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Mannigfaltiges.
Berlin, den 14. Dezember 1899. 86 A. F. Den dritten Vortrag der „Freien Vereinigung
füͤr 7 lottenvorträge“ hielt am Montag Abend im Beethoven⸗ aale
Herr Professor Dr. Dietrich Schäfer aus Heidelberg über das Thema: „Was lehrt uns die Geschichte über die Bedeutung der Seemacht für die Gegenwart?“ Wie nach dieser Fragstellung zu erwarten war, behandelte der Redner die Geschichte der deutschen Hanfa, ihr Emporkommen, ihre Machtfülle, ihren Niedergang und die Ursachen des letzteren. Seine Ausführungen lauteten etwa wie folgt: Als durch den
Vertrag von Verdun 843 Deutschland in seinen Grenzen fest⸗
gelegt war, blieben die bis dahin bestehenden Verkehrsbeziehungen zwischen dem Westen und Osten des ehemaligen großen Frankenreichs lange unverändert. Der Westen lieferte die feineren Gegenstände des Verbrauchs an den Osten, dieser hingegen Produkte der Waldwirth⸗
schaft, der Jagd und des Fischfangs an den Westen. Zugleich ent⸗
wickelte sich ein Zwischenhandel Deutschlands in den westlichen Er⸗ zeugnissen nach den von ihm nördlich und östlich gelegenen Ländern, der naturgemäß von den Städten an den Fluß⸗ mündungen oder am schiffbaren Lauf der großen Stroͤme ausging und bald zu einem Zwischenhandel auch in der anderen Richtung wurde. Darin liegen die Anfänge der Hansa, welche im 11., 12.,
13. Jahrhundert langsam wuchs, im 14. und 15. zum Gipfel ihrer
Größe und Macht gelangte und vom 16. Jahrhundert ab schnell bergab ging. Vom 14. Jahrhundert an hatte die deutsche Hansa, im wesentlichen dargestellt durch Bremen, Hamburg, Lübeck. Danzig und Thorn, den Handel Nord⸗Europas überwiegend in der Hand. Sie erstreckte ihre Verbindungen ebenso bis in das Innere von Rußland, wie sie
Hin⸗ Skandinavien umfaßte und eine beherrschende Stellung in den
Niederlanden und England, Komtore in Brügge, Antwerpen und in der Londoner City besaß. Die Dänen trieben damals den bedeutendsten hnig. im besoaderen Heringsfang, die Hansa aber war der aus⸗ schließliche Vermittler des vbaes über ganz Europa; in der gleichen Weise beberrschten die Hanseaten den Handel mit Produkten aus der See und von der Westküste Norwegens durch ihre
andelsniederlassung in Bergen. Ihre Schiffe gingen an die West⸗ üste Frankreichs, wo sie das dort in großen Mengen aus der See gewonnene Salz holten, um es nach dem Norden des Erdtheils und nach der Ostsee zu verfrachten, während Getreide und Holz als Rück⸗ ladung von dort dienten. Was heute in der Verkehrswelt England, das war im 14. Jahrhundert die Hansa; der eee von Nation zu Nation war zum größten
heil in ihren Händen. Beispielsweise ging Flandrisches Tuch
nicht direkt nach England, sondern durch Vermittelung der hanseatischen Komtore. Zweifellos beruhte diese Blüthe auf der See⸗ beherrschung. Woher aber kam es, daß die anderen Völker dieses Uebergewicht der deutschen Hansag ertrugen? Hierauf antwortet der Redner: Die Politik hat die deutschen Städte groß gemacht, ihre kluge Benutzung der gegebenen Weltlage zu einer Zeit, da die skan⸗ dinavischen Reiche noch klein, machtlos und häufiz miteinander in Fehde waren, da in Rußland eben erst die Staatenbildung begann, da England und Frankreich fast in beständigem, nur immer auf kurze Zeit unterbrochenem Kriege begriffen oder durch innere Zwistigkeiten eschwächt waren. Das Jahrhundert, in dem der schwarze Prinz seine eee nach Frankreich führte, war das Jahrhundert des Aufschwungs der Hansa. Andererseits hat der nie ganz ausgeglichene Gegensatz zwischen Kaiser und Papst im Mittelalker wohl die nationale Einigung diesseits und jenseits der Alpen und damit die Entwickelung eines Elements der Kraft verhindert, das später, als andere Völker Europas dazu gelangt waren, der Macht der deutschen Hansa gefährlich wurde; allein in jener gft entsprangen diesen Perhältnissen sowohl für Dentschland wie für Italien wesentliche Vortbeile, nämlich größere Bewegungsfreiheit der einzelnen Territorien, freiere Entwickelung der Handelsstädte beider Länder. Es ist kein Zufall, daß nur
