London, 12. Dezember. (W. T. B.) Nach einer Meldung des „Reuter’schen Bureaus’ aus Kalkutta nimmt die Pest in der Stadt Bombay wieder zu, läßt aber in der Feeneest ig. In Madras, Mysore und Hyderabad erhält sich die Seuche auf gleicher Höhe. In den Zentralprovinzen sind einige Pest⸗ fälle vorgekommen. 1““ 8
—2
Verkehrs⸗Anstalten.
Wie aus Oppeln berichtet wird, vollzieht sich auf der Ober⸗ schlesischen Dampfstraßenbahn gegenwärtig der Uebergang vom Dampfbetriebe zum elektrischen Betriebe. Nach dem Stande der Verhandlungen darf Se werden, daß im Laufe des Monats Januar 1899 auf allen Strecken der elektrische Betrieb ein⸗ geführt sein wird. Aufgenommen ist dieser Betrieb zur Zeit nur auf der kleinen Strecke Kattowitz —Laurahütte und auf einer Theilstrecke in der Stadt Gleiwitz.
Frankfurt a. M., 12. Dezember. (W. T. B.) Von jetzt ab wird Frankfurt zum 11“ mit allen schweize⸗ rischen Orten zugelassen.
Bremen, 13. Dezember. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „H. H. Meier“, n. New York best., 12. Dez. Prawle Point pass. „Karlsruhe’“, v. New York kommend, 12. Dez. Dover pass. „Preußen“, n. Ost⸗Asien best., 11. Dez. in Genua angek. „Prinz⸗Regent „Luitpold“, v. Australien kommend, 12. Dez. in Reapel angek. „Willehad“, v. Baltimore kommend, 12. Dez. Lizard pass. „Wartburg“, v. Brasilien kommend, 11. Dez. in Ankwerpen angek. „Bayern“, v. Ost⸗Asien kommend, 12 Dez. in Singapore angek. „Heidelberg“ 12. Dez. in PVokohama angekommen.
London, 12. Dezember. (W. T. B.) Castle⸗Linie. Dampfer „Avondale Castle“ Sonnabend auf Heimreise Canarischen Inseln passiert. „Dunolly Castle“ Sonnabend in der Delagoa⸗Bai angek. „Dunottar Castle“ gestern auf Heimreise in London angek. „Dunvegan Castle“ Sonnabend auf Ausreise v. Southampton abgeg. „Pembroke Castle“ gestern auf Ausreise in Kapstadt angek. „Braemar Castle“ Sonnabend auf Ausreise in der Delagoa⸗Bat angekommen.
Union⸗Linie. Dampfer „Gaita“ Sonnabend auf Ausreise v. Southampton abgegangen.
Rotterdam, 12. Dezember. (W. T. B.) Holland⸗Amerika⸗ Linie. Dampfer „Rotterdam“, v. New York n. Rotterdam, Sonn⸗ abend Nachm. v. New York abgegangen. 8
“ 88 6 8
Theater und Musik.
