1898 / 286 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 03 Dec 1898 18:00:01 GMT) scan diff

Miinisters, Posadowsky⸗Wehner

8

wie Schlosse den russischen Botschafter Sacken und hierauf mit 1 und Königin den Prinzen Melik Mansur Mirza von Persien. 1 N.

österreichisch⸗ungarischen Botschafter von Szögyény⸗Marich

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

8 Die Oberförsterstelle Hardegsen, Regierungsbezirk Hildesheim, ist zum 1. Januar k. J. anderweit zu besetzen.

8 Kreuzer⸗Geschwaders, Kontre⸗Admiral Prinzen Heinrich 8 von Preußen, Königliche Hoheit, heute in Hongkong

1. Dezember in Amoy angekommen und an demselben Tage nach Kiautschou in See egangen.

S. M. S. „Deutschland“, Kommandant: Fregatten⸗

Justiz⸗Ministerium.

Versetzt sind: der Landgerichts⸗Rath Lieberkühn in eingetroffen. 8 h“X Stolp als Amtsgerichts⸗Rath an das Amtsgericht in Greife⸗ 1“ Secha hent esgaen e. wald, der Amtsrichter Gustav Evers vom Amtsgericht Iin Reincke, ist heute von Shanghai nach Kiaut Berlin als Landrichter an das Landgericht I in Berlin, der gegacgege, S. „Bussard“, K be Amtsrichter Dr. von Campe in Northeim als Landrichter an ½ ist gest 8Sn 5 V. 8 an das Landgericht in Hildesheim, der Amtsrichter Below ae e eC in 10892 5 geffin ““ in Köslin als Landrichter an das Landgericht daselbst und See Vüllers is 78 8 2 8⁸ in St Vim 88 Gq zur der Amtsrichter Fritze in Ratzebuhr an das Amtsgericht in beabsichtigt ist am 1. Dezember in St. Vincent angekommen Steinau a. O. 8

Dem Amtsgerichts⸗Nath Gasterstaedt vom Amts⸗ fortzusetzen. eericht I in Berlin und dem Amtsrichter Waldthausen in

achen ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension

ertheilt.

Bei dem Landgericht in Koblenz sind zu Handelsrichtern ernannt: der Banquier Dr. jur. Hypolyt Elemens in Koblenz, wiederernannt: der Banquier Gustav Seligmann in Koblenz; zu stellvertretenden Handelsrichtern ernannt: der Kaufmann Louis Stern in Kreuznach und der Brunnen⸗ besitzer Carl Meyer in Koblenz.

Dem Notar Lümkemann in Lübhbecke ist der Wohnsitz in Herford angewiesen.

In der Liste der Rechtsanwalte sind gelöscht: der Rechts⸗ anwalt, Justiz⸗Rath Dr. Rießer bei dem Kammergericht, der Rechtsanwalt Eschweiler in Wassenberg bei dem Amts⸗ 6“ in Heinsberg und der Rechtsanwalt Petrasch bei dem

mtsgericht in Gerresheim.

In die Liste der Rechtsanwalte sind eingetragen: der Rechtsanwalt Lümkemann aus Lübbecke bei dem Amtsgericht in Herford, der Gerichts⸗Assessor Dr. Strack bei dem Ober⸗ Landesgericht in Köln und der Gerichts⸗Assessor Dr. Kilzer bei dem Landgericht in Frankfurt a. M.

Der Landgerichts⸗Rath Reichmann in Wiesbaden und der Staatsanwalt Diesterweg in Koblenz sind gestorben.

Korvetten⸗Kapitän

Ludwigskirche zu München fand gestern Vor⸗ mittag, wie die „Allg. Ztg.“ berichtet, aus Anlaß des fünzig⸗ jährigen Regierungs⸗Jubiläums Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph von Oesterreich ein feier⸗ licher. Dankgottesdienst statt, bei welchem der Päpstliche Nuntius Lorenzelli das Pontifikalamt zelebrierte. Dem Gottesdienst wohnten bei: Seine Königliche Hoheit der Prinz Arnulf als Vertreter Seiner Königlichen Hoheit des Prinz⸗Regenten, Ihre Königlichen Hoheiten die Her⸗ zagin von Modena, die Prinzessin Therese, die in Muünchen weilenden Prinzessinnen, Prinzen und Herzoge, ferner der österreichisch⸗ungarische Gesandte Graf Zichy mit dem bhserhtte, Gesandtschaftspersonal, die in München anwesenden österreichisch⸗ungarischen Offiziere, sowie zahlreiche Vertreter der österreichisch⸗ungarischen Kolonie, dann die obersten Hofchargen, sämmtliche Staats⸗Minister, das diplo⸗ matische Korps, der Erzbischof Dr. von Stein, die Fürsten Fugger⸗Babenhausen und Oettingen⸗Spielberg, die General⸗ und Flügel⸗Adjutanten mit der Generalität, eine Deputation des 13. Infanterie⸗ Regiments „Kaiser Franz Joseph von Oester⸗ reich“, viele andere Offiziere und die beiden Bürgermeister mit einer Deputation der städtischen Kollegien. Zum Schlusse der Feierlichkeit stimmte der Nuntius das Tedeum an. 9

In der

Die Personal⸗Veränderungen in der Armee be⸗ finden sich in der Ersten Beilage.

Ihre Majestäten der König und die König in wohnten, wie das „Dresdner Journal“ meldet, gestern dem anläßlich des fünfzigjährigen Regierungs⸗Jubiläums Seiner Majestät des Kaisers von Oesterreich in der katholischen Hofkirche abgehaltenen feierlichen Gottesdienste bei. Nach⸗ hatftage fand im Königlichen Residenzschlosse eine Gala⸗ tafel statt.

