1900 / 2 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 02 Jan 1900 18:00:01 GMT) scan diff

Oberschlesien und dem Kreisphysikus, Sanitätsrath Dr. Albin Altenstaedt in Bitterfeld den Charakter als Geheimer Sanitätsrath, b 1

den Kreis⸗Wundärzten Dr. Eugen Pfleger in Plötzensee und Dr. Emil Wollermann in Baldenburg, dem Kreis⸗ physikus Dr. Jacobson in Halberstadt und dem; weiten Arzt der Provinzial⸗Irren⸗Anstalt Dr. Adler in S leswig den Charakter als Sanitätsrath,

den Regierungs⸗Sekretären Bayer und Lange in Cassel, Starnitzky in Schleswig, Warnecke in Hannover, Lange in Hildesheim, Rein in Osnabrück, dem Sekretär Jaekel beim Landes⸗Direktorium in Arolsen, dem Rentmeister Queste in Neisse und dem Polizei⸗Sekretär Sprock in Frank⸗ furt a. M., letzteren beiden aus Anlaß ihres Scheidens aus dem Amt, den Charakter als Rechnungsrath und

den Regierungs⸗Sekretären Schattschneid er in Frank⸗ furt a. O., Glaubitz in Posen, Sicke in Munster i. W., dem expedierenden Sekretär und Kalkulator Wartchow in Berlin und dem bisherigen Theater⸗Sekretär August Hahn bei dem Königlichen Theater zu Hannover, letzterem anläßlich seines Ausscheidens aus dem Dienst, den Charakter

als Kanzleirath zu verleihen.

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8.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Geheimen expedierenden Sekretär und Kassen⸗ Kontroleur bei der General⸗Ordens⸗Kommission, Rechnungs⸗ rath Carl Ritter, sowie den Geheimen Rechnungs⸗Revisoren bei der Ober⸗Rechnungskammer, bisherigen Rechnungsräthen Reinert, Schreiber, Schmidt, Wedding und Redlich den Charakter als Geheimer Rechnungsrath und den Geheimen Rechnungs⸗Revisoren bei derselben Behörde Becker, Spieth, Peters und Werwach den Charakter als Rechnungsrath zu verleihen. M

8*

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den Domänenpächtern, Oberamtmännern Reiche zu Klettenberg, Regierungsbezirk Erfurt, Storck zu Friedeberg und Meyer zu Welttin, Regierungsbezirk Merseburg, von Diebitsch zu Nieder⸗Ullersdorf, Regierungsbezirk Frankfurt, den Charakter als Amtsrath zu verleihen.

Finanz⸗Ministerium.

„Unter Hinweis auf die §§ 1626 ff., 1684 ff. des am 1. Januar 1900 in Kraft tretenden Bürgerlichen Gesetzbuchs werden die Vorschriften Artikel 28 Nr. 3 Abs. 1 der An⸗ weisung vom 5. August 1891 zur Ausführung des Einkommen⸗ steuergesetzes und Artikel 36 1 Abs. 2 der Anweisung vom 3. April 1894 zur Ausführung des Ergänzungssteuergesetzes wie folgt ergänzt:

Steuererklärungen und Vermög ensanzeigen für minderjährige, unter elterlicher Gewalt stehende Kinder sind vom Vater, wenn aber die elterliche Gewalt der Mutter zusteht, von der Mutter abzugeben. Im Falle des § 1693 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist auch der der Mutter bestellte Bei⸗ stand zur Abgabe der bezeichneten Erklärungen für die unter seiner Pflegschaft stehenden Kinder befugt.

Die Vorsitzenden der Veranlagungskommissionen sind hier⸗ nach mit entsprechender Weisung zu versehen. 8 8 Berlin, den 25. Dezember 1899.

8 Der Finanz⸗Minister. von Miquel. 1.“ An die sämmtlichen Königlichen Regierungen (aus⸗ schließlich e die Königliche Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin und die sämmtlichen Herren Vorsitzenden der Ein⸗ kommensteuer⸗Berufungskommissionen.

Die infolge Pensionierung ihres bisherigen Inhabers er⸗ ledigte Rentmeisterstelle bei der Königlichen Kreiskasse in Neisse ist dem Rentmeister Böhmer bei der Königlichen Kreiskasse in Heilsberg, Regierungsbezirk Königsberg, verliehen worden:

Die infolge Versetzung des Rentmeisters Böhmer frei⸗ gewordene Rentmeisterstelle bei der Königlichen Kreiskasse in Heilsberg ist dem Rentmeister Vorbr üggen bei der Königlichen Kreiskasse in Darkehmen und dessen bisherige Stelle dem Rentmeister z. D., Steuer⸗Sekretär Pietschmann in Höxter verliehen worden.

Die infolge anderweiter dienstlicher Verwendung des Rent⸗ meisters Daubitz freigewordene Rentmeisterstelle bei der Königlichen Kreiskasse in Arnswalde ist dem Rentmeister z. D. von Ponikau verliehen worden.

