1900 / 26 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 27 Jan 1900 18:00:01 GMT) scan diff

.Untersuchungs⸗Sachen .Aufgebote, 8

. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. .Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.

erlust⸗ und Fundsachen, u. dergl. . Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung.

Oeffentlicher Auzeiger.

6. Feenamdtt.Sese. aften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch 7. Erwerbs⸗ und

8. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten.

9. Bank⸗Ausweise.

10. Verschiedene

irthschafts

enossenschafteuan.

ekanntmachungen.

1) Untersuchungs⸗Sachen.

[77941] Steckbriefs⸗Erneuerung. „⸗Der gegen den Fabrikanten Wilhelm Ernst Paul ormansky wegen wiederholter schwerer Urkunden⸗ fälschung unter dem 28. August 1890 in den Akten U. R I. 249. 1890 erlassene Steckbrief wird erneuert. Berlin, den 25. Januar 1900. Der Untersuchungsrichter beim Königlichen Landgericht I.

116“

[77942]

Der hinter die verehelichte Amida Wally Schulze, geb. Harmuth, geboren 5 Juni 1863 zu Priebus, Kreis Sagan, in den Akten U. R. II 300. 94 üe 8 September 1894 erlassene Steckbrief ist er⸗ edigt.

Berlin, den 20. Januar 1900.

Königliche Staatsanwaltschaft I.

775812 1,, Beschluß.

Auf Antrag des Gerichts der 16. Division in Trier wird in der Untersuchungssache wider den Reservisten Jarob Jung III. (geboren am 14. November 1870 zu Neunkirchen im Fürstenthum Birkenfeld) wegen Fahnenflucht zur Deckung der den Angeschuldigten möglicher Weise treffenden höchsten Strafe von 3000 und einer Kostenpauschsumme von 150 das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des Angeschuldigten mit Beschlag belegt.

Nohfelden, 1900, Januar 222.

Großherzogliches Amtsgericht. (gez.) Hartong

11“ Beglaubigt:

(L S.) (Unterschrift), Gerichtsschreibergehilfe

[76674] O. 351./I. 96. Verkündet am 29. Mai 1897.

Gröschke, Gerichtsschreiber.

8 Im Namen des Königs! 1.“ In Sachen:

1) der Handelsgesellschaft Otto Rüger zu Lockwitz⸗ grund bei Dresden,

2) der Handelsgesellschaft C. G. Gaudig Nach⸗ folger zu Leipzig,

3) der Handelsgesellschaft Gebrüder Weise zu Frank⸗ furt a. Oder, 4) der Handelsgesellschaft Gebrüder Stollwerk zu Köln a. Rh.,

5) des Fabrikbesitzers Max Loss (Inhaber der Firma Gebr. Waldbaur zu Stuttgart),

6) der Handelsgesellschaft Heinrich Haeberlein zu Nürnberg, 8 7) der Handelsgesellschaft C. R. Kaeßmodel zu eipzig,

8) der Handelsgesellschaft F. G. Metzger zu Nürn⸗

berg,

9) der Handelsgesellschaft Riedel & Egelmann zu Dresden⸗Plauen,

10) des Fabrikbesitzers Max Pantel (Inhaber der Firma Knape & Würk) zu Leipzig,

11) der Handelsgesellschaft W. F. Wucherer & Cp. zu Würzburg,

9 der Handelsgesellschaft Bernh. Most zu Halle

a. S.,

13) der Handelsgesellschaft Peikert & Cp. zu Wernigerode a. H.,

14) der Handelsgesellschaft Zschimmer & Witzsch zu Chemnitz,

15) der Handelsgesellschaft Oswald Püschel zu Breslau,

16) des Fabrikbesitzers Eduard Wendt (Inhaber der Firma Paul Wesenberg Sohn) zu Berlin,

17) des Fabrikbesitzers Ernst David (Inhaber der Firma Fr. David Söhne) zu Halle a. S.

18) des Fabrikbesitzers Ferdinand Steffens (In⸗ haber der Firma Müller & Weichsel Nachfolger) zu Magdeburg,

19) der Handelsgesellschaft Bethge & Jordan zu Magdeburg,

S 84 Handelsgesellschaft Werkmeister & Retzdorff zu Berlin,

21) der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Ver⸗ einigte Chokolade⸗ und Bonbons⸗Fabrit E. O. Moser & Cp. und Wilh. Roth jun. zu Stuttgart,

S der Handelsgesellschaft Hartwig & Vogel zu resden,

8. der Handelsgesellschaft Hoffmann & Tiede zu erlin,

24) des Fabrikbesitzers August Flachmann (Jnhaber der Firma Barmeier & Flachmann) zu Herford,

25) der Handelsgesellschaft Jordan & Timaeus zu Dresden,

26) der Handelsgesellschaft Lobeck & Cp. zu Dresden,

27) der Handelsgesellschaft Neugebaur & Lohmann zu Emmerich a. Rh.,

28) des Fabrikbesitzers Herm. de Giorgi (Inhaber der Firma Herm. de Giorgi) zu Essen,

29) des Fabrikbesitzers Bernh. Sprengel (Inhaber der Firma B. Sprengel & Cp.) zu Hannover,

519 8 Handelsgesellschaft Emanuel Weinberg zu Herford, 31) der Handelsgesellschaft Hewel & Veithen zu

Köln a. Rh., Handelsgesellschaft Wilhelm Felsche zu

32) der Leipzig,

33) der Kommanditgesellschaft Joh. Gottl. Haus⸗ waldt zu Magdeburg,

34) der Handelsgesellschaft R. Mertens & Cp. zu Magdeburg,

35) der Handelsgesellschaft Gustav Reinhardt & Cp. Nachf. zu Magdeburg,

36) des Fabrikbesitzers Franz Sobtzick (Inhaber der Firma Franz Sobtzick) zu Ratibor,

37) der Handelsgesellschaft Stengel & Ziller zu Stuttgart,

38) des Fabrikbesitzers Ernst Caspar (Inhaber der Firma C. L. Friedrichs zu Rostock),