16 Königliches Schauspielhaus. .“
Schiller's Trauerspiel „Don Carlos“ ging gestern neuein⸗ studiert in Scene. Wie kürzlich die Aufführung von „Maria Stuart“ c zeigte auch die gestrige Aufführung eine Neubesetzung der ollen. Der einstige Marquis von Posa, Herr Ludwig, spielte den König Pbilipp, der ehemalige Don Carlos, Herr Matkowsky, den Marquis Posa, während die Titel⸗ rolle von dem neugewonnenen Herrn Christians dargestellt wurde. Den beiden erstgenannten Künstlern ist der Wandel, wie es scheint, recht schwer geworden, und es wird wohl geraume Zeit verstreichen, ehe sie in ihre neuen Aufgaben pöllig hineinwachsen. Beide waren bisher gewöhnt, Helden darzustellen: Herr Ludwig solche von männlich ernstem Wesen, wie den Marquis von Posa, Herr Matkowsky solche von überschäumendem Temperament, und beide vermochten sich gestern nicht der Eigenthümlich⸗ keiten ihrer bisherigen Spielweise genügend zu entäußern, um den veränderten Bedingungen ganz zu entsprechen. Der König war in Herrn Ludwig's geftriger Darstellung wohlwollender und sympathischer, als ihn der ichter gezeichnet hat; das Mißtrauische, Lauernde seines Charakters, das nur für einen Augen⸗ blick der Wärme eines Posa weicht, wurde nicht so fest⸗ gehalten, wie es die Rolle erhbeischt. Herr Matkowsky war als Posa allzu selbstbewußt, ein liebenswürdiger Mann, dessen Bekenntniß vor dem gefürchteten König nicht erst zögernd und allmählich herauskam, sondern gleich zu sicher und siegesbewußt ein⸗ setzte. Daß andererseits beide Darsteller Momente von packender
Kraft und zündender Wirkung hatten, soll ihnen billig “ werden. ber sie werden an ihren Leistungen noch manches zu korrigieren und zu retouchieren haben. Den Don Carlos spielte Herr Christians jugendlich in der Erscheinung und temperament⸗ voll im Wesen, ohne doch der Gestalt neue Züge abzugewinnen. Recht fesselnd war seine Leistung in der Scene mit der Prinzessin Eboli und an der Bahre des Freundes. Unter den übrigen Neu⸗ besetzungen waren die Leistungen der Herren Kraußneck (Alba), ine (Domingo), Grube (Großinquisitor) und des Fräuleins Lindner Königtn) beachtenswerth. Die Inscenierung war die bekannte.
Im Königlichen Opernhause wird morgen Dponizetti's Oper „Die Regimentstochter“ mit Frau Herzog in der Titelrolle gegeben. Die Künstlerin wird als Einlage im II. Akt eine Arie aus „Philémon und Baucis“ von Gounod singen. Im übrigen lautet die Sefeamn Sulpiz: Herr Knüpfer; Tonio: Herr Philipp; Hortensio: Herr Lieban. Hierauf folgt das Ballet „Die Puppenfee“ mit den Damen dell’ Era und Urbanska in den Hauptrollen.
Im Königlichen Schauspielhause geht morgen Ludwig Fulda's Tragödie „Herostrat“ mit Herrn Matkowsky in der Titelrolle Ehrhbene Die Klytia spielt Fräulein Poppe, den Praxiteles Herr
ristians.
Im Berliner Theater wird als nächste Novität ein Weih⸗ nachtsmärchen vorbereitet: „Das tapfere Schneiderlein“, Zaubermärchen in 5 Bildern von Aloys Prasch. Die Erstaufführung ist für nächsten Freitag angesetzt
Das Schiller⸗Theater hat das Aufführungsrecht des ein⸗ aktigen Lustspiels „Abu Seid“ von Oskar Blumenthal erworben. Gerhart Hauptmann'’s Traumdichtung „Hannele's Himmelfahrt“ wird mit „Abu Seid“ einen Aufführungsabend bilden. Die erste Vor⸗ stellung ist für Anfang nächster Woche in Aussicht genommen.
Umberto Giordano, dessen neuestes Werk „André Chénier“ am Dienstag, den 20. d. M., im Theater des Westens zur Erst⸗ aufführung gelangt, wurde zu Foggia im Jahre 1868 geboren, stu⸗ dierte in Neapel und war einer der bevorzugtesten Schüler des ver⸗ dienstvollen Kontrapunktisten Paolo Serras. bewerbs, bei welchem die Oper „Cavalleria rusticana“ prämiiert wurde, fiel er bereits durch seine Arbeit „Marina“ der Prüfungs⸗ kommission vortheilhaft auf; des Librettos wegen wurde die genannte Oper indessen nicht angenommen. Auf Anregung des Verlegers Sonzogno schrieb er darauf „Mala vita“. Diese Oper fand aber nur ge⸗ theilten Beifall; auch eine weitere Arbeit „Regina Diaz“ brachte es zu keinem Erfolge. Der Komponist ließ sich aber durch dieses Miß⸗ geschick nicht entmuthigen, dasselbe spornte ihn im Gegentheil zu er⸗ neutem Schaffen an. So entstand „André Chénier“, eine Oper, welche im Scala⸗Theater zu Mailand im Jahre 1896 einen großen Erfolg errang, der ihr auch bei den Aufführungen in Hamburg, Breslau und Prag, wo sie wiederholt gegeben wurde, treu blieb.