in Deutschland und Italien sich eine Reihe von Städten zu
Beherrscherinnen der Meere aufschwangen, daß in ihrem Rath der Königliche Kaufmann die hervorragendste Rolle spielte und auf ihren Schiffen die Söhne der Bürger sich zugleich als kühne Seefahrer und Seehelden wie als klug berechnende Unternehmer bewährten, indeß die Bemannung der Schiffe aus gut bezahlten Söldnern bestand. Indem diese groß gewordenen Städte in der Lage waren, ihrer Handels⸗ politik erforderlichen Falles auch durch militärische Macht⸗ entfaltung Nachdruck zu geben, behaupteten sie durch Jahr⸗
underte ihre Fertstedeag. So nur erklären sich die ohnedies chwer verständlichen Beziehungen wischen Danzig und Polen, Hamburg und Dänemark, Lübeck⸗Bremen und Schweden. Indessen waren die Handelsvortheile, welche die Städte in den verschiedenen Ländern sich zu erringen und zu behaupten gewußt hatten, weit von Ausbeutung entfernt. Sie kamen auf nichts weniger als auf Unter⸗ drückung der Einheimischen heraus, sie beruhten im Gegentheil meist nur in der vollständigen Gleichstellung der Fremden mit den Ein⸗ heimischen; das übrige that die vollendete Organisation der Hansa.
Wie kam es nun, daß eine so bedeutende Machtstellung verloren ging? Der Redner erklärt dies aus der vollständigen Aenderung der politischen Verhältnisse in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Unter Christian II. war die dänische, unter Gustav Wasa die schwedische Königsmacht bedeutend erstarkt, England und Frankreich hatten sich zu nationalen Staaten entwickelt. Die auf ihre Macht und Selb⸗ ständigkeit eifersüchtiger gewordenen Staaten duldeten nicht mehr die deutschen Kolonien, als welche die Handelsniederlassungen der Hansa auf fremdem Boden lange bestanden hatten; sie verlangten, daß die auf ihren Gebieten ansässigen deutschen Kaufleute in ihren Unterthanenverband einträten Viele thaten dies und gingen in wenigen Generationen dem Vaterlande verloren. Wo die Hansa Rechte und Privilegien besessen hatte, wurden sie ihr entzogen. In dieser Bedehh seit hätte die Hansa an Kaiser und Reich einen Rückhalt finden sollen; aber diese Ftüge versagte gänzlich. Das Haus Habsburg nahm wenig oder gar kein Interesse an der Hansa, die größeren Territorialherren in Deutschland sahen seit langem scheel auf sie, und im alten Hansa⸗ Bund selbst herrschte Spaltung und Uneinigkeit. So ging es mit Riesenschritten abwärts Unter der Regierung der Königin Elisabeth wurden der Hansa in England sämmtliche Privilegien entzogen, die Dänen errichteten den Sundzoll, und die Schweden legten den Ostsee⸗ handel Lübecks lahm. Daß es die Hanseaten an nachhaltiger Energie hätten fehlen lassen, ist nicht begründet. Im Gegentheil, sie wehrten sich ihrer Haut nach Kräften, Lübeck gegen das übermächtige Schweden in siebenjährigem Seekrieg von 1563 bis 1570, Ham burg, indem es sich einen kurzen Weg nach der Ostsee durch einen dreißig Jahre lang erhaltenen Elbe⸗Trave⸗Kanal eröffnete, um den Chikanen der Dänen weniger ausgesetzt zu sein — indessen vergeblich. Im Stettiner Frieden, der jenen Seekrieg beschloß, wurden Lübeck ausdrücklich Entschädigungen zugesprochen für vor Narva und Reval von den Schweden weggenommene Schiffe, auch wurde ihm Freihandel im früheren Umfang gewährt; beide Zusagen wurden nicht gehalten. Neben den Engländern, die im 16. Jahrhundert ihre Hand auf den bisher hanseatischen Handel legten, traten zu dieser Zeit die Holländer als Konkurrenten auf, gefördert durch Karl V., der als Ter⸗ ritorialherr der Niederlande seine Unterthanen gegen die ihm gleich⸗ gültigen Hanseaten begünstigte. In immer stärkerer Zahl kamen die Hollaͤnder und vor dem Abfall der Niederlande von Spanien auch die Spanier nach der Ostsee. 1503 hatten den Sund nur 700 Schiffe passiert, bis zum Schluß des Jahrhunderts wuchs ihre Zahl auf 4000.