39) des Fabrikbesitzers August Leppien (Inhaber der Firma August Leppien) zu Berlin,

40) des Fabrikbesitzers Richard Selbmann (In⸗ haber der Firma Richard Selbmann) zu Dresden,

41) der Handelsgesellschaft Gebr. de Giorgi zu Frankfurt a. Main,

42) der Handelsgesellschaft Gebr. Hillers zut Gräf⸗

43) des der Firma Joh. 2 Wagner & Cp.) iu Mainz,

44) des Fabrikbesitzers Joh. Kordt (Inhaber der Füenns Törsleff & Elley) zu Flensburg, jetzt Flens⸗ urger Chokoladenfabrik Gesellschaft mit beschränkter

aftung,

Hafts des Fabrikbesitzers Hubert Feldhaus (Inhaber der Firma P. F. Feldhaus) zu Neuß a. Rh.,

46) des Fabrikbesitzers Adolf Hedinger (Inhaber der Firma Ad. Hedinger) zu Stuttgart,

47) der Kommanditgesellschaft L. Schaal & Cp. zu Straßburg i. E.,

48) der Handelsgesellschaft J. H. Branscheidt zu Düsseldorf,

8 der Handelsgesellschaft P. J. Heddinga zu Norden,

50) des Fabrikbesitzers Franz Günther (Inhaber der Firma Franz Günther) zu Speyer,

51) des Fabrikbesitzers Gustav Teubner (Inhaber der Firma Gustav Teubner) zu Niederhäslich bei Dresden,

52) des Fabrikbesitzers Ronnenberg (Inhaber der Firma F. H. A. Ronnenberg) zu Wernigerode a. H.,

Kläger, Prozeßberollmächtigter: Rechtsanwalt Klaerich zu Frankfurt a. Oder, gegen

1) den Fahe ehesie Paul Kieselich,

2) den Fabrikbesitzer Franz Kieselich, zu 1 und 2 Inhaber der Firma Schoegel & Cp. zu Frank⸗ furt a. Oder, 1

Beklagte, Prozeßbevollmichtigter: Rechtsanwalt Schindler zu Frankfurt a. Oder,

wegen Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb, hat die Dritte Zivilkammer des Königlichen Landgerichts zu Frankfurt a. Oder auf die mündliche Verhandlung vom 15. Mai 1897 unter Mitwirkung

1) des Landgerichtsraths Dr. Geppert,

2) des Landrichters Tirpitz, 1

3) des Gerichtsass ssors Lampe, 8 8

für Recht erkannt:

Den Beklagten wird es untersagt und zwar zur Vermeidung einer Geldstrafe von 100 (Hundert) Mark für jeden Fall unter der Firma Schoegel & Cp. oder sonst die Behauptung zu wiederholen, oder zu verbreiten. daß die Mitglieder des Verbandes Deutscher Chokoladen⸗Fabrikanten der von ihnen fabrizierten Chokolade „Fett“ ohne die Ein⸗ schränkung, daß dieses Fett Kakaobutter ist, zu⸗ setzen, insbesondere in der Königsberger Zeitung vom 8. Juli 1896 enthaltene Annonce zu . Les; und hat der 7. Zivilsenat des Königlichen Kammer⸗ gerichts in Berlin auf die mündliche Verhandlung vom 10. Mai 1899 unter Mitwirkung des Senats⸗ Präsidenten Wünsche, der Kammergerichtsräthe Roepell, v. Wolf, Dr. Freusberg, Dr. Sperling

für Recht erkannt:

Die Berufung der Beklagten gegen das am 29. Mai 1897 verkündete Urtheil des Königlichen Land⸗ gerichts zu Frankfurt a. Oder, 3. Zivilkammer, wird zurückgewiesen.

Im übrigen wird auf die Berufung der Kläger das Urtheil dahin abgeändert:

Den Beklagten wird es untersagt, zu behaupten oder zu verdreiten:

daß Chokoladenfabrikate, die unter einem Zu⸗ satze von Kakaobutter hergestellt sind, unrein pder verfälscht sind,

und zwar sei es direkt, sei es indirekt dadurch,

daß sie unter H rvorhebung, sie die Be⸗

klagten verwendeten nur Kakao und Zucker zur Herstellung von Chokolade, solche im Gegensatze zu Chokoladefabrikaten, welche unter Zusatz von Kakaobutter hergestellt werden, als „reine Chokolade“ bezeichnen. unter Androhung einer Strafe bis zu 100 für jeden Fall der Zuwiderhandlung.

Die Kosten des Rechtsstreits werden den Be⸗ klagten auferlegt.

Den Klägern wird auch die Befugniß zuerkannt, den die Verurtheilung betreffenden Theil der Formeln der Urtheile erster und zweiter Instanz auf Kosten der Beklagten innerhalb 4 Wochen nach Eintritt der Rechtskraft der Entscheidung in nachstehenden Zeitungen bekannt zu machen: Beilage⸗Blatt des „Reichs⸗ und Staats⸗Anzeigers“ Trierer Conditor⸗ zeitung“, „Deutsche Colonial⸗Waaren⸗Zeitung zu Leipzig“, „Generalanzeiger für Deltcatessenhandlungen in Hamburg“.

Vorstehende Urtheilsformel wird hiermit ausge⸗ fertigt und bezeugt, daß das Urtheil die Rechtskraft beschritten hat.

Frankfurt a. O., den 18. Januar 1900.

(L. S.) Gröschke, Gerichtsschreiber des Königl. Landgerichts. b Zivilkammer 3.

e Pük-2 Ludwig Buder (Inhaber

8

2) Aufgebote, Verlust⸗ u. Fund⸗ sachen, Zustellungen u. dergl.

