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Mannigfaltiges.
Berlin, den 14. Dezember 1899.
A. F. Den dritten Vortrag der „Freien Vereinigung
ür Flottenvorträge“ hielt am Montag Abend im Beethoven⸗ agale Herr Professor Dr. Dietrich Schäfer aus Heidelberg über das Thema: „Was lehrt uns die Geschichte über die Bedeutung der Seemacht für die Gegenwart?“ Wie nach dieser Fragstellung zu erwarten war, behandelte der Redner die Geschichte der deutschen Hansa, ihr Emporkommen, ihre Machtfülle, ihren Niedergang und die Ursachen des letzteren. Seine Ausführungen lauteten etwa wie folgt: Als durch den
Vertrag von Verdun 843 Deutschland in seinen Grenzen fest⸗
gelegt war, blieben die bis dahin bestehenden Verkehrsbeziehungen swischen dem Westen und Osten des ehemaligen großen Frankenreichs ange unverändert. Der Westen lieferte die feineren Gegenstände des Verbrauchs an den Osten, dieser hingegen Produkte der Waldwirth⸗ schaft, der Jagd und des Fischfangs an den Westen. Zugleich ent⸗ wickelte sich ein Zwischenhandel Deutschlands in den westlichen Er⸗ zeugnissen nach den von ihm nördlich und östlich gelegenen Ländern, der naturgemäß von den Städten an den Fluß⸗ mündungen oder am schiffbaren Lauf der großen Stroͤme ausging und bald zu einem Zwischenhandel auch in der anderen Richtung wurde. Darin liegen die Anfänge der Hansa, welche im 11., 12., 13. Jahrhundert langsam wuchs, im 14. und 15. zum Gipfel ihrer Größe und Macht gelangte und vom 16. Jahrhundert ab schnell bergab ging. Vom 14. Jahrhundert an hatte die deutsche Hansa. im wesentlichen dargestellt durch Bremen, Hamburg, Lübeck. Danzig und Thorn, den Handel Nord⸗Europas überwiegend in der Hand. Sie erstreckte ihre Verbindungen ebenso bis in das Innere von Rußland, wie sie anz Skandinavien umfaßte und eine beherrschende Stehung in den Rieberlanden und England, Komtore in Brügge, Antwerpen und in der Londoner City besaß. Die Dänen trieben damals den bedeutendsten isch., im besoanderen Heringsfang, die Hansa aber war der aus⸗ chließliche Vermittler des Absatzes über ganz Europa; in der gleichen Weise beherrschten die Hanseaten den Handel mit Produkten aus der See und von der Westküste Norwegens durch ihre ndelsniederlassung in Bergen. Ihre Schiffe gingen an die West⸗ üste Frankreichs, wo sie das dort in großen Mengen aus der See gewonnene Salz holten, um es nach dem Norden des Erdtheils und nach der Ostsee zu verfrachten, während Getreide und Holz als Rück⸗ ladung von dort dienten. Was heute in der Verkehrswelt England, das war im 14. Jahrhundert die Hansa; der eee von Nation zu Nation war zum größten heil in ihren Händen. nicht direkt nach England, sondern durch Vermittelung der hanseatischen Komtore. Zweifellos beruhte diese Blürhe auf der See⸗ beherrschung. Woher aber kam es, daß die anderen Völker dieses Uebergewicht der deutschen Hansa ertrugen? Hierauf antwortet der Redner: Die Politik hat die deutschen Städte groß gemacht, ihre kluge Benutzung der gegebenen Weltlage zu einer Zeit, da die skan⸗ loe Reiche noch klein, machtlos und haufig miteinander in Fehde waren, da in Rußland eben erst die Staatenbildung begann, da England und Frankreich fast in beständigem, nur immer auf kurze Zeit unterbrochenem Kriege begriffen oder durch innere Zwistigkeiten geschwächt waren. Das Jahrhundert, in dem der schwarze Prinz seine Heerschaaren nach Frankreich führte, war das Jahrhundert des Aufschwungs der Hansa. Andererseits hat der nie ganz ausgeglichene Gegensatz zwischen Kaiser und Papst im Mittelalker wohl die nationale Einigung diesseits und jenseits der Alpen und damit die Entwickelung eines Elements der Kraft verhindert, das später, als andere Völker Europas dazu gelangt waren, der Macht der deutschen Hansa gefährlich wurde; allein in jener Zeit entsprangen diesen ö sowohl für Dehtschland wie für Italien wesentliche Vortbeile, nämlich größere Bewegungsfreiheit der einzelnen Territorien, freiere