Die infolge Pensionierung ihres bisherigen Inhabers frei⸗

ewordene Rentmeisterstelle bei der Köntalichen Kreiskasse des Kreises Randow in Stettin ist dem Rentmeister Schwandt in Angermünde, die hierdurch freigewordene Rentmeistep⸗ stelle bei der Königlichen Kreiskasse in Angermünde dem Rentmeister Gollong in Marggrabowa und die von dem Rentmeister Gollong bisher innegehabte Rentmeisterstelle bei der Königlichen Kreiskasse in Marggrabowa dem früheren Rentmeister, jetzigen Regierungs⸗Sekretär bei der Königlichen Direklion für die aaltung der direkten Steuern in Berlin Keßler verliehen worden. 111“

önigliche General⸗Lotterie⸗Direktion.

Die Ziehung der 1. Klasse 202. Königlich reußischer⸗ Klassen⸗Eatkerig wird nach planmäͤßiger timmu am 9. d. M., früh 8 Uhr, ihren Anfang nehmen. s Einzählen der sämmtlichen 225 620 Loose⸗ lebst den 9500 Gewinnen gedachter 1. Klasse wird schon am 8. d. M., Nachmittags 2 Uhr, durch die König⸗ lichen Ziehungs⸗Kommissarien im Beisein der dazu besonders aufgeforderten Königlichen Lotterie⸗Einnehmer Herren Lohde, Bertelsmann, Dase und Keferstein von hier öffentlich im Ziehungssaal des Lotteriegebäudes stattfinden. Berlin, den 2. Januar 1900. 2. Königliche General⸗Lotterie⸗Direkti 8* Strauß.

8*

84

Ministexium der öffentlichen Arbeiten.

Bei dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist der Kanzlei⸗Diätar Friedrich Panse zum Geheimen Kanzlei⸗ Sekretär ernannk worden.

8

Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

Dem Regierungs⸗ und Forstrath Tiede ist die Forst⸗ inspektion Gumbinnen⸗Johannisburg übertragen und

der Regierungs⸗ und Forstrath Fitzau auf die Forst⸗ inspektion Cassel⸗Rotenburg versetzt worden.

Zu Königlichen Oberfö stern, unter Uebertragung der nebenbezeichneten Oberförsterstellen, sind ernannt worden die Forst⸗Assessoren:

Rieck zu Gottsbüren, Regierungsbezirk Cassel,

Redlich, Oberleutnant im Reitenden Feldjäger⸗Korps, zu Korschin, Regierungsbezirk Bromberg, und

Lach zu Jänschwalde, Regierungsbezirk Frankfurt a. O.

Den Domänenpächtern Schallehn zu Leubus und Dehmelt 9 Kotzerke, Regierungsbezirk Breslau, ist der Charakter als Königlicher Oberamtmann beigelegt worden.

Justiz⸗Ministerium.

Die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension ist ertheilt:

dem Landgerichts⸗Direktor Bunsen in Marburg und dem Amtsgerichtsrath Hellborn in Ahrensburg.

Verse t sind: der Amtsgerichtsrath Sküve in Salzwedel an das Amtsgericht in Erfurt, der Amtsrichter Hosius in Hichingen als Landrichter an das Landgericht daselbst, der Amisrichter Dr. Wellenkamp in Coppenbruügge nach Oster⸗ holz und der Amtsrichter Dr. Haarmann in Herford als Landrichter nach Aurich.

Dem Ersten Staatsanwalt Schwarz in Flensburg ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension und

dem Notar, Justizrath Schaefer in Bonn die nach⸗ gesuchte Entlassung aus dem Amt ertheilt.

Der Rechtsanwalt und Notar, Justizrath Barlach in Altona und der Rechtsanwalt Weißenborn in Halberstadt sind gestorden. vAA1AAXA“;

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Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.

Der ordentliche Professor D. Dr. Wolf Graf von Zandifgin zu Marburg ist in gleicher Eigenschaft in die 88 che Fakultät der Friedrich⸗Wilhelms⸗Unioeesitmn zu

erlin versetzt worden.

Dem Direktor des Provinzial⸗Schulkollegiums zu Breslau, Ober⸗Regierungsrath Dr. Mager ist die Stelle des niversitäts⸗ 11.. der dortigen Universität nebenamtlich übertragen worden.

Dem Assistenten des Instituts für Infektionskrankheiten in Berlin Dr. Wilhelm Kolle, dem Oberlehrer am Friedrichs⸗Werderschen Gymnasium zu Berlin Dr. Reinhold

teig, dem Oberlehrer an der vierten Realschule Dr. Bruno Gebhardt zu Berlin, dem Redakteur der „Deutschen Bau⸗ zeitung“, Architekten Karl Emil Otto Fritsch zu Berlin und dem Architektur⸗Schriftsteller Peter Wallé zu Berlin ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden

““

Ministerium des Innern. Dem Landrath Dr. Buresch ist das Landrathsamt im Kreise Filehne übertragen worden.

