Zürich, 17. März. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath der Nordostbahn genehmigte das Betriebsbudget für 1899 mit einem Einnahme⸗Ueberschuß von 12 539 880 Fres. Die Direktion wurde ermächtigt, für den Sommer einen neuen Schnellzug Schaffhausen — Konstanz einzuführen. Der Verwaltungsrath nahm zustimmend Kenntniß von den vom Bundesrath auf Grund der Vorlage der Direktion vom 13. August 1898 beschlossenen Normen für die sektions⸗ weise Berechnung der Anlagekosten. Der Verwaltungsrath beschloß, im April eine Generalversammlung einzuberufen und dieselbe um die Ermächtigung zur Aufnahme einer neuen Anleihe bis zu 15 Millionen zum Zwecke der Deckung der Bauauslagen, der Anschaffung von Roll⸗ material und der Rückzahlung der Subventionsdarlehen zu ersuchen.
Amsterdam, 17. März. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. 4 % e v. 1894 64 ½, 3 % holl. Anl. 96 ¾, 5 % garant. Mex. Eisenb.⸗ Anl. 38 ½, 5 % garant. Transvaal⸗Eisenb.⸗Obl. —,—, 6 % Transvaal —,—, Marknoten 59,40, Russ. Zollkupons 192 ½, Wechsel auf
London 12,12.
Getreidemarkt. Weizen auf Termine flau, do. pr. März 173, pr. Mai —,—. Roggen loko ruhig, do. auf Termine niedriger, do. pr. März 139,00, do. pr. Mai 133, pr. Oktober 121. Rüböl loko 24 ½, pr. Mai 23, pr. Herbst 23 ½.
Java⸗Kaffee good ordinary 27. — Bancazinn 65 ¼.
Brüssel, 17. März. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Exterieurs 57 ½. Italiener 94,60. Türken Litt. C. 27,20. Türken Litt. D. 23,25. Warschau⸗Wiener —,—. Lux. Prince Henry —,—.
Antwerpen, 17. März. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen weichend. Roggen weichend. Hafer ruhig. Gerste ruhig.
Petroleum. (Schlußbericht.) Raffiniertes Type weiß loko 18 ¾ bez. u. Br., pr. März 18 ¾ Br., pr. April 18 ¾ Br., pr. Mat 19 Br. Ruhig. — Schmalz pr. März 68 ¾.
Konstantinopel, 17. März. (W. T. B.) Die Ein⸗ nahmen der Türkischen Tabackregie⸗Gesellschaft betrugen
im Monat Februar 1899 14 100 000 Piaster gegen 12 100 000 Piaster in der gleichen Periode des Vorjahres.
Sofia, 17. März. (W. T. B.) Der Ministerrath genehmigte das in Wien zwischen den Ministern Tenew und Natschowitsch und den Delegirten der betheiligten Banken getroffene Finanz⸗Ueber⸗ einkommen. Der Ministerrath theilte den Interessenten den be⸗ treffenden Beschluß mit. Man erwartet demnächst das Eintreffen der Delegirten in Sofia zur Unterzeichnung des Uebereinkommens.
openhagen, 18. März. (W. T. B.) Die Vereinigte Dampfschiffs⸗Gesellschaft zahlt für das Jahr 1898 eine Dividende von 10 %.
New York, 17. März. (W. T. B.) Die Börse eröffnete recht fest, schwächte sich später ab und schloß schwach. Der Umsatz in Aktien betrug 762 000 Stück.
Weizen eröffnete auf ungünstige europäische Marktberichte und Abgaben der Haussiers mit niedrigeren Preisen, später zogen dieselben auf Deckungen an, schwächten sich aber bald darauf ab infolge von reichlichen Verkäufen und ungünstigen Erntemeldungen. — Der Preis von Mais schwächte sich anfangs ab auf Liquidation, zog später in⸗ folge von Deckungen an, war aber schließlich abermals schwächer entsprechend der Mattigkeit des Weizens.
(Schluß⸗Kurse.) Geld für Regierungsbonds: Prozentsatz 3, do. für andere Sicherheiten 5, Wechsel auf London (60 Tage) 4,83, Cable Transfers 4,85 ¾, Wechsel auf Paris (60 Tage) 5,21 ⅞, do. auf Berlin (60 Tage) 94 ½, Atchison Topeka u. Santa Aktien 20 ¾. do. do. Preferred 60, Canadian Pacific Aktien 85 ⅞, Zentral Pacific Aktien 49 ⅛, Chicago Milwaukee und St. Paul Aktien 127 ½, Denver u. Rio Grande Preferrer 72, Illinois Zentral Aktien 114 ½, Lake Shore Shares 200, Louis⸗ ville u. Nashville Aktien 63 ¼, New York Zentralbahn 133, Northern Pacific Preferred (neue Emiss.) 77 ¾, Northern Pacifie 3 % Bonds 68 ½, Common Shares 49 ⅞, Norfolk and Western Preferred (Interims⸗
Anleihescheine) 63 ⅜, Union Pacisic Aktien (neue Emisston) 44 ⅜ 4 % Veenite Staaten Bonds pr. 1925 128 ½, Silber Commercial Bars 59 . Tendenz für Geld: Fest.
Waarenbericht. Baumwolle⸗Preis in New Pork 6 ⅛ do. für Lieferung pr. April 6,03, do. do. pr. Juni 6,07, do. in New Orleans 51 ⁄16, Petroleum Stand. white in New Yori 7,35, do. do. in Philadelphia 7,30, do. Refined (in Cases) 8,10, do. Credit Balances at Oil City 113, Schmalz Western steam 5,50, do. Rohe & Brotbers 5,70, Mais pr. März —, do. pr. Mai 38 ¼, do. pr. Juli 39. Rother Winterweizen loko 78 8, Weizen pr. März 77 ⅞⅛, do. pr. Mai 71 ⅛, do. pr. Juli 70 , do. pr. Aug. —. Getreidefracht nach Liverpool 1 ¼. Kaffee fair Rio Nr. 7 6 ½, do. Rio Nr. 7 pr. April 5,10, do. do. pr. Juni 5,20. Mehl, Spring⸗Wbeat clears 2,70, Zucker 3 ⅛, Zinn 28,75, Kupfer 18,00. — Nachbörse: Weizen ꝛ c. höher.
Baumwollen⸗Wochenbericht. Zufuhren in allen Unions⸗ häfen 98 000 Ballen. Ausfuhr nach Großbritannien 17 000 Ballen, Ausfuhr nach dem Kontinent 46 000 Ballen. Vorrath 754 000 Ball.