Entwickelung der Handelestädte beider Länder. Es ist kein Zufall, daß nur in Deutschland und Italien sich eine Reihe von Städten zu Beherrscherinnen der Meere aufschwangen, daß in ihrem Rath der Königliche Kaufmann die hervorragendste Rolle spielte und auf ihren Schiffen die Söhne der Bürger sich zugleich als kühne Seefahrer und Seehelden wie als klug berechnende Unternehmer bewährten, indeß die Bemannung der Schiffe aus gut bezahlten Söldnern bestand. Indem diese groß gewordenen Städte in der Lage waren, ihrer Handels⸗ politik erforderlichen Falles auch durch militärische Macht⸗ entfaltung Nachdruck zu geben, behaupteten sie durch Jahr⸗
Beispielsweise ging Flandrisches Tuch
underte ihre Weltstellung. So nur erklüren sich die ohnedies schwer vecsen, Fesct Begepungen zwischen Danzig und Polen, Hamburg und Dänemark, Lübeck⸗Bremen und Schweden. Indessen waren die Handelsvortheile, welche die Städte in den verschiedenen Ländern sich zu erringen und zu behaupten gewußt hatten, weit von Ausbeutung entfernt. Sie kamen auf nichts weniger als auf Unter⸗ drückung der Einheimischen heraus, sie beruhten im Gegentheil meist nur in der vollständigen Gleichstellung der Fremden mit den Ein⸗
heimischen; das übrige that die vollendete Organtsation der Hansa.
Wie kam es nun, daß eine so bedeutende Machtstellung verloren ging? Der Redner erklärt dies aus der vollständigen Aenderung der politischen Verhältnisse in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Unter Christtan II. war die dänische, unter Gustav Wasa die schwedische Königsmacht bedeutend erstarkt, England und Frankreich hatten sich zu nationalen Staaten entwickelt. Die auf ihre Macht und Selb⸗ ständigkeit eifersüchtiger gewordenen Staaten duldeten nicht mehr die deutschen Kolonien, als welche die Handelsniederlassungen der Hansa auf fremdem Boden lange bestanden hatten; sie verlangten, daß die auf ihren Gebieten ansässigen deutschen Kaufleute in ihren Unterthanenverband einträten Viele thaten dies und gingen in wenigen Generationen dem Vaterlande verloren. Wo die Rechte und Privilegien besessen hatte, wurden sie ihr entzogen. In dieser Bedrängniß hätte die Hansa an Kaiser und Reich einen Rückhalt finden sollen; aber diese 8 versagte gänzlich. Das Haus Habsburg nahm wenig oder gar kein Interesse an der Hansa, die größeren Territorialherren in Deutschland sahen seit langem scheel auf sie, und im alten Hansa⸗ Bund selbst herrschte Spaltung und Uneinigkeit. So ging es mit Riesenschritten abwärts Unter der Regierung der Königin Elisabeth wurden der Hansa in England sämmtliche Privilegien entzogen, die Dänen errichteten den Sundzoll, und die Schweden legten den Ostsee⸗ handel Lübecks lahm. Daß es die Hanseaten an nachhaltiger Energie hätten fehlen lassen, ist nicht begründet. Im Gegentheil, sie wehrten sich ihrer Haut nach Kräften, Lübeck gegen das übermächtige Schweden in siebenjährigem Seekrieg von 1563 bis 1570, Ham burg, indem es sich einen kurzen Weg nach der Ostsee durch einen dreißig Jahre lang erhaltenen Elbe⸗Trave⸗Kanal eröffnete, um den Chikanen der Dänen weniger ausgesetzt zu sein — indessen vergeblich. Im Stettiner Frieden, der jenen Seekrieg beschloß, wurden Lübeck ausdrücklich Entschädigungen zugesprochen für vor Narva und Reval von den Schweden weggenommene Schiffe, auch wurde ihm Freibandel im früheren Umfang gewährt; beide Zusagen wurden nicht gehalten. Neben den Engländern, die im 16. Jahrhundert ihre Hand auf den bisher hanseatischen Handel legten, traten zu dieser Zeit die Holländer als Konkurrenten auf, gefördert durch Karl V., der als Ter⸗ ritorialberr der Niederlande seine Unterthanen gegen die ihm gleich⸗ gültigen Hanseaten begünstigte. In immer stärkerer Zahl kamen die Holländer und vor dem Abfall der Niederlande von Spanien auch die Spanier nach der Ostsee. 1503 hatten den Sund nur 700 Schiffe passiert, bis zum Schluß des Jahrhunderts wuchs ihre Zahl auf 4000.