[779⁶²] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von Tempelhof Band 9 Nr. 430 auf den Namen des Marmorwaaren⸗Fabrikant Reinhold Emil Hugo Stpoevesandt hier eingetragene, zu Berlin, in der Wartenburgstraße (Nr. 11) belegene Grundstück am 28. März 1900, Vormit⸗ tags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Erdgeschoß, Eingang C., Zimmer 40, versteigert werden. Das Grundstück ist bei einer Fläche von 6 a 90 qkm mit 8920 Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Das Weitere enthält der Aushang an der Gerichtstafel. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 28. März 1900, Nachmittags 12 ½ Uhr, ebenda perkündet werden. Die Akten 86. K. 83. 99. liegen in der Gerichtsschreiberei, Zimmer 41, zur Einsicht aus.

Berlin, den 17. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 86.

[77583]

Nach heute erlassenem, seinem anzen Inhalte nach durch Anschlag an die Gerichtstafel und durch Abdruck in den Amtlichen Mecklenburgischen Anzeigen bekannt

gemachtem Proklam finden zur Zwangsversteigerung der zu einem gemeinsam zu verschuldenden Güter⸗

5

komplexe vereinigten Grundstücke Nr. 347 G, 348 G, 350 G, 351 G, 352 G, 353 G und 354 G des Stadt⸗ buchs zu Lübz mit Zubehör Termine

1) zum Verkaufe nach zuvoriger endlicher Regu⸗ lierung der Verkaufsbedinaungen am Freitag, den 6. April 1900, Vormittags 10 Uhr,

2) zum Ueberbot am Mittwoch, den 2. Mai 1900, Vormittags 10 Uhr,

3) zur Anmeldung dinglicher Rechte an das Grundstück und an die zur Immobiliarmasse des⸗ selben gehörenden Gegenstände am Freitag, den 6. April 1900, Vormittags 9 ½ Uhr,

im Schöffengerichtssaale des hiesigen Amtsgerichts⸗ gebäudes statt. Auslage der Verkaufsbedingungen vom 22. März 1900 an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum Secuester bestellten Herrn Referendar Berndes zu Lübz, welcher Kaufliebhabern nach vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grundstücks mit Zubehör gestatten wird.

Lübz, den 25. Januar 1900.

Großherzogliches Amtsgericht.

[77582] 116“

In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung des Wohngrundstücks Nr. 2032 zu Dömitz, hat das Groß⸗ herzogliche Amtsgericht zur Abnahme der Rechnung des Sequesters, zur Erklärung über den Theilungsplan, sowie zur Vornahme der Vertheilung Termin auf den 14. Februar 1900, Vormittags 11 Uhr, bestimmt. Der Theilungeplan und die Rechnung des Sequesters werden vom 6. Februar d. Js. an zur Einsicht der Betheiligten auf der Gerichtsschreiberet niedergelegt sein.

Dömitz, den 24. Januar 1900.

8 Schmidt, 1 Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts.

Aufgebot. Volkers in Scheppern hat Nr. 90 der Aktiengesellschaft Friedrichstädter Bankverein in Friedrichstadt be⸗ antragt, mit dem Bemerken, daß ihm dieselbe beim Brande seines Hauses verloren gegangen sei. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Montag, den 26. März 1900, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Friedrichstadt, den 20. Januar 1900. Königliches Amtsgericht.

[77573] Der Landmann Hans das Aufgebot der Aktie

[77571] Aufgebot. Die Wittwe Magdalena Goldschmidt, geb. Dellen⸗ bach, wohnhaft zu Sulzern bei Münster im Ober⸗ Elsaß, ohne Gewerbe, vertreten durch Rechtsanwalt Burg in Straßburg, hat das Aufgebot über den 4 % Pfandbrief Serie IV, Litt. A, Nr. 013 298 der Aktiengesellschaft für Boden⸗ und Kommunal⸗ kredit in Elsaß Lothringen mit dem Sitz in Straß⸗ burg i. E. über 500 beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, den 3. Juli 1901, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zivil⸗ sitzungssaal Nr. 49, im Obergeschoß, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunde erfolgen wirrde. Stratzburg, den 10. Dezember 1897 8 Kaiserliches Amtsgericht.

Auf Grund des § 367 des Handelsgesetzbuchs vom 10. Mai 1897 wird bekannt gemacht, daß nachstehend verzeichnete Wertbpapiere in Verlust gerathen sind:

3 Stück 4 % Pommersche Hypotheken⸗Aktienbank⸗ Pfandbriefe:

Serie V. Litt. D. Nr. 461 über 1000 1“ b6““

6 Stück 5 % Chinesische Gold⸗Anleihe von 1896

Litt. A. Nr. 17 139 bis 17 144 über je 25 f.

Hamburg, den 26. Januar 1900.

Die Polizeibehörde.

[77580ö0) Beschluß.

Das Fräulein Auguste Werz zu Wiesbaden, Geis⸗ bergstr. 4, vertreten durch die Rechtsanwälte Bojanowski und Marxheimer zu Wiesbaden, hat das Aufgebotsverfahren zum Zwecke der Kraftloserklärung des Looses Nr. 77 103 (Siebenundsiebenzigtausend Einhundert und drei) der V. (fünften) Berliner Pferde⸗Lotterie beantragt. Gemäß § 1019 Z.⸗P.⸗O. wird dem Aussteller des Papiers, insbesondere der Technischen Kommission für Trabrennen zu Berlin, Schadowstraße 8, sowie der Zahlstelle, dem Loose⸗ General⸗Debit⸗ und Bankgeschäft Carl Heintze zu Berlin, Unter den Linden 3, verboten, an den In⸗ haber des oben bezeichneten Looses eine Leistung zu bewirken.

Berlin, den 18. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 82. Lieber. Aufgebot.

Fräulein Auguste Werz zu Wiesbaden, Geisberg⸗ straße 4, vertreten durch die Rechtsanwälte Bojanowski und Marxheimer zu Wiesbaden, hat das Aufgebot des Looses Nr. 77 103 der V. Berliner Pferde⸗Lotterie beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 29. September 1900, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich⸗ straße 13, Hof, Flügel B., part., Saal 32, anbe⸗ raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft⸗ loserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Berlin, den 19. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 82.