““ Württemberg.

Zu CEhren des fünfzigjährigen Regierungs⸗Jubiläu Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph von Oester⸗ reich fand, dem „St.⸗A. f. W.“ zufolge, gestern Vormittag ein feierlicher Gottesdienst in der St. Eberhards⸗Kirchezu Stuttgart statt. Der österreichisch⸗ungarische Gesandte Graf von Clary und Aldringen machte mit den übrigen Herren der Gesandt⸗ schaft die Honneurs. In Vertretung Seiner Majestät des Köni gs wohnte Seine Königliche Hoheit der Herzog Robert dem Gottesdienst bei. Ihre Majestät die Fagrghn hatte den Ober⸗ Hofmeister Freiherrn von Reischach mit Ullerhöchstihrer Ver⸗ eute Morgen hörten Seine Majestät der Kaiser im tretung bekraut. Ihre Kaiserliche S9ns die Herzogin Stadtschlosse zu Potsdam den Vortrag des Chefs des General⸗ Wera, Seine Königliche Hoheit der Herzog sgres, Sn⸗ stabes, Generals Grafen von Schlieffen, und daran anschließend Hoheit der Prinz Hermann von Sachsen⸗Weimar, denjenigen des Chefs des Militärkabinets, Generals von Hahnke. Ihre Durchlauchten der Herzog und die Herzogin sowie der Um 1 Uhr nahmen Seine Majestät militärische Meldungen ent- Fürst K arl von Urach waren persönlich Saenn Ferner gegen. sswaren erschienen der Minister⸗Präsident Dr. Freiherr von vbb“ 6 Mitttnacht mit den Herren des Ministeriums der auswärtigen 3 166 E1 rhatben⸗ die 8S. 808 Hrbe Srgesn u““ I un ußland mit den anderen Mitgliedern des iplo⸗ In 7ene. 8 Herflt matischen Korps, die Generalität, die Hofstaaten, eine Ab⸗ aatssekretär 1e Plenarsitzung des ordnung des Infanterie⸗Regiments Kaiser Franz Joseph aus

Bundesraths wurden die Entwürfe der Ctats auf Se 8

ehegn 8 chi 75. Sö. 3 w ärti as Hochamt zelebrierte der Stadt⸗ un pas n Peebgejahr 899 Be . Garn son⸗Pfarrer Mangold unter Assistenz der beiden waltung der Kaiserlichen Marine, für die Verwaltung P iels 57. 778 ven Prcghsede hmra Sef estern des Gouvernemenis Kiautschou, für die Reichs⸗Post⸗ und Fese Beri a b E““ 81 b Telegraphenverwaltung, für die Reichsdruckerei, für die Ver⸗ se Plhber n Sed. en ge rennezie 58 nicht narag ch eSe. waltung der Eisenbahnen sowie für den allgemeinen Pensions⸗ is⸗ zschwaͤch 9 dekeine 9. 8. g Ma dvel fonds genehmigt. Dem Entwurf eines Gesetzes wegen Fest⸗ kh eob en vial Lchlaf und keine Beschwerden. Medizinal⸗ C“ ——— Die Nacht zu heute verlief, wie „W. T. B.“ meldet, ruc n 88 Lechn vafslehs ,18 Ausschüffen Iee mnueg ruhig, doch läßt 85 Kräftezustand Ihrer Königlichen Hoheit wiesen: der Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung viel zu rig. it di ittwete Erb 1 des Neichshaushalts⸗Etats für das Rechnungsjahr 1899, —— 8 Bre önigliche Hoheit vrbeirmbeehe r qeaHerzogin der Entwurf eines Gesetzes wegen Aufnahme einer Anleihe 2 chsen⸗Weimar sind gestern 5 Stuttäaet eingetroffen für die Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres, der Marine 8 9 Saee Hohel der Prin 8. 98 vv und der Reichs⸗Eisenbahnen, der Entwurf eines Gesetzes 4 chsen⸗Weimar daselbst erwarten 5 Shrs wegen Verwendung überschüssiger Rei seinnahmen aus dem 9 1 Rechnungsjahre 1899 zur Schul vntaung, die Uebersichten über die Einnahmen und usgaben der Schutzgebiete 5 1895/96, 1896/97 und 1897/98, der Ent⸗ wurf von Bestimmungen über die Sammlung von Saaten⸗ stands⸗ und Erntenachrichten, sowie der Entwurf von Grundsätzen für die Besetzung der Subaltern⸗ 1885 in e Ma estgt dan säͤmmtlicher Milttarkapellen Wiens, eingeleitet. Um 9 Uhr Kaiser zu unterbreitenden Vorschläge wegen Besetzung von Vormittags wurde in der Votiv⸗Kirche ein Gottesdienst für

Fali 1 die Garnison abgehalten, an welchem die Erzherzoge, der kcgüanet FPal über Kriegs⸗Minister, die Generalität, zahlreiche Ihß iere

Der Bundes rath versammelte sich auch heute zu einer Vertreter der städlischen Behörden ꝛc. theilnahmen. Nach