Chicago, 17. März. (W. T. B.) Weizen eröffnete niedriger auf Abgaben der Haussiers und europäische Marktberichte, später führten ausländische Käufe eine Besserung herbei, welcher jedoch eine abermalige Abschwächung auf große Ankünfte und stagnierende Export⸗ nachfrage folgte. — Der Preis von Mais zog anfangs auf Deckungen der Baissiers und bedeutende Entnahmen an, gab aber später ent⸗ sprechend der Mattigkeit der Weizenmärkte nach.
Weizen pr. März —, do. pr. Mai 66 ½. Mais pr. März 32 ½. Schmalz pr. März 5,20, do. pr. Mai 5,32 ½. Speck short clear 4,87 ½, Pork pr. März 8,75.
Rio de Janeiro, 17. März. (W. T. B.) Wechsel auf
London 7. Buenos Aires, 17. März. (W. T. B.) Goldagio 118,60.
. Untersuchungs⸗Sachen.
1 Aufocbote, zustellungen u. dergl. . Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. „Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.
Oeffentlicher Anzeiger.
6. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch. 8
7. Erwerbs⸗ und 8. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten. 9. ven.
10. Verschiedene
irthschafts⸗Genossenschaffen..
ekanntmachungen.
1) Untersuchungs⸗Sachen.
[85221] Steckbrief.
Gegen den ca. 25 Jahre alten led. Metalldrucker Adolf Schuhmacher von Eßlingen, welcher unter dem Namen eines Graveurs Julius „Oechsle“ von Gmünd reiste und am 13. d. M., Abends, auf einem Transport flüchtig geworden ist, ist die Untersuchungs⸗ haft wegen Widerstands, gefährl. Körperverletzung, Beleidigung u. a. verhängt.
Es wird ersucht, denselben festzunehmen und in das Amtsgerichtsgefängniß zu Kirchheim abzuliefern.
ꝛc. Schuhmacher ist 1,65 m groß, von sehr kräf⸗ tiger, untersetzter Statur, hat volles röthliches Gesicht, schwarze Haare und Augenbrauen, einen kleinen schwarzen Schnurrbart, hohe Stirn, volle Wangen, rundes Kinn; er trug eine hellgraue Loden⸗ juppe, hellgrauen Filzhut mit weißem Band, dunkle Hosen, gefärbtes Hemd. Diese Kleidung, die ziem⸗ lich gut ist, kann er vielleicht vom 14/15. d. M. in Eßlingen gewechselt haben. Ein Hund, der ihn auf der Flucht verfolgte, soll ihn an den Waden gefaßt haben; vielleicht sind seine Hosen an dieser Stelle zerrissen und sein Fuß verletzt.
Kirchheim u. T., den 16. März 1899.
8 Koönigliches Amtsgericht. Amtsrichter Mohr.
85104] Der Steindrucker Julius Hellmann, geboren am 8. April 1865 zu Iserlohn, evangelisch, ledig, ist der Körperverletzung beschuldigt. Da Hellmann sich ver⸗ borgen hält, so wird im Betretungsfalle um Ver⸗ haftung und Einlieferung desselben in das nächste Gerichtsgefängniß und sofortige Mittheilung von dem Geschehenen an das unterzeichnete Amtsgericht zu den
Akten — 4 D. 342/96 — ergebenst ersucht. Neisse, den 15. März 1899. 8 Königliches Amtsgericht.
[85102] Bekanntmachung.
Das unterm 12 Februar 1897 hinter die Heeres⸗ pflichtigen Hermann Friedrich Schmeer und Ge⸗ nossen in den Akten MI 110/96 erlassene offene Strafvollstreckungs⸗Ersuchen wird hierdurch erneuert.
Potsdam, den 14. März 1899. “
Königliche Staatsanwaltschaft.
[84383]
Nachstehender Strafbefehl: “
Sie sind beschuldigt, am 24. Januar 1899 bei Betreibung Ihres Hausierhandels mit Blechwaaren in Burkartshain nicht im Besitze eines auf das Jahr 1899 lautenden Wandergewerbescheines gewesen zu sein;
Zuwiderhandlung gegen § 5 des Gesetzes vom 1. Juli 1878, die Besteuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen betreffend.
Als Beweismittel dient das Zeugniß des Gendarm Leonhardt in Burkartshain.
Auf den Antrag der Königlichen Staatsanwalt⸗ schaft wird daher eine Geldstrafe von zwanzig Mark und, im Falle dieselbe nicht beigetrieben werden kann, eine Haftstrafe von fünf Tagen gegen Sie festgesetzt. Zugleich werden Ihnen die Kosten des Verfahrens auferlegt.
Die Geldstrafe und die erwachsenen Kosten sind an die Gerichtskasse des unterzeichneten Amtsgerichts zu zahlen.
Dieser Strafbefehl wird vollstreckbar, wenn Sie nicht binnen einer Woche nach der Zustellung bei dem unterzeichneten Gericht schriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers Einspruch erheben.
Wurzen, den 11. März 1899.
Königliches Amtsgericht. Köhler, A.⸗R. wird dem Handelsmann und Slovaken Andreas Michnacs aus Rakova in Ungarn, zuletzt in Leipzig⸗ Anger aufhältlich gewesen, jetzt unbekannten Auf⸗ entbalts, hierdurch öffentlich zugestellt.
Wurzen, am 13. März 1899.
Der Gerichtsschreiber beim Königl. Amtsgerichts daf.: Sekretär Fischer.
[85101] Beschluß.
Auf Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft wird gegen den im Reiche, zuletzt in Kyllburg wohn⸗ haften, dort am 25. Dezember 1877 1 Josef Heinrich Behrens, welcher hinreichend verdächtig erscheint, seit Erreichung des militärpflichtigen Alters, in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, sich ohne Erlaubniß außerhalb des Reichsgebietes aufzu⸗ Palten Vergehen gegen § 140 1 Str⸗G.⸗B. —
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das Hauptverfahren vor der Strafkammer des Königlichen Landgerichts hierselbst eröffnet. Zur Deckung von Geldstrafe und Kosten wird das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des An⸗ 1S-. auf Höhe von 3050 ℳ mit Beschlag elegt.
Trier, den 4. März 1899.
Königliches ““ Strafkammer. Dr. Schneider. losset. Schönbrod.
[85103] Beschluß.
Auf Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft wird gegen die ““ 8
1) Karl Schmidt aus Otzweiler,
2) Jakob Baus aus Otzweiler, 1 beide ohne bekannten Aufenthaltsort, welche hin⸗ reichend verdächtig erscheinen, im Inlande in nicht rechtsverjährter Zeit als Wehrpflichtige, in der Absicht, sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß, ent⸗ weder das Bundesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigem Alter sich außerhalb des Bundes⸗ gebiets aufgehalten zu haben, Vergehen gegen § 140 Abs. 1 St.⸗G.⸗B., das Hauptverfahren vor der Strafkammer des Königlichen Landgerichts zu Koblenz eröffnet und die Beschlagnahme des Vermögens der Beschuldigten angeordnet.