Es ist eine landläufige Ansicht, die Entdeckung des Seewegs nach Ostindien und die Entdeckung Amerikas hätten die Hansa vernichtet. Diese Meinung ist unrichtig. Irreführend ist das zufaͤllige Zusammen⸗ treffen des Rückgangs mit den Nachwirkungen jener großen Ereignisse, nicht einmal mit den Ereignissen selbst. Aber aus dem post hoc ein propter hoc zu folgern, ist unzutreffend. Was die Hanseaten an indtschen F.nden bis dahin aus den italienischen Seehandelsstädten geholt, hatten sie jetzt, für sie bequemer, aus Lissabon zu holen, und sie haben in der That diese Aenderung schnell ergriffen und während des 16. Jahrhunderts in lebhaftem Schiffs⸗ verkehr mit Portugal gestanden. Ebensowenig hat der amerikanische Handel in den ersten beiden Jahrhunderten nach der Ent⸗ deckung den Engländern, Franzosen und Spaniern einen großen Vortheil vor den Hanseaten gegeben; denn der Aus⸗ fuhrhandel war naturgemäß noch schwach, so lange jenseits des Ozeans nur eine geringe europäische Bevölkerung lebte; die Einfuhr aber bestand zu ½ in Edelmetallen und brachte den Hanseaten den Vortheil eines lebhaften Handelsverkehrs mit Spanien, das gewerbliche Produkte, namentlich in Zeiten des Seekrieges gegen England und die Niederlande, vorzugsweise aus Deutschland bezog. Jene Meinung von dem verderblichen Einfluß der beiden genannten Ereignisse am Ende des 15. Jahrhunderts auf den hanseatischen Handel muß also als eine IIE bekämpft werden. Der wahre Grund der Vernichtung der Hansa, die in dem unglücklichen 17. Jahr⸗ hundert zu einer fast vollständigen wurde, lag in der Machtlosigkeit Deutschlands, die sich durch den dreißigjährigen Krieg zur politischen
Ohnmacht gesteigert hatte und in dem Emporkommen zuerst der Hol⸗ länder und Engländer, dann auf Kosten der Holländer während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Engländer allein, während des 18. Jahrhunderts auch durch siegreiche Bekämpfung der Franzosen. Der Redner führte diesen Gedanken mit großer Schärfe und Folge⸗ richtigkeit bis in die ersten Dezennien des laufenden Jahrhunderts aus, wies nach, wie Holländer, Fransosen und Engländer durch die kurz⸗ sichtigen Handelsverbote der Spanier zu Kolonialbesitz und Macht elangten, und wie in England trotz freundlicher Disposition mancher errscher allezeit ein Deutschland feindseliger Volksgeist bestanden der
schon zu Ende des 15. Jahrhunderts Eduacd IV. zum Krieg gegen die
Höns fortzureißen versucht habe. Gegenwärtig, nachdem unsere ndustrie und unser Handel, dank der Einigung des Vaterlandes und “ Frieden, 6 mächtig erstarkt sind, gelte Deutsch⸗ land in England als sinr gefährlicher Konkurrent. Die natürliche
Vorsicht gebiete, daß wir, aus der Vergangenheit lernend, unseren
blühenden Handel durch eine starke Seemacht schützen!
