1900 / 32 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 03 Feb 1900 18:00:01 GMT) scan diff

ubin bei dem Amtsgericht in Niederwüstegiersdorf, der Fengi afecher Grünberger bei dem Landgericht in Breslau, der Gerichts Assessor Frens bei dem Landgericht in Hannover und der Gerichts⸗Assessor Krümling bei dem Amtsgericht in Wernigerode.

Der Kammergerichtsrath Busch I., der Amtsgerichtsrath Fischer in Königsberg i. Pr., der Staatsanwaltschaftsrath Dr. Keil beim Oberlandesgericht in Breslau und der Rechts⸗ anwalt und Notar Bartsch in Belgard sind gestorben.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.

Der Regierungs⸗ und Schulrath Ferdinand Bünger ist der Regierung zu Aurich überwiesen worden. 1 83 Der bisherige Gymnasial⸗Oberlehrer Vormstein aus Königsberg i. Pr. ist zum Kreis⸗Schulinspektor ernannt worden. 8 Per ordentliche Professor Dr. Her⸗gier Sarrazin zu Kiel ist in gleicher Eigenschaft gin die philosophische Fakultät der Universität zu Breslau versetzt worden. 1““ . Dem Ober⸗Bibliothekar an der Königlichen Universitäts⸗ Bib u Berlin Dr. Wilhelm Seelmann ist das Prädika Professor“ beigelegt worden.

Die Personal⸗Veränderungen in der Armee ꝛc. befinden sich in der Ersten Beilage.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 3. Februar.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten, wie „W. T. B darhen heute Vormittag die Vorträge des Chefs

des Generalstabs der Armee, Generals Grafen von Schlieffen 8 des Chefs des Militärkabinets, Generals von Hahnke.

1“

In der am 1. d. M. unter dem Vorsitz des Staats⸗ Ministers, Staatssekretärs des Innern Dr. Grafen von Posadowsky⸗Wehner abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths wurde dem Entwurf von Vorschriften über die Einrichtung und den Betrieb von Zinkhütten, sowie dem Antrage Bayerns wegen Aenderung der Satzungen für die Arbeiterpensionskasse der Königlich bayerischen Staatseisen⸗ bahnverwaltung und der Vorlage wegen Aenderung des Statuts der Norddeutschen Knappschaftspensions⸗ kasse in Halle a. S. die Zustimmung ertheilt. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen: die Vorlage, betreffend Aenderungen der Grundsätze für die 11n einzelnen Orte in 8 verschiedenen Servisklassen, die Vorlage wegen Verleihung von Korporationsrechten an die Neu⸗Guinea⸗ Kompagnie, die Vorlage wegen Festsetzung der Gebühren für die Beförderung von Geschäftspapieren im Inlandsver⸗ kehr und die Vorlage, betreffend die weitere Ausprägung von Kronen. Außerdem wurde über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. 5 22. facte die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Rechnungswesen und für Elsaß⸗Lothringen, sowie die ver⸗ einigten Ausschüße für Zoll⸗ und Steuerwesen und für Handel und Verkehr Sitzungen. 8

1“ Oesterreich⸗Ungarn.

Der Kaiser empfing, wie „W. T. B.“ meldet, gestern den Prinzen Maximilian von Baden in außerordent⸗ licher Audienz. 1

In einer gestern in Brünn abgehaltenen Versammlung der deutschen Vertrauensmänner Mährens erstattete der Abg. Groß Bericht über die politische Lage, in welchem er, nach einem Rückblick auf die Thätigkeit der vorangegangenen Ministerien, ausführte, daß die Deutschen dem Ministerium von Körber mit kühler Reserve egenüberständen. Dasselbe könne auf die Unterstützung der Peutschen nur rechnen, wenn diese aus seinen Thaten erkannt haben würden, daß es wirklich nicht deutschfeindlich und nicht reichsfeindlich sei. Zweifellos sei die Verständigung wischen den Deutschen und den Czechen, deren Herbeiführung die Regierung als erste Aufgabe sich gestellt habe, eine vitale Nothwendigkeit für Oesterreich. Die Deutschen Oesterreichs seien weit davon entfernt, die Unterdrückung des czechischen Volkes und der czechischen Sprache für wünschenswerth oder sar nothwendig zu halten, müßten aber verlangen, daß die Czechen sich in das Gefüge des Gesammtstaates einpaßten, die staatsrechtlichen Schwärmereien und nationalen Eroberungsgelüste aufgäben und den Besitzstand der Deutschen achteten, wie die Deutschen den ihrigen respektierten. Unter diesen Voraussetzungen könne an die Möglichkeit einer Verständigung gedacht werden. In formeller Beziehung sei die Betheiligung aller Parteien an der Vergleichskonferenz wünschenswerth, und die Deutschen bedauerten auf das entschiedenste die ablehnende Haltung der Radikalen. Die bevorstehenden Verhandlungen müßten mit Offenheit und Auf⸗ richtigkeit geführt werden, und die Deutschen verhehlten sich nicht, daß die Aussichten auf ein günstiges Resultat für Mähren vielleicht noch geringer als für Böhmen seien, aber sie würden gewiß bemüht sein, die Rechte des Volkes mit Festigkeit und Besonnenheit zu wahren und alles dazu beizutragen, zu dem für die wirthschaftliche Entwickelung des Vaterlandes so dringend nothwendigen Frieden zu gelangen. Die Versammlung beschloß nach dem mit Beifall aufgenommenen Referate eine im Sinne dieser Ausführungen gehaltene Resolution.

Großbritannien und Irland.