Koblenz, den 21. Februar 1899.
Königliches Landgericht. I. Strafkammer. Kluth. Rolshoven. Dr. Remy.
2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.
[85123] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von den Nieder⸗Schönhausener Parzellen Band 6 Nr. 231 auf den Namen des Ziegler⸗ meisters Carl Julius Franz Sperber hier eingetra⸗ gene, zu Berlin in der Pappel⸗Allee (Nr. 91 u. 92) belegene Grundstück am 10. Mai 1899, Vor⸗ mittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Ge⸗ richt, Neue Friedrichstraße 13, Erdgeschoß, Flügel C., Zimmer 40, versteigert werden. Das Grundstück ist mit 36,99 ℳ Reinertrag und einer Fläche von 48 a 29 qm zur Grundsteuer, mit 670 ℳ Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Das Weitere enthält der Aushang an der Gerichtstafel. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 10. Mai 1899, Nachmittags 12 ½ Uhr, ebenda verkündet werden. Die Akten 86 K. 13/99 liegen in der Ge⸗ richtsschreiberei, Zimmer 41, zur Einsicht aus. Berlin, den 11. März 1899. Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 86.
[85125]
In Sachen der Firma P. von Bostell & Co. Nachf. hier, Klägerin, wider den Malermeister Gustav Dingemann hier, Beklagten, wegen Wechsel⸗ forderung, wird, nachdem auf Antrag der Klägerin die Beschlagnahme des dem Belklagten gehörigen ideellen Antheils zu ⁄ 2 in dem zu Braunschweig, Neuerweg Nr. 1096 belegenen Hauses und Hofes sammt Zubehör zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch Beschluß vom 27. Februar 1899 verfügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 28. Februar 1899 erfolgt ist, Termin zur Zwangs⸗ versteigerung auf Mittwoch, den 21. Juni 1899, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte Braunschweig, Auguststraße 6, Zimmer Nr. 40, angesetzt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben.
Braunschweig, den 4. März 1899.
Herzogliches Amtsgericht. VII.
5
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I. Auf Antrag des Fabrik⸗Aufsehers, früher Zigarrenmacher, Josef Vornberger von Versbach als Besitzer des Grundstückes Pl.⸗Nr. 5302 Wein⸗ berg zu 0,086 a in der Burgklinge der Steuer⸗ emeinde Versbach wird, nachdem bei der im Hyp.⸗ Buch für Versbach Bd. III S. 1316 eingetragenen Forderung zu 33 Fl. gleich 56 ℳ 57 ₰ Kapital zu 5 % verzinslich auf Grund Obligation vom 24. De⸗ zember 1823 zu Gunsten der Vormundschaft über die Schneidermeister Philipp Jakob Kreißler'schen Kinder die Nachforschungen nach dem rechtmäßigen Inhaber fruchtlos geblieben und vom Tage der letzten auf diese Forderung sich beziehenden Handlung an
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gerechnet dreißig Jahre verstrichen sind, derjenige, welcher auf die Forderung ein Recht zu haben glaubt, zur Anmeldung innerhalb sechs Monaten und spätestens im Aufgebotstermine unter dem Rechtsnachtbeile öffentlich aufgefordert, daß im Falle der Unterlassung der Anmeldung die Forderung für B“ erklärt und im Hypothekenbuche gelöscht werde.
II. Gretchen Hoffmann, led. Tochter des Parfümerie⸗ fabrikanten Franz Hoffmann dahier, hat unter Er⸗ füllung der gesetzlichen Vorschriften den Antrag ge⸗ stellt, in einem Ausschlußurtheil das Spareinlagebuch Nr. 149 der Würzburger Volksbank über Einlagen mit Zurechnung der Zinsen bis 31. Dezember 1897 im Gesammtbetrage zu 702 ℳ 70 ₰ für kraftlos zu erklären.
III. Karl Schmitt, led. Bäcker in Volkach, hat namens der ledigen Häckerstöchter Anna Maria und Margarethe Schmitt in Volkach nach Spezial⸗ vollmacht vom 20. Februar 1899 unter gleicher Voraussetzung den Antrag gestellt, in einem Aus⸗ schlußurtheil den Pfandbrief der Bayerischen Boden⸗ kreditanstalt Würzburg Serie III Litt. B. Nr. 32 779. über 1000 ℳ mit Kupons, pro 1. April und 1. Ok⸗ S. 1898 beginnend, und Talon für kraftlos zu er⸗ lären.
ad II. u. III. Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine ihre Rechte bei dem unterfertigten Gericht anzu⸗ melden und die Urkunden vorzulegen unter An⸗ drohung des Rechtsnachtheils, daß die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunden erfolgen werde.
ad I, II, III. Aufgebotstermin wird bestimmt auf Freitag, den 6. Oktober 1899, Vor⸗ mittags 11 Uhr, im Sitzungssaal für Zivilsachen Nr. 30 rechts.
Würzburg, am 1. März 1899.
— Kgl. Amtsgericht. j Der Kgl. Oberamtsrichter: 8
Vorstehendes Aufgebot wird gemäß §§ 842, 847 der R.⸗Z.⸗Pr.⸗Ordg. öffentlich bekannt gemacht.
Würzburg, am 15. März 1899.
Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts. 28 EASe K. Ober⸗Sekretär:
“ Andreae.
[65099] Aulufgebot.
Es ist das Aufgebot folgender, angeblich verloren gegangener Sparkassenbücher beantragt worden:
I. der Sparkasse des Kreises Teltow: Nr. 4711 über ℳ 32,01, ausgestellt für Webermeister Albert Kümmel, Nowawes, von dem Vormunde W. Gut⸗ schmidt in Nowawes;
II. der städtischen Sparkasse zu Berlin:
1) Nr. 88 235 über ℳ 90,55, für das Dienst⸗ mädchen Karoline Fries von hier, von derselben, jetzt verehelichten Ziebert in Charlottenburg, Kant⸗ straße 19;
2) Nr. 556 751 über ℳ 103,25, für Appelt, Rudolf, Sohn des Bäckermeisters, Kruppstraße 7, von dessen Vormund Ferdinand Gabriel, Käsehändler hier, Höchstestraße 5; 3
5) Nr. 678 977 über ℳ 5,34 für Anger, Franz, Sohn der Wittwe, Wallnertheaterstraße 20, von demselben, jetzt in Charlottenburg, Schillerstraße 77 wohnhaft;
4) Nr. 319 018 über ℳ 7,08, für Krüger, Louise, geb. Rappoldt, verehelichte Schlosser, jetzt in Char⸗ lottenburg, Kaiserin Augusta⸗Allee 46 III, von der⸗ selben;
5) fällt weg;
6) Nr. 13 509 und 13 529 je über ℳ 11,54 für Anna Grassow bezw. Karl Grassow, Kinder des Fuhrherrn, Chausseestr. 80/81, von dem Fuhrherrn Carl Grassow, jetzt hier, Brunnenstraße 135;
7) Nr. 725 256 über ℳ 3,13, für Knaack, Friedrich, Bäcker, jetzt hier, Elisabethstraße 17, von demselben;
8) Nr. 337 875 über ℳ 20,00 für Zschiesing, Klara, Frl., Markusstraße 21, von der verehelichten Klara Hiecke, geb. Zschiesing, hier, Markusstraße 21.
