1898 / 145 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 22 Jun 1898 18:00:01 GMT) scan diff

§ 8.

Die Auszahlung des Kapitals für die ausgeloosten Anleihescheine erfolgt nach dem Nennwerth derselben durch die Landesbank an den Vorzeiger der Anleihescheine gegen Rückgabe derselben. Mit den An⸗ leihescheinen sind zugleich die ausgereichten, nach dem Zahlungstermin fällig werdenden Zinsscheine einzuliefern. Der Betrag der feblenden Zinsscheine wird vom Kapital gekürzt und zur Einlösung dieser Zinsscheine verwendet. Die Nummern der aus⸗

eloosten, nicht zur ghansung. Anleihescheine fünd in den nach § 7 zu erlassenden Bekannkmachungen in Erinnerung zu bringen. Werden die Anleibescheine dessen ungeachtet binnen dreißig Jahren nach dem Zahlungstermin nicht zur Einlösung vorgezeigt, oder ist deren Aufgebot und Kraftloserklärung 10) innerbalb dieser Frist nicht beantragt worden, so werden die Anleihescheine nach Ablauf der gedachten Frist zum Besten der Provinz als getilgt angesehen.

9.

Alle die Anleihescheine Bekanntmachungen einschließ⸗ lich der Kündigung erfolgen durch den „Deutschen Reichs⸗ und Preußischen Staats⸗Anzeiger“. Der Landesbank bleibt es vor⸗ behalten, in deng Ausgabebedingungen noch andere Blätter für diese Bekanntmachungen einschließlich der Kündigung zu bezeichnen. -

Sollte ein für die Bekanntmachungen bestimmtes Blatt ein⸗ gehen oder die Landesbank andere Blätter für die Veröffentlichung wählen, so muß die Wahl anderer Blätter in den bisher benutzten und noch erscheinenden Blättern bekannt gemacht werden.

§ 10.

Das Aufgebot und die Kraftloserklärung verlorener oder ver⸗ nichteter Anlethescheine erfolgt nach den allgemeinen, hierfür geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Zinsscheine und Anweisungen können weder aufgeboten noch für kraftlos erklärt werden. Es kann jedoch nach dem Ermessen der Landesbank demjenigen, welcher vor Ablauf der fünfjährigen Verjährungssrist 6) den Verlust eines Zinsscheins bei der Landesbank anmeldet und bescheinigt, der Betrag des Zins⸗

scheins, wenn letzterer bis zum Ablaufe der Verjährungsfrist nicht

vorgezeigt worden ist, nach Ablauf derselben ausgezahlt werden.

§ 11. Für die Sicherheit der ausgegebenen Anleihescheine und deren Zinsen haftet die Rheinprovinz.

12. Der Provinzial⸗Ausschuß überwacht die Befolgung der der Landes⸗ bank überwiesenen Geschäfte. 8 88

8

Zum Anleiheschein. Anleiheschein der Rheinprovinz Auszgabe, Reithte sr... üb

er ö.. Mark Reichswährun verzinslich zu Prozent. Die Rheinprovinz verschuldet dem Inhaber dieses Anleihescheins lah ns. .Mark Reichswährung, verzinslich mit... . vom Hundert ährlich.

Diese Darlehnsschuld ist auf Grund des unter dem .. . . . .. Allerhöchst genehmigten Beschlusses des 40. Rheinischen Provinzial⸗ Landtages vom 12. März 1897 und des Beschlusses des Provinzial⸗ Ausschusses vom ... . b,ontrahiert worden.

1 Die Bestimmungen des umseitig abgedruckten Regulativs finden auf sie Anwendung. 1 b11“*“; Der E“ der Rheinprovinz. (Unterschrift von drei Mitgliedern.) 8 der Rhei

.dcet aaen in das Register der Landesbank

Der Kontrolbeamte. (Unterschrift.)

2 22 722 8

Vorderseite der Anweisung. Rheinprovinz. Anweisung zum Anleiheschein der Rheinprovinz Ausgabe,

.„ „22272 .

85 r Eöö . Mark, verzinslich mit.... vom Hundert.

Rückseite der Anweisung 86 Der Inhaber dieser Anweisung empfängt gegen deren Rückgabe u dem vorbezeichneten Anleiheschein die.. .te Reihe Zinsscheine für die Jahre vom bis. bbei der Landes⸗ bank der Rheinprovinz in Düsseldorf, sofern von dem Inhaber des Anleihescheins nicht rechtzeitig Widerspruch erhoben worden ist. 5. Der Provinzial⸗Ausschuß der Rheinprovinz. (Faksimile dreier Mitglieder.) 8 beee¹““ 8 (Faksimile.) 6 23 Vporderseite der Zinsscheine. Räeiden gir EEEö11ö1“

8 ... ter Reihe zum Anleiheschein der Rheinprovinz. . .Alusgabe, EAEEöö“ . Mark Pf. Der Inhaber dieses Zinsscheins empfängt gegen dessen Rückgabe am und späterhin die Zinsen des vorgenannten Anleihe⸗ scheins über. Mark für das Halbjahr von . bis öLJ mit Mark Pf. bei der Landesbank der Rheinprovinz in Düsseldorf. .. Düsseldorf, den EE . Der Provinzial⸗Ausschuß der Rheinprovinz. (Faksimile dreier Mitglieder.) F. Der Kontrolbeamte. (Faksimile.) Rückseite der Zinsscheine. 8 1 Zahlbar am.. 8 Dieser Zinsschein ist ungültig, wenn dessen Geldbe Gistt... .erhoben wird. 8

er..

. Mr....

