— 11. Oktober. (W. T. B.) Dampfer „Bremen“, v. New York kommend, 10. Okt. Nm. a. d. Weser angek. „Darm⸗ stadt, v. Ost⸗ sien kommend, 10. Okt. Nm. in Hongkong angek. „Aachen“ 9. Okt. Nachts Reise v. Vigo n. d. La Plata fortges. 6] der Große“ 10. Okt. Reise v. Suez n. Aden fortges. „Königin Luise“ 10. Okt. Mrgs. Scilly passiert. „Koblenz 10. Okt. Reise v. Pernambuco n. Bremen fortges. „München v. Baltimore kommend, 10. Okt. Eastbourne pass. „Bayern⸗ 10. Okt. Reise v. Southampton n. Ost⸗Asien fortges. „Werra 10. Okt. Nm. Reise v. Gibraltar nach New York fortgesetzt.
London, 10. Oktober. (W. T. B.) Union⸗Linie. Dampfer
„Norman“ auf Ausreise Sonnabend v. Southampton abgeg. „Mexican“ auf Heimreise Sonnabend in Southampton angek. „Guelph“ auf Heimreise Sonnabend v. d. Canarischen Inseln abgeg. „Gaul“ auf Ausreise heute in Kapstadt angekommen. Rotterdam, 10. Oktober. (W. T. B.) Holland⸗Amerika⸗ Linie. Dampfer „Staten dam“ v. Rotterdam Sonnabend Nach⸗ mittag in New YVork angek. „Werken dam“, v. New York n. Rotterdam, Sonnabend Nachmittag abgeg. „Amsterdam“, v Amsterdam n. New York, gestern Nachmittag Lizard passiert.
Rotterdam“, v. New York n. Rotterdam, heute Vormittag
Seilly passiert.
Theater und Musik
8 Schiller⸗Theater. 1 2 Das Schiller⸗Theater vermittelte am Sonnabend seinem Publikum die Bekanntschaft mit dem Drama in drei Akten⸗Bartel Turaser“ von Philipp Langmann, das bereits im vorigen Jahre Lessing⸗Theater die Feuerprobe bestanden hat. Obschon einer vergänglichen und jedenfalls einseitigen Richtung der modernen dramatischen Literatur angehörig, ist „Bartel Turaser“, als Erstling eines wirklichen Talents, als ein lebvendiges und mit ergreifenden Zügen ausgestattetes Bild aus dem Arbeiter⸗ leben der Gegenwart, der Beachtung vollkommen werth und der Darstellung in einem Volkstheater würdig. Unter⸗ haltend im theatralisch üblichen Wortsinn ist es nicht, auch zur echten tragischen Wirkung kann es 5 nicht steigern, und von dem großen gigantischen Schicksal, „welches den Menschen erhebt, wenn es den Menschen zermalmt“, ist nichts zu spüren. Eine schwere, drückende, schwüle Atmosphäre liegt über dem Ganzen, und die getreue, den Gang der Handlung nur zu oft lähmende Schilderung des Zuständlichen vergegenwärtigt ein Stück Leben, das hart an der Grenze der modischen Elendsdarstellung hin⸗ streift. Nichtsdestoweniger hat der Autor die Versuchung, den Kampf, en Fall und die schließliche Wiedererhebung seines Helden, des Fabrikfärbers Bartholomäus Turaser, wenigstens in dessen Gemüth nd Gewissen verlegt. Die Höhepunkte des Dramas liegen bekanntlich im ersten und im dritten Akt, in Schuld und Sühne Bartel Turaser's; der zweite Akt mit seiner breiten Schilderung der Aus⸗ tandsscenen bringt erst am Schluß, in der Vereinsamung, die wie ein Gericht über das Ehepaar Turaser hereinbricht, eine Weiterführung der Handlung. Trotz alledem geht ein Hauch des Lebens durch das Drama; die Kraft der Charakteristik und die stimmungsvollen Einzelscenen sind weit stärker entwickelt als die dramatische Logik, das innere Gefühl des Nothwendigen und die Fähigkeit, die Dinge in einem Punkt zu sammeln. Daß vpieles nicht geschaffen, sondern konstruiert, und zwar tendenziös konstruiert ist, hebt die Wirkung der Hauptscenen nicht auf, und man darf wohl hoffen, daß es dem Dichter gelingen wird, über diesen immerhin achtbaren Anfang rasch hinauszukommen. Die Sprache des Stückes schließt eine gewisse Weichheit, namentlich im Verkehr Turaser's mit seinem