Die Inhaber dieser Sparkassenbücher werden auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 14. August 1899, Vormittags 11 Uhr, vor dem unter⸗ zeichneten Gericht, Neue Friedrichstr. 13, Hof, Flügel B., Erdgeschoß, Zimmer 27, anberaumten Termine ihre Rechte anzumelden und die Sparkassenbücher vor⸗ zulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung er⸗ folgen wird.
Berlin, den 24. Dezember 1898.
Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 84.
[85140] Aufgebot.
I. Die nachstehend aufgeführten Urkunden sind ab⸗ handen gekommen:
1) die Abrechnungsbücher der Sparkasse des Kreises Bernburg:
a. Nr. 49 799 über 80 ℳ für Friedrich Weise in Leopoldshall,
b. Nr. 36 667 über 700 ℳ für Therese Knauth in Leopoldshall;
2) das Forderungsdokument des Kommissionärs Heinrich Saling in Neundorf über 1500 ℳ aus dem Kaufvertrage vom 14. Jauni/7. Juli 1885, ein⸗ getragen im Grundbuche von Neundorf Band II Blatt 73 auf dem Grundstück des Bergmanns Christian Klapproth und dessen Ehefrau Wilhelmine, geb. Leonhardt, in Neundorf;
3) das Forderungsdokument des Tischlermeisters Christoph Ganzer in Bernburg über 50 ℳ und einen Auszug aus dem Kaufvertrage vom 16. Ja⸗ nuar/13. Februar 1890, eingetragen im Grundbuch von Bergstadt⸗Bernburg Band XXXI Blatt 1591 auf dem Grundstücke des Maurers Emil Steinbach in Bernburg;
4) das Forderungsdokument der Geschwister Otto, Hermann, Richard und Franz Dannenberg in Bern⸗ burg über 1650 ℳ aus der Schuld⸗ und Pfand⸗ verschreibung vom 10. Juli/15. August 1884 und S vom 24. April 1886, eingetragen im Grund⸗ buche von Bergstadt⸗Bernburg Band XXX Blatt 1538 auf dem Grundstücke des Damenschneiders Christian Raeder in Bernburg.
Das öffentliche Aufgebot dieser Urkunden haben beantragt:
zu 1a.: der Maurer Friedrich Weise in Leopolds⸗
all, zu 1b.: die Ehefrau des Handelsmanns Andreas Knauth, Therese, geb. Birkenstock, daselbst, zu 2: die Wittwe Sabine Saling, geb. Meinecke Auszügler, frühere
in Bernburg,
zu 3: der Tischlermeister Christoph Ganzer in Bernburg,
zu 4: a. der Bäckermeister Hermann Dannenberg, in Cöthen,
selbst,
d. der Musketier im Infanterie⸗Regiment Nr. 173 Franz Dannenberg in St. Avold.
II. Ferner ist das Aufgebot zum Zwecke der Todes⸗ erklärung und des Aufrufs der unbekannten Erben
1) der am 3. August 1856 in Güsten geborenen und zuletzt in Nienburg a. S. wohnhaft gewesenen Alma Auguste Russum, geb. Herrmann, einer Tochter des am 20. Juli 1888 verstorbenen Schneiders August Christian Herrmann,
2) des am 7. April 1837 in Nienburg a S. ge⸗ borenen, zuletzt dort wohnhaft gewesenen und angeb⸗ lich vor ca. 36 Jahren nach Amerika ausgewanderten Gelbgießers August Eckel, eines Sohnes des ver⸗ storbenen Bürgers und Mühlknappen Friedrich Eckel und seiner ebenfalls verstorbenen Ehefrau, Auguste, geb. Stürm, in Nienburg a. S.,
3) a. des am 5. April 1824 in Bernburg geborenen und zuletzt daselbst wohnhaft gewesenen Kaufmanns Salomon Israel, eines Sohnes des Israel Moses Israel und dessen Ehefrau Breina, geb. Bendix, aus Groß⸗Mühlingen,
b. des am 12. Juli 1830 in Bernburg geborenen und zuletzt daselbst wohnhaft gewesenen Kaufmanns Bendix Israel, eines Sohnes des erwähnten ꝛc. Israel und dessen Ehefrau Betti, geb. Philipp,
c. des am 4. Dezember 1834 in Groß⸗Mühlingen geborenen und zuletzt in Bernburg wohnhaft ge⸗ wesenen Kaufmanns Abraham Adolf Israel, eines Sohnes des erwähnten ꝛc. Israel und dessen Ehefrau Betti, geb. Moses Philipp,
4) dez am 5. Mai 1806 in Aderstedt geborenen, zuletzt in Bernburg wohnhaft gewesenen und im Jahre 1849 angeblich nach Australien ausgewanderten Fehe Gottlieb Nettelbeck, eines Sohnes des ver⸗
orbenen Ackermanns Friedrich Nettelbeck in Ader⸗ stedt und seiner ebenfalls verstorbenen Ehefrau Dorothee, geb. Grube,
5) des am 28. Juli 1846 in Berlin geborenen und zuletzt in Plötzkau wohnhaft gewesenen Emil Friedrich Krause, eines Sohnes des verstorbenen Maschinenmeisters Friedrich Krause und seiner eben⸗ falls verstorbenen Ehefrau Emilie, geb. Baumbach, in Berlin,
welche sämmtlich seit länger als 10 Jahre ver⸗ schollen sind, von
zu 1: dem Kurator der verehelichten Alma Auguste Russum, geb. Herrmann, Sekretär Erdfried Engel⸗
b. die Wittwe Louise Dannenberg, geb. Frost, da- c. der Kaufmann Otto Dannenberg in Berlin,
88 2: dem Kurator des Gelbgießers August Eckel, Schwaben auf Folium 39 unter dem 9. April 1818
Buchbindermeister Otto Foerster in Nienburg a. S., zu 3: dem Fräulein Pauline Selig in Bernburg, zu 4: der Wittwe Caroline Klemme, geb. Jahn, zu 5: dem Fräulein Albertine Krause in Berlin,
beantragt worden.