Es ist eine landläufige Ansicht, die Entdeckung des Seewegs nach Ostindien und die Entdeckung Amerikas hätten die Hansa vernichtet. Diese Meinung ist unrichtig. Irreführend ist das zufällige Zusammen⸗ treffen des Rückgangs mit den Nachwirkungen jener großen Ereignisse, nicht einmal mit den Ereignissen selbst. Aber aus dem post hoc ein propter hoc zu folgern, ist unzutreffend. Was die Hanseaten an indischen “ bis dahin aus den italienischen Seehandelsstädten geholt, hatten sie jetzt, für sie bequemer, aus Lissabon zu holen, und sie haben in der That diese Aenderung schnell ergrifften und während des 16. Jahrhunderts in lebhaftem Schiffs⸗ verkehr mit Portugal gestanden. Ebensowenig hat der amerikanische Handel in den ersten beiden Jahrhunderten nach der Ent⸗ deckung den Engländern, Franzosen und Spaniern einen großen Vortheil vor den Hanseaten gegeben; denn der Aus⸗ fuhrhandel war naturgemäß noch schwach, so lange jenseits des Ozeans nur eine geringe europäische Bevölkerung lebte; die Einfuhr aber bestand zu 8 in Edelmetallen und brachte den Hanfeaten den Vortheil eines lebhaften Handelsverkehrs mit Spanien, das gewerbliche Produkte, namentlich in Zeiten des Seekrieges gegen England und die Niederlande, vorzugsweise aus Deutschland bezog. Jene Meinung von dem verderblichen Einfluß der beiden genannten Ereignisse am Ende des 15. Jahrhunderts auf den hanseatischen Handel muß also als eine I bekämpft werden. Der wahre Grund der Vernichtung der Hansa, die in dem unglücklichen 17. Jahr⸗ hundert zu einer fast vollständigen wurde, lag in der Machtlosigkeit
Deutschlands, die sich durch den dreißigjährigen Krieg zur politischen
Ohnmacht gesteigert hatte und in dem Emporkommen zuerst der Hol⸗ länder und Engländer, dann auf Kosten der Holländer während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Engländer allein, während des 18. Jahrhunderts auch durch siegreiche Bekämpfung der Franzosen. Der Redner führte diesen Gedanken mit großer Schärfe und Folge⸗ richtigkeit bis in die ersten Dezennien des laufenden Jahrhunderts aus, wies nach, wie Holländer, Franzosen und Engländer durch die kurz⸗ sichtigen Handelsverbote der Spanier zu Kolonialbesitz und Macht elangten, und wie in England trotz freundlicher Disposition mancher errscher allezeit ein Deutschland feindseliger Volksgeist bestanden der schon zu Ende des 15. Jahrhunderts Eduard IV. zum Krieg gegen die Henss fortzureißen versucht habe. Gegenwärtig, nachdem unsere ndustrie und unser Handel, dank der Einigung des Vaterlandes und einem 28 jährigen Frieden, 1 mächtig erstarkt sind, gelte Deutsch⸗ land in England als sin gef hrlicher Konkurrent. Die natürliche Vorsicht gebiete, daß wir, aus der Vergangenbeit lernend, unseren blühenden Handel durch eine starke Seemacht schützen!