ältesten Kinde, ein; auch schildert der Autor zwar das Häßliche und Wider⸗ wärtige stellenweise breit genug, aber man merkt, daß er mit größerer Freude bei der Lichtführung in seinem dunklen Bilde verweilt. — Die Darstellung war hauptsächlich durch die Musterleistung des Herrn Pategg als Bartel Turaser getragen. Die lebensvolle Wieder⸗ gabe dieser Gestalt, in der jede seelische Regung und die unbesiegliche gute Natur mitten in der Verschuldung ganz überzeugend zu Tage traten, in der eine gewisse, immer liegreiche Einfachheit die mannigfach zerstreuten Einzelheiten zusammenhielt, flößte den größten Respekt ein. Herr Pategg wurde von den übrigen Darstellern gut unterstützt. Lobenswerth, dramatisch beweglich, in den jähen Gefühlssprüngen und der sich selbst betäubenden Beredsamkeit der ungebildeten Frau außer⸗ ordentlich charakteristisch war insbesondere die Gestalt, welche Fräu⸗ lein Leithner (Albine Turaser) hinstellte. Auch die Leistungen der Herren Eyben (Adolf), Olmar (Meixner), Thurner (Kleppl), sowie die vorzügliche Durchführung der großen Ensemblescene, welche die Versammlung der stritenden Arbeiter darstellt, trugen zum Gelingen des auch an dieser Stätte mit Beifall aufgenommenen Werkes nicht wenig bei.
Konzerte.
Das erste Phil harmonische Konzert mit Herrn Arthur Nikischals Dirigenten wurde gestern mit Wagner’s „Kaisermarsch“würdig eingeleitet, dessen feierliche Klänge, nach dem Programm, zugleich dem Gedächtniß des heimgegangenen Fürsten Bismarck geweiht warex. Als zweite Orchestergabe wurde an dieser Stelle zum ersten Mal „Schehera⸗ zade“, eine Komposition von Rimsky⸗Korsakow gespielt. Die Wahl war keine besonders glückliche zu nennen. Der russische Komponist betitelt sein Werk „Symphonische Suite“; wie ein buntes Bilderbuch entrollt diese musikalische „Tausend und eine Nacht“ dem geistigen Auge orientalische Bilder in grellster Farbenpracht und in reichster Instrumentierung. Die erste Erzählung der Scheherazade „Das Meer und das Schiff des Sindbad“ ist, wie der Schluß, „Das Meer“, bedeutender als die beiden dazwischen liegenden Prinzengeschichten, in denen die an und für sich ansprechenden Motive zu lang ausgesponnen sind. Die Melodien erscheinen bekannt: Türkenmusik, Anklänge an ungarische
Weisen ertönen in unaufhörlichem Tempowechsel und lassen das
Ganze unruhig und kraus erscheinen. Wenn der Komposition auch ein märchenhafter Zug nicht abzusprechen ist, so birgt sie doch kaum tieferen Gehalt. Die Ausführung war glänzend; besonders thaten sich die ersten Violinen durch gesangvollen Ton hervor. Beethoven’'s A-dur-Symphonie wirkte nach diesem etwas leichten Erzeugniß um so mächtiger. Die Solistin des Abends, Frau Sembrich, ent⸗ faltete allen Liebreiz ihres weichen Organs und alle ihr zu Gebot stehende Kehlfertigkeit in der großen Arie aus Verdi's „Ernani“. Hier stand diese Gesangskünstlerin in ihren Leistungen auf schwer zu errrichender Höhe, während ihr die Arie der Gräfin aus der Oper „Figaro's Hochzeit“ nicht ganz so gut gelang. Italienischer Kunst⸗ ggesang ist mehr ihr Fach, ihre Koloraturen werden stets entzücken, Mozart's kindliche Innigkeit dagegen vermag sie weniger zum Ausdruck zu bringen. — Um zum Schluß noch einiger Aeußerlichkeiten zu gedenken, sei bemerkt, daß der Konzertsaal nach seiner Renovierung zwar einen prächtigen Anblick darbot, die Nebenräume dagegen einen uner⸗ freulich unfertigen Eindruck machten. Weder funktionierte die Heizung noch waren die Garderobenverhältnisse genügend grordnet.