III. Im Gewahrsam des unterzeichneten Gerichts befinden sich die Abrechnungsbücher der Sparkasse des Kreises Bernburg:
1) Nr. 5283 über 28,57 ℳ für den Bergmann Pistorius in Gröna
2) Nr. 5417 über 206,67 ℳ für die Kinder der Johanne John, geb. Berles, in Amerika,
3) Nr. 5588 über 24,31 ℳ für den abwesenden August Wirrmann in Nienburg a. S.
Die Eigenthümer der vorerwähnten drei Spar⸗ kassenbücher sind nicht zu ermitteln und seit länger als 30 Jahren unbekannt.
In Gemäßheit der §§ 19, 18 Absatz 4 ff. des Gesetzes vom 10. Mai 1879 Nr. 526 der Gesetzsammlung für das Herzogthum Anhalt werden die unbekannten Eigenthümer dieser drei Sparkassenbücher aufgefordert, dieselben gegen Erstattung der erwachsenen Kosten abzuholen.
IV. Den unter I und II gestellten Anträgen ist stattgegeben und werden daher die etwaigen Inhaber der vorstehend unter I 1 bis 4 aufgeführten Urkunden, sowie die unter II gedachten Personen als:
1) die verehelichte Alma Auguste Russum, geb. Herrmann, aus Güsten,
2) der Gelbgießer August Eckel aus Nienburg a. S.
3 a. der Kaufmann Salomon Israel aus Bern⸗ burg,
b. der Kaufmann Bendix Israel daher,
c. der Kaufmann Abraham Adolf Israel aus Groß⸗Mühlingen,
4) Friedrich Gottlieb Nettelbeck aus Aderstedt,
5) Emil Friedrich Krause aus Berlin,
und deren unbekannten Erben hierdurch geladen, in dem auf Freitag, den 27. Oktober 1899, Vormittags 11 ÜUhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 34, anberaumten Termine zu erscheinen, um die voraufgeführten Urkunden vorzulegen und ihre Rechte und Ansprüche wahrzunehmen, widrigen⸗ falls die gedachten Urkunden für kraftlos erklärt, auch die vorstehend unter IV 1 bis 5 genannten Personen für todt erklärt werden, und die Nachlaßregulierung und Ausantwortung deren Erbschaften, sowie die Er⸗ theilung von Erbscheinen an die bekannten legitimirten Erben ohne Rücksicht auf diejenigen, welche sich nicht melden, erfolgen wird. .“
Bernburg, den 7. März 1899.
KHKerrzoglich Anhaltisches Amtsgericht. (Unterschrift.)
9 — ⸗
[73216021 Aufgebot.
Die Firma W. Agricola Söhne zu Ladenburg i. Baden hat das Aufgebot eines am 5. März 1898 von ihr ausgestellten, am 5. April 1898 zu Manefort fälligen, von Josef Werner zu Manefort acceptierten Wechsels über 66 ℳ — Nr. 5455 — beantragt. Der Inhaber der Urkunde oder wer ein Anrecht daran zu haben vermeint, wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 8. August 1899, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Gerichtsstraße, Zimmer Nr. 9, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Opladen, den 19. Januar 1899.
Königliches Amtsgericht. I.
[85135]
Der Landmann Hans Harders in Poyenberg hat das Aufgebot des P ä-ge Kaufkontrakts
8 . April 186 nebe Zessionsakte vom 23. Juni 1879/ aus welchen für ihn in der Abth. III unter Nr 1 des Grund⸗ buchs von Poyenberg Bd. I Bl. 18 eine Forderung von 360 ℳ eingetragen steht, beantragt. Der In⸗ haber der vorstehend bezeichneten Urkunden wird auf⸗ gefordert, seine Rechte spätestens in dem auf Montag, den 5. Juni 1899, Vorm. 11 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls dieselben werden für kraftlos erklärt werden.
Kellinghusen, den 8. März 1899.
8 Königliches Amtsgericht.
185120]
Aufgebot. Auf Antrag
11) des Gemeindevorstands Wilhelm Friedrich Eifert in Reichenbach,
2) des Handelsmanns Eduard Pohlers in Osterwieck,
3) des Lohnfuhrmanns Julius Stöͤtzner in Crim⸗ mitschau,
4) der Handarbeiterswittwe Theresie Schnabel in Schwaben,
5) des Webers Karl August Rudolf in Eichlaide,
6) des Waldarbeiters Christian Gotthard Helbig in Reichenbach,
7) der Zimmermannsehefrau Johanne Martin in Langenchursdorf,
8) des Strumpfwirkers Karl August Ferdinand Martin in Langenchursdorf, x9) des Maurers Friedrich Ernst Beier in Langen⸗ chursdorf,
10) des Strumpfwirkers Christian Gottlieb Uhl⸗ mann in Langenchursdorf, :11) des Strumpfwirkers Ernst Louis Bochmann in Falken und
12) der Hausbesitzerin Christine verw. Etzold in Ziegelheim
wird hiermit
I. zum Zwecke der Todeserklärung und der Er⸗ mittelung von Erben
zu 1 des am 11. Januar 1823 in Reichenbach bei Waldenburg in Sachsen geborenen, als Mühl⸗ bursche nach Amerika ausgewanderten Karl Friedrich Parthum, von dessen Leben seit 1848 keine Nach⸗ richt vorhanden ist,
zu 2 der am 10. August 1839 in Niederwinkel bei Waldenburg in Sachsen geborenen, im Jahre 1874 nach Amerika ausgewanderten ledigen Wilhelmine Pohlers, von deren Leben seit länger als 20 Jahren jede Nachricht fehlt,
zu 3 des am 27. Januar 1854 in Franken bei Waldenburg in Sachsen geborenen, im Jahre 1878 nach Amerika ausgewanderten Schmiedes Bruno Stötzner, von dessen Leben seit 20 Jahren keine Nach⸗ richt vorhanden ist.