; 8 g dem Gottesdienst kehrten die Truppen in ihre Kasernen zurück, ester berieth der Ausschuß für Re Iaxgss. wo dann die Fi cecehe Ausgabe der Jubiläums⸗Erinnerungs⸗

medaille erfolgte. In sämmtlichen katholischen Kirchen fanden feierliche vee mit Tedeum statt; auch in den Gottes⸗ häusern aller übrigen Riten und Konfessionen wurgen feier⸗ liche Gottesdienste abgehalten. Am Morgen hatte bereits ein on der theologischen Fakultät der Universität veranstalteter

estgottesdienst statt in en. Die Senate sämmtlicher Wiener

GsSoochschulen sfhe Festsitzungen ab, saͤmmtliche Schulen veran⸗ 1 talteten Festfeiern. Der Gemeinderath hielt gestern Mittag im W“ Festsaale des v eine Huldigungsfeier ab. Der Bürger⸗ an das Ober⸗Kommando meister Dr. Lueger hielt die Festrede, in wel er er ein an⸗ der Marine haben folgende Schi bewegungen stattgefunden: FEepiecgen Bild des Aufschwunges der Stadt Wien während S erin 2 Kommandant: der Regierungszeit des Kaisers sowie eine Darstellung

8 S. „Kai Kapitän zur See dan⸗ ist mit dem Chef des Kreuzer⸗ seit des Monarchen

Nichtamtliches. Deutsches Reich. 8

Preußen. Berlin, 3. Dezember.

Seine Majestät der Kaiser und König empfingen, W. T. B.“ meldet, gestern im hiesigen Königlichen Grafen von der Osten⸗ Ihrer Majestät der Kaiserin Seine Majestät der Kaiser statteten Nachmittags einen Besuch ab. Am Abend besuchten Beide Kaiserlichen und Königlichen Majestäten die Vorstellung von Schiller's „Wil⸗ elm Tell“ im Königlichen Schauspielhause und kehrten kurz ach 11 Uhr von Berlin nach Potsdam sürac.

DOesterreich⸗Ungarn.

Der gestrige Festtag wurde, wie „W. T. B.“ berichtet,

Wien in der Frühe mit Geschützsalven und Reveillen

Der Königliche Gesandte in Darmstadt Graf von der Goltz ist von dem ihm Allerhöchst bewilligten Urlaub auf seinen 17273 urückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandt⸗ schaft wieder üͤbernommen.

1““ Nach telegraphischer 1nnn 8

der hervorragenden, segensreichen Wirksam

Geschwaders, Vix⸗Admiral von Diederichs an Bord am

Kapitän Müller, ist mit dem Chef der II. Division des d die ganze Versammlung einstimmte.

Ferleuchtet.

gefährlichen Gewühls herrsche indessen 9

am 20. d. M. die Reise nach Porto Praya

Maßlen zum Senat nach dem

zum Wohle der Stadt gab und der unwandelbaren Treue und Ergebenheit für den Kaiser Ausdruck verlieh. Die Rede klang in ein begeistert aufgenommenes och auf den Kaiser aus. Im Anschluß daran trug ein aus 300 Mitgliedern bestehender Sängerbund den ersten Vers des Kaiserliedes vor, in welchen Besonders prächtig ge⸗ staltete sich die Illumination, welche am Abend stattfand. Bis in die entferntesten Vororte waren sämmtliche Fenster Ganz besonders zeichnete sich die Votiv⸗Kirche aus, welche erstrahlte. In den Straßen der Stadt wogte eine ungeheure Menschenmenge; trotz des an einigen Stellen geradezu lebens⸗ überall die muster⸗ Sen Ordnung. Nach 9 Uhr Abends erlosch allmählich die eleuchtung und verringerte sich der Menschenandrang.

Berichte aus sämmtlichen Provinzen der Monarchie melden ebenfalls von veranstalteten festlichen Illuminationen. In den Städten und Märkten fanden Huldigungsakte jeder Art statt; in Olmütz wurde ein Standbild des Kaisers enthüllt. Auch aus dem Auslande, selbst aus den entferntesten Ländern, trafen Mel⸗ dungen über die festliche Begehung des Tages ein; so wird aus Berlin, Rom, St. Petersburg, Sofia, Konstantinopel, Washington, London, Bukarest und Cetinje über Empfänge bei den zsterreichische ungarischen Vertretungen berichtet, wo die ouveräne bezw. Staatsoberhäupter theils persönlich, theils durch Vertreter ihr⸗ Glückwünsche überbrachten. Nahezu sämmtliche Souveräne und Staatsoberhäupter sandten dem Kaiser Glückwunsch⸗Tele⸗ gramme.

In Budapest wurde das Regierungsjubiläum des Königs durch Festgottesdienste in allen Kirchen und durch Festmessen in den Kasernen gefeiert. Den Festakten wohnten die Minister, die fremden Konsuln, die Behörden, das ganze Offizierkorps und die Mannschaften der Garnison bei. Nach denselben er⸗ folgte die Vertheilung der Jubiläumsmedaillen. Auch in den Provinzstädten fanden ähnliche Feste statt.

Das gestern erschienene „M ilitär⸗Verordnungsblatt“ ver⸗ öffentlicht die Verleihung des Großkreuzes des Stephans⸗Ordens an den Reichs⸗Kriegs⸗Minister von Krieghammer, des Militär⸗Verdienstkreuzes in Brillanten an die Generale der Kavallerie Freiherr von Appel und Graf Paar, ferner des Militär⸗Verdienstkreuzes an die Erzherzoge Franz ö Eugen, Otto, Leopold Salvator und Ferdinand. Der Herzog Albrecht von Württemberg wurde zum Oberst⸗Inhaber des 73. Regiments und der Erz⸗ herzog Franz Ferdinand zum Oberst⸗Inhaber des 6. Artillerie⸗Regiments ernannt.

Aus Anlaß des Regierungs⸗Jubiläums des Kaisers sind eine große Anzahl Stiftungen ins Leben gerufen worden. übersteigen bereits die Summe von 30 Millionen

ulden.