8 Ueber die gestrige Sitzung des Unterhauses liegt nach⸗ stehender Bericht des „W. T. B.“ vor:

Der Unter⸗Staatssekretär des Aeußern Brodrick erklärte, die Regierung habe es nicht unternommen, in Aden oder an einem gleich weit vom Kriegsschauplatz entfernten Punkte Schiffe auf Kriegskontrebande hin zu untersuchen, da man nicht verhindern könne, daß nach solch einer Untersuchung in später angelaufenen Häfen Kontrebande

8

wirkf urchsuchung ein ch⸗ bedeutenden E Füsefhe⸗ nten, würden dieselben nicht angehalten werden, wenn dbnn über einen bloßen Verdacht hinausgehende Gründe für die An⸗ nahme vorhanden seien, daß sich Kontrebande an Bord befinde. Die Regierung begebe sich keines Rechts, aber im Hiablick auf die Vorstellungen der deutschen Regierung und die von der Postdampfer⸗ Gesellschaft gegebene Versicherung, daß sie strikte Befehle ertheilt habe, es dürfe keine Kontrebande befördert werden, habe die britische Regierung es übernommen, bis weitere Vereinbarungen ge⸗ troffen worden seien, derartige Fahrzeuge nicht zu beschlagnahmen, es sei denn, daß die schwersten Verdachtsgründe vorlägen. Die hierauf bezüglichen Schriftstüce würden in kurzem dem Hause vorgelegt werden. Brodrick theilte ferner mit, die Regierung habe keine Information bezüglich irgend welcher Verhandlungen, welche n⸗uer⸗ dings zwischen den Niederlanden und irgend welcher anderen Macht in Bezug auf die gegenwärtigen Feindseligkeiten in Süd⸗Afrika stattgefunden hätten, oder betreffs der Stellungnahme der europäischen Mächte zu dieser Angelegenheit. Evans fragte an, ob der Staats⸗ sekretär für die Kolonien Chamberlain auf den Brief Hawksley's vom 20. Februar 1897 an den Earl of Grey aufmerksam gemacht worden sei in welchem Hawksley mittheile, daß Telegramme aus dem letzten Halb⸗ jahr 1895, oder besser Verhandlungen über diese Periode heraus⸗ kommen würden, und wenn dies geschehe, Chamberlain niemand anders als sich selbst zu tadeln habe. Der Redner fragte, welcher Art diese Telegramme und Verhandlungen Feheben seien, und ob Chamberlain dieselben dem Parlament zugäng ich machen wolle. Der Staatssekcetär für die Kolonien Chamberlain bejahte den ersten Theil der Frage und bemerkte: was den zweiten Theil betreffe, so sei es nicht leicht für ihn, Verhandlungen zu erörtern, welche im Jahre 1897 zwischen dritten Parteien stattgefunden hätten und von denen er, zu der Zeit, keine Kenntniß gehabt habe, von denen er aber annehme, daß die betreffenden Telegramme oder einige derselben solche seien, die anzuführen Hawksley sich weigere. Wenn dies der Fall sei, so bildeten dieselben einen Theil des Schriftsatzes, der ihm im Jahre 1896 zu vertraulicher Kenntnißnahme über⸗ geben und infolge davon sofort mit einem Briefe zurückgesandt worden sei, in welchem mitgetheilt wurde, er (Chamberlain) habe keine persönliche Einwendung gegen die Veröffentlichung zu machen, und er glaube, die Mehrzahl dieser Schriftsätze sei später durch die Cabel⸗Company im Auftrage des Südafrikanischen Comités veröffentlicht worden. Er habe seit 1896 keinen derselben im Besitze ehabt und könne dem Haus dieselben nicht mittheilen. Auf eine An⸗ rage erwiderte der Erste Lord des Schatzamts Balfour, der Vor⸗ schlag, welcher in Bezug auf ein permanentes Schiedsgericht im Haag ge⸗ macht worden sei, erscheine für die britische Regierung unter den gegenwärtigen Umständen auf den südafrikanischen nicht anwendbar. Die Debatte über die Adresse wurde so fortgesetzt. Bryce wies die Unterstellung zurück, als wolle die Opposition aus dem Kriege für die Partei Kapital schlagen. Die Erklärungen der Minister über die Ursachen des Krieges seien belang⸗ los und unbefriedigend; die Beschwerden der Ausländer seien über⸗ trieben gewesen; die Ausländer würden sich selbst Recht verschafft haben ohne Krieg, der schlimmer sei als die Beschwerden. Die Frage der Suzeränetät sei unnöthigerweise von Chamberlain hineingezozen worden. Was habe man anders von den Buren erwarten können, als daß sie den Krieg erklärten, als es klar war, daß der Krieg im Anzuge sei? Einer der schwersten Vorwürfe gegen die Regierung sei, daß ihre Diplomatie kriegerisch gewesen sei, während ihre Vorbereitungen für den Frieden berechnet gewesen seien. Die Regierung habe ihren Gegnern die Vortheile eines streng loyalen casus belli und der ersten Kriegsbewegungen mit dem Resultat ge⸗ geben, daß es niemals eine Zeit gegeben habe, in welcher die Ver⸗ urtheilung o weit auf dem europäischen Kontinent verbreitet gewesen sei. Das Einzige, was den Krieg unvermeidlich gemacht habe, sei die Diplomatie der Regierung; was jetzt unver⸗ meidlich sei, sei die Entrüstung des Landes. Der Erste Lord der Admiralität Goschen führte aus, er wolle auf die meisten von Bryce angeführten Argumente damit antworten, daß er ihn auf die Reden einiger Kollegen desselben verweise, und bemerkte sodann, er habe mit Bedauern gesehen, daß in anderen Reden das Bestreben hervortrete, an einzelne Minister einen Tadel zu richten. Es könne nicht ein einzelner Minister herausgegriffen werden, das Kabinet stehe zu⸗ sammen und müsse sowohl in Betreff seiner Maßregeln wie in Betreff seiner Mißgriffe als ein Ganzes be⸗ handelt werden. Er weise die Anschuldigung, das Ministerium habe einen ungerechten Krieg provoziert, zurück. (Zwischenrufe bei den Iren.) Goschen forderte die Mitglieder der Opposition auf, ihren Unwillen zurückzuhalten. William Redmond rief Goschen zu: Versuchen Sie, vernünftig zu reden“, und wurde vom Sprecher aufgefordert, diesen Ausdruck zurückhunehmen. William Redmond erwiderte, mit Rücksicht auf die Aufforderung des Sprechers nehme er den Ausdruck zurück und wolle Goschen nicht bitten, vernünftig zu reden. Goschen fuhr fort: Die Debatte sei sehr ernst, er hoffe, sie werde ernst fortgesetzt werden. Das Gewissen des Landes sei voll⸗ ständig rein, was die Gerechtigkeit des Krieges anlange. Es würde traurig für das Kabinet sein. wenn es in diesen demokratischen Zeiten einen solchen Krieg unternommen hätte, ohne das Land hinter sich zu haben. Die Anklage gegen die Regierung, sie habe sich die Lage, in welcher das Land sich befunden, nicht vergegenwärtigt, sei eine schwere Anklage gegen eine Regierung, welche in der Lösung einer so schwierigen Auf⸗ abe begriffen sei. Die Regierung habe nicht allein die Situation in üd⸗Afrika zu beobachten, sondern auch die Lage des Landes nach jeder Richtung hin zu überwachen; in dieser Beziehung habe kein De⸗ partement Schlaffheit gezeigt. Die Admiralität habe ihre Pflichten, und seit Beginn der Feindseligkeiten sei dies Departement in unermüdlicher Aufmerksamkeit und mit aller Kraft an⸗ gespannt. Die Admiralität habe es für das Beste gehalten, zu thun, was sie zu thun habe, ruhig ihrer Verantwortlichkeit bewußt, indem sie nach jeder Richtung hin ihre Blicke gesandt und das Für und Wider in allen Fragen der Administration und Exekutive erwogen habe, die an sie in diesen schweren Zeiten heranträten. Die Marine sei im stande gewesen, an das Heer schwere Geschütze und Mann⸗ schaften abzugeben, ohne irgendwie ihre Hilfsmittel zu erschöpfen oder den Bestand des Seedienstes zu schwächen. Die Admiralität habe die Schiffe nicht von Geschützen entblößen oder sie selbst für eine Zeit lang unwirksam machen können, obgleich unter den Mann⸗ schaften ein großes Verlangen geberrscht habe, in größerer Zahl an die Front geschickt zu werden. Er habe jedoch gefühlt, es müßten genug Marinemannschaften zu Hause sein, für den Fall einer Mobili⸗ sierung, über die zu irgend einer Zeit entschieden werden könne. Da das Land in zu großem Maße von Soldaten entblößt sei, habe die Marine die Pflicht über ommen, mit doppelter Aufmerksamkeit zu wachen. Das Land möge beruhigt bleiben, daß es keine Gleichgültigkeit in dieser Hinsicht gebe. Die Regierung kenne die Lage, in der das Land ch befinde. Es könne für die Uebelwollenden einige Versuchung estehen, aus der Schwäche des Landes Voctheil zu ziehen, aber glücklicher Weise seien die Beziehungen zu den anderen Regierungen freundschaftlich. Bryce habe jedem Fremden den Freibrief gegeben, den Krieg ungerecht und unsittlich zu nennen. Bryce unter⸗ brach den Redner; er habe gesagt, was, wie er denke, wahr sei, und er habe noch viel weniger gesagt, als er über die Politik der Re⸗ gierung hätte sagen können. Goschen fuhr fort, er sei Bryce dankbar für diese Unterdrückung, aber er denke, Bryce habe genug gesagt. Bryce habe den Freibrief nicht den fremden Staatsmännern ausgestellt, die die Lage wäzt besser kennten, sondern der fremden Presse Er (Goschen) möchke wohl wissen, ob irgend eine fremde acht, Deutschland zum Beispiel, in der Lage Großbritanniens gegen⸗ über Transvaal mehr Geduld gezeigt haben würde! Er glaube, jeder Staatsmann in Europa füble in seinem Herzen, daß die Stellung Englands nicht -vs;. worden sei durch Drohungen oder pflichtwidriges Vorgehen. Die Lage sei, wenn auch nicht ge⸗ fährlich, so doch ernst und schwer. Was die Flotte anlange und die