Bei dem Dienel'’schen ee in der Marien⸗ Kirche, am morgigen Mittwoch, Mittags 12 Uhr, werden Fräulein Hedwig Boenisch, “ Gerda Lange, der Violinist Herr Ewald Niegisch und Herr Adolf Bolte mitwirken. Herr Dienel spielt zum ersten Mal seine Konzert⸗Phantasie in Es-dur. Der Eintritt ist frei.
Mannigfaltiges. 1
Der durch seine künstlerischen Landschaftsaufnahmen bekannte Herr Franz Goerke, welcher an der Orientfahrt auf dem Dampfer „Midnightsun“ theil genommen hat, wird am Montag, den 19. De⸗ zember, im großen Theatersaale der „Urania“ eine Reihe von etwa 150 Lichtbildern vorführen. Der sie begleitende Vortrag „Reise⸗ skizzen aus dem Orient“ wird den Beschauer über die ober⸗ italienischen Seen und die Riviera nach Egypten, dann nach Palästina und Syrien und zurück über Athen, Neapel und Rom führen. Ein⸗ trittskarten gelangen bereits von morgen ab zur Ausgabe.
Konitz, 12. Dezember. (W. T. B.) Anmntlich wird gemeldet: Am Montag, Morgens 3 ¼ Uhr, fuhr bei heftigem Sturm der von mit zwei Maschinen abgelassene Güterzug 4169 auf
ahnhof Hochstüblau gegen eine stehende Lokomotive. Ein Lokomotivführer ist leicht verletzt, zwei Lokomotiven sind stark be⸗ schädigt. Der Verkehr wurde nicht unterbrochen.
Gelegentlich des Wett⸗
Kattowitz, 12. Dezember. (W. T. B.) er Zeitung⸗ meldet: Auf der Czeladz⸗Grube bei Sosnowice, an 82 Fnsisch preußischen Grent⸗ sed Ush durch — Dampf e ergleute getödtet und vier schwer verbrüht w 8 Unglück geschah unter Tage.
Elberfeld, 13. Dezember. (W. T. B.) Die Ksni Eisenbahn⸗Betriebsinspektion macht bekannt: 82 Schn. eithmence fällig in Köln heute Morgen 7 Uhr 4 Minuten, sind bei der Aus⸗ fahrt aus Bahnhof Vohwinkel einige Güterwagen in die Flanke gelaufen. Die Lokomotive des Schnellzugs und einige Wagen sind beschädigt. Irgend eine Verletzung von Personen ist nicht vor⸗ gekommen. Der gewöhnliche Betrieb wird um 11 Uhr Vormittags wieder aufgenommen. Die Untersuchung ist eingeleitet.
Zara (Dalmatien), 12. Dezember. (W. T. B.) Heute früh wurde in Sinj ein acht Sekunden dauernder Erdstoß verspürt. Unter der Bevölkerung herrscht große Aufregung. Schaden ist nicht angerichtet worden.
St. Petersburg, 13. Dezember. (W. T. B.) Gestern explodierte bei Ladung von Geschossen in einem veschäßten Raum des Forts Konstantin in Kronstadt ein Geschoß. Die Ursache der Explosion ist unbekannt. Neun Soldaten sind todt, drei Offiziere verwundet, davon einer schwer. Sieben Soldaten sind schwer ver⸗ wundet. Alsbald nach dem Unglücksfall fe in Trauergottes⸗
dienst statt.