Aus dem Seemannshause in Hamburg ergeht folgende
Weihnachtsbitte: „Die deutsche Seemannsmission erwartet auf ihren Stationen im In⸗ und Auslande an 3000 Weihnachtsgäste, um ihren Seeleuten bei der unruhigen Hast ihres Wanderlebens eine herzliche Weihnachtsfreude zu bereiten, in welcher Leib und Seele Erquickung finden. Wer unseren braven Seelenten hierzu verhelfen will, sende seine Weihnachtsgabe baldigst an: Seemannspastor Jung⸗ claußen, Altona, Wohlers⸗Allee 42.“
Herr Dr. P. Spies wird morgen, Freitag, Abends 8 Uhr, im Hörsaal der „Urania“ (Taubenstraße) einen Experimentalvortrag über „Licht und Farbe“ halten und dabei im besonderen über
hotographie in natürlichen Farben sprechen. — Am kommenden Montag steht eine nahezu totfale Mondfinsterniß bevor, welche um 12 Uhr 44 Minuten Nachts beginnt und um 4 Uhr 8 Minuten Morgens endet. Die „Urania“⸗Sternwarte in der Invaliden⸗ straße wird daher in dieser Nacht von 11 ½ Uhr ab ununterbrochen ge⸗ öffnet sein; um 12 Uhr beginnt ein etwa halbstündiger Vortrag des Herrn G. Witt über „Wesen und Verlauf von Sonnen⸗ und Mondfinsternissen“.
Köln, 14. Dezember. (W. T. B.) In der vergangenen Nacht nahm hier die Kälte bei schneefreiem Wetter bedeutend zu. Der Rhein geht stark mit Treibeis, welches sich stellenweise festsetzt. Die Köln⸗Deutzer und die Koblenzer Schiffbrücke sind abgefahren.
Veilsdorf (Sachsen⸗Meiningen), 13. Dezember. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Der Schnellzug 192 ist bei der Ausfahrt aus Station Veilsdorf entgleist. Der Materialschaden ist ziemlich bedeutend. Verletzungen von Personen sind nicht vorgekommen. Die Entgleisungsursache ist vorläufig unbekannt. Die Störung dauert voraussichtlich 22 Stunden. Der Personenverkehr wird durch Um⸗ steigen an der Unfallstelle aufrechterhalten.
Odessa, 13. Dezember. (W. T. B.) Der seit fünf Tagen im
Schwarzen Meere herrschende heftige Sturm hat viel Unheil
angerichtet. Die hier ankommenden Dampfer sind hart mitgenommen worden und die Passagiere völlig erschöpft.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. 8
London, 14. Dezember. (W. T. B.) Das Kriegsamt theilt mit, daß die Hochländer⸗Brigade in dem Gefecht am Montag allein einen Verlust von 650 Mann an Todten und Verwundeten, Unteroffizieren und Mannschaften hatte. Von den Offizieren wurden 10 getödtet, 38 verwundet, vier werden vermißt. Gleichzeitig wird bestätigt, daß der Marquis f Winchester gefallen ist.
“
18 8 (Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten
Beilage.)
Abends 7 ½ Uhr:
Volksthümliche
Vorstellung zu
Wetterbericht vom 14. Dezember 1899,
8 Uhr Morgens.
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Stationen.
Bar. auf 0 Gr u. d. Meeressp red. in Millim
Wind.
Wetter.
in o Celsius
Temperatur 5 °C. = 40R.
Blacksod... Aberdeen.. Christiansund Kopenhagen. Stockholm.
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Petersburg Moskau..
751 756 772 751 761 771 772 773³
3 wolkig
3 bedeckt
wolkig wolkenlos
bedeckt bedeckt heiter
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751 749 751 752 751 751 753³ 755
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7427 M
749 748 749 746 7⁵52² 751 754 751
Ile d'Aix.. Nizza..
Triest..
747 74⁴² 751
¹) Nachts Schnee. ⁴) Nachts Schnee.
Uebersicht der Witterung. b Ernem Hochdruckgebiet über 770 mm über Nord⸗
rußland liegt auf dem i eine Depression unter 741 mm gegenüber,
still Schnee 6 oedeckt
Regen bedeckt
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halb bed. ¹) Schnee bedeckt
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2) Reif.