Die letzten Tage brachten einige neue Erscheinungen auf das Konzertpodium. Am Donnerstag vergangener Woche ließ sich im Saal Bechstein ein noch im Knabenalter stehender Geiger, Max Wolfsthal, ein Schüler des Professors Grün in Wien, hören. Er spielte das E-moll-Konzert von Mendelssohn, das Rondo capriec- cioso von Saint⸗Saëöns und Sarasate's Zigeunerweisen. Er ver⸗ fügt, trotz seines zarten Alters, über eine zuverlässige Technik bei naturgemäß ziemlich kleinem Ton. Auch das mustkalische Verständniß scheint entwickelungsfähig. Unangenehm berührte aber die Geziertheit seiner Bogenführung und seiner ganzen Art, sich auf dem Podium zu geben. Die bereits bekannte Konzertsängerin Fräulein Gertrude Lucky steuerte einige Liedervorträge bei, die bezüglich der reinen Intonation manches zu wünschen ließen. — In der Sing⸗Akademie veranstaltete an demselben Tage der Pianist Herr Ernst Hutcheson unter Mitwirkung des Philharmonischen Orchesters ein Konzert. Seine pianistischen Leistungen sind be⸗ kanntermaßen vortrefflich; diesmal trat er außerdem als Komponist vor das hiesige Publikum, und zwar mit einem Konzert in E-dur. In letzterer Eigenschaft ist der Künstler weniger bedeutend. Nur ein gefällig erfundenes Scherzo im zweiten Satze fand soviel Anklang, daß es wiederholt werden mußte. Es könnte recht gut als Klavierstück für sich bestehen.
In demselben Saale gab am folgenden Tage ein hier bisher unbekannter Violoncellist, Herr Georg Schnéevoigt aus Helsing⸗ fors, mit dem Philharmonischen Orchester ein Konzert. Er spielte das Volkmann'sche Konzert in A-moll, das Konzert in D-moll von Lalo und das Konzert in A-moll von Saint⸗ Saëns. Besonders gut gelang ihm das an zweiter Stelle ge⸗ nannte. Hier zeigte sich, daß der Künstler in der Cantilene über einen vollen, runden, gesangreichen Ton verfügt, aber auch zierliches Figuren⸗ werk und Läufe mit Accuratesse und Grazie auszuführen vermag. Die tadellose Wiedergabe der prickelnden Intermezzos aus Lalo's Konzert trug dem Künstler mit Recht rauschenden Beifall ein.
Am Sonnabend stellten sich im Saal Bechstein die Sängerin Fräulein Minna Ristow aus Hamburg und die Klaviervirtuosin Fräulein Bertha Michalek vor. Die Sängerin verfügt über einen angenehmen, obschon wenig ausgiebigen Mezzo⸗Sopran und trägt mit jenem schlichten, natürlichen Ausdruck vor, der immer angenehm berührt. Die Pianistin erwies sich, trotz mancher Vorzüge, noch nicht als ganz reif genug, um ein öffentliches Auftreten erwünscht erscheinen zu lassen. — Die Violinistin Fräulein Leonora Jackson, welche etwa vor Jahresfrist von ihrem Lehrer Herrn Professor Joachim, der von der außergewöhnlichen Begabung dieser jungen Amerikanerin überzeugt war, in den Konzertsaal erfolgreich einge⸗ führt wurde, gab Pstern wiederum ein Konzert in der Sing⸗Akademie. Hier zeigte es sich, daß die ausreifende Künstlerin hält, was die jugendliche Schülerin versprach. Mit un⸗ gewöhnlicher Ruhe beherrscht sie ihr feuriges Temperament, ihr Ton
ist voller, kräftiger, ihre Technik bedeutender geworden. Sie
Bach's Konzert in E-dur mit verständnißvoller Hingabe und V. n beliebtes D-moll⸗Konzert mit pathetischem Vortrag. In den Mitte sätzen beider Kompositionen ließ die Künstlerin, die ihrem Lehrer vie E hat, ihr Instrument im Adagio seelenvoll singen. Das Philbarmonische Orchester begleitete unter Leitung des Kapell⸗ meisters Rebisek und führte auch zwischen den Vjolinvorträgen einzelne
Orchesterwerke, wie die Ballet⸗QOuvertüre „Prometheus“ von Beethoven,
mit Präzision und Verständniß aus.
Der italienische Verwandlungs⸗Schauspieler Herr Leopoldo Fregoli, welcher vor kurzem im Friedrich⸗Wilhelmstädtischen Theater mit Erfolg auftrat, wird am nächsten Sonnabend im Neue Königlichen Opern⸗Theater stellungen eröffnen.
Im Berliner Theater geht am Freitag (9. Abonnements⸗ Vorstellung) „Maria Stuart“ neueinstudiert in Scene. Di wird Frau Geßner, die Elisabeth Fräulein Frauendorfer, den Leicester Herr Sommerstorff und 8 Burleigh Herr Bassermann spielen. Die Proben leitet Herr Jelenko.