II. zur Löschung folgender Fe ungen:
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en 1“ “ 16““ WE“ 113“
JNund ihre etwa vorhandenen unbekannten Erben,
[4 bis 12 aufgeführten dinglichen Berechtigungen zu
H83118]
hierselbst werden die dem Namen, Stand und Wohn⸗ hort bezw. Aufenthaltsort nach unbekannten Erben
[85179]
buche für h
für Christoph Berger in Schwaben noch eingetragenen Termingelder an 4 Thalern 14 Neugroschen 9 Pfennigen im Vierzehnthalerfuße,
zu 5 der im Grund⸗ und Hypothekenbuche für Eichlaide auf Folium 20 unter dem 18. September 1822 für Johanne Christiane verw. Landgraf in Eichlaide noch eingetragenen unbezahlten Kaufgelder an 5 Thalern 16 Neugroschen 2 ½⅜ Pfennigen im Vierzehnthalerfuße,
zu 6 der im Grund⸗ und Hypothekenbuche für Reichenbach auf Folium 102 unter dem 28. Mai 1847 für die Auszügler Karl Gottlieb und Johanne Christliebe Weise in Reichenbach noch eingetragenen 126 Thaler Termingelder,
zu 7 der im Grund⸗ und Hypothekenbuche für Langenchursdorf auf Folium 21 unter dem 4. März 1843 für Caroline Hartig in Langenchursdorf ein⸗ getragenen 30 Thaler Termingelder,
zu 8 der im Grund⸗ und Hypothekenbuche für Langen⸗ chursdorf auf Folium 47 unter dem 16. Juni 1801 für Johann Samuel Martin in Langenchursdorf ein⸗ getragenen unbezahlten Kaufgelder an 25 Gulden Konventionsgeld oder 22 Thalern 14 Neugroschen 5 Pfennigen im Vierzehnthalerfuße,
der unter dem nämlichen Tage daselbst für Marie Rosine, verw. Martin, in Langenchursdorf ein⸗ getragenen Termingelder an 68 Meißner Gulden Konventionsgeld oder 61 Thalern 4 Neugroschen 6 Pfennigen im Vierzehnthalerfuße und Begräbniß⸗ gelder an 20 Meißner Gulden oder 17 Thalern 29 Neugroschen und 6 Pfennigen im Vierzehnthaler⸗ fuße und
der unter dem 8. März 1853 daselbst für Johann Gottfried Martin in Langenchursdorf, eventuell dessen Ehefrau Johanne Christiane Martin noch eingetragenen 13 Thaler 10 Groschen Termingelder,
zu 9 der im Grund⸗ und Hypothekenbuche für Langenchursdorf auf Folium 112 für Anna Rosine, verw. Martin, geb. Vogel, in Langenchursdorf unter dem 27. April 1858 noch eingetragenen 5 Thaler 10 Neugroschen 6 ⅜ Pfennigen unbezahlte Kaufgelder,
zu 10 des im Grund⸗ und Hypothekenbuche für Langenchursdorf auf Folium 202 für den Oberpfarrer M. Gottlob Immanuel Ayrer in Lichtenstein unter dem 20. Juli 1808 eingetragenen Darlehns an 50 Meißner Gulden oder 43 Thalern 18 Neu⸗ groschen in Konventions⸗Speziesthalern und Zwanzig⸗ kreuzern sammt Zinsen zu 5 vom Hundert und Kosten,
zu 11 der Termingelder an 11 Thalern 26 Neu⸗ groschen 5 ¼ Pfennigen und der Begräbnißgelder an 2 Thalern 7 Neugroschen 4 ½ Pfennigen, beides im Vierzehnthalerfuße, für Eva Rosine, verw. Uhlmann, in Falken, und des Auszuges für Johann Gottlieb Uhlmann daselbst, allenthalben im Grund⸗ und Hypothekenbuche für Falken auf Folium 67 unter dem 24. Oktober 1825 eingetragen und
zu 12 das im Grund⸗ und Hvypothekenbuche für Ziegelheim auf Folium 82 unter dem 15. Juni 1831 für die Auszüglerseheleute Johann David und Dorothee Richter in Ziegelheim eingetragenen Be⸗ gräbnißgeldes an 100 Thalern Konventionsgeld oder 102 Thalern 23 Groschen 3 Pfennigen Kurant,
das Aufgebot erlassen und als Aufgebotstermin
zu 1 bis 3: der 18. Dezember 1899, Vor⸗ mittags 10 Uhr,
zu 4 bis 12: der 15. Juni 1899, Vor⸗ mittags 10 Uhr,
bestimmt. Es ergeht
I. an die unter 1 bis 3 aufgeführten Verschollenen
II. an alle die Personen, die Ansprüche an die zu
haben vermeinen, die Aufforderung, spätestens in dem an⸗ beraumten Aufgebotstermine beim unterzeichneten Gerichte zu erscheinen und ihre Ansprüche persönlich oder durch einen gehörig bevollmächtigten Vertreter anzumelden, widrigenfalls auf weiteren Antrag durch Ausschlußurtheil die Verschollenen für todt und die G“ Berechtigungen für kraftlos erklärt werden sollen. Waldenburg (Sachsen), den 10. März 1899. Königliches Amtsgericht Dr. Demmrich, Ass.
Oeffentliche Ladung. Auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts
des im Jahre 1873 in Mülheim am Rhein ver⸗ storbenen Wilhelm Fleskes zwecks Geltendmachung ihrer Eigenthumsansprüche als Miterben an dem unter Artikel Nr. 416 der Gemeinde Pfal arf auf den Namen des Theodor Tepest zu Pfalzdorf ein⸗ getragenen Parzelle Flur 9 Nr. 191/0,55 zu dem auf den 24. Mai 1899, Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Gerichtsgebäude, Kastellstraße 18, Zimmer Nr. 8, I. Etage, anberaumten Termine vor⸗ geladen. Im Falle des Nichterscheinens wird bei⸗ Anlegung des Grundbuches die Eintragung der Mit⸗ erbin Maria Tepest, Ehefrau des Tagelöhners Jacob Becker zu Krefeld, als Alleineigenthümerin obiger Parzelle erfolgen.
Goch, den 14. März 1899.
Der Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts:
Teske, Gerichte⸗Sekretär.
Auf Antrag der Wittwe Marie Schulz, geb. Brems, in Schleswig soll deren Sohn, Wilhelm Georg Carl Schulz, geb. zu Schleswig am 28. Februar 1878, welcher am 12. Dezember 1894 mit der Ham⸗ burger Bark „Taurus“ von Altata in Mexico als Schiffsjunge in See gegangen und nach dem Er⸗ gebniß der von dem Seeamt Hamburg angestellten Ermittelungen als mit dem genannten Schiffe ver⸗ unglückt anzusehen ist, für todt erklärt werden. Der⸗ selbe wird aufgefordert, spätestens in dem auf
Dienstag, den 20. Juni 1899, Vormittags
10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht angesetzten Aufgebotstermin sich zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt und sein im Lande vorhandenes Ver⸗ mögen gemäß § 2 Abs. 2 der Verordnung vom
9. November 1798 seinen legitimierten Erben zu⸗
fallen soll. Schleswig, den 13. März 1899. 6 Königliches Amtsgericht. Abth. 2.