Aus dem Seemannshause in Hamburg ergeht folgende Weihnachtsbitte: „Die deutsche Seemannsmission erwartet auf ihren Stationen im In⸗ und Auslande an 3000 Weihnachtsgäste, um ihren Seeleuten bei der unruhigen Hast ihres Wanderlebens eine herzliche Weihnachtsfreude zu bereiten, in welcher Leib und Seele Erquickung finden. Wer unseren braven Seelenten hierzu verhelfen will, sende seine Weibnachtsgabe baldigst an: Seemannspastor Jung⸗ claußen, Altona, Wohlers⸗Allee 42.“
Herr Dr. P. Spies wird morgen, Freitag, Abends 8 Uhr, im Hörsaal der „Urania“ (Taubenstraße) einen Experimentalvortrag üͤber „Licht und Farbe“ halten und dabei im besonderen über Photographie in natürlichen Farben sprechen. — Am kommenden Montag steht eine nahezu tolfale Mondfinsterniß bevor, welche um 12 Uhr 44 Minuten Nachts beginnt und um 4 Uhr 8 Minuten Morgens endet Die „Urania“⸗Sternwarte in der Invaliden⸗ straße wird daher in dieser Nacht von 11 ½ Uhr ab ununterbrochen ge⸗ öffnet sein; um 12 Uhr beginnt ein etwa halbstündiger Vortrag
des Herrn G. Witt über „Wesen und Verlauf von Sonnen⸗ und
Mondfinsternissen“.
3 8 Köln, 14. Dezember. (W. T. B.) In der vergangenen Nacht
nahm hier die Kälte bei schneefreiem Wetter bedeutend zu. Der Rhein geht stark mit Treibeis, welches sich stellenweise festsetzt. Die Köln⸗Deutzer und die Koblenzer Schiffbrücke sind abgefahren.
Veilsdorf Fene.E- 13. Dezember. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Der Schnellzug 192 ist bei der Ausfahrt aus Station Veilsdorf entgleist. Der Materialschaden ist ziemlich bedeutend Verletzungen von Personen sind nicht vorgekommen. Die Entgleisungsursache ist vorläufig unbekannt. Die Störung dauert voraussichtlich 22 Stunden. Der Personenverkehr wird durch Um⸗ steigen an der Unfallstelle aufrechterhalten.
Odessa, 13. Dezember. (W. T. B.) Der seit fünf Tagen im Schwarzen Meere herrschende heftige Sturm hat viel Unheil angerichtet. Die hier ankommenden Dampfer sind hart mitgenommen worden und die Passagiere völlig erschöpft.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
London, 14. Dezember. (W. T. B.) theilt mit, daß die Fochänder Becgade in dem Gefecht am Montag allein einen Verlust von 650 Mann an Todten und Verwundeten, Unteroffizieren und Mannschaften hatte. Von den Offizieren wurden 10 getödtet, 38 verwundet, vier werden vermißt. Gleich
of Winche . gefallen ist.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten
Beilage.)
Abends 7 ½ Uhr: Volksthümliche
Vorstellung zu Freitag, Anfang 7 ½ Uhr:
Das Kriegsamt
Stockholm. 761 NO bedeckt
Wetterbericht vom 14. Dezember 1899, 8 Uhr Morgens.
—
5⸗ Wind. Wetter. 8S 2
8 8
Bar. auf 0 Gr. u. d. Meeressp
red. in Millim
751 ONO Zwolkig Aberdeen 756 wolkig Christiansund 772. wolkenlos Kopenhagen. 751 2 3 bedeckt
—
ITII
— 771 t. Petersburg 772 Moskau. . . 773 bedeckt Cork Queens⸗
wn 2751 Regen Cherbourg. 749 O 3 bedeckt
Helder. 1 Schnee Sylt 752 oedeckt
amburg.. 751 wo Hemburg . 751 wacri. Neufahrwasser 753 Schnee Memel 755 OS bedeckt Dunst
Penia⸗ 777
ünster Wstf. 749 bedeckt
Karlsruhe.. 748 bedecka²) Wiesbaden.. 749 bedeckt
München.. 7746 wolkic ³) Chemnitz. 752 Nebel*) Berlin 751. bedeckt
Wien 754 Schnee Breslau 751 1 Dunst 17 Ile dAix. 747 ONMO bedeckt — 4 Nizza 742 O Regen 4 Triest 2751 O bedeckt 0
¹) Nachts Schnee. ²) Reif. ³) Rauhfrost. 4) Nachts Schnee. 3
Nebersicht der Witterung. 8
Einem Hochdruckgebiet über 770 mm über Nord⸗ rußland liegt auf dem westlichen Mittelmeere eine Depression unfer 741 mm gegenüber, sodaß in unseren Gegenden die östliche Luftströmung fortdauert. In Deutschland, wo meistens Schnee gefallen ist, dauert die kalte, trübe Witterung fort; München meldet 19 ½ Grad, Breslau 17 Grad unter Null. Vorm Kanal ist das Barometer stark gestiegen, da⸗ gegen im südlichen Ostseegebiete stark gefallen. Eine
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wesentliche Aenderung des Wetters noch nicht zu
erwarten; starke Schneefälle wahrscheinlich. Deutsche Seew rte.