Im Belle⸗Alliance⸗Theater geht am Freitag als fünfte Abonnements⸗Vorstellung das Birch⸗Pfeiffer'sche Schauspiel „Dorf und Stadt“ mit Frau Carry Droescher als Lorle und Herrn L'Alle⸗ mand als Reinhard erstmalig in Scene. Die gleiche Vorstellung wird am Sonntag Nachmittag zu ermäßigten Preisen wiederholt.
Im Theater des Westens gelangt am Donnerstag als zweite Opern⸗Vorstellung mit ermäßigten Preisen „Der Waffenschmied“ von Lortzing zur ersten Wiederholung; in der Partie der Marie debütiert Fräulein Anna Quilling vom Stadt⸗Theater in Riga, den Grafen Liebenau singt Herr Julius Gritb. Morgen findet eine Wiederholung der Opern „Der Strike der Schmiede“ und „Der Postillon von Lonjumeau“ statt“.
Infolge plötzlicher Erkrankung des Herrn Ludwig Strakosch findet der für morgen Abend angekündigte Lieder⸗ und Balladen⸗Abend nicht statt. Die dazu gelösten Billets behalten bis zu dem noch näher zu bestimmenden Datum ihre Gültigkeit
Auf dem Programm des morgen, Mittwoch, Mittags 12 Uhr, in der Marienkirche stattfindenden Dienel'schen Orgelvortrages stehen u. a. die F-moll-Sonate von Mendelesohn, geistliche Lieder von Bach und „Die Allmacht“ von Schubert. Außer Herrn Musik⸗ Direktor Dienel wirken mit die Konzertsängerinnen Fräulein Martha Ramme und Frau Welda Munscheid aus Dresden, der Violinist Herr Hermann Spöndly und Herr Adolf Bolte Der Eintritt ist frii. 8 11““
ebböööö
Der Berliner Hauptverein für Knaben handarbeit ver⸗ sendet jetzt an die Schulen sein diesjähriges Winterprogramm.
In den fünf Schülerwerkstätten, die der Verein mit städtischer und staatlicher Unterstützung unterhält, werden Knaben vom 7. Lebens.
jahre ab an schulfreten Nachmittagen Mittwochs und Sonnabends unter Leitung kundiger Lehrer in solchen Handarbeiten geübt, die ihren Neigungen und ihren Fähigkeiten entsprechen. Für die Kleineren dienen die Vorstufen mit Papier⸗, Karton⸗ und Stäbchenarbeiten oder leichten Holzarbeiten; die Größeren treiben Papparbeit, Holzschnitzerei und dobelbankarbeit und haben dabei Gelegenheit, Auge, Hand und Muskeln mannigfach zu üben. Auskunft geben die Vorsteher der Werkstätten: Lehrer Füllgraf, Mariendorferstr 15; Groppler, Cho⸗ rinerstr. 23; Wackerow, Memelerstr. 50; Golisch, Gr. Frankfurterstr. 18; Rosenberg, Großbeerenstr. 56 B.
In dem Kindergarten für taubstumme Kinder (Gips⸗ straße 16 a) sind mit dem Vierfeljahrtwechsel durch die Abgabe mehrerer schulpflichtiger Kinder an Taubstummenschulen wieder einige Plätze frei geworden. Anmeldungen taubstummer Kinder vom 3. bis
7. Lebensjahre werden an den Wochentagen von Vormittags 9 bis
1 Uhr im Kinderearten selbst oder Nachmittags von 4 bis 5 Uhr von Herrn Dr. med. Th. S. Flatau (Potsdamerstraße 113, Villa 3) ent⸗ gegengenommen. Unbemittelten können Freistellen gewährt werden.
Budapest, 190. Oktober. (W. T. B.) In der Ortschaft Létänfalu (im Szepeser Komitat) äscherte eine Feuersbrunst 45 Häuser ein. Große Vorräthe an Feldfrüchten sind dabei verbrannt.
Serajewo, 10. Oktober. (W. T. B.) Gestern Abend wurde hier ein heftiges Erd beben vespürt.
Sassari, 10. Oktober. (W. T. B.) Durch Gewitterregen sind Felder und Häuser in den Ortschaften Ittiri, Bonorva, Bosa, Borore, Nuraminis und an anderen Punkten der Insel Sardinien unter Wasser gesetzt worden. Eine Anzahl Personen wurde durch Blitzschläge getödtet.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Wetterbericht vom 11. Oktober, 8 Uhr Morgens.