Aufgebot. . Nachdem über das Leben der Abwesenden:
vember 1852, über dessen Leben seit dem Jahre 1880 keine Nachricht vorhanden ist,
„2) Vornberger, Stefan, Darmhändler von Randersacker, geboren am 18. November 1850, welcher anfangs der 1870er Jahre nach England ausgewandert ist und über dessen Leben seit dem Jahre 1880 keine Nachricht vorhanden ist, und
3) Vornberger, Georg, Zigarrenarbeiter von Randersacker, geboren am 28. Juni 1856, welcher anfangs der 1870er Jahre nach England ausgewandert ist und über Se Leben seitdem keine Nachricht vorhanden ist, haben:
ad 1 Johann Kempf, Amtsgerichtsdiener dahier, als Pfleger über das Vermögen des Georg Haas,
ad 2 und 3 Jakob Voraberger, Büttner in Randersacker, als Pfleger über das Vermögen des Stefan und Georg Vornberger,
mit Genehmigung des unterfertigten Gerichts, als des Vormundschaftsgerichts, beantragt, daß die Ver⸗ schollenen durch Richterspruch für todt erklärt werden. Es wird demzufolge das Aufgebot erlassen und Aufgebotstermin bestimmt auf Freitag, den 15. Dezember 1899, Vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale für Zivilsachen Nr. 30 I rechts mit der Aufforderung:
1) an die Verschollenen, spätestens im Auf⸗
ebotstermine persönlich oder schriftlich bei Gericht
ch anzumelden, widrigenfalls sie für todt erklärt werden,
2) an die Erbbetheiligten, ihre Interessen im Aufgebotstermine wahrzunehmen,
3) an alle diejenigen, welche über das Leben der Verschollenen Kunde geben können, Mittheilung hier⸗ über bei Gericht zu machen. B
Würzburg, am 2. März 1899.
Kgl. Amtsgericht. Der K. Oberamtsrichter: (gez.) Schum.
Vorstehendes Aufgebot wird hiermit gemäß § 825 der R.⸗Z.⸗Pr.⸗O. und Art. 111 des Ausf.⸗Ges. hierzu öffentlich bekannt gemacht. .
Würzburg, am 15. März 1899.
Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts. Der geschäftsleitende K. Ober⸗Sekretär: (L. S.) ö 8
[85131] Alufgebot. 16
I. Der Testamentsvollstrecker des verstorbenen Privatmannes und früheren Bäckers Georg Christian Gottlieb Meyer und seiner gleichfalls verstorbenen Ehefrau Lucia Catharina (richtig Hedwig Lucia Katharina), geb. Schramm, nämlich der Notar Dr. jur. Paul Gustav Ludwig Bartels, vertreten durch seinen “ den Notar Dr. jur. Georg Adolf
emé;
II. die Intestaterbin des verstorbenen Kaufmannes Wilhelm Grube, nämlich die Tochter desselben, Adolphine Wilhelmine geb. Grube im Beistande ihres Ehemannes Hermann Alexander Oeser, und
III. a. die Einkindschaftstochter der verstorbenen Frau Sophia Dorothea Johanna, geb. Feddern, des verstorbenen Porzellanstifters Heinrich Philipp Theodor (auch Heinrich Theodor Philipp) Duensing Wittwe, nämlich Frau Marie Adelheid, geb. Duensing, im Beistande ihres Ehemannes Hermann Franz Julius Gustav Hagelstein, und
b. der Enkel der genannten Erblasserin, nämlich der minderjährige Helmuth George Carl Richard Söder, vertreten durch seinen väterlichen Vormund, den Volksschullehrer Carl Heinrich Georg Söder,
sämmtliche Antragsteller vertreten durch den hiesigen Rechtsanwalt Dr. jur. Otto Meier, haben unter der nachstehenden Begründung den Erlaß eines Kollektivaufgebots beantragt:
I. Am 27. Januar 1899 sei hierselbst der in “ Privatmann und frühere Bäcker Georg Christian Gottlieb Meyer verstorben, und zwar mit Hinterlassung eines mit seiner vorverstorbenen Ehefrau Lucia Catharina (richtig Hedwig Lucia Katharina), geb. Schramm, am 19. Dezember 1892. hierselbst gemeinschaftlich errichteten und am 14. De⸗ zember 1893 bezw. 9. Februar 1899 hierselbst publizierten Testaments, in welchem der im Rubrum unter 1 genannte Antragsteller unter Ertheilung der
im § 9 des Testaments bezeichneten Befugnisse zum ETestamentsvollstrecker ernannt worden sei.
IIl. Am 21. Januar 1899 sei hierselbst der Kauf⸗ mann Wilhelm Grube verstorben. Als alleinige gesetzliche Erbin komme die Tochter des Erblassers, nämlich die im Rubrum unter II genannte Antrag⸗ stellerin, in Betracht. 1
I1I. Am 9. November 1898 sei hierselbst die in Rethwischdorf geborene Frau Sophia Dorothea Johanna, geb. Feddern, des verstorbenen Porzellan⸗ stifters Heinrich Philipp Theodor (auch Heinrich Theodor Philipp) Duensing Wittwe, verstorben. Alleinige gesetzliche Erben der Erblasserin seien die im Rubrum unter III genannten Antragsteller.
Es wird das beantragte Aufgebot nunmehr dahin erlassen:
Es werden
1) alle, welche an die vorgenannten Verlassen⸗ schaften Erb⸗ oder sonstige Ansprüche zu haben vermeinen, und
2) alle diejenigen. welche
a. zur Sache I: den Bestimmungen des unter] bezeichneten Testaments, insbesondere der Ernennung des im Rubrum unter I genannten Antragstellers zum Testamentsvollstrecker und den demselben im § 9 des Testaments er⸗ theilten Befugnissen widersprechen wollen, und
. zur Sache II: dem alleinigen Erbrechte der
im Rubrum unter II genannten Antrag⸗ stellerin wiedersprechen wollen, 8 hiermit aufgeforbert, solche An⸗ und Widersprüche bei der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Amtsgerichts, Poststraße 19, 2. Stock, Zimmer Nr. 51, spätestens aber in dem auf Mittwoch, den 3. Mai 1899, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin, im Justizgebäude, Dammthorstraße 10, Parterre links, Zimmer Nr. 7, anzumelden — und zwar Auswärtige thunlichst unter Bestellung eines hiesigen Zu⸗ stellungsbevollmächtigten — bei Strafe des Ausschlusses. 1 1““ Hamburg, den 10. März 1899
5 Das Amtsgericht Hamburg. Abtheilung für Aufgebotssachen. (gez) Tesdorpf Dr., Oberamtsrichter. eröffentlicht: Ude, Gerichtsschreiber.