[775660 Bekquntmachung.

Auf Antrag 1) der Wittwe Schreiners Carl Schäffers, Maria, geb. Schroer, zu Bocholt, 2) des Schuhmachermeisters Franz Wellmann daselbst für sich und seine Kinder: a. Johann, b. Helena, c. Wilhelm, d. Johann Heinrich vertreten durch den Rechtsanwalt Schildhaus in Bocholt —, ist an

den Königshovener Spar⸗ und Darlehnskassenverein e. G. m. u. H. zu Königshoven als Aussteller eines auf den Namen des zu Königshoven vor einigen Wochen verstorbenen Kupferschmieds Theodor Schmitz lautenden Sparkassenbuchs durch Verfügung vom 13. dieses Monats das Verbot erlassen, an den In⸗ baber des gedachten Sparkassenbuchs irgend eine Leistung zu bewirken.

Bergheim, den 23. Januar 1900..

Königliches Amtsgericht.

[584577 Aufgebot.

Das Sparkassenbuch der städtischen Sparkasse zu Hirschberg Nr. 53 478 über 251,53 ℳ, ausgefertigt für den „Fonds zur Errichtung eines Krieger⸗ denkmals in Reibnitz“ ist angeblich verloren ge⸗ gangen und soll auf Antrag der Berechtigten, nämlich der Mitglieder des Komitees zur Errichtung eines Kaiser⸗ und Kriegerdenkmals in Reibnitz, zum Zwecke der neuen Ausfertigung für kraftlos erklärt werden. Es wird daher der Inhaber des Buchs aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin am 16. Juni 1900, Vormittags 11 Uhr, seine Rechte an⸗ zumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung dieses Sparkassenbuchs er⸗ folgen wird. 8 8

irschberg, den 20. November 1899 Koöhnigliches Amtsgericht. 2.

8

[70328] Ausfertigung. ““ Das Kgl. Amtsgericht Hofheim erläßt folgendes Aufgebot:

Es sind, wie geltend gemacht, zu Verlust gegangen:

1) das dem Bauern Georg Schwappacher II. in Rügheim gehörige und auf dessen Namen aus⸗ gestellte Einlagebuch Nr. 5370 der Distrikts⸗Spar⸗ kasse Hofheim über eine Einlage von 1000 ℳ,

2) das dem Bauern Heinrich Baumüller in Birkenfeld gehörige und auf dessen Namen aus⸗ gestellte Einlagebuch Nr. 5524 der Distrikts⸗Spar⸗ kasse Hofheim über eine Gesammteinlaße von 130

Auf Antrag der vorbezeichneten Eigenthümer werden die allenfallsigen Inhaber der genannten Einlage⸗ bücher aufgefordert, ihre Rechte hierauf bis spätestenz im Aufgebotstermin vom Dienstag, 10. Juli 1900, Vorm. Uhr, im diesgerichtlichen Sitzungssaal anzumelden und die Einlagebücher vor⸗ zulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung er⸗ se1 ee ag 22. Dezember 1899

Hofheim, 22. Dezember 1899. 11““

Der K. Amtsrichter: 8 (L. S.) gge8. Höhn. 1 Zur Beglaubigung der Ausfertigung:

Hofheim, den 30. Dezember 1899. 3

Der K. Sekretär: (L. S.) Metz.

[77577] Aufgebot. 8

Die verehelichte Werkarbeiter Mathilde Kroll zu Königshütte, Karlstraße Nr. 7, hat das Aufgebot des Sparkassenbuchs Nr. 6047 der Stadtsparkasse Königshütte O.⸗S. über 103,37 ℳ, lautend auf den Namen Emilie Kania, Bismarckhütte, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 26. September 1900, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 10, anberaumten Aufgebots⸗ termin seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Königshütte O.⸗-S., den 16. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht. 8 1A116“ 1“ [77579] Aufgebot.

Der Böttcher August Goetz aus Mocker, Rayon⸗ straße Nr. 25, hat das Aufgebot des angeblich ver⸗ brannten Sparkassenbuchs der städtischen Sparkasse in Thorn Nr. 25 547, lautend auf August Goetz in Kl⸗Mocker über 20 53 Ende Dezember 1899, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 15. Ok⸗ tober 1900, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 22, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. 8

Thorn, den 23. Januar 1900. 8

Königliches Amtsgericht.

[68978] Aufgebot. Auf Antrag des Kaufmanns Julius David in Berlin wird der Inhaber des angeblich verloren ge⸗ gangenen Wechsels d. d. Insterburg, den 6. Februar 1899 über 74 ℳ, zahlbar am 6. April 1899, aus⸗ gestellt von dem Schuhmachermeister Fritz Skibbe in Insterburg an eigene Ordre, acceptiert von G. Siebert, in blanco giriert, aufgefordert seine Rechte auf den Wechsel spätestens in dem Aufge⸗ botstermine am 13. Juli 1900, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten es es Zimmer Nr. 22, anzumelden und den Wechsel vor⸗ zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Insterburg, den 26. Dezember 1899. b Königliches Amtsgericht. 4. F. 45/99.

[77578] Aufgebot. 8 1) Der Rechtsanwalt und Notar Paul Fischer in Pritzwalk als Erbe der geschiedenen Frau Bäcker⸗ meister Fischer, Friederike, geb. Kirchhoff, in Loitz,

2) der Schuhmacher Friedrich Johanns in Loitz haben das Aufgebot des verloren gegangenen Hypo⸗ thekenbriefs über die im Grundbuch von Loitz Bd. VII Bl. 338 in Abth. III Nr. 4 für die ge⸗ schiedene Frau Bäckermeister Fischer, Friederike, geb. Kirchhoff, in Loitz eingetragene, zu 5 % seit 1. Ok⸗ tober 1874 verzinsliche Darlehnsforderung von 300 beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 22. September 1900, Vormittags 10 Uhr, vor dem unter⸗ zeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er⸗ folgen wird. 8

Loitz, den 11. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht.