Evangelischer Ober⸗Kirchenrath.

Der Konsistorialrath Zitelmann in Stettin ist in gleicher Eigenschaft an das Königliche Konsistorium in Berlin versetzt und die hierdurch bei dem Königlichen Konsistorium in Stetti erledigte etatsmäßige Rathsstelle dem bisherigen In⸗ haber einer Konsistorial⸗Assessorstelle Konsistorialrath Rachner in Posen verliehen worden.

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Bekanntmachung.

Aus der laut Bekanntmachung vom 1. Juni 1899 aus⸗ geschriebenen „‚Dr. Hermann Günther⸗Stiftung“ sind durch Beschluß des Lehrerkollegiums der akademischen Hoch⸗ schule für die bildenden Künste und des Kuratoriums der ge⸗ nannten Stiftung für das Jahr 1900 drei Stipendien verliehen worden, und zwar:

1) dem Studierenden der Hochschule, Maler Graf Walter von Looz aus Weide,

2) dem Studierenden der Hochschule, Maler Sigmund Lipinsky aus Graudenz,

3) dem Studierenden der Hochschule, Maler Waldemar Blohm aus Berlin. 114A4“ Berlin, den 1. Januar 1900.

Der Vorsitzende des Kuratoriums der „Dr. Hermann Günther⸗Stiftung“. 11.“ A. von Werner,

Direktor der Königlichen akademischen Hochschule für die bildenden Künste. 8

Aiicchtamtliches.

8 Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 3

Ihre Kaiserlichen und Königlichen Majestäten wohnten am Eylvestertage Vormittags dem Gottesdienst in der Dom⸗Interimskirche bei. Um 5 Uhr Nachmittags begaben Seine Majestät Sich zu stiller Andacht nach dem Mausoleum in Charlottenburg. bends 11 ¼ Uhr fand in der Kapelle des Königlichen Schlosses feierlicher Gottesdienst und daran an⸗ schlie end im Weißen Saale Gratulationscour bei Ihren Kaiserlichen und Königlichen? ajestäten statt.

8 ““ 8

Gestern Vormittag um 11 Uhr empfingen Seine Majestat der Kaiser die kommandierenden sowie die in Immediatstellungen hefindlichen Generale und Admirale. Sodann Sich Seine Majestät zur Neuweihung der und Standarten des Garde⸗Korps nach dem Zeughause und hielten dort der Feier eine Ansprache an die Offiziere. Hierauf folgte au dem Platz vor dem Zeughause eine Parade der Truppen der Berliner Garnison.

Heute Morgen nahmen Seine Majestät der Kaiser die Vorträge des Chefs des Militärkabinels, Generals von Hahnke und des Chefs des Admiralstabes der Marine, Vize⸗Admirals Bendemann entgegen und empfingen um 1 Uhr in Gegenwart Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen den japanischen Gesandten, welcher ein Handschreiben seines Souveräns sowie die Insignien des Chrysanthemum⸗Ordens fůͤr den Kronprinzen überreichte.

8 Majestät die Kaiserin und Königin ertheilten am 30.

v. M. der Gemahlin des argentinischen Gesandten

und dem Fürsten zu bcee e Audienz. Am 31. v. M. Abends statteten Ihre Majestät der Frau Prinzessin Biron von Curland einen Besuch ab.

Das „Armee⸗Verordnunge⸗Blatt“ veröffentlicht in einer am

1. TFrar erschienenen Extra⸗Nummer folgenden Armee efehl. An Mein Heer!

Vollendet ist das Jahrhundert, dessen Beginn das Vaterland in seiner tiefsten Erniedrigung sah, dessen Ausgang gekreönt ist durch die Wiedererstehung von Kaiser und Reich!

Unter den Schlägen des Eroberers war das Deutsche Reich zu⸗ sammengebrochen, dahingesunken die Macht Preußens, vernichtet das Heer des großen Königs, welches einer Welt in Waffen siegreich Trotz geboten hatte.

Wohl hatte nach sieben unvergessenen Leidensjahren Preußen in wunderbarer Erhebung mit der ganzen Kraft eines zur Verzweiflung gebrachten Volkes die Ketten der Fremdherrschaft zerbrochen und damit Deutschland sich selbst wiedergegeben; wohl hatte in dem Befreiungskampfe sein neu erstandenes Heer ungezählte Ruhmeskränze um seine Fahnen gewunden: der höchste Lohn für seine opfervolle Hingebung blieb dem Vaterlande versagt, unerfüllt das unauslöschliche Sehnen nach Deutschlands Einheit. Hadernd und entfremdet gingen die Deutschen Stämme nebeneinander her, Deutschland blieb gering im Rathe der Völker.

Endlich ließ Gott ihm die Männer erstehen, die das auf blut⸗ getränkten Schlachtfeldern begonnene Einigungswerk zur Vollendung führten. Heute steht das gemeinsame große Vaterland, geschirmt durch sein von einem Geiste beseeltes Heer machtvoll, ein Hort des Friedens da.