stimmte Ladung ne ame

Da die Postdampfer

an Bord genommen werde,

und da die für diese Häfen] V

dann

eine Panik eiden (ironischer Beifall). Er nehme an, der ntte behan sich auf das beziehe, was er von dem Ernst der Lage gesagt habe. In seinen Worten habe keine Panik gelegen. Angesichts der Vorbereitungen, das Land in die Lage zu versetzen, ein Ende berbeizuführen, und angesichts der bereitwilligen Uater seitens der Kolonien wäre es eine Thorheit, von einer Pani zu sprechen. Es sei eine große Arbeit zu leisten, und das Amendement müsse die Regierung schwer schädigen. Wenn die Opposition nicht in der Lage sei, diese Bürde auf ihre Schultern zu nehmen, so sei es nicht weise gehandelt, das Vertrauen in die Männer zu erschüttern, welche den Krieg seither geführt hätten. Der Krieg müsse erfolgreich sein, und sei er erfolgreich gewesen, so möge die Opposition die jetzigen Regierungsvertreter wegfegen, als Manner ohne Urtheil und Vor⸗ aussicht. Aber man möge sich hüten, sie in ihrem Streben nach dem Ziele zu lähmen, während sie ein solches Werk unter den Händen hätten. Clarke (konservativ) wünschte, daß der Antrag Lord Fitzmaurice's am Ende der Debatte zurück⸗ gezogen werde, da eine Abstimmung über denselben in Transvaal und Europa mißverstanden werden könne. Wenn er auch den Krieg als unnöthig ansehe, so wolle er doch die Regierung unterstützen, weil durch ein jetzt erfolgendes Abbrechen des Kriegs mehr Unheil würde angerichtet werden, als durch die Weiterführung bis zu einem glücklichen Ausgange. Die wirkliche Verantwortlichkeit für den Krieg laste auf Chamberlain, dessen Verbleiben im Kolonialamt ebenso wie Sir Alfred Milner's Verbleiben in Süd⸗Afrika die größte Schwierig⸗ keit für die Regelung der offenen Fragen nach dem Kriege bilden werde. Saunderson (konservativ) führte aus, Großbritannien, das in der Front von den Buren angegriffen sei, werde im Rücken von den irischen Nationalisten an⸗ gegriffen werden. (Stürmischer Lärm, die irischen Nationalisten stoßen laute Rufe der Entrüstung aus.) Der Sprecher erklärte, Saunderson habe mit seinen Worten nicht gegen die Ordnung des Hauses verstoßen, weil er kein Mitglied des Hauses bei Namen ge⸗ nannt habe; die irischen Abgeordneten führten oft, ohne unterbrochen

Der Erste Lord des Schatzamts Balfour appellierte an das Haus, es moͤge diese skandalöse Erörterung nicht noch weiter ausdehnen. Saunderson nahn schließlich seine Worte zurück; die Berathung wurde sodann vertagt.