N. 26.

nzeiger und Königlich Preußis

Berlin, Sonnabend, den 27. Januar

chen Staats⸗Anzeiger

1900.

1. Untersuchungs⸗Sachen

3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc 5. Verloosung ꝛc. von Werthpapieren.

2. dasefbote erlust⸗ und Penösachen heftenengen u. dergl.

Oeffentlicher Anzeiger.

6. Kommandit⸗Gesellschaften auf Aktien u. Aktien⸗Gesellsch 7. Erwerbs⸗ und 8. Niederlassung ꝛc. von 9. Bank⸗Ausw 8

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

irthschafts⸗Ge⸗ . 1 2eee e hais

2) Aufgebote, Verlust⸗ n. Fund

sachen, Zustellungen u. dergl.

6274] Aufgebot.

Es ist das Aufgebot folgender von dem Arbeiter

ans Tadsen auf Nordstrand ausgestellter Obli⸗ gationen beantragt: 1) der Obligation vom 28. Ja⸗

nuar 1879 über 2700 und 2) der Obligation

vom 13. März 1891, eingetragen für Franz Johannsen’'s Wittwe auf Nordstrand im Grundbuch von Nordstrand Band III. Artikel 125 Abth. III unter Nr. 1 und 2. Die Inhaber dieser Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 7. Mai 1900, Vormittags 10 Uhr, anbe⸗ raumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraft⸗ loserklärung der Urkunden erfolgen wird. Nordstrand, den 10 Januar 19090. Königliches Amtsgericht. von Oldenberg.

177572]

In Sachen, betreffend die Anlegung des Grund⸗ buches für die Gemeinde Weyer, wird der Knecht Hubert Braf, zuletzt in Eschweiler, jetzt ohne be⸗ kannten Wohn⸗ und Aufenthaltsort zur Wahrung seiner Rechte an dem im Kataster auf Artikel 937 für Peter Braf, Fabrikarbeiter in Sieglar bei Trois⸗ dorf, und Hubert Braf, Knecht in Bonn, eingetrage⸗ nen Grundstücke der Gemarkung Weyer Flur 34 Nr. 95 „Im Bellenbruch“, Wiese, 4 a 96 qm, auf Montag, den 5. März 1900, Vormittags 10 Uhr, vor das unterzeichnete Gericht, Zimmer Nr. 8, geladen. Falls bis zum Schlusse des Ter⸗ mins keine Ansprüche geltend gemacht sind, wird als Eigenthümer der bezeichneten Parzelle im Grund⸗ buche zur Eintragung gelangen Johann Mießeler (Sohn von Jacob), Tagelöhner in Eiserfey.

Gemünd, den 30. November 1899.

Königliches Amtsgericht. Abth. 3.

[76295] Kgl. Amtsgericht Ellwangen. Aufgebot.

Andreas Schüll, Taglöhner in Attenhofen, Gde. Hofen, O.⸗A. Aalen, hat zugleich namens seiner Ehe⸗ frau Barbara, geb. Bribesnecker, die Todeserklärung seiner am 1. November 1861 in Röhlingen geborenen, zuletzt daselbst wohnhaften, im Jahre 1882 nach Amerika abgereisten, wahrscheinlich seit den Jahren 1885 oder 1886 mit einem August Pfeifer aus Bayern verehelichten, seit 12 Jahren verschollenen Stieftochter Marie Bribesnecker beantragt. Nach⸗ dem dieser Antrag zugelassen wurde, ist Aufgebots⸗ termin auf Samstag, den 6. Oktober 1900, Vormittags 11 Uhr, bestimmt worden. Es er⸗ geht hiemit die Aufforderung:

1) an die Verschollene, sich spätestens im Auf⸗ gebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todes⸗ erklärung erfolgen wird,

2) an alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu ertheilen vermögen, spätestens im Aufgebotstermin dem Gerichte Anzeige zu machen.

Den 19. Januar 1900.

Amtsrichter Abel. Veröffentlicht durch Gerichtsschreiber Karpf.

[77570] Aufgebot.

Auf Antrag der Testamentsvollstrecker des ver⸗ storbenen Privatmanns Heinrich Rudolph August Strubbe und seiner überlebenden Ehefrau, Marie (Mary) Christine Wilhelmine, geb Ruge, nämlich der Hausmakler Georg Stockfleth und Friedrich Wilhelm Otto Beenke, vertreten durch die hiesigen Rechtsanwälte Dres. jur. Behn, Kaemmerer und Niemeyer, wird ein Aufgebot dahin erlassen:

Es werden

1) alle, welche an den Nachlaß des in Bramsche

(Hannover) geborenen und hierselbst am 7. Juni 1899 verstorbenen Privatmanns Heinrich Rudolph August Strubbe, insbesondere an die zum Nachlaß gehörige, auf Namen von August Strubbe in dem Grundbuch Lemsabl⸗Melling⸗ stedt Band I Bl. 10 Art. 11 eingetragene

Hypothek von 1200,— Erb⸗ oder sonstige

IAnsprüche und Forderungen aus irgend welchem Reechtsgrunde zu haben vermeinen, und 2) alle diejenigen, welche den Beftimmungen des von dem genannten Erblasser in Gemeinschaft

mit seiner überlebenden Ehefrau, Marie (Mary)

Christine Wilbelmine, geb. Ruge, am 17. Fe⸗

bruar 1891 hierselbst errichteten, mit einem

Anbang vom 31. Mai 1899 versehenen und am

20. Jani 1899 hierselbst publizierten Testaments,

insbesondere der Ernennung der Antragsteller zu

Testamentsvollstreckern, sowie der Bestimmung,

daß dieselben als Vollstrecker des Testaments

nicht nur im allgemeinen befugt sein sollen, alle diejenigen Schritte zu thun und Handlungen vor⸗ zunehmen, welche nach hiesiger Rechtsgewohnheit Testamentsexekutoren gestattet zu sein pflegen, sondern namentlich auch gemeinschaftlich ermächtigt sein, auf der Ehefrau oder auf des Ehemanns, sowie auf des Ehemanns Testaments Namen stehende Grundstücke, Hypothekpöste oder Werth⸗ papiere auf ihren alleinigen Konsens umschreiben, respektive tilgen zu lassen, sowie Klauseln an⸗ zulegen und zu tilgen und den letzten Willen erforderlichen Falles authentisch zu interpretieren, widersprechen wollen, hiermit aufgefordert, solche