1

trag nicht bis

2

8

Auf den Bericht vom 3. Juni d. J. will Ich Fiördurch genehmigen, daß der Zinsfuß derjenigen Anleihe cheine, zu deren Ausgabe der Kreis Templin im Regierungsbezirk otsdam durch die Allerhöchsten Privilegien vom 17. Februar 1890, 28. Juli 1891 und 28. September 1891 ermächtigt worden ist, gemäß dem Kreistagsbeschluß vom 24. März d. J. von vier auf drei und einhalb Prozent herabgesetzt werde. Alle sonstigen Bestimmungen der Allerhöchsten Privilegien, insbesondere hinsichtlich der Tilgungsfristen, bleiben unberührt. Dieser Erlaß ist nach Vorschrift des Gesetzes vom 10. Apri 1872 er e. c rec. S. 357) zu veröffentlichen. * Potsdam, den 9. Juni 1898. . Wilhelm R. 8 von Miquel. Freiherr von der Rocke.

An den Finanz⸗Minister und den Minister des Innern.

Kreuth in Bayern.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.

Am Schullehrer⸗Seminar zu Osterode ist der Rekior Müller aus Saalfeld i. Ostpr. und

am Schullehrer⸗Seminar zu Hilchenbach der kommissarische Seminarlehrer, Kandidat des Predigtamts und höheren Schul⸗ amts Sieke aus Mettmann als ordentlicher Seminarlehrer angestellt worden.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

Dem Mühlenbesitzer Rüdiger zu

Rybnik ist die silberne Gestüt⸗Medaille verliehen worden.

Bekanntmachung.

Nach Vorschrift des Gesetzes vom 10. April 1872 (Ge et⸗Samml. S. 357) ist bekannt gemacht:

das Allerhöchste Privilegium vom 4. Mai 1898 wegen Aus⸗ fertigung auf den Inhaber lautender Anlethescheine der Stadt Hanau im Betrage von 1 5090 000 durch das Amtsblatt der König⸗ 5 Regierung zu Cassel Nr. 22 S. 117, ausgegeben am 3. Juni

Abgereist:

Seine Excellenz der Staatssekretär des Reichs⸗Schatzamts, Wirkliche Geheime Rath Freiherr von Thielmann, nach

Personal⸗Veränderungen.

Königlich Preußische Armee. Portepee⸗Fähnriche ꝛc. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im aktiven Heere. Berlin, 15. Juni. Herzog Adolf Friedrich zu Mecklen⸗ burg Hoheit, Pr. Lt. vom Garde⸗Kür. Regt., zum Rittm. befördert; in seinem Verhältniß à la suite des Holstein. Feld⸗Art. Regts. Nr. 24 hat derselbe den Dienstritel „Hauptmann“ zu führen. Altona, 18. Juni. „Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen Königliche Hoheit, Pr. Lt. vom 1. Garde Regt. zu Fuß, vom 25. Juli d. J. ab bis zur Beendigung der diesjährigen Herbst⸗ übungen dem gedachten Regt. zur Dienstleistung überwiesen. v. der Lancken, Major à la suite des Kaiser Alexander Garde⸗ Gren. Regts. Nr. 1, tritt mit dem 12. Juli d. J. aus dem Ver⸗ hältniß als Militärgouverneur in das eines militärischen Begleiters des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen Königliche Hoheit über. Frhr. v. Schroetter, Pr. Lt. vom 1. Brandenbur Drag. Regt. Nr. 2, vom 12. Juli d. J. ab zur Dienstleistung als militärischer Begleiter bei des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen Königlicher Hoheit, v. Heugel, Oberst-Lt. und etatsmäß. Stabsoffizier des Pomm. Füs. Regts. Nr. 34, zur Vertretung des Kommandeurs des Inf. Regts. Nr. 149, Schüler, Oberst und etatsmäß. Stabsoffizier des Feld⸗ Art. Regts. Ne36. zur Vertretung des Kommandeurs des Schleswig. Feld⸗Art. Regts. Nr. 9, v. Hanstein, Oberst⸗Lt. und etatsmäß. Stabsoffizier des Nassau. F⸗Id⸗Art. Regts. Nr. 27, zur Vertretung des Kommandeurs des Holstein. Feld⸗Art. Regts. Nr. 24, p. Gilsa, Lt. vom Großherzogl. Hess. Feld⸗Art. Regt. Nr. 25 (Groß⸗ erzogl. Art. Korps), von Beendigung seines Kommandos bei der Kriegs⸗Akademie, im Juli d. J., bis zum 30. September d. J. zur Dienstleistung bei einer Matrosen⸗Art. Abtheil., kommandiert. Frhr. Gedult v. Jungenfeld, Major z. D., zuletzt persönlicher Adfutant des Prinzen 8 von Hessen und bei Rhein Großherzoglicher Hoheit, zum Bezirks⸗Offizier bei dem Landw. Bezirk I Berlin ernannt. Wichert, früherer Kadett der Haupt⸗ Kadettenanstalt, in der Armee, und zwar als charakteris. Port. Fähnr. bei dem 3. Großherzogl. Hess. Inf. Regt. (Leib⸗Regt.) Nr. 117

angestellt. Beamte der Militär⸗Verwaltung.

Durch Verfügung des Kriegs⸗Ministeriums. 6. Juni. Lattke, Stahr, Garnison⸗Bauinspektoren in Glogau bezw. Danzig I, gegenseitig versetzt.

Königlich Bayerische Armee.

Offiziere, Portepee⸗Fähnriche ꝛc. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im Beurlaubten⸗ stande. 11. Juni. v. Deuster becthagen) Sec. Lt. von der Landw. Kav. 1. Aufgebots, Martin (Regensburg), Sec. Lt. vom Landw. Train 1. Aufgebots, Hauck (Würzburg), Sec. Lt. von der Landw. Inf. 2. Aufgebots, zu Pr. Lts. befördert.

Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. 11. Juni. Leeb, Gen. Major und Kommandeur der 6. Inf. Brig., in Ge⸗ nehmigung seines Abschiedsgesuchs mit der gesetzlichen Pension zur Disp. defkenl.

Im Beurlaubtenstande. 11. Juni. Hey, Sec. Lt. von der Res. des Inf. Leib⸗Regts., Barzen (Kaiserslautern), Hauptm. von der Landw. Inf. 1. Aufgebots, Forster (Augsburg), Rirtm. von der Landw. Kav. 1. Aufgebots, beiden mit der Er aubniß zum Tragen der Landw. Uniform mit den für Verabschiedete vorge⸗ schriebenen Abzeichen, Graf v. (I München), Sec. Lt. vom Landw. Train 1. Aufgebots, ugsberger (I München), Brandl (Aschaffenburg), Franz (Ludwigshafen), Pr. Lts. von der Landw. Inf. 2. Aufgebots, Biedermann (12 Kkünchen), Sec. Lt. von der Landw. Inf. 2. Aufgebots, Freund (I München), Sec. Lt. von der Landw. Feld⸗Art. 2. Aufgebots, der Abschied bewilligt.

Im Sanitäts⸗Korps. 5. Juni. Dr. Mengert (Ansbach), Assist. Arzt von der Landw. 1. Aufgebots, in den Friedensstand des 7. Inf. Regts. Prinz Leopold versetzt. 1

11. Juni. Dr. Unckenbold (Aschaffenburg), Oberarzt von der Landw. 1. Aufgebots, mit der Erlaubniß zum Tragen der Uniform mit den für Verabschiedete vorgeschriebenen Abzeichen, Dr. Schröder (Kaiserslautern), Oberarzt von der Landw. 1. Aufgebots, der Ab⸗ schied bewilligt.

Beamte der Militär⸗Verwaltung.

11. Juni. Ziernbauer (1 München), Ober⸗Apotheker von der Landw. 1. Aufgebots, Becker (Landau), Ober⸗Apotheker von der Landw. 2. Aufgebots, der Abschied bewilligt.

Offiziere,

Preußen. Berlin, 22. Juni.

Seine Majestät der Kaiser und König sind, wie „W. T. B.“ meldet, von Cuxhaven kommend, an Bord Aller⸗ höchstihrer Nacht „Hohenzollern“ gestern Nachmittag gegen 4 Uhr in Helgoland eingetroffen. Die Secensälsh. gin vor dem Südhafen vor Anker. Die Rhede, der Strand un die Straßen zeigten reichen Flaggens ck

des

Der bisherige Spezial⸗Kommissar in E Rath Pagenkopf ist zum 1. Juli d. J Kommission. in Frankfurt a. O. versetzt.

eheimen Baurath Düne von Helgoland

1

11““ 8

eute Morgen besichtigten Seine Majestät unter Führung s Franzius die Buhnenarbeiten auf der

schwege, Regierungs⸗ an die General⸗ Mit der weiteren

Verwaltung der Spezial⸗Kommission in Eschwege ist der

Regierungs⸗Assessor Dr. Joel beauftragt.

8

In der Ersten und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer

des „Reichs⸗ Eisenbahnamt auf

triebs⸗Ergebnisse Monat Mai d. J. veröffentlicht,

an dieser Stelle auszüglich hingewiesen worden ist.,

Kiel, 21. Juni. Heinrich ist mit dem Prinze

8

8.

und Staats⸗Anzeigers“ wird die vom Reichs⸗ estellte tabellarische Uebersicht der Be⸗ deutscher Eisenbahnen für den auf welche am Montag

Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin

hier wieder eingetroffen.

Cronberg, 21. Juni. Groß die Großherzogin von .“ meldet, heute zum Besuch

wie „W. T. der Kaiserin Laufe des Nachmit

Seine Majestät der des „W. T. B.“ aus Dresden, Strehlen den Staatssekretär des Posadowsky.

Dr. Grafen von

essen trafen,

n Waldemar heute von England

hre Königlichen Hoheiten der hrer Majestät

riedrich hier ein und begaben Sich im

tags wieder nach Darmstadt zurück.

Sachsen.

ennern,

Oesterreich⸗Ungarn.

Der Kaiser traf in ehlsituxg Ferdinand und der fremden Mi tt a. d. Leitha ein und begab sich alsbald

des Erzherzogs Franz

itär⸗Attachés gestern in

Besichtigung der Truppen fand Hoftafel statt, bei welcher der

Kaiser, na

einer Mittheilung des Trinkspruch ausbrachte: Empfang veranlaßt mich

„W. T. B.“, folgenden

meine Freude auszudrücken

über das seit vielen Jahren bestehende vortreffliche, ungetrübte

Lager benutzenden Abtheilun

Macht.

Ueberzeugt von dem Fortbestehen dieses auf der

patriotischen Gesinnung der Einwohner gegründeten erfreulichen Einvernehmens, leere ich mein Glas auf das Wohl der Ge⸗ meinden Bruck an den beiden Seiten der Leitha.“

In Wien ist, wie dasselbe Bureau weiter berichtet, gestern

der

Staatssekretär

des deutschen Reichs⸗Postamts von

König empfing, nach einer Meldung estern Mittag in Villa Staats⸗Minister

ruck in das Lager. Nach der

„Der heutige, besonders herzliche

Podbielski mit dem Direktor im Reichs⸗Postamt Sydow und dem Geheimen Ober⸗Postrath Gieseke eingetroffen. In den galizischen Strzyzow, Jaslo, Gorlice und

Brzozow herrscht nunme Strzyzow gemeldet wird,

r vollständige Ruhe. Wie aus geben die Theilnehmer an den

Plünderungen die geraubten Gegenstände freiwillig zurück.