Von dem großen Straube'’schen Uebersichtsplan von Berlin im Maßstabe 1:4000 sind soeben zwei neue Blätter, III L und I M (Preis je 2 ℳ) erschienen. Blatt III L bildet die südliche Fortsetzung des früher erschienenen Blattes III F und umfaßt die Gegend südlich vom Halleschen Thor bis zur Fidicin⸗ und Jüter⸗ bogerstraße und von der Belle⸗Alliancestraße bis zum Kaiser Friedrich⸗ Platz. Auf Blatt I M ist das Stadtgebiet von der IV. stödtische Gasanstalt an der Stargarderstraße und dem Ringbahnhof Weißensee bis zur Gemarkungsgrenze von Neu⸗Weißensee dargestellt. Die Rand⸗ sektionen, von denen in Kürze weitere Blätter aus dem Quadratnetz 1 erscheinen werden, sollen Ersatz für die von dem städtischen Vermessungs⸗ amt herausgegebenen Pläne im Maßstabe 1:1000 bilden, da von dieser Gegend Pläne in größerem Maßstabe von dem Amt nicht heraus⸗ egeben werden. Die sorgfältige Ausführung des Plans in Kupfer⸗ stich die 1ng be der Besitzstandsgrenjen jedes Grundstücks und der große Maßstab, welcher die Wiedergabe aller Grundstücke und Gebäude in ihren richtigen Größenverhältnissen gestattet, machen den Straule⸗ schen Plan geeignet zur Verwendung bei generellen Bauprojekten e. Im Buchhandel sowie in der Verlagshandlung (Berlin SW., Gitschiner⸗ straße 109) ist jedes Blatt des Planes für 2 ℳ käuflich.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Konstantinopel, 13. Dezember. 192 T. B.) Wie die „Agence de Constantinople“ erfährt, stellen die letzten Mel⸗ dungen aus Yemen fest, daß die beiden stärksten Stellungen der Aufständischen von den türkischen Truppen genommen worden sind und daß die Beruhigung des Gebiets fortschreitet.
Washington, 13. Dezember. (W. T. B.) General Lee soll den Posten des Gouverneurs der Provinz Havanna erhalten, während der General⸗Major William Ludlow für den Posten des Zivil⸗ und Militär⸗Gouverneurs der Stadt Havanna in Aussicht genommen ist. 6 8
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
eee vom 13. Dezember, 1 Regiments. 2
8 Uhr Morgens.
— 2
1
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—
Komische Oper Gastano Donizetti. von Saint⸗Georges. — Die Puppenfee.
in 2 Akten von Text nach dem Französischen Panto⸗
Donnerstag: 1. Gastspiel Jane Hading mit ihrer Gesellschaft: La Dame aux Camélias.
Konzerte. Saal Bechstein. Mittwoch, Anfang 7 ½ Uhr:
Die Kattowißer
8 “
Reichs⸗
Erste Beilage
Anzeiger und Königlich Preußi
Berlin, Dienstag, den 13. Dezember
8
iger.
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
Qualität
gering
mittel
gut
Verkaufte
Gezahlter Preis für 1
Doppelzentner
Menge
niedrigster ℳ
niedrigster ℳ
höchster
höchster
ℳ
niedrigster ℳ
Doppelzentner
Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
Durchschnitts⸗ preis für 1 Doppel⸗
—
auf 0 Gr Celsius
[5°C. = 40R.
8 Wind.
Stationen. Wetter.
8 8 2 2 5
Temperatur
in 0
8 773 W 769 W 750 NW 758 74³ 753
u. d. Meeres
Bar
bedeckt halb bed. Regen ¹) wolkig Regen bedeckt
Belmullet.. Aberdeen.. Christiansund Kopenhagen. Stockholm. Haparanda. Cork, Queens⸗ toww.. 11“ E“ mburg.. winemünde Neufahrwasser Memel. Münster Wstf. Karlsruhe .. Wiesbaden. München.. Chemnitz.. Berlin.. Wien.. Breslau . . . Triest 7768 wolkig ¹) See grob. ²) See ruhig. ³) Dunst, Nachts stürmisch. ⁴) Nachts Regen, See mäßig bewegt. 5) Anhaltender Sturm mit Böen. ⁶) Nachts Regen, e grob. ) Nachts Regen. ³⁸) Nachts Regen. 9) Nachts Regen. ¹⁰) Nachts Regen.
Uebersicht der Witterung.
Ueber West⸗Europa ist das Barometer stark ge. stiegen, dagegen über Ost⸗Europa stark gefallen. Ein tiefes Minimum liegt am Eingange des Finischen Busens, in Wechselwirkung mit dem Hochdruckgebiete im Westen vielfach stürmische westliche und nord⸗ westliche Luftbewegung, stellenweise vollen Sturm an der deutschen Küste verursachend; auch im Binnenlande wehen lebhafte westliche und nordwestliche Winde. In Deutschland ist das Wetter mild und veränder⸗ lich; meistens ist Regen gefallen. Kälteres, veränder⸗ liches Wetter demnächst wahrscheinlich. Deutsche Seewarte.