Anspruͤche, Forderungen und Widersprüche bei der

Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Amts⸗ gerichts, Poststraße 19, Parterre links, Zimmer

Nrr. 3, spätestens aber in dem auf Mittwoch,

den 14. März 1900, Vormittags 11 Uhr⸗ 3

anberaumten Aufgebotstermin, daselbst, Zimmer r. 1, anzumelden und zwar Auswärtige hunlichst unter Bestellung eines hiesigen Zu⸗ öe bei Strafe des Aus⸗ usses. Hamburg, den 16. Januar 1900. Das Amtsgericht Hamburg. Abtheilung für Aufgebotssachen. (gez.) Völckers Dr., Veröffentlicht: Ude, Gerichtsschreiber.

[77961] Oeffentliche Bekannt'nachung.

Der am 24. Oktober 1899 zu Bernburg verstorbene Privatmann Otto Adolf Deike hat in dem mit seiner Ehefrau Karoline, geb. Faust, errichteten, am 13. Dezember 1899 eröffneten Testament vom 25. Januar 1881 folgende Personen event. deren Descendenz bedacht:

882 Frau Böttcher Charlotte Dabergotz, geb. eike,

2) Frau Maurer Josephine Strietzel, geb. Deike, 3) Frau Briefträger Henriette Reckow, geb. Deike,

4) Frau Wittwe Betty Schwenk, geb. Deike. Berlin, den 24. Januar 1900. Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 95.

[77979] Bekanntmachung.

Durch Ausschlußurtheil vom 10. Januar 1900 ist Karl August Louis Teichmann, geb. am 20. Februar 1840 zu Halle a. S., für todt erklärt.

Halle a. S., den 17. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht. Abthl. 7.

[77586] Bekauntmachung. Durch Urtheil des unterzeichneten Gerichts vom heutigen Tage ist der am 27. Januar 1836 geborene Carl August Kelm aus Grätz für todt erklärt. Grätz, den 22 Januar 1900. Königliches Amtsgericht. [77584] Bekauntmachung. Durch Ausschlußurtheil des unterzeichneten Ge⸗ richts vom 6. Januar 1900 ist das Aufgebot der Nachlaßgläubiger der am 25. Mai 1899 verstorbenen unverehelichten Louise Leonhardt beendigt worden. Berlin, den 20. Januar 1900. Königliches Amtsgericht I. Abth. 84.

[77565]

Durch Ausschlußurtheil des unterzeichneten Gerichts vom heutigen Tage sind die nachbezeichneten Urkunden:

1) die beiden Antheilscheine der Braunschweigischen Prämien⸗Anleihe vom 1. März 1869 Serie 4840 Nr. 37 und Serie 9222 Nr. 11, je über 20 Thaler, 6 2 Braunschweigische 20 Thaler⸗Loos Serie 5188 Nr.

3) der Hypothekenbrief vom 25. Januar 1897 nebst Schuldurkunde vom 14. Januar 1897, inhalts welcher an dem dem Kaufmann Rudolf Karstadt gehörigen, hieselbst No. ass. 158 an der Schützen⸗ straße belegenen Hause und Hofe für den Lehrer Wilbelm Heise hier 10 000 nebst 4 ½ v. H. Zinsen zur Hypothek haften,

4) der Hypothekenbrief vom 25. November 1886, inhalts dessen an dem dem Messerschmiedemeister Schulze gehörigen, hier hintern Brüdern Nr. 2739 und 2740 belegenen Häusern und Höfen sammt Zu⸗ behör für den Schneidermeister August Söchtig hier 3000 nebst 4 ½ v. H. Zinsen zur Hypothek haften,

5) der von dem Bautischlermeister H. Meyer hier ausgestellte und von Aug. Roloff, Maurermeister, hier acceptierte, am 15. Februar 1899 fällig gewesene Prima⸗Wechsel vom 15. November 1898 über 3000 2 für kraftlos erklärt, die zu 3 und 4 bezeichneten Urkunden jedoch nur den Eigenthümern der ver⸗ pfändeten Grundstücke gegenüber.

Braunschweig, den 16. Januar 1900.

Herzogliches Amtsgericht. 1

In der Scholz'schen Aufgebotssache F. 9/99 hat das Königliche Amtsgericht Niesky am 19. Januar 1900 durch den Amtsrichter Dressel erkannt:

1) Der Wechsel über 260 ℳ, zahlbar am 1. Juni 1898, ausgestellt von dem Pferdehändler Ferdinand Scholz an eigene Ordre, acceptiert von dem Ge⸗ meindevorsteher Johann Buder in Thräna, wird für kraftlos erklärt.

2) Die Kosten des Verfahrens werden dem An⸗ tragsteller auferlegt.

Niesky, den 19. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht. 8

[77585] Im Namen des Königs!