Großbritannien und Irland.

Im Unterhause richtete gestern Walton

an die Re⸗

gernag 5* Anfrage, ob dieselbe wisse, daß der russische ts

Geschä

Weisungen aus St. P

räger in Peking, Pawlow,

dem Tsung⸗li⸗Namen auf etersburg einen schriftlichen Protest gegen

die Ratifikation der beabsichtigten Anleihe bei der „Hongkong⸗

Shanghai⸗Bank“

für die Verlängerung der Eisenbahn von

Shanghaikwan nach Niutschwang überreicht habe, und ob die

Regierung das Nöthige zur Durchkreuzun der russischen Regierung thun werde. 8 Curzon erwiderte, dem „W. T. B.“ den ersten Theil der Anfrage beantworte er be⸗ Betreff des daß die Führung der Unterhandlungen, internationale Konkurrenz in Frage komme,

sekretär des Aeu 5 . jahend; in

werde, falls er auf

der anzugeben. urzon

Walton's, ob

welche das englisch⸗ die nachzusuchen, Entwickelung durch den Bau der Tsching⸗Taiyenfu⸗Bahn zu sichern⸗ erklärte Curzon: der Fragesteller befinde sich über die Es scheine nicht, daß eine Einmischung der russisch⸗

anlaßt hätten, Bank für die

Irrthum.

dazu genöthigt worden sei, chinesischen Bank nachzusuchen. hätten gleichzeitig Unterhandlungen stattge

dieses Schrittes Der Parlaments⸗Unter⸗

bemerke er,

zweiten Theils denen die

bei

gefordert werden sollte, den genauen Stand

Auf eine fernere Anfrage die Umstände mittheilen könne, italienisch⸗ chinesische Syndikat ver⸗ Einmischung der russisch⸗ chinesischen Öum die nöthigen Verkehrsmittel

des Bergwerksbesitzes in Schansi

das genannte Syndikat

Nach ses⸗

Sez unden, näm

i

mit dem Syndikat für die Bergwerkskonzession und mit der Bank für die Eisenbahn; zwischen beiden, dem Syndikat und der Bank, sei ein privates, freiwilliges Abkommen über die

Beförherng

anderen Gesellschaft

Abkommens sei Lor inesischen Regierung

weder mit der ch

der Mineralien der einen auf der Bahn der

Fweffh worden. Der Wortlaut . *— Salisbury mitgetheilt worden; aber noch mit dem Syndikat

habe ein Schriftwechsel darüber stattgefunden. In einer gestern Abend im Erysall⸗Palast zu London ab⸗

getain konservativen Versammlung hielt de - ine Rede, in welcher er, nach einem Bericht

inister Ritchie e 1 a. ausführte: wenn Großbritannien in

des „W. T. B.“, u

der Handels⸗

China gegen Rußland kriegerische Operationen unternommen hätte, wurde dies einen Krieg mit Rußland in Europa

und

Indien und einen Afrika und Europa bedeutet haben, un könne nicht leichthin unternommen werden.

rankreich in West⸗ ein solcher Krieg Niemand werde

Krieg mit

wünschen, daß Großbritannien ohne entsprechenden Grund auf einen Krieg mit solchen Mächten, wie oder Ruß⸗ ein

land, oder mit beiden zusammen sich einlasse;

derartiger

Krieg könne aber immerhin nothwendig werden und würde,

wenn dieser Fall einträͤte, auch geführt werden.

Sarrien hat Tage berichtet, au

11“ Frankreich.

wie „W. T. B.“ aus Paris vom gestrigen die Bildung des Kabinets gleichfalls ver⸗

1—

sehr schwierig

mstände im

1—

jichtet, da Charles Dupuy sich weigerte, in dasselbe einzu⸗

*

lreten, und Delombre infolge dessen die Uebernahme des

Finanzportefeuilles ablehnte. Rußland

Der „Russische Invalide“ meldet aus Andishan (Turkestan): Die Ordnung ist überall hergestellt. Die Be⸗ völkerung nahm ihre 9 Beschäftigungen wieder auf. Am Geburtstage der Kaiserin meldete sich“ eine große Deputation Eingeborener beim Gouverneur von Samarkand und brachte ihre Glückwünsche dar sowie Versicherungen ihrer Treue. Die Ermittelung der Theilnehmer an dem Ueberfall des Militärlagers von Andishan am 30. Mai wurde durch fliegende Kolonnen bis zum 7. Juni fortgesetzt. Im Andishaner Kreise wurden 96, in dem von Mar⸗ gelan 75 und in dem von Osch 109 Verhaftungen vor⸗ genommen. Die Untersuchung gegen die Hauptschuldigen ist beendet. Anfang Juni alten Stils trat das Kriegsgericht zu⸗ sammen. Um den Truppen des Ferganagebietes den Wacht⸗ und Patrouillendienst zu erleichtern, sind aus Taschkent ein Schützenbataillon sowie heisesahees Aasseit gen von 4 Linien⸗ Bataillonen und eine Kosakensotnie entsandt worden.

Italien.

Der König empfing, nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Rom, gestern Abend abermals den Senator Finali und heute Vormittag Visconti Venosta.

Die Deputirtenkammer ist von ihrem Präsidenten Biancheri auf den 24 d. M. einberufen worden; es sollen das provisorische Budget und zwei kleinere dringende Ver⸗ waltungsvorlagen berathen werden.