Dankerfüllten Herzens richtet sich an dem Wendetage des Jahr⸗ hunderts Mein Auge zu dem Throne des Allmächtigen, der so Großes an uns gethan hat; zu Ihm slehe Ich mit Meinem Volke in Waffen, daß er auch in Zukunft mit uns sein möge.

Voll freudigen Stolzes gedenke Ich derer, die Er Seine Werk⸗ zeuge sein ließ: Meines vielgeprüften Herrn Urgroßvaters, des unver⸗ geßlichen Großen Kaisers, Meines geliebten Herrn Vaters und ihrer treuen Verbündeten; ihrer Berather und Heerführer, die Preußens Schwert geschärft und, als die Stunde des Kampfes schlug, sein Heer von Sieg zu Sieg geführt haben; der Männer, die für des Vater⸗ landes Befreiung und Ehre willig und furchtlos Leben und Blut zum Opfer gebracht haben. Unauslöschlich wird die Erinnerung an diese Helden im deutschen Volke fortleben.

Ich danke Meinem Heere für alles, was es in diesem langen Zeitraume Mir, Meinem Hause und dem Vaterlande geleistet hat, für seine Hingebung und Opferwilligkeit, für seine Tapferkeit und Treue. Und wenn sich heute seine ruhmgekrönten Fahnen im Schmuck des Lorbeers vor dem Altar des Allmächtigen neigen, um von Mir das Erinnerungszeichen zu empfangen, das nach dem einmüthigen Beschlusse Meiner erhabenen Bundesgenossen den Feldzeichen des gesammten Deutschen Heeres als ein neues Unterpfand seiner Einheit und seiner Untrennbarkeit zu theil wird, dann soll es das Gelübde erneuern, immerdar es den Vätern und Vorvätern gleich zu thun, mit deren Blute der Bund gekittet ist, der Deutschlands Fürsten und Völker jetzt und in alle Zukunft umschließt.

Mögen dann nach dem Willen der Vorsehung auch neue Stürme über das Vaterland hinbrausen und seinen Söhnen abermals das Schwert in die Hand drücken: an Meinem tapferen Heere werden sie sich brechen, es wird sein und bleiben was es war und ist, ein Fels, auf dem Deutschlands Macht und Größe ruht. Das walte Gent 8

Wilhelm.

Ferner enthält diese Nummer folgende Allerhöchst Kabinetsordre, betreffend die Erneuerung der Fahnen und Standartentücher:

Ich will an denjenigen Fahnen und Standarten Meines Heeres, deren Tücher durch die ruhmvoll bestandenen Feldzüge und den Zeit ablauf vollständig zerstört sind oder sich in einem ihre Wiederherstellung ausschließenden Zustande befinden, die Tücher erneuern. Sie haben das hiernach Erforderliche nach Meinen Ihnen dieserhalb ertheilten

besonderen Befehlen und nach Maßgabe der verfügbaren Mittel zu

veranlassen. G

1A“ An den Kriegs⸗Minister.

Die von Seiner Majestät dem Kaiser und König bei der gestrigen 87 im Zeughause an die Offiziere der Garnison

zufolge, nachstehenden Wortlaut:

Der erste Tag des neuen Jahrbunderts sieht Unfere Armee, d. h.

Unser Volk in Waffen, um seine Feldzeichen geschaart vor dem Herrn der Heeresschaaren knieen, und wahrlich, wenn irgendwer besonderen

Grund hat, sich heute vor Gott zu beugen, so ist es Unser Heer. Ein Blick auf Unsere Fahnen genügt als Erklärung, denn sie ver⸗

körpern Unsere Geschichte. Wie fand das vergangene Jahr⸗ hundert bei seinem Anbruch Unser Heer? Die glorreiche

9

Zusammengehörigkeit um alle

Berlin gehaltene Ansprache hatte, dem „W. T. B.“

Armer Friezriches des Grohen war auf ihren Lorbeeren ein⸗ geschlafen, im kleinlichen Detail des Gamaschendienstes verknöchert, von altersschwachen, kriegsuntüchtigen Generalen geführt, ihr Offtsierkorpe fördernder Arbeit entwöhnt, in Luxus und Wohlleben