Winden, mit Ausnahme des Südens, meist ziemlich kühl, im Osten vorwiegend heiter, sonst trübe und im Süden regnerisch. zunächst zu erwarten.
Hofer. Mittwoch: Großmama.
Ruhiges, regnerisches Wetter
Deutsche⸗Seewarte. Freitag: Im weißen Röß'’l.
Wetter.
Temperatur in 0 Celsius 5 ‧ C. = 40 R.
Bar. auf 0 Gr u. d. Meeressp. red. in Millim
wolkenlos wolkig bedeckt wolkig heiter wolkig bedeckr¹)
Belmullet. 768 Aberdeen. 766 Christiansund 767 Kopenhagen. 767 Stockholm. 764 Haparanda . 759 St. Petersburg 761 Cork, Queens⸗ E-292à heiter Cherbourg 763 wolkig Aq11161“ Dunst 764 80 bedeckt amburg 761 2 Regen ²) winemünde 767 3 beiter Neufahrwasser 769 Dunst Memel 768 halb bed. E... 7C165 wolkig Münster Wstf. 761 Nebel Karlsruhe.. 760 Regen Wiesbaden 761 Regen München 763 wolkig Chemnitz 765 wolkig Berlin 766 bedeckt Wien 768 wolkenlos Breslau. . 768 heiter Ile d'Ax. . 766 N bedeckt A halb bed. 15 Nqb67685 1 wolkenlos 13
¹) Morgens Schnee. ²) Früh und fortd. Regen.
Uebersicht der Witterung.
Da sich eine flache Depression über dem Westen Kontinental⸗Europas und der Nordsee entwickelt und
DOeSSSUgNOS
Bergerac.
7 ½ Uhr.
Stuart.
von Schiller.
Adolph Adam.
Nordost⸗Europa ausgebreitet hat, hat das Hochdruck⸗ gebiet an Umfang verloren und erstreckt sich heute von Südost⸗Europa mit einem Maximum über Polen und Nordösterreich nach Südnorwegen. In Deutschland ist das Wetter bei leichten fuͤdöstlichen
Theaters.)
Königliche Schauspiele. Mittwoch bleiben die Königlichen Theater geschlossen.
Deutsches Theater. Mittwoch: Cyrauo vo Anfang 7 ½ Uhr. 3 1 Donnerstag: Das Vermächtniß. 8 Freitag: Johaunes.
Berliner Theater. Mittwoch: Zaza. Anfang
Donnerstag: Zaza. Freitag (9. Abonnements⸗Vorstellung):
Schiller⸗Theater. (Wallner⸗Theater.) Mitt⸗ woch, Abends 8 Uhr: erste Aufführung von „Wallenstein's Lager“ am 12. Oktober 1798 zu Weimar: Prolog. — Wallen⸗ stein’s Lager. — Die Piccolomini von Friedrich
Donnerstag, Abends 8 Uhr: Mauerblümchen. Freitag, Abends 8 Uhr: Die Haubenlerche.
Theater des Westens. (Opernhaus.) Mitt⸗ woch: Der Strike der Schmiede. Oper in 1 Akt von Max Josef Beer. von Lonjumeau.
Donnerstag: II. volksthümliche Opern⸗Vorstellung zu halben Preisen: Der Waffenschmied. eine andere Depression von Nordrußland her über Fera Die weiße Dame. onnabend Eugen Onégin. Sonntag: Die Hugenotten. — Nachmittags: Madame Bonivard.
Theater. 1“ Thilo von Trotha.
straße 7/8. Donnerstag: Napoleon.
Sonnabend: Napoleon. Sonntag: Napoleon.
Residenz-Theater.
3 Akten von ve Bisson. Maria Schoenau. In burg. . Alfred Halm. Regie: 7 ½ Uhr.
ustav
Zar Erinnerung an die Frühlingswende.
Sonnabend: Zum Sekretär.
ersten
Der Hüttenbesitzer.
Berlin. E. Sondermann und Ch. Alfred Bender. Musik Anfang 7 ½ Uhr.
r. Hierauf: Der Postillon Komische Oper in 3 Akten von
Lessing⸗Theater. Direktion: Otto Neumann⸗
Donnerstag: Im weißen Röfß'l.
Neues Theater. Direktion: Nuscha Butze. Mittwoch: Hofgunst. Lustspiel Anfang 7 ½ Uhr. Donnerstag und folgende Tage: Hofgunst.
Belle-Alliance⸗Theater. Belle Alliance⸗ Mittwoch: Napoleon. Anfang 8 Uhr.