Wie das erfährt, ist der Landes⸗Präsident von Schlesien Graf von Clary und Aldringen zum Statthalter von Steiermark und der Leiter der Be⸗ zirks⸗Hauptmannschaft Bre enz Graf von Thun⸗Hohen⸗ r zum Landes⸗Präsidenten von Schlesien ernannt worden.

In Agram fand vorgestern vor dem Denkmal des Feld⸗ zeugmeisters Grafen Jellachich eine Demonstration von Studenten statt, welche 8lava zellachich, Abzug der Magyaren!“ riefen. Die Polizei trieb die uhestörer auseinander.

Großbritannien und Irland. Wie amtlich bekannt

gemacht worden ist, wird das

lament am 7. Februar zusammentreten.

Der frühere Unter⸗Staatssekretär der auswärtigen An⸗ gelegenheiten Sir Edward Grey hielt gestern in Black⸗ burn eine Rede, in welcher er wie „W. T. B.“ erklärte: die Regierung habe sich ein Verdienst erworben durch das bessere Einvernehmen, welches jetzt zwischen Groß⸗ britannien und Deutschland bestehe. Sir Edward Grey gab der Hoffnung Ausdruck, daß Deutschland und die Vereinigten Staaten sich mehr und mehr mit der englischen Politik der offenen Thür“ befreunden würden, welche zu einem großen Aufschwung des Handels in der ganzen Welt führen werde. Redner fragte ferner, warum der Lecguch nicht gemacht worden sei, betreffs Chinas ein Einverständniß mit Rußland zu erzielen. Die chinesische Frage sei für Großbritannien und die anderen Länder die schwierigste von allen; es sei durchaus wesentlich für den Frieden in Asien, daß wischen der britischen und der russischen Regierung ein Einverfänbniß zu stande komme.

Frankreich.

Die spanisch⸗amerikanische Friedenskommission begann gestern die Berathung über die Feststellung des Wort⸗ lauts des Friedensvertrages; die Arbeiten der Kommissare dürften noch etwa zehn Tage in Anspruch nehmen.

In den Wandelgängen des Senats hieß es estern, der Senator Fabre beabsichtige, über die Affaire Picquart zu interpellieren, und zwar in2 - Beschluß des Lefafiovehoff , betreffend Dreyfus, das Urtheil gegen Picquart beeinflussen könnte. -

In der Deputirtenkammer brachte gestern der Deputirte Gauthier (Republikaner) einen Antrag ein, wonach die Grundsatz des allgemeinen sollen, und verlangte für seinen Antrag die Dringlichkeit. Der Minister⸗Präsident Dupuy bekämpfte die Dringlichkeit und erklärte, die Kammer werde es siicch wohl zweimal üͤberlegen, bevor sie sich über einen Antrag chlüssig mache, welcher die Grundlage für die Wahlen zu der andern gesetzgebenden Körperschaft zu verändern bezwecke. Der Deputirte Breton bemerkte, der Antrag sei ein Gelegenheitsantrag,

egen welche Bemerkung der Deputirte Gauthier protestierte. Dringlichkeit wurde mit 243 gegen 228 Stimmen be⸗ ossen. 8 ie zur Berathung der Vorlage, betreffend die Ein⸗ kommensteuer, gewählte ; ion der Deputirten⸗ kammer wählte Rouvier, die zur Prüfung der Unterrichts⸗ vorlagen gewählte Kommission Ribot zum Vorsitzenden. Die Zollkommission der Deputirtenkammer genehmigte einstimmig das Handelsübereinkommen mit Italien. r Deputirte Graux wurde zum Berichterstatter ernannt.

Italien. 3 stattete, wie „W. T. B.“ aus Rom meldet,

Wahlrechts erfolgen

Der Köni

gestern dem oͤsterreichisch⸗ungarischen Botschafter Freiherrn

von Pasetti einen einstündigen Besuch ab und wiederholte k. gegenüber die Glückwünsche, die Allerhöchstderselbe bereits direkt dem Kaiser Fran Josep 5 esandt hatte. Der König überreichte dem Botscha ter persön 1c9 das Großkreuz des St. Mauritius⸗ und Lazarus⸗Ordens.

88

bis in die Spitzen der Thürme in hellem Lichte

3 Pe r⸗

berichtet,

nbetracht des Umstandes, daß der

des Fürsten zu Sofia eine

Spanien.

Der Ministerrath beschäftigte sich, dem zufolge, in seiner gestrigen Sitzung mit Umtrieben, die in einigen Provinzen sich bemerkbar machen. Es wurde beschlossen, energisch zu unterdrücken.

Silvela erklärte, Augenblick, wieder hrach sich gegen jede Bildung neuer

arlaments aus. Silvela verlangt Cortes und

schwinden.

Türkei.

Nach den letzten in Konstantinopel eing richten aus

Bureau“ berichtet, den Aufständischen zwischen Hodeida und

Sana gelungen sein, den türkischen Truppen eine 1

beizubringen. 1 GHriechenland.

Der Prinz und die Prinzessin Friedrich Karl von H89- en sind velemn zum Besuch der Königlichen Familie in Athen eingetroffen.

Bulgarien.