und thörichter Selbstüberhebung verkommen. Mit einem Wort, die

Armee war ihrer Aufgabe nicht nur entwachsen, sie hatte sie vergessen. Schwer war die Strafe des Himmels, die sie ereilte und die Unser Volk traf. In den Staub ward sie geworfen, Friedrich's Ruhm verblich, ihre Feldzeichen waren zerbrochen. In den sieben langen Jahren schwerster Knechtschaft lehrte Gott Unser Volk sich auf sich selbst besinnen, und unter dem Druck des Fußes eines übermüthigen Eroberers gebar Unser Volk aus sich heraus den hehrsten Gedanken, daß es die höchste Ehre sei, im Waffendienste seinem Vaterlande Gut und Blut zu weihen: die allgemeine Dienstpflicht. Mein Urgroßvater gab ihr Form und Leben, und neuer Lorbeer krönte die neu erstandene Armee und ihre jungen Fahnen. Ibre eigentliche Bedeutung jedoch gewann die all⸗ gemeine Dienstpflicht erst durch unsern großen, dahingegangenen Kaiser. In stiller Arbeit entwarf Er Seine Reorganisation unsere Armee trotz des Widerstandes, den Unverstand Ihm setzte. Die siegreichen Feldzüge krönten jedoch Sein Werk in nie geahnter Weise. Sein Geist erfüllte die Reihen Seines Heeres ebenso wie Sein Gottvertrauen dasselbe zu unerhörten Siegen hinriß. Mit dieser Seiner eigenen Schöpfung führte Er die

b deutschen Stämme wieder zusammen und gab uns die langersehnte

deutsche Einheit wieder. Ihm danken wir es, daß kraft dieser Armee

das Deutsche Reich Achtung gebietend seine ihm bestimmte Stellung im Rath der Völker wieder einnimmt. An Ihnen ist es nun, Meine Herren, auch im neuen Jahrhundert die alten Eigenschaften zu bewähren und zu bethätigen, durch welche unsere Vorfahren die Armee groß gemacht haben: Einfachheit und Anspruchslosigkeit im täglichen Leben, unbe⸗ dingte Hingabe an den Königlichen Dienst, volles Einsetzen aller Kräfte

des Leibes und der Seele in rastloser Arbeit an der Ausbildung

und Fortentwickelung unserer Truppen. Und wie Mein Großvater

für Sein Landheer, so werde auch Ich für Meine Marine unbeirrt in gleicher Weise das Werk der Reorganisation fort⸗ und durchführen, damit auch sie gleichberechtigt an der Seite Meiner Streitkräfte zu Lande stehen möge und durch sie das Deutsche Reich auch im Aus⸗ lande in der Lage sei, den noch nicht erreichten Platz zu erringen. Mitt beiden vereint hoffe Ich in der Lage zu sein, mit festem Ver⸗ trauen auf Gottes Führung den Spruch Friedrich Wilbelm's I. wahr⸗ zumachen: „Wenn man in der Welt etwas will decidiren, will es die Feder nicht machen wenn 8 nicht von der force des Schwertes 1 85 8

111““

Das Staats⸗Ministerium trat heute Nachmittag 3 Uhr im Dienstgebäude, Leipziger Platz 11, unter dem

Vorsitz des Minister⸗Präsidenten Fürsten zu Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen.

e „5 58 1“

Der hiesige Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika Andrew D. White ist vom Urlaub na Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Botschaft wieder über⸗

Bayern.

Das Verordnungsblatt des Kriegs⸗Ministeriums ver⸗ öffentlicht, wie „W. T. B.“ aus München meldet, folgenden Erlaß Seiner Königlichen Hoheit des Prinz⸗Regenten

vtt Jelh.

m Schlusse des Jahrhunderts, in welchem mit der wieder⸗ errungenen Einigung des Deutschen Reiches das Band der deutschen Kontingente geschlungen wurde, drängt es Mich, Meiner besonders dankbaren Gesinnung für die hervorragenden Leistungen der Armee Ausdruck zu geben, durch welche diese an dem Einigungswerk betheiligt war. In Erinnerung an die demselben vorausgegangenen opfervollen Kämpfe und an den rühmlichen Antheil der bayerischen Truppen hieran ver⸗ leihe Ich den sämmtlichen Fahnen und Standarten der Armee Fahnenbänder mit Spangen, wie letztere Meine hohen Verbündeten nach gemeinsamem Beschluß auch den Feldzeichen ihrer Truppen ver⸗ leihen werden. Möge diese Auszeichnung . sein zur Erneuerung des Gelübdes, es immerdar den Vätern an Heldenmuth und Treue gleichzut un Luitpold.“

Württemberg.

8 Seine Majestät der König nahm, einer Meldung des „W. T. B.“ aus Stuttgart zufolge, gestern nach dem Feld⸗

ottesdienst, an welchem die Garnisonen von Stuttgart und annstatt theilnahmen, im Schloßhof die Verleihung der Säkularspangen vor. Abends fand ein Galadiner statt, zu welchem 87 das diplomatische Korps eingeladen war. Seine Durchlaucht der Erbprinz und Ihre Königliche Heheit die Erbprinzessin von Wied sind gestern zum esuch Ihrer Majestäten des Königs u d der Königin in Stuttgart eingetroffen. 1 1

8 ¹

Der Kaiser hat, wie „W. T. B.“ aus b

den Prinzen Heinrich von Preußen zum österreichisch⸗ ungarischen 82* dmiral ernannt.