““

In der Deputirtenkammer wurde gestern die Debatte über die Vorgänge auf den Philippinen fortgesetzt. Der frühere Minister für die Kolonien Moret vertheidigte Primo de Rivera, der über den deeg neses us mit Ermächtigung der Regierung verhandelt habe. Moret erklärte, der Vertrag von Biaenabato enthalte keine geheime Bestimmung. Reformen auf politischem Gebiet müßten eingeführt werden, aber erst nach erfolgter völliger Beruhigung. Darauf wurde die Fort⸗ setzung der Debatte vertagt.

Türkei.

Der Sultan hat, wie das Wiener „K. K. Fhtser Terrssh⸗ Bureau“ aus Konstantinopel berichtet, dem russischen Minister des Auswärtigen Grafen Murawiew den Großkordon des Medjidie⸗Ordens in Brillanten, dem Adjunkten desselben Grafen Lamsdorff den Großkordon des Osmanié⸗Ordens und dem Geheimen Rath im russischen Ministerium des Aus⸗ wärtigen Martens den Großkordon des Medjidie⸗Ordens verliehen.

Die Verhandlungen zwischen der Türkei und Rußland über die Zahlung der Kriegsentschädigung, welche unterbrochen waren, sind wieder aufgenommen worden.

Auf neuerliche Vorstellungen Montenegro's wegen der Grenzverletzung durch die Albanesen ließ der Sultan, demselben Bureau zufolge, die Antwort ertheilen, daß man die Ankunft Saad⸗Eddin Pascha's abwarten möge, welcher beauftragt sei, die Ruhe wieder herzustellen und den angerichteten Schaden zu Feßen, obwohl auch die mangelhafte Grenzbewachung, der Waffenschmuggel und andere Unzuträg⸗ 1ücgashn von montenegrinischer Seite sowie die Haltung der eschädigten Christen zur Aufreizung der Albanesen beigetragen halten. Verschiedene Mächte riethen der Pforte an, ihr Möglichstes zur Beruhigung der Bevölkerung zu thun und die militärischen ö zur Zügelung der Albanesen zu verschärfen. ach Angaben des Kriegs⸗Ministers sind bereits 10 Bataillone in Berana an⸗ gekommen. Die Erregung der Albanesen habe sich gelegt und die Lage sich gebessert. Nachrichten, die gestern in Cetinje aus Berana und Andrijewika eingetroffen sind, lauten gleich⸗ falls sehr befriedigend.

8

Amerika.

Der General⸗Gouverneur von Cuba, Marschall Blanco soll, wie das New Yorker „Evening Journal“ aus Havanna erfährt, nach dem gestrigen Attentat das Regierungsgebäude verlassen haben und sich nun in der Festung El Principe auf⸗ halten, von wo er auch die Zivilverwaltung weiter leite.

Ein in Washington eingetroffenes Telegramm des Admirals Sampson meldet, daß vorgestern der General Shafter und die Transportflotte in der Nähe von Santiago de Cuba angekommen seien. Nach einer weiteren Depesche von dem amerikanischen Geschwader betrügt die Zahl der Streitkräfte etwas mehr als 15 000 Mann. Während der Fahrt seien einige Fälle von typhusartigen Masern vorgekommen. Im allgemeinen aber befänden sich die Truppen im besten Zustande und shler von ausgezeichnetem Geiste beseelt. Der General Shafter und der Admiral Sampson hätten sich am 20. d. M. 17 Meilen westlich von Santiago an Land begeben und seien, nachdem sie etwa eine Meile landeinwärts gezogen, mit dem Führer der Aufständischen Garcia dsanmengeirfen, welcher dort mit 3000 Mann lagere. Es habe eine mehrstündige Besprechung stattgefunden. Wahr⸗ scheinlich werde eine allgemeine Landung nicht vor drei Tagen versucht werden, aber kleinere Truppenkörper wuüͤrden morgen an verschiedenen Punkten östlich und westlich von Santiago andes werden, wo sie vor ernstlichen Angriffen der Spanier icher seien.

Nach Madrid ist die Nachricht gelangt, daß ein ameri⸗ kanisches Kriegsschiff Puerto de Casilda Eéöstlich von Cienfuegos) beschossen habe; die Kugeln hätten jedoch nur ein

aus und ein Magazin . Unter dem Feuer des ontonschiffes „Ferdinando catolico“, des Kanonenbootes „De⸗ Fedest und der g tapfer vertheidigenden Truppen habe ich das feindliche Schiff nach dreistündiger Beschießung zurück⸗

ziehen müssen. 11u“

Asien. Nach einer Meldun

des „Reuter aus Manila vom 17. d. M. hat bei Bulacan, 30 Meilen nördlich von Manila, ein dreitägiges, erbittertes Gefecht stattggefunden. Der General Monei, welcher an der pitze von 38000 Mann auf dem Vormarsch war, um Manila sn entsetzen, fand die Eisenbahn gesperrt und fiel in einen Hinterhalt. Ein verzweifelter Kampf folgte. Der Generak Monet fiel. Die Eingeborenen⸗Truppen gingen zu den Aufständischen über; die überlebenden anischen Truppen, etwa Mann, ergaben sich. Die ufständi⸗ schen nahmen die Stadt Malabon. Als der Angri 915 begann das Bataillon „Pampanga“ von der Eingeborenen⸗Miliz,