In Sachen, betreffend das Aufgebot des Hypotheken⸗ instruments über die auf Nr. 12 Wembowitz, Nr. 63 Neu⸗Wirschkowitz und Nr. 62 Alt⸗Wirschkowitz zur Gesammthaft eingetragene Post von 836 11 ₰, hat das Königliche Amtsgericht in Militsch im Aufgebotstermine vom 19. Januar 1900 durch den Amtsrichter Siebenhaar für Recht erkannt:

Die Hypothekenbriefe über die für die beiden Ge⸗ schw ster Pauline und Ernestine Milde in Wembowitz auf Nr. 12 Wembowitz. Nr. 63 Neu⸗Wirschkowitz und Nr. 62 Alt⸗Wirschkowitz in Abth. III Nr. 9 bezw. 7 bezw. 5 zur Gesammthaft eingetragene Hypothek von 836 10 Darlehn, wovon der Paultne Milde 145 15 ₰, der Ernestine Milde 690 96 zustehen, gebildet aus den drei Hypo⸗ thekenbriefen vom 16. Mai 1877 und der notariellen Schuldurkunde vom 9. Mai 1877, werden zum Zwecke der Bildung einer neuen Ausfertigung für kraftlos erklärt. Die Kosten des Verfahrens fallen den u. nach Verhältniß ihrer Anthei zur Last. 3

8

[76875]

In der Aufgebotssache der Wittwe Abel Kruse, eb. Wrage, aus Quickborn, vertreten durch den Fuftizratb Hedde in Marne, hat das Königliche Amtsgericht Eddelak durch den unterzeichneten Amts⸗ richter für Recht erkannt:

1) der am 29. Dezember 1858 errichtete Kauf⸗ kontrakt zwischen den Benjamin Wrage'schen Ehe⸗ leuten und deren Sohn Hans Wrage zu Buchholz, aus dem im Grundbuch von Burg Artikel 95 in Abtheilung III unter Nr. 1 für die Wittwe Abel serfe eine Hypothek von 2281 20 eingetragen eht,

2) die von dem Landmann Hans Wrage in Buch⸗ holz unter dem 4. Dezember 1880 ausgestellte Schuldurkunde, aus der im Grundbuch von Burg Artikel 95 in Abtheilung III unter Nr. 3 2400 für den Landmann Johann Kruse in Brickeln ein⸗ getragen stehen,

werden für kraftlos erklärt.

Eddelak, den 15. Januar 1900.

Königliches Amtsgerich G v. Rohden. 77974] Bekanntmachung.

Durch Ausschlußurtheil des Königlichen Amts⸗ gerichts zu Heydekrug vom 22. Januar 1900 ist die Hypothekenurkunde vom 29. April 1878 über die für die Gemeinde Ogeln auf Bliematzen Nr. 5 in Ab⸗ theilung III Nr. 1 eingetragene Hypothekenpost für kraftlos erklärt worden. 2

Heydekrug, den 22. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht. [77975] Bekanntmachung. Durch Ausschlußurtheil des Königlichen Amts⸗ gerichts zu Heydekrug vom 22. Januar 1900 ist die Hypothekenurkunde vom 18. Okrober 1859 über die auf Wirkieten Nr. 16, Abtheilung III Nr. 4a, für die Uszwa'schen Eheleute eingetragene Hypothekenpost

für kraftlos erklärt worden. 8

776181

Heydekrug, den 22. Januar 1900. E“ Königliches Amtsgericht.

Durch Ausschlußurtheil vom 16. Januar 1900 ist der Hvpothekenbrief vom 6. Februar 1895 über die im Grundbuche von Hohenlimburg Band VIII. Art. 48 Abth. III unter Nr. 17 für die Ehefrau Metzgermeisters Johann Esser, Wilhelmine, geborene Ruberg, in Langendreer eingetragene Darlehns⸗ forderung von 7000 für kraftlos erklärt worden.

Hohenlimburg, den 17. Januar 1900.

Königliches Amtsgericht. [78006]

Durch Ausschlußurtheil des hiesigen Königlichen Amtsgerichts vom 10. Januar 1900 sind alle Eigen⸗ thumsprätendenten mit ihren Ansprüchen auf die Grundstücke Fl. III Nr. 386/29 St.⸗G. Werther, Fee 11 qm, und Fl. III Nr. 275 St.G. Halle,

eide, 2 a 73 qm, ausgeschlossen worden.

Halle i. W., den 10. Januar 1900.

8 Königliches Amtsgericht.

[779800 Bekanntmachung. Durch Ausschlußurtheil des unterzeichneten Gerichts von heute sind der eingetragene Gläubiger Altsitzer Sebastian Bergw ann aus Konitten bez. dessen Rechts⸗ nachfolger mit ihren Ansprüchen auf die im Grund⸗ buche von Kiwitten Bd II Bl. Nr. 36 in Abth. III unter Nr. 2 aus der Schuldschrift vom 2. Dezember 1861 eingetragene, mit 6 % verzinsliche Darlehns⸗ forderung von 33 Thlr. 10 Sgr. ausgeschlossen. Heilsberg, den 22. Januar 1900. 86 Königliches Amtsgericht. Abth. 2 b.

85 .

[776152 1 8 Oeffentliche Zustellung und

Unterm 8. pr. 9. Januar 1900 hat der Rechts⸗ anwalt Reisert in Augsburg namens der Privatiers⸗ ehefrau Rosina Demharter in Pfersee gegen ihren Ehemann, den Privatier Georg Demharter, früher in Pfersee, nun unbekannten Aufenthalts, Klage wegen Ehescheidung zum K. Landgerichte Augsburg erhoben mit dem Antrage, zu erkennen:

1) Die Ehe der Streitstheile wird geschieden.

2) Der Beklagte Georg Demharter trägt allein die Schuld an der Scheidung.

3) Der Beklagte hat sämmtliche Kosten des Rechtsstreites zu tragen bezw. der Klägerin zu erstatten. Zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits ist vor der I. Zivilkammer des K. Landgerichts Augs⸗ burg Termin auf Freitag, den 30. März 1900, Vormittags 8 ½ Uhr, bestimmt, und ladet die Klägerin den Beklagten zu diesem Termine mit der Aufforderung, einen bei dem K. Landgerichte Augs⸗ burg zugelassenen Rechtsanwalt zu seiner Vertretung zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung, welche durch Gerichtsbeschluß vom 13. cr. bewilligt wurde, wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Augsburg, den 24. Januar 1900.

Gerichtsschreiberei des K. Landgerichts. (L. S.) Beck, K. Sekretär. 8

[77619]

Oeffentliche Zustellung und Ladung.