Gestern Mittag empfing der Kaiser die in Wien weilenden Erzherzoge zur Enige ennahme der Neujahrsglück⸗ wünsche⸗ Heute wird sich der Ka ler zur Hofjagd nach Radmer begeben und am 5. d. M. nach Wien zurückkehren. Der

Knn⸗ Leopold von Bayern begiebt sich als Gast des

aisers von München ebenfalls nach Radmer.

Der König Alexander von Serbien stattete am Sonnabend Nachmittag in Wien dem Erzherzog Franz Ferdinand und darauf, dem Reichs⸗Finanz⸗Minister Baron von Kallay einen Besuch ab. Bei letzterem verweilte der König eine Stunde lang. Um 6 nih Abends fand zu Ehren Allerhöchstbesselben bei dem Kaiser Hoftafel statt. Am Sonntag Vormittag trat der König von Serbien die Rüͤck⸗ reise nach Belgrad an. Eine vffajelle Verabschiedung am

1 8

Die Landtage von Steiermark,

8 5 Galizien und Nieder⸗Oesterreich haben sich nach Bewilligung des Budget⸗ provisoriums vertagt.

Im böhmischen Landtag griff am Sonnabend bei der Verhandlung über das Budgetprovisorium der Abg. Skarda die Regierung wegen der Aufhebung der Sprachen⸗ verordnungen an. Der Abg. Baxa wandte sich gegen den Statthalter und forderte die czechischen Abgeordneien auf, in der Obstruktion zu verharren und das Parlament zu Fall zu bringen. Darauf ergriff der Abg. Wolf das Wort. Bei Beginn seiner Rede erhob sich auf seiten der Czechen anhaltender Lärm, weil Wolf das Königreich Böhmen als Provinz bezeichnete. Wolf sprach sich sodann gegen die Budgetprovisorien des Reichsraths und der Landtage aus. Der Abg. Pergelt erklärte, er werde für das Budget⸗ provisorium stimmen, und sprach die Hefhung auf die Her⸗ stellung des inneren Friedens aus, welcher im Staate wie im Lande nothwendig sei. Hierauf wurde das dreimonatliche Budgetprovisorium angenommen und der Landtag vertagt.

Bei der Berathung des Budgetprovisoriums im mäh⸗ rischen Landtage kam es am Sonnabend zu stürmischen Auftritten anläflich der Aeußerung des Abg. Auspitz, daß die Deutschen sich ihr Oesterreicherthum erster Klasse nicht nehmen ließen und ein böhmisches Staatsrecht niemals aner⸗ kennen würden. Die czechischen Abgeordneten verlangten, daß der Redner diese Worte widerrufe. Es fielen beleidigende Worte. Schließlich erklärte Auspitz, ihm habe bei seinen Aeußerungen über das Staatsrecht die Absicht, persönliche Beleidigungen auszusprechen, ferngelegen. Alsdann wurde das dreimonatliche Budgetprovisorium bewilligt und die Sitzung geschlossen.

Der ungarische Minister⸗Präsident von Szell empfing gestern die liberale Partei des Parlaments unter Führung des Grafen Albin Csaky. Auf eine Ansprache des Grafen Csaky führte der Minister⸗Präsident aus: jener große Gedanke, welcher die Reihen der Partei so stark vermehrt habe, werde sich auch in Zukunft als Kitt für alle Theile erweisen. Die Partei müsse vorwäris schauen und nicht durch Rücköblicke in die Vergangenheit Ursachen zu Dißferenzen suchen. Die Regierung werde den Liheralismus stets hochhalten; alle ihre Entwürfe und Reformvorschläge würden von dem Geiste des Fortschritts durchdrungen sein. Der Minister⸗Präsident sprach die Hoffnung aus, daß mit der Erledigung der Quotenfrage in der ersten Hälfte des Jahres der ganze Ausgleich unter Dach gebracht werde; auch in Oesterreich dürfte die parlamentarische Erledigun ermöglicht werden. Jeden⸗ falls sei vie Reziprozitaͤt in allen usgleichsfragen vollständig Psichert, und man könne mit Zuversicht hoffen, daß diese von

esterreich getreulich eingehalten werde. Der Minister⸗ Präsident ersuchte schließlich die Parteimitglieder, ihm und 18 Kabinet ihr Vertrauen und ihre Freundschaft zu be⸗ wahren.

Großbritannien und Irland.

Die Königin ernannte nach einer Meldung des „W. T. B.“

onläßlich des Jahreswechsels Sir Stafford Northcote und Sir John Lubbock K Pairs sowie Lord Cromer zum Mitglied des Geheimen Raths. Die aus Anlaß des Jahreswechsels verliehenen Auszeichnungen sind früheren Jahren.

In Beantwortung der Glückwünsche der Einwohner von Kimberley zum neuen Jahr übersandte die Königin dem Obersten Kekewich ein Telegramm, welches lautet: „Ich bin tief gerührt; ich sehe mit Bewunderung die entschlossene und tapfere Vertheidigung und bedauere sehr den unvermeidlichen Verlust an Menschenleben.“ . 8s

Ahn Stelle des nach Süd⸗Afrika gehenden Lords Roberts ist der Herzog von Connaught zum Oberbefehlshaber in Irland ernannk worden.