Rußland. Der General⸗Gouverneur von Turkestan Duchowskoi,

welcher in dringenden Angelegenheiten in St. Petersburg ein⸗ getroffen ist, wird sich, dem „W. T. B.“ zufolge, unverzüglich

auf seinen Posten zurückbegeben.

Italien. S In der gestrigen Sitzung der Deputirtenkammer er⸗ klärte, wie „I. T. 8.⸗ berichtet, der Unter⸗Staatssekretär des Ministeriums des Innern Bertolini auf eine Anfrage des Deputirten Jocci (radikal), warum die Regierung das Erscheinen eines Manifestes der Studenten, welches einen antiklerikalen Universitäten⸗Kongreß nach Rom einberufen, verhindert habe: die Regierung habe das Manifest und den Kongreß verboten nicht nur aus Rücksicht auf das Heilige Jahr, sondern auch deshalb, weil Anarchisten an dem Kongreß theilgenommen haben würden.

Schweden und Norwegen.

gestorben.

Wie die iror meldet, beschäftigt man sich dort lebhaft mit der wachsenden Unzufriedenheit in der egyptischen Armee. Diese be⸗ klage sich über Mißhandlungen von seiten der britischen Offiziere, sowie über die heimlichen Sendungen von egyptischen Truppen und Kriegsmaterial nach Süd⸗Afrika, was mit der Neutralität Egyptens in Widerspruch stehe. Die britische Regierung, welche bezüglich der Haltung der schwarzen Truppen in Unruhe sei, habe den Khedive Vermittelung ersucht und dieser die Truppen brieflich zum Gehorsam aufgefordert. Trotzdem sei man sehr besorgt, und Egypten sei fast völlig von europäischen Truppen entblößt. 1

Aus Lourengo Marques vom gestrigen Tage meldet das „Reuter'sche Vureau“, er amerikanische General⸗Konsul Hay sei nach Pretoria abgereist. b

Der „Times“ wird aus Lourengço Marques berichtet, der Präsident Steijn habe an die Burghers in Natal eine Ansprache gerichtet und darin Großbritannien den Vorwurf gemacht, daß es die Buren zu diesem Kriege gezwungen habe.

Aus Gaberones wird gemeldet, der Oberst Plumer fahre in seinen Operationen fort. Eine vom 26. Januar datierte Meldung besagt, die neuen Geschütze des Obersten Plumer hätten das Feuer auf die Stellung der Buren er⸗ öffnet; dasselbe werde von den Buren erwidert, der Geschütz⸗ kampf dauere fort. Nach einer Meldung aus Tuli ist der Limpopo⸗Fluß gestiegen und die Brücke weggewaschen. Der Fluß kann bis zum März nicht überschritten werden. .

Der Mayor von Mafeking hat der Königin Victoria am 27. Januar folgendes Telegramm gesandt: Am hundertsten Tage der Belagerung sendet die Stadt Mafeking Eurer Majestät die Versicherung treuer Hingebung und des beharr⸗ lichen Entschlusses, die Suprematie Eurer Majestät in dieser Stadt aufrecht zu erhalten. b

Aus Nondweni an der Grenze zwischen Natal und Transvaal wird der Zeitung „Natal Witneß“ emeldet: Die Buren fahren Geschütze auf, welche die von Nondweni nach Vryheid führende Straße beherrschen. Längs der Straße be⸗ finden sich zahlreiche, von Ladysmith und Dundee herüber⸗

ezogene Buren, welche einem britischen Vormarsch durch

Pulckand, der erwartet wird, entgegentreten sollen.

herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 2. Feeen. hat folgenden Inhalt: 1) Post⸗ und Telegraphenwesen: Bestimmungen über Fernsprech⸗Nebenanschlüsse. 2) Zoll⸗ und Steuerwesen: Er⸗ mächtigung einer Firma zur Zusammensetzung des allgemeinen Branntwein⸗Denaturierungsmittels. 3) Polizei vesen: Ausweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiet.

Nr. 5 der „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Ge⸗ s[undheitsamts“ vom 31. Januar hat folgenden Inhalt: Personal⸗ Nachricht. Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln gegen ansteckende Krankheiten. Desgl. gegen Pest. Desgl. gegen Cholera. Medizinalverwaltung in Elsaß⸗ Lothringen, 1897. Gesetzgebung u. s. w. (Preußen.) Sandfiltration. (Berlin.) Gegenstände ꝛc. zur Verhütung der Empfängniß ꝛc. (Sachsen.) Schlachtviehversicherung. (Oesterreich.) Occelusivpessar und Tutelol. Saccharin. (Italien) Trockenlegung von Sümpfen ꝛc. (Belgien.) Pest. Gang der Thierseuchen in Ungarn, 4. Vierteljahr. Zeitweilige gegen Thierseuchen. Preuß. Reg.⸗ Heater⸗ Köntgaberg, Gumbinnen, Berlin, Bayern, Oesterreich, Schweden.) B d

orbereitungen für dieselbe, so habe das Land keine Besor

LL11““

zu werden, eine Sprache, welche das britische Volk ebenso beleidige.

Der Erzbischof von Upsala Sundbergiist, wie,W. T. B. berichtet, gestern 8

„Agence Havas“ aus Kairo vom gestrigen Tage

5

5 des „Centralblatts für das Deutsche

ge ges bend Körperschaften. (Frankreich.) Künstliche

Denkmalspflege statt.

’— Der Direktor

8 der Schiffahrt wurden von Rostow ausgeführt (in Pud):

üßstoffe. Vermischtes. (Preußen. Berlin.) See. Lungenkranke, 1898/99. (Sachsen. ,. Untersuchungsamt, 1898.

8 gypten). Quarantäne⸗Arz tstellen. Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 gl. in größeren Städten des Aus⸗

und mehr Einwohnern. landes. Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. Desgl. in deutschen Stadt⸗ und Land bezirken. Witterung. Beilage: Gerichtliche Entscheidungen zum Nahrungsmittelgesetz Bd Titelblatt und Inhaltsverzeichitß. v1“

Heimstätten für Ge⸗ Chemisches

8—

8 Kunst und Wissenschaft.

Die Ausstellung der Schülerarbeiten der Unterrichts⸗ Anstalt des Kunstgewerbe⸗Museums, die sich andauernden wird im Hinblick Die durch Ankauf in Pcesch übergegangenen ausgeführten Stücke bleiben der Aus⸗ ellung bis dahin im wesentlichen erhalten; einige Emailmalereien

Interesses und sehr lebhaften Besuchs erfreut hierauf bis zum 11. Februar verlängert.

sind neu hinzugekommen. 8

In Dresden findet in den Tagen vom 24. bis 27.