Achilleus Postolakas in Athen. Dankend wird in dem

welches für besonders loyal angesehen worden war, auf seine Offiziere zu feuern; füͤnf derselben wurden getödtet. Den Spaniern gelang es, die Meuterer zu entwaffnen; ein Theil derselben entkam jedoch. Ein ähnlicher Fan ereignete sich bei Zapote, wo ein ganzes Regiment im kritischen Augenblick revoltierte. Die Spanier bedienen sich immer 86f gemischter Truppen mit dem Erfolge, daß Schützen aus den Reihen der Aufständischen häufig die Postenketten überschreiten und aus gedecktem Hinterhalt auf die Spanier feuern. Der Berichterstatter des „Reuter'schen Bureaus“ fährt dann in seinem Telegramm fort: ch besachehäufig die Vorposten bei Tondo, Santa Tesa, Sant'Anna und Malate. Von einem Vorrücken ist nichts zu merken; es wird aber fortwährend geschossen, meist ohne daß 5 wird. Zwischen den Bäumen ist nichts zu erkennen. Die Rebellen feuern seltener, die Spanier antworten aber immer mit großen Salven, besonders während der Nachtstunden. Die Spanier verschwenden unaufhörlich die Munition tonnenweise, indem sie auf bloße Schatten im Dickicht schießen; sie wollen an⸗ scheinend ihre Munition rasch aufbrauchen und dann sich in dem hoffnungslosen Kampfe in Ehren ergeben. Mittlerweile ist von dem spanischen Kommando der efehl ergangen, die Hütten der Dorfbewohner im Umkreise der Stadt niederzubrennen und so den Feind der schützenden Unterkunft zu berauben. Hunderte von edüschen Eingeborenen sind dadurch ohne Heim. Mehrere Tage hindurch haben furchtbare Regenstürme geherrscht. Die Insurgenten in Cavite erklärten am 12. Juni die Unabhängigkeit der Philippinen. Es wurde ein großes Fest Feseben Amerikanische Offiziere waren nicht zugegen. guinaldo soll in einer Rede erklärt haben, die Insurgenten seien sicher⸗ die Autonomie unter amerikanischem Schutz, 1a en britischen Protektoraten, zu erlangen. Man glaubt, daß die Rebellen, den Wünschen des Admirals Dewey willfahrend, nicht beabsichtigen, Manila zu bombardieren. Dem an der chinesischen Küste bei Hongkong eingetroffenen Aviso der Vereinigten Staaten „Zafiro“ hat die chinesische Regierung nach einer Depesche des „New York Journal“ den Besehl zugehen lassen, die chinesischen Gewässer sofort zu ver⸗ lassen, ohne b die reglementäre Frist von 24 Stunden zur Berproviant erung und zur Einnahme von Kohlen zu be⸗

willigen. 1 Afrika.

Der Sirdar Kitchener Pascha und viele andere Offiziere sind, wie „W. T. B.“ aus Kairo berichtet, gestern nach Berber abgefahren. Vor dem Falle Omdurmans werde die Ruͤckkehr nach Kairo nicht erfolgen. Der Khalif habe beschlossen, seine Truppen in dem befestigten Lager von Kerreri, zehn Meilen nördlich von Omdurman, zusammenzuziehen und dort die englisch⸗egyptische Armee zu erwarten. Der Khalif sei augen⸗ bF entschlossen, Om bis aufs äußerste zu ver⸗ theidigen. 1

Zur Arbeiterbewegung. Aus Hamburg meldet „W. T. B.“: In einer gestern hier ab⸗ ehaltenen Versammlung der Bäckergesellen von Hamburg, Altona und Wandsbeck wurde beschlossen, am 22. d. M. in den Aus⸗ stand einzutreten. Wie der Berliner „Volks⸗Ztg.“ berichtet wird, haben von 486 Bäckereien mit 1026 Arbeitern 50 mit 160 Arbeitern die Forderungen der Arbeiter bewilligt.

Aus Glauchau wird der „Voss. Ztg.“ gemeldet: Die Berg⸗ arbeiter in Zwickau beschlossen gestern Nachmittag in einer Ver⸗ sammlung, die Arbeit wieder aufzunehmen.

In Jaworzno ist, wie ein Lemberger Telegramm des „W. T. B.“ berichtet, ein allgemeiner Bergarbeiterausstand ausgebrochen. Die Verhandlungen zur Wiederaufnahme der Arbeit blieben erfolglos.

Kunst und Wissenschaft. b

Der Bericht über die Thätigkeit des Kaiserlichen Archäologischen Instituts im Rechnungsjahre 1897 ist soeben in den Sitzungsberichten der Königlich preußischen Akademie der Wissenschaften erschienen. Zunächst ist der Zu⸗ wachs und der Verlust an Mitgliedern in allen Ländern, mit denen das Institut in Verbindung steht, verzeichnet und der Veränderungen im Personale der Zentral⸗Direktion sowie der Stipendienverleihungen gedacht. Dann folgen die Nachrichten über die von der Zentral⸗Direktion ausgehenden Arbeiten, unter denen als Beigabe des Jahrbuchs des Instituts eine Monographie über in Phrygien sich befindet; sie ist dem Andenken Karl Humann's, der noch daran mit⸗ arbeitete, gewidmet. Es wird ferner über die Unter⸗ nehmungen berichtet, welche es sich zur Aufgabe stellen, Alles kritisch gesichtet zusammenzufassen, was von ganzen Klassen griechisch⸗römischer Denkmäler, wie der Sarkophage, der Terrakotten, der etruskischen Urnen und Spiegel, unserer Kenntniß zugänglich geblieben ist. Es sind so umfangreiche und weitschichtige Unternehmungen, daß nicht in jedem Fahre etwas davon in fertiger Form an das Licht treten kann. Der Bericht erwähnt sodann, wie das Institut seinen Bestrebungen, die Denkmälerwelt des Alterthums auch für den Gymnasialunterricht immer mehr fruchtbar zu machen, 8 der Philologenversammlung in Dresden Ausdruck geben onnte.