Es sind Vorbereitungen getroffen worden, um die ganze 7. Division bis zum 11. Januar nach Süd⸗Afrika ein⸗ zuschiffen. Drei Transportschiffe gehen am Donnerstag in See.

Die Staatseinnahmen im letzten Quartal zeigen eine Weter um 954 124 Pfd. Sterl., in den letzten neun Monaten Feine solche um 4 436 576 Pfd. Sterl. im ergleich mit dem Vorjahre.

weniger zahlreich als in

Frankreich.

Gestern fanden im Elysée die offiziellen Empfänge mit dem üblichen Zeremoniell statt. Wie „W. T. B.“ aus Paris berichtet, hielt der Nuntius Monsignore Lorenzelli als Vertreter des diplomatischen Korps eine Ansprache, auf welche der Präsident Loubet dankend erwiderte und sagte: aus der Ausstellung von 1900 und der groß⸗ artigen Kundgebung der Entwickelung der Wissenschaften, der Künste und der Industrie werde sich für Jedermann der Gedanke ergeben, daß fortan Größe und Macht besonders durch den friedlichen Wetteifer der Arbeitenden sich werde erwerben lassen. Die Aufnahme, welche die Einladung der Nranzöͤfischen Republik gefunden habe, beweise zur Genüge, daß ihr! orgehen den Wuͤnschen und der Hoffnung Aller entsprochen habe. Der Präsident schloß mit den Worten: es werde für sein Land der glorreichste Lohn der Gastfreundschaft sein, die es den Völkern biete, zu einem beträchtlichen Theil zu diesem Werke der Eintracht, von dem die Völker der ganzen Eerde die Weche erwarteten, beigetragen zu haben.

Der Regierung sind von der Expedition Foureau⸗ Lamy direkte Nachrichten zugegangen, nach welchen die Expedition sich Anfang Dezember vollzählig und wohlauf in Zinder befand.

In der Sitzung des Staatsgerichtshofs vom Sonn⸗ abend wurden die Plaidoyers fortgesetzt. Nachdem sodann Dérouléde für Barillier eingetreten war und die plebiscitären Anschauungen entwickelt hatte, wurde die Sitzung auf⸗ gehoben. Vorgestern wurden die Plaidoyers fortgesetzt. Gusrin griff die Senatoren heftig an, nannte den Pro⸗ zeß eine Ungerechtigkeit und erhob gegen die Treibereien der Juden Einspruch. Er besprach dann seinen Kampf gegen das Petroleum⸗Syndikat und setzte auseinander, wie er die Anti⸗ semiten⸗Liga gegründet habe, um die Interessen der Arbeiter gegen die Spekulanten zu schützen. Die Sitzung wurde dann bis Montag vertagt. Gestern setzte Guérin seine Rede fort, rechtfertigte die Gründung der Antisemiten⸗Liga, erklärte sich über die Kundgebungen, an denen er theilgenommen hat, und sprach sich gegen das parlamentarische Regime aus. Der Vertheidiger Gutrin’'s, Advokat Menar, hielt eine längere wer beidigunasrehe Sodann wurde die Sitzung auf heute vertagt.

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Italien.

Der König und die Königin nahmen gestern Nach⸗ mittag in Rom die Neujahrs⸗Glückwünsche der hervorragendsten

8

Würdenträͤger des Staats, der Provinzen und der Stadt ent⸗

egen. In Beantwortung der Adressen des Senats und der deputirtenkammer sprach der König, wie „W. T. B.“ berichtet, seine Befriedigung über die rege Thätigkeit des Parlaments

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aus. Der König verlieh dem Senats⸗Präsidenten Saracco

den Annunziaten⸗Orden.

Einer Mittheilung der „Agenzia Stefani“ zufolge hat der König am Sonntag eine Amaes Verbrechen gegen die öffentliche Sicherheit bei öffentlichen Versammlungen, auf Preßvergehen, auf Verbrechen gegen die Freiheit der Arbeit, auf Veröbrechen, Beamte gelegentlich von auf polinsche Verbrechen, einschließlich der bewaffneter Banden zum Zwecke der

Begehung eines

bestimmten Verbrechens, und auf solche Verbrechen erstreckt, welche bezweckten, das Parlament an der Ausübung seiner