Gestern Abend fand, wie „W. T. B.“ meldet, im Palais Galatafel statt, bei welcher der 888 erdinand einen Trinkspruch auf den Kaiser Franz

oseph ausbrachte. Der österreichisch⸗ungarische diplomatische Vertreter Freiherr Call zu Kulmbach dankte und trank auf das Wohl des Fürstenhauses. 8 Amerika. „W. T. B.“ aus Washington meldet, wurde daselbst estern ein Bericht des Kriegs⸗Sekretärs Alger über den panisch⸗amerikanischen Krieg veröffentlicht. In behes. empfiehlt Alger dringend die Verstärkung des regulären Heeres auf 100 000 Mann. Ein Theil de Streitmacht müsse aus der Bevölkerung der neuerworbenen Inselnrekrutiert werden; dadurch würden die Amerikaner großentheils davor bewahrt werden, in tropischen Gebieten Militärdienst thun zu müssen. Ferner empfiehlt Alger den Bau einer Eisenbahn, die Cuba in seiner anzen Länge durchziehe. Dadurch würde den nothleidenden ubanern Gelegenheit zur Arbeit gegeben werden; auch würde die Bahn zur wirthschaftlichen Entwi elung und zur Pazifizierung der Insel wesentlich beitragen. Daneben sei aber noch ein großer Geldaufwand erforderlich, um die in Nothlage be⸗ findlichen Cubaner zu unterstützen.

Dem „Dail wird aus Washington gemeldet: der Praäͤsident MeKinley habe versichert, er werde in seiner Botschaft an den Kongreß die Nothwendigkeit betonen, daß Anstalten für den Bau des Nicaragua⸗Kanals durch die Ver⸗ einigten Staaten getroffen werden, welche in diesem Falle die m Besitz der alten „Seekanalgesellschaft“ befindliche Konz

Wie

zur Durchführung bringen würden.

Afrita. Der „Times“ wird aus Pretoria gemeldet, daß die gegen Mpefu operierenden Truppen der Südafrikanischen Republik die Stellung der Aufständischen genommen und dabei viele Gefangene gemacht hätten; von Mpefu selbst sei keine Spur zu entdecken.

Aus Kapstadt meldet das „Reuter’'sche Bureau“, daß der Gesetzentwurf, betreffend die Beisteuer der Kapkolonie sn der Flotte des britischen Reichs, in der gesetzgebenden

ersammlung zur zweiten Lesung gekommen sei und bei beiden Parteien die wärmste Unter stützung gefunden habe. Die Afrikanderpartei habe die Hoffnung ausgesprochen, daß auch die Republiken an dieser Beisteuer sich betheiligen würden.

Statistik und Volkswirthschaft.

Bewegung der Bevölkerung des im Jahre 1897.

weise über die Bewegung der Bevölkerung ergeben, daß im Deutschen Reiche stattgefunden haben: auf 1000 der

3 im Durchschnitt im Jahre von Bevölkerung 1897 1888/97 1897 1888/97 Eheschließungen

. 447 770 406 292 8,37 8,02 Geburten eeseree⸗ 1 991 126 1 899 233 37,21 37,50 Sterbefälles geburten 1 206 492 1 229 310 22,55 24,27 Mehr Geburten als Sterbefälle . .7684 634 669 923 14,66 13,23 Eheschließungen haben demnach im Jahre 1897 sowohl der absoluten Zahl nach wie im Verhältniß zur Bevölkerung häufiger stattgefunden als im Durchschnitt der hier in Vergleich gestellten 10 Jahre. Auch die Geburtenzahl des Jahres 1897 ü. erragte, absolut genommen, den zehnjährigen Durchschnitt, blieb aber ihrer relativen Höhe nach hinter demselben zurück. Die absolute Zahl der Gestorbenen war 1897 kleiner als im Jahresdurchschnitt, ebenso die Relativzahl. Diesem Rückgang der Sterbeziffer ist es zumeist zuzu⸗ chreiben, daß der Geburten.Ueberschuß, der sich für 1897 absolut öher stellt als im Durchschnitt von 1888/97, auch relativ diesen

Jahresdurchschnitt überragt.

Unter den Geborenen waren:

Prozent der Geborenen

1897 1888/97 9,24 9,21 3,24 3,36

von 1888/97 174 833 63 732

6“

nehelich Geborene.. Todtgeborene. E111“

1897 184 034 64 436

1“

—- 8

bE6“

Stand der Bevölkerung des pre ußischen Staates.

(Stat. Korr.) In Preußen ist der Stand der Bevölkerung in den Jahren 1816 bis 1822 alljährlich, dann bis 1867 nach je 3 Fahrem alsdann 1871 und 1875 und seitdem von 5 zu 5 Jahren durch Volks⸗ ählungen ermittelt worden. Die Zählungen fanden zu Beginn des

onats Dezember statt, weil zu dieser Zeit der Stand der Bevölkerung verhältnißmäßig geringeren Veränderungen durch Wanderungen unter⸗ worfen ist als zu anderen Jahreszeiten. Erst in der zweiten Hälfte des Monats verlassen Zöglinge höherer Schulen und andere in der Berufsvorbereitung begriffene Personen, Soldaten und reisende Kauf⸗ keute in namhafter Zahl ihren Wohnort, und schon vom 10. De⸗ zember ab veranlassen die alsdann beginnenden Weihnachtsmärkte erhebliche Verschiebungen im Stande der Bevölkerung der Städte und

des platten Landes. ten ist es jedoch erwünscht, den

Für mancherlei Untersuchun Stand der Bevölkerung am Ja eeale sowie in der Mitte des ungsjahre, sondern auch für

aahres, und zwar nicht allein für die Zäh 88

8

„W. T. B.“ den karlistischen

jeden Versuch einer Unruhestiftung

für die konservative Partei sei der zur Macht zu gelangen, gekommen, und Parteien außerhalb des die Einberufung der laubt, die karlistische Gefahr werde, wenn ein energisches konservatives Kabinet zur Regierung gelange, ver⸗

gangenen Nach⸗ emen soll es, wie das Wiener „Telegr.⸗Korresp.⸗

Deutschen Reichs

Die im Kaiserlichen Statistischen Amt zusammengestellten Nach⸗

Linie.

der zw ernen. Man dadurch zu

zeit gleichmäß Ergebnisse ni

theilen.