Freitag: Zum ersten Male: Dorf und Stadt.
Direktion: Lautenburg. Mittwoch: Eifersucht. Lustspiel in Deutsch von Max cene gesetzt von Sigmund Lauten⸗ Vorher: Frühlin 18 Akt von Rickelt.
Donnerstag und Freitag: Eifersucht.
Male: (Inviolable) Schwank in 3 Akten von Maurice Hennequin. Deutsch von Max Schoenau.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen:
Thalin-Theater. Dresdenerstraße Mittwoch: Gastspiel Helmerding. Unser lustiges Große Gesangsposse in 4 Bildern von
ischoff. Kuplets von von Curt Goldmann.
Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frl. Frieda von Beöczy mit Hrn. Sec.⸗ Lieut. Friedrich von Hahn (Schmograu — Liegnitz). — Frl. Alice Wilkens mit Hrn. Prem. -Lieut.
hristian von Buchwaldt (Dresden--Lockstedter Lager). — Frl. Emma Schultz mit Hrn. Pastor Dörschlag (Neustrelitz — Velgast). — Frl. Ehren⸗ gard von Kröcher mit Hrn. Diakonus Oswald von Lieres und Wilkau (Lohm — Greifswald). — Frl. Else Barschall mit Hrn. Diakonus Ernst Bitt⸗ linger (Berlin —- Dahme). — Frl. Hedwig Wagner mit Hrn. Gerichts Assessor Fritz Lange (Ostrowo — Breslau). —
Verehelicht: Hr. Amtmann 818. von Bülow mit Frl. Theodore von Koppelow (Schwerin). — Hr. Prem.⸗Lieut. Alfred von Rauch mit Frl. Elisabet Bandel (Kalenberg). — Hr. Henning Graf Basse⸗ witz⸗Wesselsdorf mit Frl. Elisabeth von Rohr (Berlin) — Hr. Referendar Moritz von Zakrzewski mit Frl. Käthe Schlieckmann (Halle a. S.).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. von Hantelmann (Rokietnice). — Hrn. Prem⸗Lieut. Wilhelm Frhrn. von Houwald (Spandau). — Hrn. Regierungs⸗ baumeister Gutsche (Rataj). — Eine Tochter: Hrn. Pfarrer Hörnicke (Berlin). — Hrn. Prem.⸗ Lieut. Wortmann (Berlin).
Gestorben: Hr. Kammerherr Gustav von Heinen (Pfaffendorf)h. — Hr. Pastor em. Julius Borack (Freienwalde a. O.). — Hr. Superintendent Ferdinand Hänel (Thorn). — Fr. S Margarethe Spielberg, geb. Roloff (Berlin).
in 4 Akten von
Sigmund
Anfang Vorher:
Der Herr
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ A stalt Berlin SW., Wi elmstraße N. 32.
72/73.
und Beuthstraße 20. Karl
(Gastspiel des Schiller⸗
—— 8
“
Konzerte.
Industrie-Gebünde. Kommandantenstraße 77 Meyder⸗Konzert. Entrée 50 ₰. Anfang 7 ½ Uhr, Sonntags 6 ½ Uhr.
einschließlich Börsen⸗Beilage),
sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffent⸗
lichen Anzeigers (Kommanditgesellschaften auf
Aktien und Aktiengesellschaften) für die Woche vom 3. bis 8. Oktober 1898.
eine Reihe von Gastspiel⸗Vor⸗
1(44377] Grundbuche von den Umgebungen Berlins im Kreise
getragene, in der Straße 32a., nach dem Kataster stück am 5. Dezember 1898,
Erste
No. 241.
“ Beilage zum Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußis
Berlin, Dienstag, den 11. Oktober
Qualität
mittel
Gezahlter Preis für 1 Doppel
zentner Verkaufß.
niedrigster höchster niedrigster höchster
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werth niedrigster höchster ℳ ℳ
8 Durchschnitts⸗
1 Doppel⸗
Außerdem wurden am Markttage
1 (Spalte 1) nach überschläglicher
Schätzung verkauft
Doppelzentner
(Preis unbekannt)
preis Markttage
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15,60 14,75 15,60
16,50 16,20 17,86 16,40 19,00 15,40 19,50
15,90 14,75 16,00
16,50 16,20 17,86 16,90 19,00 15,90 19,50
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13,20 13,25 13,80 13,70 14.,00 16,96 16,50 16,54 13,20 14,50
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Bemerkungen.
Weizen.
Roggen.