Ortsausschuß gebildet. 1 Hobeit der Prinz Georg von Sachsen übernommen; sitzender des Ausschusses

stellvertretende Vorsitzende sind die Herren

wurde im Veranlass 8 t späteren Königs Johann von Sachsen in Mainz gegründet.

verein, an dessen

Archivtag und der 1, Man bofft, daß eine Festsitzung Bankettsaale der Albrechtsburg in Meißen stattfinden werde.

Bauwesen. Die Verhandlungen über den Bau

der zweite deutsche

summe auf 2068 148 festgesetzt worden. Der Kunstgewerbe⸗Museums daselbst ist soweit vollendet, e der Sammlungen

nnen.

Land⸗ und Forstwirthschaft.

Am 1. d. M. verstarb in Eberswalde nach kurzem Kranken⸗ lager im Alter von 75 Jahren der Lehrer an der dortigen Forst⸗ Akademie, Geheime Regierungsrath, Professor Dr. Bernard Altum. und das Lebhrer⸗Kollegium der Forst⸗ Akademie widmen ihm folgenden Nachruf: „Wir betrauern in dem Entschlafenen, der seit Oktober 1869 an der hiesigen Forst⸗Akademie als der hervorragendste Vertreter der Forst⸗Zoologie gewirkt hat, einen treuen Kollegen und Freund, der sich ebenso auszeichnete als Forscher und als Dozent, wie er andererseits durch die Milde und Zuverlässig⸗ keit seines Charakters Allen, die ihm näher traten, theuer geworden . Sein Andenken als das eines ebenso bedeutenden wie wahrhaft guten und edlen Mannes wird in uns nie erlöschen.“

AX“

Saatenstand und Getreidehandel in Rußland.

Der Kaiserliche Konsul in Rostow a. D. berichtet unter dem 26. v. M. Folgendes:

Seit Ende Dezember hat der Frost, mit einer kurzen Unter⸗ rechung durch einige Thauwettertage (vom 5. bis 7. d. M.), während eren auch Regen fiel, in wechselnder Schärfe (— 5 bis 160 R.) bei

heftigen, theilweise sturmartigen Ost⸗ und Nordostwinden angehalten. leichzeitig ist jedoch die Schneedecke durch wiederholten ausgiebigen derartig verstärkt worden, daß Befürchtungen binsichtfich saat bis auf weiteres kaum gerechtfertigt sein dürften. Die Stimmung des Getreidemarkts ist hier wie in Noworossysk fortdauernd matt, da die Verkäufer sich in den Preisen noch immer wenig nachgiebig zeigen, während die Käufer in der Erwartung eines allgemeinen Preisfalls im kommenden Frühbling auch ihrerseits Zurück⸗ haltung beobachten zu müssen glauben. In Noworossysk sind auch im Dezember und Januar Gerste und Hartweizen die bevorzugten Ausfuhrartikel gewesen. Daneben hat sich neuerdings Winterweizen schwersten Naturalgewichts einer etwas gesteigerten Nachfrage vom Auslande her zu erfreuen gehabt.

Wie stark auch Rostow von dem allgemeinen Sinken der Weizen⸗ ausfuhr Rußlands, im verflossenen Jahre bekroffen worden ist, zeigen nachstehende Ziffern, die zugleich das bemerkenswerthe Anwachsen der hiesigen Gerstenausfuhr verdeatlichen. Von Beginn bis zum Schluß

Weizen Roggen Gerste 8

31 572 075 19 143 100 12 528 100 23 734 650 11 743 650 6 812 050 2 24 336 000 13 210 000 3 664 000 8 21 830 000 13 972 000 7 955 000 8 2

1895:. 1898:.

1899: 17 039 000 16 124 000 15 033 000

Die Zufuhren Rostows im Dezember (alten Stils) waren er⸗ heblich geringer als im vorausgehenden Monat. Sie betrugen: eizen Roggen Gerste Dezember. 757 509 Pud 179 500 Pud 50 000 Pud November. 1 850 000 2 025 000 905 000

„Ueber die vorhandenen Vorräthe sind neuere Ziffern nicht ver⸗ öffentlicht worden.

In Noworossysk betrugen die Zufuhren im Dezember (alten

Stils): 166 283 Pud

Winterweizen 468 893 235 632

1 3

Auch hier ist, abgesehen von Roggen, gegen November eine er⸗ hebliche Abnahme der Zufuhr zu bemerken. Dagegen weist die Aus⸗ fuhr⸗ mit Ausnahme von Roggen, erhöhte Ziffern auf. Sie betrug

Dezember (alt. Stils): Winterweizen 315 978 Pud 858 270

Snee 51 516

oggen Gerste. 816 348

Dementsprechend haben die Vorräthe Noworossysk's, von Roggen, gegen Ende November eine erhebliche Verminderung erfahren. Sie betrugen am 31. Dezember (alt. Stils):

WinterweiiIen . 737 364 Pud

92 Ferte den 1 177 653

Roggen 462 885

J116*“*

Dies bedeutet für Weizen und Gerste eine Abnahme der Vorräthe um je über ½ Million Pud, während der Roggenvorrath sich seit dem 30. November um rund 180 000 Pod vermehrt hatte.

In dem Preisstande sind wesentliche Veränderungen nicht hervor⸗

8*

abgesehen

September d. J. die diesjährige Hauptversammlung des Gesammt⸗ vereins der deutschen Geschichts⸗ und Alterthumsvereine statt. Zur Vorbereitung der Versammlung hat sich schon jetzt ein Das Protektorat hat Seine 1

or⸗ ist der Ober⸗Bürgermeister Beutler, legierungsrath Dr. Ermisch und Raths⸗Archivar Dr. Richter. Der Gesammtverein Jahre 1852 auf Veranlassung des damaligen 6 rinz Johann führte auch den Vorsitz in der zweiten Jahresversamm⸗ lung zu Nürnberg, 1853. Zugleich mit dieser Hauptversammlung feiert der 1825 gegründete Königlich sächsische Alterthums⸗ Spitze Seine Königliche Hoheit der Prinz Georg steht, sein 75 jähriges Jubiläum, und iu derselben Zeit finden erste Tag für im

eines zweiten Theaters in Köln sind nunmehr endgültig abgeschlossen und es ist die Bau⸗ Neubau des j daß die Anfang nächsten Jahres wird erfolgen

in Rostow:

Roggen. Gerste

Roggen Gerste

von Paul Parey Publikationen a

ein

Leisten erhalten.