Verlust durch

kann. größer als d

Volkszählungen ermittelten

Aus, und Einwanderungen sich ihrer auf die einzelnen Jahre bezw. die einzelnen Monate des Zwar storbenen vollständig und die der vollständig nach den sowie der Auswanderung; die zwischen zwei Volkszählungen liegenden Bevölkerung zu Ende und bestimmen, obwohl die Zahl der Einwanderer für den ganzen, zwischen zwei Zählungen liegenden Zeitraum der

ischen zwei Volkszählungen liegenden Jahre, kennen zu hat sich früher wohl damit begnügt, diese Zahlen gewinnen, daß man den Unterschied des durch zwei Standes der Bevölkerung auf die Zwischen⸗ Diese Berechnungsweise konnte pfelchzliche da die Geburten und Sterbefälle sowie die Zahl nach nicht gleichmäßig ahres ver⸗ die Zahl der Geborenen und Ge⸗ überseeischen Auswanderer ziemlich Monaten der Geburt bezw. des Sterbefalles doch läßt sich aus diesen Unterlagen für Jahre der Stand der in der Mitte jeden Jahres ziemlich sicher nicht bekannt ist, da

ig vertheilte. cht liefern,

kennt man nur

Mehrauswanderung aus dem Unterschiede zwischen der

durch Zählung festgestellten Volkszunahme und dem Ueberschuß der Geburten über Der Verlust

die Sterbefälle nahezu fehlerfrei berechnet werden durch Mehrauswanderung ist für Preußen etwas

ie zu amtlicher Kenntniß gelangende überseeische Aus⸗

wanderung, und das zwischen diesen be estehende Verhältniß rungen beim männlichen Geschlecht etwas weiblichen unterworfen gewesen. Unter Merhältnigzahlen läßt sich auch für die nächsten Jah einer den bekannten Zahlen hieraus in Verbindung

r überseeischen Auswanderun mit den nabezu vollständig durch die wirkliche Volkezunahme und damit für jedes Jahr der

Diese im preußischen statistischen Bureau als tlseg. bezeichneten Schätzungen der Volkszahl jährlich stattgefunden und so geringe Feststellung, nächsten Volkszählung möglich im ergeben, von Verhältnißzahlen aller geben diese seit 1885 nur im Königlichen Zahlen, nachdem sie sich die beiden, seit der

„vorläufi ge

rt geeignet und

genügend bewährt haben,

vorläufigen Feststellung bekannt.

überhaupt

Personen

Stand zu Ende des Jahres: männliche weibliche Personen

Stand in der Mitte des Jahres:

weibliche Personen

überhaupt

n ist während der letzten vier Jahrzehnte nur sehr eeringen Verände⸗ särteden als beim Zugrundelegung dieser 1 ahre nach s ga as8 der Verlust durch Mehrauswanderung aus e schätzen und fandes⸗ ämter zur Beurkundung gelangten Geburten und Sig die and der Bevölkerung am Jahresschlusse und in der Mitte des Jahres schät 82 est⸗ haben seit 1885 all⸗ Abweichungen von der endgültigen welche erst nach der Ermittelung des Ergebnisses der daß sie für die Berechnung brauchbar sind. Wir statistischen Bureau benutzten hierunter auch für etzten Volkszählung verstrichenen Jahre in der

EEö“ mit Helgolan

1891 1892 1893 1894

1895.

27 468 889 27 651 949 27 841 027 28 069 693 28 345 750

28 622 632 28 957 452 29 317 406 29 668 706 . 29 982 561 d 29 984 647

30 347 084 30 655 851 31 004 655 31 439 424 31 894 180

²) 32 392 792 ²) 32 889 616

13 499 021 13 581 005 13 666 875 13 774 634 13 907 080

14 041 594 14 205 490 14 385 748 14 559 983 14 715 627 14 716 581

14 897 279 15 049 288 15 222 482 15 439 863 15 665 334

²) 15 912 770 ²) 16 159 498

erhöht werden Gehilfen U um die Löhne bezw.

die Bauhanda handlungen wu

bereits ein

Wie der sämmtliche T treten.

lische Post Grund: das gefahren.

geblieben.

London, Gesellschaft

un Folkesto

eking, Der Kontrakt, Eisenbahn,

Bremen angek.

abgeg. „Sachsen“, v.

Hambur

ondon, „Arundel Castl⸗ „Doune Castle kommen. „Ra

Rotterd Linie. nach New 2 New York,

Verdi's Jahren nicht

des Werkes, creirt hat, so Kehttefepre . Interesse. e

wesentlich neue theil möchte welchen ehedem

vor der bewegli

In Leipzig sind der „Lpz. Ztg.“ zwischen den Arbe barungen getroffen worden,

Stellung

besuchten öffentlichen Maurerversammlung haben die Vertreter des Verbandes der Bauarbeitgeber den Vorstellungen der Gehilfenvertreter gegenüber erklärt, daß für die Bauhandarbeiter erhöhter Mindeststundenlohn von 38 festgesetzt worden sei, daß sie aber auch nicht abgeneigt seien, über diesen eine weitere Erhöhung des Lohnes mit den Maurern zu verhandeln.