00 00--0⸗ —
—2öI2IAESUUnENNoSSNS smn S-00
774 771 765 766 759 749 741
769 772 770 771 768 765 765 761
wolkig halb bed. ²) bedeckt wolkig) heiter ⁴) bedeckt⁵) bedeckt)
halb bed. bedeckt*) bedeckt Ahgen) halb bed. heiter*) Regen bedeckt ¹⁰)
acrSERSSloceoOoOrboC⸗
mimisches Ballet⸗Divertissement von Haßreiter und Gaul. Musik von Joseph Bayer. Anfang 7 ⅛ Uhr. Schauspielhaus. 280. “ Herostrat. Tragödie in 5 Aufzügen von Ludwig Fulda. Leeg 7 ½ Uhr. onnerstag: Opernhaus. 259. Vorstellung. Die lustigen Weiber von Windsor. Komisch⸗ phantastische Oper in 3 Akten von Otto Nicolai. Text von Mosenthal, nach William Sbakespeare's 8 chnamigem Lustspiel. Tanz von Emil Graeb. Frau Fluth: Fräulein Helene Hohenleitner, vom Herzoglichen Hof⸗Theater in Coburg⸗Gotha, als Gast.) Anfang 7 ½ ÜUhr. Schauspielhaus. 281. Vorstellung. Auf der Sonnenseite. Lustspiel in 3 Aufzügen von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. (Heinrich Fullor: Herr Emil Thomas, als Gast.) Anfang
Deutsches Theater. Mittwoch: Henschel. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: Romeo und Julia.
Freitag: Fuhrmann Henschel. 8
Berliner Mittwoch: Zaza.
Theater. Anfang 7 ½ Uhr. Donnerstag: Das Erbe. Freitag (18. Abonnements⸗Vorstellung): ersten Male: Das tapfere Schneiderlein.
Zum
Schiller⸗Theater. (Wallner⸗Theater.) Mitt⸗ woch, Abends 8 Uhr: Ehrliche Arbeit. Posse mit Gesang in 5 Bildern von H. Wilken.
Donnerstag, Abends 8 Uhr: Bartel Turaser.
Freitag, Abends 8 Uhr: Ehrliche Arbeit.
4*
I
Theater des Westens. (Opernhaus.) Mitt⸗ woch, 3 Uhr: Kinder⸗Vorstellung. Schneewittchen. Weihnachtsmärchen in 6 Bildern von C. A. Görner. — 7 ½ Uhr: Volksthümliche Opern⸗Vorstellung zu Faüeegten Preisen: Gastspiel der Frau Luise Geller⸗Wolter: Eugen Ouégin.
Donnerstag: Gaftsotel von Heinrich Bötel und Luise Geller⸗Wolter: Der Troubadour.
1“
Lesstug Theater. Direktion: Otto Neumann⸗ Hofer. Mittwoch: Die Befreiien.
Freitag: Gastspiel Jane Hading: Le Maitre de Forges. 1.““
Neues Theater. Direktion: Nuscha Butze. Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr: Kinder⸗Vorstellung. Sneewittchen und die sieben Zwerge. Jeder Inhaber eines numerierten Sitzes hat das Recht, ein Kind auf seinen Platz mitzunehmen. Zwei Kinder dürfen zusammen einen Sitz einnehmen. — Abends 7 ½ Uhr: Hofgunst. 1
Donnerstag: Hofgunst.
Belle-Alliance⸗Theater. Belle ⸗Alliance⸗ straße 7/8. Mittwoch: Napoleon. (Gustav Kober.) Anfang 8 Uhr. — Nachmittags 4 Uhr: Der Struwwelpeter. 1
Donnerstag: Zum ersten Male: Der Muth zur Wahrheit. Schauspiel in 3 Akten von Hans Hauptmann.
Freitag: Der Muth zur Wahrheit.
Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Lautenburg. Mittwoch: Mamsell Tourbillon. Schwank in 3 Akten von C. Kraatz und H. Stobitzer. Vorher: Der Küchenjunge. (1807.) Lustspiel in 1 Akt von Adolphe Aderer. Deutsch von Franz Wagenhofen. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Mamsell Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Die Wildente. 8 ““
Thalia⸗Theater. Dresdenerstraße 72/73. Mittwoch: Gastspiel Fefenestng. Der Eva⸗ Apfel. Posse in 3 Aufzügen von Benno Jacobson. (In freier Umarbeitung des Stückes „La Culotte“ von Sylvane und Artus.) Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.
Olympia⸗Theater. (SZirkus Rem.) K. straße. Mittwoch, Nachmittags 3 ½ Uhr: Dorn⸗ röschen. — Abends 8 Uhr: Mene Lekel. Berliner Ausstattungsstück mit Kuplets, Aufzügen und Kolossal⸗Ballets in 3 Akten (10 Bildern). Parquet
2,10 ℳ Donnerstag, Abends 8 Uhr: Mene Tekel.
8 —
Lieder⸗Abend von Fräulein Johanna Roth⸗ schild. Mitwirkung: Bernhard Dessau, König⸗ licher Konzertmeister. 8
Industrie⸗Gebünde. Kommandantenstraße 77
und Beuthstraße 20. Karl Meyder⸗Konzert. Entrée 50 ₰. Anfang 7 ½ Uhr, Sonntags 6 ½ Uhr.
Familien⸗Nachxichten. 1
Verlobt: Verw. Fr. Thea von Falkenhayn, geb. Gräafin von Wachtmeister, mit Hrn. Major Arnold Bauer (Belchau). — Frl. Else Neumann mit Hrn. Berg⸗Assessor und Sec.⸗Lieut. d. R. Ernst Mende (Waldenburg i. Schl.). — Frl. Alice Bürger mit Hrn. Ober⸗Ingenieur Peter Küborn (Mpslowitz — Borsigwerk “
Verehelicht: Hr. Regierungs⸗Referendar Helmu von üch. Len Frl. Olga von Shelborf (Frankfurt a. M.), —
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Giesbert von Klitzing (Marienwerder). — Hrn. Prem⸗⸗ Lieut. Fg Sefse (Beesu SIr Hrn.
em.⸗Lieut. von iehlberg nowrazlaw).
85 Wegr a. “ ve Shreintann
awelwitz). — Eine Tochter:
one bac Egwerh (Drewelow). — din. ghehor Landeck (Königsberg). 1
Gestorben: Hr. Oberst a. D. Rudolf Stud Geracgecan). b. Fnn Sbecesant. ,Sgl, rau „ geb. Treutler rschberg i 29. — Verw. Fr. Caroline von Kornatzki, geb. Sckiefe (Warmbrunn).
Verantwortlicher Redakteur:
8 Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in 59e Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗
Dene geht Verlin 17 Wilhelmstraße Nr. 52.
gehn Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage), 88 ltgangabe zu Nr. 0 des bffene⸗ ET1“ e aheen” 5 .1U. Besemb 1898.
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8 wird volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Die erracte Veng⸗ 125 barf vole empelhe Preise hat die Bedeutung, daß .
Ein liegender Stri⸗
15,00 15,90 16,00 13,50 14,50 16,50 15,80 16,00 15,30 13,60 15,80
13,60 13,50 14,00 12,60 13,50 13,70 14,20
15,60 13,10 14,00 12,50
12,00 13,00 12,30 13,00
12,60 13,70 13,00 13,00 17,00 16,00 16,30 11,40 14,50
15,50 15,50 16,00 16,10 14,75 15,30
16,30 16,30 15,80 14,90 16.15 17,50 15,00
13,50 13,20 13,70 13,75 14,15 13,40
14,20 14,40 13,40 16,14 13,60 14,15 13,00
13,40 13,60 13,00
13,80
14,00 13,50 17,40 17,24 16,66 13,60 14,75 17,20
17,00
12,20 11,70 11,70
14,00
12 50 11,80 11,80
12,80 11,90 11,80
W 15,50 15,70 16,10 16,10 14,75 15,70
16,30 16 30 16,30 15,30 16,15 17,50 15,30
R o 13,70 13,40 13,80 13,75 14,15 13,80
14,20 14,40 13,90 16,14 13,80 14,15 13,50
G 14,00 13,90 13,50 13,25
14,20
14,00 13,50 17,40 17,24 16,66 13,90 14,75 17,20 14,50
H 13,20 11,90
eizen.