[85130] Aufgebot. Auf Antrag des Testamentsvollstreckers der ver⸗
1) Haas, Georg, Stiefsohn des Expeditors Leon⸗
storbenen 8.” Caecilia Tobias Anna, geb. Küster, he stge August Wilhelm Ferdi⸗
nand Beuleke Wittwe, nämlich des Hausmaklers Heinrich Joseph Haegely, vertreten durch die hiesigen Rechtsanwälte Dres jur. Westphalen und Koyemann, wird ein Aufgebot dahin erlassen:
Es werden “
1) alle, welche an den Nachlaß der in Hamburg geborenen und hierselbst am 5. Februar 1899 verstorbenen Frau Caecilia Tobias Anna, geb. Küster, des verstorbenen Wundarztes Auaust Wilhelm Ferdinand Beuleke Wittwe, Erb⸗ oder sonstige Ansprüche zu haben vermeinen, und alle diejenigen, welche den Bestimmungen des von der genannten Erblasserin am 15. Juni 1893 hierselbst errichteten und am 16. Februar 1899 hierselbst publizierten Testaments, insbesondere der Ernennung des Antragstellers zum Testaments⸗ vollstrecker und den demselben ertheilten Be⸗ fugnissen, namentlich der Befugniß, in die An⸗ nahme, Umschreibung, höhere Beschwerung und Verklausulierung von Grundeigenthum, sowie in die Umschreibung oder Tilgung von Hypothek⸗ pösten, Staatspapieren, Aktien oder sonstigen Werthpapieren und in Anlegung oder Tilgung von Klauseln aller Art und allen Orts zu kon⸗ sentieren und die Bestimmungen des Testaments authentisch zu interpretieren, widersprechen wollen, hiermit aufgefordert, solche An⸗ und Widersprüche bei der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Amtsgerichts, Poststraße 19, 2. Stock, Zimmer Nr. 51, spätestens aber in dem auf Mittwoch, den 3. Mai 1899, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin, im Justizgebäude, Dammthorstraße 10, Parterre links, Zimmer Nr. 7, anzumelden — und zwar Auswärtige thunlichst unter Bestellung eines hiesigen Zu⸗ eeö — bei Strafe des Aus⸗
usses.
Hamburg, den 10. März 1899.
Das Amtsgericht Hamburg. Abtheilung für Aufgebotssachen.
(gez.) Tesdorpf Dr., Oberamtsrichter. Veröffentlicht: Ude, Gerichtsschreiber. 11“ 8
[844811 Im Namen des Königs! 8 Verkündet am 3. März 1899. Selwig, Refdr., als Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des Gastwirths Otto Langen⸗ strassen zum Auerhahn bei Zellerfeld erkennt das Königliche Amtsgericht II zu Zellerfeld durch den Amtsgerichts⸗Rath Groschupf für Recht:
„Die Hypothekenurkunde vom 3. April 1883 über die am 19. April 1883 in das Hypothekenbuch des Amtsgerichts Zellerfeld, Bezirk II Abtheilung II Band I Pag. 207 Fol. 207 Nr. 2, dann am
31. März 1885 in das Grundbuch von Zellerfeld Stadt Band X Artikel 7 Abtheilung III Nr. 2 für
den Kommissionär Karl Herlemann in Goszlar ein⸗ getragene Hypothek von 3000 ℳ Darlehen nebst Die Kosten I.
5 % Zinsen wird für kraftlos ecklärt. fallen dem Antragsteller zur Last.
[85201] Oeffeutliche Zustellun Die Ehefrau des Maschinisten Johann Paul Kahlke zu Wattenscheid, vertreten durch Rechts⸗ anwalt Roemer zu Bochum, klagt gegen ihren Ehe⸗ mann, z. Zt. unbekannten Aufenthalts, wegen bös⸗ lichen Verlassens, mit dem Antrage, das zwischen den Parteien bestehende Band der Ehe zu trennen und den Beklagten für den allein schuldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 2. Zivil⸗ kammer des Königlichen Landgerichts zu Bochum auf den 29. Mai 1899, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge⸗ richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der
Klage bekannt gemacht.
„Bluartscher, Aktuar, als Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts. EEe“ 11““
[85202²] Oeffentliche Zustellung.
Die Ehefrau Wilhelmine Frevert, geb. Tappe, zu Blomberg, vertreten durch den Rechtsanwalt Justiz⸗ Rath Leiff in Detmold, klagt gegen ihren Ehemann, den Ziegler Karl Frevert aus Blomberg, jetzt un⸗ bekannten Aufenthalts, wegen Ehescheidung, mit dem Antrage, Fürstliches Landgericht wolle die im Jahre 1879 zu Blomberg zwischen Karl Frevert und Wilhelmine Tappe geschlossene Ehe dem Bande nach scheiden und den Segcnm für den schuldigen Theil erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Erste Zivil⸗ kammer des Fürstlichen Landgerichts zu Detmold auf den 9. Juni 1899, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage gemacht. Die öffentliche Zustellung ist be⸗ willigt. 8
Detmold, 16. März 1899. 8
Begemann, Sekretär, Gerichtsschreiber des Fürstlichen Landgerichts.
[85204] Oeffentliche Zustellung.
Die Barbierfrau Elisabeth Fettien, geb. Günther, zu Pangritz⸗Kolonie Nr. 161, Prozeßbevollmächtigter Rechtsanwalt Stroh zu Elbing, klagt gegen den Barbier Paul Fettien aus Elbing, jetzt unbekannten Aufenthalts, unter der Behauptung, daß der Be⸗ klagte sie wiederholt gröblich mißhandelt und sich mit unter Sittenkontrole stehenden Dirnen umher⸗ getrieben habe, daß er arbeitsscheu und ein dem Trunke ergebener Mensch sei und sie böslich verlassen habe, mit dem Antrage, die Ehe der Parteien zu trennen und den Beklagten für den allein schuldigen Theil zu erklären. Die Klägerin ladet den Be⸗ klagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Zweite Zivilkammer des Königlichen Land⸗ gerichts zu Elbing auf den 16. Juni 1899, Vor⸗ mittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu be⸗ stellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. 8
Elbing, den 14. März 1899. 8
Hintz. 8 Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
[852050) Oeffentliche Zustellung. 8
Die Frau Bertha von Jablonowski, geb. Rosch⸗ kowski, zu Elbing, Prozeßbevollmächtigter Rechts⸗ anwalt Stroh zu Eloing, klagt gegen ihren Ehemann den früheren Kaufmann Arthur von Jablonowski
zu Elbing, zur Zeit unbekannten Aufenthalts, unter der Behauptung, daß derselbe sich des Ehebruchs