Thätigkeit zu hindern. Die Amnestie bezieht sich nicht auf

Verbrechen gegen das Eigenthum oder das Leben von Per⸗ sonen und kommt nicht solchen Angeklagten oder Verurtheilten noch nicht verhaftet oder

zu gute, welche bis zum 31. v. M. den Behörden vorgeführt worden sind. Der französische Botschafter Barrére empfiag gestern die

französische Kolonie in Nom und hielt dabei eine Rede, in welcher er erwähnte, daß die Wiederaufnahme der Handels⸗ 8 ergebnißreicher

beas snen mit Italien schneller und gewesen sei, als man gehofft habe. Die Besserung der Be⸗ ziehungen beschränke sich nicht nur auf das ökonomische Gebiet. Der Botschafter erinnerte an den Besuch der fran⸗ zösischen Flotte in den sardinischen Gewässern und bemerkte in Bezug auf die britisch⸗französische Konvention über Zentral⸗Afrika, Frankreich habe Italien offizielle Versiche⸗ rungen gegeben, welche Italien über die Tragweite der Kon⸗ vention völlig beruhigten. Man habe auch die Abgrenzun der beiderseitigen meihen en an der Somaliküste ins Wer klest und dort freund vhastliche Beziehungen angeknüpft. Die Ausscheidung von Anlässen zu Mißverständnissen sei leicht ge⸗ worden und werde immer leichter werden. Der Botschafter schloß seine Rede mit einem Hoch auf den Präsidenten Loubet und den König und di

Der Sultan hat, wie „W. T. B.“ aus Konstantinopel

meldet, dem König von Spanien den Großkordon des

Imtiaz⸗Ordens verliehen.

In Beantwortung der letzten russischen Note sicherte die Pforte die Restzahlung der Kriegsenischädigung bis zum 13. Januar 1900 zu. Gö“ b

1 *

Griechenland.

Der Ober⸗Kommissar für Kreta Prinz Georg ist gestern in Athen eingetroffen.

Von Italien und Griechenland wurde, dem „W. T. B.“ zufolge, am Sonnabend ein modus vivendi unterzeichnet, nach welchem der status quo in Sachen der Schiffahrt aufrecht erhalten wird. Die Frage des Fischfanges bleibt weiteren Ver⸗ handlungen vorbehalten. Bezüglich der Zölle wird der status

uo aufrecht erhalten, mit Ausnahme des Zolls auf griechischen Wein, für welchen von Italien 12 Lire statt 5,77 Lire Zoll für den Hektoliter erhoben werden.

Rumänien.

Der Senat hat der Verlängerung der Gültigkeit des handelspolitischen Abkommens mit Bulgarien zu⸗ estimmt und das bereits von der Kammer genehmigte Zucker⸗ teuergesetz sowie das Patentgesetz angenommen. Durch die Annahme dieser Gesetze wird, dem „W. T. B.“ zufolge, eine etatsmäßige Mehreinnahme von 800 000 Fr. erzielt. 11“ 1“

Der König Alexander traf gestern von Wien wieder in Belgrad ein und wurde von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. In Regierungskreisen giebt man, wie „W. T. B. * berichtet, der lebhaftesten Befriedigung über den herzlichen Empfang des Königs am Wiener bee Ausdruck, unter Be⸗ tonung der großen, Serbien und Oesterreich⸗Ungarn gemein⸗

samen wirthschaftlichen Interessen.

Bulgarien.

Die Sobranje hat, nach einer Meldung des „W. T. B.*

aus Sofiga, am Sonnabend die Anleihe⸗ orlage in allen Lesungen angenommen. 8EE1“

Amerika. E116“

ie erlassen, welche sich auf

welche gegen Tumulten begangen wurden, Bildung

Aus Washington meldet „W. T. B.“: Die Ver⸗

handlungen des Staatssekretärs Hay mit den europäischen Großmächten und Japan wegen Aufrechterhaltung der Politik der offenen Thür in ganz China hätten bei den meisten Betheiligten zu befriedigenden Resultaten geführt. Die Regierung veröffentliche gegenwärtig die eingegangenen Antworten nicht, indeß verlaute aus zuverläsfiger Quelle, daß Großbcitannien, Rußland, Frankreich und Japan in zu⸗ stimmender Weise gsantwortet hälten, und man zweifle nicht daran, daß Italien hies auch thun werde.

Der amerikanische Konsulatsverweser in Pretoria tele⸗ graphierte, daß die Behörden von Transvaal in entgegen⸗ kommender Weise dem Ersuchen der Vereinigten Skaaten von Amerika stattgegeben haben, es möge einem amerikanischen Offizier gestattet werden, den Bewegungen der Buren⸗Truppen zu folgen. Das Kriegs⸗Departement wird daher unverzüglich einen geeigneten Offizier auswählen, der sich sofort nach dem Kriegsschauplatz begeben soll.

In einer Versammlung irländischer Vereine in New York gelangten Resolutionen zur Annahme, welche Sym pathien mit den Buren ausdrückten und den Krieg ve urtheilten. Der Senator Mason und andere hervorragende Persönlichkeiten nahmen an der Versammlung theil. In mehreren Städten des Westens fanden ähnliche Zusammen⸗

Die Behörden in Colombo (Ceylon) haben, dem „Reuter'schen Bureau“ zufolge, die Bildung eines Korps von berittenen Freiwilligen Ceylons für den Dienst in Süd⸗Afrika genehmigt. 8 Eintritt in das Korps.

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