Aönigliche Schauspiele. Freitag: Opern⸗ haus. 261. Vorstellung. Siegfried in 3 Akten von Richard Wagner. (Alberich: Herr Fritz Friedrichs, als letzte Gastrolle.) — Preise der Plätze: Fremden⸗Loge 12 ℳ, Orchester⸗Loge 10 ℳ, 1. Rang 8 ℳ, Parquet 8 ℳ, 2. Rang 6 ℳ, 3. Rang 4 ℳ, 4. Rang Sitzplatz 2,50 ℳ, Stehplatz 1,50 ℳ Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 282. Vorstellung. Sonder⸗ Abonnement B. 40. Vorstellung. Die Jour⸗ nalisten. Lustspiel in 4 Aufzügen von Gustav Freytag. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Opernhaus. 262. Vorstellung. Beethoven’s Geburtstag. Fidelio. Oper in 2 Akten von Ludwig van Beethoven. Text nach dem Fran⸗ zösischen von Ferdinand Treitschke. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 283. Vorstellung. ulius Caesar. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Sbhakespeare. Uebersetzt von August Wilhelm von Schlegel. Anfang 7 ½ Uhr.
Deutsches Theater. Freitag: Der Probe⸗ kandidat. Anfang 7 ½ Uhr. “ Sonnabend: Der Probekandidat. Sonntag, Nachmittags 2 ½¼ Uhr: Cyra von Bergerac. — Abends 7 ½ Uhr: Der Probe⸗ kandidat.
Berliner Theater. Freitag (14. Abonnements⸗ Vorstellung): Bergidyll. — Almansor. — Heine⸗Lieder. (Frau Sucher.)
Sonvabend, Nachmittags 3 Uhr: Frau Holle. — Abends 7 ½ Uhr: Bergidyll. — Almansor. — Heine⸗Lieder. (Frau Sucher.)
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Frau Holle. — Abends 7 ½ Uhr: Das verlorene Paradies.
Schiller⸗Theater. (Wallner⸗CTheater.) Frei⸗ tag, Abends 8 Uhr: Das Käthchen pon Heil⸗ broun. Großes historisches Ritterschauspiel in 5 Akten von Heinrich von Kleist.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Iphigenie auf Tauris.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (dritte Vorstellung im Schiller⸗Cyclus): Don Carlos. — Abends
Theater des Westens. (Opernhaus.) Frei⸗ tag: Vorletztes Auftreten von Signorina Prevosti. La Travlatg.
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Zgeite Kinder⸗ Vorstellung: Schnerweisschen und “ —
halben Preisen: Fra Diavolo.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Martha. — Abends 7 ½ Uhr: Der Zigeuner⸗ baron. “
Lessing⸗Theater. Freitag: Die Ehre. Sonnabend: Als ich wiederkam .. Sonntag: Als ich wiederkam.. Nenes Theater. Schiffbauerdamm 4a. Frei⸗ tag: Gegen den Strom. Schauspiel in 3 Akten von Paul Langenscheidt. Anfang 7 ½ Uhr. Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: 8*Se..2 9 Hänsel und Gretel. Pierauf: Zembomirofololibidibirutzinutzischlum⸗ pinowikowsky. Eine lustige Pantomime in 1 Aufzug. Sonnabend und Sonntag Abend: Ein un⸗ beschriebenes Blatt. Sh. Mittags 12 Uhr: Matinée der Sezessionsbühne. Der Besiegte. Hierauf: Der Kammersänger.
Belle -Alliance Theater. Gastspiel des „Schlierseer Bauern⸗Theaters“. Freitag, Abends 8 Uhr: ˙s Liserl von Schliersee. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Akten. .
Sonnabend: 's Liserl von Schliersee. “
Residenz⸗Theater. Direktivn: Sigmund Lauten⸗ burg. Freitag: Busch und Neichenbach. Schwank in 3 Akten von Heinrich Lee und Wilhelm Meyer⸗Förster. Regie: Hermann Werner. Vorher: Die Richtige. Komödie in 1 Akt von Thilo von Trotha. Regie: Gustav Rickelt. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend und folgende 9892 Busch und Reichenbach. Vorher: Die Richtige.
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Jußend.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Der Schlafwagen⸗Controleur.