16,20 16.50
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16,40 20,00
16,50 16,50 17,20 17,00 17,00 16,50 18,07 17,10
16,90 20,00
13,40 14.40 14,10 13,90 14,00 14,50 14 69 13,30 17,60 17,20
14,00
r st e. 13,60 14,50 15,00 14,20 14,20 17,60 17,00 16,72 14,10 14,80
13,60 14,40 14,50 13,90 14,00 14,50 14,69 13,80 17,60 17,20
14,50
13,80 14,50 15,40 14 20 14,20 17,60 17.00 16,72 15,20 14,80
Hafer.
12,50 12,00 12,60 13,60 11,80 12,40 17,00 14,50 14,60 12,80 13,80 12 80 13,20 12,30 14,00
12,60 12,00 13 00 13,60 11,80 12,40 17,00 14,50 15,60 12,80 13,80 12,80 13,20 12,50 14,00
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16,22 15,00
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13,50 16 23 16,21 16,26
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14,00 16,96 16,50 16,54
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12,46 12,41 12,00 11,75
12.20 12,20 16,67 13,50
14,00 14,90 14,73 13,41
13,25 12,53 12,48 13,44
12,78 13,50 13,20
3. 10. 1. 10.
8. 10.
3. 10. 1.10. 3. 10.
3. 10.
Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Iee Neetss Fe⸗ wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis
1. Untersuchungs⸗Sachen.
2. Aufgebote, Fuftellun en u. dergl.
3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 4. Vergäufe Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. 5. Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.
Oeffentlicher Anzeiger
nicht vorgekommen ist; ein
unkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.
———õ—õãõUéEEIhB 6. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. 7. Erwerbs⸗ und Lnc. selic 8. Niederlassung ꝛc. von 9. Bank⸗Ausweise. 10. Verschiedene
schafts⸗Genossenschaften. echtsanwälten
ekanntmachungen. 1X““
—
Reinertrag und einer Fläche von 11,31 anur zur Grund⸗ steuer veranlagt. Das Weitere enthält der Aushang an der Gerichtstafel. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 5. Dezember 1898, Nach⸗ mittags 12 ¾ Uhr, ebenda verkündet werden. Die Akten 85 K. 78. 98 liegen in der Gerichtsschreiberei, Zimmer 41, zur Einsicht aus. Berlin, den 5. Oktober 1898.
Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 85 [44379] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im
1) Untersuchungs⸗Sachen.
Keine.
2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.
[44378] Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von der Königstadt Band 106 Nr. 5057 auf den Namen des Zimmermanns Gustav Weiß zu Grundbuche von den Umgebungen Band 197 Berlin eingetragene, in der Dunckerstraße Nr. 22 Nr. 8120 auf den Namen des Maurermeisters belegene Grundstück am 2. Dezember 1898, Robert Neumann zu Neu⸗Weißensee eingetragene, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten zu Berlin in der Petersburgerstraße (nach dem Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Erdgeschoß, Flügel C., Kataster Nr. 65) belegene Grundstück am 7. De⸗ Zimmer 36, versteigert werden. Das Grundstück ist zember 1898, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem bei einer Fläche von 8,71 a mit 10 100 ℳ e-. unterzeichneten Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Erd⸗ werth zur Gebäudesteuer veranlagt. Das Weitere geschoß, Flügel C., Zimmer 40, versteigert werden. enthält der Aushang an der Gerichtstafel. Das Das Grundstück ist mit 5,13 ℳ Reinertrag und einer Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am Fläche von 7 a 28 qm zur Grundsteuer, dagegen 2. Dezember 1898, Nachmittags 12 ¾ Uhr, zur Gebäudesteuer noch nicht veranlagt. Das Weitere ebenda verkündet werden. Die Akten 85 K. 77. 98 enthält der Aushang an der Gerichtstafel. Das liegen in der Gerichtsschreiberei, Zimmer 41, zur Ein⸗ Ürtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am cht aus. 7. Dezember 1898, Nachmittags 12 ½ Uhr,
Berlin, den 5. Oktober 1898. ebenda verkündet werden. Die Akten 86 K. 67/98
Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 85. liegen in der Gerichtsschreiberei, Zimmer 41, zur Einsicht aus.
Berlin, den 7. Oktober 1898.
Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 86.
