 52) in der Aus⸗ stellung. Ein anderer Niederländer, der besonders auf die Kölnische Schule eingewirkt hat, dankt einem Bilde der Northbrook Galery in London seinen vorläufigen Namen: „Der Meister des H. Aegi⸗ dius“. Das eine kleine Bildchen seiner Hand, das Professor von Kaufmann ausgestellt hat (Nr. 53 b.), ist dadurch interessant, daß die Renaissanceformen des Tempels, in dem sich die Darbringung des Christkindes vollzieht, einem italie⸗ nischen Stich aus der Schule Bramante’s nachgebildet sind; diese frühe Entlehnung italienischer Motive giebt einen Anhaltspunkt für die Zeitstellung des Bildes um 1500. Gerard David, der Brügger Nachfolger Hans Memling's, wird im Katalog der Ausstellung dreimal genannt, obwohl nur die Heiligen der Sammlung Simon (Nr. 56 a) unbedingten Anspruch auf diesen Autornamen erheben dürfen. Aufs engste mit David's authentischen Arbeiten verwandt sind die Bilder, die man nach Waagen’'s Vorgang dem Jan Mostaert zuschreibt, wie z. B. ein zierliches Reisealtärchen aus dem Besitz F. Läippmann's (Nr. 58), während die Kopie des in Palermo befindlichen Triptychons von Mabuse (Sammlung von Kaufmann, Nr. 57) wohl eher von Koffermans herrühren dürfte. Neuestens glaubt man, Jan Mostaert mit größerem Recht eine andere Gruppe von Gemälden zuschreiben zu dürfen, zu der das Bildniß des Joost van Bronckhorst (Sammlung Hainauer, Nr. 87) und der Flügelaltar der Familie van Alkemade (Sammlung Wesen⸗ donk, Nr. 88) gehören. Solche Kontroversen einer endgültigen Lösung näher zu führen, bietet sich in der Ausstellung vielfache Gelegenheit. Aber auch der lediglich für ästhetischen Genuß empfängliche Besucher geht nicht leer aus Er wird z. B. von der Farbenleuchtkraft und Feinfühligkeit in den Altarflügeln des Quentin Massys (Nr. 60), von den landschaftlichen Reizen der Bilder des Joachim de Patinier (Nr. 63— 65) mit Recht entzückt werden, waͤhrend die manierierte Formbehandlung der italienisierenden Niederländer, wie Dirk van Staar (Nr. 66), Herri met de Bles (Nr. 67), Barend van Orley (69), Cornelis Engelbrechtsen (Nr. 83) und die zahlreichen Erstlinge der Bildnißmalerei einer rückschauenden Betrachtung willkommene Parallelen zur gegenwärtigen Kunstentwicke⸗

lung vorzeichnen.

Land⸗ und Forstwirthschaft.

Faatenftand und Getreidehandel in Rumänien.

Aus Galatz liegt folgende Nachricht vor:

Im Mai war das Wetter, namentlich gegen Ende des Monats, chon recht warm, doch fehlte es nicht an Niederschlägen. Die Felder scon. sich im allgemeinen ziemlich gut entwickelt, besser in der Ebene, z. B den Distrikten Jalomitza, Vlaschka, Teleorman, Romanatz, sowie in der Dobrudscha; aus den Gebirgsgegenden laufen weniger günstige Berichte ein Die Ernteaussichten gelten für recht befriedigend. Die diesjährige Rapsernte wird aber als mißrathen angesehen. 8

Der starken Hausse ist gemäß der Bewegung am internationalen Getreidemarkt in den letzten Wochen ein ungewoöhnlich lebhafter Rück⸗ schlag gefolgt.

Da die Weizenzufuhren nach Europa zusammen mit den sicht⸗ baren Vorräthen auf rund 2 ½ Millionen Tons geschätzt werden, so neigt man hier der Ansicht zu, daß zu Besorgnissen über die Deckung des Bedarfs bis zur neuen Ernte vorerst kein Anlaß vorhanden ist.

Die Verladungen von der Donau blieben vornehmlich auf Mais beschränkt.

schecnte, blieben in weichender Richtung, und es siel selbst schwer, Ladungen für Italien zu kompletieren. Raum nach Antwerpen und

Rotterdam war zu 10 S zu haben. 8. Hie Preise per Tonne zu 1000 kg ecif waren um die Monats⸗

ie folgenden: falgendn 160 G

Roggen . i115 120

Die Vorräͤthe am Monatsschluß werden, wie foggt angegeben: in Galatz 82 8 C.

Getreidehandel in Buenos Aires.

Ausfuhr von Getreide aus dem Hafen von Buenos Aires in der Zeit vom 16. bis 30. April 1898.

z Gesammt⸗ 1 Mengen in Säcken Getreideart Verschiffungsziel 8 fr. 8

England 88 421 Deutschland 1 872 Belgien 795 Brafilien 634 Ordre 12 740

insgesammt 104 462

Belgien 274 891 England 170 666 Deutschland 8 106 842 Brasilien 50 192 ““ 28 118 Ordre 256 798

insgesammt 887 507 59 161

—-— xV ————-——

Gegenwerth der höchsten und niedrigsten Preise in Preise im Großhandel für 1 dz Mark nach dem Durch⸗

schnittskurse von § m/n 1 = 1,54

a. Mais, und zwar: § m/n bis § m/n c11114“ 114“X“

b. Weizen, und zwar: guter und feinerer 12,80 geringer und mittel⸗

mäßiger 11,— Candeaal K10,—

hierkrankheiten und Maßregell.