Dunst bedeckt bedeckk2) bedeckt wolkic ³) Nebel⁴) bedeckt Schnee Dunst
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Sponvabend, Nachmittags 3 Uhr:
bedeckt Regen
bedeckt ³) Rauhfrost.
westlichen Mittelmeere
sodaß in
unseren Gegenden die östliche Luftströmung fortdauert. In Deutschland, wo meistens Schnee gefallen ist,
dauert die kalte, trübe Witterung fort;
München
meldet 19 ½ Grad, Breslau 17 Grad unter Null. Vorm Kanal ist das Barometer stark gestiegen, da⸗ gegen im füdlichen Ostseegebtete stark gefallen. Eine
wesentliche Aenderung des
Wetters no
ch nicht zu
erwarten; starke Schneefälle wahrscheinlich. Deutsche Se
Theater.
Aönigliche Schauspiele. Freitag: Opern⸗ haus. 261. Vorstellung. Siegfried in 3 Akten von Richard Wagner. (Alberich: Herr Friitz Friedrichs, als letzte Gastrolle.) — Preise der Plätze: Fremden⸗Loge 12 ℳ, Orchester⸗Loge 10 ℳ, 1. Rang 8 ℳ, Parquet 8 ℳ, 2. Rang 6 ℳ, 3. Rang 4 ℳ, 4. Rang Sitzplatz 2,50 ℳ, Stehplatz 1,50 ℳ Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 282. Vorstellung. Sonder⸗ Abonnement B. 40. Vorstellung. Die Jour⸗ nalisten. Lustspiel in 4 Aufzügen von Gustav Freyiag. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Opernhaus. 262. Vorstellung. Beethoven’'s Geburtstag. Fidelio. Oper in 2 Akten von Ludwig van Beethoven. Text nach dem Fran⸗ zösischen von Ferdinand Treitschke. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 283. Vorstellung. ulius Caesar. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Sbakespeare. Uebersetzt von August Wilhelm von Schlegel. Anfang 7 ½ Uhr.
Deutsches Theater. kandidat. Anfang 7 ½ Uhr. “
Sonnabend: Der Probekandidat.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Cyrano von Bergerac. — Abends 7 ½ Uhr: Der Probe⸗ kandidat.
Zerliner Theater. Freitag (14. Abonnements⸗ Vorstellung): Bergidyll. — Almansor. — Heine⸗Lieder. (Frau Sucher.)
Freitag: Der Probe⸗
rau Holle. —
Abends 7 ½ Uhr: Bergidyll. — lmansor. —
Heine⸗Lieder. (Frau Sucher.)
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: 18 Holle. — Abends 7 ½ Uhr: Das verlorene Paradies.
Schiller⸗Theater. (Wallner⸗Theater.) Frei⸗ tag, Abends 8 Uhr: Das Käthchen pon Heil⸗
bronn. Großes historisches Ritterschauspiel in 5 Akten von Heinrich von Kleist. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (dritte Vorstellung im Schiller⸗Cyclus): Don Carlos. — Abends 8 Uhr: Cyprienne.
Theater des Westens. (Opernhaus.) Frei⸗ tag: Vorletztes Auftreten von Signorina Prevosti. La Travinta., —
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Za eite Kinder⸗
Schneeweisschen und Rosenr
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halben Preisen: Fra Diavolo.
8 ea; 5 nürn: Zu Preisen: artha. — Abends r: hder Zigeuner⸗
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Lessing · Theater. Freitag: Die Ehre.
Sonnabend: Als ich wiederkam...
Sonntag: Als ich wiederkam.. 1 — e.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. Frei⸗ tag: Gegen den Strom. Schauspiel in 3 Akten von Paul Langenscheidt. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: W“ Hänsel und Gretel. Pierauf: Zembomirofololibidibirutzinutzischlum⸗ pinowikowsky. Eine lustige Pantomime in 1 Aufzug.
Sonnabend und Sonntag Abend: Ein un⸗ beschriebenes Blatt.
e Mittags 12 Uhr: Matinée der Sezessionsbühne. Der Besiegte. Hierauf: Der Kammersänger.