[44380]
In Sachen des Banquiers Moritz Joseph, in Firma B. J. Baer in Palberstadt, und Genossen, Mahnklägers, gegen den Vollmeier Wilhelm Römer⸗ mann in Badenhausen, Mahnbeklagten, wegen Sub⸗ hastation, wird der auf den 17. d. Mts. hier anbe⸗ raumte Termin zur Zwangsversteigerung des be⸗ klagtischen Vollmeierhofes No. assec. 25 zu Baden⸗
“
Zwangsversteigerung. Im Wege der w soll das im
Niederbarnim Band 102 Nr. 4021 auf den Namen des Dachdeckermeisters Ernst Zachow hier ein⸗
Oudenarderstraße, angeblich Nr. 40, belegene Grund⸗ Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Erdgeschoß, Flügel O., Zimmer 36, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 5,31 ℳ
hausen nach erfolgter Zurücknahme des bezüglichen Antrags seitens der Beschlagnahmegläubiger damit wieder aufgehoben. Seesen, den 7. Oktober 1898 Herzogliches Amtsgericht. v. Rosenstern. 8 143658) ““ Die Firma M. Streicher, Eisengießerei in Cann⸗
[statt, hat durch ihren WVertreter Rechtsanwalt Dr.
Elsas in Stuttgart vorgestellt:
Am 1. März 1898 sei von Wilh. de Vries in Oldenburg ein Primawechsel über 100 ℳ, zahlbar am 5 Juli 1898, auf den Maler F. Schierenstedt in Berne (Oldenburg) gezogen und von diesem acceptiert worden. Durch Indossament sei derselbe an die Herren C. Haushahn in Stuttgart gelangt und von diesen am 29. April 1898 1 In⸗ dossament und Begebung auf sie übertragen. In dem Wechsel sei als Erfüllungsort Berne in Olden⸗ burg bezeichnet. Am 30. April 1898 sei auf diesen Wechsel ein Indossament geschrieben, laut dessen die
irma M. Streicher ihn an die Firma Gebr. Roechling in Ludwigshafen a. Rh. indossierte, und sei derselbe mit verschiedenen andern dem Lehrling bei M. Streicher Namens Carl Waizmann in Cannstatt zur Besorgung auf die Post übergeben. Dieser habe den Wechsel unterschlagen, sei damit flüchtig vI und daher der Wechsel nicht an die Gebr. Roechling gelangt. Die Firma M. Streicher bat das Aufgebot des Wechsels beantragt. Es wird daher der Juhaber desselben aufgefordert, spätestens in dem, auf den 22. April 1899, Vormittags 10 Uhr, angesetzten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls der Wechsel für kraftlos erklärt werden wird.
Elsfleth, 1898, September 19. Großherzoglich Oldenburgisches Amtsgericht.
[44220] Aufgebot.
Auf den Antrag der Firma Herm. Reiners & Söhne zu Ratibor, vertreten durch den Rechtsanwalt Skaletz ebenda, wird der Inhaber des an eblich ver⸗ lorenen Wechsels über 100 ℳ, ausgesteftt von der Antragstellerin am 2. Februar 1896, acceptiert von dem Kaufmann Ph. Porada zu Gogolin, zahlbar am 20. Februar 1896 bei der Antragstellerin, auf⸗ gefordert, seine Rechte auf diesen Wechsel spätestens im Aufgebotstermine am 28. April 1899, Vor⸗ mittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 18, anzumelden und den Wechsel vor⸗ zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Wechsels erfolgen wird.
Ratibor, den 28. September 1898.
Königliches Amtsgericht. Abtheilung VII.
[44030] Oeffentliche Ladung.
Der Adam Etteldorf, ohne bekannten Aufent⸗ haltsort, wird hiermit auf den 15. Jauuar 1899, Vormittags 9 Uhr, vor das unter⸗ zeichnete Amtsgericht, Zimmer Nr. 12, geladen. Wenn der Geladene vor oder spätestens in dem Termine einen Anspruch auf die Grundstücke der Gemarkung Oberkail Flur 12 — 1000/243 — Küwel⸗ garten, Hofraum ꝛc., groß 2,06 a, und Flur 12 — 1001/252 — daselbst, Hofraum ꝛc., gr. 1,42 a, nicht erhebt, sollen bei Anlegung des rundbuchs als Eigenthümer der genannten Parzellen 1) Bern⸗ hard Etteldorf, Ackerer zu Oberkatl, zu 5/7, 2) Bar⸗ bara Etteldorf, ohne Geschäft daselbst, zu ¼ und 3) Katharina Etteldorf, Dienstmagd zu Wittlich, zu 1//¶ ohne Einwilligung des Geladenen eingetragen werden.
Wittlich, den 5. Oktober 1898. b Königliches Amtsgericht. IV.
[44214] Das Kgl. Amtsgericht München I, Abtheilung A.
einberg.
für Zivilsachen, hat mit Beschluß vom 7. Oklober