1 86 Rußland. v“ 1“

3 ion zur Verhütung der Einschleppung der Pest ist ein am 1. Mai (a. St.) d. J. bestätigtes Reglement erlassen worden, welches die an den Küsten des europäischen Rußlands zu treffenden Quarantänemaßregeln für die Schiffahrtsperiode 1898 fest⸗ setzt. Hiernach wird, in Gemäßheit der Bestimmungen der Sanitäts⸗ Konvention von Venedig (vgl. Titel 8. Kapitel II), zwischen ver⸗ seuchten, verdächtigen und reinen Schiffen unterschieden, je nachdem ob an Bord des Schiffes Pestfälle während der letzten 12 Tage oder ob solche vorher vorgekommen sind oder ob Pestfälle sich auf dem Schiffe überhaupt nicht ereignet haben. Die für verseuchte Schiffe vorgeschriebenen Maßnahmen bestehen in Isolierung der Kranken, Beobachtung oder Ueberwachung der übrigen an Bord befindlichen Personen während einer höchstens zehntägigen Dauer, Desinfektion der verdächtigen Gegenstände der Passagiere und der Schiffs⸗ mannschaft sowie der von den Pestkranten bewohnt gewesenen Theile des Schiffes oder auch noch weitergehender Desinfektion des Schiffes, Entleerung des Bilgewassers und Erneuerung des Trink⸗ wassers. Verdächtige Schiffe unterliegen einer ärztlichen Revision und einer Desinfektion nach Analogie derjenigen für verseuchte Schiffe, Entleerung des Bilgewassers und Erneuerung des Trinkwassers. Auch wird empfohlen, die Passagiere und die Schiffsmannschaft zehn Tage hindurch in Bezug auf ihren Gesundheitszustand einer Ueber⸗ wachung zu unterwerfen. Reine Schiffe werden zum freien Verkehr zugelassen, wie auch ihr Gesundheitspaß lauten mag. Die einzigen Maßnahmen, die ihnen gegenüber getroffen werden können, sind die für verdächtige Schiffe, jedoch mit Ausnahme der auf die Schiffsdesinfektion bezüglichen Be⸗ stimmungen. Die zur See ankommenden Waaren werden in Bezug auf Desinfektion, Ein⸗ und Durchfuhrverbote und Quarantäne in gleicher Weise behandelt, wie die zu Lande beförderten Waaren. Schiffen, welche sich den von der Hafenbehörde angeordneten Maß⸗ nahmen nicht unterziehen wollen, steht es frei, wieder in See zu gehen. Doch kann ihnen unter gewissen Bedingungen gestattet werden, ihre Waaren zu löschen und die Passagiere zu landen.

Verkehrs⸗Anstalten.

Bei Benutzung von Sprechstellen der Stadt⸗Fernsprecheinrich⸗ tungen wird häufig das Bedürfniß empfunden, die gehörten Mitthei⸗ lungen, besonders Zahlen und Namen, sogleich niederzuschreiben. Die bisher durch die Reichs⸗Telegraphenverwaltung ausschließlich verwendeten schrankförmigen Fernsprechgehäuse entbehrten indeß einer Unterlage zum Schreiben; die Inhaber von Sprechstellen waren darauf angewiesen, sich eine solche durch Anbringung eines neben dem Gehäuse auf eigene Kosten zu beschaffen. Neuerdings werden pultförmige Fernsprechgehänse ausgegeben, die derartige besondere Vorrichtungen entbehrlich machen, indem die Pultfläche aus mattgeschliffenem Milchglase besteht, auf dem Mittheilungen unmittelbar niedergeschrieben werden können. Ein Schwämmchen dient zum Entfernen der Schriftzeichen. Oberhalb des

ultes ist das Mikrophon in beqguemer Höhe am Grundbrett be⸗ vutrte Der ganze Apparat ist elegant ausgestattet und er. fordert nicht mehr Raum als die schrankförmigen Gehänse. Eine Gebübrenerhöhung tritt bei seiner Benutzung nicht ein. Soweit der für das laufende Jahr beschaffte Bestand ausreicht, wird neu hinzutretenden Theilnehmern die Wahl zwischen den Gehäusen in Schrankform und denen in Pultform gelassen. Ein Umtausch von im Betriebe befindlichen schrankförmigen Gehäusen gegen solche in Pult⸗ form findet vorläufig nicht statt, da der Bestand dazu noch nicht aus- reicht. Ob die neuen Gehäuse später allgemein zur Einführung ge⸗ langen werden, wird davon abhängen, ob die Neumung den Beifall des Publikums findet.

Hambur 9. Juni. Die „Hamburgische Börsenhalle“ meldet aus London: In den unter dem Präsidium des Direktors Ballin während der letzten drei Tage abgehaltenen Konferenzen der Vertreter des Verbandes der nordatlantischen Passagier⸗Dampfer⸗ Linien wurden die bestehenden Vereinbarungen auch auf den Per⸗ sonenverkehr erster Klasse ausgedehnt. Die Gesellschaften, die bisher dem Verbande noch nicht angehörten, nämlich die „Wilson Leyland and Furness“⸗ sowie die „Atlantic⸗Transport⸗ Linien“ wurden in denselben aufgenommen.

Bremen, 9. Juni. (W. T. B.) Norddeutscher Lloy

Dampfer „Pfalz“ 8. Juni v. Buenos Aires n. Bremen abgeg.

„Willehad“ 8. Juni v. Bremen in Baltimore angek. „Gre feld“ 8. Juni v. Baltimore n. Bremen abgeg. „Fulda

8. Juni Abds. v. Genua in New York eingetr. „Arensburg

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