Schlacht⸗ löschen der Maul⸗

8 DOffenbar eine

Malerin, welche Hause gelegene Wum deren

und Tuzar,

Oper „Der Prophet“* folgender Besetzung ge Frau Goetze; Bertha Lieban,

Richard Wagner’'s Op Strauß dirigiert.

Christians; Gertrud: burger; Bertha von von Arnauld;

Das Deutsche holung von Gerhart

Donnerstag, in Scene; also am

an

Käfig“

Heinrich“ aufgeführt.

geben. vorgesehen.

leidvoll“ gegeben.

wiederholt angekündigte

etreten, wenn auch in den letzten Wochen gelegentlich eine schwa gatend denz bemerkbar zu werden schien. 8 aen 2

Schwank „Nackte K seine Premidre erlebte. wüchse der modernen impressionistis soll, welche vor einigen Jahren scheint es als mißlungen, und Bestrebungen der bild weil es mit Verhältnissen jemals bestanden haben, heute jeden hat das Stück einen mit Anlehn technik mit Situationskomik reich a die Unmöglichkeit und Langweiligkeit des des dritten einigermaßen ents ein junger Maler, der wegen von seiner Frau geschieden wurde, weil konnte, daß er für seine Kuast hat die gerichtlich ausgesproche trennen vermocht, und das Paar findet sich bald wieder zusammen, schließen, nachdem die junge Frau sich Eifersucht überzeugt inzwischen in Atelier Gunst sich vater bewerben, die Schwiegermutter, welche die perhorresciert und darüber entsetzt ist, nicht, wie sie angenommen hatte, wie ihr Schwiegersohn malt, ein Berliner Modelltypen und ein geistig beschränkter Kunstfreund bilden die Elemente des von den Dam

nächsten Sonntag Nach

Am 11./23. Januar Tschetwerth, wie folgt:

in Berlin einen Katalog ihrer neuen uf dem Gebiete der lichen Literatur erscheinen lassen. giebt Zeugniß von dem großen Aufs

in Name von Bedeutun bieten der Landwirths wissenschaftlichem oder praktischem Schmuck hat das Buch hervorragender Autoren und eigens dafür gezeichneten Vignetten und Die genannte Verlagsbuchhandlung (Berlin SW., Hedemannstr. 10) versendet den Katalog auf Verlangen kostenfrei.

und Viehhofe zu

Viebhofe zu Berlin am 2. Fe Nürnberg an demselben Tage.

Theater und Musik.

dramatische Erstlingsarbeit ist der dreiaktige unst“ von Georg Lehfels, welcher gestern Insoweit das Werk eine Satire chen Art der Malerei darstellen in die Erscheinung traten, er⸗ weil es eine völlige Unkenntniß der Ziele enden Kunst verräth, und als veraltet, rechnet,

um den Bund aufs neue zu von der Grundlosigkeit

den Herren Kubnert, Anderen flott dargestellten Schwank nach dem wirksamen zweiten Akt und am Schluß

Im Königlichen

er

stehender Besetzung in Pogner: Herr Wittekopf; Beckmesser: Knüpfer; Walther Stolzing: Eva: Fräulein Hiedler;

Hau Jau“; außerdem geht d Sonnabend den

Dienstag, „Der Probekandidat“ zur Aufführung ist für den morgigen Sonnta folgenden Sonntag erscheint zum ersten Mal mit Georg Engels in der Titelro Im Berliner Theater w

Morgen Nachmittag geht Sonnt mittag „Zaza“ in Szene.

Im Schiller⸗Theater wird morgen Nachmittag das Lust⸗ Schwank „Die Großstadtluft“ ge⸗ ne Aufführung von „Käthchen von

spiel „Cyprienne“, Abends der Für Montag ist noch ei

A

olungen des Lustspiels tryon“ statt, am Deszerstag wird das Volksstück ůr Aufführungen der Novitä von Hans von Wentzel und

stellten

11./23.

Weizen a. Winterweizen 8,55 bis 9,65 Rbl. b. Hartweizen c. Girka

8,20

8,45 .5.90 1 in Nowor

11./23.

zen a. Winterweizen 6 60 bis 8,80 Rbl. b. Hartweizen c. Girka.

9 870 6,20 . 6,60

Anläßlich der Jahrhundertwende

er

durch

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs⸗ Maßregeln.

8 Der Ausbruch der Maul⸗ Schweinen ist dem Kaiserlichen Gesundheitsamt gemeldet worden vom u Magdeburg am 1. Februar, das Er⸗ und Klauenseuche unter Schweinen vom Zentral⸗

bruar und vom Schlacht⸗Viehhofe zu

Neues Th

ibrer

des dessen

Opernhause wird morgen Meyerbeer's unter Leitung von Kapellmeister Schalk und in geben; Johann von Leyden: Herr Sylva; Fides: : Fräulein Reinl; Wiedertäufer: die Krasa und Mödlinger; Graf Oberthal: Chorknaben: die Damen Gradl und „Die r nger von Nürnberg“ in nach⸗

ans

Scene:

Magdalena:

Im Königlichen Schauspielhause Aufführung von Schiller's Schauspiel Kraußneck in der Titelrolle statt. Getler: Herr Ludwig; Stauffacher: räulein Lind

Herr Hübener. Am

und übrigen Mittwoch

„Das

m Dienstag „Der zerbr

Freitag und Sonnabend sind die ersten t „Fröschweiler“, Schauspiel in 4 Akten

erdinand yron⸗Abend“

saale des Rathhauses statt.

chwung, den die landwirthschaftliche Literatur in den letzten drei Jahrzehnten genommen hat. Wohl kaum g fehlt in dem Kataloge, und aus allen Ge⸗ chaft weist Werthe auf. Aufnahme

falls nicht mehr bestehen. ung an die französische Schwank⸗ usgestatteten zweiten Akt, welcher für

chädigt. Im Mittelpunkt der Hand „gegenseitiger unüberwindlicher Abneigung“

weiblicher Modelle bedarf. Indessen ne Scheidung nicht die H

Vorgenannten eingezogen ist und

Blumen,

en Paula und Grete Carlsen, Merten, Claudius, Lebius und s.