15,90 16,10 16,20 16,00 16,10 17,00 16,80 16,60 16,30 15,90 16,50 17,80 15,30
ggen. 13,80 13,60 13,80 14,00 14,30 14,20 14,00 14,70 14,60 13,90 16,80 14,10 14,30 13,50
er ste.
14,20 14,50 13,50 15,00 15,00 14,60 15,00 14,00 17,60 17,60 16,92 14,50 15,00 17,40 14,50
afer.
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14,00 14,70 14,60 1440 16,80 14,60 14,30 14,00
14,50 15,00 13,50 15,00 15,40 14,60 15,00 14,00 17,60 17,60 16,92 15,60 15,00 17,40 15,00
12,30 12,00
12,00 11,80 10,80 13,00 12,00 12,00
14,00 12,40 13,50 11,50 12,50 14,30 12,00
12,20 12,00 12,00
12,20 12,20
14,40 13,40 13,84 12,30 12,60 14,70 15,00 13,00 13,00
Bemerkungen.
12,40 12,20 12,40 13,40 12,40 12,40 12,40 14,50 14,00 14,14 12,50 12,70
12,40 12,20 12,80 13,40 12,40 12,40 13,40 14,60 14,00 14,14 12,70 12,70 1500 13,20
12,00 11,80 11,20 13,00 12,00 12,00
14,00 12,40 13,50 11,80 12,50 14,30 12,50
12,20 12,00 11,60
12,20 12,20
14,34 13,40 13,84 12,00 12,60 14,70 12,50
eer betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein
Der Decdzcatktxwfg wird aus den veeee.
len berechnet. 1 entsprechender Bericht fehlt.
—-.) in den letzten sechs Spalten, da
3. Sitzung
SDoagesordnung: Erste Berathung des Reichshaushalts⸗
Etats für 1899, des Etats der Schutzgebiete, des und des Gesetzentwurfs wegen wendung überschüssiger Reichseinnahmen aus dem Rechnungsjahre 1899 zur Schuldentilgung.
Anleihegesetzes,
Ueber den Anfang der Nummer d. Bl. berichtet.
Staatssekretär des Reichs⸗Schatzamts, Wirklicher Geheimer Rath Freiherr von Thielmann:
Meine Herren! Nach der
dieser ersten Lesung gewissermaßen drei Uebersichten gegeben: die Uebersicht über das verflossene Rechnungsjahr, die Schätzungen für das laufende Rechnungsjahr und eine allgemeine Erläuterung des Ihnen vorliegenden Etats für das kommende Rechnungsjahr. Sie werden, hoffe ich, mir beipflichten, wenn ich mich betreffs des verflossenen Rechnungsjahres,
des Rechnungsjahres 1897, oder
jahres 1897/98 möglichst kurz fasse; denn die Ergebnisse des ver⸗
flossenen Jahres liegen Ihnen
vor. Ich werde deshalb nur einige wenige Punkte daraus erwähnen, die Ihnen von Interesse sein können.
Ich hatte, wenn Sie sich
des Reichstages die Minderausgaben des Rechnungejahres 1897 auf
2 bis 3 Millionen geschätzt.
erwiesen; ihre Wirkungen sind aber zum theil aufgehoben worden durch zwei unerwartete Ausgaben, die sich bei Beginn der letzten Seession nicht hatten vorhersehen lassen. Das sind zunächst di
vom 12. Dezember 1898, 1 Uhr.