In Sachen der Ida Laura verehelichten Riedl, geb. Singer, in Netzschkau, Klägerin Prozeß⸗ bevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Johannes Junck in Leipzig —, wider ihren Ehemann, den Schneider Johann Baptist Riedl, früher in Netzschkau, jetzt unbekannten Aufenthalts, Benlagten, ist die Klägerin durch Urtheil der Ersten Zivilkammer des König⸗ lichen Landgerichts zu Plauen vom 6. April 1899 mit ihrer auf Scheidung der Ehe vom Bande ge⸗

des Rechtsstreits vor die

richteten Klage abgewiesen. Die Berufung der Klä- gerin ist durch das am 25. November 1899 ver⸗ kündete, öffentlich zugestellte Urtheil des Königl. Oberlandesgerichts in Dresden zurückgewiesen. Gegen dieses Urtheil hat die Klägerin Revision eingelegt mit dem Antrage, das angefochtene Urtheil aufzu⸗- heben und die Ehe der Parteien vom Bande zu scheiden. Sie ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung über die Revision zu dem vor dem VI. Zivilsenat des Reichsgerichts in Leipzig, Sitzungs⸗ saal II, auf den 30. April 1900, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Verhandlungstermine mit der Aufforderung, sich durch einen bei diesem Gerichts⸗ hofe zugelassenen Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung an den Be⸗- klagten (§§ 203 fg. Z.⸗P.⸗O.) wird dieser Auszug hierdurch bekannt gemacht VI. 24/1900. Leipzig, den 22. Januar 1900. Der Gerichtsschreiber des VI. Zivilsenats des Reichsgerichts: Schubotz, Kanzleirath

[77617] Oeffentliche Zustellung. 8 Der Zuschneider Josef Dziuba zu viegnth Prozeß⸗- bevollmächtigter: Rechtsanwalt Fronzig ler, klagt gegen seine Ehefrau Pauline Dziuba, geboren Wichulla, früher hier, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen Ehebruchs, mit dem Antrage, die Ehe zu trennen, die Beklagte für den allein schuldigen Theil zu erklären und ihr die Kosten des Rechts⸗ streits aufzuerlegen. Der Kläger ladet die Beklagt zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 2. Zivilkammer des öniglichen Landgerichts zu Liegnitz auf den 3. April 1900, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem ge dachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. 2 Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser uszug der Klage bekannt gemacht G Liegnitz, den 24. Januar 1900. 8

Micka, 8 Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

1“

In Sachen Bauer, Krescenzia, Wäscherin in Pasing,

Klagetheil, vertreten durch Rechtsanwalt Zintner

hier, gegen Bauer, Peter, Zimmermann, von Puch zuletzt in München, nun unbekannten Aufenthalts Beklagten, wegen Ehescheidung, wurde die öffentlich Zustellung der Klage bewilligt, und ist zur Ver handlung über diese Klage unter Entbehrlichkeits⸗ erklärung des Sühneversuchs die öffentliche Sitzung der I. Zivilkammer des K. Landgerichts München I vom Montag, den 9. April 1900, Vor mittags 9 Ühr, bestimmt. Hierzu wird Be klagter durch den klägerischen Vertreter mit der Auf⸗ forderung geladen, rechtzeitig einen bei diesseitigem K. Landgerichte zugelassenen Rechtsanwalt zu be stellen. Der klägerische Anwalt wird beantragen zu erkennen:

1) Die Ehe der Streitstheile wird aus Ver⸗ schulden des Beklagten geschieden. 8 2) Der Beklagte hat die Streitskosten zu tragen

München, am 25. Januar 1900. Gerichtsschreiberei des K. Landgerichts München I. Hartmann, K. Ober⸗Sekretär.

[77616] Oeffentliche Zustellung.

Die Catharina Zwick, geb. Keck, Fabrikarbeiteri zu Neudorf, vertreten durch Rechtsanwalt Seeger, klagt gegen ihren Chemann Thomas Zwick, Maure früher in Straßburg, jetzt ohne bekannten Wohn und Aufenthaltsort, wegen Mißhandlung und Be⸗ leidigung mit dem Antrage: die zwischen den Parteien am 12. Oktober 1893 zu Straßburg geschlossen Ehe zu Ungunsten des Beklagten zu scheiden, und ladet den Beklagten zur mündlichen erhandlung

R 1 II. Zivilkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Straßburg auf den 4. April 1900, Vormittags 9 ½ Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. .

Der Landgerichts⸗Sekretär: (L. S.) Weber.

[77599] Oeffentliche Zustellung. Der Vormund der minderjährigen Amalia Werder, Metzgermeister Heinrich Schmidt zu Altendorf (Rhein⸗ land), Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Goudron hier, klagt gegen den früheren Wirth Karl Baillant, früher zu Altendorf (Rheinland), jetzt in Amerika unbekannten Aufenthalts, mit dem Antrage

1) den Beklagten für den Vater des von der un⸗ verehelichten Anna Werder am 8. Januar 1899 zu Altendorf geborenen unehelichen Kindes Amalia Werder zu erklären und denselben kostenpflichtig zu verurtheilen, an Alimenten seit der Geburt d Kindes monatlich 15 pränumerando zu zahlen, .“ zwar die verfallenen Raten sofort, Ke⸗ das Urtheil für vorläufig vollstreckbar zu e

ren.

Der Kläger ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Essen auf den 17. März 1900, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Feftegern wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. 8

Essen, den 22. Januar 1900. 8

oA“ Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[77590] Oeffentliche Zustellung.

Der Rechtsanwalt Dr. Halpert in Berlin, Neue Friedrichstraße Nr. 76, vertreten durch den Rechts⸗ anwalt Paul Ubbelohde in Berlin, Neue Friedrich⸗ straße 76, klagt gegen den Kammerrath Ludwig Barth, früher in Berlin, jetzt unbekannten Auf⸗ enthalts, wegen Gebühren und Auslagen für Ver⸗ tretung in einer Strafprozeßsache, mit dem Antrage