Herr Kraus;

Im übrigen lautet die Besetzung: Herr Molenar; Melchthal: Herr ner; Hedwig: Frau von Hochen⸗ runeck: Fräulein Mahn; Parricida: Shakespeare's Trauerspiel „Othello“ Titelrolle zur Aufführung; den Jago s Fenn von Hochenburger, räulein von Mayburg.

mit Herrn Matkowsky in der pielt Herr Pohl, die Desdemona die Emilia Fräulein Lindner, die Bianca

Theater bringt morgen Abend die erste Wieder⸗ ptmann’'s neuem Possenspiel „Schluck und as Stück noch am Montag, sowie am nächstfolgenden Tagen

g „Johannes“

lle, als Nachmittags ird Philippi's Lustspiel „Der goldene morgen Abend und am Donnerstag nächster Woche gegeben, am Montag und Sonnabend Dienstag „Das Erbe“, am Mittwoch „Faust“ I. Theil. Am Freitag wird als 32. Abonnements⸗Vorstellun nächsten Sonntag Abend E. von

sich die Preise

Dagegen Januar vin 8,50 bis 9,60 Rbl. 9,95 8, 10,10 9,05 9 8, eA. 8 6,35 6, 6,40 LL 1Z1 osffysk: 88 gegen Januar am 14./26. Dezember v. J. 6,80 bis 8,75 Rbl. 9,20 8,50 8,70 8,80 6,20 7,— 6,65 6,80

9,70 9,— 6,85 6,80

hat die Verlagsbuchhandlung

landwirthschaft⸗ Das 160 Seiten starke Buch

größere und kleinere Werke von Einen besonderen von 62 Porträts

und Klauenseuche unter

eater.

auf die Aus⸗

die, wenn sie überhaupt

Indessen

ersten und die ung steht

letztere sich nicht daran gewöhnen

herzen zu

hat. Eine

das im schwiegerelterlichen

Schwager und Schwieger⸗ „nackte Kanst“* daß die Mietherin des Ateliers sondern das gleiche Genre Dienstmädchen, verschiedene übrigen Grüning

Der anwesende Autor wurde hervorgerufen.

Herren Herr Bachmann;

ohl. Am Montag geht

Sachs: Herr Bachmann; Herr Krasa; Kothner: Herr David: Herr Sommer; Frau Goetze. Kapellmeister

se findet morgen eine „Wilhelm Tell“ mit Herrn

Armgart: Fräulein Montag gelangt

Sonntag Abend der nächsten Woche, und reitag, kommt ; als Nachmittags⸗Vorstellung angesetzt, am näͤchst⸗ Crampton“, „Vorstellung.

deutsche Jahrhundert“, am

„Libussa“ wiederholt, und am ildenbruch's Drama „König „Wilhelm Tell“,

und Mittwoch finden Wieder⸗ ochene Krug“ und „Amphi⸗ „Freudvoll und

Runkel, angesetzt. Der findet morgen i ü

pro zehnpudiges

/26. Dezbr. v. J.

in einer Breite von 19 m projektiert, wovon 11 damm und je 4 m auf die beiden

entfallen 100 000 auf die architektonische⸗

Im Theater des Westens gelangt morgen Nachmittag halben Preisen Verdi's Oper „Der Troubadour“ zur Aufführung, Abends, sowie am Dienstag und Mittwoch wird die Strauß'sche Operette „Der Zigeunerbaron wiederholt; am Montag geht „Undine, am Se e „Der Freischütz“ in Szene. Am Freitag findet die der Mendelssohn'schen Oper „Der Bärenhäuter“ statt. Für

onnabend ist als Vorstellung zu balben Preisen eine Aufführung von Lortzing's Oper „Der Waffenschmied“ und der Suppé'schen

Operette „Die schöne Galathee“ angesetzt.

Im Lessing⸗Theater mußte die Premidre des Schauspiels „Die drei Töchter des Herrn Dupont“, die für künftigen Dienstag angezeigt, war, wegen plötzlich eingetretener Erkrankung des Herrn Franz Guthery auf die nächste Woche verschoben werden. Der Spielplan der kommenden Weche setzt sich demnach folgendermaßen zusammen: Morgen, am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend gebt das Lustspiel „Als ich wiederkam“, am Montag Richard Jaffé's Schauspiel „Fastnacht“ in Verbindung mit Otto Erich Hartleben's Komödie „Die sittliche und am Freitag und nächsten Sonntag Anzengruber'’s Volksschauspiel „Der Pfarrer von Kirchfeld“ in Scene.

Im Neuen Theater gelangt Georg Lehfels' Schwank „Nackte Kunst“ am Dienstag, Mittwoch, Sonnabend und nächsten Sonntag Abend zur Wiederholung. E. von Wolzogen's Luftspiel „Ein unbe⸗ schriebenes Blatt“ geht am Montag, Donnerstag und Freitag nächster Woche in Scene; Thilo von Trotha's Lustspiel ofgunst“ wird morgen, sowie am nächsten Sonntag als Nachmittagsvorstellung zu halben Preisen gegeben.

Im Residenz⸗Theater bleibt auch in der kommenden Woche Fepdeau's Schwank „Die Dame von Maxim“ unverändert auf dem

pielplan. Morgen sowie am nächsten Sonntag Nachmittag geht

„Der Schlafwagen⸗Kontroleur“ bei bis über die Hälfte ermäßigten Preisen in Scene.

Im Thalia⸗Theater geht auch in nächster Woche allabendlich die Ausstattungsposse „Im Himmelbof“ in Scene.