Thalia⸗Theater. Dresdenerstraße 72/73. Frei⸗ tag: Zum Besten der Stiftung „Nationaldank für Veteranen“. Einmalige Aufführung von: Der Millionenbauer. (Köpke: Emil Thomas.)
Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Bei kleinen
reisen: Im Zauberbaun der Weihnacht. Zaubermärchen mit Gesang in 5 Akten. — Abends
½ Uhr: Der Platzmajor.
Konzerte.
Sing-Ahndemie. Freitag, Anfang 8 Uhr: Beesgere von Joseph gerns (Violoncello).
Saal Bechstein.
Konzert von Fräulein Helene Obronska (Klavier) und Fräulein Ella Gerhardt (Gesang).
Beethoven⸗-⸗Baal. Freitag, Anfang 8 Uhr: II. SoirEée des Böhmischen Streich⸗Quartetts.
Birkus Alb. Schumann. Im eleganten, renovierten Zirkus Renz, Karlstraße. Freitag, Abends präzise 7 ½ Uhr: Wohlthätigkeits⸗ Vorstellung zum Besten des 5. Lokal⸗Kommissariats des National⸗Dank für Veteranen. Ganz exquisites Programm. Auftreten der besten sowie der neu engagierten Kunstkräfte. Damen und Herren in ihren Glanzleistungen. Die neuesten Original⸗Dressuren des Direktors Albert Schumann. Nur noch 3 Tage; Auftreten der Original⸗Trausvaal⸗Buren. Zum Schluß: Großes Ritterschaustück aus dem 14. Jahr⸗ hundert: Der schwarze und der weiße Ritter mit sämmtlichen Einlagen.
Sonntag: Zwei Vorstellungen: Nachmittags 4 Uhr und Abends 7 ½ Uhr. Nachmittags ein Kind frei.
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frl. Alexandrine von Elbe mit Hrn. Rittergutsbesitzer und Hauptmann d. R. Arwed von Bonin (Carnitz — Wefelow). — Ruth Kom⸗ tesse von Schlieffen mit Hrn. Leut. Friedrich von Bauer (Potsdam).
Verehelicht: Herr Rittergutsbesitzer und Ritt⸗ meister d. R. Hermann von Rohr⸗Wulkow mit Frl. Hulda von Bredow (Berlin).
Geboren: Ein Sohn: g Oberleut. von Ziehl⸗ berg (Königsberg in Pr.) — Hrn. Oberlehrer Dr. Peche Breslau) — Eine Tochter: Hrn. Oberleut. Curt von Dewitz (Stettin). — Hrn. Landrath Engelhard (Johannisburg i. Ostpr.). — Hrn. Hauptmann Ottow (Breslau). — Hrn. Hauptmann Hans Scholtz (Chemnitz).
Gestorben: Hr. Oberst z. D. Eduard von Gers⸗ dorff (Dresden). — Hr. Justizrath Gustav Adolf Magnus SS. — Hr. Direktor Dr. Wilhelm Meyer (Berlin).
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗“ Anstalt Berlin SW., Wilbhelmstraße Nr. 32.
— Acht Beilagen leinschließlich Boͤrsen⸗Beilage).
No. 295.
Anzeiger und Königlich Preußischen Staat
Erste Beilage
Berlin, Donnerstag, den 14. Dezember
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
Qualität
mittel
gut
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Gezahlte
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höchster ℳ
niedrigster ℳ
höchfter ℳ
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Doppelzentner
rchschnitts⸗ pr
für 1 Doppel⸗ zentner
Außerdem wurden am Markttage
(Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
—8
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Stettin. Greifenhagen
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Angermünde Luckenwalde.
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Roggen.
13,20 13,75 13,40 14,00
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13,70 15,10
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14,40 14,60 13 80 13,70
G 13,00 13,70
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—
12,30 13,20 14,10 12,90 13,70 13,10
ei zenu. 14,10 14,00 14,50 13,80 14,20 14,60 15,00 14,50 15,00 16,10 15,05 14,80 13,70 14,50 14,20 14,10 14,00 14,50 14,75 16,25 15,70 16,70
16,50 14,00 14,20 14,50 14,40 15,70
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er ste. 14,00 14,00 13,70 12,80 12 80
12,60 13,20 14,50 14 9) 13,95 13,20 15,30 15,50 13,50 15,10 16,25 14,00 14,92 17,50 16,00 15,80 15,20 13,50
afer. 12,00
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