Weiter folgen die Nachrichten über die Wirksamkeit des Instituts an seinen beiden auswärtigen Sitzen Rom und Athen und von da aus in den alt⸗römischen und griechischen Gebieten. Dort hat namentlich auch die ehrthätigkeit des Instituts ihren Fortgang genommen, im Wintersemester in regelmäßigen Vorträgen, im Sommer in der wiederholten Veranstaltung eines Demon⸗ strationskursus in Pompeji, sowie eines im Herbst auch vorigen von etwa zwanzig deutschen Gymna - besuchten

us in Italien. Die gemeinsamen Studienreisen, zu welchen sich ganze Gesellschaften unter Führung des Sekretariats in Athen in jedem Frühling LrJ-- ee pflegen, haben im vorigen Jahre durch die Kriegsereignisse eine inzwischen in diesem Lahre schon wieder beseit ste Unterbrechung erfahren. Unter den größeren wissenschaftlichen Unternehmungen des Instituts in Rom und Athen haben die Ausgrabungen, welche die Lage und Gestalt des alten Stadt⸗ marktes von Athen aufzuklären suchen, nun schon im vierten Jahre durch die freigebige Unterstützung deutscher Gönner ihre Fortsetzung finden können. Privaten ö en verdanken auch die Instituts⸗Bibliotheken in

om und 8. venäfechen Zuwachs, vor allem dieses Mal aber die athenische Bibliothek das letztwillige Vermächtniß der etwa 4000 Bände werthvoller Fachliteratur umfassenden Bibliothek des verstorbenen Mitglieds des Instituts aim

I

auch der Begünstigung gedacht, welche die Reisethätigkeit des Instituts von seiten der Dampfschiffahrt⸗Gesellschaft des österreichischen Lloyd auch im vorigen Jahre erfahren hat.

88

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Die Holtzendorff⸗Stiftung stellt, wie der geschäftsführende

usschuß derselben mittheilt, als neue Preisaufgabe die Bearbeitung des Themas: „Anwendungsgebiet und rationelle Ge⸗ staltung der Privatklage.“ Es wird eine Erörterung verlangt, in welchem Umfang in den hauptsächlichsten Kulturländern Europas zur zen das Privatklageverfahren in Anwendung ist und welche prozessuale Gestaltung dasselbe hier erhalten hat; daran hat sich die Er⸗ örterung der Frage anzuschließen, welcher Umfang und welche prozessuale Gestaltung dem Priwatklageverfahren de lege ferenda zu geben sein dürfte. Die Preisarbeiten, welche in deutscher, französischer, englischer oder italienischer Sprache abgefaßt sein können, aber mindestens mit lateinischen Lettern geschrieben sein sollen, müssen bis zum 1. April 1899 an den Schriftführer der Stiftung, Herrn Rechtsanwalt Dr. Halle zu Berlin W., Kronenstraße 56, eingesandt sein. Die⸗ selben sind mit einem Erkennungswort zu versehen, und es ist ein versiegeltes Kuvert unter gleichem Erkennungswort beizulegen, in welchem der Name und die Wohnung des Verfassers angegeben sind. Ueber die eingegangenen Arbeiten entscheidet ein Preisgericht, bestehend aus drei Herren, nämlich: Professor von Lilien⸗ thal⸗Heidelber z. Professor Dr. Ladislaus Fayer, Budapest; Professor Albéric Rolin⸗Gent. Im Falle, daß einer ober der andere dieser zunächst bestimmten Preisrichter fortfallen sollte, treten dafür ein: General⸗Staatsanwalt S. Christiania, Reichsgerichts⸗Rath Dietz⸗Leipzig, Kammergerichts⸗Rath Dr. Kronecker⸗Berlin. Die Arbeit, welche von dem Preisgericht als beste und zugleich des Preises würdige anerkannt wird, erhält die ausgesetzte Prämie von 1600 = 2000 Frcs. Die preisgekrönte Arbeit wird mit der Aus⸗ zahlung der Prämie ausschließliches literarisches Eigenthum der Holtzendorff⸗ deren orstand auf Vorschlag des geschäftsführenden usschusses über ihre

und Uebersetzung Bestimmung trifft. Die ni

Arbeiten werden den Verfassern zur freien Verfügung zurückgesandt Die Entscheidung des Preisgerichts wird in den „Mitrheilungen der Internationalen Kriminalistischen Vereinigung“ veröffentlicht. An⸗ fragen und Mittheilungen, welche das Preisausschreiben betreffen, sind an den Schriftführer zu richten. Für das frühere Preisausschreiben über die Frage „Ist die Deportation unter den heutigen Verhält⸗ nissen als Strafmittel praktisch verwendbar?“ ist der ausgesetzte Preis dem Rechtsanwalt bei dem Ksöniglichen Kammergericht Dr. Korn zuerkannt worden.