„Die Konzert⸗Direktion Hermann Wolff jeigt für die nächste Woche folgende Konzerte an: Sonntag: Saal Bechstein: Harmonium⸗Konzert von Alphons Mustel, Mitwirkung: J. Thibaud (Violine, I. Geiger des Orchesters „Colonne“ Paris), Malwina Westphal (Gesang) und Dr. F. Kuhlo (Klavier). Montag

hilharmonie: II. Konzert des Stern'schen Gesangvereins (Direktor

rofessor F. Gernsbeim), Mitwirkung: Eugen d'Albert; Sing⸗ Akademie: Lieder⸗Abend von Maikki Järnefelt, Mitwirkung: ö“ Busoni. Dienstag: Philharmonie: Konzert von Nellie

delba, Mitwirkung: Professor J. Joachim und Anton Hetking; Saal Bechstein: Klavier⸗Abend von Kara Chattelyn; Beethoven⸗Saal: IV. (letztes) Abonnements⸗Konzert des Böhmischen Streichquartetts der Herren Carl Hoffmann, (I. Viol.), Joseph Suk (II. Viol.), Oekar Nedbal (Bratsche), Professor Hans Wihan (Violoncello); Sing⸗Akademie: Klavier⸗Abend von Emil Saner. Mittwoch: Beethoven⸗Saal: III. Klavier⸗Abend von Ferruccio Busoni; Sing⸗Akademie: Konzert des Violin⸗Virtuosen Wm. Davol Sanders. Donnerstag: Saal Bechstein: Klavier⸗ Abend von Alfred Reisenauer; Beethoven⸗Saal: Konzert des Violin⸗ Virtuosen Professors Stanislaus Barcewicz mit dem Philbarmonischen Orchester (J. Rebisek) Sing⸗Akademie: VII. Quartett⸗Abend der Herren Professoren Joachim, Halir, Wirth und Hausmann. Freitag: Saal Bechstein: Ueder⸗Abend von Bertha Klein. Mitwirkung: Hofschauspieler Rudolf Christians und Johannes Miersch (Viol.); Beethoven⸗Saal: Klavier⸗Abend von Bertha Baumann, Mitwirkung: Königlicher Kammer⸗Virtuose Felix Meyer; Sing⸗Akademie: Klavier⸗Abend von Augusta Cottlowv. Sonnabend: Saal Bechstein: II. Lieder⸗ Abend von Marcella Pregi; Beethoven⸗Saal: II. Konzert des Tolia eehnofen Kubelik mit dem Philharmonischen Orchester

.Rebisek).

zu

Johann Strauß jr., der Sohn von Eduard Strauß und der Neffe des jüngst verstorbenen Strauß, hat sich, nachdem er sich im vorigen Winter als Operettenkomponist versucht hatte, jetzt ganz der Musik und zwar speziell der Wiener Musik zugewandt und wird als Dirigent an die Spitze einer Wiener Kapelle treten, mit welcher er im kommenden Sommer und zwar vom Mai ab Deutschland zu bereisen gedenkt.

5* Mannigfaltiges.

* Berlin, den 3. Februar 1900

8 Die von Ihrer Majestät der Kaäiserin und Königin seit einigen Jahren angeregte und geförderte Einrichtung, die Kirchen Berlins zu bestimmten Stunden zur stillen Andacht offen zu halten, namentlich in den Abendstunden, wenn die Be⸗ völkerung von der Arbeit zurückkehrt, hat bisher vorzugsweise in neun Kirchen des Nordens Eingang gefunden. Zum theil täglich, zum theil an mehreren Wochentagen werden die Kirchen Abends geöffnet und zu geeigneter Zeit wird, nachdem die Glocken dazu eingeladen, eine Andacht unter Orgelbegleitung gehalten, die etwa Stunde dauert. Von drei dieser Kirchen, die in dazu besonders günstiger Lage gebaut sind, wird ein erfreulicher Fortschritt in der Benutzung der Kirche berichtet. Die „Andachten werden im Danchschuns von 20 bis 30 Personen, in einzelnen Kirchen noch erheblich besser besucht, und manchen Gemeindegliedern ist der Besuch derselben schon zu einer lieben täglichen Gewohnheit geworden. Auch wo die Durchschnittszahl der täglichen Besucher noch nicht er⸗ heblich ist, soll mit den Abendandachten fortgefahren werden in der Hoffnung, daß das Verständniß für die Gelegenheit zu stiller Einkehr und ve rgvee⸗ die sich bei den beschränkten Wohnungsverhältnissen, besonders der Arbeiterbevölkerung, zu Hause oft nicht bietet, sich in immer weitere Kreise ausbreiten wird. Gegenwäͤrtig besteht die Eia⸗ richtung der „kirchlichen Abendandachten“, entweder allabendlich oder an mehreren Abenden der Woche, in folgenden Kirchen: Elisabeth Friedens⸗Kirche, Gethsemane, Gnaden⸗Kirche, Heilands⸗Kirche, Heili Kreuz, Himmelfahrt, Versöhnung, Zion.

Der Magistrat beschloß in seiner gestrigen Sitzung, nachdem nunmehr die Verhandlungen mit den Staatsbehörden wegen des

Abschluß gelangt sind, hierüber der Stadtverordneten⸗Versammlung eine Vorlage zugehen zu lassen. Ferner wurde beschlossen, da die Geschäfte der städtischen Sparkasse im Westen der Stadt sich dermaßen entwickelt haben, daß es ersorderlich wird, eine Filiale de Sparkasse in diesem Stadttheil zu errichten, das Grundstück Link⸗ straße 7/8 anzukaufen, um daselbst die beabsichtigte Filiale unterzu⸗ bringen. Zu dem Ankauf des Grundstücks wird ebenfalls die Ge nehmigung der Stadtverordneten⸗Versammlun nachgesucht werden Auf der in Dresden geplanten deutschen tädte⸗Ausstellung im Jahre 1903, welche den Zweck verfolgt, den Stand des deutsche Städtewesens zu Anfang des 20. Jahrhunderts, insbesondere die Ent wickelung der größeren Gemeinden Deutschlands in den letzten Jahr⸗ zehnten und die Fortschritte auf den verschiedenen Gebieten der Ge meindeverwaltung in dieser Zeit zu veranschaulichen und Erzeugnisse deutscher Gewerbetreibenden zur Darstellung zu bringen, wird auch der Berliner Magistrat vertreten sein. Das Magistratskollegium wird ch an den Vorverhandlungen durch einen Magistratskommissar be⸗ theiligen. Zum Schluß wurde das von dem Stadt⸗Baurath Krause ausgearbeitete Projekt zum Neubau der E welche in Stein und Eisen ausgeführt werden soll, genehmigt. Die Brücke ist

8 m auf den Fahr⸗ Bürgersteige entfallen. Die Ge- sind auf 700 000 veranschlagt. Von dieser Summe usschmückung.

sammtkosten