Ver⸗
Sitzung wurde in der gestrigen
herrschenden Uebung werden Ihnen zu
— wie es damals hieß — des Etats⸗
in der Haushalts⸗Uebersicht gedruckt
erinnern, in der verflossenen Tagung
Diese Schätzung hat sich als richtig
3 Millionen, welche durch die erste Besetzung von Kiautschou an Ausgaben entstanden sind, und eine Million zum Ankauf des Grund⸗ stücks gegenüber dem Reichstagsgebäude behufs Errichtung einer Prä⸗ sidialwohnung für den Reichstag. Wenn diese unvorhergesehenen Posten abgesetzt werden, so geht die Rechnung ziemlich genau auf. Wir haben auf der einen Seite Minderausgaben in Höhe von 5 Millionen, auf der anderen Seite eine Mehrausgabe von 5 ¼ Millionen. Man kann also sagen, daß bis auf diese ¼ Million die Rechnung stimmt. Bei den Minderausgaben wollte ich Ihnen noch ausdrücklich be⸗ merken, daß das Reichsheer daran mit 2 Millionen betheiligt ist. Erheblich günstiger aber stellt sich das Bild, wenn wir von den Ausgaben des verflossenen Rechnungsjahres auf dessen Einnahmen übergehen. Ich hatte Ihnen damals nach den vorliegenden Schätzungen eine Mehreinnahme in der eigenen Wirth⸗ schaft des Reichs, d. h. in den Einnahmen, die nicht an die Bundesstaaten überwiesen werden, sondern dem Reiche verbleiben, von 20 Millionen vorgerechnet, und bei den Zöllen und anderen Ueber⸗ weisungssteuern, die zur Ueberweisung an die einzelnen Bundesstaaten gelangen, einen Mehrertrag von 69 Millionen. In der eigenen Wirthschaft des Reichs haben wir nun nicht allein 20 Millionen mehr eingenommen, sondern rund 25 Millionen, und bei den Ueberweisungen ist das Ergebniß fast so günstig gewesen wie die Schätzung. An Stelle der 69 Millionen sind 67 Millionen mehr eingegangen.
Von dem Mehr der Ueberweisungssteuern, wie Ihnen weiter be⸗ kannt, sind 37 ½ Millionen zur Schuldentilgung verwandt worden. Das Jahr 1897 hat also die Erwartungen, die hier ausgesprochen worden waren, nicht allein erfüllt, es hat sie sogar übertroffen. Ich werde auf diesen Punkt äterer Stelle heute noch zurückk
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Ich betrachte dies schon als ein günstiges Omen für das Jahr 1898 und in weiterer Folge auch für das kommende Rechnungsjahr, dessen Etat Ihnen jetzt zur Berathung vorliegt.
Wenn ich nun zum laufenden Jahre, dem Rechnungsjahre 1898 komme, könnte ich mich ebenso kurz fassen; denn wer im „Reichs⸗Anzeiger“ und anderen Blättern die monatlichen Nach⸗ weisungen über das Eingehen der Steuern und Zölle verfolgt hat, kann sich schon mit ziemlicher Sicherheit ein Bild von dem laufenden Rechnungsjahre machen. Deshalb möchte ich Ihnen bloß in übersichtlichen Ziffern dieses Jahr kurz zusammenstellen und zwar zu dem Zwecke, um Ihnen nachzuweisen, was für den Etat des kommenden Rechnungsjahres wichtig ist, daß wir uns noch nicht auf dem absteigenden Ast in unserer Wirthschaftslage be⸗ finden. Diese Befürchtung war im vorigen Reichstage wiederholt geäußert worden. Es ist davon gesprochen worden, der Gipfel wäre
Ferreicht; wir wüßten aber nicht, wie schnell es heruntergehen würde.
Ich werde Ihnen deshalb jetzt nachzuweisen suchen, daß, wenn auch der Gipfel vielleicht erreicht ist, so doch von einem Herabsteigen auf der Treppe noch kein Anzeichen sich bemerkbar macht.
Ich bemerke zuvor, daß die Ergebnisse, wie ich sie Ihnen jetzt schätzungsweise mittheilen werde, sich auf die Einnahmen bis ein⸗ schließlich Monat Oktober gründen. Aber ich kann gleich hinzusetzen, daß nach den vorläufigen Nachweisen der Monat November ebenso ein Ansteigen der Einnahmen verspricht, wie es bis zum Monat Oktober der Fall gewesen ist.
Zunächst nehme ich den größten Posten in den Einnahmen, nämlich die Zölle. Ihr Mehrertrag berührt ja den ordentlichen Etat