Die Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Alterthumskunde hält am Sonntag, den 26. Juni, in Fürstenberg a. Oder ihre 14. Hauptversammlun ab, zu welcher der Vorstand (Vorsitzender: Professor Jentsch in uben) und der Ortsausschuß zu 1. a. O. (Vorsitzender Ober⸗Pfarrer Müller) einladen (Versammlungslokal A. Vogt's Gasthof „zur Eisenbahn). Das Programm lautet: Sonnabend, den 25. Juni, 7 ½ Uhr Abends, auf Kaminsky's Berg in Guben gesellige Ver⸗ einigung der einheimischen und auswärtigen Mitglieder und ihrer Feeühn: Konzert. Sonntag, den 26. Juni in Fürstenberg a. O.

torgens Besichtigung der Stadtkirche (aus dem 14. Jahrhundert; auffallend ist die gebrochene Längsachse), der Kanal⸗ und Schleusenanlagen und der Seeler'schen Sammlung auf dem Steinplatz, Bahnhofstraße 362. Nach Schluß des Gottesdienstes, Vormittags 10 ¾ Uhr: Geschäftliche Sitzung unter ausschließlicher Theilnahme der stimmberechtigten Mitglieder. Von 11 ½ Uhr an: öffentliche u mit folgender Tagesordnung: 1) Eröffnungs⸗ ansprache des Begrüßung; 2) wissenschaftliche Vorträge aus dem Gebiet der Vorgeschichte, Volkskunde, landschaftlichen und Ortsgeschichte und deren Besprechung; kürzere Mittheilungen aus der Mitte der Versammlung über die bezeichneten Arbeitsgebiete der Ge⸗ sellschaft; Anfragen. Bisher wurden folgende Vorträge angemeldet: Kreis⸗Schulinspektor Senckel in Wellmitz, über die Geschichte von Ferenses Carl Gander in Guben, über das Johannisfest im Volksleben der Niederlausitz; Forstmeister Leisterer in Neuzelle, über fremdsprachliche Niederschläge in der Feerirxache Dann folgen Mittheilungen über Ausgrabungen, namentlich in Niederlausitzer Rund⸗ wällen. Herr Antiquar Seeler in Fürstenberg wird seine Alterthümer⸗ sammlung erklären; auch aus dem Vereinsmuseum in Kottbus und aus Privatsammlungen werden bemerkenswerthe Gegenstände vorgelegt werden. Nachmittags 2 Uhr: Festmahl in Voit's Hotel; gegen 4 Uhr e zu Wagen 8 einem benachbarten, neu erschlossenen Urnen⸗ felde; Abfahrt an der Fähre. Anmeldungen zum Festmahl werden an Fem A. Voit, zur Wagenfahrt an in Fürstenberg a. O. bis zum 23. Juni erbsten. auch Damen, sind bei allen vorbezeichneten Ver nstalt willkommen. u“ 8

8

errn Lehrer Carl Lehmann

Nichtmitglieder,

ungen als Gäste 8

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Die englischen Gelehrten Professor Ramsay und Morris Travers haben im Verlauf ihrer Arbeiten über die Bestandtheile der atmosphärischen Luft, als deren ecstes Resultat sie das Vorhandensein eines neuen Elementes, des „Krypton“ ankündigen konnten, auch das „Argon“ einer näheren Untersuchung unter⸗ worfen, und es ist ihnen gelungen, darin zwei verschiedene Substanzen, höchstwahrscheinlich neue Elemente nachzuweisen. Ramsay hatte, wie die in Coͤthen erscheinende „Chemiker⸗Zeitung“ mittheilt, bereits bei Gelegenheit der letzten Versammlung der „British Association for the Advancement of Science“ in Toronto die Vermuthung ausgesprochen, daß das Argon kein einheitlicher Körper sei; doch hatten seine Versuche, mittels Diffusion ein etwa vor⸗ handenes Gemisch von Gasen zu trennen, keinen Erfolg. Dies ist Ramsay und Travers jetzt auf anderem Wege 1 indem sie ein größeres Quantum Argon darstellten und einen Theil desselben verflüssigten. Sie erhielten eine farblose Flüssigkeit, aus der sich an den Seiten des Rohrs eine beträchtliche Menge einer festen Substanz ausschied; außerdem verblieb ein Theil des Argons in gasförmigem Zustande. Dieses leichte Gas ist charakterisiert durch sein Spektrum, das eine Anzahl rother Linien zeigt, von denen eine besonders lebhaft ist. Außerdem sind noch eine intensiv gelbe Linie sowie eine Anzahl grüner und blauer Linien, jedoch weniger deutlich, bemerkbar. Die gelbe Linie kommt denen des Natriums, Heliums und Kryptons an Intensität gleich, ist jedoch nicht mit diesen identisch. Das spezifische Gewicht des neuen Gases betrug bei dem ersten Versuche 17,2, doch ergab eine weiter gereinigte Probe das spezifische Ge⸗ wicht 14 67. Ha aber, um in das periodische Gesetz zu passen, das neue Element ein spezifisches Gewicht von etwa 11 haben müßte, so

glauben die Entdecker, daß sie dasselbe noch nicht in vollkommen

reinem Zustande erhalten haben. Sie schlagen für dasselbe den Namen „Neon“ vor. Die aus dem flüssigen Argon ausgeschiedene feste Substanz zeigt ein von diesem gänzlich verschiedenes Spektrum, und ihr Verhalten bei niederen Temperaturen ist ganz anders; doch hat es nahezu das⸗ felbe spezifische Gewicht und zeigt dieselbe Aehnlichkeit mit Argon, wie etwa Nickel mit Kobalt. Diesem neuen Element wurde der Name „Metargon“ gegeben. Weitere Untersuchungen über die Natur dieser neuen Stoffe sind im Gange, und es soll besonders das Verhältniß des „Metargons“ zum „Argon“ näher studiert werden. 8 amsay und Travers machten der „Royal Society“ in ondon von ihren Entdeckungen in der Sitzung vom 16. Juni Mit⸗

theilung.

8 Saatenstand in Preußen um die Mitte des Monats Juni 1898. 8

Nach den Ermittelungen des Königlichen Statistischen Bureaus berechtigte um die Mitte des Monats Juni 1898 der Stand der Saaten

im Königreich Preußen zu folgenden Erwartungen (Note 1: sehr gute,