Laut Tele ramm aus Köln

Nach einem weiteren Telegramm aus Köln dritte englische Post Grund: Sturm auf See.

gegenwärtig der Dienst ihrer

Dampfer „Trier“, v. Brasilien kommend, „Kaiser Wilhelm II.“*, 1. Dez. v. „Karlsruhe“

1. Dez. in New Yor

Dampfer Cuxhaven, „Hungaria am Mittwoch in

Dampfer „Werkendam“ ork abgegangen. at heute Vormittag Lizard passiert.

neu einstudiert in Scene. aus Paris als Gast. Da der Sänger bei der überhaupt ersten Aufführung

nicht erzielt hat, welcher ihm in Italien darstellers einbrachte, liche Glanzzeit heute vorüber ist, andererseits aber auch daran, daß uns Deutschen die Gestalt des Falstaff aus Schauspiel und Oper vertrauter ist als den romanischen Völkern, und die

Jahre, in denen eine Volkszählung stattgefunden hat.

läufige FeftstelUn (Schätzung).

Zur Arbeiterbewegung. 8 zufolge im Maurergewerbe itgebern und Arbeitnehmern dahin gehende Verein⸗ daß im nächsten Frübjahr die Lohnsätze Auf Grund dieser Vereinbarungen haben die

mit den Arbeitgebern angeknüpft, letzteren auch zur Erhöhung der eines Mindeststundenlohnes für

Das Resultat der Ver⸗ einer von etwa 800 Personen bekannt gegeben. Hiernach

sollen. nterhandlungen der

zur Normierung rbeiter kennen zu lernen. rde am Mittwoch Abend in

unkt und

„Köln. Ztg.“ aus K

openhagen gemeldet wird, sind ypographen Bornholms in

den Ausstand ge⸗

1

Die Zeitungen sind infolgedessen nicht erschienen. 8

Verkehrs⸗Anstalten.

über Ostende vom 2. d. Schiff war von Dover wegen

M. ausgeblieben. Sturms nicht ab⸗

ist auch die

über Ostende vom 2. d. M. aus⸗

2. Dezember. (W. T. B.) Die Eisenbahn⸗ en theilen mit, daß infolge des herrschenden Sturmes Dampfer im Kanal über Dover ne eingestellt ist.

2. Dezember. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus“.) betreffend die Verlängerung der Niu⸗tschwang⸗ ist heute ratifiziert ““ 8

(W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. 1. Dez. in Bremerhaven Genua n. New York

York n. Bremen abgeg. en kommend, 1. Dez. in Suez angek. „Lahne⸗ angek.

g, 2. Dezember. (W. T. B.) Hamburg⸗Amertka⸗ „Pretoria“, v. New York kommend, ist heute in St. Thomas eingetroffen.

2. Dezember. (W. T. B.) Castle⸗Linie. Dampfer e“ ist auf der Ausreise heute von London abgegangen, “*auf der Ausreise heute in Durban (Natal) ange⸗ glan Castle“ hat auf der Ausreise heute die Canarischen

am, 2. Dezember. (W. T. B.) Holland⸗Amerika⸗ heute Nachmittag von Rotterdam „Amsterdam“, von Amsterd

2. Dezember.

1 Dez. v. New Ost⸗A

Inseln passiert.

Fvheater und Musik.

Khnigliches Opernhaus. lyrische Komödie Sürftefte. welche seit einigen mehr auf dem Spielplan erschienen war, ging gestern Die Titelrolle gab Herr Victor Maurel

am 9. Februar 1893 in Mailand, die Partie erweckte sein hiesiges Gastspiel trotz der erböhten wie das gutbesetzte Faue bewies, ein au ergewöhnliches un der berühmte Gast hier den sensationellen Erfolg den Ruf des ersten Falstaff⸗ so liegt das einerseits daran, daß seine stimm⸗

Darstellung des Künstlers ihr Züge nicht zu verleihen vermocht hat. Im Gegen⸗

man dem breiten, behäbigen Else Humor, e

Herr Betz für die Gestaltung der Ro mitbrachte,

Rhein) ist die erste eng⸗

13 921 729 14 020 406 14 122 548 14 234 605 14 366 864

27 382 662 27 560 419 27 746 488 27 955 369 28 207 721

28 484 191 28 790 042 29 137 429 29 493 056 29 825 633

13 460 933 13 540 013 13 623 940 13 720 755 13 840 857

13 974 337 14 123 542 14 295 619 14 472 865 14 637 805

13 969 868 14 070 944 14 174 152 14 295 059 14 438 670

14 581 038 14 751 962 14 931 658 15 108 723 15 266 934 15 268 066

15 449 805 15 606 563 15 782 173 15 999 561 16 228 846

16 480 022 16 730 118

14 666 500 14 841 810 15 020 191 15 187 828

15 358 936 15 528 184 15 694 368 15 8990 867 16 114 204

16 354 433 16 605 070

14 806 930 14 973 284 15 135 885 15 331 173 15 552 598

2²) 15 789 053 2 ²) 16 036 134 *

30 165 386 30 501 468 30 830 253 31 222 040 31 666 802

²) 32 143 486 ²) 32 641 204

14 509 854 8

1¹) Erwerbung der Insel Helgoland am 1. April 1891. 2) vor 3

auch recht charakteristische Leistung, wo er im Waschkorbe sich erreichte, und verdiente vollauf den Beifall, der ihn nach den Akt⸗ schcce. vor den Vorhang rief.