Belle ⸗Alliance-Theater. Gastspiel des „Schlierseer Bauern⸗Theaters“. Freitag, Abends 8 Uhr: 's Liferl von Schliersee. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Akten.
Sonnabend: ˙s Liserl von Schlierser.
Residenz⸗Theater. Direktivn: Sigmund Lauten⸗ burg. Freitag: Busch und Reichenbach. Schwank in 3 Akten von Heinrich Lee und Wilhelm Meyer⸗Förster. Regie: Hermann Werner. Vorher: Die Richtige. Komödie in 1 Akt von Thilo von Trotha. Regie: Gustav Rickelt. Anfang 7 ¼ Uhr.
Sonnabend und folgende Tage: Busch und Reichenbach. Vorher: Die Richtige,
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Jugend.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Der Schlafwagen⸗Controleur.
Thalia⸗Theater. Dresdenerstraße 72/78. Frei⸗ tag: Zum Besten der Stiftung „Nationaldank für Veteranen“. Einmalige Aufführung von: Der Millionenbauer. (Köpke: Emil Thomas.)
Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Bei kleinen
Im Zauberbaun der Weihnacht.
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reisen: Zaubermärchen mit Gesang in 5 Akten. — Abends
½ Uhr: Der Platzmajor.
Konzerte.
Sing-Akademie. Freitag, Anfang 8 Uhr: osen Malkine Violoncello).
Saal Bechstein. Freitag, Anfang 7 ½ Uhr: Konzert von Fräulein Helene Obronska (Klavier) und Fräulein Ella Gerhardt (Gesang).
Heethoven-Baal. Freitag, Anfang 8 Uhr: II. Soirée des Böhmischen Streich⸗Quartetts.
Birkus Alb. Schumann. Im eleganten, renovierten Zirkus Renz, Karlstraße. Freitag, Abends präzise 7 ½ Uhr: Wohlthätigkeits⸗ Vorstellung zum Besten des 5. Lokal⸗Kommissariats des National⸗Dank für Veteranen. Ganz exquisites Programm. Auftreten der besten sowie der neu engagierten Kunstkräfte. Damen und Herren in ihren Glanzleistungen. Die neuesten Original⸗Dressuren des Direktors Albert Schumann. Nur noch 3 Tage; Auftreten der Original⸗Trausvaal⸗Buren. Zum Schluß: Großes Ritterschaustück aus dem 14. Jahr⸗ hundert: Der schwarze und der weiße Ritter mit sämmtlichen Einlagen.
Sonntag: Zwei Vorstellungen: Nachmittags 4 Uhr und Abends 7 ½ Uhr. Nachmittags ein Kind frei.
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frl. Alexandrine von Elbe mit Hrn. Rittergutsbesitzer und Hauptmann d. R. Arwed von 8 arnitz —- Wefelow). — Ruth Kom⸗ tesse von Schlieffen mit Hrn. Leut. Friedrich von Bauer (Potsdam).
Verehelicht: Herr Rittergutsbesitzer und Ritt⸗ meister d. R. Hermann von Rohr⸗Wulkow mit Frl. Hulda von Bredow (Berlin).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberleut. von Fiebl⸗ berg (Königsberg in Pr.) — Hrn. Oberlehrer Dr. Peche (Breslau) — Eine Tochter: St Oberleut. Curt von Dewitz (Stettin). — Hrn. Landrath Engelhard (Johannisburg i. Ostpr.). — Hrn. Hauptmann Ottow (Breslau). — Hrn. Hauptmann Hans Scholtz (Chemnitz).
Gestorben: Hr. Oberst z. D. Eduard von Gers⸗ dorff (Dresden). — Hr. Justizrath Gustav Adolf Magnus (Bonn). — Hr. Direktor Dr. Wilhelm Meyer (Berlin).
Verantwortlicher Redakteur:
Drektor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗“ Anstalt Berlin SW., W elmstraße Nr. 32.
Acht Beilagen leinschließlich Börsen⸗Beilage).
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8 Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
Qualität
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Berlin, Donnerstag, den 14. Dezember
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