all, mit welchem unsere einheimischen Künstler, vor Frau Goetze (Mrs. Quickly) und Herr Hoffmann (Ford bei offener Scene ausgezeichnet wurden. amentlich fie die Frische des Baritons des letztgenannten Sängers Cefenüber dem etwas stumpfen Klang der Stimme des Herrn Maurel auf. Die Zustigen Weiber“ wurden von den Damen herrS Rothauser und

welche in der komischen Scene

Dietrich anmuthig und schalkhaft verkörpert; Herr Sommer konnte als Fenton seinen schönen Tenor bestens zur Geltung bringen, während die komischen Rollen durch die Herren Philipp (Dr. Cajus), Mödlinger Se und Lieban (Bardolph) charakteriftische Vertretung fanden.

ie Aufführung nahm unter Kapellmeister Dr. Muck's Leitung ein n anregenden Verlauf, stand jedoch bezüglich des Zusammenwirkens aller Kräfte nicht ganz auf der gleichen Höhe wie früher; indessen dürfte

stellen. Theater des Westens. Die Erfolge, welche das neugeschaffene Opern⸗Ensemble bisher mit Werken ortzing's aufzuweisen hatte, haben der Direi⸗ tion die Anregung gegeben, weitere Opern dieses Meisters dem Spielplane einzuverleiben. Gestern wurde „Zar und Zimmer⸗ mann“ in einer Aufführung gegeben, die allen billigen Ansprüchen Fenügen konnte. In erster Reihe ist Herr Steffens in der olle des drolligen Bürgermeisters van Bett zu nennen, welche er mit einer Fülle komischer Einzelzüge in Spiel und Gesang ausstattete, ohne dabei den künst erischen Gesammteindruck außer Acht zu lassen. In der Partie des Zaren konnte Herr Lurig seinen schönen Bariton in das beste Licht setzen; äußerlich paßte er freilich weniger für die Verkörperung dieser hoheitsvollen Persön⸗ lichkeit. Ein vortreffliches Liebespaar gaben ferner Herr Patek (Peter Jwanow) und Fräulein Quilling (Marie) ab, während die Gesandten Englands, Frankreichs und Rußlands in den Herren Gillmann, Dreßler und Braun angemessene Vertreter fanden. Daß die a cappella zu singenden Ensemblesätze gut ge⸗ langen, sei noch besonders hervorgehoben. Auch das Ballet verdient für die Ausführung des „Holzschuhtanzes“ im dritten Akt alle An⸗ erkennung. Die Leitung der wohlgelungenen Aufführung war Herrn Kapellmeister Schuster anvertraut. 8

Im Koͤniglichen Opernhause geht morgen Richard Wagner“9 Oper „Tannhäuser“ in der Pariser Einrichtung und in folgender Be⸗ eßung in Scene: Tannhäuser: Herr Grüning; Elisabeth: Fräulein

edler; Wolfram: Herr Bulß; Landgraf: Herr Mödlinger; Venus: Kapellmeister Sucher dirigiert. Am Montag

räulein Reinl. „Don Giovanni“ in

findet eine Aufführung von Mozart'’s Oper italienischer Sprache unter Kapellmeister Dr. Muck'’s Leitung statt. Den Don Giovanni singt Herr Victor Maurel Denna Anna Frau Lilli Lehmann als Gast. lautet die Besetzung: Donna Elvira: Fräulein Rothauser, Komthur: Herr Stammer; Don Octavio: Herr Philipp; Leporello Herr Knüpfer; Masetto: Herr Krasa; Zerline: Frau Gradl. Preise der Plätze: I. Rang und Parquet 8 ℳ, II. Rang 6 ℳ, III. 4 IV. Rang Sitzplatz 2,50

Im Königlichen Schauspielhause Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg „Auf der Sonnenseite mit Herrn Emil Thomas als Heinrich Wulkow gegeben. Am Montag findet eine Aufführung von Goetbe’s Schau spiel „Torquato Tasso“ mit Herrn atkowsky in der Titel⸗ rolle statt. Die Leonore von Este spielt Fräulein Poppe, die Leonore von Sanvitale Fräulein Lindner, den Herzog Alfons Herr Ludwig, den Montegatino Herr Kraußneck. Die

dem Jahres⸗Abonnement ein Sonder⸗ Abonnement auf die des I. und II. Ranges und des Parquets für 40 Montags⸗Vorstellungen Sonder⸗Abonnement A) und 4 bonnement B) im Königlichen Schauspielhause auszugeben. Schrift⸗ liche Meldungen werden im Bureau der General⸗Intendantur, Dorotheenstr. 2 II, entgegen genommen. Im Neuen Königlichen Opern⸗Theater gelangt mor 8 amaͤßesten Preisen Ernst von Wildenbruch's vaterländis⸗ rama „Dlie Quitzows“ zur Aufführung. Das Deutsche Theater bringt in nächster Woche Wieder⸗ holungen von „Fuhrmann Henschel“, außer morgen Abend, am Dienstag, Mittwoch, Freitag und nächsten Sonntaz Abend; am

cheren Art des Herrn Maurel fast den Vorzug geben.

““

Montag gelangt „Cyrano von Bergerac“, am Donnerstag „Romeo und Julia“, am Sonnabend „Johannes“ zur Aufführung. ns Nach⸗

für 40 Freitags⸗Vorstellungen (Sonder⸗

Immerhin aber bot der Gast eine wohldurchdachte, in vielen Einzelheiten

die Im übri sen

ang . wird morgen dag

General⸗Intendantur 8 der Königlichen Schausplele beabsichtigt auch im Jahre 1899 neben

Plätze

8* 8

zu verbergen genöthigt ist, ihren Höhepunkt

Herzlicher klang aber der Bei. Allen

sich bei häufigeren Wiederholungen die alte Stcherheit wieder ein.